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Dienstag, 21. August 2018
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Verschiedenes

 
Freiburger Pflanzenkohle erhÀlt Zertifikat
Modellanlage zur Verwertung von GrĂŒnabfĂ€llen produziert Premiumkohle

Die Freiburger Pflanzenkohle erhĂ€lt ein Zertifikat. Vor knapp einem Jahr, Anfang MĂ€rz 2017, ging auf dem GelĂ€nde der ehemaligen MĂŒlldeponie Eichelbuck eine Modellanlage zur Verwertung von GrĂŒnabfĂ€llen in Betrieb. Seitdem wurden rund 800 Tonnen GrĂŒnschnitt in einem kombinierten Verfahren zu Holzhackschnitzeln und Pflanzenkohle verarbeitet. Eine unabhĂ€ngige Überwachungsstelle hat nun die QualitĂ€t der Pflanzenkohle geprĂŒft und als GĂŒteklasse „Premium“ bewertet.

Umweltminister Franz Untersteller weihte letztes Jahr die Pilotanlage ein. Der dort verwendete GrĂŒnabfall wird zuerst in weiches und holziges Material aufgeteilt. Der zerkleinerte, gesiebte Holzanteil wird dann in der neuartigen Anlage bei 500 bis 700 Grad karbonisiert. Dabei entsteht Pflanzenkohle, die zur Veredelung von Kompost, zur Herstellung von Aktivkohlefiltern oder als Futtermittelzusatz genutzt werden kann. Das Verfahren arbeitet energieautark, die nebenbei entstehende AbwĂ€rme dient zum Trocknen der Holzhackschnitzel.

Seit Beginn des regulĂ€ren Betriebes im Oktober 2017 konnte die ASF rund 200 Tonnen GrĂŒnschnitt zu 50 Tonnen Pflanzenkohle verarbeiten und so zur CO2-Reduzierung und zum Klimaschutz beitragen.

Das in Freiburg angewandte Verfahren wurde im Dezember 2017 von einer staatlich anerkannten Überwachungsstelle geprĂŒft. Da die Pflanzenkohle alle Grenzwerte einhĂ€lt, wurde
dem Material die höherwertige PremiumqualitÀt bestÀtigt. Das damit verbundene Zertifikat ist erforderlich, um die Vermarktung der Pflanzenkohle zu gewÀhrleisten.

Der Bau der Pilotanlage wurde durch die finanzielle Förderung aus Mitteln des Umweltministeriums Baden-WĂŒrttemberg und aus dem Innovationsfonds der Badenova ermöglicht.
 
 

 
NABU zur GroKo: Erste Schritte in Richtung naturvertrÀgliche Landwirtschaft
... bei Klima und Verkehr erschreckend mutlos

Miller: Schutz von Insekten und Wildnis erstmals politische Ziele in Deutschland

Berlin – Der NABU bewertet den neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD als ambitioniert im Naturschutz, aber mutlos in der Verkehrs- und Klimapolitik. So nennt die GroKo erstmals den Schutz von Wildnis und Insekten als politische Ziele und verspricht umfassende Programme zu ihrem Schutz. Doch diese löblichen Maßnahmen drohen StĂŒckwerk zu bleiben.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Union und SPD haben den alarmierenden Zustand unserer Natur offensichtlich erkannt. Das ist gut und war dringend nötig. Die versprochenen Schutzmaßnahmen geben Anlass zur Hoffnung. Was allerdings fehlt, ist ein ĂŒbergeordneter Plan, der Klima, Infrastruktur und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen zusammen denkt. Mit neuen Rekordinvestitionen in Verkehrsprojekte werden weitere LebensrĂ€ume zerschnitten und die stiefmĂŒtterliche Behandlung des Klimaschutzes wird unsere Ökosysteme stark unter Druck setzen.“

Der NABU begrĂŒĂŸt, dass die Große Koalition – neben dem neuen Wildnisfonds – das Nationale Naturerbe um 30.000 Hektar ausweiten möchte, mehr FlĂŒsse renaturieren und erstmals auch eine Strategie zum Schutz der Moore entwickeln will. Zudem soll der Erhalt der biologischen Vielfalt zur Querschnittsaufgabe aller Politikfelder werden.

