oekoplus - Freiburg
Donnerstag, 25. April 2019
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MooswÀlder Backtag im April
am 10.04.2019 von 17:00 bis 20:00
in der Ökostation Freiburg

Jeden zweiten Mittwoch im Monat ist Backtag in der Ökostation! Die Ökostation heizt den Holzofen im Haus krĂ€ftig ein und zwischen 17 und 20 Uhr kann der eigene mitgebrachte Brotteig verfeinert, geknetet und gebacken werden.

Betreuung: Antje Cybulla und Team der Ökostation

Geeignet fĂŒr Familien mit Kindern ab 10 Jahren. FĂŒr Teilnehmende ohne eigenen Brotteig bietet die Ökostation jeweils am Vortag frisch gemahlenes Getreide gegen Spende an.

Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Klimaschutz durch Atomkraft? Riskant und sehr teuer
Der zeitliche Abstand zu den AtomunfĂ€llen in Tschernobyl und Fukushima ist so groß, dass die Atomlobby wieder in die Offensive geht. Mit gezielt vorgeschobenen Klimaschutzargumenten versuchen die Atomkonzerne und ihre Tarnorganisationen der Nuclear Pride Coalition Werbung fĂŒr Atomkraft zu machen und ihre Profite zu sichern. Doch Atomkraft ist hochriskant, teuer und der AtommĂŒll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden. Bei der Nutzung der Atomenergie (vom Uranabbau bis zum Abriss) wird mehr Kohlendioxid freigesetzt als beim Betrieb eines Windrades sagt eine Studie des Deutschen Bundestages. Atomstrom aus neuen AKW ist sehr teuer. Das neue englische AKW Hinkley Point wird 23,2 Milliarden Euro kosten und extrem teuer Strom produzieren. Ab 2025 wird der Atomstrom fĂŒr rund 12 Eurocent pro Kilowattstunde (kWh) ins Stromnetz verkauft. Hinzu kommt ein jĂ€hrlicher Aufschlag fĂŒr die Inflation. Solar- und Windstrom sind im Vergleich deutlich gĂŒnstiger. Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts fĂŒr Solare Energiesysteme (ISE) kostet heute in Deutschland Strom aus neuen Windanlagen etwa 6 Eurocent pro kWh und aus neuen großen Solarkraftwerken im Durchschnitt ca. 5 Eurocent. In sonnenreichen LĂ€ndern sind die Kosten fĂŒr Solarstrom noch gĂŒnstiger und liegen unter vier Eurocent. Der Kostenvergleich mit fossiler und nuklearer Stromerzeugung wird dadurch erschwert, dass externe Kosten durch Umwelt-, Klima- und GesundheitsschĂ€den außen vor bleiben. Mit einem Bruchteil des Geldes fĂŒr neue AKW lĂ€sst sich umweltfreundlich Strom aus Wind und Sonne erzeugen und das Klima schĂŒtzen. Aus diesem Grund werden die zukunftsfĂ€higen Energien von der Atom- und Kohlelobby und ihren Tarnorganisationen auch massiv behindert.

Warum sollen wir auf eine gefĂ€hrliche, teure Hochrisikotechnologie wie den Thorium Reaktor setzen, wenn wir kostengĂŒnstige, umweltfreundliche Alternativen haben?

Um tatsĂ€chlich in großem Umfang teuren Atomstrom zu erzeugen, mĂŒssten weltweit sehr viele AKW in immer mehr LĂ€ndern gebaut werden. Doch jeder neue Staat, der mit Hilfe der Atomkraft in den Besitz von Atomwaffen kommt, erhöht die Gefahr zukĂŒnftiger Atomkriege und ist eine Katastrophe fĂŒr die Menschheit und alles Leben auf diesem Planeten.

Der menschengemachte Klimawandel muss umweltfreundlich und nachhaltig angegangen werden. LösungsansĂ€tze sind regenerativen Energien, Energiesparen und eine Änderung unseres nicht nachhaltigen Lebensstils. "Gut leben statt viel haben" ist die Zukunftsdevise. Es gilt, eine tatsĂ€chlich nachhaltige Entwicklung einzuleiten und Wege fĂŒr ein gutes Leben aufzuzeigen. Die grĂ¶ĂŸten EinschrĂ€nkungen auf diesem Weg sind die ökonomisch-politischen WiderstĂ€nde alter Eliten und die Tatsache, dass dieser Weg Vernunft und ein massives Umdenken voraussetzt. Der Versuch, die Probleme des Klimawandels mit Atomkraft zu lösen, ist ein gefĂ€hrlicher, rĂŒckwĂ€rtsgewandter Irrweg.

