oekoplus - Freiburg
Freitag, 25. Juni 2021
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Veranstaltungen 
 
FrÀulein Brehms Tierleben im Waldhaus
FrÀulein Brehm (Daniela ZÀhl) (c) Waldhaus Freiburg
 
FrÀulein Brehms Tierleben im Waldhaus
Das Waldhaus prĂ€sentiert das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten. Am Sonntag, 27. Juni, um 14 Uhr stellt FrĂ€ulein Brehm den Wolf vor. Diese Vorstellung ist fĂŒr Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Anschließend geht es um 16 Uhr um die wilden Bienen. Hier sind neugierige Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren eingeladen. Beide Vorstellungen sind kostenlos. Am Sonntag darf das Waldhaus nur mit einem negativen Coronatest oder einem Impfnachweis besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Zahl der PlĂ€tze ist aber begrenzt.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Eckart von Hirschhausen
 
Buchtipp: Eckart von Hirschhausen "Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben"
Die großen Themen unserer Zeit in ĂŒberraschenden ZusammenhĂ€ngen

Könnten wir es schöner haben als jetzt? Unbedingt! Und gesĂŒnder.

Wir leben besser und lĂ€nger als jede Generation vor uns. Und doch sind wir verletzlicher als gedacht: Ein Virus hĂ€lt uns in Atem und ungebremst schlittern wir in die Klimakrise. Langsam dĂ€mmert uns: Gesundheit ist mehr als Pillen und Apparate. Wir Menschen brauchen, um gesund zu sein, als Allererstes etwas zu essen, zu trinken, zu atmen. Und ertrĂ€gliche Außentemperaturen.

Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.

Eckart von Hirschhausen zeigt, was die globalen Krisen unserer Zeit fĂŒr die Gesundheit von jedem Einzelnen von uns bedeuten. Er trifft Vordenker und Vorbilder und macht sich auf die Suche nach guten Ideen fĂŒr eine bessere Welt. Warum kann man gegen Viren immun werden, aber nie gegen Wassermangel und Hitze? Wieso haben wir fĂŒr nichts Zeit, aber so viel Zeug? Verbrauchen wir so viel, weil wir nicht wissen, was wir wirklich brauchen? Und wie viel CO2 stĂ¶ĂŸt man eigentlich aus, wenn man ĂŒber die eigenen WidersprĂŒche lacht?

Dieses Buch ist eine Fundgrube von ĂŒberraschenden Fakten, Reportagen, Essays und Querverbindungen.

Ein subjektives Sachbuch: persönlich, pointiert, gesund.

dtv 2021, 528 Seiten, € EUR 24,00 (D), 24,70 (A)
ISBN 978-3-423-28276-5
 
 


Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Klimaziele der Stadt sollen im Herbst neu beraten werden
Stadtverwaltung antwortet auf den zweiten Forderungskatalog von Fridays for Future
Zwischenbericht vorgestellt: alle 125 Forderungen wurden geprĂŒft und bewertet
Wichtige Impulse aus der Zivilgesellschaft, die konkrete Folgen fĂŒr die Stadtpolitik haben

Aktiver Klimaschutz zur EindĂ€mmung der globalen Klimakrise hat in der Stadt Freiburg einen hohen Stellenwert. Mit dem Klimaschutzkonzept wurde 2019 das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent (im Vergleich zu 1992) zu reduzieren. Bis 2050 will die Kommune klimaneutral werden. DafĂŒr wurden bereits viele Maßnahmen in die Wege geleitet und umgesetzt, weitere werden folgen.

Die stĂ€dtischen Klimaschutzvorhaben sind aus Sicht verschiedenerzivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteuren nicht ausreichend.Die Klimaaktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future (FFF) haben der Stadt 2019 und 2020 klimapolitische Forderungskataloge ĂŒberreicht. Die Stadtverwaltung nimmt diese Forderungen und das Engagement der Freiburgerinnen und Freiburgern sehr ernst. Was auf 2019 folgte, war zunĂ€chst ein Dialog von Stadtspitze und FFF. Diese GesprĂ€che gaben der Stadtpolitik wichtige Impulse. So wurden 20 zusĂ€tzliche Maßnahmen in das Freiburger Klima- und Artenschutzmanifest aufgenommen, die auf den Forderungen von FFF beruhen. Zwei Beispiele: Eine Forderung war, sich fĂŒr Geothermie zu engagieren, was inzwischen geschieht. Auch wurde ein Handlungsprogramm zu MobilitĂ€t und Klimaschutz gefordert – ein solches haben Stadtverwaltung und Gemeinderat inzwischen ins Leben gerufen und mit einem großen Budget ausgestattet.

Auch der zweite, sehr umfangreiche Forderungskatalog hat eine hohe PrioritĂ€t fĂŒr die Stadtverwaltung. Heute wird im Haupt- und Finanzausschuss eine Stellungnahme vorgestellt, bei dem auf die 125 Forderungen eingegangen wird, die im November 2020 von FFF an die Stadt gerichtet wurden. Jede einzelne wurde geprĂŒft und bewertet, dabei waren fast alle Ämter der Stadt einbezogen. Dieser Bericht soll Ende Juni auch im Gemeinderat beraten werden. So wird geprĂŒft, ob 30 weitere Maßnahmen aus dem Bereich Klima- und Artenschutz aufgenommen werden sollen. Dazu gehört etwa ein Konzept, um den Ausbau von Solaranlagen auf den stĂ€dtischen GebĂ€uden voranzubringen, mögliche neue Naturschutzgebiete oder eine Infokampagne zur fleischarmen ErnĂ€hrung.

Das jetzt vorgestellte Papier ist als Zwischenschritt zu lesen. Denn der Klimaschutz ist und bleibt eines der absolut wichtigsten politischen Themen der Stadt. Die Anpassung der Klimaziele auf Bundes- und Landesebene nimmt die Stadt Freiburg zum Anlass, auch ihre Klimaziele erneut zu diskutieren und gegebenenfalls anzupassen. Bereits im Herbst soll darĂŒber beraten werden, wie die Klimaziele der Stadt erneut angepasst werden können, um den Weg zur klimaneutralen Kommune zu beschleunigen.
 
 

Verschiedenes 
 
Karlsruhe: Bienen und Streuobstwiesen
Honigbiene © Matthias Hangst
 
Karlsruhe: Bienen und Streuobstwiesen
Stadt Karlsruhe unterstĂŒtzt Projekt von SchĂŒlerakademie und Lions-Club

Wie funktioniert ein Bienenstaat, wie produzieren Bienen Honig, warum sind Streuobstwiesen so wichtig und wie werden die Wiesen gepflegt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschĂ€ftigt sich das neue Projekt der SchĂŒlerakademie Karlsruhe und des Lions-Clubs Karlsruhe-Baden. HierfĂŒr hat der Lions-Club eine Streuobstwiese gepachtet und die Patenschaft fĂŒr weitere FlĂ€chen ĂŒbernommen. Die Fachberaterin fĂŒr Obst- und Gartenbau des stĂ€dtischen Liegenschaftsamtes, Nele Kemper, unterstĂŒtzt die Baum- und Wiesenpflege mit Rat und Tat. Des Weiteren berĂ€t Thomas Mederer von der PĂ€dagogischen Hochschule zum Thema Bienen und Imkerei.

Das Projekt, fĂŒr das die Kinder und Jugendlichen bei vielen Exkursionen draußen in der freien Natur unterwegs sind, möchte das VerstĂ€ndnis fĂŒr zwei wichtige Themenbereiche wecken. Zum einen geht es um die Bedeutung der Bienen und um die faszinierende Welt eines Bienenstaats. Hier ernten die Teilnehmenden ihren eigenen Honig und lernen die Arbeit der Imker kennen. Außerdem soll die Dunkle EuropĂ€ische Biene auf den Streuobstwiesen kultiviert werden. Dieser "Urtyp" der Honigbienen ist in Deutschland kaum noch anzutreffen.

Zweiter Bestandteil sind die Streuobstwiesen, welche als Biotopraum inzwischen sogar in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Die Kinder und Jugendlichen lernen nicht nur die große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren kennen, sondern kĂŒmmern sich aktiv um Pflege und Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums. Dazu gehören MĂ€harbeiten ebenso wie der Obstbaumschnitt - und natĂŒrlich die Apfelente im Herbst. Aus den selbst geernteten FrĂŒchten wird Apfel-Ingwer-Saft hergestellt und zusammen mit dem Honig im SpĂ€tjahr vermarktet. Der Erlös fließt in das Projekt und andere soziale AktivitĂ€ten des Lions-Clubs.
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Verschiedenes 
 
 
GewĂ€sserausbau zur Hochwasserfreiheit fĂŒr den Neubaustadtteil Dietenbach
ECOtrinova e.V. ans RegierungsprÀsidium Freiburg:
Nicht zustimmen, denn die Planrechtfertigung besteht nicht!

In der Drucksache G-21/123 der Stadt Freiburg i.Br. vom 2.6.2021 zur Beratung u.a. nichtöffentlich am 21.6.2021 im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt und am 29.6.2021 zum Beschluss durch den Gemeinderat ist auf S. 3 zu entnehmen, dass laut Stadt das RegierungsprĂ€sidium dem Planfeststel­lungsbeschluss zum GewĂ€sserausbau des Dietenbachs im geplanten Neubaustadtteil Dietenbach zustimmen wĂŒrde (zwecks zwingend erforderlicher Hochwasserfreiheit des geplanten Neubausgebiets).

Wir halten das fĂŒr nicht rechtmĂ€ĂŸig, weil die nötige Planrechtfertigung nicht besteht. Man stelle sich vor, der GewĂ€sserumbau wĂŒrde in dem gesetzlich geschĂŒtzten Biotop des Dietenbachs mit schwersten Eingriffen auch ins Grundwasser, mit BrĂŒckenbauten, und etlichen Baumrodungen usw. verwirklicht und der Neubaustadtteil kĂ€me nicht.

Deswegen hat ECOtrinova e.V. dem RegierungsprÀsidium heute dazu mitgeteilt:

Die Planrechtfertigung besteht nicht, weil es ist nicht sicher ist, ob der Neubaustadtteil ĂŒberhaupt gebaut wird. Dazu der gemeinnĂŒtzige Freiburger Verein ECOtrinova e.V. :

1* Es bestehen erhebliche Zweifel an der Finanzierbarkeit und an der TragfĂ€higkeit der schon bekann­ten großen finanziellen und vom Gemeinderat beschlossenen Defizite durch den Neubaustadtteil von ĂŒber 100 Mio. Euro. Das Defizit wĂ€chst laufend durch Teuerung und durch dem Kernhaushalt zugeord­nete/ zuzuordnende Abschreibungen, die ĂŒber mehrere Jahrzehnte laufen. Die voraussichtlichen abzu­schreibenden Investitionen fĂŒr die Erschließung dĂŒrften sich der Marke 1 Mrd. Euro nĂ€hern. Aus aktu­eller Sicht (Kofi 2.2.2021) wĂŒrde die Verschuldung der Stadt durch Dietenbach ihr Maximum mit 300 Mio € in 2031erreichen.

2* Es ist unklar, ob das derzeitige Konstrukt mit der Sparkassengesellschaft „Entwicklungs­maß­nahme Dietenbach GmbH& Co KG“ (EMD) finanziell trĂ€gt. Jedenfalls ist im Zusammenhang mit den Kauf- und OptionsvertrĂ€gen mit den verkaufenden LandeigentĂŒmern ausdrĂŒcklich vermerkt, dass Wirt­schaftlich­keit fĂŒr die Seite der EMD nicht gewĂ€hrleistet sei (Stand 2018 bis 2020). Im Übrigen behĂ€lt sich die EMD lt. obigen VertrĂ€gen vor, ggf. erst Ende 2022 oder spĂ€testens Ende 2024 zu entscheiden, ob sie beim Projekt Neubaustadtteil Dietenbach tatsĂ€chlich dabei bleibt.

3* Der Bedarf fĂŒr die Planfeststellung, fĂŒr die Planrechtfertigung und fĂŒr den Neubaustadtteil liegt nicht vor, (...) Denn beim maßgeblichen Zeitpunkt fĂŒr einen Planfeststellungs­beschluss sind auch die neueren Einwohner-Vorausberech­nungen der Stadt selber (...) und des Statisti­schen Landesamtes relevant: Letzteres nennt fĂŒr die Hauptvariante ab ca. 2025 bis 2035 nur noch typisch plus 80 Einwohner pro Jahr. Die zu oft ĂŒbersehene Nebenvariante nennt ab etwa 2025 deutlich rĂŒck­lĂ€ufige Zahlen. Die Notwendigkeit des Neubaustadtteils ist auch widerlegt (...) im VerhĂ€ltnis zu weiteren Neubaugebieten und Alternativen in Freiburg.

Durch die eindeutige Kopplung des Neubaustadtteils mit dem GewĂ€sserumbau, siehe u.a. die Bekannt­machung zum GewĂ€sserumbau – spielt die (Nicht-)Notwendigkeitsfrage im Sinne der Planrechtfertigung - eine mitentscheidende Rolle. Ein nicht notwendiger Neubaustadtteil in Dietenbach kann nicht im ĂŒberwiegenden öffentlichen Interesse liegen, auch nicht der mit dem Neubaustadtteil verknĂŒpfte Antrag auf Planfeststellung auf GewĂ€sserausbau bzw. der GewĂ€sserausbau selber.

4* Es lĂ€uft ein Normelkontrollverfahren gegen die stĂ€dtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Neubau­stadtteil Dietenbach. Bevor das nicht mit Rechtskraft abgeschlossen ist, geht ein zuvoriger Planfeststellungsbeschluss fehl, erst recht ein tatsĂ€chlich durchgefĂŒhrter GewĂ€sserumbau.

5* Beim GewĂ€sserumbau Dietenbach handelt es sich um zu schwere Eingriffe in ein gesetzlich geschĂŒtztes Biotop (Bach, Auwaldgalerie) mit benachbarten geschĂŒtzten FlachlandmĂ€h­wiesen.

6* Die Baumaßnahmen wĂŒrden zu stark in den Bach und in das zeitweise sehr oberflĂ€chennahe Grundwasser eingreifen, etwa mit zeitweiser Bachumlegung, SpundwĂ€nden, TiefgrĂŒndungen im Grundwasser, Grundwasserabpumpen, Risiko wassergefĂ€hrdender Stoffe.

Das Plangebiet ist als Teil eines großflĂ€chigen Trinkwasserschutzgebiets vorgesehen. Der Verordnungsentwurf liegt unverstĂ€ndlicherweise erst seit Juni 2021 als Bekanntmachung vor, was lt. Umweltbericht zum 24.7.2018 zur SEM schon 2017 vorgesehen war.

