oekoplus - Freiburg
Dienstag, 2. März 2021
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr

Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite!
 
In ErgĂ€nzung unserer Webseite gruenequellen.de veröffentlichen wir hier regelmĂ€ĂŸig aktuelle Informationen und Pressemitteilungen ĂŒber alle möglichen ökologischen Themen fĂŒr Freiburg und Umgebung.
 
Wir laden jeden Besucher ein, weitere Tipps und Informationen mit unserem kostenlosen ProlixLetter zu abonnieren: Bestellung auf der Webseite www.prolixletter.de in der rechten Spalte oben.
 
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder VerbesserungsvorschlĂ€ge zu dieser Webseite haben, nehmen Sie bitte per eMail mit uns Kontakt auf. Wir sind offen und fĂŒr jeden Hinweis dankbar!
Viel Spaß auf unseren Seiten wĂŒnscht Ihnen
 
 
Ihre Prolix Redaktion



Verschiedenes 
 
FlÀchenverbrauch: Eine Rede
(c) mitwelt.org
 
FlÀchenverbrauch: Eine Rede
In Gundelfingen bei Freiburg sollen 44.000 Quadratmetern beim Areal NĂ€gelesee-Nord neu bebaut werden. Eine örtliche BĂŒrgerinitiative organisiert am 14. MĂ€rz 2021 (Landtagswahl) einen BĂŒrgerentscheid. Die örtliche BI wird unter anderem unterstĂŒtzt von Fridays for Future, BUND, NABU und dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband.

Bei einer Informationsveranstaltung gegen diese Politik am 27. Februar waren als Redner vorgesehen:
Prof. Dr. Rainer Grießhammer, Wissenschaftler UniversitĂ€t Freiburg, Öko-Institut Freiburg,
Martin Linser, Winzer, stellv. Vorsitzender im Bauernverband BLHV in Freiburg und
Axel Mayer,Kreisrat und (Alt-) BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer - seinen Redebeitrag folgt hier:

FlĂ€chenverbrauch ist ein Scheiß-Thema

Es gibt die Wohnung-Habenden
Es gibt die Nicht Wohnung-Habenden
Und es gibt die Gewinnerregionen und die Verliererregionen
Und es gibt diejenigen die die Einen gegen die Anderen ausspielen

Ich kann zur Situation in Gundelfingen wenig sagen
aber Gundelfingen ist ĂŒberall, nicht nur in SĂŒdbaden

Das neue Gundelfinger Baugebiet wird vom BĂŒrgermeister und den GemeinderĂ€ten liebevoll und zwischenzeitlich auch ziemlich ökologisch geplant
In Endingen, wo ich herkomme, werden die Baugebiete auch liebevoll und zwischenzeitlich ziemlich ökologisch geplant
Auch in den Gundelfinger und den Endinger Nachbargemeinden werden die Baugebiete liebevoll geplant

Doch wenn diese liebevoll geplanten Baugebiete zusammen wachsen, dann ist das hÀsslicher Siedlungsbrei, Bandstadt, Suburbia, LÀrm, Stau & Verkehrsprobleme

Fahren Sie einmal auf der B3 von Buggingen, Freiburg, Gundelfingen nach Offenburg
Hier wÀchst ein Siedlungsband, eine "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe zusammen
Hier wuchert, gegen jede Idee vernĂŒnftiger Regionalplanung, ein hĂ€ssliches, zugebautes, scheußliches Siedlungsband zusammen

Zwischen Freiburg und Offenburg liegt eine Strecke von 68 km
Zwischen Freiburg und Offenburg liegen 50 km zugebaute SiedlungsflÀchen und nur noch 18 km Freiraum mit massiv abnehmender Tendenz
Ein Betonring wÀchst langsam auch um den Kaiserstuhl und wuchert in die SeitentÀler des Schwarzwaldes

Fahren Sie die Strecke einmal mit offenen Augen und offenen Herzen ab
Das Problem ist nicht nur, dass gebaut wird
Das Problem ist auch wie gebaut wird

Liebevoll gedachte Baugebiete wie in Gundelfingen wachsen zu hÀsslich wuchernden, breiartige Siedlungsstrukturen zusammen
Wir schreien nach kluger, weitsichtiger, ĂŒberregionaler Planung und Raumordnung!

Das Problem ist auch wie gebaut wird
Neonschrille Ortseinfahrten, trostlose Gewerbesteppen, Wegwerfarchitektur, architektonische Monotonie und die Billigbauten der Hypermarche-Kultur

Seit Jahrzehnten wird uns ein Ende des FlÀchenverbrauchs versprochen
Doch tÀglich werden in Deutschland rund 56 Hektar als SiedlungsflÀchen und VerkehrsflÀchen neu ausgewiesen.
Dies entspricht einer FlĂ€che von circa 79 Fußballfeldern

Es gibt die Idee der "blauen Banane"
Haben Sie schon einmal etwas von der Vision der "blauen Banane" gehört?

"Die "blauen Banane" ist ein zentraleuropĂ€ischer Verdichtungsraum mit rund 111 Millionen Einwohnern, ein bandförmiger europĂ€ischer Großraum zwischen Irischer See und Mittelmeer, deren Urbanisierung eine Kette von BallungsrĂ€umen bildet, was man auch als Megalopolis oder Megaregion bezeichnet" (Wikipedia)


Freiburg und Gundelfingen liegen im Herzen der blauen Banane
Freiburg, Gundelfingen und der Oberrhein liegen im Herzen des zusammenwachsenden zentraleuropÀischen Verdichtungsraumes

Wenn Dietenbach zugebaut ist, ist Freiburg "voll"
Dann wird "Breiburg im Breigau" noch stÀrker ins Umland explodieren

Wann endet endlich der vorsintflutliche Kantönlisgeist der Stadt und der beiden Landkreise?
Freiburg und die beiden Nachbarkreise sind keine drei isolierten Inseln
Freiburg und die beiden Nachbarkreise mĂŒssen endlich endlich im Zusammenhang gesehen werden

Das neue Gundelfinger Baugebiet ist ein Puzzlestein
Warum legen unsere Politiker, warum legen unsere Medien diese Puzzlesteine so selten zu möglichen Zukunfts-Bildern zusammen?

Welches Bild ergibt sich, wenn die vielen Puzzlesteine zu einem Bild zusammengefĂŒgt werden?
Ein zumeist scheußliches Siedlungsband von Basel nach Karlsruhe
Ein Leben in der blauen Banane im zentraleuropÀischen Verdichtungsraum das nach dem Prinzip der Salami-Taktik durchgesetzt wird

Was macht das mit der Restlandwirtschaft?
Was macht das mit der Restnatur in Zeiten globaler und regionaler Artenausrottung?
Was macht das mit den Menschen?
Was macht das mit uns?

Es ist dieses alte Wissen, das in der Politik nie angekommen ist:
Unbegrenztes Wachstum und Gier zerstören begrenzte Systeme und Heimat
Unbegrenztes Wachstum und Gier sind die Ursachen fĂŒr Klimakatastrophe, Artenausrottung und FlĂ€chenverbrauch
Unbegrenztes Wachstum zerstört die Green City und den Oberrhein und Gundelfingen

Was tun?
Ich habe da so eine absolut verrĂŒckte Idee
Was fehlt, ist kluge, weitschauende Planung und menschengerechte Raumordnung
Wir brĂ€uchten so etwas wie Regionalplanung, ein politisches Gremium das Bauen ĂŒberregional plant und Verbreiung verhindert
Wir könnten es zum Beispiel "Regionalverband" nennen
Klug, nachhaltig und bĂŒrgermeisterfern könnte es raumordnerische Fehlentwicklungen verhindern
Zugegeben: So eine neue, nie gedachte Institution ist angesichts unserer BĂŒrgermeister-Macht-Strukturen natĂŒrlich eine verrĂŒckte Idee

Was tun?
Es gibt tatsÀchlich ein Wohnraumproblem am Oberrhein und explodierende Mieten
Aber es gibt auch fast 2 Millionen leerstehende Wohnungen in Deutschland
Es gibt die Gewinnerregionen und die Verliererregionen auch in Baden-WĂŒrttemberg
Der Staat versagt, wenn er es nicht schafft ĂŒberall in diesem Land vergleichbare LebensverhĂ€ltnisse zu schaffen
Der Staat versagt, wenn er es nicht schafft, die Landflucht zu bremsen

Die Stadt Freiburg wird ihrer Stadtfunktion im Neubaugebiet Dietenbach nicht gerecht
Die "wir erlauben immer alles Parteien" versagen beim Thema Wohnraumspekulation, Mietenexplosion und sozialer Wohnungsbau

Was nicht tun?
Wir können natĂŒrlich auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels in der Hitzeregion am Oberrhein setzen
Wenn aus der wĂ€rmsten Region Deutschlands das heißeste Problemgebiet wird, wird der Zuzug stoppen

Wir können natĂŒrlich auch "die KrĂ€fte des Marktes" walten lassen
Wir können natĂŒrlich auch die "jeder kann machen was er will Parteien" walten lassen
Das fĂŒhrt dazu, dass jeder wo er will und wie er will bauen kann und darf
FrĂŒher hat dieses Prinzip schon einmal zur Katastrophe der menschenfeindlichen "autogerechten Stadt" gefĂŒhrt

Wenn wir die "die KrÀfte des Marktes uneingeschrÀnkt walten lassen" wird einfach so lange zugebaut,
bis SĂŒdbaden, eine der schönsten Regionen Deutschlands so zugebaut-hĂ€sslich ist, dass niemand mehr herzieht

Ich wurde von Menschen angesprochen, die aus dem Moloch Mittlerer Neckarraum nach SĂŒdbaden geflohen sind
Sie sagen, dass sich die dortigen Zersiedelungsprozesse hier eins zu eins wiederholen
Sie werden der "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe wieder entfliehen und wegziehen

Ich wĂŒrde gerne hier bleiben

Wir dĂŒrfen nicht zulassen, dass die Wohnung-Habenden gezielt gegen die Nichtwohnung-Habenden ausgespielt werden

Das neue Baugebiet in Gundelfingen ist eben auch ein Puzzlestein in einem Bild der Zerstörung
Unser heutiger Protest und der BĂŒrgerentscheid wenden sich auch gegen einen Totalausfall von Raumordnung
Unser heutiger Protest ist Sand im Getriebe der "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe, der europÀischen Megapole am Oberrhein
Ein Entscheid der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gegen das Baugebiet
Euer Entscheid gegen das Baugebiet wĂŒrde globale Zerstörungsprozesse regional verlangsamen

Die Grenzen des Wachstums, Klimakatastrophe, Artenausrottung und FlĂ€chenverbrauch mĂŒssen endlich endlich in Zusammenhang gesehen werden
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof
Mundenhof Storchennest (c) Stadt Freiburg/Mundenhof
 
Schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof
Feuerwehr entfernt einsturzgefÀhrdetes tonnenschweres Nest

Freiburg, 25. Februar. Erst vor einer Woche hatte der Mundenhof unter dem Stichwort „Tiergehege wird zum Kindergarten“ reichlich Nachwuchs gemeldet. Heute herrschte schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof. Diesmal waren aber nicht die vielen Tierbabies dafĂŒr verantwortlich sondern ein Fall von ignoranter Missachtung örtlicher Bauvorschriften. Und zwar durch Baumeister, die es eigentlich besser wissen mĂŒssten.

Störche haben einen Sinn fĂŒr schöne NistplĂ€tze. Auf dem Mundenhof jedenfalls nisten sie gerne auf den markantesten Punkten. Hoch hinaus muss es auf jeden Fall gehen. Die traditionsreichsten Storchennester fanden sich in den vergangenen Jahrzehnten an zwei Standorten: auf dem Silo, dessen Dach die Störche durch ĂŒbergewichtiges Bauen derart belasteten, dass es bei einem Sturm im vergangenen Sommer einstĂŒrzte – und auf einem 30 Meter hohen Kamin. Dieser Kamin war ein Relikt einer Getreidetrocknungsanlage aus den 1960er Jahren, spĂ€ter hatte er einen Brand ĂŒberdauert und galt in Storchenkreisen als Platz mit dem besten Überblick ĂŒber das gesamte Mundenhof-GelĂ€nde.

Entsprechend begehrt war der Nistplatz auf dem Kamin. Jahr fĂŒr Jahr wurde dieses Nest von neuen Storchenpaaren aus-, an- und umgebaut. Keiner wollte den MĂŒll vom Vorjahr entfernen. So wurde aus dem Flach-Nest nach und nach ein Hoch-Nest, dem irgendwann auch die flĂŒchtigste Betrachterin nicht einen gewissen Hang zur Absturzgefahr absprechen konnte. Nun erreichen abstĂŒrzende Storchennester mĂŒhelos die zerstörerische Kraft eines aus großer Höhe abstĂŒrzenden Kleinwagen; das Storchennest auf dem Mundenhof-Kamin wog mittlerweile 1100 Kilo.

Wegen dieser Absturzgefahr hat sich der Mundenhof kurzerhand entschlossen zu handeln bevor es zu spĂ€t ist. Seit ein paar Tagen trudeln wieder die Störche aus dem SĂŒden ein, und Storchenkenner wie Kalenderleserinnen wissen, dass sie bald „ihre“ Nester belegen wollen. Also beschloss die Mundenhof-Leitung in Abstimmung mit dem RegierungsprĂ€sidium, in einer gemeinsamen Großaktion mit der Freiburger Berufsfeuerwehr und dem Verein Weissstorch das Nest auf dem Kamin zurĂŒckzubauen. Die Aktion in 30 Metern Höhe dauerte heute Morgen zwei Stunden lang. An technischem GerĂ€t waren involviert: der Feuerwehr-Kran, die GelenkbĂŒhne und die Drehleiter. Mit deren Hilfe wurde das gesamte Nest abgebaut, ohne dass Tiere, Menschen oder GerĂ€tschaften zu Schaden kamen.

