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Montag, 29. Mai 2023
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Verschiedenes

 
Amerikanische Faulbrut bedroht Bienenvölker im Stadtkreis
Keine Gefahr f√ľr andere Tiere oder Menschen

Am Dienstag wurde bei einem Bienenstand im Stadtkreis Freiburg der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt. Dies ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Bienenbrut, auch unter dem Namen ‚ÄěB√∂sartige Faulbrut‚Äú bekannt. Der Erreger stellt keine Gefahr f√ľr ausgewachsene Honigbienen, andere Tiere oder Menschen dar.

Die bösartige Faulbrut ist anzeige- und bekämpfungspflichtig, da sie das Überleben der Bienenvölker massiv bedroht. Im Falle eines Ausbruchs sind die Schutzmaßnahmen gemäß der Bienenseuchen-Verordnung einzuleiten, um die Erkrankung inzudämmen und eine Ausbreitung zu verhindern:

Um den betroffenen Betrieb ist eine Restriktionszone (Radius mindestens 1 km) einzurichten, diese wird per Allgemeinverf√ľgung der Stadt Freiburg √∂ffentlich bekannt gemacht. Bienenhalter sind in der Pflicht, sich zu informieren, ob ihr Bienenstand in dieser Restriktionszone liegt.

Das Verbringen oder Transportieren von Bienenvölkern und Materialien, die in Kontakt mit Bienen kommen, sowohl in diese als auch aus dieser Zone, ist streng verboten. Die Völker in der Restriktionszone werden allesamt untersucht, seuchenkranke Völker werden nötigenfalls abgetötet.

Zeigen andere Bienenv√∂lker einer betroffenen Imkerei keine klinischen Symptome und besteht bei diesen nach dem Gutachten einer Amtstier√§rztin/eines Amtstierarztes eine Chance auf Heilung, so kann mit Zustimmung der Veterin√§rbeh√∂rde ein sogenanntes Kunstschwarmverfahren durchgef√ľhrt werden. Hierbei werden alle Waben einschlie√ülich der Bienenbrut vernichtet. Lediglich die adulten Bienen werden nicht abget√∂tet, jedoch unter amtlicher Kontrolle so behandelt, dass ein Weitertragen des Erregers ausgeschlossen ist.

Alle Materialien, die mit den befallenen Bienenv√∂lkern in Kontakt gekommen sind, m√ľssen ordnungsgem√§√ü und ebenfalls unter beh√∂rdlicher Kontrolle gereinigt und desinfiziert werden. Ist dies nicht m√∂glich, m√ľssen die Materialien unsch√§dlich beseitigt werden.

Honig, der von befallenen Bienenv√∂lkern gewonnen wurde, kann eine hohe Anzahl von Bakterien-Sporen enthalten. Diese sind f√ľr den Menschen ungef√§hrlich. Der Honig bleibt somit f√ľr den menschlichen Verzehr geeignet. Mit Sporen belasteter Honig darf aber unter keinen Umst√§nden an Bienen verf√ľttert werden und ist daher stets bienensicher aufzubewahren! Bei der Entsorgung von Honigresten ist darauf zu achten, dass Bienen diesen nicht erreichen k√∂nnen.

Die Veterin√§rbeh√∂rde der Stadt Freiburg hat bereits am 28. Juni im Ausbruchsbetrieb die genannten Ma√ünahmen verf√ľgt. Es wurde zudem Kontakt mit dem Bienengesundheitsdienst sowie dem zust√§ndigen Bienensachverst√§ndigen aufgenommen, um die Ausbreitung der Seuche z√ľgig einzud√§mmen und weiteren Schaden an den Bienenv√∂lkern in Freiburg zu verhindern.

Da alle im Sperrbezirk befindlichen Bienenv√∂lker untersucht und auf das Vorhandensein des Erregers beprobt werden m√ľssen, werden alle Imker im Stadtkreis Freiburg nochmal auf die Registrierpflicht nach der Bienenseuchen-Verordnung hingewiesen. Demnach hat jeder, der Bienen halten will, dies sp√§testens bei Beginn der T√§tigkeit der zust√§ndigen Beh√∂rde anzuzeigen; dabei sind die Anzahl der Bienenv√∂lker und ihr Standort anzugeben. Hierbei wird auf ¬ß26 Bienenseuchen-Verordnung aufmerksam gemacht. Danach handelt ordnungswidrig, wer eine solche Anzeige vors√§tzlich oder fahrl√§ssig nicht, nicht richtig, nicht vollst√§ndig oder nicht rechtzeitig erstattet.

