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Verschiedenes

ÖKO-TEST Sekt
Das ÖKO-TEST-Magazin Dezember 2014 gibt es seit dem 28. November 2014 im Handel.
 
ÖKO-TEST Sekt
Keine Feierlaune

Teurer Sekt ist nicht immer der qualitativ beste. Das zeigt eine Untersuchung, die ÖKO-TEST in der aktuellen Dezemberausgabe durchgefĂŒhrt hat. Von den 18 getesteten Sektmarken, die in traditioneller FlaschengĂ€rung hergestellt wurden, konnte die HĂ€lfte nicht ĂŒberzeugen. Vor allem am Geschmack hatten die PrĂŒfer einiges auszusetzen.

Sekt aus traditioneller FlaschengĂ€rung gilt als besonders hochwertig. ÖKO-TEST wollte wissen, wie diese Produkte professionell beurteilt werden, und schickte verschiedene Sekte, CrĂ©mants und Cavas in die Labore. Sensorikexperten prĂŒften das Aussehen, den Geruch, den Geschmack und das MundgefĂŒhl. Die PrĂŒfer bemĂ€ngelten bei einigen Marken einen bitteren Geschmack, andere schmeckten unausgewogen oder hatten einen unangenehmen Beigeruch. Verantwortlich fĂŒr die Bitternote kann ein zu starker Übergang von Gerbstoffen bei der Herstellung der Grundweine sein, etwa durch Verletzungen der BeerenhĂ€ute. Übrigens sagt der Preis wenig ĂŒber den Geschmack aus. Der teuerste Sekt im Test schaffte nur ein „ausreichend“, wĂ€hrend drei der gĂŒnstigeren Produkte von ÖKO-TEST ein „sehr gut“ bekommen haben.

Sekt, CrĂ©mant und Cava zĂ€hlen zu den QualitĂ€tsschaumweinen, fĂŒr die bestimmte gesetzliche Vorgaben, etwa fĂŒr den Zuckergehalt, vorgeschrieben sind. Im Labor stellte sich heraus, dass in dem getesteten Sekt von Henkell etwas mehr Zucker enthalten ist als fĂŒr die Geschmacksangabe „brut“ erlaubt ist. Es gibt aber auch Positives zu berichten: Alle Marken perlen offensichtlich mit Kohlendioxid aus der SektgĂ€rung. KohlensĂ€ure aus anderen Quellen war nicht nachweisbar.
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ÖKO-TEST Edle BettwĂ€sche
Das ÖKO-TEST-Magazin Dezember 2014 gibt es seit dem 28. November im Handel.
 
ÖKO-TEST Edle BettwĂ€sche
Knitterfrei und giftig

Damit BettwĂ€sche besonders weich, bĂŒgel- sowie knitterfrei ist und auch noch in knalligen Farben strahlen kann, durchlĂ€uft sie teilweise eine Vielzahl chemischer Verfahren. Viele BezĂŒge stecken daher voller Schadstoffe. Darauf macht ÖKO-TEST in der neu erschienenen Dezember-Ausgabe aufmerksam. Doch immerhin die HĂ€lfte der von dem Verbrauchermagazin untersuchten Produkte darf mit reinem Gewissen unter den Weihnachtsbaum.

Nicht alles, was bei der BettwĂ€sche „veredelt“ ist, kann auch als edel bezeichnet werden. Das ist das ResĂŒmee des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST, das 19 BezĂŒge ins Labor geschickt hat. Das Problem sind die Schadstoffe. So steckt in sieben Produkten Formaldehyd. Bei Hautkontakt, wie mit der BettwĂ€sche, wirkt der Schadstoff als ein starkes Allergen - ĂŒber die Atemwege aufgenommen kann er Krebs erzeugen.

Auch halogenorganische Verbindungen sind ein Thema bei der edlen BettwĂ€sche. Das ist eine umstrittene Gruppe von Stoffen, die teilweise Allergien auslösen oder sogar Krebs erzeugen können. Hier wurde das Labor bei neun Marken fĂŒndig, darunter auch bei einem Naturhersteller, der seine Produkte mit „Bio“ etikettiert. 18 von 19 Herstellern verwenden fĂŒr ihre BettwĂ€sche optische Aufheller, die die Umwelt belasten, weil sie kaum abgebaut werden. Bei Hautkontakt können sie mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und allergische Reaktionen auslösen. Völlig ĂŒberflĂŒssig sind sie noch dazu, weil sie sich ohnehin auswaschen.

