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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
Wohnraum statt Auto-Parkplatz-Orgie im Behördenviertel in Freiburg-Herdern
Erschlossener zentrumsnaher Wohnraum fĂŒr 1000 bis 1500 Menschen möglich.

Der aktuelle „Bauboom“ in Freiburg-Herdern mit 5 Projekten fĂŒr 270 Wohnungen und 350 Appartements fĂŒr Studierende, also Wohnraum fĂŒr ĂŒber 1000 Menschen, plus 240 Hotelzimmer veranlasste den Freiburger auch regional tĂ€tigen Umweltschutzverein ECOtrinova e.V., einen weiteren neuen innenstadtnahen „intelligenten Baustein“ vorzuschlagen, der zusammen mit einer ganzen Reihe anderer Maßnahmen die Freiburger PlĂ€ne fĂŒr einen großen verlĂ€rmten Neubaustadtteil auf der fernen grĂŒnen Wiese ersetzen soll.

Zentrumsnahen neuen Wohnraum fĂŒr 1000 bis 1500 Menschen zu schaffen anstelle von rund 500 oberirdischen PKW-ParkplĂ€tzen mit großzĂŒgigen asphaltierten Zufahrten, das schlĂ€gt der Freiburger Umweltschutzverein ECOtrinova e.V. vor fĂŒr das Behördenviertel in Freiburg-Herdern zwischen Sautierstr. und Stefan-Meierstr. nördlich der Tennenbacherstr.. Weitere rund 150 Parkmöglichkeiten bestehen dort am zugewandten Straßenrand des Gevierts, außerdem zahlreiche StellplĂ€tze fĂŒr wenige dort bestehenden WohngebĂ€ude.

Die ParkplĂ€tze und Garagen des GelĂ€ndes können in eine Tiefgarage gelegt werden, soweit sie bei den guten dortigen Verkehrsanbindungen mit Bahn, Straßenbahn, Bus und mit Park+Ride und Job-Tickets fĂŒr die Behörden ĂŒberhaupt noch notwendig seien, so der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser kĂŒrzlich in einem Schreiben an die Stadt-Spitzen Freiburgs und den Gemeinderat.

Damit werde viel Platz frei fĂŒr den Bau von Wohnungen und sehr gĂŒnstig gelegenen Wohnheimen fĂŒr Studierende. Nach erster EinschĂ€tzung fĂŒr ECOtrinova e.V. bietet das Geviert bei 4-stöckiger Bebauung plus ausgebauten DĂ€chern fĂŒr rund 1000 Menschen Platz in Wohnungen oder bis zu 1500 WohnheimplĂ€tze, mehr noch bei ZusammenrĂŒcken der Behörden aufgrund von Digitalisierung und weiteren Maßnahmen. Das Gebiet ist anders als ein Neubaustadtteil bereits hohe Kosten sparend erschlossen. Viele Einkaufsmöglich­keiten bestehen u.a. in der Habsburgerstr. und mit nur 1 bis 2 Straßenbahnhalten in der nahen Innenstadt. Diese Stadtgebiete Freiburgs wĂŒrden durch diesen „intelligenten Baustein“ gestĂ€rkt.

Der Verkauf eines großen Teils des GelĂ€ndes an die Stadt oder Dritte brĂ€chte dem Land einen Teil der Mittel, um in einer optimalen Variante die Behördenbauten direkt an der Stefan-Meier-Str. modern neu zu errichten. So könnten die Altbauten im inneren Teil und an der ruhigen Sautierstr. zu Wohnungen und Studierendenheimen umgebaut werden. Das Land wĂŒrde seinen eigenen FlĂ€chenschutz-Forderungen Raum geben, indem auch Freiburg den FlĂ€chenverbrauch im Außenbereich stoppen kann. Die Stadt wiederum könne dann ggf. auch hier Freiburger ökologische und soziale Bedingungen fĂŒr ein weiteres Vorzeigeviertel durchzusetzen, so ECOtrinova weiter. Der Verein hofft, dass Vorplanungen dazu nun beschleunigt werden.

Solche Bausteine zum ökosozialen Stadtumbau seien unbedingt vorzuziehen gegenĂŒber einem dreiseitig von LĂ€rm und Autobahnen sowie Schnellstraßen versperrten entlegenen neuen Stadtteil Dietenbach, der mit der Vernichtung wichtigen landwirtschaftlichen Bodens einher ginge und von ECOtrinova entschieden abge­lehnt werde, betonte Löser.
 
