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Montag, 23. Mai 2022
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Verschiedenes

Erster „mĂŒ ma mamamarkt“ beim E-Werk Freiburg
(c) Veranstalter
 
Erster „mĂŒ ma mamamarkt“ beim E-Werk Freiburg
Samstag, den 14. Mai 2022, ab 10 Uhr auf dem Parkplatz des E-Werk Freiburg im StĂŒhlinger. Secondhandmarkt fĂŒr Baby, Kleinkind und Mamasachen. Mit Kinderschminken, MĂ€rchenerzĂ€hlerin und Kreidestraße. Außerdem mit Kaffee, Crepes und KaltgetrĂ€nken.
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9-Euro-Ticket so leicht wie möglich machen
Freiburger Verkehrs AG:
FrĂŒhzeitige Angebote fĂŒr Kundinnen und Kunden ĂŒber alle VertriebskanĂ€le

Das 9-Euro-Ticket, das es in den Monaten Juni, Juli und August bundesweit geben wird, soll bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG) fĂŒr die Kundinnen und Kunden so einfach wie nur eben möglich zu erwerben und benutzen sein. Es ist auch jetzt bereits erhĂ€ltlich.
„Mich freut es sehr, dass die VAG bei der Umsetzung des 9-Euro-Tickets zĂŒgig vorangeht und primĂ€r die Kundinnen und Kunden im Blick hat. Wir hoffen, dass die Kommunen zukĂŒnftig noch mehr von Bund und Land fĂŒr den ÖPNV bekommen. Nur so schaffen wir die MobilitĂ€tswende“, erklĂ€rte OberbĂŒrgermeister und VAG-Aufsichtsratsvorsitzender Martin Horn. „Mit dem frĂŒhzeitigen Angebot nutzt die VAG die Chancen, die diese Sonderaktion bietet.“
Bereits vor Wochen hat die Freiburger Verkehrs AG Vorbereitungen fĂŒr den Verkauf des 9-Euro-Tickets getroffen. „Bei uns kaufen sich viele unserer FahrgĂ€ste ihre Zeitkarten bereits mehrere Wochen im Voraus. Damit Ihnen zum Start des Aktionszeitraums keine Nachteile entstehen, haben wir uns dafĂŒr entschieden, die Monatskarten schon jetzt anzubieten“, erklĂ€rte VAG-Vorstand Oliver Benz.
FĂŒr das Netz der Freiburger Verkehrs AG teilt VAG-Vorstand Stephan Bartosch die derzeit viel diskutierte Sorge wegen ĂŒberfĂŒllter Bahnen nicht: „Noch immer sind als Folge der Corona-Pandemie 25 Prozent weniger FahrgĂ€ste in unseren Bussen und Bahnen unterwegs. Wir freuen uns also, wenn wir wieder mehr FahrgĂ€ste befördern dĂŒrfen. Aktuell gehen wir davon aus, dass es in Freiburg allenfalls wĂ€hrend der Stoßzeiten KapazitĂ€tsengpĂ€sse geben kann.“
„NatĂŒrlich wĂŒnschen wir uns, dass die Sonderaktion des Bundes auch langfristig positive Auswirkungen auf unsere Fahrgastzahlen haben wird. Neukundinnen und Neukunden möchten wir von unseren Abo-Angeboten ĂŒberzeugen, bei denen in Freiburg beispielsweise die Nutzung des Leihfahrrad-Systems Frelo in den ersten 30 Minuten kostenlos ist. Außerdem profitiert die RVF-Stammkundschaft im Abo von einem reduzierten Einzug von 9 Euro“, erklĂ€rte VAG-Vorstand Oliver Benz weiter.
Im VAG-Blog werden bereits jetzt alle Fragen beantwortet, die es zum Thema 9-Euro-Ticket geben könnte, sofern sie sich bereits beantworten lassen: https://blog.vag-freiburg.de/9-euro-ticket/

Das Wichtigste in KĂŒrze:
Wer heute schon ein RVF-Abo besitzt (RegioKarte Abo, Job, JobTicket BW und SchĂŒlerAbo), muss nichts tun. Bei diesen Personenkreisen wird fĂŒr die drei Monate einfach nur der ermĂ€ĂŸigte Betrag von jeweils 9 Euro maximal abgebucht. Das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr alle, die sich entschließen jetzt ein neues Abo abzuschließen.

Kundinnen und Kunden mit einer Jahreskarte erhalten die zu viel gezahlten BetrĂ€ge erstattet. Dazu wird derzeit vom RVF ein Online-Portal vorbereitet, auf dem alle Kundinnen und Kunden bequem und digital ihre Erstattung einreichen können. Sobald dieses Portal zur VerfĂŒgung steht, wird die VAG ihre Kundinnen und Kunden darĂŒber informieren.

Wer in einem oder mehreren der drei Monate eine Monatskarte erwerben will, fĂŒr die oder den gilt: Die „RegioKarte Basis“ wird zum 9-Euro-Ticket. Alle weiteren Antworten zu GĂŒltigkeit, Reichweite und Abwicklung gibt es im VAG Blog https://blog.vag-freiburg.de/9-euro-ticket/

Wer ein Abo abschließt profitiert automatisch vom 9-Euro-Ticket und von vielen zusĂ€tzlichen Vorteilen. Die RegioKarte Basis als 9-Euro-Ticket ist bereits jetzt im VAG-OnlineShop, an Automaten oder an den Verkaufsstellen erhĂ€ltlich. In der App VAGmobil wird das 9-Euro-Ticket Ende des Monats zu kaufen sein.
 
 

 
Solarstrom: Wann sich die volle Einspeisung lohnt
Mit der Reform des EEG soll sich die VergĂŒtung fĂŒr Solarstrom rund verdoppeln – wenn der komplette Strom ins Netz eingespeist wird. Wer davon profitieren möchte, muss aber mit der Inbetriebnahme der neuen Photovoltaik-Anlage noch bis 2023 warten. Oder schon vor der Bestellung eine komplizierte Übergangsregel beachten, warnt die Stiftung Warentest.

