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Freitag, 23. August 2019
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Verschiedenes

Karlsruhe: Zoologischer Stadtgarten passt Kassenzeiten der Winterzeit an
Futter fĂŒr die Elefanten / Foto: Zoo Karlsruhe
 
Karlsruhe: Zoologischer Stadtgarten passt Kassenzeiten der Winterzeit an
Änderungen ab November/Kasse Ost geschlossen/AusgĂ€nge an allen vier Kassen/SchaufĂŒtterungen

Der Zoologische Stadtgarten passt seine Öffnungszeiten der Winterzeit an. Die Kasse SĂŒd am Hauptbahnhof ist daher ab 1. November bis Ende Januar von 9 bis 16 Uhr besetzt, die Kasse Nord am Festplatz von 10 bis 16 Uhr. Neben der nicht besetzten Kasse am Rosengarten bleibt zusĂ€tzlich die Kasse Ost (Haltestelle Augartenstraße in der Ettlinger Straße) ĂŒber die Wintermonate ab 2. November aus wirtschaftlichen und organisatorischen GrĂŒnden geschlossen.

Die TierhĂ€user schließen im Winter um 17 Uhr, das gilt auch fĂŒr das Exotenhaus. Der Aufenthalt im Zoologischen Stadtgarten ist bis zum Einbruch der Dunkelheit möglich. Die Anlage können Besucherinnen und Besucher ĂŒber die Drehkreuze an allen vier Kassen verlassen. Barrierefrei geht dies fĂŒr Menschen mit Kinderwagen oder Rollator ĂŒber das Drehkreuz an der Kasse SĂŒd (Hauptbahnhof) oder ĂŒber das Tor an der Kasse Nord (Festplatz/Kongresszentrum)

Ihre innere Uhr auf Winterzeit umstellen mĂŒssen auch die Tiere im Zoo. Die Zeiten fĂŒr die SchaufĂŒtterungen Ă€ndern sich nicht, es entfallen jedoch ab 1. November die SchaufĂŒtterungen fĂŒr die Giraffen, Pelikane und EisbĂ€ren. Im DickhĂ€uterhaus kann man nach wie vor den Elefanten (10 und 16 Uhr) und Flusspferden beim Futtern zuschauen. Platsch, Kathy und der kleine Karl Wilhelm bekommen ihr Futter tĂ€glich kurz nach 16 Uhr, sobald gegenĂŒber Rani, Shanti und Jenny die ersten HĂ€ppchen mit dem RĂŒssel ins Maul schieben können.

Die Pinguine sind um 10.30 und 15.30 Uhr an der Reihe. Den einen oder anderen Fisch bekommen hier derzeit auch die Seehunde ab, die bis zum Abschluss der Baumaßnahmen im Robbengehege bei den Humboldtpinguinen Unterschlupf gefunden haben. Wenn Seehunde und Seelöwen im November wieder auf ihre Außenanlage können, kommt der Tierpfleger mit dem Fisch-Eimer zuerst bei Seelöwen-Bullen Stevie und seinem Harem um 11 und 16 Uhr und anschließend bei den Seehunde zu öffentlichen FĂŒtterungen vorbei. Die Schimpansen sind um 11.30 und 14.30 Uhr an der Reihe, die Kurzkrallenotter um 13.45 und 16.15 Uhr und Akuti und Amod bekommen in ihrem Roten-Panda-Gehege um 16.30 Uhr Bambus, Obst und Getreide. FĂŒtterung bei den Raubkatzen ist um 15 Uhr, allerdings nicht montags und freitags, denn das sind die Fastentage.
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Freiburger Klinken helfen, das Klima zu retten
Freiburger Klimamanager
 
Freiburger Klinken helfen, das Klima zu retten
Drei Freiburger Kliniken tragen durch ihre Teilnahme am Projekt „KLIK – Klimamanager fĂŒr Kliniken“ aktiv zum Klimaschutz bei. Sie haben sich verpflichtet, Energieeinsparpotenziale in den Kliniken zu nutzen und auf diese Weise nicht nur CO2, sondern auch Betriebsosten zu reduzieren. Bundesweit werden in 50 Kliniken Klimamanager ausgebildet und bei der Umsetzung von nicht- und geringinvestiven Maßnahmen unterstĂŒtzt.

