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Verschiedenes 
 
BUND-Trauer um Solarpionier Werner Mildebrath
Werner Mildebrath, Sasbach / Archiv: Axel Mayer
 
BUND-Trauer um Solarpionier Werner Mildebrath
Solarpionier, TĂŒftler, BUND-Ehrenmitglied und Aktivist am 18.9.2020 verstorben

Der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland trauert um sein verstorbenes Ehrenmitglied Werner Mildebrath aus Sasbach.
Der Solarpionier gehört zu den Ersten, die in Deutschland thermische Solaranlagen bauten. Der jetzt verstorbene Wyhl-Aktivist und TĂŒftler erhielt am 26.4.2008 bei der Landesdelegiertenversammlung des BUND in Bad Boll die Ehrenmitgliedschaft des BUND. Er war das erste Mitglied aus der Region am SĂŒdlichen Oberrhein, der diese Ehrung erhielt.
Werner Mildebrath war ab dem Jahr 1973 aktiv, als die Bevölkerung und die Badisch ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen zuerst ein umweltbelastendes Bleichemiewerk im elsĂ€ssischen Marckolsheim und spĂ€ter ein AKW in Wyhl verhinderte. Er war seit 1976 Mitglied des BUND. Werner Mildebrath fĂŒhrte damals mit seiner ebenso aktiven Frau Erika, ein kleines dörfliches ElektrogeschĂ€ft in Sasbach, einem kleinen Ort in nĂ€chster Nachbarschaft zu Marckolsheim und Wyhl.

Wie viele aus der dörflichen Bevölkerung war er fest eingebunden in den örtlichen AKW Wyhl - Widerstand, als Elektriker aber hatte er einige „besondere“ Aufgaben. Bei vielen Kundgebungen und Aktionen war er zustĂ€ndig fĂŒr die „Demo-Technik“. Er organisierte die Elektrik, die damals noch „exotische“ Videotechnik und die Lautsprecheranlagen und bediente diese. Im Wyhler Wald sorgte sein Aggregat bei Veranstaltungen fĂŒr Strom. Bei vielen Aktionen, auch in spĂ€teren Jahren, war er wie selbstverstĂ€ndlich als fĂŒr diesen Bereich „zustĂ€ndiger“ Mann dabei, immer zuverlĂ€ssig und engagiert, ohne viele Worte zu machen.

Alleine diese AktivitĂ€ten waren schon Grund genug fĂŒr eine Auszeichnung.Doch in erster Linie ging es dem BUND darum, den Solarpionier Werner Mildebrath zu ehren.

Durch die Volkshochschule Wyhler Wald war er sehr frĂŒh auf die damals absolut „exotische“ thermische ErwĂ€rmung von Wasser mit Hilfe der Sonne aufmerksam geworden.

Im Jahr 1975 baute der Elektriker, TĂŒftler und Handwerker fĂŒr sein eigenes Haus eine sehr solide thermische Solaranlage die heute nicht nur immer noch existiert, sondern auch noch funktioniert. Es dĂŒrfte sich dabei um eine der ersten praxistauglichen Solaranlagen in Deutschland gehandelt haben. Diese Anlagen gehören langfristig in ein Museum.

Im Sommer 1976 veranstalteten einige Aktive der Badisch-ElsĂ€ssischen BIÂŽs und des damals frisch gegrĂŒndeten Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz (Aktion Umweltschutz) die weltweit erste große Ausstellung zu alternativen Energien in Sasbach am Kaiserstuhl. Der Widerstand gegen das im Nachbardorf Wyhl geplante AKW, das berĂŒhmte "Nai hĂ€mmer gsait" war den Aktiven des BUND und der BIÂŽs nicht genug, es galt auch, Alternativen zur Atomenergie aufzuzeigen und neben das Nein zur Atomenergie das Ja zu den alternativen Energien zu stellen. Die Solaranlagen von Werner Mildebrath waren damals ein wichtiger Teil der Sasbacher Sonnentage.

Gemessen an heutigen Ausstellungen alternativer Energien war es eine kleine, ja geradezu winzige Ausstellung. Über 12 000 BesucherInnen kamen 1976 zu diesen ersten "Sonnentagen" nach Sasbach. Es war tatsĂ€chlich eine „kleine, weltgrĂ¶ĂŸte“ Ausstellung und es ist unglaublich und faszinierend, was sich aus diesen "Sonnentagen" entwickelt hat. Gerade dieser Vergleich zeigt den unglaublichen Erfolg der damaligen Idee und der umgesetzten Vision.

FĂŒr Werner Mildebrath war dies alles der Einstieg in die kleintechnische Produktion von Solaranlagen. Er grĂŒndete eine kleine Firma und baute in der ganzen Region seine Anlagen, die alle heute noch funktionieren.

Jahre danach hatte ihn das Schicksal vieler Pioniere ereilt. Was anfangs belĂ€chelt und sogar bekĂ€mpft wurde, wurde spĂ€ter von großen Firmen aufgegriffen, die großtechnisch einfach billiger produzieren konnten. Die Firma des verstorbenen Pioniers gibt es nicht mehr.

Dennoch braucht es diese TĂŒftler, Techniker und Pioniere, um zukunftsweisende, langlebige und nachhaltige Technologien auf den Weg zu bringen und der BUND ist stolz, solche Menschen in seinen Reihen gehabt zu haben.

Auf seinem Hausdach befinden sich alte und neue Solaranlagen. Die Àltesten Solar-Anlagen Deutschlands sollten nicht in der Schrottpresse landen, sondern in einem Technikmuseum.
Wir werden Werner Mildebrath vermissen.

Dr. Brigitte Dahlbender BUND-Landesvorsitzende / Axel Mayer (Alt-) BUND GeschĂ€ftsfĂŒhrer
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Veranstaltungen 
 
Riesenflohmarkt in der Messehalle 2 Freiburg
Foto: Veranstalter
 
Riesenflohmarkt in der Messehalle 2 Freiburg
Mit Abstand in die NormalitÀt

Mit einem Hygienekonzept und unter Einhaltung der aktuellen Auflagen findet der Riesen Flohmarkt am Freitag, 25.9. und am Samstag, 26.9. in der Messehalle 2 Freiburg statt. FĂŒr Besucher und Aussteller ist es verpflichtend eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Auch muss ein Kontaktformular ausgefĂŒllt werden. Das Kontaktformular kann vor Ort ausgefĂŒllt werden. Auf unserer Webseite: ww.suema-maier.de erhalten Sie alle Informationen.
Wir haben zum Flohmarkt, der derzeitigen Situation geschuldet, ein Konzept entworfen, das Ihnen den Besuch so angenehm wie möglich macht. Wir haben in der weitlÀufigen Messehalle Ruhezonen eingerichtet. Hier können Aussteller und Besucher mit Mindestabstand «verschnaufen», ohne Ihre Maske zu tragen.

Bis zu 200 Aussteller mit Möbeln, Schmuck, Second-Hand und Briefmarken, bis hin zu Sammlerwaren und ausgesuchten RaritĂ€ten ein abwechslungsreiches Sortiment an. Das große Angebot lockt nun seit mehr als 20 Jahren traditionell zum Feilschen und Shoppen. Viele ĂŒberregionale Aussteller, sowie das geöffnete Messerestaurant laden zum langwierigen Verweilen und Genießen in entspannter AtmosphĂ€re ein.
Frönen Sie ihrer Leidenschaft und ergattern Sie beim Streifzug durch die Halle mit ein Wenig GlĂŒck den ein oder anderen Schatz. Denn hier findet sich fĂŒr jeden Geldbeutel das Richtige und die Aussteller geben gerne Auskunft ĂŒber jedes der unzĂ€hligen PrachtstĂŒcke.

Parkmöglichkeiten: direkt an der Messehalle -kostenfrei-

Die Öffnungszeiten: Freitag, 25.9. von 14-19 Uhr und Samstag, 26.9. von 9-17 Uhr

Besuchereintritt: 3,- Euro
vergĂŒnstigter Eintrittspreis durch den Erwerb von 10-Eintrittskarten möglich.