Laut Gesetzesentwurf fĂŒr das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Solarstrombetreiber in Zukunft bis zu 13,40 Cent pro Kilowattstunde fĂŒr komplett eingespeisten Strom – statt wie bisher maximal 6,53 Cent. Das wĂ€re also etwa doppelt so viel wie heute. FĂŒr EigentĂŒmer, die den Strom teilweise selbst verbrauchen wollen, bleibt es nach den PlĂ€nen dagegen weitgehend beim Alten.

Ob Volleinspeisung oder Eigenverbrauch gĂŒnstiger ist, hĂ€ngt vom eigenen Strompreis, der AnlagengrĂ¶ĂŸe und dem möglichen Eigenverbrauchsanteil ab. Unter www.test.de/solarrechner können Interessierte kostenlos berechnen, welches Modell fĂŒr sie voraussichtlich besser ist.

Laut den Modellrechnungen von Finanztest kann die Volleinspeisung eine gute Alternative zum bisherigen Modell sein. Das gilt vor allem fĂŒr große DachflĂ€chen, die Platz fĂŒr Module mit mehr als 10 KW Leistung haben.

Doch Achtung, folgendes Prozedere muss dabei eingehalten werden: ZunĂ€chst muss das Bundeswirtschaftsministerium die vorgesehenen VergĂŒtungssĂ€tze auf seiner Internetseite bestĂ€tigen. Danach mĂŒssen HauseigentĂŒmer dem Netzbetreiber mitteilen, dass sie aufgrund der geplanten Tarife den Kauf einer Solaranlage beabsichtigen. Erst danach dĂŒrfen sie die Anlage verbindlich bestellen. Wer das nicht einhĂ€lt, muss mit der Inbetriebnahme der Anlage bis 2023 warten, um von den neuen VergĂŒtungssĂ€tzen zu profitieren.

Eine Unsicherheit bleibt: Noch hat der Bundestag das Gesetz nicht beschlossen, Änderungen sind also noch denkbar.

Alle Details zur neuen Regelung und die entsprechenden Berechnungen finden sich unter www.test.de/solarstrom und ab 11. Mai 2022 in der Juni-Ausgabe von Finanztest.
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Keine Feste, kein Krippenspiel, viel Stress fĂŒrs Personal
Der Mundenhof blickt auf ein schwieriges Corona-Jahr 2021 zurĂŒck und geht mit großen PlĂ€nen in die Zukunft

Freiburgs Mundenhof bleibt ein PhÀnomen. Hier dösen keine Löwen, trompeten keine Elefanten, recken keine Giraffen ihre HÀlse. Stattdessen sieht man ungekÀmmte Haustiere in ihrem Element. Es gibt keine Event-Gehege mit Hautnah-Feeling, sondern artgerechte Tierhaltung, bei der manch ein Tier nur aus der Mitteldistanz zu sehen ist. Trotzdem rennt das Publikum den Kamelen, Ziegen und Buntmardern wieder die Bude ein, seit die Corona-Lage das zulÀsst.

Zuvor musste Freiburgs Tier-Natur-Erlebnispark aber schwere Zeiten bewĂ€ltigen, wie Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß und das Leitungs-Duo des Mundenhofs, Susanne Eckert und Marion Bosch, heute bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2021 bekanntgaben. Neben VerĂ€nderungen im Personal und im Tierbestand hielten vor allem wechselnde Corona-Bestimmungen den Mundenhof in Atem. Wie schon 2020 konnte auch im vergangenen Jahr keines der beliebten Mundenhoffeste stattfinden und auch kein Krippenspiel.

Zudem waren die zeitweise Auflösung der ErdmĂ€nnchenhaltung und der Abgang des letzten Uhus eine Belastung fĂŒr das Team der TierpflegekrĂ€fte. Verluste eröffnen aber auch Möglichkeiten. So sind die Planungen zu einer Erneuerung und WeiterfĂŒhrung der ErdmĂ€nnchen- und Straußenhaltung voll im Gange. Die Arbeitszeit, die durch den Ausfall der Feste, FĂŒhrungen und Veranstaltungen frei wurde, hat der Mundenhof fĂŒr konzeptionelle Fragen und die Weiterentwicklung betrieblicher und struktureller Voraussetzungen genutzt. Die Ausgestaltung des Betriebshofes und das Anlegen von Betriebswegen erleichtert nun besonders an besucherstarken Tagen die Arbeit und fördert die Zusammenarbeit der Bereiche.

Forstamtsleiterin Schmalfuß verwies auf die vielen krankheits- oder verletzungsbedingten AusfĂ€lle, die die Tierpflegerinnen und -pfleger auffangen mussten: „Es tut gut zu sehen, wie stark dieses Team zusammensteht und sich gegenseitig unterstĂŒtzt.“ Besonders die Betreuung des Publikums, das den Mundenhof je nach Corona-Lage als eines der wenigen offenen Freizeitangebote nutzte, erforderte viel Geschick und stellt eine Belastung fĂŒr die Mitarbeitenden dar.

Baumaßnahmen

Großprojekte wie der Neubau des Buntmardergeheges sind nicht nur finanziell, sondern auch personell, organisatorisch und planerisch Herausforderungen fĂŒr den Mundenhof. Umso grĂ¶ĂŸer war die Freude, dass 2021 die Preisverleihung des „BDZ-Bibers“, quasi des Oscars fĂŒr herausragende Tierhaltungen, auf dem Mundenhof stattfinden konnte. Neben dem Gehege der Javaneraffen hat nun auch seine Buntmarderanlage diese Auszeichnung erhalten. Damit ist der Mundenhof erst der zweite deutsche Zoo, der zweimal den Biber gewonnen hat.

