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Montag, 19. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU: Politikversagen beim Steuerbonus fĂŒr energetische GebĂ€udemodernisierung
Tschimpke: Steueranreize sind wichtiger Baustein fĂŒr Gelingen der Energiewende im GebĂ€udesektor - Bund und LĂ€nder mĂŒssen Verhandlungen fortsetzen

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke kommentiert das Scheitern der GesprĂ€che zwischen Bund und LĂ€ndern zum Steuerbonus fĂŒr die energetische GebĂ€udemodernisierung:

„Wir fordern Bund und LĂ€nder auf, die GesprĂ€che zum Steuerbonus fĂŒr die energetische GebĂ€udemodernisierung wieder aufzunehmen. Statt gegenseitigen Schuldzuweisungen bedarf es der konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten. An Steueranreizen fĂŒhrt kein Weg vorbei, wenn die Energiewende im GebĂ€udesektor zum Erfolg werden soll. Sie sind ein wichtiger Baustein fĂŒr den Klimaschutz und die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizenz, den die Bundesregierung im Dezember 2014 verabschiedet hat. Das Bundesfinanzministerium ist aufgefordert, einen Kompromissvorschlag auszuarbeiten. Ansonsten droht die Politik bei einem so wichtigen Thema zum Nachteil von Millionen HauseigentĂŒmern und Energiewende zu versagen. Das Aufstocken der KfW-Zuschussprogramme ist allein keine hinreichende Alternative.“

Der Koalitionsausschuss der Schwarz-Roten Bundesregierung hatte am Dienstag keine Einigung im Streit zur Finanzierung erzielen können. Demnach blockiert unter anderem die bayrische Landesregierung von Horst Seehofer (CSU) die Gegenfinanzierung durch Streichen des Handwerkerbonus. Allerdings war diese Haltung bereits seit den GesprÀchen zwischen den MinisterprÀsidenten der LÀnder und Bundeskanzlerin Merkel Ende 2014 bekannt. Das Bundesfinanzministerium von Wolfgang SchÀuble (CDU) hat es jedoch versÀumt, einen Kompromiss vorzulegen. Nun hat das Bundeswirtschaftsministerium von Sigmar Gabriel (SPD) vorgeschlagen, statt des Steuerbonus die Zuschussprogramme der KfW aufzustocken.
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NABU und LBV: Illegale Verfolgung von Greifvögeln stoppen
Petition gestartet - Mehr Schutz fĂŒr den "Vogel des Jahres 2015"

NABU und LBV appellieren an die Umwelt- und Innenminister der LÀnder und des Bundes, stÀrker gegen die illegale Verfolgung von Greifvögeln vorzugehen. Um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen und den Druck auf die Politik zu erhöhen, haben NABU und LBV am heutigen Donnerstag eine Petition gestartet, die bis Ende des Jahres unter www.nabu.de/greifvogelpetition unterzeichnet werden kann.

Neben dem vom NABU und LBV zum „Vogel des Jahres 2015“ gewĂ€hlten Habicht sind auch Rotmilane, Seeadler und sogar seltene Schreiadler von der illegalen Verfolgung betroffen.

Fast 700 FĂ€lle mit ĂŒber 1.100 toten Greifvögeln von 18 verschiedenen Arten wurden von NaturschĂŒtzern allein in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren dokumentiert. Dies stellt allerdings nur die Spitze des Eisberges dar, denn der Großteil der Taten bleibt unentdeckt.

„Der Habicht wird illegal verfolgt, weil Vertreter mancher Interessensgruppen in ihm einen Nahrungskonkurrenten sehen, der ihnen ausgesetzte Jagdfasane oder Zucht- und Sporttauben wegfĂ€ngt. Obwohl der Habicht und alle anderen Greifvögel seit Anfang der 1970er Jahre unter strengem Schutz stehen, ist es bisher noch nicht gelungen, die illegale Verfolgung von Greifvögeln zu beenden. Sie verhindert die weitere Bestandserholung einiger besonders betroffener Greifvogelarten, so die VerbĂ€nde.

„Gerne empören wir uns ĂŒber den Zugvogelmord im Mittelmeerraum. Aber auch in Deutschland mĂŒssen wir unsere Hausaufgaben machen und die illegale Verfolgung von Greifvögeln stoppen“, so Lars Lachmann, Vogelschutzexperte des NABU.

Um Greifvögel vor Verfolgung zu schĂŒtzen, fordern NABU und LBV:


· Die effektive AufklĂ€rung und Ahndung von Straftaten im Zusammenhang mit der illegalen Verfolgung von Greifvögeln und zu diesem Zweck die Einrichtung geschulter Einheiten und Koordinationsstellen fĂŒr UmweltkriminalitĂ€t bei der Polizei und den Naturschutzbehörden nach dem Beispiel von NRW.

