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Mittwoch, 2. Dezember 2020
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Verschiedenes 
 
Mundenhof statt Netflix
ErdmĂ€nnchen „Stuttgart“ auf dem Mundenhof (c) Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
Mundenhof statt Netflix
KĂ€mpfe, RĂ€uber, Wampen unter WĂ€rmelampen:
Die ErdmÀnnchen-Saga geht in eine neue Runde

Von der Öffentlichkeit wegen der Corona-EinschrĂ€nkungen weitgehend unbemerkt hat sich im November auf dem Mundenhof eine schicksalhafte FĂŒgung in der ErdmĂ€nnchen-Saga abgespielt. Es ist eine Saga um Futterneid, Fingerspitzen, Weibchenraub und ein MĂ€nnchen namens Stuttgart. Und sie beginnt im Jahre 1999, im HerzstĂŒck des Freiburger Tiergeheges.

ErdmĂ€nnchen – der Name gilt fĂŒr Vertreter beiderlei Geschlechts – sind mit ihren 700 bis 900 Gramm die kleinsten Mangusten. Die meisten Safari-Touristen kehren aus dem sĂŒdlichen Afrika als große ErdmĂ€nnchen-Fans zurĂŒck, weil die Tiere durch ihr Sozialverhalten, ihre Wachsamkeit und FotogenitĂ€t viele Sympathie-Punkte sammeln. (Bei Fußballern, Farmerinnen und Skorpionen sind sie weniger beliebt, teils weil sie unablĂ€ssig Löcher in den Boden graben, teils weil sie danach viel Hunger haben.)

Die hohen Sympathiewerte haben ErdmĂ€nnchen auch in Europas Tierparks schnell zu Publikumslieblingen gemacht. So beherbergt auch der Mundenhof seit 1999 eigene ErdmĂ€nnchen. Anfangs waren es vier Tiere, und sie eroberten im Nu nicht nur Kinderherzen. Bald wurden daraus zehn Tiere; der letzte Nachwuchs datiert aus dem Jahr 2015. Dann kam die Gruppe in die Jahre und begann zu schrumpfen. Die VerstĂ€rkung durch NeuzugĂ€nge aus anderen Tierparks stieß auf Schwierigkeiten, weil ErdmĂ€nnchen zwar innerhalb ihrer Gemeinschaft in hohem Maße sozial sind. Neuen EinflĂŒssen und besonders neuen ErdmĂ€nnchen stehen sie aber mindestens im gleichen Maße abwehrend gegenĂŒber.

Auch auf dem Mundenhof folgte die ErdmĂ€nnchen-Saga dem bekannten Drehbuch. Sobald das Alphaweibchen nicht mehr zeugungsfĂ€hig war, stagnierte die GruppengrĂ¶ĂŸe. Nachdem die Dame 2016 in hohem Alter verstarb, begann der von heftigen Beißereien begleitete Nachfolgestreit. Obwohl sich ein neues ErdmĂ€nnchenweibchen die Chefinnenrolle sicherte, war unter diesen Gegebenheiten nicht an den lang ersehnten Nachwuchs zu denken. Die Gruppe schrumpfte.

Also machten sich die Tierpfleger und Tierpflegerinnen daran, , die Gruppe behutsam zu verjĂŒngen und neue Tiere aus anderen Zoos zu integrieren. ErdmĂ€nnchenfreunde wissen indes: Dies Unterfangen ist ein schwieriges. Es erfordert FingerspitzengefĂŒhl, Beobachtungsgabe und Tierkenntnis. Neue Tiere werden von der bestehenden Gesellschaft, dem „Klan“, zunĂ€chst als Eindringlinge gesehen und attackiert.

In zehn FĂ€llen konnten die Integrations-Beauftragten des Mundenhofs im Laufe der Jahre diese schwierige Phase meistern. Nur einer der NeuzugĂ€nge musste wieder gehen, weil die anderen Tiere des Klans ihn nicht in die Gruppe aufnehmen wollten und immer wieder wegbissen. Allerdings zog sich die Integration der jĂŒngsten „Neuen“ wieder ĂŒber Jahre hin. WĂ€hrenddessen starben altersbedingt weitere Mitglieder der ursprĂŒnglichen Gruppe, bis in diesem Sommer noch zwei Tiere ĂŒbrig waren, eines davon die letzte eigene Nachzucht des Mundenhofs.

Zwei Tiere, eines erdweiblich, eines erdmĂ€nnlich, dazu ein warmer Sommer fast mit Kalahari-Temperaturen – eigentlich klang die Konstellation nicht schlecht fĂŒr die GrĂŒndung einer neuen Gruppe. So war auf dem Mundenhof die Hoffnung auf Nachwuchs groß. Doch alles Warten war vergebens, denn am 11. November verschwand das Weibchen. Auf welchem Weg und mit welchem Ziel, weiß niemand. Ob es lebend aus dem Gehege entwendet wurde oder einem tierischen RĂ€uber zum Opfer fiel, ist nicht bekannt.

Fest steht leider nur, dass es sich nicht (wie zunĂ€chst erhofft) in das verzweigte Gangsystem zurĂŒckgezogen hat, um Nachwuchs zur Welt zu bringen. In solchen FĂ€llen ist es nĂ€mlich ĂŒblich, dass der mĂ€nnliche Partner das Weibchen mit Futter versorgt, indem er ihr Leckereien in die Wurfhöhle trĂ€gt. Stattdessen fraß das verbliebene MĂ€nnchen fĂŒr Zwei und sonnte seine Wampe anschließend unter der WĂ€rmelampe; von unterstĂŒtzender Brutpflege keine Spur.

Getreu dem Lehrsatz „Ein ErdmĂ€nnchen ist kein ErdmĂ€nnchen“ beschloss die Mundenhof-Leitung nun eine ZĂ€sur. Um der Biologie der geselligen Tiere gerecht zu werden, wurde entschieden, das MĂ€nnchen mit dem prosaischen Vornamen „Stuttgart“ abzugeben. FĂŒr Stuttgart wurde eine gute Unterbringung in einem Tierpark außerhalb Baden-WĂŒrttembergs gefunden. Dort wird es mit zwei Weibchen „vergesellschaftet“, wie Kenner des ErdmĂ€nnchentums einander zuraunen.

Das MĂ€nnchen verlĂ€sst den Mundenhof ĂŒbernĂ€chste Woche. Danach wird das ErdmĂ€nnchengehege umgestaltet und aufgewertet. Mitte Dezember beginnen unter anderem umfangreiche Baggerarbeiten, um das komplette Grabmaterial zu ersetzen, Reparaturen und Ausbesserungen des Innenstalls. Auch das Außengehege erhĂ€lt ein neues Gesicht, mit Aussichtspunkten und beheizten FlĂ€chen fĂŒr die wĂ€rmeliebenden Tiere.

Zur Zeit kann die Höhe der Umbaukosten nicht geschĂ€tzt werden, da noch nicht feststeht, wie das Gehege spĂ€ter aussehen soll. Der Förderverein Mundenhof hat bereits seine finanzielle UnterstĂŒtzung zugesichert. Auch Privatleute können den Umbau des Geheges mit einer Spende unterstĂŒtzen. Allen ErdmĂ€nnchen-Liebhabern bietet der Mundenhof zudem die Möglichkeit, eine ErdmĂ€nnchen-Patenschaft abzuschließen.

BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik begrĂŒĂŸt die Neuigkeiten vom Mundenhof: „Auch ich freue mich ĂŒber den glĂŒcklichen Ausgang sowohl fĂŒr das MĂ€nnchen als auch fĂŒr das Gehege und die nachfolgenden Bewohner. Ende MĂ€rz soll das Gehege fertig sein, so dass schon nach Ostern ein neues PĂ€rchen oder eine neue Gruppe einziehen kann.“

Ob PĂ€rchen oder Gruppe – fest steht bereits heute: Sobald das Corona-Regime aufgehoben und das ErdmĂ€nnchen-Gehege wieder bewohnt ist, werden sich wieder Menschentrauben drumherum bilden. Denn ErdmĂ€nnchen sind allseits beliebt. Außer bei Fußballern, Farmerinnen und Skorpionen.

PS. Zur Zeit ist der Mundenhof weiterhin geschlossen. Alle Menschen, MĂ€nnchen wie Weibchen, werden gebeten, sich an die Schließung zu halten. Stichprobenartig finden Kontrollen statt.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Rahmenplan Neubaustadtteil Dietenbach zu riskant
LangmattenwÀldchen faktisches Vogelschutzgebiet

Der Freiburger gemeinnĂŒtzige Verein ECOtrinova e.V. wendet sich nicht nur strikt gegen das Bauen auf landwirtschaftlichem Boden, sondern aktuell auch speziell gegen den vorliegenden Rahmenplan fĂŒr den Neubaustadtteil Dietenbach, der am 8. Dezember 2020 im Gemeinderat als Grundlage fĂŒr dortige BebauungsplĂ€ne in 2022/2023 behandelt werden soll.

Beim Rahmenplan Dietenbach bestehen große ökologische bzw. naturschutzrechtliche Bedenken dagegen, die Stadtbahn fĂŒr Dietenbach durchs LangmattenwĂ€ldchen an der Mundenhoferstr. zu fĂŒhren, dies einerseits wegen des Waldverlustes, andererseits speziell auch aus GrĂŒnden des Vogelschutzes. Nach EinschĂ€tzung von ECOtrinova e.V. kann das LangmattenwĂ€ldchen mit seinen NachbarwĂ€ldchen als sogenanntes faktisches Vogelschutzgebiet gemĂ€ĂŸ EU-Recht und deutscher Rechtsprechung gelten, das heißt auch wenn es noch nicht als solches offiziell erklĂ€rt wurde. Die hohe avifaunistische Bedeutung, also zum Vogelschutz, die nahe rĂ€umliche Anbindung des LandmattenwĂ€ldchens und der NachbarwĂ€ldchen an das Vogelschutzgebiet (VSG) Fronholz im Westen des DietenbachgelĂ€ndes und die direkte Nachbarschaft zm Naturschutzgebiet Rieselfeld sprechen sehr dafĂŒr. Eine Nachmeldung ist laut ECOtrinova nötig, z.B. als Erweiterung des VSG Fronholz, das andererseits nahe der Autobahn durch den Bahnausbau erheblich an FlĂ€che verlieren wird.

