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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
Mehr Planungssicherheit fĂŒr Windkraftanlagen in der NĂ€he von Vogelvorkommen
Neues Papier zu Abstandregelungen kann Konflikte lösen

Der NABU begrĂŒĂŸt, dass Windkraftprojekte in der NĂ€he von sensiblen Vogelvorkommen ab sofort verlĂ€sslicher geplant werden können. In der vergangenen Woche bestĂ€tigte dazu die LĂ€nderarbeitsgemeinschaft Naturschutz (LANA) das sogenannte „Neue HelgolĂ€nder Papier“, das den aktuellen Fachstandard fĂŒr den empfohlenen Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und sensiblen Vogelvorkommen darstellt. Diese Empfehlungen waren bereits vor zwei Jahren von der LĂ€nderarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten erarbeitet und seither diskutiert worden.

„Mit diesem Papier bekommen sowohl die Politik als auch Windkraftplaner und NaturschĂŒtzer eine auch vor Gericht belastbare Grundlage fĂŒr die Interpretation der Artenschutzvorschriften in unseren Gesetzen. Damit kann der Konflikt zwischen Windkraft und Vogelschutz gelöst werden, um eine naturvertrĂ€gliche Energiewende zu erreichen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Das Dokument spiegelt den neuesten Stand der Forschung zur GefĂ€hrdung von Vögeln durch Windkraftanlagen wider und stellt damit auch die fachliche Messlatte fĂŒr die GenehmigungsfĂ€higkeit von Windkraftplanungen dar. Der NABU zeigt sich daher erfreut, dass das Papier nach Jahren der Diskussion endlich von den Naturschutz-Fachabteilungen der LĂ€nder akzeptiert wurde. „Von uns im Vorfeld befĂŒrchtete politisch motivierte Änderungen oder ein Publikationsverbot fĂŒr dieses in der Fachwelt bereits weithin bekannte Papier sind nun aus der Welt“, erklĂ€rte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Das ursprĂŒngliche „HelgolĂ€nder Papier“ war bereits 2007 durch die Landesarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten veröffentlicht worden. Seine GĂŒltigkeit als fachliche Messlatte wurde seither von Gerichten vielfach bestĂ€tigt. Das aktuelle Papier ist eine aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisierte Version der Abstandsempfehlungen. Sie enthĂ€lt bei vielen Arten eine fachlich gut begrĂŒndete Reduzierung der Abstandsempfehlung, beim Rotmilan hingegen einen vergrĂ¶ĂŸerten Mindestabstand von 1.000 auf aktuell 1.500 Meter.

Der NABU fordert beim Ausbau der erneuerbaren Energien die strikte Einhaltung des geltenden Umweltrechts und appelliert dabei an alle EntscheidungstrĂ€ger und Investoren, den Klimaschutz nicht auf Kosten von Arten und LebensrĂ€umen voranzutreiben. Der NABU befĂŒrwortet den naturvertrĂ€glichen Ausbau der Windkraft sowohl an Land als auch auf dem Meer, weist jedoch auf gravierende VersĂ€umnisse bei der Standortwahl und Umsetzung einzelner Projekte hin. Trotz aller Bekenntnisse der Branche ist wiederholt festzustellen, dass Naturschutzbelange nicht in ausreichendem Maße berĂŒcksichtigt und auch höchst kritische Projekte realisiert werden.
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NABU-Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen will mehr Naturschutz im Jagdrecht
Jagdgesetze mĂŒssen ökologischer werden

Vor dem Hintergrund der Novellierungen der Jagdgesetze in Nordrhein-Westfalen und Baden-WĂŒrttemberg hat der NABU eine reprĂ€sentative Bevölkerungsumfrage beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegeben. Die klare Mehrheit (84 Prozent) der 1.000 Befragten hĂ€lt es fĂŒr sehr wichtig oder wichtig, dass die Aspekte des Natur- und Tierschutzes durch die Jagdgesetze gestĂ€rkt werden. „Wir fordern die Politik auf, die Jagdgesetze konsequent zu ökologisieren – auch wenn viele JagdverbĂ€nde mit Gesetzen aus dem letzten Jahrhundert lieber weiter in der Vergangenheit leben wollen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Baden-WĂŒrttemberg fahre die JĂ€gerschaft schwere GeschĂŒtze gegen zaghafte ökologische Verbesserungen der Jagdgesetze auf. So beharren die JagdverbĂ€nde weiterhin darauf, Tiere mit Fallen töten zu dĂŒrfen und streng geschĂŒtzte und bedrohte Tierarten wie Krick- oder Tafelente zu bejagen. „Wollen JĂ€gerinnen und JĂ€ger gesellschaftsfĂ€hig bleiben, mĂŒssen sie sich den sozialen und ökologischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte öffnen. So könnte der Wolf zum Lackmus-Test werden: Der Umgang mit dem RĂŒckkehrer wird zeigen, ob die JĂ€gerschaft in der Gegenwart ankommt oder weiter Positionen aus der MĂ€rchenzeit aufrecht erhalten will“, sagte Miller.

