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Dienstag, 28. Mai 2024
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Verschiedenes

Überragend steil: Im Schluchtenparadies Hochschwarzwald
Wutachschlucht (c) Kommwirmachendaseinfach / Nicole Hagmann & Marco Emminger
 
Überragend steil: Im Schluchtenparadies Hochschwarzwald
Tosend bahnt sich die wilde Ravenna ihren Weg und grĂ€bt sich seit Jahrtausenden ein enges Tal. Erkundet werden kann es ĂŒber Holzstege und Felsgalerien auf dem „Heimatpfad Hochschwarzwald“. Kleine Kaskaden, der große Ravenna-Fall und das beindruckende Ravenna-Viadukt machen die Tour zu einem Erlebnis. Die unweit gelegenen „Schwester-Schluchten“ Wutach- und Gauchachschlucht zĂ€hlen zu den Ă€ltesten Naturschutzgebieten in Baden-WĂŒrttemberg. Die abwechslungsreiche „Drei-Schluchten-Tour“ verbindet sie mit der abenteuerlichen Engeschlucht.
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Freiburg: Ergebnisse des Zugversuchs liegen vor
Linde am Oberlindenplatz kann vorerst stehen bleiben und steht unter Beobachtung

Die Linde am Brunnen in Freiburg Oberlinden ist ein markantes Wahrzeichen und viele Menschen in der Stadt schĂ€tzen den Baum. Leider schwĂ€chelt er jedoch seit Jahren. Am 23. April sollte ein Zugversuch zeigen, wie standsicher der Baum noch ist und ob es eine Möglichkeit gibt, ihn zu erhalten. Nun liegen die Ergebnisse der Messung vor: Sowohl die Stand- als auch Bruchsicherheit des Baums gehen seit Jahren zurĂŒck und werden weiter abnehmen. Der Zugversuch hat aber ergeben, dass die Linde aktuell noch ausreichend standsicher ist und vorerst stehen bleiben kann.

Die Werte machen deutlich, dass die Linde in den letzten Jahrzehnten immer wieder statisch relevante Wurzeln verloren haben muss. Dadurch hat die Verankerung und somit auch die Standsicherheit deutlich abgenommen. Da die Linde aber eine relativ kleine Krone hat, gleichzeitig der Stamm aber noch die Dimensionen eines Altbaums aufweist, ist sie jedoch noch ausreichend. Außerdem belegen die Messungen aus dem Zugversuch und auch die vorab durchgefĂŒhrten Bohrwiderstandsmessungen: Der Stamm droht nicht zu brechen, auch wenn er bereits sehr ausgehöhlt ist.

Die Krone muss auf dem jetzigen Maß gehalten werden, um die AngriffsflĂ€che fĂŒr Wind nicht zu erhöhen. Weiterhin ist mit einem hohen Aufwand fĂŒr die Kontrollen und Untersuchungen zu rechnen. In den Folgejahren wird vor allem das Fortschreiten der FĂ€ule weiter beobachtet. Den Zugversuch wird das GuT spĂ€testens in 2027 wiederholen. Prognosen, wie lange der Baum sicher steht und ob die Linde ihren 300. Geburtstags im Jahr 2029 erleben wird, sind schwierig. Es ist nur schwer abzuschĂ€tzen, wie schnell die Stand- und Bruchsicherheitsreserven weiter abnehmen. Das mĂŒssen jĂ€hrliche Untersuchungen zeigen. Sobald die Standsicherheit nicht mehr gegeben ist, muss das Amt den Baum fĂ€llen.

Die Messungen hat der Baumgutachter Dr. David Ferner in Kooperation mit der französischen Firma „Soins Modernes Des Arbres“, Sylvain Dujardin und Cloe Seignovert, durchgefĂŒhrt.