Auch schrittweise Verschlechterungen des Grundwassers sind strafbar laut„Wiss. Dienste Deutscher Bundestag: 22.5.2019 WD 8 - 3000 - 057/19

Das Fazit von ECOtrinova e.V.: Der Planfeststellungsbeschluss und die Zustimmung des Regierungs­prĂ€sidiums wĂ€ren unrechtmĂ€ĂŸig, solange keine Planrechtfertigung besteht.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Lebensmittelkennzeichnung: Was hinter dem Nutri-Score steckt
Immer mehr Anbieter kennzeichnen ihre Eigenmarken mit dem Nutri-Score – bislang beispielsweise Aldi, Rewe oder Lidl. Die Anbieter drucken ihn auf die Frontseite ihrer Produkte, damit Kunden auf einen Blick die NĂ€hrwerteigenschaften erfassen. Die Lebensmittelexperten der Stiftung Warentest ï»żerlĂ€utern auf test.de, wie die Lebensmittelampel berechnet wird und was die Vor- und Nachteile dieser Kennzeichnung sind.

FĂŒr die ernĂ€hrungsphysiologische Einordnung von Lebensmitteln verrechnen die Anbieter gĂŒnstige und ungĂŒnstige NĂ€hrstoffe. Negativ zu Buche schlagen ein hoher Energiegehalt, Zucker, gesĂ€ttigte FettsĂ€uren und der Salzbestandanteil Natrium. DafĂŒr gibt es jeweils eine bestimmte Punktzahl – von 0 (optimal) bis 40 (schlecht). FĂŒr vorteilhafte Ballaststoffe, Eiweiß, Obst, GemĂŒse und NĂŒsse werden wieder Punkte abgezogen – von 0 (nichts vorhanden) bis 15 (viel vorhandene NĂ€hrstoffe). Je niedriger das Gesamtergebnis, desto besser. Es bestimmt, welcher Buchstabe hervorgehoben wird.

Der Nutri-Score ordnet den ernĂ€hrungsphysiologischen Wert eines Lebensmittels verstĂ€ndlicher und schneller ein als die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten. Der Nachteil: Manche positiven Eigenschaften wie Omega-3-FettsĂ€uren und Vitamine fließen nicht in die Bewertung ein. Der Nutri-Score gibt auch keinen Überblick ĂŒber den gesamten NĂ€hrstoffgehalt und die Kennzeichnung wird einigen nicht verarbeiteten Lebensmitteln nicht gerecht. Ein Label wie der Nutri-Score eignet sich daher vor allem fĂŒr komplex zusammengesetzte und stark verarbeitete Lebensmittel.

Der Artikel zum Nutri-Score findet sich online ...
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Verschiedenes 
 
50 Jahre Atomprotest: Kein AKW in Breisach
(c) mitwelt.org
 
50 Jahre Atomprotest: Kein AKW in Breisach
„Kann der FlĂŒgelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen? Konnte der 50 Jahre zurĂŒckliegende Antrag eines Energieversorgungsunternehmens einen Machtwechsel in Baden-WĂŒrttemberg (mit)bewirken und einen wichtigen Impuls fĂŒr eine neue, globale Umweltbewegung geben?“

Die Chaostheorie gibt Antwort auf diese Fragen. Am 2. Juni 1971 stellte das damalige baden-wĂŒrttembergische Energieversorgungsunternehmen, die Badenwerk AG, einen folgenschweren Antrag bei der zustĂ€ndigen Genehmigungsbehörde des Landes. In Breisach am Rhein sollte ein Atomkraftwerk mit vier Reaktorblöcken und insgesamt 5200 Megawatt Leistung gebaut werden. In Breisach begann damals der erfolgreiche badische Umwelt- und Atom-Protest, der sich spĂ€ter in Wyhl verstĂ€rkte und die Energiepolitik und ganz Deutschland verĂ€ndern sollte.

Weder die Antragsteller noch die damalige Landesregierung hatten in dieser lĂ€ndlichen, konservativen, von satten CDU-Mehrheiten und vom Weinbau geprĂ€gten Region mit Protest oder gar ernstzunehmendem Widerstand gerechnet. Doch schnell grĂŒndeten sich BĂŒrgerinitiativen am Kaiserstuhl und UnterstĂŒtzergruppen in Freiburg. FlugblĂ€tter wurden verteilt, Infoveranstaltungen durchgefĂŒhrt, 65.000 Unterschriften gesammelt und große Demos organisiert. Der frĂŒhe, immer auch grenzĂŒberschreitende Protest am Oberrhein stand mit am Anfang einer erwachenden weltweiten Umweltbewegung. Es war eine Zeit, in der in Deutschland Kinder durch Luftverschmutzung erkrankten und Asbest-Gefahren verharmlost wurden. FlĂŒsse waren damals stinkende Kloaken. DDT vergiftete Mensch und Natur und es war Praxis, schweizer AtommĂŒll im Meer zu versenken.
Es war die Zeit, in der aus „Nur-NaturschutzverbĂ€nden“ politische "Umwelt- und Naturschutzorganisationen“ wurden. Neue VerbĂ€nde entstanden, wie die 1970 gegrĂŒndete "Aktion Umweltschutz“, aus der spĂ€ter der BUND-Regionalverband SĂŒdlicher Oberrhein wurde.

Um das Atom-Projekt zu retten, wurde 1973 der Standort weg vom Kaiserstuhl, in den kleinen, nahe gelegenen Ort Wyhl verlegt. Doch aus dem Breisacher „FlĂŒgelschlag“ war lĂ€ngst ein Sturm geworden. Ein Sturm, der -zuerst im elsĂ€ssischen Marckolsheim mit der weltweit ersten ökologisch begrĂŒndeten Bauplatzbesetzung- ein extrem luftverschmutzendes Bleiwerk verhinderte und dann im massiven, erfolgreichen, AKW-Wyhl-Protest weiter ging.

Das vor einem halben Jahrhundert geplante AKW Breisach war politisch nicht durchsetzbar. Nicht die mĂ€chtigen Energiekonzerne und ihre Lobbyisten in der Politik haben sich durchgesetzt, sondern die Menschen. Der Protest stand mit am Anfang einer neuen, regionalen und gleichzeitig weltweit erwachenden Umweltbewegung. Das damalige Nein zur Atomkraft und zur Umweltverschmutzung war ein frĂŒhes Ja zu zukunftsfĂ€higen Energien und zur Nachhaltigkeit. In Breisach und am Kaiserstuhl wurde vor 50 Jahren Geschichte geschrieben. Es war ein gesellschaftlicher Kipppunkt, eine Zeit des Umbruchs in der weltweit viele Schmetterlinge mit den FlĂŒgeln schlugen und eine Zeit des Wandels auslösten. Wichtige VerĂ€nderungen begannen, die heute, im Zeitalter des AnthropozĂ€n, einer Zeit des Überkonsums, der Artenausrottung und der Klimakatastrophe immer noch ganz am Anfang stehen.

Axel Mayer, Mitwelt am Oberrhein, (Alt-) BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Bauplatzbesetzer in Marckolsheim und Wyhl
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VAG bestellt acht weitere Urbos 100
(c) VAG
 
VAG bestellt acht weitere Urbos 100
Den Kaufvertrag ĂŒber acht weitere Fahrzeuge des Typs „Urbos 100“ haben die VorstĂ€nde der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und der spanischen Herstellerfirma CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles) unterschrieben. Damit hat die VAG eine Option gezogen, die im 2017 geschlossenen Kaufvertrag der jĂŒngst gelieferten neuen fĂŒnf Fahrzeuge enthalten war. Nach heutigem Kenntnisstand werden die NeuzugĂ€nge im Zeitraum September 2023 bis April 2024 erwartet.

„Die Erneuerung des Fuhrparks ist eine kontinuierliche Aufgabe, denn die technische Entwicklung und die Anforderungen an die Barrierefreiheit machen auch vor Straßenbahnfahrzeugen nicht halt,“ sagt VAG Vorstand Stephan Bartosch. „Die acht neuen Stadtbahnwagen werden zumeist Fahrzeuge des Typs GT8N ersetzen, die seit 1990/91 bei uns im Einsatz sind und den Fuhrpark etwas erweitern, um den wachsenden Bedarfen gerecht zu werden“. Die GT8N waren Anfang der neunziger Jahre einzigartig, da sie die ersten Straßenbahnen in Freiburg waren, die ĂŒber ein Niederflurabteil verfĂŒgten und damit den langen Weg hin zu grĂ¶ĂŸtmöglicher Barrierefreiheit einlĂ€uteten. „Die GT8N, die wir dann in etwa zwei Jahren außer Dienst stellen haben gute Arbeit geleistet und werden dann jeweils so um die 1,7 Millionen Kilometer gefahren sein – also jeder einzelne mehr als 40 Mal rund um den Äquator!“

Im Vergleich zu den dann ausgemusterten Stadtbahnwagen sind die Urbos rund neun Meter lĂ€nger. „Der Einsatz lĂ€ngerer Fahrzeuge ist eine Möglichkeit, die KapazitĂ€t auf der Strecke zu erhöhen. Das bedeutet, dass jeder Fahrgast ein wenig mehr Platz im Fahrzeug hat bzw. bei gleicher Taktfrequenz prinzipiell mehr FahrgĂ€ste befördert werden können,“ sagt VAG Vorstand Oliver Benz. „Ein weiterer, großer Vorteil fĂŒr die Kundinnen und Kunden ist, dass die neuen Bahnen komplett niederflurig sind und ĂŒber große AufstellflĂ€chen fĂŒr Kinderwagen, RollstĂŒhle und Rollatoren sowie eine gute BelĂŒftung und Klimatisierung verfĂŒgen.“

„Als wir den ersten Vertrag fĂŒr die Lieferung von 12 Straßenbahnen mit der VAG vor 8 Jahren unterzeichnet haben, waren wir sehr glĂŒcklich, unsere lĂ€chelnde Straßenbahn in der grĂŒnen Stadt Freiburg platzieren zu dĂŒrfen. In der Zwischenzeit ist unser Urbos 100 Teil des Freiburger Stadtzentrums geworden, und mit dieser Option wird die Urbos Flotte auf 25 Fahrzeuge erweitert. Wir möchten uns fĂŒr das entgegengebrachte Vertrauen bedanken, das die VAG und die Stadt Freiburg in unser Produkt und unsere Firma setzt.“ fĂŒgt Marcus BrĂŒning, Direktor CAF Deutschland GmbH, hinzu.

Die jetzt bestellten Fahrzeuge werden sich nur in Details von den mittlerweile 17 bereits im Einsatz befindlichen unterscheiden.

zum Bild oben:
von links: VAG Betriebsleiter Johannes Waibel, VAG Vorstand Stephan Bartosch, Marcus BrĂŒning, Direktor CAF Deutschland GmbH und VAG Vorstand Oliver Benz.
(c) VAG
 
 


Veranstaltungen 
 
VielfÀltiger Stadtwald
Waldhaus Radtour / Foto: Nicole Schmalfuss
 
VielfÀltiger Stadtwald
Radtour in 3 Etappen vom Mooswald auf den Schauinsland am 13. Juni

Mit 5200 Hektar Wald gehört Freiburg zu den waldreichsten Kommunen Deutschlands. Geschichte, Gegenwart und Zunft von Stadt und Wald sind eng verknĂŒpft. Aus Anlass der Ausstellung „Stadt Wald Mensch -900 Jahre Wald fĂŒr Freiburg“ organisieren Forstamt und Waldhaus nun am Sonntag, 13.Juni, eine Radtour vom Mooswald hinauf zum Schauinsland.

Der Stadtwald erstreckt sich ĂŒber mehr als 1000 Höhenmeter, vom Mooswald in der Ebene (200-230m ĂŒ.NN) bis zum Gipfel des Schauinslands (1284m). Bedingt durch unterschiedliche Böden, NiederschlĂ€ge, Temperaturen und Geschichte der Bewirtschaftung haben sich von Eichen-HainbuchenwĂ€ldern in der Ebene bis zu subalpinen Buche-TannenwĂ€ldern in der Bergregion vielfĂ€ltige Waldbilder entwickelt. Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß und Revierförster Bernhard Friedmann fĂŒhren am Sonntag, 13. Juni, mit Fahrrad oder E-Bike durch die WĂ€lder der diversen Höhenlagen.

Die gesamte Strecke ist gut 40 Kilometer lang und umfasst 1.400 Höhenmeter. Ohne Elektroantrieb ist entsprechende Kondition nötig.Jedoch besteht die Möglichkeit, auch nur eine oder zwei der insgesamt drei Etappen zu bewÀltigen. Das entspannte Tempo richtet sich nach den unmotorisierten Teilnehmenden. Ziel der dritten Etappe ist der Schauinslandgipfel, die Abfahrt von dort erfolgt selbstÀndig, nach Lust und Laune und Coronalage auch mit gemeinsamer Einkehr im Gasthaus HolzschlÀgermatte.

Etappe 1: Start 9 Uhr, von Waltershofen durch den Mooswald nach St. Georgen (10 km, flach).

Etappe 2: Start 10.30 Uhr, von St. Georgen ĂŒber Schönberg und Rehbrunnen zum Waldhaus in der Wonnhalde (10 km, 300 Höhenmeter).

Mittagspause am Waldhaus 12 bis 13 Uhr, mit Möglichkeit zum Mittagessen aus dem Suppentopf; bitte bei Anmeldung angeben.

Etappe 3: Start 13 Uhr, vom Waldhaus zum Schauinslandgipfel (20 km, 1.100 Höhenmeter).

Die Tour fĂŒhrt ĂŒber Forstwege, die FahrrĂ€der mĂŒssen entsprechend bereift sein. Ab der zweiten Etappe am Schönberg erklimmen die Fahrer Steigungen bis 15 Prozent, zuoberst am Schauinsland auch kurz bis 20 Prozent. Schieben ist keine Schande, eine geeignete Gangschaltung und Kondition (oder E-UnterstĂŒtzung) aber Voraussetzung fĂŒr eine genussvolle Tour. Das Mindestalter ist 10 Jahre. Bei schlechtem Wetter wird die Tour gegebenenfalls verkĂŒrzt oder abgesagt. Info erfolgt per Mail am Freitag, 11. Juni, bis 14 Uhr.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bis zum 4. Juni beim Waldhaus (Tel. 0761/896 477 10, info@waldhaus-freiburg.de).