Ein weiteres Ergebnis des Tests ist, dass in diesem Luxussegment die besonders teuren Produkte nicht immer die qualitativ besten sind. Gerade die etwas gĂŒnstigere BettwĂ€sche schnitt zum großen Teil mit „sehr gut“ oder „gut“ ab, wĂ€hrend die wirklichen LuxusbezĂŒge nicht besser als „befriedigend“ waren.

ÖKO-TEST rĂ€t, die BettwĂ€sche nach dem Kaufen erst einmal zu waschen. Außerdem sollte man von Produkten Abstand nehmen, die auf den Etiketten mit den Begriffen „veredelt“, mercerisiert“, knitterfrei oder bĂŒgelleicht bezeichnet werden. Dahinter stecken chemische AusrĂŒstungsverfahren.
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Umweltpreis fĂŒr Unternehmen 2014 verliehen
Umweltminister Franz Untersteller: „Vorbilder beweisen, dass ökologisch motivierte VerĂ€nderungen im betrieblichen Alltag nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind“

Umweltminister Franz Untersteller hat heute (03.12.) in Stuttgart den „Umweltpreis fĂŒr Unternehmen 2014“ verliehen. Mit dem Preis wĂŒrdigt die Landesregierung Vorbilder, die ihren Betrieb besonders ökologisch und klimaschonend ausgerichtet haben. „Die nominierten Unternehmen und PreistrĂ€ger beweisen eindrucksvoll, dass eine umweltorientierte UnternehmensfĂŒhrung auch wirtschaftlich Sinn macht“, erklĂ€rte der Minister fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Sehr bemerkenswert sei, mit welch vielfĂ€ltigen AktivitĂ€ten sich Unternehmen in Baden-WĂŒrttemberg fĂŒr die Umwelt, fĂŒr den Klimaschutz und fĂŒr mehr Energieeffizienz einsetzten, so Franz Untersteller weiter. „Wer mit Umweltmanagement seinen Energie- und Rohstoffverbrauch senkt, stĂ€rkt nicht nur die eigene WettbewerbsfĂ€higkeit, sondern trĂ€gt auch damit bei, unsere natĂŒrlichen Lebensgrundlagen zu sichern.“ Er wĂŒnsche sich daher, sagte Untersteller, dass die innovativen Ideen und das große Engagement der Wettbewerbsteilnehmer noch möglichst viele Nachahmer im Land finden werden.

 
 

 
NABU: Klimapaket der Bundesregierung reicht nicht aus
LĂŒcke zum Klimaschutzziel klafft weiter – erhebliche Defizite bei Kohle, Verkehr und im GebĂ€udebereich

Der NABU begrĂŒĂŸt das heute vom Bundeskabinett verabschiedete Aktionsprogramm Klimaschutz und den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz grundsĂ€tzlich, sieht aber erhebliche Defizite in einzelnen Sektoren wie der Kohleverstromung, im Verkehrsbereich und der GebĂ€udesanierung.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Damit Deutschland tatsĂ€chlich sein Ziel einer 40-prozentigen CO2-Reduktion bis 2020 erreichen und als Vorreiter bei den laufenden internationalen Klimaverhandlungen in Lima auftreten kann, muss das Maßnahmenpaket zum Klimaschutz und zur Effizienzwende in wesentlichen Punkten nachgebessert und konkretisiert werden.“ Vor allem das Bundeswirtschaftsministerium mĂŒsse den Fuß endlich von der Bremse nehmen. „Die Bundesregierung muss eine 40-prozentige CO2-Minderung mit mehr Ambition, Verbindlichkeit und Entschlossenheit angehen“, so Tschimpke. Entgegen den vorherigen EntwĂŒrfen wurde die LĂŒcke zum Klimaschutzziel klein gerechnet. Waren vorher noch bis zu 100 Millionen Tonnen CO2-Minderung bis 2020 im GesprĂ€ch, sind es jetzt nur noch zwischen 62 und 82 Millionen Tonnen.

Ob diese ĂŒberhaupt erreicht werden, bleibt fraglich.

