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Mittwoch, 4. Oktober 2023
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Verschiedenes 
 
Unsere Seen gehen baden
BlaualgenblĂĽte (c) NABU / Helge May
 
Unsere Seen gehen baden
Die 25.000 Seen in Deutschland sind massiv gefährdet – ihr ökologischer Zustand ist schlecht, dazu kommt die Klimakrise

Berlin – Sommer, Sonne, Badesee – für viele Menschen gehört die Abkühlung im nächsten Gewässer an heißen Tagen dazu. Aber leider werden unsere Seen immer häufiger wegen Blaualgen oder Fäkalbakterien gesperrt. Die Ursache dafür ist nicht in erster Linie die Klimakrise, sondern der schlechte ökologische Zustand der Gewässer in Deutschland.

„Unsere Seen in Deutschland sind massiv gefährdet“, sagt Silke Oldorff, Sprecherin des NABU-Bundesfachausschusses Lebendige Seen. „Nicht nur, was die biologische Vielfalt angeht, sondern auch ihr Freizeitwert. Daran ist nicht in erster Linie der Klimawandel schuld, denn stabile Ökosysteme können Klimastress abpuffern. Mehr als 80 Prozent der Seen sind aber laut Umweltbundesamt (UBA) in keinem guten Zustand.“ Es könnten allerdings noch mehr sein, denn es werden überhaupt nur die größten Gewässer – Seen über 50 Hektar – untersucht. Das sind etwa 750 Seen, Deutschland hat aber insgesamt rund 25.000.

Die Gewässer leiden vor allen unter den Nährstoffeinträgen von landwirtschaftlichen Flächen, die zu Überdüngung und damit zu einem starken Algenwachstum führen, und unter der Fischerei. Bebauung an den Ufern zerstört Uferlebensräume, eingeschleppte Arten, wie der Signalkrebs, werden durch Übertragungen von Krankheiten zu einer Gefahr für heimische Arten. Höhere Wassertemperaturen durch die Klimakrise kommen als Stressfaktor noch dazu. Auch die Teichbewirtschaftung kann für das Gewässer zum Problem werden. „Wenn etwa zu viele Raubfische, wie Wels, Barsch oder Zander, entnommen werden, nehmen pflanzenfressende Fische überhand“, so Oldorff. „Der Boden von Seen ist dann so vegetationslos wie eine Kraterlandschaft.“ Angler, die Karpfen besetzen und Fische füttern, schaden dem Gewässer zusätzlich. Ein Teil des Futters sinkt zum Grund, wo seine Zersetzung dem Wasser Sauerstoff entzieht.

„Wenn der ökologische Zustand erst einmal schlecht ist und es dann richtig warm wird, haben Blaualgen beste Chancen sich zu vermehren. Die Badewasserqualität kann dann so schlecht werden, dass der See gesperrt werden muss“, so Oldorff. „Da hilft es auch wenig, dass im Frühjahr die Badegewässerqualität bei über 90 Prozent der Badeseen in Deutschland vom UBA mit gut oder sehr gut bewertet wird. Denn die Probleme mit Blaualgen und Fäkalbakterien entstehen erst im Sommer bei großer Wärme.“

Deutschland ist verpflichtet bis 2027 seine Gewässer in einen mindestens guten ökologischen Zustand zu bringen. Das schreibt die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vor, die von der EU beschlossen wurde. Oldorff: „Wir haben also noch vier Jahre, um diese Vorgabe zu erfüllen und unsere Seen zu retten. Um das zu schaffen, müssten deutlich mehr Anstrengungen unternommen werden als bisher. Dazu gehören Renaturierungsmaßnahmen und vor allem strengere Auflagen für die Landwirtschaft.“
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Verschiedenes 
 
 
Baumarbeiten auf dem Parkplatz des Mundenhofs
Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht muss der Mundenhof bis zu elf Bäume auf dem östlichen Parkplatz fällen lassen. Die Fällungen werden vom Umweltschutzamt begleitet und finden voraussichtlich noch diese Woche statt. Betroffene Teile des Parkplatzes werden abgesichert bzw. gesperrt.

Die Verwaltung bittet Besucherinnen und Besucher, die Schilder, Absperrungen und Anweisungen der Baumpfleger zu beachten.
 
 


Verschiedenes 
 
 
Freiburger Neubaustadtteil Dietenbach und der Doppelhaushalt 2023/2024
Die immer stärkere finanzielle Schräglage der Stadt Freiburg:

550 Mio. Euro neue Schulden und Finanzierungslasten durch Dietenbach bis 2033 drohen die Stadt und deren ökosozialen Umbau zu ersticken. Das Regierungspräsidium wurde informiert, handelt aber zu schwach.

Die bis Ende 2024 auf 1,5 Milliarden Euro weiter steigenden extremen Kosten für die Erschließung des Freiburger Neubaustadtteils Dietenbach, die dafür unsichere Finanzierung bei bereits bekundetem Desinteresse von Freiburger Wohnbauunternehmen an den extrem teuren Baugrundstücken in Dietenbach, sowie der jetzt vom Regierungspräsidium gerade noch genehmigte Doppelhaushalt 2023/2024 der Stadt Freiburg i.Br. machen den in Freiburg ansässigen ECOtrinova e.V. sehr besorgt mit Blick auf den nötigen ökosozialen Umbau der Stadt und spätere Haushalte. Eine sehr bedrohliche Rolle bei der anstehenden sehr starken Zunahme der Ver­schuldung der Stadt spielt der Neubaustadtteil Dietenbach. Selbst bei geplantem Verlauf bei Grundstücksverkäufen würden sich aufgrund von „Dietenbach“ bis 2033 laut eigenen Angaben der Stadt (Beschlussvorlage zum 31.1.2023: Drs. G 23-025 S. 4 unten/S. 5 oben) neue Schul­den von 427 Mio € plus 123 Mio € Finanzierungskosten auftürmen, zusammen 550 Mio €. Real dürfte noch viel schlimmer kommen. Denn der Grundstücksverkauf erscheint bei den inzwischen extrem hohen Grundstücks-Preisen für Dietenbach überhaupt nicht gesichert. Freiburger Wohnbauunternehmen hatten schon Mitte 2022, also vor dem großen Kosten- und Preisanstieg, weitgehend abgewunken, dies laut Umfrage eines Freiburger Magazins, Der weitere Kostenanstieg für Baukosten, Zinslast, Personal, Inflation würde die reale Verschuldung durch Dietenbach voraussichtlich weit darüber hinaus erhöhen. ECOtrinova-Vorsitzender Dr. Georg Löser hatte Regierungspräsidenten Schäfer dazu im Juni 2023 ausführich geschrieben und "Rotes Licht" angeregt.

Der auch ökologisch gesehen ärgerliche Sanierungsstau bei öffentlichen Gebäuden, Straßen und Brücken, die ebenfalls sehr ärgerliche Erhöhung der Kitagebühren, statt sie senken, die bisherigen und wohl auch künftig extremen Anwohner-Park­gebühren, die bestehende überschuldungsbedingte Auslagerung des Neubaus der Staudinger Schule in einen Eigenbetrieb mit Mietzahlungen der Stadt für die Schule, zu wenig Personal der Stadt für Wohnbaubaumaßnahmen in Innenbereich und den sozialökologischen Umbau der Stadt sowie die stark zunehmenden Schulden des “Konzerns Stadt“: das und vieles andere sind klare Zeichen, dass die Finanzen der Stadt gar nicht in Ordnung sind und das Regierungspräsidium (RPF) viel stärker eingreifen sollte als nur den mahnenden Zeigefinger zu erheben. Erinnert sei an die riesigen Haushaltsprobleme in Freiburg zu Beginn der 2000er Jahre und aktuell an Haushaltsperren bei Kommunen wie Lörrach und beim Landkreis Ravensburg.

Die Vorgehensweise des Regierungspräsidiums, statt auf 2033 zu schauen, jeweils aus Ein- oder Zweijahressicht neu zu entscheiden, ist viel zu kurzsichtig und führt dazu, dass die Stadt sich immer tiefer in die Schuldenkatastrophe namens Neubaustadtteil Dietenbach verstrickt. Das droht Vorhaben der Stadt außerhalb der Pflichtaufga­ben auch zum Umweltschutz zunehmend zu ersticken. Hinzu kommt der hohe Personalmangel des Baudezernats bei gleichzeitig hohem Personaleinsatz für Dietenbach. Das führt dazu, so Löser, dass andere Baugebiete und Stadtumbaumaßnahmen, die Wohn­raum viel günstiger und viel schneller bieten, brachliegen oder kaum vorankommen.
 
 

Verschiedenes 
 
Digitalzwang: Kein Deutschlandticket am Automaten oder Schalter
(c) mitwelt.org
 
Digitalzwang: Kein Deutschlandticket am Automaten oder Schalter
Das gĂĽnstige Deutschlandticket fĂĽr 49 Euro ist eine tolle Sache. Es hat allerdings fĂĽr einige Menschen einen "kleinen Haken".

Lässt sich das Deutschlandticket in Papierform am DB-Fahrkartenautomaten oder am Schalter kaufen? Leider nein!

Das alte 9 Euro-Billigticket konnten die Kunden und Kundinnen noch problemlos monatlich kaufen. Das neue, wesentlich teurere Ticket gibt's digital auf dem Smartphone, als Chipkarte oder leider nur während einer Übergangsfrist bis Jahresende bei wenigen Verkehrsverbünden auch als QR-Code auf Papier (und das sehr kompliziert). Die FDP hat erreicht, dass das Deutschlandticket als ein digitales Abonnement (auch mit Scheckkarte) angeboten wird. Eine Bestellung muss immer bis zum 15. des Vormonats erfolgen. Abonnements werden von der DB nicht an Fahrkartenautomaten verkauft.

Eine Anfrage am Schalter des Freiburger Hauptbahnhofs zeigte, dass viele Menschen von dieser gezielt-technokratischen Lösung genervt sind und lieber ein einfaches Papierticket am Bahnschalter oder am Automaten wollen. Für diese Menschen gibt es aktuell nur noch ein "Schlupfloch": Die Chipkarte in der Mitte des Vormonats kaufen und das Abo sofort wieder abbestellen. Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?

Digital ist generell ok! Aber nur, wenn wir die Wahl haben und nicht dazu gezwungen werden. Und genau für diesen Zwang steht das von der FDP gezielt durchgesetzte Vertriebsmodell der Bahn. Ältere Menschen oder teilweise eingeschränkte Menschen, sowie alle, die sich aus anderen Gründen aus digitalen Prozessen heraushalten, werden aktuell ausgeschlossen und diskriminiert. Laut Statistischem Bundesamt gibt es aktuell mehr als 3,4 Millionen Menschen in Deutschland, die immer noch offline leben. Nicht nur bei der Bahn werden diese Menschen immer mehr zu ihrem "digitalen Glück" gezwungen.

Sehr geehrter Herr Verkehrsminister Wissing: Wie wär's einfach mal mit einer nicht konzerngelenkten, menschenfreundlichen Technologieoffenheit? Oder lassen Sie beim Ticketkauf einfach mal den Markt und die Menschen entscheiden ...

Wir sollten uns den Digitalzwang beim 49-Euro-Ticket nicht gefallen lassen! Das Deutschlandticket ist in seiner jetzigen Vertriebsform ein guter Anwärter für den nächsten „Oscar für Datenkraken“, den BigBrotherAward und für Beauftragte für Antidiskriminierung des Bundes.
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Autor: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Verschiedenes 
 
 
Gelbes Band heiĂźt freies Ernten
Aktion gegen die Verschwendung von Lebensmitteln

Obst und Nüsse für alle: Am Bollerstaudenweg entlang vom Rieselfelder Naturschutzgebiet stehen einige öffentliche Obstbäume, die dieses Jahr reichlich Früchte tragen. Das Garten- und Tiefbauamt kennzeichnet sie nun mit gelbem Band. Das signalisiert, dass jede und jeder hier ernten darf. Auch in Opfingen wird die Ortsverwaltung einige Walnussbäume mit dem gelben Band markieren. So wird sichtbar, welche Nüsse der Allgemeinheit zur Verfügung stehen und welche privat sind.

