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Verschiedenes

 
Wald-Bilanz der Bundesregierung täuscht über Defizite hinweg
Umweltverbände sehen nach Vorstellung der Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur (BWI3) durch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt weiterhin Defizite beim Waldnaturschutz. Laut Bericht der Bundesregierung ist der Bestand der Buchenwälder anteilig weiter gewachsen. Zudem sind die Wälder im Vergleich zur Bundeswaldinventur von 2002 (BWI2) geringfügig älter geworden und verfügen über leicht gestiegene Holzvorräte. „Diese Ergebnisse sind begrüßenswert, dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland immer noch weit davon entfernt ist, eine internationale Vorbildrolle bei der ökologischen Waldnutzung und dem Waldnaturschutz einzunehmen“, so BUND, Forum für Umwelt und Entwicklung, Greenpeace und NABU. Die Umweltverbände bedauern, dass die Ergebnisse zur BWI3 nicht umfassend veröffentlicht wurden, und werden sich, sobald diese vorliegen, nach dieser ersten, vorläufigen Bewertung ausführlich damit befassen.

„Die Zunahme der Buchenwaldfläche sagt nichts darüber aus, wie die Forstwirtschaft mit den seltenen, alten Buchenwäldern in Deutschland umgeht“, sagt Greenpeace Geschäftsführerin Brigitte Behrens. „Fakt ist, dass hierzulande zu wenige Buchenwälder streng geschützt sind, obwohl Deutschland für deren Schutz die weltweit größte Verantwortung hat.“

„Der Holzvorrat in unseren Wäldern liegt derzeit immer noch bei weniger als der Hälfte der Holzvorräte, die es in Urwäldern oder über lange Zeit ungenutzten Wäldern gibt“, sagt Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Mehr Holz im Wald bindet auch mehr klimaschädliches Kohlendioxid und ist Voraussetzung für eine größere Artenvielfalt. Unsere Wälder müssen insgesamt deutlich älter werden, dies muss die Waldnutzung berücksichtigen“, sagte Weiger. Die Naturschutzverbände kritisieren in dem Zusammenhang, dass die Auswertungen Bäume von über 160 Jahren pauschal zusammenfassen, was nicht einmal die Hälfte der Lebensspanne der Baumart Buche ausmacht. Damit sind keine differenzierten Aussagen zu den alten Wäldern möglich. Die Naturschutzverbände kritisieren zudem, dass die misslungene Bewertung der Naturnähe aus der vorhergehenden BWI übernommen wurde.

Zu wenig Waldschutz – erst 1,9 Prozent der deutschen Wälder streng geschützt

Derzeit werden nur 1,9 Prozent der deutschen Wälder dauerhaft forstwirtschaftlich nicht mehr genutzt und sind entsprechend rechtlich geschützt. Auf diesen Flächen können sich Waldstrukturen entwickeln, die vor allem auf Grund der vielen alten und dicken Bäume entstehen. Diese sind für den Erhalt der biologischen Vielfalt unverzichtbar. Nach Beschluss der Bundesregierung, der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) von 2007, sollen bis zum Jahr 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder dauerhaft ohne forstwirtschaftliche Nutzung sein. „Momentan gibt es von Seiten der meisten Bundesländer und der Bundesregierung nur halbherzige Schritte, um dieses Ziel zu erreichen“, kritisiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Bundesregierung und Bundesländer als größte öffentliche Waldbesitzer müssen umgehend Maßnahmen beschließen, um neue Waldschutzgebiete einzurichten.“ Besonders zusammenhängende Wälder über 100 Hektar sollten dabei berücksichtigt werden.

„Es gibt keinen Holzmangel, aber die derzeitige Holzverwendung ist ökologisch und gesellschaftlich untragbar. Gut die Hälfte der verwendeten Holzmenge wird ohne vorherige anderweitige Nutzung verbrannt. Aus der anderen Hälfte werden zu großen Teilen kurzlebige - und Verpackungsprodukte erzeugt“, so Jürgen Maier vom Forum Umwelt und Entwicklung. Wenn durch Holzprodukte energieintensive Rohstoffe ersetzt werden sollen, muss die Holzindustrie verstärkt Lösungen für die Verwendung von Laubholz in langlebigen Produkten anbieten können. Nur dann machen Holzprodukte wirklich Sinn.
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Energiewende braucht stabile Nord-SĂĽd-Verbindungen statt Kleinstaaterei
Umweltverbände fordern sorgfältigen Stromnetz-Ausbau nach Bedarf statt nach Belieben – Geplante Nord-Südverbindungen unterstützen Atomausstieg in Süddeutschland

Berlin (7. Okt. 2014). Anlässlich der Netzausbau-Beratungen am heutigen Dienstag im Berliner Koalitionsausschuss warnen der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), WWF Deutschland und Germanwatch davor, die notwendige Stromnetzplanung für eine naturverträgliche Energiewende zu behindern. Die laufenden Planungen müssten nicht neu aufgerollt, sondern mit intensiven Bürgerdialogen begleitet und zügig fortsetzt werden. „Auch wenn noch Unsicherheiten bei der Planung des Netzausbaus bestehen, lässt sich aus den Eckdaten und Szenarien für die Energiewende in den kommenden zehn Jahren ein erheblicher Ausbaubedarf der Stromnetze ableiten“, betont Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des NABU.

