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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Wacholderheiden – von Schafen geschaffen, von der EU geschĂŒtzt
Bedeutender Naturschatz in Europa - „Fitness-Check“ darf nicht zum Naturschutz-Abbau fĂŒhren

Die Naturschutzgesetzgebung der EU soll auf den PrĂŒfstand: Bis zum 24. Juli haben alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in den Mitgliedstaaten die Gelegenheit, sich zur Bedeutung und zu einer möglichen „Modernisierung" der zwei wichtigsten EU-Gesetze fĂŒr den Natur- und Artenschutz zu Ă€ußern: der Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) -und der Vogelschutzrichtlinie. Mit der Aktion „NaturschĂ€tze retten“ stellt der NABU jede Woche unter www.NABU.de/naturschaetze ein Gebiet, eine Art oder einen Lebensraum vor, die vom Schutz der EU profitieren oder ohne diesen verloren gehen könnten.

Die Wacholderheiden der SchwĂ€bischen und der FrĂ€nkischen Alb zeichnen sich durch einen immensen Artenreichtum aus: Orchideen, Schmetterlinge, Wildbienen und Vögel finden hier Überlebensraum. „Was viele nicht wissen: Diese Naturparadiese sind nicht natĂŒrlich entstanden. Sie sind das Ergebnis einer jahrhundertelangen Schafbeweidung“, erklĂ€rt der Vorsitzende des NABU Baden-WĂŒrttemberg Andre Baumann. „Wacholderheiden gehören zu den Ă€ltesten durchgehend existierenden Kulturlandschaften der Menschheit. Manche werden seit der Bronzezeit beweidet.“

Durch die Beweidung haben sich die typischen Strukturen ausgebildet: Magere GrasflĂ€chen, die von einzelnen WacholderbĂŒschen unterbrochen sind. Viele Lebewesen haben sich an diese besondere Landschaft angepasst und brauchen sie zum Überleben. Zudem konnten unzĂ€hlige Pflanzenarten einwandern. Denn Schafe transportieren Unmengen von Pflanzensamen in ihrem Fell – auch ĂŒber weite Strecken.

Solange die SchĂ€fer mit ihren Herden ĂŒber die Alb wanderten, war die Existenz der Wacholderheiden gesichert. Doch inzwischen ziehen immer weniger Schafherden ĂŒbers Land. Die Folge: Der Wald holt sich die Wacholderheiden StĂŒck fĂŒr StĂŒck zurĂŒck.

„Deshalb sind fĂŒr diese LebensrĂ€ume die EU-Naturschutzrichtlinien so wichtig: Sie sorgen dafĂŒr, dass diese auch kulturhistorisch und touristisch so wertvollen Biotope geschĂŒtzt sind und weiter bestehen. Sie sorgen dafĂŒr, dass Schafhalter in den Natura 2000-Schutzgebieten finanziell unterstĂŒtzt werden. Und sie verpflichten das Land, den unzĂ€hligen Tier- und Pflanzenarten, die auf Wacholderheiden leben, weiterhin eine Überlebenschance zu bieten“, betont Baumann.

Mit Blick auf die EU-BĂŒrgerbefragung zum „Fitness-Check“ möchte der NABU zahlreiche Menschen dazu bewegen, sich fĂŒr starke Naturschutzgesetze in der EuropĂ€ischen Union auszusprechen. Einige Regierungen und Wirtschaftslobbyisten verlangen bereits die AbschwĂ€chung der Fauna-Flora-Habitat- (FFH)- und Vogelschutzrichtlinie. Der Schutz von allein in Deutschland ĂŒber 5.000 Natura-2000-Gebieten könnte damit geschwĂ€cht werden. Die Jagd auf Zugvögel und Wölfe, der Schutz von FledermĂ€usen, Bibern und Wacholderheiden stĂŒnde wieder zur Debatte.

