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Freitag, 17. August 2018
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Verschiedenes

 
NABU: Chinas Importstopp von Plastikabfall = ökologische Chance für Deutschland
Miller: Recycling-Lähmung der deutschen Wirtschaft rächt sich

Berlin – Anlässlich des Importstopps von Plastikabfall nach China appelliert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller an deutsche Hersteller, Händler und Entsorgungswirtschaft die damit verbundenen ökologischen und wirtschaftlichen Chancen zu nutzen: „China will zurecht nicht länger die Halde für unseren Wohlstandsmüll sein. Das Importverbot von Plastikabfall legt einen Finger in unsere Umweltwunde. Viel zu lange haben wir uns in Deutschland auf niedrigen Recyclingquoten ausgeruht und es uns mit der rohstoffvernichtenden Verbrennung leicht gemacht. Damit muss endgültig Schluss sein. Im Vorgriff auf das 2019 in Kraft tretende Verpackungsgesetz müssen jetzt Sortieranlagen und Recyclingkapazitäten ausgebaut werden. Die Bürger sind es leid, sich immer wieder anzuhören, dass für deutsche Hersteller und Händler Kunststoffrecycling zu schwierig ist. Das ist innovationsfeindlich und muss aufhören.“

Jetzt räche es sich, dass Politik und Wirtschaft Überkapazitäten bei der Müllverbrennung geduldet, den Ausbau von Recyclingkapazitäten aber nicht forciert haben. Sämtliche Pläne für einen Ausbau der Müllverbrennung und Ersatzbrennstoffverwertung müssen vom Tisch. Wer nicht recycelbare Verpackungen und Produkte auf den Markt bringe, müsse dafür endlich stärker zur Kasse gebeten werden. Die Hersteller und Händler haben eine gesellschaftliche und Umweltverantwortung, den Einsatz von recyceltem Material zu erhöhen. So werde aus dem Abfall von heute der Rohstoff von morgen.

Hintergrund:
2018 hat die chinesische Regierung den Import von Altplastik aus aller Welt gestoppt. Unsortierte Plastikabfälle werden ab sofort nicht mehr von China importiert, ab März gilt das auch für sortierte Plastikabfälle. Bisher gingen jährlich über sieben Millionen Tonnen Plastikmüll über die chinesische Grenze, davon kamen mehr als zehn Prozent aus Deutschland. Damit hat sich die deutsche Entsorgungswirtschaft eines Großteils des zu recycelnden Plastikmülls durch Exporte nach China entledigt. Das zukünftige deutsche Verpackungsgesetz sieht höhere Recyclingquoten von 63 Prozent statt bisher 36 für Verpackungskunststoffe vor.
Die Kosten für die Entsorgung pro Tonne Plastikmüll für Hersteller und Händler haben sich in den vergangenen Jahren in Deutschland etwa halbiert. Lebensmittel- und Produktpreise für Endverbraucher sind dagegen nicht gesunken. Mehr Kunststoffrecycling war in den vergangenen Jahren nicht zu beobachten.
 
 

 
RegioBĂĽndnis an Gemeinderat und BĂĽrgermeisterriege zur Stadtentwicklung:
Wald im Stadtteil Mooswald und bei Dietenbach erhalten - Neue Fakten -
ökologisch-soziale Alternativen für mehr Wohnungen mit Bürgerschaft umsetzen

In Schreiben an den Gemeinderat, an Oberbürgermeister Dr. Salomon und die Bürgermeisterriege der Stadt Freiburg i.Br. forderte das RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & öko-soziales Wohnen aus 14 Vereinigungen, die im Stadtteil Mooswald geplante der Abholzung von etwa 12 ha* Wald für ein Neubaugebiet zu stoppen und statt dessen im Stadtteil geeignete Alternativen gemeinsam mit der dortigen Bürgerschaft voranzubringen.Das Bündnis schlug vor, dass nun alle Fraktionen frühere Beschlüsse entsprechend ändern.Niemand solle vorgeworfen werden, die Meinung geändert zu haben, wenn die damalige Beschlussgrundlage erodiert oder entfallen ist: Zu den neuen Fakten und Einsichten gehörten der überraschend große Innenentwicklungs-Bauboom, der nachlassende Zustrom an Geflüchteten und stagnierende Studierendenzahlen. Zum Wintersemester 2017/18 sei an der Universität sogar ein Rückgang um rund 550 Personen bzw. über 2 Prozent festgestellt.

