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Verschiedenes

ÖKO-TEST-Magazin September 2015
Die September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 28.08. im Handel.
 
ÖKO-TEST-Magazin September 2015
Aus dem Inhalt

Test: schwarze Tees
Schwarze Tees stecken oft voller Pestizide und anderer Schadstoffe. Ein tĂŒrkischer Tee ist sogar so hoch belastet, dass er nicht hĂ€tte verkauft werden dĂŒrfen. ÖKO-TEST kritisiert zudem, dass viele Anbieter nicht ausreichend belegen konnten oder wollten, dass sie sich um faire Löhne und menschenwĂŒrdige VerhĂ€ltnisse in den AnbaulĂ€ndern bemĂŒhen.

Test: Schokoladen-MĂŒsli
MĂŒslis folgen anscheinend dem Trend vieler FrĂŒhstĂŒckscerealien: Sie werden zur SĂŒĂŸigkeit aufgepeppt. Im Test fallen fast alle SchokomĂŒslis wegen des hohen Zuckergehaltes durch. Zudem sind der HĂ€lfte der Produkte Aromastoffe zugesetzt. Ebenso analysierten die Labore bei einigen MĂŒslis erhöhte Mengen an Mineralöl. Wenn dieses im Körper gespeichert wird, kann das zu einer SchĂ€digung der Leber und der Lymphknoten fĂŒhren. Die konventionellen MĂŒslis enthielten RĂŒckstĂ€nde an Pestiziden und Wachstumsregulatoren.

Test: Zahnpflegekaugummis
Die meisten Zutaten in den Kaugummis sind unbedenklich, mitunter werden allerdings Rohstoffe eingesetzt, die erdölbasiert sind. Auch beinhalten viele ĂŒberflĂŒssige SĂŒĂŸstoffe und zugesetzte Aromen. Ein Produkt enthĂ€lt Mikrosilber, das eine antimikrobielle Wirkung haben soll. Studien haben jedoch gezeigt, dass Bakterien gegen Silber resistent werden können und Silber sogar selbst zu Resistenzbildungen beitrĂ€gt.

Test: Anti-Aging-Linien, Naturkosmetik
Die Inhaltsstoffe der „grĂŒnen“ Anti-Aging-Linien halten, was sie versprechen. Sie enthalten weder Parabene noch Paraffine/Erdölverbindungen, Silikone, Diethylphthalat oder Formaldehyd/-abspalter. In einigen der Produkten stecken jedoch Aluminiumverbindungen, allerdings auf einem tolerierbaren Niveau. Problematisch wird es hingegen, wenn die Hersteller die Wirksamkeit ihrer Produkte belegen sollen. Beweisen, dass die Anti-Aging-Produkte einer normalen Feuchtigkeitscreme etwas voraus haben, konnte nĂ€mlich keiner der Hersteller.

Test: Kinderteppiche
Auf manche Kinderteppiche sollten die Kleinen besser keinen Fuß setzen. Denn sie stecken voller Schadstoffe, die gesundheitsschĂ€digend sind oder Allergien auslösen. Ein Produkt ist nach Ansicht von ÖKO-TEST sogar nicht verkehrsfĂ€hig, weil es Benzidin enthĂ€lt, welches Blasentumore verursachen kann. Frech ist auch ein anderer Hersteller, der seinen Kinderteppich als „schadstofffrei“ anpreist. Die Laborergebnisse zeigen jedoch bei dem Produkt große Mengen an Anilin.

Test: Babyfone mit Sensormatten
Drei von vier Produkten funken immer noch mit digital-gepulster elektromagnetischer Strahlung, von der Studien zeigen, dass diese Funkwellen Hirnströme verĂ€ndern und das Krebsrisiko erhöhen können. Auch noch einen Meter vom Sender entfernt ist die elektromagnetische Strahlung so hoch, wie man sie auch im Umfeld von Mobilfunk-Basisstationen findet. Wenigstens ĂŒberwachen alle vier Sensormatten die Atembewegungen, die ein Speziallabor mithilfe eines pneumatischen Systems und eines Baby-Dummys simuliert hat, zuverlĂ€ssig.