Der NABU fordert nicht nur den Erhalt der EU-Vogelschutz- und FFH-Richtlinie, sondern auch eine konsequentere Durchsetzung und Finanzierung der geltenden Naturschutzstandards. „Wenn die EU-Kommission, das EuropĂ€ische Parlament und die Mitgliedstaaten es ernst meinen mit dem Stopp des Artensterbens bis 2020, wozu sie sich verpflichtet haben, dann muss eine breit angelegte Naturschutzoffensive eingeleitet werden. Das bedeutet: mehr Geld und mehr Personal fĂŒr die Naturschutzverwaltungen, aber auch klare Bestimmungen fĂŒr Schutzgebiete sowie empfindliche Strafen fĂŒr illegales Töten von Zugvögeln in der ganzen EU“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Der NABU stellt seit Ende April jede Woche eine geschĂŒtzte oder gerettete Art, einen Lebensraum oder ein Natura-2000-Gebiet ĂŒber die NABU-Internetseite, Presse, soziale Medien und auf Veranstaltungen vor, die alle vom EU-Schutz abhĂ€ngen. Dazu zĂ€hlen neben den Wachholderheiden auf der SchwĂ€bischen Alb, der Wolf und der Biber, ebenso wie das Große Torfmoor in Nordrhein-Westfalen, das Tegeler Fließtal der Hauptstadt Berlin, der Buchenwald Grumsin oder das Nationale Naturerbe „Weinberg Wetzlar“.
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Zahl des Monats: Schreiadler fliegen ĂŒber 4500 Meter hoch
Vögel mit neuesten GPS-Sendern ausgestattet

Auf ĂŒber 4500 Meter ĂŒber dem Meer schrauben sich Schreiadler auf ihrem 26.000 Kilometer langen jĂ€hrlichen Zug von ihren Brutgebieten in Deutschland bis ins sĂŒdliche Afrika und zurĂŒck. Dabei fliegen sie bis zu 3.200 Meter ĂŒber Grund. Dies zeigen die neuesten Daten der von Bernd-Ulrich und Christiane Meyburg von der Bundesarbeitsgruppe Greifvogelschutz des NABU besenderten und untersuchten Schreiadler Marta und Ulf. Sie sind derzeit das einzige Schreiadler-Paar der Welt, das mit den modernsten GSM/GPS-Sendern ausgestattet ist. Bei diesen Sendern erfolgt die DatenĂŒbertragung nicht mehr ĂŒber NASA-Satelliten, sondern ĂŒber Handynetze. Die Sender liefern bei ausreichender Aufladung des Akkus ĂŒber ein Solar-Panel eine GPS-Ortung pro Minute, einschließlich Flughöhe, -geschwindigkeit und -richtung. Als bisher einzige Sender können Sie die Flughöhe beliebig hoch messen. Herkömmliche Satellitensender konnten nur Höhen bis 2000 m ĂŒ. NN (Meter ĂŒber Normalnull) feststellen.

Nur noch etwa 100 Paare des seltenen Schreiadlers brĂŒten in Deutschland, alle in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Population nimmt jĂ€hrlich ab, denn ungestörte BrutwĂ€lder und nahrungsreiches GrĂŒnland werden immer seltener, und auf dem Zugweg, vor allem in der TĂŒrkei und im Libanon lauern JĂ€ger auf sie. Je höher die Vögel fliegen, desto bessere Chancen haben sie, den Wilderern zu entgehen.

Seit Jahren kĂ€mpft der NABU um die letzten LebensrĂ€ume des seltenen Greifvogels, kauft FlĂ€chen in den Brutrevieren und kĂŒmmert sich um den Schutz seiner Nahrungsgebiete. Die genauen Ortungen der Sender helfen dabei, herauszufinden, wo die Schreiadler auf Nahrungssuche gehen und welche FlĂ€chen der NABU vorrangig hinzukaufen muss. Dank der GPS-Daten vom Zug kann der NABU nun die gefĂ€hrlichsten Brennpunkte der Vogelwilderei auf dem Zugweg identifizieren und mit seinen Partnern vor Ort adressieren.
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BauflÀchen sind keine nachwachsenden Rohstoffe!
Perspektiven einer sozialen und ökologischen Stadtentwicklung

3HÀuserProjekt und MietshÀuser Syndikat laden zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 18.07.2014, 20 Uhr im Winterer Foyer des Freiburger Theaters
Am 18. Juli macht das 3HĂ€userProjekt in Kooperation mit dem MietshĂ€user Syndikat bei einer Veranstaltung im Winterer-Foyer des Freiburger Theaters auf das Thema "BauflĂ€chen sind keine nachwachsenden Rohstoffe" aufmerksam. Wenn schon GrĂŒnflĂ€chen zubetoniert werden, sollten dabei zumindest auch dauerhaft bezahlbare Mietwohnungen entstehen. Dass diese in Freiburg Mangelware sind, hat auch (zumindest ein Teil des) Gemeinderats erkannt und beschlossen, dass bei kĂŒnftigen Neubauprojekten 50% sozial geförderte Mietwohnungen sein sollen. Kritik an dieser Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Die Frage, wie die begrenzten FlĂ€chen bebaut werden sollen, rĂŒckt damit in den Vordergrund der wohnungspolitischen Debatte, die allzu lang durch das schlichte Motto „Bauen auf Teufel komm raus" geprĂ€gt war. Dass dauerhaft bezahlbarer Mietwohnbau möglich ist, zeigt das Modell des MietshĂ€user Syndikats. An zwei Abenden möchten wir uns auf die Suche nach Antworten begeben mit Vortrag und Diskussion zu Wohnungspolitik und Stadtentwicklung in Freiburg.