Als ermutigendes Zeichen wertet der NABU auch, dass die Große Koalition erste zaghafte Schritte in Richtung einer naturvertrĂ€glicheren Landwirtschaft unternimmt. So wollen sich Union und SPD fĂŒr eine Umschichtung der milliardenschweren EU-Agrarsubventionen und die Einrichtung eines neuen EU-Naturschutzfonds einsetzen. „Ob die Bundesregierung Wort hĂ€lt, muss sie in den kommenden Wochen noch in BrĂŒssel beweisen“, so Miller. Bereits beim EU-Haushaltsgipfel am 23. Februar sollte Bundeskanzlerin Merkel den Naturschutzfonds fordern.

Auch das neue Programm zur Rettung der Insekten begrĂŒĂŸt der NABU sowie das Bekenntnis zum Ausstieg aus Glyphosat. „Der Glyphosat-Ausstieg droht allerdings auf die lange Bank geschoben zu werden, weil ein konkretes Datum fehlt. Zudem vermissen wir eine Strategie zur Verringerung aller Pestizide“, so Miller. Pestizide sollen kĂŒnftig sogar noch schneller zugelassen werden – ohne ihre Auswirkungen auf die Artenvielfalt ausreichend zu prĂŒfen.

Große VersĂ€umnisse sieht der NABU in der Energie- und Klimapolitik sowie im Verkehrsbereich. „Es spricht BĂ€nde, dass die GroKo die Klimaziele bis 2020 nur ‚so schnell wie möglich‘ erreichen will. Mit einer neu dazu einzuberufenden Kommission erkauft sie sich Zeit, die nicht da ist. Dabei liegen alle notwendigen Schritte lĂ€ngst auf dem Tisch“, kritisierte der NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer. Positiv sei, dass bis 2030 immerhin eigene Klimaziele fĂŒr alle Bereiche kommen. „Doch dieses Bekenntnis ist pure Augenwischerei, wenn Union und SPD die Energieeffizienzstandards fĂŒr Neubauten einfrieren“, so Miller. Er mahnte an, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiterhin zwingend naturvertrĂ€glich zu gestalten.

In der Verkehrspolitik halten Union und SPD unverĂ€ndert stur am Status Quo fest und zeigen sich erschreckend mutlos. Besonders kritisch bewertet der NABU die Beibehaltung umweltschĂ€dlicher Subventionen fĂŒr Diesel sowie das Fehlen strengerer CO2-Grenzwerte fĂŒr Pkw und Lkw. Den Plan der kĂŒnftigen Regierung, die Beteiligung der BĂŒrger bei Infrastruktur-Projekten – wie dem Bau von Autobahnen – zu beschrĂ€nken, lehnt der NABU als indiskutabel ab.

Alarmierend sei auch das Fehlen einer Strategie zur nachhaltigeren Nutzung von Ressourcen. So werden Digitalisierung und Energiewende die Nachfrage nach Rohstoffen weiter intensivieren, gleichzeitig muss ihr Pro-Kopf-Verbrauch deutlich sinken. Zur Lösung dieses Konflikts bieten Union und SPD keinerlei schlĂŒssige Konzepte an – genauso wenig wie fĂŒr eine ökologische Beschaffungsrichtlinie in Ministerien und Behörden.

Auch die PlĂ€ne von Union und SPD, die BestĂ€nde des Wolfes reduzieren zu wollen, kritisiert der NABU scharf. „Mit dieser unsĂ€glichen Forderung lĂ€sst die Bundesregierung Landwirte und SchĂ€fer im Stich“, so Miller. UnlĂ€ngst erst hatte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt in BrĂŒssel eine klare Abfuhr erhalten als er versuchte, den Schutzstatus des Wolfes aufzuweichen. „Statt auf solch sinnlose und populistische Forderungen wie die Reduzierung von Wölfen zu setzen, hĂ€tte die Bundesregierung den Weidetierhaltern endlich helfen mĂŒssen, ihre Herden besser zu schĂŒtzen. Das haben das Bundeslandwirtschaftsministerium und Herr Schmidt jahrelang verschlafen – und es nun erneut versĂ€umt, ihrer Verantwortung fĂŒr Nutztierhalter gerecht zu werden“, sagte Miller.

