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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
Pkw und Lkw verbrennen fast die HÀlfte allen Palmöls in Europa
Neue Studie zeigt verheerende Öko-Bilanz der europĂ€ischen Biokraftstoffpolitik

Neue Untersuchungen des NABU in Zusammenarbeit mit der BrĂŒsseler Umweltorganisation Transport & Environment zeigen, dass zuletzt rund 45 Prozent der gesamten Palmölimporte der EuropĂ€ischen Union (EU) in den Tanks von Autos und Lkw landeten. Dabei hat Biodiesel der ersten Generation eine um durchschnittlich 80 Prozent schlechtere Treibhausgasbilanz als sein Pendant aus fossilen Quellen und kann damit keinesfalls als Mittel zur Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor gelten.

„Diese Zahlen zeigen die schmutzige RealitĂ€t der EU-Biokraftstoffpolitik. TĂ€glich wird die Menge von umgerechnet vier olympischen Schwimmbecken mit jeweils 2,5 Millionen Litern voller Palmöl dem Diesel beigemischt. Das hat fatale Folgen fĂŒr Klima- und Ökosysteme, denn die Expansion des Ölpalmen-Anbaus treibt die Abholzung von WĂ€ldern und die Moorzerstörung in SĂŒdostasien und Afrika massiv voran“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Die Beimischung von Palmöl im Diesel hat sich demnach zwischen 2010 und 2014 versechsfacht. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum fast 8,5 Millionen Tonnen Biodiesel aus Palmöl dem Kraftstoff beigemischt. Neuere Daten liegen aktuell noch nicht vor. Zur ErfĂŒllung der Biokraftstoffquote der EU kauft sich die Mineralölindustrie auf dem Weltmarkt den Rohstoff dort zu, wo er am gĂŒnstigsten ist. Palmöl wĂ€chst jedoch nur in tropischen Regionen, was dort zu erheblichen LandnutzungsĂ€nderungen fĂŒhrt.

„Die negative Klimabilanz des Diesel wird durch die erhöhte Beimischung von Palmöl in der Summe noch verheerender und ist letztlich Ausweis einer insgesamt gescheiterten Energie- und Kraftstoffpolitik der EU“, so Miller. Bereits eine frĂŒhere Auswertung offizieller Daten der EuropĂ€ischen Kommission im April dieses Jahres habe bei Biokraftstoff aus Palmöl eine dreifach so hohe Klimawirkung errechnet wie bei fossilem Diesel. Allein die dadurch bis zum Jahr 2020 zusĂ€tzlich verursachten Emissionen entsprĂ€chen dem CO2-Ausstoß von zusĂ€tzlichen zwölf Millionen Autos.

„Den Regenwald im Tank unserer Autos zu verfeuern, ist einfach nur beschĂ€mend. Die EuropĂ€ische Union sollte ihre Politik schleunigst Ă€ndern und die Förderung von Palmöl und anderen Biokraftstoffen der ersten Generation beenden“, sagte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger. Stattdessen mĂŒssten die Klimaauswirkungen so genannter Biokraftstoffe der ersten Generation endlich ehrlich bilanziert und ihre Beimischungsquote in der zu novellierenden EU-Richtlinie ĂŒber erneuerbare Energien (RED) nach 2020 konsequent auf null gesetzt werden. Zudem sollten zukĂŒnftig Nachhaltigkeitskriterien stĂ€rker berĂŒcksichtigt werden.

UnabhÀngig von einem Kurswechsel in der Biokraftstoffpolitik fordert der NABU eine echte Verkehrswende, um wirksam die Treibhausgasemissionen zu verringern. Das bedeutet in erster Linie Effizienzsteigerungen beim Kraftstoffverbrauch von Pkw, Lkw oder Flugzeugen allgemein und Verkehrsvermeidung beziehungsweise Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel.
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Karlsruhe: "HeldeN der Tat" in Karlsruhe
Gruppen und Einrichtungen aus der FĂ€cherstadt beteiligen sich an landesweiten Nachhaltigkeitstagen

Unter dem Motto „HeldeN! der Tat“ prĂ€sentiert Baden-WĂŒrttemberg bei den Nachhaltigkeitstagen am 3. und 4. Juni Aktionen und Veranstaltungen von gesellschaftlichen Akteuren aus dem ganzen Land. Auch Karlsruher Gruppen und Einrichtungen zeigen Verantwortung und Engagement und beteiligen sich mit ĂŒber 20 Aktionen.

