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Samstag, 28. Mai 2022
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Verschiedenes 
 
 
FuchsrÀude in Freiburg
Mehrere FĂ€lle dieser Krankheit im Stadtgebiet – Was man beachten sollte

In den vergangenen Jahren und auch in diesem Jahr kam es in verschiedenen Stadtteilen Freiburgs zum Fund toter FĂŒchse, die an RĂ€ude erkrankt waren. Das Forstamt und die VeterinĂ€rbehörde informieren, was es zu beachten gilt:

Die FuchsrĂ€ude ist eine Parasitenerkrankung. Sie wird durch Milben verursacht, die recht hĂ€ufig bei FĂŒchsen vorkommen. Die meisten TrĂ€ger leben symptomfrei damit, oder die Erkrankung heilt nach kurzer Zeit aus. Ist ein Tier aber geschwĂ€cht, kann es zu starkem Juckreiz und borkigen, entzĂŒndlichen HautverĂ€nderungen kommen, die bis zum Tod des Fuchses fĂŒhren können. Betroffen sind vor allem vorerkrankte und junge Tiere, die sich nicht gut alleine ernĂ€hren können. Sie sind oft abgemagert und erkennbar an struppigem, löchrigem Fell sowie auffĂ€lligem Gestank. Ist ein Fuchs schwer erkrankt und liegt im Sterben, zieht er sich hĂ€ufig auch in Gartenlauben oder -ecken zurĂŒck, wo er letztlich verendet.

Wird ein verendeter Fuchs (auch ohne entsprechende Anzeichen) gefunden, sollte er nicht ohne Handschuhe berĂŒhrt werden. Als Fehlwirt kann auch der Mensch durch direkten Hautkontakt infiziert werden. Es kann zu unangenehm juckenden HautverĂ€nderungen kommen, die meist binnen 2 Wochen ohne Behandlung abheilen.

Anders liegt der Fall beim Hund: Durch direkten Kontakt kann es ebenfalls zur AusprÀgung der RÀude mit deutlich schwererem Verlauf kommen. Da die Milben sich auf Hunden vermehren und die Erkrankung nicht von alleine ausheilen kann, ist unbedingt eine tierÀrztliche Behandlung nötig.

Findet man also einen toten Fuchs im Garten, sollte man ihn mit Gummihandschuhen in einen dichten MĂŒllsack packen und fest verschnĂŒren. Die Handschuhe und der Sack können dann gefahrlos ĂŒber die RestmĂŒlltonne entsorgt werden. Hunde sollten fĂŒr einige Zeit von Fundstellen fern gehalten werden. Eine Bergung der Kadaver durch stĂ€dtische Mitarbeiter ist leider nicht möglich.

Beim Spaziergang im Wald sollten Hunde unbedingt angeleint sein und Waldwege nicht verlassen. Oft sind Fuchskadaver im dichten Unterholz verborgen. Aus Interesse wollen Hunde sie beschnuppern oder sich in den Überresten wĂ€lzen, die nicht mal mehr als solche erkennbar sein mĂŒssen. Durch den Hautkontakt kommt es dabei immer wieder zur Ansteckung, die noch dazu erst spĂ€t bemerkt wird.
 
 

Veranstaltungen 
 
Stiftung Waldhaus stellt tierisch gutes Jahresprogramm 2022 vor
(c) Klaus Echle
 
Stiftung Waldhaus stellt tierisch gutes Jahresprogramm 2022 vor
Im Waldhaus und an öffentlichen Stellen erhÀltlich

Ist die Luft jetzt rein? scheint der Dachs zu fragen, der auf der Titelseite neugierig die Nase aus dem Erdreich streckt. Niemand kann vorhersehen, was im dritten Coronajahr möglich sein wird. Aber das Waldhaus bleibt zuversichtlich und hÀlt wieder ein vielfÀltiges und umfangreiches Angebot bereit. Es umfasst 90 Veranstaltungen, 12 Wochen Ferienprogramm und drei Ausstellungen.

So unterschiedlich die Formate auch sind – alle Angebote liegen im Themenspektrum Klimawandel, Holznutzung, Artenvielfalt, Nachhaltigkeit. Im Sinne einer Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung geht es darum, Wechselwirkungen und ZusammenhĂ€nge zwischen diesen Themenfeldern kennenzulernen, Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und selbst aktiv zu werden. Das Programm steht allen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern offen. Hauptzielgruppe sind Familien mit Kindern. Ein großer Teil der Veranstaltungen findet im Freien statt.

Wer durch die Wonnhalde spaziert, hat lĂ€ngst bemerkt, dass neben dem Waldhaus ein neues GebĂ€ude entstanden ist. Der innovative Holzbau bietet BĂŒros fĂŒr das Forstamt und ErweiterungsflĂ€chen fĂŒr das Waldhaus. Gemeinsam mit Kooperationspartnern will das Waldhaus damit den Themenschwerpunkt Wald und Klimawandel weiter ausbauen. Das zeigt sich auch in Angeboten und Formaten im offenen Jahresprogramm.

Bei den interaktiven Angeboten „MorgenWald“ und „Alarmstufe grĂŒn“ lĂ€sst sich gemeinsam mit anderen herausfinden, was wir als Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Klimaschutz vom Ökosystem Wald lernen können und wie wir uns den Wald der Zukunft vorstellen. Das Projekt „StadtWaldGarten – pflanzen und pflegen, gestalten und erhalten“ lĂ€dt zu drei Familienaktionstagen mit einem abwechslungsreichen Programm ein. Die Teilnehmenden können in BĂ€ume klettern und sie als Wunderwerke erkunden; dazu lernen sie, worauf es beim BĂ€umepflanzen ankommt und was sich aus Holz herstellen lĂ€sst. Im Rahmen weiterer Familiennachmittage und Workshops können Interessierte sich einer NachhaltigkeitsChallenge stellen oder sich den Klimaschutz schmecken lassen.

Dank Förderungen und des Engagements verschiedener Kooperationspartner und Ehrenamtlicher ist die Teilnahme an jedem zweiten Angebot frei. Dazu gehören neben vielen Exkursionen und Wanderungen auch wieder drei Großveranstaltungen. In seiner Reihe „WĂ€lder der Welt“ lĂ€dt das Waldhaus gemeinsam mit dem Eine-Welt-Forum und der StĂ€dtepartnerschaft Wiwili-Freiburg am 10. April ein zu einer klimafreundlichen Fernreise nach Nicaragua. Am 22. Mai geht es in die „Unterwelt“, zu einem Aktionsprogramm ĂŒber den Boden. Höhepunkt des Jahres ist wie ĂŒblich der Waldherbst am 16. Oktober mit seinem bunten Treiben rund um die Holzernte.

Kostenfrei sind auch in diesem Jahr die Vorstellungen von „FrĂ€ulein Brehms Tierleben“. An ausgewĂ€hlten Sonntagen bringt Josefine Lobita Brehm alias Rahel Wölfle auf unterhaltsame Weise Wissenschaftliches und Wissenswertes ĂŒber heimische bedrohte Tierarten auf die Waldhaus-BĂŒhne. Ihr Repertoire reicht vom Tetrao urogallus, dem Auerhuhn, bis zum Canis lupus, dem Wolf.

Überwiegend frei oder kostengĂŒnstig sind auch die Touren und FĂŒhrungen durch den Stadtwald mit Revierförstern oder ehrenamtlich im Waldhaus engagierten Fachleuten. Das Themenspektrum reicht von Flechten, Fledermaus- oder Pilzexkursionen ĂŒber Radtouren durch den Mooswald bis hin zu einer Schlossbergwanderung mit Hans Burgbacher, ex-Leiter des Forstamts. Die Nutzungsgeschichte der faszinierenden Kulturlandschaft des Schwarzwalds ist ebenfalls Ziel mehrerer ein- und zweitĂ€giger Exkursionen.

Dank ZuschĂŒssen des Fördervereins Waldhaus ist die Teilnahme an der beliebten Sonntagswerkstatt fĂŒr alle Interessierten erschwinglich. Sie lĂ€dt insbesondere Kinder in Begleitung Erwachsener zum Bau von Insektenhotels, zum Schnitzen, Glutbrennen, Papierschöpfen oder zum Herstellen von BienenwachstĂŒchern ein. Dazu trifft man sich in der gemĂŒtlichen Holzwerkstatt oberhalb des Waldhauses.

An diesem besonderen Ort finden außerdem handwerklich und/oder kĂŒnstlerisch anspruchsvolle Workshops mit ausgewiesenen Experten statt. Das Spektrum reicht vom Bau formschöner Weißtannenboote, Holzschlitten und GrĂŒnholzhocker ĂŒber selbstgebaute Messer bis hin zu eigenwilligen Holzskulpturen und raffinierten Holzschnitten.

Im Obergeschoss des Waldhauses ist noch bis Sonnmtag, 27. MĂ€rz, die Ausstellung „StadtWaldMensch – 900 Jahre Wald fĂŒr Freiburg“ zu sehen. Vom 3. bis 21. April zeigt die PĂ€dagogische Ideenwerkstatt BAGAGE Werke zum Thema „Kunst trifft Natur“. Ab dem 1. Mai dĂŒrfen sich Tier-, Natur und Fotografie-Freunde auf „Tierische Tausendsassa“ freuen, eine Fotoausstellung von Klaus Echle mit Einblicken in die LebensrĂ€ume von Fuchs, Dachs und Marder. Die Ausstellungen können weiterhin gratis besucht werden.

Das Waldhaus-Café bietet in bewÀhrter Weise die Möglichkeit, sich an Sonn- und Feiertagen von 12 Uhr bis 17 Uhr mit einer Tasse fair gehandeltem Bio-Kaffee, feinem Kuchen oder kleinen saisonalen Leckereien zu stÀrken.

Das Waldhaus Freiburg ist von dienstags bis freitags von 10 bis 16:30 Uhr geöffnet. Es ist ĂŒber info@waldhaus-freiburg.de und Tel. 0761/8964 7710 (Di bis Fr 9 bis 12.30 Uhr, Do und Fr 14 bis 16.30 Uhr) erreichbar.

zum Bild oben:
Titelfoto des Waldhaus-Jahresprogramms 2022 – ein frecher Dachs.
(c) Klaus Echle
 
 


Veranstaltungen 
 
 
Kinder pflanzen BĂ€ume
Familienaktionstag am Samstag, 19. MĂ€rz, im Mooswald | Jetzt anmelden

StĂŒrme, DĂŒrre, SchĂ€dlinge – insbesondere die Folgen der Klimaerhitzung bedrohen den Wald. Um ihn fit fĂŒr die Zukunft zu machen, lĂ€dt Markus MĂŒller, Revierförster Opfingen und Leiter des Waldhauses Freiburg, zusammen mit Philipp Gottwald und Lisa Hafer, pĂ€dagogischen Mitarbeiter_innen am Waldhaus, am Samstag, 19. MĂ€rz, zum Familienaktionstag „Kinder pflanzen BĂ€ume“ ein. Von 10 bis 16 Uhr können Eltern mit Kindern ab 6 Jahren standortgerechte Baumarten im Freiburger Mooswald pflanzen. Jede Gruppe pflanzt ihren eigenen Baum und kann immer wieder vorbeischauen, um ihn zu hegen und zu pflegen.

Anmeldungen sind ab sofort unter Tel. 0761/896 477 10 oder per Mail an info@waldhaus-freiburg.de möglich. Anmeldeschluss ist Freitag, 11. MÀrz. Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung mitgeteilt.

Die Aktion ist kostenfrei. Sie wird unterstĂŒtzt durch die Stiftung Kinderland Baden-WĂŒrttemberg im Rahmen des Programms „Kinder pflanzen BĂ€ume – Gemeinsam den Zukunftswald gestalten“.
 