Weitere Informationen und Flohmarkttermine erhalten Interessierte beim Veranstalter, der SĂŒMa Maier Veranstaltungs GmbH, unter Telefon 07623 741920 oder im Internet unter www.suema-maier.de

Bequem mit der Straßenbahn zum Flohmarkt und zurĂŒck
Mit der Stadtbahnlinie 4 bis "Technische FakultĂ€t" erreichen Sie die Messe Freiburg im 7,5-Minuten-Takt. Nutzen Sie diese Möglichkeit und fahren Sie ganz bequem zum Flohmarkt und zurĂŒck. Entgehen Sie der evtl. stressigen Anfahrt mit dem PKW. Tun Sie der Umwelt etwas Gutes und lassen sich chauffieren.
Andernfalls hat es ausreichend BesucherparkplĂ€tze direkt vor der Messehalle. Somit ist der Flohmarkt fĂŒr jedermann gut erreichbar.
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Veranstaltungen 
 
Bachputzete am ZĂ€hringer Dorfbach
ZĂ€hringer Dorfbach: clean-up / Foto: Ak Wasser im BBU
 
Bachputzete am ZĂ€hringer Dorfbach
270 Kilogramm MĂŒll auf 200 Meter Bachlauf

Freiburg, 13.09.2020; 270 Kilogramm MĂŒll entlang von nur 200 Meter Bachlauf! Das war das erschreckende Ergebnis einer MĂŒllsammelaktion des Freiburger GewĂ€sserschutzvereins regioWASSER e.V. am Samstagvormittag (12. Sept.) am ZĂ€hringer Dorfbach. Rund 20 „MĂŒllsammlerInnen“ hatten u.a. elf Autoreifen, drei Sessel sowie 35 kg Glasflaschen aus dem kurzen Bachabschnitt entlang der ParkplĂ€tze von mömax und real geborgen. Im Hinblick auf ein BĂŒrgerwissenschaftsprojekt („citizen science“) waren die Mitglieder des regioWASSER-Vereins und die MithelferInnen besonders am PlastikmĂŒll interessiert. Davon konnten 49 kg eingesammelt werden. Bei den grĂ¶ĂŸeren Kunststofffragmenten (insgesamt 14 kg) wurde mit einer „Nah-Infrarot-Pistole“ die jeweilige Kunststoffsorte analysiert. Dies ermöglichte dankenswerterweise die fĂŒr die Aktion eigens aus dem Taunus angereiste Firma analyticon instruments.

Das Ergebnis: Rund 60 % Polyethylen (hauptsĂ€chlich TĂŒten und Verpackungen), rund 16 % Polypropylen, rund 8 % Polystyrol, rund 13 % PET (vor allem in Form von Flaschen) sowie rund 4 % PVC.

Die Daten ĂŒber die PlastikmĂŒllzusammensetzung werden an das Umweltbundesamt (Anm.1) weitergeleitet und finden dort Eingang als kleiner Baustein in ein großes Forschungsprojekt zur Herkunft und Zusammensetzung von Mikroplastik im Rheineinzugsgebiet. Auch ein Teil des PlastikmĂŒlls im ZĂ€hringer Dorfbach wird letztendlich zur Belastung von Rhein und Nordsee mit Mikroplastik beitragen. (Anm.2)

Der regioWASSER e.V. setzt sich zudem dafĂŒr ein, dass sich - entsprechend einem Vorschlag der EU-Kommission - die Hersteller und Inverkehrbringer von Einwegplastikprodukten kĂŒnftig an den MĂŒllaufrĂ€umkosten der Kommunen finanziell beteiligen mĂŒssen.

Aufgrund der Ergebnisse des CleanUp fanden die GewĂ€sserschĂŒtzerInnen vom regioWASSER e.V. ihre EinschĂ€tzung mehr als bestĂ€tigt, dass es sich beim ZĂ€hringer Dorfbach in Höhe von mömax und real um den Bachabschnitt in Freiburg handelt, der mit großem Abstand am meisten mit MĂŒll und Unrat belastet ist.

Die Veranstalter haben sich besonders ĂŒber die aktive Beteiligung der beiden grĂŒnen StadtrĂ€te Nadyne Saint Cast und Jan Otto gefreut. Beide StadtrĂ€te zeigten sich - Ă€hnlich wie der spĂ€ter noch hinzukommende Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler (Freiburg Lebenswert) - erschĂŒttert von der MĂŒllflut und der dahinter stehenden RĂŒcksichts- und Gedankenlosigkeit am ZĂ€hringer Dorfbach.

Die Bachputzete am ZĂ€hringer Dorfbach war Bestandteil des internationalen RhineCleanUp 2020. Dabei wurden am 12. Sept. von etwa 35.000 MĂŒllengagierten die Ufer von Rhein und NebenflĂŒssen von rund 320 Tonnen MĂŒll befreit.

Praxistipp zur besseren MĂŒlltrennung im Haushalt

Leider gab es bei der Identifizierung der Kunststoffsorten auch immer wieder GegenstĂ€nde, die aus verschiedenen Plastiksorten bestanden, sodass eine Zuordnung nicht möglich war.3 Ein Problem, mit dem nicht nur die Bachreiniger am ZĂ€hringer Dorfbach konfrontiert waren. Auch die stationĂ€ren Scanner in den MĂŒllsortieranlagen sind bei Verpackungen, die aus mehreren Stoffen bestehen, ĂŒberfordert. Deshalb empfiehlt der regioWASSER-Verein Verpackungen vor dem Einwerfen in den „Gelben Sack“ zu trennen: Also beispielsweise bei Joghurt- und FrischkĂ€sepackungen den KunststoffbehĂ€lter (Polypropylen), die dĂŒnne Verschlussfolie und den Aludeckel auseinander zunehmen.

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1) Die Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt hat sich ergeben, weil der regioWASSER e.V. die UmweltverbÀnde in einem DIN-Ausschuss vertritt, in dem derzeit die Probenahme und Analytik von Mikroplastik genormt werden. In dem Normausschuss ist auch das Umweltbundesamt vertreten.
2) Der ZĂ€hringer Dorfbach lĂ€uft ĂŒber das Glottereinzugsgebiet in den Leopoldskanal und damit in den Rhein und belastet letztlich mit der MĂŒllflut aus vielen weiteren RheinzuflĂŒssen die Nordsee 


zum Bild oben:
PlastikmĂŒllsortierstelle, wo mit dem pistolenĂ€hnlichen Hightech-MessgerĂ€t die PlastikmĂŒllzusammensetzung analysiert wurde
Foto: Ak Wasser im BBU
 
 

Verschiedenes 
 
 
NABU: Europa muss Taktgeber fĂŒr Klimaschutz in der Schifffahrt werden
Miller: Abgeordnete können in dieser Woche neue Ära der Schifffahrt einlĂ€uten

Berlin/Hamburg, 14.09.2020 – Vor der fĂŒr diese Woche angesetzten Abstimmung des europĂ€ischen Parlaments ĂŒber Klimaschutzmaßnahmen in der Seeschifffahrt appelliert der NABU eindringlich, den Sektor endlich zu mehr Klimaschutz zu verpflichten. Zuvor hatte bereits der federfĂŒhrende Umweltausschuss im Juli wegweisenden Auflagen zugestimmt, die nun als Teil der Verordnung ĂŒber die Überwachung, Berichterstattung und ÜberprĂŒfung von Schiffsemissionen (MRV) auf den Weg gebracht werden könnten. Teil des Pakets sind unter anderem die Ausweitung des europĂ€ischen Emissionshandelssystems auf die Schifffahrt, die Pflicht zur Abnahme von Landstrom wĂ€hrend der Liegezeit in HĂ€fen sowie eine Effizienzsteigerung der Schiffe um 40 Prozent bis zum Jahr 2030.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Abgeordneten des EuropĂ€ischen Parlaments können in dieser Woche eine neue Ära der Schifffahrt einlĂ€uten. Bisher hat sich die Branche erfolgreich um ernsthafte Klimaschutzauflagen gedrĂŒckt. Dabei ist allen bewusst, dass die Seeschifffahrt bis zum Jahr 2050 komplett emissionsfrei unterwegs sein muss. Daher wird es Zeit, den Sektor nun mit entsprechenden gesetzlichen Vorgaben auf Kurs zu bringen.“