So lĂ€dt beispielsweise das Quartier Zukunft - Labor Stadt mit der Aktion "Freiluftwohnzimmer" die Menschen in der Karlsruher Oststadt dazu ein, den öffentlichen Raum erlebbar zu machen. KonsumGlobal Karlsruhe veranstaltet ein Seminar fĂŒr StadtfĂŒhrungen zu nachhaltigem Konsum und die Katholische Hochschulgemeinde organisiert Exkursionen zur MĂŒllsortieranlage. Außerdem gestaltet der Weltladen Karlsruhe unter dem Motto "Mach mehr aus einer TĂŒte" eine TĂŒtenskulptur und der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe informiert in der Mensa des KIT ĂŒber klimafreundliche ErnĂ€hrung und zeigt die Ausstellung "Klimabewusst essen - jeder kleine Schritt zĂ€hlt". Die LUBW lĂ€dt zusammen mit Agenda 21 Karlsruhe e.V. zu einem Workshop zu den neuen globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ein.

Was wo und wann stattfindet, können Interessierte unter www.n-netzwerk.de erfahren. Auf der Website des Nachhaltigkeits-Netzwerks des Landes sind alle angemeldeten Aktionen fĂŒr die Nachhaltigkeitstage abrufbar (Stichwort "N!-Tage" und dann "Zu den Aktionen der N!-Tage").

Zentrales Anliegen der Nachhaltigkeitstage ist es, ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung am Beispiel großer und kleiner Projekte und Ideen sichtbar, erlebbar und verstĂ€ndlich zu machen. Die Nachhaltigkeitstage werden bereits zum vierten Mal veranstaltet.
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ÖKO-TEST-Magazin Juni 2016
 
ÖKO-TEST-Magazin Juni 2016
Aus dem Inhalt

TEST: Kesselchips
Kesselchips werden langsamer und schonender produziert als herkömmliche Kartoffelchips. ÖKO-TEST wollte wissen, wie stark sie mit Schadstoffen belastet sind, ob Hersteller auf zusĂ€tzliche Aromastoffe setzen und wie hoch der Salz- und der Fettgehalt sind. Das ResĂŒmee: Ein gesunder Snack sind Chips zwar prinzipiell nicht, aber immerhin gibt es zwei Sorten, die mit „gut“ abschneiden.

TEST: Fleischersatzprodukte
ÖKO-TEST ließ die fleischfreien Schnitzel, WĂŒrste & Co. nicht nur auf Schadstoffe, Fett, Salz und den Geschmack prĂŒfen, sondern wollte auch von den Herstellern wissen, ob die Eiweißquellen etwa von Eiern aus KĂ€fighaltung oder Soja aus Regenwaldgebieten stammen. Das Testergebnis ist enttĂ€uschend: Nur ein einziges Produkt ist „gut“ und knapp die HĂ€lfte fĂ€llt „mangelhaft“ oder „ungenĂŒgend“ aus. Denn etliche Marken enthalten hohe MineralölrĂŒckstĂ€nde und zu viel Salz. In zwei Produkten wurden zwei gentechnisch verĂ€nderte Sojasorten nachgewiesen.

TEST: TrinkpÀckchen
Bunte Verpackungen mit lustigen Tierfiguren und FrĂŒchten: KindersĂ€fte in TrinkpĂ€ckchen sind ein Klassiker fĂŒr Schule und Freizeit. ÖKO-TEST kritisiert jedoch, dass einige SĂ€fte den fehlenden Fruchtgehalt mit vielen ZusĂ€tzen ausgleichen. Auch haben fast alle SĂ€fte einen hohe Anteil an Zucker – bis zu umgerechnet fast sieben ZuckerwĂŒrfel in einem 200-ml-PĂ€ckchen.

