oekoplus - Freiburg
Montag, 19. August 2019
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
BĂŒrgerinfo Heizungserneuerung mit Mini-BHKW
Zur Heizungserneuerung mit Strom erzeugenden Heizungen (Mini-BHKW) bietet der Freiburger gemeinnĂŒtzige Verein ECOtrinova e.V. mit dem KlimabĂŒndnis Freiburg fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus Freiburg und Umland kostenlose halbstĂŒndige InformationsgesprĂ€che und Infomaterial an. Die ersten Termine sind Dienstag 8. September ab 17.00 Uhr und Mittwoch 16. Sept. ab 18.00 Uhr im Agenda-21-BĂŒro Freiburg im Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2. Um Anmeldung wird gebeten an ecotrinova@web.de oder T. 0761-2168730.

ECOtrinova rĂ€t, fĂ€llige Heizungserneuerungen vorzuziehen und schon jetzt ab SpĂ€tsommer vorzubereiten. Mini-BHKW sind besonders wirksam fĂŒr die Energieeinsparung und den Klimaschutz. FĂŒr sie gibt es vielfĂ€ltige und attraktive öffentliche Förderungen.
Mehr
 

 
Kleine Schritte in Richtung eines Klimaabkommens
Klimaschutz braucht mehr als Symbolpolitik

AnlĂ€sslich der heute in Bonn zu Ende gehenden UN-Klimakonferenz zur Vorbereitung des notwendigen Klimaschutzabkommens fĂŒr den Klimagipfel im Dezember in Paris kritisiert der NABU die geringen Fortschritte der Verhandlungen. Dazu erklĂ€rte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Trotz einer AnnĂ€herung der Vertragsstaaten bei strittigen Themen wie Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie Umgang mit Verlusten und SchĂ€den durch den Klimawandel, sind die Ergebnisse der Verhandlungen noch viel zu unzureichend. Die Regierungen der Vertragsstaaten mĂŒssen jetzt ĂŒber Bekenntnisse zum Klimaschutz hinaus auch die Bereitschaft fĂŒr Kompromisse in den Verhandlungen zeigen.“

US-PrĂ€sident Obama, die G7-Staaten, der Papst, fĂŒhrende muslimische Gelehrte und weitere Akteure haben in den letzten Monaten immer wieder die Dringlichkeit des Klimaschutzes und das Ende des fossilen Zeitalters beschworen, konkrete Maßnahmen sind allerdings rar. „Die Staats- und Regierungschefs einflussreicher Industriestaaten wie US-PrĂ€sident Obama und Bundeskanzlerin Merkel mĂŒssen endlich die Ebene der Symbolpolitik verlassen und auch tatsĂ€chliche ZugestĂ€ndnisse bei den strittigen Themen machen, damit Mitte Dezember in Paris ein Weltklimaabkommen unterzeichnet wird, das seinen Namen auch verdient“, so Tschimpke.

Gleichzeitig mĂŒssen auch die VerhandlungsfĂŒhrer den Vertragstext weiter vorbereiten – noch immer ist dieser mit seinen knapp 80 Seiten viel zu lang, um tatsĂ€chlich verhandelbar zu sein. Bis zur Klimakonferenz in Paris verbleiben lediglich fĂŒnf Verhandlungstage bei der nĂ€chsten Vorbereitungskonferenz im Oktober in Bonn und so langsam steigt die Sorge, dass bis Paris kein fertiges Abkommen vorliegt. Schon 2009 war der unfertige Vertragsentwurf einer der GrĂŒnde fĂŒr das Scheitern der Kopenhagener Klimakonferenz.

Ein wichtiger inhaltlicher Punkt, der noch verhandelt werden muss, ist die ÜberprĂŒfung der Zielerreichung alle fĂŒnf Jahre, denn es ist noch immer völlig unklar, wie das Zwei-Grad-Ziel eingehalten werden kann. „Nach derzeitigen Erkenntnissen ist mit den nationalen KlimaschutzbeitrĂ€gen eine ErderwĂ€rmung von rund vier Grad Celsius zu erwarten“, so NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz. „Wir brauchen dringend eine Regelung, wie die BeitrĂ€ge hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Fairness bewertet werden und einen Mechanismus, der regelmĂ€ĂŸig die nationalen Klimaschutzambitionen steigert. Nur so kann die LĂŒcke zwischen dem politisch Möglichen und dem ökologisch Notwendigem geschlossen werden.“
 
 

ÖKO-TEST-Magazin September 2015
Die September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 28.08. im Handel.
 
