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Samstag, 21. Oktober 2017
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Verschiedenes

Wanderprojekt „10.000.000 Schritte“ startet auf dem Deutschen Wandertag in Freib
Deutschlandwanderung, Dr. Heidi Lehmal und Mitwanderer / Foto: DBU
 
Wanderprojekt „10.000.000 Schritte“ startet auf dem Deutschen Wandertag in Freib
Wanderungen fĂŒhren zu Umweltpionieren und ökologischen Innovationen, die die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) initiiert hat – Interessierte können noch mitmachen!

Die ersten Schritte der Aktion „10.000.000 Schritte – DBU ĂŒberall in Deutschland“ werden auf dem Deutschen Wandertag in Freiburg gemacht. In der Feierstunde des Deutschen Wanderverbandes (DWV) am 8. August um 10.30 Uhr im Konzerthaus eröffnet Verena Exner, Referatsleiterin fĂŒr Umweltkommunikation in der mittelstĂ€ndischen Wirtschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Bildungsprojekt. Damit werde ein ganz neues Bildungsformat erprobt, erklĂ€rt die DBU-Expertin. Sie gibt den Weg frei fĂŒr Dr. Heidi Lehmal, Projektleiterin und Vorsitzende des Vereins „10.000.000 Schritte – fit durch Deutschland“, die in Freiburg mit einer offenen Gruppe zur ersten Tour startet. Bis zum 14. August besucht sie ökologische Vorzeige-Projekte der DBU: Von Freiburg geht es nach Denzlingen ĂŒber den Feldberg bis nach Lörrach. Interessierte können noch mitkommen – auch tageweise. Insgesamt organisiert Lehmal acht ein und zweiwöchige Wandertouren in Deutschland zu Umweltinnovationen. In einem Jahr endet die letzte Wanderung auf dem Deutschen Wandertag 2011 in Melle.

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, PrĂ€sident des Deutschen Wanderverbandes, sagt: „Das Projekt 10 Millionen Schritte greift wichtige Themen des Deutschen Wanderverbandes, wie Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Bewegung und Gesundheit, auf. Daher fördern wir gerne die AktivitĂ€ten von Dr. Lehmal und freuen uns, dass die Deutschen Wandertage in Freiburg und in Melle Start- und Endpunkt der Aktion sind.“

Dr. Dieter Salomon, OberbĂŒrgermeister der Stadt Freiburg, unterstĂŒtzt als Schirmherr fĂŒr die Region diese „bemerkenswerte Aktion“, fĂŒr die man sich auf www.10000000schritte.de anmelden kann: „Freiburg ist eine dem Klima- und Umweltschutz besonders verpflichtete Stadt und als Zentrum des sĂŒdlichen Schwarzwalds eine der attraktivsten deutschen Erholungslandschaften.“ Viele Projekte wurden in der Region mit UnterstĂŒtzung der DBU angeschoben. Aktuelle und ehemalige DBU-Projektpartner ermöglichen Einblicke in ihr Wirken, auch TrĂ€ger des Deutschen Umweltpreises der DBU gestalten das Programm auf den Wanderungen mit. So entsteht ein intensiver Austausch ĂŒber ökologische Zukunftsfragen und ein Netzwerk aus interessanten Köpfen der Umweltbranche.

Verena Exner: „Mit dem Projekt beschreitet die DBU im wahrsten Wortsinn neue Wege. Quasi im Vorbeigehen findet der Wissenstransfer zwischen Projektverantwortlichen und interessierten Teilnehmern statt. Wir sind sehr gespannt, wie erfolgreich diese Art der Wissensvermittlung ist.“ FĂŒr dieses Jahr hat die wanderbegeisterte Biologin Lehmal noch zwei weitere einwöchige Touren geplant: durch das Rheinland und den Harz. 2011 soll es dann fĂŒnf Wanderungen geben. Im August 2011 auf dem 111. Deutschen Wandertag in Melle schließt das Projekt mit einer Abschlussveranstaltung.

