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Dienstag, 19. Februar 2019
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TTIP-Geheimpapier ĂŒbertrifft BefĂŒrchtungen
 
TTIP-Geheimpapier ĂŒbertrifft BefĂŒrchtungen
Vergangene Woche wurde ein bislang geheimes Papier der EU-Kommission veröffentlicht. Es offenbart: TTIP soll einen lang gehegten Traum von Lobbyisten wahr machen. Sie sollen das verbriefte Recht bekommen, mit an Gesetzen zu schreiben. Schon heute verhandeln Kommission und US-Regierung ĂŒber den Vorschlag zur „Regulatorischen Kooperation“. In diesem kurzen Video erfahren Sie, was das fĂŒr uns BĂŒrger/innen bedeutet:
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NABU schlÀgt Fonds zur Förderung von Elektroautos vor
Markthochlauf von E-Autos bisher gescheitert – finanzieller Anreiz nötig

Im Vorfeld der Beratungen im Deutschen Bundestag zum ElektromobilitĂ€tsgesetz und angesichts geringer Zulassungszahlen von Elektroautos schlĂ€gt der NABU die Einrichtung eines Fonds zur Förderung von effizienten Fahrzeugen vor. So könnten KĂ€ufer eines Autos mit Kohlendioxid-Emissionen von bis zu 50 g/km gestaffelt mit mehreren Tausend Euro gefördert werden. Diese Werte erreichen derzeit insbesondere rein batterieelektrische Fahrzeuge und (Plug-In)-Hybride. Die Gegenfinanzierung solle ĂŒber eine Abgabe auf ĂŒberdurchschnittlich verbrauchsstarke Pkw oder aber eine Mineralölsteuererhöhung von beispielsweise zwei Cent je Liter sichergestellt werden. Die kostenneutrale Ausgestaltung ĂŒber eine solche Bonus-Malus-Regelung hĂ€tte gleich zweifaches Potenzial: So könnte der Absatz klimafreundlicher Niedrigemissionsfahrzeuge im Sinne einer KaufprĂ€mie befördert, gleichzeitig aber besonders ineffiziente und klimaschĂ€dliche Fahrzeuge mit einer Art zweckgebundenen „Sonderabgabe“ sanktioniert werden. Um eine Dauersubvention von vornherein auszuschließen, sollte die Förderung degressiv, also mit den Jahren abnehmend, ausgestaltet werden.

NABU BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Miller: „Der Markthochlauf von Elektroautos ist bisher in Deutschland gescheitert. Die Einrichtung eines Fonds kann die ElektromobilitĂ€t in Deutschland endlich in Fahrt bringen. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Bundesregierung teilweise bereits mit dem Gedanken anfreundet, Kaufanreize fĂŒr E-Autos zu schaffen. Dann bitte jetzt und bitte mit ökologischer Lenkungswirkung. Damit die Förderung einer bestimmten Antriebsart jedoch nicht zulasten der Allgemeinheit geht, mĂŒssen auf der anderen Seite jene fĂŒr die anfallenden Kosten aufkommen, die durch die Anschaffung einen besonders verbrauchsstarken Fahrzeugs Umwelt und Klima ĂŒbermĂ€ĂŸig schaden.“

Der NABU schlĂ€gt vor, dass derjenige, der den aktuell gĂŒltigen Grenzwert von 130 g CO2/km ĂŒberschreitet, zur Einzahlung in den Fonds herangezogen wird. Dabei sollte gelten: Je sparsamer das Fahrzeug, desto grĂ¶ĂŸer der aus dem Fonds gewĂ€hrte Bonus und umgekehrt, je klimaschĂ€dlicher ein Fahrzeug, desto höher die Zahlung an den Fonds. Entscheidend sei jedoch, dass durch höhere StĂŒckzahlen Skaleneffekte erreicht und der Preisabstand zum Auto mit Verbrennungsmotor verkleinert wird.

NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Die Bundesregierung verfĂ€hrt bisher nach der Devise ,Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass‘. Sie will bis zum Jahre 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen sehen. Gleichzeitig soll aber um jeden Preis vermieden werden, dass die Finanzierung zu Lasten besonders klimaschĂ€dlicher Fahrzeuge geht. Zahlen soll nach dem Willen der Autoindustrie die Allgemeinheit. Diese Strategie ist sozial ungerecht und zum Scheitern verurteilt.“

Aus NABU-Sicht mĂŒssten 2015 wesentliche Weichenstellungen hin zu mehr ElektromobilitĂ€t vorgenommen werden. Andere MĂ€rkte wie Norwegen oder die USA seien auch deshalb deutlich erfolgreicher, weil die höheren Anschaffungskosten von E-Autos gegenĂŒber solchen mit klassischen Verbrennungsmotoren durch finanzielle Anreize abgefedert wĂŒrden. Wenn Deutschland den Anschluss nicht verpassen und den Verkehrssektor in Richtung Klimaschutz lenken wolle, komme man hierzulande nicht um monetĂ€re Ausgleichsmechanismen herum. „Das Elektroauto hat nach wie vor mit zahlreichen Akzeptanzproblemen zu kĂ€mpfen, obwohl klar ist, dass fĂŒr eine emissionsfreie MobilitĂ€t auf Basis erneuerbarer Energien kein Weg an ihm vorbeifĂŒhrt. Angesichts niedriger Kraftstoffpreise an den Tankstellen verschĂ€rft sich das Problem derzeit jedoch noch einmal. Auch die geplante Sonderabschreibung fĂŒr die gewerbliche Nutzung von E-Fahrzeugen reicht allein nicht aus. Die Freigabe von fĂŒr Busse und Taxen vorgesehene Busspuren fĂŒr Elektroautos lehnt der NABU sogar ab“, sagte Oeliger.
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    ÖKO-TEST Lebensversicherungen
Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2015 gibt es ab dem 30. Januar 2015 im Handel.
 
ÖKO-TEST Lebensversicherungen
Kunden auf NulldiÀt
Dienstaufsichtsbeschwerde gegen BaFin?

Deutschlands Lebens- und Rentenversicherer klagen derzeit bitter ĂŒber die anhaltende Niedrigzinsphase. Eine aktuelle ÖKO-TEST-Analyse zeigt jedoch, dass die Branche weiterhin gute Gewinne einfĂ€hrt, was sie jedoch geschickt verbirgt. Nur von den Kunden fordert sie Verzicht. Zu Recht?

Im Jammern sind die Versicherer echte Weltmeister. Woche fĂŒr Woche ist in den Medien zu lesen und hören, wie hart sie aufgrund der niedrigen Zinsen kĂ€mpfen mĂŒssen. ÖKO-TEST wollte es in der aktuellen Februar-Ausgabe nun genau wissen und hat einen Blick in die Bilanzen von 66 deutschen Lebensversicherern geworfen. Das Verbrauchermagazin hat außerdem recherchiert, ob Kunden wie vorgeschrieben an den Gewinnen beteiligt oder stattdessen zur Kasse gebeten werden.

Dabei zeigte sich: Von einer Notlage der Branche ist nach wie vor nicht die geringste Spur zu sehen. Im Gegenteil: Bislang brummt das NeugeschĂ€ft, 2013 sind die Beitragseinnahmen sogar stĂ€rker gestiegen als noch im Vorjahr und die Kapitalanlagen, in denen umgerechnet immer noch 68,8 Milliarden Euro an stillen Reserven stecken, werfen geradezu traumhafte Gewinne ab. Mit durchschnittlich 4,49 Prozent ist die Nettoverzinsung aus Kapitalanlagen nicht nur ĂŒppig, sondern seit Jahren auch erstaunlich stabil. Die Versicherer haben also keine Probleme, ihre Garantieleistungen zu erbringen. Sie könnten den Kunden vielmehr auch noch ordentliche ÜberschĂŒsse gewĂ€hren.

