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Verschiedenes

„Am Öko-Baum die Lichter brennen“
© Andreas Eistert / WWF
 
„Am Öko-Baum die Lichter brennen“
WWF gibt Tipps zum Kauf von Öko-WeihnachtsbĂ€umen

Frankfurt - Zum Weihnachtsfest 2009 rĂ€t der WWF zum Kauf von Öko-WeihnachtsbĂ€umen aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Die Umweltstiftung möchte Verbraucher mit dem Aufruf ermutigen, auch an Weihnachten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Rund 25 Millionen WeihnachtsbĂ€ume kaufen die Deutschen jedes Jahr. Etwa 10 Prozent werden aus dem Ausland importiert, vor allem aus DĂ€nemark, aus den Niederlanden, Irland, Österreich, Polen und Tschechien.

„Ein Großteil der in Deutschland gekauften WeihnachtsbĂ€ume ist aus ökologischer Sicht alles andere als festlich“ so WWF Waldexpertin Nina Griesshammer. „Die meisten BĂ€ume stammen aus ökologisch bedenklichem Anbau in Weihnachtsbaumkulturen, die zudem massiv mit DĂŒngemitteln und Chemikalien behandelt werden. Der meist per Lastwagen erfolgende Transport macht diese WeihnachtsbĂ€ume endgĂŒltig ökologisch Ă€ußerst bedenklich“.

Damit die BĂ€ume optisch ansprechend wachsen und nicht von SchĂ€dlingen befallen werden, wird in den allermeisten FĂ€llen die Chemiekeule eingesetzt: Herbizide fĂŒr konkurrierende GrĂ€ser, Insektizide gegen KĂ€fer und LĂ€use, DĂŒnger fĂŒr den gleichmĂ€ĂŸigen Wuchs und die krĂ€ftige Farbe der Nadeln. Nicht nur, dass diese Form der Waldnutzung Ă€ußerst schlecht fĂŒr die Natur ist; die mit Chemikalien behandelten BĂ€ume stehen tagelang im Wohnbereich der Menschen.

Wer Weihnachten unter einem unbelasteten und ökologisch verantwortungsvoll gewonnenen Baum verbringen möchte, dem rĂ€t der WWF zu WeihnachtsbĂ€umen aus ökologischer Waldnutzung. Am besten eignen sich dafĂŒr aus Sicht des WWF mit dem FSC-Siegel versehene heimische BĂ€ume wie Fichten und Tannen. Das FSC-Siegel garantiert, dass der Baum aus einem Betrieb stammt, der eine umwelt- und sozialvertrĂ€gliche Waldwirtschaft betreibt. Wer sich fĂŒr einen solchen Tannenbaum interessiert, sollte bei den lokalen Förstereien nach VerfĂŒgbarkeiten fragen.

„Weihnachtsstimmung und Umweltschutz schließen sich nicht aus“, so Nina Griesshammer. „Viele Forstbetriebe bieten den Kunden an, die BĂ€ume selbst auszuwĂ€hlen und selbst zu schlagen. Dann steht im Wohnzimmer ein mit den eigenen HĂ€nden gefĂ€llter Weihnachtsbaum frisch aus dem Wald, der noch dazu frei von DĂŒngern und Pestiziden ist und einen geringen Transportweg hinter sich hat.“

Der WWF weist ausdrĂŒcklich darauf hin, dass BĂ€ume nur bei offiziellen Verkaufsstellen geschlagen werden dĂŒrfen. Wer einfach in den Wald geht und einen Baum schlĂ€gt, macht sich des Diebstahls strafbar.
 
