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Montag, 19. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU-PrÀsident Tschimpke zu 25 Jahre Nationalparkprogramm
Historische Weichenstellung fĂŒr den Naturschutz - Sicherung unserer NaturschĂ€tze bleibt aktuelle Aufgabe

Am 12. September 1990 wurden auf Beschluss des ehemaligen DDR-Ministerrats 14 Großschutzgebiete unter Schutz gestellt und damit ĂŒber den Einigungsvertrag auch fĂŒr das wiedervereinigte Deutschland gesichert. AnlĂ€sslich 25 Jahre Nationalparkprogramm fĂŒr den Osten Deutschlands erklĂ€rt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke:

„FĂŒr NaturschĂŒtzer in Ost und West war das eine historische Weichenstellung. Auch heute, 25 Jahre spĂ€ter, hat die Entstehung des Nationalparkprogramms der DDR immer noch etwas Fantastisches. Unter einem enormen Zeitdruck gelang es, die NaturschĂ€tze der DDR in das vereinigte Deutschland hinĂŒber zu retten. Die Initiatoren von damals haben dem Naturschutz damit einen unermesslichen Dienst erwiesen – nicht umsonst hat sich der Begriff des ‚Tafelsilbers der Deutschen Einheit‘ fĂŒr die damals gesicherten Gebiete etabliert. Ein Grund zu feiern also, ohne Frage. Gleichwohl mĂŒssen wir in diesem Moment aber auch den Blick nach vorne richten, denn der Kampf um unsere NaturschĂ€tze ist noch lange nicht gewonnen, wie die aktuelle Diskussion um den Fitness Check der Naturschutzrichtlinien zeigt."
 
 

Tödliche Gefahr fĂŒr Europas Geier nicht gebannt
GĂ€nsegeier in Extremadura (Spanien) / Foto: NABU/F.Derer;
 
Tödliche Gefahr fĂŒr Europas Geier nicht gebannt
Einsatz von EntzĂŒndungshemmer Diclofenac bei Weidetieren verbieten

Seit Anfang 2014 fordern der NABU und sein internationaler Partner BirdLife International sowie die European Vulture Conservation Foundation (VCF) ein sofortiges Einsatzverbot des Wirkstoffes Diclofenac bei Tieren in Europa. AnlĂ€sslich des Internationalen Geiertages (International Vulture Awareness Day) am Samstag (5. September 2015) warnen die Naturschutzorganisationen, dass weiterhin keine effektiven Maßnahmen getroffen wurden, um ein Massensterben von Europas Geiern zu verhindern. Auf dem indischen Subkontinent hatte das zur Behandlung von Rindern eingesetzte entzĂŒndungshemmende Mittel in den 90er Jahren zu einem Massensterben bei Geiern gefĂŒhrt, dem etwa 99 Prozent aller Geier Indiens zum Opfer fielen.

Indien; Pakistan, Nepal und Bangladesch hatten im Jahr 2006 reagiert und die Verwendung von Diclofenac in der Tiermedizin untersagt. Dadurch konnte das komplette Aussterben der indischen Geierarten verhindert werden. Ein weiterer wichtiger Schritt zur Rettung der indischen Geier folgte nun im Juli: Die indische Regierung verbot zusĂ€tzlich den Verkauf von Mehrfachpackungen Diclofenac fĂŒr den Gebrauch beim Menschen. Bis dahin wurden diese Mehrfachdosen hĂ€ufig illegal auch bei Rindern angewandt, so dass der Wirkstoff nicht komplett aus der Nahrungskette der Geier verschwinden konnte. NaturschĂŒtzer erwarten nun, dass sich die kleinen RestbestĂ€nde der Geier wieder erholen können, und dass die zur Bewahrung der Arten gegrĂŒndeten GefangenschaftsbestĂ€nde bald wieder in eine von Diclofenac freie Landschaft ausgewildert werden können.

