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Verschiedenes

„Expedition N“ der Baden-Württemberg Stiftung in der Ökostation
 
„Expedition N“ der Baden-Württemberg Stiftung in der Ökostation
MOOSWALD. Vom 4 bis 5. September 2012 macht das Expeditionsmobil der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen der Sommerschule an der Ökostation Freiburg Station. Das zweistöckige Ausstellungsfahrzeug der Informations- und Bildungsinitiative “Expedition N – Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg“ lädt mit seiner interaktiven Multimedia-Ausstellung alle Bürgerinnen und Bürger zum Entdecken, Mitmachen und Diskutieren ein. Wer mehr über die Energien der Zukunft wie Elektromobilität, Erdwärme oder Energie aus Biomasse wissen möchte, kann sich in dem Expeditionsmobil auf unterhaltsame und praktische Weise darüber informieren. So erfährt man zum Beispiel, wie man aus Früchtetee Farbstoffsolarzellen herstellt oder man unternimmt eine Reise zum Mittelpunkt der Erde. An einem interaktiven Modell erfährt man, wie man in den eigenen vier Wänden Energie sparen kann. Zwei Wissenschaftlerinnen begleiten durch die Ausstellung und stehen für Fragen zur Verfügung.

Das Expeditionsmobil ist vor der Ökostation, Falkenbergerstr. 21 b, am Eingang zum Seepark stationiert. Besucher können die Ausstellung am 4. September von 13 bis 14 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie am 5. September von 11.30 bis 13 Uhr auf eigene Faust erkunden. Auf dem Expeditionsprogramm stehen auch Praktika und geführte Ausstellungsrundgänge. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung fĂĽr Gruppen und weitere Informationen:
Ă–kostation, Tel: 0761- 892333
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Freiburg: Abfallbilanz 2011
Die für Recycling geeigneten Abfälle liegen deutlich
ĂĽber dem Landesdurchschnitt

RestmĂĽllmenge sank trotz gestiegener Einwohnerzahl -
57 Prozent mehr Bioabfall als Durchschnitt des Landes

Die Freiburger Abfallbilanz fĂĽr 2011 liegt jetzt vor. In der vom
baden-wĂĽrttembergischen Landesumweltministerium
veröffentlichten Bilanz für 2011 werden die Abfallmengen aller
Stadt- und Landkreise miteinander verglichen - mit
erfreulichen Ergebnissen fĂĽr die Stadt Freiburg. Wie in den
Jahren zuvor stellt sie eine vorbildliche Wertstoffsammlung
unter Beweis. Die Menge der in Freiburg erfassten
wiederverwertbaren Abfälle liegt deutlich über dem
Landesdurchschnitt.

„Die Freiburger Recyclingquote liegt über dem Durchschnitt
des Landes. Auch 2011 sanken die RestmĂĽllmengen und
beim Bioabfall liegt Freiburg mit 57 Prozent weit ĂĽber dem
Landesdurchschnitt. Das verdient große Anerkennung“, lobte
UmweltbĂĽrgermeisterin Gerda Stuchlik den
verantwortungsvollen Umgang der Freiburgerinnen und
Freiburger mit kommunalen Abfällen.

Trotz wachsender Einwohnerzahl gelang es der BĂĽrgerschaft,
den Abfall aus Haus- und SperrmĂĽll, einschlieĂźlich
Geschäftsmüll, der öffentlichen Sammlung um 548 Tonnen zu
senken. Dabei wurden im vergangenen Jahr 58.613 Tonnen
Wertstoffe in die Rohstoffkreisläufe zurückgeführt, das sind im
Durchschnitt 260 Kilo pro Einwohner. BerĂĽcksichtigt wurden
neben den öffentlich eingesammelten auch die auf den
Recyclinghöfen angelieferten Wertstoffe. Die Recyclingquote –
das Verhältnis zwischen Abfällen zur Beseitigung und Abfällen
zur Verwertung – konnte damit bei 69 Prozent gehalten
werden, das entspricht exakt dem ĂĽberdurchschnittlichen
Niveau des Vorjahres.

Die reine RestmĂĽllmenge sank trotz gestiegener
Einwohnerzahl um rund 379 Tonnen auf 20.963 Tonnen.
Damit produziert jede Freiburgerin und jeder Freiburger nur
noch 93 Kilo Hausmüll jährlich. Während im
Landesdurchschnitt das Gesamtaufkommen mit 124 Kilo pro
Kopf konstant blieb, konnte Freiburg seine RestmĂĽllmenge
weiter reduzieren und unterschreitet den Landeswert jetzt um
31 Kilogramm je Einwohner, das entspricht 25 Prozent.