Das neue Jahresprogrammheft 2021 ist im Waldhaus erhÀltlich und liegt wo möglich auch an öffentlichen Orten zum Mitnehmen aus. Auf www.waldhaus-freiburg.de steht es zum Download bereit.
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Veranstaltungen 
 
 
Von Schwarzwaldtouren bis GrĂŒnholzschnitzen
Das Waldhaus-Programm im Mai und Juni 2021

Sonntag, 30. Mai, von 10 bis 17 Uhr I Anmeldung bis 25. Mai
Waldhaus-Wanderung durchs wilde Zweribachtal: Von der Kulturlandschaft zum Urwald von morgen
Hinter der Platte von St. Peter beginnen die SteilhĂ€nge und Schroffen des Zweribachtals, eines eiszeitlichen schattigen Nebentals des SimonswĂ€ldertals. Wie an kaum einem anderen Ort im Schwarzwald ist im heutigen Bannwaldgebiet noch immer das schwere Leben der Bergbauern nachvollziehbar. Die 11 km lange Wanderung ĂŒber teils schmale und schlechte Pfade erfordert Trittsicherheit. WĂ€hrend der Wanderung Rucksackvesper, zum Abschluss (je nach Lage der Verordnungen) Einkehrmöglichkeit. Die Exkursion leitet Forstwirt und Wanderleiter Gerd SĂŒssbier.
Teilnahme frei (außer Fahrtkosten). Maximal 20 Personen.
Anmeldung bis zum 25. Mai bei Gerd SĂŒssbier (Tel. 0761/72289, gerd.suessbier@t-online.de). In Kooperation mit dem Verein Naturfreunde Freiburg.

Sonntag, 6. Juni, 9 bis 13 Uhr | Anmeldung bis 28. Mai
Bergwanderung ĂŒber den Kybfelsensteig zum Bohrer
Das Waldhaus lĂ€dt ein zu einer Bergwanderung vom Sternwald ĂŒber den Kybfelsen bis zum Bohrer. Auf dem Weg erlĂ€utert der ehemalige Forstamtsleiter Hans Burgbacher aktuelle und geschichtliche ZusammenhĂ€nge von Wald, Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz im Raum Freiburg. Auf der 9 km langen Tour geht es rund 560 Meter bergauf und 410 Meter bergab. Vom Bohrer besteht die Möglichkeit mit einem Linienbus der VAG zurĂŒckzufahren. Neben ausreichender Kondition bitte feste Schuhe, wetterangepasste Kleidung, Sonnenschutz, Vesper und GetrĂ€nke mitbringen. Die Exkursion leitet Hans Burgbacher, ehemaliger Leiter des Forstamtes Freiburg.
Teilnahme frei, Spenden willkommen. Teilnahme ab 12 Jahren.
Anmeldeschluss: 28. Mai. In Kooperation mit dem Forstamt Freiburg

Samstag, 12. Juni, ganztÀgig | Anmeldeschluss 26. Mai
Exkursion zu den „Lothar-FlĂ€chen“ im Gemeindewald Friesenheim
Am 26. Dezember 1999 verursachte der Orkan Lothar in Baden-WĂŒrttemberg 40.000 Hektar KahlflĂ€chen in den WĂ€ldern, etwa drei Prozent der LandesflĂ€che. Insgesamt fielen 30 Millionen Festmeter Sturmholz an. Der Gemeindewald Friesenheim war mit am heftigsten betroffen. Gut 20 Jahre danach gehen die Exkursionsteilnehmer und Teilnehmerinnen mit Fachleuten vor Ort den Fragen nach, wie mit den FlĂ€chen umgegangen wurde und wie sie heute aussehen. Welche FlĂ€chen hat man sich selbst ĂŒberlassen? Welche Baumarten wurden auf den anderen FlĂ€chen gepflanzt? Wie haben sich die JungbestĂ€nde entwickelt? Die Exkursion leiten Forstingenieur Christian Junele (Friesenheim) und Forstwirt Andreas Hoffmann.
Teilnahmebeitrag: 20 Euro, incl. Busfahrt und FĂŒhrung. In Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Gemeinde Friesenheim

Sonntag, 20. Juni, 14 bis 16 Uhr | Anmeldeschluss: 11. Juni
Mit dem Waldhaus ganz Ohr im Wald: NaturklÀnge als SchÀtze des inneren Hörens entdecken
Die Pastorale, eines der wunderbarsten Werke Beethovens, ist von Stimmen und KlĂ€ngen der Natur inspiriert. Allein durch die FĂ€higkeit des inneren Hörens konnte der bereits ertaubte Komponist diese Sinfonie komponieren. Gemeinsam gehen wir auf eine Entdeckungsreise in der Welt der NaturklĂ€nge, lassen uns berĂŒhren vom Rauschen des Windes in den BĂ€umen, von Vogelgezwitscher oder dem GeplĂ€tscher eines Bachs. Wir sensibilisieren unsere Wahrnehmung fĂŒr die unterschiedlichen GerĂ€usche und KlangrĂ€ume des Waldes und lernen die Welt des inneren Hörens kennen. Zum Abschluss fassen wir das Erlebte in kleine grafische Naturpartituren. Mit Musikerin Pyong-Ahn Eun (Komposition, Musiktheorie, Klavier).
Ab 14 Jahren.
Teilnahmebeitrag: 12 Euro

Sonntag, 27. Juni, 14 und 16 Uhr I Anmeldeschluss: 18. Juni
FrÀulein Brehms Tierleben im Waldhaus
Das Waldhaus prĂ€sentiert das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische und bedrohte Tierarten. Um 14 Uhr stellt FrĂ€ulein Brehm den Wolf (Canis lupus) vor und um 16 Uhr die wilden Bienen (Hymenoptera).
Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 27. Juni, 14 bis 18 Uhr I Anmeldeschluss: 18. Juni
Kurs GrĂŒnholzschnitzen im Waldhaus
Messer ĂŒben auch auf Kinder eine große Anziehungskraft aus. In diesem Kurs lernen Kinder und Erwachsene den handwerklichen Gebrauch von Taschen- und Schnitzmessern von Grund auf. Manchmal braucht man nur einen Ast und ein Messer, um mit wenigen Handgriffen GegenstĂ€nde oder Spielzeuge aus GrĂŒnholz zu schnitzen. Das gemeinsame handwerkliche Tun fördert die Motorik, die Fantasie, die Ausdauer und das Selbstbewusstsein. Den Kurs leitet der NaturpĂ€dagoge Markus Stickling.
Teilnahmebeitrag: 7 Euro incl. Material, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines teilnehmenden Erwachsenen 4 Euro, Familien 17 Euro. Dieser Kurs wird vom Förderverein Waldhaus bezuschusst.

Das neue Jahresprogrammheft 2021 ist im Waldhaus erhÀltlich und liegt wo möglich auch an öffentlichen Orten zum Mitnehmen aus. Auf www.waldhaus-freiburg.de steht es zum Download bereit.
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Messe Freiburg: Lademöglichkeiten fĂŒr Elektrofahrzeuge
Messe Freiburg: LadesÀulen (c) FWTM
 
Messe Freiburg: Lademöglichkeiten fĂŒr Elektrofahrzeuge
Ab sofort können die Besucherinnen und Besucher der Messe Freiburg, die von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) betrieben wird, ihre Elektrofahrzeuge an insgesamt zehn Ladepunkten „auftanken“. Auf dem im vergangenen Jahr neu gestalteten, barrierefreien Parkplatz wurden fĂŒnf LadesĂ€ulen mit jeweils zwei Ladepunkten installiert. Insgesamt hat die FWTM 55.000 Euro in den Bau der Ladeinfrastruktur investiert. Betreiber der LadesĂ€ulen ist die Firma LEISINGER Deutschland GmbH mit dem GeschĂ€ftsfeld INVENTION2GO© aus Neuenburg am Rhein. Mit der Bereitstellung von zehn neuen Ladepunkten wird die FWTM ihrem Anspruch einer konsequenten nachhaltigen Ausrichtung gerecht und leistet einen wichtigen Beitrag zu den Freiburger Nachhaltigkeitszielen.

Die Ladepunkte können wĂ€hrend der Dauer des Besuchs der Messe Freiburg genutzt werden. Insgesamt können bis zu zehn Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Die Abrechnung erfolgt losgelöst von der bei Veranstaltungen zu entrichtenden ParkgebĂŒhr ĂŒber separate Bezahlsysteme. Die Nutzerinnen und Nutzer haben dabei zwei Möglichkeiten: Zum einen kann der Ladevorgang ĂŒber die Direct Payment-Funktion, also eine direkte Zahlung, erfolgen, bei der keine vorherige Registrierung erforderlich ist. Es muss lediglich der auf der LadesĂ€ule befestigte QR-Code mit dem Smartphone gescannt werden. Zum anderen können Kunden sogenannter e-Roaming-Plattformen die LadesĂ€ulen ĂŒber eine Schnittstelle nutzen. Hier wird der Ladevorgang mittels RFID-Ladekarte oder Smartphone-App aktiviert. Die Ladeleistung betrĂ€gt pro Ladepunkt bis zu 22 kW.

Bei dem von INVENTION2GO© bereitgestellten Ladestromhandelt es sich zu 100 Prozent um Ökostrom. Das Unternehmen bietet als fĂŒhrender Beratungs- und Servicedienstleister im Bereich der E-MobilitĂ€t umfangreiche Dienstleistungen zur Ladeinfrastruktur an. Die technische Wartung der LadesĂ€ulen auf dem Messe-Parkplatz sowie die Bereitstellung und Abrechnung des Ladestroms erfolgen ĂŒber INVENTION2GO©. Bei technischen Problemen steht den Nutzerinnen und Nutzern der LadesĂ€ulen 24 Stunden tĂ€glich eine Servicerufnummer zur VerfĂŒgung.

Die Installation der LadesĂ€ulen stellt fĂŒr die FWTM einen weiteren wichtigen Baustein zur Erreichung des Ziels der KlimaneutralitĂ€t dar. Neben der Nutzung der industriellen, CO2-neutralen AbwĂ€rme der in der Nachbarschaft ansĂ€ssigen Cerdia GmbH, einem nachhaltigen Veranstaltungsmanagement oder der Veranstaltung von Fachmessen zu Themen der ökologischen Nachhaltigkeit kann die FWTM nun auch der steigenden Nachfrage der Besucherinnen und Besucher nach Lademöglichkeiten fĂŒr Elektrofahrzeuge nachkommen. Zusammen mit dem MICE-Veranstaltungsticket, das in Kooperation mit der Deutschen Bahn angeboten wird, und dem RVF-Ticket, das bei allen Eigenmessen und den meisten konzertanten Gastveranstaltungen im Eintrittspreis enthalten ist, runden die LadesĂ€ulen das nachhaltige MobilitĂ€tsangebot der Messe Freiburg ab.
 
 

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Freiburg: Frelo wird zwei und wÀchst weiter
„Nach zwei Jahren muss niemand mehr von der Notwendigkeit eines Fahrradverleihsystems in Freiburg ĂŒberzeugt werden. Die Zahlen und das bestĂ€ndige Wachstum von Frelo sprechen fĂŒr sich,“ sagt VAG Vorstand Oliver Benz anlĂ€sslich des zweiten Geburtstags des Angebots der Freiburger Verkehrs AG und von nextbike. Seit dem 17. Mai 2019 wurden die rotweißen RĂ€der schon rund 535.000 Mal ausgeliehen. Etwa 28.300 Nutzerinnen und Nutzer sind fĂŒr das Verleihsystem registriert. Und auch die Pandemie konnte Frelo keinen nachhaltigen DĂ€mpfer verpassen: Von Januar bis Mitte Mai wurden in diesem Jahr bereits 75.000 Fahrten registriert, davon 24.500 im April.
„Der Erfolg von Frelo spiegelt sich auch in der stetigen Erweiterung wieder. Die Zahl der Stationen – auch am Tuniberg – ist ebenso gewachsen wie Anzahl der verfĂŒgbaren RĂ€der. Und seit einigen Wochen ist das System durch LastenFrelos noch ausgebaut worden,“ sagt VAG Vorstand Stephan Bartosch. TatsĂ€chlich werden die LastenfahrrĂ€der gut angenommen. Im ersten Monat wurden die 20 verfĂŒgbaren Cargo-Bikes bereits 620 Mal ausgeliehen. „Das ist sehr erfreulich. Ich bin von den Ausleihzahlen zum Start begeistert,“ sagt Onur Semerci von nextbike.
Im Laufe des Sommers werden die Probestationen in den Tuniberg-Ortschaften und in Hochdorf in feste Stationen mit AndockplĂ€tzen und Stationsschild umgewandelt. Und weitere zusĂ€tzliche Frelo-Stationen sind bereits projektiert. Die Planungen hierfĂŒr sind bei VAG, Garten- und Tiefbauamt und nextbike lĂ€ngst angelaufen.

Die StuSie hat die Nase vorn
Die Top-Ausleih- und RĂŒckgabestationen sind ĂŒbrigens weitgehend deckungsgleich. In beiden FĂ€llen hat die Station bei der Studentensiedlung die Nase vorn. Danach folgen der Hauptbahnhof und das Studentendorf Vauban. Aber auch der Europaplatz, die HĂ€ndelstraße und die Station Ecke Berliner Alle / Breisacher Straße sind stark frequentiert.
Die Kosten fĂŒr das von der VAG mit dem Kooperationspartner nextbike betriebene Fahrradverleihsystem liegen – auch mit allen Erweiterungen – innerhalb des vom Gemeinderat bewilligten Kostenrahmens von 300.000 Euro im Jahr.
Vielfahrer gesucht
Zur Feier des Tages sucht Frelo jene Person, die seit Systemstart am 17. Mai 2019 am meisten Frelo gefahren ist. Dabei zĂ€hlt die Anzahl einzelner Fahrten in einem Frelo-Kundenkonto. Um an die Daten zu kommen loggt man sich unter www.frelo-freiburg.de in seinem Kundenkonto ein. Beim Reiter „Kontostand“ sind unter „Transaktionen“ dann alle Fahrten aufgelistet. Die Anzahl der Fahrten sowie der Vor- und Nachname und die Telefonnummer, unter der man registriert ist schickt man dann an frelo@vagfr.de oder teilt sie alternativ ĂŒber Social Media mit.*) Einsendeschluss ist der 31. Mai 2021. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhĂ€lt einen Tag Freifahrt mit einem LastenFrelo inklusive einem gut gefĂŒllten Picknickkorb.
*) Hinweise zum Datenschutz: Durch die Teilnahme an der Geburtstagsaktion, erklĂ€rt man sich damit einverstanden, dass die VAG die Angaben zu den Frelo-Fahrten ĂŒberprĂŒfen kann
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Jetzt auch LastenFrelos am Start
Lastrenfrelo Freiburg (c) Patrick Seeger / Stadt Freiburg
 
Jetzt auch LastenFrelos am Start
Freiburgs Fahrradverleihsystem Frelo wird von sofort an um 20 Lastenpedelecs erweitert. Die einspurigen RĂ€der mit elektrischer TretunterstĂŒtzung können an 15 der bestehenden Frelo-Stationen ausgeliehen und zurĂŒckgegeben werden. Diese „FreloPlus-Stationen“ sind in den Apps der Freiburger Verkehrs AG („VAG mobil“) und von nextbike zu finden und im Straßenraum durch eine FreloPlus-Stele gekennzeichnet.
„Die LastenFrelos sind eine tolle Erweiterung des umweltfreundlichen MobilitĂ€tsangebotes in Freiburg und treffen den Nerv der Zeit. Ich bin mir sicher, dass sie genauso gut einschlagen werden, wie die Frelos,“ ordnet OberbĂŒrgermeister Martin Horn das neue Angebot ein.
„Das LastenFrelo ergĂ€nzt unser im Mai 2019 in Betrieb genommenes Fahrradverleihsystem Frelo, welches letzte Woche bereits die 500.000ste Ausleihe verzeichnen konnte, hervorragend. Auf unserem Weg als multimodale Verkehrsdienstleisterin in Freiburg sind wir somit nochmals einen Schritt weitergekommen. In den nĂ€chsten Wochen steht nun die Erweiterung unserer VAG mobil-App im Fokus, um das multimodale Angebot abzurunden“, informiert VAG Vorstand Oliver Benz. „Die TransportfahrrĂ€der sind eine sinnvolle ErgĂ€nzung zu den bisherigen Verkehrsangeboten der VAG, um möglichst viele verschiedene Angebote fĂŒr alle denkbaren individuellen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse abbilden zu können,“ ergĂ€nzt VAG Vorstand Stephan Bartosch.