Die hohe avifaunistische Bedeutung gerade des LangmattenwĂ€ldchens ist laut Gutachten fĂŒr die Stadt Freiburg spĂ€testens seit 2015 im Detail belegt. Bemerkenswert sei die gute Besiedlung des LangmattenwĂ€ldchens mit Spechtarten und weiteren HöhlenbrĂŒtern. Die höhlenreichen BaumbestĂ€nde des LangmattenwĂ€ldchens seien als Bestandteil des regional wertvollen Mooswald-Komplexes zu sehen. Zu den nach der FFH-Richtlinie der EU besonders geschĂŒtzten Brutvogelarten in der Dietenbachniederung und im LangmattenwĂ€ldchen gehören Baumfalke, Schwarzkehlchen, Neuntöter und Mittelspecht. Im Bereich LangmattenwĂ€ldchen sind laut Gutachten mehr als 47 Vogelarten vertreten, davon 27 Brutvogelarten. Die anderen WĂ€ldchen an der Mundenhoferstr. wurden laut Gutachten dort seinerzeit leider erst verspĂ€tet ab Mitte April untersucht, also zeitlich recht unvollstĂ€ndig ab Nachbeauftragung durch die Stadt; der wichtige Teil der Brutzeit bis Mitte April blieb dort unbeobachtet.

Auch die AusfĂŒhrungen u.a. des RegierungsprĂ€sidiums sowie andere Stellungnahmen fĂŒr den Umweltbericht zum Ratsbeschluss am 24. Juli 2018 zur stĂ€dtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Dietenbach stĂŒtzen die EinschĂ€tzungen und Warnungen von ECOtrinova eV.

Insgesamt, so ECOtrinova-Vorsitzender Dr. Georg Löser, bedeutet es aus heutiger Sicht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Planungen fĂŒr den Neubaustadteil Dietenbach, auch insgesamt scheitern.
 
 


Veranstaltungen 
 
„Freiburg packt an“ und Treffpunkt Freiburg online
GemeinschaftsgÀrten (c) Stadt Freiburg/Monika Borodko-Schmidt
 
„Freiburg packt an“ und Treffpunkt Freiburg online
Online am Montag, 30. November: „Freiburg packt an“ und Treffpunkt Freiburg laden alle Interessierten zum Regiotreffen GemeinschaftsgĂ€rten ein

Das bĂŒrgerschaftliche Engagement in urbanen und gemeinschaftlichen GĂ€rten trĂ€gt immer mehr FrĂŒchte. Um fachliche Informationen zu bieten, den Austausch zwischen engagierten und interessierten Personen zu ermöglichen und Partnerorganisationen vorzustellen, wurde vor zwei Jahren das „Regiotreffen GemeinschaftsgĂ€rten“ eingefĂŒhrt. Nun ist es wieder soweit:

Die Teams von „Freiburg packt an“ und von Treffpunkt Freiburg laden alle Interessierten zum Regiotreffen 2020 online am Montag, 30. November, von 17.30 bis 20.30 Uhr ein. Anmeldung und alles Weitere gibt es unter www.freiburg.de/freiburgpacktan und unter Tel. 0761/201-4712.

Das Regiotreffen findet zum dritten Mal in Freiburg statt. Es will Freiwillige, die schon in GemeinschaftsgĂ€rten aktiv sind, vernetzen und informieren. Daneben werden aktuelle Themen angesprochen und neue Engagierte fĂŒr das GemeinschaftsgĂ€rtnern gewonnen. Im Rahmen des Projektes „Freiburg packt an“ werden derzeit 11 urbane GĂ€rten mit ĂŒber 150 Freiwilligen in Freiburg betreut und koordiniert. Zudem gibt es viele urbane GĂ€rten, die auf anderen FlĂ€chen liegen.

Das Regiotreffen richtet sich an alle Gartenprojekte von Basel bis Offenburg, von Lörrach bis Mulhouse. ErgĂ€nzt wird das Treffen durch ein vielfĂ€ltiges Angebot an Kursen, FĂŒhrungen und Fortbildungen.
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Verschiedenes 
 
 
NABU: Energetische Nutzung von Holz darf nicht weiter gefördert werden
KrĂŒger: Holz in Kraftwerken zu verbrennen ist klimaschĂ€dlich und setzt WĂ€lder unter Druck

Berlin, 24.11.2020 – Am heutigen Internationalen Aktionstag gegen industrielle Bioenergie hat der NABU zusammen mit anderen Umweltschutzorganisationen einen Aufruf an die Bundesregierung veröffentlicht, die weitere Expansion der industriellen Holzbiomasse-Energieproduktion zu unterbinden.

„Holz in Kraftwerken zu verbrennen ist nicht nur klimaschĂ€dlich, sondern hat auch weitreichende negative Auswirkungen auf Wald-Ökosysteme und LuftqualitĂ€t“, so NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger, „Im Gegensatz zur landlĂ€ufigen Meinung ist das Verfeuern von Holz nicht klimaneutral. Der ĂŒber Jahrzehnte im Baum gebundene Kohlenstoff wird auf einen Schlag wieder freigesetzt und trĂ€gt deutlich zum Treibhauseffekt bei. Es dauerte Jahrzehnte bis die WĂ€lder die Kohlenstoffemissionen aus energetischer Holz-Nutzung wieder aufholen. DarĂŒber hinaus entsteht beim Verbrennen von Holz pro Energieeinheit mehr CO2 als beim Verbrennen fossiler Brennstoffe. Weiterhin massive öffentliche Förderung in die industrielle Holzverbrennung zu pumpen, ist ein Irrweg.“

Hintergrund:

Die Bundesregierung plant noch im Jahr 2020 maßgebliche Gesetze und Verordnungen auf den Weg zu bringen, die die finanzielle Förderung der energetischen Nutzung von Holzbiomasse in großem Maßstab noch weiter steigern wĂŒrde. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird im Bundestag beraten. Im Gesetzesentwurf ist eine höhere Förderung von aus Biomasse erzeugtem Strom vorgesehen und das jĂ€hrliche Ausbauziel soll von derzeit 200 MW auf dann 500 MW gesteigert werden. Bis Ende des Jahres will die Bundesregierung die Verordnung zur Förderung fĂŒr Erneuerbare WĂ€rme fertigstellen. Hier sind ebenfalls deutliche Anreize zur Nutzung von Holz als EnergietrĂ€ger vorgesehen. Im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes will die Bundesregierung bis Ende 2020 ein Förderprogramm fĂŒr die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Biomasse auf den Weg bringen.
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Veranstaltungen 
 
Online-Veranstaltung mit OB Martin Horn
OB Martin Horn / Foto: Fionn Große
 
Online-Veranstaltung mit OB Martin Horn
Die Stadt als zukunftsfĂ€higer Lebensraum - Ökologische, verkehrs- und sozialpolitische Herausforderungen

Klimawandel und drohender Verkehrsinfarkt in unseren StĂ€dten machen es deutlich: Ein einfaches „Weiter so“ kann es nicht geben. Aber wie sollen Verkehrspolitik und Stadtentwicklung der Zukunft aussehen? Welche ökologischen, aber auch sozialen Aspekte sind zu berĂŒcksichtigen, damit unsere StĂ€dte lebenswert bleiben oder es wieder werden? Diese Fragen diskutieren online am Mittwoch, 25. November um 19 Uhr am Beispiel Freiburgs Rainer Grießhammer vom Öko-Institut Freiburg, der Freiburger OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Ingrid Marienthal von der Initiative Fuß- und Radentscheid, Freiburg, sowie GĂŒnter Rausch vom MietenbĂŒndnis Freiburg unter dem Titel „Die Stadt als zukunftsfĂ€higer Lebensraum – Ökologische, verkehrs- und sozialpolitische Herausforderungen“.

Der Online-Abend findet in der Reihe „Mensch und Schöpfung“ in Zusammenarbeit mit der Musella-Stiftung fĂŒr eine sozial-ökologische Zukunft und der Initiative Fuß- und Radentscheid statt.

Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich an: www.katholische-akademie-freiburg.de. Sie erhalten dann einen Zugangslink.
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Verschiedenes 
 
 
Gewinner der Umweltpreise 2020 stehen fest
Klimaschutzpreis „Climate First“: Erster Preis an Gartencoop e.V., Terran e.V. belegt den zweiten Platz, der dritte Preis geht an Ifpro & fesa e.V.

Sonderpreis im Klimaschutz fĂŒr Industrie und Gewerbe geht an Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH

Naturschutzpreis: Erster Platz geht an NABU, den zweiten Preis erhÀlt der Winzerkreis Opfingen

Umweltbildungspreis anlÀsslich des StadtjubilÀums erst- und einmalig an 9 Projekte vergeben

Die Gewinner der Umweltpreise 2020 stehen fest. Zum vierten Mal werden der mit 6.000 Euro dotierte Klimaschutzpreis „Climate First“ und der mit 5.000 Euro dotierte Naturschutzpreis verliehen. AnlĂ€sslich des StadtjubilĂ€ums wurde erst- und einmalig ein Umweltbildungspreis ausgelobt, der jeweils mit 900 Euro dotiert ist und an 9 Projekte vergeben wurde.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik: „Besonders freue ich mich, dass sich in diesem Jahr so viele junge Menschen mit kreativen Ideen und Projekten beim Umweltbildungspreis eingebracht haben. Ich möchte allen PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€gern gratulieren und Ihnen fĂŒr ihr ĂŒberragendes Engagement danken. NatĂŒrlich bedaure ich es sehr, dass wir in diesem Jahr die Preise ausnahmsweise nicht im Rahmen einer Feierstunde persönlich ĂŒbergeben können, dennoch hoffe ich, dass sich die Teilnehmenden durch die Preisvergabe in ihrem Engagement ermutigt und angespornt fĂŒhlen. “

Die prÀmierten WettbewerbsbeitrÀge im Detail

Der Jury gehören Mitglieder des Gemeinderats, die UmweltbĂŒrgermeisterin, die Amtsleitung des Umweltschutzamtes, die FWTM und mehrere UmweltverbĂ€nde an; sie entschied ĂŒber die Vergabe der Klimaschutz- und Naturschutzpreise.

