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Montag, 22. Juli 2019
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Veranstaltungen 
 
Von frühen Kämpfen für Luftreinhaltung zu Fridays for Future
BrĂĽckenbesetzung auf der
 
Von frühen Kämpfen für Luftreinhaltung zu Fridays for Future
20. September 2919: Globaler Klimastreik & 45 Jahre Bauplatzbesetzung Marckolsheim

Hintergrund und Vorabinformation:
Am 20. September 1974 wurde der Bauplatz eines geplanten, extrem luftverschmutzenden Bleiwerks im elsässischen Marckolsheim von Umweltschützern beidseits des Rheins besetzt. Für den 20. September 2019, also genau 45 Jahre später, ruft die Jugendumweltbewegung "Fridays for Future" alle Menschen, egal welchen Alters, zu einem globalen Klimastreik auf, einem Streik, der nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht!

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Kurze Geschichte der Kämpfe um Luftreinhaltung und Klimaschutz

Am 20. September 2019 organisiert die Jugendumweltbewegung "Fridays for Future" einen globalen Streiktag gegen die Klimakatastrophe und am gleichen Tag vor 45 Jahren begann mit der Bauplatzbesetzung gegen ein extrem luftverschmutzendes Bleichemiewerk im elsässischen Marckolsheim der erfolgreiche Kampf um saubere Luft.

Vom erfolgreichen Streit gegen die Luftverschmutzung, ĂĽber den Kampf gegen das Waldsterben zu Fridays for Future...

- ab 1945: Nach dem Krieg sollten "die Schornsteine wieder rauchen". Die Folgen waren das "Wirtschaftswunder", aber auch eine heute nicht mehr vorstellbare extreme Luft- und Umweltverschmutzung.

- 1961: Der Streit fĂĽr saubere Luft beginnt mit Willy Brandt und seiner Forderung: "Der Himmel ĂĽber der Ruhr muss wieder blau werden". Die folgende (aus damaliger Sicht sehr fortschrittliche) Hochschornsteinpolitik verlagerte zwar nur die Probleme, war aber ein wichtiger Anfang.

- 1974 - 1975: Der massive Konflikt und die erste grenzüberschreitend organisierte Bauplatzbesetzung gegen ein extrem luftverschmutzendes Bleichemiewerk im elsässischen Marckolsheim war einer der ersten konkreten Erfolge der jungen Umweltbewegung.

- um 1980: Die heftigen Proteste und Aktionen gegen das Waldsterben und für saubere Luft führten mittel- und langfristig zu einer massiven Verbesserung der Luftqualität und zu einer Zunahme des Umweltbewusstseins. Gesetze wurden auf Druck der Umweltbewegung und gegen die Lobbyisten verschärft, der PKW-Katalysator wurde eingeführt, verbleites Benzin wurde verboten, Kraftwerke und Industrieanlagen wurden entstickt, entschwefelt und zum Teil technisch auch sicherer. "So konnten zum Beispiel alleine in Baden-Württemberg die Schwefel-Emissionen von 334.200 Tonnen 1973 auf 58.800 Tonnen 1995 reduziert werden, was einem Rückgang um über 80 % entspricht", schreibt die LUBW Baden-Württemberg.

- 2019: Fast 30 Jahre Debatten, Studien, Streit und Öffentlichkeitsarbeit von Wissenschaft und Umweltbewegung gegen den Klimawandel und gegen mächtige Lobbys führen zur Entstehung der unabhängigen globalen Jugendumweltbewegung "Fridays for Future". Aus jahrzehntelanger Quantität an Umweltarbeit wird Qualität von Bewegung. Während in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts die ökologischen Konflikte noch zwischen der Umweltbewegung und den Konzernen direkt ausgetragen wurden, schicken jetzt die Konzerne ihre Vorfeldorganisationen (industriegelenkte Bürgerinitiativen, Stiftungen und andere Tarnorganisationen) in den Kampf gegen Umweltbewegung und Energiewende.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer und ehemaliger Marckolsheimer Bauplatzbesetzer

zum Bild oben:
BrĂĽckenbesetzung auf der "RumpelbrĂĽcke" Sasbach-Marckolsheim im Konflikt um das Bleichemiewerk CWM und das AKW Wyhl / Foto: Archiv Axel Mayer
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Ulrike Aufderheide
 
Buchtipp: Ulrike Aufderheide "Tiere pflanzen"
Faszinierende Partnerschaften zwischen Pflanzen und Tieren
18 attraktive Lebensräume im Naturgarten gestalten

Bund fürs Leben! Kann man Tiere pflanzen? Ja, das geht – mit einheimischen Wildpflanzen! Wie genau, erklärt Ulrike Aufderheide in ihrem Buch »Tiere pflanzen«, erschienen im pala-verlag. Denn Pflanzen und Tiere haben sich im Laufe der Evolution aneinander angepasst. So darf man Stieglitze erwarten, wenn man Wilde Karden pflanzt, Bläulinge beim Hornklee oder Holzbienen beim Blasenstrauch. Mit »Tiere pflanzen« kann jeder im Kleinen sofort damit beginnen, etwas gegen den dramatischen Artenverlust und die anhaltende Bedrohung von Lebensräumen zu tun.