Axel Mayer, BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, VizeprĂ€sident Trinationaler Atomschutzverband TRAS
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In der Reihe „WĂ€lder der Welt“: Artenreiches Peru
DiavortrÀge, Ausstellung, Konzert, Kinderprogramm und peruanische Köstlichkeiten am Sonntag, 7. April, im Waldhaus

Peru – PE-RU! – ist ein Land, das die Phantasie von Kindern und KĂŒnstlern, Anthropologen und Ufologen, Schlagerfreunden und Weltenbummlern befeuert wie wenige in Lateinamerika. So schön der Name, auf den sich jeder gerne einen Reim macht. So vielfĂ€ltig die Volksgruppen, Kulturen, Landschaften. Und wenn Fußballfans ĂŒber die Schönheit von Nationaltrikots sprechen, gibt es stets eine Konstante auf den vorderen PlĂ€tzen: Peru.

Peru rĂŒckt nun auch in den Blickpunkt des Waldhauses. Im Rahmen seiner beliebten Veranstaltungsreihe „WĂ€lder der Welt“ findet am Sonntag, 7. April, von 11 bis 17 Uhr ein Thementag zu Peru statt. In Kooperation mit dem Eine-Welt-Forum und der Informationsstelle Peru bieten Expertinnen, Experten und Engagierte einen Einblick in NaturrĂ€ume, Forstwirtschaft, Lebensweise und Kultur eines der artenreichsten LĂ€nder der Erde.

Wie gewohnt gibt es LichtbildvortrÀge, eine Ausstellung, ein Konzert, Kinderprogramm und landestypische Köstlichkeiten aus dem Themenland.

Von der Atacama-WĂŒste ĂŒber die Ruinenstadt Machu Picchu bis zum Millionen-Moloch Lima – die Peru-Bilder, die einem breiten Publikum gelĂ€ufig sind, sind eher baumfrei. TatsĂ€chlich aber ist ĂŒber die HĂ€lfte der FlĂ€che Perus von WĂ€ldern bedeckt. Damit hat das Land die zweitgrĂ¶ĂŸte WaldflĂ€che in Lateinamerika und den weltweit viertgrĂ¶ĂŸten Bestand an tropischem Regenwald. Peru gehört zu den artenreichsten LĂ€ndern der Erde und ist damit ist ein wichtiger Akteur fĂŒr die Erhaltung der BiodiversitĂ€t und den globalen Klimaschutz. Derzeit hat Peru noch die weltweit grĂ¶ĂŸte Vogelvielfalt. Von mehr als 1800 Arten gibt es ĂŒber 100 nur in diesem Land.

Allerdings gehen jedes Jahr riesige WaldflĂ€chen verloren, vor allem durch illegalen Holzeinschlag und die Ausweitung landwirtschaftlicher NutzflĂ€chen. Diese Entwicklung bedroht die LebensrĂ€ume der indigenen Bevölkerung, aber auch unzĂ€hliger Tier- und Pflanzenarten. Von den 30 Millionen Peruanern leben fast 80 Prozent in StĂ€dten, ein Drittel davon – rund 10 Millionen – allein im Großraum der Hauptstadt Lima.

Der Thementag Peru im Waldhaus wird um 11 Uhr eröffnet und startet um 11.15 Uhr mit einem Lichtbildvortrag ĂŒber die NaturwĂ€lder und Forstwirtschaft in Peru. Als Forstökologin und gebĂŒrtige Peruanerin spricht Viviana Horna ĂŒber die NaturrĂ€ume von den KĂŒstenwĂŒsten ĂŒber das Hochgebirge bis zum Amazonas.

In der Mittagspause kann man im Waldhaus-CafĂ© landestypische Köstlichkeiten probieren. Ab 13.15 Uhr stellen BĂĄrbara AlagĂłn, Nuria DĂ­az, Abel Neyra, Aida LĂĄzaro und Luis Somoza ihr Land aus dem Blickwinkel der jungen Generation vor. Die fĂŒnf jungen Menschen engagieren sich derzeit in einem Freiwilligenjahr in Freiburg.