Der NABU hatte erst vor Kurzem die UmweltvertrĂ€glichkeit des deutschen Jagdrechts ĂŒberprĂŒft und festgestellt, dass dieses den Anforderungen des Tier- und Naturschutzes nicht einmal mehr ansatzweise genĂŒgt. „Die EntwĂŒrfe der Jagdgesetze aus Nordrhein-Westfalen und Baden-WĂŒrttemberg waren die einzigen, die ein StĂŒck weit in die Zukunft wiesen“, erklĂ€rte der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer.

Er kritisierte scharf, dass sich die grĂŒn-rote Landesregierung in Baden-WĂŒrttemberg dem Druck der JĂ€ger beugen und stark gefĂ€hrdete oder vom Aussterben bedrohte Entenarten möglicherweise zur Jagd freigeben möchte. In der DurchfĂŒhrungsverordnung zum neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz war dies in den ersten EntwĂŒrfen nicht vorgesehen. „Die Umfrage des NABU zeigt klar, wohin die Richtung gehen muss: Die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wollen mehr Natur- und Tierschutz im Jagdrecht – und kein Einknicken der Politiker vor anachronistischen Forderungen der JĂ€gerschaft“, so Miller.

An die JagdverbĂ€nde richtete der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer ein konkretes Angebot: „Angesichts der massiven Herausforderungen – die biologische Vielfalt geht immer dramatischer zurĂŒck im Wald und vor allem auf Feldern – sollte die organisierte JĂ€gerschaft ihrem eigenen Anspruch gerecht werden: Zeigen Sie den NaturschĂŒtzern nicht die Faust, sondern verhalten Sie sich wie ein anerkannter Naturschutzverband. Wir reichen Ihnen die Hand, um mit uns gemeinsam gegen die BestandsrĂŒckgange bei bedrohten Arten vorzugehen und ihre LebensrĂ€ume zu entwickeln. Auf lokaler Ebene funktioniert eine solche Zusammenarbeit schon sehr gut – jetzt muss nur noch die gesamte JĂ€gerschaft nachziehen. Die Gesellschaft erwartet von den JagdverbĂ€nden, dass sie aus den verstaubten Jagdzimmern ins 21. Jahrhundert treten und sich fĂŒr den Naturschutz einsetzen.“
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NABU-Gutachten zeigt Nachbesserungsbedarf beim Fracking-Gesetz
Expertenkommission darf nicht ĂŒber kommerzielles Fracking entscheiden

Im Auftrag des NABU wurde von der Berliner Rechtskanzlei Gaßner, Groth, Siederer und Coll. ein Kurzgutachten zum Regelungspaket Fracking erstellt. Darin wird unter anderem die Rolle der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission untersucht. Nach den vorliegenden EntwĂŒrfen der Bundesregierung kann das fĂŒr die kommerzielle Gewinnung vorgesehene Verbot von Fracking in Schiefer- und KohleflözgaslagerstĂ€tten oberhalb von 3.000 Metern durch das Votum einer Expertenkommission ĂŒberwunden werden. Das lehnt der NABU ab und appellierte vor diesem Hintergrund an die Bundestagsabgeordneten, diesem Entwurf nicht zuzustimmen.

„Es kann nicht sein, dass eine demokratisch nicht legitimierte Expertenkommission ĂŒber die ZulĂ€ssigkeit von kommerziellen Fracking-Vorhaben entscheidet“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Laut des Gutachtens dĂŒrfen kommerzielle Vorhaben nicht zugelassen werden, solange deren Unbedenklichkeit nicht durch demokratisch legitimierte Organe unter Anhörung der beteiligten Kreise und der Öffentlichkeit auf Grundlage ausreichender Untersuchungen bewertet und die dabei einzuhaltenden Standards festgelegt worden sind. „Die Abgeordneten mĂŒssen in ihren Wahlkreisen Rede und Antwort stehen. Es geht hier um schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft mit ungewissen Folgen fĂŒr Mensch, Natur und Grundwasser. Diese Entscheidung allein einer Expertenkommission zu ĂŒberlassen, ist nicht transparent und fördert die Verunsicherung bei den Menschen in den betroffenen Regionen“, so Tschimpke.

Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzespaket wird die grundlegende Forderung des NABU nach einem Fracking-Verbot zur Gewinnung von Erdgas und Erdöl nicht erfĂŒllt. Auch eine Mindesttiefe oder ein Mindestabstand zwischen Grundwasser und erzeugten Rissen ist nicht vorgesehen, Erprobungsmaßnahmen sind uneingeschrĂ€nkt zulĂ€ssig und das vorgesehene Verbot von kommerziellem Fracking in Schiefer- und KohleflözgaslagerstĂ€tten oberhalb von 3.000 Metern kann durch das Votum einer Expertenkommission ĂŒberwunden werden.

Aus Sicht des NABU sind schon Erprobungsmaßnahmen nicht zielfĂŒhrend, weil die Erkenntnisse aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit des Untergrundes nicht von einem auf andere Bohrstandorte ĂŒbertragbar sind. Besonders kritisch bewertet der NABU, dass die Expertenkommission eine bestimmte geologische Formation als grundsĂ€tzlich unbedenklich einstufen kann. In dieser Formation können dann kommerzielle Vorhaben in beliebiger Zahl und GrĂ¶ĂŸe zugelassen werden. Erdöl- und Erdgasunternehmen werden durch Erprobungsmaßnahmen Felder fĂŒr sich reservieren in der Hoffnung, dass die jeweilige geologische Formation ohne besondere eigene wissenschaftliche Untersuchungen von der Expertenkommission als grundsĂ€tzlich unbedenklich eingestuft wird.
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Weißstörche als Vorboten der JubilĂ€umssaison im Europa-Park
Störche im Europa-Park / Foto: Klaus Schultes
 
Weißstörche als Vorboten der JubilĂ€umssaison im Europa-Park
Mit großen FlĂŒgelschlĂ€gen schwingen sich die imposanten Langbeiner hinauf zum Dach des Hotels Bell Rock im Europa-Park. Die Weißstörche sind die ersten Vorboten der großen JubilĂ€umssaison im Europa-Park. Alle Storchenbetten sind bereits in der Woche vor Saisonstart belegt. Nicht nur auf dem First des neuenglischen 4-Sterne Superior Hotels thronen die gefiederten ÜbernachtungsgĂ€ste, auch das portugiesische Hotel Santa Isabel erfreut sich großer Beliebtheit. In der Welt der Kinder recken hungrige KĂŒcken ihre SchnĂ€bel in die Luft und freuen sich hoch oben auf dem Riesenrutschenturm bereits auf das bunte Treiben und das freudige Kinderlachen, das ab 28. MĂ€rz im Europa-Park zu hören ist. Zum beliebtesten Wohnort der Schreitvögel wird Deutschlands grĂ¶ĂŸter Freizeitpark mit einem weiteren Nest auf dem Tabakschopf und bietet insgesamt zehn Störchen ein Zuhause. Neben den beliebten fliegenden Fotomotiven gibt es zum 40. Geburtstag des Europa-Park jede Menge weitere Highlights zu bestaunen. Neben einer komplett neuen Parade und dem neuen 4D-Film „Das Zeitkarussell“ gibt es viele zusĂ€tzliche Neuerungen, die Spaß und Genuss fĂŒr die ganze Familie versprechen.

 
 

 
Karlsruhe: Waldspaziergang in Stupferich
Revierförster informiert ĂŒber Holzernte und weitere Vorhaben

Bei zunehmend wĂ€rmerem Wetter und gut eine Woche nach FrĂŒhlingsbeginn ist die Gelegenheit gĂŒnstig, am Waldspaziergang 2015 in Stupferich mit Revierförster Bernd Struck teilzunehmen. Zu diesem lĂ€dt die Ortsverwaltung BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Besucherinnen und Besucher herzlich ein - fĂŒr Sonntag, 29. MĂ€rz, ab 10 Uhr. Treffpunkt ist vor der Bergleshalle. Ortsvorsteher Alfons Gartner wird auch dabei sein.

Struck informiert beim auch fĂŒr Kinder interessanten Beschreiten und Bestaunen des Forsts ĂŒber die Bilanz der aktuellen Holzernte sowie weitere vorgesehene wirtschaftliche Maßnahmen, die stets im Einklang mit nachhaltig ökologischen Aspekten vollzogen werden. Nach dem Spaziergang bietet der Kleintier- und Vogelzuchtverein C 186 Stupferich noch einen kleinen Umtrunk mit Vesper an.
 