 

Veranstaltungen 
 
MĂ€rz-Termine im Waldhaus Freiburg
Weißtannenboote (c) Waldhaus Freiburg
 
MĂ€rz-Termine im Waldhaus Freiburg
Von Winterknospen bis Weißtannenbooten

Sonntag, 13. MĂ€rz, 14 bis 15.30 Uhr | ohne Anmeldung
Sonntagsspaziergang: Winterknospen von BĂ€umen
Mit Fernglas und Lupe ausgestattet erkunden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei einem Spaziergang rund ums Waldhaus die Winterknospen hiesiger LaubbĂ€ume und lernen, die BĂ€ume im blattlosen Zustand zu bestimmen. Dabei berichtet die Heilpflanzenexpertin Martine Schiller, welche Knospen essbar sind, welche frĂŒher in der Volksheilkunde und heute in der alternativen Medizin genutzt werden. Teilnahmebeitrag: 4,50 Euro

Sonntag, 13. MĂ€rz, 14 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 8. MĂ€rz
Sonntagswerkstatt: GrĂŒnholzschnitzen mit Markus Stickling
Messer ĂŒben auch auf Kinder eine große Anziehungskraft aus. In diesem Waldhaus-Kurs können Kinder und Erwachsene gemeinsam den handwerklichen Gebrauch von Taschen- und Schnitzmessern von Grund auf lernen. Manchmal braucht man nur einen Ast und ein Messer, um mit wenigen Handgriffen kleine GegenstĂ€nde oder Spielzeuge aus GrĂŒnholz zu schnitzen. Referent: Markus Stickling, M.Sc. Biologie/Geografie, NaturpĂ€dagoge. Teilnahmebeitrag: 7 Euro inkl. Material, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 4 Euro, Familien 17 Euro. Dieser Kurs wird durch den Förderverein Waldhaus bezuschusst.

Freitag, 18., bis Sonntag, 20. MĂ€rz | Freitag 15 bis 19 Uhr, Samstag & Sonntag 10 bis 15 Uhr | Anmeldeschluss: 9. MĂ€rz
Workshop: Holzschnitt mit Brian Curling
Brian Curling, freier Grafiker und BuchkĂŒnstler, fĂŒhrt alle Interessierten in die alte Technik des Holzschnitts ein. Sie haben die Gelegenheit, in der Holzwerkstatt des Waldhauses eigenhĂ€ndig Druckstöcke herzustellen und farbige Holzschnitte zu drucken. Teilnahmebeitrag: 185 Euro, inkl. Materialkosten.

Sonntag, 20. MĂ€rz, 14 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 11. MĂ€rz
Sonntagswerkstatt: Buchbinden mit Reyclingmaterialien
Das kleine, zweilagige NotizbĂŒchlein, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Nachmittag im Waldhaus mit einer einfachen Heftung und einem festen Einband herstellen, findet bestimmt als nĂŒtzlicher Begleiter in jeder Tasche seinen Platz. Es wird hergestellt aus selbst mitgebrachtem Bezugspapier, festem Geschenkpapier, Zeichnungen, KalenderblĂ€tter, Landkarten o.Ă€. Referentin: Susanne Natterer, Buchbindemeisterin. Teilnahmebeitrag: 24 Euro inkl. Material, Kinder ab 10 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 16 Euro, Familien 64 Euro, mit Freiburger FamilienCard frei.

Samstag, 26. MĂ€rz, ab 11 Uhr | Anmeldeschluss: 18. MĂ€rz
Bootstour mit selbstgebauten Weißtannenbooten
Wer die im Waldhaus gebauten Weißtannenboote kennen lernen und vielleicht selbst mal eines bauen will, kann sich auf dieser gut vierstĂŒndigen Bootstour mit erfahrenen Bootsbauern und -bauerinnen austauschen und vom zuverlĂ€ssigen Einsatz der selbstgezimmerten Universalboote ĂŒberzeugen. Referent: Franz-Josef Huber, Technischer Lehrer am Waldhaus. Teilnahmebeitrag: 12 Euro inkl. kleiner StĂ€rkung unterwegs. Treffpunkt wird bekannt gegeben.

Sonntag, 27. MĂ€rz, 14 und 16 Uhr I kostenfrei I ohne Anmeldung 
FrÀulein Brehms Tierleben
Das Waldhaus prĂ€sentiert das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten. Um 14 Uhr werden die Geheimnisse um Tetrao urogallus, das Auerhuhn, gelĂŒftet und um 16 Uhr betritt Lynx lynx, der Luchs, die BĂŒhne. Weitere Informationen zu FrĂ€ulein Brehm unter www.brehms-tierleben.com.

Sonntag, 27. MĂ€rz, 14 bis 18 Uhr | Anmeldeschluss: 16. MĂ€rz
Sonntagswerkstatt: Papierschöpfen und -gießen
In diesem Kurs mit der AbfallpÀdagogin Susanna Gill können Kinder und Erwachsene das Papier-Recycling entdecken und lernen, aus dem kostbaren Rohstoff Altpapier handgeschöpftes Briefpapier und schön gestaltete Karten herzustellen. Dabei werden die unterschiedlichsten Materialien zur Gestaltung verwendet. Teilnahmebeitrag: 8 Euro, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 4 Euro, Familien 25 Euro. Dieser Kurs wird durch den Förderverein Waldhaus bezuschusst.

Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 16.30 Uhr und sonntags 12 bis 17 Uhr. Anmeldungen unter info@waldhaus-freiburg.de oder Tel. 0761 8964 7710.
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Verschiedenes 
 
 
Fuß und Radoffensive 2021 / 2022
Neue Radwege an der Breisacher Straße unter den Bahngleisen bis zum Hauptbahnhof

Straßenraum wird neu verteilt: Autoverkehr gibt Spur ab

Durchgehende Radverkehrsanlagen in der Breisacher Straße geplant

Der Radverkehr auf der Breisacher Straße wird weiter gestĂ€rkt: Auf dem TeilstĂŒck, das unter den Gleisen vom StĂŒhlinger auf die Stefan-Meier-Straße fĂŒhrt, baut das Garten- und Tiefbauamt (GuT) jetzt Radwege und Radstreifen. DafĂŒr wird der Straßenraum zwischen Kreuzstraße und Stefan-Meier-Straße neu verteilt, der Autoverkehr hat in Zukunft in beiden Fahrtrichtungen weniger Platz zur VerfĂŒgung um im Gegenzug die Situation fĂŒr den Fuß- und Radverkehr zu verbessern.

Bislang gab es in diesem Abschnitt keine Radwege. Jetzt werden beidseitig Fahrradanlagen angelegt und durch Umbauten Platz fĂŒr zu Fuß Gehende gewonnen. Auf der StĂŒhlingerseite der BahnunterfĂŒhrung wird zudem ein Teil der Fahrbahn saniert, auf dem zukĂŒnftig der Radfahrstreifen angelegt wird. Um die Kreuzung mit der Stefan-Meier-Straße und der Bismarckallee sicherer zu gestalten werden die Radverkehrsfurten dort rot eingefĂ€rbt.

Die Arbeiten dafĂŒr beginnen Anfang MĂ€rz und sollen bis Ende April dauern. Die Stadt investiert hier rund 200.000 Euro. Die Durchfahrt wird fĂŒr den Kfz-Verkehr wĂ€hrend der Arbeiten durchgehend möglich sein. Hierbei steht je Richtung mindestens ein Fahrstreifen zur VerfĂŒgung. Die Bushaltestelle „Am Planetarium“ wird weiterhin angefahren und ist fĂŒr FußgĂ€nger jeder Zeit zugĂ€nglich. Umleitungen fĂŒr den Fußverkehr werden ausgeschildert.

Die Breisacher Straße ist eine wichtige Ost-West-Verbindung. Die Radverkehrsanlagen wurden in den letzten Jahren fortlaufen ausgebaut und verbessert: Zwischen der Berliner Allee und der Fehrenbachallee wurden bereits mit der Stadtbahn Messe (2015) beidseitig komfortable und sichere Radwege angelegt. 2020/21 hat das GuT zwischen der Fehrenbachallee und der Eschholzstraße je eine Autospur in einen ĂŒberbreiten Radfahrstreifen umgewandelt. Auch die Gehwege wurden dadurch sicherer, zu Fuß Gehende haben mehr Platz.

Ziel ist es, Radwege entlang der gesamten Breisacher Straße zu schaffen. In den kommenden Jahren soll die letzte LĂŒcke zwischen der Eschholzstraße und der Kreuzstraße geschlossen werden.

Die neuen Radwege sind Teil des großen Investitionsprogramms in den Fuß- und Radverkehr. 2021 und 2022 werden 16 Millionen Euro zu investieren. Es ist das grĂ¶ĂŸte Ausbau-Programm in diesem Bereich, das es jemals in Freiburg gegeben hat. Dabei wird der Straßenraum neu verteilt, Autospuren werden zu Radwegen, neue Fahrradwege werden gebaut. Kreuzungen werden sicherer, Radwege breiter und besser beleuchtet.
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Peter Finke
 
Buchtipp: Peter Finke "Mut zum GaiazÀn"
Das AnthropozÀn hat versagt

Mit einem Vorwort von Ernst Ulrich von WeizsÀcker

Am 28. Januar 2022 jĂ€hrte sich der Todestag des NobelpreistrĂ€gers Paul J. Crutzen (1933–2021) zum ersten Mal. Er gilt als Namensgeber des Begriffs AnthropozĂ€n, einer Epoche, in der sich der Mensch aufgemacht hat, die Erde nach seinen BedĂŒrfnissen zu nutzen, ohne die Grenzen ihrer TragfĂ€higkeit zu beachten. Doch so richtig diese Diagnose auch ist: um Begriff und Narrativ des »AnthropozĂ€n« hat sich eine kontrovers gefĂŒhrte Debatte entwickelt.

In »Mut zum GaiazĂ€n. Das AnthropozĂ€n hat versagt« meldet sich der Kulturkritiker und Wissenschaftsforscher Peter L. W. Finke zu Wort und fordert sein schnelles Ende. Im aktuellen Band der politischen ökologie, »Menschengemacht«, unternehmen weitere Autor*innen aufschlussreiche StreifzĂŒge durch das AnthropozĂ€n.

Crutzen hat recht, wenn er die unbescheidene Jetztzeit als ein neues Zeitalter bezeichnet, doch er hat die bequeme Mutlosigkeit der anthropozentrischen Wissenskultur unterschĂ€tzt, sagt Peter Finke: »Das AnthropozĂ€n hat sich zu einer arroganten Ideologie entwickelt, statt an Götter glauben wir heute an den Markt und an uns selbst!« Im Zentrum seiner Kritik steht unser verantwortungsfreies, in viele Teile zerlegtes Wissen sowie eine mĂ€nnerdominierte, technologiehörige und fortschrittstrunkene Wissenschaft – sie wieder zu einer HoffnungstrĂ€gerin zu machen, lautet das Gebot der Stunde. Dazu muss sie sich grĂŒndlich erneuern, indem sie u.a. den Sinn der Vielfalt wiederentdeckt, die Kraft der Frauen nutzt, die kritische KreativitĂ€t der Zivilgesellschaft begrĂŒĂŸt und die WĂŒrde und RationalitĂ€t der durch uns gedemĂŒtigten indigenen Kulturen anerkennt.

In »Mut zum GaiazĂ€n« fordert Peter Finke, ĂŒber Sprache, Logik, Wissen, Handeln, Macht, RationalitĂ€t und RealitĂ€t neu nachzudenken und lotet diesen Weg in Richtung eines bescheideneren GaiazĂ€n aus. Es wĂ€re das bessere Menschenzeitalter, auch fĂŒr unsere Mitlebewesen.

oekom Verlag 2022, 192 Seiten, € 20,00 (D), 20,60 (A)
ISBN 978-3-96238-366-4
 
 

Verschiedenes 
 
 
Höchste Zeit, den Neubaustadtteil Dietenbach zu stoppen
ErklĂ€rung des RegioBĂŒndnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen an die Bevölkerung und Kommunalpolitik in Freiburg und im Breisgau, im Februar 2022:
Viel zu teuer – der sozialökologische Umbau Freiburgs und der Klimaschutz leiden unter Dietenbach

Drei Jahre nach dem BĂŒrgerentscheid vom 24.2.2019 zum Freiburger RiesenNeubaustadtteil Dietenbach sieht es fĂŒr diesen gar nicht gut aus. Es bestehen weiterhin hohe sachliche, finanzielle und rechtliche HĂŒrden, an denen das Projekt scheitern kann. Zwei Klagen sind anhĂ€ngig: gegen die stĂ€dtebauliche Entwicklungsmaßnahme insgesamt und gegen den GewĂ€sserausbau des gesetzlich geschĂŒtzten Biotops Dietenbach. Die Stadt schreitet derweil bei gewaltigem Risiko mit sehr teuren Vorbereitungen fĂŒr das defizitĂ€re Projekt voran.