Test: Isolierflaschen
Der Praxistest zeigte: Manche Produkte isolieren nur „ausreichend“– sowohl was das Warmhalten des Wassers als auch was die Außenisolation des Bechers angeht. Teilweise halten sie auch nicht dicht. Ein Produkt im Test hat sogar das Leitungswasser in der Kanne geschmacklich stark verĂ€ndert. ÖKO-TEST kritisiert zudem an drei Flaschen die Inhaltsstoffe: Das Labor analysierte etwa Naphthalin, was im Tierversuch krebserregend war. Andere Flaschen gaben Nickel an FrĂŒchtetee ab.

Test: Montagekleber
Bei einigen Produkten analysierte das Labor bedenkliche Inhaltsstoffe, wie Phthalate, die vermutlich wie ein Hormon wirken, oder zinnorganische Verbindungen, welche allergische Reaktionen oder Reizungen verursachen und als fortpflanzungsgefÀhrdend und fruchtschÀdigend eingestuft sind. Ein Problem sind bei fast allen Klebern auch die Konservierungsmittel. Drei Produkte gasen zudem aus.

Test: Betriebliche Altersvorsorge, 418 Offerten von 32 Versicherern und 17 Pensionskassen
Betriebsrenten aus Entgeltumwandlung sind fĂŒr Arbeitnehmer meist ein VerlustgeschĂ€ft. Der neue Test zeigt, dass das Gros der Tarife nicht fĂŒr ein auskömmliches Einkommen im Alter sorgen kann. Die Angebote sind mit Vertragskosten von durchschnittlich 13,22 Prozent viel zu teuer. Auch sind fast alle Betriebsrenten viel zu unflexibel und völlig intransparent.


Und außerdem:

Invasive Arten: Gekommen, um zu bleiben
Manche wurden absichtlich eingefĂŒhrt, andere kamen mit Importen aus aller Welt als blinde Passagiere ins Land. Nur ein kleiner Prozentsatz der gebietsfremden Pflanzen und Tiere wird zum Problem fĂŒr die heimische Natur. Doch um die Artenvielfalt zu erhalten, gilt es, die Neuankömmlinge genau zu beobachten – und rechtzeitig einzuschreiten.

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Dieses Mal im Heft: Extra Naturkosmetik

Pflanzenhaarfarben: Keine Ausreden mehr!
Obwohl sie um die kritischen Substanzen darin wissen, greifen viele Frauen beim HaarefĂ€rben regelmĂ€ĂŸig zur chemischen Keule. Ein Grund: Pflanzenhaarfarben haben noch immer den Ruf, graues Haar nicht richtig abzudecken. Gemeinsam mit Naturfriseurin Elvira Hermenau tritt ÖKO-TEST den Gegenbeweis an.

Kosmetik selbst gemacht: RĂŒhr selig
Peelings, Masken, BadezusĂ€tze oder Haarkuren sind schnell und einfach selbst zu machen. Die Zutaten dafĂŒr finden sich in fast jeder KĂŒche. Ein bisschen mehr Geduld erfordern selbst angerĂŒhrte Cremes. Aber mit etwas Erfahrung kann man herrlich
individuelle Kosmetikprodukte schaffen.

Rohe Kosmetik: Creme Ă  la carte
Kleine Kosmetikmanufakturen und Veganshops bieten jetzt auch frische Kosmetik in RohkostqualitÀt an. Doch wie halten sich Cremes und Lotionen, ohne allzu schnell zu verderben?
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NABU-Zahl des Monats
Durchwahl 5000 fĂŒr Fragen rund um die Fledermaus

Bundesweite Fledermaushotline des NABU ist erfolgreich

Seit Mai sind die Fledermausexperten des NABU unter der kostenlosen Rufnummer 030-284984-5000 zu erreichen. Bislang klingelte rund 600 Mal das Telefon. Fragen wie, was beim Fund einer verletzten Fledermaus zu tun ist, wie sich FledermĂ€use bei Hausrenovierungen schĂŒtzen lassen oder sich ein Haus fledermausfreundlich gestalten lĂ€sst, werden genauso beantwortet wie, ob man selbst im Fledermausschutz aktiv werden kann.