ÖKO-TEST-Magazin September 2015
Aus dem Inhalt

Test: schwarze Tees
Schwarze Tees stecken oft voller Pestizide und anderer Schadstoffe. Ein tĂŒrkischer Tee ist sogar so hoch belastet, dass er nicht hĂ€tte verkauft werden dĂŒrfen. ÖKO-TEST kritisiert zudem, dass viele Anbieter nicht ausreichend belegen konnten oder wollten, dass sie sich um faire Löhne und menschenwĂŒrdige VerhĂ€ltnisse in den AnbaulĂ€ndern bemĂŒhen.

Test: Schokoladen-MĂŒsli
MĂŒslis folgen anscheinend dem Trend vieler FrĂŒhstĂŒckscerealien: Sie werden zur SĂŒĂŸigkeit aufgepeppt. Im Test fallen fast alle SchokomĂŒslis wegen des hohen Zuckergehaltes durch. Zudem sind der HĂ€lfte der Produkte Aromastoffe zugesetzt. Ebenso analysierten die Labore bei einigen MĂŒslis erhöhte Mengen an Mineralöl. Wenn dieses im Körper gespeichert wird, kann das zu einer SchĂ€digung der Leber und der Lymphknoten fĂŒhren. Die konventionellen MĂŒslis enthielten RĂŒckstĂ€nde an Pestiziden und Wachstumsregulatoren.

Test: Zahnpflegekaugummis
Die meisten Zutaten in den Kaugummis sind unbedenklich, mitunter werden allerdings Rohstoffe eingesetzt, die erdölbasiert sind. Auch beinhalten viele ĂŒberflĂŒssige SĂŒĂŸstoffe und zugesetzte Aromen. Ein Produkt enthĂ€lt Mikrosilber, das eine antimikrobielle Wirkung haben soll. Studien haben jedoch gezeigt, dass Bakterien gegen Silber resistent werden können und Silber sogar selbst zu Resistenzbildungen beitrĂ€gt.

Test: Anti-Aging-Linien, Naturkosmetik
Die Inhaltsstoffe der „grĂŒnen“ Anti-Aging-Linien halten, was sie versprechen. Sie enthalten weder Parabene noch Paraffine/Erdölverbindungen, Silikone, Diethylphthalat oder Formaldehyd/-abspalter. In einigen der Produkten stecken jedoch Aluminiumverbindungen, allerdings auf einem tolerierbaren Niveau. Problematisch wird es hingegen, wenn die Hersteller die Wirksamkeit ihrer Produkte belegen sollen. Beweisen, dass die Anti-Aging-Produkte einer normalen Feuchtigkeitscreme etwas voraus haben, konnte nĂ€mlich keiner der Hersteller.

Test: Kinderteppiche
Auf manche Kinderteppiche sollten die Kleinen besser keinen Fuß setzen. Denn sie stecken voller Schadstoffe, die gesundheitsschĂ€digend sind oder Allergien auslösen. Ein Produkt ist nach Ansicht von ÖKO-TEST sogar nicht verkehrsfĂ€hig, weil es Benzidin enthĂ€lt, welches Blasentumore verursachen kann. Frech ist auch ein anderer Hersteller, der seinen Kinderteppich als „schadstofffrei“ anpreist. Die Laborergebnisse zeigen jedoch bei dem Produkt große Mengen an Anilin.

Test: Babyfone mit Sensormatten
Drei von vier Produkten funken immer noch mit digital-gepulster elektromagnetischer Strahlung, von der Studien zeigen, dass diese Funkwellen Hirnströme verĂ€ndern und das Krebsrisiko erhöhen können. Auch noch einen Meter vom Sender entfernt ist die elektromagnetische Strahlung so hoch, wie man sie auch im Umfeld von Mobilfunk-Basisstationen findet. Wenigstens ĂŒberwachen alle vier Sensormatten die Atembewegungen, die ein Speziallabor mithilfe eines pneumatischen Systems und eines Baby-Dummys simuliert hat, zuverlĂ€ssig.