Finanziell gefördert wird das Projekt von der DBU. Neben dem DWV unterstĂŒtzen als Kooperationspartner außerdem das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH), das Bildungswerk Ökologie (BWÖ) sowie die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Bremen die Wanderungen, fĂŒr die ĂŒbrigens auch Bildungsurlaub beantragt werden kann.

„Weil Wandern nicht nur der körperlichen Fitness dient, sondern auch Geist und Seele anregt, können Informationen und EindrĂŒcke der besuchten Stationen besonders gut aufgenommen werden und nachwirken“, erklĂ€rt Projektleiterin Lehmal. Im Jahr 2009 ging sie 365 Tage zu Fuß quer durch Deutschland und legte 7.000 Kilometer zusammen mit insgesamt 1.300 Menschen zurĂŒck. Ihre Aktion zur Gesundheitsförderung und Vorbeugung durch Bewegung war „AusgewĂ€hlter Ort im Land der Ideen“ 2009.
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Trinkwasser wird Menschenrecht
Dreckiges Trinkwasser in Nepal. © Simon de Trey White / WWF-UK
 
Trinkwasser wird Menschenrecht
WWF begrĂŒĂŸt UN-Resolution als „Schritt in die richtige Richtung“

Über 1 Milliarde Menschen haben bereits heute keinen oder keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wachsende Bevölkerungszahlen und schlechtes Management der Wasserressourcen verschĂ€rfen die Situation kontinuierlich. „Wir befinden uns zunehmend in einer weltweiten Wasserkrise. Daher war es höchste Zeit den Zugang zu sauberem Trinkwasser fĂŒr alle Menschen auf der Erde in einer UN-Resolution zu verankern“, sagt Dorothea August, WWF-Expertin fĂŒr Wasserressourcenmanagement. „Das Menschenrecht auf sauberes Wasser weltweit ist ein großer Schritt. Damit wird auch die Verantwortung fĂŒr das Management der natĂŒrlichen Wasserressourcen neu und erweitert verankert. Wer allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen will, kann dies nur durch den Schutz der Wasser-Ökosysteme erreichen.“

Besonders wichtig sei es, so der WWF, dass GewĂ€sser und Wasserressourcen endlich grenzĂŒberschreitend gemanagt und bewirtschaftet wĂŒrden. „Nur intakte Ökosysteme können die fĂŒr uns Menschen ĂŒberlebensnotwendigen Dienstleistungen erbringen“, sagte August. Die jetzt verabschiedete UN-Resolution dĂŒrfe daher nur ein erster Schritt sein. „Wir brauchen völkerrechtlich verbindliche Resolutionen und endlich eine Umsetzung der Internationalen UN-Konvention zu einem grenzĂŒbergreifenden Management von Wasserressourcen“, fordert WWF-Expertin August. Diese UN-Konvention ist als rechtlich bindender Rahmen fĂŒr die Bewirtschaftung grenzĂŒberschreitender SĂŒĂŸwasservorkommen, wie etwa FlĂŒsse, Seen oder Grundwasser gedacht, wurde allerdings bis heute nicht ratifiziert.

Obwohl unser Planet zu mehr als 70 Prozent damit bedeckt ist, wird Wasser zunehmend ein knappes Gut. Denn gerade mal drei Prozent dieser gewaltigen Mengen sind SĂŒĂŸwasser, und wiederum nur ein Drittel davon ist fĂŒr die menschliche Nutzung erreichbar.
 
 

Freiburg packt an: Ambrosia-Ausrupf-Aktion in Ebnet
BeifußblĂ€ttriges Traubenkraut / Bild: Wikipedia
 
Freiburg packt an: Ambrosia-Ausrupf-Aktion in Ebnet
Helferinnen und Helfer willkommen!

