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Sonntag, 9. Mai 2021
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Verschiedenes 
 
WindgfÀllweiher: Schöne bedrohte Natur im Schwarzwald
(c) Mitwelt.org
 
WindgfÀllweiher: Schöne bedrohte Natur im Schwarzwald
Der WindgfĂ€llweiher ist ein wunderschön gelegener, stiller, kleiner Schwarzwald-Stausee in einer durch eiszeitliche Gletscher geformten Mulde. Er liegt zwischen dem Titisee und dem Schluchsee im Hochschwarzwald. Leider nur der sĂŒdliche Teil des Sees und seine Umgebung sind als flĂ€chenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen, obwohl eigentlich der ganze See schutzwĂŒrdig ist. Bis vor wenigen Jahren war das Kleinod mit dem hĂŒbschen, kleinen Strandbad im Schwarzwald noch ein "Geheimtipp". Jetzt wird er mehr und mehr zum Rummelplatz.

Die geplante Seilbahn ĂŒber den Taubergießen, die Verrummelung des Feldberges und des Nationalparks Schwarzwald zeigen: Manche Lokalpolitiker in SĂŒdbaden lieben die Natur aus tiefstem Herzen, allerdings nur, wenn sich damit Umsatz und Gewinn machen lassen. So ist der ĂŒberlaufene "Rummelsee - Mummelsee" an der Schwarzwaldhochstraße der Traum aller Schwarzwaldtouristiker und ein Albtraum fĂŒr die Natur.

Der wunderschöne WindgfĂ€llweiher mit seiner Restnatur wird jetzt schon ĂŒberbeansprucht. Die Entstehung einer breiartig wuchernden Bandstadt "Basel-Freiburg-Offenburg" in der Vorbergzone der Rheinebene erhöht (nicht nur in Corona-Zeiten) den Besucherdruck auf alle naturnahen Restgebiete.

Jetzt soll auch der WindgfĂ€llweiher noch "besser vermarktet werden". Das fĂŒrstliche Haus aus Donaueschingen möchte einen kommerziellen Wohnmobilplatz fĂŒr 115 Fahrzeuge bauen und betreiben, aber örtliche NaturschĂŒtzerinnen und NaturschĂŒtzer sind wachsam. Das 3 ha große Gebiet fĂŒr die StellplĂ€tze besteht aus einer feuchten Senke, muss also aufgeschĂŒttet werden. Im bedrohten Gebiet leben u.a. neun Fledermausarten, Waldeidechsen, Blindschleichen und weitere Reptilienarten wie Schlingnatter, Ringelnatter und Kreuzotter und 24 Vogelarten.

Der Konflikt um die Wohnmobil-StellplĂ€tze am WindgfĂ€llweiher könnte gewonnen werden. Noch gibt es keine konkreten Planungen, sondern "VorĂŒberlegungen". In diesen Versuchsballon wollen die örtlich Aktiven, unterstĂŒtzt auch von der Mitwelt Stiftung Oberrhein, mit einer Unterschriftenaktion eine Nadel stechen. Sollten aus "VorĂŒberlegungen" allerdings konkrete Planungen werden, ist mit heftigem Protest zu rechnen.

Die wenigen, erhalten gebliebenen, historischen AltstĂ€dte und die restlichen Naturgebiete am Oberrhein verbindet eines: Sie sind zunehmend bedrohte Inseln in einem Meer von Scheußlichkeit.
Die großen, drĂ€ngenden Naturschutz-Fragen in SĂŒdbaden mĂŒssen im Zusammenhang und losgelöst von Einzelproblemen gesehen werden. Artenausrottung, WindgfĂ€llweiher-GefĂ€hrdung, SeilbahnplĂ€ne ĂŒber den Taubergießen und die Kaiserstuhl- und Feldberg-Verrummelung stehen fĂŒr eine verhĂ€ngnisvolle Gesamtentwicklung.

Wie umgehen mit einer wachsenden Bevölkerung in einer verbauten, zunehmend hĂ€sslich werdenden Rheinebene, einer Bevölkerung mit immer mehr Freizeit und einem verstĂ€ndlichen Drang in die verbleibende Rest-Natur? Um in einer Zeit globaler und regionaler Artenausrottung die letzten und wertvollsten Gebiete und Arten am Oberrhein zu erhalten, mĂŒssten eigentlich immer mehr "RĂŒhr-mich-nicht-an"-Schutzgebiete ausgewiesen werden. Es gibt ein Dilemma zwischen der Notwendigkeit, die bedrohten Arten und die Restnatur zu schĂŒtzen und dem verstĂ€ndlichen Wunsch der Menschen nach Natur. Wir brauchen endlich mehr Natur und Naturschutzgebiete, mehr FlĂ€chen statt Nischen, einen grĂ¶ĂŸeren Nationalpark und mehr GewĂ€sserrenaturierung. Wohnmobil-StellplĂ€tze an weniger sensiblen Standorten und stadtnahe Rummelseen sind notwendig und akzeptabel. In der schönsten Rest-Natur brauchen wir sie nicht und werden sie auch verhindern.
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Autor: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Verschiedenes 
 
 
Windkraftwerke im Corona-Jahr
Fleißige Stromproduzenten und wichtige Steuerzahler

Im Corona-Jahr 2020 haben die Windkraftwerke in Baden-WĂŒrttemberg fleißig durchgehend elektrischen Strom produziert und waren sehr gute Steuerzahler fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland (Umsatzsteuer) und mit der Gewerbesteuer auch fĂŒr die Standortgemeinden.
Bei den drei beispielhaft genannten Windparks in Baden-WĂŒrttemberg konnten die Standortgemeinden im Jahr 2020 jeweils 20.000.- bis 50.000.- Euro als Gewerbe-
steuereinnahmen verbuchen.
Dies entspricht dem Gewerbesteueraufkommen eines guten Handwerksbetriebs. Wohl den Gemeinden, welche in diesen sehr schwierigen Finanzzeiten Windkraftwerke auf ihrer Gemarkung errichten ließen!

Freiamt im Landkreis Emmendingen
Die Freiamt WindmĂŒhlen GmbH & Co. Beteiligungs KG wurde 2001 und 2011 auf der Gemarkung der Gemeinde Freiamt errichtet und wird betrieben fĂŒr 190 Kommanditisten von der Ökostromgruppe Freiburg. Die 3 Windkraft-anlagen mit einer Gesamtleistung von 5900 kW produzierten im Jahr 2020 ĂŒber 11,5 Mio. kWh Strom, welcher ausreichend ist fĂŒr ca. 3300 - 3800 Haushalte. Sehr erfreulich war, dass die Stromproduktion 119% ĂŒber der Prognose lag! An die Standortgemeinde wurde im Jahr 2020 eine Gewerbesteuer von etwa 50.000.- Euro entrichtet. Mehr als ein guter Handwerksbetrieb bezahlt.

St. Peter im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Die regiowind GmbH & Co. St. Peter KG, errichtet 2006, 2010 und 2013 wird betrieben fĂŒr 2220 Kommanditisten von der Ökostromgruppe Freiburg.
Die 4 Windkraftanlagen mit einer Gesammtleistung von 9350 kW produzierten im Jahr 2020 ĂŒber 15,73 Mio. kWh Strom, was ausreichend fĂŒr 4500 - 5200 Haushalte ist. Auch hier lag die Stromproduktion 105% ĂŒber der Prognose. An die Standortgemeinde wurden im Jahr 2020 etwa 40.000 Euro Gewerbesteuer bezahlt - auch dies entspricht dem Gewerbesteueraufkommen eines guten Handwerksbetriebs.

Hornberg im Ortenaukreis
Die regiomix 2030 GmbH & Co. KG, errichtet in Hornberg/Ortenaukreis wird betrieben fĂŒr 185 Kommanditisten von der regiowind Verwaltungs-GmbH. Die 2 Windkraft-
anlagen mit einer Gesammtleistung von 4000 kW produzierten im Jahr 2020 ĂŒber 7,04 Mio. kWh Strom, welcher ausreichend ist fĂŒr 2000 - 2300 Haushalte. Die Stromproduktion lag hier erfreulicherweise auch 107 % ĂŒber der Prognose. An die Standortgemeinde wurden im Jahr 2020 etwa 20 000.- Euro Gewerbesteuer entrichtet.

Der beschleunigte Ausbau der umweltvertrĂ€glichen Windkraftnutzung im Land Baden-WĂŒrttemberg muss eine höhere PrioritĂ€t erhalten und darf nicht durch administrative Rahmenbedingungen und immer wieder vorgeschobenen Naturschutzauflagen abgewĂŒrgt werden. Die Windkraftnutzung an Land ist die kostengĂŒnstigste Erneuerbare Energie und wird dazu noch verbrauchernah in der Heimat zu erzeugt und somit bleibt die Wertschöpfung auch im Land.
Das Fraunhofer-Institut fĂŒr Windenergie und Energiesysteme (IWES) hat bei Bereitstellung von 2% der LandesflĂ€che eine 65%-Deckung des Strombedarfs in der Bundesrepublik Deutschland und immerhin ĂŒber 50% des Strombedarfs im Land Baden-WĂŒrttemberg ermittelt.
 
 


Verschiedenes 
 
 
Getötete Ziege in der Gemeinde Forbach (Landkreis Rastatt) aufgefunden
Eine Ziege ist gestern (06.01.) in der Gemeindeebene von Forbach im Landkreis Rastatt tot aufgefunden worden. Das Rissbild deutet nach Auskunft der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) darauf hin, dass ein hundeartiges Tier die Ziege gerissen haben könnte.

Derzeit können die Fachleute der FVA weder einen Wolf noch einen Hund als Angreifer ausschließen. Die tote Ziege ist an das Chemische und VeterinĂ€runtersuchungsamt (CVUA) in Freiburg ĂŒbergeben worden, wo sie nun nĂ€her untersucht wird.

Die Gemeinde Forbach liegt im so genannten „Fördergebiet WolfsprĂ€vention Schwarzwald“, in dem sich im nördlichen Teil der WolfsrĂŒde GW852 seit fast drei Jahren niedergelassen hat.

Die NutztierverbĂ€nde sowie die Wildtierbeauftragten der Region sind ĂŒber den Sachverhalt informiert. Eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf sollten umgehend der FVA in Freiburg gemeldet werden: info@wildtiermonitoring.de oder 0761 4018-274.

AusfĂŒhrliche Informationen zum Fördergebiet WolfsprĂ€vention im Schwarzwald und zum Herdenschutz, Daten zu Wolfssichtungen im Land sowie Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf finden Sie auf der Internetseite des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de.
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Autor: Ministerium fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaf

Verschiedenes 
 
Mehr Platz und Sicherheit fĂŒr Radler und FußgĂ€nger im StĂŒhlinger
(Quelle: Patrick Seeger / Stadt Freiburg).
 
Mehr Platz und Sicherheit fĂŒr Radler und FußgĂ€nger im StĂŒhlinger
Arbeiten an Kreuzung Eschholz-/Breisacher-/Hohenzollernstraße beendet
Engelbergerstraße-Ost und Wentzingerstraße-SĂŒd fertig: Fahrradstraße eingerichtet
Gesamtkosten zusammen 2,8 Millionen Euro

OB Horn: „Ich freue mich, dass damit zwei weitere Maßnahmen fĂŒr mehr Sicherheit und AttraktivitĂ€t im Radverkehr und fĂŒr FußgĂ€nger_innen sorgen.“

An zwei wichtigen Radfahrachsen im StĂŒhlinger wird es ab sofort bessere Bedingungen fĂŒr Radfahrerinnen und Radfahrer sowie fĂŒr FußgĂ€ngerinnen und FußgĂ€nger geben. Der Umbau der Kreuzung Eschholz-/Breisacher und Hohenzollernstraße als Teil der Rad-Vorrang-Route FR3 ist fertig gestellt. Die zweite wichtige Achse im StĂŒhlinger ist der Abschnitt Engelbergerstraße-Ost und Wentzingerstraße-SĂŒd vor der Wiwili-BrĂŒcke. Dieser ist nun fĂŒr den Autoverkehr gesperrt, FußgĂ€ngerflĂ€chen wurden vergrĂ¶ĂŸert. Die Kosten fĂŒr beide Maßnahmen zusammen betragen 2,8 Millionen Euro.

OberbĂŒrgermeister Martin Horn: „FĂŒr die beiden zentralen Achsen im StĂŒhlinger sind das deutliche Verbesserungen fĂŒr Verkehrsteilnehmer_innen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Ich freue mich, dass damit zwei weitere Maßnahmen fĂŒr mehr Sicherheit und AttraktivitĂ€t im Radverkehr und fĂŒr FußgĂ€nger_innen sorgen.“ Und MobilitĂ€tsbĂŒrgermeister Martin Haag ergĂ€nzt: „Der Fahrrad- und FußgĂ€nger_innen-Herbst zeigt seine Wirkung. Ziel war es, noch in diesem Jahr eine FĂŒlle an Maßnahmen im Fuß- und Radverkehr umzusetzen, auch und besonders fĂŒr Menschen mit Behinderungen durch barrierefreie Elemente. Das haben wir geschafft. Es geht voran.“

Die Route FR3 fĂŒhrt von ZĂ€hringen durch den StĂŒhlinger ins Vauban. Das zentrale TeilstĂŒck ist der Abschnitt ĂŒber die Eschholzstraße. Hier wurden vor Jahren zwischen OchsenbrĂŒcke und Lehener Straße bereits gute Radverkehrsanlagen geschaffen. Nun konnte das Garten- und Tiefbauamt den gesamten Bereich auf der Eschholzstraße zwischen Lehener und Hohenzollernstraße umbauen. Durch einen breiteren Radfahrstreifen entfĂ€llt das „Auf und Ab“ ĂŒber Straßenabsenkungen, Parkplatzzufahrten und Hebungen durch Baumwurzeln. Überholen und Abbiegen fĂŒr Radfahrende wird leichter und auch die FlĂ€chen fĂŒr FußgĂ€nger_innen wurden deutlich verbreitert. In Teilen der Hohenzollern- und Breisacher Straße wurden ebenfalls enge Radwege neben Gehwegen als Radfahrstreifen auf die Fahrbahn verlagert. Im gesamten Kreuzungsbereich wurden barrierefreie Elemente eingebaut. Die gesamte Ampelanlage ist erneuert worden.

