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Verschiedenes

 
Geschichte zum Anfassen
Am 30. August entzĂŒndet das Forstamt einen Kohlenmeiler im SĂ€gendobel

Verkauf der Stadtwaldkohle ab 1. Oktober

Traditionelles SchwarzwÀlder Waldgewerbe zum Anfassen:
Das bietet der Kohlemeiler im SĂ€gendobel am Schauinsland,
den das Forstamt am Sonntag, 30. August, um 14 Uhr
entzĂŒndet. BĂŒrgerschaft und Presse sind herzlich eingeladen,
bei dem Spektakel dabei zu sein. Der SĂ€gendobel liegt hinter
GĂŒnterstal beim Horbener Ortsteil Bohrer. Eine
Parkmöglichkeit besteht auf dem Parkplatz rechts vor der
Abzweigung der Schauinlandstraße nach Horben. Der Zugang
ist ab dort beschildert.

Spannend wird es bereits vor 14 Uhr, wenn der rund 2 Meter
hohe Meiler fertig aufgebaut wird. Nach der EntzĂŒndung gibt
„Köhler“ und Schauinslandförster Philipp Schell eine
fachkundige EinfĂŒhrung. Dabei erklĂ€rt er die einzelnen
Arbeitsschritte der Köhlerei vom Holzscheit bis zur fertigen
Holzkohle. Der Meiler schwelt und raucht bis Montag, 14.
September, anschließend beginnt der Kohleabbau.

Mit der Aktion erweckt das Forstamt die Holzkohleherstellung,
wie sie im Mittelalter hĂ€ufig am Schauinsland ausgeĂŒbt wurde,
zum Leben. Interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger erhalten
einen seltenen Einblick in das traditionsreiche Handwerk. Eine
klasse Idee, findet auch BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik:
„Holzkohle ist ein Co₂-neutraler, nachwachsender
EnergietrÀger, der als besonders energiereicher und
volumenarmer Brennstoff geschÀtzt wird. Damit ist der
Kohlemeiler auch heute noch ein gelungenes Beispiel fĂŒr
klimafreundliche Energieerzeugung.“

Nach dem AnzĂŒnden schwelt der Meiler zwei Wochen lang. In
dieser Zeit bietet das Forstamt tÀglich um 14 Uhr eine
FĂŒhrung an. GruppenfĂŒhrungen sind nach Terminabsprache
mit dem Sekretariat des Forstamtes möglich: Tel. 0761 / 201-
6201. Wichtig: Aus SicherheitsgrĂŒnden bittet das Forstamt die
Besucherinnen und Besucher dringend, den Kohlplatz jenseits
des GelÀnders und der Absperrungen nicht zu betreten. Wird
der Erdmantel beschÀdigt, besteht die Gefahr, dass der Meiler
unkontrolliert abbrennt.


Das Forstamt weist die Anwohner darauf hin, dass zwischen
dem 30. August und dem 14. September aus dem SĂ€gendobel
teils starker Rauch aufsteigt. Je nach Windrichtung kann es in
Horben, insbesondere im Ortsteil Bohrer, zu
GeruchsbelÀstigungen kommen. Es besteht kein Grund zur
Sorge.

Mitte September wird der Meiler dann geöffnet. Da die frische
Kohle noch heiß sein kann, beginnt das Forstamt aber erst
nach deren Absacken mit dem Verkauf. Ab Donnerstag, 1.
Oktober, ist es soweit: Die „Holzkohle aus dem FSCzertifizierten
Freiburger Stadtwald“ ist in 5-Kilo-SĂ€cken zu 7
Euro beim Forstamt in der GĂŒnterstalstraße 71 erhĂ€ltlich. Die
Einnahmen aus dem Holzkohleverkauf tragen maßgeblich zur
Finanzierung der Aktion bei, die zuletzt 2012 stattfand.

