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Donnerstag, 19. September 2019
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Verschiedenes 
 
Vässla kommt nach Freiburg
 
Vässla kommt nach Freiburg
In guter Gesellschaft mit dem GrĂĽnhof!

Vässla, das Stockholmer E-Mobility Unternehmen kommt mit seinem Vässla 2 E-Roller nach Freiburg und geht eine strategische Kooperation dem Start-Up Hotspot Grünhof ein.
Vässlas Ziel ist es, das Pendeln schneller, einfacher und umweltfreundlicher zu gestalten und will Pendler von vier auf zwei Räder bringen. Damit soll vor allem das Problem des täglichen Pendelns in die Großstädte gelöst werden. Eine Idee, die Fahrt aufgenommen hat. „In Stockholm verbringt ein Berufspendler durchschnittlich vier Wochen pro Jahr in seinem Auto. Unser Ziel ist daher so einfach wie genial: Zeitersparnis beim Pendel und nachhaltigen Verkehr zu kombinieren”, sagt Rickard Bröms, Geschäftsführer und Gründer von Vässla.

Vässla ist ein schwedisches E-Mobility Startup und wurde 2018 mit der Vision gegründet, es nach der Arbeit „endlich zum Abendessen nach Hause zu schaffen“, statt auf seinem Heimweg im Stau oder Verkehrschaos der Öffentlichen Verkehrsmittel zu stecken. Im ersten Geschäftsjahr hätte Vässla bereits einen Marktanteil von 40% im Bereich E-Roller und ist Marktführer in Schweden. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von € 2 Millionen. Neben seinen innovativen E-Rollern hat das Unternehmen ebenfalls ein elektronisches E-Kickbike im Programm. Vässla will vor allem bei Pendeldistanzen zwischen 0 und 20 km punkten und Pendlern auf dem Weg in die Großstädte eine nachhaltige Alternative zum herkömmlichen Verkehr bieten.

2019 expandiert Vässla nach Deutschland und Freiburg im Breisgau wird Roll-out Stadt. Partner für die Lancierung des Vässla wird der Grünhof mit seinen 2 Standorten in den Innenstadt und am Güterbahnhofsgelände. “Freiburg als innovative Green City und seiner Präferenz für Zweiräder ist selbstverständlich ist eine der ersten deutschen Städte, in denen Vässla verfügbar sein wird. Der Grünhof als Accelerator für nachhaltige Start-ups und das dazugehörige Netzwerk waren unsere erste Wahl für eine Kooperation in der Stadt. Gemeinsam wollen wir dabei helfen, die Verkehrgewohnheiten der Region zu verbessern” meint Dan Svensson, Chief Growth Officer bei Vässla.

Der Grünhof unterstützt das Startup Unternehmen Vässla im Rahmen einer mit der FWTM geplanten Standortstrategie, bei der nationale und internationale Startups in der Region angesiedelt werden sollen, um Freiburg zu einem International attraktiven Hotspot für Startups der Green Economy zu entwickeln.

Kostenlose probefahrten des neuen Modells Vässla 2 werden ab sofort über den Gruenhof organisiert. Interessierte melden sich gerne unter: vassla@grunhof.org
 
 

Verschiedenes 
 
 
Rad-Service-Station jetzt an der Radstation am Hauptbahnhof
Hilfe zur Selbsthilfe: Luftpumpe und Werkzeuge fĂĽr kleine Reparaturen am Fahrrad

Freiburg wurde letztes Jahr zum zweiten Mal vom Land Baden-Württemberg zur "fahrradfreundlichen Stadt" gekürt. Dazu bekam die Stadt eine Rad-Service-Station geschenkt und stellte sie an der Ostseite der Wiwilibrücke auf. Nach kurzer Zeit wurde diese aber durch Vandalismus so zerstört, dass sie nicht mehr funktionstüchtig war.

Inzwischen hat das Garten-und Tiefbauamt die Station wieder repariert und der Radstation am Hauptbahnhof zur VerfĂĽgung gestellt.

