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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Verschiedenes

 
NABU: Drei Liter-Autos statt höhere Pendlerpauschale
Miller: Politik muss der Industrie endlich Beine machen – BĂŒrger können sich mit NABU-Spritspartipps wehren

Berlin – „Die Politik muss endlich effiziente Autos fördern, denn das Drei-Liter-Auto gibt es lĂ€ngst“, fordert NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Gegen die hohen Spritpreise einfach mal wieder die Pendlerpauschale zu erhöhen, oder die Spritsteuer zu senken, bringt nichts, betont der NABU. „Eine Anhebung der Pendlerpauschale ist ökologisch schlecht, weil sie weite Anfahrten mit dem Auto fördert und damit auch dem FlĂ€chenverbrauch und der Zersiedlung weiteren Vorschub leistet“, erklĂ€rt Miller. Angesichts leerer Staatskassen sei das auch nicht finanzierbar. „Gegen Erdölverknappung, hohe Spritpreise und den Klimawandel hilft nur, den Erdölverbrauch zu reduzieren. DafĂŒr muss die Politik endlich den richtigen Rahmen schaffen: Die konsequente Förderung effizienter Pkw durch ambitionierte Verbrauchsgrenzwerte und eine Kfz-Steuer, die sich vollstĂ€ndig am CO2-Ausstoß orientiert“, betont Miller. „Denn eins ist sicher: Die Preise werden tendenziell weiter steigen, da immer mehr Menschen auf immer knapper werdende Ressource zurĂŒckgreifen. Dagegen kann man auf Dauer unmöglich durch eine Pendlerpauschale ansubventionieren!“

„Die Autofahrer selbst können sich gegen die hohen Spritkosten nur durch Anschaffung eines effizienten Fahrzeuges und durch eine moderne Fahrweise wehren. Wer die wesentlichen Spritspartipps des NABU beherzigt, kann locker ĂŒber 20 Prozent Kraftstoff sparen“, erklĂ€rt Dietmar Oeliger, Leiter NABU-Verkehrspolitik. So fordert der NABU BĂŒrger wie Politiker zum Umdenken im Verkehrsbereich auf. „Die Politik muss endlich die Weichen fĂŒr eine nachhaltige, bezahlbare MobilitĂ€t stellen. Dazu gehören Drei-Liter-Autos, aber vor allem der Ausbau eines attraktiven öffentlichen Nahverkehrs und eine bessere Infrastruktur fĂŒr Fahrradfahrer – so können die BĂŒrger umsteigen und die ewigen Staus und Preissteigerungen links liegen lassen.“
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Nashorn-JĂ€ger in Deutschland unterwegs
Foto: WWF
 
Nashorn-JĂ€ger in Deutschland unterwegs
Diebe „enthornen“ PrĂ€parat in Offenburger Museum / Illegale Nachfrage steigt: WWF warnt vor „Zuspitzung der Wilderei-Krise“.

Berlin - Eine mindestens vierköpfige Bande hat nach Polizeiangaben in einem Offenburger Museum einen prĂ€parierten Rhinozeros-Kopf mit dem Vorschlaghammer „enthornt“. Nach Information der Behörden konnten die Diebe mit zwei Hörnern, deren Schwarzmarktwert auf mehrere 10.000 Euro geschĂ€tzt wird, unerkannt entkommen. In jĂŒngster Vergangenheit wurden immer wieder aus europĂ€ischen Zoos und Museen Ă€hnliche DiebstĂ€hle gemeldet. Auch das Museum in Offenburg sei bereits zum zweiten Mal Opfer einer Diebesband.

„Wenn jetzt sogar in Europa Jagd auf Nashörner gemacht wird, ist es leicht vorstellbar, welcher Überlebenskampf gerade in den afrikanischen Savannen tobt“, warnt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. So wurden nach offiziellen Angaben innerhalb des vergangenen Jahres allein in SĂŒdafrika 448 Nashörnern illegal getötet, darunter 19 der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner. Mehr als die HĂ€lfte der AbschĂŒsse ereignete sich nach WWF-Informationen in dem weltweit bekannten KrĂŒger-Nationalpark. Damit setze sich ein erschreckender Trend fort, so der WWF. WĂ€hrend 2009 in SĂŒdafrika nur etwa 120 Nashörner gewildert worden sind, waren es 2010 bereits fast dreimal so viele.