Die Kosten fĂŒr die Arbeiten, die Ende Mai dieses Jahres begannen, betragen 1,8 Mio. Euro. Das Land Baden-WĂŒrttemberg beteiligt sich im Rahmen des Ausbaus der RadVorrang-Routen mit zirka 500.000 Euro.

Auch die Engelbergerstraße-Ost und Wentzingerstraße-SĂŒd sind nun fahrrad- und fußgĂ€ngerfreundlicher. Vor der Wiwili-BrĂŒcke zwischen der Engelbergerstraße und der Wannerstraße wurde eine Fahrradstraße eingerichtet, die fĂŒr Autofahrer (außer Anlieger) dauerhaft gesperrt bleibt. Auch die Kreuzung Eschholzstraße/ Engelbergerstraße wurde umgebaut (z.T. barrierefrei) und neue Ampeln installiert. Insgesamt kosteten die Arbeiten, die in sechs Bauabschnitten durchgefĂŒhrt wurden, 1 Million Euro.

Insgesamt wird mit diesen Maßnahmen die Sicherheit fĂŒr den Radverkehr verbessert. Konflikte zwischen Radfahrenden und Zu-Fuß-Gehenden werden entschĂ€rft. Die EinmĂŒndungen Grete-Borgmann-Straße, Klarastraße und Wentzingerstraße wurden rot gepflastert, um diese Bereiche mit vielen Querungen von zu Fuß Gehenden deutlich hervorzuheben. GehwegflĂ€chen wurden in die Fahrbahn vorgezogen, um eine leichte und sichere Überquerbarkeit der Straße zu gewĂ€hrleisten. Die Querung der Engelbergerstraße zwischen dem StĂŒhlinger Kirchplatz und einem Einkaufsmarkt, KindertagesstĂ€tten und einer Alteneinrichtung wurde mit einer Fahrbahnschwelle erhöht und ebenfalls rot gepflastert.

Alle Kreuzungsbereiche wurden mit Leitsystemen fĂŒr Menschen mit Sehbehinderung ausgestattet. Die Randsteine wurden abgesenkt zur besseren Nutzung mit RollstĂŒhlen und Rollatoren.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Beratung und Optimierung: Stadt fördert bestehende Photovoltaikanlagen
EinspeisevergĂŒtung fĂŒr Photovoltaik endet – doch niemand in Freiburg soll seine Anlage abschalten

Die Stadt Freiburg setzt sich dafĂŒr ein, dass bestehende Solaranlagen erhalten bleiben. Denn am 1. Januar endet die gesetzlich verankerte EinspeisevergĂŒtung, das bedeutet weniger Förderung fĂŒr Strom, der aus Sonnenenergie gewonnen wird. In Freiburg sind davon Anlagen betroffen, die insgesamt 1600kWp Leistung aus Sonnenenergie liefern – das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 450 Vier-Personen-Haushalten. Damit in Freiburg wegen dieser Unsicherheiten im Bundesrecht niemand seine Photovoltaikanlange abbaut, sollen Besitzerinnen und Besitzer unterstĂŒtzt werden.

So wird eine kostenlose Beratung angeboten, das ĂŒbernehmen FachkrĂ€fte der Badenova. Dabei gibt es auch Anregungen und Tipps, wie die LeistungsfĂ€higkeit der Anlagen optimiert werden kann. Sowohl die Beratung als auch die mögliche Förderung fĂŒr die Optimierung der Alt-Anlagen (Repowering) werden aus dem Klimaschutzfonds der Stadt Freiburg gezahlt.

Ziel ist, so viel grĂŒnen Strom wie möglich zu erhalten, unabhĂ€ngig von der Bundesförderung. Letzte Woche wurde auf Bundesebene zwar eine einjĂ€hrige Übergangsfrist fĂŒr die betroffenen Altanlagen beschlossen. Eine dauerhafte Perspektive bleibt auf dieser Grundlage jedoch unklar. Auch wird weiterhin nicht deutlich, was die Pflichten und Kosten fĂŒr die Solarpioniere von einst sein werden.

Die Förderung ist auch eine direkte Konsequenz aus dem Klima- und Artenschutzmanifest der Stadt Freiburg, das der Gemeinderat Ende 2019 beschlossen hat. Es ist das bisher einzige seiner Art in Deutschland. Entstanden ist das Manifest als Freiburger Antwort auf die Forderungen der Bewegung Fridays for Future. Anstatt den Klimaschutznotstand auszurufen, hat die Stadt ein weitreichendes Bekenntnis mit 20 zusĂ€tzlichen Maßnahmen zur EindĂ€mmung des Klimawandels und des Artensterbens auf den Weg gebracht. Ein Element davon ist das Ziel, den kommunalen Gestaltungsspielraum zu nutzen – wie jetzt bei der Förderung der Photovoltaikanlagen durch die Stadt.

Freiburgerinnen und Freiburger mit Solaranlage, können sich hier fĂŒr mehr Informationen anmelden ...
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Stadt Freiburg schlÀgt 34 neue Naturdenkmale vor
Eiche in der GĂŒnterstalstraße (c) Sabine Rennwald / Stadt Freiburg
 
Stadt Freiburg schlÀgt 34 neue Naturdenkmale vor
Besondere BĂ€ume sollen unter Schutz gestellt werden

Freiburg soll 34 neue Naturdenkmale bekommen. Bislang gibt es in der Stadt etwa 100 solcher markanten und ökologisch wertvollen BĂ€ume und Baumgruppen, die unter besonderem Schutz stehen. WĂ€hrend es frĂŒher bei Naturdenkmalen eher um den Erhalt der Erscheinung ging, steht heute vor allem die Bedeutung der BĂ€ume fĂŒr die BiodiversitĂ€t im Mittelpunkt. Nicht nur die imposante Gestalt soll erhalten werden, sondern vor allem die ökologische Funktion.

Als Naturdenkmal vorgeschlagen werden verschiedenste heimische Baumarten wie Eichen, Weiden, Linden, Buchen, Esche, Holunder, Erle, Platanen und Ulmen. Auf der Liste stehen aber auch Arten, die vor langer Zeit aus Nordamerika eingebracht wurden, wie die mÀchtige Douglasie im Illenwald oder ein Mammutbaum. Hervorzuheben sind wegen ihrer Anzahl und Lage die beiden Baumgruppen mit Eiben am Schlossberg sowie die 77 Platanen auf dem Hauptfriedhof - ein prÀchtiges Baumensemble.

FrĂŒher wurden NaturdenkmĂ€ler oft anhand von Alter, Schönheit, Seltenheit oder kulturgeschichtlicher Merkmale ausgewĂ€hlt. Doch in Zeiten des ungebremsten Verlusts der BiodiversitĂ€t, des Insektensterbens und des Klimawandels rĂŒcken andere Dinge in den Vordergrund. Es geht heute mehr um die ökologische Wertigkeit der BĂ€ume als Lebensraum, FortpflanzungsstĂ€tte und Nahrungslieferant fĂŒr viele heimische Arten. BĂ€ume sind ĂŒberlebensnotwendig fĂŒr Vögel, FledermĂ€use und Insekten. Das Naturdenkmal ist die Ă€lteste Kategorie des gesetzlichen Naturschutzes in Deutschland. Die neuesten Kandidaten fĂŒr die Auszeichnung in Freiburg leisten einen wichtigen Beitrag um die Ziele zu erreichen, die sich die Stadt beim Arten- und Klimaschutz gesetzt hat. Außerdem prĂ€gen sie das Bild Freiburgs, haben einen positiven Effekt auf das Stadtklima und spenden Schatten in Zeiten zunehmender sommerlicher Hitze.

Die VorschlĂ€ge fĂŒr die neuen Naturdenkmale stammen von den Fachleuten der Stadt, von engagierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern sowie von NaturschutzverbĂ€nden. Erst kĂŒrzlich hieß es in einer Stellungnahme des Umweltministeriums des Landes, dass es in Baden-WĂŒrttemberg nur noch wenig Potential fĂŒr weitere Naturdenkmale gebe. In Freiburg liegt der Fall anders.

Im Dezember hat die Untere Naturschutzbehörde im Umweltschutzamt der Stadt das Procedere angestoßen, um die besonderen BĂ€ume in den Rang eines Naturschutzdenkmals zu heben. Im Dezember wurde das sogenannte Unterschutzstellungsverfahren zur Ausweisung weiterer Naturdenkmale eröffnet. Jetzt werden die TrĂ€ger öffentlicher Belange gehört sowie die EigentĂŒmer der BĂ€ume. Denn die BĂ€ume stehen je zur HĂ€lfte auf öffentlichen und auf privaten GrundstĂŒcken. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass zunĂ€chst die Anregungen und EinwĂ€nde, die jetzt eingehen, von der Unteren Naturschutzbehörde ausgewertet werden. Anfang 2021 soll dann die endgĂŒltige Liste der BĂ€ume stehen, die als Naturdenkmal infrage kommen. Wenn der Gemeinderat zustimmt, könnte die Rechtsverordnung zum Schutz der Naturdenkmale entsprechend noch im ersten Halbjahr 2021 in Kraft treten.

Naturdenkmale erhalten als Zeichen der WĂŒrdigung dann das typische „grĂŒne Dreieckschildchen“. Der EigentĂŒmer muss ein weitgehendes VerĂ€nderungsverbot an seinem Naturdenkmal beachten. SchĂ€den mĂŒssen der Naturschutzbehörde gemeldet werden. Im Gegenzug gibt es einmal im Jahr eine Kontrolle durch Experten. Die Stadt beteiligt sich außerdem – im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten – an Erhaltungsmaßnahmen fĂŒr die BĂ€ume.
 
 

Verschiedenes 
 
Freiburg: Spatenstich fĂŒr den Neubau des Forstamtes
Spatenstich Forstamt / Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
Freiburg: Spatenstich fĂŒr den Neubau des Forstamtes
- wegen Corona nur in kleinem Rahmen -

OB Martin Horn: „Dieser schöne Ort am Waldrand wird zur kompetenten Anlaufstelle fĂŒr fast alle Fragen zum Wald“

Bau des Viergeschossers aus Holz wird rund 2,1 Millionen Euro kosten. Einweihung fĂŒr Ende 2021 geplant

Freiburg, 10.12.2020. Umfassend waren die Planungen, grĂŒndlich die Vorbereitungen – nun haben OberbĂŒrgermeister Martin Horn und UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute mit dem Spatenstich die Bauarbeiten fĂŒr den Neubau des Forstamtes begonnen.

Eigentlich hĂ€tte dieser Meilenstein mit einem kleinen Fest gefeiert werden sollen, zusammen mit vielen Akteurinnen und Akteuren aus dem Forstamt und der Stiftung Waldhaus, aber auch aus anderen Institutionen, und mit vielen UnterstĂŒtzerinnen und Sympathisanten. Wegen der Pandemie wurde der Baubeginn an der Wonnhalde nun im kleinen Rahmen, aber nicht weniger freudig gewĂŒrdigt.

OB Horn, der dem Stiftungsrat des Waldhauses vorsitzt, hob dabei die Synergien durch den Umzug des Forstamtes hervor: „Dieser schöne Ort am Waldrand wird fĂŒr die Freiburgerinnen und Freiburger zur kompetenten Anlaufstelle fĂŒr fast alle Fragen zum Wald. Ich bin sicher, dass sich auch die NĂ€he zur Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt nicht als Nachteil erweisen wird.“

Neben dem bestehenden Waldhaus an der Wonnhalde baut die Stiftung Waldhaus ein viergeschossiges Holzhaus, in das Ende 2021 das stĂ€dtische Forstamt aus der GĂŒnterstalstraße 71 umziehen wird. Der Neubau dient dann auch der Erweiterung des Waldhauses, das in den zwölf Jahren seines Bestehens die Vielfalt und Zahl seiner wald- und umweltpĂ€dagogischen Angebote stetig vergrĂ¶ĂŸert hat.

Auch der Publikums-Andrang im Waldhaus stieg immer weiter. Daraus erwuchs ein Erweiterungsbedarf, der nun mit dem Neubau gedeckt werden kann. Die BĂŒroflĂ€chen des Waldhauses werden im ersten Obergeschoss untergebracht, gleich ĂŒber dem neuen Wald- und Klimaschutzlabor, das fĂŒr die UmweltpĂ€dagogik zum Thema Wald und Klima zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten und Konzepte bietet.