Da hierdurch auch die Klimaschutzziele der Green City Freiburg voran gebracht werden, fördert die Stadt Freiburg die Teilnahme der Freiburger Kliniken. KrankenhĂ€user sind einer der grĂ¶ĂŸten Energieverbraucher des Sektors Dienstleistung und Handel und damit auch innerhalb Freiburgs. Durch das Engagement der Freiburger Klimamanager wird ein erheblicher Beitrag zu den ehrgeizigen Zielen der Stadt geleistet.

Mit der Teilnahme an einer zweitĂ€gigen Schulung wurden die Klinikmitarbeiter auf ihre Arbeit als Klimamanager vorbereitet, haben inhaltlichen Input zu Klimaschutz, Gesetzeslage, technischen Maßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit erhalten. Außerdem sind sie Mitglied eines Netzwerks von 50 Klimamanagern und können sich aktiv mit den Mitstreitern austauschen. Ideen fĂŒr Klimaschutzmaßnahmen haben die drei schon gesammelt und sind nun dabei, diese in ihren HĂ€usern umzusetzen.

Das Projekt „KLIK – Klimamanager fĂŒr Kliniken“, unterstĂŒtzt von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, wird vom BUND Berlin e.V. sowie der Stiftung viamedica durchgefĂŒhrt. KLIK qualifiziert KrankenhausbeschĂ€ftigte zu Klimamanager/innen, welche aktiv fĂŒr den Klimaschutz tĂ€tig sind und auf diesem Weg die Zukunft ihrer Einrichtungen sichern.

zum Foto oben:
Freiburger Klimamanager v.l.n.r.: Martin MÀder, Diakonie Krankenhaus; Thorsten Stolpe RKK Klinikum Lorettokrankenhaus, Valentin SchlÀr, UniversitÀtsklinikum.
 
 

Karlsruhe: Tiere umquartiert
Seelöwenanlage
 
Karlsruhe: Tiere umquartiert
Wegen Felsarbeiten leben die Seelöwen hinter den Kulissen und die Seehunde bei den Pinguinen

Keine SchaufĂŒtterungen bei den Robben bis Ende Oktober

Die Seelöwen machen sich momentan im Zoologischen Stadtgarten rar. Sie sind wegen Arbeiten am Kunstfels fĂŒr Besucherinnen und Besucher nicht zu sehen. Auch die Seehunde mussten aus ihrem Revier weichen. Sie sind vorĂŒbergehend bei den Humboldtpinguinen untergebracht. In der Außenanlage der Robben wurde fĂŒr die Kunstfelsarbeiten das Wasser abgelassen. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, sollen die Arbeiten bis zum 30. Oktober beendet sein.

Die öffentlichen FĂŒtterungen fĂŒr die Robben entfallen fĂŒr die Zeit der Bauarbeiten.
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Freiburg: BÀume werden gefÀllt
Wegen dem Neubau der Stadtbahn Rotteckring mĂŒssen BĂ€ume im Rotteck- und Friedrichring gefĂ€llt werden

Im kommenden Jahr werden die Tief-, Gleis- und Straßenbauarbeiten sowie weitere Leitungsverlegungen im Rotteckring zwischen Platz der Alten Synagoge und Fahnenbergplatz fortgefĂŒhrt. Im Friedrichring werden ab Anfang 2016 ebenfalls umfangreiche Leitungen verlegt. Zuvor mĂŒssen jedoch im Rotteck- und Friedrichring insgesamt 64 BĂ€ume entfernt werden. WĂ€hrend des Neubaus der Stadtbahn werden insgesamt 66 neue BĂ€ume am Rotteck und Friedrichring gepflanzt, weitere Baumpflanzungen und Ausgleichmaßnahmen sind im Möslepark vorgesehen.