18 spannende Partnerschaften zwischen Pflanzen und Insekten oder Vögeln hat die Autorin für ihr Buch ausgewählt. Jeder Partnerschaft ist ein Lebensraum im Naturgarten zugeordnet. Lebendig, attraktiv und ökologisch wertvoll lassen sich damit alle Standorte im Garten gestalten – vom Blumenrasen bis zur Wildstrauchhecke.

Das Buch stellt die Tiere und Pflanzen mit ihren Bedürfnissen vor, macht ökologische Zusammenhänge verständlich und erklärt praxisnah, worauf es ankommt, damit die kleinen Lebensgemeinschaften gelingen.

Biologin Ulrike Aufderheide hat »Tiere pflanzen« ersonnen – ein Weg zu mehr Artenschutz, der jedem offen steht. Wollen Sie Stieglitze im Garten? Dann pflanzen Sie Wilde Karden – und die Vögel kommen ganz von selbst. Jede wilde Blume ist ein guter Anfang.

pala-verlag 2019, 176 Seiten, € 19,90
ISBN: 978-3-89566-388-8
 
 


Verschiedenes 
 
 
Städte fordern Kanzlerin Merkel zu verstärktem Klimaschutz auf
Freiburgs OB Martin Horn: Kommunen benötigen mehr Unterstützung vom Bund

Gemeinsam mit drei Städtenetzwerken für Nachhaltigkeit und Klimaschutz hat der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn die Bundesregierung aufgefordert, die Anstrengungen gegen den Klimawandel zu verstärken. Eine engere Zusammenarbeit auf nationaler und europäischer Ebene sei notwendig, „um die Auswirkungen unserer Maßnahmen zu vervielfachen“, heißt es in dem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Neben einer stärkeren finanziellen Unterstützung sei der Abbau rechtlicher und administrativer Hürden wichtig, um noch effektivere Maßnahmen auf kommunaler Ebene für mehr Klimaschutz treffen zu können. In dem Schreiben geht es auch um die Positionierung der Bundesrepublik in Europäischen Entscheidungsprozessen, insbesondere hinsichtlich der nächsten Förderperiode.

Horn ist Europa-Vorsitzender des weltweit tätigen lokalen Netzwerkes für Nachhaltigkeit ICLEI – Local Governments for Sustainability. Zu den Unterzeichnern gehören auch Ashok Sridharan, Präsident von ICLEI und Oberbürgermeister von Bonn, Andreas Wolter als Vorsitzender des Klimabündnisses und Bürgermeister von Köln, sowie der Vorsitzende von Energy Cities, der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner. Im Rahmen der drei Netzwerke engagieren sich 4.000 Städte, davon mehr als 500 in Deutschland für Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Der Appell enthält konkrete Forderungen an die Bundesregierung, darunter beispielsweise eine CO2-Abgabe und eine erneute Anpassung des ErneuerbareEnergien-Gesetzes. Klimaschutz solle als Querschnittsaufgabe fester Bestandteil aller Entscheidungen werden. „Als Städte haben wir eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel, um unsere Bürger vor den bereits heute spürbaren Auswirkungen zu schützen. Dabei dürfen sozial Benachteiligte nicht die Leidtragenden sein“, sagte Martin Horn in Freiburg. „Die dringend notwendigen Anstrengungen gegen den Klimawandel können wir als Städte jedoch nicht alleine meistern. Deshalb fordern wir die Bundesregierung dazu auf, die Zusammenarbeit im Klimaschutz mit uns zu intensivieren und unsere Bemühungen stärker zu unterstützen“, erklärte Horn weiter.

In ihrem Anschreiben bieten die Städte eine strategische Partnerschaft in Form einer Task-Force an, um die genannten Herausforderungen zu bewältigen.

Hintergrund zu den Städtenetzwerken für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Klima-Bündnis Seit mehr als 25 Jahren setzen sich die Mitgliedskommunen des KlimaBündnis mit ihren indigenen Partnern der Regenwälder für das Weltklima ein. Mit 1.700 Mitgliedern aus 26 europäischen Ländern ist das Klima-Bündnis das weltweit größte Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz mit konkreten Zielen widmet: Jede Klima-Bündnis-Kommune hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren.