Seit jeher genießt der Mundenhof unter SĂŒdbadens Storchen einen exzellenten Ruf. Von den 26 bekannten Storchennestern in Freiburg befinden sich 15 auf dem Mundenhof. Im Jahr 2020 sind hier 33 Jungstörche geschlĂŒpft, d. h. im Durchschnitt 2,2 Kinder pro Brutpaar. Die Störche kommen in der Regel im Januar und Februar zurĂŒck von ihrer Reise in wĂ€rmere Gefilde, brĂŒten im FrĂŒhjahr und ziehen ihre Jungen im Mai, Juni und Juli groß, um im August wieder auf große Reise zu gehen.
 
 


Veranstaltungen 
 
Winzerinnen-Weine am Weltfrauentag 2021
Rebstockpatenschaften (c) Gisela Bautz
 
Winzerinnen-Weine am Weltfrauentag 2021
AnlĂ€sslich des Weltfrauentags am 8. MĂ€rz stellt Slow Food bei einer Online-Weinprobe sechs Winzerinnen und ihre Erzeugnisse ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Winzerinnen geben Ausblick darauf, wie die Weinwelt der Zukunft aussehen könnte: Ökologie und Fairness sind darin untrennbar mit Raffinesse und Eleganz von Weinen verbunden. Interessierte Verbraucher*innen sind eingeladen, sich wĂ€hrend der Weinprobe mit den Pionierinnen auszutauschen. Anmeldung bis 24. Februar möglich.

Die Weinbranche wird sichtbar weiblicher. WĂ€hrend in der Vergangenheit WeingĂŒter fast ausschließlich an mĂ€nnliche Nachkommen vererbt wurden, nehmen immer mehr gut ausgebildete, kreative Frauen Einfluss auf den familiĂ€ren Generationenwechsel. Nicht zuletzt die QualitĂ€t ihrer Weine sowie zahlreiche Preise und Auszeichnungen bestĂ€tigen sie in ihrem Tun. Frauen stehen nicht selten exemplarisch fĂŒr eine neue Wein-Generation: ökologischer Anbau, Nachhaltigkeit im Weinberg und im Keller, Mut zu neuen und alternativen Rebsorten wie den PilzwiderstandsfĂ€higen Sorten (PIWIS); gleichzeitig liegt ihnen die Pflege der biokulturellen Vielfalt am Herzen. Sie bauen alte Sorten an und unterstĂŒtzen den handwerklichen Ausbau von Wein.

Am diesjĂ€hrigen Weltfrauentag prĂ€sentieren sechs Winzerinnen aus verschiedenen Weinregionen Deutschlands ihre Erzeugnisse als ein Ausblick in die Weinwelt der Zukunft. Sie alle fĂŒhlen sich dem ökologischen Weinbau verpflichtet. Einige von ihnen sind engagierte Mitglieder des Vinissima Frauen & Wein e.V., das bundesweite Berufs-Netzwerk fĂŒr Frauen in der Weinbranche mit 580 Mitgliedern. Susanne Salzgeber, Journalistin, SommeliĂšre und Vinissima begleitet die Teilnehmenden durch den Abend.

Folgende Winzerinnen sind an ihrer Seite und stellen ausgewÀhlte Weine vor:
‱ Hanneke Schönhals, Weingut Schönhals (Rheinhessen), Saphira trocken 2020
‱ Eva Vollmer, Weingut Eva Vollmer (Rheinhessen), Weißburgunder trocken 2019
‱ Eva-Maria Köpfer, Weingut Abril (Baden), Auxerrois trocken 2020
‱ Julia Weckbecker, Weingut Weckbecker (Mosel), Riesling feinherb 2019
‱ Martina Bernhard, Weingut Bernhard (Rheinhessen), Wilde Hilde RosĂ© trocken 2020
‱ Lotte Pfeffer, Weingut BrĂŒder Dr. Becker (Rheinhessen), SpĂ€tburgunder trocken 2019
Das Weinpaket enthÀlt sechs Weine und kostet inkl. Versand 53 Euro.

Weinverkostung: Wann? Am 8.3.2021 von 19 Uhr bis ca. 21 Uhr | Wie? Die Interessent*innen melden sich verbindlich bis spĂ€testens zum 24. Februar 2021 an (klicke unten auf "mehr"). Vom Weingut Schönhals erhalten sie die oben genannten sechs ausgewĂ€hlten Weine zugesandt; das Weingut Schönhals ist ihr Vertragspartner fĂŒr das Verkostungspaket und stellt die Rechnung. Slow Food Deutschland ist Ideengeber und organisatorischer Partner und lĂ€sst ihnen die Zugangsdaten und technischen Hinweise per E-Mail vor der Veranstaltung zukommen. Der 24.2. ist der letztmögliche Bestell- und Anmeldetermin. Mit der Anmeldung ist die Bestellung des Weinpakets automatisch verbunden. Der Versand der Pakete erfolgt ab dem 2. MĂ€rz 2021.
RĂŒckfragen unter projektbeauftragte@slowfood.de
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Tiergehege wird zum Kindergarten
Mundenhof-Neuzugangs Willi (c) Stadt Freiburg/Mundenhof
 
Tiergehege wird zum Kindergarten
Dem Mundenhof hat das neue Jahr schon reichlich Nachwuchs beschert

Gerade mal sieben Wochen alt ist das neue Jahr, doch die Natur auf dem Mundenhof kann sich kaum mehr zurĂŒckhalten. Fast an jedem Tag im Januar kamen frische Tierbabies auf die Welt: am 10. Januar waren es zwei Walliserziegen, am 13. eine Walliserziege, am 15. ein Kamerunschaf, am 16. wieder eine Walliserziege, am 24. zwei Kaschmirziegen, am 25. ein Kamerunschaf, am 26. zwei und am 27. drei weitere Kaschmirziegen. Der muntere Nachwuchs-Segen setzte sich im Februar fort: am 1. Februar kamen zwei Kaschmirziegen zur Welt und am 2., 4. und 12. insgesamt nochmals sieben Zwergziegen.

Bei zwischendurch beißender KĂ€lte waren die Tierpfleger ganz schön gefordert, die neuen Meckerlinge ins Warme zu bringen und zeitweise auch zu schoppen. Und wie das so ist bei Neugeborenen, muss das auch nachts sein. Inzwischen sind alle Kleinen wohlauf – und ihre PflegekrĂ€fte erledigt.

Die ersten Störche sind bereits aus wĂ€rmeren Gefilden zurĂŒck gekehrt und haben sich trotz KĂ€lte und Schnee auf dem Mundenhof eingefunden. Auf schneebedeckten Wiesen lebt ihr Futterangebot (umgangssprachlich: MĂ€use) noch unter Tage. Doch mit dem WĂ€rmeeinbruch dieser Woche deckt sich auch der Mittagstisch fĂŒr Meister Adebar wieder von selbst.

Ein Neuzugang wird auch bei den SchwarzwĂ€lder Pferden erwartet. „Willi“ steht schon bereit, um bald die bislang aus drei Wallachen bestehende Gruppe zu verstĂ€rken. Wie in seinem Pferdepass steht, ist Willi ein „Dunkelfuchs mit hellem Langhaar“ – ein wunderschönes Tier und mit seinen sechs Jahren im besten Alter, um im Nachmittagsprogramm der pĂ€dagogischen Einrichtung KonTiKi (Kontakt Tier und Kind) eine aktive Rolle zu ĂŒbernehmen. Solch ein krĂ€ftiges, schönes Tier hat natĂŒrlich seinen Preis: 4.500 Euro soll der Kerl kosten. Bei dieser Anschaffung braucht der Förderverein Mundenhof noch UnterstĂŒtzung und freut sich ĂŒber Spenden:
Volksbank Freiburg IBAN DE54 6809 0000 0009 3676 08,
Sparkasse Freiburg IBAN: DE26 6805 0101 0002 0000 08.
Bei Spenden ĂŒber 200 Euro gibt es eine Spendenbescheinigung.

Öffnung des Mundenhofs hĂ€ngt von Landesverordnung ab

Noch ist es weiterhin nicht gestattet, den Mundenhof zu besuchen. Sobald die Landesverordnung eine Öffnung der Freizeiteinrichtungen wieder zulĂ€sst, wird auch der Mundenhof wieder gerne Besucher und Besucherinnen empfangen. Dann wird man wieder Tickets ĂŒber einen Parkplatzdienst oder bei Reservix buchen können. Der Mundenhof blickt der Zeit, in der er wieder zum Tummelplatz von kleinen und großen Zweibeinern wird, erwartungsvoll entgegen.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Freiburg: „NaturRefugien schaffen – Vielfalt fördern“
Waldhaus Natur-Refugien: Wildbienengarten Opfingen (c) Waldhaus Freiburg
 
Freiburg: „NaturRefugien schaffen – Vielfalt fördern“
Waldhaus-Projekt erhÀlt Auszeichnung der UN-Dekade

Das Projekt „NaturRefugien schaffen – Vielfalt fördern“ des Waldhaus Freiburg hat die Jury im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur fĂŒr alle“ ĂŒberzeugt und wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Das Waldhaus-Projekt wendet sich gezielt an Schulen mit Vorbereitungsklassen fĂŒr FlĂŒchtlinge und Migrantinnen und Migranten im Alter von 12 bis 25 Jahren. Es bietet einen innovativen Ansatz, um diese junge Menschen zu stĂ€rken und insbesondere anhand der Themenfelder rund um den Wald und seiner Produkte an die Themen Natur und Artenvielfalt heranzufĂŒhren.

„Dies ist ein innovatives Projekt, das eine neue Zielgruppe anspricht. Es verbindet Lernen im Rahmen der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung mit dem gemeinsamen Erleben der Umwelt und fĂŒhrt zu einem besseren VerstĂ€ndnis von Natur und Artenvielfalt. Daher freue ich mich sehr ĂŒber die Auszeichnung“, betont UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Den Schwerpunkt des Angebots bilden Projektwochen zur Förderung der biologischen Vielfalt. An fĂŒnf Tagen ĂŒbernehmen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler Naturschutzaufgaben und werden selbst zu Handelnden und. Bisher haben unter Leitung des WaldhausMitarbeiters Fynn Zimmermann 21 Projektwochen mit 103 Projekttagen stattgefunden. Insgesamt haben acht Schulen und zwei private Bildungseinrichtungen mit insgesamt 389 SchĂŒlern und SchĂŒlerinnen sowie 92 Begleitpersonen (LehrkrĂ€fte, Schulsozialarbeit, Praktikanten) teilgenommen.

Mit Kooperationspartnern wie dem NABU, drei stĂ€dtischen Ämtern (Umweltschutzamt, Forstamt, Garten- und Tiefbauamt) und dem Kinderabenteuerhof wurden an verschiedenen Orten in Freiburg bereits viele Vorhaben im Wald und mit Produkten aus dem Wald verwirklicht. Dazu zĂ€hlen beispielsweise der Bau von Hochbeeten, KrĂ€uterspiralen und Totholzhecken, die Pflege junger EichenbestĂ€nde,das Pflanzen von StrĂ€uchern und Obstgehölzen oder der Bau von Nisthilfen aus Holz fĂŒr Vögel, Insekten und FledermĂ€use.

In diesem und dem kommenden Jahr werden weitere 14 Projektwochen von der Heidehof-Stiftung und dem BiosphĂ€rengebiet Schwarzwald gefördert. Das Projekt „NaturRefugien“ hatte 2017 mit einer Förderung der Stiftung Naturschutzfond Baden-WĂŒrttemberg begonnen. Seine Arbeit wurde mit einer BroschĂŒre, die im Waldhaus kostenlos erhĂ€ltlich ist, ausfĂŒhrlich beschrieben und ausgewertet.

Das Waldhaus Freiburg ist derzeit fĂŒr Publikum geschlossen. Es ist ĂŒber E-mail (info@Waldhaus-freiburg.de) und telefonisch (0761/8964 7710; dienstags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr) erreichbar.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Online-Umfrage als Datengrundlage fĂŒr den kommenden Bildungsbericht
600 junge Menschen werden zu Klimawandel, sozialer Gerechtigkeit und Mitbestimmung befragt

Der nĂ€chste Bildungsbericht der Stadt Freiburg soll anders aussehen, als die, die es zuvor gab. Statt Daten ĂŒber Kitas, Schulen, Hochschulen und Weiterbildung zu veröffentlichen, soll es im fĂŒnften Bildungsbericht allein um ein Thema gehen: der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung. FĂŒr den Sonderbericht wird von der Stabsstelle Freiburger Bildungsmanagement derzeit eine Datengrundlage erhoben, um verschiedene Blickpunkte und Perspektiven darzustellen. Besonders wichtig ist dabei die Beteiligung der Menschen in Freiburg. Bereits seit dem 8. Februar lĂ€uft eine Umfrage unter 6000 zufĂ€llig ausgewĂ€hlten BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern. Jetzt sollen darĂŒber hinaus mehr als 600 junge Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahre befragt werden.

Das Besondere ist, dass dafĂŒr eine Form der Beteiligung gewĂ€hlt wurde, bei der die ebenfalls zufĂ€llig ausgewĂ€hlten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die VorschlĂ€ge der anderen reagieren können. DafĂŒr wurde eine digitale Plattform angelegt, auf der in sogenannten Padlets geantwortet werden kann. Das ist eine Homepage, auf der mehrere Menschen gleichzeitig arbeiten können. ZunĂ€chst erhalten 108 junge Menschen einen Brief mit Zugangsdaten zu den Padlets. Sie können dann zu Verschiedenen Themenbereichen VorschlĂ€ge machen. Dabei geht es etwa darum, wie Freiburg auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune vorankommen kann, wie Bildungschancen fĂŒr alle erhöht werden können oder wie mehr Beteiligung ermöglicht werden sollte.

Nach fĂŒnf Tagen werden dann weitere 108 Einladungen an junge Menschen verschickt. Sie haben dann die Möglichkeit, die bestehenden Antworten zu ergĂ€nzen, neue Aspekte hinzuzufĂŒgen oder eigene Ideen einzubringen. Insgesamt gibt es sechs solcher Einladungsrunden.