Ab sofort können Radlerinnen und Radler am Eingang der Radstation (Wiwilibrücke, Westseite) zu den Öffnungszeiten der dortigen Fahrradwerkstatt von 9 bis 18 Uhr kleine Reparaturen an ihrem Rad kostenlos selbst durchführen. Das Rad kann an der Service-Station aufgehängt werden, die mit dem üblichen Radwerkzeug und Luftpumpe ausgestattet ist. Wer sein Fahrrad nicht repariert bekommt, der kann sich beim Fahrradmechaniker der Radstation Hilfe holen.
 
 


Verschiedenes 
 
 
NABU: Verspielt der Bauernverband die Zukunft seiner Mitglieder?
Miller: EU-Agrarverhandlungen bieten Chance für natur- und sozialverträglichen Umbau der Landwirtschaft - Fahrplan für Umbau der Subventionen nötig

Berlin – Der NABU fordert den Deutschen Bauernverband zum Start des Deutschen Bauerntages in Sachsen auf, endlich die Chancen für einen sozial und umweltverträglichen Wandel der Landwirtschaft zu nutzen. Diese würden bei den laufenden EU-Agrarverhandlungen geradezu auf dem Silbertablett präsentiert. Ein Fahrplan zum ökologischen Umbau der milliardenschweren Subventionen könnte den meisten Betrieben Planungssicherheit, eine wirtschaftliche Perspektive und gesellschaftliche Wertschätzung zurückgeben. Das diesjährige Motto „Wandel braucht Verlässlichkeit“ führe der Bauernverband mit seiner Blockadehaltung jedoch bisher ad absurdum.

„Viele Branchen müssen sich in Zeiten von Klimakrise und Artensterben neu aufstellen. Aber wohl kaum eine hat dafür so viel Steuergeld zur Verfügung wie die Landwirtschaft. Leider nur theoretisch – denn statt in Lösungen für den Wandel zu investieren, verhindert der Deutsche Bauernverband eine Umverteilung der derzeit knapp 60 Milliarden Euro EU-Subventionen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Durch sein Festhalten am verschwenderischen und umweltschädlichen System der pauschalen Flächenprämien verspielt der DBV die Zukunft vieler seiner Mitglieder.“ Der NABU wirft dabei der Bundesregierung vor, bei den Haushalts- und Agrarverhandlungen in Brüssel der Linie der von DBV-Präsident Rukwied zu folgen und den Rat ihrer wissenschaftlichen Berater und der Rechnungshöfe zu ignorieren.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner müsse nun den Mut haben, auch ohne Zustimmung des mächtigen Lobbyverbands DBV einen klaren Fahrplan für die Umwandlung der pauschalen Flächensubventionen vorzulegen und auf EU-Ebene zu vertreten. Jährlich 15 Milliarden Euro müssten dabei konkret für Naturschutzmaßnahmen fließen, damit sich der Erhalt der Artenvielfalt für Landwirte auch lohne. Hierfür müssten sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Brüssel einsetzen, wo im Herbst über den EU-Haushalt für das nächste Jahrzehnt verhandelt wird.

Ein Fahrplan für eine zukunftsfähige und nachhaltigere EU-Agrarpolitik, die künftig die Leistung für den Naturschutz statt rein pauschal die Fläche honoriert, könne sich zudem positiv auf den Stellenwert der Landwirtschaft in der Gesellschaft auswirken, indem ihre wichtige Funktion für den Erhalt der Kulturlandschaft wieder in den Blickpunkt rückt. Vermutlich würden sich die Landwirtinnen und Landwirte dann auch wieder besser vom DBV und der Landwirtschaftsministerin vertreten fühlen. Eine forsa-Umfrage unter Landwirten zeigt, dass sich nur zwei Prozent der Bäuerinnen und Bauern vom DBV gut vertreten fühlen, 56 Prozent hingegen fühlen sich schlecht oder eher schlecht vertreten. Doch auch von Julia Klöckner fühlen sich zwei Drittel der Landwirte schlecht repräsentiert. Die Umfrage zeigt ebenfalls auf, dass 87 Prozent der Landwirte bereit wären, mehr für den Naturschutz zu tun, wenn dies entlohnt würde.