FĂŒr die Zunahme der Wilderei und die DiebstĂ€hle in Museen macht der WWF die steigende, illegale Nachfrage auf dem asiatischen Markt verantwortlich. Nashorn gilt vor allem in der aufstrebenden vietnamesischen Elite als GlĂŒcksbringer und Wundermittel gegen Krebs. Dieser Aberglaube hĂ€lt sich hartnĂ€ckig, obwohl Experten der Traditionellen Asiatischen Medizin (TCM) diesen Produkten gegen Krebs keinerlei Wirkung attestieren.

Seit Ende 2011 siedelt der WWF Nashörner aus von der Wilderei betroffenen Regionen in sicherere Gebiete um. „Die Beine himmelwĂ€rts an einem Seil baumelnd, die Augen verbunden, und das Ganze in luftiger Höhe, mehrere hundert Meter ĂŒber dem Erdboden. So sieht es aus, wenn Nashörner umziehen“, beschreibt Homes die aufwendige Prozedur. Mit Hilfe eines MilitĂ€rhubschraubers organisierte der WWF im vergangenen November den Umzug fĂŒr gleich 19 DickhĂ€uter.
 
 

 
Freiburg als GrĂŒnes Wachstumsmodell
Cluster Green City prĂ€sentiert Freiburg als GrĂŒnes Wachstumsmodell auf Vorkonferenz des Rio+20 Earth Summit

Freiburg ist unter 1000 Bewerbern als Modell fĂŒr eine wirtschaftlich erfolgreiche, nachhaltige Stadtentwicklung ausgewĂ€hlt und eingeladen worden, sich auf der ISEE-Konferenz, einer Vorkonferenz des Rio+20 Earth Summit im Juni 2012 in Rio de Janeiro zu prĂ€sentieren. OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon und FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann werden Freiburg daher in Rio prĂ€sentieren.

Unter der Überschrift „Greening the Economy“ werden auf dieser Vorkonferenz verschiedene AnsĂ€tze vorgestellt, wie Nachhaltigkeit und Ökologie als Wachstumstreiber der regionalen Wirtschaft entwickelt werden können. Freiburgs Entwicklung dient als Vorbild: Die Wachstumsdynamik in der Green City der letzten 25 Jahre, in der konsequent eine umweltorientierte Politik gefordert wurde, ist eindrucksvoll. Dies untermauert auch der Cluster Green City Freiburg, der mit 130 Unternehmen ein Kompetenzzentrum der grĂŒnen Wirtschaft in der Region darstellt. Die Bewerbung Freiburgs mit dem Titel „On the road to 100%“ konnte sich beim Organisationskomitee der ISEE Konferenz dann auch durchsetzen.

Das Regionalcluster Freiburg Green City wird seit 2009 im Rahmen des Programms "Regionale WettbewerbsfĂ€higkeit und BeschĂ€ftigung" (RWB) vom EuropĂ€ischen Fonds fĂŒr Regionale Entwicklung (EFRE) der EuropĂ€ischen Union und vom Land Baden-WĂŒrttemberg gefördert und wird von der FWTM koordiniert. Es umfasst 130 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Umwelttechnik, Nachhaltige Architektur, MobilitĂ€t sowie Forschung und Entwicklung und Bildung und Weiterbildung im Bereich Nachhaltigkeit aus der Wirtschaftsregion Freiburg.