TEST: UV-SchutzanzĂŒge fĂŒr Kleinkinder
ÖKO-TEST wollte wissen, ob bei den speziellen UV-SchutzanzĂŒgen, die sich zum Planschen und Spielen in der Sonne eignen sollen, der ausgelobte UV-Schutz wirklich hĂ€lt, was der Hersteller verspricht. Ebenso wurde getestet, ob die Stoffe auch im Chlorwasser farbecht sind und welche Schadstoffe in ihnen stecken. Das ResĂŒmee: Es besteht noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Nur ein Produkt ist „gut“.

TEST: kompakte Deosprays
Der Praxistest zeigte, dass die kleinen kompakten Deosprays genauso lange halten wie herkömmliche Achselsprays. Die Wirkversprechen, die großspurig auf den Verpackungen gemacht werden wie „24 h Deodorant“ oder „Anti-Transpirant 48 h“, sieht ÖKO-TEST dagegen kritisch. Denn fundierte Studien zur Wirksamkeit kann oder will so gut wie kein Hersteller vorlegen. Ein weiteres Manko sind bei einigen Produkten zudem Inhaltsstoffe wie Aluminiumchlorhydrat und problematische Duftstoffe.

TEST: Elektrotacker
Elektrotacker ersetzen vielerorts Hammer, NĂ€gel und Schrauben. Der Test zeigt: Die GerĂ€te sind sicher und ausreichend gegen versehentliches Auslösen geschĂŒtzt. Sie tackern zudem meist solide: Fast alle befestigten Klammern liegen mit mehr oder weniger hohem Kraftaufwand sauber an. Allerdings sind sie oft nicht gut zu handhaben und nicht gerade leise. Auch Schadstoffe sind ein Thema.

TEST: Mittel gegen Reisekrankheiten
Schwindel und Erbrechen können die Urlaubsfahrt richtig verhageln. Die Reisekrankheit, auch Kinetose genannt, kann man aber mit manchen rezeptfreien Pillen ganz gut in den Griff bekommen. Andere PrĂ€parate fallen aber beim ÖKO-TEST durch, etwa weil sie mĂŒde machen oder mit Farbstoffen versehen sind, die allergische Reaktionen auslösen können.

TEST: ComputergestĂŒtzte Geldanlage
Bei den sogenannten Robo-Advice-Geldanlagen ermittelt ein Computerprogramm per Online-Fragebogen Risikoneigung und AnlagewĂŒnsche und macht einen konkreten Anlagevorschlag. Doch bieten die neuen Roboter wirklich eine bessere Geldanlage? ÖKO-TEST hat untersucht, was die Portale taugen und wer wirklich ĂŒberzeugen kann.
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Dieses Mal im Heft: Extra Vegan

Veggie-Markt: Engagement ist Ehrensache
Vorzeigeprojekte, Profilierungsversuche und absurde Werbeversprechen: Um auf dem umkĂ€mpften Veggie-Markt bei den Verbrauchern aufzufallen, wird viel getan. Einige Unternehmen und ihre Ideen hat sich ÖKO-TEST etwas nĂ€her angeschaut.

Kosmetik mit Tierversuchen: Aus die Maus? Noch lange nicht!
Tierversuche fĂŒr Kosmetika sind seit 2013 in der EU verboten. Doch es gibt Schlupflöcher, und in LĂ€ndern wie China bleiben Tests an Kaninchen, Ratte & Co. vorerst sogar Pflicht.

Vegane Mode im Netz: Nur einen Mausklick entfernt
Ob Kleider, Taschen und Schuhe: Immer mehr Labels bieten Mode ohne tierische Fasern an. Der Markt ist jung, die Mode ist es auch. T-Shirts, Sweatshirts und Hoodies
dominieren die Auswahl. Viele Labels sind im Internet erhĂ€ltlich, ĂŒber Onlineshops oder eine eigene Homepage.