Nach dem Bau ist aber vor dem Bau: Die Planung fĂŒr die neue ErdmĂ€nnchen- und Straußenhaltung lĂ€uft lĂ€ngst auf Hochtouren – und ist eine diffizile Sache, da ErdmĂ€nnchen in einem strengen Matriarchat leben und die Sozialstruktur der Gemeinschaft seit dem Tod der „Chefin“ auseinanderfiel. Verwandte Gruppenmitglieder paaren sich nicht weiter, fremde Tiere werden als Bedrohung wahrgenommen und sind nur schwer in die Gruppe zu integrieren. FĂŒr den Mundenhof bedeutet artgerechte Tierhaltung aber, dass alle Tiere, die zur Gruppen gehören, „Bestandsschutz“ haben: sie können bis zu ihrem Lebensende hier bleiben. Damit gab es seit Jahren keinen Nachwuchs mehr, und die Gruppe wurde altersbedingt immer kleiner. Nun hat das schnelle Ende der Haltung dieses Thema plötzlich an die Spitze der Projektplanung gerĂŒckt.

Beinahe zeitgleich verstarb der letzte verbliebene Uhu in hohem Alter. Damit geht wieder eine Ära zu Ende. Uhus haben das Bild des Mundenhofs ĂŒber 40 Jahre geprĂ€gt. Das Ende der ErdmĂ€nnchen-Haltung und der Tod des Uhus eröffneten nun die Möglichkeit, ganz neu zu denken, was das Mundenhof-Team auch tat. Da die Strauße dringend eine neue Stallung benötigen und die ehemalige Anlage der ErdmĂ€nnchen fĂŒr deren Haltung nicht optimal geeignet ist, fiel die Entscheidung fĂŒr den Bau eines neuen GebĂ€udes, in dem ErdmĂ€nnchen und Strauße, zwar getrennt in eigenen Anlagen, aber dennoch „unter einem Dach“ ein Zuhause finden. Damit rĂŒcken die afrikanischen Tiere thematisch wie rĂ€umlich zusammen, die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird optimiert und es können moderne Haltungskonzepte verwirklicht werden.

Im Zentrum des Mundenhofs stand nun die ehemalige Anlage der ErdmĂ€nnchen leer. Daher fiel die Entscheidung, diese Anlage umzubauen und die Kaninchen dort einzusetzen – ein sehr schönes Projekt, verwirklicht in Eigenregie und als Gemeinschaftsarbeit von Tierpfleger/innen und GĂ€rtner/innen. Eines Tages soll eine neue, attraktive Anlage fĂŒr die Kaninchen und Meerschweinchen in der Exotischen Mitte folgen. Auch in der Kaninchenfrage ging der Mundenhof indes neue Wege. Statt der Zwergkaninchen werden nun Deutsche Riesenschecken gehalten, gemĂ€ĂŸ der Ausrichtung als Haus- und Nutztierpark. Schecken sind eine alte Haustierrasse, die in der Bevölkerung kaum bekannt ist. Dank ihrer GrĂ¶ĂŸe und ihrer schönen FĂ€rbung haben sie sich schnell zu Publikumsmagneten entwickelt und ĂŒberraschend schnell ersten Nachwuchs produziert.

Ein Langzeitprojekt, das dank des Fördervereins verwirklicht werden konnte, ist die Krankenstation im GebĂ€ude der FutterkĂŒche. Mit der Installation einer modernen Heizung, dem Einbau neuer Fenster und einem Tordurchbruch Richtung Nistplatz, damit kranke Tiere den Zugang zu frischer Luft und Sonne genießen können, ist der Umbau nach vielen Jahren nun weitgehend abgeschlossen. Nun fehlt noch der Bau eines Außengeheges fĂŒr die Tiere, der ans neue Tor anschließt.

In der Mundenhof-PrÀrie wurde 2021 der Bisonzaun erhöht und die dazugehörige PrÀrieflÀche weitergestaltet. Nun blickt der Hof dem baldigen Einzug eines jungen Bisonbullens und der Wiederaufnahme der Zucht entgegen.

Tierische Entwicklungen

Die stetig steigenden Anforderungen an die Tierhaltung stellen eine immer grĂ¶ĂŸer werdende Herausforderung fĂŒr alle Beteiligten dar. Besonders die Vorgaben zu Dokumentation und DurchfĂŒhrung sind fĂŒr TierĂ€rzte in mancher Hinsicht kaum noch praktikabel. So prĂ€gen regelmĂ€ĂŸige Untersuchungen, Impfungen, Behandlungen und Begehungen samt der dazugehörigen Nachweise den Jahreslauf. Zudem ist die Tierhaltung zunehmend von Seuchen und Krankheiten betroffen, die sich international ausbreiten. Wegen der Vogelgrippe muss der Mundenhof seine Tiere zu bestimmten Jahreszeiten zurĂŒcksperren bzw. engmaschige Untersuchungen durchfĂŒhren. Die Auswirkungen der nahenden Afrikanischen Schweinepest auf das Tiergehege sind nicht absehbar. Zugleich werden Rinderhaltung, Aufzucht und Transport durch die Tatsache erschwert, dass Baden-WĂŒrttemberg noch im Sperrgebiet der lauzungenkrankheit liegt.

Allgemein lÀsst sich sagen, dass das feucht-warme Wetter zwar der Vegetation zu Gute kam und damit auch den Tieren, aber auch den Parasitendruck erhöhte. Besonders Fell- und Hautprobleme, Juckreiz und LÀsionen durch Fliegen, Milben, LÀuse, etc. machen dem Mundenhof zu schaffen.

Neben den Problemen gab es 2021 natĂŒrlich auch viele schöne Ereignisse. So wurde der Mundenhof wieder mit zahlreichen LĂ€mmern beschenkt; bei den Kaschmirziegen und den Zwergziegen gab es sogar Drillinge. Das Team kĂŒmmerte sich rund um die Uhr um den Nachwuchs, sodass die meisten Aufzuchten problemlos gelangen. Das kleinste Junge bei den Zwergziegen litt an einer EntzĂŒndung am Hinterlauf, die das Bein und die Klaue angriff. Es konnte bald nur noch auf drei Beinen laufen und die Behandlung zeigte zunĂ€chst kaum Erfolg. Doch tĂ€gliches Waschen, Eincremen, Verbinden und ein langer Atem der PflegekrĂ€fte fĂŒhrte zum Schluss doch zu einer Heilung. Nachdem das Zwergzicklein wieder laufen konnte, wurde es „Stampfi“ getauft und an einen schönen Platz, in einer privaten Haltung, mit viel Auslauf vermittelt. Stampfi hat gelernt, ihren Weg zu gehen.