· Ein Verbot des Verkaufs von Habichtfangkörben (auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes BNatschG §54 Abs. 6).

· Keine Erteilung von Ausnahmegenehmigungen fĂŒr das Aushorsten junger Habichte.

· Keine Erteilung von Ausnahmegenehmigungen fĂŒr den Abschuss oder Fang von Greifvögeln aufgrund behaupteter allgemeiner SchĂ€den an Niederwild und HausgeflĂŒgel.

· Die Einrichtung von Horstschutzzonen, in denen Forstwirtschaft und Jagd vor allem wÀhrend der Brutzeit ruhen.

Illegale Greifvogelverfolgung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Darum rufen NABU und sein bayerischer Partner LBV in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Komitee gegen den Vogelmord dazu auf, VerdachtsfĂ€lle illegaler Greifvogelverfolgung zu melden. Ein zentrales Aktionstelefon ist unter 030-284 984-1555 geschaltet (werktags von 9 bis 18 Uhr und an Feiertagen sowie Wochenenden von 15 bis 18 Uhr). ZurĂŒckliegende FĂ€lle können ĂŒber ein Online-Meldeformular erfasst werden.

Erst in den vergangen Wochen wurden wieder aktuelle FÀlle illegaler Greifvogelverfolgung aufgedeckt, die die AktualitÀt und Brisanz des Themas belegen. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf wurde ein mit lebendigen Tauben beköderter Habichtkorb von der Polizei beschlagnahmt, in Niedersachsen der Horstbaum eines Seeadlers absichtlich gefÀllt, in Ahlen eine

nicht verblendete Kofferfalle mit einem schwerverletzten MÀusebussard gefunden und in Schleswig-Holstein ein toter MÀusebussard an einem vergifteten Köder entdeckt.

Illegale Greifvogelverfolgung ist auch ein zentrales Thema der bundesweiten Fachtagung „Vogel des Jahres 2015: Der Habicht – Ökologie verstehen, Greifvogelverfolgung stoppen“ am Samstag (28. Februar) in Recklinghausen. Dort treffen sich rund 100 Vertreter von Verwaltungen und Behörden gemeinsam mit aktiven VogelschĂŒtzern, um sich zu aktuellen Entwicklungen der illegalen Greifvogelverfolgung austauschen und ĂŒber Handlungsoptionen und LösungsvorschlĂ€ge zu diskutieren, wie die illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland erfolgreich bekĂ€mpft werden kann.
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Altes Land: Obstbau nicht zu Lasten der Natur
NABU: Sondererlaubnis fĂŒr Pestizidanwendung im Alten Land darf nicht unbefristet gelten

Dem NABU liegt derzeit der Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur neuen Verordnung fĂŒr die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) im Alten Land zur Stellungnahme vor. Obstbauern dĂŒrfen hier aufgrund einer Sonderregelung bislang deutlich nĂ€her als im bundesweiten Vergleich Pestizide an GewĂ€ssern ausbringen. Diese geltende Sondergenehmigung soll am 1. MĂ€rz 2015 durch eine neue Verordnung abgelöst werden. Der NABU kritisiert, dass die neue Sondererlaubnis kĂŒnftig unbefristet gelten soll. DarĂŒber hinaus fehlt ein verbindliches, ökologisches Gebietsmanagement.

„Insgesamt stellt der Entwurf der Verordnung aus ökologischer Sicht im Vergleich zur VorgĂ€ngerregelung durchaus eine Verbesserung dar“, stellt Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg fest. „Allerdings wird auch mit der neuen Verordnung eine SchĂ€digung der Natur im Alten Land verbleiben.“ In der neuen Verordnung sind beispielsweise konkrete Maßnahmen verpflichtend vorgeschrieben, die den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln in die angrenzenden GewĂ€sser mindern sollen. „Leider lĂ€sst sich auch unter Anwendung der am weitest gehenden Maßnahmen der Eintrag in die GewĂ€sser und damit die schĂ€dlichen Auswirkungen der Gifte auf Tiere und Pflanzen nicht vermeiden“, so Porschke. Deshalb sei ein verbindliches, ökologisches Gebietsmanagement mit entsprechenden AusgleichsflĂ€chen fĂŒr das gesamte Alte Land unbedingt erforderlich. Damit könnten SchĂ€digungen von GewĂ€ssern und Organismen durch Pflanzenschutzmittel an anderer Stelle fĂŒr grĂ¶ĂŸere Einheiten, z.B. Wasser- und Bodenverband, ausgeglichen werden.