Um Verkehrsbehinderungen möglichst gering zu halten, werden die BĂ€ume am Sonntag, 25. Oktober, im Friedrichring und am Sonntag, 8. November, im Rotteckring gefĂ€llt. Die Arbeiten beginnen jeweils um 10 Uhr, kurzzeitig mĂŒssen einzelne Fahrspuren gesperrt werden.

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) und das Garten- und Tiefbauamt (GuT) bitten um VerstĂ€ndnis fĂŒr die mit den Arbeiten verbundenen Behinderungen und BeeintrĂ€chtigungen.

Weitere Informationen ĂŒber aktuelle Baustellen in der Stadt Freiburg erhalten Sie im Internet
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Karlsruhe: Papageienbunte Farbtupfer fĂŒr das Exotenhaus
Sonnensittiche im Exotenhaus
 
Karlsruhe: Papageienbunte Farbtupfer fĂŒr das Exotenhaus
Loris aus dem Loro Park
Karlsruher Zoo gibt die beiden Hammerköpfe vorĂŒbergehend ab

Die Sonnensittiche im Exotenhaus haben „Konkurrenz“ bekommen: Seit dieser Woche bereichern ebenso farbenfrohe Loris die Tierwelt in der großen Halle im Exotenhaus. Die vier Papageien stammen aus dem Loro Park Teneriffa, der frĂŒheren WirkungsstĂ€tte von Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt. Nach der QuarantĂ€nezeit durften sie seit Montag zunĂ€chst in zwei KĂ€figen die „Luft der großen Halle“ schnuppern. Am Mittwoch stellte das Exotenhaus-Team zufrieden fest, dass sich die beiden mĂ€nnlichen Neukaledonien-Lori problemlos in die Exotenhaus-Lebensgemeinschaft einfĂŒgten. Gestern (Donnerstag, 15. Oktober) öffnete Papageienexperte Reinschmidt dann auch fĂŒr das PĂ€rchen Forsten-Lori den KĂ€fig. Nach kurzem Zögern machte es sich auf den ersten Flug durch die Exotenhaus-Halle. Beobachtet von einem der Neukaledonien-Lori, der sich zugleich zu den Neulingen gesellte. Der Lori-Schwarm wird in nĂ€chster Zeit noch anwachsen: „Wir werden weitere vier Lori in zwei Arten von einem ZĂŒchter bekommen“, informierte Reinschmidt.

FĂŒr die Papageien wurde die FutterkĂŒche des Exotenhauses um spezielles Lori-Futter ergĂ€nzt. Mit ihren langen Zungen angeln sich die Loris aus Schalen das Gemisch aus Nektar und Pollen. Sie fressen aber auch sehr weiche FrĂŒchte und können sich so an vorhandenen Futterstellen bedienen - etwa an den Mangos, die fĂŒr die Mausvögel und Fruchttauben aufgesteckt werden.

Zu viel „bedient“ hat sich das Hammerkopf-Paar bei den Pflanzen im Exotenhaus. FĂŒr ihren Nestbau hatten die beiden großen Wasservögel, die gerne exponiert auf dem kĂŒnstlichen Baum der großen Halle saßen, in den letzten Wochen ausgesprochen fleißig jedes GrĂŒn ausgezupft, das ihnen als Nistmaterial geeignet schien. Der noch jungen Vegetation im Exotenhaus bekam dies nicht gut, das Team des Gartenbauamts musste nachpflanzen. Damit das GrĂŒn sich in nĂ€chster Zeit ungestörter entwickeln kann, wurden die beiden Vögel vor einigen Tagen vorĂŒbergehend an den Vogelpark Linkenheim abgegeben. Dort leben sie nun in einer großen Voliere zusammen mit Flamingos, sollen aber spĂ€ter wieder in den Karlsruher Zoo zurĂŒckkehren. Bewahrheitet sich der Bruteifer der Tiere auch im Vogelpark, darf dieser den Nachwuchs der Karlsruher Leihgabe behalten.