„Statt HĂ€tte-Könnte-Sollte-Programmen mĂŒssen zumindest sĂ€mtliche CO2-Einsparmaßnahmen, die nun auf dem Tisch liegen, zĂŒgig und verbindlich umgesetzt werden“, so Tschimpke weiter.

Aus NABU-Sicht ist vor allem die Verzögerung des Bundeswirtschaftsministeriums zur schrittweisen Abschaltung ineffizienter Kohlekraftwerke klima- und energiepolitisch nicht nachvollziehbar. „Der Druck auf die Energieunternehmen, an einer erneuerbaren und naturvertrĂ€glichen Welt von morgen zu bauen, muss steigen, dann machen die Beispiele Eon und Vattenfall Schule“, sagte Tschimpke. Eon und Vattenfall hatten angekĂŒndigt, sich von ihrem Atom- und KohlegeschĂ€ft zu trennen oder diese auszugliedern. Mit der im Aktionsprogramm vereinbarten Zielvorgabe von 22 Millionen Tonnen fĂŒr die enorm emissionsreiche Stromerzeugung werden aber höchstens ein Viertel der notwendigen 100 Millionen Tonnen CO2-Einsparung bis 2020 erreicht.

Aus NABU-Sicht mĂŒsse und könne auch der Verkehrssektor einen wesentlich umfangreicheren Beitrag leisten. „Es fehlen entscheidende Vorgaben wie die EinfĂŒhrung der Mehrwertsteuer auf internationalen FlĂŒgen oder eine Reform der Dienstwagenbesteuerung“, so Tschimpke. Auch eine Anhebung der Energiesteuer auf Kraftstoffe sei ĂŒberfĂ€llig und gegenĂŒber einer verkorksten Pkw-Maut das fairere, effizientere und wirkungsvollere Instrument. Erstaunlich sei zudem, dass der zweitwichtigste Klimatreiber nach CO2, die Rußpartikel, mit keinem Wort erwĂ€hnt wĂŒrden. Dabei stĂŒnden schon heute die technischen Maßnahmen zur VerfĂŒgung, um klimawirksame Luftschadstoffe etwa im Bereich der Schifffahrt oder Feuerungsanlagen schnell und kosteneffektiv zu reduzieren.

Auf die Effizienzwende wartet der NABU ebenfalls weiterhin vergeblich. „Alle wissen, dass ohne den GebĂ€udesektor keine Energiewende zu machen ist, dennoch bleibt der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz weit hinter seinen Möglichkeiten“, so der NABU-PrĂ€sident. Steueranreize, die immer noch von der Zustimmung der LĂ€nder abhingen, und ein wenig mehr Information seien zu wenig, den schlafenden Riesen endlich zu wecken.
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NABU-Zahl des Monats
149.938 alte Handys fĂŒr die Havel

Ressourcen schonen und NABU-Projekt unterstĂŒtzen

149.938 alte Mobiltelefone hat der NABU bislang im Rahmen seiner Kampagne „Alte Handys fĂŒr die Havel“ gesammelt. Neben zahlreichen NABU-Gruppen und Einzelpersonen beteiligen sich Unternehmen, Schulen und Behörden an der Kampagne.

Ziel der vor acht Jahren gestarteten Kampagne ist es, mehr ElektrogerĂ€te dem Recycling zuzufĂŒhren. Außerdem sollen möglichst viele Menschen dafĂŒr sensibilisiert werden, dass die Verwertung von Elektroschrott notwendig fĂŒr eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ist. FĂŒr jedes abgegebene Handy erhĂ€lt der NABU 2,10 Euro von der E-Plus-Gruppe. Das Geld fließt in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel. Die Untere Havelniederung ist das grĂ¶ĂŸte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Mehr als 1.100 stark gefĂ€hrdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten kommen in dieser Region vor.

Alte Handys können bei einer der ĂŒber 421 Handy-Sammelstellen abgeben oder per Post eingeschickt werden. Mitmachen kann jeder, unabhĂ€ngig von der Art des Mobiltelefons und des Telefonanbieters.