 

 
Energiequartier Haslach: Kostenlose Energieberatungen werden gut angenommen
Stadt sucht Haushalte, die drei Wochen lang ihr Energieverhalten dokumentieren möchten

Die kostenlosen Energieberatungen in Haslach werden gut
angenommen. Diesen Service bietet die Stadt in Kooperation
mit der baden-wĂŒrttembergischen Verbraucherzentrale an.

Seit sieben Monaten lĂ€uft das Pilotprojekt „Zuhause im
Stadtteil A+++“ und bereits ĂŒber 65 Haslacher Haushalte
haben das kostenlose Serviceangebot wahrgenommen.
Energieberaterinnen und -berater besuchen die
teilnehmenden Haushalte und beraten vor Ort, wie man
nachhaltig und sparsam mit Strom und Heizung umgeht.

Als einer der Ersten hat Adolf Seger, ehemaliger deutscher
Ringer und zweifacher Medaillengewinner bei den
Olympischen Spielen, die Beratung in Anspruch genommen.

Derzeit sucht die Stadt zusÀtzlich engagierte Haushalte, die
drei Wochen lang ihr Energieverhalten dokumentieren
möchten. Mit UnterstĂŒtzung der Energieberater und anhand
ihrer Aufzeichnungen können sie dann genau ablesen, wie
viel Energiekosten sie einsparen. Als Dank fĂŒr das
Engagement warten auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
neben der kĂŒnftigen Energieeinsparung attraktive Preise.
Auch MehrfamilienhÀuser mit gemeinsamer
Heizkostenabrechnung werden im Rahmen des Projekts
unterstĂŒtzt. Sobald sich mehr als die HĂ€lfte der Haushalte
eines Mehrfamilienhauses anmelden, erhalten sie ein
„Energiespar-Geschenkpaket“ mit nutzvollen GerĂ€ten, die sie
zusĂ€tzlich beim Energiesparen unterstĂŒtzen.

Von der kostenlosen Energiesparberatung profitiert nicht nur
jeder Einzelne, sondern ganz Haslach: FĂŒr jede zwanzigste
Energiesparberatung stiftet ein Haslacher Unternehmen einen
Preis fĂŒr den Stadtteil. Je mehr mitmachen, desto mehr
gewinnt auch der ganze Stadtteil dank der Sponsorenpreise.
Bis jetzt wurden schon drei Preise im Wert von insgesamt
knapp 1.500 Euro gespendet: Eine Sitzbank am Dorfbach, ein
Experimentier-Koffer fĂŒr die Pestalozzi-Realschule sowie ein
Samowar fĂŒr die internationale Frauenteestube.

Sobald die 80. Beratung stattfindet, spendet das Haslacher
Unternehmen MS-Medienservice.net einen Fotoapparat fĂŒr
das Kinderhaus am Luckenbach. Das Projekt findet im
Stadtteil breite UnterstĂŒtzung. Partner vor Ort sind die Pfarrei
St. Michael, die Evangelische Kirche, das
Nachbarschaftswerk und der Lokalverein Freiburg Haslach.

„Zuhause im Stadtteil A+++“ ist Teil des schon seit 2013
laufenden Projekts „Energie-Quartier Haslach“, mit dem die
Stadt die energetische Sanierung im Haslacher
GebĂ€udebestand unterstĂŒtzt. Weitere Informationen gibt es
online unter www.freiburg.de/energiequartier-haslach .

Sollten weitere Unternehmen Interesse haben, ebenfalls als
Sponsor mitzumachen, können sie sich an das
Umweltschutzamt, Telefonnummer:201-6147, Ilaria De Altin
oder per E-Mail unter ilaria.dealtin@stadt.freiburg.de wenden.
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Schließung von Fessenheim gefordert
Umweltminister Franz Untersteller: „Ich fordere die französische Regierung auf, ihre Zusagen einzuhalten und das Kernkraftwerk in Fessenheim spĂ€testens Ende 2016 vom Netz zu nehmen.“

Baden-WĂŒrttembergs Umweltminister Franz Untersteller hat Medienberichte begrĂŒĂŸt, wonach Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von der französischen Regierung ein schnellstmögliches Abschalten des Atomkraftwerks Fessenheim gefordert habe: „Die Landesregierung setzt sich schon seit Langem fĂŒr eine möglichst rasche Schließung des Kernkraftwerks ein. Es ist gut, dass nun auch der Bund unsere Forderung unterstĂŒtzt.“

