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Mittwoch, 19. September 2018
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Verschiedenes 
 
 
Ă–KO-TEST: Aceto Balsamico
Essig mit Farbstoff

Ă–KO-TEST hat in der aktuellen August-Ausgabe 17 Marken Aceto Balsamico di Modena untersucht. Kritik gibt es dafĂĽr, dass einige Hersteller Zucker zusetzen, der nicht aus Weintrauben stammt. In neun Produkten steckt zudem ein kĂĽnstlicher Farbstoff. Immerhin acht Marken kann das Verbrauchermagazin empfehlen.

Ins Original, Aceto Balsamico Tradizionale di Modena DOP, darf ausschließlich gekochter Traubenmost und Wein. Die Weintrauben dafür stammen aus der Region. Der Most nimmt beim Eindicken eine schöne braune Farbe und einen karamellartigen Geschmack an. Mit etwas Wein vermischt und in Holzfässern gelagert, entsteht daraus Essig. Das Original reift mindestens zwölf, besser 25 Jahre.

Aceto Balsamico di Modena, der im Supermarkt zu kaufen ist, hat mit der Tradition des ursprünglichen Produktes so viel zu tun wie die Tütensuppe mit Omas Eintopf. Die Balsamico-Verordnung schreibt lediglich das Mischen bestimmter Anteile an Weinessig und Traubenmost und eine Reifedauer von mindestens 60 Tagen vor. ÖKO-TEST hat nun 17 Marken eingekauft und deren Hauptzutaten unter die Lupe genommen. Außerdem wollte das Verbrauchermagazin wissen, ob die Balsamicos künstlich gefärbt sind oder Fremdzucker enthalten.

Tatsächlich monierte das beauftragte Labor bei drei Marken den Eintrag von Zucker, der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aus Weintrauben stammt, sondern aus Zuckerrüben oder Getreide. Neun Marken sind zudem mit dem synthetischen Farbstoff Zuckerkulör gefärbt. Das erlaubt die Balsamico-Verordnung zur Stabilisierung der Farbe zwar. Doch der Verdacht liegt nahe, dass es hier eher darum geht, mit einer sehr dunklen Farbe eine bessere Qualität vorzutäuschen. Denn das billige Traubenmostkonzentrat, das in vielen Essigen steckt, ist in der Regel hell. Als besonders hochwertig beurteilt jedoch ÖKO-TEST Aceto Balsamicos, die überwiegend aus gekochtem Traubenmost bestehen.
Immerhin erhielten acht Produkte das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“. Überzeugen konnten vor allem die Bio-Balsamicos, aber auch drei konventionelle Essige, unter ihnen zwei günstige Discounter-Marken.

Welche Balsamico-Marken zu empfehlen sind, lesen Sie unter www.oekotest.de und im aktuellen Ă–KO-TEST-Magazin. Das Ă–KO-TEST-Magazin August 2018 gibt es seit dem 26. Juli 2018 im Zeitschriftenhandel.
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Verschiedenes 
 
Tolle Knolle – Höri Bülle
Höri-Bülle (c) TMBW, Anne Webert
 
Tolle Knolle – Höri Bülle
Schon im 8. Jahrhundert war die Bodensee-Halbinsel Höri für den Zwiebelanbau bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Zwiebel sogar zum Hauptanbaugemüse der Region und brachte ihr die Namen „Zwiebelhöri“ und „Bülleland“ ein. Seit 2014 ist die „Höri Bülle“ mit der Herkunftsbezeichnung „geschützte geografische Angabe“ eingetragen und darf nur so heißen, wenn sie von der Höri stammt. Von anderen roten Zwiebelsorten unterscheidet sich die alte Landsorte durch ihre flache und bauchige Form, den milden Geschmack und eine weiche Konsistenz. Beste Voraussetzungen, um sie vielfältig in der Küche einzusetzen – nicht nur beim jährlich am ersten Sonntag im Oktober stattfindenden Bülle-Fest.
 