Die Veterin√§rbeh√∂rde bittet um die Unterst√ľtzung aller Imker im Stadtgebiet, damit die Erkrankung effektiv bek√§mpft und eine Ausbreitung verhindert werden kann.

Die Allgemeinverf√ľgung der Stadt Freiburg stehen zur allgemeinen Information auf www.freiburg.de; der genaue Sperrbezirk ist online detailliert einzusehen.
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Aussichtsplattform auf Freiburgs Prärie
(c) Mundenhof / Stadt Freiburg
 
Aussichtsplattform auf Freiburgs Prärie
Partnerstadt Madison spendet 8.000 Euro f√ľr den Mundenhof

Pr√§rien geh√∂ren zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften der Erde. Im Gegensatz zu den mitteleurop√§ischen Wiesen, die im Mai und Juni ihre Hauptbl√ľte haben, erbl√ľhen Pr√§rienpflanzen vom Juli bis in den Herbst hinein. Mit ihren extrem tief gehenden Wurzeln erreichen sie tief liegende Wasserschichten und sehen auch bei Trockenheit gut aus. Es sind also ideale Pflanzen f√ľr den Klimawandel.

Die erste Pr√§rie auf dem Mundenhof entstand im Jahr 2011, auf einer Dreiecksfl√§che im Bisongehege. Sie hat sich als kleine Wiese so gut etabliert, dass 2018 der n√§chste Versuch gestartet wurde. Davor hatte Mundenhof-Leiterin Susanne Eckert schon im Jahr 2017 Kontakte nach Madison in Wisconsin sowie in andere US-Bundesstaaten des Mittleren Westens mit noch vorhandenen Pr√§rien gekn√ľpft. In der Folge entstanden auf dem Mundenhof zwei weitere Pr√§rie-Fl√§chen beim Bisongehege. Inzwischen werden auch Zauneidechsenfl√§chen mit Pr√§rieblumen bepflanzt.

Der Bl√ľtenrausch im Sommer kommt auch bei den Besucherinnen und Besuchern des Mundenhofs bestens an ‚Äď wor√ľber sich das private ‚ÄěMadison Freiburg Sister City Committee‚Äú in Wisconsin derart freute, dass sein Vorstand 8.000 Dollar f√ľr die Weiterentwicklung der Mundenhof-Pr√§rie zur Verf√ľgung stellte. Mit diesem Geld hat der Mundenhof die Aussichtsplattform zwischen Pinot-Pferden und Bisons finanziert. Die f√ľnf Bisonk√ľhe und der aus Basel stammende junge Bisonbulle sollen auch Nutznie√üer der Pr√§rie sein: sie d√ľrfen gelegentlich auf der Fl√§che am Steilhang grasen. Dass fast alle Pr√§riepflanzen nicht nur f√ľr die Indianer wichtige Medizinalpflanzen waren und sind, werden in K√ľrze Infotafeln am Zaun entlang der Pr√§rie verraten.

Das gro√üe Treffen der Partnerst√§dte, das am vergangenen Wochenende in Freiburg stattfand, hat nun auch der amerikanische Verein ‚ÄěMadison Freiburg Sister City Committee‚Äú zu einer Visite der deutschen Partnerstadt genutzt. Dabei besuchten Charles J. James, Pr√§sident des Committees, und Schatzmeister Richard Kotenbeutel auch den Mundenhof und nahmen die Aussichtsplattform beim Bisongehege in Augenschein, die ihre Spende erm√∂glicht hatte.

zum Bild oben:
Charles J. James (links) und Richard Kotenbeutel an der Aussichtsplattform.
(c) Mundenhof / Stadt Freiburg
 
 

 
Chancen nutzen, Resilienz schaffen
Forderungen des B√ľndnisses #Ern√§hrungswendeAnpacken f√ľr eine Ern√§hrungsstrategie

Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag eine Ern√§hrungsstrategie bis 2023 angek√ľndigt. Das B√ľndnis #Ern√§hrungswendeAnpacken aus 22 Verb√§nden hat jetzt ein Positionspapier f√ľr eine zukunftsweisende Ern√§hrungsstrategie erarbeitet, die es im Vorfeld der Auftaktveranstaltung des Bundesern√§hrungsministeriums zur Erarbeitung der Ern√§hrungsstrategie am 29. Juni vorlegt. Darin werden konkrete Ma√ünahmen vorgeschlagen, um allen Menschen eine gesundheitsf√∂rderliche und nachhaltige Ern√§hrung zu erm√∂glichen.