Geweihfarn hat schlechten Stand – Zwergpfeffer bewĂ€hrt sich

Mit dem Lebensraum Exotenhaus sammelt das Gartenbauamt seit Sommer seine Erfahrungen. So haben Pflanzen einen schweren Stand, die sich ausfasern oder leicht entlauben lassen und den Tieren entweder schmecken oder geeignet sind als Nistmaterial. Hierzu zĂ€hlen etwa HĂ€ngekakteen, Geweihfarn oder auch Zwergbambus und Zyperngras. BewĂ€hrt haben sich Zwergpfeffer, Gelbwurz oder auch Pfeilblatt. Gut im Griff hat das Gartenbauamt durch den Einsatz von NĂŒtzlingen die „SchĂ€dlings-Front“.

Die tierischen Bewohner der ersten „Besiedelungsrunden“ haben mittlerweile "ihr" Exotenhaus sehr gut angenommen. Bei rund 2.000 Tieren in fast 100 Arten wird es jedoch immer wieder VerĂ€nderungen geben. Weil nachgesteuert werden muss, wie im Falle der Hammerköpfe, oder auch weitere Tiere integriert werden. Spannend dĂŒrfte es werden, wenn die vierköpfige Sakiaffen-Familie in der großen Halle das Astwerk erobert. Das Elternpaar ist mit seinem Nachwuchs bereits in Karlsruhe angekommen, befindet sich derzeit in der „QuarantĂ€ne-Warteschleife“. Voraussichtlich Mitte bis Ende November öffnen sich fĂŒr die zwei MĂ€nnchen und zwei Weibchen die TĂŒren. Dann wird das Tierpfleger-Team um Revierleiterin Michaela Gaum die Saki erst einmal eine Weile beobachten. Wo sind ihre LieblingsplĂ€tze, wo ruhen sie sich aus? „Wir richten zunĂ€chst keine festen SchlafplĂ€tze ein, es wird sich zeigen, wo sie sich gerne aufhalten“, so Tierpflegerin Andrea Spranger.

Großaquarium mit zwei Lungenfischen/Kinderliebling Degu

Gewichtiger Zuwachs wird fĂŒr die Schildkröten-WG erwartet. Zu den zwei Seychellen-Riesenschildkröten Alfred und Maja, den Pantherschildkröten sowie Strahlenschildkröten gesellen sich zwei weitere Seychellen-Riesenschildkröten. Odyssa und die etwas grĂ¶ĂŸere, rund 75 Kilogramm schwere Schneeflocke kommen aus dem Zoo Heidelberg. WĂ€hrend diese Schildkrötenarten aufgrund ihrer HerkunftslĂ€nder keinen Winterschlaf halten und daher im Tropenhaus gut aufgehoben sind, bereiten ihre im Außengehege wohnenden Verwandten, die Griechischen Landschildkröten, sich bereits auf den Winterschlaf vor und sind nicht mehr auf der Anlage zu sehen.

Mit etwas GlĂŒck kann man jedoch die beiden Australischen Lungenfische beobachten. Seit etwa drei Wochen leben die noch recht jungen und etwas scheuen Tiere in einem der Großaquarien und bevorzugen hĂ€ufig geschĂŒtzte Bereiche. Ganz anders die acht Degu. Die kleinen Nager bringen seit rund drei Wochen bei den Springtamarinen und Azara-Agutis Leben in die Bude. Sie lieben es, durchs Gehege zu flitzen und kommen sehr zur Freude der Kinder auch immer wieder direkt an die Scheibe.
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NABU: Drohender CO2-Freifahrtschein fĂŒr Schiff und Flugzeug beim Klimaabkommen
Tschimpke: Beide Branchen mĂŒssen verpflichtende Reduktionsziele bekommen

Berlin/Paris – Rund eineinhalb Monate vor Beginn der Klimakonferenz in Paris wird das Ausgangspapier der Verhandlungen immer löchriger. So flogen bei den derzeit laufenden Vorverhandlungen gleich zwei große Emissionsverursacher aus dem Entwurfstext: die internationale Schifffahrt und der Flugverkehr. Beide sollen demnach keine verpflichtenden Ziele zur Reduktion der CO2-Emissionen einhalten mĂŒssen. Und das, obwohl beide Branchen seit Jahren extrem wachsen. Nach ExpertenschĂ€tzungen könnten ihre Emissionen bis 2050 sogar um bis zu 250 Prozent steigen.