„Hamburg und Niedersachsen haben bereits 2013 angekĂŒndigt, ein derartiges Gebietsmanagement einzufĂŒhren. Darauf warten wir noch immer“, bemĂ€ngelt Dr. Holger Buschmann, Vorsitzender des NABU Niedersachsen. „Wir fĂŒrchten, dass die neue Verordnung jetzt erst einmal beschlossen wird, ein Gebietsmanagement durch eine Koordinationsstelle, die fĂŒr alle Fragen der RisikoeinschĂ€tzung und -minderung zustĂ€ndig ist, aber auf sich warten lĂ€sst. Leere Versprechungen und AnkĂŒndigungen helfen der Natur aber nicht.“ Deshalb fordert der NABU von den zustĂ€ndigen Behörden, die Verordnung nur in Kraft zu setzen, wenn zeitgleich ein fĂŒr zehn Jahre mit den erforderlichen Finanzmitteln ausgestattetes Gebietsmanagement installiert wird.

„Völlig inakzeptabel ist vor diesem Hintergrund auch, dass die neue Verordnung unbefristet verabschiedet werden soll. Damit fehlt jedes Druckmittel, dass die Verpflichtungen aus der Verordnung eingehalten und bei Bedarf nachgebessert werden können“, betont NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Daher fordert der NABU Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, die neue Verordnung auf maximal zehn Jahre Dauer zu befristen oder eine eindeutige Revisionsklausel zu integrieren.

Hintergrund: Im Alten Land ist eine Sonderregelung fĂŒr die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln notwendig, da hier zahlreiche GrĂ€ben und GewĂ€sser dicht an den ObstanbauflĂ€chen liegen. Infolge der bundesweiten Anwendungsbestimmungen zum Pflanzenschutz wĂ€ren konventioneller oder integrierter Obstbau kaum möglich. Insbesondere die AbstĂ€nde zu den benachbarten GewĂ€ssern sind fĂŒr den Spritzmitteleinsatz bundesweit deutlich grĂ¶ĂŸer vorgeschrieben als jetzt in der neuen Verordnung fĂŒr das Alte Land zugelassen. FĂŒr dieses ZugestĂ€ndnis sind die Obstbauern im Alten Land, aber auch die BundeslĂ€nder, nun verpflichtet, konkrete Maßnahmen durchzufĂŒhren, um die Einwirkung der Pflanzenschutzmittel auf die GewĂ€sser zu minimieren.
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NABU ruft Landwirte zum Engagement fĂŒr Kiebitze auf
Experten beraten ĂŒber Schutzmaßnahmen fĂŒr bedrohte Vogelart

Der Bestand des Kiebitzes in Deutschland ist in den vergangenen zwanzig Jahren um mehr als die HĂ€lfte zurĂŒckgegangen. Aus diesem Grund hat der NABU im letzten Jahr ein bundesweites Projekt zum Schutz des Kiebitzes in der Agrarlandschaft ins Leben gerufen, das im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt fĂŒr Naturschutz gefördert wird: Mit praktischen Maßnahmen können sich Landwirte fĂŒr den Erhalt des Kiebitzes einsetzen. Mehr als 70 Experten aus Deutschland und der Schweiz treffen sich seit dem heutigen Donnerstag zu einer zweitĂ€gigen Fachtagung im niedersĂ€chsischen Lemförde, um neue SchutzansĂ€tze fĂŒr den bedrohten Wiesen- und Ackervogel zu diskutieren.

Aufgrund der milden Witterung in diesem Winter werden die ersten Kiebitze bereits in den nĂ€chsten Tagen aus den Winterquartieren zurĂŒck erwartet oder haben sogar den Winter bei uns verbracht. Dann machen sich die Vögel bald auf die Suche nach geeigneten BrutplĂ€tzen auf Äckern und Wiesen und fallen durch ihren gaukelnden Balzflug auf. Interessierte Landwirte können durch einen Schutz des Geleges bei den FrĂŒhjahrsarbeiten, durch den Erhalt von Sonderstrukturen wie feuchten Senken oder eine TeilflĂ€chen- und Streifenmahd wichtige BeitrĂ€ge zum Kiebitzschutz leisten. Der NABU hat hierfĂŒr ein Faltblatt mit praktischen Tipps und Anregungen fĂŒr Landwirte erarbeitet.

„Der Kiebitz war in Deutschland noch vor 50 Jahren ein Allerweltsvogel, der aber inzwischen weit oben auf der Roten Liste der gefĂ€hrdeten Vogelarten steht“, sagte Hermann Hötker, Leiter des Michael-Otto-Instituts im NABU. Aktuell brĂŒten in Deutschland nur noch 80.000 Paare. Nur wenn Kiebitze zukĂŒnftig auf großer FlĂ€che besser geschĂŒtzt wĂŒrden, könne der BestandsrĂŒckgang gestoppt und umgekehrt werden.