Zu den Alternativen gehören laut RegioBündnis die ökologisch-soziale Umgestaltung der Flächen beim Eisstadion und anderer Zonen des Stadtteils für mehr Wohnungen. Dazu gehören Dachausbauten, Aufstockungen, Anbauten, auch Umbauen für kleinere Wohnungen sowie Überbauungen von geeigneten Parkplatzflächen, ergänzt mit Tiefgaragen und Verminderung des PKW-Bestandes u.a. mit CarSharing.Gegen aktuelle Obdachlosigkeit und die Spitze der Wohnungsknappheit in Freiburg allgemein seien ökosoziale Maßnahmen geeigneter statt Neubauquartieren, die für allzu viele Mieter nicht bezahlbar seien.

Der Mooswald wurde früher leider großflächig gerodet u.a. für die Deponie Eichelbuck, für Gewerbe- und Wohngebiete, für die Westrandstraße. Das RegioBündnis bemängelte nun, dass die Freiburger Nachhaltigkeitsleitlinien Wald nur bis 2030 mit 42,9 Prozent der Stadtfläche erhalten wollen. Die geplante Mooswaldabholzung und mehrerer Hektar Wald für den nicht nur vom RegioBündnis abgelehnten Neubaustadtteil Dietenbach wären aber ein Rückgang. Für den Klimaschutz sei Aufforsten zur Kohlenstoff-Speicherung statt Abholzen angebracht – ohne Beanspruchung landwirtschaftlicher Flächen! Freiburg fehle leider bei der Weltkampagne „Plant for the Planet“.

1 ha (Hektar) = 10.000 Quadratmeter

RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen
Post: bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg
 
 

 
Drei Meilensteine fĂĽr Familienplanung in 2018
Welche Ereignisse werden die Welt und die DSW im neuen Jahr bewegen? Mit dieser Frage hat sich unser Leiter für internationale politische Arbeit, Andreas Hübers, in einem ganz persönlichen Jahresausblick beschäftigt. In unserem Blog schildert er, was er sich von der deutschen und internationalen Politik in Bezug auf freiwillige Familienplanung wünscht und auf welche Highlights er sich bei der DSW freut.
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Ă–KO-TEST: Bananen
Fair gewinnt

Konventionelle Bananen enthalten jede Menge Pestizide. Darauf macht das ÖKO-TEST-Magazin in der aktuellen Januar-Ausgabe aufmerksam. Das ist vor allem für die Menschen in den Anbauländern ein Problem. Denn das Versprühen der Pestizide geht nicht spurlos an der Gesundheit der Menschen im Bananenanbau vorbei. Dazu kommen noch schlechte Arbeitsbedingungen. Das Verbrauchermagazin empfiehlt, Bio-Bananen mit dem Fairtrade-Siegel zu kaufen.

ÖKO-TEST hat Bananen von 22 Anbietern auf ein breites Spektrum an Pestiziden untersuchen lassen. Bei den konventionellen Produkten wurde das Labor durchweg fündig. Fast alle enthalten die besonders bedenklichen Pestizide Imazalil und/oder Bifenthrin. Laut dem europäischen Gefahrenstoffrecht gelten beide Substanzen als möglicherweise krebserzeugend. Da die Bananen ungeschält untersucht wurden, befindet sich vermutlich ein erheblicher Teil der Pestizide in und auf der Schale, also nicht im essbaren Anteil. Die Bio-Produkte sind dagegen fast immer frei von Rückständen; nur bei dem Bio-Produkt eines Discounters stellte das Labor zwei Pestizide in Gehalten über dem Bio-Orientierungswert fest.

Die Pestizide werden im konventionellen Bananenanbau oft mithilfe von Flugzeugen versprüht. Aufgrund von Verwehungen kann es vorkommen, dass die Spritzmittel auch in angrenzenden Wohngebieten landen oder sich in der Umwelt anreichern. Schutzausrüstungen wie Masken und Anzüge sind nur für die Arbeiter vorgeschrieben, die Pestizide ausbringen. Andere Mitarbeiter sind oft weniger gut geschützt und kommen mit den Pestiziden in Kontakt. Das wirkt sich auf deren Gesundheit aus, wie die Studie einer österreichischen Ärzteorganisation zu Bananenplantagen in Ecuador nahelegt. Die Beschäftigten im Bananenanbau leiden zudem unter schlechten Arbeitsbedingungen und Löhnen, die manchmal noch nicht einmal existenzsichernd sind. ÖKO-TEST rät Verbrauchern daher, Bio-Bananen mit dem Fairtrade-Siegel zu kaufen. Dieses Label garantiert, dass die Produzenten angemessene Preise erhalten und unter fairen Bedingungen arbeiten. Das Siegel der Rainforest Alliance, mit dem viele konventionelle Bananen ausgezeichnet sind, ist weniger umfassend. Es steht für die Einhaltung grundlegender Arbeitsrechte und erlaubt immer noch zu viele hochgiftige Pestizide.