Um 14.45 Uhr folgen LichtbildvortrĂ€ge mit dem Themenschwerpunkt Klimawandel. Jimi Merk von der Informationsstelle Peru spricht ĂŒber die Bedrohung des amazonischen Regenwalds und ihre Folgen fĂŒr Menschen und Klima. Annette Brox, ebenfalls Informationsstelle Peru, stellt die Idee einer kommunalen Klimapartnerschaft mit dem Distrikt Megantoni vor, einem großen Natur- und Indigenenreservat im Amazonasgebiet. Zum Ausklang gibt es ein Konzert mit dem Lateinamerika-Chor Freiburg.

Parallel zum Vortrags- und Musikprogramm können Kinder Flöten aus Holunderholz schnitzen, FreundschaftsbĂ€nder flechten oder Naturbilder malen und basteln. Außerdem wird eine Ausstellung zu den Auswirkungen des Klimawandels in Peru gezeigt, und die Buchhandlung Jos Fritz hĂ€lt einen BĂŒchertisch zum Thema bereit.

Durch die freundliche UnterstĂŒtzung der Waisenhausstiftung ist der Eintritt frei. Spenden sind erwĂŒnscht und kommen der Umweltbildung im Waldhaus und der Arbeit des Eine-Welt-Forums zugute.

Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 12 bis 17 Uhr. Angebote fĂŒr Schulklassen gibt es nach Absprache auch ĂŒber die regulĂ€ren Öffnungszeiten hinaus. Info: Tel. 0761/89647710, www.waldhaus-freiburg.de. Das gesamte Programm ist unter www.waldhaus-freiburg.de zu finden.
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Am 30. MĂ€rz findet die „Earth Hour“ statt
Am 30. MĂ€rz wird das Licht weltweit fĂŒr eine Stunde ausgeschaltet. © WWF
 
Am 30. MĂ€rz findet die „Earth Hour“ statt
Freiburg ist wieder bei einer der weltweit grĂ¶ĂŸten Klimaund Umweltschutzaktionen dabei

Von 20.30 bis 21.30 Uhr bleiben Rathaus und erstmals das Freiburger MĂŒnster im Dunkeln

Die WWF Earth Hour findet dieses Jahr bereits zum dreizehnten Mal statt. Unter dem Motto: „FĂŒr einen lebendigen Planeten“ setzen UmweltschĂŒtzerinnen und UmweltschĂŒtzer auf der ganzen Welt ein Zeichen fĂŒr mehr Klimaschutz. Eine Stunde lang wird in rund 7.000 StĂ€dten weltweit die Beleuchtung von wichtigen DenkmĂ€lern und GebĂ€uden abgeschaltet, vom Big Ben in London ĂŒber die Chinesische Mauer bis hin zum Brandenburger Tor in Berlin. Unternehmen lassen ihre Zentralen fĂŒr eine Stunde im Dunkeln versinken und auch Millionen Menschen machen zu Hause fĂŒr 60 Minuten das Licht aus.

In Freiburg wird die Abschaltung der Beleuchtung am Rathaus und am MĂŒnster ein Zeichen fĂŒr mehr Umwelt- und Klimaschutz setzen. In diesem Jahr beteiligt sich erstmals das MĂŒnster als Wahrzeichen der Stadt.

Die Katholische Kirche engagiert sich bekanntermaßen fĂŒr die Bewahrung der Schöpfung und hat sich mit dem Ökoziel „Klimaneutrale Erzdiözese 2030“ ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. „Wenn die Fassade des MĂŒnsters eine Stunde lang im Dunkeln bleibt, fĂ€llt das in Freiburg durchaus auf“, so Dompfarrer und Stadtdekan Dr. Christian WĂŒrtz. „Das rettet nicht den Planeten, aber es ist ein Zeichen, das sensibilisieren kann. FĂŒr den Schutz unseres „gemeinsamen Hauses“, wie Papst Franziskus es nennt, zĂ€hlt jeder noch so kleine Beitrag.“

