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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

Fischgenuss mit gutem Gewissen
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Fischgenuss mit gutem Gewissen
Neuer WWF-Einkaufsratgeber empfiehlt Ostseedorsch, Karpfen und Sprotte / 10 Jahre erfolgreiche Verbraucherinformation im „Fischführer“

Hamburg - Welchen Fisch kann ich mit gutem Gewissen essen? Diese Frage beantwortet die sechste Ausgabe des WWF-Einkaufsratgebers für Fisch und Meeresfrüchte, die heute veröffentlicht wurde. Eine gute Wahl sind demnach Dorsch und Hering aus der östlichen Ostsee, Sprotten aus Nord- und Ostsee sowie Lachs aus dem Ost-Pazifik. Dagegen sollte man auf Rotbarsch, Schwertfisch, tropische Garnelen und Aal lieber verzichten. Eine grundsätzliche Orientierung an der Fischtheke bieten die Umweltsiegel von MSC, Naturland und Bioland. Wer sich nach diesen Siegeln richtet, kann zwischen 35 Fischarten wählen. Der WWF Ratgeber bewertet 115 handelsübliche Arten, die nicht aus zertifizierter Quelle erhältlich sind, nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden. 38 der bewerteten Fischereien und Zuchten gelten demnach als „Gute Wahl“, 61 als „Zweite Wahl“, 89 fallen in die Kategorie „Lieber nicht“.

„Die Situation insgesamt ähnelt dem Vorjahr – für Sorgenkinder wie Nordseekabeljau gibt es keine Entwarnung“ sagt Catherine Zucco, Fischereiexpertin beim WWF. Wo es Veränderungen in der Bewertung gibt, gehe der Trend meist nach unten. „Immer mehr Fanggebiete müssen herabgestuft werden, da die befischten Bestände zu stark unter Druck stehen“. In Europa gelten bereits drei von vier kommerziell genutzten Fischbeständen als überfischt. Der WWF fordert daher von der laufenden Reform der Europäischen Fischereipolitik einen entschlossenen Kurswechsel zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Fischerei.

Beim Konsumenten ist die Problematik mittlerweile angekommen: Neun von zehn deutschen Verbrauchern verlangen Fisch aus nachhaltigen Quellen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des WWF hervorgeht. „Wer konsequent Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltiger Fischerei oder Bio-Zucht kauft, hilft dabei, die Meere und ihren natürlichen Fischreichtum zu schützen. Verantwortungsvoller Fischkonsum schafft ein Gegengewicht zur Plünderung der Meere“, betont Zucco. Jeder Deutsche konsumiert im Jahr durchschnittlich 15,7 Kilogramm Fisch. „Da macht es einen großen Unterschied, ob man sich für nachhaltig gefangenen Fisch entscheidet.“

Auch Liebhaber von Krustentieren sollten stärker auf Herkunft und Fangmethode oder Umweltsiegel achten. Langusten sind oftmals überfischt und auch die Jagd auf Scampi und Eismeergarnelen ist problematisch, weil zu viele Jungfische in den Grundschleppnetzen verenden. Auch die Nordseekrabbe stuft der WWF deswegen als zweite Wahl ein. Tropische Shrimps ohne Bio-Siegel stammen fast immer aus umweltschädigender Aquakultur. „Egal ob es um winzige Krabben oder armlange Hummer geht, es gibt es kaum Krustentiere, die wir noch ohne Einschränkung zum Verzehr empfehlen können“ so Fischereiexpertin Zucco. Viele Krustentiere zählen zu den Schlüsselarten im jeweiligen ökologischen Gefüge.

Mit der beliebten Entscheidungshilfe für unterwegs gibt der WWF dem Verbraucher mittels Ampelsystem eine schnelle Orientierung für den Restaurantbesuch oder die Fischtheke im Supermarkt. Als erste deutsche Umweltorganisation veröffentlichte der WWF ab 2001 Verbrauchertipps in Sachen Fisch, damals als Broschüre. Mittlerweile ist der umfassende Ratgeber für Fisch und Meeresfrüchte als kostenfreie App für Smartphones und iPhones verfügbar. Die gedruckte Kurzversion für die Brieftasche listet Empfehlungen für 60 Arten. „Egal in welcher Form - der WWF-Fischratgeber ist ein Erfolgsmodell. Seit zehn Jahren können sich Verbraucher, an der Fischtheke für den Schutz der Meere stark machen“, bilanziert Catherine Zucco. Das öffentliche Bewusstsein für das Problem der Überfischung sei stark gewachsen. Neben Konsumenten habe der Ratgeber auch Fischhändler und Gastronomen in Bewegung gebracht. „Nachhaltige Fischerei und Zucht hat in der Fischbranche einen höheren Stellenwert bekommen. Das ist ein großer Erfolg, aber es bleibt noch viel zu tun“ so Zucco.