Die Initiative #Ern√§hrungswendeAnpacken begr√ľ√üt, dass die Ampelkoalition bis 2023 eine Ern√§hrungsstrategie f√ľr Deutschland erarbeiten will, um eine ‚Äěgesunde Umgebung f√ľr Ern√§hrung und Bewegung zu schaffen‚ÄĚ. Jetzt muss die Bundesregierung z√ľgig ambitionierte Ziele und einen klaren Zeitplan f√ľr die Umsetzung der wichtigsten Ma√ünahmen vorlegen.

Grundlage, Leitbild und Vision bei der Entwicklung der Ern√§hrungsstrategie sollte eine sozial gerechte, gesundheitsf√∂rdernde, umweltvertr√§gliche und dem Tierschutz zutr√§gliche Ern√§hrungspolitik f√ľr Deutschland sein. Die Ern√§hrungsstrategie und die darin definierten Ma√ünahmen sollten mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet sein. Ohne Investitionen wird eine Ern√§hrungswende nicht zu erreichen sein. Um eine verbindliche Umsetzung der Ma√ünahmen sicherzustellen, sollten konkrete Erfolgsindikatoren entwickelt werden.

Transparenz und Beteiligung
Eine Ern√§hrungswende kann nur gelingen, wenn sie breiten R√ľckhalt in der Bev√∂lkerung hat. Vor diesem Hintergrund fordert das B√ľndnis eine transparente Planung und Beteiligung der relevanten Wissenschaftler:innen und Berufsgruppen sowie der zivilgesellschaftlichen Verb√§nde bei der Erstellung der Ern√§hrungsstrategie bis 2023 sowie bei deren Umsetzung.

Eine Strategie f√ľr alle
Ziele und Ma√ünahmen der Ern√§hrungsstrategie m√ľssen mit Blick auf soziale Gerechtigkeit gestaltet werden. Dies gilt insbesondere f√ľr einkommensschw√§chere Bev√∂lkerungsgruppen. Eine Ern√§hrungswende muss dazu f√ľhren, dass allen Menschen eine gesundheitsf√∂rdernde und nachhaltige Ern√§hrung erm√∂glicht wird. Gesundes, nachhaltiges Essen darf kein Privileg f√ľr einkommensstarke Haushalte sein, sondern ist ein Grundrecht f√ľr alle.

Folgende konkrete Ma√ünahmen h√§lt das B√ľndnis f√ľr essenziell:
‚ÄĘ Finanzierung einer fl√§chendeckenden, gesundheitsf√∂rderlichen und nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung und eine Weiterentwicklung der Qualit√§tsstandards der Deutschen Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung.
‚ÄĘ √úberpr√ľfung der Lebensmittelbesteuerung mit dem Ziel einer sozial gerechten, gesundheitsf√∂rdernden, umweltvertr√§glichen und dem Tierschutz zutr√§glichen Ausrichtung.
‚ÄĘ F√∂rderung einer pflanzenbasierten Ern√§hrung mit dem Ziel, den Konsum tierischer Produkte zu reduzieren.
‚ÄĘ St√§rkung einer sozial gerechten, gesundheitsf√∂rderlichen und umweltfreundlichen Ern√§hrungskompetenz in Schule und Beruf.
‚ÄĘ Verbesserung der Qualifizierung und Verankerung von Ern√§hrungsbildung und Ern√§hrungstherapie im Gesundheitswesen.
‚ÄĘ Verbindliche Regulierung von an Kinder gerichteter Lebensmittelwerbung.
‚ÄĘ Erh√∂hung der Leistungen in der sozialen Mindestsicherung im Kampf gegen Ern√§hrungsarmut.

Um die Ziele der Vereinten Nationen f√ľr eine Nachhaltige Entwicklung sowie die im Pariser Klimaabkommen verankerten Ziele zu erreichen, ist ein ‚ÄěWeiter so‚Äú keine Option. Dar√ľber besteht ein breiter Konsens. Nun hat der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine nicht nur zu einer leidvollen humanit√§ren Krise gef√ľhrt, sondern er bedroht auch die globale Ern√§hrungssicherung und erschwert das Erreichen von Klima-, Biodiversit√§ts- und Nachhaltigkeitszielen in der Weltgemeinschaft.
Gerade jetzt ist es deshalb wichtiger denn je, dass wir f√ľr eine nachhaltige und gesunde Ern√§hrung ein langfristig resilientes Ern√§hrungssystem schaffen. Aktuellen und k√ľnftigen Herausforderungen und Krisen werden wir nur standhalten, wenn wir Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und Umweltvertr√§glichkeit zusammendenken.