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, ermuntert die Freiburgerinnen und Freiburger, sich ebenfalls zu beteiligen: „Jeder kann an der grĂ¶ĂŸten Klimaschutzaktion der Welt mitmachen. Schalten Sie fĂŒr eine Stunde zuhause das Licht aus und setzen Sie ein Zeichen fĂŒr den Klimaschutz!“

Ein einmaliges Licht-Aus genĂŒgt allerdings nicht, um die Probleme des Klimawandels zu lösen. Es stellt allerdings eine sehr wirksame Maßnahme dar, um Klimaschutz noch stĂ€rker ins Bewusstsein von Politik und Bevölkerung zu rĂŒcken. Die Aktion ist eine Einladung, sich fĂŒr den Klimaschutz zu engagieren.

Die Stadt Freiburg hat sich seit vielen Jahren diesem drĂ€ngenden Thema angenommen und hat im vergangenen Jahr ihr Klimaschutzkonzept in einem umfassenden Beteiligungsprozess fortgeschrieben. Der Gemeinderat wird hierĂŒber im April beschließen.

Weltweit werden sich wieder Millionen Menschen an der Earth Hour beteiligen. Wer mitmachen möchte, findet unter www.de/earthhour Informationen und Neuigkeiten rund um die Aktion.

Weitere Tipps und praktische Anregungen fĂŒr Freiburgerinnen und Freiburger, die sofort sich aktivieren möchten, gibt es auch auf der stĂ€dtischen Homepage unter www.freiburg.de/co2.
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Beratungsangebot fĂŒr Bildungsinitiativen fĂŒr nachhaltige Entwicklung
am 02.04.2019 von 15:30 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

2019 zeichnen das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) bereits zum vierten Mal Initiativen aus, die Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung erfolgreich umsetzen. Bis zum 30. April 2019 können sich Netzwerke, Lernorte und Kommunen, die Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung ins Zentrum ihrer Arbeit stellen, bewerben. Die Auszeichnung richtet sich an Kitas, Schulen, Unternehmen und Betriebe, Vereine und UniversitĂ€ten, Netzwerke, Lernregionen und Bildungslandschaften mit innovativen und langfristigen Konzepten fĂŒr mehr Nachhaltigkeit in ihrer Bildungsarbeit.

Eine Expertenjury, bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung, vergibt die Auszeichnungen.

Ausgezeichnete Bildungsinitiativen werden als offizieller Beitrag zum Weltaktionsprogramm Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung auf der Internetseite www.bne-portal.de/akteure dargestellt. Sie erhalten das Logo des Weltaktionsprogramms zur Verwendung fĂŒr ihre Arbeit und profitieren von dem Austausch mit anderen hochwertigen Bildungsinitiativen zur nachhaltigen Entwicklung.

Die Ökostation Freiburg ist bereits 2 mal ausgezeichnet worden und bietet am 2.April einen Beratungsnachmittag an. Zur online-Bewerbung geht es hier: https://www.bne-portal.de/de/auszeichnungen/fragen-und-beratung#bewerbung2019

- Ute Unteregger, Ralf Hufnagel, Ökostation Freiburg
- Anmeldung unbedingt erforderlich!
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40 Jahre Atomkraft-Unfall Three Mile Island Block 2
bei Harrisburg, USA, und Strahlenfolgen

Der Unfall beim Atomkraftwerk Three Mile Island 2 (TMI-2) bei Harrisburg/USA beginnt.
Zahlreiche Strahlenopfer des Atomkraft-Unfalls bei Harrisburg (TMI-2) erwiesen.
Bei Àlterem Reaktor wÀre der Unfall eine Riesenkatastrophe geworden.
Als Menschen zu „Messinstrumenten“ wurden. Beschwichtigungen und Vertuschungen