Wie funktioniert es:
Die LastenFrelos stehen in speziell markierten Bereichen an 15 der bestehenden Frelo-Stationen bereit. Bei der RĂŒckgabe mĂŒssen die LastenrĂ€der auch wieder in den markierten Bereichen abgestellt werden. Die RĂ€der verfĂŒgen ĂŒber eine Transportbox die fĂŒr eine Ladung von bis zu 60 kg zugelassen ist. Diese ist dank einer Sitzbank mit Sicherheitsgurten auch fĂŒr den verkehrssicheren Transport von maximal zwei Kindern bis sechs Jahre geeignet.
Die Frelo-Koordinatorin bei der VAG, Luisa Stenmans, rĂ€t allen, die zum ersten Mal ein Lastenfahrrad nutzen, dieses vorher einmal auszuprobieren: „LastenFrelos haben ein anderes Fahrverhalten als ‚normale‘ FahrrĂ€der. Ich rate den Nutzerinnen und Nutzern sich beim ersten Ausprobieren zunĂ€chst mit den Fahreigenschaften vertraut zu machen, bevor Lasten oder Kinder befördert werden.“ In den ersten Wochen nach der Eröffnung werden von der VAG und nextbike deshalb Möglichkeiten zum Kennenlernen und Ausprobieren anbieten. Genauere Informationen dazu werden pandemiebedingt erst kurzfristig bekannt gegeben.
Um die Ladung des Akkus mĂŒssen sich die Ausleihenden nicht selbst kĂŒmmern, erklĂ€rt Onur Semerci, Projektmanager bei Frelo-Betreiber nextbike: „Der Austausch leerer Akkus erfolgt durch unser nextbike-Serviceteam. Auf diese Weise ist es nicht notwendig an den Stationen eine aufwĂ€ndige Ladeinfrastruktur aufzubauen. Wir laden die Akkus dann zentral mit Ökostrom der badenova.“ Der regionale Energie- und Umweltdienstleister badenova unterstĂŒtzt das Projekt jĂ€hrlich mit einem finanziellen Beitrag und beteiligt sich damit an einem weiteren Projekt im Bereich der ElektromobilitĂ€t.

Reservieren:
LastenFrelos können ĂŒber die nextbike-App 30 Minuten vor Fahrtbeginn reserviert werden. Innerhalb dieser 30 Minuten kann dann entweder das LastenFrelos ausgeliehen oder die Reservierung ĂŒber die App storniert werden. Dann entstehen fĂŒr die Reservierung keine Kosten. Wird die Reservierung verfallen gelassen, ohne sie in der App zu stornieren, fĂ€llt eine GebĂŒhr von 1 € an. Spontane Ausleihen können auch ĂŒber die VAGmobil-App erfolgen.

Preise
Bei LastenFrelo gibt es keine Sonderkonditionen fĂŒr ÖPNV- Abokundinnen und –kunden oder Studierende. Je angefangener 30 Minuten werden zwei Euro fĂ€llig. Die maximale TagesgebĂŒhr betrĂ€gt 18 Euro fĂŒr 24 Stunden.
FĂŒr Vielnutzer gibt es 3-Tages, Monats- oder Jahrestarife (6 €, 12 €, 48 €) mit denen die ersten 60 Minuten jeder Fahrt kostenfrei sind.

Wo sind die FreloPlus-Stationen:

Rotteckring
HĂ€ndelstraße
Laßbergstraße
Maria-Hilf-Kirche
Munzinger Straße
Johanneskirche
Rathaus im StĂŒhlinger
Dorfbrunnen
Studierendendorf Vauban
Lehener Straße / Wentzinger Straße
Tullastraße / ZĂ€hringer Straße
Betzenhauser Torplatz
Geschwister-Scholl-Platz
Karlsplatz
Alter Wiehrebahnhof

Auf dem Foto oben, von links: Onur Semerci (Projektmanager bei nextbike), Luisa Stenmans (Frelokoordinatorin VAG), Oliver Benz (Vorstand VAG), Martin Haag (Verkehrs- und Baudezernent Freiburg), OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Stephan Bartosch (Vorstand VAG). Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg
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Stadtverwaltung erlĂ€sst AllgemeinverfĂŒgung zur GeflĂŒgelpest
Zwei Sperrbezirke eingerichtet
Keine Gefahr fĂŒr Menschen durch die Vogelgrippe

In Baden-WĂŒrttemberg ist in den vergangenen Wochen die Vogelgrippe aufgetreten. Auch in Freiburg hat die VeterinĂ€rbehörde der Stadt in mehreren GeflĂŒgelbestĂ€nden FĂ€lle der hochansteckenden GeflĂŒgelpest festgestellt. Die Stadtverwaltung hat deshalb eine AllgemeinverfĂŒgung auf Grundlage der GeflĂŒgelpest-Verordnung erlassen, die seit dem 8. April gĂŒltig ist. Um die Ausbruchsbetriebe wurden Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete eingerichtet, in denen EinschrĂ€nkungen insbesondere fĂŒr GeflĂŒgelhalter gelten. (Eine Karte mit den Gebieten und die VerfĂŒgung im Wortlaut gibt es hier: (klicke unten auf "mehr")

Was mĂŒssen GeflĂŒgelhalter im Sperrbezirk beachten?
Im Sperrbezirk gilt eine Aufstallungspflicht fĂŒr alle GeflĂŒgelhalter. Das bedeutet, dass die Tiere in einem geschlossenen Stall oder zumindest in einer ĂŒberdachten Voliere gehalten werden mĂŒssen. Der Auslauf im FreigelĂ€nde außerhalb des Stalles oder der Voliere ist verboten. ZusĂ€tzlich mĂŒssen GeflĂŒgelhalter sich strikt an Hygieneregeln halten. GeflĂŒgelausstellungen sind verboten. Alle GeflĂŒgelhalter sind verpflichtet, der VeterinĂ€rbehörde unverzĂŒglich die Anzahl der gehaltenen Vögel zu melden. Wenn gehaltene Vögel verenden, muss das ebenfalls sofort gemeldet werden.

Was ist im Beobachtungsgebiet zu beachten?
Im Beobachtungsgebiet gilt keine Aufstallungspflicht. Die Meldepflicht aller GeflĂŒgelhalter ist aber hier ebenfalls vorgeschrieben und auch die Hygieneregeln gelten entsprechend.

Wie lange bleiben die BeschrÀnkungen bestehen?
Die BeschrÀnkungen im Sperrbezirk 1 sind bis zum 21. April und im Sperrbezirk 2 bis zum 28. April befristet. Das Beobachtungsgebiet wird am 7. Mai aufgehoben, wenn keine neuen FÀlle hinzukommen.

Was passiert in den Seuchenbetrieben?
Die Tiere in den Betrieben, in denen die Vogelgrippe aufgetreten ist, mussten unverzĂŒglich tierschutzgerecht getötet und beseitigt werden. Im Stadtkreis Freiburg wurden 107 HĂŒhner und anderes GeflĂŒgel gekeult. 43 Tiere waren an der Seuche bereits verendet. Nach der Tötung muss in den Betrieben eine sorgfĂ€ltige und mehrfache Reinigung und Desinfektion erfolgen. Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet können erst aufgehoben werden, wenn die VeterinĂ€rbehörde abgenommen hat, dass die Betriebe ordnungsgemĂ€ĂŸ gereinigt und desinfiziert wurden.

Wie kommt die GeflĂŒgelpest in den Stadtkreis?
Aus einem Junghennenaufzuchtbetrieb im Raum Paderborn (Nordrhein-Westfalen), bei dem der Ausbruch der GeflĂŒgelpest amtlich festgestellt wurde, sind zahlreiche JunghĂŒhner im Zeitraum 16.MĂ€rz bis 19. MĂ€rz an Kleinhaltungen in Baden-WĂŒrttemberg ausgeliefert worden. Betroffen sind nach derzeitigen Informationen der Behörden annĂ€hernd 180 GeflĂŒgelhaltungen im Land.

Wie gefĂ€hrlich ist die GeflĂŒgelpest fĂŒr den Menschen?
Nach derzeitigen Erkenntnissen ist das Virus nicht gefĂ€hrlich fĂŒr den Menschen oder Hunde und Katzen. Totes GeflĂŒgel oder tote Wildvögel sollten jedoch nur mit Handschuhen angefasst werden. Der Verzehr von erhitztem GeflĂŒgelfleisch, Eiern und sonstigen GeflĂŒgelprodukten ist unbedenklich, da das Virus bei 70 Grad Celsius abgetötet wird
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Gemeinsame MĂŒllsammelaktion muss wegen Corona verschoben werden
Putzsets fĂŒr Freiburg / Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Gemeinsame MĂŒllsammelaktion muss wegen Corona verschoben werden
Stadt gibt Putzsets fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus

Nach einem langen Winter wird nun auf öffentlichen FlĂ€chen viel MĂŒll sichtbar. Eigentlich ein Fall fĂŒr die stadtweite MĂŒllsammelaktion „Freiburg putzt sich raus“. Doch wegen der Corona-Pandemie muss das gemeinsame MĂŒllsammeln auf den Oktober verschoben werden.

Wer jetzt trotzdem aktiv werden will, der bekommt UnterstĂŒtzung von der Stadt. Denn das Garten- und Tiefbauamt bietet im Rahmen der Aktion von „Freiburg packt an“ praktische Putzsets an, mit denen der MĂŒll aufgesammelt werden kann. In einer roten Tasche befinden sich Handschuhe, Holzzange, Schutzweste und MĂŒllsĂ€cke. In einem kleinen BehĂ€lter können Kippen und Kronkorken gesondert gesammelt werden. Außerdem liegt eine Anleitung fĂŒr eine sportliche Variante von Plogging (Joggen und MĂŒll sammeln) bei.

Mit diesem Set ausgerĂŒstet können Einzelne oder Familien auf SpaziergĂ€ngen oder beim sportlichen Laufen in der Stadt coronakonform Abfall in Straßen und auf GrĂŒnflĂ€chen einsammeln und in öffentlichen MĂŒlleimern entsorgen. So wird das Angenehme mit dem NĂŒtzlichen verbunden und Freiburg um jede Menge MĂŒll erleichtert.

Die Putzsets können telefonisch oder per E-Mail bei „Freiburg packt an“, im Garten- und Tiefbauamt bestellt und nach Absprache im Rathaus im StĂŒhlinger abgeholt werden. Telefon: 0761 201 4712 oder per Mail: fpa@stadt.freiburg.de
 
 

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Neue Dezernentin fĂŒr Umwelt, Jugend, Schule und Bildung vereidigt
Freiburg, 7.4.21. Nachdem Christine Buchheit am 2. Februar 2021 im Gemeinderat zur Nachfolgerin von Gerda Stuchlik gewĂ€hlt worden war, hat sie heute Ihr Amt als Dezernentin fĂŒr Umwelt, Schule, Jugend und Bildung angetreten. OberbĂŒrgermeister Martin Horn begrĂŒĂŸte und vereidigte sie am Vormittag im Beisein der weiteren Dezernenten als neue BĂŒrgermeisterin. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Christine Buchheit. In diesen herausfordernden Zeiten werden wir alle zusammen an einem Strang ziehen, um die Stadt gut durch die Pandemie zu bringen. Dabei ist es wichtig, große Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Bildung und Digitalisierung nicht aus dem Blick zu verlieren.“

Christine Buchheit freut sich auf die Aufgabe, in den nĂ€chsten acht Jahren die weitere Entwicklung Freiburgs zu einer zukunftsfĂ€higen und klimaneutralen Stadt mitzugestalten: „Eine vorausschauende kommunale Umwelt-, Bildungs- und Jugendpolitik ist eine Investition in die Zukunft dieser Stadt und in die Zukunft aller Freiburgerinnen und Freiburger. Darauf freue ich mich sehr.”

Die 53-jĂ€hrige Christine Buchheit hat nach Abitur und Auslandsaufenthalt an der Freiburger Albert- Ludwigs- UniversitĂ€t Germanistik, Geschichte und Völkerkunde studiert. Nach verschiedenen Stationen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter anderem in Kenia fĂŒr die deutsche Schule Nairobi und die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung ist sie 2013 in den Höheren Dienst des AuswĂ€rtigen Amtes eingetreten. Unter anderem hat sie dort als AttachĂ© im BĂŒro des Bundesaußenministers und fĂŒr das BĂŒro des Staatsministers fĂŒr Europa gearbeitet. Zuletzt war sie fĂŒr die Themen Flucht und Migration im Maghreb zustĂ€ndig.

Christine Buchheit ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen 14 und 18 Jahren.

Christine Buchheit tritt die Nachfolge von Gerda Stuchlik an, die nach 24 Jahren als Dezernentin der Stadt Freiburg mit dem gestrigen Tag in den Ruhestand gegangen ist.
 