„FĂŒr die nachhaltige Entwicklung der Stadt Freiburg sind die Stimmen der Menschen, die auch in Zukunft in der Stadt leben, besonders wichtig. Mit diesem innovativen, kreativen Format hoffen wir viele junge Freiburgerinnen und Freiburger anzusprechen und neue und frische Ideen zu erhalten, so BildungsbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.“

Teilnehmer, die fĂŒr die Umfrage ausgewĂ€hlt werden, bekommen einen Brief mit QR-Code beziehungsweise Link und Passwort, mit denen ein Padlet geöffnet werden kann. Dort kann ein kostenloses Nutzkonto erstellt werden, um die Fragen zu beantworten. Die Angaben unterliegen strengen Datenschutzanforderungen. Sie werden ohne Namensangabe gespeichert und sind ausschließlich fĂŒr eine systematische Auswertung bestimmt.

Unter den ersten 36 EintrĂ€gen im Padlet werden sechs Gutscheine fĂŒr faire, nachhaltige und regionale Produkte im Wert von jeweils 30 Euro verlost. Die Teilnahmebedingungen werden in den Anschreiben erlĂ€utert.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Sesam: Riskante Körnchen
RĂŒckstĂ€nde des krebserregenden Gases Ethylenoxid in Sesam machen seit Monaten Schlagzeilen. Die Stiftung Warentest hat Saaten, Sesammus, -öl und -riegel untersucht – und ist fĂŒndig geworden. Vier Sesamsaaten ĂŒbersteigen die gesetzlich zulĂ€ssigen Höchstgehalte fĂŒr Ethylenoxid-RĂŒckstĂ€nde von 0,05 Milligramm pro Kilogramm Sesam um ein Vielfaches. Die Tester prĂŒften stichprobenartig ï»ż44 Sesamsaaten und -lebensmittel, darunter 19 Bio-Produkte. 40 Produkte waren hinsichtlich Ethylenoxid-RĂŒckstĂ€nden unauffĂ€llig.

Am stĂ€rksten ist die Sesamsaat von Heera belastet. Nur 34 Körnchen tĂ€glich – nicht mal ein halber Teelöffel voll – schon ist die Menge erreicht, die gerade noch als wenig bedenklich gilt. Die Sesamsaat von Anatolia, Bamboo Garden Japan und TRS Asia’s Findest Foods ĂŒbersteigen ebenfalls den Höchstgehalt um ein Vielfaches. Die Tester entdeckten Ethylenoxid-RĂŒckstĂ€nde nur in purem Sesam.

Nahrungsmittel werden mit Ethylenoxid begast, um Keime abzutöten. In der EU ist das verboten, in LĂ€ndern wie etwa Indien aber durchaus noch Praxis. Mehr als 450 Funde meldete seit September das EU-Schnellwarnsystem fĂŒr Lebens- und Futtermittel – fast nur in Sesam aus Indien. Die unbelasteten Produkte im Test sind in puncto Ethylenoxid-RĂŒckstĂ€nde unbedenklich. Steht auf anderer Ware aber Indien als Herkunftsland auf der Packung, lieber Finger weg. Ebenso bei unklarer Herkunft.

Die detaillierten Ergebnisse sind unter ï»żwww.test.de/sesam abrufbar. Dort findet sich auch eine Liste mit zurĂŒckgerufenen Produkten, die in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden aktualisiert wird.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Neues Förderprogramm „Artenschutz in der Stadt“
BiodiversitÀt soll auch auf PrivatflÀchen gestÀrkt werden
Programm richtet sich an BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Firmen und Institutionen

Das ungebremste Artensterben ist eine der großen Krisen der Gegenwart. Im Rahmen des Aktionsplan BiodiversitĂ€t wird in Freiburg jetzt ein Programm ins Leben gerufen, um die biologische Vielfalt auf privaten FlĂ€chen in der Stadt zu fördern. Denn auch in StĂ€dten gibt es ein großes Potential. um LebensrĂ€ume zu schaffen und FreiflĂ€chen und GebĂ€ude naturnah zu gestalten. Viele FlĂ€chen können schon mit kleineren Maßnahmen so aufgewertet werden, dass sie Insekten oder Vögeln eine bessere Lebensgrundlage bieten. „Das neue Förderprogramm „Artenschutz in der Stadt“ soll BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Unternehmen und Institutionen motivieren, beraten und finanziell unterstĂŒtzen, den Artenschutz auf privaten FlĂ€chen im Stadtgebiet voranzubringen. So können VorgĂ€rten blĂŒtenreicher werden, Wiesen auf FirmengelĂ€nden entstehen oder Vögel neue Nistmöglichkeiten an GebĂ€uden erhalten“, so UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik. Über das Programm wird der Gemeinderat im MĂ€rz entscheiden.

Die Stadt Freiburg engagiert sich schon lange fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Maßnahmen fĂŒr den Artenschutz, die Artenvielfalt und den Biotopverbund auf öffentlichen FlĂ€chen umgesetzt. Angesichts neuer Erkenntnisse zum RĂŒckgang der Insekten- und VogelbestĂ€nde hat der Gemeinderat in 2018 neue Ziele zur Förderung der BiodiversitĂ€t und in 2019 den Aktionsplan BiodiversitĂ€t beschlossen, aus dem seither zusĂ€tzliche kommunale Naturschutz-Maßnahmen umgesetzt werden.

Mit dem Förderprogramm „Artenschutz in der Stadt“ sollen neue Nistmöglichkeiten und NahrungsflĂ€chen in der Stadt insbesondere fĂŒr Insekten und Vögel, aber auch fĂŒr FledermĂ€use, Eidechsen und KleinsĂ€uger geschaffen werden. Denn es braucht oft nicht viel Platz, um Insekten und anderen Tierarten Nahrungsquellen und RĂŒckzugsrĂ€ume im Stadtgebiet zu bieten. Artenarme GrĂŒn- und FreiflĂ€chen, wie etwa RasenflĂ€chen, können mit Hilfe des Förderprogramms in artenreiche NaturgĂ€rten und Biotope fĂŒr Tiere und Pflanzen verwandelt werden.

Das Förderprogramm bietet eine Beratung und finanzielle UnterstĂŒtzung zu folgenden Maßnahmen an:

 Anlage von artenreichen Wiesen und SĂ€umen mit heimischem Saatgut,
 Pflanzung von heimischen Gehölzen,
 Nisthilfen fĂŒr Vögel, FledermĂ€use und Wildbienen,
 Anlage von Steinhaufen, Trockenmauern und Sandlinsen
 Anlage von KleingewĂ€ssern und Feuchtbiotopen.

Mit dem Programm können auch kleinere Vorhaben unterstĂŒtzt werden, die Mindestfördersumme liegt bei 200 Euro, die Obergrenze bei 5000 Euro pro Antragsteller pro Jahr. JĂ€hrlich sind im Rahmen des Aktionsplans BiodiversitĂ€t 15.000 Euro fĂŒr die Finanzierung des Förderprogramms vorgesehen. Ab MĂ€rz können AntrĂ€ge beim Umweltschutzamt der Stadt gestellt werden.
 
 


Veranstaltungen 
 
Getreide fest und flĂŒssig: Brot und Bier Online-Verkostung
Tauernroggen (c) Slow Food Archiv
 
Getreide fest und flĂŒssig: Brot und Bier Online-Verkostung
Brot und Bier - zwei Lebensmittel, die fĂŒr unsere Geselligkeit unverzichtbar sind. Beiden gemein ist eine lange Kulturgeschichte, eine oft vergessene regionale Vielfalt sowie ihre Grundzutat: Getreide. All dem geht Slow Food bei der Online-Verkostung am 26. Februar um 19:00 Uhr auf die Spur. Expert*innen aus Erzeugung und Handwerk nehmen die Teilnehmenden mit auf eine Reise in die Welt des Back- und des Brauhandwerks. Was zeichnet gutes, sauberes und faires Bier und Brot aus? Wie schlĂ€gt sich BodenqualitĂ€t sowie das Wissen des ‚echten‘ Handwerks geschmacklich nieder? Fragen, auf die es wĂ€hrend der Verkostung von vier Brot- und drei Biersorten Antworten gibt. Anmeldung bis zum 17. Februar möglich.

Die Basis fĂŒr ‚echten‘ Brot- und Biergenuss bilden aus Sicht von Slow Food Saatgutvielfalt, gesunde Böden, handwerkliches Know-How sowie WertschĂ€tzung. Doch ist es um all dies nicht gut bestellt. Allein die Vielfalt unserer Kulturpflanzen ist in den vergangenen 100 Jahren durch die Industrialisierung der Landwirtschaft weltweit um 75 Prozent zurĂŒckgegangen. Saatgut-Monopole, Gentechnik, Klimawandel und Kriege sowie Preise, die den wahren Wert unserer Lebensmittel nicht abbilden, gefĂ€hrden unser kostbares Erbe. Bei der Online-Verkostung zu Brot und Bier zeigt Slow Food die Stellschrauben fĂŒr eine Landwirtschaft, Lebensmittel-erzeugung und ErnĂ€hrung, die die planetaren Grenzen respektiert und gleichzeitig Genuss und Freude verspricht.

Welche Rolle spielt ein fruchtbarer Boden fĂŒr gesundes Brot? Wie hĂ€ngt die Vielfalt von Ackerböden mit der von Brot- und Biersorten zusammen? Wie können wir die DiversitĂ€t erhalten und was ist sie uns wert? Wie schmecke ich handwerkliche Verarbeitung bei Brot und Bier heraus? Und welche Rolle spielt die Zutat ‚Zeit‘? Durch den Abend fĂŒhrt Katrin Simonis, Alumna der Slow Food Youth Akademie. Als Expert*innen an ihrer Seite sind:
‱ Anke KĂ€hler, Vorsitzende der Freien BĂ€cker e.V. und Initiatorin von BodenBrot
‱ Dr. Bertold Heyden, Leiter Keyserlingk-Institut fĂŒr Saatgutforschung und GetreidezĂŒchtung im biologisch-dynamischen Landbau
‱ Franz HĂ€ußler, Biolandhof Andreas HĂ€ußler, Vorsitzender AbL Landesverband Baden-WĂŒrttemberg
‱ Heiner Beck, BĂ€ckermeister und Inhaber BĂ€ckerei Beckabeck, Mitglied der Freien BĂ€cker
‱ Uli Zimmermann, Braumeister und Inhaber Bergbrauerei Ulrich Zimmermann, Ehningen
‱ Maximilian Krieger, Braumeister, Bio-Brauerei Riedenburger Brauhaus Michael Krieger, Riedenburg
‱ Felix vom Endt, Brauer und GrĂŒnder Orca Brau - Craft Beer Brauerei, NĂŒrnberg

Das Verkostungspaket enthÀlt folgende acht SpezialitÀten & kostet inkl. Versand 36 Euro:
‱ Bio-Roggenvollkornbrot (Roggen), 1.000g von Beckabeck
‱ Bio-BodenBrot (Weizen, Roggen, Dinkel, Karotte), 400g von Beckabeck
‱ Bio-Älblerbrot (Dinkel, Kartoffelflocken), 750g von Beckabeck
‱ Bio-Bauernbrot nach Holzofenart (Weizen, Lichtkornroggen, Dinkel), 1.000g von Beckabeck
‱ Brotbegleiter - handgemischtes GewĂŒrzsalz (Senfsaat, Knoblauchgranulat, Meersalz, Chiliflocken, Petersilie, Rohrzucker) von Beckabeck
‱ Historisches Bio-Emmerbier aus dem Riedenburger Brauhaus - 0,5l in der BĂŒgelflasche
‱ 3-Korn-Hefeweizen mit Öko-Weizen, Gerste aus ökologischem Alb-Leisa-Anbau, Öko-Dinkel aus der BergBrauerei, 0,5l
‱ FrĂ€nkisches Landbier mit historischem Braumalz und regionalem Hopfen (Bio) von Orca Brau, 0,3l

Wie lĂ€uft eine Slow Food Deutschland Online-Verkostung ab? Sie melden sich an und erhalten von Beckabeck heimische Brot- und BierspezialitĂ€ten zugesandt. Beckabeck ist somit Ihr Vertragspartner fĂŒr das Verkostungspaket und stellt die Rechnung. Slow Food Deutschland ist Ideengeber und organisatorischer Partner und lĂ€sst Ihnen die Zugangsdaten und technischen Hinweise per E-Mail vor der Veranstaltung zukommen. Am 26.02.2021 schalten Sie sich um 19:00 Uhr live mit ein und können unter der Anleitung von Katrin Simonis zusammen mit den Produzent*innen und Expert*innen den Abend genießen.

Bitte melden Sie sich hier verbindlich bis zum 17.02.21 an (klicke unten auf "mehr"). Mit der Anmeldung ist automatisch die Bestellung des Verkostungspakets bei Beckabeck verbunden. Der 17.02.21 ist letztmöglicher Bestell- und Anmeldetermin. Der Versand der Pakete erfolgt ab dem 22./23.02.21.
RĂŒckfragen unter projektbeauftragte@slowfood.de
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
CO2-MessgerÀte und -Ampeln
Gute GerĂ€te gibt es fĂŒr unter 100 Euro

CO2-Sensoren können keine Coronaviren erkennen – aber sie zeigen an, wann es Zeit zum LĂŒften ist. Die ï»żStiftung Warentest hat 11 CO2-MessgerĂ€te untersucht, darunter sogenannte CO2-Ampeln und smarte GerĂ€te, die mit App funktionieren. Sieben GerĂ€te schneiden gut ab, drei sind mangelhaft. Das preisgĂŒnstigste gute CO2-MessgerĂ€t im Test kostet rund 90 Euro, das teuerste ĂŒber 500 Euro.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 kann beim Einatmen ĂŒbertragen werden, ohne Körperkontakt zu anderen Menschen. Vor allem in schlecht belĂŒfteten InnenrĂ€umen, Schulen und BĂŒros droht Ansteckungsgefahr. Wann gelĂŒftet werden muss, können MessgerĂ€te mitteilen, indem sie den Kohlenstoffdioxid-Anteil (CO2) der Raumluft ermitteln und rechtzeitig den Weckruf zum LĂŒften geben.