Solche Erfolgsgeschichten helfen, die negativen Ereignisse zu verarbeiten. Denn auch davon hatte 2021 leider einige zu bieten. Im MĂ€rz zeigten sich beim Straußenhahn Ikarus SchwĂ€cheanzeichen. Er schwankte, fraß immer weniger und wirkte apathisch. Sofort wurden ein Tierarzt und Vogelspezialisten konsultiert, es folgten verschiedenste Untersuchungen, von Kotentnahmen bis zu Blutbildanalysen. Nichts brachte Erkenntnis. Infusionen und Medikamente zeigten keine Erfolge. Die Tierpfleger/innen versorgten ihn ĂŒber viele Wochen mit FlĂŒssignahrung, gaben ihm Spritzen und halfen ihm auf, auch an Wochenenden. Schließlich musste er dennoch leider eingeschlĂ€fert werden. Die Untersuchung ergab eine HerzschwĂ€che mit einer damit verbundenen EntzĂŒndung.

Da die Strauße gerade in der Balz waren, fĂŒhrte dies bei den Hennen zu Problemen, denn sie befanden sich in der Eiablage. Trotz des Verlustes musste schnell ein anderer Hahn gefunden werden, damit die Damen keine Probleme davon trugen. Anfang Juli war es dann soweit: Kito hielt auf dem Mundenhof Einzug. Er stĂŒrzte sich gleich in die Balz und lebte sich rasch gut ein. Im neuen Stall dĂŒrfen Kito und die Seinen bald auf mehr Komfort hoffen.

Auch von der Watussi-Kuh Agathe musste sich der Mundenhof trennen. Sie erlag im Februar altersbedingten SchwĂ€chen. DafĂŒr hat sich der Jungbulle, der im Dezember 2020 hinzukam, gut eingelebt; im Oktober kam prompt das erste Stierkalb auf die Welt. Matinga kam aus Löffingen, um die Herde der Watussi-Rinder zusĂ€tzlich zu verstĂ€rken.

Bei den Javaneraffen ging unterdessen eine Ära zu Ende – diesmal zum GlĂŒck ohne dass tote Tiere zu beklagen waren. Was aber nicht heißt, dass es besonders friedlich zuging. Das ganze Jahr ĂŒber lag Unruhe in der (ansonsten stabilen) Gruppe. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen, die zum Teil auch die Besucher/innen erschreckten. Der Hintergrund ist, dass die FĂŒhrungsriege der Affengesellschaft ihr Rentenalter erreicht hat. Viele von ihnen sind bereits ĂŒber 20 Jahre alt. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der Nachwuchs die Machtfrage stellen wĂŒrde. In solchen Zeiten ist es nicht einfach, im Hin und Her den Überblick zu behalten und sich um Jung und Alt gleichermaßen zu kĂŒmmern. Das erfordert spezielle Kenntnisse, viel Zeit und Geduld bei den Tierpflegerinnen der Exotischen Mitte. Nun ist Nyamuk, der noch zu den ersten Tieren gehört, die einst aus Basel ins damals neue Affengehege kamen, im wohlverdienten Ruhestand, und Cowok, der auf dem Mundenhof geboren wurde, hat das Ruder ĂŒbernommen. Gerade ist er damit beschĂ€ftigt, seinen neuen Hofstaat zu formen.

So liegen Licht und Schatten immer nah beieinander. Die VerjĂŒngung des Tierbestandes wird den Mundenhof auch kĂŒnftig beschĂ€ftigen. Alte Tiere werden gehen, junge dazukommen. Ein schönes Signal ist die Geburt eines Javaneraffen, der genau am 1. Januar 2022 zur Welt kam. Auf dem Mundenhof wird das als gutes Omen fĂŒr ein schönes Neues Jahr gewertet.

KonTiKi (Kontakt Tier Kind)

GrĂ¶ĂŸer denn je ist die Begeisterung in jenem Bereich, wo Kinder die Tiere nicht nur sehen, sondern auch striegeln, streicheln, fĂŒttern dĂŒrfen. Im KonTiKi stehen dafĂŒr Alpakas, Hausesel, Ziegen, Pferde (neuerdings mit „Willi von Wildbach“) und HĂŒhner bereit. Und diese tiergestĂŒtzte PĂ€dagogik hat Corona gut ĂŒberstanden: Insgesamt kamen im Vorjahr an 82 Nachmittagen 2.596 Kinder und Jugendliche; im ersten Corona-Jahr 2020 waren es 2.097 gewesen.

Wochentag / Kinder / Durchschnitt
Dienstag / 773 (767) / 28 (27)
Mittwoch / 993 (466) / 35 (17)
Donnerstag / 830 (864) / 32 (32)
Gesamt / 2.596 (2.097) /32 (25)
(In Klammern die Vorjahreswerte)

Diese Werte wurden trotz schwierigster Bedingungen erzielt: Bis Ende MĂ€rz 2021 blieb das KonTiKi nĂ€mlich geschlossen. Danach gab es (wie bei anderen Freizeitangeboten) Verunsicherungen, wie es weiter geht. Es dauerte jeweils Wochen, bis auch das KonTiKi wieder rund lief. Vor und nach den Sommerferien gab es dann aber viele neue Kinder und Neuanmeldungen. Offenbar hatte sich herumgesprochen, dass gerade jĂŒngere Kinder unter den Folgen der Pandemie psychisch und physisch leiden. Einrichtungen wie das KonTiKi können diese Effekte immerhin abmildern.

