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Verschiedenes 
 
 
Freiburger Klima- und Artenschutzmanifest
Prüfung zusätzlicher konkreter Maßnahmen zur schnelleren Erreichung der Klimaschutzziele

Ziel der Klimaneutralität bis 2035 durch die Stadt nicht realisierbar

Der Gemeinderat hat im April 2019 das fortgeschriebene Klimaschutzkonzept für die Stadt entschieden. Im Juli 2019 hat der Gemeinderat auf Antrag der Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen die Erstellung eines Freiburger Klima- und Artenschutzmanifests beschlossen. Dem Gemeinderat wird nun der Entwurf dieses Klima- und Artenschutzmanifestes, verbunden mit konkreten weitergehenden Maßnahmen und Prüfaufträgen, zur Beschlussfassung vorgelegt.

„Die Bewahrung der Biodiversität und der Schutz des Klimas sind zentrale Überlebensfragen für Mensch und Umwelt und erfordern entschlossenes politisches Handeln – auch auf der kommunalen Ebene“, so Oberbürgermeister Martin Horn in der heutigen Pressekonferenz.

„Zentraler Inhalt des Manifests - und meines Wissens bundesweit einzigartig – ist die sinnvolle fachliche Verknüpfung beider Themen und deren Berücksichtigung bei allen künftigen Entscheidungen der Stadt Freiburg“, so Umweltbürgermeisterin Stuchlik. Diese Verpflichtung will die Stadtverwaltung gemeinsam mit allen engagierten Akteuren und Bürgerinnen und Bürgern in beiden Feldern umsetzen.

Aktuell wurden in diesem Jahr sowohl für den Klima- als auch für den Artenschutz bereits neue kommunale Zielsetzungen verabschiedet und Handlungsprogramme erstellt, nämlich das „Klimaschutzkonzept“ sowie der „Biodiversitäts-Aktionsplan“. Darüber hinaus hat die Umweltverwaltung trotz der bereits vorliegenden aktuellen und ambitionierten Beschlüsse zum Klimaschutz die Forderungen von „Fridays for Future“ und „Extinction Rebellion“ ernst genommen und hat als bisher erste Kommune, ein Vorziehen der Klimaneutralität von 2050 auf 2035 gutachterlich prüfen lassen. Das Öko-Institut e.V. sowie das ifeu-Institut aus Heidelberg haben diesen Prüfauftrag erhalten. Eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der beiden Gutachten sowie zusätzliche Maßnahmen und Prüfaufträge finden Sie in der Anlage zu dieser Pressemitteilung.

In ihren Gutachten zur Fragestellung der Voraussetzungen für eine Klimaneutralität Freiburgs bereits im Jahr 2035, kommen Ökoinstitut und ifeu zu der abschließenden Einschätzung: „Um das Ziel der Klimaneutralität in 2035 erreichen zu können, reicht die Gestaltungsmacht von Kommunen nicht aus.“

Hierfür wäre ab sofort eine Sanierungsrate von 5% im Gebäudebestand, der Passivhaustandard für alle Neubauten, eine Reduktion des Individualverkehrs in der Stadt um 60% und eine Effizienzverbesserung der Industrie um 57% erforderlich. Zudem müssten 2035 bereits alle fossilen Kraftwerke bundesweit stillgelegt und durch erneuerbare Energien ersetzt sein sowie kein fossiles Erdgas mehr im Netz sein.

Ergänzend zu den gutachterlichen Betrachtungen hat die Umweltverwaltung für den Bereich erneuerbare Energien eigene Berechnungen angestellt: Um die Ziele im Bereich Erneuerbare Energien bereits im Jahr 2035 zu erreichen, müsste die Ausbaurate im Bereich Photovoltaik im Vergleich zu den beiden Vorjahren ab sofort versechsfacht werden. In den 15 verbleibenden Jahren bis 2035 müsste das Fünffache dessen installiert werden, was in den letzten 20 Jahren inklusive aller Großanlagen (Messe, Stadion, Eichelbuck etc.) errichtet worden ist. Auch der Ausbau im Bereich Windkraft müsste erheblich beschleunigt und weitere Flächen ermittelt werden. Derzeit erschweren dies insbesondere immissionsschutz- und artenschutzrechtliche Vorgaben.