Energy Cities - ist eine Gemeinschaft von über 1.000 lokalen Regierungen in 30 Ländern. Wir glauben, dass es beim Energiewandel nicht nur um saubere Energie oder großartige Technologien geht: Es geht um einen vernünftigen Umgang mit Ressourcen bei gleichzeitiger Stärkung der lokalen Beteiligung und des Wohlstands in einem demokratischen Europa.

ICLEI - Local Governments for Sustainability ist ein globales Netzwerk von über 1.750 Kommunen, die sich für nachhaltige Entwicklung engagieren. ICLEI Europa gibt seinen Mitgliedern eine Stimme auf europäischer und internationaler Bühne, eine Plattform sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und das Werkzeug, um einen positiven ökologischen, ökonomischen und sozialen Wandel voran zu bringen.

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Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin
Frau Dr. Angela Merkel
Willy-Brandt-StraĂźe 1
10557 Berlin


Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

viele Städte sind momentan dabei, über den Beschluss eines möglichen „Klimanotstandes“ zu diskutieren; einige wie Bonn, Heidelberg, Konstanz, Kiel, Münster oder Erlangen haben sich bereits zu diesem Schritt entschieden, weitere Städte bereiten einen solchen Schritt vor.

Die Anregung kommt vielfach aus der Bevölkerung, vor allem von jungen Menschen, die sich zum Teil in der „Fridays for Future“-Bewegung engagieren und damit ihre Ängste über die Zukunft, die wir ihnen hinterlassen werden, formulieren.

Gleichzeitig sind viele Städte und ländliche Gemeinden immer stärker von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen: Überschwemmungen, Trockenperioden und Überhitzungen in den Städten sind nur einige davon.

Aber auch die sozialen und ökonomischen Konsequenzen der Transformationsprozesse werden in unseren Städten spürbar. Vor allem die schwächsten Gruppen der Gesellschaft sind von den Auswirkungen betroffen. Es besteht die Gefahr, dass sie immer mehr abgehängt werden und damit auch das Wählerpotential für rechtspopulistische Parteien vergrößert wird.

Zahlreiche Städte in Deutschland und Europa arbeiten bereits seit vielen Jahren daran, nicht nur ihre CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern vor allem die notwendige Transformation der Gesellschaft voranzubringen. So engagieren sich unsere Mitgliedskommunen beim Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs mit emissionsarmen Bussen sowie der Erweiterung des Straßenbahn- und Stadtbahnnetzes. Wir bauen ganze Stadtviertel im Niedrigenergie- bzw. Passivhaus-Standard. Wir kümmern uns dabei auch um die soziale Dimension, um keine Bevölkerungsgruppe abzuhängen und um sozial Benachteiligte in die bevorstehenden Veränderungen einzubeziehen.

Trotz vielfacher Aktionen von uns, gibt es viele Bereiche, in denen wir eine engere Zusammenarbeit mit der nationalen und europäischen Ebene benötigen, um die Auswirkungen unserer Maßnahmen zu vervielfachen. Dabei geht es um stärkere finanzielle Unterstützung, jedoch auch um den Abbau rechtlicher und administrativer Hürden sowie um die Anerkennung und Kommunikation der von den Kommunen bereits erreichten Ergebnisse.

Wir konstatieren eine massive Diskrepanz zwischen den anspruchsvollen Klimaschutzzielen und der realen Politik und Gesetzgebung. Durch politische Entscheidungen in den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen fĂĽr den Klimaschutz in vielen Bereichen verschlechtert, der Ausbau der erneuerbaren Energien wurde ausgebremst.

Wir sehen deshalb dringenden Handlungsbedarf vor allem in den folgenden Bereichen:

• Das geplante Klimaschutzgesetz muss alle klimaschutz-relevanten Fachgebiete (insbesondere Energiewirtschaft, erneuerbare Energien, Gebäudestandards, Baurecht, Mobilität und Landwirtschaft) berücksichtigen und eine Neuausrichtung der entsprechenden Fachgesetze auf den Klimaschutz einleiten.

• Klimaschutz sollte eine Pflichtaufgabe aller politischen Ebenen sein und als Querschnittsaufgabe Bestandteil aller Entscheidungen werden.

• Der aktuelle Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes hält an einem längst überholten baulichen Energiestandard fest. Er sollte sich vielmehr an den umfassend in der Praxis erprobten Standards des KfW40 oder Passivhauses orientieren.

• Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist durch die letzten Novellierungen, insbesondere durch die Deckelungen und durch die Belastung des Eigenverbrauchs von selbst erzeugtem regenerativen Strom, von einem Motor des Ausbaus der erneuerbaren Energien zu einer Bremse geworden.