Am Samstag, 31. Juli veranstaltet das Garten- und
Tiefbauamt (GuT) ab 8 Uhr gemeinsam mit der
Ortsverwaltung Ebnet im Rahmen von "Freiburg packt an"
eine Ambrosia-Rupf-Aktion in Ebnet. Dort wÀchst Ambrosia
am Rande von Fuß- und Radwegen.

Ambrosia ist eine Pflanze, die bei Hautkontakt, aber vor allem
durch ihre hochallergenen Pollen, schwere allergische
Reaktionen hervorrufen kann. Durch das jÀhrliches Ausrupfen
der Pflanzen, die ĂŒblicherweise durch Vogelfutter verbreitet
werden, haben sich die BestÀnde in den letzten Jahren
deutlich verringert.

Helferinnen und Helfer sind willkommen. Treffpunkt ist um 8
Uhr am RĂŒckhaltebecken östlich von Ebnet. Empfohlene
AusrĂŒstung: geschlossene Schuhe, lange Hosen und
Oberteile mit langen Ärmeln. Jede Teilnehmerin und jeder
Teilnehmer erhÀlt Informationsmaterial und Handschuhe. Die
Aktion findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich. Die Aktion dauert etwa anderthalb Stunden.
 
 

KlimabĂŒndnis Freiburg zum Platz der Alten Synagoge
Platz der alten Synagoge / Foto: G Loeser
 
KlimabĂŒndnis Freiburg zum Platz der Alten Synagoge
Freiburger KlimabĂŒndnis fĂŒr grĂŒnen ruhigen sommerkĂŒhlen Platz mit 2000 FahrradabstellplĂ€tzen und Solarnutzung.

Interessen von Studierenden und MitbĂŒrgerInnen beachten statt „SteinwĂŒste“

Als Platz der Alten Synagoge zwischen UniversitĂ€t und Stadttheater benötigen Studierende, andere UniversitĂ€tsnutzerInnen und BĂŒrgerschaft einen grĂŒnen, ruhigen, sommerkĂŒhlen Platz mit ĂŒber 2000 FahrradstellplĂ€tzen, als Sofortmaßnahme 1000 RadstellplĂ€tze. Die Solarstadt und Green City Freiburg sollte dort auch Solarenergienutzung vorsehen. Diese Forderungen, die von bisherigen Planungen nicht beachtet wurden, richtete das KlimabĂŒndnis Freiburg jetzt an den Gemeinderat und die Stadt Freiburg mit Blick auf die neue öffentliche und anstehende Gemeinderats-Debatte zur Umgestaltung des Platzes der Alten Synagoge.

Das KlimabĂŒndnis fordert nun fĂŒr den Platz die volle BerĂŒcksichtigung der Interessen der Studierenden und anderer Nutzer und Besucher der dortigen UniversitĂ€ts-GebĂ€ude. Insbesondere mĂŒssen dort fĂŒr sie und Besucher benachbarter GebĂ€ude wie des Stadttheaters wenigstens 2000 FahrradabstellplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen, um das zeitweise Fahrradabstellchaos und den steigenden Bedarf zu bewĂ€ltigen. Die angrenzenden bzw. von dort zugĂ€nglichen KollegiengebĂ€ude KG 1, KG 2 und KG 3 haben ĂŒber 4000 HörsaalplĂ€tze, Bibliotheken und Seminare nicht mitgerechnet. Kommen 1000 Personen per Rad, öfters sind es viel mehr, ist es unmöglich, im Nahbereich dieser GebĂ€ude einen Fahrradstellplatz mit Anschließmöglichkeit gegen Diebstahl zu finden. Studien- und Teilnehmerzeit geht mit Stellplatzsuche verloren, z.B. bei WindstĂ¶ĂŸen kippen lose RĂ€dergruppen dominoartig um. Andere Stellplatzsucher, etwa BerufstĂ€tige, Rad-Touristen, Besucher des Stadttheaters oder benachbarter GeschĂ€fte und Gastronomie gehen leer aus. Berthold- und Rempartstr. sind mit abgestellten RĂ€dern bereits hĂ€ufig ĂŒberlastet. Steigende Studierenden-Zahlen, schon bald wegen des Doppelabitur-Jahrgangs, machen die VerhĂ€ltnisse noch untragbarer.