Wer erntet, sollte das ohne Leiter vom Boden aus und behutsam mit den Händen tun. Dabei gilt: Jede und jeder achtet auf seine Sicherheit und erntet auf eigene Gefahr. „Gelbes Band“ ist ein Startversuch im Rahmen der Aktion gegen Verschwendung von Lebensmitteln „Gelbes Band – hier darf geerntet werden“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Wenn sich die Aktion bewährt, bekommen im nächsten Jahr weitere Bäume im Stadtgebiet ein gelbes Band und bieten damit Früchte für alle.

Mehr Informationen gibt es unter www.deutschland-rettet-lebensmittel.de und beim städtischen Garten- und Tiefbauamt, „Freiburg packt an“, per Mail fpa@stadt.freiburg.de oder am Telefon 0761 201 471
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Veranstaltungen 
 
Garten der HerrenmĂĽhle Bleichheim im August
Foto: Veranstalter
 
Garten der HerrenmĂĽhle Bleichheim im August
Der Hochsommer taucht den Garten um das historische Gebäude in eine stimmungsvolle Üppigkeit. Die abwechslungsreiche Bepflanzung bietet Anregungen für den eigenen Garten, einschließlich vieler insektenfreundlicher und trockenheitstoleranter Pflanzen. Die vielen Gartenräume bieten beste Voraussetzungen für einen Kurzurlaub.

Geöffnet: Sonntag, 13. August, 13 bis 18 Uhr und Freitage, 11. und 25. August, 15 bis 18 Uhr.
Eintritt wird erhoben. Fachfragen zu Gartenthemen werden sehr gerne beantwortet.

Hansjörg Haas
SchloĂźplatz 2, 79336 Herbolzheim
Tel. 07643 40137
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Veranstaltungen 
 
Tipp fĂĽr den Urlaub zu Hause: Freiburg nachhaltig erleben
Fahnenbergplatz (c) VAG
 
Tipp fĂĽr den Urlaub zu Hause: Freiburg nachhaltig erleben
Mit der 17Ziele Rallye Freiburg lässt sich die Stadt noch bis Ende September nachhaltig erkunden. Darauf macht die Freiburger Verkehrs AG (VAG) zum Start der Sommerferien aufmerksam. Bei der Stadtrallye sind über das gesamte Stadtgebiet hinweg 17 überraschende, interessante und interaktive Stationen installiert, die mithilfe einer App (https://17ziele.app/) gefunden und gespielt werden können. Jede Station widmet sich einem der Sustainable Development Goals (SDG) der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Für jedes der Nachhaltigkeitsziele gilt es Aufgaben zu erfüllen, die direkt vor Ort oder in der Rallye App gemeistert werden. Im Oktober werden die Stationen nach einer Laufzeit der Stadtrallye von rund eineinhalb Jahren wieder abgebaut.

Initiiert hat die Aktion das Projekt #17Ziele von Engagement Global und gemeinsam mit der VAG und der Stadt Freiburg umgesetzt. Mit der bisherigen Resonanz zeigen sich die Organisatoren sehr zufrieden. Weitere Informationen zur Stadtrallye finden Sie online
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Verschiedenes 
 
 
Dank Regentonne: den eigenen Garten gut durch lange Trockenphasen bringen
Durch den Klimawandel werden unsere Sommer immer heißer, die Trockenphasen immer länger und immer mehr Wasser verdunstet: Das ist eine echte Herausforderung für die Natur. Deshalb berät der Verein regioWasser Haushalte im Stadtteil Waldsee darin, wie sie Regenwasser auffangen und vor Ort versickern lassen können – beispielsweise durch Regentonnen mit „Wasserdieben“. Möglich gemacht wird dieses kostenlose Angebot durch Unterstützung aus dem städtischen Projekt „Unser Klimaquartier Waldsee“.

Ein Regendieb ist ein Schlauch, der überschüssiges Regenwasser von der Tonne gezielt an verschiedene Stellen im Garten leitet – zum Beispiel zu Bäumen, Sträuchern oder eigens dafür geschaffene Mulden. Hier kann das Regenwasser über längere Zeit versickern. So kann im Idealfall das gesamte Regenwasser eines Grundstückes den Garten schonend bewässern und an heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Schöner Nebeneffekt: Das spart auch Geld bei den jährlichen Abwassergebühren.

Es ist wichtig wertvolles Regenwasser in der Stadt aufzufangen, um es in die Natur zurückzuleiten. So wird es nicht über Fallrohre in die Kanalisation geleitet und dem regionalen Wasserkreislauf entzogen. Unsere Böden, der größte natürliche CO2-Speicher, trocknen dann nicht so schnell aus. Denn: 2022 war schon sehr trocken; in Freiburg gab es rund ein Drittel weniger Regenwasser als im langjährigen Mittel – statt 900 Liter pro Quadratmeter regnete es nur 600 Liter im gesamten Jahr.

Wer in Waldsee wohnt und Interesse an einer unverbindlichen Beratung hat, kann sich bei Thomas Hertle von regioWasser e.V. melden unter: regenwasser@regiowasser.de.
 
 


Verschiedenes 
 
 
VAG-Jahresbilanz 2022
Die Bilanz des Jahres 2022 steht bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG) erneut im Zeichen verschiedener Sondereffekte: Das zweite Jahr der Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die damit einhergehenden Lieferengpässe und Preissteigerungen sowie das 9-Euro-Ticket und der erneute ÖPNV-Rettungsschirm sind prägende Faktoren für den Jahresabschluss 2022, den die Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch am 20. Juli bei einem Mediengespräch vorgestellt haben.

Als „sehr erfreulich“ bezeichnen die VAG-Vorstände die Tatsache, „dass sich die Fahrgastnachfrage nach und nach von den pandemiebedingten Fahrgastverlusten erholt“. Im Juni 2023 waren die Vor-Corona-Werte von 2019 bei den Fahrgastzahlen schon zu fast 95 Prozent erreicht.
Was das Jahresergebnis betrifft, kann Oliver Benz ebenfalls Erfreuliches berichten: „Wir haben das zweite Corona-Jahr mit einem Fehlbetrag von rund 23,1 Millionen Euro abgeschlossen und liegen damit um rund 11,5 Millionen Euro besser als geplant.“ Als Hauptgrund für das bessere Ergebnis nennt er die Umsatzerlöse, die insbesondere aufgrund eines weiteren ÖPNV-Rettungsschirms, um 9,7 Millionen Euro höher als geplant ausfielen. Er hebt hervor, dass der Freiburger Verkehrsbetrieb aus dem ÖPNV-Rettungsschirm von Land und Bund rund 13,5 Millionen Euro Ausgleichsleistungen erhielt, wovon 1,9 Millionen aus der Schlussabrechnung des Rettungsschirms 2021 stammen.

Stephan Bartosch betont, dass sich „die Lage am Energiemarkt mittlerweile spürbar beruhigt“ hat. Nachdem im Jahr 2021 signifikante Preissteigerungen bei Gas und Strom noch negative Folgen für das Wirtschaftsergebnis der VAG hatten, stellt die Verfügbarkeit dieser Betriebsstoffe im 2. Halbjahr 2022 keine Herausforderung mehr dar. „Die aktuellen Bezugspreise liegen derzeit signifikant unter jenen des Wirtschaftsplans für 2023.“

„Wir merken deutlich, dass die Fahrgäste wieder zurück in unsere Fahrzeuge kommen, und wir bemühen uns mit aller Kraft, dass sich dieser Trend fortsetzt“, sagt Oliver Benz. Neben der Normalisierung der Lebens- und Tagesabläufe nach dem Abklingen der Pandemie haben auch die tariflichen Maßnahmen von Bund und Land geholfen. Auch wenn es schwer zu beziffern sei, so haben das 9-Euro-Ticket und jetzt das Deutschland-Ticket mit Sicherheit dazu beigetragen, Fahrgäste für Bus und Stadtbahn zurückzugewinnen. Besonders dankbar sind die VAG-Vorstände jedoch ihren treuesten Kundinnen und Kunden: „In den Pandemie-Jahren haben wir im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) in allen Fahrscheinsegmenten Rückgänge verkraften müssen, aber die Anzahl an Abonnentinnen und Abonnenten ist stabil geblieben. Das hat uns sehr geholfen“, so Benz. Die meisten Abonnentinnen und Abonnenten sind mittlerweile ins Deutschland-Ticket gewechselt. Das Abo-Center der VAG ist dafür zeitweise personell verstärkt worden und hat diese gewaltige Aufgabe schnell und zuverlässig bewältigt.

Nach dem im Jahr 2022 für drei Monate geltende 9-Euro-Ticket wurde im März 2023 das landesweite Jugend-Ticket sowie im Mai 2023 das Deutschland-Ticket eingeführt. Wie zu erwarten war, hat es starke Wanderungsbewegungen von den Regio-Tarifen hin zu diesen neuen Angeboten gegeben. Insgesamt verwaltet die VAG für den Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) derzeit (Stand 01.07.2023) 81.024 Abo-Verträge. Davon sind knapp die Hälfte (38.802) Deutschland-Tickets. Die bisherigen RegioKarten-Tarife haben mit 9.335 Verträgen nur noch einen Anteil von 12 Prozent der genutzten Zeitkarten.

Im Bereich der Schülerinnen und Schüler sowie der Jugendlichen werden 32.867 Jugendtickets-BW gezählt. Nur noch etwa 200 Kundinnen und Kunden aus diesem Segment nutzen die bisherigen RegioKarten-Schülertarife.

Durch die neuen Tarife entstehen keine Einnahmenverluste da diese jeweils hälftig von Land und Bund über einen „Nachteilsausgleich“ ersetzt werden.

Vorstand Stephan Bartosch erläutert, dass auch in den schwierigen Zeiten der Pandemie der Ausbau und der Unterhalt des Stadtbahnnetzes ebenso weitergegangen ist wie auch die technologische Entwicklung und Maßnahmen zum Kundenservice: „2022 war ein sehr aktives Jahr bei der VAG. Der Bau der Stadtbahn in der Waldkircher Straße – die wir vor wenigen Wochen eröffnen konnten – ist im vergangenen Jahr entscheidend vorangekommen. 2022 stand aber auch im Zeichen von weiteren Sanierungsabschnitten im Streckennetz wie beispielsweise am S-Bogen Zähringer Straße, in Bereich Runzmattenweg/Bissierstraße oder an der Hauptbahnhofbrücke und den beginnenden Sanierungen von Aufzügen und Rolltreppen.“
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Beim Wechsel zur Elektromobilität setzt die VAG seit September 2022 dank 15 neuer E-Busse und neuer Ladestationen auf vier weiteren Linien Fahrzeuge mit den leisen und emissionsfreien Antrieben ein – und mit der Bestellung weiterer 6 Busse, die ab September 2023 erwartet werden, geht der Ausbau schrittweise weiter.

Eingeschränkte Lieferketten schwierige Ersatzteilverfügbarkeiten und längerfristige Reparaturzeiten führten zu einer angespannten Fahrzeugverfügbarkeit insbesondere bei den Straßenbahnen, die bis heute andauert. Mit der Lieferung von weiteren 8 CAF-Straßenbahnen von Oktober dieses Jahres bis zum Frühjahr 2024 wird eine leichte Entspannung erwartet.

