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Freitag, 23. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU fordert von Minister Schmidt einen Kurswechsel in der Agrarpolitik
Nachhaltige Entwicklung in den MIttelpunkt der Arbeit stellen

Der NABU hat von Bundesagrarminister Christian Schmidt mehr Engagement fĂŒr eine umwelt- und naturvertrĂ€gliche Agrarpolitik gefordert. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ ruft der NABU mit vielen anderen Organisationen an diesem Samstag in Berlin zum fĂŒnften Mal zur Demonstration fĂŒr eine bĂ€uerliche und ökologischere Landwirtschaft auf.

„Der dringend notwendige Kurswechsel in der Landwirtschaft lĂ€sst seit Jahren auf sich warten, obwohl die Probleme bekannt sind. AusgerĂ€umte Landschaften, Artenschwund, die Belastung von Böden durch den ĂŒbermĂ€ĂŸigen Einsatz von DĂŒngemitteln und Pestiziden, Massentierhaltungen und immer wiederkehrende Futtermittel-Skandale sind die Folgen dieser von der Agrarindustrie bestimmten Politik. Minister Schmidt muss seine Politik endlich konsequent an den Herausforderungen im Bereich Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz ausrichten“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke, der auch am Samstagmittag bei der Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz reden wird.

Tschimpke appellierte an die Bundesregierung, angesichts der aktuellen Diskussion um die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA ein klares Signal fĂŒr eine ökologische Landwirtschaft zu setzen und den Schutz regionaler Produkte zu stĂ€rken, anstatt sie aufzuweichen. „Jetzt geht’s um die Wurst: Eine weitere Globalisierung der Land- und ErnĂ€hrungswirtschaft ist aus Sicht der Verbraucher nicht akzeptabel“, so Tschimpke. Mit Sorge beobachte der NABU auch die Entwicklung, dass Ackerland immer mehr zum Spekulationsobjekt verkommt und kleinere, ökologische Landwirte keine FlĂ€chen mehr pachten könnten. Eine stĂ€rkere Regulierung des Bodenmarkts sowie eine Neuausrichtung der Agrarstrukturpolitik mĂŒsse daher auch von der Bundesregierung vorangetrieben werden.

Pressehinweis fĂŒr Foto und TV: Der NABU wird am Samstag mit einem Traktor an dem Demonstrationszug teilnehmen. NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer und Biobauer Leif Miller wird diesen ĂŒber einen Teil der Strecke steuern. Mit der Forderung „NaturschĂ€tze retten statt Landschaften plĂ€tten“ wird der NABU fĂŒr Artenvielfalt statt Monokulturen sowie fĂŒr den Lebensraum von Kiebitz, Feldlerche und Kornblume werben und vor der zunehmenden Monotonisierung der Landschaft warnen. Eine NABU-Marching-Band wird den Protestzug musikalisch begleiten.
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NABU fordert drastische Reduzierung der StickstoffeintrÀge
Gutachten des SachverstĂ€ndigenrats belegt negative Folgen fĂŒr Klima und Umwelt

Der NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, die alarmierend hohen Stickstoffemissionen aus Verkehr und Landwirtschaft durch ein verbindliches Aktionsprogramm drastisch zu reduzieren. „Das heute vom SachverstĂ€ndigenrat fĂŒr Umweltfragen vorgelegte Sondergutachten zum Thema Stickstoff belegt eindrĂŒcklich, dass die verheerenden Auswirkungen von StickstoffeintrĂ€gen auf Klima, BiodiversitĂ€t oder Grundwasser lange Zeit unterschĂ€tzt wurden“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Die EintrĂ€ge von Stickstoffverbindungen wie Stickoxiden, Nitrat oder Ammoniak bewegen sich seit vielen Jahren trotz zahlreicher politischer Vorgaben auf sehr hohem Niveau. So liegen die Stickstoffbilanz-ÜberschĂŒsse immer noch bei fast 100 Kilogramm pro Hektar und fĂŒhren zu einer erheblichen ÜberdĂŒngung nahezu sĂ€mtlicher LebensrĂ€ume sowie zu einem Artenverlust. Das Ziel, den DĂŒngemitteleinsatz in der Landwirtschaft auf ein umweltvertrĂ€gliches Maß zurĂŒckzufĂŒhren, wurde bislang nicht erreicht. In vielen Regionen ist der StickstoffĂŒberschuss in den letzten Jahren infolge des Booms bei Massentierhaltung und Biogasanlagen sogar deutlich angestiegen. Ein Teil der ÜberschĂŒsse gelangt zudem in Luft und Wasser und belastet das Grundwasser, die Hauptquelle unseres Trinkwassers. Über die HĂ€lfte der Grundwasservorkommen in Deutschland weist daher zu hohe Nitratwerte auf. Schließlich tragen gasförmige Stickstoffemissionen auch zur Versauerung der Böden bei.