Dass der DBV die Zukunft der Betriebe durch immer weitere Produktionssteigerungen sehe und Umweltproblemen vor allem mit technischen Hilfsmitteln begegnen wolle, werde laut NABU den Ansprüchen der Gesellschaft und auch vieler Landwirte nicht mehr gerecht. Zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Grün- und Ackerland seien pro Betrieb mindestens zehn Prozent nicht-produktiver naturnaher Flächenanteile notwendig. Zusätzlich müssten Extensivierungsmaßnahmen gefördert werden. In diesem Zusammenhang hat der NABU konkrete Forderungen an die zukünftige Ackerbaustrategie der Bundesregierung formuliert.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Der DBV hat jetzt die Möglichkeit zu zeigen, dass er die Erwartungen und Wünsche der Gesellschaft verstanden hat und sich auf den Weg hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft machen will. Dies bedeutet, dass wir vor allem mehr Raum für die Natur in Form von Brachen, Säumen und Hecken brauchen. Außerdem muss das Problem der Überdüngung und zu hoher Pestizideinsätze schnell und ehrgeizig angegangen werden. Bisher hat sich, wenn überhaupt, nur die Rhetorik des DBV verändert. Grundsätzlich schwingt bei allem aber immer noch eine Anspruchshaltung mit, die von gestern ist. Der Steuerzahler kann für sein Geld mehr Umweltleistungen erwarten, nicht der Agrarsektor noch mehr Geld frei Haus vom Staat.“
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Veranstaltungen 
 
Freiburger Tag der Artenvielfalt
Kleiner Perlmuttfalter / Foto: Georg Paulus
 
Freiburger Tag der Artenvielfalt
Der diesjährige „Freiburger Tag der Artenvielfalt“ findet am Samstag 29. und Sonntag, dem 30. Juni im Freiburger Stadtteil Weingarten rund um den Dietenbachsee statt.

Dabei soll der Blick auf den immer noch groĂźen Artenreichtum in unserer Region gelenkt werden. Denn nur wer eine Vorstellung von der Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und ihren besonderen LebensraumansprĂĽchen hat, kann motiviert werden sich fĂĽr den Schutz der Artenvielfalt einzusetzen.

Für die Entdeckung unserer Natur braucht es nicht viel mehr als eine Lupe, ein Fernglas, ein Bestimmungsbuch und ein bisschen Neugier und Forscherlust. Der Tag der Artenvielfalt, der seit fast zwei Jahrzehnten in Freiburg stattfindet, wartet in diesem Jahr mit rund 15 Einzelveranstaltungen rund um den Dietenbachsee auf. Während am Samstagabend ab 21.30 Uhr Nachtfalter- und Fledermausexkursionen angeboten werden, geht es am Sonntag ab 7.00 Uhr darum, mit Unterstützung von Fachleuten möglichst viele Pflanzen- und Tierarten zu bestimmen. Um 12.00 Uhr sprechen Frank Baum vom Netzwerk Artenvielfalt und Umweltbürgermeisterin Stuchlik ihre Grußworte.

Alle Naturinteressierte - auch Kinder – können und sollen dabei mitmachen. Lupe, Fernglas und Bestimmungsbücher sollen, wenn vorhanden, mitgebracht werden, können ansonsten auch am Stand der Ökostation ausgeliehen werden. Treffpunkt für alle Exkursionen ist immer das Ökomobil bei den Infoständen am Südufer des Dietenbachsees. Besucher*innen kommen am besten per Fahrrad oder mit dem Bus. Dort finden sich auch die Infostände der Ökostation, des Forstamts, des Umweltschutzamts, des Regierungspräsidiums und anderer.

Das Freiburger Netzwerk Artenvielfalt wird von mehr als einem Dutzend Umweltverbänden und -gruppen getragen. Darüber hinaus sind auch die städtischen Ämter Forstamt, Garten- und Tiefbauamt sowie das Umweltschutzamt dabei und das Ökomobil des Regierungspräsidiums Freiburg. Weitere Informationen zu den Exkursionen und den genauen Lageplan gibt es unter www.oekostation.de/artenvielfalt

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos.
 
