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Verschiedenes

 
Manager fĂŒr die Energiewende im Quartier
Fortbildung fĂŒr Quartiersmanager trĂ€gt erste FrĂŒchte
Zweite Runde ab dem 17. April

Freiburg, 13.03.2015: Die Energiewende muss auf Quartiersebene umgesetzt werden. Daher bewilligt die Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW) seit drei Jahren Mittel fĂŒr die Erstellung energetischer Quartierskonzepte. Zu deren Umsetzung gibt es Fördermittel fĂŒr die Einstellung qualifizierter Sanierungsmanager. Neun TeilnehmerInnen haben sich 2014 das nötige Know-how in der berufsbegleitenden Fortbildung von fesa e.V. und dem Institut fĂŒr Fortbildung und Projektmanagement (ifpro) angeeignet. Als kommunale KĂŒmmerer im Quartier, Mitarbeiter von Klimaschutzagenturen und Energieversorgern nutzen sie ihr Wissen fĂŒr die Energiewende vor Ort. Ab dem 17. April 2015 bieten fesa und ifpro die erfolgreiche Fortbildung nun zum zweiten Mal gemeinsam an.

Klimaschutzmanager Florian Heiselbetz von der Klimaschutz-Agentur im Landkreis Reutlingen hat die Fortbildung zum Quartiersmanager im letzten Jahr absolviert und gerade sein erstes Quartierskonzept fĂŒr den Landkreis Reutlingen erstellt. "Wir sind auf dem besten Weg in Richtung Umsetzungsphase, in der ich als Sanierungsmanager unterstĂŒtzen werde", bekrĂ€ftigt Heiselbetz. "Gerade auch unser gemeinsamer Kurs hat viel dazu beigetragen, solche Projekte zu managen und die Handlungsnotwendigkeiten aufzuzeigen. Im TagesgeschĂ€ft unseres Unternehmens bilden Quartierskonzepte bereits jetzt ein starkes Standbein. FĂŒr das neue Jahr konnten nach einem Pilot-Konzept bereits nachfolgenden Quartiere akquiriert werden, in denen mein Team und ich die energetische Sanierung initiieren und betreuen dĂŒrfen. Ein toller Erfolg fĂŒr mich und ein Riesengewinn fĂŒr unsere Region sowie fĂŒr den Klimaschutz.“

Praxisnahes Wissen fĂŒr Stadtteile und Gemeinden
In fĂŒnf Modulen ĂĄ zwei Tagen vermittelt die Fortbildung praxisnahes Wissen fĂŒr die Umsetzung energetischer Maßnahmen in Stadtteilen und Gemeinden. FĂŒr eine erfolgreiche Umsetzung von Klimaschutzkonzepten ist es dabei wichtig, die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger frĂŒhzeitig einzubeziehen. Der Sanierungsmanager oder die Sanierungsmanagerin ist die Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bevölkerung. Neben einer umfassenden EinfĂŒhrung in Instrumente und Planung Energetischer Stadtsanierung stehen daher von Anfang an BĂŒrgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit auf dem Stundenplan. Prozess- und Projektmanagement, Monitoring, Evaluation und Finanzierung sind ebenso Bestandteile der berufsbegleitenden Weiterbildung. Parallel zum Kurs erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein eigenes Übungsprojekt – idealerweise aus ihrem kommunalen Alltag. "Meine kursbegleitende Projektarbeit konnte ich direkt in meiner Kommune umsetzen", sagt Thomas Kölschbach, Stadtbauamtsleiter aus Meßkirch. "Sehr spannend war es, das Konzept der stĂ€dtischen Quartiere auf den strukturschwachen lĂ€ndlichen Raum zu ĂŒbertragen - eine Dorfentwicklung auf dem energetischen Sektor."