„FĂŒr das Weltklima und die anstehenden Verhandlungen sind die Streichungen bei Schifffahrt und Flugverkehr ein herber RĂŒckschlag. Damit wird es immer unwahrscheinlicher, dass wir das globale Zwei-Grad-Ziel noch erreichen können“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Dabei seien geringere CO2-AusstĂ¶ĂŸe im Verkehrsbereich dringend notwendig. Allein die weltweite Schifffahrt verursacht pro Jahr so hohe Emissionen wie die gesamte Bundesrepublik Deutschland: 949 Millionen Tonnen (2012). Und Deutschland liegt auf Platz sechs der weltweit grĂ¶ĂŸten Emissionsverursacher. Auf das Konto des Flugverkehrs geht ein zusĂ€tzlicher Ausstoß, der in etwa so hoch liegt wie der des Vereinigten Königreichs.

Bis zuletzt hatte sich der scheidende GeneralsekretĂ€r der UN-Schifffahrtorganisation (IMO), Koji Sekimizu, vehement gegen ein CO2-Reduktionsziel gesperrt – mit dem Argument, dass dieses den weltweiten Handel behindere. Bis heute hat sich die IMO daher keine eigenen Grenzen gesetzt. „Nun ist das Sekretariat der Klimarahmenkonvention gefordert, die IMO endlich zu konkreten Zielen zu verpflichten“, forderte der NABU-PrĂ€sident.

Auch die Bundesregierung sei in der Verantwortung, beiden Branchen Reduktionsziele zu verordnen. Denn bereits im Mai torpedierte die deutsche Delegation bei der IMO BemĂŒhungen, ein CO2-Reduktionsziel fĂŒr die Schifffahrt festzulegen und verweigerte einem Vorstoß der Marschallinseln die dringend nötige UnterstĂŒtzung. „Deutschland muss diesen Fehler wieder gut machen und sich mit aller Kraft dafĂŒr einsetzen, dass Schifffahrt und Luftverkehr wieder in den Vertragstext aufgenommen werden“, so Tschimpke.

Dazu haben sich am vergangenen Freitag 16 Umweltschutzorganisationen an die zustĂ€ndigen Minister gewandt. Ihre Forderung: Die Schifffahrt und der Luftverkehr mĂŒssen wieder Teil des Klimaabkommens werden. Der gemeinsame Brief richtet sich sowohl an den zustĂ€ndigen EU-Kommissar fĂŒr Klimaschutz und Energie, Manuel Cañete, als auch die europĂ€ischen Minister, unter ihnen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Ein Ă€hnlich lautender Brief ging zudem an die Verantwortlichen der UNO: an Ban Ki-moon, GeneralsekretĂ€r der Vereinten Nationen, die GeneralsekretĂ€rin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, Christiana Figueres, sowie an Achim Steiner, den Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms.
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Alsace Nature wird 50
 
Alsace Nature wird 50
... der BUND Regionalverband SĂŒdlicher Oberrhein gratuliert


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde bei Alsace Nature,

es ist uns eine große Freude der elsĂ€ssischen Natur- und Umweltorganisation Alsace Nature zu Ihrem 50-jĂ€hrigen JubilĂ€um zu gratulieren.

Der BUND am SĂŒdlichen Oberrhein und Alsace Nature sind Schwesterorganisationen. Unsere gemeinsamen Wurzeln liegen in den Auseinandersetzungen um die großen Bedrohungen fĂŒr Mensch, Natur und Umwelt am Oberrhein.

Im Jahr 1965 wurde Alsace Nature (damals AFRPN) in Straßburg gegrĂŒndet.
1970 begann der Widerstand gegen Fessenheim, 1974 haben Franzosen und Deutsche erfolgreich den Bauplatz fĂŒr ein Bleichemiewerk in Marckolsheim besetzt. Es folgte der Widerstand gegen das AKW in Wyhl (Baden) und auch in Gerstheim (Elsass) konnte ein AKW durch eine Bauplatzbesetzung verhindert werden. Wir erinnern uns auch gerne an den Erfolg in der Auseinandersetzung um den geplanten GiftmĂŒllofen in Kehl und an die vielen kleinen, mĂŒhsam errungenen Erfolge im Naturschutz auf beiden Seiten des Rheins.

