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Internationaler Tag des Schneeleoparden (23.10.)
Schneeleopard / Foto: Martin Forster (c) NABU
 
Internationaler Tag des Schneeleoparden (23.10.)
NABU: Wie viele Schneeleoparden leben noch? - Forschungen in Bhutan starten

Tennhardt: Schutz der Großkatze hängt von unserem Wissen ab

Berlin/Bishkek – Anlässlich des Internationalen Tags des Schneeleoparden (23.10.) macht der NABU auf die dramatische Situation des „Geists der Berge“ aufmerksam. Der Schneeleopard gehört zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Welt. Wilderer machen illegal Jagd auf sein begehrtes Fell, seine Knochen werden auf dem Schwarzmarkt verkauft, meist für die asiatische Medizin. Wie viele der Bergkatzen weltweit genau leben, ist unbekannt. Daher startet der NABU nun erstmals, gemeinsam mit der bhutanesischen Regierung, eine Erfassung der Bestände in dem südasiatischen Staat.

„Schneeleoparden leben meist in schwer zugänglichen Regionen, hoch in den Bergen. Daher wissen wir bislang noch viel zu wenig über die Art, um sie auch effektiv schützen zu können. Das wollen wir ändern“, so NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt.

Ein gutes Beispiel sei Bhutan. Obwohl bereits lange Zeit bekannt ist, dass der bedrohte Schneeleopard hier vorkommt, werden seine Bestände erst jetzt erfasst. Seit Kurzem sind dazu in dem Land, das in etwa so groß ist wie die Schweiz, zehn Forscher auf den Spuren der Bergkatze: Sie befragen Anwohner, untersuchen gerissene Tiere, sammeln Nachweise in Form von Kot und versuchen Schneeleoparden direkt zu sichten. Anschließend stellen sie mit Unterstützung durch den NABU Kamerafallen auf, um die Tiere näher zu erforschen. „Derzeit gehen wir davon aus, dass rund 100 bis 200 Schneeleoparden in Bhutan leben. Doch erst mit dieser Studie werden wir den genauen Zustand der Population kennen. Daraus können wir schließlich auch die richtigen Schutzmaßnahmen ableiten“, so Tennhardt.

Ein ähnliches Projekt plant der NABU derzeit auch im rund 2.000 Kilometer entfernten Kirgistan. Gemeinsam mit der dortigen Regierung und weiteren Naturschutzorganisationen will der NABU ebenfalls systematisch erfassen, wie viele Schneeleoparden in dem Land leben und in welchen Gebieten.

Schneeleoparden sind Einzelgänger und leben meist oberhalb der Waldgrenze in ungefähr 2.700 bis 5.000 Metern Höhe. Der sogenannte „Geist der Berge“ bevorzugt Hochsteppen und felsiges Gelände. Neben der illegalen Jagd macht ihm der Verlust seines Lebensraumes zu schaffen. Auch seine wichtigsten Beutetiere, wie etwa das eindrucksvolle Argali-Riesenwildschaf, werden seltener.

Seit 1999 engagiert sich der NABU für den Schutz der Schneeleoparden in Kirgistan. Mit seiner Anti-Wilderei-Einheit „Gruppa Bars“ überwacht er die Region, klärt vor Ort über die Großkatze auf und schützt ihren Lebensraum. Um auch über die Grenzen hinweg den Erhalt der Art zu sichern, brachte die kirgisische Regierung auf Initiative des NABU vor zwei Jahren alle zwölf Länder zusammen, in denen der Schneeleopard vorkommt. Bei diesem ersten globalen Schneeleoparden-Forum verabschiedeten die Verbreitungsstaaten ein Schutzprogramm zum Erhalt der Art. Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2020 die 20 wichtigsten Gebiete für den Schneeleoparden unter Schutz gestellt werden, damit sich hier langfristig Populationen halten können. Der Tag dieser Vertragsunterzeichnung (23.10.) wird seither als „Internationaler Tag des Schneeleoparden“ weltweit gefeiert.