Seit den ersten Gemeinderats-BeschlĂŒssen in 2012 und seit der stĂ€dtebaulichen Entwicklungssatzung von 2018 hat die Stadt bei hohem Personaleinsatz und mit zig Mio. € bisher Null Wohnraum geschaffen, ohne Änderungsaussicht bis 2027.

Umso schlimmer: Der Bedarf fĂŒr den Neubaustadtteil ist abhanden gekommen! Netto rund 3.350 neuen Wohnungen von Anfang 2017 bis Ende 2020 stehen nur 2649 mehr Personen gegenĂŒber. Neubau-Wohnraum war viel zu teuer, schlimm fĂŒr den Mietspiegel, trotz viel Bauen. Von 2024 - 2035 sieht das statistische Landesamt nur geringen Bevölkerungszuwachs oder gar RĂŒckgang voraus.

Die Klimaschutzziele Freiburgs zu erreichen, wĂŒrde mit Dietenbach klar verhindert. Es gibt bei weitem nicht genug Handwerk und Baupersonal schon fĂŒr den Klimaschutz-Umbau der Stadt. Und Dietenbach selber wĂ€re nicht klimaneutral.

Das RegioBĂŒndnis lehnt bei den WĂ€ldchen an der Mundenhofer Str. sĂ€mtliche Rodungen ab. 40.000 bis 50.000 qm Wald bzw. rund 3.700 BĂ€ume sind dort vom Neubaustadtteil bedroht. Der Vogelschutz verlangt den vollstĂ€ndigen Erhalt der Dietenbach-WĂ€ldchen: Sie können rechtlich als „faktisches Vogelschutzgebiet“ gelten. Die lt. Energiekonzept riesigen Grundwasserabpumpungen fĂŒrs Heizen und meterhohe AufschĂŒttungen des Baugrunds durch belastetes Material gefĂ€hrden das vorbereitete Trinkwasserschutzgebiet unter Dietenbach.

Die sehr stark gestiegenen Erschließungs- und Baukosten verbieten akut das Weitermachen mit Dietenbach. Die Sparkasse und andere Akteure verdeutlichen weiterhin Unwirtschaftlichkeit. Erschlossener Baugrund wĂŒrde netto ungeheure rund 1.500 Euro pro qm kosten. FĂŒr halbwegs akzeptable Mieten wĂ€ren Baugrundkosten nahe Null nötig, was auch manche Baugenossenschaft betont. Dietenbach wĂŒrde den Freiburger Mietspiegel weiter verschlimmern.

Zu Dietenbach sind eine volltransparente Kosten- und Finanzierungsrechnung und die schonungslose PrĂŒfung nötig, ob Dietenbach in der hoch verschuldeten Stadt neben kleinen Neubaustadtteilen wie StĂŒhlinger West ĂŒberhaupt ginge. Und was alles in Freiburg an sozialökologischen Aufgaben ausfĂ€llt wegen Dietenbach. Besser jetzt ein Ende mit Schrecken statt Schrecken ohne Ende!

Ausblick: Neu entscheiden – der BĂŒrgerentscheid bindet nicht mehr Der BĂŒrgerentscheid bindet Stadt und Gemeinderat ab 24. Februar 2022 nicht mehr. Der Gemeinderat ist frei, anders zu entscheiden – fĂŒrs Allgemeinwohl.

Das RegioBĂŒndnis wiederholt, dass der Neubaustadtteil nicht erforderlich ist, viel zu teuer wĂŒrde und Landwirtschaft und Natur dort zu erhalten sind. Falls wider Erwarten Mehr-Bedarf an Wohnraum entstehen sollte, gibt es Alternativen ohne FlĂ€chenverbrauch. Bauen auf der „grĂŒnen Wiese“ ist zu stoppen wie baugesetzlich geboten samt Erhalt der natĂŒrlichen Lebensgrundlagen lt. Art. 20a GG.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Agnes Pahler
 
Buchtipp: Agnes Pahler "Lebensraum Gehölz"
BÀume und StrÀucher im naturnahen Garten

Gehölze fĂŒr Zaunkönig und Zitronenfalter: FĂŒr den Naturschutz und das Naturerlebnis sind Gehölze unverzichtbar. Agnes Pahler stellt in ihrem Buch »Lebensraum Gehölz«, erschienen im pala-verlag, BĂ€ume und StrĂ€ucher vor, die heimische Tiere in unser grĂŒnes Wohnzimmer locken: Bienen umschwĂ€rmen die duftenden BlĂŒten, Schmetterlinge finden Nahrung und Schutz vor Regen und KĂ€lte. Im Dickicht der Gehölze sitzt die gesellige Spatzenschar, Zaunkönige bauen ihr Nest zwischen den Zweigen und auf dem Baumwipfel singt die Amsel ihr Abendlied. Zahlreiche Vögel schĂ€tzen die bunten FrĂŒchte der heimischen StrĂ€ucher als Futterreserve bis ins nĂ€chste FrĂŒhjahr hinein. Auch Igel und Zauneidechsen suchen die RĂŒckzugsorte in einer Hecke. Die Gartenexpertin erklĂ€rt in diesem Buch, wie einfach wir der Tierwelt durch die richtige Bepflanzung helfen können. PflanzenportrĂ€ts zeigen, welche robusten und attraktiven Gehölze fĂŒr Beete oder freiwachsende und geschnittene Hecken zu empfehlen sind. Pflanzenlisten, auch mit kompakten Sorten fĂŒr kleine GrundstĂŒcke, und Bepflanzungsbeispiele erleichtern die standortgerechte Auswahl und die Gestaltung mit den passenden Stauden und SĂ€umen. So entstehen schöne und strukturreiche GĂ€rten voller Leben.

Das Buch hilft bei der Neuanlage und Umgestaltung des GrundstĂŒcks – fĂŒr weniger Pflegeaufwand und mehr Ressourcenschutz, fĂŒr weniger Artenschwund und mehr Naturerlebnisse.

pala-verlag 2021, 192 Seiten,€ 19,90 (D)
ISBN: 978-3-89566-418-2
 
 


Verschiedenes 
 
 
KlimaneutralitÀt gelingt nur mit klimaneutraler WÀrmeversorgung
WĂ€rme macht rund 35 Prozent des Freiburger Energiebedarfs aus
Masterplan WĂ€rme zeigt den Fahrplan fĂŒr die Versorgung der Zukunft
Freiburg soll kĂŒnftig auf einen Mix aus erneuerbarem Strom, AbwĂ€rme, UmweltwĂ€rme und energieeffizienten GebĂ€uden setzen
Beispiel Kulturpark: WĂ€rmenetz statt Ölheizung
Öffentliche Vorstellung des Masterplans als LivestreamVeranstaltung am 3. MĂ€rz

Freiburg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2038 klimaneutral zu sein - dafĂŒr braucht es eine klimaneutrale WĂ€rmeversorgung. Denn WĂ€rme macht rund 35 Prozent des Freiburger Energieverbrauchs aus. Im Dezember hat der Gemeinderat den "Masterplan WĂ€rme Freiburg 2030" beschlossen. Der Masterplan entwickelt die WĂ€rmeversorgung in Freiburg hin zur KlimaneutralitĂ€t strategisch weiter.

UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit betont: „Derzeit dominieren fossile EnergietrĂ€ger die WĂ€rmeversorgung. Um im Klimaschutz voran zu kommen, mĂŒssen wir schnell auf erneuerbare Energien umsteigen. KĂŒnftig werden wir viel hĂ€ufiger mit erneuerbarem Strom und UmweltwĂ€rme heizen. Das wird auch bei der Wahl von neuen Heizungen kĂŒnftig wichtig.“

Der Masterplan WĂ€rme wurde von der GEF Ingenieur AG aus Leimen mit den Kooperationspartnerinnen und -partnern ifeu Institut Heidelberg und badenova erstellt. Drei Schwerpunkte wurden bearbeitet: die Zukunft des Gasnetzes, der WĂ€rmenetze und der dezentralen WĂ€rmeversorgung.

Im Kulturpark Freiburg lĂ€uft aktuell ein Projekt, das zeigt, wie der Umbau der WĂ€rmeversorgung aussehen kann. Hier wird der Ölkessel ausgetauscht, obwohl er noch mehr als zehn Jahre laufen könnte. Stattdessen wird der Kulturpark Freiburg jetzt an das FernwĂ€rmenetz der badenova/wĂ€rmeplus angeschlossen. Durch die Umstellung werden rund 84 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Der Bereich WĂ€rme macht 2020 mit 1900 Gigawattstunden, knapp 35 Prozent des Energieverbrauchs in Freiburg aus. Das macht ihn zu einem zentralen Steuerungselement fĂŒr die Erreichung der Klimaschutzziele. Fossiles Erdgas ist derzeit mit mehr als 50 Prozent der dominierende EnergietrĂ€ger in der WĂ€rmeversorgung in Freiburg, gefolgt von der FernwĂ€rme mit ĂŒber 20 Prozent und Heizöl mit 17 Prozent. Der Anteil erneuerbarer WĂ€rme ist mit knapp 7 Prozent noch sehr niedrig.

Erneuerbare Potenziale und GebÀudeeffizienz
Freiburg hat mit Grundwasser sowie oberflĂ€chennaher und tiefer Geothermie gute Randbedingungen, um die WĂ€rmeversorgung auf erneuerbare WĂ€rme umzustellen. Dass in relevantem Umfang bis 2030 erneuerbare Gase zur VerfĂŒgung stehen, ist nicht zu erwarten, fĂŒr den Zeitraum nach 2030 ist die Perspektive noch unsicher. Voraussetzung fĂŒr eine klimaneutrale Heizung ist, dass der Energiebedarf der GebĂ€ude weiter deutlich sinkt: gegenĂŒber 2020 bis 2030 um 16 Prozent, bis 2050 sogar um 40 Prozent. Die vielen Sonnenstunden in Freiburg und die dadurch mögliche Solarthermie können besonders zur Deckung des Warmwasserbedarfs einen wichtigen Beitrag leisten.

KĂŒnftige WĂ€rmeversorgung
Im Klimaschutzkonzept 2019 wird vorgeschlagen, dass die Nutzung von Erdgas im Bereich Heizung spĂ€testens nach 2040 auslĂ€uft und im Wesentlichen durch UmweltwĂ€rme und FernwĂ€rme ersetzt wird. Im Masterplan WĂ€rme werden entsprechende Eignungsgebiete fĂŒr die WĂ€rmeversorgung ausgewiesen. In den dicht besiedelten Gebieten soll die FernwĂ€rme weiter ausgebaut werden, um Erdgas zu ersetzen. FĂŒr die dezentrale WĂ€rmeversorgung wird der Einsatz von WĂ€rmepumpen (Luft, ErdwĂ€rme oder Grundwasser) kĂŒnftig eine viel grĂ¶ĂŸere Rolle spielen und insbesondere in Gebieten mit lockerer Bebauung prĂ€feriert werden. Auf Steckbriefen fĂŒr jeden Stadtbezirk sind u.a. Hinweise zur VerfĂŒgbarkeit von erneuerbaren Energien zusammengestellt, dies kann bei der kĂŒnftigen Heizungswahl eine UnterstĂŒtzung sein.

In der Projektion fĂŒr das Jahr 2050 wird der verbleibende WĂ€rmebedarf zu rund 50 Prozent durch FernwĂ€rme gedeckt, zu circa 30 Prozent durch WĂ€rmepumpen, Biomasse macht 13 Prozent aus, Solarthermie 9 Prozent. Die Randbedingungen und Umsetzungsfortschritte werden regelmĂ€ĂŸig geprĂŒft, gegebenenfalls wird die kommunale WĂ€rmeplanung angepasst.

Auch die WĂ€rmenetze mĂŒssen klimaneutral werden, dazu werden verstĂ€rkt GroßwĂ€rmepumpen eingesetzt, die WĂ€rme aus dem Grund- und Abwasser der Stadt sowie AbwĂ€rme aus der Industrie nutzen. Betrieben werden diese WĂ€rmepumpen mit Strom, dessen erneuerbarer Anteil von heute fast 50 Prozent zukĂŒnftig weiter ansteigen wird. Ob langfristige tiefe Geothermie eine Option sein kann, wird aktuell von der badenova geprĂŒft.