Die 9 Umweltbildungspreise gehen an:

SolareZukunft e.V.: Fahrradkino
Der Verein SolareZukunft hat ein Klimaaktionskino entwickelt, bei dem mit Hilfe von FahrrĂ€dern, Strom erzeugt wird und Filme zu den Themen Klimaschutz und Energiewende abgespielt werden. Die Zielsetzung, möglichst viele Menschen aller Altersstufen zu erreichen, gelingt durch die regelmĂ€ĂŸigen EinsĂ€tze des Fahrradkinos in Schulen, an Stadtfesten, MuseumsnĂ€chten, Klimaschutzveranstaltungen, Messen, Festivals und Discos. Prominentes Einsatzbeispiel war der Earth Day 2018 in Freiburg, als mithilfe des durch die FahrrĂ€der erzeugten Stroms die Erde auf das Rathaus projiziert wurde. Neben der Sensibilisierung fĂŒr umweltfreundliche Energieerzeugung und deren Nutzung steht hierbei vor allem auch das Zusammenspiel von Bewegung, Kultur und Spaß der Radlerinnen und Radler im Vordergrund. Der Weg, ĂŒber ein Fahrradkino, das Medium Film und Energieerzeugung zu kombinieren, wird von der Jury als auszeichnungswĂŒrdig bewertet.

Montessori Zentrum Angell: Green Campus Day
Das Montessori Zentrum Angell hat sich schon seit lĂ€ngerem und umfassend dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben. SchĂŒlerinnen und SchĂŒler aller Altersstufen und alle Lehrenden sind in vielfĂ€ltige Themenbereiche eingebunden. Diese kommen aus dem Bereich Lebensstile, wie regionale und biolandzertifizierte ErnĂ€hrung in der Schulmensa, einem Bauernhofprojekt und einem Schulgarten, aber auch aus dem technischen Bereich, wie beispielsweise die Nutzung von Ökostrom und einer eigenen Solaranlage. Über diese AktivitĂ€ten wurde den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern vermittelt, was an ihrer Schule im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit bereits getan wird. Als Reaktion haben die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler eigenstĂ€ndig eine Öko-AG gegrĂŒndet, um den Nachhaltigkeitsgrundsatz auf allen Schulebenen umzusetzen und weiter auszubauen. GemĂŒndet ist die Arbeit im Green Campus Day, an dem die bereits umgesetzten Konzepte vorgestellt und im Rahmen eines schulischen Klimagipfels aller Klassen weitere, zukunftsfĂ€hige Strategien erarbeitet wurden. Die Jury ist von der Zusammenarbeit von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Schularten und außerschulischen Partnern sehr beeindruckt und verleiht hierfĂŒr den Umweltbildungspreis zum Freiburger StadtjubilĂ€um.

Lessing Realschule: Klimateam
Die Lessing-Realschule hat das Projekt „Klimateam“ ins Leben gerufen. Aus jeder Klasse bilden zwei SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ein Team und fungieren als Energiemanager. Sie werden hierfĂŒr von der Energieagentur Regio Freiburg ausgebildet und vermitteln mit ihrem Wissen in der jeweiligen Schulklasse energie-, klima- und ressourcenschonendes Verhalten. Ihr Wirken soll nicht nur in der Schule greifen, sondern auch zu umweltgerechten Verhalten ĂŒber das Schulumfeld hinausgehend motivieren. Dieses Projekt wirdvon der Jury aufgrund des unter Gleichaltrigen stattfindenden Wissensaustausch und Implementierung klimafreundlicher Verhaltensmuster als preiswĂŒrdig bewertet.

UWC Robert Bosch College: CO2-neutrale Schule
Das UWC Robert Bosch College hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis Ende 2020 eine CO2-neutrale Schule zu werden. Unter Einbindung der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler und dem Ansatz „Monitoring – Reduktion – Kompensation“, soll dieses Ziel erreicht werden. Beispielhaft sei genannt, dass der Energieverbrauch des Internates selbst und der Co2-Ausstoß durch Reisen ermittelt werden. Ressourcen schonendes Verhalten wird erarbeitet und umgesetzt wie beispielsweise durch einen schulinternen Kleiderkreisel, den Tausch von Schulmaterialien. Es werden aber auch technische AnsĂ€tze ermittelt. Geplant ist eine Kompensation durch die Finanzierung von Baumpflanzungen. Zudem soll das Potential, dass SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in ihrenHeimatlĂ€ndern mit dem in der Schule erworbenen Wissen als Multiplikatoren fungieren nach Möglichkeit ausgeschöpft werden. Auch wenn das Ziel – KlimaneutralitĂ€t bis Ende 2020- aus Sicht der Jury unrealistisch erscheint, so wird doch der Weg dahin und die dafĂŒr entwickelte Strategie zur Erreichung des Ziels mit dem Umweltbildungspreis ausgezeichnet.

Förderverein Anne-Frank-Schule: Kleine Energieforscher
In Kooperation mit dem Frauenhofer ISE hat der Förderverein der Anne-Frank-Schule das Projekt „Kleine Energieforscher“ ins Leben gerufen. Mit dem Projekt werden Schulkinder auf anschauliche und unterhaltsame Weise an das Thema Energie und Klimaschutz herangefĂŒhrt. Es wird altersgerechte Wissenschaft zum Anfassen angeboten mit dem mittelfristigen Ziel in den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern das Interesse an den Themen zu wecken, VerstĂ€ndnis fĂŒr Nachhaltigkeit aufzubauen und vielleicht sogar kĂŒnftig Forschende im Bereich umweltfreundliche Energiesysteme zu gewinnen. Das Konzept der spielerischen Vermittlung von Klimaschutzwissen hat die Jury ĂŒberzeugt und wird deshalb prĂ€miert.

Goethe-Gymnasium: Klimaneutrale Schule
Das Goethe-Gymnasium hat sich das Ziel gesetzt, klimaneutrale Schule zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler analysiert, welcher CO2-Ausstoß durch die Schule im Betrieb, aber auch durch den Schulweg verursacht wird. Sie haben die unterschiedlichen Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen betrachtet. Begonnen haben sie mit dem Schwerpunktthema Heizen. Sie haben elektronische Thermostate beschafft, wodurch sie bereits nennenswerte Energieeinsparungen ermöglicht haben. Zudem unterstĂŒtzt die SchĂŒlerschaft durch Spenden die Aktion „Plant for the Planet“. Als dritter Baustein haben sie Motto-Wochen unter dem Titel „Nachhaltigkeit“ durchgefĂŒhrt, mit den Schwerpunktthemen Energie und Energiesparen. Auch wenn es sich hierbei nicht um ein neues Konzept handelt, so ist doch schon der aufgenommene Weg aus Sicht der Jury prĂ€mierungswĂŒrdig.

ECOtrinova e.V.: Samstagsforum Regio-Freiburg
ECOtrinova e.V. hat sich mit seinem Samstagsforum Regio-Freiburg beworben. Es handelt sich hierbei um eine seit 2006 regelmĂ€ĂŸig stattfindende Vortrags- und Bildungsreihe, die unter der Schirmherrschaft der UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik steht. Ein Gemeinschaftsvorhaben mit vielen, sehr engagierten Beteiligten, die es sich zum Ziel gemacht haben, umfassendes Wissen fĂŒr eine ökologische und nachhaltige Entwicklung zu vermitteln und dadurch die dringend notwendige Energiewende und den Klimaschutz voran zu bringen. Das Forum wendet sich an alle Interessierten, unabhĂ€ngig von Alter, Geschlecht und Bildungsgrad. Alle Themen, die fĂŒr die Zielerreichung erforderlich sind, wie Energie, MobilitĂ€t, Konsum, Stadtentwicklung und Landwirtschaft, werden in diesem Format behandelt. Die Vielfalt der Themen, der unterschiedlichen Akteure, die Summe der erreichten Personen, aber ganz besonders auch die KontinuitĂ€t, mit der das Samstagsforum durchgefĂŒhrt wird, haben die Jury beeindruckt und werden deshalb mit dem Umweltbildungspreis gewĂŒrdigt.

Stefanie Buchholz: Eichhörnchen-Auffangstation
Seit 10 Jahren betreibt Frau Stefanie Buchholz die Eichhörnchen-Auffangstation und kĂŒmmert sich im Jahr um durchschnittlich 50 verletzte oder verwaiste Eichhörnchen der europĂ€ischen Eichhörnchenart bis zu deren anschließenden Wiederauswilderung. Als Biologielehrerin nimmt sie ihre SchĂŒtzlinge mit in die Schule und ermöglicht ihren SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern neben der Vermittlung von wertvollem Naturwissen praktische Erfahrungen durch hautnahes Erleben. Neben der Wiederauswilderung von Eichhörnchen ist die erzieherische Arbeit im Sinne der Umweltbildung als wichtig und wertvoll gewertet worden, sodass die Jury hierfĂŒr den Umweltbildungspreis zum Freiburger StadtjubilĂ€um verleiht.

