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Verschiedenes

Freiburg: Spatenstich f√ľr den Neubau des Forstamtes
Spatenstich Forstamt / Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
Freiburg: Spatenstich f√ľr den Neubau des Forstamtes
- wegen Corona nur in kleinem Rahmen -

OB Martin Horn: ‚ÄěDieser sch√∂ne Ort am Waldrand wird zur kompetenten Anlaufstelle f√ľr fast alle Fragen zum Wald‚Äú

Bau des Viergeschossers aus Holz wird rund 2,1 Millionen Euro kosten. Einweihung f√ľr Ende 2021 geplant

Freiburg, 10.12.2020. Umfassend waren die Planungen, gr√ľndlich die Vorbereitungen ‚Äď nun haben Oberb√ľrgermeister Martin Horn und Umweltb√ľrgermeisterin Gerda Stuchlik heute mit dem Spatenstich die Bauarbeiten f√ľr den Neubau des Forstamtes begonnen.

Eigentlich h√§tte dieser Meilenstein mit einem kleinen Fest gefeiert werden sollen, zusammen mit vielen Akteurinnen und Akteuren aus dem Forstamt und der Stiftung Waldhaus, aber auch aus anderen Institutionen, und mit vielen Unterst√ľtzerinnen und Sympathisanten. Wegen der Pandemie wurde der Baubeginn an der Wonnhalde nun im kleinen Rahmen, aber nicht weniger freudig gew√ľrdigt.

OB Horn, der dem Stiftungsrat des Waldhauses vorsitzt, hob dabei die Synergien durch den Umzug des Forstamtes hervor: ‚ÄěDieser sch√∂ne Ort am Waldrand wird f√ľr die Freiburgerinnen und Freiburger zur kompetenten Anlaufstelle f√ľr fast alle Fragen zum Wald. Ich bin sicher, dass sich auch die N√§he zur Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt nicht als Nachteil erweisen wird.‚Äú

Neben dem bestehenden Waldhaus an der Wonnhalde baut die Stiftung Waldhaus ein viergeschossiges Holzhaus, in das Ende 2021 das st√§dtische Forstamt aus der G√ľnterstalstra√üe 71 umziehen wird. Der Neubau dient dann auch der Erweiterung des Waldhauses, das in den zw√∂lf Jahren seines Bestehens die Vielfalt und Zahl seiner wald- und umweltp√§dagogischen Angebote stetig vergr√∂√üert hat.

Auch der Publikums-Andrang im Waldhaus stieg immer weiter. Daraus erwuchs ein Erweiterungsbedarf, der nun mit dem Neubau gedeckt werden kann. Die B√ľrofl√§chen des Waldhauses werden im ersten Obergeschoss untergebracht, gleich √ľber dem neuen Wald- und Klimaschutzlabor, das f√ľr die Umweltp√§dagogik zum Thema Wald und Klima zus√§tzliche Kapazit√§ten und Konzepte bietet.

B√ľrgermeisterin Stuchlik freut sich besonders √ľber diesen Beitrag zum Klimaschutz: ‚ÄěKlima, Wald und unser Einsatz von Ressourcen bedingen sich gegenseitig. Ein grundlegendes Verst√§ndnis zum Beispiel des Kohlenstoffkreislaufes ist eine wichtige Grundlage der Bildung f√ľr nachhaltige Entwicklung. Dieses Verst√§ndnis wirkt sich dann unmittelbar auf die Bewirtschaftung unserer W√§lder, den Materialeinsatz im Baubereich und unseren pers√∂nlichen Lebensstil aus.‚Äú

Nach den ersten Planungen h√§tte der Neubau schon Ende dieses Jahres erfolgen sollen. Die Verz√∂gerung hat verschiedene Ursachen: Zum einen hat der Gestaltungsbeirat der Stadt nach der ersten Vorstellung des Projektes im zweiten Halbjahr 2018 wesentliche Verbesserungen angeregt und abschlie√üend den Bau eines mindestens viergeschossigen Solit√§rs empfohlen statt des urspr√ľnglich vorgesehenen Zwei- bzw. Dreigeschossers. Die Ver√§nderungen erforderten eine erneute Offenlage des Bebauungsplans, vor allem aber eine ganz neue Planung der Architekten Stocker-Dewes. F√ľr die favorisierte viergeschossige Variante in Holzbauweise mit einer Bruttogeschossfl√§che von rund 740 Quadratmetern musste die Planung statisch, funktional und unter Kostenaspekten mehrfach optimiert werden.