Der Kohlenmeiler wird schwarzwaldtypisch als stehender
Rundmeiler aufgebaut. DafĂŒr werden rund 40 Raummeter
(„Ster“) Brennholz von Buche, Esche und Ahorn verwendet. In
der inneren Schicht wird das ein Meter lange Kohlholz
senkrecht um einen zentralen Feuerschacht („Quandel“)
gestellt. DarĂŒber kommt die zweite Schicht in Form einer
Halbkugel. Das Ganze wird mit Fichtenreisig („Rauhdach“)
und anschließend mit Erde („Losche“) abgedeckt. Auf diese
Weise kann das Feuer kontrolliert schwelen. Nach dem
EntzĂŒnden beginnt im Feuerschacht der Verkohlungsprozess,
gesteuert durch manuell regulierte Luftzufuhr. Die Dauer des
Schwelbrands hÀngt von der verwendeten Holzmenge ab.

Beim Kohlemeiler im SĂ€gendobel dauert er je nach Witterung
10 bis 18 Tage. In dieser Zeit ist der Köhler stÀndig vor Ort,
um den Abbrand zu beobachten und zu regulieren. Dann ist
der Meiler „gar“. Übrig bleibt energiereiche Holzkohle, die
gegenĂŒber Holz etwa 50 Prozent weniger Volumen und 75
Prozent weniger Gewicht hat. Deshalb war der Kohlemeiler im
Mittelalter die einzige Möglichkeit, Holz aus entlegenen
Waldgebieten abzutransportieren und zu nutzen.


Auf dem Schauinsland wurde Holzkohle frĂŒher in großen
Mengen benötigt, um Metalle aus den im Bergbau
gewonnenen Erzen auszuschmelzen. Bis zur Nutzung fossiler
Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) war sie neben Holz der
wichtigste EnergietrÀger. Damals wie heute ist Holzkohle ein
unbelastetes, klimafreundliches Naturprodukt. Grillfans
schÀtzen die typische, feine Note, die Holzkohle den Speisen
verleiht: Der Geschmacksunterschied zum Gasgrill ist klein,
aber durchaus wahrnehmbar. Die gute QualitÀt der Holzkohle
erkennt man ĂŒbrigens daran, dass sie „klingt“ wenn man zwei
StĂŒcke aneinander schlĂ€gt.

Weitere Infos zum Freiburger Stadtwald und zum Forstamt der
Stadt Freiburg gibt es unter www.freiburg.de/forstamt.

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GefĂŒhrte Wanderung auf dem Bergbaulehrpfad „Birchiburg“
Foto: KUR UND BÄDER GMBH BAD KROZINGEN
 
GefĂŒhrte Wanderung auf dem Bergbaulehrpfad „Birchiburg“
Am Donnerstag, den 20. August 2015 um 16.00 Uhr findet eine
gefĂŒhrte Wanderung auf dem Bergbaulehrpfad „Birchiburg“ bei St. Ulrich mit der
ArchĂ€ologin Dr. Christel BĂŒcker statt.

Wer heute durch den romantischen SĂŒdschwarzwald zwischen Freiburg und Lörrach wandert,
ahnt kaum, dass sich hier in der Römerzeit und vor allem im Mittelalter ein ausgedehntes
Bergbaurevier auf Kupfer und Silber befunden hat – quasi das Ruhrgebiet des Mittelalters. Doch
noch heute sind vielfÀltige Spuren wie SchÀchte, Pingen, KöhlerplÀtze und Burgen im dicht
bewaldeten Schwarzwald zu erkennen. Viele Relikte des Bergbaureviers wurden aber erst durch
die Forschungen und Ausgrabungen der UniversitÀt Freiburg seit 1987 wieder entdeckt und -
auch wie am Birkenberg bei St. Ulrich – begehbar und erlebbar gemacht.

