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Montag, 19. August 2019
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Verschiedenes

Buchen-UrwÀlder in Brandenburg
Zahlreiche haben im Grumsiner Forst ihren Lebensraum / Foto: NABU / G. Meyer
 
Buchen-UrwÀlder in Brandenburg
Entwicklung dank EU-Naturschutzrichtlinien

Bedeutender Naturschatz Grumsin - „Fitness-Check“ darf nicht zum Naturschutz-Abbau fĂŒhren

Die Naturschutzgesetzgebung der EU soll auf den PrĂŒfstand: Bis zum 24. Juli haben alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in den Mitgliedstaaten die Gelegenheit, sich zur Bedeutung und zu einer möglichen „Modernisierung" der zwei wichtigsten EU-Gesetze fĂŒr den Natur- und Artenschutz zu Ă€ußern: der Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) und der Vogelschutzrichtlinie. Es gilt die Erfolgsgeschichten der Richtlinien fortzuschreiben und geplante Lockerungen zu verhindern. Mit der Aktion „NaturschĂ€tze retten“ stellt der NABU jede Woche unter www.nabu.de/naturschaetze ein Gebiet, eine Art oder einen Lebensraum vor, die vom Schutz der EU profitieren oder ohne diesen verloren gehen könnten. Diese Woche der Naturschatz #12: Naturnaher Buchenwald Grumsin in Brandenburg.

Alte BuchenwĂ€lder gehören zu den am stĂ€rksten bedrohten LebensrĂ€umen der Erde. Mehr als 4.000 Pflanzen- und 6.700 Tierarten finden hier ein Zuhause – vorausgesetzt die WĂ€lder sind in einem naturnahen Zustand mit urwaldĂ€hnlichen Strukturen. Doch solche nutzungsfreien BuchenwĂ€lder gibt es Deutschland nur noch auf weniger als 0,2 Prozent der WaldflĂ€che, und das obwohl die Bundesrepublik von Natur aus zu mehr als der HĂ€lfte von BuchenurwĂ€ldern bedeckt wĂ€re.

„Viele Buchenwaldtypen gibt es nur bei uns in Deutschland. Daher tragen wir besondere Verantwortung fĂŒr diesen Lebensraum“, sagt Aija Torkler, Leiterin des NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger MĂŒhle. Hier, am Eingang zum BiosphĂ€renreservat Schorfheide-Chorin im nördlichen Brandenburg, darf sich wieder wertvoller Buchenwald entwickeln. Gut 6.100 Hektar des Waldgebiets Grumsiner Forst/Redernswalde stehen unter Schutz durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EuropĂ€ischen Union. Und gut ein Zehntel ist seit den 1980er Jahren komplett aus der Nutzung herausgenommen. „Dadurch, dass hier niemand in die Entwicklung des Waldes eingreift, können wieder urwaldĂ€hnliche Strukturen entstehen. Das ist ein großes Geschenk fĂŒr die Natur und unsere Artenvielfalt“, freut sich Torkler.

Besucher können im NABU-Naturerlebniszentrum den Lebensraum Buchenwald und seine unglaubliche Artenvielfalt entdecken. In einer Dauerausstellung lĂ€sst sich die Entstehungsgeschichte der BuchenwĂ€lder nacherleben, wie die Eiszeit die faszinierende Landschaft aus Seen, Mooren und ErlensĂŒmpfen prĂ€gte. Auch die Bewohner der BuchenwĂ€lder werden vorgestellt: Schwarzstorch, Moorfrösche, Großes Mausohr oder der Ästige Stachelbart, ein krauser Pilz, der sich auf die StĂ€mme morscher LaubbĂ€ume spezialisiert hat. Erfahrene NABU- und Naturwacht-Mitarbeiter sowie zertifizierte Natur- und LandschaftsfĂŒhrer bieten zudem FĂŒhrungen in die BuchenwĂ€lder an.