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Und außerdem:

Feinstaub: Nicht aus dem Staub gemacht
Bei Feinstaub werden fast ĂŒberall in Deutschland die Grenzwerte eingehalten. Doch die Partikel bleiben gefĂ€hrlich. Um sie weiter zu reduzieren, darf nicht nur auf den Auspuff geschaut werden.
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Artenschutz fĂŒr den streng geschĂŒtzten Kammmolch am Seehauweiher zeigt Erfolge
Der Seehauweiher, der in St. Georgen und am Rande des
Gewerbegebietes Haid liegt, beherbergt eine sehr seltene
Amphibie: den nördlichen Kammmolch. Es handelt sich um
das einzige bekannte Vorkommen der Art in der Freiburger
Bucht und eines der wenigen im sĂŒdlichen Oberrheingebiet.
Der „Wasserdrachen“, wie er im Volksmund auch genannt
wird, kommt ausschließlich in Mitteleuropa vor und ist streng
geschĂŒtzt.

2014 wurde der Kammmolch im Seehauweiher im Rahmen
der vom RegierungsprÀsidium Freiburg beauftragten
Entwicklung eines Managementplans fĂŒr das FFH-Gebiet
„MooswĂ€lder bei Freiburg“ im Seehauweiher wieder entdeckt,
nachdem er zuvor als verschollen eingestuft worden war. Aus
diesem Grunde wird der Seehauweiher und ein angrenzendes
WaldstĂŒck vom RegierungsprĂ€sidium Freiburg nach der
Zustimmung des Gemeinderats kĂŒnftig in das FFH-Gebiet
„MooswĂ€lder bei Freiburg“ aufgenommen werden.

FĂŒr den Kammmolch ist der Seehauweiher ein geradezu
ideales GewÀsser. Selbst bei Niedrigwasser ist der rund drei
Meter tiefe Weiher immer noch ausreichend tief. Er besitzt ein
flaches Ufer und der Landlebensraum befindet sich
unmittelbar beim LaichgewĂ€sser. Wichtig fĂŒr den Kammmolch
ist eine gute Besonnung des GewÀssers. Der Weiher ist in
den letzten Jahren allerdings stark zugewachsen, so dass die
Lebensbedingungen fĂŒr die geschĂŒtzte Art durch eine starke
Beschattung der WasserflÀche nicht mehr optimal waren.

Damit der seltene Kammmolch im und am Seehauweiher
dauerhaft ĂŒberleben und sich auch im angrenzenden
Schutzgebiet ausbreiten kann, hat das Umweltschutzamt im
Oktober 2015 bessere Lebensbedingungen fĂŒr ihn
geschaffen. Dazu wurden einige BĂ€ume am Ufer
zurĂŒckgeschnitten, die den Weiher zu sehr beschattet haben
und mit ihrem herabfallenden Laub fĂŒr unerwĂŒnschte
Schlammbildung am Seegrund sorgen. Außerdem konnten
dank des niedrigen Wasserstands zahlreiche abgestorbene
Äste, die sich ĂŒber die Jahre im Seehauweiher angesammelt
hatten, aus dem Weiher entfernt werden. Mit dem anfallenden
Holz wurden im angrenzenden Landlebensraum zahlreiche
neue Verstecke fĂŒr den Kammmolch geschaffen, in denen er
auch in Zukunft die kalte Jahreszeit geschĂŒtzt ĂŒberdauern
kann. ZusÀtzlich bietet eine neu errichtete Informationstafel
viel Wissenswertes ĂŒber den geschĂŒtzten Kammmolch und
seinen Lebensraum.