 

In Deutschland bisher nur mĂ€ĂŸiges Interesse an nachhaltigem Palmöl
PalmölfrĂŒchte. © Alain Compost / WWF
 
In Deutschland bisher nur mĂ€ĂŸiges Interesse an nachhaltigem Palmöl
Berlin - Der World Wide Fund for Nature (WWF) und der Verband der ölsaaten-verarbeitenden Industrie (OVID) fordern im Rahmen der EuropĂ€ischen Konferenz „Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Zertifizierungssystemen“ Handel und Industrie auf, mehr Verantwortung fĂŒr Klimaschutz zu zeigen und konsequent nachhaltiges Palmöl einzusetzen

Derzeit stehen 1,2 Mio. Tonnen nach den Kriterien des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziertes Palmöl zur VerfĂŒgung. Davon sind bislang 320.000 Tonnen verkauft; der Rest wartet in Tanklagern auf KĂ€ufer. „Besonders Deutschland hat Nachholbedarf, wie unsere jĂŒngste Umfrage zur Verwendung von nachhaltigem Palmöl in Europa zeigt“, erklĂ€rt Martina Fleckenstein, Leiterin EU-Politik & Landwirtschaft beim WWF, am Rande der Konferenz „Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Zertifizierungssystemen“, die heute in Berlin stattfindet. WĂ€hrend in Großbritannien und der Schweiz bereits eine Reihe großer Unternehmen zertifiziertes Palmöl einsetzen, haben sich in Deutschland nur sehr wenige Firmen entschieden, zertifiziertes Palmöl zu verwenden.

„Wer Klimaschutz fordert, muss auch dafĂŒr sorgen, dass kein tropischer Regenwald gerodet wird und konsequent nachhaltig produziertes Palmöl nachfragen“, so Petra Sprick, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von OVID. Palmöl steht ganz oben auf der Liste der kontrovers diskutierten Agrarrohstoffe. Das Öl ist ein wichtiger Rohstoff fĂŒr die Nahrungsmittelindustrie, die Olechemie und wird als nachwachsender Rohstoff vermehrt im Energiebereich eingesetzt. Die ErtrĂ€ge der Ölpalme sind extrem hoch und bieten damit eine Chance sowohl fĂŒr nachhaltige Lebensmittel und oleochemische Produkte – wie Waschmittel und Cremes – als auch fĂŒr klimafreundliche Energieproduktion. DafĂŒr mĂŒsse jedoch sicher gestellt werden, dass beim Anbau der Ölpalmen Umwelt- und Sozialkriterien berĂŒcksichtigt und RegenwaldflĂ€chen sowie Torfmoore vor einem unkontrollierten Ausbau von Ölpalmplantagen geschĂŒtzt werden. Durch die Trockenlegung von Mooren und die Rodung von WĂ€ldern werden u. a. große Mengen an Treibhausgasemissionen freigesetzt. Vor diesem Hintergrund sind Zertifizierungssysteme zu einem der wichtigsten Instrumente zur Verhinderung von unkontrollierten Abholzungen und LandnutzungsĂ€nderungen geworden.

Der RSPO wurde vom WWF gemeinsam mit Unternehmen des Palmölsektors, Lebensmittelkonzernen, Banken sowie Vertretern der Zivilgesellschaft ins Leben gerufen, um eine nachhaltige Landwirtschaft zu unterstĂŒtzen, die dazu beitrĂ€gt, dass weniger WĂ€lder gerodet, vorhandene BiodiversitĂ€t erhalten bleibt sowie Kleinbauern, Landrechte und Arbeitnehmerrechte respektiert werden. Im November 2008 wurde die erste Schiffsladung mit nach den Kriterien des RSPO zertifiziertem Palmöl nach Europa geliefert. Ein Grund fĂŒr die geringe Nachfrage ist sicherlich, dass Handel und Wirtschaft die höheren Kosten scheuen, die durch den nachhaltigen Anbau entstehen und einen Anreiz fĂŒr die Landwirte vor Ort darstellen. Ein weiterer Grund könnte aber auch darin liegen, dass gesetzlich ab dem 1. Juli 2010 nur fĂŒr den Bereich Bioenergie ein Nachhaltigkeitszertifikat vorgeschrieben ist, um eine Förderung zu erhalten. FĂŒr andere Verwendungsbereiche – etwa Lebensmittel und oleochemische Produkte – gibt es bislang keine Verpflichtung, Nachhaltigkeitskriterien einzuhalten.
 