• Das Mieterstromgesetz kann aufgrund der Bürokratie keine nennenswerte positive Wirkung entfalten.

• CO2-Emissionen und damit fossiler Energieverbrauch müssen finanziell belastet werden, im Gegenzug sollten erneuerbare Energien entlastet werden.

• Mit einer CO2-Abgabe kann eine Steuerungswirkung erzielt werden. Diese sollte aufkommensneutral gestaltet werden und die Einnahmen für die Förderung von Energieeffizienz und einem notwendigen sozialen Ausgleich genutzt werden.

Im Sinne der Subsidiarität brauchen wir eine großzügigere Kofinanzierung der Klimaschutzprojekte im Bereich der Verkehrswende, der Energiewende und der Gebäudesanierung. Dabei muss insbesondere der soziale Aspekt stärker in den Fokus gerückt werden. Das gilt sowohl für die Förderung durch die Bundesrepublik Deutschland wie auch für die Fördermaßnahmen der Europäischen Union in der nächsten Förderperiode. Unsere Infrastruktur ist völlig überlastet (Verkehr) und veraltet, umweltschädlich beziehungsweise unzeitgemäß (Energie). Energetische Sanierungen von Gebäuden dürfen nicht zu unbotmäßigen Mietpreiserhöhungen führen.

Hier muss der Staat fĂĽr einen entsprechenden Ausgleich und fĂĽr gesetzliche Regelungen sorgen.

Als Teil der EU-Initiative „Konvent der Bürgermeister“ sind wir über verschiedene Städtenetzwerke aktiv und verpflichten uns, die EU bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen.

Die ICCA-Konferenz, die vom BMU Ende Mai in Heidelberg durchgefĂĽhrt wurde, hat wichtige Impulse fĂĽr einen globalen Austausch gegeben. Sie hat aber auch deutlich gemacht, dass wir auf vielen Ebenen ein deutliches Defizit in der konsequenten Umsetzung von MaĂźnahmen haben. Viele Kommunen in Deutschland ĂĽbernehmen ĂĽber ihre (Klima-)Partnerschaften in Asien, Afrika und Lateinamerika auch globale Verantwortung.

Die Vertreter*innen der Kommunen in Deutschland, die in den Städtenetzwerken des Klima-Bündnis, Energy Cities, ICLEI, CEMR und Eurocities bereits seit vielen Jahrzehnten zusammenarbeiten, sind bereit, ihre Verpflichtungen ehrgeiziger zu gestalten und die notwendigen Transformationsprozesse beschleunigt voranzubringen.

Dafür bieten wir der Bundesregierung eine strategische Partnerschaft an, die die Umsetzung von Maßnahmen und erfolgreiche Lösungen in einer Task-Force gemeinsam mit den relevanten Akteuren inklusive der Wirtschaft voranbringt. Bei allen Anstrengungen müssen wir aber auch darauf achten, unsere Bürger*innen in allen Phasen der Umsetzung einzubeziehen.
Dafür benötigen wir einen permanenten Austausch, so wie wir ihn auch mit der EU-Kommission seit zwei Jahren regelmäßig durchführen. Die Rolle der Kommunen muss dabei stärker anerkannt und in den relevanten Politikbereichen berücksichtigt werden.

Nach unserem Verständnis erfordert der Klimawandel Transformationsprozesse, die alle gesellschaftlichen Gruppen betreffen. Städte, Gemeinden und Regionen stehen bei den damit zusammenhängenden Herausforderungen an vorderster Stelle und sind bereit, diese anzugehen. Wir wissen jedoch auch, dass wir auf die Länder und die Bundesebene angewiesen sind, um umfassende Veränderungen zu gestalten.

Lassen Sie uns gemeinsam die entsprechenden Schritte angehen.

Gerne stehen wir fĂĽr einen Austausch bezĂĽglich der dazu notwendigen MaĂźnahmen zur VerfĂĽgung.

Mit freundlichen GrĂĽĂźen


Andreas Wolter
Bürgermeister der Stadt Köln
Vorsitzender des Klima-BĂĽndnis

Prof. Dr. Eckart WĂĽrzner
OberbĂĽrgermeister der Stadt Heidelberg
Vorsitzender von Energy Cities

Martin Horn
OberbĂĽrgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau
Vorsitzender – ICLEI-Europe

Ashok Sridharan
OberbĂĽrgermeister der Bundesstadt Bonn
Präsident von ICLEI-Städte für Nachhaltigkeit

Köln, Heidelberg, Freiburg im Breisgau, Bonn, 10. Juli 2019
 
 

Verschiedenes 
 
 
Kein Bedarf in Sicht: NABU stellt Gutachten zur Fehmarnbeltquerung vor
Miller: Urteil der Verkehrsexperten kommt TodesstoĂź fĂĽr Ostseetunnel gleich