Auf dem 1,6 km langen Lehrpfad im Bergbaurevier am Birkenberg wird dem Besucher auf ĂŒber
20 Schautafeln ein Eindruck von der Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute
vermittelt. Der Fußpfad windet sich durch einen lichten Hochwald, vorbei an eindrucksvollen
Bergbauspuren, die die Jahrhunderte ĂŒberdauert haben. Der Rundgang fĂŒhrt zunĂ€chst durch
einen tiefen, schluchtartigen Verhau mit einer großen Radstube zur EntwĂ€sserung der Stollen
und SchÀchte. Dann geht es den Birkenberg hinauf, vorbei an zahlreichen verfallenen oder
offenen Stollen und SchÀchten sowie an Schmiede- und KöhlerplÀtzen. Im höher gelegenen
Abschnitt quert der Pfad das Zentrum einer ehemaligen Bergleutesiedlung mit noch erkennbaren
Arbeits- und Wohnterrassen. Schließlich erreicht der Weg beim Wiederabstieg ins Tal die Ruine
der Birchiburg, die man von einer Aussichtsplattform gut ĂŒberblicken kann.

Durch ErklĂ€rungen der ArchĂ€ologin Dr. Christel BĂŒcker wird bei der gefĂŒhrten Wanderung fast
Unsichtbares sichtbar und begreifbar und ein Bergwerk aus dem Mittelalter wird zum Leben
erweckt. Stollen und SchÀchte des Silber- und Kupferbergbaus, die Ausgrabungen der Birchiburg
und die ehemaligen Bergleutesiedlungen werden auf einer gefĂŒhrten Wanderung besichtigt.

Auf schmalen Pfaden, geht es auf einem ca. 1,6 km langen Rundweg ĂŒber den Birkenberg. Die
Wanderung wird auch am 24. September angeboten. Dauer ca. 2 Stunden, festes Schuhwerk
erforderlich. Nach der Wanderung wird an der Snewlin-HĂŒtte gegrillt und alkoholfreie GetrĂ€nke
dazu gereicht.

Die Teilnahme an der gefĂŒhrten Wanderung kostet 21,90 €, mit der GĂ€stekarte oder der Bad
Krozinger Kundenkarte 19,90 €, inkl. Grillgut und ein alkoholfreies GetrĂ€nk.

Treffpunkt ist am Parkplatz des Birkenberg Lehrpfades. Es besteht auch eine
Transfermöglichkeit ab der Tourist-Info Bad Krozingen im Kurgebiet, hin und zurĂŒck fĂŒr 5,00 €
pro Person.

Eine Anmeldung fĂŒr die Wanderung ist erforderlich bei der Tourist-Information Bad
Krozingen, Tel. 07633 4008-164.
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Elz, Paddeln, Europapark
Einspruch gegen die AllgemeinverfĂŒgung der Gemeinde Rust zur EinschrĂ€nkung des Gemeingebrauchs an der Elz


Axel Mayer gegen die AllgemeinverfĂŒgung der Gemeinde Rust zur EinschrĂ€nkung des Gemeingebrauchs


„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich meinen Einspruch gegen die EinschrĂ€nkung des Gemeingebrauchs an der Elz aufrecht erhalte und möchte dies auch kurz begrĂŒnden.
Dem Europapark waren die Paddler, die kostenlos die Elz im Park nutzen konnten, immer schon ein Dorn im Auge. Die in den letzten Jahren und Jahrzehnten errichteten BrĂŒcken mit viel zu geringer Mindesthöhe waren eine geschickte Durchsetzungsstrategie, um nach dem Prinzip der Salamitaktik das Verbot zu erreichen. Möglicherweise war die Planung und Errichtung dieser zu niedrigen BrĂŒcken schon rechtsfehlerhaft. Ich sehe langfristig die Gefahr eines generellen Befahrungsverbotes.