Mit dem Angebot möchte der NABU Menschen beraten, die Fragen zum Umgang mit FledermĂ€usen haben, denn in Deutschland sind 25 der ĂŒber 50 in Europa und Nordafrika vorkommenden Fledermausarten heimisch, einige sind jedoch vom Aussterben bedroht. Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich der NABU erfolgreich im Fledermausschutz. Die Hotline wird neben Teamleiterin Petra Gatz vom NABU Hessen noch von den Fledermaus-Expertinnen Britta Wesche vom NABU Schleswig-Holstein und Cosima Lindemann vom NABU Rheinland-Pfalz betreut. Alle verfĂŒgen ĂŒber jahrelange Erfahrung im praktischen Fledermausschutz und sind selbst am Wochenende und an Feiertagen zu bestimmten Zeiten erreichbar.

Die NABU-Fledermaushotline (Tel.: 030-284984-5000) ist wochentags von 10 bis 16 Uhr, von Juni bis August zusÀtzlich von 19 bis 21 Uhr zu erreichen. Am Wochenende und an Feiertagen können Interessierte von 11 bis 13 Uhr und von 17 bis 19 Uhr anrufen.
 
 

 
Energiebewusst sanieren
Elektroheizungen in Freiburg durch Mini-BHKW ersetzen. Förderung nutzen fĂŒr Klimaschutz-Atomausstieg-Kosten senken

ECOtrinova e.V., Freiburger gemeinnĂŒtziger Umweltschutzverein, empfiehlt, mit dem kĂŒrzlich erneut gestarteten Freiburger stĂ€dtischen Förderprogramm „Energiebewußt Sanieren“ das Maßnahmenpaket 3 „Umweltfreundliche Heizungen“ mit 100mal 500 Euro als AbwrackprĂ€mie vor allem fĂŒr den RĂŒckbau von Elektroraumheizungen zu nutzen. Elektroheizungen fĂŒr GebĂ€ude gefĂ€hrden den Atomenergieausstieg in Baden-WĂŒrttemberg, so der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser. Sie gelten außerdem als Energiefresser, inzwischen sehr teuer im Betrieb und haben den höchsten Kohlendioxid-(CO2)-Ausstoß bei Heizungen. Das liegt daran, dass sie bei KĂ€lte den höchsten Strombedarf haben und entsprechend dem „Winterberg“ ihres Stromverbrauchs ihren Strom hauptsĂ€chlich aus Steinkohlekraftwerken beziehen. Die Steinkohle wird aus dem Ausland importiert, meist aus Übersee sowie aus Russland. Kohlekraftwerke, die Elektroheizungen zuzuordnen sind, haben Nutzungsgrade von teils unter 40 Prozent und einen CO2-Ausstoß von annĂ€hernd 1 Kilo pro Kilowattstunde, weit schlechter als Gas- oder Ölheizungen. Als Ersatz empfiehlt ECOtrinova anders als die Stadt nicht etwa auch neue moderne Heizkessel, sondern in der Regel Mini-BHKW. Diese werden auch als Strom erzeugende Heizungen bezeichnet und sind als Energiesparer, Kohlestrom-VerdrĂ€nger, StĂŒtze des Atomenergieausstiegs und als CO2-Sparer genau das Gegenteil von Elektroheizungen. Mit ihnen werden Elektroheizungen doppelt wirksam ersetzt. Sie werden mit Vor-Ort-Checks mit Baustein 5 des Freiburger Förderprogramms unterstĂŒtzt, unabhĂ€ngig davon und zusĂ€tzlich bundesweit auch von der BAFA und der KfW.
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StaupefĂ€lle bei FĂŒchsen nehmen zu
Forstamt appelliert an Hundebesitzer und empfiehlt Impfschutz