Am 27. Oktober findet die Veranstaltung erneut im Winterer Foyer statt. Der Eintritt ist frei.
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NABU: Politik fĂŒr die Kohle-Lobby statt fĂŒr den Klimaschutz
Entscheidungen zum Kraftwerkspark auf Kosten der Umwelt und der Steuerzahler

Beim nĂ€chtlichen Koalitionsgipfel hat sich eine breite Kohle-Lobby aus Gewerkschaften, Industrie, Braunkohle-LĂ€ndern, Union und Teilen der SPD gegen Bundeswirtschaftsminister Gabriel durchgesetzt und den Klimaschutzbeitrag endgĂŒltig gekippt.

„Die Idee eines Klimaschutzbeitrages fĂŒr die Ă€ltesten und schmutzigsten Kraftwerke war ein kluges Instrument zum schrittweisen Ausstieg aus der Braunkohle. Nach dem Verursacherprinzip sollten Kraftwerksbetreiber eine Abgabe fĂŒr Kraftwerke leisten, die ein vorgegebenes Budget fĂŒr klimaschĂ€dliche Emissionen ĂŒberschritten hĂ€tten.
EnttĂ€uschend ist vor allem die fehlende RĂŒckendeckung der Bundeskanzlerin, die nur kurz als Klimakanzlerin geglĂ€nzt hat. Nun wird es fĂŒr Deutschland nicht möglich sein, die Klimaziele bis 2020 zu erreichen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Unternehmen und Gewerkschaften hĂ€tten sich mit unseriöser Panikmache vor Jobverlusten durchgesetzt. Zuletzt habe neben vielen anderen wissenschaftlichen Gremien auch der SachverstĂ€ndigenrat fĂŒr Umweltfragen (SRU) zu Gabriels Klimaschutzabgabe geraten. Das Ignorieren wissenschaftlicher RatschlĂ€ge bei wichtigen Entscheidungen durch die Politik ĂŒber den deutschen Kraftwerkspark sei ein fatales Signal an die WĂ€hler.

Der unausgegorene Vorschlag des Kohlelands Nordrhein-Westfalen und der Bergbaugewerkschaft IG BCE konnte sich durchsetzen, obwohl er die Kraftwerksbetreiber nicht in die Verantwortung fĂŒr einen geordneten Strukturwandel in den betroffenen Regionen nimmt. „Jetzt bekommen Braunkohlekraftwerksbetreiber auf Kosten der Allgemeinheit die ohnehin stattfindende Drosselung des Kohlestroms noch vergoldet“, so Miller weiter. Der nun vorgesehene Instrumentenmix aus der Verschiebung von Kraftwerksblöcken in einem Umfang von 2,7 GW in eine Reserve in Kombination mit einer höheren staatlichen Förderung der Kraft-WĂ€rme-Koppelung (KWK) und anderen Maßnahmen zur Einsparung der vom Bundeskabinett beschlossenen 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) bis zum Jahr 2020 fĂŒhre nicht zum Ziel. So wĂŒrden lediglich ca. 15 Millionen Tonnen CO2 im Stromsektor in Deutschland eingespart werden. Europaweit betrachtet könnten die Maßnahmen zu einem Nullsummenspiel fĂŒr das Klima werden, wenn anderswo mehr Kohle verbrannt wird. DafĂŒr habe die IG BCE keine Lösung gefunden, denn sie wolle keine Verlinkung zum Emissionshandel, in dessen Rahmen der Schadstoffausstoß aus Kraftwerken europaweit reguliert werden könnte.

