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Verschiedenes

Neue Studie errechnet wirtschaftlichen Wert von Amazonas-Natur
© Anton Vorauer / WWF
 
Neue Studie errechnet wirtschaftlichen Wert von Amazonas-Natur
m Auftrag des WWF haben Wissenschaftler den finanziellen Wert des Amazonas errechnet, wenn er geschützt und nicht abgeholzt wird. Das Ergebnis: Die Erhaltung von Amazonasflächen erbringt einen konkreten wirtschaftlichen Nutzwert. Allerdings wird dafür nicht angemessen bezahlt, weil es kein konkretes Vergütungssystem gibt. Die Zerstörung des Amazonasregenwaldes ist für Industrie und Bevölkerung deswegen meist rentabler als die nachhaltige Nutzung.

Nach den Berechnungen des WWF entspricht ein Hektar Amazonasregenwald einem wirtschaftlichen Gegenwert von rund 380 Euro pro Jahr. Darin schlägt die Vermeidung von Erosion mit 185 Euro pro Hektar und Jahr zu Buche. Vermeidung von CO2-Ausstoß wird mit 78 Euro in Rechnung gestellt. Die Verbreitung von Pollen durch Insekten ist 38 Euro pro Hektar und Jahr wert. Produkte wie Honig und Früchte bringen Einnahmen bis 80 Euro. Der Erholungswert sowie der Ökotourismus bringen bis 5,5 Euro pro Hektar und Jahr.

Die Gewinne, die durch den Verkauf geschlagenen Holzes und Intensivlandwirtschaft auf gerodeten Flächen erzielt werden können, sind selten höher, werden aber real bezahlt. So bringt der Holzverkauf erlöse bis 615 Dollar je Hektar und Jahr. Die Wertschöpfung durch die Kultivierung von Soja 230 bis 470 Euro pro Hektar und Jahr, die Rinderzucht 40 bis 115 Euro. Soja wird in großen Mengen als Nahrung und Futtermittel nach Europa und Deutschland geliefert.

„Die Studie zeigt, dass nur durch eine angemessene finanzielle Entschädigung für den Erhalt von Amazonasflächen die Zerstörung des Regenwaldes aufzuhalten ist“, so WWF Waldexpertin, Guénola Kahlert. „Es ist unter derzeitigen Rahmenbedingungen ökonomisch rational, den Regenwald abzuholzen, weil die Abholzung leider immer noch mehr wirkliches Geld bringt, als ihn zu erhalten. Nur die Zuweisung eines wirtschaftlichen Geldwerts und eine Bezahlung etwa für die Kohlenstoffspeicherung kann das Abholzen des Amazonas stoppen“.

Der WWF drängt deswegen auf die schnelle Einigung auf ein Verfahren zur Entschädigung der großen Waldnationen für den Erhalt ihrer Wälder im Rahmen des REDD-Mechanismus. REDD („Reduced Emissions from deforestation and forest degradation“) ist einer der zentralen Punkte des internationalen Post 2012 Klimaschutzabkommens, das auf der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ausgehandelt werden soll. Ziel ist, dass die Industrieländer für die Erhaltung des Regenwaldes einen finanziellen Beitrag leisten. Dieses Prinzip soll die CO2-Emissionen in tropischen Ländern langfristig vermindern. Durch REDD sollen große Geldströme für nachhaltiges Waldmanagement möglich werden, wovon auch die lokale Bevölkerung in der Amazonasregion profitieren wird.

„Wenn es nicht gelingt, die Zerstörung des Amazonasregenwaldes zu stoppen, hätte das fatale Auswirkungen auf das Weltklima“, so Kahlert, „allerdings ist es ein Trugschluss zu glauben, wir könnten den Erhalt des Amazonas von Brasilien und den anderen Staaten für umsonst bekommen. Deswegen fordern wir Cash für Regenwald im Zuge eines wirkungsvollen Entschädigungsmechanimus für die Erhaltung des Regenwaldes“.
 