Sofortmaßnahmen der Stadt, die ja Radverkehr befĂŒrwortet, sind daher ĂŒberfĂ€llig. Das KlimabĂŒndnis schlĂ€gt dazu vor, den bestehenden unansehnlichen Parkplatz und sein direktes Umfeld am Rotteckring zwischen KG 2 und Stadttheater schon in 2010/2011 zunĂ€chst auf flĂ€cheneffiziente Art fĂŒr mindestens 1000 RĂ€der verfĂŒgbar zu machen. Architektonisch elegant kann der Radbereich mit teilweise begrĂŒnten SolarstromdĂ€chern verschattet werden. Mittelfristig mĂŒssen aber zwischen Stadttheater und UniversitĂ€t ĂŒber 2000 FahrradabstellplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen.

Wichtig ist dem KlimabĂŒndnis, dabei alle BĂ€ume und den Rasen am Platz zu erhalten. Im Sommer sind große LaubbĂ€ume ein Mittel, angenehmere Temperaturen zu schaffen, dies mit Schatten und VerdunstungskĂŒhlung durch Tausende BlĂ€tter. Das spĂŒren die MitbĂŒrgerInnen sofort, etwa auf Teilen des Rathausplatzes, oder z.B. dort, wo in Freiburg-Vauban der alte große Baumbestand erhalten blieb. Wenig bekannt ist, dass GrasflĂ€chen nachts besonders gut auskĂŒhlen und abends bis morgens frĂŒh nach Hitze Linderung verschaffen. Nachdem beim kĂŒrzlichen Umbau des Innenhofes der UniversitĂ€t wenig GrĂŒn, aber viel Stein, auch SteinbĂ€nke und wenig Holz zum Tragen kamen, droht die Umgebung der KollegiengebĂ€ude der UniversitĂ€t zur Beinahe-SteinwĂŒste zu werden. Die bestehende Wiese wird, auch weil ein StĂŒck grĂŒne Natur, von Studierenden gern und zeitweise auch stark fĂŒr Pausen, GesprĂ€che und Entspannung vom Studienstreß und zum Lernen genutzt. Wenige geplante SteinbĂ€nke wĂ€ren kein Ersatz dafĂŒr, sondern eine untragbare Verschlechterung.

Zudem ist der Platz nicht fĂŒr Veranstaltungen mit Beschallung geeignet. FremdgerĂ€usche stören sehr beim Lehrbetrieb und Lernen, bei Gedanken, PrĂŒfungen und GesprĂ€chen. Manche Uni-RĂ€ume haben keine automatische LĂŒftung oder KĂŒhlung und mĂŒssen dies ĂŒber geöffnete Fenster vornehmen.

Das KlimabĂŒndnis begrĂŒĂŸt die kĂŒrzliche öffentliche Stellungnahme von Professor Helmut Mayer vom Meteorologischen Institut der Freiburger UniversitĂ€t zu Hitzeproblemen, die eine Umsetzung der bestehenden Planung fĂŒr den Platz im Sommerhalbjahr mit sich bringen wĂŒrde. Es begrĂŒĂŸt außerdem die parallele aktuelle Pressemitteilung der UnabhĂ€ngigen Studierenden-Vereinigung u-asta an der UniversitĂ€t Freiburg, deren Forderungen in die gleiche Richtung zielen wie die des KlimabĂŒndnis.