Für den WWF Ratgeber wurden Fischbestände und Zuchten mit Methoden bewertet, die unter dem Dach der Seafood Choices Alliance von mehreren Umweltverbänden entwickelt worden sind. Berücksichtigt werden dabei Informationen zum Zustand der Fischbestände sowie zu den Umweltauswirkungen und dem Management von Fischereien und Zuchten. Angaben über die Herkunft der Fischarten sind den Informationen entnommen, die der Handel den Verbrauchern bereit stellt.
 
 

 
Weiter Disput um Suche nach Endlager für radioaktive Abfälle in der Schweiz
Waldshut-Tiengen (mr) „Wir werden die Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle in der benachbarten Schweiz weiterhin mit einem wachsamen Auge verfolgen“, so Landrat Tilman Bollacher als erste Reaktion zum Entscheid des Schweizerischen Bundesrates zum Abschluss der 1. Etappe des 3-stufigen Sachplanverfahrens geologische Tiefenlager.
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Bewegte und bewegende Bilder
 
Bewegte und bewegende Bilder
NABU Hamburg startet mit eigenem Internet-TV-Kanal

Hamburg - Der NABU Hamburg stellt ab sofort in einem eigenen Internet-TV-Kanal unter www.NABU-TV.de seine Naturschutzarbeit vor. In 13 Filmen berichtet der Umweltverband über seine Infozentren, sein Angebot zum Natur erleben und seine Veranstaltungen. Ergänzt wird dies durch Beiträge über Naturschutzprojekte und durch NABU-Tipps für jedermann.

„Unser Ziel ist es, mit bewegten und bewegenden Bildern im NABU-TV für den Naturschutz zu werben“, erklärt Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg das Ziel. „Wir haben damit unser bisher schon interessantes und informatives Angebot im Internet um einen innovativen und unterhaltsamen Aspekt ergänzt. Damit möchten wir die Zuschauer motivieren, mit uns für die Natur aktiv zu werden.“ Schon vor der Teilnahme an einer NABU-Veranstaltung oder einem Arbeitseinsatz, kann man sich jetzt darüber informieren, wie solche Einsätze ablaufen. Porschke: „Wer in den Beiträgen sieht und hört, wie viel Spaß den Teilnehmern die Naturschutzarbeit macht, bekommt viel eher Lust selbst mitzumachen.“

Thomas Witt von der Agentur Moving Adventures Medien GmbH, die die Beiträge produziert hat, erläutert das Filmkonzept: „Die Beiträge sollen vor allem ein authentisches Bild von der Arbeit und dem Engagement der NABU-Mitglieder zeigen. Deshalb kommen die Teilnehmer von NABU-Veranstaltungen und die Naturschützer des Verbandes selbst zu Wort. Denn sie können am besten, zum Teil sehr emotional, aus ihrer eigenen Erfahrung berichten.“

Finanziert hat das Projekt die Firma Globetrotter Ausrüstung. Fabian Nendza, bei Globetrotter zuständig für Corporate SocialResponsibility, sagt dazu: „Um den Naturschutz voranzubringen, fördern wir gerne innovative Projekte wie dieses. Damit erhoffen auch wir uns einen größeren Zuspruch für die Arbeit des NABU.“ Für die Zukunft ist eine weitere Zusammenarbeit geplant. „Nachhaltigkeit ist für uns keine Worthülse, ganz im Gegenteil: Wenn wir erst einmal ein Projekt angeschoben haben, bleiben wir auch in Zukunft dran, um die Weiterentwicklung zu gewährleisten“, verspricht Nendza.

Die Filme von rund fünf Minuten Länge sind sowohl unter www.NABU-TV.de, einem Subchannel von 4-Seasons.TV, zu sehen als auch themenbezogen auf der Website des NABU Hamburg, www.NABU-Hamburg.de. Filmsequenzen vom Eisvogel hat freundlicherweise die Firma Coraxfilm zur Verfügung gestellt.
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Fleisch? - Nein danke!
Schadet es Kindern und Jugendlichen, wenn sie auf Fleisch verzichten? Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch. Die Gründe hierfür sind verschieden. Sie reichen von persönlichen, weltanschaulichen oder/und religiösen bis hin zu ökologischen Überzeugungen. Insbesondere bei Jugendlichen kommt ein weiteres Motiv hinzu: Die Abgrenzung von ihren Eltern.
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Buchtipp: Ulla Grall
 