Über die ISEE Konferenz und den Rio+20 Earth Summit: ISEE Conference 2012, Rio de Janeiro, Brasilien (http://www.isee2012.org): “Ecological Economics and Rio+20: Challenges and Contributions for a Green Economy” findet von 16.-19. Juni 2012 im Vorfeld des Rio+20 Earth Summits statt, und ist damit die Vorkonferenz zur UN-Konferenz zur Nachhaltigen Entwicklung am 20. und 22. Juni 2012 in Rio. Der Rio+20 Earth Summit „UNCSD“ist die Nachfolgekonferenz der Weltkonferenzen „UNCED„ 1992 in Rio und „WSSD“ im Jahr 2002 in Johannesburg, SĂŒdafrika.
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Negativen Folgen durch Einschnitte in die Solarförderung fĂŒr Freiburg
OB Dieter Salomon warnt vor negativen Folgen fĂŒr Investoren und Anlagenbetreiber durch geplante Einschnitte in die
Solarförderung: „Die Energiewende und der Ausstieg aus der Atomenergie ist nur mit mehr erneuerbaren Energien zu schaffen!“

VerstĂ€ndnis fĂŒr strukturelle VerĂ€nderungen und Anpassung der EEG-EinspeisevergĂŒtungen aufgrund sinkender Preise fĂŒr Solaranlagen

Freiburgs OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon befĂŒrchtet, dass die jetzt von der Bundesregierung geplante Absenkung der EinspeisevergĂŒtung fĂŒr solar produzierten Strom negative Auswirkungen fĂŒr den Bau weiterer Großanlagen sowie fĂŒr Produktions- und Dienstleistungsunternehmen der Solarwirtschaft haben kann. „Bei allem VerstĂ€ndnis fĂŒr notwendige VerĂ€nderungen und fĂŒr eine Anpassung der Solarförderung an sinkende Produktionspreise: Die zusĂ€tzlichen Einschnitte können zu einem Stopp vor allem bei ertragreichen Großanlagen und damit zu negativen Folgen fĂŒr die Unternehmen am Standort Freiburg fĂŒhren“ sagt Salomon. Die Bundesregierung hat sich nach Medienberichten darauf verstĂ€ndigt, dass fĂŒr die EinspeisevergĂŒtungen nach dem „Erneuerbaren Energien Gesetz“ (EEG) ĂŒber die bereits festgelegte generelle Absenkung von 15 Prozent weitere AbschlĂ€ge zwischen 5 Prozent (fĂŒr Kleinanlagen wie HausdĂ€cher) und 15 Prozent (fĂŒr Großanlagen) gelten sollen, so dass Großanlagen insgesamt mit bis zu 30 Prozent betroffen sind. Der Bund reagiert damit auf die in den letzten Jahren stark gesunkenen Anlagenpreise fĂŒr Photovoltaikanlagen. Betroffen sind davon lediglich neue Anlagen, die ab April in Betrieb genommen werden; fĂŒr bestehende gelten weiterhin die bisherigen EinspeisevergĂŒtungen.

Seit der Verabschiedung des EEG 2001 wird ab Inbetriebnahme die EinspeisevergĂŒtung 20 Jahre lang gezahlt und soll in dieser Zeit die Investitionskosten refinanzieren. Die VergĂŒtungen fĂŒr solar erzeugten Strom sind keine öffentlichen Leistungen, sondern werden von den Energieversorgungsunternehmen geleistet, in deren Netze Solarstrom eingespeist wird, und dort per Umlage auf die Strompreise fĂŒr Verbraucher umgelegt. Im Durchschnitt machen sie fĂŒr alle geförderten Arten der erneuerbaren Energien (nicht nur Solar) fĂŒr einen vierköpfigen Haushalt rund 10 Euro monatlich bei der Stromrechnung aus.

Salomon bewertet es als einen richtigen Schritt, die EinspeisevergĂŒtungen kontinuierlich anzupassen und damit das im Grundsatz bewĂ€hrte System flexibel zu gestalten. Gleichwohl dĂŒrfe dabei das ĂŒbergeordnete Ziel nicht aus den Augen gelassen werden, den Anteil der erneuerbaren Energien weiter zu steigern. „Die politisch von allen Parteien gewollte Energiewende mit dem Ausstieg aus der Atomkraft ist dauerhaft nur zu schaffen, wenn verstĂ€rkt erneuerbare Quellen eingesetzt werden. In diesem Mix aus Wind, Wasser, Biomasse, Geothermie und Sonne ist die Solarenergie unverzichtbar.“ Auch die von der Stadt definierten Klimaschutzziele mit einer Senkung der CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2030 basieren zu einem Gutteil auf dem Baustein der erneuerbaren Energien. „DafĂŒr brauchen die Anleger und Betreiber Planungssicherheit, um auch kĂŒnftig noch in Solarenergie investieren zu können“, sagt Salomon. Und: Dauerhaft sei es nicht hinzunehmen, dass fast ausschließlich Privathaushalte sowie kleine und mittlere Betriebe die steigenden Kosten der EEGUmlage auf den Strompreis sollen. Unternehmen mit hohem Stromverbrauch sind von der EEG-Umlage ausgenommen – mittlerweile 6000 gegenĂŒber 600 bei Inkrafttreten des Gesetzes
2001.