Nachdem JagdpĂ€chter und Förster im Stadtwald in jĂŒngster Zeit
mehrere tote FĂŒchse aufgefunden haben, bittet das Forstamt alle
Hundebesitzer und -besitzerinnen, auf entsprechenden
Impfschutz bei ihren Vierbeinern zu achten.

In diesem Jahr verzeichnet das Forstamt eine leichte Zunahme
tot aufgefundener FĂŒchsen im Stadtwald und in waldrandnahen
Siedlungslagen. Die jeweiligen JagdausĂŒbungsberechtigten
haben die Tiere geborgen und beim Chemischen und
VeterinÀruntersuchungsamt (CVUA) in Landwasser zur
Untersuchung abgegeben. Das Ergebnis: Bei den meisten Tieren
wurde Staupe diagnostiziert. „Die Zunahme ist gering und nicht
dramatisch. Trotzdem möchten wir darĂŒber informieren, da fĂŒr
nicht geimpfte Hunde ein Infektionsrisiko besteht“, sagt Hans
Burgbacher, Leiter des Forstamtes.

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, die seit Jahrhunderten bei
Wildtieren, zum Beispiel FĂŒchsen, aber auch bei Haushunden
bekannt ist. Sind letztere nicht entsprechend geimpft, können vor
allem junge Hunde im Alterszeitraum von acht Wochen bis sechs
Monaten sich infizieren. Die Krankheit wird durch das Canine
Staupevirus (CDV, Canine Distemper Virus) ausgelöst und kann
je nach Verlauf bis zum Tod fĂŒhren.

„Das verstĂ€rkte Auftreten von Staupe-Erkrankungen bei
Haushunden ist wahrscheinlich auf die ImpfmĂŒdigkeit ihrer
Besitzer zurĂŒckzufĂŒhren, die nicht wissen, welchem Risiko sie
ihre ungeimpften Tiere aussetzen“, so Thomas Frank von der
stÀdtischen VeterinÀrbehörde. Genau darauf zielt nun die
Information des Forstamtes ab: Dass die Krankheit bei Wildtieren,
die ja nicht geimpft werden, vorkommt, ist normal. Bei
vermehrtem Auftreten besteht jedoch die Gefahr der Übertragung
auf Haushunde.

Wer tote FĂŒchse im Stadtwald oder Siedlungsbereich auffindet,
sollte umgehend den zustĂ€ndigen JagdausĂŒbungsberechtigten
informieren. Der örtliche Revierförster und das Forstamt
(GĂŒnterstalstraße 71, Tel. 201-6201) kennen die Berechtigten.
 
 

NABU-PrÀsident und Bundesumweltministerin besuchten Untere Havel
Moorfrösche bei der Paarung an der Unteren Havel / Foto: NABU/K. Karkow
 
NABU-PrÀsident und Bundesumweltministerin besuchten Untere Havel
Naturschutzprojekt mit Modellcharakter fĂŒr Flussrenaturierungen - Bundesprogramm Blaues Band als Chance fĂŒr lebendige FlĂŒsse

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks haben am heutigen Dienstag gemeinsam die Untere Havel besucht. NABU-PrĂ€sident Tschimpke informierte die Ministerin bei einer Bootsfahrt auf dem Fluss ĂŒber den aktuellen Stand in dem Naturschutzgroßprojekt, das der NABU mit der UnterstĂŒtzung vom Bund und den LĂ€ndern Brandenburg und Sachsen-Anhalt durchfĂŒhrt.