 

Verschiedenes 
 
 
NABU: Steinhummel liegt zur Halbzeit beim Insektensommer vorn
Zählen, was zählt - Weniger Schmetterlinge gemeldet, Ausnahme Distelfalter

Berlin – Die Steinhummel liegt wie im Vorjahr zur Halbzeit der diesjährigen großen bundesweiten NABU-Insektenzählung vorn. Es folgen Honigbiene, Hainschwebfliege und auf Platz vier der Asiatische Marienkäfer. Der heimische und bekannte Siebenpunkt-Marienkäfer schafft es auch in diesem Jahr wieder nicht in die Top 20. Laut vorläufigem Auszählungsstand gingen die Schmetterlingssichtungen zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent zurück mit Ausnahme des Distelfalters, den Insektensommer-Teilnehmer dieses Jahr dreimal so oft gesehen haben wie 2018. Der farbenprächtige Falter ist einer der wenigen fast über den ganzen Erdball verbreiteten Schmetterlinge. Jedes Frühjahr wandern die Distelfalter aus dem Süden ein, mal sind es mehr, mal weniger.

Auch im zweiten Jahr des Insektensommers erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am liebsten ihre unmittelbare Umgebung. Der am weitaus häufigste Zählort ist das nähere Wohnumfeld, wie der eigene Garten oder Balkon, gefolgt vom Park. Bislang beteiligten sich über 6.400 Insektenfans an der Aktion und gaben über 3.600 Meldungen über gesichtete Insekten ab.

„Im Zuge des Insektensommers erhalten wir zahlreiche Anfragen, was jeder direkt für den Schutz von Insekten tun kann. Es freut uns, dass es eine offensichtlich größere Sensibilität in der Bevölkerung gibt und die Bereitschaft, dieser artenreichsten Tiergruppe vor der Haustür geeignete Lebensräume zu bieten“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Mit der Mitmachaktion will der NABU die fleißigen Helfer der Ökosysteme ins Licht der Öffentlichkeit stellen. In Deutschland gibt es etwa 33.000 Insektenarten. Fast 90 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren einen drastischen Rückgang vor allem an Fluginsekten festgestellt.

„Große auffällige Insekten wie die Steinhummel oder Populationen wie Ameisen sind einfacher erkennbar, daher finden sie sich unter den häufig gemeldeten Arten“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. „Der Asiatische Marienkäfer steht in Konkurrenz zum heimischen Siebenpunkt-Marienkäfer. Insgesamt wurden weniger Schmetterlinge erfasst.“ Das zeige sich am Beispiel des weit verbreiteten Kleinen Fuchses. Obwohl es ein sehr angepasster Schmetterling ist und seine Raupe auf der Brennnessel lebt, die fast überall wächst, liegt er aktuell nur auf Platz 43 im Ranking. Im gleichen Zeitraum wurde er im Vorjahr mehr als doppelt so häufig gesehen.

Mit Spannung blickt der NABU nun auf den nächsten Zählzeitraum. Die nächste Insekten-Zählung findet im Hochsommer vom 2. bis zum 11. August statt, wenn die Heuschrecken zirpen und Libellen fliegen.

Beobachten und zählen ist fast überall möglich: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Insektenbeobachtungen melden kann man unter www.insektensommer.de oder direkt von unterwegs per Smartphone über die NABU-App „Insektenwelt“. Eine Besonderheit der App ist eine fotografische Erkennungsfunktion.

Die Daten der Aktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in beiden Zählräumen zusammen genommen 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen.
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Verschiedenes 
 
NABU: Distelfalter auf Deutschlandtour
Diestelfalter im Garten (c) NABU / Helge May
 
NABU: Distelfalter auf Deutschlandtour
Ungewöhnliches Naturschauspiel zu beobachten / Der NABU bittet um Mithilfe