Die einzigen Lichtblicke gĂ€be es beim Ausbau der Stromnetze, auch wenn es aus NABU-Sicht falsch sei, bayerische Partikularinteressen einem verbindlich festgelegten Konsens wie dem Bundesbedarfsplangesetz fĂŒr Stromnetze den Vorzug zu geben. Um dem bayerischen MinisterprĂ€sidenten Horst Seehofer entgegenzukommen, sollen bei den großen neuen Nord-SĂŒd-Stromautobahnen stĂ€rker bestehende Trassen genutzt und Erdkabel vorrangig verlegt werden.

„Es ist in jedem Fall notwendig, die Erdverkabelung als Alternative zu raumgreifenden Freileitungen zu prĂŒfen, da sie an vielen Stellen die Betroffenheit von Mensch und Natur verringern können. Durch Erdkabel werden etwa Vogelkollisionen mit Leitungen verhindert und unsere Landschaften geschont. Erdkabel können jedoch auch ökologische Nachteile mit sich bringen wie Baueingriffe und LebensraumbeeintrĂ€chtigungen bei Wald- und Moorgebietsquerungen,“ sagte NABU-Energieexpertin Tina Mieritz. Daher sei eine standortabhĂ€ngige AbwĂ€gung der verschiedenen SchutzgĂŒter und eine nachvollziehbare Planung wichtiger als die Vorab-Entscheidung zu Freileitungen oder Erdkabeln. Aspekte wie Wohnumfeldschutz und Naturschutz mĂŒssten immer als Grundlage fĂŒr die Entscheidung ĂŒber die zu verwendende Technologie herangezogen werden.
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Verkehrsminister Hermann eröffnet erste Car-SharingStation in der Wilhelmstraße
Freiburg bietet bundesweit als erste Stadt ein
flÀchendeckendes, wohnortnahes Car-Sharing-Angebot
mit reservierten ParkplĂ€tzen im öffentlichen Straßenraum an

Bis Mitte 2016 sollen 87 Car-Sharing-Stationen mit 190
StellplÀtzen eingerichtet werden

Heute kann Verkehrsminister Winfried Hermann die erste
Freiburger Car-Sharing-Station in Freiburg eröffnen. Sie ist die
erste von zunÀchst 87 (!) Car-Sharing-Stationen im
öffentlichen Straßenraum mit 190 StellplĂ€tzen in Freiburg.

„Car-Sharing gibt es in vielen deutschen StĂ€dten – aber nicht
flĂ€chendeckend. Mit diesem Vorstoß wird Freiburg Vorreiter
fĂŒr eine neue Stufe dieses Konzeptes – und ich hoffe auch
Vorbild fĂŒr weitere Kommunen. Damit rĂŒckt Car-Sharing nĂ€her
an die Kundinnen und Kunden und wird attraktiver“, so
Verkehrsminister Hermann.

Und BaubĂŒrgermeister Martin Haag: „Freiburg ist die erste
Stadt in Deutschland, die ein flÀchendeckendes,
wohnortnahes Car-Sharing-Angebot mit reservierten
ParkplĂ€tzen im öffentlichen Straßenraum anbietet. Wir sind
begeistert, dass nun gleich zu Beginn so viele neue Standorte
an die beiden Car-Sharing-Anbieter vergeben werden konnten
und freuen uns ĂŒber diesen großen Schritt nach vorne“. Er
bedankte sich bei den beiden lokalen Car-Sharing-Anbietern
„Stadtmobil SĂŒdbaden“ und „GrĂŒne Flotte“, die das
aufwĂ€ndige Projekt in der Planung unterstĂŒtzt haben und jetzt
mit Leben fĂŒllen.

Vor dem GebĂ€ude Wilhelmstraße 26 befindet sich die neue
Car-Sharing-Station mit vier StellplĂ€tzen, die nur fĂŒr CarSharing-Fahrzeuge
reserviert sind. „Stadtmobil SĂŒdbaden“
und „GrĂŒne Flotte“, die beiden lokalen Freiburger Car-SharingAnbieter
werden sich die PlÀtze teilen.

Bislang gab es in der Innenstadt kein wohnungsnahes CarSharing-Angebot
im öffentlichen Raum, da die Betreiber keine
reservierten ParkplÀtze anbieten konnten.

Gerade die Innenstadt ist jedoch wegen der guten Infrastruktur
und der NĂ€he zum ÖPNV sehr gut fĂŒr Wohnen ohne eigenes
Auto geeignet. Einen Parkplatz zu finden, ist oftmals trotz
Anwohnerparkausweise schwierig. So ist das neue Angebot
mit reservierten ParkplĂ€tzen fĂŒr viele Bewohnerinnen und
Bewohner in der Innenstadt und auch im Sedanquartier eine
umweltfreundliche und auch kostensparende Option.