Auch beim Bioabfall wurde mit 14.788 Tonnen das hohe
Vorjahresniveau um 439 Tonnen erneut ĂĽbertroffen.
Statistisch füllt jeder Freiburger jährlich 66 Kilogramm
organische Küchen- und Gartenabfälle in die Biotonne – das
sind deutliche 57 Prozent mehr Bioabfall als der Durchschnitt
im Land.

Zu den Abfallkategorien Altglas, Altpapier und Elektroschrott:
Die Altglasmenge stieg gegenĂĽber dem Vorjahr um 46 Tonnen
auf 6.350 Tonnen an und liegt in Freiburg rund 8 Prozent ĂĽber
dem Landesdurchschnitt.

Trotz elektronischer Medien wird hier weiterhin viel gelesen.
Die gesammelte Altpapiermenge blieb in Freiburg pro Kopf
konstant bei 91 Kilogramm. Das sind rund 10 Prozent mehr
als der Landesdurchschnitt. Insgesamt wurden im
vergangenen Jahr 20.545 Tonnen Papier gesammelt, 350
Tonnen mehr als 2010. Die Menge entsorgter Elektrogeräte
sank dagegen um 233 Tonnen auf 1.844 Tonnen. Warum die
Menge sank, ist aus der Landesabfallbilanz nicht ersichtlich.

Da die Leistungen der Abfallentsorgung in den
badenwürttembergischen Städten und Landkreisen sehr
unterschiedlich sind, ist ein Vergleich der AbfallgebĂĽhren
äußerst schwierig. Freiburg verfügt mit seiner individuellen
Behälterwahl, der wöchentlichen Leerung der Biotonne und
dem umfangreichen Annahmespektrum auf den
Recyclinghöfen über ein sehr bürgerfreundliches
Sammelsystem. Deshalb bewegt sich der finanzielle Aufwand
mit 171 Euro beziehungsweise 195 Euro - je nach
Behälterwahl - für eine vierköpfige Familie oberhalb des
GebĂĽhrendurchschnitts von 149,67 Euro in BadenWĂĽrttemberg.
 
 

 
Tödliche Ruhe im Porzellanladen
WWF legt Waldbrandbestandsaufnahme vor

Berlin - In Afrika wütet ein Wildereikrieg wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Damit der Welt-Elefanten-Tag am 12. August nicht zum Gedenktag wird, ruft der WWF dazu auf, härter gegen den internationalen illegalen Elfenbeinhandel und Wilderei vorzugehen. „Wir brauchen eine schlagkräftigere Strafverfolgung in vielen Herkunftsregionen der Elefanten. Oft stehen die milden Strafen in keinem Verhältnis zu den möglichen Gewinnen der Wilderer. Abschreckung findet nicht statt. Manchmal verlaufen die Ermittlungen auch im Sande, da Regierungsstellen oder ranghohe Militärs die Wilderei decken und mit profitieren“, sagte Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

Auf der roten Liste der bedrohten Tierarten wird der Afrikanische Elefant als gefährdet, der Asiatische Elefant als stark gefährdet eingeordnet. Die Bedrohung durch Wilderei hat in den letzten Jahren in afrikanischen Staaten dramatisch zugenommen. Bis zu 12.000 Elefanten wurden im vergangenen Jahr in Afrika gewildert, die meisten davon in Zentralafrika. Insgesamt leben auf dem Kontinent zwischen 450.000 und 700.000 Tiere. Die Verteilung der Elefanten ist aber sehr unterschiedlich. Die weitaus meisten Tiere leben im südlichen Afrika.

Die Preise für Elfenbein sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Wohlhabende Asiaten leisten sich oft illegales Elfenbein als Prestigeobjekt und zeigen damit ihren Reichtum. Wegen des Nachfragebooms drängen zunehmend auch organisierte Verbrecherbanden aus dem Menschen-, Drogen- und Waffenhandel auf den Markt. Die Folge: Die Wilderei wird immer brutaler. Die Banden nutzen die weit verbreitete Armut der Bevölkerung aus.