Förderverein Reinhold-Schneider-Schule: Schulgarten-AG
Der Förderverein Reinhold-Schneider-Schule fĂŒhrt seinen bereits seit vier Jahren bestehenden Schulgarten durch eine noch intensivere Einbindung in den Unterricht weiter. In diesem Projekt sollen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler von der Planung bis zur Umsetzung eine DachflĂ€chenbegrĂŒnung zum Auffangen von Regenwasser anlegen, welches dann wiederum in einen Trockenbach eingespeist wird und in einem neugeschaffenen Kleinbiotop enden soll. Mit UnterstĂŒtzung von einem pĂ€dagogischen und planerischen Team und zwei Fachfirmen soll SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern bereits im Grundschulalter neben handwerklichen Fertigkeiten und biologischem Fachwissen, unterschiedliche Naturerfahrungen ermöglicht und ein umweltfreundlicher Umgang mit der Natur aufgezeigt werden. Der pĂ€dagogische Anteil der SchulgartenAG wird von der Jury hinsichtlich der Umweltbildung als sehr wertvolle und aufgrund des viele Jahre andauernden Engagements als sehr nachhaltige Projektarbeit angesehen und deshalb mit dem Umweltbildungspreis zum Freiburger StadtjubilĂ€um ausgezeichnet.

Der Sonderpreis im Klimaschutz fĂŒr Industrie und Gewerbe geht an:

Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH
‚Outstanding!‘ hat ein Jury-Mitglied ausgerufen. Die Pfizer GmbH setzt seit 2010 kontinuierlich Maßnahmen um, die trotz einer Verdoppelung der Produktionsmenge den CO2-Ausstoß um 21 Prozent reduziert haben. Beispielhaft seien genannt: die Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie Geothermie, Photovoltaik, WĂ€rme- und KĂ€lterĂŒckgewinnung auf dem FirmengelĂ€nde. Als Mitglied im GreenCityCluster steht sie darĂŒber hinaus fĂŒr Fachtouristen aus aller Welt offen. Davon profitiert, neben den anreisenden Delegationen, auch die Stadt Freiburg und ihr Ruf als „Umwelthauptstadt Deutschlands“. Die Pfizer GmbH hat im Bereich Industrie und Gewerbe eine Vorbildfunktion erlangt und ist innerhalb des Konzerns Vorzeigebetrieb und setzt damit auch in anderen Teilen der Welt MaßstĂ€be. All dies hat die Jury dazu veranlasst den Sonderpreis im Klimaschutz fĂŒr Industrie und Gewerbe auszusprechen.

Klimaschutzpreise „Climate First“:

1. Preis Klimaschutz
geht mit 3.000 Euro an Gartencoop e.V.
Als solidarische und ökologische Landwirtschaft versorgt der Gartencoop e.V. 266 Haushalte im Stadtgebiet mit regionalem und saisonalem GemĂŒse, das von angestellten GĂ€rtnerinnen und GĂ€rtnern im Raum Bad Krozingen angebaut wird. Der Ernteertrag wird mithilfe von LastenrĂ€dern vollstĂ€ndig an die Mitglieder verteilt, so wird das Wegwerfen von Lebensmitteln und Plastikverpackung vermieden und CO2 eingespart. Neben der Sensibilisierung fĂŒr einen klimafreundlichen Warentransport, ermöglicht dieses Konzept jedem Mitglied den Zugang zu einer hochwertigen, biologischen Nahrung und lĂ€sst den Verzehr von regionalem und saisonalem GemĂŒse zur Gewohnheit werden. Diese nachhaltige und klimafreundliche Arbeitsweise wird von der Jury mit dem 1. Preis im
Klimaschutz ausgezeichnet

2. Preis Klimaschutz
geht mit 2.000 Euro an Terran e.V.
Der Verein Terran e. V. verfolgt die Vision, fĂŒr flugfreies
Reisen mit dem positiv besetzten Wort „terran“ zu werben. Mit „terran“ soll die Bewerbung und Thematisierung von flugfreien Reisen international kommuniziert und ein neuer Lebensstil entwickelt werden, der durch die Wahl von alternativen Fortbewegungsmitteln Mitmenschen zur Umsetzung begeistern soll. Durch terrane ReisebĂŒros und Plattformen und verschiedene Veranstaltungen und VortrĂ€ge sorgt Terran e. V. fĂŒr eine Etablierung von „terran“. Der Idee, ĂŒber Sprache einen Bewusstseinswandel zu bewirken, wird von der Jury großes Potenzial zugetraut und deshalb mit dem 2. Preis im Klimaschutz gewĂŒrdigt.

3. Preis Klimaschutz
geht mit 1.000 Euro an Ifpro & fesa e.V.
Das Institut fĂŒr Fortbildung und Projektmanagement (ifpro) und der fesa e.V. erhalten fĂŒr ihr berufsbegleitendes Fortbildungsprogramm „kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ aufgrund der herausragenden Bedeutung im Sinne der Klimaschutz- und Energiewendebildung den 3. Preis im Klimaschutz. In den 2020 bereits zum neunten Mal stattfindenden 180 Unterrichteinheiten in 13 Wochenendblöcken werden den Teilnehmenden, die sich in dem Bereich Klimaschutz und Energiemanagement engagieren wollen, umfangreiches Grundlagewissen vermittelt und kommunale Handlungskompetenzen aufgezeigt. Durch die Kombination von Theorie, Referentinnen und Referenten aus der Praxis und Projektarbeit gelingt eine möglichst vielseitige Schulung, die zu einer eigenstĂ€ndigen Entwicklung und erfolgreichen Umsetzung von Energie- und Klimaschutzprojekten dienen
soll.

Naturschutzpreise:

1. Preis Naturschutz
geht mit 3.000 Euro an das NABU-Projekt ‚Alpensegler‘
Bereits seit 1990 ĂŒberwacht und fördert der NABU durch fortwĂ€hrende Populationsstudien den Fortbestand des bedrohten Alpenseglers. Durch fachliche Beratung von GebĂ€udeeigentĂŒmern und UnterstĂŒtzung beim Anbringen von gebĂ€udeintegrierten NistkĂ€sten, versucht der NABU, Mensch und Tier ein friedvolles Zusammenleben zu ermöglichen. Von den Schutzmaßnahmen profitieren auch andere gebĂ€udebrĂŒtende Vogelarten, wie beispielsweise der Mauersegler. Durch kontinuierliches Monitoring beliefert Matthias Schmidt vom NABU Naturschutzbehörden mit wertvollen Bestandsdaten und vermittelt in Freiburg vor Ort zwischen den Interessen von Bauherren, EigentĂŒrmern und Behörden und den Bedarfen der Alpensegler. Dieses Projekt wird im Sinne des Natur- und vor allem Artenschutzes als sehr wertvoller Beitrag gewertet und deshalb von der Jury mit dem 1. Preis im Naturschutz ausgezeichnet.

Winzerkreis Opfingen
2. Preis Naturschutz 2.000 Euro
Der Winzerkreis Opfingen e.V., ein Zusammenschluss von Winzern und Landwirten aus den Tuniberg-Ortschaften, hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch eine kleinteilige und umweltschonende Bewirtschaftung und durch Umsetzung von vielen freiwilligen Umweltschutzmaßnahmen in ihren Weinbergen und LĂ€ndereien, den Naturschutz in besonderer Weise voranzutreiben. Durch Reduktion von Pestizideinsatz, Verzicht auf chemisch-synthetische Insektizide, VergrĂ¶ĂŸerung des BlĂŒtensortiments und konkrete Artenschutzmaßnahmen, gelingt es ihnen, die hohe BiodiversitĂ€t und ein intaktes Ökosystem am Tuniberg nachhaltig zu erhalten und zu fördern. Bedrohte Tierarten wie verschiedene Vögel und seltene Wildbienen können sich aufgrund der errichteten Nistmöglichkeiten und dem vielfĂ€ltigen BlĂŒhangebot niederlassen und fortpflanzen. Um ihr Wissen und ihre Bewirtschaftungsweise auch in anderen Wein- und Landwirtschaftsgebieten zu etablieren, wird jedes Jahr ein Winzerlehrlingstreffen veranstaltet und Themen wie BegrĂŒnungsmanagement und umweltschonende Bewirtschaftungsweisen behandelt. Diese nachhaltige und von großem und langjĂ€hrigem Engagement geprĂ€gte und insbesondere von Erfolg gekrönte Arbeit und Vorbildfunktion wird von der Jury mit dem 2. Preis im Naturschutz gewĂŒrdigt.
 
 

Verschiedenes 
 
Freiburg: Vorfahrt fĂŒr den Radverkehr
Fahrradstraße in Freiburg / Foto: Daniel JĂ€ger
 
Freiburg: Vorfahrt fĂŒr den Radverkehr
Im Herbst werden acht Straßen zu Fahrradstraßen umgewandelt
Wentzingerstraße wird fĂŒr den Autoverkehr unterbrochen

Ab November werden acht Straßen in der Freiburger Innenstadt, dem StĂŒhlinger und zwischen Waldsee und Wiehre als neue Fahrradstraßen ausgewiesen. Das bedeutet noch mehr Vorrang fĂŒr den Radverkehr in Freiburg. Die Straßen liegen auf der Achse geplanter Rad-Vorrang-Routen und sind damit wichtiger Bestandteil der Verkehrswende. An einem zentralen Punkt Freiburgs wird es mit den neuen Fahrradstraßen zu EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Autoverkehr kommen: Autos können die Wentzingerstraße bald nicht mehr durchgĂ€ngig befahren, der Abschnitt vor der WiwilibrĂŒcke ist fĂŒr sie in Zukunft gesperrt.

„Das dichtere Netz an Fahrradstraßen bedeutet mehr Vorfahrt fĂŒr den Radverkehr, die verbesserte Verkehrsinfrastruktur ist ein weiterer Schritt zur MobilitĂ€tswende“, so OberbĂŒrgermeister Martin Horn.

In der Innenstadt werden die Belfortstraße, die Rempartstraße, die Wallstraße und der Holzmarkt zu Fahrradstraßen. So entsteht eine attraktive Achse fĂŒr den Fahrradverkehr, die quer durch die Innenstadt fĂŒhrt. Auf der anderen Seite der Gleise, im StĂŒhlinger, wird diese Achse fortgefĂŒhrt. Denn auch die Engelbergerstraße wird zur Fahrradstraße – zunĂ€chst von der Wentzingerstraße bis zur Eschholzstraße. Zwischen Waldsee und Wiehre werden Hammerschmiedstraße, Oberrieder Straße und Andlawstraße zu Fahrradstraßen. In St. Georgen wird außerdem die bestehende RadVorrang-Route FR 2 nach SĂŒden durch eine neue Fahrradstraße in den Hagelstauden verlĂ€ngert.