Car-Sharing-StellplĂ€tze im Straßenraum bereitzustellen, war
eine der großen Herausforderungen fĂŒr die Stadtverwaltung,
da es bislang bundesweit keine verbindliche Rechtsgrundlage
gibt. Daher erarbeitete das federfĂŒhrende Garten-und
Tiefbauamt (GuT) in einem sehr aufwÀndigen Verfahren ein
stadtweites Car-Sharing-Stellplatzkonzept. Intensiv wurden die
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sowie die BĂŒrgervereine beteiligt. Der
Gemeinderat beschloss im MĂ€rz das Gesamtkonzept fĂŒr die
Car-Sharing-Stationen. Seither arbeitet die Verwaltung an der
zĂŒgigen Umsetzung.

Car-Sharing leistet einen Beitrag zur Umweltentlastung, da es
das private Auto entbehrlich machen kann. Zudem werden
Parkraumbedarf und die Anzahl der Autofahrten reduziert.
Somit trÀgt Car-Sharing auch zur Verringerung von CO2-
Emissionen bei.

Zu sehen ist auch die große soziale Komponente, da
Bewohnerinnen und Bewohner im mit Car-Sharing versorgten
Bereich die Möglichkeit haben, die hohen Fixkosten eines
eigenen Pkws einzusparen - und trotzdem vollwertig mobil zu
sein. Car-Sharing kann also einen Beitrag zur Kostensenkung
des Wohnens in der Stadt leisten.

Das Car-Sharing-Stellplatzkonzept enthÀlt insgesamt 134
Standorte mit insgesamt 446 StellplÀtzen, mit denen
mittellfristig das gesamte innere Stadtgebiet versorgt werden
kann. Damit wird die Stadt Freiburg ein flÀchendeckendes,
wohnortnahes Car-Sharing-Stellplatzangebot mit fest
reservierten ParkplĂ€tzen im öffentlichen Straßenraum
anbieten können.

Wichtig war den Planern vom GuT, dass die kĂŒnftigen
Nutzerinnen und Nutzer schnell und auf kurzem Wege die
neuen StellplÀtze in ihren Quartieren erreichen können. Damit
wird Car-Sharing fĂŒr viele Freiburgerinnen und Freiburger zu
einer wirklichen Alternative zum eigenen Auto.

FĂŒr die Stadt Freiburg hat das Amt fĂŒr Liegenschaften und
Wohnungswesen (ALW) die StellplĂ€tze auf den „Car-SharingStationen“
öffentlich ausgeschrieben; die beiden lokalen CarSharing-Anbieter
„Stadtmobil SĂŒdbaden“ und „GrĂŒne Flotte“
haben den Zuschlag erhalten. Die Verwaltung ist
zuversichtlich, dass bis Mitte 2016 bereits 87 Car-SharingStationen
mit 190 StellplÀtzen eingerichtet sind. Damit steht
den Nutzern der bereits ein großer Teil der insgesamt
vorgesehenen 134 Standorte zur VerfĂŒgung.

Sollte die Nachfrage nach weiteren StellplÀtzen in Freiburg
steigen, wird die Verwaltung reagieren und weitere CarSharing-Stationen
anbieten.



 
 

ÖKO-TEST-Magazin Juli 2015
Die Juli-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 26. Juni 2015 im Handel
 
ÖKO-TEST-Magazin Juli 2015
Aus dem Inhalt

Test: Grillfleisch
ÖKO-TEST hat Schweinenackensteaks nicht nur auf Antibiotika und Keime untersuchen, sondern auch von geschulten Sensorikern die Frische ĂŒberprĂŒfen lassen. Das Ergebnis: zweimal Gammelfleisch, antibiotikaresistente Keime in vier und sogar RĂŒckstĂ€nde eines Antibiotikums in einer Probe. Dazu kommt, dass die Haltungsbedingungen der konventionell gehaltenen Schweine katastrophal sind, wie das Verbrauchermagazin ermittelt hat. Bio-Fleisch hat dagegen mit „gut“ abgeschnitten.