Test: Isolierflaschen
Der Praxistest zeigte: Manche Produkte isolieren nur „ausreichend“– sowohl was das Warmhalten des Wassers als auch was die Außenisolation des Bechers angeht. Teilweise halten sie auch nicht dicht. Ein Produkt im Test hat sogar das Leitungswasser in der Kanne geschmacklich stark verĂ€ndert. ÖKO-TEST kritisiert zudem an drei Flaschen die Inhaltsstoffe: Das Labor analysierte etwa Naphthalin, was im Tierversuch krebserregend war. Andere Flaschen gaben Nickel an FrĂŒchtetee ab.

Test: Montagekleber
Bei einigen Produkten analysierte das Labor bedenkliche Inhaltsstoffe, wie Phthalate, die vermutlich wie ein Hormon wirken, oder zinnorganische Verbindungen, welche allergische Reaktionen oder Reizungen verursachen und als fortpflanzungsgefÀhrdend und fruchtschÀdigend eingestuft sind. Ein Problem sind bei fast allen Klebern auch die Konservierungsmittel. Drei Produkte gasen zudem aus.

Test: Betriebliche Altersvorsorge, 418 Offerten von 32 Versicherern und 17 Pensionskassen
Betriebsrenten aus Entgeltumwandlung sind fĂŒr Arbeitnehmer meist ein VerlustgeschĂ€ft. Der neue Test zeigt, dass das Gros der Tarife nicht fĂŒr ein auskömmliches Einkommen im Alter sorgen kann. Die Angebote sind mit Vertragskosten von durchschnittlich 13,22 Prozent viel zu teuer. Auch sind fast alle Betriebsrenten viel zu unflexibel und völlig intransparent.


Und außerdem:

Invasive Arten: Gekommen, um zu bleiben
Manche wurden absichtlich eingefĂŒhrt, andere kamen mit Importen aus aller Welt als blinde Passagiere ins Land. Nur ein kleiner Prozentsatz der gebietsfremden Pflanzen und Tiere wird zum Problem fĂŒr die heimische Natur. Doch um die Artenvielfalt zu erhalten, gilt es, die Neuankömmlinge genau zu beobachten – und rechtzeitig einzuschreiten.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dieses Mal im Heft: Extra Naturkosmetik

Pflanzenhaarfarben: Keine Ausreden mehr!
Obwohl sie um die kritischen Substanzen darin wissen, greifen viele Frauen beim HaarefĂ€rben regelmĂ€ĂŸig zur chemischen Keule. Ein Grund: Pflanzenhaarfarben haben noch immer den Ruf, graues Haar nicht richtig abzudecken. Gemeinsam mit Naturfriseurin Elvira Hermenau tritt ÖKO-TEST den Gegenbeweis an.

Kosmetik selbst gemacht: RĂŒhr selig
Peelings, Masken, BadezusĂ€tze oder Haarkuren sind schnell und einfach selbst zu machen. Die Zutaten dafĂŒr finden sich in fast jeder KĂŒche. Ein bisschen mehr Geduld erfordern selbst angerĂŒhrte Cremes. Aber mit etwas Erfahrung kann man herrlich
individuelle Kosmetikprodukte schaffen.

Rohe Kosmetik: Creme Ă  la carte
Kleine Kosmetikmanufakturen und Veganshops bieten jetzt auch frische Kosmetik in RohkostqualitÀt an. Doch wie halten sich Cremes und Lotionen, ohne allzu schnell zu verderben?
Mehr
 

 
NABU-Zahl des Monats
Durchwahl 5000 fĂŒr Fragen rund um die Fledermaus

Bundesweite Fledermaushotline des NABU ist erfolgreich

Seit Mai sind die Fledermausexperten des NABU unter der kostenlosen Rufnummer 030-284984-5000 zu erreichen. Bislang klingelte rund 600 Mal das Telefon. Fragen wie, was beim Fund einer verletzten Fledermaus zu tun ist, wie sich FledermĂ€use bei Hausrenovierungen schĂŒtzen lassen oder sich ein Haus fledermausfreundlich gestalten lĂ€sst, werden genauso beantwortet wie, ob man selbst im Fledermausschutz aktiv werden kann.