„Die Verkehrswende ist eine große Aufgabe, auch in Freiburg. Neben dem Klimaschutz hat die Sicherheit fĂŒr FußgĂ€nger und Fahrradfahrer stets große Bedeutung. Wir ĂŒberprĂŒfen und verbessern unser Netz kontinuierlich, um die Stadt weiter in Richtung Verkehr der Zukunft umzubauen“, sagt BaubĂŒrgermeister Martin Haag.

Fahrradstraßen bieten sich an, um dem Radverkehr im bestehenden Straßennetz bessere Bedingungen zu bieten. Die Straßen sind zunĂ€chst nur fĂŒr den Radverkehr vorgesehen, es können auch Autos zugelassen werden – sie sind dort dann sozusagen zu Gast. Damit die Straßen fĂŒr Anlieger und Lieferverkehr weiter erreichbar bleiben, werden alle jetzt dazukommenden Fahrradstraßen fĂŒr den KFZ-Verkehr freigegeben. Hier gilt aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern. Und Autos mĂŒssen sich an die Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen, die dort auch nebeneinander fahren dĂŒrfen. Wie ĂŒberall gilt aber auch hier: Gegenseitige RĂŒcksichtnahme.

Es wird zudem weitere EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Autoverkehr auf einigen der neuen Fahrradstraßen geben. So wird die Wentzingerstraße auf Höhe des StĂŒhlinger Kirchplatzes fĂŒr den Autoverkehr unterbrochen. Ähnlich verhĂ€lt es sich in den Hagelstauden, wo der sĂŒdliche Teil der Fahrradstraße fĂŒr KfzVerkehr gesperrt wird. Auch der westliche Teil der Andlawstraße bis zum Deichelweiherweg wird zur Einbahnstraße und kann mit dem Auto nur noch von Westen aus angefahren werden.

Wo es möglich ist, gilt fĂŒr Fahrradstraßen Vorfahrt. So kommen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer schneller voran. Der Straßenzug aus Hammerschmied- und Oberrieder Straße wird gegenĂŒber allen Querstraßen bevorrechtigt. Damit können Radfahrende kĂŒnftig von Beginn des Pflegewegs an der Lindenmattenstraße in Littenweiler bis zum Beginn der Wiehre an der Möslestraße gemĂŒtlich und sicher durchradeln.

Der Fahrradstraßen-Herbst startet. In den kommenden Wochen sollen die einzelnen Straßen nacheinander ausgewiesen werden, die genauen Starttermine sind abhĂ€ngig davon, was Witterung und Corona-Auflagen zulassen. GemĂ€ĂŸ Zeitplan sollen Hammerschmied- und Oberrieder Straße Mitte November umgewandelt werden. Gegen Ende November kommt dann die Andlawstraße an die Reihe. Es folgen die Belfortstraße, Rempartstraße, Holzmarkt und Wallstraße sowie die Engelberger Straße und die Teilsperrung der Wentzinger Straße im Dezember. In den Straßen werden Piktogramme und Markierungen angebracht. Dann wird es zu temporĂ€ren EinschrĂ€nkungen des Verkehrs kommen. Das Garten- und Tiefbauamt bittet um VerstĂ€ndnis.

Bislang gibt es 17 Straßen in Freiburg, die teilweise oder durchgĂ€ngig als Fahrradstraße ausgewiesen sind, jetzt kommen acht weitere hinzu. Die nun geplanten Fahrradstraßen liegen dabei alle auf zukĂŒnftigen oder bestehenden Rad-Vorrang-Routen.
 
 

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LandWERTschaft Tuniberg macht keine Corona-Pause
-Betriebe mit neuen Sonderaktionen weiter geöffnet-

Die landwirtschaftlichen Betriebe rund um den Tuniberg bei Freiburg sind weiter fĂŒr die Kunden prĂ€sent. Darauf macht jetzt LandWERTschaft Tuniberg aufmerksam. Bei vielen HoflĂ€den oder Winzerhöfen gibt es sogar Sonderaktionen. Vor Ort werden natĂŒrlich die Corona Bestimmungen eingehalten.

Damit sich die Kunden informieren können werden ĂŒber www.landwertschaft-tuniberg.de zahlreiche Betriebe mit ihren Angeboten sowie Öffnungszeiten vorgestellt. Dazu gibt es teilweise auch die Möglichkeit sich die Produkte bequem liefern zu lassen.

Gerade vor Weihnachten sind viele einmalige selbst produzierte Artikel erhĂ€ltlich. Diese eignen sich auch bestens fĂŒr Geschenke oder gar einen Gutschein.

Ein Besuch am Tuniberg ist also immer ein schönes (Einkaufs-) Erlebnis.
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Sonntagsöffnung: Plastikfreies Spielzeug selbst gemacht
am 13.12.2020 von 14:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

Ein bunter Nachmittag fĂŒr die ganze Familie - und das ganz ohne Plastik und versteckte Giftstoffe! Wir stellen selbst Malkreiden, Bastelkleber, Spielknete etc. her und lernen jede Menge Tipps fĂŒr einen PlastikĂ€rmeren Haushalt kennen. JedeR darf mitmachen und die selbst gemachten Dinge mit nach Hause nehmen. Bitte z.B. leere MarmeladenglĂ€ser fĂŒr den Transport mitbringen.

Svenja Fugmann und Team
Das CafĂ© Ökostation mit verpackungsfreien Leckereien hat geöffnet
In Kooperation mit der Abfallwirtschaft Freiburg
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Das Naturbewusstsein in Deutschland wÀchst
am 07.12.2020 von 17:30 bis 19:00
in der Ökostation Freiburg

So lautet eines der Ergebnisse der aktuellen großen Naturbewusstseins Studie des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN). Das Meinungsbild der Bevölkerung belegt, dass Menschen den direkten Kontakt mit der Natur wĂŒnschen, um sich Kenntnisse ĂŒber Arten anzueignen. Dieser Wunsch nach Erleben und Vermittlung ĂŒber „klassische Formate“ wie FĂŒhrungen in der Natur könnte durch ein zeitgemĂ€ĂŸes Engagement von Akteuren in diesem Bildungsbereich wichtige Impulse setzen, um der Erosion von Artenkenntnis entgegenzuwirken. Doch wie verteilen sich die Ergebnisse in den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und ĂŒber die Generationen? Und wie korrespondiert das wachsende Naturbewusstsein mit dem ebenfalls steigen Artensterben? Was bedeuten diese Erkenntnisse fuer die Akteure der Umweltbildung? Nach der PrĂ€sentation der Ergebnisse der BfN Studie besteht ausfĂŒhrlich Zeit zur Diskussion.

Referent: Dr. Andreas Wilhelm Mues, BfN, Fachgebiet Naturschutz, Gesellschaft und soziale Fragen
In Kooperation mit dem ANU Landesverband e.V.
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Start der Offshore-Koalition
Windenergieausbau und Naturschutz in Einklang bringen

KrĂŒger: Ausbau der Offshore-Windenergie muss sich an den ökologischen Belastungsgrenzen der Meere orientieren

Berlin/BrĂŒssel, 16.11.2020 – Heute wird die europĂ€ische Offshore-Koalition zum Schutz der Meere beim Ausbau der Windenergie auf See gegrĂŒndet. Die europĂ€ische Arbeitsgruppe arbeitet einen gemeinsamen Ansatz aus, der Naturschutz und Klimaschutz beim Ausbau der Offshore-Windkraft in Einklang bringen soll.

Zu den GrĂŒndungsmitgliedern gehören neben dem NABU weitere Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der europĂ€ischen Windindustrie, Übertragungsnetzbetreibern und Hersteller sowie die Renewables Grid Initative. In einer gemeinsamen AbsichtserklĂ€rung legen sie den Grundstein fĂŒr die zukĂŒnftige Zusammenarbeit.

„Offshore-Windenergieanlagen leisten einen wichtigen Beitrag, die Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig bergen sie Risiken fĂŒr MeeressĂ€ugetiere, Fische sowie Zug- und Rastvögel, insbesondere dann, wenn sie an naturschutzfachlich ungĂŒnstigen Standorten gebaut werden. Schon jetzt befinden sich die europĂ€ischen Meere in einem schlechten ökologischen Zustand. Wir mĂŒssen dringend Wege dafĂŒr finden, wie die ökologischen Belastungsgrenzen der Meere beim Offshore-Windenergieausbau eingehalten werden können. Das geht nur, wenn wir besser verstehen, wie empfindlich LebensrĂ€ume und Arten gegenĂŒber Windenergieanlagen, aber auch anderen Eingriffen des Menschen sind. Die immer intensiver werdende Nutzung der Meere durch Schiffsverkehr, Fischerei oder Kies- und Sandabbau muss deutlich zurĂŒckgefahren werden und wir mĂŒssen die Meeresschutzgebiete und ökologische Hotspots von Nutzungen freihalten“, so NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger.