 

Veranstaltungen 
 
1200 neue BĂ€ume durch die Freiburger Klimapflanzschule
Projektarbeit „Klimapflanzschule“ (c) Waldhaus Freiburg
 
1200 neue BĂ€ume durch die Freiburger Klimapflanzschule
Umweltbildung und praktizierter Klimaschutz mit ĂŒber 250 Jugendlichen in einem Projekt der Stiftung Waldhaus

Nach dreijĂ€hriger Laufzeit ist das Waldhaus-Projekt „Freiburger Klimapflanzschule“ abgeschlossen. Am Ende stehen nun 1200 Rotbuchen, Eichen, Elsbeeren, Douglasien, Weißtannen und Winterlinden neu im Stadtwald. Durch die Einspeicherung von CO2 (Kohlenstoffdioxid) tragen diese BĂ€ume zum Klimaschutz bei.

253 SchĂŒler und SchĂŒlerinnen aus 10 Freiburger Schulklassenkonnten ĂŒber einen Zeitraum von Klasse 5 bis 7 unter Betreuung der Projektleiterin Lisa Hafer mit praktischen Arbeiten, Experimenten und außerschulischen Erlebnissen erfahren, was sie selbst zum Klimaschutz beitragen können. ZusĂ€tzlich nahmen weitere fĂŒnf Schulklassen an einzelnen Projektwochen zu diesem Thema teil.

Dieses Projekt, das vom Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der Badenova gefördert wird, sollte SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit einem ganzheitlichen, praxisorientierten Ansatz fĂŒr die Themen Klimawandel und Klimaschutz sensibilisieren. Entscheidend war, dass sie ein Bewusstsein fĂŒr die zeitliche Dimension, die langfristigen Folgen ihres Handelns entwickeln konnten. Gleichzeitig sollten sie sich als „selbstwirksam“ erleben, indem sie BĂ€ume fĂŒr die Zukunft pflanzen und pflegen konnten und damit einen Beitrag fĂŒr das Klima leisteten.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, die der Stiftung Waldhaus Freiburg vorsitzt, freut sich, „dass dieses Projekt umgesetzt werden konnte. Auf diese Art und Weise wurden den jungen Menschen sehr praxisnah das Thema Klimawandel, seine Folgen fĂŒr uns alle und ein Bewusstsein fĂŒr klimabewusstes Handeln vermittelt.“

Konkret haben die SchĂŒler und SchĂŒlerinnen ĂŒber drei Jahre lang, von Klasse 5 bis 7, an mehreren Terminen im Jahr das Waldhaus besucht und mit Projektleiterin Lisa Hafer eine Baumschule von 1200 qm angelegt. Jede teilnehmende Schulklasse hatte ihr Pflanzbeet, fĂŒr dessen Pflege sie verantwortlich war. Bei jedem Besuch vertieften sich die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler auf praktische, theoretische oder spielerische Art in ein Thema rund um Klimawandel und Klimaschutz.

Am Mittwoch, 17. MĂ€rz, wird das Waldhaus-Projekt „Freiburger Klimapflanzschule“ bei einem offiziellen Termin mit BĂŒrgermeisterin Stuchlik und Richard Tuth von der Badenova beendet.

Das Waldhaus Freiburg ist derzeit fĂŒr Publikum geschlossen. Es ist ĂŒber E-mail (info@Waldhaus-freiburg.de) und telefonisch (0761/8964 7710; dienstags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr) erreichbar.
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NABU: Europa muss Vorreiter beim Klimaschutz werden
KrĂŒger: EU-Klimaziel anpassen und natĂŒrliche Kohlenstoffsenken stĂ€rken

Berlin/BrĂŒssel, 11.3.21 – Am Freitag gehen EU-Parlament und EU-Mitgliedsstaaten in die vierte Verhandlungsrunde zum EU-Klimagesetz. NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger kommentiert: „Morgen gilt es die monatelangen Verhandlungen fĂŒr ein neues EU-Klimaziel endlich zu einem guten Ergebnis zu fĂŒhren. FĂŒr wirksamen Klimaschutz wĂ€re eine Emissionsminderung von mindestens 60 Prozent ohne Senken notwendig – so wie es auch das EU-Parlament fordert. Ein separates Ziel von fĂŒnf Prozent fĂŒr die Nettominderung durch den Ausbau von Kohlenstoffsenken wie WĂ€lder, Moore, Ozeane, Feuchtgebiete und Humusbildung in der Landwirtschaft ist das Mindeste, was beschlossen werden sollte. Die Bundesregierung, unter deren PrĂ€sidentschaft der EuropĂ€ische Rat seinen Beschluss zum EU-Klimaziel 2030 gefasst hat, ist hier in besonderer Verantwortung.“ Die EU hat den Vereinten Nationen zwar im Dezember ein neues Klimaziel gemeldet, aber die Verhandlungen dazu sind nicht abgeschlossen.

„Das EU-Klimaschutzgesetz kann durch die Restaurierung und StĂ€rkung natĂŒrlicher Senken wie WĂ€lder, Moore, Feuchtgebiete, Ozeane und anderen Ökosysteme auch einen wichtigen und notwendigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. NatĂŒrliche Kohlenstoffsenken sollten in dem Gesetz gesondert behandelt werden: Durch ein separates natĂŒrliches Senkenziel und verbindliche Restaurierungsziele wĂŒrden sie dauerhaft gestĂ€rkt. Neben Natur- und Klimaschutz fördern wir dadurch auch die Anpassung der Gesellschaft an die Klimakrise. Dank dieser Synergien ist der Schutz von Senken kostengĂŒnstiger als technische Scheinlösungen.“, so KrĂŒger weiter.

„Es muss darum gehen, der deutschen und europĂ€ischen Wirtschaft einen klaren Rahmen zu geben und Langfristlösungen zu finden. DafĂŒr muss das Gewicht des neuen EU-weiten Klimagesetzes ausstrahlen auf eine substanzielle Erhöhung des deutschen 2030-Klimaziels. Auch die Lastenteilung, die GebĂ€ude, Landwirtschaft und kleinere Industrie und Energieanlagen abdeckt, muss fĂŒr mehr Fairness an das neue EU-Zielniveau angepasst werden. Einige europĂ€ische Mitgliedsstaaten sind in einer viel schlechteren Ausgangsposition. Deutschland muss fĂŒr seine historischen Emissionen als Industriestandort aufkommen “, so Verena Bax, Referentin fĂŒr EU-Klimaschutz.
 
 

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Freiburg erstellt einen KlimamobilitÀtsplan
Instrument untersucht, wie mehr Klimaschutz im Bereich Verkehr möglich ist

Stadt wird eine von vier Pilotkommunen in Baden-WĂŒrttemberg und erhĂ€lt hohe Förderung vom Land

Die Stadt Freiburg wird einen KlimamobilitĂ€tsplan erstellen. Der Plan ermittelt und bewertet, welche Maßnahmen helfen, den CO2-Ausstoß im Verkehr zu senken. Freiburg hat sich beim Verkehrsministerium fĂŒr dieses Projekt beworben und wurde als eine von vier Pilotkommunen ausgewĂ€hlt.

KlimamobilitĂ€tsplĂ€ne sind ein Instrument im neuen Klimaschutzgesetz des Landes Baden-WĂŒrttemberg, das im Oktober 2020 vom Landtag beschlossen wurde. Mit diesen PlĂ€nen sollen Gemeinden konkrete Maßnahmen erarbeiten, um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen. Ein KlimamobilitĂ€tsplan ermittelt und bewertet systematisch, welche Maßnahmen im Verkehr welchen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Betrachtet werden alle Verkehrsarten, und sowohl lokale als auch regionale Verkehre. Der KlimamobilitĂ€tsplan dient auch dazu herauszufinden, welche Maßnahmen besonders wirksam sind. Werden diese spĂ€ter umgesetzt, kann mit hohen FördersĂ€tzen des Landes gerechnet werden. KlimamobilitĂ€tsplĂ€ne sind ein neues Instrument, das das Land in einer Pilotphase mit vier Kommunen erproben wird.

Freiburg besitzt viel Vorerfahrung und bewĂ€hrte Strukturen fĂŒr Klimaschutzprojekte. Jahr fĂŒr Jahr werden die Anstrengungen beim Klimaschutz verstĂ€rkt, Finanzmittel und AktivitĂ€ten erhöht. Das Thema „umweltfreundlicher Verkehr“ wird seit Jahren intensiv bearbeitet und hat zu bemerkenswerten Erfolgen gefĂŒhrt. So werden 79 Prozent der Wege im innerstĂ€dtischen Verkehr zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurĂŒckgelegt. Freiburg gilt damit bezogen auf den Verkehrsbereich als eine der umweltfreundlichsten StĂ€dte Deutschlands. Die Bedingungen im Fuß- und Radverkehr sowie im ÖPNV erhalten regelmĂ€ĂŸig Bestnoten bei BĂŒrgerumfragen oder MobilitĂ€tsuntersuchungen.

Allerdings ist es trotz dieser AktivitĂ€ten bislang nicht gelungen, eine grundlegende Trendwende bei den CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu erzielen. WĂ€hrend etwa im Energiesektor seit Jahren deutliche Erfolge bei der CO2-Reduktion erreicht wurden, stagnieren die CO2-Emissionen im Verkehr. „Es wird deutlich, dass wir auch neue Wege einschlagen mĂŒssen, um die Verkehrswende voranzubringen und den CO2-Ausstoß zu senken. Der KlimamobilitĂ€tsplan kann dabei ein starkes Werkzeug sein. Hier können wir genau untersuchen, wo Einsparungspotenzial liegt und wo genau wir auf unserem Weg zur KlimaneutralitĂ€t im Verkehr noch ansetzen können“, sagt BĂŒrgermeister Martin Haag.

Es wird etwa zwei Jahre dauern, den KlimamobilitĂ€tsplan aufzustellen. Die Kosten dafĂŒr liegen bei rund 280.000 Euro. Davon ĂŒbernimmt das Verkehrsministerium rund 80 Prozent. Derzeit wird daran gearbeitet, wie der Plan in der Stadtverwaltung bearbeitet werden soll und wie die Abstimmung mit verschiedenen Akteuren ablaufen soll. Eine umfangreiche Beteiligung von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, Fachstellen und VerbĂ€nden ist geplant. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll der Gemeinderat beschließen, welche Konsequenzen aus dem KlimamobilitĂ€tsplan gezogen werden sollen.
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Rupert Ebner und Eva Rosenkranz
 
Buchtipp: Rupert Ebner und Eva Rosenkranz "Pillen vor die SĂ€ue"
Warum Antibiotika in der Massentierhaltung unser Gesundheitssystem gefÀhrden
Mit einem Vorwort von Tanja Busse

Die grĂ¶ĂŸte Gesundheitskrise unserer Zeit ist da – und sie heißt nicht Corona

Wie verwundbar wir, unsere Gesellschaft und unser Gesundheitssystem sind, hat uns das Coronavirus vor Augen geführt. Dass uns bakterielle Infektionen in Folge von Antibiotikaresistenzen in eine noch grĂ¶ĂŸere globale Gesundheitskrise stĂŒrzen könnten, wird hingegen immer noch unterschĂ€tzt. In ihrem Buch reden Rupert Ebner und Eva Rosenkranz Klartext: ĂŒber »Schweinereien« in Intensivmastanlagen und Schlachtbetrieben – und ĂŒber unser nicht zukunftsfĂ€higes Agrarsystem. Denn der immense Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung vermehrt nicht nur das Leid der Tiere, sondern gefĂ€hrdet auch unsere eigene Gesundheit – und unser Leben.

Schon 1994 warnte die Mikrobiologin Laurie Garrett vor den »kommenden Plagen«, neuen Infektionskrankheiten, die jederzeit überall dort entstehen könnten, wo Menschen in vorher unberührte Ökosysteme eingreifen. Viele ignorierten ihre Prognosen – bis Corona kam. Doch wie wäre es, wenn wir beim Thema Antibiotikamissbrauch endlich aktiv gegensteuern wĂŒrden und nicht warten, bis die Katastrophe über uns hereinbricht? Mit »Pillen vor die SĂ€ue. Warum Antibiotika in der Massentierhaltung unser Gesundheitssystem gefĂ€hrden« haben die Autorin Eva Rosenkranz und der Tierarzt Rupert Ebner eine ĂŒberfĂ€llige Warnung verfasst. Im Zentrum steht dabei die Tierhaltung in der industriellen Landwirtschaft, die ohne massiven Antibiotikaeinsatz nicht möglich ist und gewaltige KollateralschĂ€den fĂŒr Umwelt, Gesellschaft und jeden Einzelnen verursacht. Unsere Nutztiere sind hier ebenso Opfer eines Systems der kontinuierlichen Entwertung wie die Landwirtinnen und Landwirte.

»Wissenschaftler, Mediziner und Gesundheitsorganisationen weltweit sind seit Jahren alarmiert: Zu den wesentlichen Treibern bei der Entwicklung sogenannter Killerkeime gehört die derzeit vorherrschende Landwirtschaft, in der Antibiotika als Betriebsmittel in Tonnen gerechnet werden. Die Resistenz von Bakterien schreitet daher weltweit so schnell voran, dass wir uns mit der grĂ¶ĂŸten Gesundheitskrise unserer Zeit konfrontiert sehen«, beschreiben Ebner und Rosenkranz die Lage. Denn ohne die bisherige Wunderwaffe Antibiotika in Tropf und Tablette wĂŒrden Operationen riskant und selbst kleine Infektionen potenziell lebensgefĂ€hrlich.

»Pillen vor die SĂ€ue« erlĂ€utert ZusammenhĂ€nge, benennt TatbestĂ€nde und zeigt auf, was jetzt zu tun ist – für mehr Tierwohl, gesunde Menschen und eine intakte Umwelt.

Das Buch erscheint am 16. MĂ€rz 2021

oekom Verlag, 256 Seiten, € 20,00 (D), 20,60 /A)
ISBN 978-3-96238-206-3
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Veranstaltungen 
 
 
„The right apple a day keeps the doctor away“
Apfelbaumtag am Freitag, 12. MÀrz, auf dem FQB-GelÀnde am Mundenhof

Was frĂŒher ein echter Gesundmacher war, bringt in heutiger Zeit bei vielen Menschen mehr Probleme als Nutzen: SchĂ€tzungsweise 4 Millionen Menschen reagieren mittlerweile allergisch, wenn sie in einen Apfel beißen. Vor allem moderne, im Handel vorherrschende Sorten wie Golden Delicious, Topaz, Gala oder Jonagold können allergische Reaktionen auslösen. Viele alte Sorten dagegen wie z.B. GoldparmĂ€ne, Gravensteiner oder der hiesige Jakob Fischer werden auch von Allergikern gut vertragen, sind aber im ĂŒblichen Verkauf wenig vertreten.