Dr. Nina Wolff, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e.V., unterstreicht die Dringlichkeit und Ziele einer Ern√§hrungsstrategie: ‚ÄěAuf unseren Feldern und in unseren K√ľchen haben wir zahlreiche bislang ungenutzte M√∂glichkeiten, das Klima, die biologische Vielfalt und die Gesundheit jedes einzelnen Menschen zu sch√ľtzen. Aufgabe der Ern√§hrungspolitik ist es, ein langfristig produktives Ern√§hrungssystem mit gutem, sauberem und fairem Essen f√ľr alle zu schaffen. Politik und Gesellschaft k√∂nnen und m√ľssen das jetzt gemeinsam auf die Teller bringen!‚Äú

Das Positionspapier wird getragen von: Berufsverband der Kinder- und Jugend√§rzte e. V. (BVKJ), BerufsVerband Oecotrophologie e. V. (VDOE), Arbeitsgemeinschaft der deutschen √Ąrztekammern (B√ĄK), Bundesvertretung der Medizinstudierenden, Deutschland e. V. (bvmd), Bundeszahn√§rztekammer, Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahn√§rztekammern e.V. (BZ√ĄK), Bund √Ėkologische Lebensmittelwirtschaft e. V. (B√ĖLW), Der Parit√§tische Gesamtverband, Deutsche Adipositas Gesellschaft e. V. (DAG) Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) der DAG, Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), Deutsche Gesellschaft f√ľr Ern√§hrungsmedizin e. V. (DGEM), Deutsches Netzwerk Schulverpflegung (DNSV), Ecologic Institute, Netzwerk der Ern√§hrungsr√§te, Institut f√ľr Weltern√§hrung, iSuN - Institut f√ľr Nachhaltige Ern√§hrung, Fachhochschule M√ľnster, Physicians Association for Nutrition (PAN), ProVeg, RAL G√ľtegemeinschaft Ern√§hrungs-Kompetenz e.V., Slow Food Deutschland e. V., Verband der Di√§tassistenten ‚Äď Deutscher Bundesverband e. V. (VDD), Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv), WWF Deutschland
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Die Reißleine ziehen beim Neubaustadtteil Dietenbach
Sehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende und Mitglieder
des Gemeinderats der Stadt Freiburg i.Br.

Dass die Sparkasse Freiburg N√∂rdlicher Breisgau nun den Ausstieg sucht aus ihrer zu kostentr√§chtigen Einbindung auf dem Moloch Riesen-Neubaustadtteil Dietenbach, das sei f√ľr den in Freiburg ans√§ssigen gemeinn√ľtzigen Verein ECOtrinova e.V. keine √úberraschung, so der Vereinsvorsitzende Dr. Georg L√∂ser heute im offenen Brief an den Gemeinderat, OB und B√ľrgermeisterriege der Stadt in einer ersten Stellungnahme zu Berichten vom 22. Juni.

Denn die Sparkasse habe immer wieder schriftlich darauf hingewiesen, dass sie bei Dietenbach mit der Wirtschaftlichkeit erhebliche Probleme habe, so mit Schreiben vom 23.7.2018 einen Tag vor dem Beschluss des Gemeinderats zur St√§dtebaulichen Entwicklungsma√ünahme Dietenbach. Das Schreiben lag dem Gemeinderat und der Stadt vor. ECOtrinova erhielt es damals auf Nachfrage von der Stadt. Bei den √∂ffentlichen Urkunden von 2018 zu den Optionsvertr√§gen und Kaufangeboten an die Landeigent√ľmer verdeutlichte die Sparkasse als K√§ufer die Unwirtschaftlichkeit klarer, dass ‚Äědie Wirtschaftlichkeit des Projekts f√ľr ihn zur Zeit nicht gew√§hrleistet ist.‚Äú

ECOtrinova habe den Gemeinderat, OB Horn und die B√ľrgermeisterriege immer wieder auf Obiges hingewiesen. Taube Ohren, Augen zu und durch war offenbar die Reaktion. Jetzt m√ľsse die Rei√üleine gezogen werden f√ľr das Ende des Projekts Neubaustadtteil Dietenbach, damit es nicht zu finanziellem Schrecken ohne Ende komme.

W√§re der jetzige voraussichtliche R√ľckzug der Sparkasse ein Jahr eher erfolgt, h√§tte die Stadt den Dietenbach-Prozess beim Verwaltungsgerichtshof Baden-W√ľrttemberg vermutlich verloren. Da steht eventuell noch die Revision beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig an.

