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Samstag, 24. Februar 2018
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Verschiedenes

 
Freiburg: Der Mundenhof ist beliebter denn je
Im Rekordjahr 2017 kamen ĂŒber 389.000 Besucher

Freiburgs Naturerlebnispark hat sein Programm 2018 vorgestellt Der Mundenhof bleibt ein PhĂ€nomen. Er bietet keine brĂŒllenden Raubtiere der Savanne, sondern ungekĂ€mmte Haustiere in ihrem Element. Er hat keine Event-Gehege mit Hautnah-Erfahrung, sondern artgerechte Tierhaltung, bei der man die Tiere manchmal nur aus der Mitteldistanz sehen kann. Und trotzdem rennt das Publikum den Kamelen, Ziegen und Schweinen die Bude ein.

Im vergangenen Jahr kamen 389.221 Besucherinnen und Besucher in Freiburgs Naturerlebnispark. Das sind nochmals 20.000 GĂ€ste mehr als in den bisherigen Rekordjahren 2016 (360.000), 2015 (369.000) und 2014 (364.000). Und die hatten, auch dank zahlreicher Veranstaltungen, eigentlich als „unschlagbar“ gegolten.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik zeigt sich grundsĂ€tzlich erfreut ĂŒber den neuerlichen Rekord: „Die Zahlen zeigen die große Beliebtheit des Mundenhofs bei der Bevölkerung. Gleichzeitig machen Sie aber auch deutlich, dass er in seiner derzeitigen Form an die Grenzen seiner KapazitĂ€t gekommen ist und daher die anstehenden Investitionen und Umbaumaßnahmen dringend erforderlich sind.“ Was nun im Jahr 2018 auf den Mundenhof und sein Publikum zukommt, haben Stuchlik und das Leitungs-Duo des Mundenhofs, Susanne Eckert und Berno Menzinger, heute auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

Buntmardergehege und PrÀrie
Baulich steht das Mundenhof-Jahr 2018 im Zeichen zweier Groß-Projekte. Der Umbau des frĂŒheren BĂ€ren- in ein Buntmardergehege lĂ€uft auf Hochtoren. Die Betonmauern sind bereits abgesĂ€gt, um so neue ZugĂ€nge zu schaffen und die vorhandenen Stallungen an die Buntmarder anzupassen. Die Leitungen zum EntwĂ€ssern des Geheges und die AbwasserschĂ€chte sind angelegt. Der Sockel fĂŒr das Ausweich- oder RĂŒckzugsgehege ist ebenso errichtet wie ein erstes „Dschungelbeet“ und eine Natursteintreppe; an letzteren Aufgaben waren die Mundenhof-Azubis maßgeblich beteiligt.

In den nĂ€chsten Monaten wird ein Ausweichgehege errichtet und die Metallkonstruktion fĂŒr das GelĂ€nder eingebaut. Sobald die Betonschachtringe in den Naturfelsen gesetzt sind, folgt die elektrische Ausbruchsicherung und eine Holzwand mit Gucklöchern. Schließlich wird im großen Gehege eine Landschaft inklusive Bachlauf und Teich modelliert. Da nicht nur das Gehege an sich betroffen ist, sondern auch die Umgebung gestalterisch und konzeptionell mit einbezogen wird, erfordert dieses Großprojekt viel Abstimmung. Zu diesem Zwecke sind die Tierpfleger, die mit der Haltung und Betreuung der Buntmarder betraut sein werden, eng in die Planung eingebunden und waren bereits zum Praktikum im Zoo NĂŒrnberg, um dort mehr ĂŒber ihre kĂŒnftigen SchĂŒtzlinge zu erfahren.

Weniger detailliert, aber viel großrĂ€umiger sind derweil die Arbeiten an der kĂŒnftigen „PrĂ€rie“ auf dem Mundenhof. Derzeit wird die AnsaatflĂ€che im Bisongehege entwickelt, Ende Juni wird das PrĂ€rieAreal zwischen Pintos und Bisons dann bepflanzt.