 

Cornelia Lutz wird neue Abteilungsleiterin der GrĂŒnflĂ€chen
Cornelia Lutz / Foto: Heike Pohla
 
Cornelia Lutz wird neue Abteilungsleiterin der GrĂŒnflĂ€chen
und stellvertretende Leiterin des Gartenund Tiefbauamts

In seiner heutigen Sitzung hat der Gemeinderat Cornelia Lutz
einstimmig zur neuen Leiterin der Abteilung GrĂŒnflĂ€chen und
zur neuen stellvertretenden Leiterin des Garten- und
Tiefbauamts (GuT) gewÀhlt. Sie tritt im Sommer ihre neue
Stelle an. Cornelia Lutz folgt auf Martin Leser, der seit Anfang
des Jahres neuer Leiter des Eigenbetriebs Friedhöfe ist.

Die in Bretten gebĂŒrtige Landschaftsarchitektin arbeitete viele
Jahre in der freien Wirtschaft in NĂŒrnberg und Freising sowie
als wissenschaftliche Assistentin an der Technischen
UniversitĂ€t MĂŒnchen. Seit 2012 ist Cornelia Lutz als
stellvertretende Leiterin des Sachgebiets „Planung und Bau
GrĂŒn“ bei der Stadtverwaltung NĂŒrnberg tĂ€tig. Des Weiteren
hat sie innerhalb des Sachgebiets die Leitung des Bereichs
Objektplanung inne mit dem Neubau und der Sanierung der
öffentlichen GrĂŒnflĂ€chen; zudem arbeitet Cornelia Lutz in der
Projektentwicklung und GrĂŒnkonzeption.
 
 

UrauffĂŒhrung des neuen Wyhl-Films im ĂŒberfĂŒllten Gemeindesaal
Blick in den ĂŒberfĂŒllten Evangelischen Gemeindesaal / Foto: Kurt Schmidt
 
UrauffĂŒhrung des neuen Wyhl-Films im ĂŒberfĂŒllten Gemeindesaal
Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen veranstalteten am 12. MĂ€rz 2015 die UrauffĂŒhrung des neuen und eindruckvollen Films "Wyhl und die Linken - Geschichten aus dem Wyhler Wald". Der Evangelische Gemeindesaal von Weisweil platzte aus allen NĂ€hten. Die beiden Freiburger Filmemacher Bodo Kaiser und Siggi Held erhielten in der anschließenden lebhaften Diskussion fĂŒr die ehrliche Recherche, die humorvollen Einlagen und die sehr schönen Landschaftsbilder aus der Heimat sehr viel Lob! Zahlreiche Zeitzeugen waren auch aus Frankreich und grĂ¶ĂŸeren Entfernungen angereist und tauschten sich intensiv aus. Die vorhandenen Film-CD`s waren nach der Veranstaltung alle vergriffen. Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen wollen diesen neuen Wyhl-Film auch in Endingen und Breisach zur AuffĂŒhrung bringen.
 
 

Karlsruhe: Karlsruher Zoo hÀlt erstmals Pfeilgiftfrösche
GelbgebÀnderter Pfeilgiftfrosch / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Karlsruher Zoo hÀlt erstmals Pfeilgiftfrösche
Ende MĂ€rz ziehen die ersten vier Vogelarten hinter den Kulissen des Exotenhauses ein

Wasser marsch! Langsam steigt am Donnerstagvormittag (12. MĂ€rz) der Wasserspiegel im Karibik-Becken. Bis zum Mittag ist das erste Großaquarium im Exotenhaus geflutet, am Nachmittag folgt das Schwarzwasser-Becken. Insgesamt sechs Aquarien mit einem Fassungsvermögen zwischen 5.000 und 9.000 Litern Wasser - darunter ein Ostafrika-Becken oder auch ein SĂŒdostasien-Becken - sind mit jeweils rund 200 Kilogramm Sand, Mangrovenwurzeln oder auch Felsen ausgestattet und sollen nach und nach mit Wasser befĂŒllt. Das Exotenhaus öffnet im Juni.