Fortbildung abgestimmt auf die Anforderungen der Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW)
Bundesweit hat das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung“ bei den Kommunen große Resonanz gefunden. Schon weit ĂŒber 300 Quartierskonzepte wurden bewilligt. Viele StĂ€dte und Gemeinden auch in Baden-WĂŒrttemberg sind auf der Suche nach qualifiziertem Personal oder haben bereits Sanierungsmanager eingestellt. Die vom fesa e.V. und ifpro geschaffene Fortbildung ist die erste dieser Art deutschlandweit, welche gezielt abgestimmt auf die hohen KfW-Anforderungen die benötigten Kompetenzen fĂŒr das neue Berufsbild „Sanierungsmanager“ entwickelt. „Erfahrene und sympathische Referenten sowie eine kleine Gruppe bieten viel Wissenstransfer rund um das Thema erneuerbare Energien und Klimaschutz“, sagt David Schwering von den ElektrizitĂ€tswerken Schönau. „Anhand umgesetzter Projekte im Bereich WĂ€rmenetze im Quartier half mir insbesondere die Erfahrung der Referenten, HĂŒrden einer erfolgreichen Umsetzung aufzuzeigen.“

FĂŒnf Unterrichtsblöcke und kursbegleitende Praxisarbeit
Die Fortbildung richtet sich sowohl an Kommunen, die ihr eigenes Personal fĂŒr die neue Aufgabe qualifizieren möchten, als auch an Hochschulabsolventen, Energieberater, Architekten oder Bauingenieure und andere motivierte Menschen, die sich gezielt in Bereich energetische Stadtsanierung und Quartiersmanagement weiterbilden möchten. Die fĂŒnf Unterrichtsblöcke finden jeweils freitags und samstags zwischen dem 17. April und dem 4. Juli 2015 in Freiburg statt und umfassen insgesamt 80 Unterrichtseinheiten PrĂ€senzzeit. FĂŒr die kursbegleitende Praxisarbeit sind weitere 20 Unterrichtseinheiten angesetzt. Die Kosten betragen 1.890 Euro. Wie beim Kurs „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ werden die Kursinhalte von erfahrenen Praktikern aus der Region vermittelt.

Die einzelnen Kurstermine und die detaillierten Inhalte sind auf www.energieautonome-kommunen.de/weiterbildung zu finden.
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NABU und Land Schleswig-Holstein erweitern Initiative gegen MeeresmĂŒll
BĂŒsum und Eidersperrwerk beteiligen sich an dem Projekt „Fishing for Litter“

In vier HĂ€fen können Schleswig-Holsteins Fischer mittlerweile als „Beifang“ gefischten MĂŒll kostenlos entsorgen. Seit dem heutigen Freitag haben der NABU und das Land Schleswig-Holstein ihre Initiative gegen MeeresmĂŒll auf die WestkĂŒste erweitert. Die HĂ€fen BĂŒsum und Eidersperrwerk gehören ab sofort zum „Fishing for Litter“-Projekt, das vom NABU gemeinsam mit schleswig-holsteinischen Fischern 2011 ins Leben gerufen wurde.

Der Ausbau einer Logistik zur Abfallentsorgung gefischter AbfĂ€lle an der Nordsee wird damit von Ostfriesland bis an die Eider erweitert. An der gesamten Nord- und OstseekĂŒste beteiligen sich nun mehr als 120 Fischer an dem Projekt. Seit August 2014 kooperieren das MELUR und der NABU mit den Fischern im Land zwischen den Meeren, um das Problem „MĂŒll im Meer“ zu bekĂ€mpfen. Das MELUR unterstĂŒtzt das Projekt dabei mit derzeit rund 26.500 Euro.

„Fishing for Litter“ bietet Fischern die Möglichkeit, den aufgefischten MĂŒll in den HĂ€fen kostenfrei und fachgerecht in dafĂŒr vorgesehenen Containern zu entsorgen. Die gefischten AbfĂ€lle werden spĂ€ter sortiert und auf ihre Zusammensetzung und Wiederverwertbarkeit hin untersucht. Die Ergebnisse dienen auch der Entwicklung effektiver Strategien zur MĂŒllvermeidung, wie es die 2008 verabschiedete EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie vorsieht.

In den Jahren 2013 und 2014 wurden auf diese Weise durch die Kleine KĂŒstenfischerei in Niedersachsen rund fĂŒnf Tonnen MeeresmĂŒll aus der Nordsee geholt. Diese Menge soll jetzt mit UnterstĂŒtzung der Fischer in BĂŒsum und am Eidersperrwerk weiter wachsen.