Nach Herstellerangaben befinden sich mehr als 110 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten ­– Tendenz steigend. Diese GerĂ€te enthalten wertvolle Rohstoffe, wie Gold, Silber, Platin, Kupfer, Zinn und Blei. Wenn sie im HausmĂŒll landen, gefĂ€hrden sie die Umwelt durch Schadstoffe. FĂŒr den NABU ist Recycling allerdings immer nur die zweitbeste Alternative. Generell gilt: Noch funktionsfĂ€hige Handys sollten so lange wie möglich genutzt werden.
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Klimaschutzpreis „Climate First“ und Naturschutzpreis
Bewerbungen noch bis zum 15. Dezember möglich -
Ausschreibung steht auf www.freiburg.de/umweltpreise

Bewerbungen zum „Climate First“ und Naturschutzpreis können
noch bis zum 15. Dezember 2014 eingereicht werden. Anfang
2015 wird die Stadt Freiburg zum zweiten Mal den
Klimaschutzpreis „Climate First“ und den Naturschutzpreis
vergeben. Beide Preise sind mit insgesamt 16.000 Euro dotiert
und werden alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Der Klimaschutzpreis ist mit 11.000 Euro dotiert und zeichnet
ambitionierte und innovative Projektideen in den Bereichen
Klimaschutz, Energiesparen, erneuerbare Energien und Verkehr
aus. WettbewerbsbeitrÀge können in Freiburg ansÀssige
Firmen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen einreichen,
aber auch BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Vereine, VerbĂ€nde,
Schulklassen und -gruppen. Neben neuen Projekten können
auch laufende oder abgeschlossene Projekte honoriert werden.

Das Preisgeld beim „Climate First“ wird aufgeteilt. Die eine HĂ€lfte
geht an Kinder und Jugendliche oder an Projekte, die sich an sie
richten. Die andere HĂ€lfte ist fĂŒr alle anderen Projekte gedacht.
So hat eine kleine SchĂŒlergruppe dieselben Preis-Chancen wie
die Wettbewerbsidee einer Forschungseinrichtung.

Der Naturschutzpreis ist mit 5000 Euro dotiert und wĂŒrdigt
außergewöhnliche Leistungen im Naturschutz. Hier sind vor
allem Freiburger Vereine, VerbÀnde, Schulen, Unternehmen und
einzelne Personen angesprochen. Bei beiden Preisen können
auch Anerkennungen ausgesprochen werden.

Interessierte können sich noch bis zum 15. Dezember unter
www.freiburg.de/umweltpreise bewerben. Über die Vergabe der
Preise entscheidet eine unabhÀngige Jury unter Leitung von
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik; ihr gehören Mitglieder
des Gemeinderats, das Freiburger Agenda 21-BĂŒro und mehrere
UmweltschutzverbÀnde an. Verliehen werden die Preise am 27.
Februar 2015 im Rahmen der Messe „GebĂ€ude.Energie.Technik“
(GETEC).

Ausschreibungsunterlagen und Richtlinien zu beiden Preisen
stehen online auf www.freiburg.de/umweltpreise. Die
Bewerbungsfrist endet am Montag, 15. Dezember. Weitere
Informationen gibt es im Umweltschutzamt bei Manuela
Schillinger, Telefon: 201-6110,
manuela.schillinger@stadt.freiburg.de und Britta Wehrle Telefon:
201-6115, britta.wehrle@stadt.freiburg.de.
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Industriegebiet Nord soll zum "Green Industry Park" werden
Unternehmen und Stadt haben gemeinsam ein
Klimaschutzteilkonzept erarbeitet – Deutschlandweit
erstes grĂŒnes Industriegebiet mit Modellcharakter

Vor rund einem Jahr haben die Stadt, die FWTM, die
Badenova und das Fraunhofer ISE gemeinsam die Initiative
„Green Industry Park“ im Industriegebiet Nord gestartet. Im
Norden von Freiburg soll das erste grĂŒne Industriegebiet in
Deutschland entstehen. Im Februar fand die
Auftaktveranstaltung statt, die bei vielen Betrieben auf große
Resonanz stieß. Seitdem haben die ansĂ€ssigen
Unternehmen, Institute und die UniversitÀt zahlreiche
innovative Ideen zu konkreten Maßnahmen entwickelt.