Parallel zu diesen beiden Großprojekten laufen die Abschlussarbeiten beim Betriebshof (FutterkĂŒche KonTiKi einrichten, Umzug Futterhalle, Endausbau Spaltenbodenstall), die Planungen fĂŒr die Veranstaltungen zum diesjĂ€hrigen JubilĂ€um „50 Jahre Tiergehege“, der Umbau der Hofwirtschaft (inkl. neuer Toiletten) und der Umzug der Verwaltung. An kleineren Maßnahmen sind fĂŒr 2018 vorgesehen: Koppeln sanieren, Stallböden erneuern, RegenwasserablĂ€ufe sanieren oder neu bauen, Futtersituationen verbessern. „Es wird uns jedenfalls nicht langweilig“, bekrĂ€ftigten Susanne Eckert und Berno Menzinger vom Mundenhof auf der heutigen Pressekonferenz.

Splitter aus dem Tiergehege 2017
Gleich drei Auszubildende haben die AbschlussprĂŒfungen zur Zootierpflegerin bzw. zum Zootierpfleger gemeistert. Stephanie Jehle ĂŒbernahm sofort danach eine neue Stelle im Schwarzwaldzoo des Steinwasenparks. Steven Eichin und Jan Moritz Berl entschieden sich, noch ein halbes Jahr auf dem Mundenhof zu bleiben. Beide haben im Anschluss daran eine Stelle in ihrem Beruf gefunden. Im September haben dann Theresa Fröhlich, Julian KirchgĂ€ĂŸner und Andreas Kleint ihre Ausbildung als Zootierpfleger/in aufgenommen.

Der Ausbau der Krankenstation, der vor Jahren mit der Installierung schwenkbarer BoxentĂŒren zur Anpassung der StallgrĂ¶ĂŸen an die gehaltene Tierart begann, schreitet flott voran – auch dank der immensen Eigenleistung der Tierpflegerinnen und -pfleger. WĂ€hrend der Hauptsaison haben sie zusĂ€tzlich zu ihren Kernaufgaben das alte Mauerwerk verfugt, ausgebessert und gestrichen, Leitungen gelegt und einen separaten Bereich fĂŒr FĂŒtterung und Reinigung geschaffen. Nebenher entstand noch ein kleiner Umkleideraum.

Sowohl bei den Wollschweinen, als auch fĂŒr die Heidschnucken wurden durch den Bau niederschwelliger ZĂ€unen neue RĂ€ume zur separaten FĂŒtterung und Abtrennung der Tiere geschaffen. Das ist fĂŒr die Tiere besser und erleichtert den Menschen das Arbeiten. Bei den Javaneraffen wurde eine elektrische Heizung mit Deckenstrahler installiert. Damit sind die alten Nachtspeicheröfen passĂ©.

Stellvertretend fĂŒr eine Vielzahl von Anekdoten und Geschehnissen im Tierbestand 2017 seien drei davon erwĂ€hnt:

Nachdem Ende 2016 zwei alte ErdmĂ€nnchen aus der Gruppe verstorben waren, haben im Juni 2017 zwei junge MĂ€nnchen aus der Stuttgarter Wilhelma die Gruppe vergrĂ¶ĂŸert und gleich ordentlich fĂŒr Aufregung gesorgt. Doch, wie zuvor mit dem neuen Weibchen, konnte auch diese Herausforderung gemeistert werden. Die Wogen haben sich geglĂ€ttet; nun warten alle gespannt darauf, wann sich hier Nachwuchs einstellt.

Ein freudiges Ereignis war die Geburt der Trampeltierstute Qara am 18. April 2017. Mittlerweile ist sie wohlauf und zeigt sich als Wirbelwind der Gruppe. Ihre ersten Lebenswochen waren aber nicht einfach, da ihre Mutter Qisma zu wenig Milch hatte. Somit mussten die Tierpflegerinnen und -pfleger mit der Flasche nachhelfen, was sie tags und nachts auf Trab hielt. ZusĂ€tzlich trat bei Qara eine unerklĂ€rliche LĂ€hmung der Gesichtsmuskulatur auf, die das Atmen erschwerte. Im September brachten die TierpflegekrĂ€fte sie mit Ă€rztlicher UnterstĂŒtzung in die Tierklinik, in der sie operiert wurde. Alles ist gut verlaufen, das Atmen fĂ€llt ihr nun deutlich leichter.