Zu denken gegeben habe den NaturschĂŒtzern auch, dass Union und SPD die globalen nachhaltigen Entwicklungsziele der UN zunĂ€chst nicht berĂŒcksichtigt hatten. „Dass sie jetzt im Koalitionsvertrag stehen, ist gut. In wieweit sie aber tatsĂ€chlich zur Richtschnur des Regierungshandelns werden, werden wir genau beobachten“, so Miller.
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Karlsruhe: Streuobstwiesen am Knittelberg beweiden
Aktion will FlÀchen aufwerten und Artenvielfalt erhalten

Beweiden lassen will die Streuobstwiesenpflege-Inititiative Grötzingen die Wiesen zwischen Alte HĂ€lden und dem Unteren Lichtenbergweg am Knittelberg. Zweimal jĂ€hrlich sollen Schafe und Ziegen flĂ€chendeckend die teilweise schwierig zu bewirtschaftenden FlĂ€chen abfressen und als „lebendige Taxis“ dem Austausch von Tieren und Pflanzen dienen. Wer Interesse an der Beweidung seines GrundstĂŒckes hat, meldet sich unter der E-Mail-Adresse groetzingen@karlsruhe.de oder der Telefonnummer 0721/948510 bei der Ortsverwaltung Grötzingen.

Ziel der Aktion ist es, die Verbuschung der FlĂ€chen zu verhindern und sie ökologisch aufzuwerten. Denn Streuobstwiesen sind als Lebensraum von ĂŒber 450 Pflanzen- und 3000 Tierarten von großer Bedeutung, außerdem als Naherholungsraum und Frischluftproduzent. Aber wie jede vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft brauchen auch Streuobstwiesen regelmĂ€ĂŸige Pflege in Form von Baumschnitten und jĂ€hrlich mindesten zweimaligem MĂ€hen. Geschieht dies nicht, ĂŒberaltern die ObstbĂ€ume und die Wiesen verbuschen. Das hat einen massiven Verlust von Artenvielfalt zur Folge. BlĂŒtenpflanzen, die auf viel Sonne angewiesen sind, verschwinden – und mit ihnen die Insekten und Vögel.
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Fazit der 11. GebÀude.Energie.Technik: Die Energiewende fÀngt beim Einzelnen an
Holzbau und Massivbau an Konstruktionsdetails anschaulich dargestellt
 
Fazit der 11. GebÀude.Energie.Technik: Die Energiewende fÀngt beim Einzelnen an
Wie zahlreiche Aussteller der heute (4.2.) zu Ende gegangenen elften Auflage der GebĂ€ude.Energie.Technik (GETEC) bestĂ€tigen, bildet die Messe mit ihrem Angebot rund um das energieeffiziente Bauen, Sanieren und Modernisieren die BedĂŒrfnisse des Messepublikums zielgenau ab. Das unterstreicht der Zuspruch von ĂŒber 9.000 Besuchern. „Die Reaktionen von Besuchern und Ausstellern machen klar, dass es bei den Themen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und zukunftsfĂ€hige GebĂ€ude einen großen Bedarf fĂŒr AufklĂ€rung und fachlich fundierte Beratung gibt. Viele Messebesucher wollen selbst mit eigenen Maßnahmen die Energiewende voranbringen. Deshalb gehört es quasi zur DNA der Messe, hierfĂŒr die richtigen Impulse zu setzen“, erklĂ€rt Daniel Strowitzki, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Parallel zur GETEC fand am 1. und 2. Februar 2018 der 7. Kongress Energieautonome Kommunen (EAK) mit ĂŒber 220 Teilnehmern im Konferenzbereich der Messe Freiburg statt. Zum Abschluss verabschiedete der Kongress den „Freiburger Appell zum Klimaschutz“. Darin fordern die Unterzeichner im Hinblick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD, sich endlich konsequent fĂŒr den Klimaschutz einzusetzen und mit effektiven Maßnahmen dafĂŒr zu sorgen, dass die Klimaziele fĂŒr 2020 und 2030 erreicht werden.

Auch wenn die Energiewende in der Bundespolitik nicht mehr die höchste PrioritĂ€t zu genießen scheint, so vermittelt das Publikum der GETEC einen ganz anderen Eindruck. FĂŒr die meisten Messebesucher hat sie nach wie vor einen hohen Stellenwert, und sie wollen in ihrem direkten Umfeld Dinge aktiv umsetzen. „Dazu bieten sich immer mehr neue Lösungen wie die Digitalisierung oder das Smart Home an. Auch die mit einer Photovoltaikanlage erzeugte Energie selbst zu nutzen, gerĂ€t immer stĂ€rker in den Fokus. Hierauf hat sich die GETEC eingestellt und prĂ€sentierte in diesem Jahr Produkte und Entwicklungen auf der Höhe der Zeit. Mit der sehr gut frequentierten SonderflĂ€che „ElektromobilitĂ€t, Laden, Speichern“ konnten wir darĂŒber hinaus anschaulich darstellen, wie die Bereiche Bauen und Energie in nĂ€chster Zukunft immer mehr mit der MobilitĂ€t verschmelzen werden“, sagt Markus ElsĂ€sser, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Solar Promotion GmbH.