 

 
Globalmag - Nachrichten vom blauen Planeten
Ein Fernsehtipp fĂĽr Freitag, 27. Februar 2009 um 18.30 Uhr in ARTE

Energiekrise, Klimawandel, Bevölkerungsexplosion - die Frage nach der Zukunft unseres Planeten ist allgegenwärtig. Die Analyse der drängenden Probleme, vor die sich die Menschheit im 21. Jahrhundert gestellt sieht, erfordert Abstand und Weitsicht. Was verträgt unser Planet noch? Das neue ARTE-Magazin "Global - Nachrichten vom blauen Planeten" zeigt jeden Freitag um 18.30 Uhr verschiedene Szenarien der Zukunft unserer Erde und der Weltgesellschaft auf. Die großen Umweltdebatten unserer Zeit führt die neue ARTE-Sendung vor dem Hintergrund wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Sendung bietet unter dem Motto "Global denken!" Diagnosen, Prognosen und zeigt mögliche Auswege aus den sich aktuell anbahnenden Entwicklungen.
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Innovationen fĂĽr die Zukunft: Die grĂĽnen Retter
Ein Fernsehtipp fĂĽr Donnerstag, 26.02.2009, 22.00 im SWR

Die Krise boomt. Ob Finanzkrise, Wirtschaftskrise oder Klimakrise – die Welt hat sich verändert. Unwiederbringlich. Und das ist gut so, denn es ist höchste Zeit, einiges grundlegend zu ändern. Zum Beispiel die Verschwendung von Energie und Rohstoffen, oder den massiven Ausstoß des Treibhausgases CO2. Das Wissen und das technische Know-how dazu ist da. Jetzt geht es darum, Nachhaltigkeit und klimagerechtes Produzieren konsequent umzusetzen. Der Welt ist zu helfen, und jeder kann dazu beitragen. Odysso stellt Menschen vor die wissen, was wirklich zählt und mit guten Ideen und Engagement unsere Zukunft neu erfinden.
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Amphibien wandern wieder
Komplette Sperrung der Waldseestraße in Höhe Möslepark –
Mobile Schutzzäune im Kappler Kleintal und am kleinen Opfinger See

Nach Abklingen der frostigen Temperaturen stellen jetzt Massenwanderungen
von Amphibien amtliche und ehrenamtliche
NaturschĂĽtzer vor anstrengende Aufgaben.
Erdkröten, Grasfrösche, Berg- und Fadenmolche sowie die
gelb-schwarz gefleckten Feuersalamander verlassen derzeit
ihre Winterquartiere und ziehen bei Einbruch der Dunkelheit
an Teiche, TĂĽmpel und Weiher, um dort abzulaichen. Auf ihrer
Wanderung sind die Tiere vielen Gefahren ausgesetzt.
Besonders beim Ăśberqueren von StraĂźen werden sie in groĂźer
Zahl alljährlich überfahren.

Um dies zu verhindern, organisieren Garten- und Tiefbauamt
gemeinsam mit dem Umweltschutzamt sowie ehrenamtliche
Helferinnen und Helfer der Bachpaten Freiburg, des NABU,
des BUND sowie der Amphibienschutzgruppe Opfingen AmphibienschutzmaĂźnahmen
im gesamten Stadtbereich.

Wie in den vergangenen Jahren werden mit Beginn der
Laichwanderungen am Waldsee und Deicheleweiher StraĂźensperren
zum Schutz von Erdkröten und Grasfröschen
durchgefĂĽhrt. Der StraĂźenabschnitt im Bereich des Waldsees
zwischen Möslepark und Waldseestraße wird ab Mittwoch,
25. Februar komplett fĂĽr den Verkehr gesperrt.

FĂĽr diesen Bereich wird der Verkehr ĂĽber die parallele ZufahrtstraĂźe
zum Möslestadion umgeleitet. Die Sperrung bewirkt
eine deutliche Arbeitsentlastung der ehrenamtlichen Helferinnen
und Helfer und bietet den wandernden Lurchen den
größtmöglichen Schutz.

Weitere Schwerpunkte an Amphibienwanderungen befinden
sich im Kappler Kleintal und im Bereich des kleinen Opfinger
Sees. Da eine StraĂźensperrung der KleintalstraĂźe und der K
9853 wegen fehlender Umfahrungsmöglichkeiten nicht möglich
ist, werden beiderseits der Straße mobile Schutzzäune
aufgestellt, um die hin- und rĂĽckwandernden Amphibien abzufangen.
Die Tiere wandern entlang der Zäune und fallen in
Eimer, die in den Boden eingelassen sind. Dort werden sie
von Helferinnen und Helfern gesammelt und in den Abendund
frĂĽhen Morgenstunden auf die andere StraĂźenseite getragen,
ausgesetzt sowie gezählt.

Hinweisschilder „Amphibienwanderung“ teilweise kombiniert
mit Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen Autofahrerinnen
und Autofahrer zu besonderer RĂĽcksichtnahme auf den betroffenen
StraĂźenabschnitten veranlassen und damit sowohl
zum Schutz der Helfer und Helferinnen als auch zum Schutz
der wandernden Amphibien beitragen.