Test: Kinderroller
FĂŒnf Roller fallen aufgrund der PraxisprĂŒfung glatt durch: Im RollenprĂŒfstand, wo sie unter hoher Belastung und bei simulierten Unebenheiten 50 Kilometer weit fahren sollten, brachen Trittbretter, versagten AufhĂ€ngungen und schlitzten Felgen Gummireifen entzwei. Bei einigen Rollern sind zudem die Ecken und Kanten scharf oder Kinder können sich am Klappmechanismus die Finger einklemmen – das birgt Verletzungsgefahr. ÖKO-TEST kritisiert zudem die Vielzahl an Schadstoffen. Zum GlĂŒck gibt es aber Alternativen: Vier Produkte sind zu empfehlen.

Test: Schnorchel-Sets fĂŒr Kinder
Das ResĂŒmee dieses Tests: Finger weg von Billigheimern! Beim Auspacken vor allem der fĂŒnf schlechtesten Produkte stieg sofort ein eindringlicher Plastikgestank in die Nase. In vier davon hat ein Labor unter anderem PAK mit erhöhten Gehalten nachgewiesen, davon mehrheitlich Naphthalin. Diese Substanz hat sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen und wird verdĂ€chtigt, das Erbgut zu schĂ€digen. Sie kann außerdem zu Kopfschmerzen und Übelkeit fĂŒhren. Dazu fielen zwei Schnorchel-Sets negativ auf, weil sie mit einer veralteten oder sogar zurĂŒckgezogenen DIN-Norm versehen sind.

Test: Mittel gegen SchÀdlinge in Haus und Garten
Die ĂŒberwiegende Anzahl der Mittel gegen Ameisen, Motten, Schnecken, BlattlĂ€use und VorratsschĂ€dlinge enthĂ€lt sehr wirksame synthetische Stoffe, die aber nicht nur fĂŒr Insekten und Co. giftig, sondern auch fĂŒr nĂŒtzliche Tiere wie Bienen giftig und sogar fĂŒr die menschliche Gesundheit problematisch und teilweise gefĂ€hrlich sind. ÖKO-TEST hat aber auch „sehr gute“ Alternativen gefunden.

Test: Zahncremes fĂŒr weiße ZĂ€hne
ZĂ€hne mit „Extra Weißeffekt“ oder „brillantweiß“ versprechen die Anbieter von Zahncremes fĂŒr weiße ZĂ€hne. Doch Studien zur Weißwirkung können wenige Hersteller vorlegen. Dazu kommt, dass man mit manchen Produkten Schadstoffe wie PEG/PEG-Derivate, aggressive SchĂ€umer oder Aluminium in den Mund nimmt. Bei einem Anbieter ist sogar in der Zahncreme kein Fluorid enthalten, welches jedoch wissenschaftlich anerkannt vor Karies schĂŒtzt.

Test: Mittel fĂŒr Frauen in den Wechseljahren
Nachdem die Hormonersatztherapie aufgrund von Nebenwirkungen in Verruf geraten ist, sind zahlreiche pflanzliche PrĂ€parate auf dem Markt, die unter anderem typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen lindern sollen. Doch der Nutzen dieser sogenannten „Phytoöstrogene“ ist wissenschaftlich nicht ausreichend bewiesen. Hinzu kommen ĂŒberdosierte und nicht sinnvoll kombinierte Vitamine und Mineralien.

Test: Isomatten
Im Gegensatz zu einem Test vor elf Jahren meistert die HĂ€lfte der Matten diesen nun mit Bestnote und beweist, dass es auch ohne zahlreiche schĂ€dliche Substanzen geht. Die andere HĂ€lfte enthĂ€lt jedoch einige Schadstoffe wie bedenkliche Phthalate, um die Kunststoffe geschmeidiger zu machen, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder chlorierte Verbindungen. Zwei AusrĂŒstungen fallen mit „ungenĂŒgend“ eindeutig durch, da sie stark erhöhte Dioktylzinn-Werte vorweisen. Einige dieser Substanzen sind giftig und biologisch schwer abbaubar.

Test: Private Krankenversicherungen, 120 Tarifkombinationen von 20 Versicherern
SpĂ€testens zum Jahreswechsel drohen Privatversicherten wieder steigende BeitrĂ€ge. Das muss kein Kunde tatenlos hinnehmen. Ein Tarifwechsel kann sich auszahlen. In den von ÖKO-TEST erstellten ModellfĂ€llen könnte ein 55-jĂ€hriger Mann beispielsweise bis zu 283 Euro im Monat sparen, wenn er bereit ist, eine Leistungsreduzierung hinzunehmen. Bei der gleichaltrigen Frau sind es 291 Euro Ersparnis, wenn sie zusĂ€tzlich noch vor jedem Facharztbesuch den Hausarzt aufsucht. Es gibt aber auch gĂŒnstige Neutarife, bei denen der Versicherte keine Leistungseinbußen hinnehmen muss.