BĂŒrgermeisterin Stuchlik freut sich besonders ĂŒber diesen Beitrag zum Klimaschutz: „Klima, Wald und unser Einsatz von Ressourcen bedingen sich gegenseitig. Ein grundlegendes VerstĂ€ndnis zum Beispiel des Kohlenstoffkreislaufes ist eine wichtige Grundlage der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung. Dieses VerstĂ€ndnis wirkt sich dann unmittelbar auf die Bewirtschaftung unserer WĂ€lder, den Materialeinsatz im Baubereich und unseren persönlichen Lebensstil aus.“

Nach den ersten Planungen hĂ€tte der Neubau schon Ende dieses Jahres erfolgen sollen. Die Verzögerung hat verschiedene Ursachen: Zum einen hat der Gestaltungsbeirat der Stadt nach der ersten Vorstellung des Projektes im zweiten Halbjahr 2018 wesentliche Verbesserungen angeregt und abschließend den Bau eines mindestens viergeschossigen SolitĂ€rs empfohlen statt des ursprĂŒnglich vorgesehenen Zwei- bzw. Dreigeschossers. Die VerĂ€nderungen erforderten eine erneute Offenlage des Bebauungsplans, vor allem aber eine ganz neue Planung der Architekten Stocker-Dewes. FĂŒr die favorisierte viergeschossige Variante in Holzbauweise mit einer BruttogeschossflĂ€che von rund 740 Quadratmetern musste die Planung statisch, funktional und unter Kostenaspekten mehrfach optimiert werden.

Die Baukosten fĂŒr den Viergeschosser sind mit rund 2,1 Millionen Euro kalkuliert, die aus drei verschiedenen Töpfen kommen. FĂŒr das Projekt stehen 1,6 Millionen Euro Eigenmittel der Stiftung Waldhaus zur VerfĂŒgung, von denen die Stadt 600.000 Euro beisteuert. 125.000 Euro stammen aus einer privaten Spende fĂŒr die WaldhausflĂ€chen. FĂŒr die innovative Tragwerksplanung des BĂŒros Wirth Haker und die ressourcensparende Verwendung von Buchenschichtholz konnte eine Förderung aus dem Holzinnovativprogramm des Landes Baden-WĂŒrttemberg in Höhe von 200.000 Euro gewonnen werden. FĂŒr das Wald- und Klimaschutzlabor kommen 300.000 Euro aus Klimaschutzmitteln der Konzessionsabgabe.

Zum Bild oben: von links Nicole Schmalfuß, Leiterin des Forstamtes, OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Waldhaus-Leiter Markus MĂŒller, BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, Peter Bank, Mitarbeiter des Forstamts, und Andreas Hoffmann, Mitarbeiter des Waldhauses/ Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
 

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Kalendertipp: Mein Naturkalender 2021
 
Kalendertipp: Mein Naturkalender 2021
Mit seinen naturgetreuen Illustrationen heimischer Vogelarten, Pflanzen und Naturimpressionen weckt der Naturmaler Christopher Schmidt die Freude am Entdecken des Schönen und Besonderen, am Erkennen von ZusammenhÀngen und der Bedeutung von Vielfalt.

Bekanntes und Unbekanntes, AuffĂ€lliges und Übersehenes, Ruhiges und Lebendiges laden in seinem neuen Wochenkalender „Mein Naturkalender 2021“ zum Entdecken und Erleben ein.

Fester Einband und robuste Spiralbindung, gedruckt auf FSC-Papier, durchgÀngig farbig illustriert, Doppelseite pro Kalenderwoche, Wochenenden und Feiertage farblich hervorgehoben

pala Verlag 2020, 144 Seiten, € 19,00 (D)
ISBN 978-3-89566-400-7
 
 


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Die WÀldchen von Dietenbach - die BÀume und die Vögel retten
Dritte ErklĂ€rung des RegioBĂŒndnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen:

an die Bevölkerung und Kommunalpolitik in Freiburg und im Breisgau, im Dezember 2020

Das RegioBĂŒndnis pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen mit seinen 17 großen und kleinen Vereini­gungen forderte mit seiner aktuellen Dritten ErklĂ€rung OB Martin Horn und den Freiburger Gemeinderat auf, die Dietenbach-WĂ€ldchen und andere WĂ€ldchen und BĂ€ume zwischen dem Stadt­teil Rieselfeld und Dietenbach voll zu erhalten. Laut aktuel­lem Rahmenplan wĂŒrden beim LangmattenwĂ€ldchen und östlich davon 43% gerodet fĂŒr Straßen, Wege, Querung fĂŒr die Stadt­bahn, fĂŒr die Erdgashoch­druckleitung, SportgelĂ€nde und einige Woh­nungen. Beim LangmattenwĂ€ld­chen und benachbarten WĂ€ldchen wĂŒrden rund 40.000 qm Wald bzw. laut BĂŒrgeraktion Dietenbach ĂŒberall rund 3.700 BĂ€ume vernichtet. Einige WĂ€ldchen wĂŒrden zum schmalen trockenheits- und hitzeanfĂ€lligen Streifen von 30 m Breite degradiert. Die Waldfunktionen zum Bodenschutz, als Wasser­speicher, fĂŒr die Erholung, Natur, Luftreinigung, Sauerstoff­produktion, CO2-Bindung und -speicher-ung, gegen Hitze, fĂŒr KĂŒhle, Feuchte und das Land­schaftsbild wĂ€ren stark geschĂ€digt bis zerstört.

Auch VogelschutzgrĂŒnde verlangen den vollstĂ€ndigen Erhalt der Dietenbach-WĂ€ldchen: Sie können als „faktisches Vogelschutzgebiet“ gelten gemĂ€ĂŸ EU-Vogelschutz-Gesetzgebung und höchster deutscher Rechtsprechung. Ihre hohe Bedeutung fĂŒr Vögel, die NĂ€he der unter­schĂ€tzten WĂ€ldchen zum Vogelschutzgebiet (VSG) Fronholz und zum Natur­schutzgebiet Rie­selfeld sprechen sehr dafĂŒr. Eine Nachmeldung ist ĂŒberfĂ€llig, z.B. als Erweiterung des VSG Fronholz, das durch den Bahnausbau an FlĂ€che verliert.

Die hohe Bedeutung gerade des LangmattenwĂ€ldchens ist laut vogelkundlichem Fachgutachten spĂ€testens seit 2015 im Detail belegt. Bemerkenswert sei seine gute Besiedlung mit Spechtarten und anderen HöhlenbrĂŒtern. Seine höhlenreichen BaumbestĂ€nde seien als Teil des regional wertvollen Mooswald-Komplexes zu sehen. Baumfalke, Schwarzkehlchen, Neuntö­ter, Mittelspecht gehören zu den laut FFH-Richtlinie besonders geschĂŒtzten Brutvogelarten in der Die­tenbach­niederung. Beim WĂ€ldchen seien mehr als 47 Vogelarten vertreten, davon 27 Brutvogelarten und auch viele z.T. streng geschĂŒtzte Fledermausarten sowie HaselmĂ€use und KĂ€fer.

Das RegioBĂŒndnis ist dankbar, dass von Betroffenen gegen den Neubaustadtteil geklagt wurde. Das RegioBĂŒndnis wieder­holt, dass der Neubau­stadt­teil Dietenbach nicht erforderlich ist, zu teuer wĂŒrde und Land­wirtschaft und Natur dort zu erhal­ten sind. Es setzt sich beim Bedarf an bezahlbarem Wohnraum fĂŒr Alternativen ohne FlĂ€chenver­brauch ein: Dachaufstock­ung, -ausbau, ParkplĂ€tzeĂŒberbauung, Umbau und Überbauung von Mischgebieten, in illegalen Ferienwohnungen, im Leer­stand, mit besserer Nutzung der rund 13.000 viel zu großen Wohnungen. Aufs Bauen auf der „grĂŒnen Wiese“ ist zu verzichten, so das RegioBĂŒndnis, wie es baugesetz­lich geboten ist samt Erhalt der natĂŒrlichen Lebensgrundlagen nach Art 20a GG.
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Drei Millionen FahrrĂ€der ĂŒberqueren die WiwilibrĂŒcke in 2020
WiwilibrĂŒcke (c) Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Drei Millionen FahrrĂ€der ĂŒberqueren die WiwilibrĂŒcke in 2020
Wichtiger Beitrag zu Gesundheit und Klimaschutz
Mehr als 27 Millionen Radlerinnen und Radler seit Beginn der ZĂ€hlung im Jahr 2012

Freiburg, 4.12.2020. In wenigen Tagen werden Freiburgerinnen und Freiburger mehr als drei Millionen Mal in diesem Jahr mit dem Fahrrad ĂŒber die Blaue BrĂŒcke gefahren sein. Alle Radlerinnen und Radler zeigen eine große Leistung fĂŒr Gesundheit, LebensqualitĂ€t und Klimaschutz. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat daher jetzt zwei „Danke“- Banner ĂŒber die WiwilibrĂŒcke gespannt. Dank gilt den Radelnden, da sie dazu beitragen, Freiburg nicht nur zu einer lebendigen Fahrradstadt machen –sie leisten auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, da sie Fahrten mit dem Auto vermeiden.

Die Daten der ZĂ€hlstelle an der BrĂŒcke zeigen: Im Durchschnitt fahren jeden Tag gut 8.700 Menschen an dem ZĂ€hler mit dem Rad vorbei, montags bis freitags liegt der Wert mit 9.800 etwas höher. Die meisten FahrrĂ€der wurden am 29. Juli gezĂ€hlt, da waren es 14.588.

Die ZĂ€hl-SĂ€ule ist ein Geschenk des Landes, die Stadt Freiburg hat sie 2012 zur Anerkennung als „Fahrradfreundliche Stadt“ bekommen. Seitdem wurden von Jahr zu Jahr mehr Radfahrende gezĂ€hlt. Aufgrund der Corona-EinschrĂ€nkungen gingen die Radfahr-Zahlen auf der WiwilibrĂŒcke dieses Jahr zum ersten Mal zurĂŒck, um rund 12 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. So wurde die Drei-Millionen-Marke 2019 schon Ende Oktober erreicht.

Insgesamt wurden seit Aufstellung des ZĂ€hldisplays im April 2012 an der WiwilibrĂŒcke beeindruckende 27,33 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer gezĂ€hlt. Rechnungen zeigen, dass gegenĂŒber vergleichbaren Autofahrten so rund 14.400 Tonnen des klimaschĂ€dlichen Treibhausgases Kohlendioxid eingespart werden konnten. Freiburgerinnen und Freiburger, die in die Pedale treten sowie der stĂ€ndige Ausbau der Infrastruktur fĂŒr das Radfahren sind so ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz.

Aktuelle Zahlen vom Vortag fĂŒr die WiwilibrĂŒcke und drei weitere ZĂ€hlstellen gibt es unter www.freiburg.de/radzaehldisplay.
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Verschiedenes 
 
 
Keine Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach
Waldschutz-Petition mit 6.000 Unterzeichneten an OB Horn und Gemeinderat

Am 4. Dezember 2020 haben ReprĂ€sentanten der „BĂŒrgeraktion Dietenbach ist ĂŒberall“ mit einer Aktion vor dem Rathaus der Stadt Freiburg i.Br. erstmals die Online-Petition „Keine Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach – Klima- und Naturschutz statt Kahlschlag!“, die an OberbĂŒrger­meister Martin Horn und den Gemeinderat der Stadt Freiburg i.Br. gerichtet ist, diesen zur VerfĂŒgung gestellt. Die Petition hat derzeit fast 6.000 Unterzeichnungen erreicht. Sie richtet sich gegen jegliche Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach. Dort sind im LangmattenwĂ€ldchen und in benach­barten WĂ€ldchen an der Mundenhoferstraße zum Teil jahrhundertealte rund 3.700 BĂ€ume bedroht durch den Rahmenplan fĂŒr den geplanten Neubaustadtteil Dietenbach. Dieser ist auch vor Gericht umstritten. Am 8. Dezember will die Stadt den Plan im Gemeinderat verabschieden lassen als Grundlage fĂŒr spĂ€tere dortige BebauungsplĂ€ne laut Stadt etwa ab Ende 2022.

Die genannten wertvollen WaldflĂ€chen mĂŒssen laut Petition unangetastet bleiben und unter beson­deren Schutz gestellt werden. In Zeiten von Klimanotstand und Artenschwund lasse sich eine Ver­nichtung von Wald und Natur nicht rechtfertigen. Wald sei einer der wichtigsten VerbĂŒndeten im Kampf gegen den Klimawandel.

Rodungen des Waldes zwischen Rieselfeld und Dietenbach wĂŒrden reichhaltige LebensrĂ€ume fĂŒr Pflanzen und Tiere unersetzlich zerstören. Die artenreiche Vogelfauna umfasse gutachterlich belegt mehr als 47 Vogelarten, davon 27 Brutvogelarten. Auch zahlreiche streng geschĂŒtzte Fledermaus­arten leben in den WĂ€ldchen.

Die Stadt Freiburg selbst beschreibe zwar sonst die wichtigsten Waldfunktionen vorbildlich - wie Bodenschutz, Wasserspeicher, Erholung, Natur, Landschaftsbild, Luftreinigung, Sauerstoff-Produk­tion, Kohlendioxidspeicherung und - bindung, Hitzemilderung, KĂŒhle und Feuchte. Leider wĂŒrden AbsichtserklĂ€rungen und Praxis in Freiburg oft auseinander klaffen: So kommen im Freiburger Klimaschutzkonzept von 2019 die Wörter „Wald“ und „Baum“ kein einziges Mal vor.

Die Petition kann nach der ersten Übergabe weiterhin bei change.org online unterzeichnet werden. Die BĂŒrgeraktion ist die Vereinigung, welche die Anzahl der bedrohten BĂ€ume vor Ort gezĂ€hlt hat.
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Der Saisonkalender ‚Calendarium Culinarium‘ von Slow Food
 
Der Saisonkalender ‚Calendarium Culinarium‘ von Slow Food
Seit wenigen Tagen ist das Calendarium Culinarium erhĂ€ltlich, ein Saisonkalender, der mit 50 handgezeichneten Obst- und GemĂŒsesorten die Vielfalt heimischer Lebensmittel abbildet. Damit werden Informationen zur SaisonalitĂ€t zum wahren BlickfĂ€nger in der eigenen KĂŒche. Der Kalender ist das erste Projekt aus dem Netzwerk von Slow Food Deutschland, das von einer Community geplant und umgesetzt wurde.