Im Rahmen der Fachtagung soll daher sowohl ĂŒber den Schutz auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Äckern und Wiesen, als auch ĂŒber ein optimiertes Kiebitz-Management innerhalb von Schutzgebieten beraten werden. Mit dem bundesweiten Projekt „Der SympathietrĂ€ger Kiebitz als Botschafter: Umsetzung eines Artenschutz-Projektes zur Förderung des Kiebitzes in der Agrarlandschaft“ will der NABU zusammen mit verschiedenen Projektpartnern Maßnahmen entwickeln und erproben, die auch in die intensive Landwirtschaft integriert werden können. Bereits in den kommenden Wochen sollen erste Maßnahmen auf Wiesen und Äckern in bestimmten Projektregionen wie zum Beispiel im MĂŒnsterland, bei Braunschweig oder im SchwĂ€bischen Donaumoos umgesetzt werden. Hierzu zĂ€hle etwa die Anlage von so genannten Kiebitzinseln. Dabei handelt es sich um eine kleine FlĂ€che innerhalb von Äckern und dem IntensivgrĂŒnland, die zu Beginn der Brutsaison möglichst vegetationslos sein soll und nicht mit bearbeitet wird, um den Kiebitzen geeignete Brut- und Nahrungsmöglichkeiten zu geben.

„Außerdem wollen wir auf ausgewĂ€hlten Standorten versuchen, den oftmals schlechten Bruterfolg der Kiebitze auf MaisĂ€ckern durch eine mindestens zweimonatige Bewirtschaftungsruhe zu verbessern“, sagte NABU-Agrarexperte Florian Schöne.


Das Projekt wird fĂŒr einen Zeitraum von fĂŒnf Jahren gefördert durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das Umweltministerium von Schleswig-Holstein sowie die Hanns R. Neumann Stiftung.Projektsteckbrief siehe http://www.biologischevielfalt.de/21318.html).
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BĂ€chle, GeburtenĂŒberschĂŒsse, Kirchenaustritte und mehr
Das Statistische Jahrbuch 2014 lÀsst kaum eine Frage offen

Umfassender denn je: BewÀhrte Fundgrube enthÀlt 288 Seiten voller Daten und Fakten / Schwerpunkt Bevölkerungsdaten

Wie lang sind alle Freiburger BĂ€chle zusammengenommen? In welchen Stadtbezirken herrscht der höchste GeburtenĂŒberschuss? Wie entwickelt sich die Zahl der Kirchenaustritte? Und wie viele Haushalte suchen eine Wohnung in Freiburg?

Wer Antworten*) auf diese (und viele weitere) Fragen sucht, greift am besten zum Statistischen Jahrbuch, das jĂ€hrlich vom Amt fĂŒr BĂŒrgerservice und Informationsverarbeitung herausgegeben wird. In diesen Tagen ist die Ausgabe 2014 erschienen, die jetzt ĂŒber das Amt bezogen werden kann. Auf 288 Seiten enthĂ€lt das Buch alle wichtigen Statistiken der Stadt.

Fast alle Lebensbereiche haben die Autoren unter die Lupe genommen und in 15 Kapiteln demografische, wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Aspekte skizziert. Im 20-seitigen Schlusskapitel werden Vergleiche zu den anderen Stadtkreisen in Baden-WĂŒrttemberg und zu Freiburgs Nachbarkreisen gezogen. Zeitreihen zeigen die Entwicklungen der letzten Jahre oder Jahrzehnte auf, wĂ€hrend Stadtbezirkstabellen innerstĂ€dtische Unterschiede verdeutlichen.

Einen Schwerpunkt bildet traditionell die Wohnbevölkerung, denn unter allen Stadtkreisen des Landes wĂ€chst Freiburg mit Abstand am stĂ€rksten (plus 23,3 Prozent seit der VolkszĂ€hlung 1987; Baden-WĂŒrttemberg insgesamt plus 14,5 Prozent). Der Wanderungsgewinn Freiburgs (plus 1.435 Personen) im vergangenen Jahr resultierte dabei ausschließlich aus dem Zuzug von AuslĂ€nder/innen. So sind 1.636 auslĂ€ndische Personen mehr zu- als weggezogen. Bei den Deutschen gab es einen Wanderungsverlust von 201. In den Jahren 2011 und 2012 (plus 4.388 bzw. 3.271) waren die Wanderungsgewinne noch wesentlich höher, auch dank der 2011 eingefĂŒhrten Zweitwohnungssteuer, die viele Personen mit Nebenwohnsitz bewog, sich in Freiburg mit Hauptwohnsitz zu melden.