Hintergrund:
Leider hat der Baum bereits seit Jahren einen Großteil seiner Krone verloren, und der Stamm ist durch Pilze stark ausgehöhlt. Der Oberlindenplatz ist ein Standort, der durch hohe Versiegelung und viele bauliche Eingriffe mit Stress fĂŒr den Baum verbunden ist. Die Krone musste bereits mehrfach zurĂŒckgeschnitten werden, um den Baum zu erhalten. In den vergangenen trockenen Sommern wurde die Linde sowohl vom Garten- und Tiefbauamt als auch von Anwohnern intensiv gewĂ€ssert, so dass sich die VitalitĂ€t stabilisiert hat. Die Standfestigkeit des nur noch 7,5 Meter hohen Stammes hat jedoch deutlich abgenommen. Das ist bei Kontrollen und Pflegemaßnahmen im April aufgefallen. Weil die Linde an einem zentralen und stark besuchten Ort steht, gelten besonders hohe AnsprĂŒche an die Verkehrssicherheit. Die Ursache fĂŒr die KippgefĂ€hrdung des Baumes sind SchĂ€den an den Wurzeln. Der Zugversuch ist die einzig mögliche Methode, um hierĂŒber geeignete Daten zu gewinnen und die noch vorhandene Standsicherheit der Linde zu ermitteln.
 
 

Von Wasser durchdrungen: Donauversickerung Immendingen
Donauversickerung bei Tuttlingen (c) Adobe Stock / Markus Keller
 
Von Wasser durchdrungen: Donauversickerung Immendingen
Die Donau entspringt in Baden-WĂŒrttemberg, ist einer der mĂ€chtigsten Ströme Europas und immer fĂŒr eine Überraschung gut. Schon ihre Quelle ist umstritten. FĂŒr die einen ist es die Breg bei Furtwangen, fĂŒr die anderen der Donaubach in Donaueschingen. Ein weltweit einzigartiges NaturphĂ€nomen bildet die „Donauversickerung“ bei Immendingen: Die noch junge Donau versinkt hier in den Sommermonaten vollstĂ€ndig im Karstgestein und taucht erst 12 Kilometer weiter und 183 Höhenmeter tiefer im Aachtopf, Deutschlands grĂ¶ĂŸter Quelle, wieder auf. Mit der Aach fließt das Wasser dann in den Bodensee und weiter ĂŒber den Rhein bis in die Nordsee. Je nach Wetter kann man das Flussbett von Mitte Mai bis Mitte September trockenen Fußes durchwandern und dort Urzeit-Fossilien finden.
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Der Igel ist Tier des Jahres 2024
Hinweise der stÀdtichen Wildtierbeauftragten

Wer kennt ihn nicht, den Igel? Der kleine stachlige Bewohner unserer VorgĂ€rten ist unverwechselbar und allseits beliebt. Was viele nicht wissen ist, dass der Bestand der kleinen Stacheltiere rĂŒcklĂ€ufig ist. Obwohl der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) in ganz Deutschland verbreitet ist, steht er mittlerweile auf der Vorwarnliste der Roten Liste der SĂ€ugetiere Deutschlands. Fehlende Nahrung und geeignete RĂŒckzugsorte in der Kulturlandschaft haben dazu gefĂŒhrt, dass Igel mittlerweile verstĂ€rkt in SiedlungsrĂ€umen ziehen. Aber auch hier ergeht es ihnen nicht unbedingt besser. Die grĂ¶ĂŸte Gefahr fĂŒr ihn stellt der Mensch dar. Nicht nur der Verkehr macht ihm zu schaffen, sondern auch fehlende Unterschlupfmöglichkeiten. Um darauf aufmerksam zu machen, hat die Deutsche Wildtierstiftung den Igel zum Tier des Jahres 2024 gewĂ€hlt.

Um dem Igel zu helfen, braucht es wenig. In wilden Ecken im Garten findet er Nahrung und Unterschlupf. Je strukturreicher und naturnĂ€her ein Garten also ist, desto besser. Dazu zĂ€hlt, giftfrei zu gĂ€rtnern und auf den MĂ€hroboter zu verzichten, der Tiere ernsthaft verletzen kann. ZusĂ€tzlich kann man den heimlichen EinzelgĂ€ngern sichere und trockene Überwinterungsmöglichkeiten schaffen. Dazu braucht es nicht die gekaufte Überwinterungshilfe, ein Holz- oder Laubhaufen reicht aus. GefĂŒttert werden sollte der Igel nicht. In der Regel findet er genĂŒgend bodenlebende Tiere wie Schnecken, Insekten, Spinnen und WĂŒrmer.