„Die klimaneutrale WĂ€rmeversorgung kann dann gelingen, wenn die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sowie alle anderen Akteurinnen und Akteure der Stadt eigeninitiativ mitmachen“, unterstreicht Christine Buchheit. „Die Stadt Freiburg wird daher die Förderprogramme fĂŒr Heizungserneuerung entsprechend anpassen, um die Freiburgerinnen und Freiburger beim Umbauprozess zu unterstĂŒtzen.“

Die Verwaltung selbst und auch die WĂ€rmeversorger haben Hausaufgaben aus dem Masterplan WĂ€rme bekommen. Es wurden 27 Maßnahmen fĂŒr fĂŒnf thematische Bereiche vorgeschlagen (Erneuerbare Energie, WĂ€rmenetze, Gasnetz, GebĂ€ude, Begleitmaßnahmen).

Hinweis: Der Masterplan WĂ€rme Freiburg wird am 3. MĂ€rz um 19 Uhr in einer Livestream-Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie finden den Link zur Veranstaltung unter www.freiburg.de/waermemasterplan
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Verschiedenes 
 
 
FĂ€llung von sechs NussbĂ€umen entlang der Eschholzstraße
Sechs NussbĂ€ume entlang der Eschholzstraße werden in den nĂ€chsten Tagen weichen mĂŒssen. Den alten NussbĂ€umen wĂ€re laut Baumgutachten eine relativ kurze Reststandzeit beschieden. Drei der ursprĂŒnglich neun BĂ€ume wurden bereits aus GrĂŒnden der Verkehrssicherheit in den letzten Jahren gefĂ€llt.

Die BĂ€ume stehen auf der FlĂ€che, auf der ParkplĂ€tze fĂŒr den Ausbau der Hauptfeuerwache zum Rettungszentrum vorgesehen sind. So werden auch die StellplĂ€tze auf dem GelĂ€nde der Feuerwache und entlang der Staudinger Straße kompensiert, die wĂ€hrend der anstehenden Bauarbeiten wegfallen. Die StellplĂ€tze dienen dazu, die angespannte Parkplatzsituation fĂŒr die KleingĂ€rten bereits wĂ€hrend der laufenden Baumaßnahmen zu verbessern. Schließlich wird der Bau von ParkplĂ€tzen die Situation auf dem hĂ€ufig zugeparkten Fußweg an der Eschholzstraße verbessern.

FĂŒr die entfallenden BĂ€ume werden Mitte des Jahres vor Ort 13 neue BĂ€ume gepflanzt.

Die StellplÀtze werden voraussichtlich im dritten Quartal 2022 hergestellt, ihre Bauzeit betrÀgt gut zweieinhalb Monate.
 
 

Verschiedenes 
 
Schauinslandbahn 2021: Stabilisierte Zahlen
Bergstation (c) VAG
 
Schauinslandbahn 2021: Stabilisierte Zahlen
Investitionen ins Umfeld

Die Schauinslandbahn hat im zweiten Corona-Jahr trotz pandemiebedingter Stillstandzeiten ihr Ergebnis aus dem Vorjahr halten können. Zudem wurde im vergangenen Jahr weiter in die Infrastruktur rund um Berg- und Talstation investiert.

Wer sich letztmals vor Corona ein Schwebeerlebnis gegönnt hat und dies jetzt wieder einmal tun will, der wird erstaunt sein, was sich in und rund um Berg- und Talstation seither alles verÀndert hat. Denn in den Zeiten von pandemiegeschuldeten EinschrÀnkungen wurde weiter an der AttraktivitÀt der Schauinslandbahn und deren Umfeld gearbeitet.

Fahrgastzahlen und Einnahmen stabilisiert

Trotz der pandemiebedingt vorgegebenen Außer-Betrieb-Setzung in den ersten Monaten des Jahres 2021, konnte mit gut 253.000 FahrgĂ€sten der Vorjahreswert wieder erreicht werden. Vom Ergebnis des Jahres 2019, als 367.516 Fahrten gezĂ€hlt wurden, ist man jedoch noch weit entfernt. Die Erlöse lagen geringfĂŒgig unter denen von 2020. „Die verfĂŒgten Stillstandzeiten haben uns und unser FahrgĂ€ste sehr geschmerzt. Dass wir aber dennoch das Ergebnis von 2020 halten konnten, stimmt uns zuversichtlich,“ bilanziert Seilbahnbetriebsleiter GĂŒnter Voigt. Sein fĂŒr die kaufmĂ€nnischen belange zustĂ€ndiger Kollege Tobias Kunz ergĂ€nzt: „Wir haben weiterhin viel dafĂŒr getan, die Barrierefreiheit zu verbessern und auch Angebote fĂŒr Familien zu schaffen.“

Da fĂŒr die verordnete Stillstandszeiten keine Ausgleichsleistungen seitens des Bundes oder des Landes gegeben werden konnten, fließen die geringeren Einnahmen direkt in das Ergebnis der Freiburger Verkehrs AG ein.

Umfeld aufgewertet

Die Arbeiten zur Aufwertung des Außenbereiches der Bergstation, die schon 2019 begonnen hatten, konnten im vergangenen Jahr erstmals vollstĂ€ndig genutzt werden. Die neue Aussichtsplattform, die Baumhausspielanlage sowie die Neugestaltung der Wege rund um das GebĂ€ude der Bergstation, erfreuen sich bei den Besucherinnen und Besuchern großer Beliebtheit.

Ein weiterer großer Schritt zur Barrierefreiheit des Angebotes war der Umbau der Bushaltestelle und Wendeanlage an der Talstation. Seit Dezember 2021 kann hier nun ohne weitere Hilfsmittel niveaugleich, also weitgehend stufenfrei, in die Busse der Linie 21 ein- und ausgestiegen werden. Dieser Bereich wird im Herbst 2022 nach der erfolgreichen Umsiedlung von Reptilien durch einen Fahrgastunterstand und taktile Elemente an den Ein- und Ausstiegspunkten komplettiert. Auch wurde dort fĂŒr Reisebusse eine separate Aus- und Einstiegsmöglichkeit geschaffen. Zudem wurden im Zuge der Maßnahme auch der Ein- und Ausgangsbereich der Talstation einschließlich der FahrradabstellflĂ€che umgestaltet.

ErgĂ€nzend zu den vorhandenen Angeboten gibt es seit Juli 2021 in Kooperation mit TIMEWALKING TIMETALKING die Schaffnertour. Ein als „Schaffner Emil“ verkleideter Schauspieler berichtet bei Touren rund um die Bergstation allerhand Wissenswertes ĂŒber den Schauinsland und die Schauinslandbahn.

Zum Entspannen und zur Verköstigung geht es dann zum Beispiel ins Restaurant „Die Bergstation“, dass wĂ€hrend der Seilbahnbetriebszeiten von Mittwoch bis Sonntag geöffnet hat. An Montagen und Dienstagen wird eine Speisen- und GetrĂ€nkeauswahl an der BerghĂŒtte bereitgehalten.

Ausblick 2022 – was steht an?

Neben den ganzjĂ€hrig zur VerfĂŒgung stehenden Angeboten wird ab Mai wieder die Besichtigungen der Seilbahntechnik möglich sein. Auch Attraktionen wie der KrĂ€uter-Erlebnispfad, das Bergwerk, die Downhill-Roller und das Berggeheimnis sollen ab Mai wieder zu buchen sein. Zudem wurde der Spielplatz an der Talstation um eine neue Röhrenrutsche erweitert und am Ausgangsbereich der Talstation wird eine weitere FlĂ€che zum Verweilen eingerichtet.

Vorgesehen sind fĂŒr 2022 auch wieder eine Nachtfahrt sowie die Teilnahme beim Tag des offenen Denkmals.

zum Bild oben:
"Schaffner Emil" genießt die Aussicht vom neugestalteten Außenbereich der Bergstation
Quelle: VAG.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Ewald Webe
 
Buchtipp: Ewald Webe "Wo die wilden Pflanzen wohnen"
Geschichten ĂŒber Kratzdistel, Besenginster & Co.

Botanik zum Staunen: Die Welt der Pflanzen ist voller Wunder – nicht nur in fernen UrwĂ€ldern, sondern auch auf unseren Wiesen um die Ecke. Über 3000 wild wachsende Pflanzenarten gibt es in Deutschland, und viele von ihnen sind nur auf den ersten Blick unscheinbar. Das neue Buch »Wo die wilden Pflanzen wohnen« versammelt unterhaltsame PortrĂ€ts zu heimischen Wildpflanzen, die beeindruckende Talente und geniale Überlebensstrategien mitbringen.

Pflanzen sind Teil unseres Lebens, nicht nur in Form von Nahrung. Ohne sie mĂŒssten wir auf viele Medikamente verzichten, wir hĂ€tten weder Holz noch Baumwolle. Pflanzen sind aber nicht nur ĂŒberlebenswichtig, sie sind auch wahre Alleskönner – vor allem die wild wachsenden Exemplare. Die Wurzeln einer einzelnen Kratzdistel graben sich zum Beispiel bis zu sieben Meter in den Boden, und die Samen des AckerstiefmĂŒtterchens ĂŒberleben schon mal 400 Jahre, wenn es nötig ist. Der Biologe Ewald Weber stellt in seinem Buch 28 Wildpflanzen vor, die mit ganz besonderen Überraschungen aufwarten – und direkt vor unserer HaustĂŒr zu finden sind.

Mit liebevollen Illustrationen und Aquarellen ausgestattet lĂ€dt das Buch auf eine Entdeckungsreise zu besonderen Schönheiten und alten Bekannten aus der heimischen Pflanzenwelt ein: vom PfaffenhĂŒtchen ĂŒber das DrĂŒsige Springkraut bis zum Gewöhnlichen Hopfen. Nebenbei werden die faszinierenden ökologischen ZusammenhĂ€nge unserer Pflanzen- und Tierwelt erklĂ€rt; ein PlĂ€doyer fĂŒr die Bewahrung dieser Schatzkammer der Natur.

Dem Autor Ewald Weber ist die Vermittlung ökologischer ZusammenhÀnge an ein breites Publikum eine Herzensangelegenheit. Der Biologe lehrt und forscht an der UniversitÀt Potsdam. Zuletzt von ihm bei oekom erschienen: »Die Pflanze, die gern PurzelbÀume schlÀgt« (2018).

Oekom Verlag 2022, 256 Seiten, € 22,00 (D), 22,70 (A)
ISBN 978-3-96238-343-5
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Mundenhof freut sich auf freiwillige Helferinnen und Helfer
Mitmach-Aktion Weidenschneiden am Samstag, 19. Februar

Am Samstag, 19. Februar, ab 14 Uhr findet auf dem Mundenhof die Mitmach-Aktion Weidenschneiden statt. Dabei hofft der Mundenhof, wieder viele freiwillige Helferinnen und Helfer begrĂŒĂŸen zu können. Wer möchte kann die Weidenruten mit nach Hause nehmen. Bitte Rosen- oder Astscheren und ein Vesper mitbringen. Treffpunkt ist beim Kiosk am Haupteingang.

Kopfweiden haben in frĂŒheren Zeiten ganze Landschaften geprĂ€gt. Ihre Weidenruten kamen vielfĂ€ltig zum Einsatz – als Flechtmaterial fĂŒr Körbe und Möbel, als Baumaterial etwa in FachwerkwĂ€nden, als Bindematerial draußen im Weinberg. Heute ersetzt billige Importware oder Plastik den schönen Naturstoff. Deswegen verschwinden die bizarren Gestalten zunehmend aus unserer Landschaft.

Auf dem Mundenhof gibt es sie noch – die Kopfweiden. Aber sie mĂŒssen regelmĂ€ĂŸig gepflegt werden. In diesem Jahr gibt es die Mitmach-Aktion erstmals nach der Corona-Pause wieder. Unter Anleitung der Flechtspezialistin Angelika Fischhaber werden die Kopfweiden in Form gestutzt. Weitere Infos bei Angelika Fischhaber: Tel. 0761/8978 6962.

Bei ganz schlechtem Wetter wird die Aktion um eine Woche auf Samstag, 26. Februar, verschoben.