Das Ă–KO-TEST-Magazin Januar 2018 gibt es seit dem 28. Dezember 2017 im Zeitschriftenhandel.
 
 

 
Ă–KO-TEST-Magazin Januar 2018
Die Januar-Ausgabe des Ă–KO-TEST-Magazins gibt es seit dem 28. Dezember 2017 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Aus dem Inhalt

Test: Bananen
Konventionelle Bananen enthalten jede Menge Pestizide wie das krebsverdächtige Imazalil und/oder Bifenthrin. Das ist vor allem für die Menschen in den Anbauländern ein Problem. Denn das Versprühen der Pestizide geht nicht spurlos an der Gesundheit der Menschen im Bananenanbau vorbei. Dazu kommen teilweise noch schlechte Arbeitsbedingungen und eine karge Entlohnung.

Test: Knetmassen
Das Problem der getesteten Stangen-Kneten sind aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, so genannte MOAH, von denen einige krebsverdächtig und womöglich erbgutschädigend sind. In zwei Marken fand das Labor Formaldehyd/-abspalter. Dazu kommen teilweise noch andere Schadstoffe wie der krebsverdächtige Farbstoffbaustein Anilin.

Test: Lippenpflegestifte
Neun Lippenpflegeprodukte im Test bestehen zu einem mehr oder weniger großen Teil aus Paraffinen, was sich durch den Nachweis von zum Teil mehr als 50 Prozent gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen im Labor bestätigte. Diese können sich im menschlichen Fettgewebe und der Leber anreichern und möglicherweise zu Organschäden führen. Dazu kommen teilweise krebsverdächtige aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe. Weitere Kritikpunkte: allergene Duftstoffe sowie hormonell wirksame chemische UV-Filter.

Test: Schlankheitsmittel
Dass mit Fettbindern, Appetitzüglern und Fett-Burnern das Abnehmen klappt, ist nicht belegt. Bis auf das Arzneimittel mit dem Wirkstoff Orlistat schneiden alle Produkte im Test mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab. Orlistat ist der einzige Wirkstoff, der in Arzneimitteln zur ausschließlichen Behandlung von Übergewicht zum Einsatz kommt. Er hemmt die Spaltung der Fette im Dünndarm, sodass der Körper weniger Fett und Kalorien aufnimmt. Die Wirkung von Orlistat ist ausreichend belegt. Uneingeschränkt empfehlenswert für eine langfristige Gewichtsabnahme ist das Arzneimittel mit diesem Wirkstoff aber nicht.

Test: Hustenmittel
Hustenmittel können die Infektion nicht heilen. Sie können höchstens zur Linderung der Symptome beitragen. Allerdings ist nur für wenige Produkte eine lindernde Wirkung aus wissenschaftlicher Sicht hinreichend belegt. Letztendlich sind sie alle nicht nötig, um den Husten loszuwerden. Unter den nicht rezeptpflichtigen Wirkstoffen ist Dextromethorphan am ehesten geeignet, den trockenen Hustenreiz zu dämpfen. Nicht zweifelsfrei belegt ist die Wirkung der pflanzlichen Wirkstoffe Spitzwegerichkraut und Eibischwurzel.

Test: Multischleifer
Für gelegentliche Arbeiten hält der Handel relativ günstige Multischleifer bereit, die besonders vielfältig einsetzbar sein sollen. Diese gelten als Generalisten unter den elektrischen Schleifwerkzeugen und dürften deshalb vor allem für Hobbyhandwerker interessant sein. In der Schleifleistung unterscheiden sich die acht getesteten Geräte überraschend deutlich voneinander. Leider verschlechtern auch die leistungsstärkeren Multischleifer ihr Gesamturteil durch schädliche Inhaltsstoffe.

Test: Vergleichsportale fĂĽr Zahnzusatzversicherungen
Wer eine günstige und leistungsstarke private Zahnzusatzversicherung sucht, sollte sich nicht auf die Vergleichsportale im Internet verlassen. Denn der Test zeigt, dass diese nicht alle wirklich leistungsstarken Tarife ausweisen. Teilweise listen diese auch falsche Prämien auf, weil scheinbar Beiträge nicht aktualisiert wurden. Auch beim Transparenztest fallen alle Vergleichsportale durch.
 
