oekoplus - Freiburg
Montag, 16. Juli 2018
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Verschiedenes 
 
Ă–KO-TEST-Magazin Juli 2018
 
Ă–KO-TEST-Magazin Juli 2018
Die Juli-Ausgabe des Ă–KO-TEST-Magazins gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Aus dem Inhalt

Test: Vanilleeis
Mit der verklärten Sahne-Milch-Zucker-Ei-Vanille-Romantik hat die Rezeptur der getesteten Produkte wenig gemein. Die Hersteller nutzen Tricks, um das Eis möglichst billig zu machen. Viele sparen an der teuren Vanille und pumpen das Volumen des Eises mit viel Luft auf. Es zeigte sich auch, dass die teuren Marken nicht immer die besten sind.

Test: Trinkwassersprudler
ÖKO-TEST kann fünf Geräte empfehlen. Beim Rest summieren sich die Mängel in der Praxisprüfung. Manche Sprudler stehen nicht ganz stabil oder die Handhabung ist nicht optimal.

Test: Kugelgrills
Im Labor prüften Experten unter anderem, wie schnell sich die Grills aufheizen, wie sich die Temperatur auf dem Rost verteilt und wie sich die Temperatur halten lässt. Die Experten untersuchten auch, ob man die Briketts problemlos nachfüllen kann und wie gut sich der Luftabzug und die Luftzufuhr regulieren lassen. Ein Korrosionstest zeigte, wie viel Rost die Produkte ansetzen.

Test: Aloe-vera-Gels und -Cremes
Trotz des guten Images der Aloe vera ist ihre Weste leider nicht ganz so weiß. Denn die äußere Schicht ihrer Blätter enthält natürlicherweise sogenannte Anthranoide, die krebsverdächtig sind und vermutlich das Erbgut schädigen können. Wer zu fertigen Kosmetikprodukten mit Aloe vera greift, muss sich wegen der Anthranoidbelastung wenig Sorgen machen. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Produkte frei von kritischen Substanzen sind.

Test: Waschgele fĂĽr Kinder
Sie gelten als milde Pflege und richten sich an Eltern, die nur das Beste für den Nachwuchs wollen. Sind sie tatsächlich eine saubere Sache? Fast alle Produkte im Test überzeugen. Doch es gibt Marken, die nicht überzeugen. Sie enthalten PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, oder synthetische Polymere, die sich nicht oder nur schlecht in Wasser lösen.

Test: Magnesiumpräparate
„Kann ja nicht schaden“, denken sich viele, die zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Stimmt nicht. Zu viel Magnesium kann schaden. Hinzu kommt: Die Preisunterschiede sind enorm. Eine Tagesdosis kostetentweder 2 oder 79 Cent. Ist das teure Produkt besser?

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Dieses Mal im Heft: Extra Sommer, Sonne, Ferien

Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?
Zur Einstimmung auf die warme Jahreszeit gehört regelmäßiges Stöhnen über wahlweise zu niedrige oder zu hohe Temperaturen, zu viel oder zu wenig Regen irgendwie dazu. Angeblich waren die Sommer früher viel schöner. Doch war das wirklich so oder trügt nur unsere
Erinnerung? Ein Blick in Statistiken klärt auf.

Bademode
Bademode ist nicht gerade gut für das ökologische Gewissen: Meist besteht sie aus elastischer Kunstfaser. Doch bei einigen Herstellern hat ein Umdenken eingesetzt. Der Recyclingstoff Econyl gewinnt an Bedeutung.

Rucksäcke
Nichts gegen Handtaschen. Aber wer länger unterwegs ist und einiges mitnehmen will, der greift zum Rucksack. Der beste Daypack ist der, den man beim Tragen vergisst, weil man ihn nicht spürt.