Mit Sorge reagierte der baden-wĂŒrttembergische Minister fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft auf jĂŒngste Medienberichte, wonach StaatsprĂ€sident Hollande das Abschaltjahr 2016 zur Schließung von Fessenheim nicht mehr bestĂ€tigen wolle. „Ich hĂ€tte mir gewĂŒnscht, dass der französische StaatsprĂ€sident zu seinen frĂŒheren AnkĂŒndigungen steht“, so Minister Untersteller. „Ein spĂ€teres Abschalten widersprĂ€che auch den mir persönlich gemachten Zusagen des Sonderbeauftragten fĂŒr internationale Beziehungen, Jean-Louis Bianco.“ Noch im Sommer letzten Jahres habe Bianco ihm gegenĂŒber bekrĂ€ftigt, dass beide Reaktoren in Fessenheim bis Ende 2016 abgeschaltet werden, betonte Franz Untersteller.

Untersteller wies erneut darauf hin, dass Fessenheim ein enormes Sicherheitsrisiko darstelle und deshalb eher frĂŒher als spĂ€ter vom Netz gehen mĂŒsse.

Umweltminister Franz Untersteller hatte sich bereits unmittelbar nach seiner AmtsĂŒbernahme fĂŒr die zĂŒgige Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim eingesetzt. Da der EU-Stresstest keine ernst zu nehmende PrĂŒfung anhand eines Sicherheitsmaßstabes vorgenommen hatte, hatte das Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg das Öko-Institut und das PhysikerbĂŒro Bremen beauftragt, den Sicherheitsstandard des Kernkraftwerks Fessenheim nach deutschem Maßstab zu bewerten. Die Gutachter haben hierbei grundlegende Sicherheitsdefizite ermittelt. Das Gutachten ist nachzulesen auf der Homepage des Umweltministeriums Baden-WĂŒrttemberg www.um.baden-wuerttemberg.de
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Netto-Zuzug Freiburg 2012 nur bei 18-24-JĂ€hrigen
Einmaleffekt Doppel-Abi-Jahrgang?

Mehr Wohnheime mit Platz fĂŒr mehrere 1000 Studierende nötig

Ökosozialer Baustein Nr. 2 anstelle von Neubau-Stadtteil Dietenbach auf „grĂŒner Wiese

Sehr erstaunt war der Freiburger Umweltschutzverein ECOtrinova e.V. dieser Tage darĂŒber, dass in 2012 der Netto-Zuzug von plus 2555 Personen nach Freiburg praktisch nur in der Altersklasse 18 bis 24 Jahre erfolgte mit plus 3276 Personen. Zwischen 25und 60 Jahren gab es ein Minus von 873 Personen. (gesamte Zahlen siehe unten/Anlage) Verursacht sieht der Vereinsvorsitzende Dr. Georg Löser den 2012er-Anstieg bei der Alters­klasse 18 – 24 Jahre durch Einmaleffekte fĂŒr mehr Studierende infolge des doppelten Abiturjahrgangs in Baden-WĂŒrttemberg im FrĂŒhjahr 2012 und des Endes des Zivil- und Wehrdienstes von Mitte 2011.

Anstelle des geplanten Neubau-Stadtteils Dietenbach auf der „grĂŒnen Wiese“ im Freiburger fernen Westen ist es folglich nötig, so ECOtrinova, schnell mehrere 1000 weitere WohnheimplĂ€tze fĂŒr Studierende zu schaffen. Die bisherigen Baumaßnahmen des Studentenwerks u.a. in der HĂ€ndelstr. und anderer TrĂ€ger reichen nicht aus fĂŒr die weit ĂŒber 30.000 Studierenden an Freiburger Hochschulen. In der Stadt stehen laut ECOtrinova nur rund 6000 WohnheimplĂ€tze fĂŒr Studierende zur VerfĂŒgung. Dietenbach kĂ€me fĂŒr sie ein Jahrzehnt zu spĂ€t, sei zu unsicher als Vorhaben, von fast allen Freiburger Hoch­schulen zu weit entfernt und wegen der Erschließungskosten des Stadtteils und der Fahrtkosten zu teuer.