Detailliert aufgeschlĂŒsselt werden die Bewohner in den Stadtbezirken nach den Aspekten Alter, Staatsangehörigkeit, Religion und Haushaltstyp. Im Kapitel Soziales finden sich Daten zur Jugend- und Sozialhilfe sowie Angebote fĂŒr Senioren und Kinder, im Kapitel Kultur Besucherzahlen fast aller Kultur- und Ausbildungseinrichtungen der Stadt. AusfĂŒhrlich dokumentiert das Jahrbuch zudem die Ergebnisse aller politischen Wahlen seit 1972, inklusive der Europa- und der Gemeinderatswahl vom 25. Mai 2014. Nicht nur fĂŒr die BĂŒrgerschaft enthĂ€lt das Statistische Jahrbuch viele nĂŒtzliche Informationen, auch Behörden und Betriebe können anhand der Daten ihre Planungen auf ein solides Fundament stellen.

Das Statistische Jahrbuch 2014 kann als Druckversion ab sofort fĂŒr 10 Euro plus Versandkosten beim Amt fĂŒr BĂŒrgerservice und Informationsverarbeitung (Fax 201-5598, statistik@stadt.freiburg.de) bestellt werden. Umfangreiche statistische Informationen sind auch im Internet unter www.freiburg.de/statistik verfĂŒgbar.

Übrigens: Freiburgs BĂ€chle sind zusammengenommen 9 Kilometer lang, davon sind 4,9 Kilometer offen.
Der höchste GeburtenĂŒberschuss (also Lebendgeborene minus Gestorbene) war 2014 in den Stadtbezirken Rieselfeld (+78), Unterwiehre-SĂŒd (+65), Alt-StĂŒhlinger (+56) und Herdern-Nord (+44) zu verzeichnen.
Die Zahl der Austritte aus der römisch-katholischen hat nach Angaben des Standesamtes 2013 (801 Austritte) den zweithöchsten Wert seit 20 Jahren erreicht; nur 2010 (831) waren es mehr, ansonsten lagen die Jahreswerte stets (zum Teil deutlich) unter 600 Austritten. Auch bei den Protestanten hat nach einer eher ruhigen Phase 1996 bis 2007 die Neigung zum Kirchenaustritt deutlich zugenommen und hat nach 2008 (411), 2010 (426) und 2011 (457) nun 2013 (468) den nÀchsten Höchstwert erreicht.
Die Zahl der wohnungssuchenden Haushalte steigt seit Jahren recht kontinuierlich, von 1008 im Jahr 2008 auf 1330 im Jahr 2013. Dabei stagniert die Nachfrage nach Ein-Personen-Haushalten auf hohem Niveau (2013: 600), wĂ€hrend sich die Zahl jener Menschen, die Haushalte fĂŒr vier oder mehr Personen suchen, seit 2008 fast verdoppelt hat.
 
 

 
Klimaschutzbilanz 2012
Freiburg berechnet als erste deutsche Stadt ihre Klimabilanz mit einem neuen Verfahren, das bundesweit ĂŒbernommen werden soll

Insgesamt sind die Pro-Kopf-Emissionen weiterhin leicht
zurĂŒckgegangen, wobei die Reduktion sich im 10-Jahres-
Vergleich deutlich verlangsamt hat

Nach dem neuen Berechnungsverfahren liegen die CO2-
Emissionen bei 1,67 Mio. Tonnen (bisherige Methode:
1,73 Mio. Tonnen) und bei 7,7 Tonnen pro Kopf (bisherige
Methode: 8,02 Tonnen pro Kopf)

Die Freiburger Klimaschutzbilanz fĂŒr 2012 liegt vor. Zum
ersten Mal liegen zwei unterschiedliche Berechnungen vor,
die bisherige Methode und ein neues Verfahren, das in den
nÀchsten Jahren von allen deutschen Kommunen
ĂŒbernommen werden soll. Freiburg ist damit die erste Stadt,
die ihre Klimabilanz mit der neuen Systematik berechnet. Wie
in den vergangenen Jahren wurde die Bilanzierung auch vom
Ifeu-Institut aus Heidelberg erstellt.

Bislang war es nicht möglich, die Klimaschutzbilanzen
einzelner StÀdte zu vergleichen, da mit unterschiedlichen
Methoden bilanziert wurde und keine einheitlichen Standards
vorlagen. Deswegen beauftragte das
Bundesumweltministerium verschiedene Institute, darunter
auch das Ifeu-Institut, eine vergleichbare
Bilanzierungsmethode zu entwickeln. Damit erhalten die
Kommunen in den nÀchsten Jahren vergleichbare Aussagen
ihrer kommunalen KlimaschutzaktivitÀten.