„‚Fishing for Litter‘ ist dann besonders effektiv, wenn eine flĂ€chendeckende Infrastruktur in den FischereihĂ€fen einer Region besteht. Wir freuen uns, dass wir den Ausbau an der Nordsee stetig voranbringen können. Auf diese Weise werden die großen Plastikteile von den Fischern herausgeholt, bevor sie zu noch problematischerem Mikroplastik zerfallen, da kommt dann niemand mehr heran“, sagt NABU-Meeresexperte Nils Möllmann.

„Es ist ein gutes Signal, dass das Projekt in Schleswig-Holstein vorankommt. Initiativen wie ‚Fishing for Litter‘ oder Sammelaktionen an StrĂ€nden und FlĂŒssen sind ein sehr guter Ansatz um auf das Problem ‚MĂŒll im Meer‘ aufmerksam zu machen. Die negativen Folgen fĂŒr die Umwelt und auch fĂŒr uns Menschen können aber nur verhindert werden, wenn an der Quelle des MĂŒlls, bei der Plastikproduktion, angesetzt wird. Letztlich erfordert es ein Umdenken – wir mĂŒssen aus unserem Plastikalltag raus“, so Umweltminister Dr. Robert Habeck.

Der MĂŒll in den Meeren, der bis zu 75 Prozent aus Kunststoffen besteht, stellt eine Gefahr fĂŒr Natur und Umwelt dar. Die ökologischen, Ă€sthetischen und wirtschaftlichen Folgen sind dramatisch. Viele Tiere verfangen sich in Netzen oder Seilresten, fressen Plastik, das den Verdauungstrakt verstopft, und verenden qualvoll. Der MĂŒll stellt aber auch ein Gesundheitsrisiko fĂŒr uns Menschen dar, denn Plastik reichert Schadstoffe an und kann ĂŒber Fische und andere MeeresfrĂŒchte letzten Endes auf unseren eigenen Tellern landen.
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Mehr Planungssicherheit fĂŒr Windkraftanlagen in der NĂ€he von Vogelvorkommen
Neues Papier zu Abstandregelungen kann Konflikte lösen

Der NABU begrĂŒĂŸt, dass Windkraftprojekte in der NĂ€he von sensiblen Vogelvorkommen ab sofort verlĂ€sslicher geplant werden können. In der vergangenen Woche bestĂ€tigte dazu die LĂ€nderarbeitsgemeinschaft Naturschutz (LANA) das sogenannte „Neue HelgolĂ€nder Papier“, das den aktuellen Fachstandard fĂŒr den empfohlenen Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und sensiblen Vogelvorkommen darstellt. Diese Empfehlungen waren bereits vor zwei Jahren von der LĂ€nderarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten erarbeitet und seither diskutiert worden.

„Mit diesem Papier bekommen sowohl die Politik als auch Windkraftplaner und NaturschĂŒtzer eine auch vor Gericht belastbare Grundlage fĂŒr die Interpretation der Artenschutzvorschriften in unseren Gesetzen. Damit kann der Konflikt zwischen Windkraft und Vogelschutz gelöst werden, um eine naturvertrĂ€gliche Energiewende zu erreichen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Das Dokument spiegelt den neuesten Stand der Forschung zur GefĂ€hrdung von Vögeln durch Windkraftanlagen wider und stellt damit auch die fachliche Messlatte fĂŒr die GenehmigungsfĂ€higkeit von Windkraftplanungen dar. Der NABU zeigt sich daher erfreut, dass das Papier nach Jahren der Diskussion endlich von den Naturschutz-Fachabteilungen der LĂ€nder akzeptiert wurde. „Von uns im Vorfeld befĂŒrchtete politisch motivierte Änderungen oder ein Publikationsverbot fĂŒr dieses in der Fachwelt bereits weithin bekannte Papier sind nun aus der Welt“, erklĂ€rte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Das ursprĂŒngliche „HelgolĂ€nder Papier“ war bereits 2007 durch die Landesarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten veröffentlicht worden. Seine GĂŒltigkeit als fachliche Messlatte wurde seither von Gerichten vielfach bestĂ€tigt. Das aktuelle Papier ist eine aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisierte Version der Abstandsempfehlungen. Sie enthĂ€lt bei vielen Arten eine fachlich gut begrĂŒndete Reduzierung der Abstandsempfehlung, beim Rotmilan hingegen einen vergrĂ¶ĂŸerten Mindestabstand von 1.000 auf aktuell 1.500 Meter.