Berlin/Hamburg – Für den geplanten Ostseetunnel gibt es keinen Bedarf – das ist das Ergebnis eines Verkehrsgutachtens des renommierten Verkehrsberatungsbüros Hanseatic Transport Consultancy (HTC), das am heutigen Donnerstag in Hamburg vorgestellt wurde. Der NABU hatte das Gutachten im Zuge seiner Klagebegründung zur Fehmarnbeltquerung in Auftrag gegeben. Ziel war es, zu ermitteln, inwieweit Europas derzeit größtes und teuerstes Infrastrukturprojekt unter aktuellen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen noch zu rechtfertigen ist. Das Fazit der HTC-Studie „Bedarfsbezogene Verkehrsmarktuntersuchungen im Kontext der geplanten festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ)“ fällt vernichtend aus. Ein tatsächlicher Bedarf für ein Vorhaben dieser Größenordnung wird mit Blick auf die Kosten sowie die erheblichen negativen ökologischen Einflüsse auf den Fehmarnbelt von den Gutachtern ausdrücklich verneint. „Das Urteil der Verkehrsexperten kommt einem Todesstoß für die feste Fehmarnbeltquerung gleich. Das Vorhaben atmet den Geist des 20. Jahrhunderts und darf heute, wo dem Klimafragen und neue Mobilitätsformen immer wichtiger werden, auf keinen Fall gebaut werden“, so Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer.

Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass es auf der Strecke keine wesentlichen Engpässe gibt und auch für die Zukunft keine in Sicht sind. Die Gutachter haben keine Anhaltspunkte dafür, dass sich dies bei aktueller weltwirtschaftlicher Abkühlung ändern sollte. Selbst in den vergangenen zehn Jahren der Hochkonjunktur hatte sich kein Wachstum des Verkehrs auf der Strecke eingestellt. Sollte sich dies doch wider Erwarten ändern, könne die Infrastruktur in Dänemark und Deutschland punktuell angepasst werden, so die Gutachter. Das spare ressourcenfressende, ökonomisch und ökologisch höchst fragwürdige Neubauprojekte.

Ein zentraler Punkt des Gutachtens ist die zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Die zu erwartenden fundamentalen Veränderungen für Transport, Verkehr und Logistik, etwa mit Blick auf zukünftige Produktions- und Absatzregionen, die Struktur und das Gesamtvolumen der beförderten Güter, seien nie durch aktualisierte Verkehrsprognosen abgebildet worden, obwohl das zeitlich möglich und inhaltlich seit geraumer Zeit nötig gewesen wäre.

Nach Auffassung des NABU zeige das Gutachten eindringlich, dass weder für die Straße noch für die Schiene ein tatsächlicher Bedarf besteht. Wolle man zudem das eigentliche Verkehrsziel der Europäischen Union, den Straßengüterverkehr auf die Schiene zu verlagern („from road to rail“), ernsthaft erreichen, müsse der Bahngüterverkehr gestärkt werden. „Deswegen erwarten wir eine vernünftige und verantwortungsvolle Anpassung der geplanten Fehmarnbeltquerung an die Realität. Ein reiner Eisenbahntunnel in der gebohrten Variante würde den Bahngüterverkehr stärken und deutlich weniger ökologischen Schaden anrichten. Die aktuelle Dimension des Vorhabens ist völlig unangemessen“, so Malte Siegert, Fehmarnbelt-Experte des NABU. Zwei Drittel der Kosten für das Projekt seien aber für die Straßenverbindung vorgesehen, obwohl es sich laut Planfeststellungsbeschluss explizit um ein Eisenbahnprojekt handelt.

Das Gutachten zum Download....
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Innovative AusgleichsmaĂźnahmen fĂĽr das neue SC-Stadion
Seit einem Jahr entwickelt die Stadt Freiburg Magerrasen auf der Deponie Eichelbuck – erste Ergebnisse des Monitorings sind positiv

Während die Bauarbeiten für das neue SC-Stadion auf Hochtouren laufen, werden auch die vielfältigen Ausgleichsmaßnahmen dafür seitens der Stadt erfolgreich umgesetzt. Bereits vor Baubeginn hat die Stadt damit begonnen, ihre gesetzliche Verpflichtung zum Ausgleich umzusetzen.

Insgesamt wurden für den Bau des neuen Stadions, die Verkehrsflächen und das Trainingsgelände Ausgleichsmaßnahmen auf einer Fläche von rund 70 ha festgesetzt. Darin enthalten sind Maßnahmen nach verschiedenen gesetzlichen Regelungen, wie der Eingriffsregelung nach Baugesetzbuch, dem Artenschutz nach Bundesnaturschutzrecht sowie Ersatzaufforstungen nach Waldgesetz.