Der Igel zĂ€hlt zu den besonders geschĂŒtzten Tieren. Diese dĂŒrfen nicht einfach aus der Natur entnommen werden. Wer aber einen kranken, verletzten oder hilfsbedĂŒrftigen Igel findet, darf ihn laut Bundesnaturschutzgesetz fĂŒr den Zeitraum der Genesung bei sich aufnehmen. Es besteht jedoch keine gesetzliche Verpflichtung dazu. Wenn man sich fĂŒr eine Aufnahme entscheidet, gilt es einiges zu beachten und Rat bei Experten einzuholen. Ansprechpartner sind hierfĂŒr das bundesweite Igelnotnetz, der Tierschutzverein oder die Wildtiertierbeauftragten der Stadt Freiburg.

Die Kosten einer Behandlung beim Tierarzt hat der Aufnehmende zu tragen. Sobald sich das Tier selbst erhalten kann, ist es unverzĂŒglich freizulassen. In AusnahmefĂ€llen und nur wenn es die KapazitĂ€ten zulassen, nimmt der Tierschutzverein auch Igel im hauseigenen Wildtiercontainer auf. Auf diese Weise werden etwa 70 Igel im Jahr betreut. Bei Ankunft der Tiere werden sie von einem Tierarzt oder Tierpflegern durchgecheckt, gewogen und, wenn nötig, zugefĂŒttert.

In der Wildtierunterkunft können Igel auch ihren Winterschlaf verbringen. Gegen FrĂŒhling werden sie dann wieder in ihrem Revier ausgewildert. Die zunehmende stĂ€dtische Verdichtung und die Verkleinerung ihres Lebensraums, die damit einhergeht, lĂ€sst die Zahl hilfebedĂŒrftiger Wildtiere, die im Tierschutzverein eintreffen, kontinuirlich steigen. Die Wildtierstation im Tierheim finanziert sich dabei nur ĂŒber Spenden und ist ĂŒber jede UnterstĂŒtzung dankbar.

Besteht keine Chance auf eine vollstĂ€ndige Heilung, wird es komplizierter. Wildtiere sollten generell nicht zur Dauerpflege aufgenommen werden, denn der Kontakt zum Menschen ist in der Regel sehr belastend fĂŒr die Tiere und ein Leben in Gefangenschaft nicht wĂŒnschenswert. Zudem gibt es kaum Stellen, wo eine dauerhafte Unterbringung ĂŒberhaupt möglich ist. Manchmal ist es deshalb sinnvoller, sie in der Natur zu belassen und gegebenenfalls dafĂŒr zu sorgen, dass sie einen ruhigen RĂŒckzugsort haben.

Bei allgemeinen Fragen zu Wildtieren können sich BĂŒrgerinnen und BĂŒrger an die Wildtierbeauftragten der Stadt werden (Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr). Lea Dieminger (Tel. 0761/201 6217, mobil 0151-7248 7146, lea.dieminger@stadt.freiburg.de) ist fĂŒr geschĂŒtzte Tierarten zustĂ€ndig und Andreas SchĂ€fer (Tel. 0761-201 6213, mobil 0176-63471864, andreas.schaefer@stadt.freiburg.de) fĂŒr jagdbare Tierarten.
 
 

 
FrĂŒhjahrsoffensive Carsharing
Dreizehn neue Stationen in der Stadt Freiburg

Carsharing boomt und mittlerweile nutzen in Freiburg 12.000 Menschen das Angebot regelmĂ€ĂŸig – Tendenz steigend. Mit der Nachfrage vergrĂ¶ĂŸern die Anbieter auch ihre Flotten und verbessern so das Angebot fĂŒr die Freiburgerinnen und Freiburger. In diesem FrĂŒhjahr sind das insgesamt 13 neue Stationen mit 27 Fahrzeugen. Teilweise sind die Stationen nun auch mit FahrradbĂŒgeln ausgestattet, damit alle, die aufs Auto umsteigen, ihr Rad bequem und sicher an der Station parken können.