Aktuell liegt die Leistung der Offshore-Windenergie in der EU bei mehr als 12 Gigawatt. Die EU-Kommission sieht großes Potenzial fĂŒr einen Ausbau in der Zukunft. In zwei Tagen möchte sie ihre neue Strategie fĂŒr Erneuerbare Energien auf See vorlegen: „Die kommende EU-Strategie fĂŒr Erneuerbare Energien auf See muss die Energiewende naturvertrĂ€glich gestalten. Energieeffizienz und ein geringer Rohstoff- und Energieverbrauch mĂŒssen die höchste PrioritĂ€t haben. Wenn die EuropĂ€ische Union hohe Ausbauziele fĂŒr Offshore-Windenergie veranschlagt, mĂŒssen andere industrielle Nutzungsformen der Meere zurĂŒckstecken, um Platz fĂŒr die Windenergie zu schaffen“, so Verena Bax, Referentin fĂŒr europĂ€ischen Klimaschutz beim NABU. „Gesunde Meere sind VerbĂŒndete in der Klimakrise. Klimaschutz und Naturschutz mĂŒssen beim Ausbau der Offshore-Windenergie Hand in Hand gehen. Die Zusammenarbeit in der Offshore-Koalition kann dabei helfen, Konflikte zu lösen und Positionen zusammenzufĂŒhren, so dass uns die naturvertrĂ€gliche Energiewende gelingen kann.“

Deutschland selbst plant im neuen Windenergie-auf-See-Gesetz mit 40 Gigawatt Offshore-Strom bis zum Jahr 2040. Dies erscheint aktuell nicht mit den nationalen und europĂ€ischen Naturschutzzielen vereinbar. Die marine Raumordnung, die bis Mitte 2021 ausgearbeitet wird, soll die Konkurrenzen bei der Nutzung des Lebensraums Meer auflösen und fĂŒr einen Ausgleich von Schutz und Nutzung in der deutschen Nord- und Ostsee sorgen.

Hintergrundinformationen zu Offshore-Windenergie in Europa ...
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Wassereffizienz und Klimawandel
RĂŒckblick auf den Zweiten IWaN Fachkongress –

Freiburg, 16.11.2020: Wasserversorgung in Zeiten des Klimawandels. Der Fachkongress fĂŒr StĂ€dte und Kommunen im SĂŒdschwarzwald.

Am 04. und 10. November 2020 fand der zweite, interaktive Fachkongress zum Thema Wassereffizienz im Onlineformat statt.

Bereits der erste Fachkongress „Trockenheit und Wassermangel als Folgen des Klimawandels“ 2019 hatte gezeigt: Die HĂ€ufung ungewöhnlich trockener Jahre wirkt sich stark auf die Wasserversorgung und Wasserwirtschaft in unserer Region aus. Nach drei Jahren Trockenheit in Folge kamen auch diesen Sommer wieder einige Trinkwasserversorgungen in der Region an ihre Grenzen oder mussten auf alternative Wasserressourcen zurĂŒckgreifen.

Der Fachkongress bildete den vorlĂ€ufigen Abschluss des Projektes „IWaN - Interkommunales Wassereffizienz Netzwerk“, welches vom fesa e.V. und der Energieagentur Regio Freiburg in Kooperation mit dem Naturpark SĂŒdschwarzwald durchgefĂŒhrt und durch das Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wurde.

Bei den Schaltungen mit Expert*innen und den Teilnehmenden wurden Erfahrungen und Erkenntnisse einiger Kommunen aufgegriffen und HandlungsspielrĂ€ume vorgestellt. Auch die Sensibilisierung der BĂŒrgerschaft und des kommunalen Personals war ein wesentlicher Bestandteil.

Eine Hauptessenz des Kongresses lag in der konkreten Klimaanpassung: Es wurden viele Möglichkeiten diskutiert und anhand von konkreten best-practice-Beispiele aufgezeigt, wie das vermehrt in den Wintermonaten vorkommende Regenwasser lĂ€nger und effektiver in der FlĂ€che gehalten werden kann. Hier seien vor allem Maßnahmen zur dezentralen und naturnahen Regenwasserbewirtschaftung, wie etwa Regenwasserversickerung, WasserrĂŒckhalt / Retention, Dach- und FassadenbegrĂŒnung, erwĂ€hnt.

Es trugen Fachleute des fesa e.V., der Energieagentur Regio Freiburg, der UniversitĂ€ten Stuttgart und Freiburg, des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis und des Bundesverbandes GebĂ€udeGrĂŒn e.V. vor.

Die Mischung aus VortrÀgen und interaktiven Workshops ermöglichte es den Teilnehmenden, eigene Gedanken und Anregungen einzubringen und sich gegenseitig zu vernetzen.

Ein Folgeprojekt ab FrĂŒhjahr 2021 ist in Planung.

Der fesa e.V.
Der fesa e.V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren Energien, fĂŒr Energieeffizienz und fĂŒr die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit seiner Arbeit sensibilisiert er die BĂŒrger*innen fĂŒr diese Themen, schlĂ€gt mit innovativen Projekten neue Wege ein und schafft ĂŒber sein Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden.
 
 

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NABU zum EU-Wiederaufbauprogramm
Großes Torfmoor (c) NABU/Felix GrĂŒtzmacher
 
NABU zum EU-Wiederaufbauprogramm
Klima- undNaturschutz auf halbem Weg stehen geblieben
KrĂŒger: Keine Vorgaben zur Renaturierung vonWĂ€ldern und Mooren, keine klare Kante gegenĂŒber fossilen Brennstoffen

BrĂŒssel, 10.11.2020 - BrĂŒssel - Mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm will die EU den Weg aus der Corona-Krise finden. Haushalts- und Wirtschaftsausschuss des EuropĂ€ischen Parlaments haben heute ĂŒber ein Investitionsprogramm in Höhe von 672,5 Milliarden Euro abgestimmt. Dazu NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

„Das EuropĂ€ische Parlament hat heute seine Position zum EU-Wiederaufbauprogramm vorlĂ€ufig fixiert. Die Chance, durch Investitionen in Klima- und Naturschutz eine grĂŒne Gesundung des Kontinents einzuleiten, wurde dabei nicht konsequent genutzt. Zwar sollen nach dem Willen der Parlamentarier immerhin 40 Prozent des Investitionspakets in die Bereiche Klima- und Umweltschutz gehen. Es fehlen jedoch weiterhin klare Vorgaben fĂŒr Investitionen in die Renaturierung von Ökosystemen. Damit wĂŒrde es fĂŒr die EU-Regierungen freiwillig bleiben, ob sie EU-Fördergelder fĂŒr den Schutz oder die Wiederherstellung von Mooren, FlĂŒssen, WĂ€ldern und Meeresgebieten ausgeben. Angesichts des großen Finanzierungsdefizits und der positiven Auswirkungen solcher Renaturierungen auf den Klimaschutz und die regionale Wirtschaftskraft ist das eine fahrlĂ€ssig verpasste Chance.“

Auch zu einem Ausschluss umweltschĂ€dlicher Subventionen aus dem Wiederaufbaufonds, etwa fĂŒr fossile EnergietrĂ€ger, konnte sich das Parlament nicht durchringen. So könnten Mitgliedstaaten europĂ€ische Steuergelder z.B. fĂŒr Investitionen in Infrastrukturen fĂŒr Erdgas verwenden. „Das wĂŒrde uns auf Jahrzehnte vom Ziel der KlimaneutralitĂ€t entfernen. Statt auf diese Scheinlösung fĂŒr den Klimaschutz zu setzen, sollte dieses Geld direkt in den nachhaltigen Ausbau erneuerbarer Energien gehen“, kritisiert KrĂŒger.

Das Parlament muss sich nun im Rahmen des sogenannten Trilog mit dem Ministerrat und der Kommission auf eine gemeinsame Position zum EU-Aufbauprogramm einigen. Die Mitgliedstaaten mĂŒssen ihre nationalen WiederaufbauplĂ€ne bis April 2021 bei der EU-Kommission vorlegen.
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Sonntagsöffnung Weihnachtliches Papierschöpfen
am 06.12.2020 von 14:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

An diesem Sonntag werden Weihnachtskarten geschöpft und alternative Verpackungen fĂŒr Weihnachtsgeschenke aus Papier entwickelt. Dazu gibt es selbstgebackene Waffeln und BratĂ€pfel aus dem Kachelofen der Ökostation. Ein Angebot fĂŒr Familien mit Kindern.

Mitarbeiter*innen der Ökostation
In Kooperation mit der Freiburger Abfallwirtschaft
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Beratungsnachmittag zum Freiburger BNE-Fonds
am 03.12.2020 von 16:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

Alle Institutionen, Organisationen, ProjekttrĂ€ger und Einzelpersonen, die 2021 Initiativen zur Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung im Sinne des Freiburger Kleeblattes ergreifen wollen, können AntrĂ€ge auf Fördergelder stellen. FĂŒr konkrete RĂŒckfragen zur Antragstellung wird an diesem Nachmittag eine Beratung in der Ökostation angeboten. Antragsschluss fĂŒr ProjektantrĂ€ge fĂŒr 2020 ist Freitag 13.12.2019. FĂŒr Fragen steht die Ökostation jederzeit gerne auch vorab zur VerfĂŒgung. Der Förderantrag kann hier www.oekostation.de/bne-fonds heruntergeladen werden.

Svenja Fugmann, Ökostation Freiburg
Der Freiburger BNE-Fonds wird von der Stadt Freiburg, Dezernat II fĂŒr Umwelt, Forst, Jugend und Bildung gefördert
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Freiburg: Sechs weitere Fahrrad-Reparaturstationen
Fahrrad-Reparaturstation am Betzenhauser Torplatz / Foto: VAG
 
Freiburg: Sechs weitere Fahrrad-Reparaturstationen
Die vier ersten vor etwa 15 Monaten durch die Freiburger Verkehrs AG (VAG) aufgestellten öffentlichen Reparaturstationen fĂŒr FahrrĂ€der haben sich bewĂ€hrt, werden gut angenommen und haben mittlerweile Zuwachs bekommen. Sechs weitere der schlanken roten SĂ€ulen sind jetzt neben den Frelo-Stationen Haslach Bad, Sandfangweg, Tullastraße / ZĂ€hringerstraße, Killianstraße, beim Betzenhauser Torplatz und beim Studierendendorf Vauban zu finden.