„Die FFH-Richtlinie der EU ist fĂŒr die Entwicklung des Grumsiner Forsts elementar. Sie sorgt dafĂŒr, dass Biotope geschĂŒtzt und in ihrer Vielfalt erhalten bleiben. Zahlreiche BĂ€ume dĂŒrfen ungestört alt werden und irgendwann absterben. So entstehen wertvolle Bruthöhlen an abgebrochenen Ästen und verschiedenes Totholz. Die abgestorbenen BĂ€ume bilden die Lebensgrundlage fĂŒr zahllose Insekten, FledermĂ€use und Pilze“, so Torkler weiter.

Wie wichtig die Bedeutung des Grumsiner Forsts und der naturnahen BuchenwÀlder Deutschlands ist, zeigt auch ihre Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe. 2011 wurde der Grumsin gemeinsam mit vier weiteren deutschen Buchenwaldgebieten von der UNESCO in die Liste der WeltnaturerbestÀtten aufgenommen. Die WÀlder sind damit der Serengeti in Ostafrika und dem Yellowstone-Nationalpark in den USA gleichgestellt.

Wer das FFH-Gebiet Grumsiner Forst/Redernswalde erleben möchte, hat in der „Naturschatz“-Woche vom 13. bis 19. Juli Gelegenheit dazu. Im NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger MĂŒhle zeigt Naturfotograf Sebastian Hennigs seine Ausstellung „Lebensraum BuchenwĂ€lder“, gefĂ€hrdete Arten sowie die Nutzung des FFH-Gebiets werden vorgestellt und NABU-Waldexperte Stefan Adler gibt Auskunft zur Umsetzung des europĂ€ischen Naturschutzrechts im deutschen Wald. DarĂŒber hinaus kann das Weltnaturerbe bei einer Kindersafari und einer gefĂŒhrten Wanderung erkundet werden. Termine: https://blumberger-muehle.nabu.de/angeboteundtermine/veranstaltung.html

Der NABU stellt seit Ende April jede Woche eine geschĂŒtzte oder gerettete Art, einen Lebensraum oder ein Natura-2000-Gebiet ĂŒber die NABU-Webseite, Presse, soziale Medien und auf Veranstaltungen vor, die alle vom EU-Schutz abhĂ€ngen. Dazu zĂ€hlen neben dem Buchenwald Grumsin unter anderem auch der Wolf und der Biber, ebenso wie das Große Torfmoor in Nordrhein-Westfalen, das Tegeler Fließtal der Hauptstadt Berlin oder das Nationale Naturerbe „Weinberg Wetzlar“.
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NABU prÀsentiert Altarmanschluss
...bei Eröffnung vom Haus der FlĂŒsse in Havelberg

In Sachsen-Anhalt startet die aktive Bauphase im Naturschutzgroßprojekt

Am heutigen Montag hat das Natura 2000-Informationszentrum „Haus der FlĂŒsse“ des BiosphĂ€renreservats Mittelelbe am BUGA-Standort Hansestadt Havelberg seine Pforten geöffnet. Mit anschaulichen Exponaten und interaktiven Stationen werden die Flusslandschaften Elbe und Havel mit ihren Natura-2000-LebensrĂ€umen und -Arten dargestellt. Der NABU sorgte im FrĂŒhjahr 2014 in direkter Nachbarschaft fĂŒr den Anschluss eines Altarms der Havel und ließ damit die historische Petroleuminsel wiederauferstehen. Auf ihr wurden frĂŒher die PetroleumvorrĂ€te gelagert, um die Stadt vor Brandkatastrophen zu schĂŒtzen.

„Heute kann sich auf der 4000 Quadratmeter großen Insel wieder Auenwald entwickeln, wodurch sich viele Tier- und Pflanzenarten wieder ansiedeln werden“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Der wiederangeschlossene Altarm ist nicht nur Lebensraum, sondern auch in das Ausstellungskonzept eingebunden. Über ihn fĂŒhrt ein Steg mit zehn Informationstafeln, die ĂŒber die Flussaue und das NABU-Projekt informieren. „Die gute Zusammenarbeit mit den Partnern in Sachsen-Anhalt ermöglicht es, dass die grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Flussrenaturierung vorangeht und nun die Bagger rollen“, so Miller.