Zusätzliche Helferinnen und Helfer sind jederzeit willkommen.
Interessenten können sich an das Umweltschutzamt
unter der Telefonnummer: 201-6125 oder per E-Mail an die
Adresse umweltschutzamt@stadt.freiburg.de wenden.
 
 

Zertifizierung von Biomasse nur ein erster Schritt fĂĽr weltweite nachhaltige Pro
Soja. © Anton Vorauer / WWF
 
Zertifizierung von Biomasse nur ein erster Schritt fĂĽr weltweite nachhaltige Pro
Berlin - Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz stellte vor drei Tagen erstmals vor, wie in der Zukunft Biokraftstoffe für die Erzeugung von Strom, Kraftstoff und Wärme nachhaltig produziert werden sollen. Auf der dieser Veranstaltung in Berlin wird der so genannte ISCC-Standard für Nachhaltigkeit vorgestellt. Die Weichen dazu hatte die EU im Dezember in ihrer Richtlinie für erneuerbare Energien gestellt. “Die Idee, dass weltweit besonders wichtige Naturschutzflächen vor dem Anbau von Bioenergiepflanzen verschont werden sollen, ist gut”, kommentiert Martina Fleckenstein, Leiterin Agrar beim WWF Deutschland. Damit wirklich Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen erhalten bleiben und die Lebensbedingungen der Bevölkerung in den betroffenen Regionen der Erde gewahrt werden könnten, brauche es jedoch sehr anspruchsvolle und glaubwürdige Kriterien. “Wir erreichen nichts für die Artenvielfalt und Lebensraumschutz, wenn wir nur Standards mit Minimalanforderungen verabschieden.”

Der WWF fordert daher ein Zertifizierungssystem, das ökologische und soziale Belange berücksichtigt und die Treibhausgase bilanziert. Die bisher vorliegenden gesetzlichen Vorgaben gelten aber nur für den Biokraftstoffbereich. Um die fortschreitenden Regenwaldzerstörung und den Artenverlust aufzuhalten, müssen Nachhaltigkeitsstandards auch für die Nahrungsmittel- und Futtermittelindustrie verpflichtend werden. “Was nützt es uns und dem Klima, wenn Regenwald nicht mehr für Bioenergie gerodet werden darf, aber sehr wohl für Soja oder Palmöl, das sich weiterhin ohne jeglichen Nachweis der Nachhaltigkeit in unseren Lebens- und Futtermitteln wieder findet", so WWF-Expertin Fleckenstein. Regenwaldzerstörung und Artenverlust seien nur dann aufzuhalten, wenn Nachhaltigkeitsstandards auch für die Lebensmittel-, die Futtermittel- und nicht zuletzt die Kosmetikindustrie gälten.

Laut WWF ist der vorgeschlagene ISCC-Standard zur Zertifizierung von Biomasse ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, weil er es ermögliche, Agrarrohstoffe übergreifend zu zertifizieren. Geeignet seien aber auch der Runde Tisch für Palmöl und der Runde Tisch für Soja. So ist es heute bereits möglich, nachhaltig zertifiziertes Palmöl in Europa einzusetzen. Aber erst bei entsprechender Nachfrage wird sich auch in den Produzentenländern etwas ändern. “Schon in den nächsten Monaten wird sich zeigen, wie gut diese beiden Systeme jeweils funktionieren”, so Fleckenstein. Unter Umständen könnten sie auch Vorbild für andere Standards werden. “Welchen Namen der Standard am Ende trägt, ist egal. Wichtig ist, dass er Naturzerstörung und soziale Ausbeutung verhindert, streng kontrolliert, transparent und anerkannt ist.” Schon der geringste Zweifel an der Glaubwürdigkeit sei fatal, so die WWF-Expertin.
 
 

 
Städtisches Förderprogramm „Energiebewusst sanieren 2009“ – neue Richtlinien!
Stuchlik: „Privathaushalte können so aktiv zum Klimaschutz
beitragen, gleichzeitig ihre Energiekosten senken
und einen Beitrag zum Konjunkturprogramm leisten“

Jetzt Fördermittel für den Wärmeschutz beantragen -
Stadt unterstĂĽtzt finanziell und beratend

Bereits seit 2003 gibt es das städtische Förderprogramm
„Wärmeschutz im Altbau“, für das in diesem Jahr Mittel in Höhe
von 450.000 Euro bereit stehen. In seiner neuesten Fassung
bietet das in „Energiebewusst Sanieren“ umbenannte
Förderprogramm wieder Zuschüsse für Sanierungswillige in
Freiburg an. Neben WohneigentĂĽmergemeinschaften und
Eigentümern von denkmalgeschützten Gebäuden können
wieder alle HauseigentĂĽmer von ĂĽberwiegend zum Wohnen
genutzten Ein- oder Mehrfamilienhäuser Fördermittel für den
Wärmeschutz von Dach, Fassade, Kellerdecke oder Fenster
(nur im Zusammenhang mit der Fassade) beantragen. „Privathaushalte
können so aktiv zum Klimaschutz beitragen,
gleichzeitig ihre Energiekosten senken und einen Beitrag zum
Konjunkturprogramm leisten“, so Umweltbürgermeisterin Gerda
Stuchlik.