PS. Und nun zu einem ganz anderen Nachwuchs-Thema: Auf dem Mundenhof sind schon jetzt fast alle der 15 Storchennester belegt. Vor einem Jahrzehnt kamen die Störche Ende Februar/Anfang MĂ€rz, inzwischen sind sie einen Monat frĂŒher wieder da.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Nisthilfen fĂŒr Feinde der Kastanienminiermotte
Mehr Lebensraum fĂŒr Maisen

„Freiburg packt an“ stellt BaukĂ€sten aus Holz

Die Kastanienminiermotte setzt den Rosskastanien der Stadt seit vielen Jahren zu. Die Larven der Falter fressen sich durch die BlĂ€tter, die werden Braun, die BĂ€ume werfen sie schon im Sommer ab. Um dem SchĂ€dling einzudĂ€mmen, wird in Freiburg deshalb der Lebensraum der Maisen gestĂ€rkt – die Vögel sind die natĂŒrlichen Fressfeinde der Mottenart. Und BĂŒrgerinnen und BĂŒrger können dabei unterstĂŒtzen.

Im Rahmen von „Freiburg packt an“ werden kostenlose Nisthilfen BausĂ€tze aus Holz angeboten. Die NistkĂ€sten bieten einen neuen Lebensraum. Maisen können in den NistkĂ€sten brĂŒten und finden im Kastanienlaub genĂŒgend Nahrung fĂŒr die Jungvögel in Form von Motten und Larven, die im Laub versteckt sind.

Die Nisthilfen sollten ausschließlich an privaten KastanienbĂ€umen befestigt werden. Das Anbringen von HolznistkĂ€sten an öffentlichen BĂ€umen kann nur mit Zustimmung von Garten- und Tiefbauamt stattfinden. Es gibt zwei verschiedene LochgrĂ¶ĂŸen fĂŒr Kohlmeisen und Blaumeisen. Die Nisthilfen sollen zwischen Oktober und Februar alljĂ€hrlich geleert und ausgefegt werden, damit die neue Brut im sauberen Nest aufwachsen kann. Es dĂŒrfen nur die mitgelieferten AlunĂ€gel benutzt werden, um grĂ¶ĂŸere SchĂ€den am Baum zu vermeiden.

Die BausĂ€tze mit einer Anleitung und AlunĂ€geln können bei „Freiburg packt an“ bestellt und am Rathaus im StĂŒhlinger nach Terminabsprache abgeholt werden. Die neuen Vogelwohnungen sollten am besten noch im Februar oder Anfang MĂ€rz an den BĂ€umen hĂ€ngen.

Im Herbst beginnt dann der zweite Teil des Kamps gegen die Kastanienminiermotte. Ab Oktober kann mit der Laubsammlung gestartet werden, um befallene BlĂ€tter zu entfernen. Das Laub kann zusammen mit anderen BlĂ€ttern in den SĂ€cken von der Abfallwirtschaft- und Stadtreinigung am Straßenrand zur Abholung abgestellt werden. Die PapiersĂ€cke sind in den Recyclinghöfen, im Rathaus und in den Ortsverwaltungen fĂŒr 50 Cent pro StĂŒck erhĂ€ltlich.

So kann die Verbreitung der Kastanienminiermotte eingeschrĂ€nkt werden und die imposanten BĂ€ume die Menschen mit ihren BlĂŒten und Kastanien weiterhin erfreuen.

Bestellung der NistkĂ€stenbausĂ€tze beim Garten- und Tiefbauamt, „Freiburg packt an“, Ansprechpartnerin: Monika Borodko-Schmidt, 201-4712 oder fpa@stadt.freiburg.de
 
 

Verschiedenes 
 
 
Freiburg kauft Wald
Stadt Freiburg kauft Unternehmensgruppe FĂŒrst von Hohenzollern 50 ha große WaldflĂ€che „Frohnholz“ ab

Beschluss in der kommenden Gemeinderatssitzung

OB Horn: „Die Möglichkeit zum Ankauf von 500 000m2 WaldflĂ€che in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mundenhof und dem neuen Stadtteil Dietenbach ist ein starker Erfolg und von strategischer Bedeutung fĂŒr uns.“

Am kommenden Dienstag wird die Verwaltung dem Gemeinderat den Ankauf von 50ha WaldflĂ€che zur Entscheidung vorlegen. Es handelt sich um die FlĂ€che Frohnholz zwischen Mundenhof (östlich), Dietenbach (sĂŒdlich), Autobahn (nördlich) und Zubringer (westlich). Die FlĂ€che gehört der Unternehmensgruppe FĂŒrst von Hohenzollern, die die WaldflĂ€che fĂŒr eine vorrangig ökonomische Zielsetzung nutzt. Die FlĂ€che hat einen Wert von 2,5 Millionen Euro. 1,4 Millionen davon wird die Stadt nach Vertragsunterzeichnung bezahlen. FĂŒr die Restsumme wird die fĂŒrstliche Unternehmensgruppe eine Option fĂŒr ein BaugrundstĂŒck im Stadtteil Dietenbach erhalten, um dort Mietwohnungsbau zu schaffen.

Die Stadt wird die WaldflĂ€che kĂŒnftig gemeinwohlorientiert pflegen und nutzen. Der Natur- und Artenschutz wird aufgewertet, so dass die FlĂ€che als Ausgleichsmaßnahme zur Dietenbachbebauung dienen kann. Weiterhin werden sowohl fĂŒr Besucherinnen und Besucher des Mundenhofs als auch fĂŒr die Menschen aus dem kĂŒnftigen Stadtteil Erholungs- und Freizeitnutzungen verbessert (zB ĂŒber bessere Wegebeziehungen).

Das WaldstĂŒck kann also durch die Stadt Freiburg in vielfĂ€ltiger und schonender Weise aufgewertet werden. Das Frohnholz ist Vogelschutzgebiet im Natura-2000-Schutzgebietsnetz. Mit einer sensiblen Besucherlenkung und der Umsetzung einer Waldweide soll ein wichtiger Beitrag zur VertrĂ€glichkeit des neuen Stadtteils mit dem Natura-2000-Gebiet geleistet werden. Mit einem Gesamtnutzungskonzept der WaldflĂ€chen können der strenge Artenschutz, die Belange des Mundenhofs und die der Waldbesuchenden berĂŒcksichtigt werden.

OB Martin Horn: „Mit dem Erwerb der WaldflĂ€che haben wir einen wichtigen Schritt getan, Arten- und Naturschutz mit der schonenden Nutzung durch Besucherinnen und Besucher des Waldes zu verbinden. Mit dieser strategischen Entscheidung stĂ€rken wir die Weiterentwicklung des Mundenhofs sowie des neuen Stadtteils Dietenbach.“
 
 

Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Radweg am Dreisamufer wegen Hochwasser gesperrt
Der Dreisamuferradweg ist derzeit wegen Hochwassers gesperrt. Der Pegel erreichte die erste Stufe von 1,13 Metern.

Die Stadtverwaltung kontrolliert neben der Dreisam weitere kritische Punkte an den BÀchen in der Stadt, die besonders hochwassergefÀhrdet sind. Wann der Pegel wieder sinken wird, ist derzeit nicht absehbar.
 
 

Veranstaltungen 
 
Jetzt bemalen, bekleben, verzieren und im Museum abgeben
Vom Ei zum KĂŒken: Eierbaum (c) Museum Natur und Mensch / Foto: Geißler
 
Jetzt bemalen, bekleben, verzieren und im Museum abgeben
Museum Natur und Mensch sucht zur KĂŒkenausstellung fantasievoll gestaltete Eier. Abgabe bis 20. MĂ€rz möglich

Die KĂŒken kommen wieder! Zwei Jahre lang war Pause, jetzt steht die beliebte Ausstellung „Vom Ei zum KĂŒken“ im Museum Natur und Mensch wieder vor der TĂŒr. Schon im Vorfeld können Schulklassen und Kita-Gruppen sich kreativ austoben: Das Museum in der Gerberau 32 kĂŒrt fantasievoll gestaltete Eier. Einreichen können die jungen KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler ihre bemalten, beklebten oder anderweitig verzierten Eier ab sofort an der Museumskasse. Letzter Termin zur Abgabe ist Sonntag, 20. MĂ€rz.

Die eingehenden Kunstwerke schmĂŒcken ab Samstag, 5. MĂ€rz, den „Eierbaum“. Besucherinnen und Besucher können die bunten Ostereier wĂ€hrend der Laufzeit der Ausstellung bis Sonntag, 24. April bewundern.

Spannende Gewinne warten auf die ganze Klasse bzw. Kitagruppe. Die Preise werden separat fĂŒr Grundschulen und KindergĂ€rten vergeben. Der erste Platz ist ein Erlebnisworkshop, der zweite Preis eine Erlebnis-FĂŒhrung im Museum Natur und Mensch; das Thema können die Gewinner-Teams jeweils frei wĂ€hlen. Der dritte Preis ist ein Kinderbuch zum Thema „Ei und Huhn“.

Informationen zum Wettbewerb und die Teilnahmebedingungen stehen auf www.freiburg.de/museen-kueken.
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Verschiedenes 
 
 
Gericht soll BaumfÀllungen stoppen
Eilantrag beim VGH Mannheim gegen FĂ€llung von Aue-BĂ€umen am Dietenbach

KlÀgerin ist Plan B e.V., eine regional tÀtige und anerkannte Umweltvereinigung aus Freiburg i. Br.

Im Zuge des Klimawandels scheinen extreme Wetterereignisse wie im Ahrtal immer hĂ€ufiger aufzutreten. Hierbei handelt es sich um kurzzeitige, gravierende Abweichungen vom durchschnittlichen Wetter in einer Region. Durch die Heftigkeit, mit der sich StarkniederschlĂ€ge, Überschwemmungen, StĂŒrme, starker Schneefall oder lange DĂŒrre- und Hitzeperioden ereignen, sind sie hĂ€ufig mit immensen gesundheitlichen und wirtschaftlichen SchĂ€den und mit großen Belastungen fĂŒr die Ökosysteme verbunden.

In den vergangenen Jahren hÀuften sich die Hochwasserkatastrophen. Gefahren wÀhrend des Hochwassers, bei Wiederaufbauarbeiten, durch zerstörte Infrastruktur oder durch die Flucht der Bevölkerung verursachen TodesfÀlle, Verletzungen, Krankheiten und psychische Belastungsreaktionen.

Um auf diese Risiken in Zukunft besser vorbereitet zu sein und die Menschen vor Schaden zu schĂŒtzen, ist es nötig, Bach- und Flussauen mehr Raum zu geben und natĂŒrliche RĂŒckhalteflĂ€chen zu erhalten. Dies sind Naturschutzmaßnahmen, welche Vorsorge treffen und die prĂ€ventiv wirken. Den Klimawandel und die Gefahr durch Extremwetterlagen sehen wir bei den stĂ€dtischen Planungen beim Baugebiet Dietenbach nicht hinreichend berĂŒcksichtigt. Das Gebiet liegt in einer seit Jahrhunderten bekannten alten Flutrinne.

„Es darf im Dietenbach kein zweites Ahrtal geben. Wenn mir bewusst gewesen wĂ€re, dass das Gebiet in einer historisch bedingten Flutrinne liegt und dass Extremwetterlagen so schnell zur RealitĂ€t werden, dann hĂ€tte ich beim BĂŒrgerentscheid anders abgestimmt“, so ein Besucher beim Waldspaziergang des NABU im LangmattenwĂ€ldchen, der jeden Sonntag dort stattfindet.

„Bei unseren wöchentlichen WaldfĂŒhrungen zum Erhalt der wertvollen WaldflĂ€chen hören wir von Teilnehmer*innen immer wieder, dass sie sich beim BĂŒrgerentscheid anders entschieden hĂ€tten, wenn sie gewusst hĂ€tten, dass sich das Baugebiet in einer eiszeitlichen Flutrinne befindet“ sagt Ralf Schmidt, Vorsitzender von Plan B e.V. aus Freiburg“.

Die Stadt will in KĂŒrze mit den Baumaßnahmen in der Dietenbach-Aue beginnen (GewĂ€sserausbau). Dabei geht es zunĂ€chst um eine BaumfĂ€llaktion, mit der gesetzlich geschĂŒtzte Biotope mit Auwald-BĂ€umen und MĂ€hwiesen im Plangebiet beseitigt werden. Dagegen wurde beim Verwaltungsgerichtshof (VHG) Mannheim ein gerichtliches Eilverfahren eingeleitet, um den Beginn dieser Maßnahmen zu stoppen und um zu verhindern, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden. KlĂ€gerin ist Plan B e.V., eine amtlich zugelassene und anerkannte Umweltvereinigung.