Parallel zur Eröffnung des Hauses startete heute östlich von Kuhlhausen die aktive Bauphase im Renaturierungsprojekt des NABU auf einer FlĂ€che von 430 Hektar. „Wir freuen uns, dass wir nun nach Jahren der Vorbereitung und Planung mit den praktischen Arbeiten beginnen können“, sagte NABU-Havelprojektleiter Rocco Buchta. Die Breite Dunau, ein System historischer Havelarme, werde dadurch kĂŒnftig mitsamt ihrer großen ÜberflutungsflĂ€chen ganzjĂ€hrig durchströmt. Weniger Ablagerungen fĂŒhren zu besseren Bedingungen fĂŒr aquatische Organismen. WiesenbrĂŒter profitieren ebenso von der Verbesserung ihres Lebensraumes wie die Bewohner des neu angelegten Auenwaldes.

„Der RĂŒckbau von Verwallungen und die Absenkung von DĂ€mmen bewirken eine durchgĂ€ngige Verbindung von Fluss und Aue bei hohen WasserstĂ€nden. Außerdem erneuern wir die Querungsbauwerke, so dass mehr Wasser hindurchfließt und die ursprĂŒnglichen Lebensgemeinschaften des FließgewĂ€ssers zurĂŒckkehren können“, so Buchta.

Im Jahr 2005 hat der NABU das grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Projekt zur Renaturierung eines Flusses gestartet. Auf etwa 90 Flusskilometern werden verschiedene Maßnahmen, darunter die Entfernung von steinernen Uferbefestigungen und -verwallungen, die BegrĂŒndung von Auenwald sowie der Anschluss von Altarmen und Flutrinnen umgesetzt, um so große Flussabschnitte der Unteren Havel wieder zu ihrer ursprĂŒnglichen Vielfalt zurĂŒckzufĂŒhren.
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Aktion auf dem Mundenhof
Popcorn machen, MĂŒsliriegel backen – am Sonntag, 19. Juli, zeigt der Solarkocher, was er kann

Am Sonntag, 19. Juli, lÀdt der Mundenhof von 12 Uhr an zu einer
Veranstaltung mit dem Verein „Solare Zukunft“ auf dem Nistplatz ein.
Stockbrot wird hier an der Feuerstelle ja jeden Sonntag gebacken.
Diesmal tritt aber auch der Solarkocher in Aktion. Mit seiner Hilfe
dĂŒrfen Jung und Alt Popcorn herstellen und MĂŒsliriegel backen.

NatĂŒrlich kann diese Aktion nur bei Sonnenschein stattfinden. Daher
unbedingt am Sonntag aus dem Fenster schauen und bei gutem
Wetter rauskommen und erleben, wie einfach und schmackhaft man
„mit der Sonne“ kochen kann.

Der Nistplatz e.V. ist verantwortlich fĂŒr das gleichnamige
Erfahrungsfeld der Sinne auf dem Mundenhof. Hier werden die Sinne
fĂŒr ein waches Bewusstsein unserer Umwelt geschult. Der Verein
Solare Zukunft, mit Sitz in Freiburg, ist im Bereich der Bildung fĂŒr
eine nachhaltige Energieversorgung aktiv. Ermöglicht wird diese
Aktion durch eine erneute Spende des Umweltversandes WaschbÀr.
 