Daniel Rieger, Leiter Verkehrspolitik: „Uns lĂ€uft die Zeit davon. In nur 30 Jahren muss die gesamte Schifffahrt vom heutigen Schwerölbetrieb auf erneuerbare und emissionsfreie Antriebe umstellen. Das erfordert zum einen die Entwicklung entsprechender Antriebe wie der Brennstoffzelle sowie erhebliche Effizienzsteigerungen bei Schiffsdesign und Schiffsbetrieb. Hier hinkt die Branche allen anderen VerkehrstrĂ€gern um mindestens ein Jahrzehnt hinterher. Besonders herausfordernd wird dabei die UmrĂŒstung der Bestandsflotte werden, da hier das Gros der Emissionen anfĂ€llt.“ Es sei sinnvoll, dass der Gesetzgeber einen entsprechenden Orientierungsrahmen schaffe, um gezielt Investitionen in alternative Antriebe zu lenken. Denn weder das zunehmend eingesetzte FlĂŒssiggas (LNG) noch SchwefelwĂ€scher (Scrubber) seien geeignet, um den Anforderungen an eine emissionsfreie Schifffahrt zu genĂŒgen.
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Christof Sandt
 
Buchtipp: Christof Sandt "Kleine Anleitung zum Gehölzschnitt"
So einfach wie möglich: ObstbÀume und Ziergehölze fachgerecht pflegen

Richtig schön schneiden: So einfach wie möglich begleitet BaumschulgÀrtner und Landschaftsarchitekt Christof Sandt beim Gehölzschnitt im Garten. Sein Buch »Kleine Anleitung zum Gehölzschnitt«, erschienen im pala-verlag, richtet sich an alle, die aus dem Gehölzschnitt keine Wissenschaft machen wollen. Und an alle, die sich an langlebigen und schönen Gartengehölzen erfreuen möchten.

Schneiden oder nicht schneiden? Wann wird geschnitten? Und was ist der allgemeine Auslichtungsschnitt? Diese und andere Fragen beantwortet Christof Sandt ebenso praxisorientiert wie leicht verstĂ€ndlich. Wertvolle Informationen ĂŒber Wachstum und Wundheilung der Pflanzen helfen, schonend zu schneiden und dafĂŒr den richtigen Zeitpunkt auszuwĂ€hlen: damit Ziergehölze und Rosen schön blĂŒhen, ObstbĂ€ume und BeerenstrĂ€ucher ĂŒppig tragen, Hecken und Kletterpflanzen ihre Schutzfunktion erfĂŒllen oder ein gesunder Wuchs wiederhergestellt wird. Illustrationen veranschaulichen wichtige Schnittregeln.

Neben konkreten Schnittanleitungen fĂŒr die einzelnen Gehölze gibt es Tipps zur Neupflanzung. Ein Buch, das neben dem Machen auch zum Beobachten und Seinlassen ermutigt: Denn viele Gehölze brauchen gar nicht geschnitten zu werden. Sie entfalten ihre natĂŒrliche Erscheinung ganz ohne diese Pflege.

pala Verlag 2020, 120 Seiten, € 14,00 (D)
ISBN: 978-3-89566-398-7
 
 

Verschiedenes 
 
 
MĂŒllfrei-Freiburg : FlĂŒckiger See
Am FlĂŒckiger See soll eine ĂŒber mehrere Wochen stattfindende MĂŒll/Zigarettenkippen Sammel-Aktion stattfinden, bei der die Helfer mit Hilfe des gespendeten Geldes fĂŒr ihren Einsatz angemessen belohnt werden.
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Veranstaltungen 
 
 
Konferenz „Region im Risiko :AKWs Fessenheim-Beznau-Leibstadt“
Die GefĂ€hrdung durch Atomkraft ist fĂŒr Freiburg und Region keineswegs ĂŒberwunden! BUND Regional- und Ortsverband Freiburg, ECOtrinova e.V., AGUS e.V., FARBE e.V. und CSFR (Elsass) als Veranstalter der Konferenz "Region im Risiko :AKWs Fessenheim-Beznau-Leibstadt: Hochaktiver AtommĂŒll, rissige Reaktoren, geplante Atomschrottfabrik Fessenheim. RĂŒckbau ohne Risiko? Schutz der Bevölkerung!" laden deshalb zusammen mit ideellen MittrĂ€gern ein zum Samstag 26. Sept. 2020, 10.15 bis 14 Uhr in Freiburg i.Br., HĂŒttinger-Saal, Stadtteil Mooswald, Am HĂ€gle 1/ ElsĂ€sserstraße.

Hauptvortragende sind Prof. JĂŒrg Stöcklin, PrĂ€sident des Trinationalen Atomschutzverbands TRAS, Basel, und Dipl.-Ing. Simone Mohr, Öko-Institut e.V., Senior Researcher, Darmstadt. Schirmherrin dieser Startveranstaltung der JubilĂ€umsserie 30 des Samstags-Forums Regio Freiburg von ECOtrinova und Partnervereinigungen ist UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, Freiburg Br..

Der Eintritt ist frei. Die Platzzahl ist auf 50 begrenzt! Verbindliche namentliche Anmeldung ist erforderlich bis 23.9.2020 an ecotrinova@web.de. Anmeldungen werden bestĂ€tigt. Es gelten die Covid-19-Hygienebestimmungen des Landes, u.a. Abstand 1,5 m, Maskenpflicht im Eingangsbereich -nicht beim Sitzen – Handreinigung, Teilnah­meliste. Programmdetails werden bei Anmeldung per E-Mail mitgeteilt und sind online bei ecotrinova.de unter Termine und Samstags-Forum. Förderer der Konferenz sind AGUS e.V. mit AktionsbĂŒndnis Fessenheim stilllegen. Jetzt!, BUND OV Freiburg, CSFR, ECO-Stiftung, ECOtrinova e.V., FARBE e.V. und die LNV-Stiftung.
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Verschiedenes 
 
ZapfenpflĂŒcker pflĂŒcken Rekordernte im Stadtwald Freiburg
(c) Stadt Freiburg/Klaus Echle
 
ZapfenpflĂŒcker pflĂŒcken Rekordernte im Stadtwald Freiburg
2 Millionen Douglasienzapfen im Wert von 54.000 Euro

Saatgut der Freiburger Douglasien ist wegen guter Wuchsform der BĂ€ume in ganz Deutschland begehrt

Auch in diesem Jahr waren wieder Baumkletterer im Freiburger Bergwald in den Kronen der mĂ€chtigen Douglasien unterwegs, um die noch grĂŒnen Zapfen zu ernten. Dies ist eine besonders anstrengende und gefĂ€hrliche Arbeit. Forstrevierleiter Klaus Echle freut sich besonders darĂŒber, dass es keine UnfĂ€lle und kaum Beschwerden ĂŒber die in der Regel im Wald ĂŒbernachtenden, freiberuflich tĂ€tigen ZapfenpflĂŒcker gab. Alle beernteten Bereiche waren von ihnen vorbildlich abgesperrt worden und der Fahrzeugverkehr wurde auf das Notwendigste beschrĂ€nkt.

Insgesamt wurden an mehreren hundert BĂ€umen rund 49 Tonnen Zapfen geerntet. Das Forstamt freut sich ĂŒber den Erlös von 54.000 Euro aus dem Verkauf der Zapfen an ForstsamenhĂ€ndler und Forstbaumschulen. Die Freiburger Erntemenge ist bedeutend – sie entspricht 80 Prozent aller in Baden-WĂŒrttemberg geernteten Douglasienzapfen.

Die geernteten grĂŒnen Zapfen werden nach der Ernte in Forstsamen-Darren oder Klengen geliefert, von denen es in Deutschland nur acht StĂŒck gibt (das Land Baden-WĂŒrttemberg betreibt in Nagold eine eigene „Staatsklenge“). In der Klenge werden in einem aufwĂ€ndigen Prozess die Zapfen getrocknet, die Samen herausgelöst und von den FlĂŒgelchen getrennt. Dies erledigt neben der Darre (Ofen zum Trocknen der Samen) ein großes SchĂŒttelsieb. In KĂŒhlhĂ€usern kann das Saatgut aus Freiburg bis zu 25 Jahre eingelagert werden, bis es ein KĂ€ufer bei der Klenge bestellt und in seiner Forstbaumschule aussĂ€ht. Dabei können aus einem Kilo Saatgut zum Preis von bis zu 1.500 Euro ĂŒber 35.000 SĂ€mlinge gezogen werden.