Carsharing ist ein wichtiger Bestandteil moderner MobilitÀt. Wenn die Menschen in der Stadt Fahrzeuge teilen, können sowohl die Fahrzeuge als auch der begrenzte öffentliche Verkehrsraum effektiver genutzt werden. Damit reduziert Carsharing den Parkdruck und trotzdem können Menschen, die sich kein privates Auto leisten können oder wollen, bei Bedarf ein Auto nutzen.

Die neuen Stationen:

1. Merzhauser Straße 70 (Wiehre)
2. Talstraße 21 (Wiehre)
3. Dreikönigstraße 27 (Wiehre)
4. GĂŒnterstalstraße 29 (Wiehre)
5. Sonnenbergstraße 1 (Littenweiler)
6. Hansjakobstraße (vor Anwesen Heinrich-Heine-Straße 18, Waldsee)
7. Schwarzwaldstraße 129 (Oberau)
8. Sautierstraße 33 (Herdern)
9. Okenstraße 13 (Herdern)
10. Bachgasse (ZĂ€hringen)
11. Grete-Borgmann-Straße (StĂŒhlinger)
12. Komturstraße 18 (BrĂŒhl-Beurbarung)
13. Alemannenstraße 96 (Littenweiler)

Im Laufe des Jahres werden etwa 15 weitere Carsharing-Stationen im Stadtgebiet folgen.
 
 

Balkonkraftwerke
PrĂŒfung Balkonkraftwerke (c) Stiftung Warentest
 
Balkonkraftwerke
Nur die gĂŒnstigste Solaranlage ist gut

Nur eins von acht getesteten Balkonkraftwerken ist gut. Die HĂ€lfte der Solaranlagen schneidet im Test der Stiftung Warentest ausreichend oder mangelhaft ab. Bei drei Panels brach in der Schnee- und Sturmsimulation das Glas. Ein von mehreren Anbietern genutzter Wechselrichter kann andere ElektrogerĂ€te und Funkverbindungen stören. Die Bundesnetzagentur hat ihn zur ÜberprĂŒfung vom Markt genommen.

Das Segment der SteckersolargerĂ€te boomt und durch neue Gesetze sollen Installation und Betrieb weiter vereinfacht werden. „Schon nach fĂŒnf Jahren kann sich eine Balkon-Solaranlage amortisieren“, so Testleiter Dirk Lorenz, „abhĂ€ngig von Anschaffungskosten, Förderung, Jahresertrag und verbrauchtem Strom“.

Doch nur eine Anlage ĂŒberzeugt im Test der Stiftung Warentest – sie erzeugt eine passable Strommenge, trotzt Sturm und Hagel und lĂ€sst sich recht leicht montieren. Es ist die gĂŒnstigste Anlage im Test – allerdings ein Auslaufmodell. Drei Anlagen sind immerhin befriedigend.

In praller Sonne produzieren alle getesteten Anlagen reichlich Strom. „Doch verschattet zum Beispiel Laub einen Teil der Panels, sinkt die Ausbeute deutlich“, so Lorenz. Im Test wurden die Module zu einem Viertel abgedeckt. Im besten Fall brachten sie dann nur noch etwas mehr als die HĂ€lfte ihrer Leistung.

Die Tester empfehlen daher, die Module an einem sonnigen Standort anzubringen und sie möglichst anzuwinkeln. Wenn sie senkrecht am Balkon hÀngen oder waagrecht auf dem Dach liegen, ist der Ertrag geringer.

Der Test Balkon-Solaranlagen findet sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/balkonkraftwerke.
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Klimawahlcheck.eu: VerbÀnde stellen Online-Tool zur Europawahl 2024 vor
Pressemitteilung von Klima-Allianz Deutschland, NABU, Protect the Planet und Deutscher Naturschutzring

Berlin, 24.4.24 - Was steht in den EU-Wahlprogrammen zum Klimaschutz? Ab heute können sich WĂ€hlerinnen und WĂ€hler auf klimawahlcheck.eu ĂŒber die Klimapositionen der Parteien zur Europawahl informieren, eine SelbsteinschĂ€tzung vornehmen und herausfinden, wo sie selbst im Parteienspektrum stehen. Die Klima-Allianz Deutschland, der NABU, Protect the Planet und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring haben dafĂŒr die Wahlprogramme der sechs grĂ¶ĂŸten deutschen Parteien ausgewertet.