Der NABU fordert beim Ausbau der erneuerbaren Energien die strikte Einhaltung des geltenden Umweltrechts und appelliert dabei an alle EntscheidungstrĂ€ger und Investoren, den Klimaschutz nicht auf Kosten von Arten und LebensrĂ€umen voranzutreiben. Der NABU befĂŒrwortet den naturvertrĂ€glichen Ausbau der Windkraft sowohl an Land als auch auf dem Meer, weist jedoch auf gravierende VersĂ€umnisse bei der Standortwahl und Umsetzung einzelner Projekte hin. Trotz aller Bekenntnisse der Branche ist wiederholt festzustellen, dass Naturschutzbelange nicht in ausreichendem Maße berĂŒcksichtigt und auch höchst kritische Projekte realisiert werden.
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NABU-Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen will mehr Naturschutz im Jagdrecht
Jagdgesetze mĂŒssen ökologischer werden

Vor dem Hintergrund der Novellierungen der Jagdgesetze in Nordrhein-Westfalen und Baden-WĂŒrttemberg hat der NABU eine reprĂ€sentative Bevölkerungsumfrage beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegeben. Die klare Mehrheit (84 Prozent) der 1.000 Befragten hĂ€lt es fĂŒr sehr wichtig oder wichtig, dass die Aspekte des Natur- und Tierschutzes durch die Jagdgesetze gestĂ€rkt werden. „Wir fordern die Politik auf, die Jagdgesetze konsequent zu ökologisieren – auch wenn viele JagdverbĂ€nde mit Gesetzen aus dem letzten Jahrhundert lieber weiter in der Vergangenheit leben wollen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Baden-WĂŒrttemberg fahre die JĂ€gerschaft schwere GeschĂŒtze gegen zaghafte ökologische Verbesserungen der Jagdgesetze auf. So beharren die JagdverbĂ€nde weiterhin darauf, Tiere mit Fallen töten zu dĂŒrfen und streng geschĂŒtzte und bedrohte Tierarten wie Krick- oder Tafelente zu bejagen. „Wollen JĂ€gerinnen und JĂ€ger gesellschaftsfĂ€hig bleiben, mĂŒssen sie sich den sozialen und ökologischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte öffnen. So könnte der Wolf zum Lackmus-Test werden: Der Umgang mit dem RĂŒckkehrer wird zeigen, ob die JĂ€gerschaft in der Gegenwart ankommt oder weiter Positionen aus der MĂ€rchenzeit aufrecht erhalten will“, sagte Miller.

Der NABU hatte erst vor Kurzem die UmweltvertrĂ€glichkeit des deutschen Jagdrechts ĂŒberprĂŒft und festgestellt, dass dieses den Anforderungen des Tier- und Naturschutzes nicht einmal mehr ansatzweise genĂŒgt. „Die EntwĂŒrfe der Jagdgesetze aus Nordrhein-Westfalen und Baden-WĂŒrttemberg waren die einzigen, die ein StĂŒck weit in die Zukunft wiesen“, erklĂ€rte der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer.

Er kritisierte scharf, dass sich die grĂŒn-rote Landesregierung in Baden-WĂŒrttemberg dem Druck der JĂ€ger beugen und stark gefĂ€hrdete oder vom Aussterben bedrohte Entenarten möglicherweise zur Jagd freigeben möchte. In der DurchfĂŒhrungsverordnung zum neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz war dies in den ersten EntwĂŒrfen nicht vorgesehen. „Die Umfrage des NABU zeigt klar, wohin die Richtung gehen muss: Die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wollen mehr Natur- und Tierschutz im Jagdrecht – und kein Einknicken der Politiker vor anachronistischen Forderungen der JĂ€gerschaft“, so Miller.