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Und auĂźerdem:

ErdĂĽberlastung
Am 1. August ist Erdüberlastungstag. Ein symbolischer Termin, mit dem Umweltaktivisten auf den Ressourcenverbrauch aufmerksam machen. Sie warnen: So wie wir heute leben, bräuchten wir 1,7 Erden.
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Veranstaltungen 
 
 
Agrikulturfestival
am 21.07.2018 von 12:00 bis 15:30

Die Ökostation bietet im Rahmen des Projekts "Bio für Kids" eine Tofuwerkstatt zum Mitmachen an und zeigt wie man zu Hause ganz einfach selbst diese Eiweißbombe zaubern kann. Dabei können Interessierte an drei Stationen zwischen 12 und 15 Uhr ihr eigenes Tofu machen, zu einem Minigericht verarbeiten und dann verspeisen. Die Zubereitung des Tofus dauert nur wenige Minuten. Je nach gewünschter Konsistenz werden zusätzlich 15 bis 30 Minuten Wartezeit zum Herauspressen der Flüssigkeit benötigt.

Landwirtschaft ist Kultur und soll als solche gewertschätzt und weiterentwickelt werden. Daher setzen wir uns ein für einen Wandel in unserer Produktions- und Konsumkultur von Nahrungsmitteln, hin zu regional, ökologisch, klimafreundlich, fair und kleinbäuerlich produzierten Produkten, im ländlichen Raum, sowie in unseren Städten. Mit dem AgriKultur Festival wird auch der Austausch und die Vernetzung zwischen den vielfältigen Akteur*innen in Freiburg und Region gefördert.
Das Festival bietet ein volles Programm mit Diskussionen und Vorträgen zu relevanten Themen aus Landwirtschaft und Ernährun, künstlerische Darbietungen, Konzerten, Theater und Mitmachaktionen (z.B. Schnippeldisko und Workshops), einem Kinderprogramm sowie Essen & Getränke aus der Region

- In Kooperation mit dem Agrikultur e.V. und mit der Stadt Freiburg
- Das Agrikulturfestival dauert vom 20.7. - 22.7.2018

Ökostation Freiburg am Seepark • Falkenbergerstr. 21 B • 79110 Freiburg
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Veranstaltungen 
 
 
Artenvielfalt in der naturpädagogischen Praxis
am 20.07.2018 von 16:00 bis 17:30

Beratungsangebot fĂĽr ehrenamtliche Kindergruppenleiter*innen.
Was haben Hummeln und Schmetterlinge gemeinsam? Welche Nektarpflanzen sind für Hummeln und Schmetterlinge besonders attraktiv? Wie können Kinder an die Vielfalt und die Zusammenhänge der Tiere und Pflanzen herangeführt werden und was können Betreuer*innen mit ihren Kindergruppen für den Erhalt dieser besonders bedrohten Arten praktisch umsetzen? Diese und weitere Fragen werden bei diesem Beratungsangebot diskutiert. Nach einer kurzen Führung durch den Biogarten mit der Wildblumenwiese werden Spielaktionen, Materialien und Konzepte zur Umsetzung in der umweltpädgogischen Praxis vorgestellt. Im Sinne der kollegialen Beratung können auch eigene Erfahrungen ausgetauscht werden. Ein Büchertisch rundet das Programm ab.

- Ulrike Hecht, Ă–kostation Freiburg
- Anmeldung unbedingt erforderlich!

Ökostation Freiburg am Seepark • Falkenbergerstr. 21 B • 79110 Freiburg
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Verschiedenes 
 
 
Resolution des Freiburger Gemeinderats zum Atomkraftwerk in Fessenheim
Der Gemeinderat der Stadt Freiburg wendet sich in großer Sorge an den französischen Staatpräsidenten Emmanuel Macron. Wir sind betroffen und alarmiert, dass die Electricité de France (EDF) die beschlossene Schließung des in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt Freiburg liegenden Atomkraftwerks in Fessenheim nun erneut aufschieben will. Zur Begründung wird auf Verzögerungen beim Bau des Kraftwerks in Flamanville verwiesen, welches das Atomkraftwerk in Fessenheim ersetzen soll.

Die Bevölkerung unserer Stadt und der gesamten Region ist seit vielen Jahren besorgt und betroffen durch den Umgang französischer Behörden mit den Sicherheitsmängeln des Kraftwerks in Fessenheim. Es fehlen nach wie vor der Nachweis einer funktionsfähigen Notkühlung und ein ausreichender Schutz bei Erdbeben, Überschwemmungen, Flugzeugabstürzen und terroristischen Anschlägen. Wichtige Anlagenteile wurden nicht wie vorgeschrieben hergestellt und gefälschte Hersteller-Zertifikate vorgelegt. Immer wieder erreichen uns auch Nachrichten von sehr vielen Störungen, die unsere Bevölkerung nachhaltig beunruhigen.