Wie nahe Freud und Leid in einem Tiergehege beieinander liegen, zeigte sich vor Weihnachten, als am 21. Dezember die mittlerweile 23-jĂ€hrige HinterwĂ€lderkuh Lili, Heldin vieler Krippenspiele (als „Ochse“!), eingeschlĂ€fert werden musste. Auch sie wurde durch die Pfleger gesondert betreut, da sie im Alter das Heu kaum noch kauen konnte und auf beiden Augen blind war. Ihr ruhiges Wesen und die umgĂ€ngliche Art zeichneten sie schon zu Zeiten aus, als die Landwirtschaft noch zum Mundenhof gehörte und das Tiergehege eine eigene HinterwĂ€lderherde unterhielt. Nach der Verpachtung der Landwirtschaft und dem Austausch der HinterwĂ€lder durch die Schottischen Hochlandrinder wurde Lili im KonTiKi aktiv, wo engagierte Mitarbeiterinnen ein eigenes Kuhprojekt fĂŒr Schulklassen initiierten. Im Juni 2008 bekam sie ihr letztes Kalb; Paula ist heute noch auf dem Mundenhof. Den wohlverdienten Ruhestand verbrachte sie dann wieder im Tiergehege, wo sie den jungen Steppenrind- und YakkĂ€lbern, die noch zu klein waren, um in die Herde zu kommen, Manieren beibrachte. Somit hat Lili den Mundenhof ĂŒber viele Epochen begleitet und ist vielen Mitarbeiter/innen und Besucher/innen ans Herz gewachsen.

DafĂŒr lagen am 22. Dezember bereits sieben fidele Wollschwein-Ferkel bei ihrer Mutter, was recht frĂŒh ist und auf dem Mundenhof Labsal war nach dem Tod von Lili.

Splitter aus dem Jahresbericht des KonTiKi
Der Mundenhof lebt mehr denn je vom bĂŒrgerschaftlichen Engagement. Ohne die ehrenamtliche Mitarbeit vieler Eltern und Kinder wĂ€ren auch im vergangenen Jahr die großen Feste (Mittelalterfest, KĂŒrbisfest, Krippenspiel) auf dem Mundenhof nicht möglich gewesen. Viele helfende HĂ€nde sind auch bei der Gruppenbetreuung an den regelmĂ€ĂŸigen Nachmittagen oder wĂ€hrend der Ferienfreizeiten nötig. Leider können Ă€ltere SchĂŒlerinnen gar nicht mehr oder nicht mehr so verbindlich mitarbeiten wie sie es gerne wĂŒrden: Der Schulalltag hat sich sehr geĂ€ndert, es wird immer schwerer, geeignete, langfristig verbindliche, ehrenamtliche KrĂ€fte zu finden.

Der gesellschaftliche Wandel, verĂ€ndertes Freizeitverhalten und die verĂ€nderte Schulsituation (Ganztagsschule, Ganztagsbetreuung usw.) wirken sich auch auf die offene Kinder- und Jugendarbeit im KonTiKi (Kontakt Tier-Kind) aus. Es kommen weniger Kinder, und sie bleiben nicht mehr so langfristig. SpĂ€testens nach der Grundschulzeit werden viele Kinder abgemeldet. Das bedeutet in den Nachmittagsgruppen mehr MĂŒhe fĂŒr die Betreuerinnen, da die Ă€lteren, erfahrenen Jugendlichen als „Co-Betreuende“ fehlen. Die hohe Fluktuation lĂ€sst stabile Gruppen kaum zu. Zudem bringen viele Kinder VerhaltensauffĂ€lligkeiten mit, die die Arbeit mit ihnen nicht erleichtert.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr an 111 Nachmittagen (2016: 112) 3.315 Kinder und Jugendliche (2016: 3.706): Das ist gut ein Zehntel weniger als im Vorjahr. Nach den RĂŒckgĂ€ngen in den letzten beiden Jahren ist hier ein Trend unĂŒbersehbar, von dem andere Einrichtungen schon lĂ€nger und gravierender betroffen sind. Es fĂ€llt auf, dass die Kinder innerhalb eines Schuljahres öfter den Nachmittag wechseln mĂŒssen, weil die StundenplĂ€ne sich Ă€ndern.