Der NABU fordert daher die Bundesregierung auf, die relevanten Vorgaben zum Schutz von Mensch und Natur deutlich nachzubessern. Dies betreffe insbesondere die laufende Novelle der DĂŒngeverordnung, bei der anspruchsvollere Ziele zur Stickstoffreduzierung vereinbart werden mĂŒssten. So mĂŒsste der maximal zulĂ€ssige NĂ€hrstoffĂŒberschuss auf 30 Kilogramm pro Hektar beschrĂ€nkt und die Ausbringungsmenge fĂŒr Stickstoff in sensiblen Gebieten bei 130 Kilogramm pro Hektar verankert werden. Zudem mĂŒssten bessere Kontrollen und schĂ€rfere Sanktionen zur Einhaltung der DĂŒngeverordnung erfolgen. Der NABU begrĂŒĂŸt ferner die Forderung des SachverstĂ€ndigenrats nach einer Abgabe auf StickstoffĂŒberschĂŒsse, deren Einnahmen zweckgebunden in die Förderung einer Emissionsreduzierung investiert werden sollte. Im Bereich der Luftreinhaltepolitik mĂŒsse darĂŒber hinaus unbedingt an den europĂ€ischen Minderungszielen fĂŒr Ammoniak und Stickoxide festgehalten werden. „Sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung sollten endlich ihren Verpflichtungen nachkommen und dafĂŒr sorgen, dass umweltschĂ€dliche StickstoffeintrĂ€ge drastisch reduziert werden“, so Tschimpke weiter.
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Haussperling ist hÀufigster Wintervogel
Vogelbeobachtung im Winter / Foto: Frank Hecker
 
Haussperling ist hÀufigster Wintervogel
Trotz Unwetter hohe Beteiligung an der „Stunde der Wintervögel“

Der NABU hat eine Zwischenbilanz der „Stunde der Wintervögel“ gezogen. Bis Dienstagmorgen haben etwa 52.000 Teilnehmer aus 36.000 GĂ€rten 1,4 Million Vögel gemeldet.

Zurzeit deutet alles darauf hin, dass die Spatzen den Meisen den Rang ablaufen: Der Haussperling liegt weit vor der Kohlmeise und ist somit der hĂ€ufigste Wintervogel in Deutschlands GĂ€rten. Bereits im letzten Jahr waren die Spatzen knapp an den Meisen vorbeigezogen, in diesem Jahr konnten sie ihren Vorsprung noch ausbauen. Auch bei der NABU-Aktion „Stunde der Gartenvögel“, die jedes Jahr im Mai durchgefĂŒhrt wird, landen die Spatzen seit vielen Jahren auf Platz eins.

Um den dritten Platz wetteifern Feldsperling und Blaumeise. Der Feldsperling könnte in diesem Jahr erstmals an der Blaumeise vorbeiziehen. Einen Vorteil fĂŒr die beiden Spatzenarten Haus- und Feldsperling hatten die NABU-Vogelkundler erwartet. „UnabhĂ€ngig von der Winterwitterung halten sich Sperlinge vorwiegend stationĂ€r in GĂ€rten auf, wĂ€hrend Kohl- und Blaumeise sehr mobil sind. Bei milden Wintern kommen weniger Meisen aus dem Norden und Osten nach Deutschland, zudem finden sie dann auch außerhalb der GĂ€rten noch ausreichend Nahrung“, erklĂ€rt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.