Die Stilllegung dieses ältesten Kernkraftwerkes in Frankreich sollte unabhängig von der Inbetriebnahme des Kraftwerks in Flamanville umgehend aus Sicherheitsgründen erfolgen. Zudem schreibt das französische Energiewende-Gesetz bis zum Jahre 2025 eine Senkung des Atomstrom-Anteils an der französischen Energieproduktion auf 50% vor. Es liegt auf der Hand, dass dann das älteste und mit den größten Sicherheitsmängeln aller französischen Kernkraftwerke behaftete Werk in Fessenheim vorrangig zu schließen ist. Die Fertigstellung der Anlage in Flamanville schiebt sich nun schon seit Jahren immer wieder hinaus. Von den weltweit geplanten Anlagen dieses Typs konnte bislang nach 15 Jahren noch keine einzige in Betrieb gehen.

Auch die wirtschaftlichen Folgen einer Schließung des Atomkraftwerks in Fessenheim für die Region Elsass sind nicht nur lösbar, sondern können auch als Chance für eine Neuaufstellung der Grenzregion in enger deutsch-französischer Kooperation gesehen werden. Das Land Baden-Württemberg hat sich bereit erklärt, mit den französischen Behörden eng zusammenzuarbeiten, insbesondere auch bei der Entwicklung einer grenzüberschreitenden Wirtschaftszone, um die Folgen für den Arbeitsmarkt im Nachbarland zu kompensieren und die wirtschaftliche Entwicklung zu stärken. Dazu gehören auch neue Vorstöße für eine durchgehende grenzüberschreitende Bahnverbindung zwischen Colmar und Freiburg.

Sehr geehrter Herr Staatspräsident Macron, ein gravierender Zwischenfall in Fessenheim kann jederzeit eintreten und würde verheerende Folgen für die gesamte Region des Elsass und Südbadens und darüber hinaus nach sich ziehen. Wir bitten Sie deshalb, eine Schließung des Atomkraftwerks in Fessenheim, so wie von der EDF zugesagt, bis Ende des Jahres 2018 umzusetzen.

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Resolution aus der Sitzung des Freiburger Gemeinderats vom 26. Juni 2018
 
 

Verschiedenes 
 
Voller Erfolg fĂĽr Windenergie-Repowering auf dem Weissmoos
Windturbinen auf dem Weismoos / Foto: E.Schulz
 
Voller Erfolg fĂĽr Windenergie-Repowering auf dem Weissmoos
Klage von Windkraftgegnern in allen Punkten abgewiesen

Schuttertal). Auf dem Weißmoos, einem Berg im Schuttertal, Ortenaukreis, wurden Mitte der 90er Jahre zwei Windenergieanlagen errichtet. Um das Windpotenzial noch besser zu nutzen, wurde 2010 der Beschluss gefasst, die Pionieranlagen durch eine neue, deutlich höhere Anlage zu ersetzen.
Ziele waren die Stromproduktion von bis dato einer Million Kilowattstunden (kWh) im Jahr
zu verfĂĽnffachen und gleichzeitig die Zufriedenheit der drei Familien, die im Umkreis von weniger als 500 m um den Standort wohnen, zu erhalten. AuĂźerdem wurde fĂĽr die BĂĽrger, die sich an der neuen WEA finanziell beteiligen, eine passable Rendite geplant.

Die Ziele wurden in vollem Umfang erreicht. Die mit 5,2 Mio. kWh kalkulierte Stromproduktion lag von 2015 bis 2017 bei durchschnittlich 5,5 Mio. kWh und alle drei Nachbarn – unabhängig davon, ob sie Pacht erhalten oder nicht – leben nach wie vor gerne beim Windrad. Für die Bürger erfolgten alle prognostizierten Ausschüttungen.