Drei der sieben guten CO2-MessgerĂ€te kosten zwischen 89 und 100 Euro. Zwei davon sind klassische RaumluftmessgerĂ€te, die auf einem Display Messwerte wie CO2-Gehalt der Raumluft, Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit anzeigen. Zu einem gĂŒnstigen guten Modell gibt es eine mobile App, die eine Farbanzeige hat, aber auch andere Werte und ganze Messreihen liefert. Die drei mangelhaften GerĂ€te lieferten unzuverlĂ€ssige oder ungenaue CO2 Messungen und sind daher nicht geeignet.

Der Test CO2-MessgerĂ€te und Ampel ist online unter ï»żwww.test.de/co2ampeln abrufbar.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Insektenschutz
Bundesregierung muss sich zur Umsetzung ihrer eigenen BeschlĂŒsse bekennen

Gesetzespaket ist dringend notwendiger Schritt fĂŒr mehr Insektenschutz

Berlin, 04.02.2021 – Die Umweltorganisationen Aurelia Stiftung, BBN, BUND, DUH, EuroNatur, NABU, Umweltinstitut MĂŒnchen e.V., WWF Deutschland und der Dachverband DNR betrachten den vorliegenden Entwurf fĂŒr das Insektenschutzgesetz und die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung als dringend notwendigen Schritt fĂŒr mehr Insektenschutz in der Agrarlandschaft. „Mit ihrem Aktionsprogramm Insektenschutz hat die Bundesregierung vor knapp zwei Jahren einen ĂŒberfĂ€lligen Maßnahmenkatalog fĂŒr einen besseren Insektenschutz vorgelegt. Jetzt gilt es, das Aktionsprogramm ‚eins-zu-eins‘ umzusetzen, anstatt die Vereinbarungen schon wieder in Frage zu stellen“, fordern die Organisationen.

Nach Überzeugung der Umweltorganisationen ist die Bestandsentwicklung der Insekten vor allem in den Agrarlandschaften unverĂ€ndert dramatisch. Daher mĂŒsse die Bundesregierung zu ihrem Wort stehen und sich fĂŒr ein Verbot biodiversitĂ€tsschĂ€digender Pestizide zumindest in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten, einen konsequenten Ausstieg aus der Nutzung von Glyphosat sowie eine EinfĂŒhrung von pestizidfreien Randstreifen an allen GewĂ€ssern und ihren Quellregionen einsetzen. Komme die Bundesregierung jetzt nicht zu einer Lösung, werde es in der laufenden Legislaturperiode praktisch unmöglich, die notwendigen legislativen Schritte fĂŒr einen besseren Insektenschutz zu erreichen. „Dies wĂ€re eine BankrotterklĂ€rung und wĂŒrde die GlaubwĂŒrdigkeit der Bundesregierung erheblich gefĂ€hrden“, betonen die VerbĂ€nde.

Die Umweltorganisationen appellieren zugleich an die Politik in Bund und LĂ€ndern, sich fĂŒr eine umfassende Definition von biodiversitĂ€tsschĂ€digenden Pestiziden einzusetzen. Die Bienenschutzverordnung, wonach selbst Neonicotinoide „nicht bienengefĂ€hrlich“ sind, werde einem angemessenen Insektenschutz keinesfalls gerecht. Ferner dĂŒrften keine weiteren Ausnahmebestimmungen vom Pestizidverbot bei den FFH-Gebieten vorgenommen werden, wenn diese nicht durch Programme zur Pestizidreduktion und zur Förderung der biologischen Vielfalt in den Sonderkulturen begleitet werden. Schließlich sei es entscheidend, dass der verabredete Glyphosatausstieg konsequent umgesetzt und insbesondere eine flĂ€chenhafte Anwendung auf GrĂŒnland sofort verboten wĂŒrde.

„Wenn die Bundesregierung das Gesetzespaket weiter verwĂ€ssert, verfestigt sie den Eindruck, dass Insekten nur in Sonntagsreden systemrelevant sind. Dies wĂ€re unverantwortlich gegenĂŒber dem sich weiter verschĂ€rfenden Artensterben und wĂŒrde die klare Erwartungshaltung von großen Teilen der Gesellschaft verkennen“, so die VerbĂ€nde.

--
Gemeinsame Pressemitteilung von Aurelia Stiftung, Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN), Deutsche Umwelthilfe (DUH), EuroNatur, Naturschutzbund (NABU), Umweltinstitut MĂŒnchen e.V., WWF Deutschland und dem Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR)
 
 

Verschiedenes 
 
 
Statt KĂŒrzungen fĂŒr mehr zusĂ€tzliche Klimaschutzmaßnahmen ...
... mehr Mittel aus Konzessionsabgabe fĂŒr Klimaschutz gefordert

Der Verein ECOtrinova ist unzufrieden mit den zusĂ€tzlichen Klimaschutzmaßnahmen, die der Gemeinderat mit dem Haushalt 2021/22 erstaunlicherweise mit KĂŒrzungen verabschieden soll. "Zum Erreichen der Klimaschutzziele Freiburgs mĂŒssen die Klimaschutzmaßnahmen deutlich stĂ€rker sein als im Doppelhaushalt 2021/22 geplant", so der Vorsitzende Dr. Georg Löser im kĂŒrzlichen Schreiben mit VorschlĂ€gen an den Gemeinderat. Die RĂŒcknahme der von der Verwaltung geplanten Streichungen beim Stadtstrommodell und fĂŒr große neue Solarstromanlagen sei dringend. Die von ECOtrinova schon 2019 geforderte weitere Erhöhung der Klimaschutz-Mittel aus der Konzessionabgabe von bisher 50 Prozent nun auf 60 Prozent in 2021 und 70 Prozent in 2022 verschaffe die erforderliche Finanzierung hierfĂŒr und Weiteres.

Dann könne das wichtige Stadtstrommodell statt stark gekĂŒrzt komplett umgesetzt werden fĂŒr den ungeschmĂ€lerten Weiterbetrieb alter Anlagen fĂŒr Strom aus erneuerbaren Energien, die jetzt und kĂŒnftig keine EEG-VergĂŒtung mehr erhalten. Die von der Erhöhung in 2022 verbleibenden rund 1,8 Mio Euro können klimaschĂŒtzend eingesetzt werden fĂŒr mehr PV-Ausbau ohne die Streichung der geplanten großen PV-Anlagen auf den FlĂŒchtlingsheimen, fĂŒr mehr effiziente KraftwĂ€rmekopplung (KWK), fĂŒr mehr Stromsparen und fĂŒr neue große AufzĂŒge an der StadtbahnbrĂŒcke „schon“ in 2021/22, soweit das Geld reicht.

Der Kauf der 2 sehr teuren Elektrobusse gehöre laut ECOtrinova nicht in die zusĂ€tzlichen Klimaschutzmaßnahmen, denn sie erbringen keinen Klimaschutz, jedenfalls nicht bis 2030/2038 je nach Kohleausstieg, weil sie in der RealitĂ€t i.w. mit Kohlestrom fahren. Die Anschaffung der Busse solle verschoben werden, bis der Kohleausstieg i.w. geschafft ist und die Batterien viel billiger und ökologisch akzeptabler sind. Die frei werdenden Mittel von 2,6 Mio € sollen klimaschĂŒtzend eingesetzt werden fĂŒr den von der Verwaltung gestrichenen Radverkehrsausbau in der Wiesentalstr., fĂŒr mehr Photovoltaik-Ausbau, mehr KWK bzw. BHKW und Stromsparen sowie neue viel grĂ¶ĂŸere FahrstĂŒhle an der StadtbahnbrĂŒcke „jetzt“ und nicht in vielen Jahren.

Zu streichen seien bei den zusĂ€tzlichen Klimaschutzmaßnahmen die „FortfĂŒhrung der verbesserten ÖPNV-Anbindung im Industriegebiet Nord“, die keine zusĂ€tzliche Klimaschutzmaßnahme sei, sondern nötiger Erhalt und die von der VAG finanziert werden mĂŒĂŸte.

Der Informationspavillion Dietenbach sei keine zusĂ€tzliche Klimaschutzmaßnahme und wenn, dann der Sonderrechnung Dietenbach zuzuordnen.
Der Stadtteil einschließlich Bau fĂŒhre nĂ€mlich zu Mehrausstoß von Treibhauhasen, auch relativ zu besseren Alternativen ohne Bauen auf der „GrĂŒnen Wiese“. ECOtrinova warne vor dieser Ausgabe, weil der Dietenbach-Prozeß um den Neubaustadtteil fĂŒr die Stadt verloren gehen könne. Gute Alternative seien neue viel grĂ¶ĂŸere FahrstĂŒhle an der StadtbahnbrĂŒcke „jetzt“ und nicht in vielen Jahren.
Mehr
Autor: ECOtrinova e.V.

Verschiedenes 
 
 
Doch dicke akute Probleme bei gepl. Erdaushubdeponie Dietenbach
zu TOP 18 und 19 des Gemeinderats Freiburg i.Br. am 2.2.2021 zum FNP-Beschluss und zum Satzungsbeschluss fĂŒr die geplante riesige Erdaushubdeponie Dietenbach hat die BĂŒrgeraktion Dietenbach ist ĂŒberall den Gemeinderat auf erhebliche akute Probleme hingewiesen:

1. RĂŒckstellungen zum ggf. baldigen RĂŒckbau und Verschiebung der BeschlĂŒsse:

Die Stadt kann den anhĂ€ngigen Prozess gegen die StĂ€dte­bauliche Entwicklungsmaßnahme Dietenbach verlieren. Mit dem Bau der Erdaushubdeponie geht die Stadt also ein großes finanzielles Risiko ein.

2. Umkircher Trink-/Grundwasserschutzgebiet unter Dietenbach und die Erdaushubklasse Z 1.1:

Das 2. große Problem ist das geplante seit 2017 fachtechnisch abgegrenzte Grundwasserschutzgebiet Schorren fĂŒr Trinkwasser der Gemeinde Umkirch in Dietenbach, so auch unter der Erddeponie. Streitig ist, ob die von der Stadt beabsichtigte Erdaushubklasse Z 1.1. dort erlaubt wĂ€re oder nicht. Umkirch besteht auf der strengeren Klasse Z.0.

(3) Problem Grundwasserabstand zu klein und Probleme Oberboden, Unterboden, Trinkwasser:
Bei Genehmigung wĂ€re mindestens 1 Meter Abstand zum je nach Witterung wechselnden Grundwasser­spiegel nötig. Aber: „unabhĂ€ngig von der geplanten AufschĂŒttung des Gebietes ist annĂ€hernd flĂ€chen­deckend der Abtrag von [wertvollem] Oberboden sowie kulturfĂ€higem Unterboden notwendig“(... Zitat von Stadt).

Ein 1 m tiefer Auffanggraben lÀge schon direkt im Grundwasser!
Mehr
Autor: BĂŒrgeraktion Dietenbach ist ĂŒberall

Verschiedenes 
 
Christine Buchheit wird Dezernentin fĂŒr Umwelt, Jugend, Schule und Bildung
Christine Buchheit (c) Stadt Freiburg, Patrick Seeger
 
Christine Buchheit wird Dezernentin fĂŒr Umwelt, Jugend, Schule und Bildung
BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik geht nach 24-jĂ€hriger Dienstzeit zum 7. April in den Ruhestand

Freiburg, 2.1.21 Am heutigen Dienstag ist Christine Buchheit mit großer Mehrheit zur neuen Dezernentin fĂŒr Umwelt, Jugend, Schule und Bildung in der öffentlichen Gemeinderatssitzung gewĂ€hlt worden. Die 53-jĂ€hrige Geisteswissenschaftlerin ist gemĂ€ĂŸ Gemeindeordnung von der Fraktion BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen vorgeschlagen worden und wird ab 7. April die Nachfolge von BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik antreten. Gerda Stuchlik geht nach 24-jĂ€hriger Dienstzeit (drei Amtsperioden) als Dezernentin der Stadt Freiburg in den Ruhestand.

Die in Mannheim geborene Christine Buchheit hat nach Abitur und Auslandsaufenthalt an der Freiburger Albert- Ludwigs-UniversitĂ€t Germanistik, Geschichte und Völkerkunde studiert.Nach verschiedenen Stationen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter anderem in Afrika fĂŒr die deutsche Schule Nairobi und die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung ist sie 2013 in den Höheren Dienst des AuswĂ€rtigen Amtes eingetreten. Unter anderem hat sie dort als AttachĂ© im BĂŒro des Bundesaußenministers und fĂŒr das BĂŒro des Staatsministers fĂŒr Europa gearbeitet. Zuletzt war sie fĂŒr Themen Flucht und Migration im Maghreb zustĂ€ndig.

Christine Buchheit ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. OberbĂŒrgermeister Martin Horn gratulierte Buchheit nach der Wahl im Gemeinderat: „Ich freue mich zusammen mit den BĂŒrgermeisterkollegen sehr auf unsere Zusammenarbeit. Die großen Herausforderungen dieser Zeit können und werden wir nur gemeinsam meistern. RĂŒckblickend darf ich schon heute BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik fĂŒr herausragende 24 Jahre danken, bevor sie in zwei Monaten in wohlverdienten Ruhgestand geht.“
 
 

Verschiedenes 
 
 
Wie das Außenbecken des Westbads mehrere Jahre frĂŒher kommen kann
Das Außenbecken des Freiburger Westbads wird seit mehreren Jahren verschleppt. Die betroffene BĂŒrgerschaft ist zu recht sehr sauer, weil Wahl- und andere Versprechen nicht eingehalten werden. Die BĂŒrgeraktion Dietenbach ist ĂŒberall hat dem Gemeinderat mitgeteilt, wie das fĂŒr den Bau und die Wiederöffnung fehlende Geld beschaffbar ist fĂŒr die restliche Planung in 2021 und den Bau ab MĂ€rz 2022 oder eher. Wie es ginge hier:

Ab 24./25. Februar 2022 entfĂ€llt die Bindungsfrist des BĂŒrgerentscheids fĂŒr den geplanten Neubau stadtteil Dietenbach! Die vielen Mio. Euro, die fĂŒr Dietenbach in 2022 aufs Spiel gesetzt wĂŒrden, sind dann frei, wenn der Gemeinderat es mehrheitlich will - frei fĂŒrs Westbad und vieles andere wie Kitas, Schulen, Kultur, Vereine, vernachlĂ€ssigter Straßen- und Wegeunterhalt, Colombi-Park, Theater-umbau usw.. Außerdem kann die Stadt den Dietenbach-Prozess gegen die StĂ€dtebau liche Entwicklungsmaßnahme (SEM) vor Gericht verlieren, schon in 2021.