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Das KlimabĂŒndnis Freiburg ist ein Zusammenschluss engagierter BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, unterstĂŒtzt u.a. von AK Energie & Umwelt, AK Wasser im BBU e.V., BUND RV SĂŒdlicher Oberrhein und Stadtkreisgruppe Freiburg, econzept, ECOtrinova e.V., Energieagentur Regio Freiburg, fesa e.V., fesa GmbH, Greenpeace Gruppe Freiburg, Ö-quadrat, VCD Verkehrsclub Deutschland RV SĂŒdlicher Oberrhein e.V., waswirtun.de
 
 

Kastanienminiermotte: 250 NistkĂ€sten fĂŒr Meisen in Herdern aufgehĂ€ngt
Blaumeise in einer Rosskastanie vertilgt Miniermotten / Foto: Hajotthu, Wikipeda
 
Kastanienminiermotte: 250 NistkĂ€sten fĂŒr Meisen in Herdern aufgehĂ€ngt
Erste Bilanz: Engagement vieler BĂŒrgerinnen und BĂŒrger hat sich bewĂ€hrt

Laubsammelaktion zeigt erste Erfolge

Erfreulich viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger waren im letzten
Herbst dem Aufruf des Garten- und Tiefbauamtes (GuT)
gefolgt und haben regelmĂ€ĂŸig das herabgefallene
Kastanienlaub in die speziell fĂŒr diesen Zweck kostenlos zur
VerfĂŒgung gestellten gelben SĂ€cke gesammelt.

Grund fĂŒr diese stadtweite Sammelaktion waren die Larven
der so genannten Kastanienminiermotte. Sie befallen nun
schon seit ĂŒber zehn Jahren viele KastanienbĂ€ume in
Freiburg und können sogar im Laub ĂŒberwintern. Der
SchÀdlingsbefall ist schnell sichtbar, da die BÀume ihre
BlĂ€tter viel zu frĂŒh abwerfen; zwar sterben die Kastanien
deshalb nicht ab, aber sie werden in ihrem Lebenszyklus
geschwÀcht und anfÀllig gegen andere Krankheiten.

Nun legt das GuT eine erste Bilanz der Laubsammelaktion
vor: Bei den Kastanien des Alten Friedhofs in Herdern, wo
durch eine Patenschaft und durch viele engagierte
BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern einmal wöchentlich Laub
gesammelt wurde, sind die BlÀtter in diesem Jahr deutlich
weniger befallen. In unmittelbarer Nachbarschaft, in der
Stadtstraße, wurde das Laub nicht so regelmĂ€ĂŸig entfernt und
dort ist der Befall in diesem Jahr deutlich stÀrker.

Kastanienminiermotten können selbstverstÀndlich fliegen. Sie
bevorzugen aber einen möglichst nahestehenden
Kastanienbaum, bevor sie sich auf die Suche nach neuen
Eiablagemöglichkeiten machen. Diese Bequemlichkeit des
SchĂ€dlings ist ĂŒberall in Freiburg zu beobachten, wie
Eschholzpark, StĂŒhlinger Kirchplatz oder Faulerpark. Auch
wenn sich Interessierte nur um eine einzelne Kastanie vor
ihrem Haus und nicht um die ganze Straße kĂŒmmern können,
tritt die Kastanienminiermotte, so die Erfahrungen der
Mitarbeiter des GuT, deutlich weniger stark auf.

In diesem FrĂŒhjahr wurden zusĂ€tzlich in einem Pilotprojekt
250 NistkĂ€sten in den KastanienbĂ€umen in der Karlstraße
und Mozartstraße aufgehĂ€ngt, um Kohl- und Blaumeisen eine
Wohn- und Brutgelegenheit anzubieten. Noch lÀsst sich nichts
Genaues ĂŒber die Belegungszahlen sagen. Anfang August
wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GuT
systematisch erheben, wie die Meisen das Angebot
angenommen haben. Dazu sind auch interessierte Freiwillige
herzlich willkommen.