Bedauerlich war bei diesem Projekt die andauernde Informationsresistenz von Windkraftgegnern. Obwohl schon im Vorfeld über das Projekt öffentlich informiert und alle Fakten zur Sprache kamen, die zeigten, dass die Veränderungsängste unbegründet sind, wurde sowohl eine Petition als auch eine Klage eingereicht. Die, auch öffentlich verbreiteten, Behauptungen reichten von der Anzweifelung der künftigen Stromproduktion bis zur angeblichen Unzulässigkeit wegen Arten- und Immissionsschutzfragen. Alle – durchaus auch für Laien verständliche – Hinweise der Behörden und der Gerichte wurden ignoriert, bis letztlich der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Klage im Frühjahr 2018 in allen Punkten endgültig abwies.

Die Unterzeichner freuen sich, dass am Beispiel des Weissmoos belegt werden konnte, dass erfolgreiche Repowering-Projekte selbstverständlich auch im Schwarzwald möglich sind.

Bundesverband WindEnergie SĂĽdbaden
Ă–kostromgruppe Freiburg
SWE BĂĽrgerwind GmbH & Co. KG
 
Autor: Erhard Schulz

Verschiedenes 
 
 
Campact warnt: Bayer schlägt zurück - Die neuen Super-Pestizide
Bayer-Monsanto beantragt die Zulassung eines neuen Insektengifts. Bereits im August könnte die Pestizidmischung auf den Markt kommen. Fordern Sie jetzt Agrarministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze auf, das zu verhindern!

Bayer-Monsanto ist auf Bienenjagd. Gerade erst hat die EU drei Neonikotinotide verboten, weil sie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge töten. Jetzt legt der Chemiegigant einfach mit der nächsten Pestizidmischung nach – wieder ist sie tödlich für Bienen. Sie wirkt besonders perfide. Man behandelt das Saatkorn, und das Nervengift wirkt in allen Teilen der Pflanze: Stängel, Blätter und Blüte werden giftig.[1] Bis August müssen wir die Zulassung verhindern.

Im Frühjahr protestierten Hunderttausende Campact-Unterstützer/innen gegen giftige Neonikotinoide. Mit Erfolg – Agrarministerin Julia Klöckner und Umweltministerin Svenja Schulze stimmten im EU-Rat für ein Verbot. Das reichte für die Mehrheit. „Was der Biene schadet, muss vom Markt“, sagte Klöckner im Interview.[2] Jetzt müssen Klöckner und Schulze dazu stehen – und auch die Zulassung der neuen Giftmischungen verhindern.

Bayer-Monsanto hat es eilig: Schon im August könnten die ersten Pestizidmischungen mit Flupyradifuron auf den Markt kommen. Klöckner und Schulze müssen das verhindern – und dürfen nicht vor Bayer-Monsanto einknicken. Gemeinsam mit dem Umweltinstitut München wollen wir deshalb 200.000 Unterschriften gegen das Bienengift sammeln – und sie den Ministerinnen in wenigen Tagen persönlich übergeben. Helfen Sie mit!

Die Agrarindustrie hat sich mächtig breit gemacht auf unseren Feldern. Sie tötet Insekten – und zwingt die bäuerliche Landwirtschaft zum Rückzug. Zu viel Gülle gefährdet das Trinkwasser.[3] Hecken und Wiesen verschwinden aus der Landschaft. Das Insektensterben hat Folgen für etliche andere Tiere: Igel, Vögel, Fledermäuse und Frösche finden nicht genug zu fressen.[4] Diese Zerstörung zahlen wir auch noch selbst: Großbetriebe und Investoren greifen Agrarsubventionen ab – und machen so noch mehr Profit.[5]

Um das Sterben in der Natur zu stoppen, müssen wir uns Bayer-Monsanto und Co. entgegenstellen – und zwar gemeinsam. Glyphosat, Neonikotinoide, Flupyradifuron: Pestizid für Pestizid muss vom Acker. Unser aller Hartnäckigkeit hat uns schon weit gebracht. Vor ein paar Jahren konnten die Konzerne noch weitgehend ungestört mit Ackergiften Geschäfte machen. Mittlerweile sind Pestizide ein großes politisches Thema.