„Wir zeigen an der Unteren Havel, wie eine ehemalige Bundeswasserstraße wieder ein lebendiger Fluss werden kann. Die Renaturierung der Havel hat Modellcharakter, wie Flussrenaturierungen unter FederfĂŒhrung des Naturschutzes in Zusammenarbeit mit Bund und LĂ€ndern erfolgreich laufen können. Die naturnahe Gestaltung von Ufern leistet nicht nur einen bedeutenden Beitrag zum Artenschutz, sondern natĂŒrliche Auen verbessern auch den Hochwasserschutz. Bewohner am Fluss und aus dem Umland profitieren von der Schaffung eines Naherholungsgebietes. Hier an der Unteren Havel entsteht eines der bedeutenden Naturparadiese Mitteleuropas“, sagte NABU-PrĂ€sident Tschimpke.

Vor diesem Hintergrund verwies der NABU-PrĂ€sident auf die Chance, die sich mit dem auf Initiative des NABU im Koalitionsvertrag vereinbarten Bundesprogramm Blaues Band biete. Das Programm mĂŒsse noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Besonderes Augenmerk sollte auf einer rechtlichen Anpassung des Wasserstraßengesetzes sowie einem eigenen Budget fĂŒr die ökologische GewĂ€sserentwicklung von Bundeswasserstraßen liegen, um bestehende rechtliche Anforderungen zu erfĂŒllen. Mit Spannung erwarte der NABU die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe von Bundesumwelt- und -verkehrsministerium, die Anfang Dezember erste PlĂ€ne zur Ausgestaltung des Programms vorstellen will.

An der Unteren Havel besuchten die Bundesumweltministerin und der NABU-PrĂ€sident auch das Natura 2000-Informationszentrum „Haus der FlĂŒsse“ des BiosphĂ€renreservats Mittelelbe am BUGA-Standort Hansestadt Havelberg. Der NABU hat dort in direkter Nachbarschaft einen Altarm der Havel angeschlossen und die historische Petroleuminsel wiederauferstehen lassen. Auf ihr wurden frĂŒher die PetroleumvorrĂ€te gelagert, um die Stadt vor Brandkatastrophen zu schĂŒtzen. Heute kann sich auf der 4.000 Quadratmeter großen Insel wieder Auenwald entwickeln. Der wiederangeschlossene Altarm ist auch in das Ausstellungskonzept eingebunden. Über ihn fĂŒhrt ein Steg mit zehn Informationstafeln, die ĂŒber die Flussaue und das NABU-Projekt informieren. Auch im NABU-Naturgarten in Havelberg machte die Ministerin einen Stopp. Dort gibt der NABU Tipps fĂŒr naturnahes und torffreies GĂ€rtnern.

Die Untere Havelniederung ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete des westlichen Mitteleuropas. Bereits heute leben hier mehr als 1.100 gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenarten. Im Jahr 2005 hatte der NABU an der Unteren Havelniederung das grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Projekt zur Renaturierung eines Flusses gestartet. Nach mehreren Jahren der Vorbereitung und Planung konnte jetzt mit den praktischen Arbeiten begonnen werden. In den kommenden Jahren soll der Fluss auf 90 Kilometern LĂ€nge seine einstige Vielfalt zurĂŒckerobern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Entfernung von Uferdeckwerken, der Anschluss von Altarmen und Flutrinnen, der Pflanzung von Ufer- und Auenwald sowie der RĂŒckbau von Deichen.
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NABU-Kreuzfahrtranking 2015
Immer noch zu wenig Schiffe mit Abgastechnik am Markt

Branche am Scheideweg - AIDA behauptet Spitzenplatz - MarktgrĂ¶ĂŸen Royal Caribbean und MSC hinken beim Umweltschutz deutlich hinterher