Am 28.3.1979 4 Uhr nachts begann im US-Bundesstaat Pennsylvania unweit von dessen Haupt­stadt Harrisburg im Atomkraftwerk Three Mile Island (TMI) im Block2, der erst wenige Wo­chen zuvor in Betrieb gegangen war, ein schwerer Unfall. Dieser umfasste eine weitgehen­de Schmelze des Reaktorkerns, mindestens eine Wasserstoffexplosion und erheb­liche Freisetzungen von RadioaktivitĂ€t. Mehrere Tage lang bestand die Gefahr einer sehr viel grĂ¶ĂŸeren Katastro­phe. Bereits am 1. Tag kam es zu Ausstoß von RadioaktivitĂ€t in die Luft. Am 30.3. wurde ent­schieden, alle schwangeren Frauen und alle Kinder im Vorschulalter aus der 8-km-Zone (5 Mei­len) zu evakuieren . Die Nachricht erreichte die Menschen erst 2 Tage spĂ€ter. Die Schulen wu­rden geschlossen. FĂŒr den 16-km-Umkreis (10 Meilen) wur­de die Bevölkerung aufgefordert, die HĂ€u­ser nicht zu verlassen. Fast 200.000 Menschen flohen. Entwarnung kam erst am 9. April.

Unkontrollierte Freisetzungen von RadioaktivitĂ€t in die Umwelt begannen schon kurz nach Unfallbeginn. MessgerĂ€te im Kraftwerk ĂŒberschritten ihre Meßbereiche. Radioaktives Edelgas des TMI-2-Unfalls wurde sogar in Albany gemessen, der rund 400 km entfernten Hauptstadt des Staates New York. Zu den Strahlen- und Krankheitsfolgen des TMI-Unfalls gibt es viele Anzeichen fĂŒr eine große Beschwichtigungs- und Vertuschungskampagne. Die Frage der StrahlenschĂ€den bei der Bevölkerung wurde offiziell schon auffĂ€llig frĂŒh verneint, obwohl z.B. Krebserkrankungen nicht sofort auftreten. Viele ernst zu nehmende Berichte aus der Bevöl­kerung und unabhĂ€ngige in Fachjournalen veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchungen von Forschern an der UniverstĂ€t von North Carolina belegen dagegen erhebliche GesundheitsschĂ€den, u.a. gehĂ€ufte bestimmte Krebserkrankungen. Auch bei der Kindersterblichkeit gabe es Erhöhungen. Beobachtungen aufmerksamer Menschen, die schon bald am 1. Unfalltag 28.3.1979 und danach strahlenbedingte Krankheitssymptome, die bei hoher Belastung auftreten, bei sich selber und bei Tieren feststellten mit Hunderten an sich ĂŒberzeugenden schriftlichen Berichten, wurden von offiziellen Stellen nicht anerkannt. Die Eigner von TMI zahlten Bewohnern der Umge­bung aber viele Millionen Dollar außergerichtlich, um gerichtliche Klagen wegen missgebildeter Kinder zum Schwei­gen zu bringen.

Der Unfall hĂ€tte sehr viel schwerer ablaufen können bis hin zu einer Riesen-Katastrophe ("großer SuperGAU", INES 7) mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen schwerer als "Tschernobyl 1986" oder "Fukushima 2011", wenn der "brandneue" Unfallreaktor mehr als nur ein paar Wochen Strom erzeugt hĂ€tte. Denn die dann viel grĂ¶ĂŸeren Freisetzungen wĂ€ren bodennah erfolgt und nicht durch einen Graphitbrand in die Höhe und damit auf der Nordhalbkugel der Erde verteilt worden bzw. nicht wie bei Fukushima hauptsĂ€chlich Richtung Pazifischrn Ozean geweht oder oder in ihn abgeleitet worden. - Der Block TMI-2 ist auch 40 Jahre nach dem Unfall wegen der hohen Verstrahlung nur teilweise rĂŒckgebaut. Der Ă€ltere Block TMI-1 soll in 2019 stillgelegt werden, da der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich sei. Man erhofft aber staatliche Gelder fĂŒr eventuellen Weiterbetrieb.
 
 

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NABU: Die ersten Sechsbeiner sind unterwegs - Starthilfe fĂŒr Insekten
Streifenwanze / Foto: Helge May -nabu
 
NABU: Die ersten Sechsbeiner sind unterwegs - Starthilfe fĂŒr Insekten
Miller: Äcker, GrĂŒnland und GĂ€rten sind wichtige LebensrĂ€ume - "Insektensommer" vom 31. Mai bis 9. Juni und 2. bis 11. August