An den KonTiKi-Angeboten fĂŒr Schulklassen (i.d.R. Mittwoch- und Donnerstagvormittag) nahmen 54 Gruppen (Vorjahr 38) mit 835 Teilnehmenden (Vorjahr 547) teil. Da in den letzten zwei Schuljahren viele Termine ausfielen oder verschoben wurden, buchen LehrkrĂ€fte neue KonTiKi-Termine inzwischen weit im Voraus. Bereits heute sind die Angebote fĂŒr Schulklassen bis weit ins nĂ€chste Schuljahr ausgebucht
 
 

Tierische Tausendsassas
(c) Klaus Echle
 
Tierische Tausendsassas
Fotoausstellung von Klaus Echle ab Sonntag, 1. Mai, im Waldhaus
Eintritt frei

Von Sonntag, 1. Mai, an ist im Waldhaus an der Wonnhalde eine Fotoausstellung der besonderen Art zu sehen. Unter dem Titel „Tierische Tausendsassas“ werden 53 großformatige Bilder des mehrfach ausgezeichneten Naturfotografen Klaus Echle gezeigt. Sie gewĂ€hren spannende Einblicke in das Leben von Fuchs, Dachs und Steinmarder und das besondere VerhĂ€ltnis dieser anpassungsfĂ€higen Pelztiere zum Menschen.

In Freiburg kennen viele Menschen Klaus Echle durch seine Arbeit als Förster. Seit 2002 betreut er fĂŒr das stĂ€dtische Forstamt das Revier GĂŒnterstal. Weit ĂŒber Freiburgs Grenzen hinaus hat er sich jedoch als Natur- und Wildtierfotograf einen Namen gemacht. Seit vielen Jahren ist er mit LichtbildvortrĂ€gen auf der Mundologia vertreten und seine Bilder wurden vielfach ausgezeichnet, so beim renommierten Wettbewerb „BBC Wildlife Photographer of the Year“ und bei „EuropĂ€ischer Naturfotograf des Jahres“.

Dabei entstehen Echles Aufnahmen unter sehr klimafreundlichen Bedingungen. Anders als viele Kollegen seiner Zunft reist er fĂŒr seine beeindruckenden Aufnahmen nicht in ferne LĂ€nder. Klaus Echle findet die Protagonisten und Kulissen seiner Bilder tatsĂ€chlich in der „Wildnis vor der HaustĂŒr“, wie der Titel eines seiner VortrĂ€ge verspricht. In seinen Bildern hĂ€lt er Situationen fest, die nur Momente dauern. Was auf manchen Fotos fast beilĂ€ufig wirkt, erfordert jedoch neben biologischem Wissen und intimer Kenntnis der heimischen Tier- und Pflanzenwelt vor allem Zeit und Geduld. DarĂŒber hinaus zeugen die Bilder von einer tiefen EinfĂŒhlung in die jeweilige Tierart. Klaus Echle kennt die Gewohnheiten und Verhaltensweisen, die „Wohn-“, „Arbeits-“ und SchlafplĂ€tze unserer heimischen Tierwelt. Nur deshalb gelingen ihm Bilder, auf denen sich Wildtiere in ihren natĂŒrlichen Verhaltensweisen zeigen – sei es interessiert, schlafend oder spielend, jedenfalls völlig ungestört.

Im Laufe von fast 30 Jahren ist so ein Bildarchiv entstanden, das einen großen Fundus an Aufnahmen bedrohter Arten enthĂ€lt. In dieser Einzelausstellung im Waldhaus stehen aber nicht geschĂŒtzte oder seltene Arten im Fokus, sondern alte Bekannte. Fuchs, Dachs und Steinmarder sind Tierarten, die wir zu kennen glauben. Reineke und Grimbart lernen wir schon als Kinder in MĂ€rchen und Fabeln kennen, wo ihnen kein guter Ruf anhaftet. Der Steinmarder macht sich als Autoknacker auch nicht unbedingt Freunde. Als Raubtiere wurden alle drei Arten gejagt und dienten als Pelzlieferanten. Aber diese Tausendsassas sind so anpassungsfĂ€hig, dass wir ihnen auch zunehmend in unseren GroßstĂ€dten begegnen. Nur: Wie gut kennen wir die alten Bekannten wirklich?

Die großformatigen Bilder zeigen Fuchs, Dachs und Steinmarder in ihren natĂŒrlichen LebensrĂ€umen wie auch mitten in der Stadt. Die Fotos regen uns dazu an, nicht nur ĂŒber unser VerhĂ€ltnis zu ihnen nachzudenken, sondern auch die Perspektive zu wechseln und uns zu fragen, was sie wohl von uns Menschen halten mögen.

Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wurde von der Stiftung Waldhaus initiiert und in Kooperation mit Klaus Echle und dem Forstamt realisiert. Das Waldhaus hat dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr geöffnet. Informationen unter info@waldhaus-freiburg.de oder Tel. 0761/8964 7710.
 
 

Habe ein schlechtes Gewissen
(c) mitwelt.org
 
Habe ein schlechtes Gewissen
10 "Gebote" fĂŒr Umweltaktive

Auszug aus einer Rede von Axel Mayer zum -Fridays for Future- Klimastreik am 25.3.2022 in Staufen

*1) Jeden Tag hörst Du "Ändere Dein Leben, lebe umweltfreundlich."
Da sind Krieg, Klimakatastrophe, WeltvermĂŒllung, Artenausrottung, Rohstoffverschwendung, wachsende soziale Ungleichheit und AtommĂŒllproduktion.
Du sollst Dein Leben Ă€ndern und es ist gut umweltfreundlich zu leben, aber Du sollst nicht die zerstörerischen Strukturen Ă€ndern, die zu diesen Problemen fĂŒhren.