Die Baukosten f√ľr den Viergeschosser sind mit rund 2,1 Millionen Euro kalkuliert, die aus drei verschiedenen T√∂pfen kommen. F√ľr das Projekt stehen 1,6 Millionen Euro Eigenmittel der Stiftung Waldhaus zur Verf√ľgung, von denen die Stadt 600.000 Euro beisteuert. 125.000 Euro stammen aus einer privaten Spende f√ľr die Waldhausfl√§chen. F√ľr die innovative Tragwerksplanung des B√ľros Wirth Haker und die ressourcensparende Verwendung von Buchenschichtholz konnte eine F√∂rderung aus dem Holzinnovativprogramm des Landes Baden-W√ľrttemberg in H√∂he von 200.000 Euro gewonnen werden. F√ľr das Wald- und Klimaschutzlabor kommen 300.000 Euro aus Klimaschutzmitteln der Konzessionsabgabe.

Zum Bild oben: von links Nicole Schmalfu√ü, Leiterin des Forstamtes, Oberb√ľrgermeister Martin Horn, Waldhaus-Leiter Markus M√ľller, B√ľrgermeisterin Gerda Stuchlik, Peter Bank, Mitarbeiter des Forstamts, und Andreas Hoffmann, Mitarbeiter des Waldhauses/ Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
 

Kalendertipp: Mein Naturkalender 2021
 
Kalendertipp: Mein Naturkalender 2021
Mit seinen naturgetreuen Illustrationen heimischer Vogelarten, Pflanzen und Naturimpressionen weckt der Naturmaler Christopher Schmidt die Freude am Entdecken des Schönen und Besonderen, am Erkennen von Zusammenhängen und der Bedeutung von Vielfalt.

Bekanntes und Unbekanntes, Auff√§lliges und √úbersehenes, Ruhiges und Lebendiges laden in seinem neuen Wochenkalender ‚ÄěMein Naturkalender 2021‚Äú zum Entdecken und Erleben ein.

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ISBN 978-3-89566-400-7
 
 

 
Die Wäldchen von Dietenbach - die Bäume und die Vögel retten
Dritte Erkl√§rung des RegioB√ľndnis pro Landwirtschaft, Natur und √∂kosoziales Wohnen:

an die Bevölkerung und Kommunalpolitik in Freiburg und im Breisgau, im Dezember 2020

Das RegioB√ľndnis pro Landwirtschaft, Natur & √∂kosoziales Wohnen mit seinen 17 gro√üen und kleinen Vereini¬≠gungen forderte mit seiner aktuellen Dritten Erkl√§rung OB Martin Horn und den Freiburger Gemeinderat auf, die Dietenbach-W√§ldchen und andere W√§ldchen und B√§ume zwischen dem Stadt¬≠teil Rieselfeld und Dietenbach voll zu erhalten. Laut aktuel¬≠lem Rahmenplan w√ľrden beim Langmattenw√§ldchen und √∂stlich davon 43% gerodet f√ľr Stra√üen, Wege, Querung f√ľr die Stadt¬≠bahn, f√ľr die Erdgashoch¬≠druckleitung, Sportgel√§nde und einige Woh¬≠nungen. Beim Langmattenw√§ld¬≠chen und benachbarten W√§ldchen w√ľrden rund 40.000 qm Wald bzw. laut B√ľrgeraktion Dietenbach √ľberall rund 3.700 B√§ume vernichtet. Einige W√§ldchen w√ľrden zum schmalen trockenheits- und hitzeanf√§lligen Streifen von 30 m Breite degradiert. Die Waldfunktionen zum Bodenschutz, als Wasser¬≠speicher, f√ľr die Erholung, Natur, Luftreinigung, Sauerstoff¬≠produktion, CO2-Bindung und -speicher-ung, gegen Hitze, f√ľr K√ľhle, Feuchte und das Land¬≠schaftsbild w√§ren stark gesch√§digt bis zerst√∂rt.