Die Politik sollte bei der Umsetzung des notwendigen Stromnetzumbaus auch in komplexen schwierigen Situationen Rückgrat zeigen und nicht in Kleinstaaterei verfallen. Sie trägt die Verantwortung für eine Stromnetzplanung, die für ganz Deutschland stimmig und anschlussfähig an das europäische Stromnetz sein muss. Auch der bayerische Ministerpräsident Seehofer kann nicht einfach als Einzelkämpfer regionale Interessen über das Gemeinwohl stellen. „Anstelle von politischen Irrlichtern, die ihren Bürgern unredliche Alternativen vorgaukeln, brauchen wir einen Dialog mit den Bürgern, damit die sorgfältige Umsetzung der Stromnetzplanung gelingen kann", so Peter Ahmels, Leiter Energie und Klima der DUH.

Auf die Risiken und Kosten eines verschleppten oder unzureichenden Stromnetzausbaus wird in verschiedenen Studien kritisch verwiesen. Durch eine weitere Verzögerung des Ausbaus der bisher vorgesehenen Gleichstromverbindungen vom Norden in den Süden drohen aufgrund eines vermehrten Netzengpassmanagements erhebliche Kosten. Diese entstehen durch die kurzfristigen Fahrplanänderungen der Kraftwerke zur Wahrung der Netzstabilität. Ein gänzlicher Verzicht auf die Leitungen könnte schlimmstenfalls sogar zu einer Aufteilung des deutschen Strommarktes führen, mit erheblichen Mehrkosten für den verbrauchstarken Süden. „Durch einen klugen Netzausbau werden Emissionen und Kosten minimiert und Versorgungssicherheit maximiert. Wer die Energiewende will, kann nicht nur auf den Bau neuer fossiler Kraftwerke setzen, ohne seine Glaubwürdigkeit zu riskieren“, so Regine Günther, Leiterin Klimaschutz- und Energiepolitik des WWF Deutschland.

Die Gleichstromverbindungen, deren energiewirtschaftliche Notwendigkeit nach umfangreicher öffentlicher Konsultation im Bundesbedarfsplangesetz festgestellt worden ist, sollen künftig den im Norden und Osten produzierten Windstrom in den verbrauchsstarken Süden transportieren. Bei allen Gleichstromtrassen sind auch Teilerdverkabelungen vorgesehen. Dadurch bestehen besonders gute Möglichkeiten, Konflikte mit der Bevölkerung zu vermeiden. Nur im Dialog mit den Betroffenen vor Ort wird es gelingen, den Planungsprozess nachvollziehbar zu machen. Da muss viel erklärt werden. Natur- und Landschaftsschutz sowie der Schutz des Wohnumfelds von Betroffenen sind dabei die wichtigsten Themen. „Bundesnetzagentur und Netzbetreiber sollten den frühzeitigen, transparenten Dialog zu Netzausbauprojekten wie dem SuedLink vertieft weiterführen. Das ist eine Grundlage für den Atomenergieausstieg auch in Bayern, ohne dass der Strompreis dort explodiert“, so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. An den Planungen der Gleichstrompassagen Süd-Ost und SuedLink sollten sich alle Betroffenen und insbesondere die politischen Vertreter - auch aus Bayern - konstruktiv beteiligen, um die konfliktärmsten und naturverträglichsten Trassenkorridore festlegen zu können.
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HolzrĂĽcken, Schnitzen, Handholzen, Boote bauen
Die Waldhaus-Termine im Oktober 2014

Sonntag, 12. Oktober, 14 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 8. Oktober
Sonntagswerkstatt im Waldhaus: Schnitzkurs mit Järmo Stablo
Der Forstwissenschaftler und Holzkünstler Järmo Stablo bietet wieder seine beliebten Schnitzkurse an. Teilnehmer lernen in der gemütlichen Atmosphäre der Holzwerkstatt die Grundtechniken des Schnitzens und fertigen in Anlehnung an Stablos „Bruchtest-Männchen“ nach eigenen Ideen an nur einem Nachmittag eine eigene kleine Holzskulptur.
TN-Beitrag 20 Euro inkl. Material, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen. Anmeldung erforderlich.