Im Frühjahr kam es zu einem regelrechten Massaker im Bouba N'Djida Nationalpark in Kamerun. Schätzungsweise 350 Elefanten wurden durch hochgerüstete Wilderer getötet bis das Kameruner Militär sie schließlich vertrieb. Die Nationalpark-Ranger verfügten bisher weder über die nötige Ausbildung, noch die Waffen, um auf solche Angriffe zu reagieren und riskierten ihr Leben. Inzwischen hat Kamerun 60 neue Ranger eingestellt. In den nächsten fünf Jahren sollen bis zu 2.500 weitere hinzukommen.

TRAFFIC, das Artenschutzprogramm von WWF und Weltnaturschutzunion IUCN, berichtet, dass im Jahr 2011 insgesamt 13 GroĂźbeschlagnahmungen von ĂĽber 800 kg stattgefunden haben, so viel wie noch nie in den vergangenen 23 Jahren.

Elefanten sind die größten heute lebenden Landsäugetiere der Erde mit bis zu 3,30 Metern Schulterhöhe und sechs Tonnen Gewicht. In Afrika sind sie in 37 Staaten beheimatet. Es gib zwei Unterarten, die Savannen- und die Waldelefanten. In Asien gibt es fünf Unterarten in zwölf Staaten.
 
 

Partnerschaft der Ă–kostation Freiburg mit Matsuyama
 
Partnerschaft der Ă–kostation Freiburg mit Matsuyama
Auf Einladung der Partnerstadt Matsuyama reiste Heide Bergmann vom Leitungsteam der Ökostation am 25. Juli nach Japan. Dort gab sie dem interessierten Publikum von Matsuyama einen Einblick in die Umweltpädagogik der Ökostation des BUND, die für viele japanische Besucher Vorbildcharakter hat. Sie hielt Vorträge vor Lehrern, Bürgern und städtischen Mitarbeitern, und führte außerdem Gartenaktionen durch. Zusammen mit einer Schulklasse, mit Erwachsenen und Kindern bepflanzte sie drei Kräutergärten, die sie zuvor entworfen hatte: Einen auf dem Schulgelände einer Mittelschule und zwei vor den Umweltzentren Matsuyama Recycle Center „Rekuru“ und Environmental Study Center „Toshikan“. Die Kräutergärten sollen über die Verwendung von Heilpflanzen informieren und in den Schulalltag bzw. in das Programm der Umweltbildungszentren integriert werden.

Höhepunkt des Besuches war die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Umweltzentrums „Rekuru“. Der Oberbürgermeister von Matsuyama Herr Noshi, die beiden Leiter der Umweltzentren Herr Yoshida und Herr Yamamoto sowie Heide Bergmann vereinbarten darin, „die Umweltbildung in beiden Städten durch Informationsaustausch und kulturellen Austausch auszuweiten“. Damit werden die seit über 10 Jahren bestehenden Kontakte der Ökostation mit Matsuyama nun auch offiziell bestätigt. Später wird der Vertrag auch von Oberbürgermeister Salomon unterzeichnet werden.

Der Freundschaftsvertrag in Sachen Umweltbildung ist ein weiterer Baustein in der Verbundenheit der Städte Freiburg und Matsuyama, die durch Schüleraustausch, Bürgerreisen und Partnerschaften von Vereinen seit Jahren belebt wird. Nächstes Jahr feiert diese Städtepartnerschaft ihr 25-jähriges Bestehen.

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zum Bild oben:

Heide Bergmann mit dem OberbĂĽrgermeister der Stadt Matsuyama Herrn Noshi, dem Leiter des Zentrums Rekuru Herrn Yoshida, dem Leiter des Umweltbildungszentrums Toshikan, Herrn Yamamoto. (v.r.n.l.)
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Karlsruhe:
Baummethusalem im Hardtwald am Karl-Knierer-Weg / Foto: Stadt Karlsruruhe
 
Karlsruhe: "Methusalems" in den Karlsruher Wäldern
Forst pflegt alte Bäume / Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Ist das aber ein toller Baum - wie alt ist denn der? So lautet häufig die Frage von Kindern und Erwachsenen bei Führungen durch den Wald, berichtet Ulrich Kienzler, Leiter der Forstabteilung im Liegenschaftsamt. Gemeint sind meistens dicke und urwüchsige Bäume, die besonders auffällig sind. Die Antwort auf die Frage ist gar nicht so einfach. Denn eine Pappel mit einem Stammdurchmesser von einem Meter ist vielleicht erst 50 Jahre alt, eine Eiche mit gleichem Durchmesser aber häufig schon über 200 Jahre.