Die BĂŒrgeraktion hat daher den Gemeinderat gebeten, bei nĂ€chster Gelegenheit zu beschließen:

Die Dietenbach-Finanzmittel werden ab 1. MĂ€rz 2022 umgewidmet fĂŒrs Freibecken des Westbads und weitere sinnvolle Ausgaben, und die SEM Dietenbach wird durch den Rat ab Ende Februar 2022 unverzĂŒglich aufgehoben. Dasselbe soll unverzĂŒglich geschehen, wenn die Stadt den Dietenbach-Prozess vor Gericht in 1. Instanz verliert, was schon in 2021 sein könnte. Das derzeit fĂŒr Dietenbach eingesetzte umfangreiche Personal der Stadt wĂ€re unverzĂŒglich sinnvollen Aufgaben zuzuordnen.

Die fĂŒr Dietenbach in 2021/22 vorgesehen Mittel sollen laut BĂŒrgeraktion ab sofort aus RisikogrĂŒn den ausschließlich auf Planungsmittel beschrĂ€nkt werden. Im ĂŒbrigen wĂŒrden bei Ende des Projekts Neubaustadtteil Dietenbach ab Doppel-Haushalt 2023/24 20 Jahre lang jĂ€hrlich 5 Mio. € frei werden, zu nutzen z.B. fĂŒr mehr bezahlbare Wohnungen im Innenbereich z.B. fĂŒr Aufstockungen von Stadtbau-MFH und fĂŒr den Klimaschutz!
 
 

Verschiedenes 
 
ElektroumzĂŒge aus Freiburg
(c) Zenith UmzĂŒge
 
ElektroumzĂŒge aus Freiburg
Zenith UmzĂŒge startet als bundesweit erstes Umzugsunternehmen in die klimagerechte Zukunft

Alles begann mit einer einfachen Einsicht. Harry Schottstedt war mal wieder mit seinem Rad auf dem Dreisamradweg unterwegs, als er in die dicke Luft der endlosen Autoschlange eintaucht, die sich auf der Bundesstraße Richtung Innenstadt wĂ€lzt. Mit einem Mal war ihm klar: "Mit den Verbrennungsmotoren geht es nicht weiter. Das muß ein Ende haben!"

Gesagt, getan: Als erstes Umzugsunternehmen in Deutschland bricht die Zenith UmzĂŒge GmbH in die elektrische Zukunft auf. Zug um Zug stellt Harry Schottstedt, GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Firma, seine Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge um, die mit regionalem Ökostrom betankt werden. Und ab sofort verfĂŒgt er auch ĂŒber einen rein elektrisch betriebenen Umzugstransporter.

Der Weg dahin war steinig, denn Elektrotransporter mit Möbelkoffer gibt es nicht zu kaufen. Also ließ sich Zenith das Fahrzeug eigens anfertigen, auf Basis des StreetScooter, dem Elektrotransporter der Post. Das klingt nach einem spannenden Experiment. Harry Schottstedt schĂŒttelt den Kopf: "Ich glaube nicht, dass das ein Experiment ist. Ich bin sicher, dass es in diese Richtung gehen wird. Der Verbrenner hat einfach ausgedient."

Seit 1993 ist Schottstedt als Umzugsunternehmer in Freiburg tĂ€tig. In Berlin hatte er das GeschĂ€ft der „Möbler“ in einem kleinen Umzugsunternehmen von der Pike auf gelernt und sich im badischen SĂŒden erstmals selbstĂ€ndig gemacht. „Möbler zu sein, das ist ÂŽne Berufung!“ strahlt Harry. Doch der Markt ist hart umkĂ€mpft, die Gewinne schrumpfen Jahr fĂŒr Jahr. „Wir investieren seit Jahrzehnten in eine umweltgerechte Flotte, zahlen unseren Mitarbeitern immer schon faire Löhne und versuchen sie so weit als möglich fest anzustellen.“ Billiganbieter, die ihr Unternehmen mit Alt-LKW und einer Vielzahl von Aushilfen auf 400-Euro-Basis betreiben, machen es schwer, Umzugs-Dienstleistungen sozial vertrĂ€glich, fair und umweltgerecht zu gestalten.

Und dann investiert die Firma mitten in der Corona-Pandemie in einen neuen Fuhrpark. Ist das nicht eine zu große Kraftanstrengung zum falschen Zeitpunkt? Harry Schottstedt winkt ab: "Dieses Corona sollte uns ja nicht aufhalten, weiter zu denken und weiter zu handeln. Wir mĂŒssen trotz allem schauen, dass wir fĂŒr die Zukunft arbeiten und nicht jetzt alles einstellen, nur weil das Coronavirus unterwegs ist."

Und schon ist er wieder bei seinen PlĂ€nen fĂŒr den Umbau von Zenith UmzĂŒge: "FĂŒr den Aussendienst haben wir vor gut einem Jahr mit Elektro-PKW angefangen. Im Moment versorgen wir unseren Fuhrpark mit Ökostrom aus zwei Wallboxen. Auf den ParkplĂ€tzen an der Straße wollen wir schon im nĂ€chsten Jahr zusammen mit Stadtmobil zusĂ€tzliche LadesĂ€ulen aufstellen, die so auch fĂŒr die Öffentlichkeit nutzbar werden. Und wir werden unsere Elektroflotte Zug um Zug vergrĂ¶ĂŸern. FĂŒr den weiteren Nahverkehr wollen wir in zwei oder drei Jahren einen Zehn- oder Zwölftonner haben – sobald sie auf dem Markt erstmals verfĂŒgbar sind."

Harry Schottstedt will unbedingt weiter in die eingeschlagene Richtung vorangehen. "Mir schwebt ein InnnenstadtbĂŒro vor, wo immer ein Elektro-LKW stehen kann, wo man Umzugskisten kriegt und wo TransporterfahrrĂ€der stehen, die von unseren Mitarbeitern aber auch Kund*innen genutzt werden. Die Zukunft klimagerechter UmzĂŒge und Transporte liegt in ihrer Vielfalt und AlltagsnĂ€he."
Mehr
 

Verschiedenes 
 
WindgfÀllweiher: Schöne bedrohte Natur im Schwarzwald
(c) Mitwelt.org
 
WindgfÀllweiher: Schöne bedrohte Natur im Schwarzwald
Der WindgfĂ€llweiher ist ein wunderschön gelegener, stiller, kleiner Schwarzwald-Stausee in einer durch eiszeitliche Gletscher geformten Mulde. Er liegt zwischen dem Titisee und dem Schluchsee im Hochschwarzwald. Leider nur der sĂŒdliche Teil des Sees und seine Umgebung sind als flĂ€chenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen, obwohl eigentlich der ganze See schutzwĂŒrdig ist. Bis vor wenigen Jahren war das Kleinod mit dem hĂŒbschen, kleinen Strandbad im Schwarzwald noch ein "Geheimtipp". Jetzt wird er mehr und mehr zum Rummelplatz.

Die geplante Seilbahn ĂŒber den Taubergießen, die Verrummelung des Feldberges und des Nationalparks Schwarzwald zeigen: Manche Lokalpolitiker in SĂŒdbaden lieben die Natur aus tiefstem Herzen, allerdings nur, wenn sich damit Umsatz und Gewinn machen lassen. So ist der ĂŒberlaufene "Rummelsee - Mummelsee" an der Schwarzwaldhochstraße der Traum aller Schwarzwaldtouristiker und ein Albtraum fĂŒr die Natur.

Der wunderschöne WindgfĂ€llweiher mit seiner Restnatur wird jetzt schon ĂŒberbeansprucht. Die Entstehung einer breiartig wuchernden Bandstadt "Basel-Freiburg-Offenburg" in der Vorbergzone der Rheinebene erhöht (nicht nur in Corona-Zeiten) den Besucherdruck auf alle naturnahen Restgebiete.

Jetzt soll auch der WindgfĂ€llweiher noch "besser vermarktet werden". Das fĂŒrstliche Haus aus Donaueschingen möchte einen kommerziellen Wohnmobilplatz fĂŒr 115 Fahrzeuge bauen und betreiben, aber örtliche NaturschĂŒtzerinnen und NaturschĂŒtzer sind wachsam. Das 3 ha große Gebiet fĂŒr die StellplĂ€tze besteht aus einer feuchten Senke, muss also aufgeschĂŒttet werden. Im bedrohten Gebiet leben u.a. neun Fledermausarten, Waldeidechsen, Blindschleichen und weitere Reptilienarten wie Schlingnatter, Ringelnatter und Kreuzotter und 24 Vogelarten.

Der Konflikt um die Wohnmobil-StellplĂ€tze am WindgfĂ€llweiher könnte gewonnen werden. Noch gibt es keine konkreten Planungen, sondern "VorĂŒberlegungen". In diesen Versuchsballon wollen die örtlich Aktiven, unterstĂŒtzt auch von der Mitwelt Stiftung Oberrhein, mit einer Unterschriftenaktion eine Nadel stechen. Sollten aus "VorĂŒberlegungen" allerdings konkrete Planungen werden, ist mit heftigem Protest zu rechnen.

Die wenigen, erhalten gebliebenen, historischen AltstĂ€dte und die restlichen Naturgebiete am Oberrhein verbindet eines: Sie sind zunehmend bedrohte Inseln in einem Meer von Scheußlichkeit.
Die großen, drĂ€ngenden Naturschutz-Fragen in SĂŒdbaden mĂŒssen im Zusammenhang und losgelöst von Einzelproblemen gesehen werden. Artenausrottung, WindgfĂ€llweiher-GefĂ€hrdung, SeilbahnplĂ€ne ĂŒber den Taubergießen und die Kaiserstuhl- und Feldberg-Verrummelung stehen fĂŒr eine verhĂ€ngnisvolle Gesamtentwicklung.

Wie umgehen mit einer wachsenden Bevölkerung in einer verbauten, zunehmend hĂ€sslich werdenden Rheinebene, einer Bevölkerung mit immer mehr Freizeit und einem verstĂ€ndlichen Drang in die verbleibende Rest-Natur? Um in einer Zeit globaler und regionaler Artenausrottung die letzten und wertvollsten Gebiete und Arten am Oberrhein zu erhalten, mĂŒssten eigentlich immer mehr "RĂŒhr-mich-nicht-an"-Schutzgebiete ausgewiesen werden. Es gibt ein Dilemma zwischen der Notwendigkeit, die bedrohten Arten und die Restnatur zu schĂŒtzen und dem verstĂ€ndlichen Wunsch der Menschen nach Natur. Wir brauchen endlich mehr Natur und Naturschutzgebiete, mehr FlĂ€chen statt Nischen, einen grĂ¶ĂŸeren Nationalpark und mehr GewĂ€sserrenaturierung. Wohnmobil-StellplĂ€tze an weniger sensiblen Standorten und stadtnahe Rummelseen sind notwendig und akzeptabel. In der schönsten Rest-Natur brauchen wir sie nicht und werden sie auch verhindern.
Mehr
Autor: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Verschiedenes 
 
 
Windkraftwerke im Corona-Jahr
Fleißige Stromproduzenten und wichtige Steuerzahler

Im Corona-Jahr 2020 haben die Windkraftwerke in Baden-WĂŒrttemberg fleißig durchgehend elektrischen Strom produziert und waren sehr gute Steuerzahler fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland (Umsatzsteuer) und mit der Gewerbesteuer auch fĂŒr die Standortgemeinden.
Bei den drei beispielhaft genannten Windparks in Baden-WĂŒrttemberg konnten die Standortgemeinden im Jahr 2020 jeweils 20.000.- bis 50.000.- Euro als Gewerbe-
steuereinnahmen verbuchen.
Dies entspricht dem Gewerbesteueraufkommen eines guten Handwerksbetriebs. Wohl den Gemeinden, welche in diesen sehr schwierigen Finanzzeiten Windkraftwerke auf ihrer Gemarkung errichten ließen!

Freiamt im Landkreis Emmendingen
Die Freiamt WindmĂŒhlen GmbH & Co. Beteiligungs KG wurde 2001 und 2011 auf der Gemarkung der Gemeinde Freiamt errichtet und wird betrieben fĂŒr 190 Kommanditisten von der Ökostromgruppe Freiburg. Die 3 Windkraft-anlagen mit einer Gesamtleistung von 5900 kW produzierten im Jahr 2020 ĂŒber 11,5 Mio. kWh Strom, welcher ausreichend ist fĂŒr ca. 3300 - 3800 Haushalte. Sehr erfreulich war, dass die Stromproduktion 119% ĂŒber der Prognose lag! An die Standortgemeinde wurde im Jahr 2020 eine Gewerbesteuer von etwa 50.000.- Euro entrichtet. Mehr als ein guter Handwerksbetrieb bezahlt.

