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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Starkes Signal der G7 zu internationalem Klimaschutz
International ist die Klimakanzlerin zurĂŒck, national fehlt das Bekenntnis zu den Klimazielen

Zum Bekenntnis der G7-Staaten zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft in diesem Jahrhundert und zum Einhalten des Zwei-Grad-Ziels erklĂ€rt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Es ist ein wichtiges Signal fĂŒr den internationalen Klimaschutz, dass die G7-LĂ€nder vor Ablauf des Jahrhunderts den Ausstoß von Treibhausgasen auf Null reduzieren wollen. Angela Merkel hat auf internationaler BĂŒhne ihre Rolle als Klimakanzlerin wieder angenommen und sich gegen den Widerstand ihrer Kollegen mit einem klaren Statement fĂŒr den Klimaschutz durchgesetzt. Diese Rolle muss Kanzlerin Merkel nun national mit GlaubwĂŒrdigkeit fĂŒllen: Die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft geht nur mit der naturvertrĂ€glichen Energiewende und wenn die fossilen EnergietrĂ€ger im Boden bleiben. Deshalb wird es Zeit, dass sich Merkel in der Debatte um den Klimabeitrag hinter ihren Wirtschaftsminister stellt. Er hat ein kluges und effektives Instrument fĂŒr den Klimaschutz auf den Tisch gelegt: Durch die zusĂ€tzliche Abgabe fĂŒr die Ă€ltesten und dreckigsten Kohlemeiler kann Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen und vermeidet einen Strukturbruch.“
 
 

 
Tegeler Fließtal profitiert von EU-Naturschutzrichtlinien
EU-Fitness-Check darf nicht zum Naturschutz-Abbau fĂŒhren

Die Naturschutzgesetzgebung der EU soll auf den PrĂŒfstand. Bis zum 24. Juli haben alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in den Mitgliedstaaten die Gelegenheit, sich zur Bedeutung und zu einer möglichen „Modernisierung“ der zwei wichtigsten EU-Gesetze fĂŒr den Natur- und Artenschutz zu Ă€ußern. Es gilt die Erfolgsgeschichte der EU-Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie fortzuschreiben und die geplanten Lockerungen zu verhindern. Mit der Aktion „NaturschĂ€tze retten“ stellt der NABU unter www.NABU.de/naturschaetze jede Woche ein Gebiet, eine Art oder einen Lebensraum vor, die vom Schutz der EU profitieren. Diese Woche: das Tegeler Fließtal in Berlin.

Unter dem Schutz der EU hat sich das Tegeler Fließtal in Berlin zum „Naturschatz“ entwickelt. Das Natura-2000-Gebiet umfasst das Landschaftsschutzgebiet Tegeler Fließ, das Naturschutzgebiet KalktuffgelĂ€nde und das Naturschutzgebiet Niedermoorwiesen. Das Fließ mĂŒndet in den Tegeler See mit direktem Anschluss zur Havel. Seine Ufer sind in weiten Teilen durch eine vielfĂ€ltige Bachauenlandschaft geprĂ€gt, die sich mit ausgedehnten Wiesen, Erlenbruch und GrauweidengebĂŒschen abwechselt. Das Fließtal bietet somit auf seiner LĂ€nge von fast 15 Kilometern Pracht-Nelke und Fieberklee genauso wie SperbergrasmĂŒcke und Fischotter Lebensraum. Es kommen elf von den 13 fĂŒr Berlin nachgewiesenen Amphibien- und Reptilienarten hier vor.

Der Zustand des Gebietes wird dank verschiedener Maßnahmen kontinuierlich verbessert beziehungsweise auf seinem hohen Standard gehalten. Zurzeit wird an der DurchgĂ€ngigkeit des Fließes mittels Fischtreppen und dem RĂŒckbau von Sohlschwellen gearbeitet. Die aus Holz oder Beton bestehenden Schwellen wurden quer zum Wasserverlauf in den Fluss gebaut, um die Fließgeschwindigkeit zu verringern. Auch die verschiedenen Feuchtwiesentypen benötigen viel Pflege durch extensive Mahd und Beweidung. Die NABU-Bezirksgruppe Reinickendorf macht seit vielen Jahren Werbung fĂŒr die Natur vor Ort und engagiert sich im Einsatz gegen Neophyten (gebietsfremde Pflanzenarten) wie Springkraut oder Kamtschatka-Knöterich.