Ă„lteste Eichen stehen im Hardtwald

"Die ältesten Bäume stehen natürlich im Hardtwald", informiert Kienzler. Die ältesten Eichen mit maximal 370 Jahren sind unweit der Waldstadt in der Staatswald-Abteilung mit dem Namen "Hagsfelder Eichen" zu finden. Hier wurden schon vor Jahrhunderten Eichen gepflanzt und gepflegt. Ihre Früchte, die Eicheln, waren wichtige Grundlage für die Waldweide mit Schweinen und damit lebenswichtig für die Bevölkerung. Diese sogenannten "Hutewälder" war licht. Heute ist der Hardtwald viel dichter.
Alte Eichen findet Waldbesucher auch im städtischen Oberwald. Diese sind zwar deutlich jünger als im Hardtwald, bringen es aber immerhin auf stattliche 180 Jahre. Auch in den anderen Wäldern in und um Karlsruhe findet man viele alte und dicke Bäume anderer Baumarten: Dazu zählen etwa die Schwarzpappeln mit typischen Maserknollen im Rappenwört unweit des Altrheins, markante Rotbuchen im Hardtwald, im Oberwald und im Bergwald oder so genannte Wirtschaftspappeln in der Rheinaue, beim Oberwaldsee oder am Pfinzentlastungskanal. Die Besonderheiten entdecken dabei nur wenige Waldbesucher: zum Beispiel die wenigen, vom Ulmensterben verschonten Flatterulmen im Oberwald in der Nähe der Wildgehege oder dicke Eschen im Oberwald nahe der Autobahn.

Alte Eichen sind oft geschwächt

Die alten Eichen, die noch die Stadtgründung Karlsruhes erlebten, erhält der Forst schon seit vielen Jahrzehnten. Leider sind viele von ihnen durch den extremen Trockensommer 2003 geschwächt und in der Folge von Insekten befallen worden. Auch der in Karlsruhe bekannte und relativ häufig anzutreffende Heldbock besiedelt solche geschwächten Eichen. Er ist jedoch selbst nicht für das Absterben der Eichen verantwortlich, er braucht lebendige Bäume als Brutstätte. Das Absterben besorgen Larven anderer Käfer, meistens aus der Familie der Prachtkäfer.

Das Alter wird ĂĽber Jahresringe oder Bohrkernprobe bestimmt

Um das Alter eines Baumes genau bestimmen zu können, müssten die Jahresringe an einer Stammscheibe gezählt werden oder man müsste eine Bohrkernprobe entnehmen. Jeder Jahresring besteht aus Frühholz, das dem Wassertransport dient, und dem Spätholz, das für die Festigkeit des Holzes verantwortlich ist. Die Jahrringe entstehen durch den Wechsel der Jahreszeiten. Förster können auch ohne genaue Untersuchungen ziemlich genau abschätzen, wie alt ein Baum ist. Denn sie kennen die Ergebnisse der Waldinventuren, in dem unter anderem das Alter der Waldbäume vermerkt ist. In Baden werden seit 1833 alle zehn Jahre solche Waldinventuren durchgeführt. Bis heute sind sie unverzichtbare Grundlage für eine nachhaltige Forstwirtschaft.

Lebensraum fĂĽr Tiere und Pflanzen

Die häufig vorkommenden alten und dicken Bäume zeigen, dass in den Karlsruher Wäldern der Forst schon seit langer Zeit auf den Erhalt dieser alten Bäume achtet. Früher meistens aus landschaftlichen Gründen, heute eher aus Gründen des Natur- und Artenschutzes. "Der ökologische Wert von Bäumen steigt mit dem Alter und dem Baumdurchmesser. Auch nach seinem Absterben dient ein Baum noch Jahre oder Jahrzehnte Vögeln, Fledermäusen, Käfern oder Pilzen als Lebensraum", betont Kienzler.

Regelmäßige Kontrolle der Bäume

Im Zuge einer naturnahen und umfassend nachhaltigen Waldbewirtschaftung wird heute im Wald ein sogenanntes Alt- und Totholzkonzept umgesetzt. Es soll sicherstellen, dass auch künftig ausreichend alte und dicke Bäume als ökologische Trittsteine im Wald bleiben.