St. Peter im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Die regiowind GmbH & Co. St. Peter KG, errichtet 2006, 2010 und 2013 wird betrieben fĂŒr 2220 Kommanditisten von der Ökostromgruppe Freiburg.
Die 4 Windkraftanlagen mit einer Gesammtleistung von 9350 kW produzierten im Jahr 2020 ĂŒber 15,73 Mio. kWh Strom, was ausreichend fĂŒr 4500 - 5200 Haushalte ist. Auch hier lag die Stromproduktion 105% ĂŒber der Prognose. An die Standortgemeinde wurden im Jahr 2020 etwa 40.000 Euro Gewerbesteuer bezahlt - auch dies entspricht dem Gewerbesteueraufkommen eines guten Handwerksbetriebs.

Hornberg im Ortenaukreis
Die regiomix 2030 GmbH & Co. KG, errichtet in Hornberg/Ortenaukreis wird betrieben fĂŒr 185 Kommanditisten von der regiowind Verwaltungs-GmbH. Die 2 Windkraft-
anlagen mit einer Gesammtleistung von 4000 kW produzierten im Jahr 2020 ĂŒber 7,04 Mio. kWh Strom, welcher ausreichend ist fĂŒr 2000 - 2300 Haushalte. Die Stromproduktion lag hier erfreulicherweise auch 107 % ĂŒber der Prognose. An die Standortgemeinde wurden im Jahr 2020 etwa 20 000.- Euro Gewerbesteuer entrichtet.

Der beschleunigte Ausbau der umweltvertrĂ€glichen Windkraftnutzung im Land Baden-WĂŒrttemberg muss eine höhere PrioritĂ€t erhalten und darf nicht durch administrative Rahmenbedingungen und immer wieder vorgeschobenen Naturschutzauflagen abgewĂŒrgt werden. Die Windkraftnutzung an Land ist die kostengĂŒnstigste Erneuerbare Energie und wird dazu noch verbrauchernah in der Heimat zu erzeugt und somit bleibt die Wertschöpfung auch im Land.
Das Fraunhofer-Institut fĂŒr Windenergie und Energiesysteme (IWES) hat bei Bereitstellung von 2% der LandesflĂ€che eine 65%-Deckung des Strombedarfs in der Bundesrepublik Deutschland und immerhin ĂŒber 50% des Strombedarfs im Land Baden-WĂŒrttemberg ermittelt.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Getötete Ziege in der Gemeinde Forbach (Landkreis Rastatt) aufgefunden
Eine Ziege ist gestern (06.01.) in der Gemeindeebene von Forbach im Landkreis Rastatt tot aufgefunden worden. Das Rissbild deutet nach Auskunft der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) darauf hin, dass ein hundeartiges Tier die Ziege gerissen haben könnte.

Derzeit können die Fachleute der FVA weder einen Wolf noch einen Hund als Angreifer ausschließen. Die tote Ziege ist an das Chemische und VeterinĂ€runtersuchungsamt (CVUA) in Freiburg ĂŒbergeben worden, wo sie nun nĂ€her untersucht wird.

Die Gemeinde Forbach liegt im so genannten „Fördergebiet WolfsprĂ€vention Schwarzwald“, in dem sich im nördlichen Teil der WolfsrĂŒde GW852 seit fast drei Jahren niedergelassen hat.

Die NutztierverbĂ€nde sowie die Wildtierbeauftragten der Region sind ĂŒber den Sachverhalt informiert. Eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf sollten umgehend der FVA in Freiburg gemeldet werden: info@wildtiermonitoring.de oder 0761 4018-274.

AusfĂŒhrliche Informationen zum Fördergebiet WolfsprĂ€vention im Schwarzwald und zum Herdenschutz, Daten zu Wolfssichtungen im Land sowie Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf finden Sie auf der Internetseite des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de.
Mehr
Autor: Ministerium fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaf

Verschiedenes 
 
Mehr Platz und Sicherheit fĂŒr Radler und FußgĂ€nger im StĂŒhlinger
(Quelle: Patrick Seeger / Stadt Freiburg).
 
Mehr Platz und Sicherheit fĂŒr Radler und FußgĂ€nger im StĂŒhlinger
Arbeiten an Kreuzung Eschholz-/Breisacher-/Hohenzollernstraße beendet
Engelbergerstraße-Ost und Wentzingerstraße-SĂŒd fertig: Fahrradstraße eingerichtet
Gesamtkosten zusammen 2,8 Millionen Euro

OB Horn: „Ich freue mich, dass damit zwei weitere Maßnahmen fĂŒr mehr Sicherheit und AttraktivitĂ€t im Radverkehr und fĂŒr FußgĂ€nger_innen sorgen.“

An zwei wichtigen Radfahrachsen im StĂŒhlinger wird es ab sofort bessere Bedingungen fĂŒr Radfahrerinnen und Radfahrer sowie fĂŒr FußgĂ€ngerinnen und FußgĂ€nger geben. Der Umbau der Kreuzung Eschholz-/Breisacher und Hohenzollernstraße als Teil der Rad-Vorrang-Route FR3 ist fertig gestellt. Die zweite wichtige Achse im StĂŒhlinger ist der Abschnitt Engelbergerstraße-Ost und Wentzingerstraße-SĂŒd vor der Wiwili-BrĂŒcke. Dieser ist nun fĂŒr den Autoverkehr gesperrt, FußgĂ€ngerflĂ€chen wurden vergrĂ¶ĂŸert. Die Kosten fĂŒr beide Maßnahmen zusammen betragen 2,8 Millionen Euro.

OberbĂŒrgermeister Martin Horn: „FĂŒr die beiden zentralen Achsen im StĂŒhlinger sind das deutliche Verbesserungen fĂŒr Verkehrsteilnehmer_innen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Ich freue mich, dass damit zwei weitere Maßnahmen fĂŒr mehr Sicherheit und AttraktivitĂ€t im Radverkehr und fĂŒr FußgĂ€nger_innen sorgen.“ Und MobilitĂ€tsbĂŒrgermeister Martin Haag ergĂ€nzt: „Der Fahrrad- und FußgĂ€nger_innen-Herbst zeigt seine Wirkung. Ziel war es, noch in diesem Jahr eine FĂŒlle an Maßnahmen im Fuß- und Radverkehr umzusetzen, auch und besonders fĂŒr Menschen mit Behinderungen durch barrierefreie Elemente. Das haben wir geschafft. Es geht voran.“

Die Route FR3 fĂŒhrt von ZĂ€hringen durch den StĂŒhlinger ins Vauban. Das zentrale TeilstĂŒck ist der Abschnitt ĂŒber die Eschholzstraße. Hier wurden vor Jahren zwischen OchsenbrĂŒcke und Lehener Straße bereits gute Radverkehrsanlagen geschaffen. Nun konnte das Garten- und Tiefbauamt den gesamten Bereich auf der Eschholzstraße zwischen Lehener und Hohenzollernstraße umbauen. Durch einen breiteren Radfahrstreifen entfĂ€llt das „Auf und Ab“ ĂŒber Straßenabsenkungen, Parkplatzzufahrten und Hebungen durch Baumwurzeln. Überholen und Abbiegen fĂŒr Radfahrende wird leichter und auch die FlĂ€chen fĂŒr FußgĂ€nger_innen wurden deutlich verbreitert. In Teilen der Hohenzollern- und Breisacher Straße wurden ebenfalls enge Radwege neben Gehwegen als Radfahrstreifen auf die Fahrbahn verlagert. Im gesamten Kreuzungsbereich wurden barrierefreie Elemente eingebaut. Die gesamte Ampelanlage ist erneuert worden.

Die Kosten fĂŒr die Arbeiten, die Ende Mai dieses Jahres begannen, betragen 1,8 Mio. Euro. Das Land Baden-WĂŒrttemberg beteiligt sich im Rahmen des Ausbaus der RadVorrang-Routen mit zirka 500.000 Euro.

Auch die Engelbergerstraße-Ost und Wentzingerstraße-SĂŒd sind nun fahrrad- und fußgĂ€ngerfreundlicher. Vor der Wiwili-BrĂŒcke zwischen der Engelbergerstraße und der Wannerstraße wurde eine Fahrradstraße eingerichtet, die fĂŒr Autofahrer (außer Anlieger) dauerhaft gesperrt bleibt. Auch die Kreuzung Eschholzstraße/ Engelbergerstraße wurde umgebaut (z.T. barrierefrei) und neue Ampeln installiert. Insgesamt kosteten die Arbeiten, die in sechs Bauabschnitten durchgefĂŒhrt wurden, 1 Million Euro.

Insgesamt wird mit diesen Maßnahmen die Sicherheit fĂŒr den Radverkehr verbessert. Konflikte zwischen Radfahrenden und Zu-Fuß-Gehenden werden entschĂ€rft. Die EinmĂŒndungen Grete-Borgmann-Straße, Klarastraße und Wentzingerstraße wurden rot gepflastert, um diese Bereiche mit vielen Querungen von zu Fuß Gehenden deutlich hervorzuheben. GehwegflĂ€chen wurden in die Fahrbahn vorgezogen, um eine leichte und sichere Überquerbarkeit der Straße zu gewĂ€hrleisten. Die Querung der Engelbergerstraße zwischen dem StĂŒhlinger Kirchplatz und einem Einkaufsmarkt, KindertagesstĂ€tten und einer Alteneinrichtung wurde mit einer Fahrbahnschwelle erhöht und ebenfalls rot gepflastert.

Alle Kreuzungsbereiche wurden mit Leitsystemen fĂŒr Menschen mit Sehbehinderung ausgestattet. Die Randsteine wurden abgesenkt zur besseren Nutzung mit RollstĂŒhlen und Rollatoren.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Beratung und Optimierung: Stadt fördert bestehende Photovoltaikanlagen
EinspeisevergĂŒtung fĂŒr Photovoltaik endet – doch niemand in Freiburg soll seine Anlage abschalten

Die Stadt Freiburg setzt sich dafĂŒr ein, dass bestehende Solaranlagen erhalten bleiben. Denn am 1. Januar endet die gesetzlich verankerte EinspeisevergĂŒtung, das bedeutet weniger Förderung fĂŒr Strom, der aus Sonnenenergie gewonnen wird. In Freiburg sind davon Anlagen betroffen, die insgesamt 1600kWp Leistung aus Sonnenenergie liefern – das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 450 Vier-Personen-Haushalten. Damit in Freiburg wegen dieser Unsicherheiten im Bundesrecht niemand seine Photovoltaikanlange abbaut, sollen Besitzerinnen und Besitzer unterstĂŒtzt werden.

So wird eine kostenlose Beratung angeboten, das ĂŒbernehmen FachkrĂ€fte der Badenova. Dabei gibt es auch Anregungen und Tipps, wie die LeistungsfĂ€higkeit der Anlagen optimiert werden kann. Sowohl die Beratung als auch die mögliche Förderung fĂŒr die Optimierung der Alt-Anlagen (Repowering) werden aus dem Klimaschutzfonds der Stadt Freiburg gezahlt.

Ziel ist, so viel grĂŒnen Strom wie möglich zu erhalten, unabhĂ€ngig von der Bundesförderung. Letzte Woche wurde auf Bundesebene zwar eine einjĂ€hrige Übergangsfrist fĂŒr die betroffenen Altanlagen beschlossen. Eine dauerhafte Perspektive bleibt auf dieser Grundlage jedoch unklar. Auch wird weiterhin nicht deutlich, was die Pflichten und Kosten fĂŒr die Solarpioniere von einst sein werden.

Die Förderung ist auch eine direkte Konsequenz aus dem Klima- und Artenschutzmanifest der Stadt Freiburg, das der Gemeinderat Ende 2019 beschlossen hat. Es ist das bisher einzige seiner Art in Deutschland. Entstanden ist das Manifest als Freiburger Antwort auf die Forderungen der Bewegung Fridays for Future. Anstatt den Klimaschutznotstand auszurufen, hat die Stadt ein weitreichendes Bekenntnis mit 20 zusĂ€tzlichen Maßnahmen zur EindĂ€mmung des Klimawandels und des Artensterbens auf den Weg gebracht. Ein Element davon ist das Ziel, den kommunalen Gestaltungsspielraum zu nutzen – wie jetzt bei der Förderung der Photovoltaikanlagen durch die Stadt.

Freiburgerinnen und Freiburger mit Solaranlage, können sich hier fĂŒr mehr Informationen anmelden ...
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Stadt Freiburg schlÀgt 34 neue Naturdenkmale vor
Eiche in der GĂŒnterstalstraße (c) Sabine Rennwald / Stadt Freiburg
 
Stadt Freiburg schlÀgt 34 neue Naturdenkmale vor
Besondere BĂ€ume sollen unter Schutz gestellt werden

Freiburg soll 34 neue Naturdenkmale bekommen. Bislang gibt es in der Stadt etwa 100 solcher markanten und ökologisch wertvollen BĂ€ume und Baumgruppen, die unter besonderem Schutz stehen. WĂ€hrend es frĂŒher bei Naturdenkmalen eher um den Erhalt der Erscheinung ging, steht heute vor allem die Bedeutung der BĂ€ume fĂŒr die BiodiversitĂ€t im Mittelpunkt. Nicht nur die imposante Gestalt soll erhalten werden, sondern vor allem die ökologische Funktion.

Als Naturdenkmal vorgeschlagen werden verschiedenste heimische Baumarten wie Eichen, Weiden, Linden, Buchen, Esche, Holunder, Erle, Platanen und Ulmen. Auf der Liste stehen aber auch Arten, die vor langer Zeit aus Nordamerika eingebracht wurden, wie die mÀchtige Douglasie im Illenwald oder ein Mammutbaum. Hervorzuheben sind wegen ihrer Anzahl und Lage die beiden Baumgruppen mit Eiben am Schlossberg sowie die 77 Platanen auf dem Hauptfriedhof - ein prÀchtiges Baumensemble.