Berlin – Werden die Tage heller und die Sonnenstrahlen wĂ€rmer, machen sich Insekten auf die Suche nach Nahrung und Nistmöglichkeiten. Eine echte FrĂŒhlingsbotin ist die Rostrote Mauerbiene, „Insekt des Jahres“ 2019. Sobald die auffallend pelzige Wildbiene auftritt, sind andauernde Fröste vorĂŒber und FrĂŒhjahrsblĂŒher wie Krokusse oder Hyazinthen recken sich der Sonne entgegen. Bereits den FrĂŒhling im Namen trĂ€gt eine andere Pelzbiene, die FrĂŒhlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes). Sie ist ebenso ab Mitte MĂ€rz zu beobachten genauso wie die ersten Schmetterlinge und KĂ€fer, darunter Zitronenfalter und Tagpfauenauge oder der beliebte MarienkĂ€fer.

„Wichtige InsektenlebensrĂ€ume sind Hecken, Wiesen, Feldraine und GewĂ€sserrandstreifen. Wir brauchen mehr davon und mĂŒssen sie frei von Pestiziden halten. Neben einer naturnĂ€heren insektenfreundlichen Landwirtschaft kann Vielfalt in GĂ€rten und Parks einen Teil dazu beitragen, Insekten zum FrĂŒhling Starthilfe zu geben“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Mit Hilfe von Nisthölzern lĂ€sst sich zum Beispiel die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) problemlos im Garten ansiedeln. Gerne nimmt sie kĂŒnstliche Nistgelegenheiten aus Holz, Bambus oder Schilf an. „Insektenhotels dĂŒrfen durchaus dekorativ sein, doch sie helfen nur, wenn sie auch artgerecht sind. Wichtig ist, dass kein Weichholz verwendet wird, damit Bohrlöcher nicht ausfransen, sonst können sich Bienen daran verletzen. Auch sollten insektenfreundliche Wildpflanzen in der NĂ€he sein, sonst werden die geschaffenen Hotels ohne GĂ€ste bleiben“, sagt NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi.

Ein Beet aus heimischen Wildstauden wirkt wie ein Magnet auf Falter und Bienen. An sonnigen Standorten wachsen Moschusmalve, Natternkopf, Wiesen-Flockenblume und Blut-Storchschnabel. Sie liefern Pollen und Nektar und sind dazu noch optimal an Klima und Boden angepasst. Generell freuen sich Insekten ĂŒber Wildrosensorten. Diese haben keine gefĂŒllten BlĂŒten, so können Insekten den Nektar leichter erreichen als bei gezĂŒchteten Sorten.

Insekten zĂ€hlen zu der artenreichsten Tiergruppe und sind ein wichtiger Baustein fĂŒr das Ökosystem. Die Gesamtmasse an Fluginsekten hat bis zu 75 Prozent in Schutzgebieten abgenommen. Mehr als die HĂ€lfte jeder Wildbienenart ist in Deutschland gefĂ€hrdet. Nach SchĂ€tzungen leben in Deutschland 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Vor diesem Hintergrund hat der NABU die Citizen-Science-Aktion „Insektensommer“ ins Leben gerufen. Die InsektenzĂ€hlung findet bundesweit vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August statt. Die Beobachtungen können unter www.insektensommer.de gemeldet werden. Oder ĂŒber die kostenlose NABU-App „Insektenwelt“ fĂŒr iOS und Android. Sie enthĂ€lt ĂŒber 120 in Deutschland hĂ€ufige vorkommende Arten. „Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und fĂŒr den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren. Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und HĂ€ufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zĂ€hlt!“, so Franzisi.
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Neue Veranstaltungsreihe im Waldhaus Freiburg
Waldhaus Jagdperspektiven / Foto: Ulrich Schraml
 
Neue Veranstaltungsreihe im Waldhaus Freiburg
Von BogenjĂ€gern und HightechschĂŒtzen: Diskussionsabend am
Dienstag, 19. MĂ€rz, um 18 Uhr ĂŒber neue Rollen der Jagd

Unter dem Titel „Jagdperspektiven: Kultur, Politik, Landschaft“
startet eine neue Veranstaltungsreihe im Waldhaus

Unter dem Titel „Jagdperspektiven: Kultur, Politik, Landschaft“ startet
im Waldhaus eine neue Veranstaltungsreihe. Den Auftakt bildet am
Dienstag, 19. MĂ€rz um 18 Uhr der Impulsvortrag „Von BogenjĂ€gern
und HightechschĂŒtzen“, dem sich eine Podiumsdiskussion ĂŒber neue
Rollen der Jagd anschließt.