An die JagdverbĂ€nde richtete der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer ein konkretes Angebot: „Angesichts der massiven Herausforderungen – die biologische Vielfalt geht immer dramatischer zurĂŒck im Wald und vor allem auf Feldern – sollte die organisierte JĂ€gerschaft ihrem eigenen Anspruch gerecht werden: Zeigen Sie den NaturschĂŒtzern nicht die Faust, sondern verhalten Sie sich wie ein anerkannter Naturschutzverband. Wir reichen Ihnen die Hand, um mit uns gemeinsam gegen die BestandsrĂŒckgange bei bedrohten Arten vorzugehen und ihre LebensrĂ€ume zu entwickeln. Auf lokaler Ebene funktioniert eine solche Zusammenarbeit schon sehr gut – jetzt muss nur noch die gesamte JĂ€gerschaft nachziehen. Die Gesellschaft erwartet von den JagdverbĂ€nden, dass sie aus den verstaubten Jagdzimmern ins 21. Jahrhundert treten und sich fĂŒr den Naturschutz einsetzen.“
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NABU-Gutachten zeigt Nachbesserungsbedarf beim Fracking-Gesetz
Expertenkommission darf nicht ĂŒber kommerzielles Fracking entscheiden

Im Auftrag des NABU wurde von der Berliner Rechtskanzlei Gaßner, Groth, Siederer und Coll. ein Kurzgutachten zum Regelungspaket Fracking erstellt. Darin wird unter anderem die Rolle der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission untersucht. Nach den vorliegenden EntwĂŒrfen der Bundesregierung kann das fĂŒr die kommerzielle Gewinnung vorgesehene Verbot von Fracking in Schiefer- und KohleflözgaslagerstĂ€tten oberhalb von 3.000 Metern durch das Votum einer Expertenkommission ĂŒberwunden werden. Das lehnt der NABU ab und appellierte vor diesem Hintergrund an die Bundestagsabgeordneten, diesem Entwurf nicht zuzustimmen.

„Es kann nicht sein, dass eine demokratisch nicht legitimierte Expertenkommission ĂŒber die ZulĂ€ssigkeit von kommerziellen Fracking-Vorhaben entscheidet“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Laut des Gutachtens dĂŒrfen kommerzielle Vorhaben nicht zugelassen werden, solange deren Unbedenklichkeit nicht durch demokratisch legitimierte Organe unter Anhörung der beteiligten Kreise und der Öffentlichkeit auf Grundlage ausreichender Untersuchungen bewertet und die dabei einzuhaltenden Standards festgelegt worden sind. „Die Abgeordneten mĂŒssen in ihren Wahlkreisen Rede und Antwort stehen. Es geht hier um schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft mit ungewissen Folgen fĂŒr Mensch, Natur und Grundwasser. Diese Entscheidung allein einer Expertenkommission zu ĂŒberlassen, ist nicht transparent und fördert die Verunsicherung bei den Menschen in den betroffenen Regionen“, so Tschimpke.

Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzespaket wird die grundlegende Forderung des NABU nach einem Fracking-Verbot zur Gewinnung von Erdgas und Erdöl nicht erfĂŒllt. Auch eine Mindesttiefe oder ein Mindestabstand zwischen Grundwasser und erzeugten Rissen ist nicht vorgesehen, Erprobungsmaßnahmen sind uneingeschrĂ€nkt zulĂ€ssig und das vorgesehene Verbot von kommerziellem Fracking in Schiefer- und KohleflözgaslagerstĂ€tten oberhalb von 3.000 Metern kann durch das Votum einer Expertenkommission ĂŒberwunden werden.

Aus Sicht des NABU sind schon Erprobungsmaßnahmen nicht zielfĂŒhrend, weil die Erkenntnisse aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit des Untergrundes nicht von einem auf andere Bohrstandorte ĂŒbertragbar sind. Besonders kritisch bewertet der NABU, dass die Expertenkommission eine bestimmte geologische Formation als grundsĂ€tzlich unbedenklich einstufen kann. In dieser Formation können dann kommerzielle Vorhaben in beliebiger Zahl und GrĂ¶ĂŸe zugelassen werden. Erdöl- und Erdgasunternehmen werden durch Erprobungsmaßnahmen Felder fĂŒr sich reservieren in der Hoffnung, dass die jeweilige geologische Formation ohne besondere eigene wissenschaftliche Untersuchungen von der Expertenkommission als grundsĂ€tzlich unbedenklich eingestuft wird.
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Weißstörche als Vorboten der JubilĂ€umssaison im Europa-Park
Störche im Europa-Park / Foto: Klaus Schultes
 