Da das Ifeu-Institut in den vergangenen Jahren alle
Klimabilanzen fĂŒr Freiburg erstellte, bot es sich an, das neue
Verfahren so frĂŒh wie möglich in Freiburg anzuwenden;
deshalb wurde das Bilanzjahr 2012 vorgezogen und damit
vom zweijÀhrigen Bilanzierungszeitraum abgewichen. Da
aber eine wirkliche Vergleichbarkeit mit anderen Kommunen
erst möglich sein wird, wenn die StÀdte ihre Berechnungen
sukzessiv umstellen, werden fĂŒr die nĂ€chsten Jahre beide
Bilanzierungsverfahren parallel eingesetzt.

In der aktuellen Bilanz sind die Pro-Kopf-Emissionen erneut
leicht zurĂŒckgegangen, sie bestĂ€tigen damit den seit 1992
kontinuierlich rĂŒcklĂ€ufigen Trend, so das Fazit des Ifeu-
Instituts. „Mit den zusĂ€tzlichen Mitteln aus der
Konzessionsabgabe der Badenova können wir verstÀrkt in
den Klimaschutz hier in Freiburg investieren“, betont
OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon. „Aber unsere
kommunalen Anstrengungen reichen allein nicht aus, um bis
2050 eine klimaneutrale Stadt zu werden. Wir brauchen
UnterstĂŒtzung vom Land, vom Bund und von der EU“, so
Salomon weiter. Und UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik:
„FĂŒr unser mittelfristiges Ziel, bis 2030 die CO2-Emissionen
um 50 Prozent zu senken, mĂŒssen wir die bisherigen
Schwerpunkte fortfĂŒhren und unsere BemĂŒhungen
intensivieren. Hierzu gehört auch die Ansprache neuer
Zielgruppen mit neuen Projekten. Wenn uns dies gelingt, bin
ich mir sicher, dass Freiburg im interkommunalen Vergleich
einen der vordersten PlĂ€tze belegen wird“.

Im Vergleich zur bisherigen Bilanzierungsmethode wird bei
der neuen Systematik nur noch der jeweils aktuelle
bundesweite Strommix herangezogen, statt dem bisherigen
Emissionsfaktor fĂŒr Strom, der sich aus dem lokalen Mix und
einem konstanten, bundesweiten Strommixanteil errechnet
hat. Außerdem wird auf die Witterungskorrektur verzichtet.
Damit ist das Freiburger Berechnungsverfahren auch konform
mit der nationalen Bilanzierung.

Bisheriges Berechnungsverfahren:
Nach dem alten Berechnungsverfahren liegen die gesamten
CO2-Emissionen im Jahr 2012 bei 1,73 Millionen Tonnen und
8,02 Tonnen pro Kopf. Sie liegen damit 25,1 Prozent Pro-Kopf
niedriger als 1992.

Die Emissionen im Bereich Energie lagen im Jahr 2012 bei
1,36 Millionen Tonnen. Von 1992 bis 2012 haben sich die
CO2-Emissionen um 17,7 Prozent verringert. Die
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist im Jahr 2012
gegenĂŒber 2011 um rund 11 Prozent von 51 Gigawattstunden
(GWh) auf 56 GWh gestiegen. Bei der Photovoltaik ist ein
Anstieg von 34,5 Prozent und bei Wind um 5 Prozent zu
verzeichnen.

Die aktuelle Stagnation bei der Absenkung in absoluten
Zahlen seit 2010 liegt vor allem daran, dass die erzielten
RĂŒckgĂ€nge bei den CO2-Emissionen kompensiert worden
sind. So wurden beispielsweise von 2010 bis 2012
zusÀtzliche Wohnungen mit insgesamt rund 160.000
Quadratmetern gebaut und etwa 4.300 Menschen fanden in
diesem Zeitraum eine BeschÀftigung in Freiburg.

Weitere GrĂŒnde der aktuellen Entwicklung liegen daran, dass
die Bedingungen auf dem Gas- und Strommarkt dazu gefĂŒhrt
haben, dass die Gasturbine im WĂ€rmeverbundkraftwerk
(WVK) seit 2012 aus wirtschaftlichen GrĂŒnden abgeschaltet
werden musste. Damit wird in Freiburg weniger Strom mit
Kraft-WĂ€rme-Kopplung (KWK) erzeugt und Strom musste
zugekauft werden. Durch den starken RĂŒckgang des
Stromhandelspreises gibt es derzeit zu geringe Anreize, die
Stromerzeugung mit Erdgaskraftwerken wieder zu forcieren,
obwohl sie eine vergleichsweise geringe CO2-Emission
aufweisen.

Dem gegenĂŒber stehen, so die aktuelle Klimabilanz,
erfolgreiche Beispiele an zahlreichen
Klimaschutzmaßnahmen der Stadt, wie die laufende
Sanierungen der stÀdtischen Liegenschaften oder die
Modernisierung der Beleuchtung in den stÀdtischen Museen
durch LED-Lampen, die diesem Fall die CO2-Emissionen um
nahezu 85 Prozent reduzieren.