Mit dem Gesundheitswert von 140 historischen Sorten aus der Region, inklusive ihrer AllergenitĂ€t, beschĂ€ftigt sich Eleonora Zickenheiner von der Humboldt-UniversitĂ€t Berlin in ihrem Projekt „ÖpfelgĂ€rtli“ auf dem Zeller Blauen. Da die AllergenitĂ€t einer Sorte auch von ihrem Gehalt an gemessenen Polyphenolen abhĂ€ngt, ist man bei ihr genau richtig mit der Frage „Welche Sorte ist gesund und lecker?“. Hohe Werte sind ein gutes Zeichen. Denn 27 verschiedene Polyphenole schĂŒtzen auch vor bestimmten Krebsarten, vor ArterienschĂ€den und Malaisen im Verdauungssystem.

Um ihren Sortenschatz an JungbĂ€umen, fĂŒr den der Winter auf dem Zeller Blauen zu streng gewesen wĂ€re, gut ĂŒber den Winter zu bringen, entstand – vermittelt durch Walter Krögner vom BiosphĂ€renreservat Schwarzwald – eine Kooperation mit der FQB (Freiburger Qualifizierungs- und BeschĂ€ftigungsgesellschaft). In deren GĂ€rtnerei am Mundenhof haben die jungen und noch kĂ€lteempfindlichen ApfelbĂ€umchen den Winter im GewĂ€chshaus gut ĂŒberstanden – unterstĂŒtzt durch eine spontane Spende des Ersten BĂŒrgermeisters Ulrich von Kirchbach.

Als Dankeschön fĂŒr die Überwinterung findet am Freitag, 12. MĂ€rz, ein Apfelbaumtag mit mehreren Aktionen statt.
Einige der regionalen Sorten werden in den Tafelgarten – ebenfalls ein Projekt der FQB - gepflanzt. In zwei Jahren werden diese BĂ€ume reiche FrĂŒchte tragen. Die schmackhaften, gesunden Äpfel kommen dann der Freiburger Tafel zu Gute, die sie an BedĂŒrftige weitergibt. Eleonora Zickenheiner bringt verschiedene Reiser (einjĂ€hrige Triebe) mit und veredelt mit BeschĂ€ftigten der FQB 80 JungbĂ€ume. Diese JungbĂ€ume unterstĂŒtzen die Aktion GeburtsbĂ€ume, in der Eltern fĂŒr ihre Neugeborenen von der Stadt Freiburg einen Baum geschenkt bekommen. Die FQB kann damit kĂŒnftig selbst GeburtsbĂ€ume heranziehen und das Sortiment durch vertrĂ€gliche Sorten erweitern. Am Ende des Apfelbaumtages steht dann die RĂŒckreise der jungen BĂ€ume an, die in Binzen Teil eines didaktischen Arboretums (Sortengartens) werden und dazu beitragen, die Wichtigkeit alter Sorten und Informationen zu ihrer Geschichte und ihren Gesundheitswerten an interessierte Menschen zu vermitteln.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Ab Freitag öffnet der Mundenhof wieder
Weiterhin ohne Eintritt, aber mit Terminbuchungspflicht
Besucher entscheiden vorher, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sie ungefÀhr auf dem Mundenhof ankommen wollen
Ticket berechtigt dann zum Zutritt innerhalb von 3 Stunden

Nach der Corona-Verordnung des Landes darf der Mundenhof als zoologischer Garten zusammen mit botanischen GĂ€rten und Museen wieder öffnen. Ab Freitag, 12. MĂ€rz, sind GĂ€ste in Freiburgs Tierreich also wieder willkommen, da in Freiburg derzeit Inzidenzwerte zwischen 50 und 100 herrschen. Sie mĂŒssen vorher einen Termin fĂŒr ihren Mundenhofbesuch buchen und ihre Kontaktdaten hinterlassen.

„Die Terminbuchungspflicht stellt uns vor große Herausforderungen. Der Mundenhof ist normalerweise frei zugĂ€nglich und eintrittsfrei. Wir haben keine EinzĂ€unung des GelĂ€ndes und keine KassenhĂ€uschen mit Bildschirmarbeitsplatz. Trotzdem war sofort klar: das mĂŒssen wir hinkriegen“, erlĂ€utert Nicole Schmalfuß, Leiterin des Forstamtes, das fĂŒr den Mundenhof zustĂ€ndig ist.

Schon im vergangenen Jahr hat Corona viele VerĂ€nderungen fĂŒr die Organisation auf dem Mundenhof mit sich gebracht: Mit BesucherzĂ€hlungen und BeschrĂ€nkungen am Eingang wurde sichergestellt, dass nur maximal 2.000 Besuchende gleichzeitig auf dem Mundenhof sind und so AbstĂ€nde von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden können. Die BeschrĂ€nkungen wurden begleitet von einer Kontingentierung der Parktickets, die seither nur online zu erwerben sind. Vor allem diese Maßnahme, verbunden mit gestaffelten Parkpreisen, hat den gewĂŒnschten Effekt erzielt. Die Besuchenden konnten besser ĂŒber die Woche verteilt werden.

Nun gilt ab Freitag die Terminbuchungspflicht. Der Mundenhof setzt mit Reservix auf das gleiche Online-Buchungssystem, das sich bei den Parktickets bewĂ€hrt hat. Besucher können fĂŒr ihren Zutritt in den Mundenhof Zeitfenster buchen, die stĂŒndlich kontingentiert sind. Was kompliziert klingt, lĂ€sst sich mit einfachen Worten erklĂ€ren:

Besucher mĂŒssen sich im Vorfeld entscheiden, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sie ungefĂ€hr auf dem Mundenhof ankommen wollen. An jedem Öffnungstag sind zwischen 9 und 18 Uhr stĂŒndlich 600 Eintritte verfĂŒgbar – das Ticket berechtigt dann zum Zutritt in einem Zeitfenster von 3 Stunden.
Die Aufenthaltsdauer ist unbegrenzt. Wer z.B. ein Zutrittsfenster zwischen 11 und 14 Uhr bucht, kann entspannt auch erst um 12.30 Uhr ankommen und danach beliebig lange auf dem Hof bleiben.

„Unsere Beobachtungen zeigen, dass die meisten Besuchenden zwischen 2 und 3 Stunden auf dem Mundenhof bleiben. Wir haben mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 3 Stunden gerechnet. Mit 600 Zutritten pro Stunde sind wir also auf der sicheren Seite“, erlĂ€utern Birte Boxler und Susanne Eckert, die Leiterinnen des Mundenhofes. ZusĂ€tzliche Sicherheit, dass der Hof nicht ĂŒberfĂŒllt wird, gewĂ€hrleisten die Eingangskontrolle und ein Sicherheitsdienst, der fĂŒr Wochenenden mit großem Andrang vorgesehen ist.

Bei der Terminbuchung mĂŒssen fĂŒr alle Besuchenden Kontaktdaten hinterlassen werden. So ist bei Bedarf eine Kontaktnachverfolgung möglich. Nach drei Wochen werden die Daten automatisch gelöscht; Reservix erfĂŒllt hier alle datenschutzrechtlichen Anforderungen. Die Terminbuchung hat ihren Preis: 50 Cent je Gast kostet jede „Freikartenbuchung“.

„Wir haben entschieden, dass die Stadt diese Kosten ĂŒbernimmt, damit die Menschen den Mundenhof weiterhin ohne Eintritt besuchen können. Die emotionalen und finanziellen Belastungen sind zurzeit fĂŒr Alle enorm. Mit dem freien Zutritt zum Mundenhof können wir einen Beitrag leisten, diese Zeit besser zu meistern“, betont UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik. Die Stadtkasse wird hierfĂŒr bis zu 10.000 Euro wöchentlich tragen, bis eine regulĂ€re Öffnung wieder möglich ist.

Parken bleibt indes kostenpflichtig. Wie im vergangenen Jahr vom Gemeinderat beschlossen, kostet es 5 Euro unter der Woche und 10 Euro an Wochenenden und Feiertagen. Reist etwa eine vierköpfige Familie mit dem Auto an, so mĂŒssen ein Parkticket und drei weitere „Freikarten“ gebucht werden, um nach der Landesverordnung alle Kontaktdaten dieser Familie dokumentieren zu können. Beides erfolgt zusammen in einem Buchungsvorgang, der fĂŒr diesen Fall mit der Bezahlung des Parktickets abgeschlossen wird.

Sobald der Freiburger Inzidenzwert wieder stabil unter 50 sinkt, ist eine Terminbuchung nicht mehr erforderlich. In diesem Fall setzt der Mundenhof dann auf die Kontaktnachverfolgung mit der kostenlosen Luca-App setzen.

Ab einer Inzidenz von ĂŒber 100 an drei aufeinander folgenden Tagen, durch das Gesundheitsamt geprĂŒft, greift die sogenannte Notbremse aus der Corona-Verordnung. Wie andere zoologische GĂ€rten und Museen muss der Mundenhof dann wieder schließen.

Die Ticketbuchung ist ab morgen, Donnerstag, und danach maximal fĂŒnf Tage im Voraus möglich. Sie erfolgt ĂŒber die Homepage www.freiburg.de/mundenhof. Hier stehen auch alle anderen aktuellen Informationen fĂŒr den Besuch des Mundenhofes.

Unter den schwierigen Rahmenbedingungen der Pandemie entstehen dem Mundenhof zusĂ€tzliche Kosten. Daher freuen sich seine Tiere und die komplette Belegschaft umso mehr ĂŒber jede Spende. Entsprechende Plakate werden ab Freitag u.a. bei den Spendenkassen aufgehĂ€ngt.

Skatepark und Pumptrack bleiben geöffnet
Übrigens: der neue Skatepark im Dietenbachpark und der Pumptrack in ZĂ€hringen bleiben geöffnet, weil sie nach der Corona-VO jeweils SportstĂ€tten sind. Erst wenn die Inzidenz auf ĂŒber 100 steigt, werden beide Anlagen erneut geschlossen.
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NABU: Bundesamt fĂŒr Naturschutz mit fragwĂŒrdigem Rettungsversuch fĂŒr Butendiek
KrĂŒger: Butendiek hat keine Zukunft / Meeresschutzgebiete mĂŒssen fĂŒr Windparks tabu sein

Berlin, 4.3.21. Der NABU hat heute in seiner Stellungnahme das Ausnahmeverfahren fĂŒr den Offshore-Windpark Butendiek inmitten des Vogelschutzgebiets „Östliche Deutsche Bucht“ westlich von Sylt scharf kritisiert. Auf Aufforderung des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN) hatte die Betreibergesellschaft wpd eine AusnahmeprĂŒfung beantragt. Nach Ansicht des NABU ist das ein fragwĂŒrdiger Winkelzug auf Kosten streng geschĂŒtzter Seevögel.

Nachdem das BfN im November 2020 eine erhebliche BeeintrĂ€chtigung der Schutzgebietsziele und drohende PopulationsrĂŒckgĂ€nge von Stern- und Prachttauchern festgestellt hat, soll ĂŒber ein sogenanntes Dispensverfahren die Stilllegung, der (Teil-)RĂŒckbau oder auch nur die zeitweise Abschaltung des Windparks verhindert werden. Die oberste deutsche Naturschutzbehörde hatte den Standort Butendiek zwar auch frĂŒh kritisiert, will nun aber die Grenzen des Schutzgebiets anpassen und so den eingetretenen Umweltschaden kompensieren. NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger: „Die fragwĂŒrdigen Rettungsversuche lassen am SelbstverstĂ€ndnis des BfN zweifeln. Butendiek ist zu einem Projekt geworden, bei dem es nur Verlierer gibt. Der Streit beschĂ€digt den Ausbau der erneuerbaren Energien ebenso wie die verantwortlichen Behörden, von der Vogelwelt ganz zu schweigen. Wir mĂŒssen dieses traurige Kapitel der Energiewende endlich abschließen. Butendiek hat keine Zukunft – Meeresschutzgebiete mĂŒssen fĂŒr Windparks tabu sein.“

Der NABU hatte 2014 vor Baubeginn in einem Rechtsgutachten auf die eklatanten Fehler der Genehmigung hingewiesen und Klage eingereicht. Seit dem wird gestritten, am Umweltschaden besteht heute kein Zweifel mehr. „Die Vögel meiden die Turbinen in einer Entfernung von bis zu 16 Kilometern. Sie ziehen sich zurĂŒck. Butendiek beeintrĂ€chtigt streng geschĂŒtzte Stern- und Prachttaucher auf einem Drittel des fĂŒr sie ausgewiesenen Vogelschutzgebietes. Fast zehn Prozent ihres Lebensraums sind komplett verloren. Jetzt die Schutzgebietsgrenzen an den RĂŒckzug der vertriebenen Vögel anzupassen, ist rechtlich und aus Naturschutzsicht Ă€ußerst fragwĂŒrdig“, kritisiert NABU-Meeresexperte Kim Detloff.

Weder wurde die fĂŒr ein Dispensverfahren notwendige FFH-VertrĂ€glichkeitsprĂŒfung durchgefĂŒhrt, noch liegen Maßnahmen auf dem Tisch, welche die Vögel vor Rohstoffabbau, Schifffahrt oder der militĂ€rischen Nutzung innerhalb der neuen Schutzgebietsgrenzen schĂŒtzen können. „Hier soll offenbar die Vertreibung der Vögel in suboptimale LebensrĂ€ume per Ausnahme legitimiert werden. Dieser Versuch kommt zeitgleich mit der AnkĂŒndigung der EuropĂ€ischen Kommission, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen unzureichender Natura-2000-Umsetzung zu eröffnen. Ein trauriges Kapitel fĂŒr den deutschen Meeresnaturschutz – dieses Vorgehen darf auf keinen Fall Schule machen“, mahnt Detloff.