Auch Vogelschutzgr√ľnde verlangen den vollst√§ndigen Erhalt der Dietenbach-W√§ldchen: Sie k√∂nnen als ‚Äěfaktisches Vogelschutzgebiet‚Äú gelten gem√§√ü EU-Vogelschutz-Gesetzgebung und h√∂chster deutscher Rechtsprechung. Ihre hohe Bedeutung f√ľr V√∂gel, die N√§he der unter¬≠sch√§tzten W√§ldchen zum Vogelschutzgebiet (VSG) Fronholz und zum Natur¬≠schutzgebiet Rie¬≠selfeld sprechen sehr daf√ľr. Eine Nachmeldung ist √ľberf√§llig, z.B. als Erweiterung des VSG Fronholz, das durch den Bahnausbau an Fl√§che verliert.

Die hohe Bedeutung gerade des Langmattenw√§ldchens ist laut vogelkundlichem Fachgutachten sp√§testens seit 2015 im Detail belegt. Bemerkenswert sei seine gute Besiedlung mit Spechtarten und anderen H√∂hlenbr√ľtern. Seine h√∂hlenreichen Baumbest√§nde seien als Teil des regional wertvollen Mooswald-Komplexes zu sehen. Baumfalke, Schwarzkehlchen, Neunt√∂¬≠ter, Mittelspecht geh√∂ren zu den laut FFH-Richtlinie besonders gesch√ľtzten Brutvogelarten in der Die¬≠tenbach¬≠niederung. Beim W√§ldchen seien mehr als 47 Vogelarten vertreten, davon 27 Brutvogelarten und auch viele z.T. streng gesch√ľtzte Fledermausarten sowie Haselm√§use und K√§fer.

Das RegioB√ľndnis ist dankbar, dass von Betroffenen gegen den Neubaustadtteil geklagt wurde. Das RegioB√ľndnis wieder¬≠holt, dass der Neubau¬≠stadt¬≠teil Dietenbach nicht erforderlich ist, zu teuer w√ľrde und Land¬≠wirtschaft und Natur dort zu erhal¬≠ten sind. Es setzt sich beim Bedarf an bezahlbarem Wohnraum f√ľr Alternativen ohne Fl√§chenver¬≠brauch ein: Dachaufstock¬≠ung, -ausbau, Parkpl√§tze√ľberbauung, Umbau und √úberbauung von Mischgebieten, in illegalen Ferienwohnungen, im Leer¬≠stand, mit besserer Nutzung der rund 13.000 viel zu gro√üen Wohnungen. Aufs Bauen auf der ‚Äěgr√ľnen Wiese‚Äú ist zu verzichten, so das RegioB√ľndnis, wie es baugesetz¬≠lich geboten ist samt Erhalt der nat√ľrlichen Lebensgrundlagen nach Art 20a GG.
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Drei Millionen Fahrr√§der √ľberqueren die Wiwilibr√ľcke in 2020
Wiwilibr√ľcke (c) Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Drei Millionen Fahrr√§der √ľberqueren die Wiwilibr√ľcke in 2020
Wichtiger Beitrag zu Gesundheit und Klimaschutz
Mehr als 27 Millionen Radlerinnen und Radler seit Beginn der Zählung im Jahr 2012

Freiburg, 4.12.2020. In wenigen Tagen werden Freiburgerinnen und Freiburger mehr als drei Millionen Mal in diesem Jahr mit dem Fahrrad √ľber die Blaue Br√ľcke gefahren sein. Alle Radlerinnen und Radler zeigen eine gro√üe Leistung f√ľr Gesundheit, Lebensqualit√§t und Klimaschutz. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat daher jetzt zwei ‚ÄěDanke‚Äú- Banner √ľber die Wiwilibr√ľcke gespannt. Dank gilt den Radelnden, da sie dazu beitragen, Freiburg nicht nur zu einer lebendigen Fahrradstadt machen ‚Äďsie leisten auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, da sie Fahrten mit dem Auto vermeiden.

Die Daten der Z√§hlstelle an der Br√ľcke zeigen: Im Durchschnitt fahren jeden Tag gut 8.700 Menschen an dem Z√§hler mit dem Rad vorbei, montags bis freitags liegt der Wert mit 9.800 etwas h√∂her. Die meisten Fahrr√§der wurden am 29. Juli gez√§hlt, da waren es 14.588.