Mit den NistkĂ€sten will das GuT die Zahl der brĂŒtenden
Meisen erhöhen, da Meisen gezielt in KastanienbÀumen nach
den Kastanienminiermotten suchen. Meisen benötigen
besonders wÀhrend der Brutzeiten bis zu 500 (!) Raupen
tÀglich. In guten Jahren können diese Vögel drei Bruten mit
jeweils etwa fĂŒnf bis zehn Jungvögel aufziehen. Kohl- und
Blaumeisen sowie ihre Jungen können bis zu 150 Kilogramm
Raupen und Insekten jÀhrlich vertilgen.

Inzwischen sind zahlreiche NistkÀsten bewohnt und die
Meisen nehmen wirklich akrobatische Leistungen auf sich und
arbeiten so lange an den BlÀttern, bis sie die Larven der
Kastanienminiermotte herausgepickt haben. Fazit des Gartenund
Tiefbauamtes: die neuen Mitarbeiter bewÀhren sich
bestens.

Wie 2009 soll auch in diesem Jahr einerseits wieder
regelmĂ€ĂŸig herabgefallenes Kastanienlaub aufgesammelt
werden, andererseits sollen Freiburgerinnen und Freiburger
weiter ermuntert werden, ab Herbst weitere NistkÀsten im
gesamten Stadtgebiet aufzuhÀngen.

Die gelben LaubsĂ€cke fĂŒr das Kastanienlaub werden ab
Anfang August wieder ĂŒber die Ortsverwaltungen und
RathĂ€user kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt. Sie sind aber nur
fĂŒr Kastanienlaub bestimmt und werden nur abgeholt, wenn
sie damit befĂŒllt sind.

Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die sich bei diesem ungewöhnlichen
Projekt engagieren wollen, können sich beim GuT unter den
Telefonnummern: 201-4712 und 201-4711oder per E-Mail
unter gut@stadt.freiburg.de melden.
 
 

Alarmzeichen AlgenblĂŒte in der Ostsee
AlgenblĂŒte in der schwedischen Ostsee © Jarmo Syvaenen / WWF
 
Alarmzeichen AlgenblĂŒte in der Ostsee
WWF warnt: Riesige Blaualgenschicht raubt der Ostsee Sauerstoff

Hamburg/Stralsund - In der Ostsee hat sich ein riesiger Algenfilm gebildet, der sich ĂŒber 1600 km in der LĂ€nge und 190 km in der Breite erstreckt. Rund 377.000 Quadratkilometer der WasseroberflĂ€che in der Ostsee sind derzeit von einer Schicht aus Blaualgen bedeckt. Der aktuelle Algenfilm ist der grĂ¶ĂŸte, der seit 2005 in der Ostsee beobachtet wurde. Nach Ansicht des WWF tragen die AlgenblĂŒten wie in diesem Jahr zur VerschĂ€rfung der immensen Sauerstoffprobleme der Ostsee bei. Die Schicht aus Blaualgen zieht sich derzeit von Finnland bis in die Pommersche Bucht und nordwestlich von RĂŒgen hin. In den deutschen KĂŒstengewĂ€ssern sind besonders das Achterwasser/Oderhaff und der Strelasund betroffen.

„Hohe Temperaturen, wenig Wind und ein ĂŒberdĂŒngtes Meer – das sind perfekte Bedingungen fĂŒr Algenwuchs“ erlĂ€utert Jochen Lamp, Leiter des WWF-OstseebĂŒros. AlgenblĂŒte sei eigentlich ein natĂŒrliches PhĂ€nomen. Aufgrund des hohen NĂ€hrstoffgehalts in der Ostsee vermehrten sich die Algen jedoch explosionsartig. „Riesige Algenteppiche schaden in erster Linie der Meeresumwelt. Pflanzen sterben ab und regelrechte Todeszonen ohne Sauerstoff bilden sich am Meeresgrund weiter aus“. Sterben die Algen ab, wird besonders viel Sauerstoff verbraucht und giftiger Schwefelwasserstoff gebildet, der allen Organismen am Ostseegrund schadet.