Über das Calendarium Culinarium

FĂŒr eine umwelt- und klimafreundliche ErnĂ€hrung bilden Obst und GemĂŒse eine zentrale SĂ€ule. Dabei ist es wichtig, auf die saisonale VerfĂŒgbarkeit in der eigenen Region zu achten. Das Calendarium Culinarium im DinA1-Format bietet Orientierung auf einen Blick. FĂŒr die 50 wichtigsten heimischen Obst- und GemĂŒsesorten wird nach Monaten genau angegeben, wann sie verfĂŒgbar sind – sei es „Frisch vom Feld“ oder als „Lagerware“. Die Sorten sind mit handgezeichneten Illustrationen dargestellt, Kreise um die Zeichnungen zeigen die jeweilige Saison an.
Das Projekt folgt einer Initiative der Schweizer Slow Food Youth. Vor einigen Jahren entwarf sie das erste Calendarium Culinarium. Darauf basierend initiierte die Gruppe eine weltweite Aktion. Inzwischen gibt es Kalendarien aus verschiedensten LĂ€ndern oder Regionen, wie Schottland, Puerto Rico, Thailand und nun auch Deutschland. Das Team rund um das Calendarium Culinarium setzt sich aus Mitgliedern der Slow Food Youth Deutschland zusammen, die mit ihrem Projekt die Arbeit des Slow Food Deutschland e.V. unterstĂŒtzen wollen. Deshalb fließen alle Gewinne zurĂŒck in die Vereinsarbeit, damit auch in Zukunft Bildungsprojekte, politische Kampagnen und kulinarische Entdeckungen stattfinden können.

Über Slow Food Communities
Seit dem Internationalen Kongress in Chengdu (China, September 2017) begreift Slow Food sich zunehmend als globale Bewegung, der hunderttausende Personen in mehr als 170 LÀndern angehören. Eine bedeutende Organisationsform innerhalb unserer globalen Bewegung sind die Communities. Communities gibt es in allen Regionen der Welt als offene und integrative Vereinigungen. Sie bekennen sich zu den wichtigsten Zielen und Werten von Slow Food, insbesondere zur Bewahrung der biologischen Vielfalt, haben aber ein ganz konkretes gemeinsames Vorhaben, beispielsweise ein Projekt gegen Lebensmittelverschwendung, die Einrichtung eines Gartens oder ein anderes ernÀhrungsrelevantes gemeinsames Interesse.
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Wolf als Angreifer nachgewiesen
Ergebnisse der Gen-Analyse zu Schafsriss in Merzhausen liegen vor

Das am 24. November in der Gemeinde Merzhausen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gerissene Schaf ist von einem Wolf getötet worden. Die Gen-Analyse der Rissabstriche hat ergeben, dass es sich um einen Wolf mit dem Haplotyp HW01 handelt. Dieser Haplotyp ist typisch fĂŒr die mitteleuropĂ€ische Flachlandpopulation.

Damit ist auch nachgewiesen, dass es sich bei dem Angreifer nicht um einen der beiden im Schwarzwald residenten Wölfe mit den Bezeichnungen GW852m und GW1129m handelt. Ob sich der Wolf noch im Schwarzwald aufhÀlt oder weitergezogen ist, lÀsst sich nicht sagen.

Die VerbÀnde und die örtlichen Wildtierbeauftragten sind informiert. Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf oder Risse sollten umgehend der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) gemeldet werden: 0761/4018-274.

Merzhausen liegt im Fördergebiet WolfsprĂ€vention. Das Umweltministerium empfiehlt dringend, den Herdenschutz dort wolfsabweisend zu gestalten. Im Fördergebiet WolfsprĂ€vention erhalten Nutztierhalterinnen und -halter bis zu 100 Prozent der Kosten fĂŒr einen wolfssicheren Grundschutz ihrer Tiere erstattet. Bezuschusst werden unter anderem die Material- und Erstellungskosten wolfsabweisender ElektrozĂ€une.

AusfĂŒhrliche Informationen zum Fördergebiet WolfsprĂ€vention und zum Herdenschutz, Daten zu Wolfssichtungen im Land sowie Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf finden Sie auf der Internetseite des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de.
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NABU: Bei Nord Stream 2 ist erneut eine Schmerzgrenze ĂŒberschritten
KrĂŒger: Salamitaktik zur Fertigstellung der Gaspipeline konterkariert Planungs- und Naturschutzrecht

Berlin,3.12.2020 – Der Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 soll am kommenden Wochenende im noch nicht fertiggestellten Trassenabschnitt in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) fortgesetzt werden. Dabei hebeln Öffnungsklauseln und wiederholte PlanĂ€nderungen Naturschutzauflagen aus. Der NABU lehnt die Bauarbeiten zur sensiblen Winterrastzeit im EU-Vogelschutzgebiet Pommersche Bucht–Rönnebank ab und fordert das verantwortliche Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zum Handeln auf. Erst am 26. November hatte der NABU einen zweiten Änderungsantrag der Nord Stream 2 AG kommentiert. Noch vor der ausstehenden Entscheidung des BSH will die Nord Stream 2 AG Tatsachen schaffen und ein Schlupfloch der Ursprungsgenehmigung nutzen. Dazu NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

„In der Genehmigung des BSH 2018 waren Bauarbeiten im Vogelschutzgebiet in den wichtigen Monaten Oktober bis Mai ausgeschlossen worden. Mit den jetzt geplanten Bauarbeiten ĂŒberschreitet das Projekt erneut eine Schmerzgrenze. Diese Salamitaktik zur Fertigstellung von Nord Stream 2 konterkariert das deutsche Planungsrecht und macht die Projektkontrolle durch die verantwortlichen Behörden nahezu unmöglich. Den jetzt vorgesehenen und in Teilen neu beantragten Leitungsbau im Winter halten wir fĂŒr nicht genehmigungsfĂ€hig.
Die Taktik der Nord Stream 2 AG ist durchsichtig und dreist. StĂŒckchenweise werden Auflagen des Naturschutzes umgangen, Beteiligungsrechte ausgehebelt. Angesichts der ohnehin jahrelangen Verzögerung der Pipeline und der erwiesenermaßen ausbleibenden GasversorgungslĂŒcke gibt es weder heute noch zukĂŒnftig einen Bedarf fĂŒr eine zusĂ€tzliche Pipeline. FĂŒr den eiligen Weiterbau von Nord Stream 2 in einem europĂ€ischen Schutzgebiet gibt es somit keine Rechtfertigung.“

Hintergrund:
Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 stĂŒtzt sich fĂŒr den deutschen Trassenabschnitt auf zwei Genehmigungen. WĂ€hrend der vom Bergamt Stralsund genehmigte etwa 50 Kilometer lange Abschnitt durch die KĂŒstengewĂ€sser Mecklenburg-Vorpommerns 2018 fertigstellt wurde, fehlen noch 16,5 Kilometer in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ). Verantwortliche Behörde hier ist das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Durch die angedrohten Sanktionen der US-Regierung stehen die Bauarbeiten, die zum Anschluss in die dĂ€nischen GewĂ€sser notwendig sind, seit mehr als einem Jahr still. Jetzt soll die Bauarbeiten trotz der Kritik auch des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN) gerade in der Winterrastzeit wieder aufgenommen werden.
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Mundenhof statt Netflix
ErdmĂ€nnchen „Stuttgart“ auf dem Mundenhof (c) Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
Mundenhof statt Netflix
KĂ€mpfe, RĂ€uber, Wampen unter WĂ€rmelampen:
Die ErdmÀnnchen-Saga geht in eine neue Runde

Von der Öffentlichkeit wegen der Corona-EinschrĂ€nkungen weitgehend unbemerkt hat sich im November auf dem Mundenhof eine schicksalhafte FĂŒgung in der ErdmĂ€nnchen-Saga abgespielt. Es ist eine Saga um Futterneid, Fingerspitzen, Weibchenraub und ein MĂ€nnchen namens Stuttgart. Und sie beginnt im Jahre 1999, im HerzstĂŒck des Freiburger Tiergeheges.

ErdmĂ€nnchen – der Name gilt fĂŒr Vertreter beiderlei Geschlechts – sind mit ihren 700 bis 900 Gramm die kleinsten Mangusten. Die meisten Safari-Touristen kehren aus dem sĂŒdlichen Afrika als große ErdmĂ€nnchen-Fans zurĂŒck, weil die Tiere durch ihr Sozialverhalten, ihre Wachsamkeit und FotogenitĂ€t viele Sympathie-Punkte sammeln. (Bei Fußballern, Farmerinnen und Skorpionen sind sie weniger beliebt, teils weil sie unablĂ€ssig Löcher in den Boden graben, teils weil sie danach viel Hunger haben.)

Die hohen Sympathiewerte haben ErdmĂ€nnchen auch in Europas Tierparks schnell zu Publikumslieblingen gemacht. So beherbergt auch der Mundenhof seit 1999 eigene ErdmĂ€nnchen. Anfangs waren es vier Tiere, und sie eroberten im Nu nicht nur Kinderherzen. Bald wurden daraus zehn Tiere; der letzte Nachwuchs datiert aus dem Jahr 2015. Dann kam die Gruppe in die Jahre und begann zu schrumpfen. Die VerstĂ€rkung durch NeuzugĂ€nge aus anderen Tierparks stieß auf Schwierigkeiten, weil ErdmĂ€nnchen zwar innerhalb ihrer Gemeinschaft in hohem Maße sozial sind. Neuen EinflĂŒssen und besonders neuen ErdmĂ€nnchen stehen sie aber mindestens im gleichen Maße abwehrend gegenĂŒber.

Auch auf dem Mundenhof folgte die ErdmĂ€nnchen-Saga dem bekannten Drehbuch. Sobald das Alphaweibchen nicht mehr zeugungsfĂ€hig war, stagnierte die GruppengrĂ¶ĂŸe. Nachdem die Dame 2016 in hohem Alter verstarb, begann der von heftigen Beißereien begleitete Nachfolgestreit. Obwohl sich ein neues ErdmĂ€nnchenweibchen die Chefinnenrolle sicherte, war unter diesen Gegebenheiten nicht an den lang ersehnten Nachwuchs zu denken. Die Gruppe schrumpfte.

Also machten sich die Tierpfleger und Tierpflegerinnen daran, , die Gruppe behutsam zu verjĂŒngen und neue Tiere aus anderen Zoos zu integrieren. ErdmĂ€nnchenfreunde wissen indes: Dies Unterfangen ist ein schwieriges. Es erfordert FingerspitzengefĂŒhl, Beobachtungsgabe und Tierkenntnis. Neue Tiere werden von der bestehenden Gesellschaft, dem „Klan“, zunĂ€chst als Eindringlinge gesehen und attackiert.

In zehn FĂ€llen konnten die Integrations-Beauftragten des Mundenhofs im Laufe der Jahre diese schwierige Phase meistern. Nur einer der NeuzugĂ€nge musste wieder gehen, weil die anderen Tiere des Klans ihn nicht in die Gruppe aufnehmen wollten und immer wieder wegbissen. Allerdings zog sich die Integration der jĂŒngsten „Neuen“ wieder ĂŒber Jahre hin. WĂ€hrenddessen starben altersbedingt weitere Mitglieder der ursprĂŒnglichen Gruppe, bis in diesem Sommer noch zwei Tiere ĂŒbrig waren, eines davon die letzte eigene Nachzucht des Mundenhofs.

Zwei Tiere, eines erdweiblich, eines erdmĂ€nnlich, dazu ein warmer Sommer fast mit Kalahari-Temperaturen – eigentlich klang die Konstellation nicht schlecht fĂŒr die GrĂŒndung einer neuen Gruppe. So war auf dem Mundenhof die Hoffnung auf Nachwuchs groß. Doch alles Warten war vergebens, denn am 11. November verschwand das Weibchen. Auf welchem Weg und mit welchem Ziel, weiß niemand. Ob es lebend aus dem Gehege entwendet wurde oder einem tierischen RĂ€uber zum Opfer fiel, ist nicht bekannt.

Fest steht leider nur, dass es sich nicht (wie zunĂ€chst erhofft) in das verzweigte Gangsystem zurĂŒckgezogen hat, um Nachwuchs zur Welt zu bringen. In solchen FĂ€llen ist es nĂ€mlich ĂŒblich, dass der mĂ€nnliche Partner das Weibchen mit Futter versorgt, indem er ihr Leckereien in die Wurfhöhle trĂ€gt. Stattdessen fraß das verbliebene MĂ€nnchen fĂŒr Zwei und sonnte seine Wampe anschließend unter der WĂ€rmelampe; von unterstĂŒtzender Brutpflege keine Spur.

Getreu dem Lehrsatz „Ein ErdmĂ€nnchen ist kein ErdmĂ€nnchen“ beschloss die Mundenhof-Leitung nun eine ZĂ€sur. Um der Biologie der geselligen Tiere gerecht zu werden, wurde entschieden, das MĂ€nnchen mit dem prosaischen Vornamen „Stuttgart“ abzugeben. FĂŒr Stuttgart wurde eine gute Unterbringung in einem Tierpark außerhalb Baden-WĂŒrttembergs gefunden. Dort wird es mit zwei Weibchen „vergesellschaftet“, wie Kenner des ErdmĂ€nnchentums einander zuraunen.