Ein großer und wichtiger Teil des Ausgleichs ist zudem dem gesetzlichen Biotopschutz geschuldet. Für alle Ausgleichsmaßnahmen investiert die Stadt gut 10 Mio. Euro – davon sind rund 5 Mio. Euro für den Magerrasenausgleich vorgesehen.

Für den Bau des neuen Stadions werden knapp 10 ha bodensaurer Magerrasen beseitigt, dieser muss aber aufgrund seiner hohen Wertigkeit auf 16 ha ausgeglichen werden. Bei der Suche und der Auswahl der Flächen für den Magerrasenausgleich standen folgende Kriterien im Mittelpunkt: die fachliche Eignung des Standortes, eine große zusammenhängende Fläche, die räumliche Nähe zum Flugplatz und die Schonung landwirtschaftlicher Flächen. Folgende Flächen wurden daraufhin für den Magerrasenausgleich ausgewählt:
ď‚· 8 ha auf der Deponie Eichelbuck
ď‚· 5,3 ha am Flugplatz Bremgarten
ď‚· 1,5 ha am Tuniberg
 und 1,2 ha am nördlichen Flugplatz


Die Ausgleichsmaßnahme am Eichelbuck ist nicht nur wegen der großen zusammenhängenden Fläche, der räumlichen Nähe zum Eingriffsort und dem kompletten Verzicht auf die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen hervorragend geeignet. Sie ist vor allem wegen ihrer Standorteigenschaft eine der Hauptsäulen des Magerrasenausgleichs für das neue Stadion, weil über der Deponieabdichtung ein bodensaurer Magerrasen unter der Verwendung der Magerrasensoden aus der Stadionbaustelle entwickelt werden kann.

Bei der Planung und Umsetzung waren und sind neben zahlreichen städtischen Fachämtern, der ASF und Planungsbüros auch mehrere Fachreferate aus der Umweltabteilung des Regierungspräsidiums unmittelbar beteiligt. Die Gespräche und Planungen zu dieser außergewöhnlichen Idee einen Magerrasenausgleich auf einer Deponie umzusetzen, laufen bereits seit dem Bürgerentscheid 2015. Elke Höpfner-Toussaint, Abteilungsleiterin Umwelt im Regierungspräsidium betont: „Die Ausgleichsmaßnahme am Eichelbuck ist innovativ, aber auch hochkomplex. Deswegen war die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg für die Realisierung entscheidend.“ Bislang wurden in Zusammenarbeit der oben genannten Akteure und einer unabhängigen Umweltbegleitung bereits 4 ha Magerrasen auf der Deponie hergestellt. Bis 2021 soll diese Maßnahme abgeschlossen sein.

Zentraler Inhalt des Ausgleichskonzeptes ist die Verwendung von Magerrasensoden und Saatgut aus den Magerrasenbiotopen des Stadionbaufeldes bzw. des Flugplatzes. Dabei werden die oberen 15 cm Magerrasen im Stadionbaufeld entnommen und „just-intime“ zum Einbau auf den Eichelbuck gebracht, um die typischen Pflanzenarten, aber auch Insekten direkt auf der Ausgleichsfläche etablieren zu können.

Und – der hohe Aufwand lohnt sich: Nach ersten MonitoringErgebnissen aus dem Jahr 2018 entwickeln sich die Magerrasenflächen auf der Deponie in Artenzusammensetzung und Vegetationsstruktur sehr positiv. „Die Pflanzenbestände zeichnen sich schon nach wenigen Monaten durch eine große Ähnlichkeit zu den Magerrasenbiotopen am Flugplatz aus“, freut sich Harald Schaich, stellvertretender Leiter des Umweltschutzamtes. „Dieser erste Erfolg spricht für den Standort Eichelbuck und die aufwändige Sodenübertragung als Verfahren“, so Schaich. Typisch für den Magerrasen sind zum Beispiel Thymian, Kleines Habichtskraut, Heidenelke oder Schafsgarbe. Die Bodenverhältnisse entsprechen laut Analyse vor allem in der Nährstoffarmut und hohen Wasserleitfähigkeit genau den Verhältnissen am Flugplatz. Ähnlich positiv sind die ersten Ergebnisse aus 2018 für die Heuschrecken – durch die Sodenübertragung konnten zahlreiche gefährdete Heuschreckarten übertragen werden.

Damit sich die Magerrasenbiotope dauerhaft etablieren können, ist eine kontinuierliche fachmännische Pflege wichtig. Dazu gehört eine mehrmalige Mahd ab Mitte Juni mit Abtragen des Mahdguts, um die Flächen dauerhaft nährstoffarm zu halten. Für die Insekten sollen künftig über das Jahr Altgrasstreifen erhalten bleiben.