Am 9. Juni entscheiden die WĂ€hlerinnen und WĂ€hler in Deutschland ĂŒber ein EuropĂ€isches Parlament, das in den kommenden fĂŒnf Jahren ambitionierten Klimaschutz und einen sozial gerechten Umbau unserer Wirtschafts- und Lebensweise gestalten soll. Den klimapolitischen Vorhaben der Parteien kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

FĂŒr das Tool haben die VerbĂ€nde die Europawahlprogramme von SPD, CDU/CSU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, Die Linke und AfD analysiert und hinsichtlich ihrer klimapolitischen Maßnahmen und Ziele bewertet. Dazu wurde ein Fragenkatalog zu fĂŒnf Themenbereichen wie „Energie”, „Naturschutz und Artenvielfalt” oder „Wirtschaft und Soziales” entwickelt, der einen Großteil der klima- und umweltpolitischen Debatte abdeckt. Die Fragen wurden anhand eines Kriterienkatalogs bewertet, der auf den Forderungen der Klima-Allianz Deutschland und des NABU basiert. Die Forderungen spiegeln einen breiten Konsens der deutschen Klima- und Naturschutzorganisationen wider. Ähnlich wie beim Wahl-O-Mat der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung werden die Nutzerinnen und Nutzer selbst nach ihrer EinschĂ€tzung zu drĂ€ngenden klimapolitischen Entscheidungen befragt. Anschließend erhalten sie einen Vergleich mit den Parteiprogrammen. Zu jeder Frage gibt es eine ErlĂ€uterung, die die Relevanz fĂŒr den Klimaschutz verdeutlicht.

„Die Europawahlen sind fĂŒr sozial gerechten Klimaschutz von entscheidender Bedeutung. Europa heizt sich in der Klimakrise schneller auf als jeder andere Kontinent. In Deutschland wurden im April wieder Rekordtemperaturen gemessen. Gleichzeitig hat die EU als wirtschaftsstarker Kontinent eine SchlĂŒsselrolle dabei, die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise noch aufzuhalten. Deutschland braucht eine Vertretung in BrĂŒssel, die den Wandel vorantreiben will und kann. Durch den Klimawahlcheck machen wir die klimapolitischen Ambitionen der Parteien transparent und vergleichbar, damit die Menschen in Deutschland eine informierte Wahlentscheidung treffen können“, erklĂ€rt Dr. Christiane Averbeck, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Klima-Allianz Deutschland.

„Viele Menschen sind sich aktuell unsicher, wen sie wĂ€hlen sollen, und kennen sich in der diffusen Parteienlandschaft nicht mehr aus. Das trĂ€gt zur Politikverdrossenheit bei – und stĂ€rkt so letztendlich rechte und extreme Parteien. FĂŒr den Klimaschutz wĂ€re das besonders fatal! Der Klimawahlcheck erleichtert die Wahlentscheidung zur EU-Wahl 2024: Er ist fachlich fundiert und transparent sowie einfach bedienbar und bringt so die Demokratie wieder ein StĂŒck nĂ€her an das Alltagsleben heran. Insbesondere fĂŒr 16-18-JĂ€hrige, die bei dieser EU-Wahl erstmals wahlberechtigt sind, hat das eine besondere Bedeutung", betont Fenya Kirst, Leitung der Öffentlichkeitsarbeit von Protect the Planet.

„Diese Wahl ist ein entscheidender Moment fĂŒr die Zukunft unserer Umwelt in Europa. Es liegt in unserer Verantwortung, wie wirksam unsere kĂŒnftige Klima- und Naturschutzpolitik sein wird. Obwohl Ă€ltere WĂ€hler*innen einen grĂ¶ĂŸeren Anteil bei der Wahlbeteiligung ausmachen, geht es beim Klima- und Artenschutz vor allem um die Lebensgrundlage kommender Generationen. Der Klimawahlcheck bietet fĂŒr alle Altersgruppen eine wichtige Orientierungshilfe fĂŒr diese Entscheidung”, ergĂ€nzt Daniel Rieger, Fachbereichsleiter Klima- und Umweltpolitik beim NABU.