Das MĂ€nnchen verlĂ€sst den Mundenhof ĂŒbernĂ€chste Woche. Danach wird das ErdmĂ€nnchengehege umgestaltet und aufgewertet. Mitte Dezember beginnen unter anderem umfangreiche Baggerarbeiten, um das komplette Grabmaterial zu ersetzen, Reparaturen und Ausbesserungen des Innenstalls. Auch das Außengehege erhĂ€lt ein neues Gesicht, mit Aussichtspunkten und beheizten FlĂ€chen fĂŒr die wĂ€rmeliebenden Tiere.

Zur Zeit kann die Höhe der Umbaukosten nicht geschĂ€tzt werden, da noch nicht feststeht, wie das Gehege spĂ€ter aussehen soll. Der Förderverein Mundenhof hat bereits seine finanzielle UnterstĂŒtzung zugesichert. Auch Privatleute können den Umbau des Geheges mit einer Spende unterstĂŒtzen. Allen ErdmĂ€nnchen-Liebhabern bietet der Mundenhof zudem die Möglichkeit, eine ErdmĂ€nnchen-Patenschaft abzuschließen.

BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik begrĂŒĂŸt die Neuigkeiten vom Mundenhof: „Auch ich freue mich ĂŒber den glĂŒcklichen Ausgang sowohl fĂŒr das MĂ€nnchen als auch fĂŒr das Gehege und die nachfolgenden Bewohner. Ende MĂ€rz soll das Gehege fertig sein, so dass schon nach Ostern ein neues PĂ€rchen oder eine neue Gruppe einziehen kann.“

Ob PĂ€rchen oder Gruppe – fest steht bereits heute: Sobald das Corona-Regime aufgehoben und das ErdmĂ€nnchen-Gehege wieder bewohnt ist, werden sich wieder Menschentrauben drumherum bilden. Denn ErdmĂ€nnchen sind allseits beliebt. Außer bei Fußballern, Farmerinnen und Skorpionen.

PS. Zur Zeit ist der Mundenhof weiterhin geschlossen. Alle Menschen, MĂ€nnchen wie Weibchen, werden gebeten, sich an die Schließung zu halten. Stichprobenartig finden Kontrollen statt.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Rahmenplan Neubaustadtteil Dietenbach zu riskant
LangmattenwÀldchen faktisches Vogelschutzgebiet

Der Freiburger gemeinnĂŒtzige Verein ECOtrinova e.V. wendet sich nicht nur strikt gegen das Bauen auf landwirtschaftlichem Boden, sondern aktuell auch speziell gegen den vorliegenden Rahmenplan fĂŒr den Neubaustadtteil Dietenbach, der am 8. Dezember 2020 im Gemeinderat als Grundlage fĂŒr dortige BebauungsplĂ€ne in 2022/2023 behandelt werden soll.

Beim Rahmenplan Dietenbach bestehen große ökologische bzw. naturschutzrechtliche Bedenken dagegen, die Stadtbahn fĂŒr Dietenbach durchs LangmattenwĂ€ldchen an der Mundenhoferstr. zu fĂŒhren, dies einerseits wegen des Waldverlustes, andererseits speziell auch aus GrĂŒnden des Vogelschutzes. Nach EinschĂ€tzung von ECOtrinova e.V. kann das LangmattenwĂ€ldchen mit seinen NachbarwĂ€ldchen als sogenanntes faktisches Vogelschutzgebiet gemĂ€ĂŸ EU-Recht und deutscher Rechtsprechung gelten, das heißt auch wenn es noch nicht als solches offiziell erklĂ€rt wurde. Die hohe avifaunistische Bedeutung, also zum Vogelschutz, die nahe rĂ€umliche Anbindung des LandmattenwĂ€ldchens und der NachbarwĂ€ldchen an das Vogelschutzgebiet (VSG) Fronholz im Westen des DietenbachgelĂ€ndes und die direkte Nachbarschaft zm Naturschutzgebiet Rieselfeld sprechen sehr dafĂŒr. Eine Nachmeldung ist laut ECOtrinova nötig, z.B. als Erweiterung des VSG Fronholz, das andererseits nahe der Autobahn durch den Bahnausbau erheblich an FlĂ€che verlieren wird.

Die hohe avifaunistische Bedeutung gerade des LangmattenwĂ€ldchens ist laut Gutachten fĂŒr die Stadt Freiburg spĂ€testens seit 2015 im Detail belegt. Bemerkenswert sei die gute Besiedlung des LangmattenwĂ€ldchens mit Spechtarten und weiteren HöhlenbrĂŒtern. Die höhlenreichen BaumbestĂ€nde des LangmattenwĂ€ldchens seien als Bestandteil des regional wertvollen Mooswald-Komplexes zu sehen. Zu den nach der FFH-Richtlinie der EU besonders geschĂŒtzten Brutvogelarten in der Dietenbachniederung und im LangmattenwĂ€ldchen gehören Baumfalke, Schwarzkehlchen, Neuntöter und Mittelspecht. Im Bereich LangmattenwĂ€ldchen sind laut Gutachten mehr als 47 Vogelarten vertreten, davon 27 Brutvogelarten. Die anderen WĂ€ldchen an der Mundenhoferstr. wurden laut Gutachten dort seinerzeit leider erst verspĂ€tet ab Mitte April untersucht, also zeitlich recht unvollstĂ€ndig ab Nachbeauftragung durch die Stadt; der wichtige Teil der Brutzeit bis Mitte April blieb dort unbeobachtet.

Auch die AusfĂŒhrungen u.a. des RegierungsprĂ€sidiums sowie andere Stellungnahmen fĂŒr den Umweltbericht zum Ratsbeschluss am 24. Juli 2018 zur stĂ€dtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Dietenbach stĂŒtzen die EinschĂ€tzungen und Warnungen von ECOtrinova eV.

Insgesamt, so ECOtrinova-Vorsitzender Dr. Georg Löser, bedeutet es aus heutiger Sicht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Planungen fĂŒr den Neubaustadteil Dietenbach, auch insgesamt scheitern.
 
 

Veranstaltungen 
 
„Freiburg packt an“ und Treffpunkt Freiburg online
GemeinschaftsgÀrten (c) Stadt Freiburg/Monika Borodko-Schmidt
 
„Freiburg packt an“ und Treffpunkt Freiburg online
Online am Montag, 30. November: „Freiburg packt an“ und Treffpunkt Freiburg laden alle Interessierten zum Regiotreffen GemeinschaftsgĂ€rten ein

Das bĂŒrgerschaftliche Engagement in urbanen und gemeinschaftlichen GĂ€rten trĂ€gt immer mehr FrĂŒchte. Um fachliche Informationen zu bieten, den Austausch zwischen engagierten und interessierten Personen zu ermöglichen und Partnerorganisationen vorzustellen, wurde vor zwei Jahren das „Regiotreffen GemeinschaftsgĂ€rten“ eingefĂŒhrt. Nun ist es wieder soweit:

Die Teams von „Freiburg packt an“ und von Treffpunkt Freiburg laden alle Interessierten zum Regiotreffen 2020 online am Montag, 30. November, von 17.30 bis 20.30 Uhr ein. Anmeldung und alles Weitere gibt es unter www.freiburg.de/freiburgpacktan und unter Tel. 0761/201-4712.

Das Regiotreffen findet zum dritten Mal in Freiburg statt. Es will Freiwillige, die schon in GemeinschaftsgĂ€rten aktiv sind, vernetzen und informieren. Daneben werden aktuelle Themen angesprochen und neue Engagierte fĂŒr das GemeinschaftsgĂ€rtnern gewonnen. Im Rahmen des Projektes „Freiburg packt an“ werden derzeit 11 urbane GĂ€rten mit ĂŒber 150 Freiwilligen in Freiburg betreut und koordiniert. Zudem gibt es viele urbane GĂ€rten, die auf anderen FlĂ€chen liegen.

Das Regiotreffen richtet sich an alle Gartenprojekte von Basel bis Offenburg, von Lörrach bis Mulhouse. ErgĂ€nzt wird das Treffen durch ein vielfĂ€ltiges Angebot an Kursen, FĂŒhrungen und Fortbildungen.
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NABU: Energetische Nutzung von Holz darf nicht weiter gefördert werden
KrĂŒger: Holz in Kraftwerken zu verbrennen ist klimaschĂ€dlich und setzt WĂ€lder unter Druck

Berlin, 24.11.2020 – Am heutigen Internationalen Aktionstag gegen industrielle Bioenergie hat der NABU zusammen mit anderen Umweltschutzorganisationen einen Aufruf an die Bundesregierung veröffentlicht, die weitere Expansion der industriellen Holzbiomasse-Energieproduktion zu unterbinden.

„Holz in Kraftwerken zu verbrennen ist nicht nur klimaschĂ€dlich, sondern hat auch weitreichende negative Auswirkungen auf Wald-Ökosysteme und LuftqualitĂ€t“, so NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger, „Im Gegensatz zur landlĂ€ufigen Meinung ist das Verfeuern von Holz nicht klimaneutral. Der ĂŒber Jahrzehnte im Baum gebundene Kohlenstoff wird auf einen Schlag wieder freigesetzt und trĂ€gt deutlich zum Treibhauseffekt bei. Es dauerte Jahrzehnte bis die WĂ€lder die Kohlenstoffemissionen aus energetischer Holz-Nutzung wieder aufholen. DarĂŒber hinaus entsteht beim Verbrennen von Holz pro Energieeinheit mehr CO2 als beim Verbrennen fossiler Brennstoffe. Weiterhin massive öffentliche Förderung in die industrielle Holzverbrennung zu pumpen, ist ein Irrweg.“

Hintergrund:

Die Bundesregierung plant noch im Jahr 2020 maßgebliche Gesetze und Verordnungen auf den Weg zu bringen, die die finanzielle Förderung der energetischen Nutzung von Holzbiomasse in großem Maßstab noch weiter steigern wĂŒrde. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird im Bundestag beraten. Im Gesetzesentwurf ist eine höhere Förderung von aus Biomasse erzeugtem Strom vorgesehen und das jĂ€hrliche Ausbauziel soll von derzeit 200 MW auf dann 500 MW gesteigert werden. Bis Ende des Jahres will die Bundesregierung die Verordnung zur Förderung fĂŒr Erneuerbare WĂ€rme fertigstellen. Hier sind ebenfalls deutliche Anreize zur Nutzung von Holz als EnergietrĂ€ger vorgesehen. Im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes will die Bundesregierung bis Ende 2020 ein Förderprogramm fĂŒr die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Biomasse auf den Weg bringen.
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Veranstaltungen 
 
Online-Veranstaltung mit OB Martin Horn
OB Martin Horn / Foto: Fionn Große
 
Online-Veranstaltung mit OB Martin Horn
Die Stadt als zukunftsfĂ€higer Lebensraum - Ökologische, verkehrs- und sozialpolitische Herausforderungen

Klimawandel und drohender Verkehrsinfarkt in unseren StĂ€dten machen es deutlich: Ein einfaches „Weiter so“ kann es nicht geben. Aber wie sollen Verkehrspolitik und Stadtentwicklung der Zukunft aussehen? Welche ökologischen, aber auch sozialen Aspekte sind zu berĂŒcksichtigen, damit unsere StĂ€dte lebenswert bleiben oder es wieder werden? Diese Fragen diskutieren online am Mittwoch, 25. November um 19 Uhr am Beispiel Freiburgs Rainer Grießhammer vom Öko-Institut Freiburg, der Freiburger OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Ingrid Marienthal von der Initiative Fuß- und Radentscheid, Freiburg, sowie GĂŒnter Rausch vom MietenbĂŒndnis Freiburg unter dem Titel „Die Stadt als zukunftsfĂ€higer Lebensraum – Ökologische, verkehrs- und sozialpolitische Herausforderungen“.

Der Online-Abend findet in der Reihe „Mensch und Schöpfung“ in Zusammenarbeit mit der Musella-Stiftung fĂŒr eine sozial-ökologische Zukunft und der Initiative Fuß- und Radentscheid statt.

Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich an: www.katholische-akademie-freiburg.de. Sie erhalten dann einen Zugangslink.
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Gewinner der Umweltpreise 2020 stehen fest
Klimaschutzpreis „Climate First“: Erster Preis an Gartencoop e.V., Terran e.V. belegt den zweiten Platz, der dritte Preis geht an Ifpro & fesa e.V.

Sonderpreis im Klimaschutz fĂŒr Industrie und Gewerbe geht an Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH

Naturschutzpreis: Erster Platz geht an NABU, den zweiten Preis erhÀlt der Winzerkreis Opfingen

Umweltbildungspreis anlÀsslich des StadtjubilÀums erst- und einmalig an 9 Projekte vergeben

Die Gewinner der Umweltpreise 2020 stehen fest. Zum vierten Mal werden der mit 6.000 Euro dotierte Klimaschutzpreis „Climate First“ und der mit 5.000 Euro dotierte Naturschutzpreis verliehen. AnlĂ€sslich des StadtjubilĂ€ums wurde erst- und einmalig ein Umweltbildungspreis ausgelobt, der jeweils mit 900 Euro dotiert ist und an 9 Projekte vergeben wurde.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik: „Besonders freue ich mich, dass sich in diesem Jahr so viele junge Menschen mit kreativen Ideen und Projekten beim Umweltbildungspreis eingebracht haben. Ich möchte allen PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€gern gratulieren und Ihnen fĂŒr ihr ĂŒberragendes Engagement danken. NatĂŒrlich bedaure ich es sehr, dass wir in diesem Jahr die Preise ausnahmsweise nicht im Rahmen einer Feierstunde persönlich ĂŒbergeben können, dennoch hoffe ich, dass sich die Teilnehmenden durch die Preisvergabe in ihrem Engagement ermutigt und angespornt fĂŒhlen. “

Die prÀmierten WettbewerbsbeitrÀge im Detail

Der Jury gehören Mitglieder des Gemeinderats, die UmweltbĂŒrgermeisterin, die Amtsleitung des Umweltschutzamtes, die FWTM und mehrere UmweltverbĂ€nde an; sie entschied ĂŒber die Vergabe der Klimaschutz- und Naturschutzpreise.