Die Ausgleichmaßnahmen am nördlichen Flugplatz und auch am Flugplatz Bremgarten sind bereits vollständig hergestellt. In Bremgarten wurde ein Teil der bisherigen Start-, Lande- und Rollbahn entsiegelt, damit hier schützenswerter Magerrasen wachsen können.
 
 

Veranstaltungen 
 
Sommer im Garten der HerrenmĂĽhle
Foto: Veranstalter
 
Sommer im Garten der HerrenmĂĽhle
Am Sonntag, 14. Juli, ist der Garten von Hansjörg Haas um die Herrenmühle in Herbolzheim-Bleichheim von 13 bis 18 Uhr wieder für Besucher geöffnet. Sommerstauden prägen die großen Beete, umgarnt von filigranen Gräsern. Clematis und Hortensien stehen in voller Blüte, begleitet von Funkien, winterharten Fuchsien und Farnen. Kübelpflanzen und etliche Salbeiarten versetzen den romantischen Garten in eine mediterrane Stimmung. Exotische Obstgehölze blühen oder zeigen schon Fruchtansätze. Eintritt wird erhoben. Der Fachmann steht für Gartenfragen zur Verfügung.

Hansjörg Haas, Schloßplatz 2, 79336 Herbolzheim-Bleichheim
haas.dergarten@t-online.de, Tel. 07643-40137
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Veranstaltungen 
 
 
Flüchtlinge fördern Artenvielfalt
Wieder wurde ein WaldhausProjekt zum Dauerbrenner

Bisher 250 Schüler und Schülerinnen in 17 Projektwochen von „Natur-Refugien schaffen“

Am 11. Juli wird im Waldhaus gefeiert

Es war am 18. September 2017, da hat sich die erste Schülergruppe aufgemacht, um mitten in der Stadt ein Natur-Refugium zu schaffen. Beteiligt waren insgesamt 19 Schüler und Schülerinnen der VigeliusWerkrealschule im Alter von 10 bis 16 Jahren, und sie haben damals im Vauban eine Kräuterspirale gebaut.

Diese Kräuterspirale vor knapp zwei Jahren war der Auftakt für das Waldhaus-Projekt „Natur-Refugien schaffen – Vielfalt fördern“, das sich seither zu einem Dauerbrenner entwickelt hat. Über 250 Schüler und Schülerinnen haben inzwischen in 17 Projektwochen daran teilgenommen. Sie kamen aus unterschiedlichsten weiterführenden Schultypen, von der Internationalen Schule Römerhof über Karlschule und Lessing-Realschule bis zum Walter-EuckenGymnasium. Und sie kamen aus allen Altersklassen zwischen 10 und 18 Jahren; der Römerhof hat auch schon mal 20- und 24-jährige Schüler mitgebracht. Es handelt sich stets um Vorbereitungsklassen für Flüchtlinge und Migrant/innen, die an einigen Realschulen, Werkrealschulen, Gymnasium und Berufsschulen angeboten werden.

In den Projektwochen geht es darum, mit einfachen Maßnahmen Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen, zu erweitern oder zu verbessern. Der Leitgedanke dabei ist die Erhaltung oder Steigerung der Artenvielfalt am jeweiligen Standort.

Nun wird der Erfolg von „Natur-Refugien schaffen – Vielfalt fördern“ angemessen gefeiert. Am Donnerstag, 11. Juli, findet von 11 bis 13 Uhr ein Projekt-Fest im und am Waldhaus statt. Erwartet werden 5060 Schüler und Schülerinnen mit Schulbegleitung, das sind vier Vorbereitungsklassen von vier Schulen. Unter anderem gibt es eine Präsentation bisheriger Projektergebnisse und einen Imbiss samt Umtrunk.

Fünf Beispiele für Natur-Refugien, die während der Projektwochen des Waldhauses geschaffen wurden:
1. Schönberg: Pflanzung von Obstbäumen auf einer Streuobstwiese, Freistellen zugewachsener Bereiche, Anlage eines Steinriegels als Winterquartier für Gelbbauchunken;
2. Wildbienen-Lehrgarten am Tuniberg: Anlage von drei Hochbeeten und Bepflanzung mit Bienenweide, Bau einer Kräuterspirale, Pflanzung einer Hecke;
3. Waldhaus: Anlage von zwei Hochbeeten mit Trockenmauern und Bepflanzung mit Bienenweide, Ausbau eines Insektenhotels, Bau von Nisthilfen für Fledermäuse, Bau von Pflanzkübeln für Bienenweide (erster Standort war der Augustinerplatz während der Bienen-Ausstellung im Museum für Natur und Mensch);
4. Dorfbach Vauban und Umgebung: Bau von Trockenmauern, Pflanzung von Bienenweide und Apfelbäumen, Bau einer Kompostrotte, Bau von Totholzhecken (alles beim Abenteuerhof), Bau einer Kräuterspirale und Bepflanzung, Bau einer Lehmwand als Nisthilfe für Insekten (alles beim Interkulturellen Garten), Bau und Anbringung von Nisthilfen für Vögel am Dorfbach, Beseitigung von Neophyten am Dorfbach
5. Zähringen: Freistellung und Restrukturierung eines Bachlaufs, Freistellung einer zugewachsenen Streuobstwiese, Bau von Totholzhecken
 