Donnerstag, 16. Oktober, 18 – 21 Uhr | Anmeldeschluss: 9. Oktober
Grünholzwerkstatt: Rund um die Axt – Gebrauch und Pflege
In diesem Kurs lernen die Teilnehmer nicht nur, fachgerecht mit der Axt umzugehen und mit dem richtigen Werkzeug Holz zu spalten. Sie erfahren auch, wie eine anständige Werkzeugpflege aussieht. Unter Anleitung von Axel Steiert, Schreinermeister und Technischer Fachwirt, können sich Teilnehmer im Schärfen von Äxten wie auch im Einsetzen von Werkzeugstielen üben. Bitte eigene Werkzeuge wie Spalthämmer, Äxte, Beile usw. mitbringen; neue Werkzeugstiele gibt es bei Bedarf am Kursabend gegen Gebühr vom Kursleiter.
Teilnahmebeitrag: 35 Euro.

Sonntag, 19. Oktober, 11 bis 17 Uhr
3. Holzrücketag: Waldarbeit mit echter Pferdestärke
Zum dritten Mal zeigen Holzrücker und ihre Pferde aus ganz Baden-Württemberg und dem Elsass diese Variante der Waldarbeit, die den Waldboden und Baumbestand schont. Bei einem bunten Programm für die ganze Familie können Besucher sich über Rückearbeit mit dem Pferd als perfekte Ergänzung zu moderner Technik und im Sinne einer Erhaltung alten Kulturguts informieren. Darüber hinaus gibt es traditionelles Holzhandwerk zu sehen und Familien können selbst in der Holzwerkstatt aktiv werden. Für das leibliche Wohl sorgt das WaldHaus-Café mit regionalen und saisonalen Spezialitäten.
Eintritt frei.

Samstag, 25. Oktober, ganztägig | Anmeldeschluss: 15. Oktober
Schnupperkurs: HolzrĂĽcken mit dem Pferd
Der Europameister im einspännigen Holzrücken, Jürgen Duddek, zeigt in diesem Tageskurs die schonende Waldarbeit mit echter Pferdestärke. Außer Sensibilität im Umgang mit dem Tier, Respekt vor eigenen Grenzen und einem Gespür für die Besonderheit der Situation sind keine Vorkenntnisse nötig.
Teilnahmegebühr: 99 Euro, nähere Informationen unter www.juergen-duddek.de.

Samstag, 25. Oktober, ganztägig | Anmeldeschluss: 17. Oktober
Mit der Axt im Wald: Handholzerkurs
An diesem Tag haben Väter und Söhne, Großväter und Enkel und alle anderen, denen die körperliche Arbeit im Wald Spaß macht, Gelegenheit, auf traditionelle Weise gemeinsam einen Baum zu fällen. Dabei erhalten Teilnehmer einen Einblick ins uralte Handwerk der Baumfällung und Holzgewinnung mit Axt und Zweimann-Handsäge. Einen hiebsreifen Baum auswählen, ihn zielgenau, sicher und schonend zu Fall bringen und fachgerecht aufbereiten – das ist eine echte Herausforderung. Referent: Axel Steiert, Schreinermeister und Technischer Fachwirt.
Teilnahmebeitrag: 45 Euro, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erw. 25 Euro, ab 14 Jahren ohne Begleitung möglich.

Sonntag, 26. Oktober, 15 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 21. Oktober
Reise vom Baum zum Wein
Auf einem Spaziergang vom Waldhaus zu den Rebflächen des Lorettobergs wird die enge Verbundenheit von Wald und Wein dargestellt. Zurück im Waldhaus demonstriert der Küfer Mark Sieder das Handwerk der Fassherstellung. Anschließend kommen die Teilnehmer in den Genuss, bei einer Vergleichsverkostung besondere Weine aus der Region zu probieren. Ein Imbiss exklusiver Wildspezialitäten unterstreicht die traditionsreiche Symbiose von Wald und Wein. Referenten: Diplomforstwirt Eric Doye und Lebensmittelchemiker Jürgen Sigler (Staatliches Weinbauinstitut).
Teilnahmebeitrag: 24 Euro, inkl. kleiner Speisen und Getränke.

Herbstferienprogramm

Montag, 27., bis Freitag, 31. Oktober, täglich 7.30 bis 14 Uhr | Anmeldeschluss: 10. Oktober
Abenteuercamp fĂĽr Freiburger Schulkinder ab 6 Jahren
Auf große und kleine Abenteurer warten im Waldhaus spannende und erlebnisreiche Ferien. Die Tiere und Pflanzen des Waldes bereiten sich auf den nahenden Winter vor und die Kinder rüsten das Abenteuercamp für die kältere Jahreszeit. Die Mahlzeiten werden über dem Feuer gekocht und gebacken.
Referenten: Tim Heun, Lehrer und Erlebnispädagoge, u.a.
Teilnahmebeitrag: 75 Euro, ermäßigt 45 Euro, inkl. Mittagessen