Tun sie aber nicht. Im Gegenteil. Die Beteiligung der Kunden an den ÜberschĂŒssen geht immer weiter zurĂŒck. Statt wie frĂŒher zu 90 Prozent am Rohgewinn beteiligt zu werden, liegt die Quote jetzt im Schnitt nur noch bei 63,47 Prozent, bei einzelnen Versicherern sogar unter 40 Prozent. Ein Grund dafĂŒr ist die Zinszusatzreserve. Die mĂŒssen die Versicherer bilden, um ihre Garantieleistungen auch im Fall einer extrem langanhaltenden Niedrigzinsphase weiter erfĂŒllen zu können. Finanzieren lassen sie sich den Aufbau dieses Reservepuffers aber von den Kunden. Die mĂŒssen dafĂŒr erst einmal krĂ€ftig auf ÜberschĂŒsse verzichten. 2013 gingen im Schnitt bereits knapp 30 Prozent vom gesamten Rohgewinn fĂŒr den Aufbau der Zinszusatzreserve drauf. Das ist in Österreich verboten. Dort mĂŒssen die Versicherer zwar ebenfalls eine Zinszusatzreserve bilden. Die darf aber nicht zu Lasten der Überschussbeteiligung der Kunden gehen. Österreichs Versicherer mĂŒssen sie allein aus Unternehmensmitteln stemmen. Hierzulande schneiden sich die Versicherer selbst dagegen eine immer dickere Scheibe vom Gewinnkuchen ab und setzen nur die Kunden auf radikale ZinsdiĂ€t. Mehr noch: Der einzelne Kunde hat nicht einmal die GewĂ€hr, dass er von dem Geld jemals etwas wieder sieht. Dabei handelt es sich nicht um Peanuts. Per Ende 2014 liegen insgesamt bereits rund 20 Milliarden Euro in diesem Reservetopf. Tendenz: stark steigend. Das wirft die Frage auf, ob diese Form der "Finanzierung und Gegenfinanzierung der Zinszusatzreserve", wie es die Branche nennt, mit Blick auf die KundenvertrĂ€ge rechtlich ĂŒberhaupt zulĂ€ssig ist. Der Bund der Versicherten erwĂ€gt jedenfalls, Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die BaFin einzureichen.
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Störung im Atomkraftwerk Fessenheim vom 09.04.2014
Beim BefĂŒllen von Wassertanks gab es zunĂ€chst eine Verstopfung eines Überlaufrohres
im nicht-nuklearen Bereich. Dadurch kam es zu einem Überlauf des Tanks und zu Überflutungen (Wassereintritt) in den Leittechnik-SchrĂ€nken des Reaktorschutzsystems. Daher musste der Reaktor abgeschaltet werden. Die Leistungsregelung bzw. eine regulĂ€re Abschaltung des Reaktors war nicht mehr möglich, da die SteuerstĂ€be im Reaktor durch die ausgefallene Leittechnik nicht mehr normal (= elektrisch) eingefahren werden konnten. Eine Reaktor-Schnellabschaltung mit den SteuerstĂ€ben (= Einfallen der SteuerstĂ€be in den AReaktorkern durch die eigene Schwerkraft) wĂ€re wohl noch möglich gewesen (dies ist aber nur fĂŒr den Ă€ußersten Notfall vorgesehen, wird daher nur als „ultima ratio“ praktiziert und birgt außerdem eigene weitere Risiken).

Der Betreiber (EDF) hat sich daher zur Abschaltung des Reaktors fĂŒr eine dritte Möglichkeit, die sogenannte Aufborierung des KĂŒhlwassers, entschieden (ZufĂŒhrung von KĂŒhlwasser, das mit Bor versetzt ist, welches die Neutronen „einfangen“ kann und so die Kernspaltungen unterbricht). Damit wurde der Reaktor letztendlich abgeschaltet. Hinzu kam, dass der PrimĂ€rkreislauf des Reaktors dabei offensichtlich zu schnell bzw. mit zu kaltem borhaltigem KĂŒhlwasser gespeist wurde. Dies hĂ€tte an bestimmten Stellen des PrimĂ€rkreislaufs eventuell zu einem sogenannten Sprödbruch fĂŒhren können. Teilweise wurden wĂ€hrend der Störung auch betriebliche Sicherheitsvorschriften missachtet.


Fazit

Die Störung im nicht-nuklearen Teil des AKW Fessenheim konnte sich auf den nuklearen Teil und sogar auf das Reaktorschutzsystem auswirken; dies war offenbar seitens des Betreibers EDF nicht erwartet bzw. dafĂŒr konstruktiv nicht vorgebeugt worden.
TRAS und Öko-Institut bezeichnen beide die Störung als schwerwiegend. Die Einstufung der EDF in INES-Stufe 1 (siehe unten) steht dazu ein StĂŒck weit im Widerspruch. Die Schwere der Störung ging aus der damaligen Meldung der EDF in keiner Weise hervor. Die Tragweite wurde erst Monate spĂ€ter kommuniziert und bekannt.