Hintergrundinformationen zum Schneeleoparden:

Schneeleoparden leben in den Hochgebirgen Asiens. Ihre Bestände reichen vom russischen Altai-Gebirge im Norden über das Tian Shan-Gebirge, den Pamir und Hindukusch im Westen, den Himalaya im Süden bis ins tibetanische Hochland und in die Steppenwüste Gobi im Osten. Die Art ist bislang in zwölf Ländern nachgewiesen, mit einem Verbreitungsgebiet von mehr als 1,8 Millionen Quadratkilometern. Das Territorium eines Schneeleoparden ist zwischen 20 und 500 Quadratkilometern groß und hängt von der Anzahl der verfügbaren Beutetiere ab. Aufgrund des oft schwer zugänglichen Terrains sind viele Regionen noch nicht oder nur lückenhaft untersucht. Schätzungen gehen von einem Gesamtbestand von rund 4.000 bis 6.400 Tieren aus.

Am 25. Oktober 2015 lädt der NABU gemeinsam mit dem Neunkircher Zoo im Saarland zu einem Aktionstag für den Schneeleoparden ein.
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Freiburg: Lesung "Megamaschine"
Am Freitag, 30. Oktober, 20.00 Uhr s.t., Universität Freiburg, Platz der Universität 3, Kollegiengebäude 1 Hörsaal 1015, ist

"Die Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation. Wege zum Ausstieg aus der Megamaschine"

Thema der moderierten Lesung von Fabian Scheidler, Berlin, Sachbuchautor und Journalist.

Fabian Scheidler ist auch Theater- und Opernautor, aktiv bei Attac und Mitbegründer des Nachrichtenmagazins Kontext TV. Er kommt am 30.10. auf einer internationalen Lesereise zur Station Freiburg i.Br. und steht für Vorab- oder spätere Interviews zu Verfügung. Bisherige Interviews, Rezensionen, Pressetext, Biographie usw.: www.megamaschine.org

Veranstalter sind ECOtrinova e.V., Landeszentrale für politische Bildung, Studierendenrat an der Universität und Weitere im Rahmen des Samstags-Forums Regio Freiburg.

Der Eintritt ist frei. Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂĽrgermeisterin Gerda Stuchlik.
Förderer sind das Agenda 21 Büro Freiburg und die ECO-Stiftung.
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Karlsruher Wälder schon vor 300 Jahren genutzt
Eichenpflanzung und Vortrag im Waldzentrum

Die Karlsruher Wälder wurden schon vor der Stadtgründung auf unterschiedliche Weise intensiv genutzt. Sie waren auch vor dem Bau von Schloss und Stadt keine Urwälder mehr. Die Geschichte der Karlsruher Wälder blättert Dr. Helmut Volk bei einer Veranstaltung des städtischen Forstamtes am Mittwoch, 21. Oktober, im Waldzentrum, Linkenheimer Allee 10 (ehemalige Gustav-Jacob-Hütte), auf. Beginn ist um 19 Uhr. Zuvor wird um 18.30 Uhr eine Eiche gepflanzt.

Dr. Helmut Volk ist ehemaliger Leiter der Abteilung Landespflege bei der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-WĂĽrttemberg, die auch zusammen mit den Oberrheinischen Waldfreunden, den Hardtwaldfreunden und der Regionalgruppe Karlsruhe des Landesvereins Badische Heimat Mitveranstalter ist. BĂĽrgermeister Klaus Stapf wird ein GruĂźwort halten.
 