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen Klima-Allianz Deutschland, Protect the Planet, Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Deutscher Naturschutzring haben den Klimawahlcheck gemeinsam auf den Weg gebracht. Der Klimawahlcheck wurde erstmalig 2021 zur Bundestagswahl gelauncht. Ziel ist es, gemeinsam das Thema Klimaschutz in den Fokus der Wahlentscheidung zu rĂŒcken.

Mit mehr als 940.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegrĂŒndete Naturschutzbund Deutschland (NABU) der mitgliederstĂ€rkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich fĂŒr den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.

Die Klima-Allianz Deutschland ist das breite gesellschaftliche BĂŒndnis fĂŒr den Klimaschutz. Mit rund 150 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Gesundheit, Verbraucherschutz, Jugend, Soziales und Gewerkschaften setzt sie sich fĂŒr eine ambitionierte und sozial gerechte Klimapolitik auf lokaler, nationaler, europĂ€ischer und internationaler Ebene ein. Ihre Mitgliedsorganisationen reprĂ€sentieren zusammen rund 25 Millionen Menschen.

Die Protect the Planet – Gesellschaft fĂŒr ökologischen Aufbruch gGmbH wurde 2015 auf Initiative von Dorothea Sick-Thies ins Leben gerufen. Seitdem setzt sie sich fĂŒr ambitionierten Klimaschutz ein, um die Klimakatastrophe zu verhindern. Ihre Mission ist es, Verantwortliche der Politik und Wirtschaft zu angemessenem Klimaschutz zu bewegen, indem sie klimapolitische Fortschritte durch Kampagnen, Projekte und notfalls auch durch Klimaklagen erzwingt. Zudem informiert, inspiriert und mobilisiert Protect the Planet die Gesellschaft, sich fĂŒr den notwendigen Klimaschutz einzusetzen, stĂ€rkt die Klimabildung und die Akzeptanz fĂŒr den Ausbau der Windenergie vor Ort.

Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring e.V. (DNR) wurde 1950 gegrĂŒndet und bĂŒndelt heute die Interessen von knapp 100 deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen, Natursportorganisationen, ErzeugerverbĂ€nden, Stiftungen und Instituten, die zusammen mehr als elf Millionen Menschen erreichen. Gemeinsames Ziel ist es, Natur und LebensrĂ€ume zu schĂŒtzen, um die Schönheit der Landschaft und die Ressourcen unseres Planeten auch fĂŒr unsere Nachkommen zu bewahren. GegrĂŒndet als konstruktiv-kritischer Partner zur staatlichen Instanz fungiert der Dachverband fĂŒr seine Mitglieder als Koordinator, Vermittler und Vertreter im politischen Bereich.
 
 

Start der elektrischen Libelle
(c) Stadt Freiburg
 
Start der elektrischen Libelle
Förderverein Bachpatenschaften unterstĂŒtzt Bachpaten mit einem Lasten-E-Bike

Die Bachpaten mĂŒssen bei ihren EinsĂ€tzen hĂ€ufig Arbeitsmaterialien von A nach B bringen. Deshalb stellt der Förderverein Bachpatenschaften Freiburg seit 2002 den Kleintransporter „Wasserfloh“ zur VerfĂŒgung und hĂ€lt ihn instand. Ausgestattet ist dieser mit Mikroskopen, chemischen Testsets und gewĂ€sserpĂ€dagogischem Material. Doch es braucht nicht immer einen großen Bus, etwas Kompakteres reicht hĂ€ufig aus. Mit der neuesten Anschaffung des Fördervereins, einem Lasten-E-Bike, ist ab sofort ein umweltfreundlicheres Mobil unterwegs. Als Name liegt ebenfalls ein GewĂ€ssertier nahe, deshalb heißt der schnelle Flitzer jetzt „Libelle“.

Mit einer symbolischen SchlĂŒsselĂŒbergabe wurde die „Libelle“ vom Förderverein (vertreten durch den 1. Vorsitzenden Berthold Krieger) an die Stadt (vertreten durch BĂŒrgermeister Martin Haag und Bachgotti Ann Zirker) ĂŒbereicht. Die „Libelle“ wird nun, wie ihre biologischen Verwandten, an zahlreichen GewĂ€ssern Freiburgs unterwegs sein.
 
 



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369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 
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