Mit dem Angebot möchte der NABU Menschen beraten, die Fragen zum Umgang mit FledermĂ€usen haben, denn in Deutschland sind 25 der ĂŒber 50 in Europa und Nordafrika vorkommenden Fledermausarten heimisch, einige sind jedoch vom Aussterben bedroht. Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich der NABU erfolgreich im Fledermausschutz. Die Hotline wird neben Teamleiterin Petra Gatz vom NABU Hessen noch von den Fledermaus-Expertinnen Britta Wesche vom NABU Schleswig-Holstein und Cosima Lindemann vom NABU Rheinland-Pfalz betreut. Alle verfĂŒgen ĂŒber jahrelange Erfahrung im praktischen Fledermausschutz und sind selbst am Wochenende und an Feiertagen zu bestimmten Zeiten erreichbar.

Die NABU-Fledermaushotline (Tel.: 030-284984-5000) ist wochentags von 10 bis 16 Uhr, von Juni bis August zusÀtzlich von 19 bis 21 Uhr zu erreichen. Am Wochenende und an Feiertagen können Interessierte von 11 bis 13 Uhr und von 17 bis 19 Uhr anrufen.
 
 

 
Energiebewusst sanieren
Elektroheizungen in Freiburg durch Mini-BHKW ersetzen. Förderung nutzen fĂŒr Klimaschutz-Atomausstieg-Kosten senken

ECOtrinova e.V., Freiburger gemeinnĂŒtziger Umweltschutzverein, empfiehlt, mit dem kĂŒrzlich erneut gestarteten Freiburger stĂ€dtischen Förderprogramm „Energiebewußt Sanieren“ das Maßnahmenpaket 3 „Umweltfreundliche Heizungen“ mit 100mal 500 Euro als AbwrackprĂ€mie vor allem fĂŒr den RĂŒckbau von Elektroraumheizungen zu nutzen. Elektroheizungen fĂŒr GebĂ€ude gefĂ€hrden den Atomenergieausstieg in Baden-WĂŒrttemberg, so der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser. Sie gelten außerdem als Energiefresser, inzwischen sehr teuer im Betrieb und haben den höchsten Kohlendioxid-(CO2)-Ausstoß bei Heizungen. Das liegt daran, dass sie bei KĂ€lte den höchsten Strombedarf haben und entsprechend dem „Winterberg“ ihres Stromverbrauchs ihren Strom hauptsĂ€chlich aus Steinkohlekraftwerken beziehen. Die Steinkohle wird aus dem Ausland importiert, meist aus Übersee sowie aus Russland. Kohlekraftwerke, die Elektroheizungen zuzuordnen sind, haben Nutzungsgrade von teils unter 40 Prozent und einen CO2-Ausstoß von annĂ€hernd 1 Kilo pro Kilowattstunde, weit schlechter als Gas- oder Ölheizungen. Als Ersatz empfiehlt ECOtrinova anders als die Stadt nicht etwa auch neue moderne Heizkessel, sondern in der Regel Mini-BHKW. Diese werden auch als Strom erzeugende Heizungen bezeichnet und sind als Energiesparer, Kohlestrom-VerdrĂ€nger, StĂŒtze des Atomenergieausstiegs und als CO2-Sparer genau das Gegenteil von Elektroheizungen. Mit ihnen werden Elektroheizungen doppelt wirksam ersetzt. Sie werden mit Vor-Ort-Checks mit Baustein 5 des Freiburger Förderprogramms unterstĂŒtzt, unabhĂ€ngig davon und zusĂ€tzlich bundesweit auch von der BAFA und der KfW.
Mehr
 

 
StaupefĂ€lle bei FĂŒchsen nehmen zu
Forstamt appelliert an Hundebesitzer und empfiehlt Impfschutz

Nachdem JagdpĂ€chter und Förster im Stadtwald in jĂŒngster Zeit
mehrere tote FĂŒchse aufgefunden haben, bittet das Forstamt alle
Hundebesitzer und -besitzerinnen, auf entsprechenden
Impfschutz bei ihren Vierbeinern zu achten.

In diesem Jahr verzeichnet das Forstamt eine leichte Zunahme
tot aufgefundener FĂŒchsen im Stadtwald und in waldrandnahen
Siedlungslagen. Die jeweiligen JagdausĂŒbungsberechtigten
haben die Tiere geborgen und beim Chemischen und
VeterinÀruntersuchungsamt (CVUA) in Landwasser zur
Untersuchung abgegeben. Das Ergebnis: Bei den meisten Tieren
wurde Staupe diagnostiziert. „Die Zunahme ist gering und nicht
dramatisch. Trotzdem möchten wir darĂŒber informieren, da fĂŒr
nicht geimpfte Hunde ein Infektionsrisiko besteht“, sagt Hans
Burgbacher, Leiter des Forstamtes.