 

 
Stadt bietet mit ECOfit Einstieg ins betriebliche Umweltmanagement an
- acht Workshops im Jahr geplant

Unverbindliche Informationsveranstaltung im Rathaus

Am Donnerstag, 10. Dezember findet um 17 Uhr eine
stÀdtische Informationsveranstaltung zum betrieblichen
Umweltmanagement fĂŒr Unternehmen im Oberen Saal der
Gerichtslaube im Rathaus statt. Dort wird das so genannte
ECOfit-Programm vorgestellt, das Freiburger Unternehmen
die Möglichkeit bietet, im eigenen Betrieb
Energieeinsparpotenziale zu ermitteln und umzusetzen.
„Unternehmen haben ein sehr hohes Einsparpotenzial im
Bereich Energieverbrauch. Wenn die richtigen Maßnahmen
ergriffen werden, lÀsst sich damit auf jede Menge Geld
sparen“, so UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik bei der
BegrĂŒĂŸung.

Das ECOfit-Programm wird vom Land gefördert, von der
Stadt Freiburg in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung
Region Freiburg e.V. und der Beratungsgesellschaft Arqum
umgesetzt.

Klimaschutz und Ressourcenschonung spielen mittlerweile
auch bei Unternehmen eine wichtige Rolle. Mit dem ECOfit-
Programm haben die Betriebe jetzt die Möglichkeit,
ökologisch zu arbeiten und dabei die Wirtschaftlichkeit zu
erhöhen. Aber nicht nur der unbestritten bedeutende Bereich
Energie wird beim ECOfit-Programm berĂŒcksichtigt, den
Unternehmen soll darĂŒber hinaus die Gelegenheit gegeben
werden, sich intensiv mit allen umweltrelevanten Aspekten
innerhalb ihres Betriebes auseinander zu setzen und
mögliche Einsparungspotenziale auszuschöpfen. Neben
Energie gehören auch die Abfallbeseitigung und der Umgang
mit Wasser und Abwasser sowie Gefahrenstoffen dazu.

Mit Hilfe einer Beratungsgesellschaft werden in acht
Workshops alle umweltrelevanten Themen bearbeitet. Die
Workshops sind dabei auf ein Jahr verteilt, damit interessierte
Unternehmen das Projekt parallel zum TagesgeschÀft
durchfĂŒhren können.

Neben den Workshops stellt die Vor-Ort-Beratung der
Betriebe einen weiteren wichtigen Bestandteil von ECOfit dar.
Dabei werden Schwachstellen und mögliche
Einsparungspotenziale in den Bereichen Energie, Abfall,
Wasser, Abwasser sowie der Gefahrstofflagerung ermittelt.
Gemeinsam mit den Beratern werden Lösungen erarbeitet
und unter BerĂŒcksichtigung der Wirtschaftlichkeit umgesetzt.

Die ECOfit-Auszeichnung, die am Ende des Projektes
ĂŒbergeben wird, verschafft den Unternehmen große
Imagevorteile.

Weitere Informationen zum ECOfit-Programm und zur
unverbindlichen Informationsveranstaltung gibt es beim
Umweltschutzamt unter der Telefonnummer 201-6148,
Sabine Wirtz, oder bei Christian Meichle, Berater der fĂŒr die
inhaltliche Umsetzung verantwortliche Firma Arqum, unter der
Telefonnummer: 0711/ 90035900.
 
 

Angela Merkel und die Atomenergie
 
Angela Merkel und die Atomenergie
Eine Rede bei der Kundgebung in Ravensburg

Am Samstag (21.11.) fand in der "atompolitischen Provinz" im oberschwĂ€bischen Ravensburg eine erstaunlich große Kundgebung gegen die geplante AKW-GefahrzeitverlĂ€ngerung statt. Ca. 2000 TeilnehmerInnen nahmen am Demonstrationszug und an der folgenden Kundgebung im Zentrum von Ravensburg teil. Ein großer Erfolg fĂŒr die Umweltbewegung in Oberschwaben, die auch weitere Aktionen plant.