Offensichtliches Ziel des Winkelzugs ist nach Auffassung des NABU, die fĂŒr den 11. MĂ€rz angesetzte Verhandlung am Oberverwaltungsgericht MĂŒnster zu beeinflussen und den langjĂ€hrigen Rechtsstreit weiter zu komplizieren. In MĂŒnster soll in zweiter Instanz ĂŒber die notwendige Sanierung des Umweltschadens, die Schuldfrage und die ZustĂ€ndigkeiten der beiden Bundesbehörden BfN und Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) verhandelt werden. Seit Jahren bemĂŒhen sich beide Behörden jedoch weniger um eine Aufarbeitung der Naturschutzproblematik, sondern um die gegenseitige AbwĂ€lzung der Verantwortung. Fatal, denn Deutschlands Ziele fĂŒr die Offshore-Windenergie sind ambitioniert. Bis 2040 soll sich die Anzahl der WindrĂ€der verfĂŒnffachen. Dabei sind die deutsche Nord- und Ostsee schon heute ĂŒberlastet, die marine Raumordnung zeigt, dass es zu wenig Platz fĂŒr die vielfachen industriellen Interessen gibt.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Michael Altmoos
 
Buchtipp: Michael Altmoos "Besonders: Schmetterlinge"
Kreativer Schmetterlingsschutz fĂŒr Landschaft und Garten

So wird der Garten zum Schmetterlingsparadies: Schmetterlinge, die von BlĂŒte zu BlĂŒte gaukeln – wĂŒnschen Sie sich das im Garten? Diesen Traum können Sie sich erfĂŒllen, und es ist gar nicht so schwer. Was die bunten Juwelen der LĂŒfte brauchen, um sich im grĂŒnen Wohnzimmer wohlzufĂŒhlen, erklĂ€rt der NaturschĂŒtzer und Ökologe Michael Altmoos in seinem Buch »Besonders: Schmetterlinge« aus dem pala-verlag.
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E-Busse ein Jahr im Einsatz
Im Februar 2020 sind zum ersten Mal in der Freiburger Geschichte zwei elektrisch betriebene Busse in den Linienbetrieb gegangen. Ein Jahr spĂ€ter ziehen die Verantwortlichen der VAG eine positive Bilanz des Testbetriebes auf der Linie 27: „Die beiden Busse sind bisher zusammengenommen ĂŒber 80.000 Kilometer gefahren – und das weitgehend störungsfrei,“ sagt VAG Vorstand Stephan Bartosch. „Wir haben das Jahr genutzt, um in den WerkstĂ€tten und auch im Fahrbetrieb Erfahrungen mit der neuen Technik zu sammeln.“

Die Busse werden in der nĂ€chtlichen Betriebspause im Betriebshof der VAG schonend geladen. Mit Betriebsbeginn fahren Sie dann zu ihrem Einsatz auf der Linie 27 aus. Anfangs wurden die Busse nach jedem Umlauf am Europaplatz nachgeladen. „Ein Ziel der Pilotlinie war auch ĂŒber den gesamten Jahresverlauf Erfahrungen zu sammeln wie hĂ€ufig ein Nachladen benötigt wird. Heute werden die Busse in der Regel nur nach jedem 3. Umlauf neu geladen,“ erklĂ€rt Bartosch.

Auch werkstattseitig fĂ€llt das Fazit positiv aus. Die Busse, die Batterien und die Ladetechnik benötigen vergleichsweise wenig Wartung und funktionieren gut. Nachbesserungsbedarf sieht man bei der Freiburger Verkehrs AG nur in wenigen Details. So sucht man derzeit zum Beispiel nach Wegen, wie der LĂŒfter fĂŒr die BatteriekĂŒhlung bei hohen Außentemperaturen etwas ruhiger laufen kann.

Gespannt war man bei der VAG auch darauf, ob es gravierende Unterschiede zwischen dem Sommer- und dem Winterbetrieb geben wĂŒrde. Schließlich werden die Busse bei kalten Temperaturen auf dem Hof vorgeheizt und die rein elektrische Heizung muss dann, gespeist aus den Batterien, ausreichende Heizleistung wĂ€hrend des Fahrbetriebes erzeugen. Es zeigte sich, dass auch fĂŒr diese Zeit mit dem höchsten Strombedarf die Ladezeiten sowohl am Europaplatz als auch in der nĂ€chtlichen Betriebspause auf dem Betriebshof mehr als ausreichend sind.

„Dank ihrer sanften, leisen und auch emissionsfreien Fahrt sind unsere E-Busse bei den FahrgĂ€sten, aber auch bei unserem Fahrerpersonal sowie bei den Anwohnenden im Streckenverlauf sehr beliebt,“ sagt VAG Vorstand Oliver Benz. „Es hat sich auf jeden Fall bewĂ€hrt, bewusst mit zunĂ€chst nur einer Pilotlinie gestartet zu sein. So konnten wir im normalen Betrieb nach und nach immer mehr Fahrerinnen und Fahrer auf den E- Bussen einweisen und Erfahrung sammeln.“ Man konnte ĂŒben, wie man richtig lĂ€dt und die technische Wartung der Busse am Objekt schulen. Dies war auch möglich, weil die RĂŒckfallebene „Dieselbus“ bei nur zwei Einheiten auch betrieblich immer bestand.

Da die VAG ganz bewusst auf Nachladetechnologie setzt, also die Busse im Einsatz sukzessive mit Strom versorgt, können deutlich kleinere Batterien verwendet werden wie bei Bussen, welche nur ĂŒber Nacht geladen werden. Auch das bedeutet noch einmal ein deutliches Plus fĂŒr die Umwelt. „Wir rechnen mit einer Nutzungsdauer der Batterien von 9 Jahren fĂŒr den mobilen Einsatz. Danach ist vorgesehen diese noch fĂŒr die nĂ€chsten 9 bis 10 Jahre als Speicher fĂŒr den auf dem BetriebsgelĂ€nde produzierten Solarstrom zu nutzen,“ sagt Betriebsleiter Johannes Waibel. Dieser gewonnene Solarstrom soll dann auch fĂŒr die nĂ€chtliche Konditionierungsladung der Busse verwendet werden.

Dass die Ladestation am Europaplatz, die aus der Oberleitung der Straßenbahn elektrisch versorgt wird, in Fachkreisen schon fĂŒr einige Aufmerksamkeit gesorgt hat, weiß Michael Flösch, Unternehmensbereichsleiter Elektrische Anlagen, zu berichten: „Einige Kolleginnen und Kollegen von anderen Verkehrsbetrieben haben uns schon besucht, um sich diese Anlage vor Ort einmal anzuschauen.“

Auch hier konnten wĂ€hrend des bisherigen Pilotbetriebes gute Erfahrungen im Umgang mit der Technik und fĂŒr zukĂŒnftige Anlagen gesammelt werden. Die Technologie funktionierte zuverlĂ€ssig – lediglich nach fast einem Jahr Betrieb mĂŒsste seitens der Herstellerfirma eine Komponente ausgebaut, neu ausgelegt und erneuert werden.

Mit dem laufenden Pilotbetrieb sollen noch weitere Erkenntnisse fĂŒr die weitere Umstellung auf Elektrobusse gesammelt werden. „Wir sehen uns aber jetzt schon gut gerĂŒstet fĂŒr die weitere Umstellung auf Elektrobusse und freuen uns auf den emissionsfreien und leiseren Betrieb“ schließen die beiden VorstĂ€nde der VAG.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Zahl des Monats: Über 50.000 Unterschriften gegen FlĂ€chenfraß
NABU fordert §13b aus dem Baugesetzbuch zu streichen

Berlin, 3.3.21 - Schluss mit dem Bauen auf der grĂŒnen Wiese: Schon ĂŒber 50.000 Menschen haben die FlĂ€chenfraß-Petition des NABU unterschrieben und fordern damit die Streichung des sogenannten Betonparagrafen aus dem Baugesetzbuch.

§13b BauGB war ursprĂŒnglich eingefĂŒhrt worden, um schneller bezahlbaren Wohnraum in Ballungsgebieten zu schaffen. Er fĂŒhrt aber dazu, dass fast ausschließlich Ein- und ZweifamilienhĂ€user an DorfrĂ€ndern, im gesetzlich geschĂŒtzten "Außenbereich", gebaut und somit neue FlĂ€chen versiegelt werden - trotz zahlreicher leerstehender HĂ€user und Wohnungen.

Mit der Novelle des Baugesetzbuchs, die aktuell im Bundestag debattiert wird, soll der Paragraf befristet verlĂ€ngert werden. Das steht im krassen Widerspruch zum Vorrang der Innenentwicklung, der Bodenschutzklausel und zerschneidet GrĂŒn- und FreiflĂ€chen. §13b BauGB ist mitverantwortlich fĂŒr den Neuverbrauch von knapp 60 Hektar pro Tag fĂŒr Siedlungs- und VerkehrsflĂ€chen - doppelt so viel, wie das FlĂ€chensparziel der Bundesregierung vorgibt.
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FlÀchenverbrauch: Eine Rede
(c) mitwelt.org
 
FlÀchenverbrauch: Eine Rede
In Gundelfingen bei Freiburg sollen 44.000 Quadratmetern beim Areal NĂ€gelesee-Nord neu bebaut werden. Eine örtliche BĂŒrgerinitiative organisiert am 14. MĂ€rz 2021 (Landtagswahl) einen BĂŒrgerentscheid. Die örtliche BI wird unter anderem unterstĂŒtzt von Fridays for Future, BUND, NABU und dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband.

Bei einer Informationsveranstaltung gegen diese Politik am 27. Februar waren als Redner vorgesehen:
Prof. Dr. Rainer Grießhammer, Wissenschaftler UniversitĂ€t Freiburg, Öko-Institut Freiburg,
Martin Linser, Winzer, stellv. Vorsitzender im Bauernverband BLHV in Freiburg und
Axel Mayer,Kreisrat und (Alt-) BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer - seinen Redebeitrag folgt hier:

FlĂ€chenverbrauch ist ein Scheiß-Thema

Es gibt die Wohnung-Habenden
Es gibt die Nicht Wohnung-Habenden
Und es gibt die Gewinnerregionen und die Verliererregionen
Und es gibt diejenigen die die Einen gegen die Anderen ausspielen

Ich kann zur Situation in Gundelfingen wenig sagen
aber Gundelfingen ist ĂŒberall, nicht nur in SĂŒdbaden

Das neue Gundelfinger Baugebiet wird vom BĂŒrgermeister und den GemeinderĂ€ten liebevoll und zwischenzeitlich auch ziemlich ökologisch geplant
In Endingen, wo ich herkomme, werden die Baugebiete auch liebevoll und zwischenzeitlich ziemlich ökologisch geplant
Auch in den Gundelfinger und den Endinger Nachbargemeinden werden die Baugebiete liebevoll geplant

Doch wenn diese liebevoll geplanten Baugebiete zusammen wachsen, dann ist das hÀsslicher Siedlungsbrei, Bandstadt, Suburbia, LÀrm, Stau & Verkehrsprobleme

Fahren Sie einmal auf der B3 von Buggingen, Freiburg, Gundelfingen nach Offenburg
Hier wÀchst ein Siedlungsband, eine "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe zusammen
Hier wuchert, gegen jede Idee vernĂŒnftiger Regionalplanung, ein hĂ€ssliches, zugebautes, scheußliches Siedlungsband zusammen

Zwischen Freiburg und Offenburg liegt eine Strecke von 68 km
Zwischen Freiburg und Offenburg liegen 50 km zugebaute SiedlungsflÀchen und nur noch 18 km Freiraum mit massiv abnehmender Tendenz
Ein Betonring wÀchst langsam auch um den Kaiserstuhl und wuchert in die SeitentÀler des Schwarzwaldes

Fahren Sie die Strecke einmal mit offenen Augen und offenen Herzen ab
Das Problem ist nicht nur, dass gebaut wird
Das Problem ist auch wie gebaut wird

Liebevoll gedachte Baugebiete wie in Gundelfingen wachsen zu hÀsslich wuchernden, breiartige Siedlungsstrukturen zusammen
Wir schreien nach kluger, weitsichtiger, ĂŒberregionaler Planung und Raumordnung!

Das Problem ist auch wie gebaut wird
Neonschrille Ortseinfahrten, trostlose Gewerbesteppen, Wegwerfarchitektur, architektonische Monotonie und die Billigbauten der Hypermarche-Kultur

Seit Jahrzehnten wird uns ein Ende des FlÀchenverbrauchs versprochen
Doch tÀglich werden in Deutschland rund 56 Hektar als SiedlungsflÀchen und VerkehrsflÀchen neu ausgewiesen.
Dies entspricht einer FlĂ€che von circa 79 Fußballfeldern

Es gibt die Idee der "blauen Banane"
Haben Sie schon einmal etwas von der Vision der "blauen Banane" gehört?

"Die "blauen Banane" ist ein zentraleuropĂ€ischer Verdichtungsraum mit rund 111 Millionen Einwohnern, ein bandförmiger europĂ€ischer Großraum zwischen Irischer See und Mittelmeer, deren Urbanisierung eine Kette von BallungsrĂ€umen bildet, was man auch als Megalopolis oder Megaregion bezeichnet" (Wikipedia)


Freiburg und Gundelfingen liegen im Herzen der blauen Banane
Freiburg, Gundelfingen und der Oberrhein liegen im Herzen des zusammenwachsenden zentraleuropÀischen Verdichtungsraumes

Wenn Dietenbach zugebaut ist, ist Freiburg "voll"
Dann wird "Breiburg im Breigau" noch stÀrker ins Umland explodieren

Wann endet endlich der vorsintflutliche Kantönlisgeist der Stadt und der beiden Landkreise?
Freiburg und die beiden Nachbarkreise sind keine drei isolierten Inseln
Freiburg und die beiden Nachbarkreise mĂŒssen endlich endlich im Zusammenhang gesehen werden

Das neue Gundelfinger Baugebiet ist ein Puzzlestein
Warum legen unsere Politiker, warum legen unsere Medien diese Puzzlesteine so selten zu möglichen Zukunfts-Bildern zusammen?

Welches Bild ergibt sich, wenn die vielen Puzzlesteine zu einem Bild zusammengefĂŒgt werden?
Ein zumeist scheußliches Siedlungsband von Basel nach Karlsruhe
Ein Leben in der blauen Banane im zentraleuropÀischen Verdichtungsraum das nach dem Prinzip der Salami-Taktik durchgesetzt wird

Was macht das mit der Restlandwirtschaft?
Was macht das mit der Restnatur in Zeiten globaler und regionaler Artenausrottung?
Was macht das mit den Menschen?
Was macht das mit uns?