FĂŒr weitere Wohnheime fĂŒr Studierende schlĂ€gt ECOtrinova als Standorte u.a. vor die sehr großen Park­platz- und FreiflĂ€chen des Behördenviertels in Freiburg-Herdern fĂŒr bis zu 1500 Studierende (Medienmitt. 12.1.2015), in Littenweiler ĂŒber den ParkplĂ€tzen am Bahnhof und auf dem GelĂ€nde der PH, die Aufstockung einiger niedriger Bauten der Studentensiedlung am Seepark, sowie mehr Wohnheime als geplant auf dem GelĂ€nde des GĂŒterbahnhofs Nord. So wĂŒrde Wohnraum in der Stadt frei fĂŒr Nichtstudierende unter den Wohnungssuchenden.

Solche Bausteine zum ökosozialen Stadtumbau seien unbedingt vorzuziehen gegenĂŒber einem dreiseitig von LĂ€rm und Autobahnen sowie Schnellstraßen versperrten entlegenen neuen Stadtteil Dietenbach, der mit der Vernichtung wichtigen landwirtschaftlichen Bodens einher ginge und von ECOtrinova abgelehnt werde.

Zudem kritisierte der Sprecher die Tendenz, in Freiburg fĂŒr Studierende vermehrt WohnflĂ€chen fressende Luxusappartments zu errichten. Der Luxus fĂŒr Studierende in Freiburg bestehe doch in der schönen Region und z.B. im reichen Kulturangebot, so Löser. Im ĂŒbrigen sei in Deutschland nach EinschĂ€tzung von Experten in wenigen Jahren mit einer stagnierenden Anzahl von Erstsemestern zu rechnen, so dass auch Einwohner­zuwachs durch Studierende ausbleiben dĂŒrfte.
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Rad-Vorrang-Route an der Dreisam
Östlich des Sandfangwegs wird der Hochwasserschutz verbessert

Fußweg wird anhoben – Radweg wird begradigt und verbreitert – Bauzeit etwa zwei bis drei Wochen

Auf der Rad-Vorrang-Route an der Dreisam (FR1) östlich des
Sandfangwegs wird der Hochwasserschutz verbessert. Bereits
im vergangen Jahr hatte das RegierungsprÀsidium auf der
Nordseite der Dreisam zwischen Sandfangweg und
Jugendherberge Teile der Dreisam renaturiert.

Zum Abschluss wird der Hochwasserschutz auf der SĂŒdseite
der Dreisam verbessert. Dazu hebt das RegierungsprÀsidium
den Hochwasserdamm mit dem darauf verlaufenden Fußweg
östlich des Sandfangwegs auf den ersten hundert Metern um
etwa einen halben Meter an. Dieser Abschnitt erreicht damit
das Niveau der angrenzenden Abschnitte. So werden die
dahinter liegenden Gebiete vor Überflutungen bei starkem
Hochwasser geschĂŒtzt.

Im Zuge dieser Bauarbeiten muss auch der Radweg leicht
angehoben werden, der hier direkt neben dem Gehweg
verlÀuft. Auch der Verschwenk im Radweg am Ende dieser
Strecke wird bei dieser Gelegenheit leicht begradigt und
verbreitert. Da der in dem Verschwenk stehende Baum krank
ist und leider gefÀllt werden muss, entfÀllt die bisherige
Aufspaltung des Radweges in zwei Einzelwege um den Baum
herum - dort gab es schon UnfÀlle.

KĂŒnftig wird hier ein breiterer und leicht begradigter Weg das
Radfahren auf der Rad-Vorrang-Route FR1 noch sicherer und
attraktiver machen. Der Rad- und Fußverkehr werden
wÀhrend der Bauarbeiten auf den jeweils anderen Weg
umgeleitet, mit kleineren Behinderungen ist in den nÀchsten
Wochen zu rechnen.

 
 

 
Karlsruhe: Esel weiden weiter
Auftrag fĂŒr Alten Flugplatz neu vergeben

Nach vertragsgerechtem Auslaufen der bestehenden, befristeten VertrĂ€ge mit dem bisherigen Beweider fand eine beschrĂ€nkte Ausschreibung fĂŒr die kĂŒnftige Beweidung des Alten Flugplatzes statt. Wichtige Voraussetzung war unter anderem, dass die Beweidung - wie bisher - mit Eseln erfolgt, da diese Art der Landschaftspflege sich fĂŒr das dortige Trockenbiotop als die effektivste darstellt. Aus den eingegangenen Angeboten ging der Storchenhof aus Dettenheim, der von Familie Gruber geleitet wird, als preisgĂŒnstigster Bieter hervor und erhĂ€lt daher, entsprechend der vergaberechtlichen Vorgaben, den Auftrag. Der Storchenhof hat seit 20 Jahren Erfahrung in der Landschaftspflege mit Tieren.