Der GewĂ€sserausbau mit dem Bau von 1 km langen LĂ€ngsdĂ€mmen und vielerlei Maßnahmen am GewĂ€sser ist nach Angaben der Stadt wesentliche Voraussetzung fĂŒr die spĂ€tere Bebauung der Dietenbach-Aue. Die ĂŒber hundert Hektar große FlĂ€che befindet sich als Standort fĂŒr den vorgesehenen neuen Stadtteil Dietenbach in einem außergewöhnlichen Landschaftsraum, und zwar in einer eiszeitlich geprĂ€gten Flutrinne, die aus RisikovorsorgegrĂŒnden keinesfalls bebaut werden darf. Das spĂ€tere Wohngebiet befindet sich auch kĂŒnftig trotz der stĂ€dtischerseits vorgesehenen Maßnahmen in einem wasserrechtlichen Hochwasser-Risikogebiet. Dies war der Öffentlichkeit vor dem BĂŒrgerentscheid nicht bekannt.

Mit dem GewĂ€sserausbau werden 800 mÂČ Auwald zerstört, und mit der Bebauung wird die Dietenbach-Aue mit einer RĂŒckhalteflĂ€che fĂŒr Hochwasserfluten im Umfang von etwa 1 Mio mÂČ beseitigt. Gegen die wasserrechtliche Zulassung, die das stĂ€dtische Umweltschutzamt dem stĂ€dtischen Garten- und Tiefbauamt erteilt hat, um die Baumaßnahmen in der Dietenbach-Aue durchzufĂŒhren, lĂ€uft eine Klage ebenfalls beim VGH Mannheim.

Die BaumfÀllaktionen sollen nach Angaben der Stadt bereits am Montag, 14. Februar beginnen.
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Veranstaltungen 
 
Von RĂ€tschenbau bis MĂ€rchenwelt
RĂ€tschenbau (c) Waldhaus Freiburg
 
Von RĂ€tschenbau bis MĂ€rchenwelt
Die Februartermine im Waldhaus

Sa, 19. Februar, 13 bis 18 Uhr // Anmeldeschluss 11. Februar
RĂ€tschenbau
Mitten in der fĂŒnften Jahreszeit bietet das Waldhaus Gelegenheit in seiner gemĂŒtlichen GrĂŒnholzwerkstatt eine Fasnets-RĂ€tsche aus Holz zu bauen. Als Schreinermeister, Gewerbeschullehrer und Leiter der GrĂŒnholzwerkstatt sorgt Franz-Josef Huber dafĂŒr, dass alle Teilnehmer einen kurzweiligen, unterhaltsamen Nachmittag haben und mit einer zĂŒnftigen RĂ€tsche nachhause gehen. FĂŒr Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. Teilnahmebeitrag: 5 Euro

So, 20. Februar, 14 und 16 Uhr // ohne Anmeldung
FrÀulein Brehms Tierleben
Das Waldhaus prĂ€sentiert das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten. Um 14 Uhr werden die Geheimnisse um Lynx lynx, den Luchs, gelĂŒftet und um 16 Uhr betritt Canis lupus, der Wolf, die BĂŒhne. Der Eintritt ist frei. An diesem Tag öffnet auch wieder das Waldhaus-CafĂ©.

So, 20. Februar, 18 Uhr // Anmeldeschluss 14. Februar
MĂ€rchen- und Mythenpfad im Fackelschein
Bei einem stimmungsvollen Spaziergang durch den dunklen winterlichen Wald am Waldhaus werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom HolzkĂŒnstler Thomas Rees in die MĂ€rchen- und Mythenwelt seiner Holzskulpturen entfĂŒhrt. Im Schein der Fackeln erzĂ€hlt der Bildhauer etwas ĂŒber seine Arbeitsweise und die Entstehung der 17 Figuren, wie den apokalyptischen Reiter, den Drachen oder das Einhorn. Teilnahmebeitrag: 10 Euro, Kinder ab 6 Jahren 5 Euro inkl. Fackel

Das Waldhaus öffnet im Februar dienstags bis freitags 10 bis 16:30 Uhr, ab 20. Februar auch sonntags 12 bis 17 Uhr. Anmeldungen unter info@waldhaus-freiburg.de oder Tel. 0761 8964 7710.
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Eine BerĂŒhmtheit vom Mundenhof ist tot
Die Schweizer Wasserbirne, die beim Krippenspiel den Engel verkörperte, musste gefÀllt werden

Meistens stehen auf dem Mundenhof die Tiere im Mittelpunkt des Interesses. Die Kamelstute Quecke, der Wollschweineber Othello und der Ungarischer Steppenrindbulle Sultan sind oder waren einem grĂ¶ĂŸerem Publikum bekannt. Doch auch bei den Pflanzen gibt es Exemplare mit besonderer Bedeutung. Ein Baum hat es 2003 sogar auf die Titelseite des Jahresprogrammes geschafft.

Nun musste sich der Mundenhof von diesem Baum trennen. Die gut hundertjĂ€hrige Schweizer Wasserbirne am Radweg nach Umkirch, zwischen dem Buntmardergehege und der Sandbahn, war vielen ein Anschauungsobjekt, denn sie verkörperte alle zwei Jahre wieder den Engel beim Krippenspiel. Zuletzt hatten Schadpilze ihre Standfestigkeit aber stark beeintrĂ€chtigt. In der Hoffnung, den Baum durch geeignete Maßnahmen noch retten zu können, zog die Mundenhof-Leitung einen BaumsachverstĂ€ndigen zu Rate. Dessen Urteil fiel aber so eindeutig aus, dass die FĂ€llung in der vergangenen Woche umgehend erfolgte. Das gleiche Schicksal ereilte weitere BĂ€ume entlang des Rad- und Hauptweges. Nun kommen dort wieder Schweizer Wasserbirnen, Stieleichen und Linden hin. Dass die neu zu pflanzenden BĂ€ume ein Ă€hnliches Alter erreichen wie die jetzt gefĂ€llte Birne, ist angesichts des Klimawandels ein frommer Wunsch.

Die Baumart Schweizer Wasserbirne ist ein ZufallsĂ€mling, der 1823 erstmals erwĂ€hnt und in der Schweiz und Baden-WĂŒrttemberg verbreitet ist. Der starkwĂŒchsige Baum gleicht mit GrĂ¶ĂŸe und Krone einer Eiche und kann ein Alter von 100 bis 150 Jahren erreichen. In frĂŒheren Zeiten waren die FrĂŒchte, die im Oktober reifen, ein begehrtes Mostobst, weswegen sie hĂ€ufig auf Streuobstwiesen zu finden war. Auch zum Dörren eignet sich die Birne gut.

Auf dem Mundenhof haben Schweizer Wasserbirnen eine lange Tradition. Am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie zu Beginn der Stadtgut-Zeiten entlang wichtiger Wege wie dem Löhliweg oder der Straße zum Mundenhof in langen Reihen gepflanzt. Besonders im FrĂŒhjahr bieten die GroßbĂ€ume mit ihren weißen BlĂŒtenwolken ein fantastisches Bild. Leider kommen diese BĂ€ume nun aber nach und nach in ihre kritischen Jahre, fallen um oder mĂŒssen gefĂ€llt werden. Wo das möglich ist, werden sie als TotholzbĂ€ume stehen gelassen, da sie fĂŒr viele Vögel oder KĂ€fer eine hervorragende Nahrungs- und Lebensgrundlage bieten.
 
 

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2021: Gutes Frelo-Jahr
(c) VAG Freiburg
 
2021: Gutes Frelo-Jahr
Das Freiburger Fahrradverleihsystem „Frelo“ war im Jahr 2021 klar auf Wachstumskurs. Die Zahl der Stationen, der RĂ€der und der Nutzungen stieg deutlich und schließlich wurde die Angebotspalette auch noch um die LastenFrelos bereichert.

Im vergangenen Jahr wurden die rotweißen Bikes fast 375.000 Mal ausgeliehen. Im Vergleich zu 2020 ist dies eine Steigerung um rund 75.000 Fahrten oder 25 Prozent. AusleihstĂ€rkster Monat war dabei der Oktober, in dem die Fahrradschlösser genau 46.817Mal klickten.

Am 9. April 2021 wurde das von der Freiburger Verkehrs AG (VAG) gemanagte und von der nextbike GmbH (nextbike) betriebene Verleihangebot um 20 elektrisch unterstĂŒtzte LastenFrelos erweitert. Diese wurden seither ĂŒber 4000 Mal gebucht.

Die Zahl der Ausleihstationen ist 2021 von 74 auf 84 angewachsen. Die drei Probestationen in Gundelfingen wurden fest etabliert, die Station in Merzhausen wird in den kommenden Wochen aufgebaut und einige weitere in Kappel, und GĂŒnterstal sowie an der Krozinger Straße und der Else-Wagner-Straße befinden sich noch in der Probephase. Parallel zur Anzahl der Stationen ist auch die Menge der zur VerfĂŒgung stehenden RĂ€der angewachsen, nĂ€mlich von 530 auf 615 StĂŒck.

BewĂ€hrt haben sich zudem temporĂ€re Stationen ĂŒberall dort, wo wegen BautĂ€tigkeiten VAG-Linien unterbrochen waren. Hier dienten die Leihbikes als umweltfreundliche ÜberbrĂŒckungshilfen.

Seit Ende vergangenen Jahres erfolgt die notwendige Umverteilung der RĂ€der zum Teil mit dem Carla Cargo – System per Lastenvelo und wird damit nochmal ein StĂŒck leiser und umweltfreundlicher.

VAG-Frelo-Koordinatorin Luisa Stenmans freut sich schon auf 2022: „Den Wunsch von Gemeinderat und Stadtverwaltung an uns, ein attraktives Fahrradvermietsystem fĂŒr Freiburg aufzubauen, haben wir vollstĂ€ndig erfĂŒllen können. Und auch im Jahr 2022 werden wir das Angebot sinnvoll ergĂ€nzen und erweitern.“
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Buslinie 23: Haltestelle Max-Planck-Institut stadtauswÀrts aufgehoben
Wegen Asphaltarbeiten in der Tullastraße kann die Haltestelle Max-Planck-Institut stadtauswĂ€rts von Montag, 31. Januar, an bis voraussichtlich Mitte April nicht angefahren werden. Die stadtauswĂ€rts fahrenden Busse der Linie 23 werden in dieser Zeit ĂŒber die Zinkmattenstraße und den StĂŒbeweg umgeleitet.
 
 

Veranstaltungen 
 
Ausstellung „StadtWaldMensch“
Waldfiguren (c) Foto: Daniel JĂ€ger
 
Ausstellung „StadtWaldMensch“
Das Waldhaus öffnet am Dienstag, 1. Februar, wieder seine Pforten

Ab Dienstag, 1. Februar, ist das Waldhaus in der Wonnhalde fĂŒr Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet. Jetzt bietet sich die letzte Gelegenheit, die Ausstellung „StadtWaldMensch – 900 Jahre Wald fĂŒr Freiburg“ zu sehen.

Was wÀre die Stadt Freiburg ohne ihren Wald? So lautet die Leitfrage der Ausstellung, die in Kooperation mit dem Forstamt zum 900-jÀhrigen StadtjubilÀum konzipiert wurde. Mit einer Waldschatzkammer, interaktiven und partizipativen Elementen lÀdt sie dazu ein, der Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieses von Natur und Mensch geschaffenen Wunderwerks selbst auf die Spur zu kommen. Es gelten die jeweils aktuellen Hygieneregeln, derzeit 2G+ und FFP2-Maske ab dem Alter von 18 Jahren.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. MĂ€rz bei freiem Eintritt zu besichtigen und wird dann von einer Werkschau der pĂ€dagogischen Ideenwerkstatt BAGAGE abgelöst. Ab Mai dĂŒrfen sich dann alle auf die Ausstellung „Tierische Tausendsassa“ mit Fotos von Klaus Echle freuen. Das aktuelle Jahresprogramm 2022 ist bereits auf der Waldhaus-Homepage veröffentlicht.