Der wichtigste Grund meines Einspruchs ist die EinschrÀnkung der Allmende, die EinschrÀnkung des Gemeingebrauchs.
„Die Allmende ist im weitesten Sinnen ein im Besitz der Allgemeinheit befindliches Grundeigentum. Die Allmende ist jener Teil des Gemeindevermögens, der nicht unmittelbar im Interesse der ganzen Gemeinde zur Bestreitung derer Ausgaben verwandt wird, sondern an dem alle Menschen das Recht zur Nutzung haben. Die Allmende besteht meist aus unbeweglichem Gut wie Wald und GewĂ€sser .“

Dieses Allgemeingut wurde und wird immer mehr eingeschrÀnkt und die Entscheidung der Gemeinde Rust ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Gerade in diesen Tagen hat der saudische König versucht, ein „StĂŒck Almende, einige Meter Strand, an der CĂŽte d'Azur“ fĂŒr kurze Zeit der allgemeinen Nutzung zu entziehen. Die Franzosen haben sich erfolgreich gewehrt und die Medien haben intensiv berichtet. Wenn der Europark durch eine geschickte BrĂŒckenplanung 250 Meter Elz der Allgemeinnutzung entzieht, dann ist das (fast) kein Thema.

Mein Widerspruchsschreiben vom 11.07.2015 ist nicht mehr fristgerecht bei Ihnen eingegangen. Als Nutzer des Gemeingebrauchs an der Elz mit Wohnsitz in Endingen war ich allerdings auch nicht ĂŒber die VerfĂŒgung der Gemeinde informiert und habe sofort nach dem Bekanntwerden Einspruch eingelegt.

Ich bitte um PrĂŒfung, ob die VerfĂŒgung nicht zumindest in weiteren Einzugsgebiet der Elz hĂ€tte öffentlich bekanntgegeben werden mĂŒssen. Eventuell war auch die VerkĂŒndung rechtsfehlerhaft.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Axel Mayer, Kreisrat“
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Autor: Axel Mayer, Kreisrat

 
"Batnight 2015": Auf den Spuren der FledermÀuse
Mit dem NABU die Nacht zum Tag machen

„Les Belles de nuit“, die „Schönen der Nacht“, werden sie in Fachkreisen liebevoll genannt. Gemeint sind FledermĂ€use. Die, die mit ihren Ohren sehen, mit ihren HĂ€nden fliegen und mit bis zu 880 HerzschlĂ€gen pro Minute durch die Dunkelheit rauschen. Wer mehr ĂŒber die bedrohten Tiere der Nacht erfahren will, sollte eine der vielen, bundesweiten Aktionen und Exkursionen des NABU zur 19. „International Batnight“ am 29. und 30. August besuchen.

Die diesjĂ€hrige Hauptveranstaltung des NABU findet am 29. August 2015 im Mayener Grubenfeld in der Stadt Mayen in Rheinland-Pfalz statt. Das Grubenfeld gilt als eines der bedeutendsten Winterquartiere fĂŒr FledermĂ€use in Deutschland. Über 50.000 FledermĂ€use sind dort zu finden. „Im SpĂ€tsommer suchen die meisten europĂ€ischen Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen fĂŒr die kalten Monate ausreichend Schutz bieten, daher kann man die Tiere dann besonders gut beobachten“, erklĂ€rt NABU-Fledermausexperte Sebastian Kolberg.

Veranstaltet wird die Internationale Batnight von EUROBATS, dem EuropĂ€ischen BĂŒro fĂŒr Fledermausschutz. In der Bundesrepublik wird sie vom NABU organisiert. Mit der Aktion soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden. In Deutschland sind vier Arten stark gefĂ€hrdet, drei sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere sind gefĂ€hrdet, stehen auf der Vorwarnliste oder es gibt nicht genug Daten, um Ihre GefĂ€hrdung genau einschĂ€tzen zu können.