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, die seit Jahrhunderten bei
Wildtieren, zum Beispiel FĂŒchsen, aber auch bei Haushunden
bekannt ist. Sind letztere nicht entsprechend geimpft, können vor
allem junge Hunde im Alterszeitraum von acht Wochen bis sechs
Monaten sich infizieren. Die Krankheit wird durch das Canine
Staupevirus (CDV, Canine Distemper Virus) ausgelöst und kann
je nach Verlauf bis zum Tod fĂŒhren.

„Das verstĂ€rkte Auftreten von Staupe-Erkrankungen bei
Haushunden ist wahrscheinlich auf die ImpfmĂŒdigkeit ihrer
Besitzer zurĂŒckzufĂŒhren, die nicht wissen, welchem Risiko sie
ihre ungeimpften Tiere aussetzen“, so Thomas Frank von der
stÀdtischen VeterinÀrbehörde. Genau darauf zielt nun die
Information des Forstamtes ab: Dass die Krankheit bei Wildtieren,
die ja nicht geimpft werden, vorkommt, ist normal. Bei
vermehrtem Auftreten besteht jedoch die Gefahr der Übertragung
auf Haushunde.

Wer tote FĂŒchse im Stadtwald oder Siedlungsbereich auffindet,
sollte umgehend den zustĂ€ndigen JagdausĂŒbungsberechtigten
informieren. Der örtliche Revierförster und das Forstamt
(GĂŒnterstalstraße 71, Tel. 201-6201) kennen die Berechtigten.
 
 

NABU-PrÀsident und Bundesumweltministerin besuchten Untere Havel
Moorfrösche bei der Paarung an der Unteren Havel / Foto: NABU/K. Karkow
 
NABU-PrÀsident und Bundesumweltministerin besuchten Untere Havel
Naturschutzprojekt mit Modellcharakter fĂŒr Flussrenaturierungen - Bundesprogramm Blaues Band als Chance fĂŒr lebendige FlĂŒsse

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks haben am heutigen Dienstag gemeinsam die Untere Havel besucht. NABU-PrĂ€sident Tschimpke informierte die Ministerin bei einer Bootsfahrt auf dem Fluss ĂŒber den aktuellen Stand in dem Naturschutzgroßprojekt, das der NABU mit der UnterstĂŒtzung vom Bund und den LĂ€ndern Brandenburg und Sachsen-Anhalt durchfĂŒhrt.

„Wir zeigen an der Unteren Havel, wie eine ehemalige Bundeswasserstraße wieder ein lebendiger Fluss werden kann. Die Renaturierung der Havel hat Modellcharakter, wie Flussrenaturierungen unter FederfĂŒhrung des Naturschutzes in Zusammenarbeit mit Bund und LĂ€ndern erfolgreich laufen können. Die naturnahe Gestaltung von Ufern leistet nicht nur einen bedeutenden Beitrag zum Artenschutz, sondern natĂŒrliche Auen verbessern auch den Hochwasserschutz. Bewohner am Fluss und aus dem Umland profitieren von der Schaffung eines Naherholungsgebietes. Hier an der Unteren Havel entsteht eines der bedeutenden Naturparadiese Mitteleuropas“, sagte NABU-PrĂ€sident Tschimpke.

Vor diesem Hintergrund verwies der NABU-PrĂ€sident auf die Chance, die sich mit dem auf Initiative des NABU im Koalitionsvertrag vereinbarten Bundesprogramm Blaues Band biete. Das Programm mĂŒsse noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Besonderes Augenmerk sollte auf einer rechtlichen Anpassung des Wasserstraßengesetzes sowie einem eigenen Budget fĂŒr die ökologische GewĂ€sserentwicklung von Bundeswasserstraßen liegen, um bestehende rechtliche Anforderungen zu erfĂŒllen. Mit Spannung erwarte der NABU die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe von Bundesumwelt- und -verkehrsministerium, die Anfang Dezember erste PlĂ€ne zur Ausgestaltung des Programms vorstellen will.