Verkehr:
Die CO2-Emissionen beim Verkehr lagen 2012 bei 0,37
Millionen Tonnen CO2. Von 1992 bis 2012 haben sich die
CO2-Emissionen um 10,4 Prozent verringert. Auch im
Verkehrssektor sinken die CO2-Emissionen seit Jahren
kontinuierlich. Dieser RĂŒckgang ist unter anderem das
Ergebnis der stÀdtischen Verkehrspolitik, die bereits seit
vielen Jahren den kontinuierlichen Ausbau des
umweltfreundlichen Verkehrs fördert. Steigende
Fahrgastzahlen des ÖPNV sowie stĂ€ndig steigende
Radverkehrszahlen belegen diese Entwicklung.

Um das angestrebte Klimaschutzziel zu erreichen, gibt es
auch im Verkehrssektor zahlreiche Projekte: dazu gehören
die 2014 in Betrieb gegangene StadtbahnverlÀngerung mit
erfreulich hohen Fahrgastzahlen und der Bau der beiden
Stadtbahnlinien, Messe und Rotteckring. Auch das
Radwegenetz wird in den nÀchsten Jahren, vor allem auf den
Rad-Vorrang-Routen, weiter ausgebaut werden.

Der kontinuierliche RĂŒckgang des pro Kopf-Verbrauchs bei
den CO2-Emissionen ist zufriedenstellend, bescheinigt die
aktuelle Klimabilanz. Aber die BemĂŒhungen im Klimaschutz
mĂŒssen weiter intensiviert werden. Die vom Gemeinderat
beschlossene Erhöhung der Mittel aus der
Konzessionsabgabe der Badenova leistet hier einen
wesentlichen Beitrag, aber auch die vielen laufenden
stĂ€dtische Klimaschutzprojekte sowie die FortfĂŒhrung des
Förderprogramms "Energiebewusst Sanieren“ bewirken einen
signifikanten RĂŒckgang.

Neues Bilanzierungsverfahren:
Nach dem neuen Bilanzierungsverfahren liegen die CO2-
Emissionen fĂŒr das Jahr 2012 bei 1,67 Millionen Tonnen
(bisherige Methode: 1,73 Millionen Tonnen) und bei 7,7
Tonnen pro Kopf (bisherige Methode: 8,02 Tonnen pro
Kopf).Die bedeutete nach der neuen Systematik eine CO2-
Reduktion von 20,7% insgesamt und von 29,1% pro Kopf
(bezogen auf 1992).

Die bisher erreichte Reduktion der CO2-Emissionen ist
angesichts des Anstiegs der Einwohnerzahlen ein positives
Ergebnis. Allerdings zeigt der in den letzten vier Jahren
langsamere RĂŒckgang der CO2-Emissionen, dass die
BemĂŒhungen im Klimaschutz auf allen Ebenen weiter
verstĂ€rkt und intensiviert werden mĂŒssen. Nur so können die
ambitionierten stÀdtischen Klimaschutzziele erreicht werden.
 
 

 
ECOfit-Förderprogramm geht in die vierte Runde
Stadt setzt Förderprogramm des Landes um - FĂŒnf
Betriebe nehmen ihre Einsparpotenziale unter die Lupe

Heute geht das ECOfit-Förderprogramm bereits in die vierte
Runde. FĂŒnf Unternehmen sind in diesem Jahr dabei:
Bilfinger Regiobau, der Asphalthersteller Deutsche Bimoid,
das Messtechnikunternehmen Halstrup-Walcher aus
Kirchzarten, das Max-Planck-Institut fĂŒr Immunbiologie und
Epigenetik sowie Pierre Fabre Dermo Kosmetik.

ECOfit ist ein Förderprogramm, das vom Land Baden-
WĂŒrttemberg gefördert wird und den Unternehmen die
Möglichkeit bietet, im eigenen Betrieb
Energieeinsparpotenziale zu ermitteln und umzusetzen. Denn
Klimaschutz und Ressourcenschonung spielen mittlerweile
auch bei Unternehmen eine wichtige Rolle. Besonders beim
Energieverbrauch und auch bei den Investitionen kann viel
eingespart werden. Die Bilanz der ersten drei Projektrunden
zeigt es: knapp 500.000 Euro, 1.316.000 Kilogramm CO2 und
2.720.000 kWh konnten die 17 bisher teilgenommenen
Freiburger Unternehmen insgesamt einsparen.

„Unser ambitioniertes Ziel 50 Prozent CO2-Emissionen bis
zum Jahr 2030 zu reduzieren, kann die Stadtverwaltung nicht
allein erreichen. Deshalb ist es fĂŒr die Stadtverwaltung
wichtig, Unternehmen dafĂŒr zu gewinnen, in ihren Betrieben
entsprechende nachhaltige Maßnahmen umzusetzen. Das
Engagement der Beteiligten wird sich in jedem Fall lohnen“,
ist sich UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik sicher.