Trotz der gewaltigen Sturmwellen, die mit Regen am Wochenende quer ĂŒber das Land zogen, lagen die Teilnehmerzahlen sogar ĂŒber denen des Vorjahres. „Nach den Meldungen zu urteilen, haben es die VogelzĂ€hler geschafft, die grĂ¶ĂŸten Sturmböen zu umgehen“, so Lachmann.

Auf Platz fĂŒnf folgt die Amsel. GegenĂŒber den besonders niedrigen Zahlen aus dem Vorjahr hat sich der Amselbestand gut erholt. Gleiches gilt leider nicht fĂŒr den GrĂŒnfink auf Platz sechs: Seit Beginn der Aktion zeigt der Vogel einen kontinuierlichen AbwĂ€rtstrend. Heute ist der Bestand um rund 40 Prozent niedriger als noch vor wenigen Jahren. Als Hauptgrund dafĂŒr vermuten die VogelschĂŒtzer des NABU Infektionen mit dem einzelligen Parasiten Trichomonas gallinae, die in den vergangenen Sommern in vielen Regionen zum auffĂ€lligen GrĂŒnfinkensterben gefĂŒhrt haben.

„Neben den Hinweisen, die wir auf Bestandstrends bei den Gartenvögeln unserer Heimat bekommen, zeigt die rege Teilnahme an der Aktion auch, dass sich die Menschen intensiv mit der Vogelwelt, der Natur und dem Naturschutz beschĂ€ftigen“, so NABU-Vogelexperte Lachmann. Dies sei ein schöner Effekt in Zeiten schwindender Artenkenntnis. Denn: „Nur was ich kenne, kann ich auch schĂŒtzen“.
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Buchtipp: Peter Wohlleben
 
Buchtipp: Peter Wohlleben "Die GefĂŒhle der Tiere"
Von glĂŒcklichen HĂŒhnern, liebenden Ziegen und trĂ€umenden Hunden
Ein PlĂ€doyer fĂŒr Respekt und Achtsamkeit

Sind frei laufende HĂŒhner glĂŒcklich? TrĂ€umen Fruchtfliegen genauso wie Hunde? Was wissen Ziegen und Kraniche von der Liebe? Peter Wohlleben schreibt in seinem im pala-verlag erschienenen Buch »Die GefĂŒhle der Tiere« ĂŒber Emotionen, Intelligenz und Bewusstsein der Tiere und fordert zu ethischem Handeln auf. ...
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Eiche, Esche, Hainbuche
Bei der Opfinger Holzversteigerung kommen am 17. Januar 100 Ster Brennholz unter den Hammer

Am Samstag, 17. Januar, findet im Opfinger Wald die diesjĂ€hrige Holzversteigerung statt. Um 13 Uhr kommen unter Leitung des StĂ€dtischen Forstamtes und der Ortsverwaltung Opfingen etwa 100 Ster Brennholz unter den Hammer. Angeboten werden die Holzarten Eiche, Hainbuche, Roteiche und Esche, die Mindestpreise liegen bei 55 Euro pro Ster fĂŒr ein Meter langes Scheitholz.

Weiterhin wird Brennholz in runder, langer Form (4-7 Meter) angeboten, das in Stapeln zu sechs bis zehn Ster am Waldweg liegt. Der Mindestpreis hierfĂŒr liegt bei 35 Euro pro Ster.

Von 12 Uhr an sorgt die Freiwillige Feuerwehr Opfingen fĂŒr das leibliche Wohl. Neben Opfinger Weinen werden WĂŒrste, Brot und Speck, Gulaschsuppe sowie Stockbrot fĂŒr die Kinder angeboten. Die musikalische Unterhaltung ĂŒbernimmt der Musikverein Opfingen.

Der Versteigerungs- und Festplatz liegt am Wangener Weg. Dies ist, von Opfingen Richtung Freiburg fahrend, der erste Waldweg nach dem kleinen Baggersee (ausgeschildert). Am besten erreicht man den Platz mit dem Bus (Linie 32 und 33) bis zur Haltestelle „KleingĂ€rten“, von hier aus sind es noch 600 Meter Fußweg. Wer mit dem Wagen kommt, sollte am kleinen Baggersee parken, der 400 Meter vom Festplatz entfernt liegt.
 