An der Unteren Havel besuchten die Bundesumweltministerin und der NABU-PrĂ€sident auch das Natura 2000-Informationszentrum „Haus der FlĂŒsse“ des BiosphĂ€renreservats Mittelelbe am BUGA-Standort Hansestadt Havelberg. Der NABU hat dort in direkter Nachbarschaft einen Altarm der Havel angeschlossen und die historische Petroleuminsel wiederauferstehen lassen. Auf ihr wurden frĂŒher die PetroleumvorrĂ€te gelagert, um die Stadt vor Brandkatastrophen zu schĂŒtzen. Heute kann sich auf der 4.000 Quadratmeter großen Insel wieder Auenwald entwickeln. Der wiederangeschlossene Altarm ist auch in das Ausstellungskonzept eingebunden. Über ihn fĂŒhrt ein Steg mit zehn Informationstafeln, die ĂŒber die Flussaue und das NABU-Projekt informieren. Auch im NABU-Naturgarten in Havelberg machte die Ministerin einen Stopp. Dort gibt der NABU Tipps fĂŒr naturnahes und torffreies GĂ€rtnern.

Die Untere Havelniederung ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete des westlichen Mitteleuropas. Bereits heute leben hier mehr als 1.100 gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenarten. Im Jahr 2005 hatte der NABU an der Unteren Havelniederung das grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Projekt zur Renaturierung eines Flusses gestartet. Nach mehreren Jahren der Vorbereitung und Planung konnte jetzt mit den praktischen Arbeiten begonnen werden. In den kommenden Jahren soll der Fluss auf 90 Kilometern LĂ€nge seine einstige Vielfalt zurĂŒckerobern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Entfernung von Uferdeckwerken, der Anschluss von Altarmen und Flutrinnen, der Pflanzung von Ufer- und Auenwald sowie der RĂŒckbau von Deichen.
Mehr
 

 
NABU-Kreuzfahrtranking 2015
Immer noch zu wenig Schiffe mit Abgastechnik am Markt

Branche am Scheideweg - AIDA behauptet Spitzenplatz - MarktgrĂ¶ĂŸen Royal Caribbean und MSC hinken beim Umweltschutz deutlich hinterher

Die Kreuzfahrtschiffe der fĂŒhrenden Anbieter werden sauberer, allerdings gibt es immer noch zu wenig Schiffe mit umweltfreundlicher Abgastechnik. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Kreuzfahrt-Ranking des NABU, das am heutigen Donnerstag in Hamburg vorgestellt wurde. Untersucht wurden die neu geplanten Schiffe bis 2020. Die Wertung beruht auf Analysen jĂŒngster Entwicklungen auf dem europĂ€ischen Markt mit Blick auf die UmweltvertrĂ€glichkeit einzelner Schiffe. Maßgeblich dafĂŒr war neben der verwendeten Treibstoffart auch die geplante Abgastechnik sowie andere schadstoffreduzierende Maßnahmen. Bei der Vorstellung des Rankings begrĂŒĂŸten Vertreter vom NABU Bundesverband und dem NABU Hamburg einerseits die Bereitschaft einiger Anbieter wie AIDA und Costa Cruises, das gravierende Abgasproblem ihrer Schiffe endlich in den Griff bekommen zu wollen. Sollten die Schiffe wie angekĂŒndigt in den nĂ€chsten Jahren auf den Markt kommen, hĂ€tten sie weltweiten Vorbildcharakter fĂŒr die Seeschifffahrt. Scharf kritisierten die UmweltschĂŒtzer hingegen die fortdauernde Verweigerungshaltung wesentlicher MarktgrĂ¶ĂŸen wie Royal Caribbean und MSC.

NABU BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Branche befindet sich am Scheideweg, spĂ€testens jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen.Wer heute noch die Investitionen in Abgastechnik und höherwertigen Kraftstoff scheut, handelt absolut fahrlĂ€ssig. Es kann nicht sein, dass weite Teile der Industrie ein gutes GeschĂ€ft auf Kosten von Umwelt, Klima und menschlicher Gesundheit machen und sich wegducken, wenn es um die Übernahme von Verantwortung geht.“ Gerade erst vor wenigen Wochen habe eine Studie des Helmholtz-Insituts nochmals die massiven GesundheitsschĂ€den belegt, die von Schiffsabgasen fĂŒr die menschliche Gesundheit ausgehen. Die Anbieter an der Spitze des Rankings bewiesen hingegen, dass technische Lösungen bereitstĂŒnden, um die Schadstoffbelastung der Schiffe deutlich zu reduzieren. Ziel mĂŒsse nun sein, diese Technologien flĂ€chendeckend bei allen neuen Schiffen einzusetzen.