Das Waldhaus Freiburg ist von dienstags bis freitags von 10 bis 16:30 Uhr geöffnet. Es ist ĂŒber info@waldhaus-freiburg.de und Tel. 0761/8964 7710 (Dienstag bis Freitag 9 bis 12.30 Uhr, Donnerstag und Freitag auch 14 bis 16.30 Uhr) erreichbar.
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NABU-Negativpreis Dinosaurier des Jahres 2021: Emden ist ĂŒberall
Dinosaurier des Jahres (c) NABU/Klemens Karkow
 
NABU-Negativpreis Dinosaurier des Jahres 2021: Emden ist ĂŒberall
KrĂŒger: In Emden und ganz Deutschland wird Natur zubetoniert - bis 2050 ist eine FlĂ€che in der GrĂ¶ĂŸe des Saarlands von Versiegelung bedroht

Berlin/Emden - Mit dem Negativpreis 'Dinosaurier des Jahres' zeichnet der NABU bereits zum 29. Mal die Umweltsauerei des Jahres aus. PreistrĂ€ger 2021 ist das Baugebiet Conrebbersweg in der Stadt Emden in Niedersachsen. Es wurde von der NABU-Jury stellvertretend fĂŒr die Naturzerstörung durch Bodenversiegelung in ganz Deutschland ausgewĂ€hlt. Emden hat eine seit vielen Jahren stagnierende Bevölkerungsentwicklung. Die Einwohnerzahl ist zuletzt knapp unter die Marke von 50.000 gefallen. FĂŒr ein großes Baugebiet wird jetzt artenreiches Feucht- und NassgrĂŒnland mit fast flĂ€chendeckendem Schutzstatus vernichtet. Auf der FlĂ€che finden sich zahlreiche stark gefĂ€hrdete Pflanzen- und Vogelarten, darunter Wiesenpieper, Feldschwirl und Kiebitz. Mehr als zwei Drittel des 75 Hektar großen Gebietes sollen versiegelt werden. Es liegt zudem einen Meter unter dem Meeresspiegel. Angesichts der zunehmenden Starkwetterereignisse droht damit nach der Bebauung weiteres Ungemach.

NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger: „Wer an Emden und die NordseekĂŒste denkt, hat vermutlich Wind, Natur und plattes Land in saftigem grĂŒn vor Augen. Betonpolitik erwartet an dieser Stelle wohl kaum jemand. Jetzt soll ein landesweit bedeutsames Gebiet fĂŒr den Biotopschutz zugunsten eines großes Baugebietes unwiederbringbar zerstört werden. Der 'Dinosaurier des Jahres 2021' geht deshalb nach Emden an den Conrebbersweg. Wir verleihen ihn stellvertretend fĂŒr die grassierende Bodenversiegelung in ganz Deutschland. Denn Emden ist ĂŒberall. In fast jeder Kommune der Bundesrepublik werden aktuell FlĂ€chenversiegelungen geplant, rund 50 Hektar sind das bundesweit pro Tag. Diese Entwicklung lĂ€sst sich nicht unendlich fortsetzen. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung eine stĂ€rkere Priorisierung der FlĂ€chennutzung und eine Reduktion des FlĂ€chenverbrauch auf netto Null bis 2030.“

Die Bundesregierung wollte den FlĂ€chenfraß in Deutschland bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag reduzieren. Dieses Ziel wurde dann Anfang des Jahres 2018 um zehn Jahre nach hinten, auf das Jahr 2030 verschoben. Erst im Jahr 2050 wird im Klimaschutzplan der Bundesregierung nun das Ziel eines "netto Null"-FlĂ€chenverbrauchs angepeilt. Bis dahin wĂŒrden, nach diesen PlĂ€nen von heute, weitere 250.000 bis 260.000 Hektar an zusĂ€tzlicher FlĂ€che versiegelt. Das entspricht umgerechnet mehr als 350.000 FußballplĂ€tzen oder der GrĂ¶ĂŸe des Saarlands.

Natur, Landwirtschaft und Bebauung - vielerorts herrscht großer Wettbewerb ums Land. Die Bundesregierung plant in den Ballungsgebieten den Neubau von 400.000 Wohnungen pro Jahr, soviel realisierte die letzte Regierung in der gesamten Legislatur. Dem stehen rund zwei Millionen leerstehende Wohnungen in lĂ€ndlichen Regionen und eine durch den demographischen Wandel eher sinkende Bevölkerungszahl gegenĂŒber. Das verdeutlicht die hohe KomplexitĂ€t bei der FlĂ€chenversiegelung, bei der soziale Aspekte, die VerfĂŒgbarkeit von Arbeit, aber auch Fragen von Infrastruktur und Verkehr zu berĂŒcksichtigen sind. FlĂ€chen sind daher möglichst nachhaltig und effektiv zu nutzen. Bei der sogenannten Innenverdichtung wird beispielsweise geprĂŒft, welche FlĂ€chen sich innerhalb eines Ortes noch fĂŒr Bebauung, Aufstockung, Umbau oder Verdichtung anbieten. Gleichzeitig ist auf ausreichend unversiegelte FlĂ€che in den Orten zu achten, auf denen beispielsweise Wasser versickern oder verschattende Bepflanzung stehen kann. Baulandmobilisierung in den Außenbereichen von Ortschaften bedeutet hingegen weitere FlĂ€chenversiegelung. Zwar werden dabei oft Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, die den Verlust an BiodiversitĂ€t kompensieren sollen. Ein qualitativer Ausgleich der zerstörten FlĂ€chen wird jedoch nur selten und wenn, dann erst nach vielen Jahren erreicht. Die Ampelkoalition hat das Problem erkannt und im Koalitionsvertrag angekĂŒndigt das Baugesetzbuch dahingehend ĂŒberprĂŒfen zu wollen, unter anderem soll der umstrittene §13b gestrichen werden, der die Außenbebauung vereinfacht. Der NABU regt zusĂ€tzlich an, Wachstumsfehlanreize fĂŒr Ortschaften aufgrund der Hauptansatzfaktoren des Finanzausgleichs auf Landesebene zu reduzieren.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, eine 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich durch besonders rĂŒckschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. Seit 2020 werden nicht mehr Personen, sondern konkrete Projekte als Umweltsauerei des Jahres ausgezeichnet. PreistrĂ€ger 2020 war das Autobahnprojekt A26 Ost.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegrĂŒndete NABU der mitgliederstĂ€rkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich fĂŒr den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse. Mehr Infos: www.NABU.de/wir-ueber-uns
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Freiburg: FĂŒnf weitere Fahrrad-Reparaturstationen
Die Zahl der von der Freiburger Verkehres AG (VAG) angebotenen öffentlichen Reparaturstationen fĂŒr FahrrĂ€der hat sich auf 15 erhöht. Die fĂŒnf zusĂ€tzlichen schlanken roten SĂ€ulen findet man beim Rathaus in Opfingen, am Maria-von-Rudloff-Platz, beim Rathaus im StĂŒhlinger, bei der Frelo-Station Bugginger Straße und am Moosweiher.

An den Stationen werden Werkzeuge bereitgestellt, um Reparaturen an FahrrĂ€dern, aber zum Beispiel auch an KinderwĂ€gen oder Skateboards durchzufĂŒhren. Das am hĂ€ufigsten genutzte Hilfsmittel ist dabei vermutlich die Luftpumpe mit Druckmesser.

Die Erfahrungen mit den bislang schon vorhandenen zehn Stationen haben gezeigt, dass diese und deren Ausstattung ebenso zweckmĂ€ĂŸig wie robust sind. Einzig die Dichtungen der Luftpumpen-Adapter fĂŒr die verschiedenen Ventilarten mĂŒssen hin und wieder erneuert werden.

Die VAG investierte je Station etwa 1.000 Euro in diesen weiteren – kleinen aber feinen - Baustein in der Palette ihrer multimodalen Angebote.
Die Stationen finden sich an folgenden Orten:
VAG-Zentrum, Betzenhauser Torplatz, Haslach Bad, Studentendorf Vauban, Alter Wiehrebahnhof, Holzmarkt, ZĂ€hringer Straße/Tullastraße, Sandfangweg, Laßbergstraße, Killianstraße, Rathaus Opfingen, Maria-von-Rudloff-Platz, Rathaus im StĂŒhlinger, Bugginger Straße und Moosweiher.
Weiterhin gibt es auch öffentlich zugĂ€ngliche Stationen, welche von der Uni Freiburg (Technische FakultĂ€t und Institut fĂŒr Biologie), der badenova (BetriebsgelĂ€nde badenova IG Nord) und der Stadt Freiburg (WiwilibrĂŒcke) betrieben werden.

Die Ausstattung der Stationen:
● QR CODE mit Reparaturanleitungen
● Kreuzschlitzschraubendreher PH2
● Schraubenzieher 5,5 x 1,0 mm
● EinmaulschlĂŒssel verstellbar 0-30 mm
● Skateboard-Tools |9/16|1/2|3/8|
● DoppelmaulschlĂŒssel 8×10 mm
● DoppelmaulschlĂŒssel 13×15 mm
● TORXschlĂŒssel Set |9|10|15|20|25|27|30|40|
● ImbußschlĂŒssel Set |2|2,5|3|4|5|6|8|
● Reifenheber (Kunststoff mit Stahlkern)
● Pumpe mit Druck 10 BAR (Glycerin-Manometer „Antifog“) mit Adapter fĂŒr alle Ventile
 
 

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Klimaschutzgesetz in Baden-WĂŒrttemberg wird zum 1.1.22 in drei Stufen geĂ€ndert
Fotovoltaikpflicht fĂŒr neue GebĂ€ude und ParkplĂ€tze ab 35 StellplĂ€tzen

Das Land Baden-WĂŒrttemberg Ă€ndert zum 1. Januar 2022 das Klimaschutzgesetz. Dann gilt eine Fotovoltaikpflicht zunĂ€chst bei Neubauten sowie bei ParkplĂ€tzen ab 35 StellplĂ€tzen. Damit will das Land die Treibhausgasemissionen reduzieren und die Belange des Klimaschutzes fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg konkretisieren. Die neuen Maßnahmen werden in drei Stufen umgesetzt:

Ab dem 1. Januar 2022 sind auf DachflĂ€chen von neuen GewerbeBĂŒrogebĂ€uden oder Lagerhallen Fotovoltaikanlagen zu installieren. Außerdem besteht eine Installationspflicht von Fotovoltaikanlagen bei neuen Parkplatzanlagen mit mehr als 35 StellplĂ€tzen. Die zweite Stufe gilt ab 1. Mai 2022. Hier wird die Pflicht auf DachflĂ€chen von neuen WohngebĂ€uden mit mindestens 50 Prozent Wohnnutzung erweitert.
Ab 1. Januar 2023 tritt die dritte Stufe in Kraft. Hier wird die Pflicht zur Installation von Fotovoltaikanlagen bei Dachsanierungen, wie Aufstockung, Ausbau oder Änderung des Daches erweitert.

Nachweise ĂŒber die Installation entsprechender Anlagen hat die Bauseite spĂ€testens 12 Monate nach der Fertigstellung der Baumaßnahme dem Baurechtsamt vorzulegen. Maßgeblich ist der Antragseingang. Bauvorhaben, die bereits 2021 beantragt wurden und noch zur Genehmigung anstehen, fallen noch nicht unter die Regelungen des neuen Klimaschutzgesetzes. Gleiches gilt fĂŒr bereits genehmigte, aber noch nicht umgesetzte Bauvorhaben.

Weitere Informationen und AuskĂŒnfte sind beim Beratungszentrum Bauen und Energie unter BZBE@stadt.freiburg.de erhĂ€ltlich.
 
 

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Neuer Radstreifen in der Breisacher Straße
Mehr Platz fĂŒr FußgĂ€ngerinnen und FußgĂ€nger - Autostreifen reduziert - Radfurten rot markiert

Neuer Radstreifen in der Breisacher Straße. Wie Ende letzten Jahres schon auf der Nordseite, wurde jetzt auch auf der SĂŒdseite der Breisacher Straße ein neuer Radfahrstreifen angelegt. Die Maßnahme ist Teil der Fuß- und Radverkehrsoffensive, die das Garten- und Tiefbauamt (GuT) auf Beschluss des Gemeinderates in diesem und dem nĂ€chsten Jahr mit einem Etat von rund 16 Millionen Euro durchfĂŒhrt.

Bisher gab es im Abschnitt zwischen Fehrenbachallee und Eschholzstraße zwei Fahrspuren fĂŒr Autos und zu schmale Geh- und Radwege im Seitenbereich. Die Ende letzten Jahres auf der Nordseite stadtauswĂ€rts fĂŒhrende Autospur wurde in einen Radfahrstreifen umgewandelt und hat sich seitdem gut bewĂ€hrt.