An den schulspezifischen Angeboten nahmen 74 Klassen/Gruppen (2016: 81) mit 1.237 Kindern (2016: 1.511) teil. Davon kamen 52 (69) Gruppen mit 859 (1.269) Teilnehmern aus Freiburg und 22 (12) Gruppen mit 378 (242) Teilnehmern aus dem Umland. Aus weiterfĂŒhrenden Schulen kamen dieses Jahr keine Gruppen, fĂŒr deren LehrkrĂ€fte scheint das KonTiKi wenig attraktiv.

Alle Kooperationsprojekte – regelmĂ€ĂŸig einmal pro Woche – liefen 2017 kontinuierlich weiter. Daran nahmen teil: 20 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Michaelschule/Freie Schule fĂŒr Erziehungshilfe, 5-8 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Schule fĂŒr psychisch belastete Kinder/Jugendliche der UniversitĂ€tsklinik, und 3 Gruppen der KindertagesstĂ€tte auf dem Mundenhof. Elisabeth Schramm, Psychologin an der Uniklinik, fĂŒhrt regelmĂ€ĂŸig Achtsamkeitstherapie mit Schafen fĂŒr Patientinnen und Patienten im KonTiKi durch.
 
 

 
NABU: Sieben tote Wölfe in sieben Wochen
Dramatischer Anstieg der Verkehrsopfer zeigt starken Einfluss auf den Wolfsbestand an

Berlin – In Niedersachsen kamen in den ersten sieben Wochen des Jahres sieben Wölfe im Straßen- und Bahnverkehr zu Tode. Im gesamten Jahr 2017 waren es nur neun Wölfe. Das geht aus aktuellen Meldungen des NiedersĂ€chsischen Landesbetriebes fĂŒr Wasserwirtschaft, KĂŒsten- und Naturschutz hervor. Seit Wölfe im Jahr 2000 wieder in Deutschland heimisch sind, wurden 165 verkehrstote Tiere gezĂ€hlt.

Damit bleibt der Straßenverkehr die hĂ€ufigste Todesursache fĂŒr Wölfe. Kein Wunder, Deutschlands Wölfe sind mit der weltweit höchsten Verkehrsdichte bezogen auf ihren Lebensraum konfrontiert. Besonders in der Winterzeit, wenn der Berufsverkehr in die HauptaktivitĂ€tszeit der Wildtiere – die DĂ€mmerung – fĂ€llt, kommt es gehĂ€uft zu UnfĂ€llen. „Die vom Menschen verursachten Todesursachen wie der Straßenverkehr und illegale Tötungen gefĂ€hrden die junge Wolfspopulation. Die neuen Zahlen aus Niedersachsen zeigen, welchen starken Einfluss der Verkehrstod auf die Entwicklung der WolfsbestĂ€nde hat. Solange der Bestand so gering und die Verluste so hoch sind, kann von einem guten Erhaltungszustand nicht die Rede sein und es verbietet sich die Diskussion um eine Jagdquote“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Bei den seit 2000 bisher bundesweit 27 bekannten illegalen AbschĂŒssen von Wölfen ist zusĂ€tzlich von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Bei neun durch andere Ursachen verstorbenen Wölfen konnten im Rahmen der Untersuchungen alte Schussverletzungen festgestellt werden. Es kommt also immer wieder zu illegalen Nachstellungen.