Auch in diesem Jahr setzt die Stadt Freiburg das
Förderprogramm gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft
Arqum aus Stuttgart um. Die Vertreter der teilnehmenden
Betriebe werden dabei ein Jahr lang geschult und in ihren
Betrieben individuell betreut und unterstĂŒtzt.
WĂ€hrend des ECOfit-Programms werden die teilnehmenden
Betriebe umweltrelevante Daten erheben, ihre
Umweltleitlinien formulieren und erste Verbesserungen auf
den Weg bringen, um ihre Arbeitsweise effizienter zu
gestalten, Kosten einzusparen und durch
Ressourceneinsparung und CO2-Reduktion aktiv zum
Umweltschutz beitragen. Dazu gibt es wieder acht
gemeinsame Workshops, die ĂŒber das Jahr verteilt sind, um
den Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, das Projekt
parallel zu ihrem TagesgeschĂ€ft durchfĂŒhren zu können.

Neben den finanziellen Aspekten ist ECOfit eine einfache und
kostengĂŒnstige Vorstufe zum Einstieg in ein Umwelt- oder
Energiemanagementsystem und verschafft durch die ECOfit-
Auszeichnung, die am Ende des Projektes durch das
Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg verliehen wird, große
Imagevorteile fĂŒr die einzelnen Betriebe.

Um im Bereich Industrie und Gewerbe gezielter handeln zu
können, wurde im letzten Jahr eigens ein Klimaschutzkonzept
fĂŒr das Industriegebiet Nord erstellt. ECOfit ist auch hier ein
wichtiger Baustein, und drei der fĂŒnf teilnehmenden
Unternehmen haben ihren Sitz im Industriegebiet Nord.

Kurzentschlossene Freiburger Unternehmen können sich
noch beteiligen, sie sollten sich nur möglichst schnell beim
Umweltschutzamt unter der Telefonnummer: 201-6148,
Sabine Wirtz, oder per E-Mail unter
sabine.wirtz@stadt.freiburg.de melden.
 
 

 
NABU-Zahl des Monats: Noch 300 Tage bis zur Weltklimakonferenz in Paris
2015 ist Jahr der Entscheidung fĂŒr internationalen Klimaschutz

In 300 Tagen (30.11.-11.12.2015) findet in Paris die nĂ€chste und fĂŒr lange Zeit weichenstellende Weltklimakonferenz statt. Am Ende soll ein neuer, weltweit geltender Klimavertrag stehen. In Anbetracht dessen, wie zĂ€h der Entwurf fĂŒr dieses Abkommen im vergangenen Dezember in Lima ausgehandelt wurde, und dass dabei nicht mehr als ein Minimalkompromiss heraussprang, sieht der NABU viel Arbeit in den verbleibenden 300 Tagen auf die Staaten zukommen. Andernfalls wird das Ziel der maximalen ErwĂ€rmung des Klimas um zwei Grad Celsius nicht erreicht werden.

Vor allem die Bundesregierung sieht der NABU in der Pflicht, vor der Klimakonferenz die notwendigen Grundlagen fĂŒr das Abkommen zu schaffen. Als Gastgeber des G7-Gipfels Anfang Juni muss sie die Chance ergreifen, auf diplomatischem Wege bestehende Konflikte zwischen IndustrielĂ€ndern auf der einen Seite und Schwellen- und EntwicklungslĂ€ndern auf der anderen Seite abzubauen. Hier wurde in Lima viel Vertrauen verspielt.

Gleichzeitig mĂŒssen reiche LĂ€nder, wie Deutschland, schon vor der Konferenz klar signalisieren, dass sie die Kosten im Kampf gegen die globale KlimaerwĂ€rmung und ihre Folgen kĂŒnftig stĂ€rker mittragen werden. Auf der anderen Seite sind in Paris auch erstmals die Schwellen- und EntwicklungslĂ€nder gefordert, konkrete Verpflichtungen zum Klimaschutz einzugehen. Sind beide Seiten nicht bereit, hier Kompromisse einzugehen, stehen die Chancen auf eine Einigung schlecht.

Bei den Verhandlungen zum Klimaschutzabkommen darf es auch nicht darum gehen, Schwellen- und EntwicklungslĂ€ndern ihr Recht auf wirtschaftliches Wachstum abzusprechen. Vielmehr mĂŒssen schon vor Paris Lösungen gefunden werden, wie der Ausstoß von Treibhausgasemissionen vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt werden kann. Gute Beispiele zeigt Deutschland: eine naturvertrĂ€gliche Energiewende, ambitionierte Energieeffizienz-Maßnahmen und Teile des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 – bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum.
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