Buchtipp: Ulla Grall "Bohnen – vom Garten in die Küche"
Vielfalt erhalten und genieĂźen

Bohnenvielfalt neu entdeckt: Bohnen frisch aus dem Garten, mit Butter und Semmelbröseln – dafür lässt manch einer
alles stehen und weiß: Bohnen sind weit mehr als grünes Allerlei aus dem Glas! Die bunte Vielfalt der Bohnen schmeckt nicht nur gut, sondern liefert darüber hinaus wertvolles pflanzliches Eiweiß, Mineralstoffe, gesunde Vitamine und bioaktive Pflanzenstoffe – wichtig insbesondere für alle, die kein Fleisch essen oder sich vegan ernähren. Wer alte Bohnensorten außerdem im Hobbygarten selbst anbaut, bewahrt gewachsene Vielfalt vor dem Verschwinden und erntet Raritäten, die es nirgendwo zu kaufen gibt.

Das Buch »Bohnen – vom Garten in die Küche« von Ulla Grall, erschienen im palaverlag, erklärt, wie sowohl der Anbau im Garten als auch die Verwendung in der Küche gelingt. Ausführlich stellt die Expertin für alte Gemüsesorten heimische und exotische Bohnen und deren Anbau vor. Sie erklärt, welche Sorte für welchen Standort am besten geeignet ist und wie man eigenes Saatgut gewinnt. Als uralte Kulturpflanze begleitet uns die Bohne bereits seit Jahrtausenden. Ausreichend Zeit also, um auch köstliche Gerichte zu entwickeln!

Aus diesem Reichtum stellt Ulla Grall in ihrem Buch 80 vegetarische Highlights vor. Klassiker wie zarte Butterbohnen mit Knusperbröseln oder feuriges Chili sin Carne sind ebenso dabei wie eine überraschende Vielfalt an Bohnengerichten aus aller Welt: Mexikanische Bohnenpäckchen, Falafel ägyptischer Art, Misosuppe mit grünen Sojabohnen oder süße Crème brulée aus weißen Bohnen verheißen köstlichen Genuss. Entdecken Sie Bohnen für den Garten und die Küche neu!

pala-verlag Darmstadt 2011, 220 Seiten, EUR 14,00
ISBN: 978-3-89566-298-0
 
 

 
Das unsinnigste Ă–kolabel Deutschlands
Wenn in den Autohäusern ab sofort das neue farbige Pkw-Verbrauchslabel auftaucht, sollten sich potentielle Autokäufer an allem orientieren, nur nicht an diesem Label! Danach erhalten Luxus-Geländewagen wie der Audi Q7 mit einem Sprit­verbrauch um die acht Liter grüne Labels und viel sparsamere Autos mit einem Verbrauch von fünf Litern nur gelbe. ...
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Botanischer Garten Freiburg
Gewächshaus im Botanischen Garten Freiburg / Foto: Daniel Jäger
 
Botanischer Garten Freiburg
Ein Besuch im Botanischen Garten von Freiburg lohnt sich und bietet vielseitige Eindrücke, aber auch Entspannung und Erholung vom Leben in der Stadt. Das Freiland des Gartens ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet, die Gewächshäuser sind montags bis donnerstags von 12 bis 16 Uhr und sonn- und feiertagtags von 14 bis 16 Uhr. Kostenlose Planzenberatung wird mittwochs von 14 bis 16 Uhr geboten, der Eintritt ist frei!

Wer Interesse an einer Führung hat, kann auf der Webseite des Botanischen Gartens einfach ein Anmeldeformular herunter laden, ausdrucken, ausfüllen und zuschicken. Auch Führungen zu bestimmten Themen oder für ein bestimmtes Publikum sind nach Absprache möglich (z. B. Regenwald-Vegetation, tropische Nutzpflanzen, für Jugendliche, Baumpfleger, etc.). Unkostenbeitrag nur 2 Euro für Erwachsene und 50 Cent für Kinder.
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Rosenkohl - kleines WintergemĂĽse
Rosenkohl auf dem Feld / Foto: Gohnarch, wikipedia
 
Rosenkohl - kleines WintergemĂĽse
Rosenkohl entstand in Brüssel aus einer Weiterzüchtung des Meerskohls vor ca. 200 Jahren. Fremdländischer Rosenkohl wird im Gegensatz zu einheimischem meist nicht handgepflückt. Rosenkohl wächst traubenartig an einem hohen Pflanzenstängel heran. Die walnussgroßen Schösslinge ähneln Rosen, da die Blätter ähnlich angeordnet sind ...
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