Die Kreuzfahrtschiffe der fĂŒhrenden Anbieter werden sauberer, allerdings gibt es immer noch zu wenig Schiffe mit umweltfreundlicher Abgastechnik. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Kreuzfahrt-Ranking des NABU, das am heutigen Donnerstag in Hamburg vorgestellt wurde. Untersucht wurden die neu geplanten Schiffe bis 2020. Die Wertung beruht auf Analysen jĂŒngster Entwicklungen auf dem europĂ€ischen Markt mit Blick auf die UmweltvertrĂ€glichkeit einzelner Schiffe. Maßgeblich dafĂŒr war neben der verwendeten Treibstoffart auch die geplante Abgastechnik sowie andere schadstoffreduzierende Maßnahmen. Bei der Vorstellung des Rankings begrĂŒĂŸten Vertreter vom NABU Bundesverband und dem NABU Hamburg einerseits die Bereitschaft einiger Anbieter wie AIDA und Costa Cruises, das gravierende Abgasproblem ihrer Schiffe endlich in den Griff bekommen zu wollen. Sollten die Schiffe wie angekĂŒndigt in den nĂ€chsten Jahren auf den Markt kommen, hĂ€tten sie weltweiten Vorbildcharakter fĂŒr die Seeschifffahrt. Scharf kritisierten die UmweltschĂŒtzer hingegen die fortdauernde Verweigerungshaltung wesentlicher MarktgrĂ¶ĂŸen wie Royal Caribbean und MSC.

NABU BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Branche befindet sich am Scheideweg, spĂ€testens jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen.Wer heute noch die Investitionen in Abgastechnik und höherwertigen Kraftstoff scheut, handelt absolut fahrlĂ€ssig. Es kann nicht sein, dass weite Teile der Industrie ein gutes GeschĂ€ft auf Kosten von Umwelt, Klima und menschlicher Gesundheit machen und sich wegducken, wenn es um die Übernahme von Verantwortung geht.“ Gerade erst vor wenigen Wochen habe eine Studie des Helmholtz-Insituts nochmals die massiven GesundheitsschĂ€den belegt, die von Schiffsabgasen fĂŒr die menschliche Gesundheit ausgehen. Die Anbieter an der Spitze des Rankings bewiesen hingegen, dass technische Lösungen bereitstĂŒnden, um die Schadstoffbelastung der Schiffe deutlich zu reduzieren. Ziel mĂŒsse nun sein, diese Technologien flĂ€chendeckend bei allen neuen Schiffen einzusetzen.

Ein Blick auf das Ranking zeigt, dass sich AIDA an der Spitze behaupten konnte. Bereits im letzten Jahr waren die Schiffe „Prima“ und „Mia“ die beiden Neubauten mit der besten Abgastechnik. Nun aber hat AIDA vor Kurzem angekĂŒndigt, dass zwei noch namenlose NeuzugĂ€nge erstmals komplett auf Schweröl verzichten und stattdessen mit umweltfreundlicherem FlĂŒssiggas (LNG) betrieben werden sollen, das nahezu ohne die Entstehung schĂ€dlicher Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ruß und Schwefeloxiden verbrannt werden kann. Allein die vom italienischen Mutterkonzern Costa in Auftrag gegebenen, baugleichen Schiffe können hier mithalten und teilen sich dementsprechend die FĂŒhrungsposition mit AIDA.
Abgesehen davon halten alle anderen Anbieter aber nach wie vor am Betrieb mit giftigem Schweröl fest und investieren allenfalls dann in Abgastechnik, wenn gesetzliche Bestimmungen sie dazu zwingen. So investierten fast alle Reeder in AbgaswĂ€scher, so genannte Scrubber, um auch nach Inkrafttreten verschĂ€rfter Schwefelgrenzwerte in Nord- und Ostsee weiterhin mit Schweröl fahren zu können. Mit selbstlosem Einsatz fĂŒr den Umwelt- und Gesundheitsschutz, wie es entsprechende Pressemeldungen gerne verlautbaren lassen, hat diese Maßnahme hingegen nichts zu tun. Aus Sicht des NABU muss die Schifffahrt insgesamt weg vom Schweröl, das nicht nur zum massiven Ausstoß von Luftschadstoffen fĂŒhrt, sondern im Falle von Havarien auch Umweltkatastrophen gewaltigen Ausmaßes verursachen kann.