„Unser gemeinsames Ziel, ein grĂŒnes Industriegebiet zu
entwickeln, rĂŒckt weiter nĂ€her. In diesem ambitionierten
Projekt haben die hiesigen Unternehmen gemeinsam mit der
Stadt und dem Energieversorger an Umsetzungsmaßnahmen
gearbeitet, die den Klimaschutz in Freiburg voranbringen“, so
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik. „Wir freuen uns
Impulsgeber und Partner sein zu können, in dem wir sowohl
als Unternehmen und Nachbar gemeinsam neue LösungsansÀtze entwickeln. Diese im nÀchsten Schritt
umzusetzen wird nun eine spannende Aufgabe - und
beispielhaft fĂŒr viele andere Industriegebiete in Deutschland“,
so Mathias Nikolay, Vorstand der Badenova.

Bernd Dallmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der FWTM, sieht vor allen
Dingen die Außenwirkung des Projekts: „Mit dem 'Green
Industry Park' wird das IG Nord zu einer sichtbaren Marke.
Dies nĂŒtzt der Stadt und den dort ansĂ€ssigen Unternehmen,
deren Standort im Bewusstsein der Freiburger und auch weit
ĂŒber die Stadtgrenzen hinaus in positivem Sinne bekannt und
sichtbar wird.

In den letzten Wochen und Monaten wurde von der Stadt und
den beteiligten Partnern ein Klimaschutzteilkonzept fĂŒr das
Industriegebiet Nord (IG Nord) erarbeitet. Die ansÀssigen
Unternehmen, Institute und die UniversitÀt haben diesen
Prozess mit Daten und zahlreichen Ideen tatkrÀftig
unterstĂŒtzt. Das Ergebnis ist eine umfassende Energie- und
CO2-Bilanz fĂŒr ein Industriegebiet - damit wird der
Pioniercharakter des Projekts unterstrichen. Demnach
verbrauchen die zehn grĂ¶ĂŸten Unternehmen rund zwei Drittel
der Energie im IG Nord. Im gesamten Industriegebiet werden
rund 20 Prozent des Freiburger Stroms verbraucht,
umgerechnet sind dies 10 Prozent der CO2-Emissionen der
Stadt.

Ein Maßnahmenkatalog mit insgesamt ĂŒber 60 einzelnen,
teilweise langfristig laufenden Umsetzungsschritten liegt jetzt
vor. Von den Unternehmen wurden 20 Maßnahmen als
besonders wichtig angesehen, die sich relativ schnell
realisieren lassen.

Besonders bei den Themen MobilitÀt und Verkehr,
betriebliche Beleuchtung, AbwÀrme, Eigenversorgung, KÀlte,
Klimatisierung und Energiemanagement sehen die
Unternehmen hohen Handlungsbedarf. So soll unter anderem
beim Thema MobilitĂ€t das IG Nord in eine Potenzialstudie fĂŒr
Leihfahrradsysteme der Stadt Freiburg integriert und die
Radinfrastruktur verbessert werden. Das
Klimaschutzteilkonzept bietet den Unternehmen konkrete
VorschlĂ€ge fĂŒr ihr Energiemanagement im Bereich
Energieeffiziente KĂ€lte oder ein Quick-Check bei der
Energieeffizienz.

Drei Themen stehen besonders im Fokus der Unternehmen
im IG Nord: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und -
einsparung. Bei den Erneuerbaren Energien haben die
Betriebe schon etliche Projekte realisiert, allerdings sind aber
die Rahmenbedingungen fĂŒr Investitionen in die Solarenergie
derzeit schwierig. Aus diesem Grund wurde neben den Potenzialen der
Solarenergie auch Potenziale fĂŒr ErdwĂ€rme.

Um den „Green Industry Park“ und seine Unternehmen
effektiv begleiten und unterstĂŒtzen zu können, wird die Stadt
beim Umweltbundesministerium eine Stelle beantragen, die
im Falle einer Zusage mit 65 Prozent gefördert wird. Der so
genannte Klimamanager soll dann zentraler Ansprechpartner
fĂŒr die Unternehmen sein, die Koordination ĂŒbernehmen und
die Umsetzung vor Ort begleiten.

Nach einem Jahr „Green Industry Park Freiburg“ zeigt sich
einerseits das hohe Handlungspotenzial fĂŒr das IG Nord,
andererseits aber auch das große Engagement der
Unternehmen und aller Beteiligten, die Maßnahmen und
Projekte gemeinsam voranzutreiben und umzusetzen.
abgeschÀtzt.
 
 

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