Die große StĂ€rke von Alsace Nature liegt in der Liebe und der Kenntnis der bedrohten Heimat und Natur im Elsass und am Oberrhein. Luchs, Lachs, Eisvogel und Biber bekamen und bekommen durch das Engagement von Alsace Nature eine Stimme.

Bei grenzĂŒberschreitenden Gefahren agieren Alsace Nature, BUND und die Natur- und Umweltbewegung am Oberrhein gemeinsam und zeigen so ein gelebtes StĂŒck Europa.

Die meisten "großen" Auseinandersetzungen um die "klassische" Umweltzerstörung liegen hoffentlich hinter uns, denn grenzĂŒberschreitend haben wir in Sachen Luft- und Wasserreinhaltung viel erreicht.

Dennoch gibt es noch viele Aufgaben fĂŒr Alsace Nature und die Natur- und Umweltbewegung. Manche Konflikte werden an HĂ€rte sogar zunehmen. Denn Mensch und Natur kommen in der Boom- und Transitregion am Oberrhein verstĂ€rkt unter die RĂ€der der europĂ€ischen Verkehrsströme. Entlang von Vogesen und Schwarzwald entstehen zunehmend hĂ€ssliche SiedlungsbĂ€nder. Fessenheim strahlt und EDF und EnBW haben das Ă€lteste AKW Frankreichs immer noch nicht abgestellt. Egoistische Einzelinteressen bedrohen die ökologischen Aspekte des Integrierten Rheinprogramms und die Verbindung von Hochwasserschutz mit Naturschutz.

Die große Zukunftsaufgabe aller Natur- und Umweltorganisationen aber ist die Frage der echten Nachhaltigkeit. In Zeiten wirtschaftlicher Krisen werden ökologische Fragen zurĂŒckgedrĂ€ngt obwohl gerade diese Krisen die Zeichen einer unökologischen, zerstörerischen Raubbauwirtschaft sind.

In diesem Jahr 2015 wird die Welt und wird Europa von einer Vielzahl schwerer Krisen erschĂŒttert. Viele dieser bedrohlichen Krisen haben ihre Wurzeln in nicht nachhaltigem Handeln und nicht zukunftsfĂ€higer Politik. Vor vielen Ursachen dieser Krisen hat die Umweltbewegung jahrzehntelang vergeblich gewarnt. Und wir wissen, dass atomare Katastrophen, Klimawandel und das absehbare Ende der globalen Raubbauwirtschaft uns allen noch grĂ¶ĂŸere Probleme bereiten können. Darum gilt auch fĂŒr den BUND und Alsace Nature in Zukunft wie in der Vergangenheit: Global denken - regional handeln.

Gut leben, in einer intakten Natur und einem menschlichen, sozialen Umfeld. Mit einem geringen Rohstoff- und Energieverbrauch LebensqualitĂ€t erhalten und, wo nötig, neu schaffen. Die Umwelt- und Innenweltzerstörung zurĂŒckdrĂ€ngen und nachhaltige Zukunftsmodelle aufzeigen und realisieren. Das sind die großen Zukunftsaufgaben der Natur- und Umweltbewegung nicht nur am Oberrhein.

Der BUND dankt fĂŒr die gute grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit der letzten Jahrzehnte, die wir auch in Zukunft in alter neuer Freundschaft fortsetzen wollen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen,

Axel Mayer
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NABU: Leitfaden Pferd und Wolf vorgelegt
Arbeitskreis aus NaturschĂŒtzern, Tierhaltern und Wissenschaftlern zeigt Wege zum Umgang mit dem Wolf auf