Montag, 27., bis Freitag, 31. Oktober, täglich 8.15 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 10. Oktober
Bootsbaukurs: Das „Volksboot“ aus Weißtanne
Teilnehmer bauen unter Anleitung des Bootsbauexperten Thomas Grögler mit eigenen Händen aus Brettern der heimischen Weißtanne ein universell einsetzbares „Volksboot“. Das von Wyatt Moore für den Lake Caddo/Texas entworfene Boot ist ein schönes Beispiel für ästhetische und funktionale Einfachheit im Bootsbau. Lediglich zwei rechteckige Bretter bilden durch Verwindung einen schönen Bootsrumpf. Zum Abschluss des Kurses wird eine Probefahrt unternommen. Das ca. 4,80 Meter lange Holzboot ist hervorragend für Angler und Jäger geeignet, doch auch für Vergnügungsfahrten mit bis zu 5 Personen ist das autodachtransportfähige leichte Weißtannenboot ideal. Thomas Grögler ist Schreiner, Boots- und Möbelbauer, und ein mehrfach ausgezeichneter Designer.
Teilnahmebeitrag: 749 Euro, inklusive Material. Nach dem Motto „Ein Boot – ein Preis“ sind Teampartner (Kinder ab 10 Jahren) kostenlos dabei. Links: www.groenlaender.de und www.groegler-atelier.de.


Weitere Informationen und Anmeldung unter www.waldhaus-freiburg.de und Tel. 0761/896477-10.
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Geplantes Kleinanlegerschutzgesetz bedroht BĂĽrgerprojekte
Kerstin Andreae (GrĂĽne) und Gernot Erler (SPD) treffen sich mit
Projektbeteiligten zum Runden Tisch.

Freiburg, 02.10.2014: Durch die geplante Gesetzesnovelle zum
Vermögensanlagegesetz sehen viele Bürgerprojekte in der Region ihre
Finanzierungsgrundlage gefährdet. Schon Anfang September hatte das
Aktionsbündnis „WirsindnichtProkon“ mit einer Stellungnahme und
Protestschreiben an Abgeordnete auf die Problematik aufmerksam
gemacht. Am 30. September trafen sich nun die
Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae und Gernot Erler mit einer
Gruppe von Aktiven aus unterschiedlichsten Organisationen zum Runden
Tisch im Vorderhaus der Fabrik fĂĽr Handwerk und Kultur, Freiburg.
Matern von Marschall (CDU) war leider verhindert, hörte sich die
Bedenken der Projektengagierten aber schon am 19. September im
kleineren Rahmen an.

Mehr Verbraucherschutz fĂĽr KleinanlegerInnen soll die Novellierung des
Vermögensanlagengesetzes bringen. Anlässlich der Insolvenz des
Windparkentwicklers Prokon soll der sogenannte „graue Kapitalmarkt“ stärker
reguliert werden. Doch die geplanten Regelungen haben (so sicherlich nicht
beabsichtigte) Risiken und Nebenwirkungen, die Stefan Rost vom 3HäuserProjekt
des Mietshäuser Syndikats den Abgeordneten darlegte. Größtes Hemmnis für
solidarische Wohnprojekte, freie Schulen, Energiegenossenschaften,
Kulturprojekte, Dorfläden und viele mehr ist die Pflicht einen Verkaufsprospekt
aufzulegen, wenn jährlich mehr als 100.000 Euro an Nachrangdarlehen
eingeworben werden sollen. Dieser Prospekt ist ein umfangreiches Dokument,
muss von Fachpersonen erstellt, von vereidigten WirtschaftsprĂĽfern testiert und
von der Bundesaufsicht fĂĽr Finanzdienstleistungen (BaFin) geprĂĽft und aufbewahrt
werden. Kosten von rund 50.000 Euro kommen damit auf Projekte zu, die schon
ohne ĂĽberbordende bĂĽrokratische Regelungen nur wirtschaftlich sind, weil sie die
Kosten niedrig halten und mit viel ehrenamtlichem Engagement arbeiten. Der
personelle Aufwand ist in den 50.000 Euro, die im Ăśbrigen nicht nur einmalig
sondern jährlich anfallen, noch gar nicht eingerechnet.

Kerstin Andreae stellte daraufhin die berechtigte Frage, ob denn KleinanlegerInnen
überhaupt mehr Schutz benötigten und ob der Gesetzesentwurf diesen Schutz
auch bringe. Annette Bohland von der GLS Bank berichtete, dass AnlegerInnen aus
ihrem Kundenkreis sich sehr wohl darĂĽber bewusst seien, dass eine achtprozentige
Rendite nicht mit einer risikolosen Geldanlage zu erzielen ist. Ihre Erfahrung ist,
dass Menschen MĂĽndigkeit entwickeln und Verantwortung ĂĽbernehmen, wenn sie
als mĂĽndig und verantwortungsbereit angesprochen werden. Dies leistet aus ihrer
Sicht der Gesetzentwurf nicht. AuĂźerdem hatte Prokon ja einen solchen
Verkaufsprospekt aufgelegt – mit dem Segen der BaFin. Diese prüft Prospekte
jedoch ausschlieĂźlich nach formalen und nicht nach inhaltlichen Kriterien, wie
Georg Hille, Projektmanager von der Ökogeno bekräftigte. Weder die zu
erwartenden Einnahmen, noch die angesetzten Kosten werden auf ihre Plausibilität
hin ĂĽberprĂĽft. Stattdessen gilt es Formalien einzuhalten. Heraus kommt ein 60 bis
100seitiges Papier, das ohne fachkompetente Anleitung nicht verständlich ist und
das insofern auch kaum ein Anleger jemals durchliest.