Exakte Fahrgastzahlen für 2022 zu nennen, fällt, wie auch schon im Vorjahr, erneut schwer. Die Fahrgastzahlen werden im Wesentlichen statistisch ermittelt. Wie sich die Pandemie und neue Abo-Angebote wie das 9-Euro-Ticket auf Fahrtenhäufigkeiten bei Zeitkarten entwickeln, dafür hat die VAG keine Erfahrungswerte. Für das Corona-Jahr 2022 geht die VAG – grob geschätzt – von einem Wert über 70 Millionen Fahrgästen aus. „Mittlerweile haben wir den Eindruck, dass die Fahrzeuge auf dem Weg sind, wieder annähernd die Auslastungen von 2019 zu erreichen“, bilanziert Benz.

Schauinslandbahn

Nach zwei schwächeren Jahren aufgrund der Corona Pandemie, konnte die Schauinslandbahn 2022 erstmals wieder ein Ergebnis auf Vor-Corona-Niveau erreichen. Die Fahrgastzahlen lagen lediglich in den Jahren 2017 bis 2019 leicht über dem Ergebnis 2022. Im Vergleich zu dem durch Corona beeinflussten Vorjahr konnten die Erlöse um 45,5 Prozent und die Fahrgastzahlen um 40,4 Prozent gesteigert werden. Im Vergleich zu 2019 sind die Fahrgastzahlen um ca. 3,2 Prozent gesunken, die Erlöse sind jedoch aufgrund der umgesetzten Tarifanpassungen um 3,8 Prozent gestiegen.

Die BaumaĂźnahme an der bereits 2022 provisorisch in Betrieb genommenen Bushaltestelle an der Talstation konnte 2023 erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der MaĂźnahme konnte die Barrierefreiheit im AuĂźenbereich der Talstation sowie insbesondere auch bei der Anreise mit dem Ă–PNV erreicht werden.

Frelo

Mit 581.534 Ausleihen im Jahr 2022 wurde das Vorjahresergebnis um 206.967 Fahrten ĂĽbertroffen. Auch die Anzahl der fĂĽr das System registrierten Personen ist im vergangenen Jahr um fast 10.000 auf nahezu 50.000 angewachsen. Dieser positive Trend ist auch in diesem Jahr festzustellen: Im Juni 2023 gab es mit ĂĽber 69.000 Ausleihen einen neuen Rekord.
Analog zur steigenden Nachfrage wurde seit dem Start von Frelo das Angebot weiter ausgebaut und weitere Ortsteile sowie einzelne Nachbargemeinden mit eingebunden. So stehen derzeit 93 Stationen zum Ausleihen oder Zurückgeben eines Frelos zur Verfügung, das sind nochmals zwölf mehr als noch 2021. Außerhalb des Stadtgebietes gibt es von Umlandgemeinden finanzierte Kooperationsstationen wie zum Beispiel in Gundelfingen, Merzhausen oder Umkirch. Und auch die Anzahl der Räder hat sich von 615 auf 720 erhöht.

Personal

Zum 31.12.2022 hatte die VAG 915 aktive Beschäftigte. Darunter waren 34 Auszubildende und 37 Abrufkräfte. Die Gewinnung qualifizierter Personale und die Besetzung möglichst vieler der angebotenen Ausbildungsplätze war auch 2022 wieder eine wichtige Aufgabe des Unternehmens. Die VAG leidet auch im Jahr 2023 weiter an einem Arbeitskräftemangel, insbesondere im Fahrdienst. Die Personalakquise bleibt auch weiterhin das zentrale Thema des Unternehmens.
Investitionen, Angebote, Ereignisse

Waldkircher StraĂźe

Trotz Lieferengpässen und der Insolvenz einer der beauftragten Baufirmen wurde die Baustelle im Zeitplan und im Kostenrahmen fertiggestellt. Von den voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 19,6 Millionen Euro hat das Land Baden-Württemberg gut die Hälfte übernommen. Entstanden ist nicht nur ein neues Stück Stadtbahn, sondern eine Mobilitätsader, die die Belange aller Fortbewegungsarten optimal berücksichtigt. Die zwei neuen Haltestellen der Stadtbahn in der Waldkircher Straße und auch die umgebauten Haltestellen am Hauptfriedhof und an der Hornusstraße entsprechen den heutigen Anforderungen an die Barrierefreiheit. Das Gebiet wird neben der barrierefreien Stadtbahn und den breiten Fuß- und Radwegen auch durch vier neue Frelo-Stationen und, Carsharing erschlossen. Angeboten wird auch ein On- Demand-Verkehr: Der Abholservice per Telefon (AST) bringt Fahrgäste von der eigenen Haustür zur nächsten Haltestelle und zurück.

DFI mit Regionalbussen

Seit dem 24. März 2022 können auf den Dynamische Fahrgastinformation (DFI) an den Haltestellen nun endlich auch die Busse der wichtigsten Regionalbusunternehmen angezeigt werden. Bislang waren dort ausschließlich die VAG-Linien berücksichtigt. Das System kann nun auch Fahrplan- und Echtzeitdaten von Bussen anderer in der Region tätiger Unternehmen abrufen und darstellen. Dank dieser Neuerung werden Umstiege für die Fahrgäste leichter und verständlicher und die Nutzerfreundlichkeit erhöht.
AufzĂĽge und Rolltreppen der StadtbahnbrĂĽcke werden erneuert

Seit dem 2. Mai 2022 erneuert die VAG die AufzĂĽge und Rolltreppen an der StadtbahnbrĂĽcke ĂĽber den Hauptbahnhof. Bis voraussichtlich Ende 2024 werden die AufzĂĽge jeweils sukzessive nacheinander erneuert. Der Neubau der AufzĂĽge 1 und 5 ist mittlerweile abgeschlossen. Aufzug 4 wird voraussichtlich wieder im kommenden Januar in Betrieb gehen.

Vier neue E-Buslinien

Nach umfangreichen Investitionen in Höhe von rund 17 Millionen Euro können seit September 2022 vier weitere Omnibuslinien mit Elektro-Bussen bestückt werden. Dieses Geld floss in die Anschaffung von 15 E-Bussen und die dafür notwendigen Ladeinfrastrukturen im Betriebshof und entlang der Strecke. Die Umstellung des Busbetriebs auf einen reinen Elektro-Antrieb soll bis 2030 vollständig abgeschlossen sein. Dieses Ziel kann nur dank der großzügigen Fördermittel von Bund und Land erreicht werden. In diesem Jahr erwartet die VAG sechs weiter E-Busse, wodurch sich die Zahl der entsprechenden Fahrzeuge auf 23 erhöhen wird. Mittlerweile liegt auch der genehmigte Förderbescheid für 22 weiter E-Busse vor, die voraussichtlich in den Jahren 2024 und 2025 erwartet werden.

Neuer SC Verkehr

Gut eingespielt haben sich im vergangenen Jahr die Sonderverkehre zu den Heimspielen des SC Freiburg. Die SC-Fans nehmen das Angebot sehr gut an und haben nur wenige Spieltage gebraucht, um die neuen Abläufe zu lernen. Und auch die VAG hat nach den Erfahrungen der ersten Heimspiele mit Fans Anpassungen im Angebot vorgenommen. Mittlerweile hat sich alles sehr gut eingespielt und geschätzt bis zur Hälfte der Zuschauenden nutzt Bus und Stadtbahn zur Anreise. Hervorragend angenommen für den Weg zum Stadion wird auch das Fahrradverleihsystem Frelo. An Spieltagen stehen oft mehr als die Hälfte aller verfügbaren Leihräder an der provisorischen Frelo-Station beim Stadion.

Und noch einiges mehr:

Es sind nicht immer nur die ganz großen Räder, die gedreht werden müssen, um ein möglichst gutes Angebot auf die Beine zu stellen. Zum Gesamtbild gehören auch Dinge wie der Aufbau vier weiterer öffentlichen Reparaturstationen die alle notwendigen Werkzeuge und Hilfsmittel zur Reparatur und Wartung von Fahrrädern, Kinderwägen, Skateboards oder beispielsweise auch zum Aufpumpen von Rollstuhlreifen bereitstellen. Damit erhöht sich die Zahl dieser Servicestationen auf 19 Stück im Stadtgebiet. Die VAG investierte je Station etwa 1.500 Euro in diesen weiteren – kleinen aber feinen – Baustein in der Palette ihrer multimodalen Angebote.

Ein besserer Kundenservice und auch eine Entlastung des VAG Kundenzentrums pluspunkt in der Salzstraße 3 wurde dadurch erreicht, dass das SozialTicket jetzt auch in den privaten Verkaufsstellen erhältlich ist.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 wurde eine Schnellbuslinie für die Tuniberggemeinden eingeführt. Die bisherige Resonanz ist positiv. Nach zwei Betriebsjahren werden wir Bilanz ziehen. Sollte sich das Konzept bewähren, würden auch an anderen Stellen im Netz ähnliche Angebote geprüft.

Eine andauernde Herausforderung ist der Unterhalt und die Pflege des bestehenden Netzes.

So wurden im Jahr 2022 unter anderem die verschlissenen, 34 Jahre alten Gleise im S-Bogen bei der Eisenbahn Überführung erneuert, dort wo die Zähringer und die Habsburger Straße aufeinandertreffen.
Die Bahnsteige an der Haltestelle „Bollerstaudenstraße“ wurden saniert, modernisiert und behindertenfreundlicher gestaltet.

Die Haltestelle „Geschwister-Scholl-Platz“ wurde modernisiert und barrierefreier.

Zwischen den Haltestellen „Bissierstraße“ und „Runzmattenweg“ wurde zwei alte Weichen ausgetauscht.
 
 

Verschiedenes 
 
Vor 50 Jahren wurde Wyhl zum Standort für das später verhinderte Atomkraftwerk
(c) mitwelt.org
 
Vor 50 Jahren wurde Wyhl zum Standort für das später verhinderte Atomkraftwerk
Vor 50 Jahren (19.7.1973) hatte die Umweltbewegung am Oberrhein einen ersten, großen Erfolg. Die Verantwortlichen des Energiekonzerns Badenwerk (heute EnBW) und die Landesregierung erkannten, dass der Atomkraftwerksstandort Breisach politisch nicht durchsetzbar war. Zu stark war der Protest der mehrheitlich konservativen Bevölkerung am Kaiserstuhl. Kurzerhand wurde die Planung 13 Kilometer nach Norden verschoben. Am 19. Juli 1973 wurde erstmals der neue Standort eines Atomkraftwerkes in Wyhl bekannt.

Es war eine spannende Zeit des Umbruchs in einer Phase extremer Umweltverschmutzung in Nachkriegsdeutschland und Europa. Nach den noch eher zaghaften Protesten gegen die Verschmutzung der Wutach und gegen die AKW in Breisach und Schwörstadt verstärkte sich der Protest. Der Nachkriegsglaube an das unbegrenzte Wachstum bekam erste Risse. Aus konservativen Nur-Naturschutzverbänden wurden politische Umweltverbände und im Elsass, in der Nordschweiz und Südbaden schwoll der Protest gegen umweltvergiftende Industrieanlagen und geplante Atomkraftwerke zu einer massiven Protestbewegung an.
Die heutigen (Teil-)Erfolge für Mensch und Umwelt in Sachen Luft- und Wasserqualität sind auch diesen frühen Kämpfen zu verdanken.