Aber wie immer geht es nicht konfliktfrei. Alte Bäume stellen durch dürre Äste oder abgefaulte Wurzeln Gefahren dar, für die der Waldbesitzer in bestimmten Fällen haftet. Deshalb kontrollieren die Forstleute Bäume entlang von Straßen, Bahnlinien oder an Erholungseinrichtungen im Wald. Bäume, von denen besondere Gefahren ausgehen, müssen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht eingekürzt oder gefällt werden.
 
 

 
Weltkatzentag: WWF-Ranger retten Katzen-Baby
Am 8. August erinnerte der WWF an das Schicksal bedrohter Katzenarten

Gerettet! Ein WWF-Ranger in den kambodschanischen „Eastern Plains” – eine Trockenwaldregion in Südostsaien - hält eine verwaiste Bengalkatze im Arm. Bengalkatzen werden vor allem in China und Südostasien wegen ihres begehrten Fells gejagt. Von einer Unterarten, der japanischen Iriomote-Katze werden gar nur noch 100 freilebende Exemplare vermutet. WWF-Ranger bekämpfen in der Region die Wilderei und die illegale Abholzung.

Am 8. August erinnern anlässlich des Weltkatzentags Tier- und Umweltschützer an das Schicksal der Katzen. Zwar hat Felidae inzwischen beinahe den gesamten Planeten erobert - sie finden sich in allen Höhenlagen von Meeresniveau bis auf 6000 Meter Höhe und durch die verwilderte Hauskatze kommt die Gattung mittlerweile auch auf fernen Pazifikinseln und in Australien vor - trotzdem gehört die Felidae laut WWF zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen. Von den 36 Arten, die auf der Roten Liste erfasst sind, sind die Bestände von 30 Arten als „zurückgehend“ beschrieben und 17 Arten sind gefährdet oder gar akut vom Aussterben bedroht. Darunter zahlreiche Unterarten von charismatischen Großkatzen wie Tiger, Leopard oder Gepard.

Katzen-Fakten
Eine groĂźe Familie
Alle Echten Katzen (Felidae) gehören der Ordnung der Carnivora (Raubtiere) an. Innerhalb der Familie der Echten Katzen unterteilt man traditionell in Großkatzen (Pantherinae) und Kleinkatzen (Felinae). Eine dritte, ausgestorbene, Unterfamilie stellten die Säbelzahnkatzen dar.

Klein und GroĂź
Die kleinste Katze ist die Schwarzfußkatze (Felis nigripes) mit maximal 2 bis 3 Kilogramm Körpergewicht, die größte der Amur-Tiger mit bis zu 300 Kilogramm. Zum Vergleich: Eine Hauskatze wiegt im Durchschnitt etwa 4 Kilogramm.

Leuchtende Augen und einziehbare Krallen
Fast alle Katzen, mit Ausnahme des Gepards, haben einziehbare Krallen und können in der Dunkelheit sehr gut sehen. Dies liegt an einer speziellen Struktur (Tapetum lucidum) hinter der Netzhaut, die Licht, das ins Auge einfällt, wieder reflektiert, so dass es ein zweites Mal durch die Netzhaut passiert und somit die Lichtintensität erhöht. Aus diesem Grund „leuchten“ die Augen von Katzen.

Strenge Fleischfresser
Von allen Säugetieren sind die Katzen die strengsten Fleischfresser. Unter den Katzen sind der Leopard und der Puma die Generalisten, was ihr Beutespektrum angeht. Von allen Katzen haben sie damit auch die größte geographische Verbreitung. Von Menschen eingeschleppte Hauskatzen haben vor allem in Australien und auf entlegenen Inseln mindestens 33 Vogelarten ausgerottet.
 
 

Ă–KO-TEST-Magazin August 2012
 
Ă–KO-TEST-Magazin August 2012
Die August-Ausgabe des Ă–KO-TEST-Magazins gibt es seit dem 27. Juli im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: Das Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.