Katja Barth, Geschäftsführerin des Mietshäuser Syndikats, sprach gar von
Verbraucherbevormundung statt Verbraucherschutz, denn die Menschen, die ihr
Geld eben nicht in einem dubiosen Fonds sondern in Projekten der
Solidarökonomie vor Ort anlegen, möchten dies weiter tun können. Dies wird nicht möglich sein,
wenn eben diesen Projekten die Finanzierungsgrundlage entzogen wird.
Oft decken solidarische Projekte vor Ort Leistungen ab, die staatliche
Einrichtungen so gar nicht mehr liefern (können): Sei es bezahlbarer
Wohnraum, Kultur, Erneuerbare Energien oder Wohnen im Alter, wie Franz
Held vom WOGE Demenzprojekt erläuterte.

Ganz wichtig ist in den Projekten der Solidarökonomie die Transparenz
gegenüber den KreditgeberInnen. Diese können sich durchaus vor Ort
informieren, Projekte besuchen und ganz konkret sehen, was mit ihrem
Geld passiert. Dies ist fĂĽr die Mehrzahl der AnlegerInnen durchaus relevanter
als die erzielbare Rendite. Eine sehr groĂźe Transparenz und Mitbestimmung
ist fĂĽr den Bereich der Genossenschaften zu betonen, wie Karin Jehle vom
fesa e.V. bemerkte. In Mitgliederversammlungen bestimmen die GenossInnen
über neue Vorhaben, Vorstand und Aufsichtsrat werden demokratisch gewählt
und der Genossenschaftsverband prüft auch jährlich die Bilanzen.
Genossenschaftsanteile selbst sind nicht von den Regelungen betroffen,
doch finanzieren viele Genossenschaften konkrete Projekte auch ĂĽber Nachrangdarlehen.

Wie denn nun die Abgrenzung von schützenswerter Solidarökonomie zu
regelungsbedürftigem „grauen Kapitalmarkt“ aussehen solle, wollte Gernot Erler
wissen. Denn es sei zwar nicht im Sinne der Regierung, BĂĽrgerengagement
abzuwürgen – die Interessen der KleinanlegerInnen sollten jedoch auch nicht
unter den Tisch fallen. Eine Grenzziehung anhand eines jährlichen Anlagebetrages
ist hier natĂĽrlich immer willkĂĽrlich und auch nicht unbedingt zielfĂĽhrend.
So hat ein Wohnprojekt, das Gebäude kauft oder baut, sicherlich einen höheren
Kapitalbedarf als eine Energiegenossenschaft, die ein Blockheizkraftwerk plant.
Ein Vorschlag seitens der Projektaktiven war eine Orientierung an der versprochenen
Rendite, die bei maximal vier Prozent über dem Basiszinssatz liegen könne.
Auch sollten Projekte, in die AnlegerInnen vorrangig aus persönlichem und nicht
aus wirtschaftlichem Interesse investierten, von der Regelung ausgenommen sein.
Dass dies ein etwas schwammiges Kriterium ist, das in der Praxis sicherlich auch
das eine oder andere Mal vor Gericht zu diskutieren sein wird, ist den
Beteiligten wohl bewusst. Zudem sollten Unternehmen ausgenommen werden,
die als Klein- bzw. Kleinstunternehmen einzustufen sind.

Eine grundlegende Erfahrung der Aktiven in Projekten der Solidarökonomie ist,
dass Menschen Vertrauen und Verantwortung entwickeln, wenn sie als mĂĽndig
angesprochen werden. Aus Gesprächen mit Aufsichtsbehörden und Verbraucherschutz
verdichtet sich jedoch der Eindruck, dass Vertrauen und Verantwortung
kollektiviert und durch Regulatorik ersetzt werden sollen. Dieser Trend
verstärkt sich zusehends selbst, weil das Vertrauen bei Verbrauchern und
Anbietern weiter erodiert, wenn sie sich in erster Linie auf die Regulatorik
verlassen. Der kollektive Verbraucherschutz zementiert insofern die Problemursachen
immer weiter. Nur ein partizipativer, die Eigenverantwortung stärkender
Verbraucherschutz kann die Ursachen der Probleme beheben.