Es ging den Menschen nicht nur um die Bedrohung durch das AKW in Wyhl sondern auch um ein, im benachbarten Marckolsheim (F) geplantes, extrem umweltbelastendes Bleichemiewerk. Bei einem vergleichbaren Bleiwerk in Nordenham waren damals gerade sechzehn KĂĽhe an Bleivergiftung gestorben, 69 Rinder mussten notgeschlachtet werden ...
Die Menschen auf beiden Seiten des Rheins begannen erstmals nach dem Krieg in einer kleinen, alemannischen Internationale grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Sie träumten und realisierten den Traum vom grenzenlosen Europa der Menschen und der verzweifelte Kampf gegen Blei und Atom begann.

Ein "Fenster der Möglichkeiten" öffnete sich und beherzte Menschen aus dem Elsass und Baden begannen mit Informationsarbeit, Demonstrationen und der Vorbereitung der beiden Bauplatzbesetzungen in Wyhl und Marckolsheim(F). Aus den frühen erfolgreichen Kämpfen für Luftreinhaltung 1974 auf dem besetzten Platz in Marckolsheim entwickelte sich der Kampf gegen das Waldsterben 1.0. Langfristig gesehen liegen auch wichtige Wurzeln der heutigen Klimaschutzbewegung in diesen frühen Konflikten.

Die erfolgreiche AKW-Bauplatzbesetzung in Wyhl 1975 war ein wichtiger Impuls für die Besetzungen in Kaiseraugst(CH) und Gerstheim(F). Auch der Traum von einem schlagbaumlosen Europa der Menschen und von den kommenden erneuerbaren Energien wurde geträumt und angegangen. Doch nach kurzer Seit schloss sich das "window of opportunity" und in Grohnde und Brokdorf war eine Wiederholung der Erfolge von Ober- und Hochrhein nicht mehr möglich.

5 Jahrzehnte nach diesen trinationalen Umwelt-Konflikten, nach dem Streit um Gorleben und Wackersdorf und den Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima wurden in Deutschland die letzten Atomkraftwerke abgestellt. In diesen 50 Jahren gab es (gerade auch beim aktuellen Atomausstieg) immer ein zentrales Hintergrund-Thema, das bei den Konflikten um Kohle und Atom und beim Streit für die erneuerbaren Energien in der öffentlichen Debatte selten erwähnt wurde. Der Streit der Lobbyisten für Atom, Gas, Öl- und Kohle und ihr jahrzehntelanger Kampf gegen die Erneuerbaren war immer ein Konflikt um das Energieerzeugungsmonopol und um die Gewinne der mächtigen Energiekonzerne.

Die Verhinderung des AKW in Wyhl, des Bleiwerks in Marckolsheim und der Atomausstieg am 15.4.23 waren schon erstaunlich. Seit wann setzen sich in a »rich man´s world« die Vernunft gegen die Macht, die Nachhaltigkeit gegen die Zerstörung und die Kleinen gegen die Großen durch?

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
Der Autor war Sprecher der ehemaligen BI Riegel, (alt-)Bauplatzbesetzer und dreißig Jahre lang BUND-Geschäftsführer in Freiburg
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Umweltschutzvereine gegen geplante Atomschrottfabrik
Gemeinsame Medienmitteilung von ECOtrinova e.V. und BUND-Regionalverband südlicher Oberrhein e.V. zum „Technocentre“ bei Fessenheim/Elsass

Das vom französischen Strom- und Atomkonzern EDF bei Fessenheim nun konkreter geplante Technocentre zum Einschmelzen und Verarbeiten von radioaktiven Metallbauteilen aus Atomkraftwerken aus ganz Europa wäre als trojanisches Pferd das Einfallstor für die von einigen Politikern im Elsass geforderte erneute Atomenergienutzung in Fessenheim und für die dauerhafte Wieder-Etablierung der Atomwirtschaft auch nach dem Rückbau des Atomkraftwerks (AKW) Fessenheim. 11 Umwelt-, Naturschutz und Anti-Atomkraft-Vereinigungen wollen den Anfängen wehren! Dazu ersuchen Umweltverbände wie ECOtrinova e.V. und der BUND-Regionalverband südlicher Oberrhein e.V. derzeit mit Schreiben Unterstützung von den politischen Gremien und Parteien der Region gegen das geplante Technocentre.

Die Strahlenschrottfabrik „Technocentre“ wurde auf Betreiben der EDF in das grenzüberschreitende „Projet de Territoire“, also Raumprojekt Fessenheim als Aktion 4.2. aufgenommen. Eine Zustimmung der deutschen Seite fehlt hierzu jedoch. Denn das Raumprojekt sollte nur nichtnukleare Zukunftsvorhaben u.a. zu erneuerbaren Energien umfassen. Es war aus den Aachener Verträgen (Elysée-Vertrag 2.0) hervorgegangen als ratifizierter Zukunftsprozess Fessenheim und hat sich solche Ziele gesetzt für viele neue und „saubere“ Arbeitsplätzen in der französisch-deutschen Region bei Fessenheim beiderseits am südlichen Oberrhein.

Das Prinzip der Atomschrottfabrik ist: strahlenverseuchte Bauteile kommen in einen Schmelzofen mit hohem Stromverbrauch. Das Material wird in vielen Schritten getrennt in Atommüll plus radioaktiv noch schwach verseuchte Metalle zur Nutzung für viele Anwendungen, etwa für Baustahl und Konsumgüter. Keine Frage: es drohen auch radioaktive Abluft, Abwässer und Störfälle. Es ist damit zu rechnen, dass zur besseren Auslastung der Fabrik zukünftig auch anderer Strahlenschrott verarbeitet wird.

Es gab weltweit schwere Unglücke und Missstände mit zunächst unbemerkt radioaktiv verseuchtem Stahl, u.a. in Taiwan für Schulen und Wohnungen, in Brasilien für Betten. 150 Tonnen verseuchte Stahlreste kamen aus Indien nach Deutschland und wurden zufällig entdeckt. Verstrahlte Heizungsrohre in Schweden, verseuchte Handtaschen in den Niederlanden, radioaktive Armbanduhren in Frankreich und Deutschland, dort auch strahlende Bedienknöpfe in 600 Aufzügen. Der Stahl stammte aus indischen und chinesischen Stahlwerken. Radioaktives Caesium-137, freigesetzt aus einem südspanischen Stahlwerk wurde in der Schweiz in der Luft gemessen. Die Umweltschutzvereine wollen solche Verstrahlungen nicht riskieren.

ECOtrinova und der BUND Regionalverband fordern generell, radioaktiven Stahl nicht in die allgemeine Öffentlichkeit zu entlassen, sondern ausschließlich in der Nuklearindustrie zu verwenden. Ein nukleares Endlager benötigt Stahl für Stützen, Schienen, Behälter und Tore: So wäre er weiter unter der Kontrolle der Nuklearaufsicht und würde nicht mit eventuell unbemerkt überhöhten Strahlenwerten in Form von Kochtöpfen oder anderen Alltagsgegenständen genutzt.

Die Umwelt-, Naturschutz und Anti-Atomkraft-Vereinigungen streben eine atomenergiefreie trinationale Region an, ein ECOvalley, das beispielhaft Vorbildregion für Energieeffizienz wird und möglichst bald zu 100% mit erneuerbaren Energien versorgt ist.

Die von CSFR, STOP Fessenheim, Alsace Nature und Stop Transports zur Aufklärung über die Atomschrottfabrik Technocentre herausgegebene Informationsschrift hat ECOtrinova e.V. mit Hilfe beteiligter südbadischer Vereinigungen und von STOP Fessenheim als deutschsprachige, ebenfalls reich bebilderte 16-seitige Broschüre „Das verrückte Technocentre-Projekt in Fessenheim“ bereitgestellt. Sie ist online u.a. bei ECOtrinova e.V. unter https://kurzelinks.de/Brosch-Technocentre-D abrufbar.
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Jahresergebnis 2022 der Solar-BĂĽrger-Genossenschaft zufriedenstellend
 
Jahresergebnis 2022 der Solar-BĂĽrger-Genossenschaft zufriedenstellend
Information zu Energiegemeinschaften und Energy Sharing im Anschluss an die Mitgliederversammlung

Die Solar-Bürger-Genossenschaft, langjährig aktive Bürgerenergiegenossenschaft in Freiburg, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Dies verdeutlich die Präsentation ihres Jahresergebnisses für das letzte Jahr auf der kommenden Mitgliederversammlung. Zu dieser lädt sie ein am Mittwoch, den 19. Juli 2023 um 18:00 im Großen Saal des Stadtteilzentrums Vauban, Raum: Saal A im 1. OG, Alfred-Döblin-Platz 1, 79100 Freiburg.

Mit ihrer Bilanzsumme von 1.686.563,44 Euro und einem ausgewiesenen JahresĂĽberschuss von 20.268,54 Euro ist der Vorstand zufrieden. Will doch die Genossenschaft nicht vorrangig Gewinne erzielen, sondern die dezentrale Energiewende in BĂĽrgerhand voranbringen. Damit kann, wie immer in den letzten Jahren, erneut eine AusschĂĽttung an die Mitglieder beschlossenen werden.

Nicht nur das Ergebnis ist trotz vieler Turbulenzen im Markt erfreulich, auch die aktuellen Entwicklungen erweisen sich als vielversprechend durch zahlreiche neue Projekte. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurde auf eine Gewerbeimmobilie in Bad Krozingen 365 kWp PV installiert. Bei einem Wohnhaus in der Rehlingstrasse in Freiburg sind es 42 kWp. Bei beiden Immobilien ist die Vor-Ort-Nutzung des Stroms – Mieterstrom - vorgesehen.

Hinzu kommt eine anstehende Erweiterung der Solar-BĂĽrger-Genossenschaft durch engagierte Gruppen. Energiegemeinschaften und Energy Sharing gehen das aktuell gemeinsam in umliegenden Gemeinden mit der Solar-BĂĽrger-Genossenschaft an. Weitere Quartiere und Gemeinden, in denen eine Bereitschaft zur Vernetzung von mehreren Energieprojekte besteht, kommen fĂĽr die Umsetzung solcher Energiegemeinschaften ebenfalls in Frage.

Die Information und die Diskussion dazu beginnen am 19. Juli 2023 um 20.00 Uhr. Dieser Teil der Mitgliederversammlung steht auch Nichtmitgliedern offen. Energiewendeinteressierte können somit für sich klären, ob sie diesen neuen Ansatz nutzen wollen. Die Bundesregierung will dafür Anfang kommenden Jahres die gesetzlichen Weichen verabschieden. Interessierte möchten bitte ihr Kommen vorab unter info@solargeno.de anmelden.
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Veranstaltungen 
 
Deutscher Kolonialismus
Foto: Veranstalter
 
Deutscher Kolonialismus
DER VERMESSENE MENSCH

Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts: Alexander Hoffmann ist ein ehrgeiziger Ethnologie-Doktorand. In einer Delegation von Herero und Nama aus der Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ lernt er Kezia Kambazembi kennen und widerspricht danach der gängigen evolutionistischen Rassentheorie seines Professors. Während des deutschen Vernichtungskrieges gegen Herero und Nama reist Hoffmann im Schutz der kaiserlichen Armee durch die Kolonie und sammelt Kunstgegenstände. In Wahrheit sucht er nach Beweisen für seine These – und nach Kezia. Vor Ort erlebt er mit, wie mit unmenschlicher Härte der Vernichtungsbefehl ausgeführt wird. Doch auch er überschreitet zunehmend moralische Grenzen und willigt ein, Schädel und Skelette von Herero für die Forschung zu organisieren.

Mit dem Film wagt sich der Lars Kraume an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, dem ein rassistisches Menschenbild zugrunde liegt, das bis heute nachwirkt.