ECOtrinova fragt: Zahlt die Stadt Freiburg an die Sparkasse nun deren evtl. verlorenen Aufwand und die Optionsgeb√ľhren an die Landeigent√ľmer von 1 Euro pro qm und Jahr, das sind laut obigem Schreiben vom 23.7.2018 nach damaligem Stand 8 Millionen Euro. Wie stehen die Sparkassenkunden und die anderen Kommunen der Sparkasse da, wenn der Betrag nicht kommt?

Der Verein sei gespannt auf die anstehende Fortschreibung der Sonderrechnung Dietenbach mit stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten schon f√ľr die Erschlie√üung samt Kitas und Schulen usw.. Und ob es f√ľr Wohnbau, der ja auch viel teurer wurde, bei inzwischen extrem gestiegenen Preisen f√ľr erschlossene Grundst√ľcke √ľberhaupt noch gehe au√üer f√ľr Reiche. F√ľr die w√§re es anderswo in Freiburg in einem sch√∂nen Altbau sicher angenehmer als in einem f√ľr maximal viele Wohnungen ausquetschten Dietenbach.
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NABU: So sch√ľtzen sich Wildtiere vor Hitze
Widehopf (c) NABU/CEWE/Paul Gläser
 
NABU: So sch√ľtzen sich Wildtiere vor Hitze
Feldhasen nutzen Ohren als Klimaanlage, St√∂rche k√ľhlen Beine mit Kot / Jetzt Vogeltr√§nke bauen

Berlin, 16.6.22 ‚Äď In Deutschlands wird es in diesen Tagen vielerorts √ľber 30 Grad warm. Die hohen Temperaturen machen nicht nur Menschen, sondern auch Wildtieren zu schaffen. Weil Fell und Federn bei hohen Temperaturen keine gro√üe Hilfe sind, und viele Tiere mangels Schwei√üdr√ľsen nicht wie Menschen schwitzen k√∂nnen, haben einige Arten besondere Verhaltensweisen entwickelt, um Hitzewellen zu √ľberstehen.

‚ÄěVon Hunden kennen wir das Hecheln‚Äú, so Sebastian Kolberg, NABU-Artenschutzexperte ‚ÄěAuf diese Weise senken auch F√ľchse ihre K√∂rpertemperatur.‚Äú Der Feldhase verf√ľgt mit seinen Ohren sogar √ľber eine k√∂rpereigene Klimaanlage: Seine gro√üen, gut durchbluteten L√∂ffel geben K√∂rperw√§rme an die Umgebung ab.

‚ÄěAmseln und Rabenkr√§hen sitzen h√§ufig mit weit ge√∂ffnetem Schnabel da und atmen schnell ein und aus. Das ist das so genannte Kehlsackhecheln. Dabei werden Rachen und Lunge einbezogen und vergr√∂√üern so die W√§rme abgebende K√∂rperoberfl√§che‚Äú, sagt Martin R√ľmmler, NABU-Vogelschutzexperte. Manche V√∂gel haben noch weitere Tricks auf Lager. Der Storch beschmiert seine Beine mit fl√ľssigem Kot, um sie vor der Sonne zu sch√ľtzen. An hei√üen Tagen sehen Storchenbeine daher oft nicht rot, sondern wei√ü aus. ‚ÄěNeben dem direkten Sonnenschutz k√ľhlt diese Technik auch: Das im Kot enthaltene Wasser verdunstet und k√ľhlt so die Beine‚Äú, erkl√§rt R√ľmmler.

Einige V√∂gel genie√üen scheinbar das hei√üe Wetter, sie legen sich oft minutenlang in die Sonne. So kann man zum Beispiel Drosseln beobachten, die einige Zeit regungslos an einer Stelle verharren und sonnenbaden. Manche V√∂gel wie der Zaunk√∂nig legen sich dazu sogar platt auf den Boden und breiten weit die Fl√ľgel und den Schwanz aus. R√ľmmler: ‚ÄěV√∂gel bek√§mpfen auf diese Weise im Federkleid vorhandene Parasiten. Diese werden durch Hitze und UV-Licht in Schach gehalten.‚Äú

Viele Tiere machen es bei gro√üer Hitze wie die Menschen: Sie meiden Bewegung, ziehen sich in den Schatten zur√ľck oder gehen baden. V√∂gel nutzen gerne im Garten oder auf dem Balkon aufgestellte flache Wasserschalen, um zu trinken und ein erfrischendes Bad zu nehmen. Der NABU bietet unter www.NABU.de/vogeltraenke eine Anleitung zum Bau einer katzensicheren Vogeltr√§nke an. ‚ÄěWichtig ist, dass diese Schalen t√§glich mit hei√üem Wasser gereinigt und neu bef√ľllt werden, damit sich keine Krankheitserreger verbreiten‚Äú, so R√ľmmler. In den vergangenen Jahren seien solche Krankheitsausbr√ľche an Wasserstellen an den NABU gemeldet worden. Beim ersten Anzeichen von kranken oder gar toten V√∂geln in der N√§he der Wasserschalen sollte man die Schale daher sofort entfernen.