Sowohl in der Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes als auch im Aktionsplan Biodiversität sind bereits zahlreiche Maßnahmen aufgeführt, welche die Erreichung der jeweils beschlossenen Ziele ermöglichen sollen. Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion zu diesen Themen – ausgelöst vor allem durch die Protestbewegungen „Fridays for Future“ und des sich beschleunigenden Arternsterbens und Klimawandels – hat die Verwaltung zugesagt, zusätzliche Vorschläge und Maßnahmen zu prüfen.

Daher wurden von Seiten der Verwaltung weitere Projekte und Handlungsoptionen als Prüfaufträge zur Beschlussfassung im Gemeinderat zusammengestellt, die die Emission klimaschädlicher Gase zusätzlich reduzieren und den Erhalt und die Förderung der Biodiversität im Freiburger Stadtgebiet unterstützen können. Dies sind u.a. strategische Maßnahmen wie die Entwicklung eines Stadtstrommodells, ein Handlungsprogramm „Mobilität und Klimaschutz“ und ein Masterplan „Wärmeversorgung“ sowie operative Maßnahmen wie die Prüfung der Erhöhung der energetischen Standards, der Ausbau der Radvorrangroute FR 3 und die klimaneutrale Verwaltung. Die Ergebnisse der Prüfung sollen dem Gemeinderat 2020 vorgestellt und zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Mit dem Klima- und Artenschutzmanifest und dem begleitenden MaĂźnahmenpaket unterstreicht die Stadt Freiburg noch einmal ihr Engagement in diesen Themenfeldern und verdeutlicht, dass die Erreichung der jeweiligen Ziele einen hohen Stellenwert im Verwaltungshandeln hat.

Dennoch schlägt die Verwaltung nicht die Ausrufung des Klimanotstands in Freiburg vor, wie es von den Bewegungen „Fridays for Future“ und „Extinction Rebellion“ gefordert wurde. Die juristische Begrifflichkeit weckt ungute Erinnerungen an die „Notstandsgesetzgebung“ und es soll stattdessen der vorhandene demokratische Rahmen genutzt werden, um Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. In Freiburg war man schon immer gewillt den kommunalen Gestaltungsspielraum der Gesetzgebung vollständig zu nutzen, um ambitionierten Klima- und Artenschutz zu realisieren, wie beispielsweise beim Freiburger Effizienzhausstandard. Wegen des bereits jahrzehntelangen Engagements im Klima- und Artenschutz und auf Grund des umstrittenen Notstands-Begriffs , hat sich die Stadt gegen die Ausrufung des Klima - Notstandes entschieden.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Tür- und Adventskränze binden
am 24.11.2019 von 14:00 bis 18:00
Ă–kostation Freiburg

Aus Weiden und Efeuranken, Tannenzweigen, Buchs die wir u. a. beim gemeinsamen Streifzug durch den Garten sammeln sowie mit getrockneten Kräutern und bunten Blüten werden phantasievolle, individuelle Tür- und Adventskränze unter Anleitung hergestellt. Die Ökostation stellt die Basismaterialien bereit. Weitere Materialien können zum individuellen Gestalten mitgebracht werden. Das Café Ökostation hat geöffnet.
Leitung Jutta Schumacher und Team der Ă–kostation
Materialkostenspende je nach Verbrauch erbeten
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
Strohballenbau - ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Holzbau
Ă–kostation Freiburg (c) Ă–kostation Freiburg
 
Strohballenbau - ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Holzbau
am 21.11.2019 von 19:00 bis 20:30
Ă–kostation Freiburg

Spleen oder Lösung? Auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit im Bauen stellt die Zimmerei Grünspecht eG in Zusammenarbeit mit dem EU-Projekt UP STRAW Strohballenbau als eine besonders nachhaltige Bauweise vor. Neben dem bereits bewährten Holzrahmenbau ist das Bauen mit Holz, Stroh und Lehm eine passende Weiterentwicklung. In den Vogesen in St. Dié steht ein 7-geschossiges Mehrfamilienhaus. In der Region Südbaden befinden sich mehrere Einfamilienhäuser im Bau.