Aus dem Inhalt:

TEST: Spaghetti
ÖKO-TEST fand in drei Produkten zu viel Schimmelpilzgift. Wer eine 125-Gramm-Portion dieser belasteten Nudeln verzehrt, nimmt bereits mehr als die Hälfte der von Fachleuten tolerierten Tagesdosis dieses Giftes auf. In einer weiteren Spaghetti-Marke wurde Mineralöl gefunden, das aus der Verpackung stammt. Dieses kann sich im Körper ablagern und vermutlich Schäden an Leber, Lymphknoten und Herzklappen verursachen. Kritisch für Menschen mit Hühnereiallergie ist zudem, dass in zehn Spaghettimarken Spuren von Hühnereiklarprotein nachzuweisen waren, ohne dass auf der Verpackung darauf hingewiesen wurde. Noch problematischer ist es, wenn Spaghetti als eifrei beworben werden, in Wirklichkeit aber Ei-Allergene enthalten. Das war bei zwei Produkten der Fall. mehr Infos in der Pressemitteilung

TEST: Fairer Handel
Der faire Handel wächst jedes Jahr zweistellig. Das lockt Geschäftemacher, die Zahl der Fair-Siegel wächst kontinuierlich. Insgesamt hat ÖKO-TEST 72 Importprodukte wie Kaffee, Wein, Bananen, Kleidung und Kosmetik sowie sieben „faire“ Milchsorten aus Deutschland unter die Lupe genommen. Nur 44 bekamen das Gesamturteil „fair“. Das größte Problem ist, dass es derzeit unterschiedliche Standards und Zertifizierungssysteme gibt, die die Fairness belegen sollen. Gemeinsame Mindestanforderungen für faire Auslobungen wurden aber noch nicht entwickelt. mehr Infos in der Pressemitteilung

TEST: Silikonschnuller
Im Praxistest zeigten sich alle Silikonschnuller von ihrer besten Seite. So machten sie etwa beim Durchstichtest mit einem Dorn, der einen Zahn simulieren soll, erst bei einer Belastung schlapp, die weit oberhalb der Vorgabe der Schnuller-Norm liegt. Doch beim Test auf schädliche Inhaltsstoffe trennt sich die Spreu vom Weizen: Für sechs Silikonsauger gibt es Notenabzug, weil sie mit deutlichen Mengen an krebsverdächtigen PAK belastet waren. Doch es gibt auch zehn „sehr gute“ Modelle, die Eltern beruhigt ihren Kleinsten kaufen können. mehr Infos in der Pressemitteilung

TEST: Mittel gegen Blähungen
Wenn ein Baby unter Bauchschmerzen oder Dreimonatskoliken leidet, würden viele Eltern nahezu alles tun, um zu helfen. Doch Mittel gegen Blähungen sind leider nicht zu empfehlen. Denn es gibt keine überzeugenden Wirksamkeitsbelege. Die Präparate enthalten zudem teilweise umstrittenen Hilfsstoffe, die in Verdacht stehen Allergien auszulösen. Alle Mittel zum Einnehmen sind mit Aromazusätzen und künstlichen Süßstoffen aufgepeppt. Dabei ist nicht erforscht, welche Auswirkungen Süßstoffe auf kleine Kinder haben. mehr Infos in der Pressemitteilung

TEST: Pflegeprodukte fĂĽr junge Haut
Auch wenn Jugendliche in der Pubertät Akne oder eine unreine Haut bekommen, sollten sie nicht wahllos zu irgendwelchen Pflegeprodukten greifen. Denn einige davon enthalten problematische Inhaltsstoffe. Von den 45 Pflegeprodukte für junge Haut, die ÖKO-TEST vom Labor durchchecken lies, stecken in jedem zweiten beispielsweise PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. In einem Produkt von Garnier fand das Labor krebsverdächtiges Formaldehyd/-abspalter. mehr Infos in der Pressemitteilung

TEST: Stichsägen
Bei Stichsägen rentiert es sich, etwas mehr Geld auszugeben. Denn vor allem die großen Markenhersteller bieten gute Qualität. Diese Geräte schneiden Holz und sogar Metall allesamt recht souverän. Der Schwachpunkt vieler Geräte, egal ob günstig oder teuer ist, dass die Griffe mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet sind. mehr Infos in der Pressemitteilung

TEST: Weißdornpräparate
Wenn das Herz nicht mehr kräftig genug pumpt, äußert sich dies in Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Schwächegefühl. Dann ist ärztliche Hilfe angeraten. Zwar versprechen auch rezeptfrei erhältliche Weißdornpräparate Besserung – aber die Wirkung lässt zu wünschen übrig, wie die aktuelle Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt. Von den 23 getesteten pflanzlichen Arzneimitteln schneiden 14 mit „ausreichend“ und acht mit „mangelhaft“ ab. Nur ein Produkt erhält das Testergebnis „befriedigend“, weil es auf einen Wirkstoff setzt, dessen Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wenigstens teilweise belegt ist. mehr Infos in der Pressemitteilung