Es liegt in der Beutegreifer-Natur der Wölfe, dass wenige Tiere auf großer FlĂ€che leben. Ihre Reviere sind im Schnitt zwischen 150 und 300 Quadratkilometer groß. Auf dieser FlĂ€che lebt ein Rudel, das heißt eine Wolfsfamilie aus zwei Elterntieren und zwischen zwei und zehn Jungtieren. Der NABU fordert die DurchgĂ€ngigkeit der Landschaft fĂŒr wandernde Tiere wie den Wolf durch geeignete Maßnahmen zu verbessern und eine weitere Zerschneidung durch den Straßenbau einzudĂ€mmen. Gegen illegale AbschĂŒsse sind in den LandeskriminalĂ€mtern Abteilungen fĂŒr ArtenschutzkriminalitĂ€t einzurichten.
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Gelber Sack in Sturm & Wind
Quelle: BUND SĂŒdlicher Oberrhein
 
Gelber Sack in Sturm & Wind
VermĂŒllung durch zu dĂŒnne Gelbe SĂ€cke

Die WinterstĂŒrme im Januar 2018 brachten erneut eine massive VermĂŒllung von Stadt, Land, Fluss und Meer. Trotz Sturmwarnung wurden die gelben SĂ€cke vor die TĂŒren gestellt. Die viel zu dĂŒnnen SĂ€cke waren am Morgen nach der Sturmnacht zerfetzt und der Inhalt in allen Straßen verstreut. Es ist einfach unvernĂŒnftig, trotz Sturmwarnung gelbe SĂ€cke vor die TĂŒr zu stellen.

"Der Kunststoffverbrauch in Deutschland liegt bei 10,1 Mio. t. Das sind 2,6 Prozent (%) beziehungsweise 4,6 % mehr als im Jahr 2013. Im gleichen Zeitraum nahm die Menge der KunststoffabfÀlle um 4,23 % auf 5,92 Mio. t zu" schreibt das Umweltbundesamt im Jahr 2017.

Der grĂ¶ĂŸte Einsatzbereich fĂŒr Kunststoffe bleiben die Verpackungen. 35,2 % der in Deutschland verarbeiteten Kunststoffe wurden 2015 hier eingesetzt. Ein Teil dieser AbfĂ€lle wandert in den HausmĂŒll, ein Teil geht inÂŽs Duale System, also in den gelben Sack. Die echte Recyclingquote ist noch beschĂ€mend gering und der bisherige, jetzt vom Abnehmer endlich gestoppte PlastikmĂŒllexport nach China war mehr als peinlich. Doch wenn unser Abfall und PlastikmĂŒll tatsĂ€chlich grĂ¶ĂŸtenteils ĂŒber die Graue Tonne und den gelben Sack "entsorgt" wird, dann stellt sich doch die Frage, warum auch in Deutschland Stadt, Land, Fluss und Meer mit AbfĂ€llen und Plastik zugemĂŒllt werden.

JĂ€hrlich verenden etwa 1.000.000 Seevögel und 100.000 MeeressĂ€uger durch den Kontakt mit PlastikmĂŒll. In weiten Teilen des Meeres gibt es mittlerweile 6 mal mehr Plastik als Plankton.

Ein von uns ausgehender Grund fĂŒr diese VermĂŒllung sind die generell zu dĂŒnnen gelben SĂ€cke. Die Ausrede des Dualen Systems fĂŒr das schnell zerreißende dĂŒnne Material ist die Angst, "dass eine bessere QualitĂ€t von gelben SĂ€cken" zu einem "Missbrauch" fĂŒr andere Verpackungszwecke fĂŒhren könnte. Wenn wir mit einer besseren QualitĂ€t der gelben SĂ€cke die VermĂŒllung von Stadt, Land, Fluss und Meer mit AbfĂ€llen und Plastik verhindern könnten, dann dĂŒrfen wir die Ausrede des Dualen Systems nicht gelten lassen. Das Duale System spart an den Kosten, die enormen zusĂ€tzlichen Kosten aufplatzender SĂ€cke fĂŒr die Stadtreinigung zahlen die SteuerzahlerInnen.

Eine wichtige Quelle des MĂŒlleintrages in die Landschaft ist die Tatsache, dass Menschen trotz Sturmwarnung ihre dĂŒnnen gelben SĂ€cke vor die TĂŒr stellen. Hier zeigt sich auch eine massive Entfremdung vieler Menschen von den Naturgewalten. Der Zusammenhang zwischen Sturm und drohender VermĂŒllung wird einfach nicht gesehen. So brachten die WinterstĂŒrme im Januar 2018 erneut eine massive VermĂŒllung von StĂ€dten und Gemeinden und trotz umfangreicher Reinigungsarbeiten wandert immer noch ein Teil des MĂŒlls in Landschaft und GewĂ€sser.