„Es ist fraglich, ob ohne die Richtlinien aus BrĂŒssel Deutschland bzw. das Land Berlin seit 1992 so große Anstrengungen unternommen hĂ€tte, um alleine in Berlin 16 Schutzgebiete dieser QualitĂ€t auszuweisen“, sagt Anja Sorges, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des NABU Berlin. „Dabei haben sich die MĂŒhen gelohnt: die Berliner BĂŒrger wissen Gebiete, wie das Tegeler Fließtal als Natur- und NaherholungsrĂ€ume direkt vor ihrer HaustĂŒre genauso zu schĂ€tzen, wie Kranich, Biber und Wachtelkönig.

Mit Blick auf die EU-BĂŒrgerbefragung zum „Fitness-Check“ möchte der NABU zahlreiche Menschen dazu bewegen, sich fĂŒr starke Naturschutzgesetze in der EuropĂ€ischen Union auszusprechen. Einige Regierungen und Wirtschaftslobbyisten verlangen bereits die AbschwĂ€chung der FFH- und Vogelschutzrichtlinie. Der Schutz von alleine in Deutschland ĂŒber 5.000 Natura-2000-Gebieten könnte damit geschwĂ€cht werden. Die Jagd auf Zugvögel und Wölfe, der Schutz von FledermĂ€usen, Bibern und BuchenwĂ€ldern stĂŒnde wieder zur Debatte.
Der NABU fordert nicht nur den Erhalt der genannten Richtlinien, sondern auch eine konsequente Durchsetzung und Finanzierung der geltenden Naturschutzstandards.
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Gefeilsche ums Fracking beenden
Grundwasserschutz ist nicht verhandelbar - Fracking-Gesetzesentwurf nachbessern

Mit Blick auf die heutige Expertenanhörung im Umweltausschuss des Bundestags zum Fracking-Gesetzesentwurf warnt der NABU erneut vor den Folgen der Risikotechnologie. „Der Schutz unseres Grundwassers ist nicht verhandelbar“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. Die Bundesregierung habe es bisher versĂ€umt klarzustellen, dass der Grundwasserschutz uneingeschrĂ€nkt in Deutschland gilt. Nach dem aktuellen Stand sei zu befĂŒrchten, dass in der Praxis fĂŒr Fracking nur ein geringeres Schutzniveau fĂŒr das Grundwasser gelte. Die BundeslĂ€nder hĂ€tten sich daher zu Recht Anfang Mai fĂŒr eine Nachbesserung des Fracking-Gesetzes ausgesprochen.

„Das Parlament muss dem Votum des Bundesrats folgen und alles dafĂŒr tun, dass SchĂ€den an Mensch und Natur verhindert werden“, so Tschimpke. Mit der vom NABU geforderten Klarstellung zum Grundwasserschutz wĂŒrde sichergestellt, dass von vornherein Schutzvorkehrungen fĂŒr jedes Einleiten und Einbringen sowie die Lagerung und Ablagerung von Stoffen einschließlich der Ablagerung von LagerstĂ€ttenwasser in das Grundwasser getroffen wĂŒrden – und nicht erst, wenn tatsĂ€chlich mit SchĂ€den zu rechnen sei.

Der NABU lehnt zudem die auf Betreiben der Unionsparteien vorgeschlagene Expertenkommission ab. „Statt die Entscheidung, ob es Fracking gibt oder nicht, einer Expertenkommission zu ĂŒberlassen, muss der Bundestag seiner Verantwortung gerecht werden und selbst regeln, ob und unter welchen Voraussetzungen Fracking hingenommen wird“, so Tschimpke. Es dĂŒrften weder Erprobungsvorhaben noch kommerzielle Vorhaben zugelassen werden, solange nicht demokratisch legitimierte Organe unter Anhörung der beteiligten Kreise und der Öffentlichkeit die Risiken des Frackings beurteilt und die zu beachtenden Anforderungen festgelegt hĂ€tten.