FrĂŒher wurden NaturdenkmĂ€ler oft anhand von Alter, Schönheit, Seltenheit oder kulturgeschichtlicher Merkmale ausgewĂ€hlt. Doch in Zeiten des ungebremsten Verlusts der BiodiversitĂ€t, des Insektensterbens und des Klimawandels rĂŒcken andere Dinge in den Vordergrund. Es geht heute mehr um die ökologische Wertigkeit der BĂ€ume als Lebensraum, FortpflanzungsstĂ€tte und Nahrungslieferant fĂŒr viele heimische Arten. BĂ€ume sind ĂŒberlebensnotwendig fĂŒr Vögel, FledermĂ€use und Insekten. Das Naturdenkmal ist die Ă€lteste Kategorie des gesetzlichen Naturschutzes in Deutschland. Die neuesten Kandidaten fĂŒr die Auszeichnung in Freiburg leisten einen wichtigen Beitrag um die Ziele zu erreichen, die sich die Stadt beim Arten- und Klimaschutz gesetzt hat. Außerdem prĂ€gen sie das Bild Freiburgs, haben einen positiven Effekt auf das Stadtklima und spenden Schatten in Zeiten zunehmender sommerlicher Hitze.

Die VorschlĂ€ge fĂŒr die neuen Naturdenkmale stammen von den Fachleuten der Stadt, von engagierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern sowie von NaturschutzverbĂ€nden. Erst kĂŒrzlich hieß es in einer Stellungnahme des Umweltministeriums des Landes, dass es in Baden-WĂŒrttemberg nur noch wenig Potential fĂŒr weitere Naturdenkmale gebe. In Freiburg liegt der Fall anders.

Im Dezember hat die Untere Naturschutzbehörde im Umweltschutzamt der Stadt das Procedere angestoßen, um die besonderen BĂ€ume in den Rang eines Naturschutzdenkmals zu heben. Im Dezember wurde das sogenannte Unterschutzstellungsverfahren zur Ausweisung weiterer Naturdenkmale eröffnet. Jetzt werden die TrĂ€ger öffentlicher Belange gehört sowie die EigentĂŒmer der BĂ€ume. Denn die BĂ€ume stehen je zur HĂ€lfte auf öffentlichen und auf privaten GrundstĂŒcken. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass zunĂ€chst die Anregungen und EinwĂ€nde, die jetzt eingehen, von der Unteren Naturschutzbehörde ausgewertet werden. Anfang 2021 soll dann die endgĂŒltige Liste der BĂ€ume stehen, die als Naturdenkmal infrage kommen. Wenn der Gemeinderat zustimmt, könnte die Rechtsverordnung zum Schutz der Naturdenkmale entsprechend noch im ersten Halbjahr 2021 in Kraft treten.

Naturdenkmale erhalten als Zeichen der WĂŒrdigung dann das typische „grĂŒne Dreieckschildchen“. Der EigentĂŒmer muss ein weitgehendes VerĂ€nderungsverbot an seinem Naturdenkmal beachten. SchĂ€den mĂŒssen der Naturschutzbehörde gemeldet werden. Im Gegenzug gibt es einmal im Jahr eine Kontrolle durch Experten. Die Stadt beteiligt sich außerdem – im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten – an Erhaltungsmaßnahmen fĂŒr die BĂ€ume.
 
 

Verschiedenes 
 
Freiburg: Spatenstich fĂŒr den Neubau des Forstamtes
Spatenstich Forstamt / Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
Freiburg: Spatenstich fĂŒr den Neubau des Forstamtes
- wegen Corona nur in kleinem Rahmen -

OB Martin Horn: „Dieser schöne Ort am Waldrand wird zur kompetenten Anlaufstelle fĂŒr fast alle Fragen zum Wald“

Bau des Viergeschossers aus Holz wird rund 2,1 Millionen Euro kosten. Einweihung fĂŒr Ende 2021 geplant

Freiburg, 10.12.2020. Umfassend waren die Planungen, grĂŒndlich die Vorbereitungen – nun haben OberbĂŒrgermeister Martin Horn und UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute mit dem Spatenstich die Bauarbeiten fĂŒr den Neubau des Forstamtes begonnen.

Eigentlich hĂ€tte dieser Meilenstein mit einem kleinen Fest gefeiert werden sollen, zusammen mit vielen Akteurinnen und Akteuren aus dem Forstamt und der Stiftung Waldhaus, aber auch aus anderen Institutionen, und mit vielen UnterstĂŒtzerinnen und Sympathisanten. Wegen der Pandemie wurde der Baubeginn an der Wonnhalde nun im kleinen Rahmen, aber nicht weniger freudig gewĂŒrdigt.

OB Horn, der dem Stiftungsrat des Waldhauses vorsitzt, hob dabei die Synergien durch den Umzug des Forstamtes hervor: „Dieser schöne Ort am Waldrand wird fĂŒr die Freiburgerinnen und Freiburger zur kompetenten Anlaufstelle fĂŒr fast alle Fragen zum Wald. Ich bin sicher, dass sich auch die NĂ€he zur Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt nicht als Nachteil erweisen wird.“

Neben dem bestehenden Waldhaus an der Wonnhalde baut die Stiftung Waldhaus ein viergeschossiges Holzhaus, in das Ende 2021 das stĂ€dtische Forstamt aus der GĂŒnterstalstraße 71 umziehen wird. Der Neubau dient dann auch der Erweiterung des Waldhauses, das in den zwölf Jahren seines Bestehens die Vielfalt und Zahl seiner wald- und umweltpĂ€dagogischen Angebote stetig vergrĂ¶ĂŸert hat.

Auch der Publikums-Andrang im Waldhaus stieg immer weiter. Daraus erwuchs ein Erweiterungsbedarf, der nun mit dem Neubau gedeckt werden kann. Die BĂŒroflĂ€chen des Waldhauses werden im ersten Obergeschoss untergebracht, gleich ĂŒber dem neuen Wald- und Klimaschutzlabor, das fĂŒr die UmweltpĂ€dagogik zum Thema Wald und Klima zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten und Konzepte bietet.

BĂŒrgermeisterin Stuchlik freut sich besonders ĂŒber diesen Beitrag zum Klimaschutz: „Klima, Wald und unser Einsatz von Ressourcen bedingen sich gegenseitig. Ein grundlegendes VerstĂ€ndnis zum Beispiel des Kohlenstoffkreislaufes ist eine wichtige Grundlage der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung. Dieses VerstĂ€ndnis wirkt sich dann unmittelbar auf die Bewirtschaftung unserer WĂ€lder, den Materialeinsatz im Baubereich und unseren persönlichen Lebensstil aus.“

Nach den ersten Planungen hĂ€tte der Neubau schon Ende dieses Jahres erfolgen sollen. Die Verzögerung hat verschiedene Ursachen: Zum einen hat der Gestaltungsbeirat der Stadt nach der ersten Vorstellung des Projektes im zweiten Halbjahr 2018 wesentliche Verbesserungen angeregt und abschließend den Bau eines mindestens viergeschossigen SolitĂ€rs empfohlen statt des ursprĂŒnglich vorgesehenen Zwei- bzw. Dreigeschossers. Die VerĂ€nderungen erforderten eine erneute Offenlage des Bebauungsplans, vor allem aber eine ganz neue Planung der Architekten Stocker-Dewes. FĂŒr die favorisierte viergeschossige Variante in Holzbauweise mit einer BruttogeschossflĂ€che von rund 740 Quadratmetern musste die Planung statisch, funktional und unter Kostenaspekten mehrfach optimiert werden.

Die Baukosten fĂŒr den Viergeschosser sind mit rund 2,1 Millionen Euro kalkuliert, die aus drei verschiedenen Töpfen kommen. FĂŒr das Projekt stehen 1,6 Millionen Euro Eigenmittel der Stiftung Waldhaus zur VerfĂŒgung, von denen die Stadt 600.000 Euro beisteuert. 125.000 Euro stammen aus einer privaten Spende fĂŒr die WaldhausflĂ€chen. FĂŒr die innovative Tragwerksplanung des BĂŒros Wirth Haker und die ressourcensparende Verwendung von Buchenschichtholz konnte eine Förderung aus dem Holzinnovativprogramm des Landes Baden-WĂŒrttemberg in Höhe von 200.000 Euro gewonnen werden. FĂŒr das Wald- und Klimaschutzlabor kommen 300.000 Euro aus Klimaschutzmitteln der Konzessionsabgabe.

Zum Bild oben: von links Nicole Schmalfuß, Leiterin des Forstamtes, OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Waldhaus-Leiter Markus MĂŒller, BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, Peter Bank, Mitarbeiter des Forstamts, und Andreas Hoffmann, Mitarbeiter des Waldhauses/ Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
 

Verschiedenes 
 
Kalendertipp: Mein Naturkalender 2021
 
Kalendertipp: Mein Naturkalender 2021
Mit seinen naturgetreuen Illustrationen heimischer Vogelarten, Pflanzen und Naturimpressionen weckt der Naturmaler Christopher Schmidt die Freude am Entdecken des Schönen und Besonderen, am Erkennen von ZusammenhÀngen und der Bedeutung von Vielfalt.

Bekanntes und Unbekanntes, AuffĂ€lliges und Übersehenes, Ruhiges und Lebendiges laden in seinem neuen Wochenkalender „Mein Naturkalender 2021“ zum Entdecken und Erleben ein.

Fester Einband und robuste Spiralbindung, gedruckt auf FSC-Papier, durchgÀngig farbig illustriert, Doppelseite pro Kalenderwoche, Wochenenden und Feiertage farblich hervorgehoben

pala Verlag 2020, 144 Seiten, € 19,00 (D)
ISBN 978-3-89566-400-7
 
 

Verschiedenes 
 
 
Die WÀldchen von Dietenbach - die BÀume und die Vögel retten
Dritte ErklĂ€rung des RegioBĂŒndnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen:

an die Bevölkerung und Kommunalpolitik in Freiburg und im Breisgau, im Dezember 2020

Das RegioBĂŒndnis pro Landwirtschaft, Natur & ökosoziales Wohnen mit seinen 17 großen und kleinen Vereini­gungen forderte mit seiner aktuellen Dritten ErklĂ€rung OB Martin Horn und den Freiburger Gemeinderat auf, die Dietenbach-WĂ€ldchen und andere WĂ€ldchen und BĂ€ume zwischen dem Stadt­teil Rieselfeld und Dietenbach voll zu erhalten. Laut aktuel­lem Rahmenplan wĂŒrden beim LangmattenwĂ€ldchen und östlich davon 43% gerodet fĂŒr Straßen, Wege, Querung fĂŒr die Stadt­bahn, fĂŒr die Erdgashoch­druckleitung, SportgelĂ€nde und einige Woh­nungen. Beim LangmattenwĂ€ld­chen und benachbarten WĂ€ldchen wĂŒrden rund 40.000 qm Wald bzw. laut BĂŒrgeraktion Dietenbach ĂŒberall rund 3.700 BĂ€ume vernichtet. Einige WĂ€ldchen wĂŒrden zum schmalen trockenheits- und hitzeanfĂ€lligen Streifen von 30 m Breite degradiert. Die Waldfunktionen zum Bodenschutz, als Wasser­speicher, fĂŒr die Erholung, Natur, Luftreinigung, Sauerstoff­produktion, CO2-Bindung und -speicher-ung, gegen Hitze, fĂŒr KĂŒhle, Feuchte und das Land­schaftsbild wĂ€ren stark geschĂ€digt bis zerstört.

Auch VogelschutzgrĂŒnde verlangen den vollstĂ€ndigen Erhalt der Dietenbach-WĂ€ldchen: Sie können als „faktisches Vogelschutzgebiet“ gelten gemĂ€ĂŸ EU-Vogelschutz-Gesetzgebung und höchster deutscher Rechtsprechung. Ihre hohe Bedeutung fĂŒr Vögel, die NĂ€he der unter­schĂ€tzten WĂ€ldchen zum Vogelschutzgebiet (VSG) Fronholz und zum Natur­schutzgebiet Rie­selfeld sprechen sehr dafĂŒr. Eine Nachmeldung ist ĂŒberfĂ€llig, z.B. als Erweiterung des VSG Fronholz, das durch den Bahnausbau an FlĂ€che verliert.

Die hohe Bedeutung gerade des LangmattenwĂ€ldchens ist laut vogelkundlichem Fachgutachten spĂ€testens seit 2015 im Detail belegt. Bemerkenswert sei seine gute Besiedlung mit Spechtarten und anderen HöhlenbrĂŒtern. Seine höhlenreichen BaumbestĂ€nde seien als Teil des regional wertvollen Mooswald-Komplexes zu sehen. Baumfalke, Schwarzkehlchen, Neuntö­ter, Mittelspecht gehören zu den laut FFH-Richtlinie besonders geschĂŒtzten Brutvogelarten in der Die­tenbach­niederung. Beim WĂ€ldchen seien mehr als 47 Vogelarten vertreten, davon 27 Brutvogelarten und auch viele z.T. streng geschĂŒtzte Fledermausarten sowie HaselmĂ€use und KĂ€fer.

Das RegioBĂŒndnis ist dankbar, dass von Betroffenen gegen den Neubaustadtteil geklagt wurde. Das RegioBĂŒndnis wieder­holt, dass der Neubau­stadt­teil Dietenbach nicht erforderlich ist, zu teuer wĂŒrde und Land­wirtschaft und Natur dort zu erhal­ten sind. Es setzt sich beim Bedarf an bezahlbarem Wohnraum fĂŒr Alternativen ohne FlĂ€chenver­brauch ein: Dachaufstock­ung, -ausbau, ParkplĂ€tzeĂŒberbauung, Umbau und Überbauung von Mischgebieten, in illegalen Ferienwohnungen, im Leer­stand, mit besserer Nutzung der rund 13.000 viel zu großen Wohnungen. Aufs Bauen auf der „grĂŒnen Wiese“ ist zu verzichten, so das RegioBĂŒndnis, wie es baugesetz­lich geboten ist samt Erhalt der natĂŒrlichen Lebensgrundlagen nach Art 20a GG.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Drei Millionen FahrrĂ€der ĂŒberqueren die WiwilibrĂŒcke in 2020
WiwilibrĂŒcke (c) Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Drei Millionen FahrrĂ€der ĂŒberqueren die WiwilibrĂŒcke in 2020
Wichtiger Beitrag zu Gesundheit und Klimaschutz
Mehr als 27 Millionen Radlerinnen und Radler seit Beginn der ZĂ€hlung im Jahr 2012

Freiburg, 4.12.2020. In wenigen Tagen werden Freiburgerinnen und Freiburger mehr als drei Millionen Mal in diesem Jahr mit dem Fahrrad ĂŒber die Blaue BrĂŒcke gefahren sein. Alle Radlerinnen und Radler zeigen eine große Leistung fĂŒr Gesundheit, LebensqualitĂ€t und Klimaschutz. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat daher jetzt zwei „Danke“- Banner ĂŒber die WiwilibrĂŒcke gespannt. Dank gilt den Radelnden, da sie dazu beitragen, Freiburg nicht nur zu einer lebendigen Fahrradstadt machen –sie leisten auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, da sie Fahrten mit dem Auto vermeiden.