Die Bausteine im einzelnen:

Baustein 1: Wärmeschutz im Altbau:
Gefördert werden Maßnahmen für die Wärmedämmung (Außenwand,
Dach, Kellerdecke sowie Fenster inklusive Wand).
Es werden Zuschüsse von € 1.250,- pro Wohneinheit bzw. €
10.000,- pro Gebäude bezahlt. Für besonders umfangreiche
Sanierungen beziehungsweise den gleichzeitigen Einbau einer
solarthermischen Anlage mit HeizungsunterstĂĽtzung gibt
es Bonusregelungen.

Baustein 2: Bedarforientierter Energieausweis mit Beratung
Ein bedarfsorientierter Energieausweis wird mit € 150,- bezuschusst,
maximal jedoch 50 % der Kosten. Voraussetzung ist
der Nachweis einer vorher durchgefĂĽhrten umfangreichen
Energiesparberatung.

Baustein 3: Optimierung von Heizungen in Wohngebäuden
Es werden weiterhin mit bis zu € 350,- ein hydraulischer Abgleich,
der Austausch von Heizungspumpen sowie der Austausch
von Thermostatventilen gefördert. Bitte beachten Sie:
Voraussetzung ist in allen Fällen ein rechnerischer Nachweis
fĂĽr einen hydraulischen Abgleich.

Bitte beachten Sie, dass Sie die Anträge für den Baustein 1
„Wärmeschutz“ vor Auftragsvergabe stellen.

Die Anträge zu Baustein 2 „Energieausweis mit Beratung“
und Baustein 3 „Heizungsoptimierung" müssen spätestens
drei Monate nach DurchfĂĽhrung der MaĂźnahmen unter
Einsendung aller Unterlagen gestellt werden.

Die bisherige Förderung für thermische Solaranlagen und
Blockheizkraftwerke ist angesichts der attraktiven Bundesfördermittel
des Bundesamtes fĂĽr Ausfuhrkontrolle BAFA
(siehe www.bafa.de) ausgelaufen.

Weitere Details zu diesen Förderbausteinen finden Sie zusammen
mit den Antragsunterlagen und Förderrichtlinien unter
www.freiburg.de/waermeschutz oder unter der neuen,
kostenlosen Hotline: 0800/7911000.
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TREA Breisgau darf mehr Abfälle verbrennen
Das Regierungspräsidium Freiburg hat die Erhöhung der Kapazität der TREA Breisgau genehmigt. Die E.ON Energy from Waste Saarbrücken GmbH (EEW) könne in der Anlage nun jährlich maximal 185.000 Tonnen Haus- und Gewerbeabfall “thermisch behandeln” (wie das Verbrennen von Abfällen heute genannt wird).

Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer ist es mehr als bedauerlich, dass vor dieser Genehmigung nicht die umfassende Nutzung der anfallenden Abwärme sicher gestellt wurde.

Seit November 2004 produziert die Müllverbrennungsanlage TREA im Gewerbepark Breisgau Strom und verschwendet Abwärme. Ein Großteil von 50 Megawatt Abwärme (laut erstem Genehmigungsantrag) verpufft in Zeiten weltweiter Klimaveränderung ungenutzt. Aber ein Megawatt Abwärmeleistung entspricht auf das Jahr gerechnet einer Energiemenge von ca. 870 000 Litern Erdöl. (870 000 x 50 = 43 500 000 Liter Erdöl/Jahr!!!) Täglich wird seit 2004 eine Abwärmemenge entsprechend rund 120 000 Litern Erdöl ungenutzt in die Umwelt abgegeben. Es ist erfreulich, dass die Betreiber nach Abnehmern für diese Abwärme suchen,(es scheint aktuell sogar Gespräche mit potentiellen Wärmenutzern zu geben) doch angesichts der Klimasituation und der Endlichkeit der fossil-nuklearen Energiereserven geht dem BUND diese Entwicklung (seit 2004!) zu lange.