 

 
Riegel a.K. und Breisgau: Klimaschutz und Energiewende
bei St. Anton, Riegel, vorbildliche Heimschule

Am Samstag, 24. Oktober, 14:30 bis 16 Uhr bieten ECOtrinova e.V. und Mitveranstalter des Samstags-Forums Regio Freiburg, darunter die Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen, in Riegel a.K., Hauptstr. 63, eine Führung an im LBZ St. Anton zum Thema "St. Anton, preisgekrönte Energiewende-Heimschule". Erläutert werden das Mini-BHKW für Strom und Heizung mit 34 kWel, Photovoltaik, die vorteilhafte Eigenstrom-Gemeinschaft für 8 Gebäude, der Lehrparcours erneuerbare Energien und das Schüler-Energielabor jeweils von Michael Bruckert, Lehrer an St. Anton, und Christian Meyer, Energy Consulting Meyer, Umkirch. Der Eintritt ist frei. Wegen begrenzter Platzzahl ist Anmeldung erbeten bis 23.10. vormittags an ecotrinova@web.de oder Tel. 0761-5950161 priv. Dr. Löser.

Zuvor findet in Freiburg beim Samstags-Forum in der Universität, Stadtmitte, Kollegienbäude 1 Hörsaal 1015, von 10.30 bis 12.45 Uhr anmeldefrei die Gemeinschaftsveranstaltung "Der UN-Klimagipfel Paris 2015 und wir: Politik, Hintergründe, was tun?" statt mit Hauptvortrag von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Co-Präsident Club of Rome, und anschließender Podiumsdiskussion mit weiteren Klima- und Energieexperten. Auch Riegel ist mit Bahn oder Bus zu erreichen, Abfahrt z.B. ab Freiburg-HBF 13:36.
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Freiburg i.Br.: Heizen mit Mini-BHKW
Heizungserneuerung mit Strom erzeugenden Heizungen - BĂĽrgerinfo

Zur Heizungserneuerung mit Strom erzeugenden Heizungen (Mini-BHKW) bietet der Freiburger gemeinnützige Verein ECOtrinova e.V. mit seinen Experten kostenlose Gespräche und Infomaterial an am Mittwoch 21. und 28. Oktober und Dienstag 3. November ab 17.00 Uhr im Treffpunkt Freiburg, Raum Agenda 21-Büro, Schwabentorring 2. Anmeldung ist erbeten an ecotrinova@web.de oder T. 0761-2168730.

Hintergrund:
ECOtrinova rät, fällige Heizungserneuerungen vorzuziehen. Strom erzeugende Heizungen (Mini-BHKW) sind laut Untersuchungen u.a. i.A. der Stadt Freiburg besonders wirksam für die Energieeinsparung und den Klimaschutz bei Gebäuden. Mini-BHKW stehen seit kurzem auch für die Heizungserneuerung in kleinen Gebäuden auf dem Markt in vielen Varianten zur Verfügung. Sie ersetzen z.B. Elektroheizungen oder alte Gas- und Ölheizungen. Dafür gibt es attraktive öffentliche Förderungen. Über 30 Jahre alte Heizungsanlagen müssen gesetzlich i.d.R. erneuert werden.
 
 

 
Samstags-Forum Regio Freiburg
21. Reihe mit Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Filmen

Mit dem aktuellen Leitthema „.Klimaschutz und Energiewende machen! Wie wollen wir leben?“ setzen der gemeinnützige Freiburger Verein ECOtrinova und Mitveranstalter mit Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Filmen die 21. Gemeinschafts-Veranstaltungsreihe des preisgekrönten Samstags-Forums Regio Freiburg bis zum 5. Dezember fort. Der Eintritt ist frei. Die Vorträge finden statt in Freiburg i.Br. zumeist im Kollegiengebäude 1 der Universität, Stadtmitte, Platz der Universität 3. Zu Führungen ist Anmeldung erbeten an ecotrinova@web.de oder an den Treffpunkt Freiburg T. 0761-2168730. Ort, Anfahrt und Treffpunkte werden den Angemeldeten mitgeteilt. Das Gesamtprogramm mit den Mitveranstaltern ist zu ersehen bei www.ecotrinova.de.