„Europa hat aus den Erfahrungen in Indien anscheinend nichts gelernt”, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Wenn die kĂŒrzlich erteilten Freigaben von Diclofenac zur Behandlung von Weidetieren in Spanien und Italien nicht zurĂŒckgenommen werden, kann es sein, dass man in Europa an zukĂŒnftigen Geier-Tagen vergeblich nach den großen Aasfressern Ausschau hĂ€lt.“ Derzeit hĂ€lt Spanien noch 95 Prozent des europĂ€ischen Geierbestandes und gleichzeitig eine der vitalsten Geierpopulationen weltweit. GĂ€nsegeier, Mönchsgeier und Schmutzgeier sowie einige Adlerarten könnten aber schnell verschwinden, sobald mit Diclofenac behandelte Tiere in die freie Landschaft gelangen, da kleinste Mengen zu schnellem Nierenversagen dieser geselligen Vögel fĂŒhren.

Die NaturschutzverbĂ€nde hatten bei der EU-Kommission eine ÜberprĂŒfung der Freigaben des Mittels erreicht. Die European Medicines Agency (EMA) hatte Anfang des Jahres in einem Bericht das große Risiko bestĂ€tigt, das von diesem Tierarzneimittel ausgeht, aber offen gelassen, mit welchen Maßnahmen es auszurĂ€umen wĂ€re. Da aber kein EU-Mitgliedsstaat bereit war, ein Verbotsverfahren anzustrengen, obwohl unschĂ€dliche alternative Medikamente existieren, hat die Kommission die Mitgliedsstaaten lediglich dazu aufgefordert, MaßnahmenplĂ€ne zu erstellen, die verhindern sollen, dass Diclofenac in die Nahrungskette der Geier gelangt.

Der NABU kritisiert den von Spanien vorgelegten Plan als völlig unzureichend: Es reiche nicht aus, einfach in die Packungsbeilage zu schreiben, dass mit Diclofenac behandelte Tiere nicht an Geier verfĂŒttert werden dĂŒrfen. Bereits einzelne Versehen könnten katastrophale Konsequenzen haben und lokale GeierbestĂ€nde auf einmal auslöschen. „Trotz der wichtigen Gesundheitsdienste, die die Geier leisten, unterstĂŒtzt Europa lieber die Interessen der Pharmaindustrie und gibt damit ein fatales Signal an afrikanische Staaten, in denen die Verbreitung von Diclofenac bald zu erwarten ist“, kritisierte Lachmann. „Ein Umdenken wird es hoffentlich spĂ€testens dann geben, wenn die ersten vergifteten Geier gefunden werden.“
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Kastanienminiermotten in den Sack
Laubsammelaktionen beginnen jetzt in ganz Freiburg

Ab sofort starten wieder die vielen Laubsammelaktionen in
ganz Freiburg gegen die Kastanienminiermotte. Das
gesammelte Laub wird in den speziellen gelben SĂ€cken von
der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF)
abgeholt.

Die Kastanienminiermotte befÀllt die BlÀtter der
Rosskastanien, legt bereits ab April ihre Eier in dem noch
grĂŒnen Laub ab. Die ausgeschlĂŒpften Raupen fressen sich an
den KastanienblÀttern satt und schwÀchen die BÀume. Die
BlÀtter werden braun und fallen ab.

Wenn die befallenen BlÀtter rechtzeitig und kontinuierlich
gesammelt sowie separat entsorgt werden, wird der
SchĂ€dlingsbefall reduziert; die BĂ€ume bleiben lĂ€nger grĂŒn
und werden im FrĂŒhjahr nicht mehr so stark befallen. Und
Meisen sind die natĂŒrlichen Feinde der Kastanienminiermotte.
Extra HolznistkĂ€sten fĂŒr diese Vögel in den befallen BĂ€umen
helfen zusÀtzlich, die Motten zu schwÀchen.


BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Vereine, Gruppen und Schulklassen
können mithelfen, das befallene Laub in den speziellen
gelben SĂ€cken einzusammeln und an den Straßenrand zu
stellen. Die SĂ€cke werden von der Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung Freiburg (ASF) innerhalb von fĂŒnf Werktagen
abgeholt.

Die gelben und kostenlosen LaubsÀcke sind unter anderem
im Rathaus in der Innenstadt, bei den Ortsverwaltungen, beim
Betriebshof der ASF in der Hermann-Mitsch-Straße 26
erhÀltlich.