 

Verschiedenes 
 
 
Taifun-Tofu und [p3]-Werkstatt fördern berufliche Integration junger Geflüchtete
Gemeinsam mit der gemeinnützigen [p3]-Werkstatt unterstützt die Taifun-Tofu GmbH Geflüchtete in Freiburg auf dem Weg in eine Ausbildung in Industrie und Handwerk. Eine so genannte Einstiegsqualifizierung, die Praxis und schulisches Lernen kombiniert, bereitet die Berufsanfänger auf die deutsche Arbeitswelt vor.

Muhammed aus Gambia ist der Erste, der im Rahmen des Programms bei Taifun-Tofu eine Ausbildung absolvieren wird: zum Maschinen- und Anlagenführer, Fachrichtung Lebensmitteltechnik. Damit der Start im September gelingt, durchläuft Muhammed schon jetzt Praktika bei dem Tofuhersteller: Vier Tage pro Woche ist er in verschiedenen Abteilungen tätig, einen Tag erhält er Unterricht in der [p3]-Werkstatt. Außerdem werden gemeinsame Lernziele vereinbart, etwa, welche Vorkenntnisse für die Berufsschule notwendig sind. „Wir setzen auf individuelle Lösungen“, betont David Rösch, Geschäftsführer der [p3]-Werkstatt. Regelmäßig tauscht er sich mit Ralf Kuderer, Personalleiter bei Taifun, über die Entwicklung des 20jährigen aus. „Das Konzept ist sehr nachhaltig gedacht und bietet sowohl den Geflüchteten als auch den Unternehmen konkrete Perspektiven bei der Fachkräfteausbildung“, findet Kuderer.

Bevor es in die Unternehmen geht, werden die Jugendlichen mit Fluchterfahrung in der [p3]Werkstatt ein Jahr lang darauf vorbereitet; zur Hälfte mit Deutsch- und Matheunterricht, zur Hälfte mit Praxisarbeit in der Werkstatt. Während dieser Einstiegsqualifizierung können sie Vorkenntnisse in verschiedenen Berufen erwerben, vom Tischler, über Elektrotechniker bis hin zum Maler und Lackierer. „Grundlage sind aber die weichen Kompetenzen,“ betont David Rösch. „Pünktlichkeit und Eigenverantwortung sind wichtige Voraussetzungen dafür, in der deutschen Arbeitswelt zu bestehen.“ Unterstützt werden die meist jungen Männer dabei von einem engagierten Betreuerteam aus Angestellten und Ehrenamtlichen, zu denen ebenso gelernte Handwerker wie angehende Lehrer gehören.

In Zeiten von Fachkräftemangel sind Initiativen wie die [p3]-Werkstatt für Industrie und Handwerk wertvoll. Weil die Geflüchteten mit guten Deutschkenntnissen und einer fachlichen Vorbildung in den Beruf starten, ist die Chance auf eine langfristige Beschäftigung und eine gelungene Integration hoch. Acht bis zehn Auszubildende lernen gleichzeitig bei der [p3]-Werkstatt, die Bewerberzahl ist groß.
Die [p3]-Werkstatt ist 2018 aus dem gemeinnützigen Verein Stadtpiraten Freiburg e.V. hervorgegangen und kooperiert mit anderen Bildungseinrichtungen und dem Jobcenter. Die gemeinnützige GmbH unter Geschäftsführer David Rösch trägt sich durch Auftragsarbeiten. Derzeit werden die Räumlichkeiten in Freiburg ausgebaut, in Zukunft soll es Veranstaltungen und Netzwerktreffen geben.

Die Taifun Tofu GmbH wurde 1987 von Klaus Kempff und Wolfgang Heck gegründet und zählt heute rund 240 Mitarbeiter. Sie stellt in Freiburg im Breisgau Tofuspezialitäten in Bio-Qualität her. Geschäftsführer sind Elisabeth Huber und Alfons Graf. Alleinige Gesellschafterin der Taifun-Tofu GmbH ist die heck-unternehmensstiftung.
 
 




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