Die Abfallwirtschaft mĂŒsste den Druck auf das Duale System erhöhen, damit die gelben SĂ€cke reißfester werden. Gleichzeitig braucht es eine verstĂ€rkte Öffentlichkeitsarbeit, damit die gelben SĂ€cke an Sturmtagen im Keller bleiben. Mehr Vernunft wĂ€re auch nicht schlecht.
 
Autor: Axel Mayer, BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer

 
Freiburg: Amphibien werden wieder wandern
Waldseestraße nach der Abzweigung zur GaststĂ€tte Waldsee ab Dienstag, 20. Februar, gesperrt

Halten die milden Temperaturen an, ist mit dem Beginn der Amphibienwanderung zu rechnen. Bodentemperaturen ĂŒber fĂŒnf Grad Celsius, regnerisches Wetter und einsetzende DĂ€mmerung sind die gĂŒnstigen Bedingungen. Als erste machen sich Grasfrösche auf den Weg, da diese sogar Temperaturen unter 0 Grad Celsius ertragen können.

Erdkröten, Berg-, Kamm-, Teich- und Fadenmolche sowie Feuersalamander folgen dann zu ihren Teichen, Weihern, TĂŒmpeln und WassergrĂ€ben, wenn die frostfreie Periode begonnen hat. Einem uralten Instinkt folgend zieht es die Amphibien zu ihrem GewĂ€sser, in dem sie als Kaulquappen ihr Leben begannen.

Die meisten Amphibien legen auf ihrem Weg zum LaichgewĂ€sser bis zu einigen Kilometern Wegstrecke zurĂŒck, die Erdkröte beispielsweise bis ĂŒber zwei Kilometer. Dabei mĂŒssen sie oft Wege, Straßen und ParkplĂ€tze ĂŒberqueren.

FĂŒr den Waldsee bedeutet dass, dass wie bereits in den vergangenen Jahren die Waldseestraße nach der Abzweigung zur GaststĂ€tte Waldsee ab Dienstag, 20. Februar, fĂŒr die Dauer der Amphibienwanderungszeit gesperrt ist.

Als Umfahrung des gesperrten Abschnitts wird die nördliche Möslepark-Umfahrungsstraße offengehalten. Sie verlĂ€uft von Westen zunĂ€chst parallel zur Höllentalbahn und biegt vor dem Möslestadion in Richtung SĂŒden ab, bevor sie dann wieder in den östlichen Abschnitt der Waldseeestraße einmĂŒndet. Fahrziele östlich der gesperrten Waldseestraße sind somit ohne EinschrĂ€nkung weiterhin erreichbar.

Das Umweltschutzamt hat diesen Zeitpunkt mit dem Nabu, der die Amphibien am Waldsee seit vielen Jahren betreut sowie den Freiburger Bachpaten und dem Garten- und Tiefbauamt abgestimmt. Auch werden dort in den folgenden Tagen in bewÀhrter Manier die AmphibienschutzzÀune aufgebaut.
 
 

Der Schwarzwald in der Flasche
 
Der Schwarzwald in der Flasche
Die Bio-Limonade „Tannenliebe“

Noch eine Bio-Limonade? Ja, aber diesmal anders. „Tannenliebe“ wird aus jungen Tannentrieben aus dem Schwarzwald hergestellt und schmeckt herb und erfrischend. Hinter dem Bio zertifizierten GetrĂ€nk steht ein junges Unternehmerpaar aus Freiburg.

Seit vielen Jahrhunderten werden Tannenspitzen im Schwarzwald als Lebensmittel und Naturmedizin genutzt. Sie schmecken niemals gleich – mal sind sie mehr, mal weniger sĂŒĂŸ. Louisa Sawatzki und Luca Presentato ernten die hellgrĂŒnen Spitzen sorgfĂ€ltig von Hand und kochen daraus die Basis fĂŒr ihre besondere Bio-Limonade.