„Hauptursache fĂŒr die GefĂ€hrdung der 25 heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten LebensrĂ€umen. Alte BaumbestĂ€nde, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfĂ€ltigen Unterschlupf gewĂ€hren, verschwinden zunehmend“, sagt Kolberg. Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die Modernisierung von Fassaden und DĂ€chern verloren gehen, sollten durch kĂŒnstliche Ersatzquartiere an derselben Stelle ersetzt werden. So sieht es auch das Bundesnaturschutzgesetz vor. Zudem reduziert der Einsatz von Pestiziden Insekten als Nahrungsmittel fĂŒr FledermĂ€use oder vergiftet die Tiere ĂŒber die Nahrungskette selbst. „Auch nicht naturschutzfachlich geplante Windkraftanlangen stellen fĂŒr FledermĂ€use ein enormes Risiko dar. Der NABU fordert daher verpflichtende Gutachten ĂŒber Fledermausvorkommen im Vorfeld der Planung von Windkraftanlagen“, so Kolberg.

Gemeinsam die „Nacht zum Tag machen“ können Freunde der FledermĂ€use auch beim aktuellen „To-Do“ des Monats der Kampagne „Wir sind was wir tun. Die Naturschutzmacher.“ des NABU. Bei einem Fotowettbewerb können sie bis zum 6. September Flagge fĂŒr FledermĂ€use zeigen. Weitere Informationen unter: http://wirsindwaswirtun.de/todos/25-die-nacht-zum-tag-machen

Die Internationale Batnight findet mittlerweile in 36 LĂ€ndern und in ĂŒber 40 Sprachen weltweit statt. Die faszinierende Welt der FledermĂ€use einmal hautnah erleben, das möchten die Veranstalter den Besuchern bieten.
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Elefanten werden schneller getötet als sie sich fortpflanzen können
Elefanten leben in komplexen SozialverbÀnden / Foto: NABU/Barbara Maas
 
Elefanten werden schneller getötet als sie sich fortpflanzen können
Kenianische Hundestaffel unterstĂŒtzt Ranger bei der Jagd auf Wilderer

AnlĂ€sslich des internationalen Tag des Elefanten (12. August) macht die NABU International Naturschutzstiftung auf den alarmierenden Zustand des grĂ¶ĂŸten LandsĂ€ugetiers der Erde aufmerksam. Die rĂŒcksichtslose Jagd auf das Elfenbein der Tiere hat in den vergangen zehn Jahren zu dramatischen BestandseinbrĂŒchen gefĂŒhrt und beispiellose Ausmaße angenommen. "Wie an jedem Tag werden auch heute etwa 100 Elefanten illegal getötet. Die Situation der Tiere sieht weltweit dĂŒster aus", sagte Thomas Tennhardt, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung und warnt: "Geht dieser Trend ungebremst so weiter, wird der afrikanische Elefant in 20 Jahren in freier Wildbahn ausgestorben sein."

Seit den Siebziger Jahren ist die Zahl der afrikanischen Elefanten von 1,3 Millionen auf weniger als 470.000 gesunken. In Asien ĂŒberlebten weniger als 40.000 Tiere. "Seit 2011 werden Elefanten schneller getötet als sie sich fortpflanzen können", so Tennhardt. Mindestens 80.000 Tiere fielen seit 2006 Wilderern zum Opfer. Den schlimmsten RĂŒckgang der afrikanischen DickhĂ€uter gĂ€be es im Osten des Kontinents, wo die Elefantenpopulation zwischen 2006 und 2013 um ein Drittel von 150.000 auf 100.000 dezimiert wurde.

Der weltweit grĂ¶ĂŸte Importeur von Elfenbein und das Zentrum fĂŒr illegalen Elfenbeinhandel ist China, wo sich der Preis fĂŒr Elfenbein innerhalb von nur vier Jahren auf 2.700 Euro pro Kilogramm verdreifacht hat. Durch den Zustrom chinesischer Einwanderer nach Afrika seit dem Jahr 2001 hat sich die Front fĂŒr die Nachfrage nach Elfenbein in die Heimat der Elefanten verlagert. Der Handel mit dem "weißen Gold" liegt heutzutage in den HĂ€nden von multinationalen Verbrecherorganisationen, die politische InstabilitĂ€t und Korruption ausnutzen und fördern. Ein Zustand, der seine BekĂ€mpfung umso schwieriger macht.