Auf Grund der guten Herkunft (Nordamerika), die sich in schlankem, geradem Wuchs und feinen Ästen ausdrĂŒckt, ist das Saatgut aus Freiburgs WĂ€ldern sehr begehrt. Der höchste Baum Deutschlands auf dem Illenberg ĂŒber GĂŒnterstal ist bekanntlich ebenfalls eine Douglasie. Sie ist inzwischen rund 67 Meter hoch und mit ihren gut hundert Jahren noch jung; der Red Creek Tree, ihr Verwandter gleicher Art in Port Renfrew auf Vancouver Island (Kanada) ist heute 74 Meter hoch und lebte bereits im Jahr 1000 n. Chr. In Deutschland werden Douglasien seit 125 Jahren forstlich angebaut und fĂŒhlen sich hier sehr wohl.
 
 


Verschiedenes 
 
Große MĂŒllsammelaktion bei der Ferienfreizeit auf dem Mundenhof
(c) KonTiKi Mundenhof, Stadt Freiburg
 
Große MĂŒllsammelaktion bei der Ferienfreizeit auf dem Mundenhof
Mehrere Hundert Kilo Abfall sind das Ergebnis der diesjĂ€hrigen KonTiKi-Ferienfreizeit auf dem Mundenhof: Diesen MĂŒllberg haben die teilnehmenden Kinder natĂŒrlich nicht verursacht – sondern tapfer gesammelt.

Das KonTiKi (Kontakt-Tier-Kind) ist die naturpĂ€dagogische Bildungs- und Freizeiteinrichtung auf dem Freiburger Mundenhof. Kinder können die Natur dort spielerisch mit allen Sinnen entdecken. Die zweiwöchige KonTiKi-Ferienfreizeit richtet sich an Kinder zwischen 7 und 12 Jahren. In Gruppen können sie morgens die Esel, Schafe, Ziegen und Alpakas versorgen und mit ihnen spazieren gehen. Nachmittags gibt es verschiedene WerkstĂ€tten und Angebote, die sich nach den WĂŒnschen der Kinder richten.

Dieses Jahr waren die Kinder hochmotiviert, bei WaldspaziergĂ€ngen und Bachwanderungen MĂŒll zu sammeln. Gemeinsam haben sie eine große Menge Abfall zusammen getragen, darunter Verpackungen, Planen, Bauteile und vieles mehr. Der große Berg, der sich schließlich stapelte, machte die jungen MĂŒllsammlerinnen und MĂŒllsammler nachdenklich und sorgte auch fĂŒr die entrĂŒstete Frage, was sich die Leute denn dabei denken. Am Ende wurde der MĂŒllberg aber auch mit einem gewissen Sammler-Stolz bestaunt: Ob er wohl so viel wiegt wie Veith, der SchwarzwĂ€lder Fuchs?

zum Bild oben:
Das Bild der Ferienaktion zeigt den gesammelten Abfall der ersten Woche mit der jungen MĂŒllsammlerin Finja und dem SchwarzwĂ€lder Fuchs Veith. (Bildquelle: KonTiKi Mundenhof, Stadt Freiburg).
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Sonntagsöffnung Artenvielfalt liegt auf der Hand
am 27.09.2020 von 14:00 bis 17:00
Veranstaltung in der Ökostation Freiburg
 
Saatgut von verschiedenen Wild- und Gartenstauden werden selber geerntet und die SamenstÀnde zum Trocknen ausgelegt. ErlÀutert wird, was man bei der Samenernte im eigenen Garten oder am Wegesrand beachten sollte. Weitere Themen sind: woran kann der Reifegrad der Samen erkannt werden? Wie wird das selbst geerntete Saatgut getrocknet, gereinigt und gelagert? Wann und auf welchem Boden kann man die Samen auspflanzen?
Die Veranstaltung ist fĂŒr Familien mit interessierten Kindern geeignet
Leitung: Robert Schönfeld
Veranstaltungsort: Heilpflanzengarten der Ökostation
Eine kleine Bewirtung wird angeboten
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
Wildobst-Exkursion rund um die Ökostation
am 20.09.2020 von 14:00 bis 16:15
Veranstaltung in der Ökostation Freiburg
 
In den GĂ€rten und Streuobstwiesen der Ökostation und im Seepark wĂ€chst eine Vielfalt von Obst- und Wildobst-Sorten wie z.B. Äpfel, Quitten und Kornel-Kirschen. Bei einem Rundgang durch die GĂ€rten und Wiesen stehen folgende Themen auf dem Programm: welche leckeren Produkte können jetzt im Herbst aus den FrĂŒchten selber hergestellt werden, welchen gesundheitlichen Mehrwert haben diese Produkte und wann sind ihre optimalen Erntezeiten. DarĂŒber hinaus werden die botanischen Besonderheiten der HochstĂ€mme und Wildobstsorten und ihre AnsprĂŒche an den Standort an denen sie am besten wachsen angesprochen. Zum Abschluss wird am Lagerfeuer oder am KĂŒchenherd ein Produkt der Jahreszeit selber hergestellt und sofort verkostet.
Leitung: Martine Schiller und Team der Ökostation
Geeignet fĂŒr alle interessierte Erwachsene sowie Familien mit Kindern
Coronabedingt begrente Teilnehmerzahl - deshalb bitten wir um Anmeldung (Stand 5.5.2020)
Das CafĂ© Ökostation hat bis 17.00 Uhr geöffnet
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Verschiedenes 
 
Solar-Guerilla - Kleine Solarsysteme fĂŒr Eigenstrom
Ökostation Freiburg (c) Ökostation
 
Solar-Guerilla - Kleine Solarsysteme fĂŒr Eigenstrom
am 19.09.2020 von 10:00 bis 16:00
Veranstaltung in der Ökostation Freiburg

Ob fĂŒr das Gartenhaus, das Tinyhaus, die Wagenburg oder fĂŒr den Balkon, es gibt viele Energie-BedĂŒrfnisse fĂŒr Stromnetz unabhĂ€ngige (autarke) Lösungen. Am Vormittag geht es fĂŒr ca. 2 Std. um Grundlagen und um die EinschĂ€tzung, wann ein solches System sinnvoll ist, aus welchen Komponenten es besteht und wie man es praktisch umsetzt. Danach gehen wir von der Theorie zur Praxis. Im zweiten Teil kann ein eigenes System verkabelt und getestet werden. Damit das funktioniert, werden noch weitere Elemente, wie z.B. Laderegler, 12 Volt-Akku, evtl. Wechselrichter und einige Kabel benötigt. Max sechs Teilnehmer*innen können bei dieser Veranstaltung ihr System aufbauen und testen. Weitere sechs können sich als Assistent*innen anmelden, sofern sie nur die Infos und das Wissen mitnehmen möchten. Die Kosten fĂŒr eine kleine autarke Solaranlage zum Mitnehmen liegen je nach Komponenten zwischen 80 und 500 €. Diese werden im Voraus mit dem Veranstalter besprochen (s.u.) und beschafft. Gerne verwenden wir auch gebrauchte Solarmodule und funktionierende Komponenten. Die Ökostation spendet 5 gebrauchte, funktionierende Module. Balkonmodule zum Einspeisen in das eigene Stromnetz können besichtigt werden. So kann Jedermann und Jedefrau zur Solarstromer*in werden.

Leitung: Rolf Behringer, N.N. (Solare Zukunft e.V.)
Zur Hardware-Abstimmung: r.behringer@solarezukunft.org
Materialkosten variieren
FĂŒr Verpflegung wird gesorgt
Eine Kooperation von: fesa e.V., Solare Zukunft e.V., Oekostation Freiburg, Photovoltaik-Netzwerk fĂŒr den SĂŒdlichen Oberrhein, Energieagentur Freiburg
80 bis 500,- je nach Materialbedarf
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Verschiedenes 
 
 
Abfallbilanz 2019: Freiburg bleibt MusterschĂŒler der MĂŒlltrennung
Freiburg ist Spitzenreiter bei der Abfallvermeidung und Vorreiter bei der MĂŒlltrennung im Land. Zum wiederholten Male liegt die Stadt mit 108 Kilogramm Restabfall und SperrmĂŒll pro Person an erster Stelle unter den kreisfreien GroßstĂ€dten. Die Freiburgerinnen und Freiburger produzieren wegen ihres guten Sortierverhaltens deutlich weniger Restabfall als andere Teile der Republik. In Baden-WĂŒrttemberg liegt das Pro-Kopf-Aufkommen bei durchschnittlich 140 Kilo RestmĂŒll, das geht aus Zahlen des Umweltministeriums des Landes hervor, die Anfang August veröffentlicht wurden. Bundesweit liegt der Schnitt bei 128 Kilo, in StĂ€dten sogar bei 151 Kilo RestmĂŒll pro Kopf, wie Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen. Verglichen mit diesen Werten darf sich Freiburg MusterschĂŒler der MĂŒlltrennung und Abfallvermeidung nennen.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik zeigte sich erfreut ĂŒber das erneut gute Ergebnis. „Wir haben in Freiburg ein tolles Konzept, das zum MĂŒlltrennen anregt. Die guten Werte können wir aber nur erreichen, da viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sich fĂŒr MĂŒlltrennung und Abfallvermeidung einsetzen. Ihnen möchte ich dafĂŒr herzlich danken, es ist auch ihr erster Platz“, so Stuchlik. Freiburgs AbfallgebĂŒhrensystem belohnt Haushalte finanziell, die wenig Restabfall produzieren. Zudem fĂŒhren nutzerfreundliche Entsorgungswege langfristig zum Erfolg.