Bisher beweidete er etwa FlĂ€chen im Naturschutzgebiet "Erlich" bei Dettenheim. Zum Einsatz kommen hier allerdings Schafe, die insbesondere der Woll- und Fleischproduktion dienen. Auch das Arbeiten mit Arbeitspferden ist ein Angebot des Storchenhofes. Ob die Pferde zukĂŒnftig auch auf dem Flugplatz zum Einsatz kommen können, wird derzeit geprĂŒft.

Die Eselherde des Storchenhofes der Familie Gruber setzt sich aus Tieren der "Eselnothilfe Storchenhof e.V." zusammen und wird nach den noch durchzufĂŒhrenden Winterpflege- und AufrĂ€umarbeiten im nördlichen Teil des Naturschutzgebietes "Alter Flugplatz Karlsruhe" weiden. ZukĂŒnftig findet eine Beweidung auch sĂŒdlich des Verbindungsweges statt. Damit wird die bisher gute QualitĂ€t der Landschaftspflege auch in Zukunft weitergefĂŒhrt. DarĂŒber hinaus haben sich die Esel zu den Lieblingstieren der Besucherinnen und Besucher des Alten Flugplatzes entwickelt, deren WertschĂ€tzung durch zahlreiche Anfragen in der Verwaltung deutlich geworden ist. Sowohl der Tierhalter als auch die Naturschutzverwaltung wĂŒrden sich bei der Umsetzung des Weideprojektes ĂŒber die UnterstĂŒtzung aus der Bevölkerung freuen. Wichtig ist hierbei auf folgendes zu achten: Die Tiere dĂŒrfen nicht gefĂŒttert werden und die ZĂ€une mĂŒssen in gutem Zustand, also unzerstört sein.

ErgĂ€nzend zu der Beweidung werden auch 2015 die schon bekannten und gĂ€ngigen Pflegemaßnahmen in dem Naturschutzgebiet durchgefĂŒhrt. Hierzu gehört zum einen die Sommermahd durch einen Neureuter Landwirt, das Entfernen der aufkommenden Trauben-Kirschen und Brombeeren sowie das Richten der Leiteinrichtungen durch die Arbeitsförderungsbetriebe sowie SchĂŒler und SchĂŒlerinnen der benachbarten Schulen.
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NABU fordert von Minister Schmidt einen Kurswechsel in der Agrarpolitik
Nachhaltige Entwicklung in den MIttelpunkt der Arbeit stellen

Der NABU hat von Bundesagrarminister Christian Schmidt mehr Engagement fĂŒr eine umwelt- und naturvertrĂ€gliche Agrarpolitik gefordert. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ ruft der NABU mit vielen anderen Organisationen an diesem Samstag in Berlin zum fĂŒnften Mal zur Demonstration fĂŒr eine bĂ€uerliche und ökologischere Landwirtschaft auf.

„Der dringend notwendige Kurswechsel in der Landwirtschaft lĂ€sst seit Jahren auf sich warten, obwohl die Probleme bekannt sind. AusgerĂ€umte Landschaften, Artenschwund, die Belastung von Böden durch den ĂŒbermĂ€ĂŸigen Einsatz von DĂŒngemitteln und Pestiziden, Massentierhaltungen und immer wiederkehrende Futtermittel-Skandale sind die Folgen dieser von der Agrarindustrie bestimmten Politik. Minister Schmidt muss seine Politik endlich konsequent an den Herausforderungen im Bereich Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz ausrichten“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke, der auch am Samstagmittag bei der Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz reden wird.

Tschimpke appellierte an die Bundesregierung, angesichts der aktuellen Diskussion um die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA ein klares Signal fĂŒr eine ökologische Landwirtschaft zu setzen und den Schutz regionaler Produkte zu stĂ€rken, anstatt sie aufzuweichen. „Jetzt geht’s um die Wurst: Eine weitere Globalisierung der Land- und ErnĂ€hrungswirtschaft ist aus Sicht der Verbraucher nicht akzeptabel“, so Tschimpke. Mit Sorge beobachte der NABU auch die Entwicklung, dass Ackerland immer mehr zum Spekulationsobjekt verkommt und kleinere, ökologische Landwirte keine FlĂ€chen mehr pachten könnten. Eine stĂ€rkere Regulierung des Bodenmarkts sowie eine Neuausrichtung der Agrarstrukturpolitik mĂŒsse daher auch von der Bundesregierung vorangetrieben werden.