In Kooperation mit dem Graduierten-Kolleg der Universität Freiburg

Deutschland 2022 / OF / 116 Min. //
Buch & Regie: Lars Kraume / Mit Leonard Scheicher, Girley Charlene Jazama, Peter Simonischek //

Kommunales Kino Freiburg
Do 27.07., 20:30 //
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Freiburg radelt 53 Mal um die Welt
2.132.983 Radkilometer, 572 Teams und 9.182 Radelnde

Mehr Teilnehmende, mehr Teams und mehr Kilometer als 2022 – Das Aktion Stadtradeln geht erfolgreich zu Ende

Kilometer nachtragen ist noch eine Woche möglich

Die „radverrückteste“ Großstadt Deutschlands: Mit 9,3 Kilometern pro Kopf lässt Freiburg aktuell alle anderen hinter sich. 21 Tage hatten die Menschen in Freiburg Zeit, um im Alltag möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen und so gemeinsam ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und übertrifft den Erfolg aus dem vergangenen Jahr: 9.182 Radelnde in 572 Teams radelten 2.132.983 Kilometer. Und die Zahlen können sich sogar noch verbessern, denn bis Sonntag, 16. Juli, haben alle Teilnehmenden Zeit, ihre vergessenen Kilometer aus den letzten Wochen in ihrem virtuellen Kilometerbuch nachzutragen.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Wir sind so weit geradelt wie noch nie: 2.132.983 Kilometer sind eine stolze Zahl. Mein Dank geht an alle, die mitgemacht haben. Sie haben mit viel Engagement deutlich gemacht, wie wichtig das Fahrrad als Verkehrsmittel ist. Das zeigt, dass wir mit dem ambitionierten Ausbau der Rad-Infrastruktur auf dem richtigen Weg sind. Radeln macht eben einfach Freude, ist gut fürs Klima und hält körperlich fit.“
JobRad hat das diesjährige Stadtradeln mit einer Spende unterstützt: Pro gefahrenen Kilometer gibt es einen Cent. Je rund 10.000 Euro kommen zwei Freiburger Organisationen zu. Das Geld geht an LastenVelo Freiburg, ein kostenloses Leihsystem für Lastenräder, und an die p3-Werkstatt. Dort bauen überwiegend geflüchtete Menschen und Menschen mit Brüchen in der Bildungsbiographie in ihrer Ausbildungswerkstatt eine Prototypen-Kleinserie von Fahrradaufbauten

Die aktivsten STADTRADELN-Teams 2023 aus Freiburg:

Gesamt:
• Radaktivstes Team (meiste km pro Mitglied mit mindestens 10 Personen): Familienbande – 6.511 km – 12 Radelnde – 543 km/Kopf
• Team mit dem besten Gesamtergebnis (meiste km insgesamt): Universitätsklinikum – 162.370 km – 673 Radelnde

Unternehmen:
• Radaktivstes Unternehmensteam (meiste km pro Mitglied mit mindestens 10 Personen): Druckerei Kesselring – 6.536 km – 14 Radelnde – 467 km/Kopf
• Unternehmensteam mit dem besten Gesamtergebnis (meiste km insgesamt): Industrieradler – 61.338 km – 225 Radelnde

Schulen:
• Radaktivstes Schulteam (meiste km pro Mitglied mit mindestens 10 Personen): Max-Weber-Schule Freiburg – 10.905 km – 37 Radelnde – 295 km/Kopf
• Schulteam mit dem besten Gesamtergebnis (meiste km insgesamt): Wentzinger Schulen – 45.214 km – 240 Radelnde

Auch die Politik ist in Bewegung: In der Gewinnkategorie „Radaktivstes Kommunalparlament“ liegt Freiburg aktuell auf Platz 2 aller Kommunen und Kreise über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Unter den Teilnehmenden werden nach dem Nachtragezeitraum attraktive Preise wie Radladengutscheine, Fahrradpumpen oder eine Reparaturstation verlost. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden dann kontaktiert. Wie Freiburg im Vergleich zu den anderen Städten und Landkreisen in Deutschland abschneidet, wird sich final erst Ende September zeigen: Dann endet die Aktion für alle Kommunen in Deutschland.

Das städtische Nachhaltigkeitsmanagement und die Stabsstelle Mobilität koordinieren die Aktion, die durch die Landesinitiative „Radkultur“ gefördert wird.
 
 

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Zwei neue, leistungsfähigere Windräder auf dem Roßkopf
(c) Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Zwei neue, leistungsfähigere Windräder auf dem Roßkopf
Stadt Freiburg und Firma Regiowind haben heute Verträge über Repowering abgeschlossen

Freiburg, 7.7.23. Der Wind kann kommen: Heute wurden im Freiburger Rathaus zwei weit in die Zukunft weisende Verträge unterzeichnet. Es geht um zwei neue Windräder auf dem Roßkopf. Signiert wurden die Grundstückspachtverträge für die Stadt Freiburg von Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit und für die in Freiburg ansässige Firma Regiowind GmbH von deren Geschäftsführern Andreas Markowsky und Michael Klein.

Oberbürgermeister Martin Horn begrüßt die neuen Windräder: „Alle reden über die Energiewende – es geht aber um konkrete Taten. Freiburg war schon immer Vorreiterin bei Erneuerbaren Energien. Das war und ist unser Anspruch: Nicht nur große Ziele, sondern auch konkrete Projekte. Die neuen Windkraftanlagen am Rosskopf liefern am selben Standort deutlich mehr Strom, das ist der richtige Weg. Gleichzeitig laufen auch an der Holzschlägermatte und dem Taubenkopf die Planungen für neue oder kräftigere Windräder. Damit können wir die Stromproduktion aus Windkraft bei uns mehr als verdreifachen. Und damit ist das Potential noch nicht ausgeschöpft. Auch wenn die Verfahren im Vorfeld noch immer langwierig und zu bürokratisch sind - Strom aus Wind ist ein zentrales Element auf dem Weg zur Klimaneutralität.“

Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit sagt: „Der Einsatz für Wind- und auch Sonnenkraft gehört zur DNA von Freiburg. Ohne den Ausbau der Sonnen- und Windenergie sind unsere ehrgeizigen Klimaziele nicht zu schaffen. Deshalb ist der heutige Vertrag ein wichtiger Zwischenschritt auf dem richtigen Weg.“

Die vier Windräder, die Regiowind im Jahr 2003 am Roßkopf errichtet hatte, sind in die Jahre gekommen und sollen durch zwei deutlich leistungsfähigere Anlagen ersetzt werden. Bisher befinden sich drei Anlagen auf Gemarkung Freiburg, davon eine auf städtischem Grund und zwei auf privaten Grundstücken. Die vierte Anlage steht auf Gemarkung Gundelfingen im Staatswald von ForstBW.

Die beiden nun geplanten neuen Anlagen werden im Staatswald und im Stadtwald gebaut werden. Trafostation, Kranstellflächen und Leitungen befinden sich zum Teil auch künftig auf Grundstücken privater Waldbesitzer.

Während die alten Anlagen vom Typ Enercon E 66 eine Gesamthöhe von 133 Metern und eine Leistung von 1,8 Megawatt hatten, werden die neu geplanten Anlagen vom Typ Enercon E 138 eine Höhe von 230 Meter erreichen und 4,2 Megawatt leisten. Mit rund 20 Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr wird sich die Strommenge nahezu verdoppeln.

Neben den privatrechtlichen Verträgen, die vom städtischen Forstamt verhandelt wurden, ist auch noch ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren erforderlich. Die Anträge dafür sollen noch in diesem Monat eingereicht werden. Der Bau und die Inbetriebnahme der neuen Anlagen sind für 2025 geplant.

zum Bild oben:
Vertragsunterzeichnung neue Windkraftanlagen, mit (von links) Andreas Markowsky, Christine Buchheit und Michael Klein.
Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
 

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Fest der Zukunftsenergien am 14. Juli
Klimagespräche im Nachgang: Dialog mit der Stadtgesellschaft am 19. und 24. Juli

Klimaneutralität 2035 und Energiewende: Das geht nur gemeinsam mit allen Freiburgerinnen und Freiburgern. Deshalb veranstaltet das Umweltschutzamt in Kooperation mit dem Theater im Zuge des Aktionszeitraumes von „10nach12 – ein klimaneutrales Festspielhaus der Zukunft“ am Freitag, 14. Juli, ab 15 Uhr das Fest der Zukunftsenergien auf dem Platz der alten Synagoge. Zahlreiche Stände informieren zum Ausbau der erneuerbaren Energien – dem Schlüssel zur Klimaneutralität.

Auf dem Fest der Zukunftsenergien werden lokale Ausstellerinnen und Aussteller erwartet: beispielsweise die VAG Freiburg, der fesa e.V. mit einem Mini DIY-Balkonsolar-Workshop, die Abfallwirtschaft Freiburg und die Elektrizitätswerke Schönau mit ihrem Energie-Fahrrad zum Smoothies mixen. „Rote Sofas“ und zahlreiche Aktionen sowie Informationen und Musik laden zum Verweilen und Diskutieren ein. Auch für die Kleinsten ist gesorgt: Oni der Drache unterhält zwischen 15 und 18 Uhr und bei der Kleidertauschbörse kann sich neu eingekleidet werden.

Der Stand des Umweltschutzamtes informiert unter anderem über die Kampagne „Zukunft Altbau“. Dabei geht es um die energetische Sanierung von Wohngebäuden. Für Fragen steht die Energieberaterin Carolina Kreuz vor Ort zur Verfügung.

Im Nachgang zum Fest lädt die Stadt zu zwei Klimagesprächen in
das Winterer-Foyer im Theater Freiburg ein: Am Mittwoch, 19. Juli,
geht es ab 19.30 Uhr um Wind und Energiesparen. Das zweite
2
Klimagespräch findet am Montag, 24. Juli, um 18.30 Uhr statt und beschäftigt sich mit dem Thema Solarenergie. Veranstaltet wird der Bürgerdialog von der Allianz für Werteorientierte Demokratie (AllWeDo), die 2022 den KlimabürgerInnenrat gegründet hat. Die Klimagespräche ist die Fortführung dieser erfolgreichen Arbeit und schließt direkt an die Empfehlung aus dem erarbeiteten Gutachten des KlimabürgerInnerates an. Eine Anmeldung ist per Mail an info@allwedo.eu oder telefonisch unter 01609-2570639 möglich.

Zusätzlich findet unter Leitung des Theaters ein Gespräch zwischen jungen Akteurinnen und Akteuren der Klimaszene und dem Umweltschutzamt statt. Im Fokus steht auch hier der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Frage, was jede und jeder Einzelne dafür tun kann.

Weitere Informationen sind auf den Internetseiten des Theaters sowie bei AllWeDo e.V. abrufbar:
www.theater.freiburg.de/
www.zehnnachzwoelf.wordpress.com/
www.allwedo.eu/post/klima
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Augen auf! Freiburg
Logo der Podcastfolgen „Kim Flosse und die bunten Teilchen“
 
Augen auf! Freiburg
Der Kinderpodcast „Kim Flosse und die bunten Teilchen“ informiert zur Stadtsauberkeit ASF klärt über Abfälle in der Natur auf
Folge 1 und 2 sind bereits verfĂĽgbar

Kim Flosse ist ein im Meer lebender Fisch, dem die bunten Plastikteilchen in seiner Umgebung auffallen. Aber wie kommen die dahin? Wie entstehen sie überhaupt? Und welchen Schaden richten sie in der Natur an? Antworten liefert der vierteilige Podcast „Kim Flosse und die bunten Teilchen“. Darin erklärt der kleine Fisch die Entstehung von Abfällen und die Schäden, die er in der Natur anrichtet. Die Reise führt bis in die Dreisam – dort trifft er auf Freundinnen und Freunde, die ihm helfen Lösungen für das Problem Müll in der Natur zu finden. Die Folgen Eins und Zwei sind jetzt verfügbar.