Berlin – Nach ersten Ergebnissen der NABU-Mitmachaktion Insektensommer meldeten die Teilnehmer Falter diesen Frühsommer deutlich seltener als im Vorjahr. Laut vorläufigem Auszählungsstand gingen die Schmetterlingssichtungen um 40 Prozent zurück, auch Schwebfliegen waren weniger unterwegs. Dagegen nahmen die Beobachtungen von Käfern, Bienen und Wespen gegenüber dem Vorjahr zu. „Besonders auffällig ist der Zuwachs bei Marienkäfer, Erdhummeln, Haus-Feldwespe und die Blaue Holzbiene“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller mit Blick auf eine erste Bilanz zur NABU-Citizen-Science-Aktion Insektensommer. Die erste große Insektenzählung fand vom 31. Mai bis zum 9. Juni statt. Die zweite Runde läuft vom 2. bis zum 11. August. 5.000 Insektenfans haben aktuell bei der Aktion mitgemacht und fleißig für den NABU gezählt.

Bei insgesamt deutlich weniger Faltersichtungen sticht eine Art positiv hervor: Den farbenprächtigen Distelfalter haben die Insektensommer-Teilnehmer dreimal so oft gesehen wie 2018. „Der Distelfalter ist einer der wenigen fast über den ganzen Erdball verbreiteten Schmetterlinge. Unsere mitteleuropäischen Winter mag er allerdings nicht, denn er verträgt keinen Frost. Jedes Frühjahr wandern die Distelfalter deshalb neu aus dem Süden ein, mal sind es mehr, mal weniger“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi.

Der diesjährige Einflug konzentrierte sich auf eine östlichen Route über Israel, Zypern und den Balkan. Folglich traten die Distelfalter auch bei uns zunächst im Osten aus. Viele zogen nach Norden und Westen weiter, so dass inzwischen auch die Küste und Niedersachsen stark beflogen werden. Während des Zuges lassen sich in einer Stunde Dutzende oder auch mal über hundert Falter beobachten. Inzwischen sind die Falter in vielen Regionen Deutschlands angekommen, wobei der Zuzug noch bis Ende des Monats anhalten kann. Bald legen die Distelfalter ihre Eier ab, die nächste Generation schlüpft in den kommenden Wochen. Im Spätsommer ziehen diese Falter dann wieder nach Süden. Naturfreunde haben also noch einige Wochen Gelegenheit, Distelfalter zu beobachten. Der NABU und sein Partner naturgucker.de wollen dies nutzen, um mehr Informationen über die Falter zu gewinnen. Unter www.NABU.de/Distelfalter können Sichtungen von Distelfaltern aktuell über den Insektensommer hinaus gemeldet werden, dort gibt es auch weitere Informationen zur Aktion. So wird man nicht nur Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels, sondern hilft auch mit, es zu dokumentieren.

Hintergrund

Nicht alle Details der Distelfalter-Wanderflüge sind bereits erforscht. Fest steht, dass der Zyklus über mehrere Generationen besteht. Viele Distelfalter überwintern in der afrikanischen Sahelzone südlich der Sahara sowie auf der Arabischen Halbinsel. Von dort aus fliegen sie ans Mittelmeer, wo sich die nächste Generation bildet. Diese zweite Generation bricht weiter nach Norden auf und erreicht Mitteleuropa, aber auch Skandinavien und das Baltikum. Manchmal fliegen die Falter nonstop in einer Generation von Afrika und dem Nahen Osten bis zu uns. Die tausende Kilometer lange Reise sieht man den Tieren an, die zarten Flügel sind dann stark zerzaust und wirken blass.
 
 

Verschiedenes 
 
 
NABU: Warum in die Ferne schweifen? Erholung geht auch nah
Tipps fĂĽr einen erlebnisreichen, erholsamen und klimafreundlichen Urlaub

Berlin – Millionen Menschen starten jetzt zu Beginn der Schulferien mit Auto oder Flieger in die Ferien. Leider sind besonders weite Flugreisen Gift für unser Klima. Wer Urlaub machen will, kann dies auch klimafreundlich tun. Der NABU gibt dafür Tipps für erlebnisreiche und erholsame Sommerferien – gleich vor der Haustür.