Weitere Hinweise

Die EDF hat die obigen Vorkommnisse nach der Internationalen Bewertungsskala fĂŒr nukleare und radiologische Ereignisse (INES) in die Stufe 1 (= Störung) eingeordnet (von 7 möglichen Stufen) – die Stufe 1 muss nicht der IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation in Wien) gemeldet werden.
Die Störung vom 09.04.2014 wurde auch in der Sitzung des Deutschen Begleitausschusses Fessenheim beim RegierungsprÀsidium Freiburg am 08.10.2014 behandelt. Dazu liegt jedoch noch kein Protokoll vor.


 
 

 
AKW Fessenheim
Französische ElektrizitÀtsgesellschaft legt kurzfristig
Antrag fĂŒr das AKW Fessenheim zu Neugenehmigung der
Einleitung von Abwasser in den Rhein und der Wasserentnahme vor

Nur 21 Tage Zeit fĂŒr Einspruch –TRAS hat noch
rechtzeitig umfangreiche Stellungnahme gegen
Bewilligung eingereicht – Stadt Freiburg unterstĂŒtzt
TRAS

TRAS, der Trinationale Atomschutzverband am Oberrhein,
erhebt im Namen seiner Mitglieder, zu denen auch die Stadt
Freiburg gehört, Einspruch gegen den Antrag der französischen,
staatlichen ElektrizitÀtsgesellschaft (EdF). Freiburg konnte dazu
keine Stellungnahme abgeben, da die Stadt keine
Rheinanliegerin ist.

Die EdF hatte am 1. Dezember 2014 kurzfristig bei der
französischen Atomaufsichtsbehörde (ASN) einen Antrag fĂŒr eine
Neugenehmigung fĂŒr die Entnahme von Wasser und die
Einleitung von AbwÀsser in den Rhein in dem von ihr betriebenen
Atomkraftwerk (AKW) in Fessenheim gestellt.

Die bisherigen Genehmigungen stammen aus der Anfangszeit
des AKW vor rund 36 Jahren und gelten als veraltet. Diese
Tatsache hat TRAS, in dem die Stadt seit vielen Jahren Mitglied
ist, schon mehrfach in Frankreich vor Gerichten und bei der ASN
geltend gemacht, bislang aber leider ohne Erfolg. Insofern fĂŒhlen
sich TRAS und seine Mitglieder durch das nunmehr angestrengte
neue Genehmigungsverfahren bestÀtigt.

Nur 21 Tage Zeit blieb den Betroffenen auf beiden Seiten des
Rheins, die mehr als 2000 Seiten – und nur online verfĂŒgbaren –
Unterlagen zu lesen und Einspruch einzulegen. Der Grund fĂŒr
den Antrag der EdF ist, dass das AKW Fessenheim bislang keine
rechtsgĂŒltige Genehmigung fĂŒr die Entnahme von Rheinwasser
und die Einleitung von chemisch und radioaktiv belasteten
AbwÀssern hat. TRAS hat diese Tatsache seit Jahren vor den
Gerichten kritisiert. Dieser Antrag auf eine Bewilligung ist vor
dem Hinblick, dass die französische Regierung das AKW in
einem Jahr stilllegen will, nicht glaubwĂŒrdig.

Die Stellungnahmen mussten zudem bei der EdF und nicht bei
der eigentlich zustÀndigen Aufsichtsbehörde, der ASN,
eingereicht werden. Dieses Verfahren erscheint ungewöhnlich
und ist vom Grundsatz her problematisch, da die EdF
Antragstellerin mit eigenen Interessen ist und vermutet werden
muss, dass sie die eingehenden Stellungnahmen entsprechend
bewertet.

Der Antrag der EdF fĂŒr eine Genehmigung der Einleitung von
AbwÀrme und von radioaktiv und chemisch belasteten
AbwÀssern in den Rhein widerspricht aus Sicht der TRAS
geltenden französischen und europÀischen Rechtsnormen.
Wesentliche Umweltaspekte werden nicht oder nur mangelhaft
berĂŒcksichtigt. Die Anforderungen der
UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung sind deshalb nicht erfĂŒllt.
 