Rede von Axel Mayer (BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer und VizeprĂ€sident TRAS) bei der Anti-Atomkundgebung in Ravensburg am 21.11.09:
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Preis fĂŒr ECOtrinova
ECOtrinova e.V. mit Samstags-Forum Regio Freiburg zweiter Sieger beim 6. Landeswettbewerb „Echt Gut! Ehrenamt in Baden-WĂŒrttemberg“

Beim 6. Landeswettbewerb „Echt Gut! Ehrenamt in Baden-WĂŒrttemberg“ gewann der Verein ECOtrinova e.V. kĂŒrzlich mit dem Gemeinschaftsprojekt „Samstags-Forum Regio Freiburg“ in Stuttgart nach landesweiter Telefon- und Internet-Abstimmung den mit 500 Euro dotierten zweiten Platz in der Kategorie Umwelt und nachhaltige Entwicklung. Die Preisverleihung erfolgte durch MinisterprĂ€sident GĂŒnther Oettinger im Rahmen einer Festveranstaltung im Neuen Schloß. Der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser, Gundelfingen nahm den Preis fĂŒr das Projekt entgegen. Vor der Abstimmung war das Samstags-Forum von einer Jury des Kultusministeriums Baden-WĂŒrttemberg unter die besten 10 Kandidaten der Kategorie eingestuft worden.

Unter dem Klimaschutz-Motto "NEUE ENERGIEN verstehen-erleben-mitmachen. Pioniere, Pionier-Ideen, Pionier-Objekte" lĂ€uft seit Herbst 2006 das Gemeinschaftsprojekt Samstags-Forum Regio Freiburg von ECOtrinova e.V. und Partnern des Forums. TeilnehmerInnen sind Studierende, BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sowie Fachleute. Die rund 50 ehrenamtlich Engagierten von ECOtrinova, vom u-asta der UniversitĂ€t sowie aus Vereinen und Institutionen veranstalten VortrĂ€ge, FĂŒhrungen und zeigen neue und sehr bewĂ€hrte Projekte zu erneuerbaren Energien und intelligenter Energienutzung. Weitere Themen sind die ökologische Entwicklung von Stadt und Region sowie Verbraucherschutz. Dabei gibt es zunĂ€chst populĂ€rwissenschaftliche VortrĂ€ge in der UniversitĂ€t. Vor Ort geben anschließend Projektpioniere konkrete Infos zu Klimaschutz-Vorbildern. Bisher fanden 68 Vortragstermine und 42 FĂŒhrungen mit rund 14.500 Teilnahmestunden statt. Zu den Veranstaltungen sind ĂŒber 100 VortrĂ€ge oder Dokumente veröffentlicht, die unter www.ecotrinova.de unter Projekte/Samstags-Forum abrufbar sind.

Leiter und Initiator des Samstags-Forums Regio Freiburg ist der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser aus Gundelfingen i.Br.. ECOtrinova e.V. ist ein regionaler gemeinnĂŒtziger Zusammenschluss von Instituten aus Umweltforschung, -beratung, -erziehung, umweltorientierten Vereinen, Initiativen, BĂŒros und Unternehmen sowie weiteren Interessierten aus der Region des DreilĂ€nderecks am Oberrhein.

Das Samstags-Forum trĂ€gt sich hauptsĂ€chlich durch ehrenamtliches Engagement und erhĂ€lt aktuell etwas Förderung der ECO-Stiftung, des Agenda21-BĂŒros der Stadt Freiburg sowie von der LNVStiftung des Landesnaturschutzverbandes Baden-WĂŒrttemberg e.V.. Schirmherrin ist seit Beginn des Forums die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik. Inzwischen lĂ€uft bis 12. Dezember 2009 die 9. Veranstaltungsserie des Samstags-Forums. Das Programm ist ersichtlich und herunterladbar auf der Startseite von www.ecotrinova.de.