Bereits im vergangenen Jahr startete die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Kampagne „Augen auf! Freiburg – gemeinsam für eine saubere Stadt“. Im Rahmen dieser Kampagne erscheint jetzt ein Kinderpodcast aus der Sicht von Kim Flosse, einem kleinen Fisch. Das Ziel der Podcastreihe: möglichst viele Altersgruppen ansprechen, denn sogenanntes Littering – das achtlose Wegwerfen von Müll in der Natur – ist nicht auf eine Zielgruppe allein zurückzuführen.

Entstanden ist der Podcast als interdisziplinäres Projekt dreier Klassen, ihrer Lehrkräfte und der Umweltpädagogik der ASF. Mitgemacht haben jeweils eine Klasse der Markgrafenschule Tiengen, der Hebelschule und der Clara Grunwald Schule. Die Kinder haben die Inhalte ihrer Podcastfolgen und die eingesprochenen Texte größtenteils selbständig erarbeitet. So beschreiben sie unter anderem ein eigens durchgeführtes Experiment, bei dem Abfällen in der Natur zersetzt werden. Eingespielt wurde der Podcast mithilfe der Tonpony Studios.

Die ersten beiden Folgen des Podcast sind ab jetzt auf allen gängigen Podcast-Plattformen (Spotify, iTunes, Deezer, YouTube Music) zu finden. Auf YouTube kann das Hörspiel zusammen mit einem Video abgespielt werden. Die dritte Folge erscheint am 15. September, die vierte am 10. November. Auf YouTube kann das Hörspiel zusammen mit einem atmosphärischen Video angehört werden:
https://www.youtube.com/watch?v=JHSS22eiHsI.

Weitere Infos zum Podcast sind im Bereich Abfallpädagogik unter abfallwirtschaft-freiburg.de zu finden.
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Waldbrandgefahr ab dem Wochenende wieder hoch
Offenes Feuer und Rauchen im Wald sind verboten

Wer einen Waldbrand bemerkt, soll unverzĂĽglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) informieren

Den jüngsten Regenfällen zum Trotz – vom kommenden Wochenende an gilt für Freiburg die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe 4. Das geht aus der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes hervor, die auch weite Teile Baden-Württembergs, Bayerns und Ostdeutschlands im roten Bereich sieht (Waldbrandgefahrenindex auf www.dwd.de).

Dank des besonnenen Verhaltens der Freiburger Bevölkerung sind an den heißen Tagen im Mai und Anfang Juni noch keine Vegetationsbrände entstanden. Immerhin hatte der Waldbrandindex im Frühsommer bereits an mehreren Tagen auf den beiden höchsten Gefahrenstufen gestanden. „Wir rechnen mit vielen weiteren heißen Sommertagen und ich appelliere deshalb an die Bevölkerung, alles zu unterlassen, was zu Bränden in Wäldern und Wiesen führen kann“, so Feuerwehrdezernent Stefan Breiter.

Das Forstamt und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz bitten nun vor der nächsten Hitzewelle alle Waldbesucherinnen und - besucher eindringlich um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Sie weisen darauf hin, dass Rauchen und offenes Feuer im Wald und in einem Abstand von 100 Meter zum Wald außerhalb eingerichteter Grillstellen grundsätzlich verboten sind (§ 41 Landeswaldgesetz). Beides stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann von Förstern, Polizei und Vollzugsdienst geahndet werden. Dafür können Verwarnungs- und Bußgelder erhoben werden. Waldbrandgefahr geht auch von achtlos aus dem Fenster geworfenen Zigarettenkippen aus.

Grill-Regelungen

Bis auf Weiteres werden im Stadtwald darüber hinaus Holzfeuer innerhalb der offiziellen Grillstellen verboten. Der Funkenflug kann bei aufkommendem Wind trockene Vegetation entzünden und einen Waldbrand verursachen. Innerhalb eingerichteter Grillstellen – und nur dort – ist daher bis auf Weiteres nur das Grillen mit Grillkohle erlaubt. Glühende Kohle muss bis zum vollständigen Erlöschen beaufsichtigt bzw. vor dem Verlassen der Grillstelle mit Wasser gelöscht werden. Auf der Grundlage des Polizeigesetzes können Polizei und Vollzugsdienst bei einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit auch an den eingerichteten Grillstellen einschreiten.

Regeln fĂĽr Autos

Waldbesuchende sollen Zufahrtswege in die Wälder nicht mit ihrem Fahrzeug blockieren. Pkw dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Sie sollen nicht auf trockenem Bodenbewuchs, laubbedeckten Flächen oder trockenem Gras stehen, da heiße Katalysatoren oder Auspuffteile die trockene Vegetation leicht entzünden können.

Hinweise der Feuerwehr Freiburg

Waldbrände sind meist von Menschen verursacht. Die strikte Einhaltung der Waldregeln hilft Brände zu verhindern. Zunehmend stellen aber Feuerwehr, Forst- und Umweltbehörden fest, dass Freizeitflächen in der Natur, auch im Wald, vermüllen. Dies erhöht die Brandlast und erschwert die Brandbekämpfung – in einer Zeit, da nach langer Trockenheit die Wasserressourcen ohnehin knapp sind.

Wer einen Waldbrand bemerkt, soll unverzĂĽglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) informieren.

Nichts hilft besser, das Ausmaß eines Brandes einzuschränken, als die schnelle Information über den Brandherd und seine sofort eingeleitete Bekämpfung. Nur so lassen sich Gefahren für Natur und Mensch vermeiden.

Um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu führen, ist eine präzise Ortsbeschreibung wichtig. Zur Beschreibung bieten sich die Rettungspunkte des Forstamtes an, allgemein bekannte Parkplätze, Namen von Waldwegen und die Wegweiser von Wanderwegen oder Mountainbikestrecken.

Die Feuerwehr Freiburg befasst sich seit 2012 intensiv mit dem Thema Vegetationsbrände und hat mit dem Forstamt einen Einsatzplan abgestimmt. Große Unterstützung kam dabei vom renommierten Waldbrandexperten Prof. Johann Georg Goldammer von der Universität Freiburg. In den vergangenen Jahren hat die Feuerwehr Freiburg viel in die waldbrandgemäße Ausbildung und Ausstattung investiert. Die Abteilungen Waltershofen und Kappel der Freiwilligen Feuerwehr sind als Sondereinheiten speziell trainiert.
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Stadtsauberkeitskampagne „augenauf! freiburg“ geht in die zweite Runde
(c) ASF
 
Stadtsauberkeitskampagne „augenauf! freiburg“ geht in die zweite Runde
Im Fokus 2023: Langzeitschäden für Mensch und Tier durch Abfälle
August hat ein Auge drauf: Grafisch animierte Taube als Botschafter der Kampagne

In Freiburg werden jeden Tag 5000 Kilogramm Müll achtlos weggeworfen. Aber eine saubere Stadt ist wichtig – nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere und Natur. Deshalb hat die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) gemeinsam mit der Stadtverwaltung im Jahr 2022 die Kampagne „augenauf! freiburg – gemeinsam für eine saubere Stadt“ ins Leben gerufen. Das Ziel: Alle Freiburgerinnen und Freiburger darauf aufmerksam machen, die Augen vor dem leidigen Thema nicht zu verschließen.

Dieses Jahr hat die Kampagne einen anderen thematischen Schwerpunkt: Ging es im vergangenen Jahr um problematische Abfälle wie beispielsweise Coffee-to-go-Becher, Glasflaschen, Pizzakartons und Papiertüten, stehen 2023 die Langzeitauswirkungen und Schäden für Mensch, Tier und Natur im Fokus.

Denn wer weiß schon, dass eine gedankenlos in die Natur geworfene Plastikflasche bis zu 500 Jahre benötigt, bis sie zerfallen ist? Oder eine Getränkedose auch nach 200 Jahren noch auffindbar ist? Und stets bleiben Mikropartikel zurück, die im Boden, im Grundwasser, an Pflanzen und Tieren Schäden anrichten.

Ein gutes Beispiel für den negativen Einfluss von weggeworfenen Essensresten ist an der Taube zu beobachten, einer unserer bekanntesten tierischen Mitbewohner. Das harmlos anmutende Aufpicken von Essensresten führt bei unseren gefiederten Freunden bereits zu einer falschen Verdauung. Bei artgerechter Ernährung ist der Taubenkot nicht, wie häufig wahrgenommen, flüssig, sondern fest, und hinterlässt deutlich weniger lästige Verschmutzungen auf öffentlichen Plätzen.

Ein Beispiel dafür, wie es besser geht, ist das Taubenhaus auf dem Hochhausdach in der Bugginger Straße 54. Seit der Errichtung 2021 betreut es die ASF täglich. Das Ergebnis: Durch artgerechte Haltung und Futter gibt es deutlich weniger Taubenkot und das Gebäude ist sauberer. Aufgrund der positiven Erfahrungen weitet die ASF das Konzept auf zwei weitere Standorte aus. Auf dem Dach der Schwabentorgarage wird ein neues Taubenhaus entstehen und das bereits vorhandene Taubenhaus im Historischen Kaufhaus wird erweitert. Die ASF betreut künftig alle drei Standorte.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Kampagne augenauf! freiburg ab diesem Jahr um einen charmanten Botschafter aus der Tierwelt ergänzt wird: Tauberich „August“. Der grafisch animierte Tauberich wird Groß und Klein zur richtigen Abfallentsorgung motivieren, damit seine Lebensumgebung beschützt wird. Egal ob auf Social Media, auf Mülleimern oder auf Plakaten – ab sofort hat August ein Auge drauf.

Mit mehreren groß angelegten Aktionen macht augenauf! freiburg auch in diesem Jahr auf sich aufmerksam. So wird an ausgewählten VAG-Haltestellen eine Plakatkampagne installiert, die gerade bei Fans der digitalen Welt großen Anklang finden wird: über einen QR-Code setzt die ASF erstmals auf Augmented Reality (AR) als ergänzendes Medium, um die negativen Auswirkungen von wildem Müll noch plastischer darzustellen. Bei Augmented Reality wird die sichtbare „reale“ Umgebung um Videoprojektionen erweitert. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, erhält einen ersten Vorgeschmack über ein AR-Video, das über die Aufkleber des Tauberich August auf den orangenen Mülleimern, das Instagram Profil und die Webseite von augenauf! freiburg aufrufbar ist.
 
 

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Die ganze Welt auf einem Acker
Mundenhof lädt am Sonntag, 9. Juli, zu Führungen auf dem Freiburger Weltacker ein

Am Sonntag, 9. Juli, finden auf dem Weltacker Freiburg um 11 Uhr und um 14 Uhr öffentliche Führungen statt. Auf dem Weltacker wachsen die 45 wichtigsten Ackerkulturen der Welt auf 2000 Quadratmetern. Diese Fläche steht rechnerisch jedem Menschen zur Verfügung. Hat dort alles Platz was wir brauchen, vom Weizen fürs Brot bis zur Baumwolle fürs T-Shirt? Und sind die Ackerflächen gerecht verteilt? Antworten auf diese Fragen gibt der Weltacker.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Man findet den Weltacker ganz im Norden des Mundenhofs, neben den Hinterwälder Rindern und den Alpakas.
 