Auch bei den weiteren Zutaten von „Tannenliebe“ liegt der Fokus auf QualitĂ€t, Nachhaltigkeit und kurzen Transportwegen: Der Bio-Tannenhonig wird aus dem Honigtau von SchwarzwĂ€lder Tannen gewonnen und deutscher Bio RĂŒbenzucker ersetzt herkömmlichen Rohrzucker.

Die Idee einer Limonade aus jungen Tannenspitzen entstand bereits vor einigen Jahren in Freiburg. Im Februar 2017 ĂŒbernahmen Louisa Sawatzki und Luca Presentato das GeschĂ€ft und sind seitdem als Jungunternehmer fĂŒr das Konzept verantwortlich. Sie setzen auf hochwertige, handverlesene Zutaten, eine verfeinerte Rezeptur und sorgfĂ€ltige Herstellung. Entstanden ist ein Produkt, das Genuss mit Heimat, Natur und Tradition verbindet. Seit Juni 2017 hat „Tannenliebe“ ein Bio-Siegel.

Im Juni 2017 wurde „Tannenliebe“ zum ersten Mal mit neuer Rezeptur produziert und rechtzeitig zur Erfrischungszeit – der Sommer- und Feriensaison – wieder in den Handel gebracht.
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Heldinnen und Helden der Energiewende gesucht
 
Heldinnen und Helden der Energiewende gesucht
Bewerbungsportal bis 10. April geöffnet

Freiburg. Der Startschuss ist gefallen! Vom 5. Februar bis zum 10. April können sich Heldinnen und Helden der Energiewende um den renommierten Georg Salvamoser Preis bewerben.

Ab sofort ist das Bewerbungsportal fĂŒr den Georg Salvamoser Preis 2018 auf www.georg-salvamoser-preis.de geöffnet. Aufgerufen sind alle, die sich fĂŒr den Ausbau einer regenerativen Energieversorgung engagieren – Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Institutionen und Kommunen.

FĂŒr die Jury zĂ€hlt zum einen, welchen Beitrag die Bewerber zur Umsetzung einer hundertprozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien liefern. Des Weiteren wird der Innovationsgrad gewertet, der von dem Projekt ausgeht. Zudem sollte das Projekt Vorbildcharakter haben und ĂŒbertragbar sein. Schließlich wĂŒrdigt die Jury auch das Durchhaltevermögen der Bewerberinnen und Bewerber, denn oft sind dicke Bretter zu bohren, um die Energiewende voran zu bringen.

25.000 Euro Preisgeld sind ausgelobt, davon gehen 5.000 Euro an den Sonderpreis JUNGE ENERGIE, fĂŒr den sich Schulklassen, Jugendgruppen oder auch junge Unternehmen bewerben können.

Georg Salvamoser Preis

Der Georg Salvamoser Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise in Deutschland. Die Auszeichnung wird von der Georg-Salvamoser-Stiftung gemeinsam mit der Stadt Freiburg ausgelobt.
Im Jahr 2018 wird der Georg Salvamoser Preis nun schon zum fĂŒnften Mal verliehen. Die Preisverleihung findet am 21. Juni 2018 auf der internationalen Fachmesse INTERSOLAR in MĂŒnchen statt, die von der FWTM Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe mitveranstaltet wird.

Dank an Förderer, Medien- und Kooperationspartner

Ein ganz besonderer Dank geht auch dieses Jahr wieder an die Förderer, die durch ihr Engagement die Auslobung des Georg Salvamoser Preises großzĂŒgig unterstĂŒtzen:

M10 Industries AG, Freiburg
FWTM Freiburger Wirtschaft, Touristik und Messen GmbH & Co. KG
Solar Promotion GmbH, Pforzheim
WEE Wirtschaftsverband 100% erneuerbare Energien, Freiburg
Stiftung Viamedica, Prof. Franz Daschner, Freiburg
Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
Agentur triolog, Freiburg

Des Weiteren dankt die Georg-Salvamoser-Stiftung allen Medien- und Kooperationspartnern, die dabei helfen, auf die Auslobung 2018 aufmerksam zu machen:

Franz Alt – www.sonnenseite.com
Energiekommune
Solarthemen
Solarserver
Sonnenenergie
Sonne Wind & WĂ€rme
SolarRegion
utopia.de
Deutsche Gesellschaft fĂŒr Sonnenenergie (DGS)
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NABU-Zahl des Monats: 58.557 alte Handys fĂŒr die Havel
Ressourcen schonen durch Handy-Recycling und NABU-Projekt unterstĂŒtzen

Berlin – 58.557 alte Mobiltelefone hat der NABU 2017 im Rahmen seiner Kampagne „Alte Handys fĂŒr die Havel“ gesammelt. Neben zahlreichen NABU-Gruppen und Einzelpersonen beteiligen sich Unternehmen, Schulen und Behörden an der Kampagne.

Alte Handys können bei einer der ĂŒber 434 Handy-Sammelstellen abgegeben oder per Post eingeschickt werden. Mitmachen kann jeder, unabhĂ€ngig von der Art des Mobiltelefons und des Telefonanbieters.

Nach Herstellerangaben befinden sich mehr als 100 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten ­– Tendenz steigend. Diese GerĂ€te enthalten wertvolle Rohstoffe, wie Gold, Silber, Platin, Kupfer, Zinn und Blei. Wenn sie im HausmĂŒll landen, gefĂ€hrden sie die Umwelt durch Schadstoffe. FĂŒr den NABU ist Recycling allerdings immer nur die zweitbeste Alternative. Generell gilt: Noch funktionsfĂ€hige Handys sollten so lange wie möglich genutzt werden.
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NABU: Ich bin ein Star – Bau mir ein Haus
Star - Vogel des Jahres / Foto: nabu, istock/kruwt
 
NABU: Ich bin ein Star – Bau mir ein Haus
Vogel des Jahres braucht NistkÀsten/Jetzt Bauanleitung des NABU nutzen

Berlin – Da „StarenkĂ€sten“ im Straßenverkehr unseren gefiederten Freunden nur indirekt von Nutzen sein können, lohnt es sich, den immer seltener in GĂ€rten anzutreffenden Star, Vogel des Jahres 2018, mit einer geeigneten Nisthilfe anzulocken. Gerade jetzt, wo die Stare aus ihren Wintergebieten zurĂŒck nach Deutschland kommen.

Da natĂŒrliche Höhlen in alten BĂ€umen immer weniger zur VerfĂŒgung stehen, nimmt der Star geeignete NistkĂ€sten gern an. Sowohl im Privatgarten als auch in öffentlichen GrĂŒnbereichen und in lĂ€ndlichen Gebieten findet der Star so einen Platz, um seine Jungen aufzuziehen. Der gesellige Star lebt gern in der Gemeinschaft, also lohnt es sich, gleich mehrere Behausungen anzubringen.

Im Prinzip handelt es sich um einen vergrĂ¶ĂŸerten Meisenkasten. Der Starenkasten benötigt ein Einflugloch mit 45 Millimetern Durchmesser. Bei geeigneter Umgebung (Streuobstwiesen, sonnige Lagen mit altem Baumbestand) bezieht mit etwas GlĂŒck vielleicht auch der bedrohte Wendehals das gerĂ€umige Domizil.

Tipps fĂŒr ein behagliches Starenheim:
- NistkĂ€sten können gern schon im Herbst angebracht werden. So können die Überwinterer darin schlafen und machen sich schon einmal mit dem möglichen Nistplatz vertraut.
- Damit kein Regen eindringen kann, sollte er entweder gerade am Untergrund lehnen oder leicht nach vorn kippen. Den Kasten zum Schutz vor NÀsse mit Leinöl imprÀgnieren.
- Eine Ausrichtung des Einflugloches nach Osten oder SĂŒdosten ist ideal, um zu viel Regen und Sonne abzuhalten.
- Hoch hinaus: Die ideale Höhe fĂŒr das AufhĂ€ngen des Nistkastens liegt bei mindestens zwei bis sechs Metern.
- Luftige BĂŒhne: Eine Sitzstange von etwa vier Zentimetern LĂ€nge unterhalb des Einflugloches gefĂ€llt dem Star, da er zum Singen gerne vor seinem Nest sitzt. Sie ist aber nicht zwingend notwendig.
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