FĂŒr die Finanzierung der Artenschutzmaßnahmen hat das
Umweltschutzamt beim Amphibienschutzprogramm „Impulse
fĂŒr die Vielfalt“ der EnBW Energie Baden-WĂŒrttemberg AG
erfolgreich Fördergelder eingeworben. Das
Amphibienschutzprogramm der EnBW Energie BadenWĂŒrttemberg
unterstĂŒtzt den Aktionsplan „Biologische Vielfalt“
und den 111-Arten-Korb der Landesregierung und wurde im
Jahr 2011 gemeinsam mit der Landesanstalt fĂŒr Umwelt,
Messungen und Naturschutz Baden (LUBW) initiiert“.
Fördermittel aus dem Amphibienprogramm, das durch die
LUBW fachlich begleitet wird, werden jÀhrlich landesweit
ausgelobt.

Und die Anstrengungen haben sich ausgezahlt: Das zeigte
jetzt eine vom Umweltschutzamt beauftragte Untersuchung
Anfang Mai, die zahlreiche erwachsene Kammmolche im
Seehauweiher nachweisen konnte. Besonders erfreulich
dabei war, dass erwachsene Kammmolche auch an einem
weiteren GewÀsser in der NÀhe des Seehauweihers gefunden
wurden. Damit kann fĂŒr das Seehaugebiet sogar von der
Entwicklung einer Metapopulation ausgegangen werden. Die
Kammmolche des Seehauweihers fristen also kein isoliertes
Dasein mehr, sondern stehen in einem genetischen
Austausch mit benachbarten Vorkommen, was fĂŒr den
langfristigen Erhalt der Art im Gebiet von entscheidender
Bedeutung ist.

Um die Lebensbedingungen des Kammmolchs im Gebiet
Seehau weiter zu verbessern, prĂŒft das Umweltschutzamt
jetzt im Rahmen des kommunalen Artenschutzkonzepts die
Wanderkorridore zwischen den Teichen zu optimieren und
dort, wo es die StandortverhÀltnisse zulassen, weitere
LaichgewÀsser in der Umgebung anzulegen.
 
 

 
Nachwuchs auf dem Mundenhof: Das Kamelfohlen Amir ist da
Ende April hat das Kamelfohlen Amir auf dem Mundenhof das
Licht der Welt erblickt. Nach einer schweren Geburt sind der
kleine Racker und seine Mutter nun ĂŒberm Berg und die
Erleichterung ist groß.


Der „Prinz“, wie Amir auf Persisch heißt, ist das erste Fohlen von
Khabira, die selbst vor sechs Jahren auf dem Mundenhof geboren
wurde. Der Vater Takil ist ein knapp vier Jahre alter Hengst aus
dem Schweizerischen Olmerswil. Insgesamt leben nun neun
Kamele auf dem Mundenhof: Ein Hengst, drei Wallache, vier
Stuten und eben das Fohlen. Sie zÀhlen zur Gattung der
Trampeltiere, die neben Dromedaren, Alpakas und Lamas zur
Familie der Kamele gehören.

Wer mit den besonderen Tieren auf TuchfĂŒhlung gehen möchte,
hat GlĂŒck: Der Mundenhof bietet auch Kamelritte an. Termine
sollten aber frĂŒhzeitig gebucht werden. WĂ€hrend des
Zeltmusikfestivals ZMF (13. bis 31. Juli) ist sonntags bei gutem
Wetter Kamelreiten ohne Anmeldung geboten.


Das Trampeltier ist als Last- und Nutztier besonders in seinem
Herkunftsland Asien weit verbreitet. Auf freier Wildbahn zÀhlen die
Tiere zu den gefÀhrdeten Arten. Sie leben meist in
„Haremsgruppen“ aus einem MĂ€nnchen, mehreren Weibchen und
dem Nachwuchs zusammen. Trampeltiere sind Pflanzenfresser
und nehmen alle Arten von Pflanzen zu sich, selbst dornige und
salzige. Sie können Temperaturschwankungen von −30 Grad bis
+40 Grad aushalten und mehrere Tage ohne Wasser auskommen.
Dabei kommt ihnen zu Hilfe, dass sie bei Bedarf in nur zehn
Minuten 150 Liter Wasser aufnehmen können – entgegen der
verbreiteten Meinung wird dieses aber nicht im Höcker
gespeichert. Die Lebenserwartung liegt bei bis zu 40 Jahren.
 