Ablauf Vortragsabend mit Fragerunde und Diskussion:
* "Faktor X - ein pragmatischer Ansatz fĂĽr Ressourcen- und Klimaschutz beim Bau, angewandt in der Kommunalen Baupolitik in NRW", Holger Wolpensinger, Dipl.Ing., Faktor X-Agentur Inden
* Bauen mit Stroh ist besonders nachhaltig: Vergleich verschiedener Bauweisen aus ökologischer Sicht, Benedikt Käsberg, Zimmermeister, Projektleiter UP STRAW Deutschland
Eintritt frei
Das Bistro Ökostation hat geöffnet
In Kooperation mit der Zimmerei GrĂĽnspecht eG
Bio-Getreide gegen Spende
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
"Wald- und Klimaschutz anpacken mit dem Alltagsprodukt Papier"
Lehrerfortbildung in der Ă–kostation Freiburg
am 19.11.2019 von 14:00 bis 17:30

Ziel der Fortbildung ist es, Lehrer*innen zu befähigen mit Schüler*innen die ökologischen und sozialen Folgen des Alltagsprodukts Papier zu erarbeiten. Schülerinnen und Schüler sollten zu eigenem Handeln befähigt und motiviert werden. Im Vordergrund der Fortbildungen steht die Vermittlung von Methoden, um Schüler-Aktionen zügig zu planen und erfolgreich umzusetzen.
Als Handreichung und Fortbildungsbestandteil wurden für Lehrkräfte aller Schulformen und verschiedenster Schulfächer moderne, fundierte, umfassende Unterrichtsmaterialien Papier erstellt, die das umwelt- und entwicklungspolitisch höchst relevante Thema in seiner Bedeutung und Komplexität abbilden und sie dazu befähigen, Kerninhalte praxisbezogen in ihren Unterricht zu integrieren.
Die wichtigsten Kenntnisse und Zusammenhänge des Fachthemas werden vermittelt und dargestellt, wie mit den Unterrichtsmaterialien schnell und ressourcensparend einzelne Stunden bis hin zu ganzen Projektwochen gestaltet werden können. Dabei stehen Praxisbezug, intensive Beteiligung der Schüler*innen und Anregungen zur Durchführung konkreter Aktionen im Vordergrund.
Hier steht die Seminarbeschreibung: www.oekostation.de/docs/Ankuendigungsinfo_Papierwerkstatt.pdf
Referentin: Evelyn Schönheit, Forum Ökologie & Papier e. V.,
kostenlose Veranstaltung
In Kooperation mit der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
Anmeldung an: Susanna Gill, gill@abfallwirtschaft-freiburg.de, Tel. 0761 / 76707-723
Anmeldeschluss: 12. November 2019
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
Winterknospen von Bäumen – Exkursion im Seepark
am 17.11.2019 von 14:00 bis 15:30
Ă–kostation Freiburg

Wie können Bäume im blattlosen Zustand bestimmen werden? Am leichtesten, in dem man ihre Winterknospen genau betrachtet. Diese sind in Form, Farbe, Stellung am Ast, Knospenschuppenanzahl und Beschaffenheit sehr unterschiedlich. Bei einer Exkursion im Seepark-Gelände werden die Winterknospen der Bäume vorgestellt. Auch lernen Sie welche Knospen essbar sind, welche in der Volksheilkunde Anwendung fanden und wie sie heute wieder in der alternativen Medizin genutzt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Exkursion findet bei jedem Wetter statt.
Referentin: Martine Schiller, Heilpflanzen-Expertin
Zur besseren Planbartkeit bitte wir um Anmeldung
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
Von der Natur fĂĽrs Bauwesen lernen
Foto von der aktuellen Ausstellung zu Baubionik / Quelle: Waldhaus
 