„Wer unser Klima schonen will, findet viele umweltfreundliche Alternativen zu Flugreisen“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Auch in der heimischen Natur gibt es viel zu erleben und zu entdecken.“ Fast immer stünden in der Nähe des Wohnorts Wander- oder Radwege zur Verfügung. Gelegenheiten zum Beobachten von Kranichen oder Gegenden mit besonders schönem Sternenhimmel seien oft nur eine Bahnfahrt entfernt. Kurze Fahrwege schonen nicht nur die Umwelt sondern auch die Nerven der Reisenden.

„Unsere zahlreichen Schutzgebiete bilden einen wunderbaren Gegenpool zur Reizüberflutung des Alltags und sind immer einen Besuch wert“, so Tschimpke, „Geschützte Flussauen, Moore, ehemalige Militärgebiete oder Bergbaufolgelandschaften dürfen sich fast ohne menschliche Eingriffe entwickeln, daher gibt es auch im Inland jede Menge Wildnis zu entdecken.“ Ein Urlaub an Nord- und Ostsee oder in den Bergen stärkt zudem nachweislich das Immunsystem. Naturnahe Wälder wirken sich positiv auf unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress aus. Belastende Reize der Stadt, die beispielsweise vom Straßenverkehr ausgehen, gibt es hier nicht. Die NABU-Kooperation „Fahrtziel Natur“ lädt ein, mit der Bahn in 23 Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate vom Wattenmeer bis in die Alpen zu reisen.

Auch im Garten und auf dem Balkon muss niemand auf Urlaubsgefühle verzichten. Ein naturnaher Garten kommt ohne Kunstdünger und torfhaltige Blumenerde aus und ist eine Wohltat – für Menschen, Tiere, Pflanzen und das Klima. Zwischen brummenden Hummeln, singenden Vögeln und duftenden Blüten kommt Entspannung auf. Mit einem Buch im Liegestuhl oder selbstgemachtem Erdbeerkuchen aus eigener Ernte kann der Urlaub beginnen.

Tipps zum Klimaschutz im Sommer-Urlaub online ...
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Veranstaltungen 
 
Hummeln – die Bienen im Pelz
Foto: Erdhummel von S.Mösch, naturimdetail.de
 
Hummeln – die Bienen im Pelz
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 23.Juni von 14 – 17.00 Uhr an der Ökostation im Seepark

Die Ausstellung stellt die pelzigen Brummer vor. Lebensweise, Schutz und Hilfe für die sympathischen Geschwister der Bienen stehen dabei im Mittelpunkt. Heimische Hummeln sind unverzichtbare Bestäuber von Kulturpflanzen und spielen daher in heimischen Biotopen eine wesentliche Rolle. Als staatenbildende Insekten stellen sie hohe Ansprüche an Nistplätze. Nur in Kulturlandschaften mit Verstecken und passendem Blütenangebot kann eine breite Palette an Hummelarten existieren. Von den über 40 Hummelarten in Deutschland gilt weniger als die Hälfte noch als ungefährdet.

Die neue Hummelausstellung des BUND-Naturschutz in Bayern bringt diese Tiergruppe nun einer breiten Öffentlichkeit näher. Neben 9 Ausstellungstafeln zu Lebensweise, Bedrohung und Schutz der wichtigsten heimischen Arten stellt eine Vielzahl anderer Materialien Hummeln und Hummelstaaten in ihrer Vielfalt dar. Dabei richtet sich das Präsentationsniveau an ganz unterschiedliche Nutzergruppen. Interessierte Erwachsene finden detaillierte Informationen zu den wichtigsten Hummelarten und ihren Lebensraumansprüchen. Keine Angst vor wehrhaften Tieren! Wesentliches Ziel ist es, die Akzeptanz von Hummeln im besiedelten Bereich zu steigern und Ängste vor den stechenden Tieren abzubauen. Obwohl die meisten Hummeln stechen können, tun dies die friedfertigen Nützlinge nur bei massiven Angriffen. Menschen sollen deshalb zum Aufstellen von Hummelnistkästen animiert werden.

Die Ausstellung ist bis zum 5. Juli unter Woche jeweils von 9 – 17.00 Uhr zu sehen. Sie wurde dankenswerterweise vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Erlösen der Glücksspirale gefördert. Die Veranstaltung ist kostenlos.
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