Aus NABU-Sicht muss zudem nach Inkrafttreten des Gesetzes mit bundesweit neuen AufsuchungsantrĂ€gen zum „Fracken“ gerechnet werden. Grund sei die ZulĂ€ssigkeit von Erprobungsvorhaben. „Erprobungsvorhaben sind das Einfallstor fĂŒr Frackingvorhaben im großen Stil. ErklĂ€rt die Expertenkommission das Fracking fĂŒr eine geologische Formation fĂŒr unbedenklich, wird der Anwendung der Hochrisikotechnologie TĂŒr und Tor geöffnet“, warnte NABU-Energieexperte Ulf Sieberg. Da die Voraussetzungen fĂŒr Fracking-Erprobungsvorhaben im Kabinettsbeschluss nicht definiert wĂŒrden, könne jede gewöhnliche Aufsuchung zu einer Erprobung durch die Unternehmen deklariert werden. Der NABU fordert die Mitglieder des Umweltausschusses auf, dem Beschluss des Bundesrats zu folgen, um Erprobungsvorhaben rechtssicher zu verbieten. Mindestens mĂŒssten aber die BundeslĂ€nder die Möglichkeit erhalten, Erprobungsvorhaben zu untersagen.

„Wenn die schwarz-rote Bundesregierung ihre eigene Energiewende untergrĂ€bt und Fracking aus klima- und energiepolitischen GrĂŒnden nicht ablehnen will, sollte sie es wenigstens zum Schutz des Grundwassers und von Mensch und Natur tun“, so Sieberg.
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NABU-Protestaktion gegen Glyphosat-Verkauf zeigt erste Erfolge
NABU-Protestaktion gegen Glyphosat / Foto: NABU /Diana Neumerkel
 
NABU-Protestaktion gegen Glyphosat-Verkauf zeigt erste Erfolge
Gesamte Baumarkt-Branche muss umstrittenes Pestizid endlich auslisten

Mit einer Online-Protestaktion hat der NABU an die fĂŒhrenden BaumĂ€rkte und Gartencenter appelliert, sĂ€mtliche Produkte mit dem umstrittenen Pestizidwirkstoff Glyphosat aus dem Sortiment zu nehmen. „Innerhalb weniger Tage haben sich an der Aktion bereits fast 1.500 Personen beteiligt und dazu beigetragen, dass die ersten Unternehmen einen Ausstieg aus dem Verkauf des Pflanzengifts verbindlich zugesagt haben“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Neben Toom Baumarkt hĂ€tten mittlerweile auch die Unternehmen Pflanzen-Kölle, Knauber, Gartencenter Holland, Gartencenter Augsburg und Globus Baumarkt schriftlich erklĂ€rt, kĂŒnftig auf jeglichen Verkauf von Glyphosat-Produkten zu verzichten. Die große UnterstĂŒtzung der NABU-Protestaktion mache deutlich, dass die Umweltrisiken von Glyphosat in der Öffentlichkeit zunehmend diskutiert wĂŒrden und ein Verkauf des Mittels an Privatpersonen fĂŒr Haus- und KleingĂ€rten nicht mehr zu verantworten sei.

Glyphosat ist das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid, von dem in Deutschland weiterhin 51 verschiedene Anwendungen fĂŒr den Haus- und Kleingartenbereich zulĂ€ssig sind. Bedenkenlos wird es unter Handelsnamen wie „Roundup“ versprĂŒht, in der Hoffnung auf unkrautfreie Blumenbeete und Gartenwege. Dabei schadet es Mensch und Natur erheblich. So gilt das Mittel laut Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend. Wissenschaftliche Studien bringen verminderte Fruchtbarkeit und Störungen der Embryonalentwicklung mit Glyphosat-Einsatz in Verbindung. Mehrere wissenschaftliche Studien belegen deutliche Auswirkungen auf die ReproduktionsfĂ€higkeit von Amphibien und Fischen. Neben den direkten toxischen Effekten gefĂ€hrdet die Wirkung als Breitbandherbizid auch zahlreiche andere Organismen, denn durch die Vernichtung der Wildkrautflora gehen Nahrungsquellen und LebensrĂ€ume verloren.

Aus Sicht des NABU ist eine umfassende Neubewertung der Risiken ĂŒberfĂ€llig. Erst kĂŒrzlich hatte auch die Verbraucherschutzministerkonferenz der LĂ€nder den Bund aufgefordert, die Abgabe von Glyphosat an Privatpersonen fĂŒr Haus- und KleingĂ€rten zu verbieten. Der NABU fordert eine Aussetzung der Zulassung fĂŒr Glyphosat und eine umfangreiche RisikoprĂŒfung des Wirkstoffs. „Wir hoffen, dass jetzt endlich auch die anderen BaumĂ€rkte wie Bauhaus, Hornbach oder Obi ihrer Verantwortung gerecht werden und Glyphosat möglichst rasch aus den Regalen entfernen“, so Miller weiter.
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Klimaverhandlungen verlaufen noch immer im Schneckentempo
FĂŒnf vor zwölf ist schon lĂ€ngst vorbei, die Verhandlungen zum Klimaschutzabkommen mĂŒssen Fahrt aufnehmen