Die Programme des Samstags-Forums Regio Freiburg, Reihe Neue Energien sowie weitere Info zum Forum finden Sie schnell auf der Startseite von www.ecotrinova.de und unter Projekte/Samstags-Forum
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Energiesparlampenentsorgung: Ein kleiner umweltpolitischer Erfolg
Die "Entsorgung" von quecksilberhaltigen Energiesparlampen ist bundesweit noch immer ein großes ungelöstes Problem. Die Mehrzahl dieser Lampen wandern immer noch in den MĂŒll. Die Firmen, die am Verkauf von Energiesparlampen verdienen, haben bisher ein eher erbĂ€rmliches Recyclingsystem aufgebaut. Im Landkreis Emmendingen gab es zu diesem Thema eine breite umweltpolitische Debatte und seit gestern auch erste Teilerfolge...

Gestern hat der Technische Ausschuss des Kreistags Emmendingen beschlossen, probehalber an zwei Recyclinghöfen im Landkreis (Emmendingen / Waldkirch) quecksilberhaltige Energiesparlampen entgegenzunehmen. Bundesweit gibt es noch viele Recyclinghöfe an denen Energiesparlampen nicht angenommen werden.

Die Verringerung der Quecksilberbelastung durch Optimierung der Energiesparlampenentsorgung ist ein kleiner Erfolg fĂŒr die Umwelt und fĂŒr die GRÜNE Kreistagsfraktion. Im Vorfeld dieser Entscheidung hatte es einen umfangreichen Schriftverkehr zu diesem wichtigen Thema gegeben. Derzeit werden laut Wikipedia nur etwa 10 % der Kompaktleuchtstofflampen ordnungsgemĂ€ĂŸ entsorgt, d. h. 90% der Energiesparlampen wandern in den MĂŒll. Viele zerbrechen in den MĂŒllfahrzeugen und in den MĂŒllbehandlungsanlagen und setzen dabei geringe Mengen hochgiftigen Quecksilbers frei.

Die GRÜNE-Kreistagsfraktion begrĂŒĂŸt die Erweiterung des bestehenden RĂŒckgabeangebots als einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, denn nur eine kleine Anzahl von BĂŒrgerInnen hebt die alten Kompaktleuchtstofflampen ein halbes Jahr auf und bringt sie zur Gefahrstoffsammlung. Mittelfristig sollte das Angebot auf alle Recyclinghöfe ausgedehnt werden und zeitgleich sollte auch das Problem der Leuchstoffröhren angegangen werden. Die gut angenommenen und organisierten Recyclinghöfe sind tatsĂ€chlich eine gute Adresse zur Lösung des Problems.

Noch besser wĂ€re allerdings ein europaweites Pfandsystem gewesen. Giftige und umweltbelastende Produkte lassen sich durch Pfandsysteme am besten in geschlossenen KreislĂ€ufen halten. Beim Verbot der bisherigen GlĂŒhbirnen hĂ€tte ein europaweites Pfand eingefĂŒhrt werden sollen. Hier ist der Gesetzgeber vor der Industrie eingeknickt.

Umfassende Infos und den Schriftverkehr zu diesem ĂŒberregional wichtigen Thema finden Sie hier:
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Autor: Axel Mayer

Walter Eberlei:
 
Walter Eberlei: "Afrikas Wege aus der Armutsfalle"
Ein Buchtipp

Afrikas Armutsfalle ist real. VielfĂ€ltige strukturelle Hindernisse begrenzen die Entwicklungschancen des Kontinents. Sub-Sahara Afrika ist und bleibt das Armenhaus der Welt. Doch Afrikas Wege aus der Armutsfalle sind ebenso real. WĂ€hrend einige LĂ€nder der Region stagnieren oder zurĂŒckfallen, machen andere beachtliche Fortschritte im Kampf gegen Armut. Dazu zĂ€hlen ein anhaltend hohes Wirtschaftswachstum sowie signifikante Fortschritte im Kampf gegen Armut und fĂŒr eine menschenwĂŒrdige Entwicklung. Zwar verpasst die aktuelle Weltwirtschaftskrise diesem Trend einen schwerwiegenden DĂ€mpfer, doch langfristig aufhalten, so die Prognose, wird sie ihn nicht.