*2) Fahre Fahrrad, wird Dir gesagt und es ist richtig Rad zu fahren
Liebe FDP: Warum haben wir kein Tempolimit in Deutschland, mit dem sich schnelle Energie und CO₂ sparen ließe?
Wir haben kein Tempolimit, damit die Menschen weiter in der Illusion leben, wir könnten trotz Klimakatastrophe einfach so weiter machen wie bisher.
Du sollst Rad fahren wird Dir gesagt, aber Du sollst kein Tempolimit fordern, denn Tempo ist die Freiheit der Ichlinge.

*3) Gehe zu Fuß, wird Dir gesagt und es ist richtig zu Fuß zu gehen
Mit einem einzigen Weltraumflug verursacht ein MilliardÀr mehr Emissionen, als jemand aus der Àrmsten Milliarde Menschen in einem ganzen Leben zusammenbringt.
Das reichste Prozent der Menschheit ist fĂŒr 16 Prozent des CO₂-Ausstoßes weltweit verantwortlich.
Du sollst zu Fuß gehen und die MilliardĂ€re und Weltraumpioniere anbeten.
Du sollst zu Fuß gehen, wird Dir gesagt, aber lass den Umweltzerstörerenden im Weltraum ihr exklusives Hobby.

*4) Reise mit der Bahn wird Dir gesagt und es ist richtig Bahn zu fahren.
Weltweit wurden 15 Bestellungen fĂŒr das geplante Überschallpassagierflugzeug Overture aufgegeben. Überschallflugzeuge sind die schnellste, teuerste, lauteste und energiefressenste Art des Flug-Reisens.
Du sollst mit der Bahn fahren, aber Du sollst Dich keinesfalls fĂŒr Landeverbote fĂŒr Überschallflugzeuge einsetzen.

*5) Informiere Dich in Deinen Netzwerken, wird Dir gesagt und es ist gut sich zu informieren.
Doch nicht nur in der BLÖD-Zeitung und in asozialen Netzwerken wird gegen Klimaschutz, erneuerbare Energien und Fridays for Future gehetzt.
Du aber sollst in Deiner Wahrnehmungsblase bleiben und Dich nicht mit den Strategien der Klimawandelleugner und Profiteure der Umweltzerstörung auseinandersetzen.

*6) Sei kritisch, aber nicht zu radikal, wird Dir gesagt.
Wie haben wir vor bald 50 Jahren die AKW in Wyhl, Kaiseraugst und Gerstheim verhindert?
Wie haben wir vor bald 50 Jahren das extrem luftverschmutzende Bleiwerk in Marckolsheim verhindert und den Startschuss fĂŒr die Luftreinhaltung und den Klimaschutz gegeben?
Menschen unterschiedlichster Herkunft und Meinung haben illegal die BauplÀtze besetzt und wir waren erfolgreich. Das lÀsst sich heute so nicht wiederholen, aber brav und angepasst waren wir nicht.
Du darfst schon ein wenig kritisch sein, am besten in jungen Jahren schon zartrosa wie die Roten oder blassgrĂŒn wie die GRÜNEN, wird Dir gesagt
und schau auf keinen Fall, wie vor 50 Jahren am Oberrhein eine junge freche Umweltbewegung so große Erfolge erzielt hat.

*7) Putze hinter den MĂŒllidioten her, die ihren MĂŒll in die Landschaft werfen.
Doch nicht der MĂŒll ist das Problem, sondern das hĂ€ufig kurzlebige, unnötige, nicht reparaturfĂ€hige Produkt zum schnellen dummen Konsum.
Du sollst gebeugt hinter den MĂŒllidioten herputzen und dabei niemals das Wort "Pfandsysteme" murmeln und Du sollst nicht das Problem der geplanten Obsoleszenz bekĂ€mpfen.

*8) Ärgere Dich ĂŒber die erwischten kleinen UmweltsĂŒnderInnen, wird Dir gesagt
Seit Jahrzehnten wissen die Konzernspitzen der Kohle-Öl- und Gaskonzerne von den verheerenden Auswirkungen ihres Tuns. Es gibt jahrzehntelanges TĂ€terwissen. Sie haben den Klimawandel heruntergespielt und ĂŒber rechts-libertĂ€re Netzwerke die Klimawandelleugner finanziert und die Energiewende bekĂ€mpfen lassen. Millionen Menschen leiden unter der Klimakatastrophe und viele werden sterben.
Du sollst Dich ĂŒber die kleinen UmweltsĂŒnderInnen Ă€rgern (am besten auch ĂŒber Dich selber), aber die TĂ€ter, die tatsĂ€chlichen Verantwortlichen fĂŒr den Tod durch Klimawandel, sollen nicht bestraft werden.

*9) Schalte Deinen Computer aus wenn Du ihn nicht brauchst, wird Dir gesagt
Der Stromverbrauch fĂŒr eine einzige Bitcoin-Transaktion ist so hoch wie jener eines amerikanischen Durchschnittshaushalts in 23 Tagen. Der CO2-Fußabdruck ist so enorm, als wĂŒrde man 54.000 Stunden Internetvideos schauen.
Du sollst den Computer abschalten, wenn Du ihn nicht brauchst, aber kritisiere niemals die Zocker- und Dealer-WĂ€hrung Bitcoin.

*10) Glaube an die neuen Wunderwaffen, mit denen wir alle Probleme lösen werden, wird Dir gesagt.
Als der bisher letzte Weltkrieg schon lÀngst verloren war, setzte die Propaganda in Deutschland mit Durchhalteparolen auf die "neuen Wunderwaffen", mit denen der aussichtslose Krieg doch noch gewonnen werden sollte und viele Menschen in Deutschland hofften bis zuletzt auf den vermeintlichen "Endsieg".
Auch im heutigen globalen Krieg gegen die Natur und gegen uns selber setzen die politisch und ökonomisch Verantwortlichen fĂŒr die große globale Zerstörung auf neue AKW, auf Transhumanismus und auf den alten neuen Mythos der Wunderwaffen, allerdings jetzt unter neuen Bezeichnungen.
Du sollst an die neuen Wunderwaffen glauben, nicht aber an einen möglichen, machbaren, guten, zukunftsfĂ€higen, nachhaltigen, nicht giergetriebenen Fortschritt, der tatsĂ€chlich den Menschen nutzen wĂŒrde.