 


Verschiedenes 
 
 
Sommertour „Vitale Gewässer“
Umweltminister Franz Untersteller und Umweltstaatssekretär Andre Baumann vom 30. Juli bis 8. August unterwegs im Land

Die diesjährigen Sommertouren führen Umweltminister Franz Untersteller und Umweltstaatssekretär Andre Baumann zu den „Vitalen Gewässern in Baden-Württemberg“. Vom 30. Juli bis 8. August wollen sie sich vor Ort über die im Land umgesetzten Maßnahmen zur Renaturierung von Flüssen und Bächen informieren.

Im Vorfeld seiner Tour wies Minister Untersteller am Dienstag (24.07.) in Stuttgart auf die Bedeutung der naturnahen Entwicklung von Gewässern hin: „Flüsse und Bäche sind die Lebensadern unserer Landschaft. Sie erfüllen zusammen mit ihren Auen vielfältige Aufgaben im Naturhaushalt. Wir setzen uns daher verstärkt dafür ein, ihnen ihren natürlichen Charakter zurückzugeben. Damit schaffen wir neuen Lebensraum für viele heimische Pflanzen und Tiere.“ Eine aufgewertete Flusslandschaft erhöhe auch die Lebensqualität für die Menschen.

Ein intaktes Gewässerökosystem sei darüber hinaus ein wichtiger Baustein für den Hochwasserschutz, ergänzte Staatssekretär Baumann. „Je naturnäher die Gewässer und die sie umgebende Landschaft sind, umso langsamer fließt das Wasser in die Bäche und Flüsse. Die Gefahr von Überflutungen durch Starkregen oder Hochwasser kann so vermindert werden.“

Umweltminister Untersteller startet seine Sommertour am Montag (30.07.) an der Ammer in Tübingen. An den Folgetagen wird er sich ein Bild von den Renaturierungsmaßnahmen an der Stillen Musel und der Breg in Donaueschingen, der Dreisam in Freiburg sowie der Elz bei Riegel machen. Auf dem Programm stehen auch ein Besuch mit Spatenstich bei der Kläranlage des Abwasser-zweckverbands „Unteres Schussental“ und die Sanierung der Oberschwäbischen Seen bei Amtzell.

Andre Baumann wird ab dem kommenden Dienstag zu den Flüssen und Bächen im Land unterwegs sein. Am 31. Juli informiert er sich über Strukturmaßnahmen an der Pfinz in Pfinztal-Berghausen und am Kriegbach in Neulußheim. An den Tagen danach macht der Staatssekretär Station an der Rems in Winterbach, an der Würm in Weil der Stadt sowie an der Donau in Datthausen und zwischen Hundersingen und Binzwangen. Zum Abschluss seiner Sommertour wird Andre Baumann am 8. August die Rheinauen in Altlußheim besichtigen.

Mehr zum Thema Gewässerökologie auf der Internetseite des Umweltministeriums online ...
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Verschiedenes 
 
 
Russischer Reimport – Alblinse
Einst war sie auf der Schwäbischen Alb weit verbreitet, verschwand dann zeitweilig von den Feldern und wurde inzwischen als Delikatesse wiederentdeckt. Dass sich die alte Sorte der Alblinse heute wieder genießen lässt, ist einem Zufallsfund in einem Archiv in St. Petersburg zu verdanken, wo die schwäbischen Linsen eingelagert waren. Aus ein paar Linsen konnte über mehrere Jahre hinweg Saatgut gezogen werden, das heute wieder in größerem Umfang auf der Alb angebaut wird. Einer guten Portion Linsen mit Spätzle – dem schwäbische Nationalgericht – steht damit nichts mehr im Weg.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Freiburger-Riesen-Neubaustadtteil auf „grüner Wiese“
RegioBündnis bekräftigtsein Nein zu Dietenbach
Auch bei gestellten Weichen kann der „Dietenbach-Zug“ entgleisen