 

 
NABU: Emissionshandel braucht eine echte Reform
Erreichen der europĂ€ischen Klimaschutzziele rĂŒckt in immer weitere Ferne

Angesichts der heutigen Beratungen der EU-Kommission zum Emissionshandel fordert der NABU weitreichendere Reformen beim Handel mit den Verschmutzungsrechten. „Der europĂ€ische Emissionshandel umfasst fast die HĂ€lfte der europaweiten CO2-Emissionen. Deshalb hĂ€tte die EU-Kommission dieses Instrument endlich stĂ€rken mĂŒssen. Stattdessen wird es auch kĂŒnftig reichlich ĂŒberflĂŒssige Verschmutzungs-Zertifikate geben, die den Preis kaputt machen“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

UrsprĂŒnglich wurde mit einem Zertifikate-Preis von rund 30 Euro je Tonne CO2 geplant und auf dieser Basis Klimaschutzeffekte berechnet. Seit Jahren jedoch dĂŒmpelt der tatsĂ€chliche Preis bei etwa sieben Euro und bietet damit keinen verlĂ€sslichen Anreiz fĂŒr Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz. „Ein angemessener CO2-Preis ist dringend nötig, denn der Emissionshandel ist das zentrale Element zum Erreichen der europĂ€ischen Klimaschutzziele“, so Tschimpke weiter. Außerdem trage ein höherer CO2-Preis zur Planungssicherheit bei Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz bei.

In dem heute von der EU-Kommission vorgelegten Reformvorschlag sollen ab dem Jahr 2020 zwar kĂŒnftig jedes Jahr weniger Zertifikate ausgegeben werden als bisher, doch wird diese Reduktion durch die in den Markt zurĂŒckfließenden Zertifikate aus der jĂŒngst beschlossenen MarktstabilitĂ€tsreserve wettgemacht. „Wenn die EU beim Klimagipfel in Paris glaubwĂŒrdig fĂŒr den Klimaschutz eintreten will, mĂŒssen möglichst schnell etwa zwei Milliarden Zertifikate aus dem Markt gezogen werden und zwar dauerhaft“, forderte der NABU-PrĂ€sident.

Der Emissionshandel hat seit seiner EinfĂŒhrung zu etlichen Mitnahmeeffekten in der Energiewirtschaft und Industrie gefĂŒhrt und kaum Einsparungen im CO2-Ausstoß nach sich gezogen. „Wenn der Emissionshandel nicht noch eine Reform erfĂ€hrt, die wirklich diesen Namen verdient, sind die Klimaschutzziele der EU schwer erreichbar. Zumindest solange der Emissionshandel das zentrale Instrument im EU-weiten Klimaschutz ist. Deshalb wird es Zeit, dass endlich zusĂ€tzliche Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen auf den Tisch kommen“, so NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz.
 
 

Agrikultur ... denn Landwirtschaft ist Teil unseres kulturellen Schaffens
 
Agrikultur ... denn Landwirtschaft ist Teil unseres kulturellen Schaffens
Landwirtschaft ist weit mehr als die Erzeugung von Lebensmitteln. Sie gestaltet die Umwelt, ­erschafft Kulturlandschaften und prĂ€gt unsere Gesellschaft. Wie können wir heute und zukĂŒnftig Landwirtschaft jenseits von Marktzwang und MonoKultur gestalten und ökologisch und gesellschaftlich in Wert setzen?
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BauflÀchen sind keine nachwachsenden Rohstoffe!
Perspektiven einer sozialen und ökologischen Stadtentwicklung

3HÀuserProjekt und MietshÀuser Syndikat laden zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 18.07.2014, 20 Uhr im Winterer Foyer des Freiburger Theaters