Die Teilnehmer erleben führende Fachleute, Pioniere, Aktive und Filme aus aller Welt im Hörsaal und vor Ort mit Vorbild­vorhaben. Am 30.10. ist der "Ausstieg aus der Megamaschine. Zur Geschichte einer scheiternden Zivilisation" Thema der moderierten Autorenlesung von Fabian Scheidler, Berlin. Am 14.11. ist Wärmedämmung von Gebäuden im Spiegel der Medien und bei der Altbausanierung Thema, am 21.11. – in der Volkshochschule Freiburg – praktisches Stromsparen für Haushalte und kleines Gewerbe. Am Freitag, 27.11., widmet sich das Forum der Energiewende und dem Klimaschutz in Japan nach der Atomreaktoren-Katastrophe von Fukushima und der Energiewende, dem Strommarkt, Klimaschutz und Atomausstieg in Deutschland. Am 5.12. zum UN-Tag des Bodens trägt Daniel Fuhrhop aus seiner gerade erschienenen Streitschrift "Verbietet das Bauen!" Strategien vor für den ökologisch-sozialen Stadtumbau anstelle eines Neubaustadtteils auf landwirtschaftlichem Boden. Internationale und Freiburger Einblicke in ökologische Stadtentwicklung gibt Dr. Philipp Späth, Forscher an der Universität. Vom 13. bis 15. November ist das Samstags-Forum mit ECOtrinova ein Partner des Greenmotions Filmfestivals in der Universität, bei dem neue Filme und Kurzfilme aus Deutschland und aller Welt zu erneuerbaren Energien, zur Energiewende und zum Klimaschutz gezeigt werden.


Die Termine und Themen als KurzĂĽbersicht:

Samstags-Forum Regio Freiburg - Reihe 21 vom 30.10. bis 5.12.2015
Klimaschutz und Energiewende machen! Wie wollen wir leben?
Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Führungen und Filme

Freitag, 30.10.2015, 20:00 Uhr, Freiburg, Universität, Stadtmitte, KG 1, Hörsaal 1015
Fabian Scheidler, Berlin: Sachbuchautor, Journalist, Theater- und Opernautor
Ausstieg aus der Megamaschine? Zur Geschichte einer scheiternden Zivilisation. Wege zum Ausstieg.
Moderierte Lesung

Samstag, 14.11.2015, 10:30 – 12:45, Universität, Stadtmitte, KG 1, Hörsaal 1015
Thomas Bauer, Energieagentur Regio Freiburg
Wärmedämmung und die Medien – was steckt dahinter?
Karl-Peter Möhrle, Dipl.-Ing., Architekt, Freiburg/Kirchzarten
Vom Altbau zum Energiesparhaus - Einsatz ökologischer Wärmedämmung mit Beispielen

Freitag 13.11. bis Sonntag 15.11.2015, Freiburg, Universität, Stadtmitte, KG 2, Hörsaal 2006, Eintritt
Greenmotions Filmfestival in Zusammenarbeit mit ECOtrinova e.V. und Samstags-Forum u.a.:
Freitag 17.00 Eröffnung; 18.00, 20.00 Uhr Filme
Samstag 13.00, 15.00, 17.00, 19.00 Uhr Filme; 20.00 Uhr Podium
Sonntag 13.00, 15.00, 17.00 Uhr Filme; 19.00 Kurzfilmwettbewerb & Preise

Samstag, 21.11.15, 10.30 -13:00, VHS Freiburg, Rotteckring 12, mit VHS-Freiburg e.V.,
Nils Sondermann, Master Sc. SENCE, Energieagentur Regio Freiburg
Stromsparen fĂĽr Zuhause. Mit Demonstration und Messungen.
Ingo Falk, Dipl.-Ing., Energieeffizienz-Beratung-Entwicklung, Freiburg
Strom sparen aktuell – es lohnt sich sehr! Beispiele, Fragerunde
Stromspar-FĂĽhrung 14.00 im Treffpunkt Freiburg mit Dipl.-Ing. Falk