Die Z√§hl-S√§ule ist ein Geschenk des Landes, die Stadt Freiburg hat sie 2012 zur Anerkennung als ‚ÄěFahrradfreundliche Stadt‚Äú bekommen. Seitdem wurden von Jahr zu Jahr mehr Radfahrende gez√§hlt. Aufgrund der Corona-Einschr√§nkungen gingen die Radfahr-Zahlen auf der Wiwilibr√ľcke dieses Jahr zum ersten Mal zur√ľck, um rund 12 Prozent gegen√ľber dem Vorjahr. So wurde die Drei-Millionen-Marke 2019 schon Ende Oktober erreicht.

Insgesamt wurden seit Aufstellung des Z√§hldisplays im April 2012 an der Wiwilibr√ľcke beeindruckende 27,33 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer gez√§hlt. Rechnungen zeigen, dass gegen√ľber vergleichbaren Autofahrten so rund 14.400 Tonnen des klimasch√§dlichen Treibhausgases Kohlendioxid eingespart werden konnten. Freiburgerinnen und Freiburger, die in die Pedale treten sowie der st√§ndige Ausbau der Infrastruktur f√ľr das Radfahren sind so ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz.

Aktuelle Zahlen vom Vortag f√ľr die Wiwilibr√ľcke und drei weitere Z√§hlstellen gibt es unter www.freiburg.de/radzaehldisplay.
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Keine Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach
Waldschutz-Petition mit 6.000 Unterzeichneten an OB Horn und Gemeinderat

Am 4. Dezember 2020 haben Repr√§sentanten der ‚ÄěB√ľrgeraktion Dietenbach ist √ľberall‚Äú mit einer Aktion vor dem Rathaus der Stadt Freiburg i.Br. erstmals die Online-Petition ‚ÄěKeine Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach ‚Äď Klima- und Naturschutz statt Kahlschlag!‚Äú, die an Oberb√ľrger¬≠meister Martin Horn und den Gemeinderat der Stadt Freiburg i.Br. gerichtet ist, diesen zur Verf√ľgung gestellt. Die Petition hat derzeit fast 6.000 Unterzeichnungen erreicht. Sie richtet sich gegen jegliche Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach. Dort sind im Langmattenw√§ldchen und in benach¬≠barten W√§ldchen an der Mundenhoferstra√üe zum Teil jahrhundertealte rund 3.700 B√§ume bedroht durch den Rahmenplan f√ľr den geplanten Neubaustadtteil Dietenbach. Dieser ist auch vor Gericht umstritten. Am 8. Dezember will die Stadt den Plan im Gemeinderat verabschieden lassen als Grundlage f√ľr sp√§tere dortige Bebauungspl√§ne laut Stadt etwa ab Ende 2022.

Die genannten wertvollen Waldfl√§chen m√ľssen laut Petition unangetastet bleiben und unter beson¬≠deren Schutz gestellt werden. In Zeiten von Klimanotstand und Artenschwund lasse sich eine Ver¬≠nichtung von Wald und Natur nicht rechtfertigen. Wald sei einer der wichtigsten Verb√ľndeten im Kampf gegen den Klimawandel.

Rodungen des Waldes zwischen Rieselfeld und Dietenbach w√ľrden reichhaltige Lebensr√§ume f√ľr Pflanzen und Tiere unersetzlich zerst√∂ren. Die artenreiche Vogelfauna umfasse gutachterlich belegt mehr als 47 Vogelarten, davon 27 Brutvogelarten. Auch zahlreiche streng gesch√ľtzte Fledermaus¬≠arten leben in den W√§ldchen.

Die Stadt Freiburg selbst beschreibe zwar sonst die wichtigsten Waldfunktionen vorbildlich - wie Bodenschutz, Wasserspeicher, Erholung, Natur, Landschaftsbild, Luftreinigung, Sauerstoff-Produk¬≠tion, Kohlendioxidspeicherung und - bindung, Hitzemilderung, K√ľhle und Feuchte. Leider w√ľrden Absichtserkl√§rungen und Praxis in Freiburg oft auseinander klaffen: So kommen im Freiburger Klimaschutzkonzept von 2019 die W√∂rter ‚ÄěWald‚Äú und ‚ÄěBaum‚Äú kein einziges Mal vor.