Die 9 Umweltbildungspreise gehen an:

SolareZukunft e.V.: Fahrradkino
Der Verein SolareZukunft hat ein Klimaaktionskino entwickelt, bei dem mit Hilfe von FahrrĂ€dern, Strom erzeugt wird und Filme zu den Themen Klimaschutz und Energiewende abgespielt werden. Die Zielsetzung, möglichst viele Menschen aller Altersstufen zu erreichen, gelingt durch die regelmĂ€ĂŸigen EinsĂ€tze des Fahrradkinos in Schulen, an Stadtfesten, MuseumsnĂ€chten, Klimaschutzveranstaltungen, Messen, Festivals und Discos. Prominentes Einsatzbeispiel war der Earth Day 2018 in Freiburg, als mithilfe des durch die FahrrĂ€der erzeugten Stroms die Erde auf das Rathaus projiziert wurde. Neben der Sensibilisierung fĂŒr umweltfreundliche Energieerzeugung und deren Nutzung steht hierbei vor allem auch das Zusammenspiel von Bewegung, Kultur und Spaß der Radlerinnen und Radler im Vordergrund. Der Weg, ĂŒber ein Fahrradkino, das Medium Film und Energieerzeugung zu kombinieren, wird von der Jury als auszeichnungswĂŒrdig bewertet.

Montessori Zentrum Angell: Green Campus Day
Das Montessori Zentrum Angell hat sich schon seit lĂ€ngerem und umfassend dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben. SchĂŒlerinnen und SchĂŒler aller Altersstufen und alle Lehrenden sind in vielfĂ€ltige Themenbereiche eingebunden. Diese kommen aus dem Bereich Lebensstile, wie regionale und biolandzertifizierte ErnĂ€hrung in der Schulmensa, einem Bauernhofprojekt und einem Schulgarten, aber auch aus dem technischen Bereich, wie beispielsweise die Nutzung von Ökostrom und einer eigenen Solaranlage. Über diese AktivitĂ€ten wurde den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern vermittelt, was an ihrer Schule im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit bereits getan wird. Als Reaktion haben die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler eigenstĂ€ndig eine Öko-AG gegrĂŒndet, um den Nachhaltigkeitsgrundsatz auf allen Schulebenen umzusetzen und weiter auszubauen. GemĂŒndet ist die Arbeit im Green Campus Day, an dem die bereits umgesetzten Konzepte vorgestellt und im Rahmen eines schulischen Klimagipfels aller Klassen weitere, zukunftsfĂ€hige Strategien erarbeitet wurden. Die Jury ist von der Zusammenarbeit von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Schularten und außerschulischen Partnern sehr beeindruckt und verleiht hierfĂŒr den Umweltbildungspreis zum Freiburger StadtjubilĂ€um.

Lessing Realschule: Klimateam
Die Lessing-Realschule hat das Projekt „Klimateam“ ins Leben gerufen. Aus jeder Klasse bilden zwei SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ein Team und fungieren als Energiemanager. Sie werden hierfĂŒr von der Energieagentur Regio Freiburg ausgebildet und vermitteln mit ihrem Wissen in der jeweiligen Schulklasse energie-, klima- und ressourcenschonendes Verhalten. Ihr Wirken soll nicht nur in der Schule greifen, sondern auch zu umweltgerechten Verhalten ĂŒber das Schulumfeld hinausgehend motivieren. Dieses Projekt wirdvon der Jury aufgrund des unter Gleichaltrigen stattfindenden Wissensaustausch und Implementierung klimafreundlicher Verhaltensmuster als preiswĂŒrdig bewertet.

UWC Robert Bosch College: CO2-neutrale Schule
Das UWC Robert Bosch College hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis Ende 2020 eine CO2-neutrale Schule zu werden. Unter Einbindung der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler und dem Ansatz „Monitoring – Reduktion – Kompensation“, soll dieses Ziel erreicht werden. Beispielhaft sei genannt, dass der Energieverbrauch des Internates selbst und der Co2-Ausstoß durch Reisen ermittelt werden. Ressourcen schonendes Verhalten wird erarbeitet und umgesetzt wie beispielsweise durch einen schulinternen Kleiderkreisel, den Tausch von Schulmaterialien. Es werden aber auch technische AnsĂ€tze ermittelt. Geplant ist eine Kompensation durch die Finanzierung von Baumpflanzungen. Zudem soll das Potential, dass SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in ihrenHeimatlĂ€ndern mit dem in der Schule erworbenen Wissen als Multiplikatoren fungieren nach Möglichkeit ausgeschöpft werden. Auch wenn das Ziel – KlimaneutralitĂ€t bis Ende 2020- aus Sicht der Jury unrealistisch erscheint, so wird doch der Weg dahin und die dafĂŒr entwickelte Strategie zur Erreichung des Ziels mit dem Umweltbildungspreis ausgezeichnet.

Förderverein Anne-Frank-Schule: Kleine Energieforscher
In Kooperation mit dem Frauenhofer ISE hat der Förderverein der Anne-Frank-Schule das Projekt „Kleine Energieforscher“ ins Leben gerufen. Mit dem Projekt werden Schulkinder auf anschauliche und unterhaltsame Weise an das Thema Energie und Klimaschutz herangefĂŒhrt. Es wird altersgerechte Wissenschaft zum Anfassen angeboten mit dem mittelfristigen Ziel in den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern das Interesse an den Themen zu wecken, VerstĂ€ndnis fĂŒr Nachhaltigkeit aufzubauen und vielleicht sogar kĂŒnftig Forschende im Bereich umweltfreundliche Energiesysteme zu gewinnen. Das Konzept der spielerischen Vermittlung von Klimaschutzwissen hat die Jury ĂŒberzeugt und wird deshalb prĂ€miert.

Goethe-Gymnasium: Klimaneutrale Schule
Das Goethe-Gymnasium hat sich das Ziel gesetzt, klimaneutrale Schule zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler analysiert, welcher CO2-Ausstoß durch die Schule im Betrieb, aber auch durch den Schulweg verursacht wird. Sie haben die unterschiedlichen Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen betrachtet. Begonnen haben sie mit dem Schwerpunktthema Heizen. Sie haben elektronische Thermostate beschafft, wodurch sie bereits nennenswerte Energieeinsparungen ermöglicht haben. Zudem unterstĂŒtzt die SchĂŒlerschaft durch Spenden die Aktion „Plant for the Planet“. Als dritter Baustein haben sie Motto-Wochen unter dem Titel „Nachhaltigkeit“ durchgefĂŒhrt, mit den Schwerpunktthemen Energie und Energiesparen. Auch wenn es sich hierbei nicht um ein neues Konzept handelt, so ist doch schon der aufgenommene Weg aus Sicht der Jury prĂ€mierungswĂŒrdig.

ECOtrinova e.V.: Samstagsforum Regio-Freiburg
ECOtrinova e.V. hat sich mit seinem Samstagsforum Regio-Freiburg beworben. Es handelt sich hierbei um eine seit 2006 regelmĂ€ĂŸig stattfindende Vortrags- und Bildungsreihe, die unter der Schirmherrschaft der UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik steht. Ein Gemeinschaftsvorhaben mit vielen, sehr engagierten Beteiligten, die es sich zum Ziel gemacht haben, umfassendes Wissen fĂŒr eine ökologische und nachhaltige Entwicklung zu vermitteln und dadurch die dringend notwendige Energiewende und den Klimaschutz voran zu bringen. Das Forum wendet sich an alle Interessierten, unabhĂ€ngig von Alter, Geschlecht und Bildungsgrad. Alle Themen, die fĂŒr die Zielerreichung erforderlich sind, wie Energie, MobilitĂ€t, Konsum, Stadtentwicklung und Landwirtschaft, werden in diesem Format behandelt. Die Vielfalt der Themen, der unterschiedlichen Akteure, die Summe der erreichten Personen, aber ganz besonders auch die KontinuitĂ€t, mit der das Samstagsforum durchgefĂŒhrt wird, haben die Jury beeindruckt und werden deshalb mit dem Umweltbildungspreis gewĂŒrdigt.

Stefanie Buchholz: Eichhörnchen-Auffangstation
Seit 10 Jahren betreibt Frau Stefanie Buchholz die Eichhörnchen-Auffangstation und kĂŒmmert sich im Jahr um durchschnittlich 50 verletzte oder verwaiste Eichhörnchen der europĂ€ischen Eichhörnchenart bis zu deren anschließenden Wiederauswilderung. Als Biologielehrerin nimmt sie ihre SchĂŒtzlinge mit in die Schule und ermöglicht ihren SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern neben der Vermittlung von wertvollem Naturwissen praktische Erfahrungen durch hautnahes Erleben. Neben der Wiederauswilderung von Eichhörnchen ist die erzieherische Arbeit im Sinne der Umweltbildung als wichtig und wertvoll gewertet worden, sodass die Jury hierfĂŒr den Umweltbildungspreis zum Freiburger StadtjubilĂ€um verleiht.

Förderverein Reinhold-Schneider-Schule: Schulgarten-AG
Der Förderverein Reinhold-Schneider-Schule fĂŒhrt seinen bereits seit vier Jahren bestehenden Schulgarten durch eine noch intensivere Einbindung in den Unterricht weiter. In diesem Projekt sollen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler von der Planung bis zur Umsetzung eine DachflĂ€chenbegrĂŒnung zum Auffangen von Regenwasser anlegen, welches dann wiederum in einen Trockenbach eingespeist wird und in einem neugeschaffenen Kleinbiotop enden soll. Mit UnterstĂŒtzung von einem pĂ€dagogischen und planerischen Team und zwei Fachfirmen soll SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern bereits im Grundschulalter neben handwerklichen Fertigkeiten und biologischem Fachwissen, unterschiedliche Naturerfahrungen ermöglicht und ein umweltfreundlicher Umgang mit der Natur aufgezeigt werden. Der pĂ€dagogische Anteil der SchulgartenAG wird von der Jury hinsichtlich der Umweltbildung als sehr wertvolle und aufgrund des viele Jahre andauernden Engagements als sehr nachhaltige Projektarbeit angesehen und deshalb mit dem Umweltbildungspreis zum Freiburger StadtjubilĂ€um ausgezeichnet.

Der Sonderpreis im Klimaschutz fĂŒr Industrie und Gewerbe geht an:

Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH
‚Outstanding!‘ hat ein Jury-Mitglied ausgerufen. Die Pfizer GmbH setzt seit 2010 kontinuierlich Maßnahmen um, die trotz einer Verdoppelung der Produktionsmenge den CO2-Ausstoß um 21 Prozent reduziert haben. Beispielhaft seien genannt: die Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie Geothermie, Photovoltaik, WĂ€rme- und KĂ€lterĂŒckgewinnung auf dem FirmengelĂ€nde. Als Mitglied im GreenCityCluster steht sie darĂŒber hinaus fĂŒr Fachtouristen aus aller Welt offen. Davon profitiert, neben den anreisenden Delegationen, auch die Stadt Freiburg und ihr Ruf als „Umwelthauptstadt Deutschlands“. Die Pfizer GmbH hat im Bereich Industrie und Gewerbe eine Vorbildfunktion erlangt und ist innerhalb des Konzerns Vorzeigebetrieb und setzt damit auch in anderen Teilen der Welt MaßstĂ€be. All dies hat die Jury dazu veranlasst den Sonderpreis im Klimaschutz fĂŒr Industrie und Gewerbe auszusprechen.

Klimaschutzpreise „Climate First“:

1. Preis Klimaschutz
geht mit 3.000 Euro an Gartencoop e.V.
Als solidarische und ökologische Landwirtschaft versorgt der Gartencoop e.V. 266 Haushalte im Stadtgebiet mit regionalem und saisonalem GemĂŒse, das von angestellten GĂ€rtnerinnen und GĂ€rtnern im Raum Bad Krozingen angebaut wird. Der Ernteertrag wird mithilfe von LastenrĂ€dern vollstĂ€ndig an die Mitglieder verteilt, so wird das Wegwerfen von Lebensmitteln und Plastikverpackung vermieden und CO2 eingespart. Neben der Sensibilisierung fĂŒr einen klimafreundlichen Warentransport, ermöglicht dieses Konzept jedem Mitglied den Zugang zu einer hochwertigen, biologischen Nahrung und lĂ€sst den Verzehr von regionalem und saisonalem GemĂŒse zur Gewohnheit werden. Diese nachhaltige und klimafreundliche Arbeitsweise wird von der Jury mit dem 1. Preis im
Klimaschutz ausgezeichnet

2. Preis Klimaschutz
geht mit 2.000 Euro an Terran e.V.
Der Verein Terran e. V. verfolgt die Vision, fĂŒr flugfreies
Reisen mit dem positiv besetzten Wort „terran“ zu werben. Mit „terran“ soll die Bewerbung und Thematisierung von flugfreien Reisen international kommuniziert und ein neuer Lebensstil entwickelt werden, der durch die Wahl von alternativen Fortbewegungsmitteln Mitmenschen zur Umsetzung begeistern soll. Durch terrane ReisebĂŒros und Plattformen und verschiedene Veranstaltungen und VortrĂ€ge sorgt Terran e. V. fĂŒr eine Etablierung von „terran“. Der Idee, ĂŒber Sprache einen Bewusstseinswandel zu bewirken, wird von der Jury großes Potenzial zugetraut und deshalb mit dem 2. Preis im Klimaschutz gewĂŒrdigt.