Das Gesetzesvorhaben ist aktuell noch im Status des Referentenentwurfes.
Am 8. Oktober beschlieĂźt das Kabinett darĂĽber, danach geht es zur Beratung
in die AusschĂĽsse. Die erste Lesung im Bundestag ist am 18. Dezember.
Noch ist also ausreichend Zeit, die Einwände der Betroffenen zu hören,
zu sammeln und ins Gesetzgebungsverfahren einflieĂźen zu lassen. Gut, dass die
Abgeordneten bereit waren, sich die Nöte und Sorgen der engagierten BürgerInnen anzuhören.
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NABU fordert Aktionsplan zur Umsetzung weltweiter Naturschutzziele
Neue Science-Studie: Zustand vieler Arten verschlechtert sich weiter – Biodiversitätsziele bis 2020 in Gefahr

Berlin/Pyeongchang – Zu Beginn der 12. UN-Konferenz zur Biologischen Vielfalt im südkoreanischen Pyeongchang (6.-17. Oktober) fordert der NABU eine drastische Beschleunigung und Ausweitung der weltweiten Naturschutzanstrengungen. Andernfalls seien die auf internationaler und EU-Ebene vereinbarten Biodiversitätsziele bis 2020 nicht zu erreichen.

„Auch wenn wir bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten langsam vorankommen, und immer mehr Projekte zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme durchgeführt werden: Der Zustand von Tier- und Pflanzenarten verschlechtert sich weiter und manche Lebensräume, wie die Korallenriffe, stehen unwiederbringlich vor dem Aus", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Gründe seien die weiterhin ungebremste Ausbeutung der Natur durch den Menschen, untragbare Stickstoffbelastung durch die Landwirtschaft, die Überfischung der Meere und gescheiterte Reformen von schädlichen Subventionen, wie zuletzt geschehen im Fall der EU-Agrarpolitik.

Im Mittelpunkt der Eröffnung am Montag steht die Vorstellung des Vierten Weltberichts zur Lage der Biologischen Vielfalt (4th Global Biodiversity Outlook, GBO4). „Diese umfangreiche Bilanzierung wird den Vertretern von über 190 Regierungen ihr bisheriges Versagen vor Augen halten, aber an einigen Stellen auch beweisen, dass entschlossenes Handeln die Natur retten kann“, so Konstantin Kreiser, NABU-Experte für Internationale Biodiversitätspolitik, der vor Ort die zweiwöchigen Verhandlungen begleiten wird. Schon am heutigen Donnerstag veröffentlicht das renommierte Wissenschaftsjournal Science eine umfangreiche Studie hierzu, zu der auch die NABU-Dachorganisation BirdLife International beigetragen hat.

Anders als ihre Vorgängertreffen in Japan (2010) und Indien (2012) werde sich diese Weltnaturschutzkonferenz weniger um das Aushandeln von neuen Vorhaben drehen, sondern vielmehr um die Frage, wie die Regierungen dazu gebracht werden können, die vereinbarten Ziele auch in ihren Ländern zu erreichen. Hierzu verlangt der NABU die Verabschiedung eines konkreten Fahrplans mit messbaren Zwischenschritten bis 2020.

Die Entwicklungsländer werden in Korea vor allem darauf pochen, dass die Industriestaaten bis 2015 die internationalen Naturschutzhilfen verdoppeln. Obwohl dies auf der letzten Konferenz 2012 vereinbart worden war, ist hiervon noch nicht viel zu sehen - Deutschland ist hier unter den wenigen Ländern, die ihr Soll erfüllen. Die Entwicklungsländer müssen ihrerseits beweisen, dass sie die Gelder auch abrufen und effektiv einsetzen - und auch selbst Anstrengungen für den Schutz der Artenvielfalt unternehmen.

Weitere Fortschritte müssen im Meeresschutz erreicht werden - per Beschluss müsse der Weg für die Ausweisung von über 160 ökologisch und biologisch bedeutsamen Meeresgebieten (so genannten EBSAs) geebnet werden. Neben Peru entpuppen sich auch einige europäische Länder wie zum Beispiel Portugal und Island hierbei wegen nationaler Fischereiinteressen als Bremser.

Der NABU begrüßt, dass in Pyeongchang auch die erste Konferenz der Vertragsparteien stattfinden kann, die das verbindliche „Nagoya-Protokoll“ gegen Biopiraterie ratifiziert haben - darunter leider nicht Deutschland. Konstantin Kreiser: „Es ist bedauerlich, dass es der Bundesregierung bisher nicht möglich war, das Protokoll zu ratifizieren. Wir hoffen sehr, dass die vermutlich zugrunde liegenden Ressortstreitigkeiten bald ausgeräumt werden können, damit Deutschland diesen wichtigen Vertrag umsetzt. Denn die Herkunftsländer von genetischem Material müssen nicht nur der Nutzung zustimmen, sondern auch an den Profiten beteiligt werden, die auch deutsche Unternehmen damit erzielen.“

Weitere Infos:

- NABU-Seiten zur Konferenz, einschlieĂźlich Twitter-Wall: www.nabu.de/CBD-COP12

- Science Studie (“A mid-term analysis of progress towards international biodiversity targets," by D.P. Tittensor et al.) ab 2.10.14 auf www.scienceexpress.org

- 4th Global Biodiversity Outlook (GBO4 - veröffentlicht am Montag, 6.10.): www.cbd.int/en/gbo4