 

 
Gehwege: Anlieger sind vor allem in der Winterzeit gefordert
Auftausalz nicht erlaubt – Sand, Kies, Splitt als Streumittel gut geeignet

Sinkende Temperaturen erinnern jetzt an eine – unliebsame
- Pflicht fĂŒr alle Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer: die
RĂ€um- und Streupflicht auf Gehwegen, die in einer
stÀdtischen Satzung festgelegt ist. Mit dieser Regelung
sollen nicht nur Passanten vor UnfĂ€llen geschĂŒtzt werden,
sondern auch die HauseigentĂŒmer vor möglichen
Schadensersatzforderungen, wenn sie nicht rechtzeitig zu
Besen und Schaufel greifen und so einen Unfall
verursachen.

Der Reinigungspflicht gilt auch in verkehrsberuhigten
Bereichen und fĂŒr gemeinsam Geh- und Radwege.
Ausgenommen sind einige Bereiche in der Innenstadt, dort
werden GebĂŒhren fĂŒr die Gehwegreinigung erhoben, da die
ASF die Wege reinigt und im Winter auch rÀumt.

Hier die wichtigsten Bestimmungen: GesĂ€ubert mĂŒssen die
Wege mindestens einmal wöchentlich von AbfÀllen, Laub
und Schmutz. Bei Eis und Schnee muss der Gehweg von 7
bis 20 Uhr (an Sonnt- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr)
gerĂ€umt und gestreut werden. Wenn tagsĂŒber nochmals
Schnee fĂ€llt oder die Gehwege ĂŒberfrieren, muss bis 20 Uhr
wiederholt gerÀumt und gestreut werden.

Aus GrĂŒnden des Umweltschutzes dĂŒrfen nur Splitt oder
Asche, nicht jedoch Salze oder andere auftauende
Chemikalien verwendet werden.



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Karlsruhe: Feldahorn, Habicht oder Rotes Ordensband
BAUM DES JAHRES: Der Feldahorn / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Feldahorn, Habicht oder Rotes Ordensband
Arten des Jahres 2015 sind auch in Karlsruhe zu finden
Viele Pflanzen- und Tierarten sind mehr oder weniger gefĂ€hrdet, manche stehen sogar auf Roten Listen. Weil sie in der Regel aber ökologisch schĂŒtzens- und erhaltenswert sind, werden jedes Jahr einige von Stiftungen zu Arten des Jahres erklĂ€rt. Manche von ihnen sind auch auf Karlsruher Gemarkung mehr oder weniger zahlreich anzutreffen.

Baum des Jahres ist 2015 der Feldahorn, „kleiner Bruder“ von Spitz- und Bergahorn. Die Stiftung Baum des Jahres hat dies beschlossen. In Karlsruhe steht der leicht fĂŒr einen Busch zu haltende Baum an vielen WaldrĂ€ndern, unter anderem im Hardtwald oder am Waidweg. „Er gehört einfach zur Waldpopulation“, wie der Leiter des neuen Forstamtes, Ulrich Kienzler, betont. Er ist fĂŒr forstliche Nutzung nicht geeignet, bietet aber etwa im Herbst eine schöne Mehrfarbigkeit. Das Echte Johanniskraut, Arzneipflanze des Jahres, kommt an sonnigen Weg- und WaldrĂ€ndern vor und blĂŒht von Juni bis September leuchtend gelb. In den AuewĂ€ldern und an den HochwasserdĂ€mmen steht die Orchidee des Jahres, das Fleischfarbene Knabenkraut.

Das Tier des Jahres ist der Feldhase, bestimmt von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild. Dieses seltene Wildtier wird im stĂ€dtischen und Staatswald Karlsruhe aus SchutzgrĂŒnden nicht bejagt. Die Loki-Schmidt-Stiftung hat den „Teufelsabbiss“ zur Blume des Jahres erklĂ€rt. Diese typische Streuwiesenpflanze gibt es in Karlsruhe mit einem grĂ¶ĂŸeren Bestand noch in der Fritschlach. Sonst ist sie selten, weil Wiesen mehr und mehr gedĂŒngt werden. FĂŒr den BUND ist das Rote Ordensband der Schmetterling des Jahres, auch wenn die Art nach Aussagen des Karlsruher Stadtökologen Dr. Volker Hahn nicht gefĂ€hrdet ist. In der Oberrheinebene und in Karlsruhe ist der Schmetterling verbreitet. Sein Lebensraum sind Pappel- und WeidenbestĂ€nde an GewĂ€ssern und in feuchten WĂ€ldern.