Am 18. Juli macht das 3HĂ€userProjekt in Kooperation mit dem MietshĂ€user Syndikat bei einer Veranstaltung im Winterer-Foyer des Freiburger Theaters auf das Thema "BauflĂ€chen sind keine nachwachsenden Rohstoffe" aufmerksam. Wenn schon GrĂŒnflĂ€chen zubetoniert werden, sollten dabei zumindest auch dauerhaft bezahlbare Mietwohnungen entstehen. Dass diese in Freiburg Mangelware sind, hat auch (zumindest ein Teil des) Gemeinderats erkannt und beschlossen, dass bei kĂŒnftigen Neubauprojekten 50% sozial geförderte Mietwohnungen sein sollen. Kritik an dieser Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Die Frage, wie die begrenzten FlĂ€chen bebaut werden sollen, rĂŒckt damit in den Vordergrund der wohnungspolitischen Debatte, die allzu lang durch das schlichte Motto „Bauen auf Teufel komm raus" geprĂ€gt war. Dass dauerhaft bezahlbarer Mietwohnbau möglich ist, zeigt das Modell des MietshĂ€user Syndikats. An zwei Abenden möchten wir uns auf die Suche nach Antworten begeben mit Vortrag und Diskussion zu Wohnungspolitik und Stadtentwicklung in Freiburg. Es wird keine Podiumsdiskussion werden, sondern kurze, knackige Inputs mit anschließender Diskussion mit dem Publikum. Referierende werden sein: Prof. Dr. Sebastian Klus (DH BW Villingen-Schwennigen), Katja Barth (MietshĂ€usersyndikat) und Jana Kling (3HĂ€userprojekt).

Am 27. Oktober findet die Veranstaltung erneut im Winterer Foyer statt. Der Eintritt ist frei.
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Erstmalig Nachwuchs bei Wölfen im NABU-Schutzgebiet
Wolf in der LĂŒneburger Heide / Foto: JĂŒrgen Borris
 
Erstmalig Nachwuchs bei Wölfen im NABU-Schutzgebiet
Das ehemalige Tagebaugebiet GrĂŒnhaus in SĂŒdbrandenburg entwickelt sich zum Wolfsland

Erste Bilder einer Fotofalle bestĂ€tigen die Anwesenheit eines Wolfsrudels im NABU-Naturparadies GrĂŒnhaus in SĂŒdbrandenburg. Die Aufnahmen von Ende Juni 2015 zeigen einen rund acht Wochen alten Wolfswelpen, der einem Jungwolf durch die ehemalige Bergbaulandschaft folgt. „Wir freuen uns ĂŒber den ersten Wolfsnachwuchs auf NABU-Land in Deutschland und hoffen, dass sich das Rudel dauerhaft in GrĂŒnhaus ansiedelt“, sagt Christian Unselt, Vorsitzender der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe. Das NABU-Naturparadies GrĂŒnhaus zwischen Lauchhammer und Finsterwalde bietet aufgrund seiner GrĂ¶ĂŸe von rund 2.000 Hektar und seiner Abgeschiedenheit ein ideales Jagd- und RĂŒckzugsgebiet fĂŒr den Wolf.

FĂŒr Constanze Eiser, Biologin und ehrenamtliche Wolfsbeauftragte des brandenburgischen Landesumweltamtes (LUGV) bestĂ€tigen die Bilder, dass sich in dem niederlausitzer Schutzgebiet eine junge Wolfsfamilie angesiedelt hat. Auf Anregung der NABU-Stiftung beobachtet sie seit einigen Jahren das Wildtier in GrĂŒnhaus im Rahmen des Wolfsmonitorings, sucht nach WolfsfĂ€hrten und Kot und installiert Fotofallen. UnterstĂŒtzung erhĂ€lt sie dabei von Stefan Röhrscheid, NABU-Projektleiter in GrĂŒnhaus.

2013 glĂŒckte hier bereits der erste Fotonachweis von zwei Einzelwölfen. Im Jahr darauf zeigten Aufnahmen der Fotofalle einen Wolf auf Wildschweinjagd. Die Auswertung von WolfsfĂ€hrten ergab zudem, dass mindestens drei Wölfe regelmĂ€ĂŸig durch das Naturparadies streiften. Doch der eindeutige Nachweis eines Rudels blieb bis jetzt aus.