Die jetzt anstehenden KĂŒrzungen betreffen vor allem Großanlagen, wie sie Ende 2011 auf der frĂŒheren Freiburger MĂŒlldeponie Eichelbuck mit einer Leistung von 2,5 Megawatt in Betrieb gegangen ist. In der Summe erreichen die in Freiburg installierten Solaranlagen eine Gesamtleistung von rund 24 Megawatt. Unter den deutschen GroßstĂ€dten belegt Freiburg damit einen Spitzenplatz.

Nachteilige Effekte befĂŒrchtet der Freiburger OberbĂŒrgermeister auch fĂŒr den Wirtschaftsstandort. Freiburg gehört mit zahlreichen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen zu den wichtigsten Standorten der Solarwirtschaft in Deutschland und ist Sitz des weltweit zweitgrĂ¶ĂŸten Forschungsinstituts, des FraunhoferInstituts fĂŒr Solare Energiesysteme (ISE) mit 1100 BeschĂ€ftigten. Dieter Salomon: „Der Boom des Solarstandorts Freiburg ist wesentlich durch das EEG getragen worden. ‚Solartechnologie made in Freiburg’ ist weltweit anerkannt. Diese Spitzenpositionen wollen wir wahren und sichern.“
 
 

Schwarz-gelbes Trauerspiel in Sachen Energieeffizienz und Photovoltaik
Foto (c) WWF
 
Schwarz-gelbes Trauerspiel in Sachen Energieeffizienz und Photovoltaik
WWF sieht deutliche MĂ€ngel in schwarz-gelbem Kompromisspaket zur Energiewende

Berlin - Nach monatelangem Streit haben sich die Minister Philipp Rösler und Norbert Röttgen auf eine Position zur Absenkung der Solarförderung und zum Entwurf der europĂ€ischen Energieeffizienz-Richtlinie geeinigt. FĂŒr den WWF handelt es sich dabei um ein energiepolitisches Trauerspiel.

Die angestrebte KĂŒrzung der EinspeisevergĂŒtung fĂŒr die Photovoltaik schieße deutlich ĂŒber das Ziel hinaus. Die Prinzipien von monatlichen und einmaligen Absenkungen seien zwar nachvollziehbar, die konkrete Ausgestaltung sei jedoch ĂŒberzogen. „Es ist sinnvoll, bei den ZuschĂŒssen fĂŒr die Branche die enormen Kostensenkungen der vergangenen Jahre zu berĂŒcksichtigen. Die jetzt vorgelegten Einschnitte bergen das Risiko, die Erfolgsgeschichte des Solarstroms in Deutschland abzuwĂŒrgen“, bemĂ€ngelt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. Besonders kritisch sei, dass sich die Regierung vom bisherigen Ziel, die Photovoltaik kontinuierlich um 3000 Megawatt pro Jahr auszubauen, verabschiedet habe. Die Regierung will jetzt das Ausbauziel ab 2014 von Jahr zu Jahr um 400 Megawatt senken. „Das ist ein Abschied auf Raten vom Ausbau der Solarenergie. Im Kontext der beschlossenen Energiewende ist dies nicht nachvollziehbar“, so Eberhard Brandes.