Bei Ausstellern wie Hans-JĂŒrgen Kolb, Gebietsverkaufsleiter Dennert Baustoffwelt GmbH & Co KG aus SchlĂŒsselfeld, genießt die GebĂ€ude.Energie.Technik hohes Ansehen. Nach seiner Ansicht hat sich die GETEC positiv entwickelt. „Da sich die Messe auf die Themen Bauen und Energie konzentriert, kommen die Besucher ganz gezielt auf die Messe. Das fĂŒhrt dann zu sehr fachbezogenen GesprĂ€chen. Das Gros der Messebesucher an unserem Stand will bauen und ist daher hĂ€ufig schon auf das Thema vorbereitet. Viele stehen kurz vor der Entscheidung, wie sie bauen wollen und holen sich bei uns die letzten dafĂŒr wichtigen Informationen. Das macht die StandgesprĂ€che sehr intensiv und qualitativ hochwertig. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden wir 2019 wieder auf der GETEC vertreten sein“, so Kolb.

Hoch im Kurs standen bei vielen Besuchern regenerative Heiztechniken. Davon profitieren unter anderem auch Aussteller wie Paradigma Heizungssysteme Deutschland aus Dettenhausen. Bereichsleiter Vertrieb Wendelin Heinzelmann erklĂ€rt: „Wir sind von Beginn an seit 2008 gemeinsam mit unseren Fachpartnerbetrieben aus der Region auf der GETEC vertreten. Die Messe ist fĂŒr uns eine tolle Plattform, sich zu prĂ€sentieren. Die QualitĂ€t der Besucherkontakte ist gestiegen und die GesprĂ€che sind viel zielorientierter geworden. Und das ist, was fĂŒr uns zĂ€hlt. Die GETEC ist fĂŒr die regionalen Handwerksbetriebe ein Muss. Wir werden 2019 wieder ausstellen.“

FĂŒr den Verein pro Passivhaus e.V. mit Sitz in Mannheim ist dieses Jahr Premiere auf der GETEC. Giuseppe Debole, Vertreter des Vereins, berichtet, dass pro Passivhaus ĂŒblicherweise nur auf reine Baufachmessen gehe. Die GETEC sei daher die erste Bauherrenmesse, auf der sich der Verein vorstellt. „Hier können wir Bauherren und Sanierer direkt ansprechen. Als Neulinge auf der GETEC hatten wir unsere Erwartungen an die Kontakte eher niedrig angesetzt, diese wurden dann aber erfreulicherweise ĂŒbererfĂŒllt. Am ersten Tag kamen viele Interessenten zum Thema Passivhaus an unseren Stand. Das Ambiente der Messe und ihr Mix aus Ausstellung, Marktplatz Energieberatung, Fachrahmenprogramm mit VortrĂ€gen, Seminaren, RundgĂ€ngen und Sonderschauen finde ich gut. Auch das Besucheraufkommen ist quantitativ aber auch qualitativ gut. Ich bin zuversichtlich, dass pro Passivhaus auch 2019 wieder auf die GETEC kommen wird“, so Debole.

Die Sonderschau „ElektromobilitĂ€t, Laden und Speichern“ dokumentierte den engen Zusammenhang von Energiewende, intelligenten Stromnetzen, regenerativen Energien sowie deren Speicherung und ElektromobilitĂ€t. Reiner Ullmann, Inhaber der Firma Elektro Ullmann in Freiburg, ist vom Konzept dieser Sonderschau ĂŒberzeugt: „Wir sind dort mit unseren Produkten zur E-MobilitĂ€t und Ladetechnik zum dritten Mal vertreten, denn es ist gut, dass diese Themen in einem eigenen Bereich konzentriert wurden. Die Besucherstruktur hat sich positiv gewandelt. Das Messepublikum ist jetzt eher fachbezogen, das heißt, Besucher kommen mit konkreten Fragen zu uns. Da sich die ElektromobilitĂ€t als Sonderthema der GETEC etabliert hat und es dies als eigenen Bereich weiter geben wird, sind wir natĂŒrlich auch 2019 dabei.“