Die Daten der ZĂ€hlstelle an der BrĂŒcke zeigen: Im Durchschnitt fahren jeden Tag gut 8.700 Menschen an dem ZĂ€hler mit dem Rad vorbei, montags bis freitags liegt der Wert mit 9.800 etwas höher. Die meisten FahrrĂ€der wurden am 29. Juli gezĂ€hlt, da waren es 14.588.

Die ZĂ€hl-SĂ€ule ist ein Geschenk des Landes, die Stadt Freiburg hat sie 2012 zur Anerkennung als „Fahrradfreundliche Stadt“ bekommen. Seitdem wurden von Jahr zu Jahr mehr Radfahrende gezĂ€hlt. Aufgrund der Corona-EinschrĂ€nkungen gingen die Radfahr-Zahlen auf der WiwilibrĂŒcke dieses Jahr zum ersten Mal zurĂŒck, um rund 12 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. So wurde die Drei-Millionen-Marke 2019 schon Ende Oktober erreicht.

Insgesamt wurden seit Aufstellung des ZĂ€hldisplays im April 2012 an der WiwilibrĂŒcke beeindruckende 27,33 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer gezĂ€hlt. Rechnungen zeigen, dass gegenĂŒber vergleichbaren Autofahrten so rund 14.400 Tonnen des klimaschĂ€dlichen Treibhausgases Kohlendioxid eingespart werden konnten. Freiburgerinnen und Freiburger, die in die Pedale treten sowie der stĂ€ndige Ausbau der Infrastruktur fĂŒr das Radfahren sind so ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz.

Aktuelle Zahlen vom Vortag fĂŒr die WiwilibrĂŒcke und drei weitere ZĂ€hlstellen gibt es unter www.freiburg.de/radzaehldisplay.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Keine Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach
Waldschutz-Petition mit 6.000 Unterzeichneten an OB Horn und Gemeinderat

Am 4. Dezember 2020 haben ReprĂ€sentanten der „BĂŒrgeraktion Dietenbach ist ĂŒberall“ mit einer Aktion vor dem Rathaus der Stadt Freiburg i.Br. erstmals die Online-Petition „Keine Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach – Klima- und Naturschutz statt Kahlschlag!“, die an OberbĂŒrger­meister Martin Horn und den Gemeinderat der Stadt Freiburg i.Br. gerichtet ist, diesen zur VerfĂŒgung gestellt. Die Petition hat derzeit fast 6.000 Unterzeichnungen erreicht. Sie richtet sich gegen jegliche Waldrodung zwischen Rieselfeld und Dietenbach. Dort sind im LangmattenwĂ€ldchen und in benach­barten WĂ€ldchen an der Mundenhoferstraße zum Teil jahrhundertealte rund 3.700 BĂ€ume bedroht durch den Rahmenplan fĂŒr den geplanten Neubaustadtteil Dietenbach. Dieser ist auch vor Gericht umstritten. Am 8. Dezember will die Stadt den Plan im Gemeinderat verabschieden lassen als Grundlage fĂŒr spĂ€tere dortige BebauungsplĂ€ne laut Stadt etwa ab Ende 2022.

Die genannten wertvollen WaldflĂ€chen mĂŒssen laut Petition unangetastet bleiben und unter beson­deren Schutz gestellt werden. In Zeiten von Klimanotstand und Artenschwund lasse sich eine Ver­nichtung von Wald und Natur nicht rechtfertigen. Wald sei einer der wichtigsten VerbĂŒndeten im Kampf gegen den Klimawandel.

Rodungen des Waldes zwischen Rieselfeld und Dietenbach wĂŒrden reichhaltige LebensrĂ€ume fĂŒr Pflanzen und Tiere unersetzlich zerstören. Die artenreiche Vogelfauna umfasse gutachterlich belegt mehr als 47 Vogelarten, davon 27 Brutvogelarten. Auch zahlreiche streng geschĂŒtzte Fledermaus­arten leben in den WĂ€ldchen.

Die Stadt Freiburg selbst beschreibe zwar sonst die wichtigsten Waldfunktionen vorbildlich - wie Bodenschutz, Wasserspeicher, Erholung, Natur, Landschaftsbild, Luftreinigung, Sauerstoff-Produk­tion, Kohlendioxidspeicherung und - bindung, Hitzemilderung, KĂŒhle und Feuchte. Leider wĂŒrden AbsichtserklĂ€rungen und Praxis in Freiburg oft auseinander klaffen: So kommen im Freiburger Klimaschutzkonzept von 2019 die Wörter „Wald“ und „Baum“ kein einziges Mal vor.

Die Petition kann nach der ersten Übergabe weiterhin bei change.org online unterzeichnet werden. Die BĂŒrgeraktion ist die Vereinigung, welche die Anzahl der bedrohten BĂ€ume vor Ort gezĂ€hlt hat.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
Der Saisonkalender ‚Calendarium Culinarium‘ von Slow Food
 
Der Saisonkalender ‚Calendarium Culinarium‘ von Slow Food
Seit wenigen Tagen ist das Calendarium Culinarium erhĂ€ltlich, ein Saisonkalender, der mit 50 handgezeichneten Obst- und GemĂŒsesorten die Vielfalt heimischer Lebensmittel abbildet. Damit werden Informationen zur SaisonalitĂ€t zum wahren BlickfĂ€nger in der eigenen KĂŒche. Der Kalender ist das erste Projekt aus dem Netzwerk von Slow Food Deutschland, das von einer Community geplant und umgesetzt wurde.

Über das Calendarium Culinarium

FĂŒr eine umwelt- und klimafreundliche ErnĂ€hrung bilden Obst und GemĂŒse eine zentrale SĂ€ule. Dabei ist es wichtig, auf die saisonale VerfĂŒgbarkeit in der eigenen Region zu achten. Das Calendarium Culinarium im DinA1-Format bietet Orientierung auf einen Blick. FĂŒr die 50 wichtigsten heimischen Obst- und GemĂŒsesorten wird nach Monaten genau angegeben, wann sie verfĂŒgbar sind – sei es „Frisch vom Feld“ oder als „Lagerware“. Die Sorten sind mit handgezeichneten Illustrationen dargestellt, Kreise um die Zeichnungen zeigen die jeweilige Saison an.
Das Projekt folgt einer Initiative der Schweizer Slow Food Youth. Vor einigen Jahren entwarf sie das erste Calendarium Culinarium. Darauf basierend initiierte die Gruppe eine weltweite Aktion. Inzwischen gibt es Kalendarien aus verschiedensten LĂ€ndern oder Regionen, wie Schottland, Puerto Rico, Thailand und nun auch Deutschland. Das Team rund um das Calendarium Culinarium setzt sich aus Mitgliedern der Slow Food Youth Deutschland zusammen, die mit ihrem Projekt die Arbeit des Slow Food Deutschland e.V. unterstĂŒtzen wollen. Deshalb fließen alle Gewinne zurĂŒck in die Vereinsarbeit, damit auch in Zukunft Bildungsprojekte, politische Kampagnen und kulinarische Entdeckungen stattfinden können.

Über Slow Food Communities
Seit dem Internationalen Kongress in Chengdu (China, September 2017) begreift Slow Food sich zunehmend als globale Bewegung, der hunderttausende Personen in mehr als 170 LÀndern angehören. Eine bedeutende Organisationsform innerhalb unserer globalen Bewegung sind die Communities. Communities gibt es in allen Regionen der Welt als offene und integrative Vereinigungen. Sie bekennen sich zu den wichtigsten Zielen und Werten von Slow Food, insbesondere zur Bewahrung der biologischen Vielfalt, haben aber ein ganz konkretes gemeinsames Vorhaben, beispielsweise ein Projekt gegen Lebensmittelverschwendung, die Einrichtung eines Gartens oder ein anderes ernÀhrungsrelevantes gemeinsames Interesse.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
Wolf als Angreifer nachgewiesen
Ergebnisse der Gen-Analyse zu Schafsriss in Merzhausen liegen vor

Das am 24. November in der Gemeinde Merzhausen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gerissene Schaf ist von einem Wolf getötet worden. Die Gen-Analyse der Rissabstriche hat ergeben, dass es sich um einen Wolf mit dem Haplotyp HW01 handelt. Dieser Haplotyp ist typisch fĂŒr die mitteleuropĂ€ische Flachlandpopulation.

Damit ist auch nachgewiesen, dass es sich bei dem Angreifer nicht um einen der beiden im Schwarzwald residenten Wölfe mit den Bezeichnungen GW852m und GW1129m handelt. Ob sich der Wolf noch im Schwarzwald aufhÀlt oder weitergezogen ist, lÀsst sich nicht sagen.

Die VerbÀnde und die örtlichen Wildtierbeauftragten sind informiert. Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf oder Risse sollten umgehend der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) gemeldet werden: 0761/4018-274.

Merzhausen liegt im Fördergebiet WolfsprĂ€vention. Das Umweltministerium empfiehlt dringend, den Herdenschutz dort wolfsabweisend zu gestalten. Im Fördergebiet WolfsprĂ€vention erhalten Nutztierhalterinnen und -halter bis zu 100 Prozent der Kosten fĂŒr einen wolfssicheren Grundschutz ihrer Tiere erstattet. Bezuschusst werden unter anderem die Material- und Erstellungskosten wolfsabweisender ElektrozĂ€une.

AusfĂŒhrliche Informationen zum Fördergebiet WolfsprĂ€vention und zum Herdenschutz, Daten zu Wolfssichtungen im Land sowie Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf finden Sie auf der Internetseite des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de.
Mehr
 

Verschiedenes 
 
 
NABU: Bei Nord Stream 2 ist erneut eine Schmerzgrenze ĂŒberschritten
KrĂŒger: Salamitaktik zur Fertigstellung der Gaspipeline konterkariert Planungs- und Naturschutzrecht

Berlin,3.12.2020 – Der Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 soll am kommenden Wochenende im noch nicht fertiggestellten Trassenabschnitt in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) fortgesetzt werden. Dabei hebeln Öffnungsklauseln und wiederholte PlanĂ€nderungen Naturschutzauflagen aus. Der NABU lehnt die Bauarbeiten zur sensiblen Winterrastzeit im EU-Vogelschutzgebiet Pommersche Bucht–Rönnebank ab und fordert das verantwortliche Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zum Handeln auf. Erst am 26. November hatte der NABU einen zweiten Änderungsantrag der Nord Stream 2 AG kommentiert. Noch vor der ausstehenden Entscheidung des BSH will die Nord Stream 2 AG Tatsachen schaffen und ein Schlupfloch der Ursprungsgenehmigung nutzen. Dazu NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

„In der Genehmigung des BSH 2018 waren Bauarbeiten im Vogelschutzgebiet in den wichtigen Monaten Oktober bis Mai ausgeschlossen worden. Mit den jetzt geplanten Bauarbeiten ĂŒberschreitet das Projekt erneut eine Schmerzgrenze. Diese Salamitaktik zur Fertigstellung von Nord Stream 2 konterkariert das deutsche Planungsrecht und macht die Projektkontrolle durch die verantwortlichen Behörden nahezu unmöglich. Den jetzt vorgesehenen und in Teilen neu beantragten Leitungsbau im Winter halten wir fĂŒr nicht genehmigungsfĂ€hig.
Die Taktik der Nord Stream 2 AG ist durchsichtig und dreist. StĂŒckchenweise werden Auflagen des Naturschutzes umgangen, Beteiligungsrechte ausgehebelt. Angesichts der ohnehin jahrelangen Verzögerung der Pipeline und der erwiesenermaßen ausbleibenden GasversorgungslĂŒcke gibt es weder heute noch zukĂŒnftig einen Bedarf fĂŒr eine zusĂ€tzliche Pipeline. FĂŒr den eiligen Weiterbau von Nord Stream 2 in einem europĂ€ischen Schutzgebiet gibt es somit keine Rechtfertigung.“

Hintergrund:
Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 stĂŒtzt sich fĂŒr den deutschen Trassenabschnitt auf zwei Genehmigungen. WĂ€hrend der vom Bergamt Stralsund genehmigte etwa 50 Kilometer lange Abschnitt durch die KĂŒstengewĂ€sser Mecklenburg-Vorpommerns 2018 fertigstellt wurde, fehlen noch 16,5 Kilometer in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ). Verantwortliche Behörde hier ist das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Durch die angedrohten Sanktionen der US-Regierung stehen die Bauarbeiten, die zum Anschluss in die dĂ€nischen GewĂ€sser notwendig sind, seit mehr als einem Jahr still. Jetzt soll die Bauarbeiten trotz der Kritik auch des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN) gerade in der Winterrastzeit wieder aufgenommen werden.
Mehr
 



Seite 1 2 
vrlogo.png
blaumeiseKlein.jpg
Oekostation_Haus_3026_2a.JPG


El Baladi
 
Citybed
 
Solarsiedlung
 
ecotrinova
 
Nabu

Stadtplan Freiburg

Ein interaktiver Stadtplan der Stadt Freiburg. Hier können Sie sich über die Standorte der Adressen informieren, die sich auf unserer Website befinden. Schauen Sie einfach nach...
stadtplan.freiburg.de
 




Copyright 2010 - 2021 Benjamin Jäger