Freitag, 27.11.2015,
16:30 – 17:30 Führung:
Strom erzeugende Heizungen - Mini-BHKW und E-Mobilität mit BHKW & Solar
Gerhard Weber und Daniel Licht, Weber Heizung LĂĽftung GmbH,
Ort: Mauermattenstr. 18, Waldkirch, Gewerbegebiet

19.00 Uhr, Freiburg, Universität, Stadtmitte Hörsaal 1098
Akira Shibai, Architekt, Junna Nitta, Maya Takimoto,
alle z.Zt. an Universität Freiburg, Gruppe japanische „Öko-Freiwillige
Japan: Energiewende und Klimaschutz nach Fukushima
Prof. Uwe Leprich, Leiter Institut fĂĽr Zukunftsenergiesysteme IZES, SaarbrĂĽcken
Deutschland: Klimaschutz - Energiewende - Strommarkt. Vom Tiger zum Bettvorleger?

Samstag, 5.12.2015, 10:30 – 12:45, Freiburg, Universität, Stadtmitte, KG 1, Hörsaal 1015
Dr. Philipp Späth, Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie Universität Freiburg
Green City, Eco-City, Smart City: Stadtentwicklung im Vergleich.
Alternative Ideen für Freiburg und Region anlässlich UN-Tag des Bodens:
Daniel Fuhrhop, Autor, vormals Leiter Stadtwandel Verlag, Oldenburg
"Verbietet das Bauen! Eine Streitschrift" - Strategien und konkrete Werkzeuge zum Stadtumbau.
AnschlieĂźend FĂĽhrung mit ECOtrinova e.V. zur Stadtentwicklung
 
 

 
FĂĽhrung: Strom erzeugende Heizung fĂĽr die Heizungserneuerung
Am Samstag, 17. Oktober, 13.45 bis 15 Uhr bieten ECOtrinova e.V. und Mitveranstalter vom Samstags-Forum Regio Freiburg in Merzhausen eine Führung an in einem kleinen Mehrfamilienhaus zum Thema Heizungserneuerung mit einer Strom erzeugenden Heizung (Mini-BHKW) für die Energiewende und Klimaschutz im Heizungskeller. Das Anwesen verfügt außerdem über eine Solarstromanlage mit Batterie und einen Holzkessel. Es erläutern ein Vertreter des Installationsbetriebs, der Hausgemeinschaft und Dr. Georg Löser von ECOtrinova. Der Eintritt ist frei. Der genaue Ort wird mitgeteilt nach Anmeldung bei ecotrinova@web.de oder Tel. 0761-2168730.
 
 

 
Waldarbeit mit echter Pferdestärke
Am Sonntag, 18. Oktober, lädt das Waldhaus zum 4. Holzrücketag ein

Buntes Familienprogramm mit Jagdhornbläsern, Schrotsägen, Selberschnitzen, Korbflechten und Vorträgen


Eintritt frei


Nach dem Erfolg in den vergangenen Jahren findet am Sonntag, 18.
Oktober, von 11 bis 17 Uhr zum vierten Mal ein in dieser Form
einzigartiger Aktionstag am Waldhaus statt. Im Mittelpunkt steht der
traditionelle Holztransport mit RĂĽckepferden. Acht Gespanne aus
ganz Baden-WĂĽrttemberg und dem Elsass zeigen mit ihren Pferden
eine traditionelle Form der Waldarbeit. Auch der Europameister 2012
im Einspänner, Jürgen Duddek, ist wieder dabei. Darüber hinaus
bietet das Waldhaus ein buntes Programm fĂĽr die ganze Familie.