 

NABU verleiht Bauernpräsident Rukwied
Dino des Jahres / Foto: nabu, Klemens Karkow
 
NABU verleiht Bauernpräsident Rukwied "Dinosaurier des Jahres 2017"
Negativ-Preis fĂĽr rĂĽcksichtslose Blockade einer umweltfreundlicheren Agrarpolitik

Berlin – Der NABU hat Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), mit dem „Dinosaurier des Jahres 2017“ ausgezeichnet. Der DBV-Chef erhält Deutschlands peinlichsten Umweltpreis für seine rücksichtslose Blockade einer umweltfreundlichen Agrarreform. Der DBV-Präsident streitet die Hauptverantwortung der industriellen Landwirtschaft für das Artensterben ab, verteidigt ein Subventionssystem, das nachweislich zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht und bekämpft regelmäßig alle Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz der Agrarpolitik. Neben seiner Funktion beim DBV ist Rukwied auch Chef des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg und Präsident des europäischen Agrarverbandes COPA.

„Die Öffentlichkeit ist erschüttert über die erneute Zulassung für Glyphosat, über zu viel Nitrat im Grundwasser und das drastische Insekten- und Vogelsterben – doch Herr Rukwied hält unbeirrt an seiner Linie fest, das System der Agrarpolitik mit milliardenschweren Blankoschecks vom Steuerzahler ohne Wenn und Aber zu verteidigen“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. So setze er auch die Zukunft vieler Bäuerinnen und Bauern aufs Spiel: Denn schwinde die gesellschaftliche Akzeptanz für die Landwirtschaft, versiege langfristig auch die Förderung aus der Staatskasse. Die von Rukwied vehement verteidigten Pauschalsubventionen pro Fläche seien zudem nachweislich kein geeignetes Mittel, um das Höfesterben aufzuhalten.

Der NABU hatte bereits 2001 Rukwieds Vorgänger an der DBV-Spitze, Gerhard Sonnleitner, mit dem Negativ-Preis für seine konsequente Bremsleistung in Sachen Agrarwende bedacht. Seither hat sich nichts verbessert, im Gegenteil: „Der Zustand von Wiesen und Weiden hat sich dramatisch verschlechtert, die Bestände von Feldvögeln wie Kiebitz und Feldlerche befinden sich ungebremst im freien Fall“, so Tschimpke weiter. Das Szenario des „stummen Frühlings“ sei keine Panikmache der Naturschützer, sondern werde in großen Teilen unserer Agrarlandschaft zunehmend Realität. „Rebhuhn, Feldhamster und vielen anderen ehemaligen Allerweltsarten fehlt inzwischen der Lebensraum. Sie drohen auszusterben. Gleichzeitig verlieren wir die auch für die Landwirtschaft wichtigen Insekten als Bestäuber und Regulatoren von Schädlingen“, so Tschimpke.

Das Motto des diesjährigen Bauerntages lautete „Gemeinsam Zukunft gestalten“. Der DBV-Präsident habe bislang weder erkennen lassen, dass er an einem ernsthaften Dialog mit Naturschützern interessiert sei, noch an einer zukunftsfähigen Politik. Stattdessen würden wissenschaftliche Studien, die das Insektensterben belegen, vom DBV kleingeredet und relativiert. Statt ökologische Herausforderungen anzunehmen, propagiere Rukwied die Branche sei bereits nachhaltig – wenn es denn Umweltprobleme gäbe, dann seien dafür andere Entwicklungen schuld.

Mit fast 40 Prozent ist die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der größte Posten des EU-Haushalts. Sie ist jedoch hochgradig ineffizient und überwiegend umweltschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt nicht nur eine aktuelle Fitness-Check-Studie der europäischen Umweltverbände. Auch der Europäische Rechnungshof bestätigt, dass selbst die jährlich zwölf Milliarden Euro des sogenannten „Greening“ der GAP keine nennenswerte Wirkung für die Umwelt entfalten. Der NABU sieht in den 2018 beginnenden Verhandlungen über die künftige GAP eine große Chance auf eine wirklich umweltfreundliche Ernährungs- und Landnutzungspolitik. Mit der Studie „Fit, fair und nachhaltig – Vorschläge für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik“ hatte der NABU bereits Ende 2016 Berechnungen präsentiert, wie eine Landwirtschaftspolitik mit hohen Umwelt-, Tierschutz- und Qualitätsstandards gleichzeitig die Natur schützen und Bauern ausreichend hohe Einkommen sichern könnte. Dafür müssen die bisherigen Pauschalzahlungen beendet werden. Im Gegenzug müsste den Landwirten ermöglicht werden, durch Maßnahmen für die Artenvielfalt ein attraktives Zusatzeinkommen zu erhalten.