Bei den Neonikotinoiden hat die Umweltbewegung einen wichtigen Sieg errungen. Dazu haben auch Hunderttausende Campact-Unterstützer/innen mit ihrem Engagement beigetragen. Jetzt müssen wir dranbleiben – damit Bayer-Monsanto unseren Erfolg nicht wieder zunichte macht. Fordern Sie jetzt von Klöckner und Schulze, den neuen Bienenkillern die Zulassung zu verweigern!
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Veranstaltungen 
 
Lebendige Vorgärten – artenreich und pflegeleicht“
Saatgutmischung „Blühende Landschaft“ © Görlitz / Verband Wohneigentum
 
Lebendige Vorgärten – artenreich und pflegeleicht“
Grauer Schotter, Betonpflaster und eine mit Gabionen bedruckte Plastikplane empfangen die Besucher im Garten des Verband Wohneigentum auf der Landesgartenschau in Lahr – ein „Herzliches Willkommen“ sieht eigentlich anders aus.

Also kein üppig gestalteter Vorzeigegarten mit Blütenmeer wie sonst auf Gartenschauen üblich, sondern graue Tristesse. Sicher provokativ, aber genau das soll der erste Teil des Gartens auch sein und damit zum Nachdenken anregen. Was passiert eigentlich, wenn überall in unseren Wohngebieten Gartenflächen versiegelt und mit Schotter zugeschüttet werden, wie es seit einigen Jahren in immer mehr Vorgärten der Fall ist? Antworten darauf gibt ein Schild am Eingangsbereich: Von der Veränderung des Mikroklimas durch die Aufheizung der Steine, über fehlende Blühpflanzen für die Insekten bis hin zum Absterben des Bodenlebens unter der Schicht aus Plastikplanen und Geröll. Außerdem fehlt die positive Wirkung, die Pflanzengrün und Blüten auf uns Menschen haben.

Lebendige Vorgärten – artenreich und pflegeleicht
Zum Glück ist der Beitrag im Kleingartenpark noch größer und vorbei an einer Plakatwand erreicht man den eigentlichen Garten. Dass es auch anders geht, zeigt der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg und seine örtlichen Vereine im Raum Lahr hier auf: auf sechs Flächen werden verschiedene Staudenpflanzungen, passende Sträucher und kleinkronige Hochstammbäume vorgestellt. Eine Pergola mit Bank und Sitzwürfel laden zum Verweilen unterm Zierapfelbaum ein.

Die Pflanzungen sind alle so gewählt, dass sie problemlos im eigenen Garten nachgepflanzt werden können – auch ohne große Pflanzenkenntnisse. Hier finden sich zum Beispiel geprüfte und ansprechende Staudenmischpflanzungen wie der Weinheimer „Präriemorgen“ und die Mischung „Goldsaum“ aus Veitshöchheim. Die Staudenpflanzung „Duftende Bienenweide“ einer örtlichen Staudengärtnerei, die ganzjährig Nahrung für Bienen liefert und eine selbst geplante Staudenpflanzung mit Fokus auf Pflegeleichtigkeit und langer Blütezeit. Weiterhin werden auf zwei Flächen die Saatgutmischung „Blühende Landschaft“ und ein Blumenrasen als artenreiche Pflanzenmischungen für Insekten vorgestellt.

Sträucher und Bäume bringen Struktur in den Vorgarten. Alle wurden so gewählt, dass sie sich auch für Vorgärten eignen, optisch ansprechend sind und möglichst Insekten und Vögeln Nahrung bieten. Hier finden sich unter anderem die Kornelkirsche und ein Weißdorn als Hochstamm, eine Eberesche, Felsenbirne, Holunder und Strauchefeu. Wein, Clematis und Rosen beranken die Pergola und die Weidenflechtzäune.

Beratungsstand und Vorträge:

An folgenden Terminen gibt es von 11:00-16:00 Uhr einen Beratungstand im Garten und ab 17:00 Uhr Vorträge im Veranstaltungsraum der KITA+ im Bürgerpark.

Vorträge ab 17 Uhr:

Di. 17.7.
Klimawandel –Auswirkungen auf den Garten. Extremwetterlagen wie Starkregen, Trockenheit und Hitze nehmen zu. Welche Auswirkungen hat dies auf den Garten, die Pflanzen und das Wohnumfeld und welche Maßnahmen sind sinnvoll?