3. Preis Klimaschutz
geht mit 1.000 Euro an Ifpro & fesa e.V.
Das Institut fĂŒr Fortbildung und Projektmanagement (ifpro) und der fesa e.V. erhalten fĂŒr ihr berufsbegleitendes Fortbildungsprogramm „kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ aufgrund der herausragenden Bedeutung im Sinne der Klimaschutz- und Energiewendebildung den 3. Preis im Klimaschutz. In den 2020 bereits zum neunten Mal stattfindenden 180 Unterrichteinheiten in 13 Wochenendblöcken werden den Teilnehmenden, die sich in dem Bereich Klimaschutz und Energiemanagement engagieren wollen, umfangreiches Grundlagewissen vermittelt und kommunale Handlungskompetenzen aufgezeigt. Durch die Kombination von Theorie, Referentinnen und Referenten aus der Praxis und Projektarbeit gelingt eine möglichst vielseitige Schulung, die zu einer eigenstĂ€ndigen Entwicklung und erfolgreichen Umsetzung von Energie- und Klimaschutzprojekten dienen
soll.

Naturschutzpreise:

1. Preis Naturschutz
geht mit 3.000 Euro an das NABU-Projekt ‚Alpensegler‘
Bereits seit 1990 ĂŒberwacht und fördert der NABU durch fortwĂ€hrende Populationsstudien den Fortbestand des bedrohten Alpenseglers. Durch fachliche Beratung von GebĂ€udeeigentĂŒmern und UnterstĂŒtzung beim Anbringen von gebĂ€udeintegrierten NistkĂ€sten, versucht der NABU, Mensch und Tier ein friedvolles Zusammenleben zu ermöglichen. Von den Schutzmaßnahmen profitieren auch andere gebĂ€udebrĂŒtende Vogelarten, wie beispielsweise der Mauersegler. Durch kontinuierliches Monitoring beliefert Matthias Schmidt vom NABU Naturschutzbehörden mit wertvollen Bestandsdaten und vermittelt in Freiburg vor Ort zwischen den Interessen von Bauherren, EigentĂŒrmern und Behörden und den Bedarfen der Alpensegler. Dieses Projekt wird im Sinne des Natur- und vor allem Artenschutzes als sehr wertvoller Beitrag gewertet und deshalb von der Jury mit dem 1. Preis im Naturschutz ausgezeichnet.

Winzerkreis Opfingen
2. Preis Naturschutz 2.000 Euro
Der Winzerkreis Opfingen e.V., ein Zusammenschluss von Winzern und Landwirten aus den Tuniberg-Ortschaften, hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch eine kleinteilige und umweltschonende Bewirtschaftung und durch Umsetzung von vielen freiwilligen Umweltschutzmaßnahmen in ihren Weinbergen und LĂ€ndereien, den Naturschutz in besonderer Weise voranzutreiben. Durch Reduktion von Pestizideinsatz, Verzicht auf chemisch-synthetische Insektizide, VergrĂ¶ĂŸerung des BlĂŒtensortiments und konkrete Artenschutzmaßnahmen, gelingt es ihnen, die hohe BiodiversitĂ€t und ein intaktes Ökosystem am Tuniberg nachhaltig zu erhalten und zu fördern. Bedrohte Tierarten wie verschiedene Vögel und seltene Wildbienen können sich aufgrund der errichteten Nistmöglichkeiten und dem vielfĂ€ltigen BlĂŒhangebot niederlassen und fortpflanzen. Um ihr Wissen und ihre Bewirtschaftungsweise auch in anderen Wein- und Landwirtschaftsgebieten zu etablieren, wird jedes Jahr ein Winzerlehrlingstreffen veranstaltet und Themen wie BegrĂŒnungsmanagement und umweltschonende Bewirtschaftungsweisen behandelt. Diese nachhaltige und von großem und langjĂ€hrigem Engagement geprĂ€gte und insbesondere von Erfolg gekrönte Arbeit und Vorbildfunktion wird von der Jury mit dem 2. Preis im Naturschutz gewĂŒrdigt.
 
 

Verschiedenes 
 
Freiburg: Vorfahrt fĂŒr den Radverkehr
Fahrradstraße in Freiburg / Foto: Daniel JĂ€ger
 
Freiburg: Vorfahrt fĂŒr den Radverkehr
Im Herbst werden acht Straßen zu Fahrradstraßen umgewandelt
Wentzingerstraße wird fĂŒr den Autoverkehr unterbrochen

Ab November werden acht Straßen in der Freiburger Innenstadt, dem StĂŒhlinger und zwischen Waldsee und Wiehre als neue Fahrradstraßen ausgewiesen. Das bedeutet noch mehr Vorrang fĂŒr den Radverkehr in Freiburg. Die Straßen liegen auf der Achse geplanter Rad-Vorrang-Routen und sind damit wichtiger Bestandteil der Verkehrswende. An einem zentralen Punkt Freiburgs wird es mit den neuen Fahrradstraßen zu EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Autoverkehr kommen: Autos können die Wentzingerstraße bald nicht mehr durchgĂ€ngig befahren, der Abschnitt vor der WiwilibrĂŒcke ist fĂŒr sie in Zukunft gesperrt.

„Das dichtere Netz an Fahrradstraßen bedeutet mehr Vorfahrt fĂŒr den Radverkehr, die verbesserte Verkehrsinfrastruktur ist ein weiterer Schritt zur MobilitĂ€tswende“, so OberbĂŒrgermeister Martin Horn.

In der Innenstadt werden die Belfortstraße, die Rempartstraße, die Wallstraße und der Holzmarkt zu Fahrradstraßen. So entsteht eine attraktive Achse fĂŒr den Fahrradverkehr, die quer durch die Innenstadt fĂŒhrt. Auf der anderen Seite der Gleise, im StĂŒhlinger, wird diese Achse fortgefĂŒhrt. Denn auch die Engelbergerstraße wird zur Fahrradstraße – zunĂ€chst von der Wentzingerstraße bis zur Eschholzstraße. Zwischen Waldsee und Wiehre werden Hammerschmiedstraße, Oberrieder Straße und Andlawstraße zu Fahrradstraßen. In St. Georgen wird außerdem die bestehende RadVorrang-Route FR 2 nach SĂŒden durch eine neue Fahrradstraße in den Hagelstauden verlĂ€ngert.

„Die Verkehrswende ist eine große Aufgabe, auch in Freiburg. Neben dem Klimaschutz hat die Sicherheit fĂŒr FußgĂ€nger und Fahrradfahrer stets große Bedeutung. Wir ĂŒberprĂŒfen und verbessern unser Netz kontinuierlich, um die Stadt weiter in Richtung Verkehr der Zukunft umzubauen“, sagt BaubĂŒrgermeister Martin Haag.

Fahrradstraßen bieten sich an, um dem Radverkehr im bestehenden Straßennetz bessere Bedingungen zu bieten. Die Straßen sind zunĂ€chst nur fĂŒr den Radverkehr vorgesehen, es können auch Autos zugelassen werden – sie sind dort dann sozusagen zu Gast. Damit die Straßen fĂŒr Anlieger und Lieferverkehr weiter erreichbar bleiben, werden alle jetzt dazukommenden Fahrradstraßen fĂŒr den KFZ-Verkehr freigegeben. Hier gilt aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern. Und Autos mĂŒssen sich an die Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen, die dort auch nebeneinander fahren dĂŒrfen. Wie ĂŒberall gilt aber auch hier: Gegenseitige RĂŒcksichtnahme.

Es wird zudem weitere EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Autoverkehr auf einigen der neuen Fahrradstraßen geben. So wird die Wentzingerstraße auf Höhe des StĂŒhlinger Kirchplatzes fĂŒr den Autoverkehr unterbrochen. Ähnlich verhĂ€lt es sich in den Hagelstauden, wo der sĂŒdliche Teil der Fahrradstraße fĂŒr KfzVerkehr gesperrt wird. Auch der westliche Teil der Andlawstraße bis zum Deichelweiherweg wird zur Einbahnstraße und kann mit dem Auto nur noch von Westen aus angefahren werden.

Wo es möglich ist, gilt fĂŒr Fahrradstraßen Vorfahrt. So kommen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer schneller voran. Der Straßenzug aus Hammerschmied- und Oberrieder Straße wird gegenĂŒber allen Querstraßen bevorrechtigt. Damit können Radfahrende kĂŒnftig von Beginn des Pflegewegs an der Lindenmattenstraße in Littenweiler bis zum Beginn der Wiehre an der Möslestraße gemĂŒtlich und sicher durchradeln.

Der Fahrradstraßen-Herbst startet. In den kommenden Wochen sollen die einzelnen Straßen nacheinander ausgewiesen werden, die genauen Starttermine sind abhĂ€ngig davon, was Witterung und Corona-Auflagen zulassen. GemĂ€ĂŸ Zeitplan sollen Hammerschmied- und Oberrieder Straße Mitte November umgewandelt werden. Gegen Ende November kommt dann die Andlawstraße an die Reihe. Es folgen die Belfortstraße, Rempartstraße, Holzmarkt und Wallstraße sowie die Engelberger Straße und die Teilsperrung der Wentzinger Straße im Dezember. In den Straßen werden Piktogramme und Markierungen angebracht. Dann wird es zu temporĂ€ren EinschrĂ€nkungen des Verkehrs kommen. Das Garten- und Tiefbauamt bittet um VerstĂ€ndnis.

Bislang gibt es 17 Straßen in Freiburg, die teilweise oder durchgĂ€ngig als Fahrradstraße ausgewiesen sind, jetzt kommen acht weitere hinzu. Die nun geplanten Fahrradstraßen liegen dabei alle auf zukĂŒnftigen oder bestehenden Rad-Vorrang-Routen.
 
 

Verschiedenes 
 
 
LandWERTschaft Tuniberg macht keine Corona-Pause
-Betriebe mit neuen Sonderaktionen weiter geöffnet-

Die landwirtschaftlichen Betriebe rund um den Tuniberg bei Freiburg sind weiter fĂŒr die Kunden prĂ€sent. Darauf macht jetzt LandWERTschaft Tuniberg aufmerksam. Bei vielen HoflĂ€den oder Winzerhöfen gibt es sogar Sonderaktionen. Vor Ort werden natĂŒrlich die Corona Bestimmungen eingehalten.

Damit sich die Kunden informieren können werden ĂŒber www.landwertschaft-tuniberg.de zahlreiche Betriebe mit ihren Angeboten sowie Öffnungszeiten vorgestellt. Dazu gibt es teilweise auch die Möglichkeit sich die Produkte bequem liefern zu lassen.

Gerade vor Weihnachten sind viele einmalige selbst produzierte Artikel erhĂ€ltlich. Diese eignen sich auch bestens fĂŒr Geschenke oder gar einen Gutschein.

Ein Besuch am Tuniberg ist also immer ein schönes (Einkaufs-) Erlebnis.
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Veranstaltungen 
 
 
Sonntagsöffnung: Plastikfreies Spielzeug selbst gemacht
am 13.12.2020 von 14:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

Ein bunter Nachmittag fĂŒr die ganze Familie - und das ganz ohne Plastik und versteckte Giftstoffe! Wir stellen selbst Malkreiden, Bastelkleber, Spielknete etc. her und lernen jede Menge Tipps fĂŒr einen PlastikĂ€rmeren Haushalt kennen. JedeR darf mitmachen und die selbst gemachten Dinge mit nach Hause nehmen. Bitte z.B. leere MarmeladenglĂ€ser fĂŒr den Transport mitbringen.

Svenja Fugmann und Team
Das CafĂ© Ökostation mit verpackungsfreien Leckereien hat geöffnet
In Kooperation mit der Abfallwirtschaft Freiburg
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
Das Naturbewusstsein in Deutschland wÀchst
am 07.12.2020 von 17:30 bis 19:00
in der Ökostation Freiburg

So lautet eines der Ergebnisse der aktuellen großen Naturbewusstseins Studie des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN). Das Meinungsbild der Bevölkerung belegt, dass Menschen den direkten Kontakt mit der Natur wĂŒnschen, um sich Kenntnisse ĂŒber Arten anzueignen. Dieser Wunsch nach Erleben und Vermittlung ĂŒber „klassische Formate“ wie FĂŒhrungen in der Natur könnte durch ein zeitgemĂ€ĂŸes Engagement von Akteuren in diesem Bildungsbereich wichtige Impulse setzen, um der Erosion von Artenkenntnis entgegenzuwirken. Doch wie verteilen sich die Ergebnisse in den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und ĂŒber die Generationen? Und wie korrespondiert das wachsende Naturbewusstsein mit dem ebenfalls steigen Artensterben? Was bedeuten diese Erkenntnisse fuer die Akteure der Umweltbildung? Nach der PrĂ€sentation der Ergebnisse der BfN Studie besteht ausfĂŒhrlich Zeit zur Diskussion.

Referent: Dr. Andreas Wilhelm Mues, BfN, Fachgebiet Naturschutz, Gesellschaft und soziale Fragen
In Kooperation mit dem ANU Landesverband e.V.
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Verschiedenes 
 
 
Start der Offshore-Koalition
Windenergieausbau und Naturschutz in Einklang bringen

KrĂŒger: Ausbau der Offshore-Windenergie muss sich an den ökologischen Belastungsgrenzen der Meere orientieren

Berlin/BrĂŒssel, 16.11.2020 – Heute wird die europĂ€ische Offshore-Koalition zum Schutz der Meere beim Ausbau der Windenergie auf See gegrĂŒndet. Die europĂ€ische Arbeitsgruppe arbeitet einen gemeinsamen Ansatz aus, der Naturschutz und Klimaschutz beim Ausbau der Offshore-Windkraft in Einklang bringen soll.