Weißstörche als Vorboten der JubilĂ€umssaison im Europa-Park
Mit großen FlĂŒgelschlĂ€gen schwingen sich die imposanten Langbeiner hinauf zum Dach des Hotels Bell Rock im Europa-Park. Die Weißstörche sind die ersten Vorboten der großen JubilĂ€umssaison im Europa-Park. Alle Storchenbetten sind bereits in der Woche vor Saisonstart belegt. Nicht nur auf dem First des neuenglischen 4-Sterne Superior Hotels thronen die gefiederten ÜbernachtungsgĂ€ste, auch das portugiesische Hotel Santa Isabel erfreut sich großer Beliebtheit. In der Welt der Kinder recken hungrige KĂŒcken ihre SchnĂ€bel in die Luft und freuen sich hoch oben auf dem Riesenrutschenturm bereits auf das bunte Treiben und das freudige Kinderlachen, das ab 28. MĂ€rz im Europa-Park zu hören ist. Zum beliebtesten Wohnort der Schreitvögel wird Deutschlands grĂ¶ĂŸter Freizeitpark mit einem weiteren Nest auf dem Tabakschopf und bietet insgesamt zehn Störchen ein Zuhause. Neben den beliebten fliegenden Fotomotiven gibt es zum 40. Geburtstag des Europa-Park jede Menge weitere Highlights zu bestaunen. Neben einer komplett neuen Parade und dem neuen 4D-Film „Das Zeitkarussell“ gibt es viele zusĂ€tzliche Neuerungen, die Spaß und Genuss fĂŒr die ganze Familie versprechen.

 
 

 
Karlsruhe: Waldspaziergang in Stupferich
Revierförster informiert ĂŒber Holzernte und weitere Vorhaben

Bei zunehmend wĂ€rmerem Wetter und gut eine Woche nach FrĂŒhlingsbeginn ist die Gelegenheit gĂŒnstig, am Waldspaziergang 2015 in Stupferich mit Revierförster Bernd Struck teilzunehmen. Zu diesem lĂ€dt die Ortsverwaltung BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Besucherinnen und Besucher herzlich ein - fĂŒr Sonntag, 29. MĂ€rz, ab 10 Uhr. Treffpunkt ist vor der Bergleshalle. Ortsvorsteher Alfons Gartner wird auch dabei sein.

Struck informiert beim auch fĂŒr Kinder interessanten Beschreiten und Bestaunen des Forsts ĂŒber die Bilanz der aktuellen Holzernte sowie weitere vorgesehene wirtschaftliche Maßnahmen, die stets im Einklang mit nachhaltig ökologischen Aspekten vollzogen werden. Nach dem Spaziergang bietet der Kleintier- und Vogelzuchtverein C 186 Stupferich noch einen kleinen Umtrunk mit Vesper an.
 
 

Cornelia Lutz wird neue Abteilungsleiterin der GrĂŒnflĂ€chen
Cornelia Lutz / Foto: Heike Pohla
 
Cornelia Lutz wird neue Abteilungsleiterin der GrĂŒnflĂ€chen
und stellvertretende Leiterin des Gartenund Tiefbauamts

In seiner heutigen Sitzung hat der Gemeinderat Cornelia Lutz
einstimmig zur neuen Leiterin der Abteilung GrĂŒnflĂ€chen und
zur neuen stellvertretenden Leiterin des Garten- und
Tiefbauamts (GuT) gewÀhlt. Sie tritt im Sommer ihre neue
Stelle an. Cornelia Lutz folgt auf Martin Leser, der seit Anfang
des Jahres neuer Leiter des Eigenbetriebs Friedhöfe ist.

Die in Bretten gebĂŒrtige Landschaftsarchitektin arbeitete viele
Jahre in der freien Wirtschaft in NĂŒrnberg und Freising sowie
als wissenschaftliche Assistentin an der Technischen
UniversitĂ€t MĂŒnchen. Seit 2012 ist Cornelia Lutz als
stellvertretende Leiterin des Sachgebiets „Planung und Bau
GrĂŒn“ bei der Stadtverwaltung NĂŒrnberg tĂ€tig. Des Weiteren
hat sie innerhalb des Sachgebiets die Leitung des Bereichs
Objektplanung inne mit dem Neubau und der Sanierung der
öffentlichen GrĂŒnflĂ€chen; zudem arbeitet Cornelia Lutz in der
Projektentwicklung und GrĂŒnkonzeption.
 
 



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