Einen Grund fĂŒr das Massenwachstum der Blaualgen sieht der WWF in den NĂ€hrstoffeintrĂ€gen aus der Landwirtschaft. Über FlĂŒsse gelangen große Mengen Stickstoff und Phosphor aus DĂŒngemitteln ins Meer, die bei gĂŒnstigen Witterungsbedingungen die AlgenblĂŒte vorantreiben. „ÜberdĂŒngung ist das grĂ¶ĂŸte Umweltproblem der Ostsee und der Motor fĂŒr die Ausbreitung der sauerstoffarmen Zonen“ sagt Jochen Lamp weiter. „Es ist unverantwortlich, wenn die Ostseeanrainer einerseits ehrgeizige Ziele zum Stopp des NĂ€hrstoffeintrags beschließen, und dann dieselben Staaten die ÜberdĂŒngung anheizen“. In Schweden ist beispielsweise kĂŒrzlich die DĂŒngemittelsteuer abgeschafft worden. In Mecklenburg-Vorpommern wurde das Landeswassergesetz so geĂ€ndert, dass statt bisher bis auf sieben Meter jetzt bis auf einen Meter an GrĂ€ben und BĂ€che heran gedĂŒngt und gespritzt werden darf.

Zum Schutz der belasteten Ostsee fordert der WWF daher strengere MaßstĂ€be fĂŒr die LandwirtschaftseintrĂ€ge, einen ostseeweiten Bann von Phosphaten in Waschmitteln und die konsequente Abwassereinigung von Kreuzfahrt- und FĂ€hrschiffen in der Ostsee. Die AbwĂ€sser mĂŒssten zudem wĂ€hrend der Liegezeit in den HĂ€fen entsorgt werden. SchĂ€tzungsweise 340 Tonnen Stickstoff und 112 Tonnen Phosphor gelangen jedes Jahr aus AbwĂ€ssern der Passagierschifffahrt direkt ins Wasser der Ostsee.
 
 

 
Niedriger Dreisampegel aufgrund der anhaltenden Trockenheit
Wasserentnahme aus Freiburgs GewÀssern verboten

GrundsÀtzlich kann jeder Wasser aus öffentlichen GewÀssern in
geringen Mengen entnehmen, um beispielsweise die Pflanzen im
Garten zu gießen. Ab sofort ist dies jedoch verboten, weil durch
das anhaltende trockene Wetter der Wasserpegelstand stark
gesunken ist. Das wenige Wasser muss jetzt ausschließlich fĂŒr
den Erhalt der natĂŒrlichen LebensvorgĂ€nge in und an den
GewĂ€ssern zur VerfĂŒgung bleiben. Darauf weist das stĂ€dtische
Umweltschutzamt hin.

Ausschlaggebend fĂŒr das Wasserentnahmeverbot ist der
Pegel der Dreisam in Ebnet. Sobald dort ein Stand von 28
Zentimetern unterschritten wird, fĂŒhren auch die anderen
GewÀsser in Freiburg wenig Wasser. Dann ist die
motorunterstĂŒtzte Entnahme von Wasser verboten. Wer jetzt
GĂ€rten und GrĂŒnflĂ€chen gießen will, muss daher den eigenen
Wasserhahn oder Zisternen und RegenwasserfÀsser nutzen.

Wie hoch der aktuelle Pegelstand der Dreisam gerade ist,
kann jederzeit telefonisch unter der Nummer: 65049 erfragt
werden.
 
 

Klimaschutz zum Anfassen
fesa eV Klimaschutz zum Anfassen / Foto fesa.e.V.
 
Klimaschutz zum Anfassen
Grundschulprojekt startet in die zweite Runde

2009 entwickelte der fesa e.V. das Projekt „Klimaschutz zum Anfassen“. Seit April 2010 finden erfolgreich die ersten Schulbesuche statt. Die Unterrichtseinheit ermöglicht den Kindern auf spielerische Art erste BerĂŒhrungen mit dem Thema Klimaschutz. Durch das zusĂ€tzliche Engagement der Volksbank Freiburg eG und der EWS Schönau kann die Freiburger BĂŒrgerstiftung auch die nĂ€chsten 20 angemeldeten Schulklassen fördern.