TEST: Sterbegeldversicherungen
Eine Bestattung, ein Grabstein und die Grabsteinpflege kosten schnell 10.000 Euro. Wer nach dem Tod seinen Kindern oder Verwandten finanziell nicht zur Last fallen will, kann mit einer Sterbegeldversicherung vorsorgen. Doch die Policen sind teuer, keine der 200 von ÖKO-TEST untersuchten Tarifvarianten erreichte einen „sehr guten“ ersten Rang. mehr Infos in der Pressemitteilung
 
 

 
NABU dokumentiert erstmals Löwen in afrikanischer Regenwaldregion
Tennhardt: Löwenfonds für ein friedliches Miteinander zwischen Mensch und Tier geplant

Addis Abeba/Berlin – Dem NABU ist es gelungen, erstmals Löwen in Regenwäldern zu dokumentieren. Im Rahmen seiner Projektarbeit in Äthiopien konnte der NABU ein Löwen-Weibchen im UNESCO-Biosphärenreservat Kafa, einem Regen- und Bergnebelwaldgebiet, beobachten und fotografieren. Bisher konnte der laut Roter Liste der IUCN als gefährdet eingestufte Afrikanische Löwe nur außerhalb von Regenwäldern dokumentiert werden. „Wir freuen uns über den erstmaligen Nachweis und möchten nun das Verhalten der Tiere in dem ungewöhnlichen Lebensraum untersuchen“, erklärte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. Der NABU plant zudem, einen Fonds zum Schutz der in Kafa lebenden Löwen einzurichten, der die lokale Bevölkerung im Fall von Übergriffen auf Haustiere unterstützt und entschädigt.

Der bevorzugte Lebensraum des Löwen ist die Savanne. Nach bisher vorherrschenden Kenntnissen halten sich Löwen nicht in feuchten Wäldern auf. Das konnte der NABU jetzt widerlegen. Das Vorkommen von Löwen im Südwesten Äthiopiens im Kafa-Biosphärenreservat konnte immer wieder von der dort lebenden Bevölkerung beobachtet werden. Um der Frage nachzugehen, ob es wirklich Löwen im Kafa-Biosphärenreservat gibt, führte der Wildtier-Fotojournalist Bruno D’Amicis im Auftrag des NABU Anfang 2012 eine Foto-Expedition durch. Nach Kenntnissen des NABU gelang es ihm damit erstmals, die Tiere in einem Regenwaldgebiet zu dokumentieren.

Das Kafa-Biosphärenreservat zeichnet sich durch seine afromontanen Regen- und Bergnebelwälder aus, die als Ursprungsregion für Arabica-Kaffee gelten und neben dem wilden Kaffee Heimat für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten sind. Da der Süden Äthiopiens als wichtige Migrationsroute für Löwen zwischen Ost- und Zentralafrika gilt, wird angenommen, dass die Tiere die Region in der Trockenzeit durchziehen.

In ganz Afrika gibt es nach Experten-Schätzungen nur etwa 23.000 bis 39.000 Löwen, in Äthiopien nur noch 1.000 bis knapp 1.500 Tiere. Ihre Verbreitung und ihr Bestand sind in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Gründe sind der Verlust und die Verkleinerung ihres Lebensraums durch die zunehmende Bevölkerung und die Abnahme wilder Beutetiere. Aufbauend auf die Schutzstrategie für den Löwen für das östliche und südliche Afrika wurde Anfang diesen Jahres von der zuständigen Behörde, der Ethiopia Wildlife Conservation Authority, ein nationaler Aktionsplan verabschiedet, um die Lebensbedingungen für den gefährdeten Löwen in Äthiopien zu verbessern.

Der NABU setzt sich seit 2006 für den Erhalt der Wildkaffeewälder in Kafa ein und hat die Regierung bei der Einrichtung des Kafa-Biosphärenreservats federführend unterstützt. Seit 2009 führt der Verband in der Region ein Großprojekt zu Wald- und Klimaschutz im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Umweltministeriums durch und unterstützt zudem das Schutzgebiet bei der Öffentlichkeitsarbeit und dem Aufbau von Managementstrukturen.
 
 



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