Nicht nur V√∂gel baden bei Hitze, auch Hirsche und Wildschweine suhlen sich gerne in wassergef√ľllten Gr√§ben. An hei√üen Tagen wagen sich Hirsche auch in tiefere Gew√§sser vor.

Tipps zum Bau einer Vogeltränke online

zum Bild oben:
Dieses Foto ist im Rahmen des Fotowettbewerbs "Naturstars - Wer ist Dein Naturstar" 2020 mit CEWE entstanden. / Der Widehopf ist der Vogel des Jahres 2022. Er ist auch am Kaiserstuhl zu finden.
(c) NABU/CEWE/Fotograf: Paul Gläser
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L√ľckenschluss Radweg FR2
Bauarbeiten zwischen G√ľterbahnhofareal und Tullastra√üe sind abgeschlossen

Ein weiterer L√ľckenschluss im Freiburger Norden ist fertig: Der Radweg FR2 f√ľhrt aus dem G√ľterbahnhofareal von der Berta-Ottenstein-Stra√üe zur Tullastra√üe. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat den Abschnitt in den letzten f√ľnfeinhalb Wochen saniert und dem gewohnten Standard f√ľr Radschnellwege angepasst.

Die Strecke ist jetzt durchg√§ngig neu asphaltiert und beleuchtet. Damit konnte das GuT die Attraktivit√§t dieser Verbindung f√ľr Radfahrerinnen und Radfahrer deutlich steigern. Die Sanierung hat insgesamt 150.000 Euro gekostet. Die baustellenbedingte Umleitung √ľber die Karlsruher Stra√üe kann am Montag, 13. Juni, aufgehoben werden.

Die Rad-Vorrang-Route FR2 durchquert viele Stadtteile im Freiburger Westen entlang der G√ľterbahnstrecke. Sie stellt eine wichtige Verbindung quer durch die ganze westliche Stadt dar. An der Trasse liegen Ziele wie das Industriegebiet Nord, der G√ľterbahnhof-Nord, die Messe und die Technische Fakult√§t, das Universit√§ts-Klinikum, das Beh√∂rdenareal mit Regierungspr√§sidium, Arbeitsamt, Rathaus im St√ľhlinger und Gewerbeschulen sowie das gro√üe Gewerbegebiet Haid.

Weitere Informationen √ľber aktuelle Baustellen in Freiburg online
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Freiburger Projektgruppe ‚ÄěSchafe im Weinberg
Jakob Hörl und Dr. Nicolas Schoof (c) Marion Hunger
 
Freiburger Projektgruppe ‚ÄěSchafe im Weinberg" ausgezeichnet
8. Juni 2022. Slow Food Deutschland hat heute in Berlin den Ursula Hudson Preis verliehen. Preistr√§ger 2022 ist die Projektgruppe ‚ÄěSchafe im Weinberg‚Äú der Hochschule Rottenburg, des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg und der Universit√§t Freiburg. Das Team um Nicolas Schoof und Anita Kirmer erforscht das Potential von Schafen im Weinberg. Als Weidetiere tragen sie zum Erhalt der Biodiversit√§t bei, gleichzeitig reduziert sich der Einsatz von Pestiziden.

Der 2021 initiierte Bildungspreis von Slow Food Deutschland (SFD) ist nach der langj√§hrigen SFD-Vorsitzenden Ursula Hudson benannt, die im Sommer 2020 verstarb. Sie galt als Vordenkerin f√ľr die Ern√§hrungswende. Der Preis ehrt Menschen f√ľr ihren erfolgreichen Beitrag zur Transformation unseres Ern√§hrungssystems. Ein unabh√§ngiges f√ľnfk√∂pfiges Kuratorium w√§hlte aus den rund 80 Bewerbungen vier Nominierte aus, die heute in der Landesvertretung Baden-W√ľrttemberg in Berlin vorgestellt wurden. Preistr√§ger ist die Projektgruppe ‚ÄěSchafe im Weinberg‚Äú aus Baden-W√ľrttemberg, die in Theorie und Praxis erforscht, wie die Weidetiere dabei helfen, zwei Krisen gleichzeitig zu lindern: unsere Abh√§ngigkeit von hohen Pestizideins√§tzen bei der Lebensmittelerzeugung sowie den gravierenden Biodiversit√§tsverlust. Die Schafe leisten dreifache Synergieeffekte: Indem sie weiden, regulieren sie Beikraut und es reduziert sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln; ihr Dung n√§hrt Insekten und stellt Biodiversit√§t wieder her; gleichzeitig sind sie Fleisch- und Wolllieferant.