Der WWF kritisiert darĂŒber hinaus die Position der Bundesregierung zur EU-Energieeffizienzrichtlinie. Vor allem der Vorstoß, den von der EU vorgeschlagenen verpflichtenden Energieeffizienzmechanismus zu kassieren, stĂ¶ĂŸt auf deutliche Kritik. „Setzt sich die Bundesregierung mit diesem Vorschlag durch, wĂŒrde die europĂ€ische Energieeffizienz-Richtlinie eines Großteils ihrer Wirkung beraubt. Die Minister torpedieren eine europaweite Harmonisierung von ambitionierten energie- und klimapolitischen Zielen und Maßnahmen“, betont Eberhard Brandes. Eine Analyse des WWF zu den Folgen der MinistervorschlĂ€ge zeigt, dass die unter den Mitgliedstaaten stark abweichenden Rahmendaten hinsichtlich Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum durch die VorschlĂ€ge völlig negiert werden.

Der WWF prognostiziert, dass die EU ihre Energie- und Klimaziele bis 2020 verfehlt, sollte der heute vorgestellte Kompromiss umgesetzt werden. Besonders negativ sei, dass sich die Bundesregierung fĂŒr die massive Anrechnung sogenannter „early actions“, also bereits in der Vergangenheit erfolgter Maßnahmen, einsetzt. Der WWF fordert die EU Kommission und den EuropĂ€ischen Rat auf, den deutschen Vorschlag zurĂŒckzuweisen.
 
 

 
Rösler und Röttgen: Aus fĂŒr die Solarenergie in Deutschland
Bundeswirtschaftsminister Rösler und Bundesumweltminister Röttgen haben sich auf den schlimmstmöglichen „Kompromiss“ zur Abschaffung der Solarenergie in Deutschland geeinigt.

Gemeinsame Pressemitteilung von des fesa e.V. und der Solar-BĂŒrger-Genossenschaft eG

Freiburg i.Br., 23 Februar 2012: Bundeswirtschaftsminister Rösler und Bundesumweltminister Röttgen haben sich auf eine Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes geeinigt. Dieses sieht eine drastische KĂŒrzung des Ausbaus ab sofort und den nahezu gĂ€nzlichen Stopp des Ausbaus der Solarenergie bis 2020 vor.

Was lange nicht fĂŒr möglich gehalten wurde, ist nun doch wahr geworden: Bundeswirtschaftsminister Rösler konnte sich mit seinen Forderungen zum Ausbremsen der Energiewende in der Koalition durchsetzen. Der Solarausbau soll auf zunĂ€chst 2,5 bis 3,5 Gigawatt gedeckelt werden (Ausbau 2011: 7,5 GW). Ab 2014 soll der Korridor jĂ€hrlich um 400 Megawatt abgesenkt werden.

Hinzu kommen drastische Senkungen zum Teil ĂŒber 30% der EinspeisevergĂŒtung schon im FrĂŒhjahr hinzu sowie eine Neubewertung der AnlagengrĂ¶ĂŸen. So sollen kleine Anlagen nur noch 85% ihres erzeugten Stroms vergĂŒtet bekommen.

„Dies bedeutet nichts anderes als den Frontalangriff auf die Solarenergie zu einem Zeitpunkt, als diese sich in Rekordzeit zu einer nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvollen Energieform entwickelt hat“ sagt Nico Storz vom fesa e.V. „Aber dies ist es wohl gerade, was den großen Energiekonzernen Angst macht. Wenn diese VorschlĂ€ge so durchkommen, werden wir einen drastischen Einbruch in der international fĂŒhrenden deutschen Solarbranche mit ihren zehntausenden ArbeitsplĂ€tzen erleben. Deutschland gibt seine Vorreiterrolle bei der Energiewende auf und wird vom Bundesvorsitzenden der FDP ins letzte Jahrtausend zurĂŒckkatapultiert.“

Auch die Freiburger Solar-BĂŒrger-Genossenschaft sieht die Lage mit Sorge: „Der Schlingerkurs der Bundesregierung und nun diese vorgezogene und völlig ĂŒbertriebene Vollbremsung bei der Solarförderung machen aus dem zuverlĂ€ssigen Wirtschaftsstandort Deutschland einen Wackelpudding“ meint Vorstand Kaj Mertens-Stickel. „Planbarkeit und Sicherheit fĂŒr die Wirtschaft scheinen keine Kriterien fĂŒr diese Bundesregierung zu sein. Merkel hat vor einem Jahr die schwarz-gelbe Energiewende eingelĂ€utet, sollte sie diese VorschlĂ€ge nicht mit harter Hand abwehren, ist es um ihre GlaubwĂŒrdigkeit geschehen.“


Der fesa e.V.
Der fesa e.V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren Energien und fĂŒr die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit seiner Arbeit sensibilisiert er die Menschen fĂŒr Erneuerbare Energien und Energie­effizienz, schlĂ€gt mit innovativen Projekten neue Wege ein und schafft ĂŒber sein Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden.
Über die Zeitschrift "SolarRegion", Veranstaltungen und Newsletter informiert er aktuell ĂŒber Themen aus den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie, Geothermie sowie Energieeffizienz.