Berlin – Mensch und Wolf teilen sich seit dem Jahr 2000 wieder einen gemeinsamen Lebensraum in Deutschland. Die RĂŒckkehr der Wölfe stellt vor allem Tierhalter vor neue Herausforderungen. Im „Pferdeland“ Niedersachsen sehen sich insbesondere Pferdehalter in einer neuen Situation. WĂ€hrend es klare Regelungen zum Schutz von Schafen gibt, sucht man Informationen zum VerhĂ€ltnis von Pferd und Wolf vergeblich. Im Arbeitskreis „Pferd und Wolf“ haben sich daher Experten vom NABU, der Pferdeland Niedersachsen GmbH, der Arbeitsgemeinschaft Herdenschutzhunde e.V. und dem Trakehner Verband mit unabhĂ€ngigen Biologen und Wissenschaftlern der UniversitĂ€t Hildesheim zusammengetan, um gemeinsam einen Beitrag fĂŒr ein konfliktarmes Miteinander von Pferd und Wolf zu leisten. Ihre Ergebnisse und Schlussfolgerungen sind jetzt in dem Handlungsleitfaden „Pferd und Wolf - Wege zur Koexistenz“ veröffentlicht worden. Der 21 Seiten umfassende Leitfaden enthĂ€lt eine Reihe von speziellen Handlungsempfehlungen fĂŒr Reiter im Fall einer Begegnung mit einem oder mehreren Wölfen.

Bislang ist noch kein Wolfsangriff von Wölfen auf Pferde in Deutschland bestĂ€tigt worden. Die internationale Recherche hat jedoch ergeben, dass Pferde grundsĂ€tzlich eine potenzielle Beute fĂŒr Wölfe darstellen können. In LĂ€ndern wie Spanien oder der Mongolei z.B. sind Pferde zum Teil ein fester Bestandteil des Nahrungsspektrums der dortigen Wölfe. Die Pferdehaltung in Deutschland ist mit der Haltungspraxis im Ausland jedoch nur eingeschrĂ€nkt vergleichbar. So werden Pferde hierzulande oft durch ZĂ€une geschĂŒtzt, ebenso stehen sie im Gegensatz zu ihren freilebenden Artgenossen in Spanien oder der Mongolei unter menschlicher Aufsicht und werden, wenn nötig, medizinisch versorgt. Außerdem ist die Dichte an wilder Beute in Form von Huftieren in Deutschland als deutlich höher einzuschĂ€tzen, als dies im mediterranen Raum der Fall ist. Alle diese Faktoren vermindern das Risiko, dass Pferde in Deutschland zu Beutetieren fĂŒr Wölfe werden. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr als Ă€ußerst gering einzuschĂ€tzen ist, kann nach Ansicht des Arbeitskreises ein Wolfsangriff, speziell auf Fohlen und Jungtiere, nicht gĂ€nzlich ausgeschlossen werden.

In einer Umfrage der UniversitĂ€t Hildesheim unter Pferdehaltern und Reitern wurden die Ängste und Bedenken zur RĂŒckkehr des Wolfes nach Niedersachsen erfragt. Die Mehrheit akzeptiert die RĂŒckkehr des Wolfes, sieht jedoch auch ein mögliches Konfliktpotenzial bezĂŒglich der Tierhaltung und befĂŒrchtet zukĂŒnftige VorfĂ€lle. Andere bezweifeln die Vereinbarkeit der heute dicht besiedelten Kulturlandschaft mit den LebensraumansprĂŒchen der Wölfe. Eine Minderheit lehnte die Anwesenheit der Wölfe kategorisch ab.

Der Arbeitskreis Pferd und Wolf hat sich zum Ziel gesetzt, die aktuelle Entwicklung der Wolfsausbreitung zu beobachten und Perspektiven insbesondere fĂŒr Pferdehalter und Reiter zu erarbeiten. Dabei will der Arbeitskreis Pferdehaltern helfen, sich mit der Situation, dass der Wolf wieder Bestandteil der natĂŒrlichen Umgebung ist, zu arrangieren und absehbare Konflikte zu vermeiden.

Der Leitfaden „Pferd und Wolf“ ist kostenlos erhĂ€ltlich im NABU- Shop: www.NABU.de/shop, E-Mail: info@NABU-Natur-Shop.de, Tel. +49 (0)511.898138-0. Versandkosten werden in Rechnung gestellt.
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