"Afrika ohne Elefanten ist unvorstellbar", sagte Barbara Maas, Leiterin fĂŒr internationalen Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung, und fĂŒgte hinzu: "Besonders aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung, ihres wirtschaftlichen Wertes fĂŒr EntwicklungslĂ€nder und ihrer Ästhetik ist die Tierart unersetzlich." Elefanten kontrollieren die BaumbestĂ€nde ihres Lebensraumes und erhalten dadurch natĂŒrliche WeideflĂ€chen und Savannen, von denen wiederum Raubtiere wie Löwen und HyĂ€nen abhĂ€ngig sind. WĂŒrden Elefanten aussterben, hĂ€tte das einen biologischen Dominoeffekt zur Folge und zahlreiche andere Arten wĂŒrden mit ihnen zugrunde gehen.

Die NABU International Naturschutzstiftung setzt sich in Kenia fĂŒr die WildereibekĂ€mpfung und den Schutz von Elefanten ein. Gemeinsam mit der staatlichen Wildschutzbehörde Kenya Wildlife Service und dem David Sheldrick Wildlife Trust baut die Stiftung eine Hundestaffel auf. Die FĂ€hrtenhunde spĂŒren Munition, Elfenbein oder verwundete Tiere auf, verfolgen FĂ€hrten und untersuchen Fahrzeuge, GebĂ€ude und Verstecke. Ziel des Projektes ist es, dem dramatischen Anstieg der Wilderei und des Elfenbeinhandels entgegenzuwirken.
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Karlsruhe: Waldklassenzimmer entdecken und FledermÀuse finden
Das Waldklassenzimmer am Kanalweg entdecken können kleine und große Besucher am Sonntag, 16. August, von 13 bis 17 Uhr. Ohne spezielles Programm, aber dafĂŒr mit aller Freiheit staunen und spielen. Vielleicht im renovierten Baumhaus oder auf dem großen baumbestandenen AußengelĂ€nde.

Einen Überblick ĂŒber die Artenvielfalt in Karlsruhe können sich Familien am Mittwoch, 19. August, im Pavillon hinter dem Schloss verschaffen. Von 9.30 bis 17 Uhr informieren die WaldpĂ€dagogik Karlsruhe und andere Umweltorganisationen der Stadt zu diesem Bereich der BiodiversitĂ€t. Die beiden Angebote sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

FĂŒr die Fledermausnacht am Freitag, 28. August, sind noch einige PlĂ€tze frei. Familien mit Kindern können die geheimnisvollen Flattertiere im Rahmen der internationalen "Batnight" kennen lernen und mit einem Detektor auf die Jagd gehen. Die Teilnahme kostet 5 Euro pro Person. FĂŒr diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich: per Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de oder per Telefon unter 0721 / 133-7354 (montags von 9 bis 11 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr). Uhrzeit und Treffpunkt werden bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Programm der WaldpÀdagogik Karlsruhe gibt es unter www.waldpaedagogik-karlsruhe.de.
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Karlsruhe: Ökologischer Landbau und Obstverkostung
BĂŒro fĂŒr Mitwirkung und Engagement lĂ€dt Ehrenamtliche ein
Das BĂŒro fĂŒr Mitwirkung und Engagement lĂ€dt alle ehrenamtlich engagierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ein, einen Blick hinter die Kulissen des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums (LTZ) Augustenberg zu werfen. Nach einem Vortrag ĂŒber ökologischen Landbau können die Besucherinnen und Besucher im Obsthof an einer Verkostung teilnehmen. Dabei erhalten sie Informationen ĂŒber einzelne Obstsorten und deren Verwertung.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet am Dienstag, 8. September von 10 bis 12 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Vortragssaal im LaborgebĂ€ude 1 im LTZ Augustenberg (Neßlerstraße 25). Ab den Haltestellen Durlach Turmberg und Bahnhof Grötzingen besteht mit der Buslinie 22 eine direkte Verbindung zur LTZ Augustenberg.