Solar-BĂŒrger-Genossenschaft eG
Die Solar-BĂŒrger-Genossenschaft initiiert zusammen mit ihren Mitgliedern und mit UnterstĂŒtzung des fesa e.V. deutschlandweit regionale Projekte und investiert in die Zukunft der Erneruabren Energieversorgung. Sie richtet sich an Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen und steht fĂŒr eine demokratische, dezentrale und ressourcenschonende Energieversorgung in BĂŒrgerhand.
 
 

BiodiversitÀt All Inclusive
Auf den Spuren der Wölfe © Andreas Eistert / WWF
 
BiodiversitÀt All Inclusive
WWF startet Projekt fĂŒr naturvertrĂ€glichen Tourismus in Deutschland

Hamburg - Mit dem Ziel, Natur und Artenvielfalt in Deutschland touristisch nachhaltig zu nutzen und zu schĂŒtzen, hat der WWF gemeinsam mit Anbietern aus der Tourismuswirtschaft das Projekt „BiodiversitĂ€t all inclusive“ ins Leben gerufen. Wie die Umweltstiftung am Dienstag mitteilte, sollen Reiseangebote und innerbetriebliche AblĂ€ufe umweltvertrĂ€glich entwickelt und umgestaltet werden, ohne dabei die AttraktivitĂ€t fĂŒr Urlauber zu schmĂ€lern. Das Projekt wird durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU) gefördert.

„Tourismus und Naturschutz mĂŒssen keine GegensĂ€tze sein“, sagt Martina Kohl, Projektleiterin und Tourismusexpertin beim WWF. Das GeschĂ€ft mit dem Urlaub könne den Schutz der BiodiversitĂ€t entlang seiner gesamten Vertriebskette berĂŒcksichtigen. Außerdem habe auch der Schutz von seltenen oder gefĂ€hrdeten Wildtieren eine touristische Komponente. „Wer Deutschlands Wildnis und Artenvielfalt behutsam erlebbar macht, steigert die WertschĂ€tzung fĂŒr die Natur. Touristische Angebote wie Wolfslehrpfade, Wanderwege auf den Spuren von Luchs und BĂ€r können dazu einen Beitrag leisten“, so Kohl weiter.

„Mit attraktiven und naturvertrĂ€glich konzipierten Reiseangeboten kann der Tourismussektor auch im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit punkten und den positiven Trend zu Urlaub in der Heimat fördern“ sagt Prof. Beate Jessel, PrĂ€sidentin des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz. „Hotels und Einrichtungen, die ressourcenschonend arbeiten, regionale Produkte anbieten und Menschen fĂŒr Erholung in der Natur begeistern, tragen dazu bei, dass unsere schönen Landschaften sowie die die heimische Flora und Fauna in ihrer Vielfalt erhalten bleiben.“

Zu den Projektteilnehmern aus dem Tourismus zĂ€hlen die in Deutschland grĂ¶ĂŸte Hotelkette Accor mit ihren Hotelmarken Novotel, Sofitel, Mercure, Ibis und Etap, Reiseveranstalter des forum anders reisen wie ReNatour, Spreescouts und Aventerra und Deutschlands zweitgrĂ¶ĂŸter Reiseveranstalter REWE Touristik mit den Marken ITS, Tjaereborg, Meier’s Weltreisen, ADAC Reisen, Jahn Reisen und Dertour. Im Verlauf des Projektes, das auf der ITB im Jahr 2013 die ersten Ergebnisse vorstellen möchte, werden die Akteure mehrfach zusammentreffen, um die Ideen und AnsĂ€tze in praktische Maßnahmen umzusetzen
 
 

 
Umweltwettbewerb „Ich tu was“ fĂŒr junge UmweltschĂŒtzerinnen und -schĂŒtzer
Schulklassen, Umwelt- und Projektgruppen können ihre
Arbeiten noch bis zum 22. Mai einreichen

Am Umweltwettbewerb „Ich tu was“ können Freiburger
Schulklassen, Umwelt- und Projektgruppen noch teilnehmen.
Bis spÀtestens zum 22. Mai können sie ihre Arbeiten
einreichen.