Von der Natur fĂĽrs Bauwesen lernen
Lichtbildvortrag zur Bionik-Ausstellung am 7. November im Waldhaus Freiburg

Warum Bionik? Um diese Frage dreht sich ein Lichtbildvortrag am Donnerstag, 7. November, um 17 Uhr im Waldhaus, Wonnhaldestraße 6. Anschließend gibt es eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Baubionik – Biologie beflügelt Architektur“, die noch bis Mitte März läuft. Der Eintritt zur Ausstellung und zum Vortrag ist frei.

Die Bionik hat das Ziel, nach dem Vorbild der Natur nachhaltige Bauwerke zu entwickeln, die gleichzeitig ästhetisch überzeugen und Ressourcen schonen. Verschiedene Fachbereiche wie Architektur, Biologie, Technik und Materialforschung treiben die Forschungen dazu gemeinsam voran. Die Ausstellung zeigt neben spannenden biologischen Vorbildern auch, welche Ideen, Visionen und Forschungsansätze hinter der Bionik stehen und wie sie sich in gebaute Realität umsetzten lassen.

In dem Lichtbildvortrag beleuchtet Professor Jan Knippers (Institut für Tragkonstruktionen und konstruktives Entwerfen an der Universität Stuttgart) wie digitale Verfahren den Austausch zwischen Biologen, Architekten und Ingenieuren verbessern. Digitale Bilder von Konstruktionen aus der Natur lassen sich direkt in die Simulationsmodelle der Ingenieure überführen. Dies ermöglicht einen vertieften Einblick in die Funktionsweise biologischer Strukturen und schafft eine Basis um bionische Bauwerke mit modernen Fertigungsverfahren umzusetzen. Noch sind unsere technischen Möglichkeiten sehr weit davon entfernt, die im Verlauf von 3,8 Milliarden Jahren entstandenen Konstruktionen der Natur in ihrer ganzen Vielfalt in die Architektur zu übertragen. Dennoch bietet dieses Thema spannende neue Impulse jenseits standardisierter Wege in Architektur und Bautechnik. Der Vortrag zeigt hierzu zahlreiche Beispiele auf. Kooperationspartner von Ausstellung und Vortrag ist die Universität Freiburg.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Freiburg gewinnt beim „Bundeswettbewerb Klimaaktive Kommune 2019
25.000 Euro Preisgeld fĂĽr Klimaanpassungskonzept gegen Hitzebelastung

Berlin/Freiburg 5. November 2019
Die Stadt Freiburg gehört zu den Gewinnern beim Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019“. Die Auszeichnung wurde für das städtische Klimaanpassungskonzept gegen Hitzebelastung vergeben, das bei allen städtebaulichen Rahmenplanungen und Bauleitplanverfahren angewendet wird. Das Konzept enthält neben einer detaillierten Analyse von lokalen Vulnerabilitäten auch Empfehlungen zu konkreten Anpassungsmaßnahmen. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Baubürgermeister Martin Haag nahm heute den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld von 25.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Vorhaben zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel zu investieren. Baubürgermeister Haag dazu: „Die Stadt Freiburg freut sich über den Preis und möchte das Preisgeld gerne in ein Pilotprojekt zur innovativen Fassadenbegrünung in einem hitzebelasteten Gebiet einsetzen. Denn Fassadenbegrünungen bieten eine gute Möglichkeit, mehr Grün in die Stadt zu bringen, ohne zusätzliche Flächen zu benötigen. Mit dem Projekt möchten wir weitere Erfahrungen sammeln.“