„Wir verlangen das Ende der Blockadehaltung von der DBV-Spitze. Ich fordere Herrn Rukwied ausdrücklich zum Gespräch und Austausch auf“, so der NABU-Präsident. Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen und mit Blick auf die Regierungsverhandlungen von Union und SPD wird Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband den öffentlichen Druck weiter erhöhen. Unter dem Motto „Der Agrarindustrie die Stirn bieten“ demonstrieren der NABU und viele Weitere am 20. Januar 2018 in Berlin für gesunde und umweltfreundliche Lebensmittel.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, einer 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich durch besonders rückschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. Preisträger 2016 war Bayer-Chef Werner Baumann für dessen angestrebte Fusion von Bayer und
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RegioBündnis wächst
4 Sprecher gewählt. Neue Kontakte und Spendenkonto

Bei seiner jüngsten Versammlung hat das RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen, eine Allianz von nunmehr 14 Landwirtschafts-, Umwelt- und Naturschutz- sowie Kleingartenvereinigungen aus Freiburg und Regio vier Personen als Sprecherteam gewählt: Martin Linser (Mitglied BLHV-Tuniberg), Dr. Georg Löser (ECOtrinova e.V.), Alexander Milles (NABU-Freiburg e.V.), Erwin Wagner (Mitglied der BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg-Dietenbach & Regio). Hinzugekommen sind im Verlauf von 2017 als Neumitglieder die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Baden-Württemberg (AbL) e.V., die Antiatomgruppe Freiburg und der Freiburger Natur- und Umweltschutzverein Plan B e.V..

Das Bündnis ist neu zu erreichen als RegioBündnis bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg, und mit E-Mail an regiobuendnis@posteo.de. Die Internetpräsenz ist derzeit die Seite „RegioBündnis“ bei www.biprolandwirtschaft.de, später www.regiobuendnis.de. Spendenkonto ist das des Mitglieds BI Pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach & Regio, 79111 Freiburg, Volksbank Freiburg, DE60 6809 0000 0040 3299 00 BIC GENODE51FR1 mit Zweckangabe „RegioBündnis“.

Das RegioBündnis will den Verlust landwirtschaftlicher Flächen, von Wald und Gartenland abwehren, über Flächen verbrauchende Baupolitik sowie über Alternativen ganz ohne „Bauen auf der grünen Wiese“ aufklären und Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Esist offen für weitere Mitgliedsorganisationen und für Unterstützung aus der Bevölkerung der Stadt und Regio Freiburg.

RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen
Post: bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg
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Starker Schwarzwaldwind: Schlecht zum Springen, gut fĂĽr Strom
Des einen Leid, des anderen Freud.

Die Skisprung-Veranstaltung in Neustandt hat zum wiederholten Male unter starkem Wind gelitten, wie er in den letzten Wochen des Jahres im Schwarzwald ĂĽblich ist. Die WindmĂĽller freuten sich dagegen ĂĽber eine reiche Ernte! Erstmals erreichten mehrere Windenergieanlagen eine Monatsproduktion von mehr als einer Millionen Kilowattstunden, die pro Anlage den Verbrauch von ĂĽber 3000 Haushalten im gleichen Zeitraum entspricht.

Das Jahr 2017 hat durch den guten Schlussspurt bei der Windstromproduktion fast einen langjährigen Durchschittswert erreicht. Der Sommer 2017, also der Zeitraum, in dem Fotovoltaikanlagen sehr viel Strom lieferten, war im Schwarzwald traditionell eher windschwach. Erhard Schulz, Vorsitzender des Bundesverbands WindEnergie (BWE) Südbaden: "In unserer Region ergänzen sich Wind- und Solastromproduktion im Jahresverlauf ideal". Er betont, dass für einen wirksamen Klimaschutz die Windenergienutzung in den Hochlagen des Schwarzwaldes dringend geboten sei und in den Genehmigungsverfahren die Prioritäten von allen, die Verantwortung für die Lebensbedingungen künftiger Generationen tragen, darauf ausgerichtet werden müssen.
 
Autor: Erhard Schulz



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