Gut frequentierte VortrĂ€ge, Bauherren- und Nutzerseminare sowie gefĂŒhrte MesserundgĂ€nge zeigten bei der elften GETEC, wie wichtig den Messebesuchern der ressourcenschonende und sparsame Umgang mit Energie ist. Als das HerzstĂŒck der Messe erwies sich einmal mehr der „Marktplatz Energieberatung“, dessen Angebot zu kostenlosen Impulsberatungen nahezu ausgebucht war. Insgesamt verzeichneten die rund 30 anwesenden Energieberater ĂŒber 450 Beratungstermine. Seit der GETEC-Premiere 2008 hat es damit bereits knapp 6.000 Beratungen fĂŒr Bauherren gegeben.

Aussteller und Veranstalter der GETEC stellen immer wieder unabhĂ€ngig voneinander fest, wie gut informiert und vorbereitet viele Messebesucher an die MessestĂ€nde kommen oder gezielt die zahlreichen Angebote des Rahmenprogramms nutzen. Betont praxisnahe und oft nachgefragte Themen hatten die Veranstalter aufgeboten. Rund 50 Referenten und Experten erlĂ€uterten in 30 FachvortrĂ€gen, vier Fach- und Nutzerseminaren und einem BauherrengesprĂ€ch sowie zwölf themenspezifischen, gefĂŒhrten MesserundgĂ€ngen aktuelle Themen zu energieeffizientem Bauen, Sanieren, Modernisieren und Wohnen.

Thematische Erweiterungen bietet die GETEC traditionell mit ihren SonderflĂ€chen. Regen Besucherzuspruch erfuhr die Sonderschau „ElektromobilitĂ€t, Laden und Speichern“, auf der Fahrzeuge, Stromtankstellen, Speichersysteme und neue MobilitĂ€tskonzepte vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt der SonderflĂ€che „BHKW, Solarstrom und SolarwĂ€rme“ der Stadt Freiburg standen effiziente Eigenversorgungslösungen fĂŒr GebĂ€ude mit Strom und WĂ€rme. Mit Produktbeispielen und Modellen zeigte die Sonderschau Leben ohne Barrieren (L.o.B.), wie sich das eigene Wohn- und Lebensumfeld komfortabel barrierefrei – sprich generationengerecht – gestalten lĂ€sst.

Die zwölfte GebÀude.Energie.Technik findet vom 8. bis 10. Februar 2019 statt.
 
 

 
Urlaub 2018: pflanzlich genießen auf Reisen
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. FĂŒr vegan-vegetarisch lebende Menschen ist die VerfĂŒgbarkeit vollwertiger und leckerer Mahlzeiten ein wichtiger Faktor bei der Reiseplanung. ProVeg informiert ĂŒber veggie-freundliche Urlaubsziele sowie pflanzliche Verpflegung in Hotels und auf Reisen ...
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Koalitionsverhandlungen: Klimaschutz bleibt auf der Strecke
EWS kritisieren Einigung zu Klimathemen scharf

Am Wochenende gingen die Koalitionsverhandlungen in die finale Runde. Das Ergebnispapier zum Thema Umwelt, Klima und Energie zeigt: Unionsparteien und SPD messen dem Klimaschutz auch kĂŒnftig keine Bedeutung bei. Inzwischen ist klar, dass die Klimaschutzziele 2020 nicht erfĂŒllt werden: Aus Sicht der EWS darf dies nicht zu einer Aufgabe des Ziels, sondern muss zu einer Intensivierung sĂ€mtlicher BemĂŒhungen fĂŒhren.

Ausbau der Erneuerbaren Energien, Klimaschutzgesetz, Förderprogramme
Das am Wochenende bekannt gewordene Ergebnispapier zu Umwelt, Klima und Energie gibt die Richtung der kĂŒnftigen Regierung vor. Die Koalition will:

- bis 2030 einen Anteil von 65 % Erneuerbaren Energien anstreben,
- Sonderausschreibungen fĂŒr Wind und Photovoltaik in 2019 und 2020 durchfĂŒhren,
- die Kommission «Wachstum, Strukturwandel und BeschÀftigung» einsetzen, die bis Ende 2018 u.a. den Kohleausstieg vorbereiten soll,
- die ElektromobilitÀt vorantreiben und
- Fördermittel im WÀrmebereich anbieten (z.B. beim Austausch von CO2-intensiven Heizkesseln).