Pressehinweis fĂŒr Foto und TV: Der NABU wird am Samstag mit einem Traktor an dem Demonstrationszug teilnehmen. NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer und Biobauer Leif Miller wird diesen ĂŒber einen Teil der Strecke steuern. Mit der Forderung „NaturschĂ€tze retten statt Landschaften plĂ€tten“ wird der NABU fĂŒr Artenvielfalt statt Monokulturen sowie fĂŒr den Lebensraum von Kiebitz, Feldlerche und Kornblume werben und vor der zunehmenden Monotonisierung der Landschaft warnen. Eine NABU-Marching-Band wird den Protestzug musikalisch begleiten.
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NABU fordert drastische Reduzierung der StickstoffeintrÀge
Gutachten des SachverstĂ€ndigenrats belegt negative Folgen fĂŒr Klima und Umwelt

Der NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, die alarmierend hohen Stickstoffemissionen aus Verkehr und Landwirtschaft durch ein verbindliches Aktionsprogramm drastisch zu reduzieren. „Das heute vom SachverstĂ€ndigenrat fĂŒr Umweltfragen vorgelegte Sondergutachten zum Thema Stickstoff belegt eindrĂŒcklich, dass die verheerenden Auswirkungen von StickstoffeintrĂ€gen auf Klima, BiodiversitĂ€t oder Grundwasser lange Zeit unterschĂ€tzt wurden“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Die EintrĂ€ge von Stickstoffverbindungen wie Stickoxiden, Nitrat oder Ammoniak bewegen sich seit vielen Jahren trotz zahlreicher politischer Vorgaben auf sehr hohem Niveau. So liegen die Stickstoffbilanz-ÜberschĂŒsse immer noch bei fast 100 Kilogramm pro Hektar und fĂŒhren zu einer erheblichen ÜberdĂŒngung nahezu sĂ€mtlicher LebensrĂ€ume sowie zu einem Artenverlust. Das Ziel, den DĂŒngemitteleinsatz in der Landwirtschaft auf ein umweltvertrĂ€gliches Maß zurĂŒckzufĂŒhren, wurde bislang nicht erreicht. In vielen Regionen ist der StickstoffĂŒberschuss in den letzten Jahren infolge des Booms bei Massentierhaltung und Biogasanlagen sogar deutlich angestiegen. Ein Teil der ÜberschĂŒsse gelangt zudem in Luft und Wasser und belastet das Grundwasser, die Hauptquelle unseres Trinkwassers. Über die HĂ€lfte der Grundwasservorkommen in Deutschland weist daher zu hohe Nitratwerte auf. Schließlich tragen gasförmige Stickstoffemissionen auch zur Versauerung der Böden bei.

Der NABU fordert daher die Bundesregierung auf, die relevanten Vorgaben zum Schutz von Mensch und Natur deutlich nachzubessern. Dies betreffe insbesondere die laufende Novelle der DĂŒngeverordnung, bei der anspruchsvollere Ziele zur Stickstoffreduzierung vereinbart werden mĂŒssten. So mĂŒsste der maximal zulĂ€ssige NĂ€hrstoffĂŒberschuss auf 30 Kilogramm pro Hektar beschrĂ€nkt und die Ausbringungsmenge fĂŒr Stickstoff in sensiblen Gebieten bei 130 Kilogramm pro Hektar verankert werden. Zudem mĂŒssten bessere Kontrollen und schĂ€rfere Sanktionen zur Einhaltung der DĂŒngeverordnung erfolgen. Der NABU begrĂŒĂŸt ferner die Forderung des SachverstĂ€ndigenrats nach einer Abgabe auf StickstoffĂŒberschĂŒsse, deren Einnahmen zweckgebunden in die Förderung einer Emissionsreduzierung investiert werden sollte. Im Bereich der Luftreinhaltepolitik mĂŒsse darĂŒber hinaus unbedingt an den europĂ€ischen Minderungszielen fĂŒr Ammoniak und Stickoxide festgehalten werden. „Sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung sollten endlich ihren Verpflichtungen nachkommen und dafĂŒr sorgen, dass umweltschĂ€dliche StickstoffeintrĂ€ge drastisch reduziert werden“, so Tschimpke weiter.
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346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


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