Der vom Umweltschutzamt gemeinsam mit der
Abfallwirtschaft (ASF) und dem „Eine Welt Forum Freiburg“
initiierte Umweltwettbewerb „Ich tu was“ richtet sich an
Freiburger SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ab der 5. Klasse. „Die
Jugendlichen wachsen in eine Zukunft hinein, die sie gerade
wegen der vielen aktuellen Probleme wie Klimawandel oder
hoher Ressourcenverbrauch selbst mitgestalten wollen. Unser
Wettbewerb fordert junge Menschen auf, ihre Vorstellungen
eines umweltvertrÀglichen und nachhaltigen Lebensstils
aufzuzeigen“, so UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Das Jahr 2012 ist ein besonderes Jahr fĂŒr die Umwelt, denn
vor 20 Jahren fand die UN-Konferenz fĂŒr Umwelt und
Entwicklung in Rio de Janeiro statt. Dort wurde unter anderem
das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm
„Agenda 21“ beschlossen, das als großer Schritt auf dem
Weg zur Nachhaltigkeit gilt. 20 Jahre spÀter gibt es wieder
eine Nachhaltigkeitskonferenz der Weltgemeinschaft in Rio.
Parallel dazu werden von vielen Kommunen und anderen
gesellschaftlichen Gruppen Veranstaltungen zum Thema
Nachhaltigkeit organisiert.

Auch Freiburg widmet sich in der Zeit vor und nach dem
Gipfeltreffen dem Thema nachhaltige Rohstoffwirtschaft. FĂŒr
viele Freiburgerinnen und Freiburger ist ein umweltgerechtes
Verhalten selbstverstÀndlich. Auch viele Kinder und
Jugendliche interessieren sich fĂŒr dieses vielschichtige und
interessante Thema und denken ĂŒber Energieeinsparung
oder umweltfreundliche Verkehrsmittel nach.

Mit dem Wettbewerb „Ich tu was“ können SchĂŒlerinnen und
SchĂŒler ihre Vorstellungen eines umweltvertrĂ€glichen
Lebensstils darstellen. Das kann in Form einer PrÀsentation,
eines Referats oder einer kĂŒnstlerischen Arbeit geschehen
und sollte sich auf ein konkretes Vorhaben in ihrem Alltag
beziehen. Zur Auswahl stehen drei Themen, mit denen die
meisten tÀglich zu tun haben: Papier, Handys und
Kunststoffe.

Bei der Gestaltung ihrer Projekte haben alle Teilnehmerinnen
und Teilnehmer die freie Wahl. Und die besten Ideen werden
natĂŒrlich belohnt und erhalten einen Geldpreis von 300, 200
und 100 Euro. Am 20. Juni findet die PrÀmierung und
Ausstellung in der Ökostation am Seepark statt.

Wenn Ihr als Schulklasse, Umwelt- oder Projektgruppe oder
auch einzeln ein eigenes Projekt auf die Beine stellen, aktiv
und kreativ werden wollt, könnt Ihr Euch anmelden

Den Anmeldebogen und weitere Informationen zum
Umweltwettbewerb findet Ihr auf den folgenden Websites:
www.abfallwirtschaft-freiburg.de/ichtuwas
www.ewf-freiburg.de (Umweltwettbewerb „Ich tu was“)
www.freiburg.de/ichtuwas

Die Anmeldung und die BeitrÀge können entweder per Post
an die ASF, Susanna Gill, Hermann-Mitsch-Straße 26, 79108
Freiburg, Telefon.76707-74 oder per E-Mail an
gill@abfallwirtschaft-freiburg.de geschickt werden.
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