Der Mehrheitsbeschluss des Gemeinderats von Freiburg i.Br. für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Dietenbach für einen Riesenneubaustadtteil auf landwirtschaftlichem Boden wird vom RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen außerordentlich bedauert. Das Bündnis umfasst 15 Vereinigungen der Landwirtschaft, des Natur- und Umweltschutzes und zu Kleingärten. Es wird sich weiterhin stark machen für den Erhalt der regionalen Landwirtschaft, von Äckern, Wiesen und Wald und lehnt das Bauen auf der grünen Wiese ab. Es ist sich einig mit zahlreichen Oberbürgermeistern deutscher Städte, darunter Karlsruhe, Heidelberg, Tübingen und Lörrach, die im Juni 2018 mit einer gemeinsamen Erklärung dem Bauen auf Äckern und Wiesen die Absage erteilten. Das RegioBündnis sieht große Defizite bei der Finanzierung des Neubaustadtteils und große Hindernisse beim Naturschutz. Auch mit der nun gegen Hochwasser geplanten 3 m hohen Aufschüttung der Äcker und Wiesen mit Millionen Tonnen Erdaushub aus den Landkreisen dürfte die bisherige ökologische Vorzeigestadt Freiburg bundesweite Häme ernten.

Das RegioBündnis beurteilt die nun an die Verwaltung abgegebenen Prüfwünsche für eine 50 %- Mietwohnungsbau-Quote als unverbindlichen Rechtfertigungs-Schachzug und sieht die 50 % Quote aus finanziellen Gründen scheitern u.a. wegen der Kosten für die Herstellung der Bebaubarkeit der Dietenbach-Niederung. Das RegioBündnis wundert sich, dass fast alle Fraktionen die sehr vielen Möglichkeiten der Innenentwicklung klein redeten, die in der Summe mehrfach größer als „Dietenbach“ sind, und sieht in der Bereitwilligkeit zum Ausverkauf von Landwirtschaft, Böden und Natur eine Missachtung natürlicher Lebensgrundlagen.

Binnen Jahresfrist werden Klagen gegen die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme erwartet, ebenso gegen angedrohte Enteignungen und kommende Bebauungspläne. Das Allgemeinwohl von Freiburg und Region bedarf der vollständigen Erhaltung und Pflege der noch verbliebenen intakten Naturräume und landwirtschaftlichen Böden.

Dank und Unterstützung: Das RegioBündnis dankt allen, die die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ablehnen, insbesondere der Fraktionsgemeinschaft FL/FF, die am 24.7. komplett ablehnte. Das RegioBündnis bittet die Einwohnerschaft, mit Schreiben, Unterschriften und Spenden das RegioBündnis-Mitglied „Bürgerinitiative pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach und Regio“ zu unterstützen: Spenden-Konto der BI DE60 6809 0000 0040 3299 00, BIC GENODE51FR1
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Elli H. Radinger
© Koppfoto / Gunter Kopp
 
Buchtipp: Elli H. Radinger "Die Weisheit der Wölfe"
Wie sie denken, planen, fĂĽhlen, fĂĽreinander sorgen
Erstaunliches über das Tier, das dem Menschen am ähnlichsten ist

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? In Märchen wird der Wolf meist als menschenfressende Bestie dargestellt, die den Mond anheult. Doch unter den 20 Tieren, die die meisten Menschen töten, ist der Wolf nicht zu finden. Der Hund hingegen steht auf Platz vier. Mehr noch: Kein Tier ist dem Menschen in seinem Sozialverhalten so ähnlich wie der Wolf. Wölfe denken, träumen, machen Pläne und kommunizieren intelligent miteinander. Sie haben die Fähigkeit, im Spiel alles zu vergessen, erziehen liebevoll ihren Nachwuchs und kümmern sich empathisch um ihre Alten und Verletzten.
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NABU startet erste bundesweite Onlinesuche zu lokaler Abfallberatung
Miller: Richtige MĂĽlltrennung ist Voraussetzung fĂĽr hochwertiges Recycling

Berlin – In Deutschland hat die Mülltrennung aktuell keinen guten Stand. Geschätzte 60 Prozent des Restmülls bestehen aus Verpackungen und Biomüll, die in eine andere Tonne gehören. Der NABU hat das Problem erkannt und die erste bundesweite Onlinesuche eingerichtet, die den Weg zur Abfallberatung vor Ort weist. Die Suchmaschine zeigt, wer vor Ort für die Beratung zuständig ist und macht auf Angebote zur Abfallvermeidung und -trennung aufmerksam. Sie umfasst von A wie Aachen bis Z wie Landkreis Zwickau aktuell bundesweit über 500 Abfallberatungen.