Die Stationen sind mit allem ausgestattet, was man fĂŒr eine schnelle Reparatur brauchen kann. Mit dabei ist natĂŒrlich auch eine Luftpumpe mit Adapter fĂŒr jede Ventilart und einem Druckmesser der verlĂ€sslich anzeigt, wie weit der Reifen bereits aufgepumpt ist.
Die Erfahrung mit bisherigen Anlagen beim Wiehrebahnhof, an der Laßbergstraße, beim Holzmarkt sowie vor dem VAG Zentrum in der Besançonallee haben gezeigt, dass die Stationen und deren Ausstattung ebenso zweckmĂ€ĂŸig wie robust sind. Einzig die Dichtungen der Luftpumpen-Adapter fĂŒr die verschiedenen Ventilarten mĂŒssen hin und wieder erneuert werden.

Die VAG investierte je Station etwa 1.000 Euro in einen kleinen aber sinnvollen Baustein der Freiburger Verkehrswende.

Was die Stationen so alles bieten:

● QR CODE mit Reparaturanleitungen
● Kreuzschlitzschraubendreher PH2
● Schraubenzieher 5,5 x 1,0 mm
● EinmaulschlĂŒssel verstellbar 0-30 mm
● Skateboard-Tools |9/16|1/2|3/8|
● DoppelmaulschlĂŒssel 8×10 mm
● DoppelmaulschlĂŒssel 13×15 mm
● TORXschlĂŒssel Set |9|10|15|20|25|27|30|40|
● InbusschlĂŒssel Set |2|2,5|3|4|5|6|8|
● Reifenheber (Kunststoff mit Stahlkern)
● Pumpe mit Druck 10 BAR (Glycerin-Manometer „Antifog“) mit Adapter fĂŒr alle Ventile
 
 

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Workshop: "Samen - rund und eckig"
am 20.11.2020 von 17:00 bis 19:00
in der Ökostation Freiburg

Wie entsteht ein Samenkorn? Welche Fruchttypen gibt es? Was verrĂ€t uns der Aufbau des Samens ĂŒber die verschiedenen Strategien der Ausbreitung, sowie des Schutzes und der Erhaltung der Pflanzenart? Wir werden uns die Samen und SamenstĂ€nde bekannter KrĂ€uter etwas nĂ€her unter die Lupe nehmen. Der Workshop ist geeignet als ErgĂ€nzung des Sommerkurses, aber auch alle Neueinsteiger*innen sind herzlich willkommen.

Zielgruppe: Erwachsene
Leitung: Robert Schönfeld
7.00 € / TeilnehmerIn
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Die Rad-Vorrang-Route FR2 wÀchst weiter
Im GĂŒterbahnhof-Areal kommen jetzt Radfahrstreifen fĂŒr eine radfreundliche Anbindung

In der Neunlindenstraße wurden Radschutzstreifen markiert und ein Radweg gebaut – Verbindung zur Waldkircher Straße

Mehr als ein Kilometer neue Wege fĂŒr den Radverkehr

Bislang endete der 2019 auf der Rad-Vorrang-Route FR2 fertiggestellte Radweg entlang der Hartmannstraße auf Höhe des GĂŒterbahnhof-Areals. FĂŒr die Anbindung Richtung Waldkircher Straße wurden jetzt in der Neunlindenstraße Radschutzstreifen markiert und ein Radweg gebaut. Außerdem wird die Rad-Vorrang-Route FR2 nach Norden durch das GĂŒterbahnhof-GelĂ€nde verlĂ€ngert.

Bereits vor einigen Wochen hat das Garten- und Tiefbauamt (GuT) auf beiden Seiten der Neunlindenstraße Radschutzstreifen markiert. In der Kurve der Neunlindenstraße zur Hartmannstraße wurde auf der Nordseite ein StĂŒck Radweg gebaut, um den Anschluss an den Radweg Hartmannstraße herzustellen. Durch den Bau des Radweges war es möglich, die alten und großen BĂ€ume in diesem engeren Bereich zu erhalten. In den ĂŒbrigen, breiteren Bereichen wurden zuvor auf der SĂŒdseite der Straße zwischen den BĂ€umen die Bordsteine abgesenkt und so ein Parkstreifen geschaffen. So konnten ParkplĂ€tze, die bislang auf der Fahrbahn lagen, zwischen die BĂ€ume gelegt werden. Wegen der BĂ€ume verringert sich die Anzahl der ParkplĂ€tze um rund 15 StĂŒck. Auf der Fahrbahn wurde so Platz geschaffen fĂŒr 1,6 Meter breite Radschutzstreifen, die deutlich ĂŒber der Mindestbreite von 1,25 Meter liegen. Zudem wurden Sicherheitstrennstreifen angelegt, die einen Schutzraum zu parkenden Autos schaffen

Radschutzstreifen sind - im Gegensatz zum Radfahrstreifen - mit einer unterbrochenen schmalen Linie markiert. Sie wurden in Freiburg bislang unter anderem im Rennweg, der ZĂ€hringer Straße, der Sundgauallee und der Basler Landstraße angebracht und haben sich dort wie auch bundesweit sehr gut bewĂ€hrt. Die Fahrbahn zwischen den Schutzstreifen bietet ausreichend Platz fĂŒr die Begegnung von zwei Autos. Auf Radschutzstreifen, wie auch auf Radwegen und Radfahrstreifen, gilt absolutes Halteverbot.

Durch die neuen Schutzstreifen hat das GuT eine radfreundliche Verbindung hergestellt zwischen dem Radweg entlang der Hartmannstraße (FR2) und der geplanten Rad-Vorrang-Route FR3 in der Waldkircher Straße. Diese wird in den nĂ€chsten Jahren zusammen mit der Stadtbahn Waldkircher Straße gebaut.

Und die Rad-Vorrang-Route FR 2 wĂ€chst weiter. Richtung Norden wird die Fortsetzung in den nĂ€chsten Tagen durch das GĂŒterbahnhof-GelĂ€nde angelegt. Dazu werden in der Paul-Ehrlich-Straße und großen Teilen der Ingeborg-Krummer-Schroth-Straße beidseitig Radfahrstreifen markiert – sobald es die Witterung zulĂ€sst. Diese werden 2,10 Meter breit sein und damit breiter als das Standardmaß von 1,85 Meter. Auch hier wird zusĂ€tzlich noch ein Sicherheitstrennstreifen angelegt. Die Radfahrstreifen werden als Teil der Erschließung des GĂŒterbahnhof-Areals von dessen EigentĂŒmerin, der Firma Aurelis, angelegt, die Straße dann an die Stadt Freiburg ĂŒbertragen. Die Radstreifen schaffen die Verbindung vom Radweg entlang der Hartmannstraße bis zur Berta-Ottenstein-Straße im Norden des GĂŒterbahnhof-GelĂ€ndes. Von da können Radfahrende ĂŒber einen Radweg bis zur Tullastraße gelangen. Auf dem GelĂ€nde des GĂŒterbahnhofs werden mehrere Tausend dort wohnende und arbeitende Menschen besser an das Radverkehrsnetznetz angebunden.

Das Freiburger Radverkehrsnetz (bislang 470 Kilometer lang) wĂ€chst durch diese beiden Maßnahmen in der Neunlindenstraße und im GĂŒterbahnhof-GelĂ€nde um mehr als einen Kilometer LĂ€nge.
 
 

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Papierkonsum und die Folgen fĂŒr die Umwelt - Fortbildung fĂŒr LehrkrĂ€fte
Ökostation Freiburg (c) Ökostation
 
Papierkonsum und die Folgen fĂŒr die Umwelt - Fortbildung fĂŒr LehrkrĂ€fte
am 19.11.2020 von 14:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

Welche sind die ökologischen und sozialen Folgen unseres Papierverbrauchs? Was hat dies mit Wald- und Klimaschutz zu tun? Wie können SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in ihrem Alltag selbst aktiv werden? Im Vordergrund der Fortbildung steht die Vermittlung von prioritĂ€ren Themen bezĂŒglich Papier im Schulalltag und praxiserprobten Methoden, um einzelne Stunden bis hin zu ganzen Projektwochen zĂŒgig zu planen und erfolgreich umzusetzen. Konkrete Handlungsoptionen zum Papiersparen und AktionsvorschlĂ€ge fĂŒr die Schule werden erarbeitet. Dieser Praxistag richtet sich an SchullehrkrĂ€fte aller Klassen- und Schulstufen.

Leitung: Susanna Gill, Abfallberaterin der ASF und Ulrike Hecht, Ökostation
In Kooperation mit der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
Anmeldung ĂŒber gill@abfallwirtschaft-freiburg.de oder Tel. 0761 / 76707-723
Anmeldeschluss: 12. November 2019
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Freiburg: Stadt fĂŒr Einsatz zum Erhalt der biologischen Vielfalt ausgezeichnet
Land wĂŒrdigt Engagement fĂŒr Artenvielfalt entlang von Straßen Die Stadt Freiburg ist fĂŒr ihr Engagement zum Erhalt der biologischen Vielfalt ausgezeichnet worden. Das Verkehrsministerium des Landes wĂŒrdigt Freiburgs Einsatz fĂŒr mehr Artenvielfalt entlang von Straßen.

Seit 2018 stellt das Verkehrsministerium mit dem Sonderprogramm zur StĂ€rkung der biologischen Vielfalt Geld zur Förderung der Artenvielfalt auf dem StraßenbegleitgrĂŒn zur VerfĂŒgung, außerdem wird der Bau von Amphibienschutzanlagen gefördert.

Denn GrasflĂ€chen an Straßen werden ĂŒblicherweise gemĂ€ht und der Grasschnitt bleibt auf den FlĂ€chen liegen. Im Gegensatz dazu fördert das Verkehrsministerium das zweimalige MĂ€hen mit Entfernung des Schnittgutes. Das Verfahren nennt sich Aushagerung, so entstehen artenreiche, nĂ€hrstoffarme FlĂ€chen. Ziel der Aushagerung ist ĂŒber mehrere Jahre NĂ€hrstoffe von den FlĂ€chen zu entfernen, um langfristig einen lichteren Bewuchs zu erhalten und damit BlĂŒtenpflanzen zu fördern. ErgĂ€nzend werden heimische BlĂŒhmischungen gesĂ€t, was die Entwicklung beschleunigt. Von der grĂ¶ĂŸeren Vielfalt an BlĂŒtenpflanzen profitieren dann Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten.