Auch bei der Bilanz von eingesammelten verwertbaren AbfĂ€llen liegt Freiburg mit 264 Kilogramm pro Kopf im Landesvergleich mit den kreisfreien GroßstĂ€dten auf Platz eins. Diese Kategorie beinhaltet getrennt gesammelte Wertstoffe wie Bioabfall, Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen, Altholz, ElektrogerĂ€te, Altkleider und Metall.

Seit mehr als 20 Jahren können in Freiburg organische AbfĂ€lle ĂŒber die Biotonne entsorgt werden. Im Jahr 2019 wurden an der VergĂ€rungsanlage der Reterra 15.669 Tonnen BioabfĂ€lle angeliefert, eine Pro-Kopf-Menge von 68 Kilogramm. Damit rangiert Freiburg ebenfalls auf dem ersten Tabellenplatz unter den kreisfreien GroßstĂ€dten.

Mit insgesamt 17.855 Tonnen Altpapier sammelten die Freiburgerinnen und Freiburger im Jahr 2019 pro Person 78 Kilogramm. Das bedeutet einen RĂŒckgang von sechs Prozent innerhalb des letzten Jahres, wohl ein Ausdruck der zunehmenden Nutzung von Digital- anstelle von Printmedien.

Nur leichte VerĂ€nderungen ließen sich im Vergleich zum Vorjahr bei den einwohnerspezifischen Mengen an Altglas und VerpackungsabfĂ€llen verzeichnen. Mit 29 Kilogramm Altglas pro Einwohner liegt Freiburg rund 20 Prozent ĂŒber dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Aufkommen Baden-WĂŒrttembergs.

Die im gelben Sack erfassten VerpackungsabfĂ€lle beliefen sich im Jahr 2019 auf 5.527 Tonnen. Die Finanzierung der Entsorgung des gelben Sacks lĂ€uft nicht ĂŒber die kommunale AbfallgebĂŒhr, sie ist privatwirtschaftlich organisiert. Die Entsorgungskosten werden mit dem Kaufpreis im Handel bezahlt. Im Durchschnitt produzieren die Einwohnerinnen und Einwohner Freiburgs 24 Kilo Abfallmenge fĂŒr den gelben Sack pro Kopf im Jahr. Der Vergleich mit dem Landesdurchschnitt von 31 Kilogramm pro Person legt nahe, dass die Freiburgerinnen und Freiburger sparsamer im Gebrauch von Einwegverpackungen sind als die Mehrzahl der Konsumenten in Baden-WĂŒrttemberg.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Aktuelle und kommende Bedrohungen fĂŒr Freiburg & Region
AKWs Fessenheim, Beznau, Leibstadt - Experten berichten

Auch nach der Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim/Elsass werden erhebliche GefĂ€hrdungen fĂŒr Mensch und Natur vor allem am sĂŒdlichen Oberrhein noch jahrelang fortbestehen. Grund ist vor allem die Lagerung des hochradiaktiven AtommĂŒlls in Abklingbecken außerhalb des eigentlichen ReaktorgebĂ€udes. Auch mit einer bei Fessenheim geplanten Atomschrottfabrik „Technocentre“ fĂŒr die Verarbeitung verstrahlter Bauteile von französischen Atomkraftwerken und von anderswo in Europa wĂ€ren Belastungen der Region zu erwarten. Die Atomkraftwerke Leibstadt am Hochrhein und Beznau an der Aare/Schweiz, beide nahe an der Grenze zu Deutschland, bedeuten mit ihren technischen MĂ€ngeln große GefĂ€hrdungen besonders auch fĂŒr SĂŒdbaden. Block 1 des umstrittenen AKW Beznau gilt als das Ă€lteste noch in Betrieb befindliche der Welt, wird aber von den Schweizer Behörden immer noch nicht stillgelegt.

Mehrere Umweltschutzvereinigungen aus Freiburg i. Br. und Region bieten deshalb am Samstag 26. Sept. 2020, 10:15 – 14 Uhr in Freiburg i.Br. im HĂŒttinger-Saal, Am HĂ€gle 1/ElsĂ€sser Str. VortrĂ€ge internationaler Experten mit Aussprache zum Thema

Atomkraft - Region im Risiko:
Fessenheim - RĂŒckbau.Hochaktiver AtomĂŒll.Atomschrottfabrik.
AKWs Beznau & Leibstadt/Schweiz stilllegen.

Dipl.-Ing. Simone Mohr, Senior Researcher Nukleartechnik & Anlagensicherheit beim Öko-Institut e.V., Darmstadt, erlĂ€utert im Hauptvortrag „Das Atomkraftwerk Fessenheim: RĂŒckbau ohne Risiko? Eine Atomschrottfabrik am Rhein? Wie erreichen wir maximalen Schutz der Bevölkerung?“

Jean-Marie Brom, Physiker, Strasbourg, Sprecher fĂŒr die französischen Netzwerke Sortir du Nucleaire und GSIEN, wird erwartet mit Übersetzung zu „Hochradioaktiver AtommĂŒll in Abklingbecken des AKW Fessenheim. GefĂ€hrdungen - was tun?“

Über „Die AKWs Beznau und Leibstadt/Schweiz: GefĂ€hrdung und Stilllegung“ berichten Dipl.-Ing. Simone Mohr, Öko-Institut e.V., Darmstadt und NN, Trinationaler Atomschutzverband TRAS, Basel.

Dr. Georg Löser, Mitglied der BUND-Atom- und Strahlenkommission, stellt einleitend „Die besondere atomare GefĂ€hrdung fĂŒr die Region am sĂŒdlichen Oberrhein und Hochrhein“ dar.

Mit dem Termin startet die JubilĂ€umsreihe 30 des Samstags-Forum Regio Freiburg zu Klimaschutz-Energiewende-Nachhaltigkeit. Schirmherrin wie traditionell seit Beginn des Forums in 2006 ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik. Insbesondere Kommunalpolitik, Behörden, Vereine, Hochschulen und interessierte MitbĂŒrger_innen sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Aufgrund der Covid19-Situation und begrenzter Platzzahl sind Anmeldungen erforderlich an ecotrinova@web.de bis 23.9.2020. Im Saal und fĂŒr die Teilnahme gelten die gesetzlichen Covid19-Hygienebedingungen.

Initiatoren bzw. Veranstalter sind der BUND Regionalverband e.V. und Ortsverband Freiburg, CSFR ComitĂ© de Sauvegarde de Fessenheim et de la Plaine du Rhin (Elsass), ECOtrinova e.V., AGUS MarkgrĂ€flerland e.V., unterstĂŒtzt von: AktionsbĂŒndnis Fessenheim stilllegen. Jetzt!, Badisch-ElsĂ€ssische BĂŒrgerinitiativen, Fossil Free Freiburg, KlimabĂŒndnis Freiburg, FARBE e.V., Mahnwache Breisach und von der Veranstaltergemeinschaft des Samstags-Forum Regio Freiburg

FĂŒr die Veranstaltergemeinschaft leitet Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender, wissenschaftlicher Koordinator des Samstags-Forum Regio Freiburg.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Klaus HacklÀnder
 
Buchtipp: Klaus HacklĂ€nder "Er ist da. Der Wolf kehrt zurĂŒck"
Können wir mit den Wölfen leben?