Angesprochen sind alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die sich freiwillig in gemeinnĂŒtzigen Institutionen, Organisationen, Vereinen oder in Schulen und Kindertageseinrichtungen engagieren. Das BĂŒro fĂŒr Mitwirkung und Engagement nimmt unter der Telefonnummer 0721/133 - 1212 Anmeldungen entgegen.
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NABU fordert konsequenten Waldumbau
Besonders Kiefer-Monokulturen erhöhen Waldbrandgefahr

Angesicht hoher Temperaturen und anhaltender Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in verschiedenen Regionen Deutschlands gestiegen. Aus Sicht des NABU kann ein konsequenter Waldumbau dazu beitragen, um langfristig die Gefahr von WaldbrÀnden zu reduzieren.

Laut Umweltbundesamt sagen Risikountersuchungen fĂŒr die kommenden Jahrzehnte ein steigendes Waldbrandrisiko fĂŒr Deutschland voraus. Dies liegt im Wesentlichen an erhöhten Temperaturen und rĂŒcklĂ€ufigen NiederschlĂ€gen im FrĂŒhjahr, Sommer und Herbst.

„Extreme Hitzeereignisse werden in Deutschland voraussichtlich zunehmen. Dies macht den Waldumbau von Kiefern- und Fichtenmonokulturen zu LaubmischwĂ€ldern umso dringender“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Naturnahe WĂ€lder seien gegenĂŒber Extremwetterereignissen wie DĂŒrreperioden, StĂŒrmen und Starkregen insgesamt widerstandsfĂ€higer.

Besonders anfĂ€llig fĂŒr WaldbrĂ€nde sind Kiefer-Monokulturen, wie sie hauptsĂ€chlich in weiten Teilen Nordostdeutschlands vorkommen, da die Kronen von Kiefern im Vergleich mit anderen Baumarten sehr lichtdurchlĂ€ssig sind. Deshalb ist es im Kiefernwald wesentlich wĂ€rmer als im Laubwald. Da sich Kiefernadeln nur langsam zersetzen, bilden sie dichte Streuauflagen am Waldboden, die leicht entzĂŒndlich sind.

„In jedem Kubikmeter Holz stecken gut 500 Liter Wasser. Auch deshalb mĂŒssen unsere WĂ€lder reicher an lebenden und abgestorbenen BĂ€umen werden. Je höher der Holzvorrat im Wald, desto mehr Wasser kann bei Hitzeereignissen verdunstet werden. So kann sich der Wald selbst besser schĂŒtzen“, sagte NABU-Fachbereichsleiter Natur- und Umweltschutz Eick von Ruschkowski.

Ein flĂ€chendeckender Waldumbau habe insgesamt viele Vorteile. LaubmischwĂ€lder seien von InsektenkalamitĂ€ten selten betroffen, so dass der Pestizideinsatz sinke. „Verschiedene Baumarten und die damit verbundenen vielen kleinen Nischen machen den Laubmischwald zu einem wertvollen Lebensraum fĂŒr Tiere und Pflanzen. Aber auch Wanderer, Reiter und Radfahrer wissen die kĂŒhlen LaubwĂ€lder im Sommer zu schĂ€tzen“, so von Ruschkowski.

Der NABU appellierte auch an die JĂ€ger, ihren Beitrag zum erfolgreichen Waldumbau zu leisten. Durch die viel zu großen BestĂ€nde an Reh- und Rotwild wird die VerjĂŒngung von heimischen LaubbĂ€umen verhindert, weil diese in hohem Maße Knospen und Triebe fressen.

„Unsere WĂ€lder sind wertvolle NaturschĂ€tze. Sie liefern Gratisleistungen wie saubere Luft und Wasser. Gleichzeitig sind sie bedeutende LebensrĂ€ume fĂŒr Tiere und Pflanzen und wichtige ErholungsrĂ€ume. Ein konsequenter Waldumbau nĂŒtzt Mensch und Natur“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.
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