Jakob H√∂rl und Dr. Nicolas Schoof nahmen den Preis stellvertretend f√ľr die Forschungsgruppe entgegen. √úberreicht wurde ihnen die Troph√§e von Pirmin Spiegel und Tanja Busse aus dem Kuratorium, die dabei ihre Entscheidung unterstrichen: ‚ÄěUm die gro√üen Herausforderungen unserer Zeit angemessen zu bew√§ltigen, brauchen wir praktikable L√∂sungen. Die Ergebnisse der Forschungsgruppe haben uns √ľberzeugt und wir m√∂chten ihren innovativen Einsatz von Schafen als nat√ľrliche Rasenm√§her und Erhalter von Vielfalt auszeichnen‚Äú.

F√ľr den Ursula Hudson Preis k√∂nnen sich Engagierte j√§hrlich selbst bewerben bzw. nominiert werden. Rund 80 inspirierende Bewerbungen sind 2022 bei Slow Food eingegangen. Aus Sicht der SFD-Vorsitzenden Nina Wolff geb√ľhrt ihnen allen Anerkennung: ‚ÄěBesonders beeindruckt hat uns auch in diesem Jahr wieder die Kreativit√§t und die Entschiedenheit, mit der Menschen Kurs nehmen auf ein gutes, sauberes und faires Ern√§hrungssystem. Diesen Slow-Food-Weg m√∂chten wir weiter gemeinsam mit ihnen allen gehen. Weil jede und jeder Vorbildfunktion hat und wei√ü: wenn wir √ľber Zukunft sprechen, f√ľhrt kein Weg am Essen vorbei‚Äú.

Der Ursula Hudson Preis ist mit 1.500 ‚ā¨ dotiert; neben den Preistr√§gern waren nominiert: Kantine Zukunft (Berlin) f√ľr ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung, das Foodsharing-Caf√© Raupe Immersatt (Stuttgart) als Akteur gegen Lebensmittelverschwendung, Arbeitsgemeinschaft b√§uerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) Mitteldeutschland (Nessetal) f√ľr ihre Vorreiterrolle bei der Erstellung von Kriterien f√ľr die Gemeinwohlverpachtung landwirtschaftlicher Fl√§chen. Das Kuratorium besteht aus der Autorin und Moderatorin Dr. Tanja Busse, Misereor-Hauptgesch√§ftsf√ľhrer Pirmin Spiegel, der Slow-Food-Engagierten Barbara Assheuer, der Vorsitzenden der Freien B√§cker Anke K√§hler und dem Winzer Sebastian John.
 
 

Touristische Aufwertung des Schlossbergs
Arbeiten am Kommandantengarten © FWTM
 
Touristische Aufwertung des Schlossbergs
Start der Vor-Ort-Arbeiten

Das von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) geplante touristische Aufwertungsprogramm Schlossberg (TAPS) bildet eine der im Tourismuskonzept f√ľr Freiburg festgesetzten priorisierten Ma√ünahmen. Ziel ist es, den besonderen und stadtnahen Naturraum Schlossberg f√ľr ortsfremde G√§ste, aber auch f√ľr Einheimische einfacher erlebbar zu machen und die landschaftlichen und kulturhistorischen Besonderheiten attraktiv herauszustellen, ohne den naturr√§umlichen Charakter zu beintr√§chtigen. Im Rahmen des Aufwertungsprogramms erh√§lt der Schlossberg in den kommenden Monaten ein neues Wegeleitsystem, Informationstafeln zur Festungsgeschichte und der Natur sowie zahlreiche Erlebnisstationen. Die Installation der neuen Wegeleitung und Exponate ist nun gestartet und wird vom Garten- und Tiefbauamt und dem Umweltschutzamt der Stadt Freiburg begleitet.