Der Wolf ist zurĂŒck: Dank Wolfsschutz und Abschussverboten erholt sich die Wolfspopulation in Europa zunehmend. Doch ist ein ungefĂ€hrliches Miteinander mit dem Raubtier ĂŒberhaupt möglich? Wie leben Wölfe und gibt es in unseren WĂ€ldern genug Platz fĂŒr Wolfsrudel?

Klaus HacklÀnder sammelt in seinem Sachbuch »Er ist da« Daten, Fakten und Erfahrungsberichte zu Wolfsschutz, Problemwölfen und sicherem Umgang mit dem Raubtier:

- Welche AnsprĂŒche stellt der Wolf an seinen Lebensraum? Wie kann man ihn daran hindern, zu weit in menschliche SiedlungsrĂ€ume vorzudringen?
- Wolfsangriff und Wolfsriss: Wie gefĂ€hrlich ist der Wolf fĂŒr den Menschen? Können wir ihn von Weiden, StĂ€llen und Nutztieren fernhalten?
- Ist der Wolf noch eine gefĂ€hrdete Art? Wie zeitgemĂ€ĂŸ sind angesichts der PopulationsgrĂ¶ĂŸe Richtlinien wie die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL)?

Zwischen Fakten und Feindbild: Streitthema Wolf

»Er ist da« nimmt das graue Raubtier, das in zahlreichen MĂ€rchen und Geschichten die Rolle des blutrĂŒnstigen Monsters ĂŒbernimmt, wissenschaftlich fundiert unter die Lupe. Was ist dran an den ErzĂ€hlungen aus der Vergangenheit, ĂŒber Wölfe, die in rasender Blutgier Leid ĂŒber Mensch und Tier brachten? Wie kann man den Wolf in die bestehenden LebensrĂ€ume eingliedern, ohne dass er Schaden nimmt und Schaden zufĂŒgt?

Ein Sachbuch, das nicht nur auf interessante und fundierte Weise ein sehr komplexes, emotionsbehaftetes Thema aus Sicht von Experten und Betroffenen beleuchtet, sondern auch LösungsansÀtze prÀsentiert und hinterfragt!

Ecowin Verlag 220, 224 Seiten, € 24,00 (D/A) / SFr 33,90
ISBN-13 9783711002587
 
 

Verschiedenes 
 
 
Die Waldbrandgefahr ist in den nÀchsten Tagen sehr hoch
Grillen im Stadtwald nur an offiziellen Grillstellen erlaubt.
Rauchverbot im Wald gilt bis Ende Oktober

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert ab morgen die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe. Daher bittet das Forstamt Freiburg alle Waldbesucherinnen und Besucher eindringlich um erhöhte Vorsicht und um strenge Einhaltung der folgenden Regeln.

Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen im Wald sowie in einer Entfernung von 100 Metern zum Waldrand darf auf keinen Fall Feuer entfacht werden.
Auf offiziell eingerichteten GrillplĂ€tzen muss dringend darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht. Zu diesem Zweck darf ab sofort nicht mehr mit Holz gegrillt werden. Ersatzweise ist ausschließlich Holzkohle zu verwenden.
Zum Löschen der Glut muss ein Kanister Wasser mitgefĂŒhrt werden, da nur so die Glut sicher gelöscht werden kann.
Das Grillen auf selbst mitgebrachten GrillgerÀten ist verboten. Im Wald und in einer Entfernung von 100 Metern zum Waldrand ist das Rauchen von MÀrz bis Oktober grundsÀtzlich verboten.

Waldbrandgefahr geht auch von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben aus, außerdem von Zigarettenkippen, die entlang von Straßen achtlos aus dem Fenster geworfen werden.

Alle Waldbesuchenden werden zudem gebeten, Zufahrtswege in die WĂ€lder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws dĂŒrfen nur auf ausgewiesenen ParkplĂ€tzen abgestellt werden. Fahrzeuge sollten nicht ĂŒber trockenem Bodenbewuchs oder laubbedeckten FlĂ€chen und trockenem Gras parken, da heiße Katalysatoren oder Auspuffteile die trockene Vegetation leicht entzĂŒnden können.

Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzĂŒglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) zu informieren.

Insbesondere die schnelle Information ĂŒber einen Brandherd und die daraufhin eingeleitete BekĂ€mpfung trĂ€gt dazu bei, das Ausmaß des Schadens einzuschrĂ€nken und Gefahren fĂŒr Natur und Mensch zu vermeiden.

Dabei kommt es auch auf eine prĂ€zise Ortsbeschreibung an, um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu fĂŒhren und vor Ort einzuweisen. Sie können dazu die Rettungspunkte des Forstamtes, allgemein bekannte ParkplĂ€tze, Waldwegenahmen, Wanderwege- und Mountainbike-Beschilderungen oder Ă€hnliches zur Beschreibung nutzen oder aber die Standortsfunktion Ihres MobilgerĂ€tes
 
 

Veranstaltungen 
 
Ferienfreizeit
Ökostation Freiburg (c) Ökostation
 
Ferienfreizeit "Seepark - Entdecker 2"
31.08.2020 bis 04.09.2020 jeweils von 08:30 bis 12:30
Veranstaltung in der Ökostation Freiburg

Ein Angebot fĂŒr Freiburger Stadtkinder die Lust haben draußen zu sein und bei Spiel und Spaß neue Dinge ĂŒber die Natur zu lernen. 5 spannende Vormittage mit und fĂŒr Kinder in den naturnahen Außenanlagen der Ökostation im Seepark. Treffpunkt ist immer das GartenhĂ€uschen im Biogarten der Ökostation. Natur erforschen und entdecken, in der Natur lernen und Spiele stehen auf dem Programm.
Das konkrete Programm des jeweils nÀchsten Tages wird gemeinsam mit den Kindern abgestimmt.
Betreuung: Teamer*innen der Ökostation
Treffpunkt: Gartenhaus der Ökostation
Bitte der Witterung angepasste Kleidung und ein Vesper mitbringen
Die Anmeldung gilt fĂŒr alle 5 Tage (Einzeltage können nicht gebucht werden)
Alter: Kinder zwischen 7 und 10 Jahren
5,- Materialkosten je Kind
40.00 € / TeilnehmerIn
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
FledermĂ€use - lautlose FlugkĂŒnstler der NĂ€chte
am 28.08.2020 von 20:00 bis 22:00
Veranstaltung in der Ökostation Freiburg

An diesem Abend wollen wir diesen fliegenden SÀugetieren nÀher kommen.
Von unserem Experten erhalten wir Einblick in ihr Leben und Verhalten. Wir werden u. a. den Fragen nachgehen, welche Arten am FlĂŒckiger See leben, wo diese in den SommernĂ€chten und Wintermonaten Quartiere finden und durch welche Maßnahmen sie unterstĂŒtzt werden können.
Nach dem theoretischen Teil machen wir uns mit Dedektoren im GelÀnde des Seeparks auf die Suche nach diesen flugfÀhigen SÀugern.
Referent: Claude Steck, AGF-Mitglied und Freiburger Institut fĂŒr angewandte Tierökologie GmbH
und Team der Oekostation
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
Ferienfreizeit "Seepark Entdecker 1"
17.-21.08.2020 jeweils von 08:30 bis 12:30
Veranstaltung der Ökostation Freiburg
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Buchtipps 
 
Buchtippp: Silke Braemer
 
Buchtippp: Silke Braemer "Auf Augenhöhe mit HĂŒhnern"
Erlebnisse mit gefiederten Mitbewohnern

Von HĂŒhnern und Menschen. Dieses Buch hat fĂŒnf Hauptdarstellerinnen: Da ist zunĂ€chst Berta, die Unerschrockene, die Chefin. Dann gibt es Mimi, die anfangs UnauffĂ€llige, stets im »Windschatten« von Berta. Inzwischen ist sie selbstbewusster und zeigt auch ganz andere Seiten. Dickie hat einen besonderen Hang zu den genĂŒsslichen und beschaulichen Seiten des Lebens und macht auch mal Pausen. Merle hingegen ist sehr hĂŒbsch und scheint das auch zu wissen. Sie achtet sehr auf ihr Äußeres.

Die Letzte im Bunde ist Nöli, die von Anfang an irgendwie anders war als die anderen, eine Außenseiterin.