Die Petition kann nach der ersten √úbergabe weiterhin bei change.org online unterzeichnet werden. Die B√ľrgeraktion ist die Vereinigung, welche die Anzahl der bedrohten B√§ume vor Ort gez√§hlt hat.
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Der Saisonkalender ‚ÄöCalendarium Culinarium‚Äė von Slow Food
 
Der Saisonkalender ‚ÄöCalendarium Culinarium‚Äė von Slow Food
Seit wenigen Tagen ist das Calendarium Culinarium erh√§ltlich, ein Saisonkalender, der mit 50 handgezeichneten Obst- und Gem√ľsesorten die Vielfalt heimischer Lebensmittel abbildet. Damit werden Informationen zur Saisonalit√§t zum wahren Blickf√§nger in der eigenen K√ľche. Der Kalender ist das erste Projekt aus dem Netzwerk von Slow Food Deutschland, das von einer Community geplant und umgesetzt wurde.

√úber das Calendarium Culinarium

F√ľr eine umwelt- und klimafreundliche Ern√§hrung bilden Obst und Gem√ľse eine zentrale S√§ule. Dabei ist es wichtig, auf die saisonale Verf√ľgbarkeit in der eigenen Region zu achten. Das Calendarium Culinarium im DinA1-Format bietet Orientierung auf einen Blick. F√ľr die 50 wichtigsten heimischen Obst- und Gem√ľsesorten wird nach Monaten genau angegeben, wann sie verf√ľgbar sind ‚Äď sei es ‚ÄěFrisch vom Feld‚Äú oder als ‚ÄěLagerware‚Äú. Die Sorten sind mit handgezeichneten Illustrationen dargestellt, Kreise um die Zeichnungen zeigen die jeweilige Saison an.
Das Projekt folgt einer Initiative der Schweizer Slow Food Youth. Vor einigen Jahren entwarf sie das erste Calendarium Culinarium. Darauf basierend initiierte die Gruppe eine weltweite Aktion. Inzwischen gibt es Kalendarien aus verschiedensten L√§ndern oder Regionen, wie Schottland, Puerto Rico, Thailand und nun auch Deutschland. Das Team rund um das Calendarium Culinarium setzt sich aus Mitgliedern der Slow Food Youth Deutschland zusammen, die mit ihrem Projekt die Arbeit des Slow Food Deutschland e.V. unterst√ľtzen wollen. Deshalb flie√üen alle Gewinne zur√ľck in die Vereinsarbeit, damit auch in Zukunft Bildungsprojekte, politische Kampagnen und kulinarische Entdeckungen stattfinden k√∂nnen.

√úber Slow Food Communities
Seit dem Internationalen Kongress in Chengdu (China, September 2017) begreift Slow Food sich zunehmend als globale Bewegung, der hunderttausende Personen in mehr als 170 Ländern angehören. Eine bedeutende Organisationsform innerhalb unserer globalen Bewegung sind die Communities. Communities gibt es in allen Regionen der Welt als offene und integrative Vereinigungen. Sie bekennen sich zu den wichtigsten Zielen und Werten von Slow Food, insbesondere zur Bewahrung der biologischen Vielfalt, haben aber ein ganz konkretes gemeinsames Vorhaben, beispielsweise ein Projekt gegen Lebensmittelverschwendung, die Einrichtung eines Gartens oder ein anderes ernährungsrelevantes gemeinsames Interesse.
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Wolf als Angreifer nachgewiesen
Ergebnisse der Gen-Analyse zu Schafsriss in Merzhausen liegen vor

Das am 24. November in der Gemeinde Merzhausen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gerissene Schaf ist von einem Wolf get√∂tet worden. Die Gen-Analyse der Rissabstriche hat ergeben, dass es sich um einen Wolf mit dem Haplotyp HW01 handelt. Dieser Haplotyp ist typisch f√ľr die mitteleurop√§ische Flachlandpopulation.

Damit ist auch nachgewiesen, dass es sich bei dem Angreifer nicht um einen der beiden im Schwarzwald residenten Wölfe mit den Bezeichnungen GW852m und GW1129m handelt. Ob sich der Wolf noch im Schwarzwald aufhält oder weitergezogen ist, lässt sich nicht sagen.

Die Verbände und die örtlichen Wildtierbeauftragten sind informiert. Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf oder Risse sollten umgehend der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) gemeldet werden: 0761/4018-274.