Zu den GrĂŒndungsmitgliedern gehören neben dem NABU weitere Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der europĂ€ischen Windindustrie, Übertragungsnetzbetreibern und Hersteller sowie die Renewables Grid Initative. In einer gemeinsamen AbsichtserklĂ€rung legen sie den Grundstein fĂŒr die zukĂŒnftige Zusammenarbeit.

„Offshore-Windenergieanlagen leisten einen wichtigen Beitrag, die Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig bergen sie Risiken fĂŒr MeeressĂ€ugetiere, Fische sowie Zug- und Rastvögel, insbesondere dann, wenn sie an naturschutzfachlich ungĂŒnstigen Standorten gebaut werden. Schon jetzt befinden sich die europĂ€ischen Meere in einem schlechten ökologischen Zustand. Wir mĂŒssen dringend Wege dafĂŒr finden, wie die ökologischen Belastungsgrenzen der Meere beim Offshore-Windenergieausbau eingehalten werden können. Das geht nur, wenn wir besser verstehen, wie empfindlich LebensrĂ€ume und Arten gegenĂŒber Windenergieanlagen, aber auch anderen Eingriffen des Menschen sind. Die immer intensiver werdende Nutzung der Meere durch Schiffsverkehr, Fischerei oder Kies- und Sandabbau muss deutlich zurĂŒckgefahren werden und wir mĂŒssen die Meeresschutzgebiete und ökologische Hotspots von Nutzungen freihalten“, so NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger.

Aktuell liegt die Leistung der Offshore-Windenergie in der EU bei mehr als 12 Gigawatt. Die EU-Kommission sieht großes Potenzial fĂŒr einen Ausbau in der Zukunft. In zwei Tagen möchte sie ihre neue Strategie fĂŒr Erneuerbare Energien auf See vorlegen: „Die kommende EU-Strategie fĂŒr Erneuerbare Energien auf See muss die Energiewende naturvertrĂ€glich gestalten. Energieeffizienz und ein geringer Rohstoff- und Energieverbrauch mĂŒssen die höchste PrioritĂ€t haben. Wenn die EuropĂ€ische Union hohe Ausbauziele fĂŒr Offshore-Windenergie veranschlagt, mĂŒssen andere industrielle Nutzungsformen der Meere zurĂŒckstecken, um Platz fĂŒr die Windenergie zu schaffen“, so Verena Bax, Referentin fĂŒr europĂ€ischen Klimaschutz beim NABU. „Gesunde Meere sind VerbĂŒndete in der Klimakrise. Klimaschutz und Naturschutz mĂŒssen beim Ausbau der Offshore-Windenergie Hand in Hand gehen. Die Zusammenarbeit in der Offshore-Koalition kann dabei helfen, Konflikte zu lösen und Positionen zusammenzufĂŒhren, so dass uns die naturvertrĂ€gliche Energiewende gelingen kann.“

Deutschland selbst plant im neuen Windenergie-auf-See-Gesetz mit 40 Gigawatt Offshore-Strom bis zum Jahr 2040. Dies erscheint aktuell nicht mit den nationalen und europĂ€ischen Naturschutzzielen vereinbar. Die marine Raumordnung, die bis Mitte 2021 ausgearbeitet wird, soll die Konkurrenzen bei der Nutzung des Lebensraums Meer auflösen und fĂŒr einen Ausgleich von Schutz und Nutzung in der deutschen Nord- und Ostsee sorgen.

Hintergrundinformationen zu Offshore-Windenergie in Europa ...
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Wassereffizienz und Klimawandel
RĂŒckblick auf den Zweiten IWaN Fachkongress –

Freiburg, 16.11.2020: Wasserversorgung in Zeiten des Klimawandels. Der Fachkongress fĂŒr StĂ€dte und Kommunen im SĂŒdschwarzwald.

Am 04. und 10. November 2020 fand der zweite, interaktive Fachkongress zum Thema Wassereffizienz im Onlineformat statt.

Bereits der erste Fachkongress „Trockenheit und Wassermangel als Folgen des Klimawandels“ 2019 hatte gezeigt: Die HĂ€ufung ungewöhnlich trockener Jahre wirkt sich stark auf die Wasserversorgung und Wasserwirtschaft in unserer Region aus. Nach drei Jahren Trockenheit in Folge kamen auch diesen Sommer wieder einige Trinkwasserversorgungen in der Region an ihre Grenzen oder mussten auf alternative Wasserressourcen zurĂŒckgreifen.

Der Fachkongress bildete den vorlĂ€ufigen Abschluss des Projektes „IWaN - Interkommunales Wassereffizienz Netzwerk“, welches vom fesa e.V. und der Energieagentur Regio Freiburg in Kooperation mit dem Naturpark SĂŒdschwarzwald durchgefĂŒhrt und durch das Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wurde.

Bei den Schaltungen mit Expert*innen und den Teilnehmenden wurden Erfahrungen und Erkenntnisse einiger Kommunen aufgegriffen und HandlungsspielrĂ€ume vorgestellt. Auch die Sensibilisierung der BĂŒrgerschaft und des kommunalen Personals war ein wesentlicher Bestandteil.

Eine Hauptessenz des Kongresses lag in der konkreten Klimaanpassung: Es wurden viele Möglichkeiten diskutiert und anhand von konkreten best-practice-Beispiele aufgezeigt, wie das vermehrt in den Wintermonaten vorkommende Regenwasser lĂ€nger und effektiver in der FlĂ€che gehalten werden kann. Hier seien vor allem Maßnahmen zur dezentralen und naturnahen Regenwasserbewirtschaftung, wie etwa Regenwasserversickerung, WasserrĂŒckhalt / Retention, Dach- und FassadenbegrĂŒnung, erwĂ€hnt.

Es trugen Fachleute des fesa e.V., der Energieagentur Regio Freiburg, der UniversitĂ€ten Stuttgart und Freiburg, des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis und des Bundesverbandes GebĂ€udeGrĂŒn e.V. vor.

Die Mischung aus VortrÀgen und interaktiven Workshops ermöglichte es den Teilnehmenden, eigene Gedanken und Anregungen einzubringen und sich gegenseitig zu vernetzen.

Ein Folgeprojekt ab FrĂŒhjahr 2021 ist in Planung.

Der fesa e.V.
Der fesa e.V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren Energien, fĂŒr Energieeffizienz und fĂŒr die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit seiner Arbeit sensibilisiert er die BĂŒrger*innen fĂŒr diese Themen, schlĂ€gt mit innovativen Projekten neue Wege ein und schafft ĂŒber sein Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden.
 
 

Verschiedenes 
 
NABU zum EU-Wiederaufbauprogramm
Großes Torfmoor (c) NABU/Felix GrĂŒtzmacher
 
NABU zum EU-Wiederaufbauprogramm
Klima- undNaturschutz auf halbem Weg stehen geblieben
KrĂŒger: Keine Vorgaben zur Renaturierung vonWĂ€ldern und Mooren, keine klare Kante gegenĂŒber fossilen Brennstoffen

BrĂŒssel, 10.11.2020 - BrĂŒssel - Mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm will die EU den Weg aus der Corona-Krise finden. Haushalts- und Wirtschaftsausschuss des EuropĂ€ischen Parlaments haben heute ĂŒber ein Investitionsprogramm in Höhe von 672,5 Milliarden Euro abgestimmt. Dazu NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

„Das EuropĂ€ische Parlament hat heute seine Position zum EU-Wiederaufbauprogramm vorlĂ€ufig fixiert. Die Chance, durch Investitionen in Klima- und Naturschutz eine grĂŒne Gesundung des Kontinents einzuleiten, wurde dabei nicht konsequent genutzt. Zwar sollen nach dem Willen der Parlamentarier immerhin 40 Prozent des Investitionspakets in die Bereiche Klima- und Umweltschutz gehen. Es fehlen jedoch weiterhin klare Vorgaben fĂŒr Investitionen in die Renaturierung von Ökosystemen. Damit wĂŒrde es fĂŒr die EU-Regierungen freiwillig bleiben, ob sie EU-Fördergelder fĂŒr den Schutz oder die Wiederherstellung von Mooren, FlĂŒssen, WĂ€ldern und Meeresgebieten ausgeben. Angesichts des großen Finanzierungsdefizits und der positiven Auswirkungen solcher Renaturierungen auf den Klimaschutz und die regionale Wirtschaftskraft ist das eine fahrlĂ€ssig verpasste Chance.“

Auch zu einem Ausschluss umweltschĂ€dlicher Subventionen aus dem Wiederaufbaufonds, etwa fĂŒr fossile EnergietrĂ€ger, konnte sich das Parlament nicht durchringen. So könnten Mitgliedstaaten europĂ€ische Steuergelder z.B. fĂŒr Investitionen in Infrastrukturen fĂŒr Erdgas verwenden. „Das wĂŒrde uns auf Jahrzehnte vom Ziel der KlimaneutralitĂ€t entfernen. Statt auf diese Scheinlösung fĂŒr den Klimaschutz zu setzen, sollte dieses Geld direkt in den nachhaltigen Ausbau erneuerbarer Energien gehen“, kritisiert KrĂŒger.

Das Parlament muss sich nun im Rahmen des sogenannten Trilog mit dem Ministerrat und der Kommission auf eine gemeinsame Position zum EU-Aufbauprogramm einigen. Die Mitgliedstaaten mĂŒssen ihre nationalen WiederaufbauplĂ€ne bis April 2021 bei der EU-Kommission vorlegen.
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Veranstaltungen 
 
 
Sonntagsöffnung Weihnachtliches Papierschöpfen
am 06.12.2020 von 14:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

An diesem Sonntag werden Weihnachtskarten geschöpft und alternative Verpackungen fĂŒr Weihnachtsgeschenke aus Papier entwickelt. Dazu gibt es selbstgebackene Waffeln und BratĂ€pfel aus dem Kachelofen der Ökostation. Ein Angebot fĂŒr Familien mit Kindern.

Mitarbeiter*innen der Ökostation
In Kooperation mit der Freiburger Abfallwirtschaft
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
Beratungsnachmittag zum Freiburger BNE-Fonds
am 03.12.2020 von 16:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

Alle Institutionen, Organisationen, ProjekttrĂ€ger und Einzelpersonen, die 2021 Initiativen zur Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung im Sinne des Freiburger Kleeblattes ergreifen wollen, können AntrĂ€ge auf Fördergelder stellen. FĂŒr konkrete RĂŒckfragen zur Antragstellung wird an diesem Nachmittag eine Beratung in der Ökostation angeboten. Antragsschluss fĂŒr ProjektantrĂ€ge fĂŒr 2020 ist Freitag 13.12.2019. FĂŒr Fragen steht die Ökostation jederzeit gerne auch vorab zur VerfĂŒgung. Der Förderantrag kann hier www.oekostation.de/bne-fonds heruntergeladen werden.

Svenja Fugmann, Ökostation Freiburg
Der Freiburger BNE-Fonds wird von der Stadt Freiburg, Dezernat II fĂŒr Umwelt, Forst, Jugend und Bildung gefördert
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Freiburg: Sechs weitere Fahrrad-Reparaturstationen
Fahrrad-Reparaturstation am Betzenhauser Torplatz / Foto: VAG
 
Freiburg: Sechs weitere Fahrrad-Reparaturstationen
Die vier ersten vor etwa 15 Monaten durch die Freiburger Verkehrs AG (VAG) aufgestellten öffentlichen Reparaturstationen fĂŒr FahrrĂ€der haben sich bewĂ€hrt, werden gut angenommen und haben mittlerweile Zuwachs bekommen. Sechs weitere der schlanken roten SĂ€ulen sind jetzt neben den Frelo-Stationen Haslach Bad, Sandfangweg, Tullastraße / ZĂ€hringerstraße, Killianstraße, beim Betzenhauser Torplatz und beim Studierendendorf Vauban zu finden.

Die Stationen sind mit allem ausgestattet, was man fĂŒr eine schnelle Reparatur brauchen kann. Mit dabei ist natĂŒrlich auch eine Luftpumpe mit Adapter fĂŒr jede Ventilart und einem Druckmesser der verlĂ€sslich anzeigt, wie weit der Reifen bereits aufgepumpt ist.
Die Erfahrung mit bisherigen Anlagen beim Wiehrebahnhof, an der Laßbergstraße, beim Holzmarkt sowie vor dem VAG Zentrum in der Besançonallee haben gezeigt, dass die Stationen und deren Ausstattung ebenso zweckmĂ€ĂŸig wie robust sind. Einzig die Dichtungen der Luftpumpen-Adapter fĂŒr die verschiedenen Ventilarten mĂŒssen hin und wieder erneuert werden.

Die VAG investierte je Station etwa 1.000 Euro in einen kleinen aber sinnvollen Baustein der Freiburger Verkehrswende.

Was die Stationen so alles bieten:

● QR CODE mit Reparaturanleitungen
● Kreuzschlitzschraubendreher PH2
● Schraubenzieher 5,5 x 1,0 mm
● EinmaulschlĂŒssel verstellbar 0-30 mm
● Skateboard-Tools |9/16|1/2|3/8|
● DoppelmaulschlĂŒssel 8×10 mm
● DoppelmaulschlĂŒssel 13×15 mm
● TORXschlĂŒssel Set |9|10|15|20|25|27|30|40|
● InbusschlĂŒssel Set |2|2,5|3|4|5|6|8|
● Reifenheber (Kunststoff mit Stahlkern)
● Pumpe mit Druck 10 BAR (Glycerin-Manometer „Antifog“) mit Adapter fĂŒr alle Ventile
 
 



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