In Bonn ist am Donnerstag, die internationale Klimakonferenz zur Vorbereitung des Weltklimagipfels im Dezember in Paris ohne die erhofften Fortschritte zu Ende gegangen. NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Der Staatengemeinschaft ist der Ernst der Lage offensichtlich noch immer nicht klar. Stattdessen verhaken sich die Verhandler weiter in Details, wĂ€hrend die Zeit verrinnt.“ Im Laufe der Verhandlungen konnte der vorliegende Entwurf nur um wenige Optionen gekĂŒrzt werden. „Die klaren Signale der G7-Staaten zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und fĂŒr ein starkes Klimaschutzabkommen, haben nicht gefruchtet. Das Bekenntnis zum Klimaschutz alleine reicht nicht aus, die bisher zugesagten Klimaschutzmaßnahmen lassen in Summe das Zwei-Grad-Ziel in weite Ferne rĂŒcken.“ Bis Paris bleibt aus NABU-Sicht noch viel Arbeit zu erledigen: Im Juli werden die VerhandlungsfĂŒhrer einen neuen Entwurf fĂŒr das Klimaschutzabkommen und eine neue Struktur vorlegen. Dabei besteht die Gefahr, dass wesentliche Bestandteile aus dem eigentlichen Vertrag in den Anhang geschoben werden und damit deutlich an Verbindlichkeit verlieren. Im August wird die Staatengemeinschaft erneut in Bonn zusammenkommen, um das Pariser Klimaschutzabkommen weiter vorzubereiten; dann mĂŒssen endlich die Inhalte wieder auf den Tisch kommen. Der NABU fordert:

· Das Signal der G7 zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft muss sich in dem Ziel fĂŒr 100 Prozent naturvertrĂ€gliche erneuerbare Energien widerspiegeln.
· Es muss eine regelmĂ€ĂŸige Bewertung der KlimaschutzbeitrĂ€ge hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Fairness stattfinden.
· Es muss ein Mechanismus im Abkommen etabliert werden, der die nationalen Klimaschutzambitionen stetig steigert.
· Die Ausfinanzierung des Green Climate Funds muss sichergestellt werden, die G7 sind hier weiter in der Pflicht einen Weg aufzuzeigen, wie die versprochenen 100 Milliarden US-Dollar zusammen kommen sollen.


Der NABU fordert fĂŒr ein glaubwĂŒrdiges Engagement im Klimaschutz vor allem auch eindeutige Signale auf nationaler Ebene. „Wenn die Bundesregierung die G7-Bekenntnisse ernst nimmt und ein starkes Klimaschutzabkommen in Paris will, dann muss sie jetzt Fracking stoppen und sich fĂŒr den Vorschlag des Wirtschaftsministeriums eines Klimabeitrags fĂŒr die Ă€ltesten und dreckigsten Kohlekraftwerke einsetzen“, so NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz.
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Karlsruhe ist erneut Deutschlands Car-Sharing-Hauptstadt
Logo: Bundesverband CarSharing e.V. (bcs)
 
Karlsruhe ist erneut Deutschlands Car-Sharing-Hauptstadt
OB Mentrup: Erfolg geht auf Stadtmobil zurĂŒck/Wichtiges Kettenglied fĂŒr die reibungslose Verbindung mehrerer VerkehrstrĂ€ger

Karlsruhe hat seinen Spitzenplatz im Car-Sharing-StĂ€dteranking erfolgreich verteidigt. Mit 2,15 Car-Sharing-Fahrzeuge auf 1.000 Einwohner ist Karlsruhe erneut Deutschlands Car-Sharing- Hauptstadt. Es folgen auf den PlĂ€tzen zwei und drei Stuttgart mit 1,44 Fahrzeugen und Frankfurt am Main mit 1,21. Schon beim letzten Ranking des Bundesverbands CarSharing (bcs) lag Karlsruhe unangefochten - mit damals knapp zwei Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner - auf dem ersten Platz. „Das erfolgreiche Karlsruher Car-Sharing-Angebot geht auf die agile, privatrechtlich organisierte Gesellschaft „Stadtmobil“ zurĂŒck“, freut sich OberbĂŒrgermeister Dr. Frank Mentrup ĂŒber die heutige Nachricht aus Berlin. „Die schiere Menge an festen, im gesamten Stadtgebiet verteilten Standorten knĂŒpft ein dichtes Netz fĂŒr eine flexible Nutzung“, so Mentrup. Dem knappen Verkehrsraum setze die Stadt ein Verkehrsmanagement mit intelligenter MobilitĂ€t entgegen. Car-Sharing sei hier ein wichtiges Kettenglied fĂŒr die reibungslose Verbindung mehrerer VerkehrstrĂ€ger.
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Freiburg: Rad-UnterfĂŒhrung unter der Opfinger Straße offen
Rad-UnterfĂŒhrung Opfinger Straße / Foto: Daniel JĂ€ger
 