 

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Gesundes Essen kombiniert mit Klimaschutz
Klimaschutzprojekt „Food for Future Freiburg“ lädt im Juli zu kulinarischen Aktionen ein

Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln spielen nicht nur beim Verkehr oder in der Industrie eine große Rolle – auch die Ernährung jeder Bürgerin und jedes Bürgers muss beim Klimaschutz mitgedacht werden. Aus diesem Grund möchte das Projekt „Food for Future Freiburg“ für eine klimafreundliche Ernährung begeistern – mit Informationen, Rezepten, Aktionen und neuen Ideen zur Änderung alter Gewohnheiten. Die kulinarische Entdeckungsreise geht deshalb im Juli mit neuen Gerichten und Veranstaltungen weiter.

Das städtische Umweltschutzamt und der Ernährungsrat Freiburg arbeiten bei dem Projekt mit Restaurants, Kantinen und Cafés zusammen. In ausgewählten Restaurants werden die Gäste im Juli wieder über die Klimaemission einzelner Gerichte informiert und damit für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert. Die Freiburger Gastronomiebetriebe profitieren, indem sie ihr Nachhaltigkeitsprofil schärfen und so durch die Klimagerichte bisher mehrere Tausend Kilogramm CO₂ einsparen konnten.

Die Bedingungen für die Teilnahme am Projekt: Gastronomiebetriebe müssen lediglich, zeitlich begrenzt, Klimagerichte auf die Speisekarte nehmen und die Klimaemissionen ausweisen. „Food for Future Freiburg“ bietet allen Teilnehmenden Beratungen, Material zur Ansprache der Gäste und eine Vorstellung auf der Webseite an. Unter foodforfuturefreiburg.de gibt es außerdem Hintergrundinformationen und die Pioniere der Freiburger Ernährungs-Szene stellen sich vor. Eine Rezeptsammlung und regelmäßige praxisorientierte Veranstaltungen laden außerdem zum Nachkochen, Ausprobieren und Entdecken ein.

Die dreiteilige Wanderausstellung „Klima & Ernährung“ des Projekts vermittelt anschaulich und spielerisch den Zusammenhang von Ernährung und Klima. Schulen, Vereine, Restaurants, Kantinen und Privatpersonen können sie ab sofort kostenlos ausleihen.

Passend zu den neuen Rezepten in den teilnehmenden Restaurants finden außerdem kulinarische Veranstaltungen zum Thema statt. Am Montag, 17. Juli startet Martina Vogl mit einem Vortrag für Gastronominnen und Gastronomen. Bei einem Erzähl-Frühstück thematisiert sie den Zusammenhang zwischen CO2, Gemeinwohl und Bio-Lebensmitteln. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr im Zuka Solicafé (Haus der Jugend, Uhlandstraße 2). Von Freitag, 21. Juli, bis Sonntag, 23. Juli findet im Eschholzpark das Agrikultur-Festival zum Thema zukunftsfähige regionale Landwirtschaft statt. Hier wird es ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Musik, Infoständen, Kulinarik und Kultur geben. Am Donnerstag, 27. Juli wird gemeinsam auf dem Stühlinger-Kirchplatz gekocht. Auf dem Speiseplan steht von 17 bis 20 Uhr eine Gemüsesuppe und entspannte Musik. Auf allen Veranstaltungen wird auch die Wanderausstellung „Klima & Ernährung“ gezeigt.

Die Projektkoordination läuft im Auftrag des Umweltschutzamtes. Ansprechpartnerin ist Lea Bartels; lea.bartels@ernaehrungsrat-freiburg.de; 0176 23621312 (Dienstag und Mittwoch 9 bis 12 Uhr). Die Wanderausstellung kann unter foodforfuturefreiburg.de/ausstellung reserviert und im Umweltschutzamt, Fehrenbachallee 12, abgeholt werden.
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Geklapper ĂĽber dem Mundenhof
Jungstörche auf dem Mundenhof (c) Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Geklapper ĂĽber dem Mundenhof
Viele Jungstörche strecken ihre Köpfe aus den Nestern

„Auf dem letzten Hause in einem kleinen Dorfe stand ein Storchnest. Die Storchmutter saß im Neste bei ihren vier kleinen Jungen, welche den Kopf mit dem kleinen schwarzen Schnabel, denn der war noch nicht roth geworden, hervorsteckten.“ – So ähnlich wie in Hans Christian Andersens Märchen, klappert es derzeit auf dem Mundenhof. Dort gibt es aktuell 29 Storchennester mit 23 erfolgreichen Brutpaaren und 63 Jungstörchen. Das sind 2,7 Jungstörche pro Nest.

Die Störche, die Ende Februar aus ihrer Winterpause zurückgekehrt sind, fühlen sich offensichtlich sehr wohl auf dem Mundenhof. Die bereits vorhandenen Nester sind bis auf eines komplett belegt. Ein Storchenpaar, das sein eigenes Heim gebaut hat, brauchte so lange, dass ihr Storchenküken nun als Nesthäkchen auf dem Hof gilt. Storchenoma Lisa hingegen ist bereits 32 Jahre alt und lebt mit ihrem jüngeren Partner auf einem Holzmast bei der Pferdeweide. Seit einigen Jahren hat sie keine eigenen Nachkommen mehr. Dafür haben die meisten der anderen Paare, die seit Jahren auf dem Hof brüten, in der Regel drei Jungvögel.

Die Jungvögel schlüpfen im Mai und fliegen Mitte August mit ihren Eltern Richtung Afrika oder Südspanien. Momentan bauen sie mit Flügelschlägen Muskeln auf und in wenigen Tagen bis Wochen sind ihre ersten Senkrechtflugversuche zu sehen. Wenn die über 60 Jungvögel dann abwechselnd meterweise in die Luft steigen, kann auf dem Mundenhof ein großes Schauspiel gesehen werden.

Der Mundenhof ist mit 29 Nestern der erfolgreichste Storchenplatz in der Region. Riegel hat 22 Nester, in Reute liegen 20 Nester. Im Stadtkreis Freiburg gibt es insgesamt 41 Nester; neben den 29 vom Mundenhof sind 12 weitere im gesamten Stadtgebiet zu finden.
 
 

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Das Technocentre
InformationsbroschĂĽre der Umweltschutzvereine gegen die bei Fessenheim/Elsass geplante Atomschrottfabrik

Bei Fessenheim/Elsass plant der französische Strom- und Atomkonzern EDF nun konkreter eine Atomschrott-Fabrik genannt „Technocentre“ zum Einschmelzen und Verarbeiten von radioaktiven Metallbauteilen aus Atomkraftwerken aus Frankreich und eventuell ganz Europa.

11 Umweltschutzverbände und Anti-Atomkraft-Bürgerinitiativen beiderseits des Oberrheins, haben zur Funktionsweise der Fabrik und zu den politischen Hintergründen sowie ökologischen und Radioaktivitäts-Risiken der Fabrik eine gemeinsame Broschüre „Das verrückte-Technocentre Projekt in Fessenheim“ jeweils in französischer und deutscher Sprache erstellt. Gedacht ist die Broschüre für die interessierte Öffentlichkeit und die Kommunalpolitik. Strahlenrisiken können nicht nur beim Betrieb der Verschrottungsanlage auftreten, sondern auch bei der Nutzung von Geräten, die aus dem dort recycelten Stahl hergestellt werden. Solche Bedenken sind nicht aus der Luft gegriffen, es gab bereits schwere Unglücke mit unbemerkt radioaktiv verseuchtem Stahl. Schlampereien oder gar bewusste Täuschungen beim Umgang mit dem radioaktiven Stahl wurden weltweit aufgedeckt, teils auch in Deutschland.

Die reich bebilderte 16-seitige Broschüre „Das verrückte Technocentre-Projekt in Fessenheim“ ist deutsch­sprachig online u.a. bei ECOtrinova e.V. unter https://kurzelinks.de/Brosch-Technocentre-D abrufbar. Gedruckte Exemplare sind für einen Unkostenbeitrag von 2 Euro beim BUND Regionalverband Regionalverband südlicher Oberrhein e.V., Wilhelmstr, 24.a, 79098 Freiburg erhältlich und bei Veranstaltungen von ECOtrinova e.V. und der Mitherausgeber oder gegen Voreinsendung vom 4 Euro in Briefmarken an ECOtrinova e.V. bei Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2, 79098 Freiburg.

ECOtrinova e.V., gemeinnĂĽtziger Verein, Freiburg i.Br.,
www.ecotrinova.de

BUND Regionalverband sĂĽdlicher Oberrhein e.V.
www.bund-rso.de
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KurparkfĂĽhrung Bad Krozingen
(c) Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen
 
KurparkfĂĽhrung Bad Krozingen
BAD KROZINGEN. Am Dienstag dem 11. Juli 2023 um 10.00 Uhr bis ca. 11.00 Uhr nimmt Sie der Gärtnermeister Ulrich Herzog mit auf einen Rundgang durch die grüne Lung Bad Krozingens und gibt nähere Informationen zu der Artenvielfalt.

Entdecken Sie die natürliche Vielfalt im Bad Krozinger Kurpark: Auf ca. 40 Hektar Grünfläche erstrecken sich einzigartige Gehölzpflanzungen mit einem seltenen, wertvollen Baumbestand sowie zahlreiche Wechselflor- und Staudenflächen mit besonderem Fokus auf exotische Pflanzen. Insgesamt gibt es ca. 600 verschiedene Arten zu entdecken. Mit Ulrich Herzog haben Sie einen Gärtnermeister mit unfassbarem Profiwissen an Ihrer Seite!

Bei der Kurparkführung am Dienstag, den 11. Juli 2023, um 10.00 Uhr bis ca. 11.00 Uhr, erkunden die Teilnehmer den Artenreichtum des „Juwels“ der Stadt Bad Krozingen. Treffpunkt ist beim Blumenpfau vor dem Kurhaus-Eingang.

Weitere Informationen und Anmeldung bis 12 Uhr am Vortag bei der Tourist-Information Bad Krozingen, Tel. +49 7633 4008-163 oder unter www.bad-krozingen.info.
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Innendämmung von (historischen) Altbauten: Fachseminar am 5. Juli
Das Seminar ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich
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Radvorrangroute FR2 wird attraktiver
4,8 Kilometer Vorfahrt auf der Nord-SĂĽd-Achse

Beginn der Arbeiten an der Elsässer Straße und Hartmannstraße

Schon bald geht es mit dem Rad ohne Stopp auf dem FR2 über die Elsässer Straße und die Hartmannstraße. Am Montag, den 3. Juli, beginnt das Garten- und Tiefbauamt (GuT) mit dem Umbau der Radvorrangroute FR2 nahe der Uniklinik. Um Autofahrende sichtbar und spürbar auf die Vorfahrt des Radverkehrs hinzuweisen, bekommt die Fahrbahn im Kreuzungsbereich der Elsässer- und Hartmann Straße eine Rampe. So werden Autofahrende schon vor der Kurve auf den querenden FR2 aufmerksam.

Damit wird der im vergangenen Jahr hergestellte Lückenschluss auf Höhe der Uni-Klinik nun bevorrechtigt an den Radweg in der Hartmannstraße angeschlossen – das war aufgrund der Bauarbeiten für die Stadtbahn Waldkircher Straße bisher nicht möglich. Auf der Radvorrangroute FR2 haben Radfahrende damit auf einer Länge von 4,8 km Vorfahrt: vom Güterbahnhofgelände im Norden bis nach St. Georgen im Süden. Außerdem ist die Strecke durchgängig beleuchtet.

Für den Umbau muss die Fahrbahn gesperrt werden. Deshalb ist die Durchfahrt von der Elsässer Straße in die Hartmannstraße ab dem 3. Juli mit dem Auto nicht mehr möglich. Es gibt jedoch eine Umleitung über die Berliner Allee, die Emmy-Noether-Straße und die Kaiserstuhlstraße. Alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, werden an der Baustelle vorbeigeführt.