Bei großen Laubmengen, die auf einmal gesammelt werden
(mit mehr als 15 LaubsÀcken) oder die auf öffentlichen
FlÀchen liegen, bitten wir um eine Absprache mit dem Team
von „Freiburg packt an“, damit bei Bedarf ein Container
bestellt werden kann.

GrĂ¶ĂŸere Aktionen mit Gruppen und Schulen werden nach
einer Terminvereinbarung logistisch durch das „Freiburg packt
an“-Team unterstĂŒtzt

Wer einen Laubsammel-Termin vereinbaren sowie mehr
Informationen möchte, kann sich gerne an das „Freiburg
packt an-Team“, Telefon: 201-4712, oder per E-Mail an
fpa@stadt.freiburg.de wenden. Auch auf
www.freiburg.de/freiburgpacktan stehen viele Informationen
dazu.
 
 

 
Flohmarkt am Lorettobad in der Wiehre
JETZT ANMELDEN!

Am 26. September findet zwischen 9:00 und 16 Uhr der Lorettobad-Flohmarkt statt. Dieser wird jĂ€hrlich mit freundlicher UnterstĂŒtzung der „Freunde des Lorettobades“ veranstaltet.
Die StandgebĂŒhren belaufen sich auf 4,50 Euro pro laufendem Meter. Kinder zahlen pro Decke 2,00 Euro.
Eine Voranmeldung ist erforderlich. Diese ist tÀglich von 10 bis 13 Uhr telefonisch direkt im Lorettobad möglich. Die Telefonnummer lautet: 0761 / 2105 570.

Der Erlös der StandgebĂŒhren kommt dem Förderverein („Freunde des Lorettobades“) zu 100% zugute.

Damit auch das leibliche Wohl versorgt ist, freuen sich die Veranstalter ĂŒber Kuchenspenden. Diese können am Veranstaltungstag direkt am Kuchenstand abgegeben werden. Der Erlös kommt ebenfalls zu 100% dem Förderverein „Freunde des Lorettobades“ zugute.
 
 

 
15 Jahre Naturschutz in Armenien
Der NABU zieht Bilanz

BMUB StaatssekretĂ€r Jochen Flasbarth wĂŒrdigt NABU-Einsatz im kaukasischen Gebirgsland

Seit 15 Jahren engagiert sich der NABU fĂŒr die Natur und Umwelt in Armenien. AnlĂ€sslich eines gemeinsamen parlamentarischen Abends in der NABU-BundesgeschĂ€ftsstelle mit der armenischen Botschaft zog der Naturschutzverband Bilanz: Zahlreiche Projekte, wie zum Schutz der Feuchtgebiete in den Arax-Niederungen, zur Förderung des Ökotourismus im Dilijan-Nationalpark oder zum Schutz des armenischen Mufflons, hat der Verband erfolgreich umgesetzt. Zuletzt schloss der NABU im Juni 2015 ein aus dem Beratungsprogramm des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördertes Projekt zum Aufbau von Unternehmenskooperationen ab, mit dem Ziel, die Artenvielfalt Armeniens zu schĂŒtzen.

Jochen Flasbarth, StaatssekretĂ€r des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, wĂŒrdigte die Arbeit des NABU in Armenien mit den Worten: „Der Kaukasus ist ein global bedeutendes Naturerbe – ein Hotspot der BiodiversitĂ€t – und sein Erhalt eine internationale Aufgabe. Der NABU ist dabei seit eineinhalb Jahrzehnten ein starker Partner. DafĂŒr danke ich dem Verband.“

Unter den GĂ€sten des feierlichen deutsch-armenischen Abends waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien vertreten, darunter neben Flasbarth auch der Minister fĂŒr Naturschutz der Republik Armenien, Aramayis Grigoryan, und der Botschafter der Republik Armenien, Ashot Smbatyan. „Armenien verfĂŒgt ĂŒber ein weltweit bedeutendes Natur- und Kulturerbe und zeichnet sich durch eine beispiellose Vielfalt an Ökosystemen und Kulturlandschaften aus, die unbedingt schĂŒtzenswert sind“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Besonders hervorzuheben sei die AgrobiodiversitĂ€t Armeniens, die auf eine 5000-jĂ€hrige landwirtschaftliche Nutzung zurĂŒckzufĂŒhren sei: Zahlreiche Wildarten von Kulturpflanzen, die in ihrer Anzahl einzigartig fĂŒr Europa sind, konnten bislang in Armenien erhalten bleiben.