Freiburg: Rad-UnterfĂŒhrung unter der Opfinger Straße offen
Bisher aufwÀndigstes Projekt der Rad-Vorrang-Routen

Radlerinnen und Radler fahren ab sofort direkt und sicher unter Straße und Stadtbahn hindurch

Seit Dienstag (9.6.) ist der Durchstich der Rad-Vorrang-Route FR2 unter der Opfinger Straße fertig. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat hier eine direkte, sichere und kreuzungsfreie Radverkehrsroute auf dieser wichtigen Strecke gebaut, die tĂ€glich rund 2.500 Radfahrende nutzen. „Der Durchstich unter der Opfinger Straße ist unser bisher aufwĂ€ndigstes Projekt beim Ausbau der Freiburger Rad-Vorrang-Routen. Mit der neuen UnterfĂŒhrung haben wir fĂŒr die vielen Radlerinnen und Radler eine enorm verbesserte FĂŒhrung entlang der GĂŒterbahnstrecke geschaffen“, so BaubĂŒrgermeister Martin Haag bei der Eröffnung.

Bislang war ein Umweg mit rund sieben Meter Höhenunterschied nötig. Der Weg fĂŒhrte dabei durch enge und gewundene Absperrgitter ĂŒber die Stadtbahntrasse, der Platz fĂŒr Radler oder FußgĂ€nger war bislang sehr begrenzt. Bei roter Ampel ĂŒber die Opfinger Straße gab es einen RĂŒckstau auf die Fahrbahn oder Stadtbahngleise.

Ab sofort geht es sicher, bequem und mit nur noch zwei Meter Höhenunterschied durch eine rund 30 Meter lange UnterfĂŒhrung. Diese ist wie an der benachbarten Straße Unteren MĂŒhlenweg fĂŒnf Meter breit, drei Meter hoch und beleuchtet. Der Bau dieses Bauwerks und der Umbau der umgebenden Rampen waren sehr aufwĂ€ndig, begonnen hatten die Arbeiten genau vor einem Jahr. Das Bauwerk wurde zunĂ€chst nebenan auf der Wiese gebaut, wofĂŒr die Freiburger Stadtbau freundlicherweise die Genehmigung erteilte. Im Oktober letzten Jahres mussten dann Stadtbahn und Straße unterbrochen werden, um den rund 1.000 Tonnen schweren Koloss an seinen endgĂŒltigen Standort einzuschieben. In den letzten Monaten ließ das GuT die Straße, die Rampen und Wege der neuen Fuß- und Radverbindung fertig bauen.

Der FR2 fĂŒhrt sĂŒdlich der UnterfĂŒhrung durch die Straße Hagelstauden, die zwischen Auf der Haid und Sichelstraße zur Fahrradstraße wird. Nördlich und sĂŒdlich der UnterfĂŒhrung sind neue Rampen angelegt oder die vorhandenen angepasst. Die bisherigen Rampen hoch zur Opfinger Straße bleiben als Anschluss an diese Straße erhalten. Im Herbst wird noch Ersatz fĂŒr die BĂ€ume gepflanzt, die dem Bau weichen mussten.

Der Durchstich ist ein zentraler Bestandteil der Rad-VorrangRoute FR2 entlang der GĂŒterbahn. Mit diesem und der in den letzten beiden Jahren bereits hergestellten BrĂŒcke ĂŒber die Ferdinand-Weiß-Straße und dem benachbarten Durchstich unter dem Unteren MĂŒhlenweg steht nun ein deutlich verbesserter Radweg entlang der GĂŒterbahnstrecke bereit. Die Gesamtkosten fĂŒr den sĂŒdlichen Abschnitt des GĂŒterbahnradweges zwischen dem Unteren MĂŒhlenweg und der Basler Landstraße liegen samt UnterfĂŒhrung, Rampen, weiteren Ausbau- und Markierungsarbeiten bei rund 2,5 Millionen Euro. Das Land Baden-WĂŒrttemberg trĂ€gt fĂŒnfzig Prozent der Baukosten.