Erste Station fĂŒr die Baumsteiger ist die QuarantĂ€nestation

Im Wirtschaftshof des Zoos sind derweil in der QuarantĂ€nestation die ersten vier Tierarten fĂŒr Terrarien der Amphibienstation angekommen - drei Rotkopf-Plattschildkröten und drei Arten von Pfeilgiftfröschen. „Der Karlsruher Zoo hat noch nie Pfeilgiftfrösche gehalten, jede Ankunft eines neuen Tieres ist da faszinierend“, freut sich Dr. Clemens Becker, kommissarischer Zooleiter. Anfang Februar sind aus dem Zoo Halle mit den fĂŒnf Marańon-Baumsteigern, die mit ihren hellen Punkten auf schokoladenbrauner Haut auch Schokoladenbaumsteiger heißen, die ersten Pfeilgiftfrösche eingetroffen. Wie auch die vor wenigen Tagen eingetroffenen drei Para Baumsteiger und die fĂŒnf Exemplare des gelbgebĂ€nderten Pfeilgiftfroschs sind die Winzlinge in der Natur ziemlich giftig.

„Unsere Tiere sind aber harmlos“, erlĂ€uterte Michaela Gaum, die Leiterin des Exotenhauses. Ihr Hautgift produzieren die einen bis fĂŒnf Zentimeter großen Pfeilgiftfrösche in den RegenwĂ€ldern Mittel- und SĂŒdamerikas aus ihrer Nahrung, aus einem Ameisen- und Termitenstoff. Die hiesigen Futtertiere - Heimchen, Fruchtfliegen oder SpringschwĂ€nze - bieten diesen Ausgangsstoff nicht. Die Becken sind mit Warm- und UV-Licht bestrahlt, Wasserwölkchen sorgen fĂŒr die notwendige Luftfeuchtigkeit. Die Ausstattung ist eher karg. „Auf einer QuarantĂ€nestation sind viel Strukturen, etwa Moos und andere Gehegeausstattungen, eher kontraproduktiv“, erlĂ€uterte Gaum. SpĂ€ter, im Exotenhaus, wird ihr Heim ĂŒppiger „möbliert“ sein.

Australienlandschaft mit Lungenfisch und Wasserwarane

Mit dem Vivarium des Naturkundemuseums Karlsruhe hat der Zoo die Tierliste abgestimmt, denn beide Einrichtungen sollen jeweils unterschiedliche Arten zeigen. Im großen Karibik-Becken werden bis zu einem Meter lange Knochenhechte und Kahlhechte schwimmen. Nebenan im Schwarzwasserbecken werden unter anderem die aus dem Zoo Leipzig kommenden Diskusfische eingesetzt. Im Ostafrika-Becken sind etwa Kongosalmler zu sehen, im Malawisee-Becken werden die Malawiseebarsche einziehen, die bislang im Elefantenhaus lebten, zudem gelbe MaulbrĂŒter. Ihr Aquarium bietet mit einer Felsmauer im Wasser viele RĂŒckzugsmöglichkeiten, damit sich die revierbildenden Barsche untereinander abgrenzen können.

Bei der Australienlandschaft mĂŒssen noch letzte Arbeiten an der Grundstruktur des Geheges erledigt werden. In diesem Terrarium werden Wasserwarane und Wasseragame gezeigt, zudem Schlangenarten, Schildkröten, Regenbogenfische. Und Lungenfische, freut sich Michaela Gaum ĂŒber diese selten gezeigten Tiere.

Sonnenralle und Dajaldrossel ĂŒbernehmen den Erstbezug

Beim Gehege der Riesenschildkröten soll noch eine leicht wellige Landschaft entstehen. Einziehen werden hier zwei 15 und 18 Jahre alte Tiere, die beschlagnahmt wurden. Die 70 bis 80 Zentimeter großen Tiere leben derzeit im Zoo ZĂŒrich. „Manchmal muss man jahrelang auf Tiere warten“, wissen Becker und Gaum um die Schwierigkeit, bestimmte Tiere zu bekommen. Die Erstbewohner des Exotenhauses sind daher nicht selten noch junge Tiere. „Unsere Tiere wachsen ins Exotenhaus hinein. Wie wir auch - von Tag zu Tag ein StĂŒckchen mehr“, lacht Gaum. Die Seychellen-Riesenschildkröten werden sich das Gehege mit den Strahlenschildkröten teilen. Im Außenbereich haben auch griechische Landschildkröten ein Heim. Ihr Gehege bekommt ein HĂ€uschen, das auch Überwinterungsquartier sein wird.

Die ersten Tiere, die direkt ins Exotenhaus, allerdings hinter den Kulissen, einziehen, sind vier Vogelarten aus dem Zoo Leipzig. Sonnenralle, Dajaldrossel, Rotschopfturako und eine Gruppe Madagaskarweber werden Ende MĂ€rz erwartet.
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