FĂŒr den NABU ist das Engagement in Armenien auch mit dem Abschluss zahlreicher Projekte noch lange nicht vorbei: In enger Zusammenarbeit mit der armenischen Bank ACBA CREDIT AGRICOLE entwickelt der Verband derzeit ein Projekt zur Förderung des Ökolandbaus in Armenien weiter. Zu den Maßnahmen gehören der Ausbau der Biozertifizierung und QualitĂ€tssteigerungen der Produkte. DarĂŒber hinaus ist ein Projekt zur Förderung des Ökotourismus im lĂ€ndlichen Raum in Armenien geplant.
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FĂŒr „NaturStadtSchule“
Stiftung Waldhaus erhĂ€lt am 10. September Auszeichnung der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“

Die Stiftung Waldhaus Freiburg wird am Donnerstag, 10. September,
um 11 Uhr im Rahmen der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ fĂŒr ihr
Projekt „NaturStadtSchule“ gewĂŒrdigt. Dazu ĂŒbergibt JĂŒrgen Bauhus,
Professor fĂŒr Waldbau und Prodekan der FakultĂ€t fĂŒr Umwelt und
NatĂŒrliche Ressourcen der UniversitĂ€t Freiburg, im Namen der UNDekade
die entsprechende Auszeichnung. Damit ehren die Vereinten
Nationen Projekte, die sich in nachahmenswerter Weise fĂŒr die
Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.


Das Projekt „NaturStadtSchule“ fand zwischen November 2013 und
MĂ€rz 2015 statt und umfasste insgesamt 14 Wochen. Dabei waren
ĂŒber 300 Mittelstufen-SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in Best PracticeProjekten
unterwegs, die dem Natur- und Artenschutz in der Stadt
dienten und weiter dienen.

Unter anderem haben die Jugendlichen in den Projektwochen auf
einer Streuobstwiese am Schönberg ein Habitat fĂŒr den Steinkauz
gestaltet, ein Insektenhotel am Sternwaldeck gebaut und fĂŒr die
Renaturierung eines Teils des Opfinger Sees BĂ€ume und Schilf
gepflanzt und Schutzbereiche errichtet. Projektleiter war der Forstwirt
Philipp Gottwald, der auch das ausgezeichnete Waldhaus-Projekt
„Schulverwaldung“ leitet. Gefördert wurde die NaturStadtSchule
durch die Stiftung Naturschutzfond Baden-WĂŒrttemberg aus Mitteln
der GlĂŒcksspirale.

Mit diesem Projekt hat das Waldhaus laut Jury der UN-Dekade „ein
bedeutendes Zeichen fĂŒr das Engagement fĂŒr die biologische Vielfalt
in Deutschland gesetzt. Es hat stÀdtische und stadtnahe
LebensrÀume aufgewertet und das Naturbewusstsein der Zielgruppe
geschult“. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild
erhĂ€lt das Waldhaus einen „Vielfalt-Baum“, der fĂŒr die bunte Vielfalt
und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung die
NaturStadtSchule einen wertvollen Beitrag geleistet hat. Ab sofort
wird das Projekt auf der deutschen Webseite der UN-Dekade unter
www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 zur
„UN-Dekade Biologische Vielfalt“ erklĂ€rt, um den weltweiten
RĂŒckgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Der fortlaufende
Wettbewerb wird von der GeschÀftsstelle der UN-Dekade
Biologische Vielfalt mit Sitz in HĂŒrth ausgerichtet. Die Auszeichnung
dient als QualitÀtssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr
Einsatz fĂŒr die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist.
Interessierte Einzelpersonen, ehrenamtlich TĂ€tige und Institutionen,
die sich durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen
fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen, sind eingeladen,
sich am fortlaufenden Wettbewerb zu beteiligen. Die Jury entscheidet
etwa halbjĂ€hrlich ĂŒber die Auszeichnungen.