Der GĂŒterbahnradweg ist eine der drei Pilotstrecken des RadVorrang-Netzes, dessen Aufbau der Gemeinderat im FrĂŒhjahr 2013 mit dem Radkonzept 2020 beschlossen hat. Ziel ist eine Erhöhung des Radanteils am stĂ€dtischen Verkehr auf ĂŒber dreißig Prozent und eine deutliche Senkung der RadunfĂ€lle. Der GĂŒterbahnradweg verlĂ€uft von Nord nach SĂŒd entlang der GĂŒterbahn quer durch Freiburg, und das GuT baut ihn seit vielen Jahren konsequent aus. Er verbindet die westlichen Stadtteile ZĂ€hringen, BrĂŒhl-Beurbarung, StĂŒhlinger, Weingarten, Haslach und St. Georgen. Seit Sommer letzten Jahres ist die Strecke komplett beleuchtet, seit Herbst ist sie mit dem FR2-Piktogramm und ĂŒberwiegender Vorfahrtsregelung versehen.
 
 

ÖKO-TEST Deos ohne Aluminium
Das ÖKO-TEST-Magazin Juni 2015 gibt es seit dem 29. Mai 2015 im Handel.
 
ÖKO-TEST Deos ohne Aluminium
Frischmacher mit MĂ€ngel

Aluminiumsalze in Deos stehen derzeit in der Kritik. ÖKO-TEST wollte nun wissen, wie gut Produkte ohne dieses Leichtmetall sind. Der aktuelle Test in der Juni-Ausgabe zeigt, dass es viele empfehlenswerte Marken gibt. Doch von manchen Produkten sollte man die Finger lassen: In einem Deo steckt etwa ein Konservierer, der eigentlich laut EU-Kommission seit Kurzem in Kosmetika verboten ist.

In Antitranspiranten kommen Aluminiumsalze zum Einsatz, um das Schwitzen zu vermindern. Die Aluminiumverbindungen ziehen die Hautporen zusammen, außerdem werden die SchweißkanĂ€le blockiert. Studien bringen Aluminium in Zusammenhang mit Brustkrebs und Alzheimer – wissenschaftlich ist das allerdings umstritten. ÖKO-TEST rĂ€t dennoch, vorsichtshalber Deos ohne Aluminium zu verwenden. Das Verbrauchermagazin hat im aktuellen Juni-Heft 21 dieser Produkte ins Labor geschickt und kann immerhin sechs „sehr gute“ und fĂŒnf „gute“ Marken empfehlen.

Es gibt aber auch Deos, die umstrittene bzw. problematische Inhaltsstoffe haben. So analysierte das Labor etwa in zwei den Duftstoff Cashmeran, der sich in menschlichem Fettgewebe anreichern kann. Im Deo CD GlĂŒcksgefĂŒhl OrangenblĂŒten ist der Konservierer PHMB enthalten. Es besteht der Verdacht, dass PHMB beim Einatmen giftig ist. Deshalb ist er als Gefahrstoff eingestuft und seit Anfang 2015 in Kosmetika verboten – außer die EU formuliert doch noch ausdrĂŒcklich eine Ausnahme. ÖKO-TEST kritisiert zudem ein Naturkosmetikprodukt, das auf Silber setzt. Silber hĂ€lt die Bakterien in Schach, die den Schweiß zersetzen und so zum MĂŒffeln fĂŒhren. Es wird auch in der Medizin verwendet, weil es bei der Wundbehandlung und gegen EntzĂŒndungen hilft. Aber: Durch den inflationĂ€ren Einsatz von Bakterienhemmern können die Krankheitserreger resistent werden. Dann wĂ€re der hilfreiche Einsatz in der Medizin gefĂ€hrdet.

ÖKO-TEST wollte außerdem wissen, ob Hersteller von 24- und 48-Stunden-Deos auch die Wirksamkeit ihrer Produkte belegen können. TatsĂ€chlich kann jedoch keiner garantieren, dass die versprochene Wirkung tatsĂ€chlich bei jedem Anwender eingelöst wird.
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