Es war raumordnerisch ein großer Fehler das Pelletswerk von German Pellets nach Ettenheim zu bauen. Die Produktion von Holzpellets ist aus Sicht des BUND eine umweltpolitisch sehr sinnvolle Sache, wenn sie „anwohnerfreundlich“ realisiert wird. Doch in Ettenheim wurde der „falsche Standort“ ausgewählt. Ein Pelletswerk mit einem ganzjährig hohen Wärmebedarf gehört dorthin, wo große Abwärmemengen vorhanden sind, d. h. regional zum Beispiel in den Gewerbepark Breisgau in die räumliche Nähe der TREA.
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Eventuell nervt Sie die ständige Wiederholung dieser Kritik. Doch wie lange wurde auf den regionalen Deponien das Gas abgefackelt weil wir nicht genervt haben...
 
Autor: Axel Mayer

Braunbär trifft Mensch: Fiktion und Wirklichkeit.
© Alexander Malkhasyan / WW
 
Braunbär trifft Mensch: Fiktion und Wirklichkeit.
TV-Premiere „Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno“ (25.02, 20:15 Uhr, ARD)

Frankfurt - Grundsätzlich begrüßt der WWF das positive Bild, das der Fernsehspielfilm „Der Bär ist los!“ von Braunbären zeichnet. „Der Film verdeutlicht, dass der Bär ein faszinierendes und schönes Wildtier ist, das in Österreichs Naturlandschaften einen bestens geeigneten Lebensraum vorfindet“, bekräftigt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. „Allerdings entsprechen einige Darstellungen wohl mehr dramaturgischen Erfordernissen und weniger den reellen Gegebenheiten. Aber das ist wohl die künstlerische Freiheit.“ Der Film von Xaver Schwarzenberger orientiert sich am Leben des Bären JJ1, besser bekannt unter dem Namen Bruno. Er war der erste Bär, der aus dem italienischen Trentino über Tirol bis nach Bayern wanderte, und dem als „Problembär“ – anders als im Film – kein Happy End vergönnt war: Nach misslungenen Fangversuchen wurde er im Juni 2006 getötet. „Heute ist allen klar, dass Bruno ein Ausnahmebär war, wie er ausgesprochen selten vorkommt – wahrscheinlich hat auch das dazu beigetragen, dass sein außergewöhnliches Schicksal verfilmt wurde“, so Homes.

„Sobald Wildtiere den Menschen als Futterquelle betrachten, verlieren sie ihre natürliche Scheu und können zum Problem werden“, erklärt WWF-Experte Homes. Dies wird im Bruno-Film vor allem in einer Szene deutlich, in der die Tierschützerin Linde Blümel (gespielt von Nadeshda Brennicke) Bruno auf der Terrasse einer Almhütte ihr Mittagessen überlässt und ihn aus nächster Nähe beim Verzehr beobachtet. Tatsächlich hatte auch der wirkliche Bruno von seiner Mutter Jurka, die in Italien von Schaulustigen angefüttert wurde, gelernt, seine Nahrung in der Nähe menschlicher Siedlungen zu suchen, was ihm schließlich zum Verhängnis wurde. „Letztendlich werden Problembären durch menschliches Fehlverhalten dressiert“, warnt Volker Homes. Auch zahlreiche mögliche Vorkehrungen gegen Bärenschäden, wie Elektrozäune um Bienenstöcke oder bärensichere Mülleimer, werden im Spielfilm nicht thematisiert.

Besonders dramatisch wird im Film ein Angriff des tierischen Titelhelden auf einen Jäger (gespielt von Fritz Karl) dargestellt. Doch der Kampf zwischen Mensch und Bär wird nicht durch reelle Tatsachen gestützt: Seit Beginn der Wiederansiedlungsprojekte in Österreich und Italien in den letzten Jahrzehnten ist kein einziger Übergriff eines Bären auf Menschen überliefert. Selbst verhaltensauffällige Tiere wie Bruno oder Jurka haben niemals Menschen angegriffen, verletzt oder gar getötet. „Braunbären sind eindrucksvolle und starke Wildtiere, aber keine wilden Bestien. Der Mensch sollte ihnen mit Umsicht und Respekt begegnen“, rät WWF-Experte Homes. Mithilfe eines Management-Plans wird beispielsweise in Österreich schon seit 1996 das Zusammenleben von Mensch und Tier geregelt. Darin enthalten sind Anleitungen zum Verhalten für Schäfer und Imker oder Aufklärungsarbeit bei Jägern und Förstern.
 
 



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