Der Schlossberg bietet f√ľr Einheimische und G√§ste Bekanntes, aber auch viel Neues, das es noch zu entdecken gilt. Obwohl dicht erschlossen, fehlte bislang ein schl√ľssiges Wegeleitsystem sowie eine durchg√§ngige thematische F√ľhrung. Viele Markierungen sind in die Jahre gekommen, teilweise eingewachsen oder unvollst√§ndig und erf√ľllen ihre Funktionen nicht mehr, was die Orientierung insbesondere f√ľr Tourist_innen erschwert. Im Rahmen des touristischen Aufwertungsprogramms wurde ein neues Wegeleitsystem ausgearbeitet, das in das vorhandene Leitsystem am Schlossberg integriert wird. Es enth√§lt drei neue Themenwege, zwischen 2,5 und 14,2 km lang, mit 25 Informationstafeln zur Festungsgeschichte und der Natur am Schlossberg sowie einer barrierefreien Flaniermeile auf dem Burghaldenring. Erg√§nzt werden die Themenwege durch Ruheligen, sogenannte Zeitspiralen, Himmelsliegen, 3D-Guckis, eine Kugelbahn, ein 3D-Tastmodell der ehemaligen Festungsanlage sowie vier Panoramatafeln mit einer √úbersicht √ľber die Sehensw√ľrdigkeiten in und um Freiburg. Die bisherigen Informationstafeln des Kuratoriums Freiburger Schlossberg e.V. werden zu acht Kindertafeln, auf denen die Geschichte des Schlossbergs auch f√ľr die kleinen G√§ste verst√§ndlich erkl√§rt wird. Erg√§nzt wird die Beschilderung durch vier weitere √úbersichtstafeln zum gesamten Gel√§nde und den Themenwegen.

Das neue Wege- und Themenkonzept wurde vom Schwarzwaldverein zusammen mit der Agentur ‚Äěaufwind group ‚Äď creative solutions‚Äú auf Basis einer zweiw√∂chigen Begehung aller Wege entworfen. In enger Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Freiburger Schlossberg e.V., den St√§dtischen Museen Freiburg sowie dem Forstamt und Umweltschutzamt wurden die Inhalte f√ľr die 25 Informationstafeln ausgearbeitet. Um die Besucherstr√∂me am Schlossberg zu entzerren, wurde bei der Konzeption der Themenwege darauf geachtet, nicht nur den stadtnahen Bereich vom Stadtgarten √ľber das Schlossbergrestaurant Dattler bis zum Kanonenplatz mit Ludwigsh√∂he und zum Greiffeneggschl√∂ssle einzubeziehen, sondern auch die hinteren Bereiche rund um Fort Carr√©, Kommandantengarten und dem ehemaligen Oberen
Schloss.

Die ersten, sichtbaren Arbeiten am Schlossberg haben bereits begonnen: Nach vorheriger Begehung durch Beteiligte des Garten- und Tiefbauamts, des Forstamts, des Umweltschutzamts sowie der FWTM und der bauausf√ľhrenden Agentur werden die Fundamente f√ľr die vorgesehenen Exponate und Informationstafeln derzeit gelegt. In den kommenden Wochen bis in die Sommerferien hinein folgt die schrittweise Aufstellung der Informationstafeln und Exponate an den zuk√ľnftigen Standorten, u.a. am Kanonenplatz, dem Schlossbergturm, dem Fort Carr√© und im Bereich der ehemaligen Mez‚Äôschen G√§rten. Einschr√§nkungen f√ľr Besucher_innen des Schlossbergs sind, au√üer im direkten Bereich der beweglichen Arbeitsstellen, nicht zu erwarten.

Das neue ‚ÄěErlebnis Schlossberg‚Äú l√§dt voraussichtlich ab Ende September 2022 zum Verweilen und Erkunden ein. Ende September ist au√üerdem eine Er√∂ffnungsfeier geplant, hierzu wird zu gegebener Zeit informiert.

Hintergrund:
Mit dem Tourismuskonzept hat der Gemeinderat im Jahr 2019 ein Handlungsinstrument zur St√§rkung des Freiburg Tourismus verabschiedet. Das Konzept sieht insgesamt 82 Ma√ünahmen vor, die von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) und anderen Partner_innen umgesetzt werden. Die Ma√ünahmen k√∂nnen mit den der FWTM seit 2019 j√§hrlich zur Verf√ľgung gestellten touristischen Marketingmitteln aus der √úbernachtungssteuer nun sukzessive umgesetzt werden. Die aktuell stattfindende touristische Aufwertung des Schlossbergs (TAPS) ist eine dieser Ma√ünahmen. Weitere Informationen zum Tourismuskonzept sind online
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