Das Wesen der Jagd wird oft aus dem prÀhistorischen Erbe der
Menschheit abgeleitet. Jagd ermöglicht heute auch in einem urbanen
Umfeld kleine Fluchten in die Natur und zu den UrsprĂŒngen unserer
Kultur. TatsÀchlich ziehen JÀger aber oft mit Hightech-Instrumenten
in den Wald und spielen ihre technische Überlegenheit gegenĂŒber
dem Wild aus. Was bleibt da vom jagdlichen Traum eines ZurĂŒck zur
Natur? Wie passt er zur Massenvermehrung mancher Wildarten und
ihrer Ausbreitung bis in die GroßstĂ€dte? Wie zu den PlĂ€nen neuer
Großschutzgebiete, die natĂŒrliche Prozesse zulassen wollen?

Über neue Rollen dieses alten Handwerks, seine Motive und
Praktiken diskutieren nach dem Impulsvortrag „Von BogenjĂ€gern und
HightechschĂŒtzen“ vier Vertreterinnen und Vertreter der Jagd: Nicole
Schmalfuß als Leiterin des stĂ€dtisches Forstamtes, Thorsten
Beimgraben von der Hochschule fĂŒr Forstwirtschaft Rottenburg,
Heidrun Zeus vom Nationalpark Schwarzwald und Jan Riedel als
Vorsitzender des Deutschen Bogenjagd-Verbands. Moderiert wird
der Abend von Ulrich Schraml, der auch den Impulsvortrag hÀlt. Er
ist Leiter der Abteilung Wald und Gesellschaft der Forstlichen
Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-WĂŒrttemberg.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Wie brisant das Thema Jagd ist, zeigt neben Presseberichten ĂŒber
die Zulassung der Jagd in befriedeten Bezirken auch die Diskussion
ĂŒber die „letale Entnahme“ sogenannter Problemwölfe. Worum es
beim Thema Jagd noch geht und welche Akteure und Geschichten
dahinterstecken, erfĂ€hrt man in der Ausstellung „Wild + Jagd –
GrenzgĂ€nge zwischen Kultur und Natur“, die noch bis zum 22.
September 2019 im Waldhaus zu sehen ist.

Die Themen Natur und Wildnis haben sich in den letzten Jahren zu
einem Mega-Trend entwickelt. Dabei gibt es bei uns seit etlichen
Jahrtausenden keine Wildnis mehr. Wir leben in einer stark
genutzten Kulturlandschaft. Die AnsprĂŒche der Land- und
Forstwirtschaft, der Bevölkerung und der Ökologie sind oft schwer in
Einklang zu bringen. Die Rolle der Jagd in diesem komplexen
Zusammenhang ist wenigen Menschen bewusst. Über die alltĂ€gliche
Jagdpraxis in Deutschland wird selten berichtet. Diese WissenslĂŒcke
gibt Raum fĂŒr Vorurteile. Deshalb will die Ausstellung ĂŒber aktuelle
und historische Aspekte der Jagd aufklÀren.

DarĂŒber hinaus bieten eine Vortragsreihe im Waldhaus und eine
Tagesexkursion Gelegenheit, sich intensiv mit Fragen zum Thema
auseinanderzusetzen. Kooperationspartner sind die Forstliche
Versuchs- und Forschungsanstalt, das stÀdtische Forstamt, die
KreisjÀgervereinigung und das Alemannische Institut.

Vortragsreihe im Waldhaus, Eintritt frei

Donnerstag, 9. Mai, 18 Uhr:
Jagdliche PrÀgung unserer Kulturlandschaften
Unsere Kulturlandschaften wurden stark durch die herrschaftliche
Jagd geprÀgt, nicht nur in Gestalt der barocken Jagdschlösschen.
Auch die territoriale und die Siedlungs-Entwicklung, die Baumarten-
Zusammensetzung der WĂ€lder und die Betriebsarten waren von
jagdlichen Interessen beeinflusst. Hecken, Hage, WÀlle und GrÀben
markieren zum Teil heute noch die alten Jagdgrenzen. ZĂ€une
verschlangen extrem viel Holz. Mit vielen Bildern und Karten zeichnet
Werner Konold vom Alemannischen Institut in diesem Vortrag die
Kulturlandschaftsgeschichte unter dem Einfluss der Jagd nach.