Insbesondere die Schlusslichter wie MSC Cruises, Royal Caribbean, Viking Ocean oder Norwegian Cruises sehen trotz massiver Umweltauswirkungen offenbar keinerlei Veranlassung, ihre Neubauten mit Systemen zur Abgasreinigung auszurĂŒsten oder auf schwefelarmen Kraftstoff umzusteigen. Dabei fĂŒhrt das derzeitige Branchenwachstum und die damit verknĂŒpfte Zunahme von SchiffsanlĂ€ufen auch in HafenstĂ€dten wie Hamburg zu massiven Abgasproblemen.

Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik des NABU Hamburg: „Um die zunehmende Abgasbelastung durch Kreuzfahrtschiffe gerade in der NĂ€he von Wohngebieten einigermaßen in den Griff zu bekommen, hat die Stadt Hamburg entschieden, das Terminal Altona fĂŒr mehrere Millionen Euro mit einen Landstromanschluss auszustatten sowie die landseitige Infrastruktur der LNG-Barge am Terminal Hafencity zu finanzieren. Abgesehen von der Frage, ob solche Investitionen aus Steuermitteln bestritten werden sollten, mĂŒssen nun die Reeder den dort bereitgestellten Strom im Hafen auch abnehmen, damit die Schiffsmotoren wenigstens fĂŒr die Liegezeit im Hafen abgeschaltet werden können. Landstrom ist natĂŒrlich nur dann sinnvoll, wenn dieser aus erneuerbaren Energien bereitgestellt wird. Trotzdem mĂŒssen Schiffe mit Stickoxid-Katalysatoren und Partikelfiltern zur Reduzierung von Dieselruß und Feinstaub ausgerĂŒstet werden, wie das auch fĂŒr Autos und Lkw seit Jahren Standard ist. Denn wenn der Stecker von der Landstromanlage gezogen wird, stĂ¶ĂŸt jedes Schiff weiter gesundheitsschĂ€dliche Emissionen im Hafen und auf der Elbe aus.“
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Eingeschleppte Raupe gefÀhrdet Weltnaturerbegebiet Westkaukasus
Invasion des BuchsbaumzĂŒnslers bedroht einzigartige Tier- und Pflanzenwelt

Nach den olympischen Winterspielen in Sotschi sieht sich das UNESCO-Weltnaturerbegebiet Kaukasus mit einer neuen Bedrohung konfrontiert: NABU-Mitarbeiter stellten in den WĂ€ldern einen dramatischen Befall durch den BuchsbaumzĂŒnsler (Cydalima perspectalis) fest. "Die Schmetterlingsraupen sind Neophyten und entlauben die BuchsbĂ€ume innerhalb kĂŒrzester Zeit. Im gesamten Kaukasus drohen ganze Naturkomplexe mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna zu verschwinden", sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. Der NABU vermutet, dass das Auftreten des Schmetterlings auf die Vorbereitungen zu den olympischen Winterspielen in Sotschi zurĂŒckzufĂŒhren ist und fordert nun die Schaffung von Reservaten fĂŒr den Erhalt von BuchsbaumwĂ€ldern im Kaukasus.