Der NABU twittert aus den Verhandlungen unter @NABU_de (#COP12) und @kostya1975 (persönliche Einschätzungen)
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  NABU: Beim EuroBirdwatch 2014 gemeinsam auf Entdeckungstour gehen
Vögel beobachten mit dem NABU / Foto: NABU / Guido Rottmann
 
NABU: Beim EuroBirdwatch 2014 gemeinsam auf Entdeckungstour gehen
Faszination Vogelzug live erleben

Berlin –Der NABU ruft zur Vogelbeobachtung auf: Am 4. und 5. Oktober lädt der NABU zum Birdwatch-Aktionswochenende ein. Bei über bundesweit 160 Exkursionen können Teilnehmer unter anderem Zugvögel am Meer und im Moor beobachten oder eine Kanutour zu den Schlafplätzen der Kraniche unternehmen. Mit der Aktion will der NABU die Faszination des Vogelzugs vermitteln. Gleichzeitig werden aber auch Daten gesammelt. Diese werden anschließend mit den Beobachtungen aus anderen europäischen Ländern verglichen, in denen zeitgleich Birdwatch-Aktionen stattfinden.

Die ziehenden kleinen Singvögel fallen ungeübten Laien kaum auf. Unter kundiger Anleitung der NABU-Vogelexperten lassen sich aber auch diese entdecken. So sind zurzeit in großer Zahl sowohl die letzten Schwalben als auch die Hauptmasse der Buchfinken und Stare unterwegs. Dazu kommen erste Wintergäste aus dem hohen Norden, vor allem Bergfinken. Einfacher ist die Beobachtung von Gänsen und anderen Wasservögeln. Diese halten sich jetzt nicht nur an der Küste, sondern an den Rastplätzen des Binnenlandes auf. Aktuell mehr als 20.000 Enten meldet zum Beispiel das NABU-Zentrum Wollmatinger Ried am Bodensee. In Norddeutschland beeindrucken dagegen vor allem die großen Kranichtrupps, die tagsüber auf Stoppeläckern nach Nahrung suchen und abends gemeinsame Schlafplätze ansteuern. Fast 100.000 Kraniche rasten momentan – vor allem an der vorpommerschen Boddenküste rund um das Kranichschutzzentrum Groß Mohrdorf mit 35.000 Vögeln sowie im brandenburgischen Havel- und Rhinluch, wo sich am Schlafplatz Linumer Teichgebiet 40.000 Kraniche treffen.

Derzeit verlassen über 200 Millionen Zugvögel ihre Brutgebiete in Deutschland, um in Südeuropa oder Afrika zu überwintern. In langen Ketten ziehen Kranichtrupps über das Land, dichte Starenschwärme sind zu sehen oder auch seltene Gäste, wie der ostsibirische Gelbbrauenlaubsänger.
 
 

 
Löwe Umweltministerium zeichnet 37 junge Umweltmentoren aus
Umweltminister Franz Untersteller: „Ab dem neuen Schuljahr bieten wir das Umweltmentorenprogramm landesweit an.“

37 neue Umweltmentorinnen und Umweltmentoren aus insgesamt 19 Haupt-, Werkreal-, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien haben heute (02.10.) im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft ihr Zertifikat überreicht bekommen. Eine einjährige anspruchsvolle Fortbildung mit dem Schwerpunkt Klimaschutz findet damit ihren Abschluss.

Für Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller sind die Umweltmentoren ein Vorbild für uns alle: „In ihrer Freizeit setzen sich die Jugendlichen mit Energierallyes, Aktionstagen und Exkursionen für Verhaltensänderungen und ein Umdenken an ihren Schulen ein. Dass sie bereits in jungen Jahren Verantwortung übernehmen und sich in ihrem Umfeld für den Schutz unseres Klimas einsetzen, beeindruckt mich sehr“, so der Minister.

Das Umweltmentorenprogramm habe sich als Bildungsmaßnahme für eine nachhaltige Bildung an Schulen „mehr als bewährt“, sagte Franz Untersteller weiter. „Ab dem neuen Schuljahr werden wir es daher erstmals landesweit anbieten. Zukünftig werden pro Jahr rund 80 und damit doppelt so viele Jugendliche wie bisher zu aktiven Klimaschützern an Schulen ausgebildet.“

Jugendliche für die Klimaveränderung und deren Auswirkungen zu sensibilisieren und Handlungsfähigkeit zu vermitteln: Das will das „Schülermentorenprogramm für den Umweltschutz“, das sich seit dem Schuljahr 2007/2008 intensiv dem Klimaschutz widmet. Zahlreiche Umweltprojekte sind in der Vergangenheit über das Schülermentorenprogramm aus der Taufe gehoben worden. Viele von ihnen, wie zum Beispiel die jährlich stattfindenden Energierallyes, sind inzwischen fester Bestandteil des Schulalltags oder werden selbst dann noch von Umweltmentoren organisiert, wenn diese vor den Abiturprüfungen stehen.