 

Karlsruhe: Wer ist wer?
Casperle im Kurzportrait / Bild: Zoo Karlsruhe
 
Karlsruhe: Wer ist wer?
Tiertafeln stellen einige Zooindividuen in Kurzportraits vor

Casperle, das ist der Esel mit dem grauen Fell, wie sich dies fĂŒr ein „Grauchen“ gehört. Aber auch bei den Langohren gibt es unterschiedliche Fellfarben. So ist Casperles Partnerin Carla an ihrem dunklen Fell zu erkennen. Tafeln an manchen Gehegen informieren seit Kurzem Besucherinnen und Besucher des Zoologischen Stadtgartens ĂŒber das eine oder andere Tierindividuum. Mit Fotos stellen sich Carla und Casperle vor. Die Tiertafeln informieren darĂŒber, dass Casperle gerade kĂŒrzlich, am 6. Januar, Geburtstag hatte und nun neun Jahre alt ist. Carla wird im Sommer fĂŒnf Jahre alt.

Auch bei den Roten Panda stellen sich Amod und Akuti den Betrachtern vor. Oder bei den EisbĂ€ren: Vitus ist natĂŒrlich der grĂ¶ĂŸte der Gruppe. Er ist zudem oft mit geneigtem Kopf zu sehen. Larissa wiederum hat ein rundliches Gesicht, und die Dritte der EisbĂ€rengruppe, Nika, ist am lĂ€nglichen Gesicht zu erkennen. Wer ist wer: Auch bei den Schimpanse, den Elefanten oder Giraffen kann jeder diese Frage kĂŒnftig dank der Kurzportraits beantworten.
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Verbraucher wollen weniger Verpackungen, dafĂŒr regionales Obst und GemĂŒse
Der Handel muss auf klares Kunden-Votum reagieren

Deutschlands Verbraucher wĂŒrden es begrĂŒĂŸen, wenn regionale Obst- und GemĂŒsesorten im Supermarkt angeboten werden – am besten ohne Plastikverpackung. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des NABU. Befragt wurden mehr als eintausend Kunden, wie und wo sie ihr Obst und GemĂŒse kaufen und was sie sich vom Handel wĂŒnschen.

Besonders hoch im Kurs steht bei Verbrauchern RegionalitĂ€t. Drei von vier Kunden Ă€ußerten Interesse an regionalen und speziellen Obst- und GemĂŒsesorten. Auch im Hinblick auf Verpackungen an der Obsttheke geben die Verbraucher ein klares Votum ab: 76 Prozent der Befragten bevorzugen Obst und GemĂŒse, das nicht abgepackt ist. Lediglich vier Prozent kaufen es lieber mit Verpackung. Um PlastikmĂŒll zu vermeiden, sind sogar 85 Prozent der Kunden bereit, einen eigenen Beutel fĂŒr Obst und GemĂŒse zum Einkauf mitzunehmen.

„Wenn es nach dem Wunsch der Verbraucher geht, scheint das Ende der Plastikverpackungen eingelĂ€utet“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Er appellierte an den Handel, einen möglichst verpackungsfreien Einkauf zu ermöglichen. „Bislang haben die LebensmitteleinzelhĂ€ndler die Verantwortung zu sehr auf die Konsumenten abgewĂ€lzt. Doch ihre Kunden machen nun unmissverstĂ€ndlich klar: Sie wollen weniger Plastik und statt dessen regionale Vielfalt. Die HĂ€ndler mĂŒssen auf die gesellschaftlichen Trends reagieren und aktiv vorangehen“, forderte der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer.

Nach Ansicht des NABU gibt es derzeit noch zu wenige mutige EinzelhĂ€ndler mit neuen Ideen. „Die Umfrage zeigt aber, dass hier unterschĂ€tzte Potenziale liegen. Wenn sich ein EinzelhĂ€ndler nachhaltig und umweltbewusst positioniert, werden die Verbraucher es ihm danken“, so Katharina Istel, NABU-Expertin fĂŒr Nachhaltigen Konsum.

Vor allem in der Entwicklung von neuen Verpackungsideen gĂ€be es noch ungenutzte Möglichkeiten, aber auch in der PrĂ€sentation von Produkten im Laden und in der Gestaltung von attraktiven Angeboten. Denn auch das machen die Verbraucher in der Umfrage klar: Mehr als 90 Prozent sind bereit, Lebensmittel zu kaufen, die bislang nicht im Handel landen. 49 Prozent wĂŒrden Obst und GemĂŒse mit krummen Formen oder Ă€ußeren MĂ€ngeln kaufen, wenn es gĂŒnstiger ist. 42 Prozent sogar zum gleichen Preis.