*Lebe umweltfreundlich, wird Dir gesagt und habe dauerhaft ein schlechtes Gewissen, weil Du das gute ökologische Leben sowieso nicht schaffst.

*BeschĂ€ftige Dich mit Dir selber, denn Du alleine bist fĂŒr alle Probleme verantwortlich, wird Dir gesagt.

*Du sollst SchuldgefĂŒhle haben und keine Zeit Dich mit den Ursachen von Klimawandel und Artenausrottung zu beschĂ€ftigen oder etwa gar zerstörerische Strukturen zu verĂ€ndern.
Klimakatastrophe, WeltvermĂŒllung, AtommĂŒllproduktion und Artenausrottung lassen sich auf zwei Ursachen zurĂŒckfĂŒhren:
Unbegrenzte Gier und unbegrenztes Wachstum im begrenzten System Erde.

Du sollst zu Fuß gehen, Rad fahren, Wasser sparen, VerpackungsmĂŒll vermeiden, aber Eines darfst Du auf keinen Fall.
Hinterfrage nicht die neue, globale Weltreligion, den Glauben an das unbegrenzte Wachstum.

Bei einem anhaltenden Wachstum von 5% verdoppelt sich das Bruttosozialprodukt alle 14 Jahre. Und eine Menge, die exponentiell wĂ€chst, vertausendfacht sich jeweils nach der zehnfachen Verdoppelungszeit. Dauerhaftes exponentielles Wachstum einer Wirtschaft ist nicht möglich und fĂŒhrt zwangslĂ€ufig zur Selbstzerstörung. Durch die periodischen Kriege im Laufe der Menschheitsgeschichte wurde das bisherige Wachstum immer wieder unterbrochen. Es wĂ€re anzustreben, die aktuellen Probleme ohne großen und letzten Krieg in den Griff zu bekommen.

Du sollst zu Fuß gehen, Rad fahren, Wasser sparen, VerpackungsmĂŒll vermeiden, aber Eines darfst Du auf keinen Fall.
Stelle niemals die Macht-Strukturen hinter der Zerstörung infrage.

Es ist gut, richtig und wichtig zu versuchen, ein gutes Leben zu fĂŒhren.
Es ist aber genauso wichtig, die zutiefst zerstörerischen Strukturen zu Àndern.

Krieg
Klimakatastrophe
WeltvermĂŒllung
Artenausrottung
„Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster." (Antonio Gramsci)
Lasst uns zusammen gegen die Monster angehen.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Alt-) BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer

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Nachtrag: Auf SĂŒdbaden bezogene "Gebote"

*a) Du sollst Wasser sparen wird Dir gesagt und es ist richtig Wasser zu sparen
Doch in Buggingen, 10 km von Staufen entfernt, gehen jÀhrlich 945 Tonnen Chlorid ins Grundwasser, obwohl schon ewig ein sanierungserzwingendes Urteil vorliegt.
Dem Landratsamt im Öko-Landkreis Breisgau Hochschwarzwald ist das Grundwasser scheißegal!
Halt! Ich nehme den letzten Satz zurĂŒck.
Wenn es darum geht WindrÀder mit unsinnigen Grundwasserargumenten zu verhindern, dann ist das Landratsamt in Sachen Grundwasserschutz top.
Du sollst Wasser sparen, aber kĂŒmmere Dich nicht um den Bugginger Salzberg.

*b) Trage Kröten ĂŒber die Straße und mein Lob & Dank geht an die vielen, gerade jetzt aktiven Amphibien-SammlerInnen
In der selbsternannten Ökoregion Freiburg, sind lĂ€cherliche 3,4 Prozent der FlĂ€che Naturschutzgebiete. In Naturschutzgebieten sind Agrargifte "theoretisch" seit Januar 2022 nicht mehr zugelassen. Seit Anfang des Jahres 2022 sind allerdings alleine im Regierungsbezirk Freiburg schon 69 "Gift-Ausnahmen" bewilligt worden.
Du sollst Kröten ĂŒber die Straße tragen, aber die Geschichte mit dem Gift und der Macht im Naturschutzgebiet verstehst Du nicht.
 
 

WildkÀtzchen aus dem Freiburger Stadtwald werden ausgewildert
Wildkatzen aus dem Opfinger Wald (c) Forstliche Versuchsanstalt Freiburg
 
WildkÀtzchen aus dem Freiburger Stadtwald werden ausgewildert
Die Freiheit ruft: Am Dienstag wurden zwei der WildkĂ€tzchen, die vergangenen Juli im Opfinger Wald gefunden wurden, in ihr Auswilderungsgehege umgesiedelt. Nach der behĂŒteten Zeit in der Aufzuchtstation trainieren sie hier weiter ihre SelbstĂ€ndigkeit und werden bald ganz in die Freiheit entlassen.

Nachdem die Wildtierstation „Tierart“ in Rheinland-Pfalz die Katzen aufgezogen hat, sind sie nun gesund und krĂ€ftig genug, um sich auch in freier Wildbahn zu behaupten. Statt sie zurĂŒck in den Breisgau zu transportieren, werden die Wildkatzen direkt vor Ort im PfĂ€lzer Wald ausgewildert. Der RĂŒcktransport hĂ€tte enormen Stress fĂŒr die Tiere bedeutet. Auch ist der PfĂ€lzer Wald dĂŒnner besiedelt und weniger von Verkehrsachsen durchschnitten als die MooswĂ€lder, so dass die GefĂ€hrdung durch den Straßenverkehr dort deutlich geringer ist. Genetisch betrachtet gehören die Wildkatzen aus SĂŒdwestdeutschland und die PfĂ€lzer Wildkatzen der gleichen Population an. Eine der drei Katzen, die letzten Sommer aufgefunden wurden, ist leider kurze Zeit spĂ€ter an einer Infektionskrankheit gestorben. „Wir freuen uns mit allen Beteiligten, dass zwei der KĂ€tzchen sich so prĂ€chtig entwickelt haben und wĂŒnschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg“, so Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß.