Walter Eberlei analysiert die HintergrĂŒnde des Wandels. Detailliert belegt er, dass soziale und wirtschaftliche Fortschritte ganz entscheidend durch eine verbesserte Politik vieler afrikanischer Regierungen beeinflusst werden. Seine These: Die neue QualitĂ€t staatlichen Handelns hat ihren Ursprung in der Demokratisierung vieler LĂ€nder der Region. Eine kritische politische Öffentlichkeit schafft heute eine Binnennachfrage nach entwicklungsorientierter Politik und setzt die MĂ€chtigen zunehmend unter Handlungsdruck.

Internationale Entwicklungszusammenarbeit kann diese Trends stĂ€rken, gerade in Zeiten der Krise. Bisher hat sie aber nicht genug dazu beigetragen, demokratisches Regieren und armutsorientierte Politik in Afrika zu unterstĂŒtzen. In jĂŒngster Zeit angestoßene Reformen tragen jedoch dazu bei, die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen..

Verlag Brandes & Apsel 2009, 200 Seiten, EUR 19,90
ISBN 978-3-86099-611-9
 
 

 
Erfolgreicher Intersolarauftakt in Indien
Zum ersten Mal fand unter Beteiligung der Intersolar in
Hyderabad, im indischen Bundesstaat Andhra
Pradesh, die Solarmesse 'Solarcon' statt. An der
dreitÀgigen Veranstaltung vom 09.-11. November, der
bedeutendsten indischen Solarkonferenz mit Begleitmesse,
an der 70 ĂŒberwiegend indische Solarunternehmen
ausgestellt hatten, nahmen insgesamt 2.600
Besucher teil.

Diese Veranstaltung wurde getragen von der
Intersolar, an der die stÀdtische FWTM zu 50%
beteiligt ist, und vom amerikanischen Industrieverband
SEMI, der auch bei der Intersolar in San
Francisco Partner der FWTM ist. Die FWTMGeschĂ€ftsfĂŒhrer
Bernd Dallmann und Klaus W. Seilnacht zeigten sich
denn auch sehr zufrieden mit der dreitÀgigen
Auftaktveranstaltung im neuen
Konferenzzentrum von Hyderabad.

Eröffnet wurde die Konferenzmesse vom Premierminister
des Bundesstaates Andhra Pradesh, Shri K.
Rosaiah; das Eingangsreferat hielt der Chef des
Freiburger Fraunhofer Instituts fĂŒr Solare Energiesysteme
ISE, Prof. Eicke Weber zum Thema der
weltwirtschaftlichen Bedeutung und zu Klimaschutzaspekten
der Solarwirtschaft. Die Konferenz, an der
mehr als 500 Teilnehmer nach Hyderabad gekommen
waren, beschÀftigte sich zunÀchst mit dem aufkommenden
Markt fĂŒr Photovoltaik in Indien und
dessen WettbewerbsfÀhigkeit, den notwendigen
politischen Maßnahmen zur Förderung der Solarwirtschaft,
sowie der Finanzierung von Solaranlagen in
Indien.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete das Thema
der lÀndlichen Elektrifizierung, denn heute sind ca. 500
Mio. Inder d.h. 45 % der Gesamtbevölkerung ohne
Zugang zum elektrischen Netz, d.h. kein Strom fĂŒr
Licht, Wasserpumpen und Kommunikation. Einen
ganz wesentlichen Beitrag zur raschen Verbesserung
der Situation könne der Einsatz von kleinen, preiswerten
Solaranlagen bringen, da in weiten Teilen
Indiens die Sonnenscheindauer an 300 Tagen im Jahr
gesichert ist.

Die FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann und
Klaus W. Seilnacht, die an der dreitÀgigen Veranstaltung
in Hyderabad teilnahmen, sehen fĂŒr die
weitere Entwicklung einer Intersolar India gute Aussichten,
da die klimatischen Voraussetzungen, der
Entwicklungsstand der boomenden indischen Wirtschaft
und die Lösungsangebote der Solarwirtschaft
fĂŒr die drĂ€ngenden Probleme des indischen
Subkontinents sehr vielversprechend seien.
 
 



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