Nun wurde auch auf der SĂŒdseite Richtung Stadtmitte eine Autospur zu einem zwei bis drei Meter breiten Radfahrstreifen umgewandelt. Der bisherige Geh und Radweg steht jetzt in GĂ€nze dem Fußverkehr zur VerfĂŒgung. Lediglich am Anfang des Abschnittes bleibt ein kurzes StĂŒck fĂŒr den Radverkehr geöffnet (Rad frei, also Schrittgeschwindigkeit!), um Radfahrenden das Abbiegen in die Hilde-Mangold-Straße zu ermöglichen.

Die stadteinwĂ€rts fĂŒhrende Autostreifen beginnen schon vorher an der Killianstraße: Hier wurde von den bisherigen zwei Geradeaus-Fahrstreifen einer in einen reinen Rechtsabbiegestreifen umgewandelt. Ein Radfahrstreifen war hier schon mit der Stadtbahn Messe angelegt worden.

Witterungsbedingt werden im kommenden Jahr noch im gesamten Abschnitt von der Killianstraße bis zum GĂ€rtnerweg die Radfurten ĂŒber querende Straßen rot markiert und damit die Sicherheit und Orientierung fĂŒr Radfahrende verbessert. Dann wird auch der Ende 2020 stadtauswĂ€rts angelegte Radstreifen noch etwas verlĂ€ngert, er beginnt kĂŒnftig schon ab dem GĂ€rtnerweg. Der GĂ€rtnerweg selbst wird fĂŒr den Radverkehr gegen die Einbahnrichtung freigegeben.

In den nĂ€chsten Jahren sollen im weiteren Verlauf der Breisacher Straße schrittweise durchgĂ€ngige Radfahrstreifen bis zur Bismarckallee angelegt werden.

Die Verbesserungen fĂŒr den Fuß- und Radverkehr in der Breisacher Straße sind das vierte Projekt in der laufenden Fuß- und Radoffensive. Mehr Informationen zu dem umfangreichen Maßnahmenpaket gibt es unter www.freiburg.de/radverkehr
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Stadt Freiburg: Auszeichnung fĂŒr die „Eine-Welt-Tage mit Fairer Woche“
Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg.
 
Stadt Freiburg: Auszeichnung fĂŒr die „Eine-Welt-Tage mit Fairer Woche“
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit ehrt die Aktionen im Rahmen der Landesinitiative „Meine. Deine. Eine Welt.“

Schon zum fĂŒnften Mal erhĂ€lt die Stadt Freiburg eine Auszeichnung fĂŒr ihre umfangreichen Angebote im Rahmen der landesweiten Initiative „Meine. Deine. Eine Welt.“ Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-WĂŒrttemberg hatte die Stadt zuletzt 2015 fĂŒr dieses Engagement geehrt. Die Auszeichnung ist mit 1.500 Euro prĂ€miert, das Geld fließt in weitere Veranstaltungen zum Thema.

Der Erste BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach dankt der Stiftung fĂŒr die Entscheidung: „Die Ehrung spornt alle beteiligten Initiativen und Organisationen erneut an, die AktivitĂ€ten fĂŒr das Programm „Meine. Deine. Eine Welt.“ fortzufĂŒhren und sich fĂŒr eine nachhaltige Zukunft einzusetzen. Die Angebote in Freiburg bieten facettenreiche Handlungsimpulse fĂŒr eine zukunftsfĂ€higere, gerechtere Welt“. Besonders dankt der BĂŒrgermeister der GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Eine Welt Forums, Dagmar Grosse, fĂŒr ihr langjĂ€hriges Engagement als Koordinatorin der „Eine-Welt-Tage mit Fairer Woche“.

Diese finden alle zwei Jahre im Rahmen des Landesprogramms „Meine. Deine. Eine Welt.“ statt – und das schon seit zwei Jahrzehnten. Von Mitte September bis Ende Oktober bringen sie Themen zur Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit auf die Freiburger Tagesordnung. Im vergangenen Herbst waren die Info-Veranstaltungen und Workshops rund um ökologische, ökonomische und soziale Fragen bereits zum 16. Mal geboten. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten das Angebot von ĂŒber 50 Initiativen und Organisationen. Zu den Themen zĂ€hlten fairer Handel, solidarische und internationale Projekte zur BiodiversitĂ€t, aber auch der kulturelle Austausch darĂŒber, wie sich naturnahes Wirtschaften und Handeln nachhaltig sichern lĂ€sst.

Landesweit haben sich dieses Jahr rund 30 StĂ€dte und Gemeinden mit 350 Veranstaltungen an den Eine-Welt-Tagen beteiligt. Ziel war es, das Bewusstsein fĂŒr globale Themen zu schĂ€rfen und verantwortliches Handeln im Alltag anzuregen. In Freiburg haben auch viele Schulen an dem Programm mitgewirkt.

Insgesamt hat die Stiftung 2021 zehn Kommunen im Land fĂŒr diese Engagement ausgezeichnet. Freiburg wurde in der Kategorie „Große Kommunen“ geehrt. Wegen der Pandemie musste die geplante Festveranstaltung zur Preisvergabe abgesagt werden. Die ausgezeichneten Kommunen erhielten ein Paket mit dem Scheck und der Urkunde.

zum Foto oben:
Erster BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach (rechts) freut sich mit Dagmar Grosse, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Eine-Welt-Forums und Gerhard Rieger, Leiter der Stabsstelle BĂŒrgerschaftliches Engagement, ĂŒber die PrĂ€mie fĂŒr die „Eine-Welt-Tage mit Fairer Woche“.
Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg.
 
 

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Frelo-LeihrÀder werden per Fahrradtransporter umverteilt
Lastenrad-AnhÀnger (c) Freiburger Verkehrs AG
 
Frelo-LeihrÀder werden per Fahrradtransporter umverteilt
Bundesweite Premiere

Das Freiburger Fahrradverleihsystem Frelo trĂ€gt seit fast drei Jahren seinen Teil zur umweltfreundlichen MobilitĂ€t bei und wurde in den letzten Jahren stetig weiter ausgebaut. Jetzt wird auch die notwendige Umverteilung der RĂ€der von vollen zu leeren Stationen im Stadtgebiet dank eines erstmals in Freiburg exklusiv getesteten fahrradgestĂŒtzten Transportsystems ökologischer gestaltet: Der Einsatz von CARLA Cargo-FahrradtransportanhĂ€ngern mit neuartigem Aufsatz fĂŒr den Transport von RĂ€dern macht die Anschaffung eines zweiten Kleintransporters fĂŒr diese Aufgabe unnötig.

Mitte Mai 2019 ist das unter der Regie der Freiburger Verkehrs AG (VAG) laufende Verleihsystem mit 400 RĂ€dern an 55 Stationen gestartet. Mittlerweile ist die Zahl der RĂ€der auf 615 angewachsen, die an 81 Stationen ausgeliehen werden können. Mitarbeitende der beauftragten Betreiberfirma nextbike sind tĂ€glich damit beschĂ€ftigt die LeihrĂ€der so umzuverteilen, dass möglichst immer alle Stationen mit einer ausreichenden Anzahl von RĂ€dern bestĂŒckt sind. Dies geschah bislang ausschließlich mittels eines Kleintransporters. Nach ausgiebigen Tests nimmt dieser Tage nun zusĂ€tzlich der erste von einem LastenFrelo gezogene CARLA CARGO AnhĂ€nger seine Arbeit auf.

An das Lastenrad wird ein speziell fĂŒr diesen Zweck entwickelter AnhĂ€nger mit Fahrradtransport-Aufsatz gekoppelt, mit dem vier Frelos gleichzeitig von einem zum anderen Ort gebracht werden können. Tests haben gezeigt, dass es auch möglich ist, mehr als einen AnhĂ€nger anzukoppeln und so einen keinen „Frachtzug“ zu bilden. In Freiburg will man aber zunĂ€chst mit einem AnhĂ€nger Erfahrungen sammeln.

Luisa Stenmans, die bei der VAG das Frelo-Projekt leitet, freut sich ĂŒber die Neuerung: „Unsere LeihfahrrĂ€der mit FahrrĂ€dern im Stadtgebiet zu verteilen macht so viel Sinn. Es ist innovativ, nachhaltiger und im Innenstadtbereich auch viel sinnvoller und schneller, als mit dem Auto.“ Nextbike Projektmanager Onur Semerci schlĂ€gt in die gleiche Kerbe: „Carla Cargo ist das i-TĂŒpfelchen fĂŒr unser Angebot zur StĂ€rkung des Umweltverbundes in der stĂ€dtischen MobilitĂ€t. Somit können wir die Frelos nahezu emissionsfrei umverteilen und unser Service wird noch umweltfreundlicher."
Der LastenanhĂ€nger CARLA war ursprĂŒnglich fĂŒr die Beförderung von landwirtschaftlichen Produkten entwickelt worden. Eine Kooperative hatte nach einem intelligenten AnhĂ€ngerkonzept zum Transportieren ihres GemĂŒses mit dem Fahrrad gesucht. Die in Kenzingen bei Freiburg ansĂ€ssige CARLA CARGO Engineering GmbH hat dafĂŒr in ihrem Forschungs- und Entwicklungsprojekt einen passenden SchwerlastenanhĂ€nger entwickelt. Bereits dieses Projekt wurde gefördert aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova AG & Co. KG. badenova unterstĂŒtzt CARLA CARGO seit ihren frĂŒhen AnfĂ€ngen, als noch in einer einfachen Garage die ersten CARLAs zusammengeschraubt wurden. Auch jetzt beim CARLATRAIN ist der regionale Energie- und Umweltdienstleister wieder als Partner an Bord und unterstĂŒtzt mit einer Fördersumme von 78.000 Euro.
Markus Bergmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von CARLA CARGO fasst zusammen, was er selbst bei den Testfahrten erlebt hat: „Es ist ein unglaublich tolles GefĂŒhl mit dem CARLATRAIN durch die Stadt zu fahren und hat Blickfangpotential. Es ist beeindruckend zu erleben wie gut sich der CARLATRAIN trotz der LĂ€nge fĂ€hrt und was fĂŒr Möglichkeiten sich damit jetzt auftun.“

AusgeklĂŒgelte Technik

Der SchwerlastenanhĂ€nger verfĂŒgt ĂŒber eine smarte Motorsteuerung, sodass ein elektromotorisierter FahrradanhĂ€nger gĂ€nzlich ohne zusĂ€tzliche Installation von Sensoren an einem Zugfahrrad gekoppelt werden kann. Der FahrradanhĂ€nger erkennt anhand der Bewegungen in der Auflaufbremse selbststĂ€ndig wann die MotorunterstĂŒtzung gebraucht wird. Dies ermöglicht unter anderem den Betrieb von mehreren smarten motorunterstĂŒtzen FahrradanhĂ€ngern in einer Art „FahrradanhĂ€ngerzug“.

Wer mehr Details zu Carla Cargo erfahren möchte, der sollte beim digitalen Adventskalender der badenova (https://www.badenova.de/ueber-uns/aktuelles-presse/aktuelles/adventskalender/ ) am 12. Dezember das TĂŒrchen öffnen.
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NABU: FĂŒr schnellen Ausbau der Erneuerbaren an den richtigen Schrauben drehen
KrĂŒger: Diskussion ĂŒber Änderung des europĂ€ischen Naturschutzrechts wĂ€re ein Fehlstart fĂŒr die Planungsbeschleunigung

Berlin, 10.12.21 - AnlĂ€sslich politischer Bestrebungen „auf eine Lockerung des europĂ€ischen Naturschutzrechts hinwirken zu wollen, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen“, entgegnet NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

»Der stark beschleunigte und naturvertrĂ€gliche Ausbau der erneuerbaren Energien ist von großer Bedeutung fĂŒr die BewĂ€ltigung der Klimakrise. Hauptbremser auf diesem Weg sind vielerorts fehlende Raumplanungen und der gravierende Personalmangel in Verwaltungen. Diskussionen ĂŒber die Änderungen im europĂ€ischen Naturschutzrecht fĂŒhren hingegen in eine alte Sackgasse. EU und Mitgliedstaaten haben festgestellt, dass die Regelungen „fit“ sind und Deutschland wird in mehreren Verfahren vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof wegen der schlechten Umsetzung verklagt. Nun als erstes einen mehrjĂ€hrigen Prozess mit unklarem Ausgang zu beginnen wĂ€re ein echter Fehlstart fĂŒr die Planungsbeschleunigung.«

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegrĂŒndete NABU der mitgliederstĂ€rkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich fĂŒr den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.
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