Auch bei der diesjährigen Veranstaltung waren wieder Umweltmentoren aus ehemaligen Kursen vertreten, die nicht nur weiterhin aktiv sind, sondern ihren jungen Kolleginnen und Kollegen beim Einstieg in ihr ehrenamtliches Engagement hilfreich zur Seite stehen. Für Umweltminister Untersteller ist diese Zusammenarbeit über mehrere Schülerjahrgänge hinweg ein Beispiel für den nachhaltigen Ansatz des erfolgreichen Gesamtprojektes.


Ergänzende Informationen:

Das landesweite Programm „Schülermentoren für Natur- und Umweltschutz“ ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport. Seit dem Schuljahr 2001/2002 werden pro Schuljahr in der Regel rund 40 engagierte Achtklässler aus insgesamt 20 Haupt-, Werkreal-, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien sowie Schulen in freier Trägerschaft aus bisher jeweils zwei Regierungsbezirken zugelassen. Ab dem Schuljahr 2014/2014 wird das Schülermentorenprogramm erstmals landesweit für 80 Schülerinnen und Schüler angeboten.

Das Modellprojekt wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission sowohl 2005/2006, 2007/2008 und zum dritten Mal 2009/2010 als offizielles Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Damit sind die Projektträger in die „Allianz Nachhaltigkeit lernen“ aufgenommen. Die ausgezeichneten Projekte gelten als beispielhaft für eine innovative und breitenwirksame Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Ausbildung zum Umweltmentor beinhaltet zwei dreitägige Einheiten mit anschließenden Praxisphasen an den Schulen zu den Themen „Klimaschutz“ und „Erneuerbare Energien“. Die Jugendlichen betreuen beispielsweise klasseninterne Energiedienste oder begutachten das eigene Schulhaus mit Hilfe eines umfassenden Energiechecks. Dabei entwickeln sie Maßnahmenpläne für einen verantwortungsbewussten Umgang mit knappen Energieressourcen. Um das Thema der erneuerbaren Energien weiter zu multiplizieren, führen die Jugendlichen sogenannte „EE-Power-Touren“ durch, die ihren Mitschülern und Lehrern die Vorteile erneuerbarer Energien veranschaulichen sollen.

Seit seiner EinfĂĽhrung im Jahr 2001 nahmen ĂĽber 500 SchĂĽlerinnen und SchĂĽler an dem anspruchsvollen Programm teil.

Eine Liste der in diesem Jahr teilnehmenden Schulen ist dieser Pressemitteilung beigefĂĽgt.
 
 

 
Windenergie und Tourismus sind Partner
Anlässlich der kürzlichen Veröffentlichung eines Teils der
Tourismusverbände im Schwarzwald zum Themma Windenergie und
Tourismus stellt der Bundesverband WindEnergie (BWE) fest:
Weltweit gibt es kein einziges Beispiel, bei dem nach dem Bau
von Windenergieanlagen der Tourismus zurĂĽckgegangen ist.
Dabei wurden Windenergieanlagen bei vielen Tourismusorten errichtet.
Aber weder in Kalifornien noch in Spanien, Dänemark, Griechenland,
Ă–sterreich, im Schweizer Jura oder in Zermatt kam es zu EinbuĂźen
beim Tourismus.

Auch Schwarzwaldgemeinden, bei denen seit Jahren die Windenergie
genutzt wird, wie in Breitnau, St. Peter, Freiamt, Freiburg,
Seelbach oder Sasbach Walden, liegen in ihrer Tourismusentwicklung
keinesfalls unter dem Durchschnitt der Schwarzwalddestinationen.
Die Ă„ngste einzelner Hoteliers sind offensichtlich unbegrĂĽndet.
Die Tourismusverbände sollten diese Ängste nicht durch fragwürdige
Fragebogenaktionen schĂĽren, sondern die Chancen der Zusammenarbeit
nutzen.

Viele Beispiele zeigen, dass die Einbeziehung erneuerbarer Energien
und gerade auch FĂĽhrungen zu Windenergieanlagen bei Touristen gut
ankommen und die Bindung der Gäste an ihren Ferienort festigen.
Die legendären Kutschfahrten zur Windturbine vom Gschwinghof in
St. Peter, der schon mehrfach zum beliebtesten Ferienhof Baden-
Württembergs gewählt wurde, oder die mehrere Dutzend Delegationen
aus aller Welt, die Freiamt wegen der Nutzung der erneuerbaren
Energien und seiner WindmĂĽhlen jedes Jahr bereisen, sprechen fĂĽr
sich.

Nicht im Gegeneinander, sondern in der Zusammenarbeit von Landwirten,
Energiewirten, Gastronomen und Hoteliers liegt die Zukunft des
Schwarzwalds.

Nicht zuletzt ist die konsequente Energiewende mit ihrem Zugpferd
Windkraft Voraussetzung fĂĽr den Erhalt solch attraktiver Regionen
wie den Schwarzwald.
 
 



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