Jetzt im FrĂŒhling werden im Stadtgebiet Wildtierjunge jeglicher Art geboren, auch die Setzzeit der Wildkatze beginnt im April. Das Forstamt bittet eindringlich, aufgefundene Jungtiere nicht zu streicheln, aufzuheben oder aus der Natur zu entnehmen, sondern sie möglichst ungestört vor Ort zu belassen. Meist kehren die Elterntiere zu ihrem Nachwuchs zurĂŒck. Bei getigerten Katzenjungen im Wald kann es sich in unserer Region um streng geschĂŒtzte Wildkatzenjunge handeln, die nicht zuhause aufgezogen werden können und dĂŒrfen.

Wer hilflose oder verlassene Wildtierjunge im Stadtkreis oder getigerte Katzenjunge im Wald auffindet und sich nicht sicher ist, ob gehandelt werden muss, kann sich direkt an die Wildtierbeauftragten des stĂ€dtischen Forstamtes wenden: Andreas SchĂ€fer, Tel. 0761 / 201-6213 und Myriam Forster, Tel. 0761 / 201-6204. Ebenso kann der jeweils zustĂ€ndige Revierförster angefragt werden. Das Wildtierinstitut der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg hat außerdem speziell fĂŒr Fragen rund um Wildkatze, Luchs und Wolf die Notfallnummer 0173 / 604 1117 eingerichtet.
 
 

Dynamische Fahrgastinformation
(c) Patrick Seeger/ Stadt Freiburg
 
Dynamische Fahrgastinformation
Jetzt auch Regionalbusse auf den elektronischen Anzeigetafeln

Die elektronischen Anzeigetafeln an fast allen Stadtbahnhaltestellen und einigen Bushaltestellen, die die Abfahrt der nÀchsten Fahrzeuge in Echtzeit anzeigen, sind seit vielen Jahren Standard bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG). Neu ist, dass zunehmend auch die Daten von Bussen anderer Unternehmen dargestellt werden können.

„Eine Verkehrswende kann nur dann gelingen, wenn die VerknĂŒpfungen einer Reisekette fĂŒr die FahrgĂ€ste sehr leicht verstĂ€ndlich und transparent sind. Dies gilt naturgemĂ€ĂŸ insbesondere auch bei Fahrten, die ĂŒber die Grenzen der Gebietskörperschaften hinausgehen. Die Anzeige der Regionalbusse auf den Digitalen Fahrgastinformationssystemen mag auf den ersten Blick nur wie ein kleiner Baustein dahin wirken, er trĂ€gt aber tatsĂ€chlich wesentlich dazu bei, den Informationsfluss deutlich zu erhöhen und den FahrgĂ€sten beim Umsteigen eine gewisse Sicherheit zu geben,“. sagt VAG Vorstand Oliver Benz bei der medienöffentlichen Vorstellung der Neuerung.

Manfred HovenjĂŒrgen, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der SĂŒdbadenBus GmbH (SBG) ergĂ€nzt: „Die VerknĂŒpfung der Umlandverkehre mit dem Netz der VAG ist fĂŒr die Berufspendler wie auch fĂŒr den Freizeit- und Einkaufsverkehr elementar. Die neuen Anzeigen erleichtern den Kundinnen und Kunden die Orientierung an den Schnittpunkten von Regional- und Stadtverkehr.“

VAG Vorstand Stephan Bartosch betont: „Mit der lokalen Gesamtdarstellung der anstehenden ÖPNV-Verkehrsverbindungen auf unseren Fahrgastinformationsanzeigen werden alle Umsteige- und Nutzungsmöglichkeiten auch auf die Busverbindungen aus dem Regio-Umland ersichtlich. Damit können wir die Nutzerfreundlichkeit des öffentlichen Personenverkehrs weiter steigern.“

Bislang war es so, dass auf den dynamischen Fahrgastinformations-Anzeigetafeln (DFI) ausschließlich die VAG-Linien berĂŒcksichtigt werden konnten. Jetzt wurde das System so erweitert, dass auch Fahrplan- und Echtzeitdaten von Bussen anderer in der Region tĂ€tiger Unternehmen abgerufen und dargestellt werden können. FĂŒr die derzeit laufende Pilotphase wurden dafĂŒr die Haltestellen „Gundelfinger Straße“ und „Paula-Modersohn-Platz“ entsprechend ausgestattet. In manchen FĂ€llen, wie beispielsweise am Paula-Modersohn-Platz, werden in diesem Rahmen auch neue DFI-Tafeln aufgebaut bzw. bestehende erweitert, da die anzuzeigenden Fahrten durch die Darstellung weiterer Linien angewachsen sind und so die bisherige GrĂ¶ĂŸe der Anzeigetafel nicht mehr ausgereicht hĂ€tte.

Die fĂŒr diesen neuen Service notwendigen Daten werden direkt vom Server der Nahverkehrsgesellschaft Baden-WĂŒrttemberg (NVBW) abgerufen. Dorthin liefern Leitsysteme anderer Verkehrsunternehmen, die entsprechend ausgerĂŒstete Busse im Einsatz haben, permanent ihre Daten. Dieses ermöglicht zum Beispiel auch elektronische FahrplanauskĂŒnfte mit Echtzeit zu erweitern – wie beispielsweise in der VAGmobil-App umgesetzt.

Die erweiterten Anzeigen machen im Netz der VAG ĂŒberall dort Sinn, wo Umlandverkehre mit der Stadtbahn verknĂŒpft sind. Dementsprechend kĂ€men nach erfolgreichem Testlauf auch die Haltestellen „Moosweiher“, „Messe Freiburg“ und „Laßbergstraße“ fĂŒr einen weiteren Ausbau in Betracht.
 
 



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