Berta, Mimi, Dickie, Merle und Nöli sind HĂŒhner und leben zusammen mit Silke Braemer und ihrer Freundin auf einem alten Winzerhof am Dorfrand von Ihringen am Kaiserstuhl. Dort erfreuen die HĂŒhner die ganze Nachbarschaft, die Freunde und die FeriengĂ€ste, die auf dem Hof ĂŒbernachten.

In ihrem Buch »Auf Augenhöhe mit HĂŒhnern«, erschienen im pala-verlag, erzĂ€hlt Silke Braemer unterhaltsam und anschaulich von diesem HĂŒhner- und Menschenleben, von den gemeinsamen Erfahrungen und von den Freuden und Sorgen des Zusammenseins. Dabei erfahren die Leserinnen und Leser viel Wissenswertes ĂŒber die artgerechte HĂŒhnerhaltung und erhalten wertvolle Tipps fĂŒr den Einstieg.

Illustriert ist das Ganze mit liebenswerten Zeichnungen der Autorin.

pala-verlag 2020, 128 Seiten, € 14,00 (D)
ISBN: 978-3-89566-397-0
 
 

Verschiedenes 
 
 
PĂŒnktlich zum Große Geklapper
Viele Tiergeburten auf dem Mundenhof

Dass es derzeit auf dem Mundenhof die Rekordzahl von 15 Storchennester mit 33 Jungstörchen gibt, hatte der Mundenhof am 2. Juli per PM vermeldet. Nun zeitigt das Große Geklapper saisonal erwartbare Folgen: Freiburgs Tier-Natur-Erlebnispark darf sich aktuell ĂŒber eine selten dagewesene Flut von Tiergeburten freuen!

Junge LĂ€mmer und Zicklein stehen jeden FrĂŒhsommer auf der Tagesordnung des Mundenhofs. Diesmal haben aber auch viele große Vierbeiner an ihrer Alterspyramide gearbeitet.

So bereichern zwei Schottische Hochlandrinder, ein schwarzes MĂ€dchen (*23. Mai) und ein roter Junge (*29. Juni), das Tiergehege.

Die Ungarischen Steppenrinder werden durch zwei Jungs (*17. MÀrz und 1. Mai) verstÀrkt. Auch Familie Watussi bekam mÀnnlichen Nachwuchs (*19. Juni), ebenso Familie Yak (*29. Juni).

Bei den Straußen recken gleich acht KĂŒken die noch kurzen langen HĂ€lse (*8. bis 10. Mai). Auch bei den Mönchsittichen gibt es Nachwuchs, die Kleinen wagen sich langsam aus dem Nest und werden flĂŒgge.

Allen Jungtieren geht es gut.

Übrigens: Alle Tiergeburten auf dem Mundenhof werden auch auf www.freiburg.de/mundenhof veröffentlicht
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Verschiedenes 
 
Freiburg: Die Linde lebt
Anbringung der Mess-Sonde am Stamm / Foto: Stadt Freiburg
 
Freiburg: Die Linde lebt
LandschaftsprÀgender Baum am Dreisam-Radweg gerettet

Die 200 Jahre alte Linde am Dreisamufer-Radweg, die vergangene Woche bei Grabungsarbeiten beschÀdigt wurde, kann stehen bleiben. Dies ergaben jetzt Untersuchungen am Naturdenkmal.

Im Zuge des Breitbandausbaus werden im Abschnitt Tuttlingen – Freiburg Telekommunikationskabel verlegt. Der Baufirma, die diese Arbeiten zur Zeit im Bereich Ebnet ausfĂŒhrt, hatte die Stadtverwaltung strenge Schutzauflagen im Umgang mit den dort vorhandenen BĂ€umen auf mitgeteilt. Dazu gehört zum Beispiel, den Wurzelbereich dieser Linde bei den Aufgrabungen auszusparen. Als Sicherheitsabstand sollte sie mindestens drei Meter vom Stamm ab einhalten, gemessen bis zur auf den Boden projezierten Kronentraufe. Dazu wurde ein baumschonendes, fachkompetentes Vorgehen in der NĂ€he des Baumes und der Einsatz einer ökologischen Baubegleitung vorgeschrieben. Dennoch wurden die Wurzeln der Linde bei den Grabungsarbeiten am 9. Juni unerlaubter Weise und entgegen der fachlichen Standards im Baumschutz erheblich verletzt.

Sofort nach Bekanntwerden der SchĂ€digung veranlasste das Umweltschutzamt (Untere Naturschutzbehörde), dass der Umfang des Schadens und die Standsicherheit des alten Prachtexemplars von einem Fachgutachter untersucht wurden. Da der Verdacht bestand, seine Standsicherheit könnte erheblich beeintrĂ€chtigt sein, wurde der Radweg, der direkt an der Linde vorbeifĂŒhrt, am Samstag, 27. Juni, sicherheitshalber gesperrt.

Im Beisein des Baumpathologen Dr. Ferner und mit UnterstĂŒtzung des Maschinenrings Breisgau hat nun gestern eine Fachfirma die Standsicherheit ermittelt. Bei ihren Zugspannungsversuchen kam modernste Technik zum Einsatz, samt Sensoren an Baumstamm und am Boden des Wurzeltellers.

Ergebnis: Das bei den Freiburgern beliebte und bekannte Naturdenkmal kann stehenbleiben. Die Verkehrssicherheit der Linde ist nicht erheblich beeintrĂ€chtigt, so dass die wichtige West-Ost-Radverbindung umgehend wieder fĂŒr den Radverkehr geöffnet werden konnte.

Der Schadensverursacher wurde vom Umweltschutzamt zur Schadensermittlung und KlĂ€rung der Verkehrssicherheit der beschĂ€digten Linde verpflichtet. FĂŒr die massive Missachtung der Naturschutzauflagen muss er mit einem Bußgeldbescheid in angemessener Höhe rechnen. Hinzu kommen Ausgleichsverpflichtungen, die die Untere Naturschutzbehörde nach Vorlage des Fachgutachtens festlegen wird.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Workshop "Samen - rund und eckig"
am 24.07.2020 von 17:00 bis 19:00
in der Ökostation Freiburg

FĂŒr HobbygĂ€rtner*innen und die es werden wollen.
Saatgut von verschiedenen Wild- und Gartenstauden werden selbst geerntet und die SamenstÀnde zum Trocknen ausgelegt. ErlÀutert wird, was man bei der Samenernte im eigenen Garten oder am Wegesrand beachten sollte. Weitere Themen sind: woran kann der Reifegrad der Samen erkannt werden? Wie wird das selbst geerntete Saatgut getrocknet, gereinigt und gelagert?

Leittung: Robert Schönfeld
Ort: Heilpflanzengarten der Ökostation
Eine kleine Bewirtung wird angeboten
7.00 € / TeilnehmerIn
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Verschiedenes 
 
 
Frelo: coronabedingtes Nachfragetal ĂŒberwunden
Rekordausleihe im Juni

Mit einem neuen Rekord von 28.804 Ausleihen konnte das Fahrradverleihsystem Frelo der Freiburger Verkehrs AG (VAG) im vergangenen Juni das durch die Corona Pandemie entstandene Nachfragetal der Monate MĂ€rz und April endgĂŒltig hinter sich lassen. Der bisherige Spitzenmonat, Oktober 2019, wurde um mehr als 2.000 Ausleihen ĂŒbertroffen.

Nach einem guten Start in das Jahr 2020 machten die Auswirkungen des Covid-19-Virus auch den rotweißen LeihrĂ€dern zu schaffen. Wurde das Angebot im MĂ€rz noch knapp 14.000 Mal genutzt sank dieser Wert im April auf 12.817 Ausleihen.