 

 
Elektro- und Hybridautos
Ökologische Nebenwirkungen. Konsequenzen. Verkehrswende in der Region

Freiburg i.Br. und Region:
Über „Elektro- und Hybridautos - ökologische Folgen, Nebenwirkungen und Konsequenzen“ berichtet Dieter Teufel, Leiter des UPI Umwelt- und Prognose-Instituts, Heidelberg, am Samstag, 28. Mai, 10.30 Uhr beim Samstags-Forum Regio Freiburg von ECOtrinova e.V., KlimabĂŒndnis und Agenda21-BĂŒro Freiburg sowie Weiteren in Freiburg i.Br., UniversitĂ€t, Stadtmitte, KollegiengebĂ€ude 1 Hörsaal 1015. Jörg Dengler, Vorsitzender des VCD Regionalverbandes SĂŒdlicher Oberrhein e.V., erlĂ€utert anschließend „Die Verkehrswende in Freiburg und Region – Weißbuch und nachhaltige MobilitĂ€t.“ Der Eintritt ist frei. Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.
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Freiburger Energieszene warnt vor AbwĂŒrgen der Energiewende
+++ Die VerbĂ€nde der Erneuerbaren Energien veranstalten morgen Mittag eine bundesweite Warnminute „5 vor 12“ +++ Die im Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien und dem Verein fesa e.V. organisierten Unternehmen und Institutionen protestieren vor dem Solar Info Center Freiburg gegen die geplante Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG 2016) +++ Dazu schließen die Firmen im SIC symbolisch um 5 vor 12 ihre Pforten +++ Nach den Insolvenzen in der Freiburger Solarwirtschaft sind viele weitere ArbeitsplĂ€tze bedroht +++

Freiburg, 24. Mai 2016.

Der vorliegende Entwurf fĂŒr das EEG 2016 gefĂ€hrdet den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Energiewende in Deutschland insgesamt. Nach dem AbwĂŒrgen der sauberen Stromerzeugung durch Sonne und Biomasse will die Bundesregierung nun den Windkraftausbau an Land ausbremsen. Wir als Vertreter der Erneuerbaren-Energien-Branche fordern daher ein klares Bekenntnis zur Energiewende und zu den Pariser KlimaschutzbeschlĂŒssen. Um unseren Forderungen öffentlich Nachdruck zu verleihen haben die VerbĂ€nde der Erneuerbaren Energien gemeinsam mit Gewerkschaften und UmweltschutzverbĂ€nden die Kampagne „Energiewende retten!“ gestartet.

Im Rahmen der Kampagne findet am 25. Mai bundesweit um „5 vor 12“ eine Warnminute statt. Vor Ort beteiligen sich auf Initiative der solares Bauen GmbH um 11.55 Uhr bisher folgende Unternehmen und Organisationen an der Protestaktion: Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien Regio Freiburg, fesa e.V., Solares Bauen, SRI Concepts, SolarBĂŒrgerGenossenschaft, SOLVIS GmbH, schĂ€ffler sinnogy, SIC Center Service, KlimabĂŒndnis Freiburg, solare Zukunft e.V., ECOtrinova e.V., Greenpeace Freiburg, 


Wir protestieren mit unseren BeschĂ€ftigten gegen das von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel angekĂŒndigte weitere Ausbremsen der Energiewende. Der aktuelle Entwurf zur Überarbeitung des EEG weist mit Blick auf das Pariser Klimaschutzabkommen in die völlig falsche Richtung. Deutschland mĂŒsste gemĂ€ĂŸ seinen internationalen Verpflichtungen beim Ausbau der Erneuerbaren das Tempo erhöhen, statt wie aktuell geplant auf die Bremse zu treten. Mit der Teilnahme an der Warnminute wollen wir auf die konkrete Bedrohungslage fĂŒr die Freiburger Unternehmen und ihre BeschĂ€ftigten aufmerksam machen.
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Neuer Dokumentarfilm „Count Down am Xingu V“ (90 min, HD)
von Martin Keßler