„Ressourcenschutz fängt bei den Bürgern an. Sie tragen durch richtiges Trennen dazu bei, dass möglichst viele wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen werden können oder sorgen dafür, dass Abfall gar nicht erst entsteht. Entsorgungsunternehmen und Kommunen müssen ihnen dabei beratend zur Seite zu stehen. Das ist kein Serviceangebot, sondern Pflicht“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Seit 2015 sind Kommunen und lokale Entsorgungsunternehmen gesetzlich verpflichtet, Bürgern mit einer Abfallberatung die Mülltrennung zu erleichtern und zur Abfallvermeidung anzuregen.

Die eigens für die Onlinesuche gesammelten Daten zeigen, wie unterschiedlich lokale Abfallberatungen in Deutschland aufgestellt sind. „Beratung zur Abfallvermeidung und -trennung, wie gesetzlich vorgesehen, wird in Deutschland aktuell nicht lückenlos umgesetzt“, so NABU-Ressourcenexpertin Verena Bax. Neben engagierten Angeboten wie Geschirrmobile und Gebrauchtkaufhäuser, gibt es Kommunen und Entsorgungsunternehmen, die sich auf Informationen zu Gebühren und Mülltonnenbestellung beschränken.

Für eine hochwertige Kreislaufwirtschaft fordert der NABU flächendeckende Mindeststandards und eine einheitliche Umsetzung des Abfallrechts. Bund und Länder sollten qualitative Standards für die Abfallberatung entwickeln, den Austausch zwischen den Abfallberatungen fördern und sich für bundesweit einheitliche Trennsysteme einschließlich der Wertstofftonne einsetzen.

Die neue NABU-Onlinesuche erleichtert BĂĽrgern die Kontaktaufnahme mit der lokalen Abfallberatung und zeigt, welche lokalen Angebote fĂĽr MĂĽlltrennung und Abfallvermeidung es gibt. Die Onlinesuche findet sich unter: www.NABU.de/abfallberatung
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Der gesuchte „Plan-B“ statt Dietenbach
Es gibt mehr als genug Alternativen – Perspektive über 26.500 neue Wohnungen für Freiburg möglich falls nötig. Umstrittener Freiburger Riesen-Neubaustadtteil wird zur platzenden Seifenblase

Mindestens 20.600 bis 26.500 Wohnungen, die ab 2014 bis 2030 in Freiburg kürzlich fertig wurden, derzeit und in Kürze erstellt und künftig ohne Bauen auf der „grünen Wiese“ erstellt werden können, sind in einem vom RegioBündnis Pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen jetzt veröffentlichten neuen Werkstattbericht von ECOtrinova e.V. anhand von rund 60 Baugebieten und Aktionsbereichen im Detail aufgelistet. Der Gemeinderat Freiburgs, einige Fraktionen hatten den Bericht wegen unzureichender Unterlagen (Drs. G 17-230) der Stadt angeregt, erhielt ihn wegen der am 24.7.2018 anstehenden Entscheidungen zum Neubaustadtteil Dietenbach zugesandt. Die umstrittenen geplanten Baugebiete Dietenbach, Mooswald-West, „Auf der Höhe“ in Zähringen, Ebnet-Etter-Ost und einige andere sind im Bericht unberücksichtigt. Ohne die jüngst starke Wohnbautätigkeit in Freiburg sind es auch ab 2018 gerechnet mit rund 16.600 bis 22.500 sehr viel mehr als die langfristig in Dietenbach geplanten 6.000 mit bis 2030 max. 2500 bis 3000 WE. Die Stadt nennt auf Basis des Empirica-Gutachtens von 2014 einen Wohnungsmehrbedarf von 14.600 für 2014 bis 2030.

Die Seifenblase Neubaustadtteil Dietenbach platzt nun absehbar spätestens dann, wenn vor Gericht bei den kostenlosen Klagen gegen Enteignung oder bei späteren Klagen gegen Dietenbach-Bebauungspläne die Bedarfs- und Alternativenfrage scharf geprüft wird. Besser aber sollte der Gemeinderat jetzt zum 24.7.2018 Dietenbach stoppen.

Dr. Georg Löser,
für das gewählte Sprecherteam des RegioBündnis
(Martin Linser, Dr. Georg Löser, Alexander Milles, Erwin Wagner)
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