Die Arbeiten sind voraussichtlich Anfang August fertig und kosten 125.000 Euro.

Die Baumaßnahme ist ein wichtiger Teil der Fuß- und Radverkehrsoffensive, die das Garten- und Tiefbauamt seit 2021 umsetzt. Das GuT bitten um Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Behinderungen.

Informationen zu den einzelnen Projekten der umfangreichen FuĂź- und Radverkehrsoffensive gibt es online.
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GefĂĽhrte Radtour zum Naturlehrpfad
E-Bike Tour (c) Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen
 
GefĂĽhrte Radtour zum Naturlehrpfad
BAD KROZINGEN. Die Kur und Bäder GmbH bietet am Freitag, den 16. Juni 2023, um 15.30 Uhr bis ca. 18.30 Uhr, eine geführte Radtour zum Naturlehrpfad Brunnengraben Mengen an. Vor Ort erwartet die Teilnehmer Informationen rund um die Geschichte und Natur am Brunnengraben zwischen Mengen und Norsingen.

Im Jahre 2005 gründeten engagierte Bürger und Fachleute aus dem Bereich Naturschutz gemeinsam mit Gemeindevertretern und der Alemannenschule Mengen den „Arbeitskreis Naturlehrpfad Mengen“. Das Ziel: ein Stück Natur zurückzuholen und für viele Tiere einen Rückzugsort zu schaffen. Und das ist mehr als gelungen. Im Jahre 2006 wurden auf einer Länge von zwei Kilometern entlang des kleinen Fließgewässers „Brunnengraben“ zwischen Mengen und Norsingen heimische Bäume und Sträucher, überwiegend Obstbäume alter Sorten, gesetzt. Alle mit Namensschildern versehen. Darüber hinaus konnten 16 ökologische und archäologische Lehrtafeln zu vielfältigen Themen eingeweiht werden. Weitere Schautafeln beschreiben die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung im Umfeld des Brunnengrabens von der Steinzeit bis zu den frühen Alemannen.

Im Jahre 2015 kamen nochmals über 100 hochstämmige Obstbäume alter Sorten und heimische Sträucher hinzu. Steinkäuze und Turmfalken nutzen das Gebiet als Jagdrevier. Zahlreiche Singvögel finden in den über 50 installierten Vogelkästen Brutmöglichkeiten. Der Naturlehrpfad Brunnengraben ist ein lokaler Verbundkorridor der Modellregion Biotopverbund Markgräfler Land (MOBIL). Das Engagement wurde von der UN-Dekade Biologische Vielfalt mehrfach ausgezeichnet. Diese Ehrung erhalten Projekte, die sich in nachahmenswerter Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.

Der Naturlehrpfad am Brunnengraben ist ein fantastischer Ort zum Bummeln und Informieren. Zahlreiche Sitzbänke laden zum Verweilen und Beobachten der heimischen Tier- und Pflanzenwelt ein.

Programm:
• Kleine Libellen- und Vogelrunde (ca. 30 min) mit Dr. H. Hunger und Dr. T. Coch
• Kleine Archäologie-Runde (ca. 30 min) mit Dr. C. Bücker und Dr. M. Hoeper
• Musikalische Umrahmung durch den Musikverein Mengen
• Auswahl an kleinen Speisen und Getränken (Geldspenden erbeten)

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Tourist-Information Bad Krozingen, Tel. +49 7633 4008-163 oder unter www.bad-krozingen.info.
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An 27 Stationen erleben, was im Wald geht
Am Sonntag, 2. Juli, findet rund um das Waldhaus der Freiburger Waldtag statt
Kostenfreier Eintritt und Essensangebote aus der Region

Von Baumklettern über Schnitzen bis hin zur Falknerei: Am Waldtag des Forstamtes gibt es ein breites Spektrum an Aktivitäten. Hier können Waldbegeisterte jeden Alters die Vielfalt des Waldes erkunden. Er findet am Sonntag, 2. Juli, von 10 bis 18 Uhr am Forstamt und am Waldhaus (Wonnhaldestraße 8) statt. Vor Ort gibt es einen abwechslungsreichen Waldparcours mit einer Länge von zwei Kilometern und insgesamt 27 Stationen. An diesen kann die ganze Familie Wissenswertes über den Wald, das Holz und seine Bewohnenden erfahren. Der Eintritt ist frei.

Eröffnet wird der Waldtag um 10 Uhr durch den Landesforstpräsidenten Martin Strittmatter und die Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit. Zum musikalischen Auftakt spielen Jagdhornbläser. Um 13 und um 15 Uhr gibt es dann vier Führungen, bei denen Fachleute die Waldbewirtschaftung im Stadtwald erklären, einen Blick ins Holz werfen, Führungen durch den Neubau des Forstamtes anbieten oder den Waldnaturschutz nahebringen. Wer an einer Führung teilnehmen möchte: Start ist zu den genannten Uhrzeiten am Infostand.

Am Waldtag gibt es Einblicke und Mitmachangebote rund um folgende Themen: naturnahe Waldbewirtschaftung und Waldschutz, Jagd und Falknerei, Wildtiere, Gewässer- und Bodenschutz, Waldklima, Biosphärengebiet Schwarzwald, Baumklettern, Wettsägen, Waldbrand, Baum des Jahres, Zapfenernte, praktische Waldarbeit, Wald & Kunst, Köhlerei und vieles mehr. Erleben Sie, was im Wald geht!

Der Waldtag findet bei jedem Wetter statt. FĂĽr das leibliche Wohl ist rund um das Waldhaus mit einem reichhaltigen Essensangebot aus der Region gesorgt.

Veranstaltet wird der Tag durch das Forstamt Freiburg in Kooperation mit der Stiftung Waldhaus, der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt, der Landesforstverwaltung BadenWĂĽrttemberg, dem Eigenbetrieb des Landes ForstBW und weiteren Partnerinnen und Partnern sowie ehrenamtlich Engagierten.

Hinweis an Besuchende:
Rund um den Veranstaltungsort des Waldtages am Waldhaus (Wonnhaldestraße 6) sind Parkplätze nur in sehr begrenztem Umfang vorhanden. Bitte kommen Sie daher zu Fuß, mit dem Fahrrad, der Straßenbahn (Linie 2 Richtung Günterstal, Haltestelle Wonnhalde) oder parken Sie Ihr Fahrzeug an den bekannten Park & Ride-Parkplätzen. Wir bitten um Verständnis.
 
 

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Freiburg spart Energie
Förderprogramm „Klimafreundlich Wohnen“ unterstützt bei Sanierungen und informiert über Heizungsaustausch

Infoabend am 27. Juni und kostenlose Energieberatungen am 30. Juni

Geld sparen und gleichzeitig das Klima schützen: Energetische Gebäudesanierungen und das Heizen mit erneuerbaren Energien helfen dabei die CO2-Emissionen zu senken und können mittel- bis langfristig eine sehr lukrative Investition sein. Im Rahmen des Förderprogramms „Klimafreundlich Wohnen“ informiert die Stadt über den Austausch von Heizungen und bietet kostenlose Energieberatungen an.

Ein Infoabend zum Thema „Heizungsaustausch und Heizen mit erneuerbaren Energien“ findet am Dienstag, 27. Juni, von 18 bis 19.30 Uhr im Rathaus im Stühlinger (Fehrenbachallee 12, Bestandsgebäude im großen Sitzungssaal) statt. Die Fachleute Christoph Hecklau und Raimon Dörr erläutern, wie der Wechsel von fossilen Energieträgern zu erneuerbaren Energien gelingen kann und zeigen gelungene Beispiele aus der Praxis – beispielsweise PV-Pellets Hybridheizungen.

Am Freitag, 30. Juni, stehen von 13 bis 16.30 Uhr unabhängige und zertifizierte Energieberaterinnen und - berater bereit, um spezifische Fragen rund um Sanierungsvorhaben zu beantworten. Die Energieberatung ist individuell,
kostenlos und dauert 45 Minuten. Das Angebot richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngebäuden in Freiburg. Die Gespräche finden entweder online via Zoom oder vor Ort (Rathaus im Stühlinger, Fehrenbachallee 12) statt.

Anmeldungen für den Infoabend und die Energieberatungen sind online auf www.earf.de oder telefonisch unter 0761/791770 möglich. Alle Angebote sind kostenlos.
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Gut fĂĽr die Umwelt, gut fĂĽr die Stadt
Neue Carsharing-Stationen in Munzingen, Waltershofen, Opfingen und Tiengen eröffnet

Klimaverträglich, effizient und flächensparend – das ist Carsharing. Weil die Vorteile groß sind, werden die Kapazitäten im Freiburger Stadtgebiet stark ausgebaut. Inzwischen gibt es 115 Stationen für 312 Carsharing-Fahrzeuge. Heute kamen nochmals neue dazu. Stellvertretend für die Ortschaften Waltershofen, Opfingen und Tiengen ist heute die neue Carsharing-Station in Munzingen eröffnet worden.

„Besonders wichtig ist uns, jetzt auch den Bürgerinnen und Bürgern der Tuniberg-Gemeinden ein Angebot für Carsharing zu machen. Menschen ohne Auto können mobiler sein, gleichzeitig werden weniger knappe Verkehrsflächen verbraucht. Deshalb bauen wir Carsharing in diesem Jahr besonders stark aus. Das bringt uns beim Thema Verkehr auf vielen Ebenen voran“, betonte Bürgermeister Martin Haag bei der Eröffnung in Munzingen.

Carsharing ist in Freiburg ein großer Erfolg. Inzwischen ist im Innenstadtgebiet ein fast flächendeckendes Angebot vorhanden. Nun wird das Konzept auf die vier Tuniberg-Ortschaften ausgedehnt. In Waltershofen, Opfingen, Tiengen und Munzingen sind jetzt sieben Carsharing-Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum stationiert.

Ein Auto der Grünen Flotte steht in Waltershofen in der Schutternstraße und zwei in Opfingen in der Freiburger Straße. Dabei handelt es sich um konventionelle Verbrenner. Elektrisch unterwegs sind die Autos von Stadtmobil. Zusätzlich zum bereits bestehenden Fahrzeug bei der Volksbank in Tiengen gibt es ein neues Stadtmobil-Auto im Neubaugebiet „Sechzehn Jauchert“ im Rivanerweg. Außerdem stehen zwei Fahrzeuge von Stadtmobil in Munzingen auf dem Parkplatz in der Romanstraße (neben dem Schloss Reinach).

Für die vier Tuniberg-Ortschaften ermöglicht die Stadtverwaltung eine Anschubfinanzierung von 40.000 Euro. Anschließend soll sich das Carsharing ohne Zuschüsse wirtschaftlich betreiben lassen. Dies ist eine schon mehrfach erfolgreich eingesetzte Methode.

In den Ortschaften Hochdorf, Lehen, Ebnet und Kappel gibt es bereits ein Carsharing-Angebot – zum Teil auf privaten Flächen, zum Teil auch als Carsharing-Station im Straßenraum. Je nach Nachfrage wird die Stadt auch hier weiteres Wachstum unterstützen.

Carsharing leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, da die Fahrzeuge im Vergleich zu privaten Autos effizienter genutzt werden – und Carsharing auch eine gute Möglichkeit ist, um E-Fahrzeuge einzuführen. Zudem können Menschen ohne die hohen Fixkosten und ohne den hohen Flächenverbrauch eines eigenen Pkws automobil sein. Bei neuen Wohnbau-Entwicklungen, etwa dem Quartier Kleineschholz oder dem Stadtteil Dietenbach, plant die Stadt Carsharing daher als feste Säule der Mobilität von Anfang an mit ein.
 
 



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