14 Hitze-Hot-Spots in Freiburger Stadtraum

Seit diesem Jahr wird in der Stadt Freiburg bei allen städtischen Bauvorhaben konsequent das neue Klimaanpassungskonzept gegen Hitzebelastungen berücksichtigt. Damit soll die Stadt- und Freiraumstruktur der ständig wachsenden Stadt klimatischen Veränderungen gegenüber widerstandsfähiger und die hohe Lebensqualität langfristig bewahrt werden. Besonders an diesem neuen Konzept ist, dass es den Freiburger Stadtraum sehr differenziert betrachtet, denn der ist nicht überall gleichermaßen von den sommerlichen Hitzephasen betroffen. So gibt es zum Beispiel gleich 14 Siedlungsbereiche, die sehr stark von Hitze betroffen und zugleich besonders empfindlich sind. Dazu zählen Stadtgebiete mit einer besonders hohen Einwohnerdichte, einem hohen Anteil an Kindern und älteren Menschen sowie einer Vielzahl von sensiblen Einrichtungen, wie Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen. Außerdem fehlen in diesen Gebiete häufig Freiflächen. Stehen städtebauliche oder freiräumliche Entwicklungen an, kann die Stadt bei der räumlichen Planung jetzt auf umfassende Unterlagen zurückgreifen. So kann die klimatische Situation der Gebiete schnell erfasst und geeignete Ideen zur Erhaltung oder Verbesserung des Stadtklimas ausgewählt und entwickelt werden. Dazu zeigt das Klimaanpassungskonzept nicht nur den Handlungsbedarf auf, sondern enthält auch konkrete Vorschläge, vom Gründach über Erholungsräume bis zum begrünten Gleisbett, welche Maßnahmen geeignet sind, einen Beitrag zur städtischen Klimaerhaltung zu leisten. Die Lösungsvorschläge sind umfassend und in so genannten Steckbriefen „gebrauchsfertig“ aufbereitet, was eine unmittelbare Verwendung in künftige Planungsverfahren ermöglicht.

Gemeinsam im Interesse des Stadtklimas

Die Federführung der Konzepterarbeitung lag beim Stadtplanungsamt, erarbeitet wurde es im Auftrag der Stadt von externen Stadtplanern und -klimatologen. Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe begleitete den Prozess. In dieses Team waren Beschäftigte aus allen Ämtern eingebunden, die sich mit dem Thema „Klimaanpassung und räumliche Planung“ und der künftigen Anwendung des Konzepts befassen. Für den Arbeitsalltag hat dieses Vorgehen viele Vorteile: Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen das Klimaanpassungskonzept ganz genau und können die stadtklimatischen Belange nun detailliert und fundiert frühzeitig in jedes Verfahren einbringen.

Große Herausforderungen in Bezug auf die Anpassung an den Klimawandel liegen auch im städtebaulichen Bestand. Hier kann die Stadtverwaltung ebenfalls von ihrem „HitzeKonzept" profitieren, wenn es darum geht, eigene Flächen und Gebäude bei Neu- und Umplanungen klimaoptimierter zu gestalten. Eigentümerinnen und Eigentümer von privaten Flächen- und Gebäuden sollen ebenfalls sensibilisiert und aktiviert werden, denn Klimaanpassung kann nur als Gemeinschaftsaufgabe der Stadtgesellschaft wirklich gelingen.

Aktuell hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, ein Umsetzungskonzept für die vordringlichsten Maßnahmen der „Hot Spot“-Gebiete auf stadteigenen Flächen zu erarbeiten. Die Maßnahmen zur Reduzierung der sommerlichen Hitzebelastungen sollen dann in den kommenden Jahren gezielt umgesetzt werden. So will die Stadt ihr Anliegen, zukunftsfähige Wohnquartiere zu schaffen, die gesunde Lebensbedingungen ermöglichen, systematisch erreichen.

Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“

Der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ (bis 2015 Wettbewerb „Kommunaler Klima-schutz“) wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. In diesem Jahr wurden insgesamt 88 Beiträge in vier unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Freiburg hat sich mit dem Projekt „Klimaanpassungskonzept gegen Hitzebelastung“ in der Kategorie Klimaanpassung in der Kommune“ beworben. In dieser Kategorie gab es 10 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg erhält den Zuschlag für Zertifizierung mit Label „StadtGrün naturnah“
Bundesweites Label bringt Impulse für mehr Biodiversität in der Stadt

Die Stadt Freiburg hat den Zuschlag für die Aufnahme in die Zertifizierung mit dem Label „StadtGrün naturnah“ erhalten. Vergeben wird das Label vom Projektbüro „Stadtgrün Naturnah“, das sich aus einem Expertengremium des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“ und der Deutschen Umwelthilfe zusammensetzt. Mit dem Label wird die Umsetzung eines ökologischen Grünflächenmanagements und ein vorbildliches Engagement im Bereich Naturschutz und naturnahe Flächenentwicklung in der Stadt ausgezeichnet.

Bürgermeister Martin Haag über den Zuschlag: „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Freiburg mit ihren Maßnahmen für das bisherige Engagement mit der Aufnahme in das LabellingVerfahren belohnt wird. Es soll für die Stadt Auftrag und Ansporn sein, aktiv und intensiv an der ökologischen Gestaltung der Grünflächen und für Naturschutz in der Stadt zu arbeiten.“

Das Verfahren der Zertifizierung geht über etwa ein Jahr und wird unter der Federführung des Garten- und Tiefbauamtes von den Fachämtern der Stadtverwaltung bearbeitet und durch eine Arbeitsgruppe vor Ort begleitet. So wird im Rahmen des Verfahrens ab Anfang 2020 zunächst eine Bestandserfassung durchgeführt, die in einen Maßnahmenplan mündet. Am Ende des Verfahrens steht eine Grün flächenstrategie, die den gemeinderätlichen Gremien zum Beschluss vorgelegt wird.

Neben Freiburg wurden von der Auswahlkommission 14 weitere Städte aus dem ganzen Bundesgebiet für eine Zertifizierung ausgewählt, u.a. Bad Dürrheim, Bielefeld, Düsseldorf, Göttingen, Mönchengladbach, Ravensburg, Wertheim und Wittenberg.

Zur erfolgreichen Bewerbung Freiburgs hat unter anderem beigetragen, dass es schon seit den 1990er Jahren ein Anwendungsverbot von Pestiziden im öffentlichen Raum gibt und die Stadt seit dieser Zeit auf weiten Flächen eine naturnahe Grünflächenpflege praktiziert. So wurde beispielsweise auf etwa einem Drittel der Rasenflächen in Parks und im Straßenbegleitgrün auf eine naturnahe Wiesenwirtschaft umgestellt und ökologisch unattraktive Wechselflorbeete wurden deutlich reduziert.

Zudem wurden in jüngerer Vergangenheit - zuletzt im Rahmen des neuen Aktionsplans Biodiversität der Stadt - vom Garten- und Tiefbauamt und Umweltschutzamt weitere Naturschutzprojekte in der Stadt umgesetzt. Seit einiger Zeit wird die Wiesenbewirtschaftung durch die Beweidung mit Schafen am Schlossberg und Wasserbüffeln im Naturschutzgebiet Rieselfeld ergänzt. Hinzu kommen ein hoher Anteil an Schutzgebieten und die Schaffung wichtiger Lebensräume im Rahmen der Biotopvernetzung. An Gräben und Bächen der Mooswaldniederung wird die Pflege gemäß eines Konzepts zur naturnahen Gewässerpflege umgesetzt, um die gewässertypische Ufervegetation zu fördern. Auch die Teilnahme am Sonderprogramm des Landes BadenWürttemberg zur Stärkung der biologischen Vielfalt hat sicherlich zur erfolgreichen Bewerbung beigetragen.

Die bereits umgesetzten und die geplanten Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt in den städtischen Grün- und Freiflächen entscheiden am Ende, ob eine Kommune das Label in Bronze, Silber oder Gold erhält. Das Bündnis vergibt das Label für jeweils drei Jahre. Anschließend muss es durch eine Rezertifizierung erneuert werden.

Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.
 
 




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