ĂŒber den Kampf gegen MegastaudĂ€mme und Korruption in Brasilien

Premieren:
5.7.2016, 19.30 Uhr, Haus am Dom, Frankfurt a. M.
12.7.2016, 20.00 Uhr, Kino Babylon, Berlin – Mitte
17.7.2016, 11.00 Uhr, Kino Atelier am Bollwerk, Stuttgart


Ende Juni 2016, wenige Wochen vor den olympischen Spielen in Rio de Janeiro, bringen wir unseren neuen Dokumentarfilm „Count Down am Xingu V“ heraus. Er erzĂ€hlt die vorerst letzte Etappe beim Bau des Megstaudamms „Belo Monte“ im brasilianischen Amazonasgebiet: die Flutung des drittgrĂ¶ĂŸten Staudamms der Welt.

Mit dramatischen Folgen: ganze Stadtviertel der Provinzhauptstadt Altamira sind dem Erdboden gleichgemacht, werden geflutet. Der Urwald gerodet, niedergebrannt. Die Lebensgrundlagen von Tausenden Fischern, Flussbauern und Indigenen zerstört. 40 000 Menschen zwangsumgesiedelt. Aus dem wilden, sauerstoffreichen Fluss Xingu wird ein toter See. Strom fĂŒr multinationale Aluminiumkonzerne und das Schwellenland Brasilien. Alles gegen das Gesetz. „Wir erleben hier das Ende des Rechtsstaates“ , sagt die zustĂ€ndige StaatsanwĂ€ltin. Und der katholische Bischof Dom Erwin KrĂ€utler: „Das ist ein Massaker an Mensch und Natur!“.

Anfang Mai 2016 hat die brasilianische PrĂ€sidentin den Staudamm offiziell eingeweiht, gehen die ersten Turbinen ans Netz. Es war eine ihrer letzten Amtshandlungen. Inzwischen ist sie suspendiert. „0pfer“ eines bizarren Machtkampfes, ausgelöst durch den Korruptionsskandal um den Erdölkonzern „Petrobras“ und die großen brasilianischen Baukonzerne. Jene Baukonzerne, die auch den Megastaudamm Belo Monte gebaut haben. Und die Stadien zur Fußball – WM und zur Olympiade.

Der Film „Count Down am Xingu V“ erzĂ€hlt auch diese Geschichte. „Denn ohne Korruption wĂ€re Belo Monte nicht gebaut worden“, sagt Bischof KrĂ€utler. Wir berichten ĂŒber die Verwicklung europĂ€ischer Unternehmen wie Siemens, die die Turbinen fĂŒr den „Staudammwahn“ in Amazonien liefern. Und den Kampf von AktivistInnen wie Antonia Melo und Maria Luisa Mundurku gegen Belo Monte und weitere GroßstaudĂ€mme am Fluß Tapajos im brasilianischen Amazonasgebiet.

DemnĂ€chst erscheint eine Kurzversion des Filmes auf „youtube“ und www.neuewut.de. Unter bestellung@neuewut.de kann die DVD mit Kurz (21 min) - und Langfassung (90 min) bestellt werden. Preis: 19,90 € (Institutionen 29,90 €) zzgl 3,60 € Versand. „Count Down am Xingu V“ ist Teil einer Langzeitbeobachtung in der bereits zahlreiche Filme erschienen sind. Videos und Infos unter www.neuewut.de

Nach den Premieren in Frankfurt (5.7.16) und Berlin (12.7.2016) geht der Film auf Tournee. Unter termine@neuewut.de können FilmvorfĂŒhrungen vereinbart werden. Wir bitten um steuerlich absetzbare Spenden zur Refinanzierung des Filmprojektes (unter www.neuewut.de).

Filmprojekt gefördert von: Business Crime Control (BCC), Diözese WĂŒrzburg der katholischen Kirche, Haleakala Stiftung in der GLS – Treuhand, Heinrich Böll Stiftung (Brasil), POEMA e. V., Misereor e.V., Stiftung MenschenwĂŒrde und Arbeitswelt
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323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 


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