NABU-Mitarbeiter, die das Ausmaß des Befalls wĂ€hrend des Waldmonitorings feststellten, nehmen an, dass zur BegrĂŒnung der Anlagen befallene Pflanzen aus Italien eingefĂŒhrt wurden. Seit 2013 sei insbesondere der SĂŒdhang des Welterbegebietes an der SchwarzmeerkĂŒste, seit wenigen Monaten jedoch auch zunehmend der Nordhang massiv von den Raupen befallen. "Die WĂ€lder auf dem SĂŒdhang des Großen Kaukasus wurden bereits auf ĂŒber 100 Kilometer stark beschĂ€digt, auf den BuchsbĂ€umen ist mitunter kein einziges Blatt mehr verblieben", sagte Vitalij Kovalev, Leiter des NABU-Kaukasusprogramms. "Mittlerweile ist die herausragende Artenvielfalt des Gebietes gefĂ€hrdet, da sich der starke Befall im Weltnaturerbegebiet auch auf NaturwĂ€lder und eiszeitlichen Relikte ausbreitet", so Kovalev weiter. Die russischen Behörden und Fachleute sind von der beispiellos schnellen Verbreitung ĂŒberrascht und benötigen daher dringend internationale UnterstĂŒtzung bei der BekĂ€mpfung des eingeschleppten SchĂ€dlings.

Das Welterbegebiet Westkaukasus ist ein Naturraum mit einer FlĂ€che von etwa 300.000 Hektar und in seiner UrsprĂŒnglichkeit und Einzigartigkeit von unschĂ€tzbarem Wert. Es ist der einzige, weitestgehend unbeeinflusst gebliebene Hochgebirgskomplex dieser GrĂ¶ĂŸe in Europa und Westasien. Der NABU setzt sich seit Anfang der 1990er Jahre fĂŒr Mensch und Natur im Nordwestkaukasus ein. Den Erhalt des global bedeutsamen Naturerbes im Westkaukasus sieht der Verband als eine große Herausforderung und internationale Verpflichtung.

Hintergrund zum BuchsbaumzĂŒnsler:
Der aus dem östlichen Asien stammende Kleinschmetterling wurde Anfang des 21. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeschleppt und hat sich seitdem in rund 20 europÀischen Staaten ausgebreitet. In Deutschland wurde er erstmals im Jahre 2006 nachgewiesen und wurde zu einer regelrechten Plage in zahlreichen GÀrten.
 
 

Shop den Wald!
 
Shop den Wald!

 heißt das Motto eines neuen Supermarktes in Deutschland.

Exklusiv von der Ideen-Expo Hannover ins WaldHaus nach Freiburg

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat das breite Angebot an
GeschÀften in Deutschland mit einem Wald-Supermarkt ergÀnzt. Der WaldSupermarkt
macht nach der Ideen-Expo in Hannover nun Station im WaldHaus
Freiburg. Dort kann in den Sommerferien mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr
kostenlos der Einkaufskorb gefĂŒllt werden.

Wer den Shop im WaldHaus besucht, hat die Aufgabe unter zig Produkten diejenigen
in den Einkaufskorb zu legen, die aus dem Wald kommen. Beim anschließenden
Scannen der Ware an der Kasse erfahren die „Kunden“, ob sie richtig gelegen
haben. In einem Quiz können sie dann ihr Wissen zu den Produkten erweitern und
Zusatzpunkte gewinnen. Wer weiß schon, was Kaugummi, FußbĂ€lle und
Wimperntusche mit dem Wald zu tun haben? Oder aus welchen Regionen der Erde
die Rohstoffe fĂŒr diese Produkte stammen? Wie in einem richtigen Supermarkt
erhalten die Kunden am Ende einen Kassenbon mit ihrer Punktzahl. Hier heißt das
Spiel nicht „Wer wird MillionĂ€r?“, sondern „Wer wird Wald-Meister?“.

„Die Besucherinnen und Besucher sind absolut ĂŒberrascht, wie viele Produkte des
tÀglichen Konsums aus dem Wald oder von Waldprodukten stammen. Gleichzeitig
wird deutlich, wie wichtig es ist, die WĂ€lder weltweit zu erhalten und zu schĂŒtzen“,
erlĂ€utert Markus MĂŒller, Leiter des Waldhauses. Alle sind herzlich eingeladen, den
Waldshop auszuprobieren.

Die interaktive Ausstellungseinheit „Shop den Wald!“ wurde vom Bundesministerium
fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft gefördert.
 
 



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346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


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