Ebenfalls in guter Population ist der Habicht als Vogel des Jahres vorhanden. Der NABU hat ihn ausgewĂ€hlt, weil er vielerorts trotz Jagdverbots verfolgt wird. An feuchten Stellen um Haus und Garten sowie im Freiland ist die Keller-Glanzschnecke anzutreffen, das Höhlentier des Jahres. Die Gefleckte Heidelibelle als Libelle des Jahres hingegen ist zwar zerstreut in Baden-WĂŒrttemberg anzutreffen, aber wohl nicht in Karlsruhe. Eine Ausstellung zu den Arten des Jahres eröffnet BĂŒrgermeister Klaus Stapf Ende April im Naturschutzzentrum Rappenwört. Sie wird dann fĂŒnf Monate zu sehen sein.

zum Bild oben:
Der Baum des Jahres 2015 ist der Feldahorn, der in Karlsruhe unter anderem im Hardtwald zu finden ist. Im Herbst trÀgt er ein besoders farbenprÀchtiges BlÀtterkleid. / Bildrechte: Stadt Karlsruhe
 
 

 
NABU braucht fleißige VogelzĂ€hler
Bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 9. bis 11. Januar 2015

Vom 9. bis 11. Januar 2015 findet zum fĂŒnften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am FutterhĂ€uschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zĂ€hlen und zu melden. Eventuell können auch vermehrt Zugvögel wie Hausrotschwanz, Zilpzalp, MönchsgrasmĂŒcke und Heckenbraunelle gemeldet werden. „Möglicherweise haben einige dieser Arten aufgrund des Wetters ihre Reise nicht angetreten und versuchen hier auszuharren“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Um die Zahlen mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre abzugleichen, hofft der NABU auf eine rege Beteiligung bei Deutschlands grĂ¶ĂŸter wissenschaftlicher Mitmachaktion.

Auch GĂ€rten, in denen nur wenige Vögel zu sehen sind, sollten unbedingt erfasst werden. „RĂŒckgĂ€nge von Arten können wir bei der Stunde der Wintervögel nur mitbekommen, wenn wir auch die kleinen Zahlen erhalten. Gerade ein schleichender RĂŒckgang, wie wir ihn ganz aktuell bei der Amsel feststellen, wĂŒrde sonst niemals auffallen. Wir vergleichen auch die Artenzusammensetzung zwischen GĂ€rten mit und ohne WinterfĂŒtterung. Wichtig ist daher, dass auch dort gezĂ€hlt wird, wo kein FutterhĂ€uschen in Sichtweite ist“, sagt Lachmann.

Die WintervogelzÀhlung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen BeobachtungsplÀtzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 19. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort live ausgewertet. Zudem ist am 10. und 11. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist fĂŒr die WintervogelzĂ€hlung nicht nötig. Bei der letzten großen VogelzĂ€hlung im Januar 2014 beteiligten sich ĂŒber 76.000 Menschen. Mehr als 1,9 Millionen Vögel aus ĂŒber 53.000 GĂ€rten wurden gemeldet. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als hĂ€ufigster Wintervogel in Deutschlands GĂ€rten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den PlĂ€tzen drei bis fĂŒnf folgten Blaumeise, Feldsperling und Amsel. Nun erhoffen sich der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV), auch 2015 wieder eine rege Beteiligung. Denn je grĂ¶ĂŸer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse.

Neben der wissenschaftlichen Datenerhebung ist es fĂŒr den NABU und den LBV bei dieser Aktion ebenso wichtig, die engagierten ZĂ€hler auf die Natur vor der HaustĂŒr aufmerksam zu machen und zur naturnahen Gestaltung von GĂ€rten als Lebensraum fĂŒr Vögel zu motivieren.
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369 370 371 372 373 


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