Und außerdem:

Grillsaucen und Marinaden: Am besten selbst gemacht
Schmeckt besser und man weiß, was drin ist: ÖKO-TEST stellt leckere Rezepte fĂŒr Grillmarinaden und -saucen, Salatdressings und Dips vor.

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Dieses Mal im Heft: Extra Wechseljahre

Figur nach der Menopause – Power macht lustig!
Die Wechseljahre verĂ€ndern nicht nur den Hormonhaushalt einer Frau, sondern auch ihre Figur. Das Gewicht aber hĂ€ngt vor allem von ErnĂ€hrung und Bewegungsverhalten ab. ÖKO-TEST erklĂ€rt, was frau tun muss, um in Form zu bleiben.

Hormontherapie: Meistens geht es ohne
Ärzte verschreiben Hormone, wenn ihre Patientinnen stark unter Hitzewallungen und SchweißausbrĂŒchen leiden. Doch die meisten Frauen kommen ohne Medikamente durch die Wechseljahre.

Mammografie-Screening: Erst informieren, dann entscheiden
Bisher konnten Frauen kaum einschĂ€tzen, wie sinnvoll das Mammografie-Screening ist. Erfolgsmeldungen hier, Zweifel da – die Informationen waren verwirrend. KĂŒnftig sollen die Einladung zur Mammografie und weitere Informationen so verstĂ€ndlich sein, dass Frauen eine informierte Entscheidung treffen können.

Osteoporose – Morsche Knochen
Östrogene schĂŒtzen vor Knochenabbau. Fehlen sie, dann nimmt die Knochendichte schneller ab. Mit einer calciumreichen ErnĂ€hrung und Bewegung kann man KnochenbrĂŒchen vorbeugen.

SexualitÀt: Reden ist Gold
Keine Lust mehr? DafĂŒr gibt es viele GrĂŒnde. Hormonelle sind es eher nicht. Es stimmt zwar, dass in den Wechseljahren die Scheide trockener wird. Doch wer vorher Lust auf Sex hatte, hat ihn auch weiterhin.
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Kein Glyphosat im Landkreis Emmendingen
Der BUND Kreisverband Emmendingen und der BUND Bezirksverband Nördlicher Kaiserstuhl begrĂŒĂŸen sehr, dass die Stadt Endingen darauf hinweist, dass der Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln laut Pflanzenschutzgesetz verboten ist, um befestigte oder versiegelte HofflĂ€chen sowie Gehwege oder StraßenrĂ€nder u.Ă€. von unliebsamen Pflanzen zu befreien. Auch die Stadt selbst verzichtet zukĂŒnftig zur Pflege ihrer FlĂ€chen auf den Einsatz von diesen Mitteln, die meist Glyphosat enthalten.
Glyphosat ist in Roundup und ca. 80 weiteren Unkrautvernichtungsmitteln enthalten und hat die Eigenschaft, alle Pflanzen, die nicht schon dagegen resistent sind, zu vernichten. Nach Ansicht vieler Wissenschaftlerinnen können Glyphosat oder dessen RĂŒckstĂ€nde sich im Boden, in der Luft, in Lebensmitteln und in GewĂ€ssern anreichern. Vor allem Amphibien, Fische und Wasserorganismen können in ihrer Entwicklung stark beeintrĂ€chtigt werden. Durch Glyphosat kann aber auch das Bodenleben geschĂ€digt werden, auch die Aufnahme von Mineralstoffen und die Krankheitsabwehr der Pflanzen kann beeintrĂ€chtigt werden. In höheren Konzentrationen kann es sich negativ auf die Gesundheit von Mensch und Tier auswirken. Die WHO hat Glyphosat Anfang 2015 als "wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen" eingestuft, die zweithĂ€rteste Einstufung bei möglicherweise krebserzeugenden Chemikalien.
Der BUND möchte alle Kreisgemeinden auffordern, dem Beispiel Endingens zu folgen und in ihrem ZustÀndigkeitsbereich auf den Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln zu verzichten und auch die Privatbevölkerung aufzurufen, dies zu unterlassen.
Der BUND wĂŒrde begrĂŒĂŸen, wenn auch der Verkauf der Unkrautvernichtungsmittel an Privatleute nicht mehr möglich wĂ€re, da der Anwendungsbereich von Unkrautvernichtungsmitteln laut Pflanzenschutzgesetz § 12 auf gĂ€rtnerisch, land- und forstwirtschaftlich genutzte FlĂ€chen beschrĂ€nkt ist und somit im privaten Bereich nicht erlaubt ist. Auch im landwirtschaftlichen Bereich muss dringend nach einem Ersatz von Glyphosat gesucht werden, denn auch hier zeigen sich immer deutlicher die FolgeschĂ€den. Muttermilch-Proben aus 16 BundeslĂ€ndern haben in einer aktuellen Studie RĂŒckstĂ€nde des Unkrautvernichters Glyphosat aufgewiesen.
Renate Hund, BUND-Kreiverband Emmendingen
Henner Wenzel, BUND-Bezirksgruppe Nördlicher Kaiserstuhl
 