Eine Bewerbung als UN-Dekade-Projekt muss unter www.undekadebiologischevielfalt.de
eingereicht werden. Ansprechpartner bei der
GeschÀftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt ist Arno Todt (Tel.
02233/481452, geschaeftsstelle@undekade-biologischevielfalt.de).
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Schließung des Atomkraftwerks Fessenheim
Umweltminister Franz Untersteller: „Ich appelliere an die französische Regierung, ihre Zusagen einzuhalten und das Kernkraftwerk in Fessenheim spĂ€testens Ende 2016 abzuschalten.“

Besorgt hat der baden-wĂŒrttembergische Umweltminister Franz Untersteller auf aktuelle Meldungen reagiert, wonach das Atomkraftwerk Fessenheim an der Grenze zu Baden-WĂŒrttemberg erst mit der Inbetriebnahme des Druckwasserreaktors in Flamanville im Jahr 2018 geschlossen werden solle: „Die französische Regierung hat uns gegenĂŒber wiederholt das Abschaltjahr 2016 bestĂ€tigt. Dabei hat sie diese Zusage bisher zu keinem Zeitpunkt an die Inbetriebnahme des Reaktors in Flamanville geknĂŒpft. Ich appelliere daher an die französische Regierung, ihre Zusagen einzuhalten und das Kernkraftwerk in Fessenheim spĂ€testens Ende 2016 abzuschalten.“

Umweltminister Franz Untersteller hatte sich bereits unmittelbar nach seiner AmtsĂŒbernahme fĂŒr die zĂŒgige Stilllegung des Kernkraftwerks Fessenheim eingesetzt. Da der EU-Stresstest keine ernst zu nehmende PrĂŒfung anhand eines Sicherheitsmaßstabes vorgenommen hatte, hatte das Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg das Öko-Institut und das PhysikerbĂŒro Bremen beauftragt, den Sicherheitsstandard des Kernkraftwerks Fessenheim nach deutschem Maßstab zu bewerten. Die Gutachter haben hierbei grundlegende Sicherheitsdefizite ermittelt. Das Gutachten ist nachzulesen auf der Homepage des Umweltministeriums Baden-WĂŒrttemberg www.um.baden-wuerttemberg.de.
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Heimatverlust und Landschaftszerstörung durch Braunkohleabbau
Der Förderverein fĂŒr Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl, die Badisch-
ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen, der Klimaschutzverein March und das Klima-
bĂŒndnis Freiburg laden zu einer Informationsveranstaltung ĂŒber den
lebensraumzerstörenden Braunkohleabbau in der Lausitz/Brandenburg ein.

Der Braunkohletagebau bedroht Dörfer, bedroht Lebensgrundlagen. Die groß-
flÀchige Landschafts- und Naturzerstörung bedeutet auch Heimatverlust der
alteingesessenen sorbischen Volksgruppen. Aber ist der Tagebau denn
alternativlos? Sind wir auf die Nutzung von Braunkohle angewiesen und sind
solch massive Eingriffe deswegen in Ökosysteme, in gewachsenen Lebensstruk-
turen wie Dörfer und Gemeinden auch gerechtfertigt? LÀsst sich dies mit Klima-
schutz und Energiewende vereinbaren?

Referieren werden Johannes Kapelle, ehemaliger Fachschuldozent und
Ressortleiter fĂŒr Land-, Forst- und Nahrungswirtschaft sowie ehrenamtlicher
Organist in der evangelischen Kirchengemeinde Proschim/Lausitz, die fĂŒr den
fortschreitenden Braunkohleabbau gerÀumt werden soll. Gemeinsam mit
seiner Frau Marianne Kapelle, Agraringenieurin werden sie ĂŒber den
jahrelangen Widerstand gegen den Abbau von Braunkohle in ihrer Heimat
informieren:

Abgrund der Braun-Kohle ? Oder Braun-Kohle am Abgrund ?
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Freitag, den 18. September 2015
19.30 Uhr
im Evangelischen Gemeindehaus
79357 Weisweil am Rhein
Hinterdorfstrasse 2

Nach dem Vortrag findet eine Diskussion mit den Referenten sowie weiteren
Fachleuten statt.


Eintritt ist frei.
Eine Spende wird erbeten.
 
 



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