Ein Blick auf das Ranking zeigt, dass sich AIDA an der Spitze behaupten konnte. Bereits im letzten Jahr waren die Schiffe „Prima“ und „Mia“ die beiden Neubauten mit der besten Abgastechnik. Nun aber hat AIDA vor Kurzem angekĂŒndigt, dass zwei noch namenlose NeuzugĂ€nge erstmals komplett auf Schweröl verzichten und stattdessen mit umweltfreundlicherem FlĂŒssiggas (LNG) betrieben werden sollen, das nahezu ohne die Entstehung schĂ€dlicher Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ruß und Schwefeloxiden verbrannt werden kann. Allein die vom italienischen Mutterkonzern Costa in Auftrag gegebenen, baugleichen Schiffe können hier mithalten und teilen sich dementsprechend die FĂŒhrungsposition mit AIDA.
Abgesehen davon halten alle anderen Anbieter aber nach wie vor am Betrieb mit giftigem Schweröl fest und investieren allenfalls dann in Abgastechnik, wenn gesetzliche Bestimmungen sie dazu zwingen. So investierten fast alle Reeder in AbgaswĂ€scher, so genannte Scrubber, um auch nach Inkrafttreten verschĂ€rfter Schwefelgrenzwerte in Nord- und Ostsee weiterhin mit Schweröl fahren zu können. Mit selbstlosem Einsatz fĂŒr den Umwelt- und Gesundheitsschutz, wie es entsprechende Pressemeldungen gerne verlautbaren lassen, hat diese Maßnahme hingegen nichts zu tun. Aus Sicht des NABU muss die Schifffahrt insgesamt weg vom Schweröl, das nicht nur zum massiven Ausstoß von Luftschadstoffen fĂŒhrt, sondern im Falle von Havarien auch Umweltkatastrophen gewaltigen Ausmaßes verursachen kann.

Insbesondere die Schlusslichter wie MSC Cruises, Royal Caribbean, Viking Ocean oder Norwegian Cruises sehen trotz massiver Umweltauswirkungen offenbar keinerlei Veranlassung, ihre Neubauten mit Systemen zur Abgasreinigung auszurĂŒsten oder auf schwefelarmen Kraftstoff umzusteigen. Dabei fĂŒhrt das derzeitige Branchenwachstum und die damit verknĂŒpfte Zunahme von SchiffsanlĂ€ufen auch in HafenstĂ€dten wie Hamburg zu massiven Abgasproblemen.

Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik des NABU Hamburg: „Um die zunehmende Abgasbelastung durch Kreuzfahrtschiffe gerade in der NĂ€he von Wohngebieten einigermaßen in den Griff zu bekommen, hat die Stadt Hamburg entschieden, das Terminal Altona fĂŒr mehrere Millionen Euro mit einen Landstromanschluss auszustatten sowie die landseitige Infrastruktur der LNG-Barge am Terminal Hafencity zu finanzieren. Abgesehen von der Frage, ob solche Investitionen aus Steuermitteln bestritten werden sollten, mĂŒssen nun die Reeder den dort bereitgestellten Strom im Hafen auch abnehmen, damit die Schiffsmotoren wenigstens fĂŒr die Liegezeit im Hafen abgeschaltet werden können. Landstrom ist natĂŒrlich nur dann sinnvoll, wenn dieser aus erneuerbaren Energien bereitgestellt wird. Trotzdem mĂŒssen Schiffe mit Stickoxid-Katalysatoren und Partikelfiltern zur Reduzierung von Dieselruß und Feinstaub ausgerĂŒstet werden, wie das auch fĂŒr Autos und Lkw seit Jahren Standard ist. Denn wenn der Stecker von der Landstromanlage gezogen wird, stĂ¶ĂŸt jedes Schiff weiter gesundheitsschĂ€dliche Emissionen im Hafen und auf der Elbe aus.“
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 


Copyright 2010 - 2019 Benjamin Jäger