 

HealthRegion unterzeichnet Kooperationsvereinbarung
 
HealthRegion unterzeichnet Kooperationsvereinbarung
Die HealthRegion Freiburg hat mit der chinesischen Touristenmetropole
Sanya im Gesundheitsresort Freiburg eine Kooperationsvereinbarung
unterzeichnet. Mit dieser Vereinbarung unterstĂŒtzt
Freiburg Sanya bei der Umsetzung eines Deutsch-Chinesischen
Kooperationsprojekts, das von den Regierungen beider
LĂ€nder verabredet wurde. Zielsetzung der Vereinbarung ist die
Förderung des Medizintourismus sowie die Umsetzung von PrÀ-
ventions-, Reha- und Schulungsprojekten. FĂŒr das Freiburger
Kompetenznetzwerk ist die vereinbarte Kooperation ein weiterer
Schritt, um auf dem Wachstumsmarkt China Fuß zu fassen.

Die German-Sino-Healthcare Group e.V., ein Zusammenschluss
chinesischer und deutscher Unternehmen, die im Gesundheitswesen
tĂ€tig sind, hat auf Vermittlung des Mitglieds RĂŒdiger
Wörnle, GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter des Gesundheitsresorts
Freiburg und Stellvertretender Vorsitzender der HealthRegion
Freiburg, der im sĂŒdlichen China gelegenen Stadt Sanya
eine enge Zusammenarbeit mit der HealthRegion Freiburg empfohlen.
OberbĂŒrgermeister Wu Yanjun hat sich vor Ort von der
LeistungsfĂ€higkeit der HealthRegion Freiburg ĂŒberzeugt und hat
zusammen mit Bernd Dallmann, Vorstandsvorsitzender der
HealthRegion Freiburg und Markus Fehr, Stellvertretender Vorsitzender
der German-Sino-Healthcare Group e.V, eine entsprechende
Vereinbarung unterschrieben. Mit der Kooperation
möchte er die nachhaltige Entwicklung Sanyas zu einer Green &
Smart City unterstĂŒtzen und betont: „Freiburg ist eine echte
WohlfĂŒhlregion mit einer einzigartigen Verbindung von HighTech
Medizin, Gesundheitsbewusstsein und höchster LebensqualitĂ€t.“

FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann zeigt sich erfreut ĂŒber
die Vereinbarung und stellt fest: „Unsere langjĂ€hrigen BemĂŒhungen
um den chinesischen Markt beginnen, sich auszuzahlen. FĂŒr
Freiburg ist dieser Vereinbarung ein weiterer Meilenstein.“

Die dynamische Entwicklung der Stadt Sanya begann mit GrĂŒndung
der Provinz Hainan im Jahr 1988. Seither hat sich Sanya
zu einem der auch international bekanntesten Urlaubsorte in
China mit ca. 14 Mio. Übernachtungen im Jahr entwickelt. Die
Stadt mit ca. 800.000 Einwohnern liegt auf dem RĂŒcken der Wuzishan
Gebirgskette, direkt am sĂŒdlichen chinesischen Meer und
verfĂŒgt ĂŒber tropisches Klima und weite SandstrĂ€nde.


Das Foto zeigt (von links nach rechts):
Bernd Dallmann (Vorsitzender HealthRegion), Wu Yanjun (OberbĂŒrgermeister Stadt Sanya), Markus Fehr (Stellvertretender Vorsitzender German-Sino-Healthcare Group e.V).
 
 



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