Mit einem Klimaschutzgesetz, das neben dem Energie- auch den Bau- und Verkehrsbereich umfasst, soll das 2030-Klimaziel erreicht werden.

AbsichtserklĂ€rungen statt konkreter Maßnahmen

Auf die Frage, mit welchen konkreten Instrumenten mehr Klimaschutz erreicht werden soll, gibt das Papier allerdings keine Antwort. Es bleibt unklar, wie das Klimaschutzgesetz die Erreichung des Ziels fĂŒr 2030 sicherstellen soll. Der notwendige Umbau des Finanzierungssystems der Energiewende hin zu einem schlanken, zukunftsfĂ€higen System mit klarem Fokus auf die Erreichung der Klimaziele wird im Papier gar nicht mehr adressiert. Dies zementiert nicht nur die Barrieren fĂŒr Innovationen (z.B. im Bereich der Sektorenkopplung), sondern ignoriert auch die zahlreichen VorschlĂ€ge zur EinfĂŒhrung einer wirksamen CO2-Bepreisung auf nationaler Ebene. Auch die Sonderausschreibungen in 2019/2020 sowie der Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2030 werden bei genauerem Hinsehen relativiert. Als Voraussetzung fĂŒr den Ausbau wird die AufnahmefĂ€higkeit der Netze genannt.

EinfĂŒhrung einer nationalen CO2-Abgabe fĂŒr Klimaschutz unerlĂ€sslich

Aus Sicht der EWS strotzt das Papier nur so vor Mutlosigkeit und RealitĂ€tsverweigerung. Das ist deshalb so fatal, weil 2017 als zweitwĂ€rmstes Jahr in die Geschichte eingeht und die weltweiten Wetterextreme (z. B. die Starkregenereignisse im Sommer 2017) spĂŒrbarer Ausdruck des menschengemachten Klimawandels sind. «Wenn die KoalitionĂ€re nicht handeln wollen, dann mĂŒssen wir halt an anderer Stelle Druck machen», so Sebastian Sladek, Vorstand der EWS.

Klar ist, dass sich die einzuberufende Kommission «Wachstum, Strukturwandel und BeschĂ€ftigung» den VorschlĂ€gen zur EinfĂŒhrung einer nationalen CO2-Bepreisung nicht verweigern darf. Der zwingend notwendige Kohleausstieg muss durch intelligente Anreize, z.B. eine nationale CO2-Abgabe, wie sie der Verein fĂŒr eine nationale CO2-Abgabe empfiehlt, flankiert werden. Nur so lĂ€sst sich effizienter Klimaschutz erreichen. Die EWS wird sich daher weiterhin – gemeinsam mit anderen Akteuren – fĂŒr die EinfĂŒhrung einer nationalen CO2-Abgabe einsetzen.
 
 

1000 GÄRTEN 2.0
 
1000 GÄRTEN 2.0
Soja-Forschungsprojekt sucht bundesweit HobbygĂ€rtner fĂŒr zweite Runde

Freiburg/Stuttgart, Dezember 2017 – 2016 riefen die UniversitĂ€t Hohenheim und der Tofuhersteller Taifun-Tofu das Projekt „1000 GĂ€rten - Das Soja-Experiment“ ins Leben. Ziel: Kreuzungen identifizieren, die in verschiedenen Regionen Deutschlands wachsen und sich zur Tofuherstellung eignen. Das innovative Konzept kommt an. 2.500 Anmeldungen von GĂ€rtnern gehen ein, zahlreiche aufschlussreiche Daten werden erhoben, die Presse berichtet deutschlandweit. Nun wird die Soja-Initiative wiederholt: FĂŒr „1000 GĂ€rten 2.0“ suchen Taifun und UniversitĂ€t Hohenheim wieder engagierte HobbygĂ€rtner, Landwirte und Schulen im ganzen Land. Anmeldungen sind noch bis zum 28. Februar möglich ...
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Neue Gentechnik – Manipulation durch die HintertĂŒr
Mit Hilfe neuer gentechnischer Verfahren wie CRISPR/Cas lĂ€sst sich das Erbgut in bisher nie dagewesener Weise verĂ€ndern. Die BefĂŒrworter versprechen enorme Fortschritte bei der Tier- und PflanzenzĂŒchtung. Die Gegner warnen vor nicht vorhersehbaren Risiken ...
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