Es ist dieses alte Wissen, das in der Politik nie angekommen ist:
Unbegrenztes Wachstum und Gier zerstören begrenzte Systeme und Heimat
Unbegrenztes Wachstum und Gier sind die Ursachen fĂŒr Klimakatastrophe, Artenausrottung und FlĂ€chenverbrauch
Unbegrenztes Wachstum zerstört die Green City und den Oberrhein und Gundelfingen

Was tun?
Ich habe da so eine absolut verrĂŒckte Idee
Was fehlt, ist kluge, weitschauende Planung und menschengerechte Raumordnung
Wir brĂ€uchten so etwas wie Regionalplanung, ein politisches Gremium das Bauen ĂŒberregional plant und Verbreiung verhindert
Wir könnten es zum Beispiel "Regionalverband" nennen
Klug, nachhaltig und bĂŒrgermeisterfern könnte es raumordnerische Fehlentwicklungen verhindern
Zugegeben: So eine neue, nie gedachte Institution ist angesichts unserer BĂŒrgermeister-Macht-Strukturen natĂŒrlich eine verrĂŒckte Idee

Was tun?
Es gibt tatsÀchlich ein Wohnraumproblem am Oberrhein und explodierende Mieten
Aber es gibt auch fast 2 Millionen leerstehende Wohnungen in Deutschland
Es gibt die Gewinnerregionen und die Verliererregionen auch in Baden-WĂŒrttemberg
Der Staat versagt, wenn er es nicht schafft ĂŒberall in diesem Land vergleichbare LebensverhĂ€ltnisse zu schaffen
Der Staat versagt, wenn er es nicht schafft, die Landflucht zu bremsen

Die Stadt Freiburg wird ihrer Stadtfunktion im Neubaugebiet Dietenbach nicht gerecht
Die "wir erlauben immer alles Parteien" versagen beim Thema Wohnraumspekulation, Mietenexplosion und sozialer Wohnungsbau

Was nicht tun?
Wir können natĂŒrlich auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels in der Hitzeregion am Oberrhein setzen
Wenn aus der wĂ€rmsten Region Deutschlands das heißeste Problemgebiet wird, wird der Zuzug stoppen

Wir können natĂŒrlich auch "die KrĂ€fte des Marktes" walten lassen
Wir können natĂŒrlich auch die "jeder kann machen was er will Parteien" walten lassen
Das fĂŒhrt dazu, dass jeder wo er will und wie er will bauen kann und darf
FrĂŒher hat dieses Prinzip schon einmal zur Katastrophe der menschenfeindlichen "autogerechten Stadt" gefĂŒhrt

Wenn wir die "die KrÀfte des Marktes uneingeschrÀnkt walten lassen" wird einfach so lange zugebaut,
bis SĂŒdbaden, eine der schönsten Regionen Deutschlands so zugebaut-hĂ€sslich ist, dass niemand mehr herzieht

Ich wurde von Menschen angesprochen, die aus dem Moloch Mittlerer Neckarraum nach SĂŒdbaden geflohen sind
Sie sagen, dass sich die dortigen Zersiedelungsprozesse hier eins zu eins wiederholen
Sie werden der "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe wieder entfliehen und wegziehen

Ich wĂŒrde gerne hier bleiben

Wir dĂŒrfen nicht zulassen, dass die Wohnung-Habenden gezielt gegen die Nichtwohnung-Habenden ausgespielt werden

Das neue Baugebiet in Gundelfingen ist eben auch ein Puzzlestein in einem Bild der Zerstörung
Unser heutiger Protest und der BĂŒrgerentscheid wenden sich auch gegen einen Totalausfall von Raumordnung
Unser heutiger Protest ist Sand im Getriebe der "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe, der europÀischen Megapole am Oberrhein
Ein Entscheid der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gegen das Baugebiet
Euer Entscheid gegen das Baugebiet wĂŒrde globale Zerstörungsprozesse regional verlangsamen

Die Grenzen des Wachstums, Klimakatastrophe, Artenausrottung und FlĂ€chenverbrauch mĂŒssen endlich endlich in Zusammenhang gesehen werden
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Verschiedenes 
 
Schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof
Mundenhof Storchennest (c) Stadt Freiburg/Mundenhof
 
Schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof
Feuerwehr entfernt einsturzgefÀhrdetes tonnenschweres Nest

Freiburg, 25. Februar. Erst vor einer Woche hatte der Mundenhof unter dem Stichwort „Tiergehege wird zum Kindergarten“ reichlich Nachwuchs gemeldet. Heute herrschte schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof. Diesmal waren aber nicht die vielen Tierbabies dafĂŒr verantwortlich sondern ein Fall von ignoranter Missachtung örtlicher Bauvorschriften. Und zwar durch Baumeister, die es eigentlich besser wissen mĂŒssten.

Störche haben einen Sinn fĂŒr schöne NistplĂ€tze. Auf dem Mundenhof jedenfalls nisten sie gerne auf den markantesten Punkten. Hoch hinaus muss es auf jeden Fall gehen. Die traditionsreichsten Storchennester fanden sich in den vergangenen Jahrzehnten an zwei Standorten: auf dem Silo, dessen Dach die Störche durch ĂŒbergewichtiges Bauen derart belasteten, dass es bei einem Sturm im vergangenen Sommer einstĂŒrzte – und auf einem 30 Meter hohen Kamin. Dieser Kamin war ein Relikt einer Getreidetrocknungsanlage aus den 1960er Jahren, spĂ€ter hatte er einen Brand ĂŒberdauert und galt in Storchenkreisen als Platz mit dem besten Überblick ĂŒber das gesamte Mundenhof-GelĂ€nde.

Entsprechend begehrt war der Nistplatz auf dem Kamin. Jahr fĂŒr Jahr wurde dieses Nest von neuen Storchenpaaren aus-, an- und umgebaut. Keiner wollte den MĂŒll vom Vorjahr entfernen. So wurde aus dem Flach-Nest nach und nach ein Hoch-Nest, dem irgendwann auch die flĂŒchtigste Betrachterin nicht einen gewissen Hang zur Absturzgefahr absprechen konnte. Nun erreichen abstĂŒrzende Storchennester mĂŒhelos die zerstörerische Kraft eines aus großer Höhe abstĂŒrzenden Kleinwagen; das Storchennest auf dem Mundenhof-Kamin wog mittlerweile 1100 Kilo.

Wegen dieser Absturzgefahr hat sich der Mundenhof kurzerhand entschlossen zu handeln bevor es zu spĂ€t ist. Seit ein paar Tagen trudeln wieder die Störche aus dem SĂŒden ein, und Storchenkenner wie Kalenderleserinnen wissen, dass sie bald „ihre“ Nester belegen wollen. Also beschloss die Mundenhof-Leitung in Abstimmung mit dem RegierungsprĂ€sidium, in einer gemeinsamen Großaktion mit der Freiburger Berufsfeuerwehr und dem Verein Weissstorch das Nest auf dem Kamin zurĂŒckzubauen. Die Aktion in 30 Metern Höhe dauerte heute Morgen zwei Stunden lang. An technischem GerĂ€t waren involviert: der Feuerwehr-Kran, die GelenkbĂŒhne und die Drehleiter. Mit deren Hilfe wurde das gesamte Nest abgebaut, ohne dass Tiere, Menschen oder GerĂ€tschaften zu Schaden kamen.

Seit jeher genießt der Mundenhof unter SĂŒdbadens Storchen einen exzellenten Ruf. Von den 26 bekannten Storchennestern in Freiburg befinden sich 15 auf dem Mundenhof. Im Jahr 2020 sind hier 33 Jungstörche geschlĂŒpft, d. h. im Durchschnitt 2,2 Kinder pro Brutpaar. Die Störche kommen in der Regel im Januar und Februar zurĂŒck von ihrer Reise in wĂ€rmere Gefilde, brĂŒten im FrĂŒhjahr und ziehen ihre Jungen im Mai, Juni und Juli groß, um im August wieder auf große Reise zu gehen.
 
 

Veranstaltungen 
 
Winzerinnen-Weine am Weltfrauentag 2021
Rebstockpatenschaften (c) Gisela Bautz
 
Winzerinnen-Weine am Weltfrauentag 2021
AnlĂ€sslich des Weltfrauentags am 8. MĂ€rz stellt Slow Food bei einer Online-Weinprobe sechs Winzerinnen und ihre Erzeugnisse ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Winzerinnen geben Ausblick darauf, wie die Weinwelt der Zukunft aussehen könnte: Ökologie und Fairness sind darin untrennbar mit Raffinesse und Eleganz von Weinen verbunden. Interessierte Verbraucher*innen sind eingeladen, sich wĂ€hrend der Weinprobe mit den Pionierinnen auszutauschen. Anmeldung bis 24. Februar möglich.

Die Weinbranche wird sichtbar weiblicher. WĂ€hrend in der Vergangenheit WeingĂŒter fast ausschließlich an mĂ€nnliche Nachkommen vererbt wurden, nehmen immer mehr gut ausgebildete, kreative Frauen Einfluss auf den familiĂ€ren Generationenwechsel. Nicht zuletzt die QualitĂ€t ihrer Weine sowie zahlreiche Preise und Auszeichnungen bestĂ€tigen sie in ihrem Tun. Frauen stehen nicht selten exemplarisch fĂŒr eine neue Wein-Generation: ökologischer Anbau, Nachhaltigkeit im Weinberg und im Keller, Mut zu neuen und alternativen Rebsorten wie den PilzwiderstandsfĂ€higen Sorten (PIWIS); gleichzeitig liegt ihnen die Pflege der biokulturellen Vielfalt am Herzen. Sie bauen alte Sorten an und unterstĂŒtzen den handwerklichen Ausbau von Wein.

Am diesjĂ€hrigen Weltfrauentag prĂ€sentieren sechs Winzerinnen aus verschiedenen Weinregionen Deutschlands ihre Erzeugnisse als ein Ausblick in die Weinwelt der Zukunft. Sie alle fĂŒhlen sich dem ökologischen Weinbau verpflichtet. Einige von ihnen sind engagierte Mitglieder des Vinissima Frauen & Wein e.V., das bundesweite Berufs-Netzwerk fĂŒr Frauen in der Weinbranche mit 580 Mitgliedern. Susanne Salzgeber, Journalistin, SommeliĂšre und Vinissima begleitet die Teilnehmenden durch den Abend.

Folgende Winzerinnen sind an ihrer Seite und stellen ausgewÀhlte Weine vor:
‱ Hanneke Schönhals, Weingut Schönhals (Rheinhessen), Saphira trocken 2020
‱ Eva Vollmer, Weingut Eva Vollmer (Rheinhessen), Weißburgunder trocken 2019
‱ Eva-Maria Köpfer, Weingut Abril (Baden), Auxerrois trocken 2020
‱ Julia Weckbecker, Weingut Weckbecker (Mosel), Riesling feinherb 2019
‱ Martina Bernhard, Weingut Bernhard (Rheinhessen), Wilde Hilde RosĂ© trocken 2020
‱ Lotte Pfeffer, Weingut BrĂŒder Dr. Becker (Rheinhessen), SpĂ€tburgunder trocken 2019
Das Weinpaket enthÀlt sechs Weine und kostet inkl. Versand 53 Euro.

Weinverkostung: Wann? Am 8.3.2021 von 19 Uhr bis ca. 21 Uhr | Wie? Die Interessent*innen melden sich verbindlich bis spĂ€testens zum 24. Februar 2021 an (klicke unten auf "mehr"). Vom Weingut Schönhals erhalten sie die oben genannten sechs ausgewĂ€hlten Weine zugesandt; das Weingut Schönhals ist ihr Vertragspartner fĂŒr das Verkostungspaket und stellt die Rechnung. Slow Food Deutschland ist Ideengeber und organisatorischer Partner und lĂ€sst ihnen die Zugangsdaten und technischen Hinweise per E-Mail vor der Veranstaltung zukommen. Der 24.2. ist der letztmögliche Bestell- und Anmeldetermin. Mit der Anmeldung ist die Bestellung des Weinpakets automatisch verbunden. Der Versand der Pakete erfolgt ab dem 2. MĂ€rz 2021.
RĂŒckfragen unter projektbeauftragte@slowfood.de
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Tiergehege wird zum Kindergarten
Mundenhof-Neuzugangs Willi (c) Stadt Freiburg/Mundenhof
 
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Dem Mundenhof hat das neue Jahr schon reichlich Nachwuchs beschert

Gerade mal sieben Wochen alt ist das neue Jahr, doch die Natur auf dem Mundenhof kann sich kaum mehr zurĂŒckhalten. Fast an jedem Tag im Januar kamen frische Tierbabies auf die Welt: am 10. Januar waren es zwei Walliserziegen, am 13. eine Walliserziege, am 15. ein Kamerunschaf, am 16. wieder eine Walliserziege, am 24. zwei Kaschmirziegen, am 25. ein Kamerunschaf, am 26. zwei und am 27. drei weitere Kaschmirziegen. Der muntere Nachwuchs-Segen setzte sich im Februar fort: am 1. Februar kamen zwei Kaschmirziegen zur Welt und am 2., 4. und 12. insgesamt nochmals sieben Zwergziegen.

Bei zwischendurch beißender KĂ€lte waren die Tierpfleger ganz schön gefordert, die neuen Meckerlinge ins Warme zu bringen und zeitweise auch zu schoppen. Und wie das so ist bei Neugeborenen, muss das auch nachts sein. Inzwischen sind alle Kleinen wohlauf – und ihre PflegekrĂ€fte erledigt.

Die ersten Störche sind bereits aus wĂ€rmeren Gefilden zurĂŒck gekehrt und haben sich trotz KĂ€lte und Schnee auf dem Mundenhof eingefunden. Auf schneebedeckten Wiesen lebt ihr Futterangebot (umgangssprachlich: MĂ€use) noch unter Tage. Doch mit dem WĂ€rmeeinbruch dieser Woche deckt sich auch der Mittagstisch fĂŒr Meister Adebar wieder von selbst.

Ein Neuzugang wird auch bei den SchwarzwĂ€lder Pferden erwartet. „Willi“ steht schon bereit, um bald die bislang aus drei Wallachen bestehende Gruppe zu verstĂ€rken. Wie in seinem Pferdepass steht, ist Willi ein „Dunkelfuchs mit hellem Langhaar“ – ein wunderschönes Tier und mit seinen sechs Jahren im besten Alter, um im Nachmittagsprogramm der pĂ€dagogischen Einrichtung KonTiKi (Kontakt Tier und Kind) eine aktive Rolle zu ĂŒbernehmen. Solch ein krĂ€ftiges, schönes Tier hat natĂŒrlich seinen Preis: 4.500 Euro soll der Kerl kosten. Bei dieser Anschaffung braucht der Förderverein Mundenhof noch UnterstĂŒtzung und freut sich ĂŒber Spenden:
Volksbank Freiburg IBAN DE54 6809 0000 0009 3676 08,
Sparkasse Freiburg IBAN: DE26 6805 0101 0002 0000 08.
Bei Spenden ĂŒber 200 Euro gibt es eine Spendenbescheinigung.

Öffnung des Mundenhofs hĂ€ngt von Landesverordnung ab

Noch ist es weiterhin nicht gestattet, den Mundenhof zu besuchen. Sobald die Landesverordnung eine Öffnung der Freizeiteinrichtungen wieder zulĂ€sst, wird auch der Mundenhof wieder gerne Besucher und Besucherinnen empfangen. Dann wird man wieder Tickets ĂŒber einen Parkplatzdienst oder bei Reservix buchen können. Der Mundenhof blickt der Zeit, in der er wieder zum Tummelplatz von kleinen und großen Zweibeinern wird, erwartungsvoll entgegen.
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