Sa. 4.8.
Gärten gestalten – ansprechend naturnah und pflegeleicht. Wie man einen Garten möglichst ansprechend, naturnah und im Sinne seiner Bewohner gestalten kann. Beispiele und Tipps für die Gartengestaltung.

Do. 20.9.
Der Gartenboden. Gründung, Mulchen und Kompost - über die Förderung des Bodenlebens und den Umgang mit dem Gartenboden.

Ăśber den Verband Wohneigentum Baden-WĂĽrttemberg e.V.:
Der Verband Wohneigentum ist mit rund 350.000 Mitgliedsfamilien der bundesweit größte Verband für selbstnutzende Wohneigentümer. In Baden-Württemberg sind über 22.000 Mitglieder in über 150 örtlichen Vereinen organisiert. Er tritt auf allen politischen Ebenen für ein familienfreundliches, altersgerechtes und bezahlbares Haus- und Wohnungseigentum ein. Gleichzeitig engagiert sich der Verband Wohneigentum für einen neutralen, unabhängigen Verbraucherschutz und eine ökologisch orientierte Gestaltung von Haus und Garten.
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Veranstaltungen 
 
 
JEFTA-Abkommen: Wasser darf nicht privatisiert werden
Ăśber 520.000 Menschen protestieren gegen Kommerzialisierung

Berlin/Verden, 5. Juli 2018. Um die Zukunft der Wasserversorgung sorgen sich akut Hunderttausende Deutsche. Erhält JEFTA, das Abkommen zwischen der EU und Japan, morgen vom Rat der Europäischen Union die Zustimmung, dann könnte die europäische Wasserversorgung durch neoliberale Profitinteressen in Gefahr geraten. Schon über 520.000 Menschen protestieren dagegen seit Freitag in einem aktuellen Campact-Appell.

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner stehen damit für die Mehrheit der Deutschen. Eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag von Campact ergab, dass 93 Prozent der Befragten dafür sind, dass die Trinkwasserversorgung in öffentlicher Hand bleibt. Und für falsch oder eher falsch halten 80 Prozent, dass durch den Abschluss von JEFTA die Privatisierung der Trinkwasserversorgung in Deutschland möglich werde.

„Schlechtere Qualität, höhere Preise: darüber klagen Menschen dort, wo die Wasserversorgung privatisiert wurde”, sagt Matthias Flieder von Campact. „Man darf diese Daseinsvorsorge nicht in die Hände von Coca-Cola, Nestlé, Veolia oder RWE legen. Wasser muss weiter unter öffentlicher Kontrolle bleiben.” Campact fordert Andrea Nahles und Olaf Scholz(SPD) auf, dafür zu sorgen, dass sich Wirtschaftsminister Altmaier (CDU) morgen enthält, wenn es im EU-Ministerrat um die Zustimmung der Bundesregierung zu dem Handels- und Dienstleistungsabkommen geht. Die Privatisierung von Wasser und Abwasser muss - wie bei anderen Abkommen - ausgenommen werden.

Seit Jahren werden immer mehr kommunale Wasserversorger von Privatfirmen übernommen oder in Kooperationen überführt (PPP). Dabei gerät oft das Gemeinwohl unter die Räder. In Portugal etwa stiegen die Wasserpreise um 400 Prozent, Berlin hat sich aus dem Ausflug in die Privatisierung mit viel Steuergeld freigekauft. In England und Wales können die Behörden nicht ausreichend prüfen, ob die Privatfirmen Rohre und Leitungen sanieren. In London gehen 20 Prozent des Wassers durch Lecks verloren. In Frankreich gibt es Streit wegen der Übernutzung von Quellen.

Das Abkommen JEFTA wird für fast 600 Millionen Menschen in zwei der reichsten Regionen der Erde gelten. Es sieht den Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren zwischen der EU und Japan vor, ebenso wie eine stärkere Öffnung der Märkte für Dienstleistungen und öffentliche Aufträge. Campact kritisiert auch andere Teile des Abkommens, aber nach Ansicht der Bürgerbewegung muss die Wasserversorgung als öffentliches Gut vorrangig vor Privatisierung geschützt werden.
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