Seitdem die NABU-Stiftung 2003 das ehemalige Braunkohle-Abbaugebiet erwarb, kann sich die Natur hier grĂ¶ĂŸtenteils frei von menschlicher Nutzung entwickeln. Heute kommen in dem abgeschiedenen Gebiet etwa 3.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten vor. Große BestĂ€nde an Wildschweinen, Rehen und Rothirschen bieten gute Nahrungsbedingungen fĂŒr den Wolf. Das Gebiet ist bergbauliches Sperrgebiet und das Betreten auf eigene Faust verboten. Wer das Wolfsgebiet kennenlernen will, sollte sich einer gefĂŒhrten Wanderung anschließen. Wolfsfreunde können mit der Übernahme einer Patenschaft fĂŒr einen Hektar Wildnis dafĂŒr sorgen, dass die Wolfsfamilie auch kĂŒnftig in GrĂŒnhaus gut behĂŒtet leben kann.
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ÖKO-TEST Private Krankenversicherungen
Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2015 gibt es seit dem 26. Juni 2015 im Handel.
 
ÖKO-TEST Private Krankenversicherungen
Tarifwechsel mit Sparpotenzial

SpĂ€testens zum Jahreswechsel drohen privat Krankenversicherten wieder steigende BeitrĂ€ge. ÖKO-TEST macht darauf aufmerksam, dass dies keiner tatenlos hinnehmen muss. Denn eine neue Untersuchung in der Juli-Ausgabe des Verbrauchermagazins zeigt, dass sich ein Tarifwechsel auszahlen kann und sogar Kostenersparnisse in bis zu dreistelliger Höhe pro Monat möglich sind.

Privat Krankenversicherte haben seit Jahren das gesetzlich verbriefte Recht, unter Mitnahme der angesparten AltersrĂŒckstellungen in einen vergleichbaren Tarif ihres Anbieters zu wechseln, um BeitrĂ€ge zu sparen. Bislang haben hier viele Versicherer ihren Kunden Steine in den Weg gelegt. Damit soll es ab 2016 jedoch vorbei sein. Die Branche hat eine Service-Initiative ins Leben gerufen, um den Tarifwechsel kundenfreundlicher zu machen und fĂŒr mehr Transparenz zu sorgen. ÖKO-TEST wollte wissen, wie viel man sparen kann, wenn man den Tarif wechselt oder den Selbstbehalt erhöht. Dazu analysierte das Verbrauchermagazin fĂŒr zwei ModellfĂ€lle 120 Tarifkombinationen von 20 marktfĂŒhrenden privaten Versicherern.

Das ResĂŒmee ist erfreulich: Der mĂ€nnliche Musterkunde könnte beispielsweise jeden Monat 283,17 Euro sparen. Allerdings mĂŒsste er dafĂŒr einen reduzierten Versicherungsschutz in Kauf nehmen. So wĂŒrden im neuen Tarif beispielsweise die Kosten fĂŒr Heilmittel nur mehr zu 90 Prozent ĂŒbernommen und fĂŒr Heilpraktikerleistungen nur bis 1.000 Euro pro Jahr. Frauen könnten sogar bis zu 291 Euro im Monat einsparen, wenn sie neben verminderten Leistungen auch noch akzeptieren, dass sie vor einem Facharztbesuch immer zuerst den Hausarzt aufsuchen mĂŒssen.

Auch Privatpatienten, die keine gravierenden Leistungseinbußen hinnehmen möchten, können ihre BeitrĂ€ge reduzieren. Denn oft hat der Versicherer auch neuere gĂŒnstige Tarife mit Erste-Klasse-Schutz im Angebot. Ein kleiner Wermutstropfen kann jedoch sein, dass dann der Selbstbehalt höher ist. Eine weitere Sparmöglichkeit fĂŒr Frauen eröffnet sich, wenn diese auf einen Unisex-Tarif umsteigen.

ÖKO-TEST rĂ€t, vom Versicherer eine vollstĂ€ndige Übersicht möglicher Wechseltarife anzufordern, die die Leistungsunterschiede zum Bestandstarif aufzeigt. Im Zweifelsfall sollte man von einem Fachmann prĂŒfen lassen, ob sich das Wechselangebot lohnt oder nicht.
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