Merzhausen liegt im F√∂rdergebiet Wolfspr√§vention. Das Umweltministerium empfiehlt dringend, den Herdenschutz dort wolfsabweisend zu gestalten. Im F√∂rdergebiet Wolfspr√§vention erhalten Nutztierhalterinnen und -halter bis zu 100 Prozent der Kosten f√ľr einen wolfssicheren Grundschutz ihrer Tiere erstattet. Bezuschusst werden unter anderem die Material- und Erstellungskosten wolfsabweisender Elektroz√§une.

Ausf√ľhrliche Informationen zum F√∂rdergebiet Wolfspr√§vention und zum Herdenschutz, Daten zu Wolfssichtungen im Land sowie Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf finden Sie auf der Internetseite des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de.
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NABU: Bei Nord Stream 2 ist erneut eine Schmerzgrenze √ľberschritten
Kr√ľger: Salamitaktik zur Fertigstellung der Gaspipeline konterkariert Planungs- und Naturschutzrecht

Berlin,3.12.2020 ‚Äď Der Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 soll am kommenden Wochenende im noch nicht fertiggestellten Trassenabschnitt in der deutschen Ausschlie√ülichen Wirtschaftszone (AWZ) fortgesetzt werden. Dabei hebeln √Ėffnungsklauseln und wiederholte Plan√§nderungen Naturschutzauflagen aus. Der NABU lehnt die Bauarbeiten zur sensiblen Winterrastzeit im EU-Vogelschutzgebiet Pommersche Bucht‚ÄďR√∂nnebank ab und fordert das verantwortliche Bundesamt f√ľr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zum Handeln auf. Erst am 26. November hatte der NABU einen zweiten √Ąnderungsantrag der Nord Stream 2 AG kommentiert. Noch vor der ausstehenden Entscheidung des BSH will die Nord Stream 2 AG Tatsachen schaffen und ein Schlupfloch der Ursprungsgenehmigung nutzen. Dazu NABU-Pr√§sident J√∂rg-Andreas Kr√ľger:

‚ÄěIn der Genehmigung des BSH 2018 waren Bauarbeiten im Vogelschutzgebiet in den wichtigen Monaten Oktober bis Mai ausgeschlossen worden. Mit den jetzt geplanten Bauarbeiten √ľberschreitet das Projekt erneut eine Schmerzgrenze. Diese Salamitaktik zur Fertigstellung von Nord Stream 2 konterkariert das deutsche Planungsrecht und macht die Projektkontrolle durch die verantwortlichen Beh√∂rden nahezu unm√∂glich. Den jetzt vorgesehenen und in Teilen neu beantragten Leitungsbau im Winter halten wir f√ľr nicht genehmigungsf√§hig.
Die Taktik der Nord Stream 2 AG ist durchsichtig und dreist. St√ľckchenweise werden Auflagen des Naturschutzes umgangen, Beteiligungsrechte ausgehebelt. Angesichts der ohnehin jahrelangen Verz√∂gerung der Pipeline und der erwiesenerma√üen ausbleibenden Gasversorgungsl√ľcke gibt es weder heute noch zuk√ľnftig einen Bedarf f√ľr eine zus√§tzliche Pipeline. F√ľr den eiligen Weiterbau von Nord Stream 2 in einem europ√§ischen Schutzgebiet gibt es somit keine Rechtfertigung.‚Äú

Hintergrund:
Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 st√ľtzt sich f√ľr den deutschen Trassenabschnitt auf zwei Genehmigungen. W√§hrend der vom Bergamt Stralsund genehmigte etwa 50 Kilometer lange Abschnitt durch die K√ľstengew√§sser Mecklenburg-Vorpommerns 2018 fertigstellt wurde, fehlen noch 16,5 Kilometer in der sogenannten Ausschlie√ülichen Wirtschaftzone (AWZ). Verantwortliche Beh√∂rde hier ist das Bundesamt f√ľr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Durch die angedrohten Sanktionen der US-Regierung stehen die Bauarbeiten, die zum Anschluss in die d√§nischen Gew√§sser notwendig sind, seit mehr als einem Jahr still. Jetzt soll die Bauarbeiten trotz der Kritik auch des Bundesamtes f√ľr Naturschutz (BfN) gerade in der Winterrastzeit wieder aufgenommen werden.
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