Schnauben und Wiehern wird im Stadtwald zu hören sein, wenn sich
Votan, Hugo und ihre Kollegen ins Geschirr legen, um schwere
Stämme aus dem Wald zu rücken. Nur wenige Menschen aus der
älteren Generation kennen diese „Rückearbeit“ mit Pferden noch aus
eigener Anschauung. Denn in der Regel ersetzen Traktoren und
andere Maschinen die Teams aus Mensch und Pferd. An diesem
Tag geht es aber nicht nur um romantische GefĂĽhle. Hier wird auch
gezeigt, warum der Einsatz von Pferden bei der Holzernte wieder an
Bedeutung gewinnt.

Der Stadtwald Freiburg war 1999 der erste Forstbetrieb in BadenWĂĽrttemberg,
der sich nach den Prinzipien des Forest Stewardship
Council (FSC) zertifizieren lieĂź und zu einer umweltschonenden
Waldbewirtschaftung verpflichtete. So ernten Freiburgs Forstwirte mit
35.000 Kubikmetern jährlich nur so viel Holz, wie auch nachwächst.
Um lange Transportwege zu vermeiden, werden 90 Prozent der
Holzernte im Umkreis von 200 Kilometern verkauft. Der Boden wird
durch die Anlage schmaler unbefestigter RĂĽckegassen geschont, um
ihn nicht zu sehr zu verdichten. Denn der großflächige Einsatz
schwerer Erntemaschinen schädigt die Bodenbeschaffenheit und
damit die Wachstumsbedingungen der Bäume auf lange Sicht. Dazu
passt die boden- und bestandsschonende Rückearbeit mit Pferden –
ein historisches Arbeitsfeld, wie es im Naturpark SĂĽdschwarzwald
ĂĽber Jahrhunderte typisch war.

Begleitet durch Jagdhornbläser werden die Besucherinnen und
Besucher am Sonntag um 12 Uhr zu diesem Aktionstag begrĂĽĂźt.
Kinder und Erwachsene können im Wald mit der Schrotsäge Hand
anlegen und sich eine Baumscheibe zum Mitnehmen absägen.
Handwerker führen vor, wie vielfältig Holz schon in alter Zeit im
Schwarzwald eingesetzt wurde. In der mit dem Bullerjahn gemĂĽtlich
beheizten Holzwerkstatt können Besucher kleine Gegenstände
schnitzen, am Schneidesel arbeiten und aus Reisig „Büschele“
binden, die traditionell dem Anheizen von Backöfen dienten.

Im Waldhaus selbst kann man einer Uhrenschildmalerin, einem
Holzschnitzer und einer Korbflechterin bei der Arbeit zuschauen. Im
Obergeschoss ist die Ausstellung „Und wenn der Wolf kommt? Alte
Mythen und neue Erfahrungen“ zu besichtigen. Vogelkundliche
Vorträge um 13 und 15 Uhr runden das Programm ab. Info-Stände
vor dem Haus widmen sich Themen wie Tiere des Waldes, Jagd,
Moore und Gewässer sowie dem Naturpark Südschwarzwald. So
wird an diesem Tag umfangreiches Wissen ĂĽber das kulturelle Erbe
rund um das Thema Holz und Wald fĂĽr Jung und Alt anschaulich und
erlebbar.

Für das leibliche Wohl der Gäste ist mit herzhaften Speisen gesorgt.
Außerdem bietet das Waldhaus-Café Gelegenheit zum Aufwärmen
bei Kaffee und Kuchen.

Dank der Förderung durch den Naturpark Südschwarzwald ist der
Eintritt zum HolzrĂĽcketag frei. Ăśber Spenden freut sich die Stiftung
Waldhaus Freiburg.



Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonn- und
feiertags von 12 bis 17 Uhr. Angebote fĂĽr Schulklassen gibt es nach
Absprache auch über die regulären Öffnungszeiten hinaus. Info unter
Tel. 0761-89647710 oder www.waldhaus-freiburg.de.
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