„Auch leere Regale vor dem Feierabend sollten kĂŒnftig kein Tabu mehr sein“, so Istel. Denn knapp 80 Prozent der Verbraucher wĂŒrden auf bestimmtes Obst und GemĂŒse oder Backwaren verzichten, wenn dadurch insgesamt weniger Produkte weggeworfen wĂŒrden. „Hier brĂ€uchte es in der Praxis aber kreative und kompetente Kommunikationsstrategien, damit die Kunden nicht einfach im nĂ€chsten Laden nach dem gleichen Produkt suchen“, so Istel.

Wie groß das Interesse der Verbraucher an den Themen ErnĂ€hrung ist, zeigen jedes Jahr die Besucherzahlen bei der Internationalen GrĂŒnen Woche in Berlin. Um Politik und Produzenten an ihre Verantwortung fĂŒr eine nachhaltige Landwirtschaft zu erinnern, geht der NABU am 17. Januar 2015 mit zahlreichen weiteren VerbĂ€nden auf die Straße.
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NABU fĂŒr Neuausrichtung der Agrarpolitik an Umwelt- und Verbraucherinteressen
Landwirtschaft muss der gesamten Gesellschaft dienen

AnlĂ€sslich der Agrardemonstration „Wir haben es satt!“ am heutigen Samstag in Berlin hat der NABU eine Agrarpolitik eingefordert, die der gesamten Gesellschaft und nicht vorrangig den Interessen der Agrarlobby verpflichtet ist. „Eine zukunftsfĂ€hige Agrarpolitik ist heute keine Politik mehr von Bauern fĂŒr Bauern, sondern muss in erster Linie die Anliegen des Umwelt- und Verbraucherschutzes im Sinne einer echten Gesellschaftspolitik berĂŒcksichtigen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke auf der Auftaktkundgebung der Demonstration am Potsdamer Platz. Immer mehr Menschen hĂ€tten es satt, dass die BrĂŒsseler Agrarmilliarden gießkannenartig in die Landwirtschaft fließen und damit immer noch Betriebe gefördert wĂŒrden, die durch großflĂ€chigen Maisanbau, Pestizideinsatz und Massentierhaltung der Umwelt schaden.

Unter dem Motto „NaturschĂ€tze retten statt Landschaften plĂ€tten“ beteiligte sich der NABU mit einem bunt geschmĂŒckten Trecker, gesteuert von NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller, sowie mit Mitgliedern und Aktiven aus dem gesamten Bundesgebiet an dem Protestzug. Dabei wiesen die NABU-Aktiven darauf hin, dass die Intensivierung und Monotonisierung der Agrarlandschaften sowie der Verlust von artenreichem GrĂŒnland in den letzten Jahrzehnten zu einem dramatischen Artensterben gefĂŒhrt haben. In vielen Regionen sei die Vielfalt an LebensrĂ€umen und Strukturen durch wenige große Monokulturen ersetzt worden. In der Folge hĂ€tten Kiebitz, Feldlerche oder Rebhuhn bereits auf breiter Front das Feld gerĂ€umt.

Angesichts der Debatten um das Freihandelsabkommen TTIP sei es dringend erforderlich, die QualitĂ€t sowie die identitĂ€tsstiftende Bedeutung von regionalen und typischen Lebensmitteln zu verteidigen. „Wer die Landwirtschaft auf die Massenproduktion von Lebensmitteln fĂŒr den Weltmarkt konzentrieren möchte, setzt die natĂŒrlichen Lebensgrundlagen fĂŒr kĂŒnftige Generationen aufs Spiel und gefĂ€hrdet die gesellschaftliche Akzeptanz“, so der NABU-PrĂ€sident. Auch der Bauernverband mĂŒsse sich klar dazu bekennen, einer weiteren Industrialisierung sowie der Entwicklung einer „Satellitenlandwirtschaft“ eine Absage zu erteilen, wie es unlĂ€ngst am Beispiel eines SchweinemĂ€sters in Sachsen-Anhalt erfolgt sei.
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