Donnerstag, 16. Mai, 18 Uhr:
Jagdpraxis in der Schweiz
Wer einmal im September im Kanton GraubĂŒnden wandern war, hat
dort die besondere Stimmung wÀhrend der Hochjagd erlebt. Nicht
nur die JĂ€ger sondern auch ein großer Teil der einheimischen
Bevölkerung wird vom Jagdfieber erfasst. Dort ist die Jagd seit 1526
ein Volksrecht. Im Vergleich zu Deutschland weist die Jagdpraxis in
der Schweiz einige Besonderheiten auf. Neben dem bei uns ĂŒblichen
Revier-Jagdsystem gibt es in vielen Schweizer Kantonen das Patent-
Jagdsystem, bei dem das Recht der JagdausĂŒbung nicht an den
Grundbesitz gebunden ist.
Als gebĂŒrtiger Walliser Förster, JĂ€ger, ehemals im Naturschutz und
nun in der Großraubtierforschung TĂ€tiger kann Referent Ralph Manz
aus Birgisch im Wallis Einblicke geben in die Schweizer
Jagdgeschichte, ihre Entwicklung und ihre Herausforderungen.

Donnerstag, 23. Mai, 18 Uhr:
Sinn und Sinnlichkeit der Jagd aus kulturanthropologischer Sicht
Was tun JĂ€ger eigentlich, wenn sie zur Jagd gehen? Welche Art von
Natur- und Tiererfahrung ermöglicht die Jagd? Die Debatten um die
Jagd lenken meist davon ab, sich genauer damit zu beschÀftigen,
was dabei im Detail passiert. Wie ist es, wenn man an einem kalten
Dezembertag stundenlang im Regen im Wald steht, auf ein Tier
wartet, sich dabei still verhalten und trotzdem unermĂŒdlich wachsam
bleiben muss? Wie fĂŒhlt es sich an, wenn man dann ein Tier erblickt,
langsam die Waffe erhebt und sich bereit macht zum Schuss?
Anhand dieser fĂŒr die Jagd zentralen Handlungen zeigt der
Ethnologe Thorsten Gieser (UniversitÀt Koblenz Landau), inwiefern
die Jagd eine körperliche Handlungs- und Wahrnehmungspraxis ist.
Hier treffen sich Empfinden und Affekt, Handlungskompetenzen und
geschulte Sinnes- bzw. Wahrnehmungsfertigkeiten. Und hier entsteht
auch eine Art ‚Sinn‘, der sich aus dem Vollzug des Jagens ergibt.

Donnerstag, 26. Mai, 8.30 bis ca. 17 Uhr:
Tagesexkursion in die Alten Bodmanschen WĂ€lder am
Bodensee zum Thema Waldbau, Jagd und Naturschutz
Der BodanrĂŒck liegt am Bodensee zwischen dem Überlinger und
dem Untersee. Auf einer gut zweistĂŒndigen Wanderung mit
Johannes von Bodman und Werner Konold vom Alemannischen
Institut erkunden wir den Wald auf dem BodanrĂŒck. AltbĂ€ume,
Wiesen und Einfriedungen zeugen von einer jagdlichen Nutzung, die
auch naturschutzfachliche Werte hervorgebracht hat. Zum
Mittagessen kehren wir im Lokal "Hof Höfen" ein und können bei
schönem Wetter im Biergarten sitzen. Eventuell gibt es noch einen
Zwischenstopp in Bodenwald. Die Wanderung beinhaltet einen
Anstieg. Entsprechende Kondition, wetterfeste Kleidung und gute
Wanderschuhe sind notwendig.
Teilnahmebeitrag: 35 Euro incl. Busfahrt und FĂŒhrung (Mittagessen
zahlt jeder selbst), begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung beim
Alemannischen Institut (Tel. 0761/1506 7570, info@alemannisches-
institut.de) bis zum 3. Mai. Bis dahin ist eine kostenlose Abmeldung
möglich. Abfahrt: 8.30 Uhr am Konzerthaus Freiburg
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