Anhand von GegenstĂ€nden, wie Energiesparlampen oder der Regiokarte erlernen die Kinder wie sie das Klima schĂŒtzen können. Die GegenstĂ€nde kommen aus den Bereichen Wohnen, Konsum, Unterwegs und ErnĂ€hrung. Die Kinder erhalten durch das Projekt eine motivierende, positive HeranfĂŒhrung an das Thema Klimaschutz. „Das Klima schĂŒtzen ist ja gar nicht so schwer“, stellt ein SchĂŒler beim Abschlussspiel mit dem Ball begeistert fest. Auf diese Weise legt die Unterrichtseinheit einen ersten Grundstein fĂŒr die KlimaschĂŒtzer von morgen. Der fesa e.V. fĂŒhrte das Projekt bisher in elf Schulklassen durch. Die Freiburger BĂŒrgerstiftung förderte davon zehn Schulbesuche, die in Freiburg stattfanden. „Gerade bei den „Kleinen“ sehen die Stifter und Zeitstifter der Freiburger BĂŒrgerstiftung eine große Chance, das Thema Klimaschutz und verantwortungsvolles Handeln in die Schulen und ElternhĂ€user zu tragen“, beobachtet Hanna Lehmann, Stiftungsratvorsitzende der Freiburger BĂŒrgerstiftung.

„Wir freuen uns, dass die Freiburger BĂŒrgerstiftung ihr Motto „Die Zukunft fĂŒr Freiburg gestalten“ mit dem fesa umsetzen möchte“, berichtet Stefanie Witt, Projektleiterin „PĂ€dagogik“ beim fesa e.V.

Der fesa e.V. entwickelte bereits mehrere Klimaschutzprojekte fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler und fĂŒhrte diese erfolgreich durch. Das Projekt „Kinder erklĂ€ren Erneuerbare Energien“ wurde zum Beispiel mit mehreren Projektpartnern (Solare Zukunft e.V., econ-zept, PH Freiburg) konzipiert. Es fand in ganz SĂŒdbaden großen Anklang. Die Kinder experimentierten mit einer mobilen Solarwerkstatt und hielten ihre Ergebnisse anschließend mit der Videokamera fest. Momentan ist eine Weiterentwicklung dieses Projekts in Planung.

Kinder sind offen fĂŒr das Thema Klimaschutz. Im Rahmen von pĂ€dagogischen Projekttagen oder Unterrichtseinheiten vermittelt der fesa e.V. ihnen auf spielerische Weise die Aspekte des Klimaschutzes. Die Kinder lernen, dass jeder Einzelne viel tun kann, um das Klima zu schĂŒtzen. Die Klassenbesuche erreichen viele Kinder, die ihr Wissen an Verwandte und Freunde weitergeben können. Die Schulbesuche verlaufen sehr praxisnah ab und der Spaß kommt auch nicht zu kurz. Durch eine eigenstĂ€ndige Erarbeitung der Themen vertiefen die Kinder das Wissen und können es dauerhaft behalten. Jede Lerneinheit endet mit einer fröhlichen Abschlussrunde, in der das neu erworbene Wissen wiederholt und dadurch gefestigt wird.

Die Projektidee ĂŒberzeugte die EWS Schönau und die Volksbank Freiburg eG, so dass sie ĂŒber die Freiburger BĂŒrgerstiftung „Klimaschutz zum Anfassen“ fĂŒr 20 weitere Schulklassen fördern. Anmelden können die Schulen sich ab sofort; die Unterrichtsbesuche werden nach den Sommerferien stattfinden. Die Vergabe erfolgt nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Deshalb sollten sich Interessenten baldmöglichst anmelden.
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