Das Juniergebnis spiegelt nun offensichtlich die schrittweise RĂŒckkehr zur NormalitĂ€t im öffentlichen Leben wieder.
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Veranstaltungen 
 
 
Kindergruppe "Seepark Entdecker*innen"
am 18.07.2020 von 10:00 bis 12:30
in der Ökostation Freiburg

Ein Angebot fĂŒr Stadtkinder die Lust haben draußen zu sein und bei Spiel und Spaß neue Dinge ĂŒber die Natur zu lernen. Jeweils an einem Samstag im Monat wird ein spannender Vormittag mit und fĂŒr Kinder in den naturnahen Außenanlagen der Ökostation geboten. Treffpunkt ist das GartenhĂ€uschen im Biogarten der Ökostation. Natur erforschen und entdecken, in der Natur lernen und Spiele stehen auf dem Programm.
Hier einige Bespiele fĂŒr die Themen im Verlauf des Jahres: Leckereien am Lagerfeuer zubereiten, Wasserwelten im Seepark entdecken, Kescher selbst basteln und Teichtiere bestimmen, KrĂ€uter sammeln und verarbeiten, Dörrobst herstellen. Das konkrete Programm der Termine wird jeweils gemeinsam mit den Kindern abgestimmt

Betreuung: Sophie Aschauer, Verena Voelz und Team der Ökostation
Treffpunkt: Gartenhaus der Ökostation
Die nÀchsten Termine: 18. Juli
Bitte der Witterung angepasste Kleidung und ein Vesper mitbringen
Alter: Kinder zwischen 7 und 10 Jahren
Die Teilnahme ist kostenlos
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Verschiedenes 
 
 
NABU wird in die Zukunftskommission Landwirtschaft einberufen
PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger vertritt den NABU in der heute von der Bundesregierung gestarteten Kommission zur Agrarpolitik.

Berlin, 08.07.2020 – Heute wurde die Einsetzung der Zukunftskommission Landwirtschaft vom Bundeskabinett beschlossen. NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger wurde als ein Vertreter aus den Umweltorganisationen berufen. Die Kommission besteht insgesamt aus 31 Mitgliedern und einem Vorsitzenden. Dazu gehören Vertreter*innen der fĂŒr die Landwirtschaftspolitik wichtigen Bereiche Landwirtschaft, Wissenschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wirtschaft und Verbraucher*innen. Sie nimmt nun ihre Arbeit auf und soll Empfehlungen und VorschlĂ€ge fĂŒr eine nachhaltige Landwirtschaft in Deutschland erarbeiten.

Dazu kommentiert Jörg-Andreas KrĂŒger, NABU-PrĂ€sident:
„Klimawandel, Insektensterben, Strukturverluste in der Landschaft, geringe Erlöse, fehlende Perspektiven fĂŒr Hofnachfolgen – Die Liste der drĂ€ngenden Fragen zur Ausrichtung der Landwirtschaft ist lang. Wir brauchen ein neues Zukunftsbild fĂŒr eine ökologische und sozial gerechte Landwirtschaft in Deutschland. Es geht um das gesunde Essen auf unseren Tellern und die QualitĂ€t unserer Böden, GewĂ€sser und FlĂ€chen und nicht zuletzt um die Sicherung landwirtschaftlicher Betriebe. Die Zukunftskommission Landwirtschaft bietet die Chance, die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen auf den Tisch zu bringen und ein gemeinsames Leitbild fĂŒr die Agrarpolitik der nĂ€chsten Jahre zu gestalten.“

Vorgesehen ist, dass die Zukunftskommission bereits im Herbst einen Zwischenbericht vorlegt und ihre Arbeit im FrĂŒhsommer 2021 mit der Vorlage eines Endberichts abschließt.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Fortbildung: Outdoor Erste-Hilfe-Kurs
18.-19.07.2020 jeweils von 09:00 bis 18:00
Veranstalter: Ökostation Freiburg

Diese Fortbildung findet an den fĂŒr Freizeiten und AusflĂŒgen typischen Orten statt. Der Kurs findet grundsĂ€tzlich outdoor statt - dort wo bei Spielen und Umweltbildungsaktionen mit Kindern und Jugendlichen ein Unfall passieren kann z. B. auf dem Zeltplatz, am Lagerfeuer oder im Wald. In inszenierten, sehr realitĂ€tsnahen Notfallsituationen lernen die Teilnehmenden professionelles Handeln fĂŒr den Ernstfall. Schwerpunktthemen: *Professionelles Notfallmanagement im GelĂ€nde, *Umgang mit Gruppen in Notfallsituationen, *Gezieltes Handeln und Delegieren bei NotfĂ€llen

Dieser Kurs wird anerkannt fĂŒr die Ausstellung der Juleica und den KFZ-FĂŒhrerschein.
Veranstaltungsort: Waldjugendzeltplatz Bödemle, Wieden
Unterkunft: Im eigenen Zelt
Anmeldung: andreas.kern@kjr-bhs.de
In Kooperation mit dem Kreisjugendring Breisgau-Hochschwarzwald e.V. und mit dem Jugendwerk im Ortenaukreis e.V. Bildnachweis: KJR-BH
95.00 € / TeilnehmerIn
70.00 € fĂŒr ANU oder KJR-Mitglieder
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
Weiterbildung
Ökostation Freiburg (c) Ökostation
 
Weiterbildung "Wir treiben es bunt" - Naturfarben Workshop
am 10.07.2020 von 15:00 bis 18:00
in der Ökostation Freiburg

Ton, Lehm und Kohle sind Klassiker der Naturfarben in Ocker- und Grautönen. An diesem Nachmittag wird diese Palette mit bunten Naturfarben aus Pflanzen erweitert. In unseren GĂ€rten und an WegrĂ€ndern wachsen Pflanzen, die auch bei einfacher Verarbeitung und unter Einfluß von SĂ€uren oder Basen eine erstaunliche Farbvarianz hervorbringen. Heimische FĂ€rberpflanzen werden vorgestellt, die Farbgewinnung und die Konservierung der Farben. Beim Experimentieren und Ausprobieren wird der KreativitĂ€t freien Lauf gelassen.
In den Pausen können der Garten, die Heilpflanzenbeete und natĂŒrlich das FĂ€rberpflanzenbeet der Ökostation genauer unter die Lupe genommen werden.

Treffpunkt: im Garten der Ökostation
Leitung, Jutta Schumacher, Ökostation
die notwendigen Utensilien werden gestellt
23.00 € / TeilnehmerIn
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
Schmetterling des Jahres 2020: der GrĂŒne Zipfelfalter
am 05.07.2020 von 14:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

Faszinierend leicht fliegen sie durch die LĂŒfte und ihr Anblick macht nicht nur Kinder glĂŒcklich. An diesem Sonntag werden einige der hĂ€ufigsten heimischen Tagfalter ihre Raupen und Lebensbedingungen vorgestellt. Im Anschluss können sich die Teilnehmer*innen als Schmetterlings-Feldforscher*innen mit Fangnetzen, Insektendosen und BestimmungsbĂŒchern im Garten der Ökostation und auf den umliegenden Wiesen auf die Suche nach Tagfaltern begeben. Vielleicht kommt auch ein GrĂŒner Zipfelfalter vorbeigeflogen... Nach der Begehung unserer 3 Transekte im Rahmen des bundesweiten Schmetterlings-Monitoring können zum Abschluss bei Kaffee oder Tee und Kuchen noch weitere Fragen rund um die Schmetterlinge gestellt werden
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Verschiedenes 
 
Rechte Gewalt –  Faschismus tötet ĂŒberall
 
Rechte Gewalt – Faschismus tötet ĂŒberall
iz3w - Zeitschrift zwischen Nord und SĂŒd | Ausgabe 379
(Juli/August 2020)

Rechte GewalttÀter sind eine hochgefÀhrliche politische Avantgarde. Beispielsweise wÀre die massive EinschrÀnkung des Asylrechts in Deutschland 1993 nicht möglich gewesen ohne die vorangegangenen rassistischen AnschlÀge in Mölln, Hoyerswerda, Solingen oder Rostock-Lichtenhagen.

Rechte Gewalt wird in der Regel assoziiert mit Faschismus und Nationalsozialismus sowie deren politischen Erben (die es nicht allein in Europa gibt). Rechte Strategien und Denkarten Ă€hneln sich weltweit auf erschreckende Weise, etwa durch die Markierung von Minderheiten als ‚Volksfeinde‘. Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Hass auf Frauen scheinen weltweit eine Art Grundkonsens rechter GewalttĂ€ter zu bilden.

Die AnschlÀge hindunationalistischer Mobs gegen Muslime in Indien und viele andere Beispiele jedoch verweisen darauf, dass ein allein am historischen Faschismus angelehnter Begriff von Rechter Gewalt zu eng gefasst ist. In unserem Themenschwerpunkt blicken wir daher auf mehrere LÀnder und aktuelle Kontexte, in denen Rechte Gewalt entsteht.
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