Seit Beginn des Sonderprogramms haben sich 24 Stadt- und Landkreise daran beteiligt. Freiburg hat mit insgesamt 9,5 Hektar an verschiedenen Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen die zweitgrĂ¶ĂŸte AushagerungsflĂ€che vorzuweisen. 2018 wurden zum ersten Mal FlĂ€chen gemeldet und 2020 weitere FlĂ€chen ergĂ€nzt. Außerdem werden in Freiburg Amphibienschutzanlagen gefördert. Neben Freiburg wurden der Rhein-Neckar-Kreis, der Ostalbkreis und der Rems-Murr-Kreis ausgezeichnet.

„Nur mit engagierten Stadt- und Landkreisen, StĂ€dten und Gemeinden können wir die Artenvielfalt entlang der Straßen in unserem Land erhalten und stĂ€rken. Ich hoffe, dass möglichst viele Kreise, StĂ€dte und Gemeinden diesem Beispiel folgen. Die biologische DiversitĂ€t in unserem Land kann nur mit kompetentem Engagement vor Ort geschĂŒtzt werden“, so Verkehrsminister Winfried Hermann. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage musste die WĂŒrdigung am Donnerstag online stattfinden, sonst hĂ€tten Vertreterinnen und Vertreter des Garten- und Tiefbauamtes sowie des Umweltschutzamtes die Ehrung persönlich entgegengenommen.

Als Dank erhielten die prĂ€mierten Stadt- und Landkreise Hartholz-Skulpturen des Schweizer KĂŒnstlers Marcel E. PlĂŒss. Die sogenannte „Wildbienenkunst“ sieht nicht nur schön aus, sondern bietet mit den gebohrten HohlrĂ€umen auch Wildbienen ein Zuhause.
 
 

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Neue BroschĂŒre „Umwelt- und Klimaschutz in Freiburg“
Aktuell gibt es fĂŒr den Freiburger Umwelt- und Klimaschutz gleich drei bedeutende JubilĂ€en zu feiern: 30 Jahre Umweltdezernat, 35 Jahre Umweltschutzamt und 40 Jahre Umweltausschuss des Gemeinderates. Neben kleineren, coronakonformen Feierlichkeiten und öffentlichen Fachexkursionen wurde dieser Tage eine neue BroschĂŒre veröffentlicht, die Geschichte und Sachstand zusammenfasst: „Umwelt- und Klimaschutz in Freiburg“. Auf mehr als 100 Seiten werden AktivitĂ€ten, Ziele, Programme und Projekte aus den verschiedenen Handlungsfeldern aufgezeigt.

Die reich bebilderte BroschĂŒre widmet sich unter anderem den Themen Klimaschutz, Wasser, Boden, Luftreinhaltung, Abfall und Naturschutz. Es geht aber auch um die Akteure der Umweltbildung sowie um eine kurze Darstellung der zahlreichen Initiativen und Organisationen die in Freiburg engagiert mithelfen, Umwelt und Klima zu schĂŒtzen.

Bestellt werden kann die BroschĂŒre unter:
umweltamt@stadt.freiburg.de oder unter 0761 / 201-6101.
 
 

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Freiburg: Kranke BÀume werden im Winter gefÀllt
Ersatzpflanzungen fĂŒr StraßenbĂ€ume

Die BĂ€ume der Stadt werden fortlaufend untersucht und kontrolliert. In den vergangenen Monaten wurden dabei kranke BĂ€ume festgestellt, die, zum Schutz der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, im Winter gefĂ€llt werden mĂŒssen. Es handelt sich dabei HauptsĂ€chlich um einzelne Park- oder StraßenbĂ€ume. FĂŒr die die gefĂ€llten StraßenbĂ€ume wird in der Regel Ersatz gepflanzt.

So mĂŒssen etwa in der Johaniterstraße vier Blutpflaumen und in der Eichelbuckstraße eine Stileiche wegen Pilzbefall gefĂ€llt werden. Auch auf dem Schlossberg und im Hauptfriedhof werden einige BĂ€ume gefĂ€llt, hier wegen TrockenschĂ€den. Bei den BĂ€umen, die in Parkanlagen entfernt werden, handelt es sich in der Hauptsache um Pflegemaßnahmen, um zu dicht wachsende GehölzbestĂ€nde auszulichten und dadurch das Wachstum der BĂ€ume zu verbessern (Bestandspflege).

Das Garten- und Tiefbauamt wird betroffenen Einrichtungen sowie den BĂŒrger- und Lokalvereinen eine detaillierte Liste der zu fĂ€llenden BĂ€ume zur VerfĂŒgung stellen.
 
 

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Riesenflohmarkt in der Messehalle 2 Freiburg
Foto: Veranstalter
 
Riesenflohmarkt in der Messehalle 2 Freiburg
Mit Abstand in die NormalitÀt

Mit einem Hygienekonzept und unter Einhaltung der aktuellen Auflagen findet der Riesen Flohmarkt am Samstag, 24.10. und am Sonntag, 25.10. in der Messehalle 2 Freiburg statt.

FĂŒr Besucher und Aussteller ist es verpflichtend eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Auch muss ein Kontaktformular ausgefĂŒllt werden. Das Kontaktformular kann vor Ort ausgefĂŒllt werden. Auf unserer Webseite: ww.suema-maier.de erhalten Sie alle Informationen.
Wir haben zum Flohmarkt, der derzeitigen Situation geschuldet, ein Konzept entworfen, das Ihnen den Besuch so angenehm wie möglich macht. Wir haben in der weitlÀufigen Messehalle Ruhezonen eingerichtet. Hier können Aussteller und Besucher mit Mindestabstand «verschnaufen», ohne Ihre Maske zu tragen.

Bis zu 200 Aussteller mit Möbeln, Schmuck, Second-Hand und Briefmarken, bis hin zu Sammlerwaren und ausgesuchten RaritĂ€ten ein abwechslungsreiches Sortiment an. Das große Angebot lockt nun seit mehr als 20 Jahren traditionell zum Feilschen und Shoppen. Viele ĂŒberregionale Aussteller, sowie das geöffnete Messerestaurant laden zum langwierigen Verweilen und Genießen in entspannter AtmosphĂ€re ein. Ebenso lĂ€sst sich der Besuch des Flohmarkts wunderbar mit dem Gang auf das Freiburger HerbstvergnĂŒgen auf dem MessegelĂ€nde vereinbaren.
Frönen Sie ihrer Leidenschaft und ergattern Sie beim Streifzug durch die Halle mit ein Wenig GlĂŒck den ein oder anderen Schatz. Denn hier findet sich fĂŒr jeden Geldbeutel das Richtige und die Aussteller geben gerne Auskunft ĂŒber jedes der unzĂ€hligen PrachtstĂŒcke.

Parkmöglichkeiten: direkt an der Messehalle -kostenfrei-

Die Öffnungszeiten: Samstag, 24.10. von 10-18 Uhr und Sonntag, 25.10. von 11-18 Uhr

Besuchereintritt: 3,- Euro
vergĂŒnstigter Eintrittspreis durch den Erwerb von 10-Eintrittskarten möglich.

Weitere Informationen und Flohmarkttermine erhalten Interessierte beim Veranstalter, der SĂŒMa Maier Veranstaltungs GmbH, unter Telefon 07623 741920 oder im Internet unter www.suema-maier.de

Bequem mit der Straßenbahn zum Flohmarkt und zurĂŒck
Mit der Stadtbahnlinie 4 bis "Technische FakultĂ€t" erreichen Sie die Messe Freiburg im 7,5-Minuten-Takt. Nutzen Sie diese Möglichkeit und fahren Sie ganz bequem zum Flohmarkt und zurĂŒck. Entgehen Sie der evtl. stressigen Anfahrt mit dem PKW. Tun Sie der Umwelt etwas Gutes und lassen sich chauffieren.
Andernfalls hat es ausreichend BesucherparkplĂ€tze direkt vor der Messehalle. Somit ist der Flohmarkt fĂŒr jedermann gut erreichbar.
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Veranstaltungen 
 
 
WAS BLEIBT FÜR DICH?
Erstmals bieten die "Psychologists for Future" in Kooperation mit dem KlimaaktionsbĂŒndnis Freiburg e.V. ein Angebot fĂŒr Menschen an, denen die Klimakrise ĂŒber den Kopf wĂ€chst.

Der Klimawandel zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Herausforderungen, vor denen Menschen jemals gestanden haben.
Hunderttausende gehen mit Fridays for Future auf die Straße, weil sie sich schwerwiegende Sorgen um die Zukunft unseres Planeten machen.
Viele von uns machen sich Sorgen, grĂŒbeln oder haben Angst. Es ist nicht verwunderlich, dass bei vielen von uns seelische Prozesse ausgelöst werden, mit denen wir uns ĂŒberfordert und allein gelassen fĂŒhlen.

Wir unterstĂŒtzen dich darin, den Wandel und seine seelischen Auswirkungen konstruktiv zu gestalten. Wir bieten dir einen geschĂŒtzten Raum, in dem Du mit Deinen Ängsten oder GefĂŒhlen von Ohnmacht, Erschöpfung oder Überforderung nicht allein bleibst. Hier geht es mal nicht um inhaltliche Diskussionen, hier geht es um dich.

Ein Angebot fĂŒr alle, denen die Klimakrise ĂŒber den Kopf wĂ€chst, begleitet von zwei Psycholog*Innen der Psychologists for Future.

NĂ€chste Termine:

FĂŒr Jugendliche und junge Erwachsene
Donnerstag, 22. Oktober 2020,1800 Uhr
im KlimaaktionsbĂŒro, Guntramstr. 11, 79106 Freiburg

FĂŒr alle Altersgruppen
Donnerstag, 29. Oktober 2020,1930 Uhr
Wallstraße 8, 79098 Freiburg (Tibet Kailash Haus)

Schau einfach rein.
Wegen Corona freuen wir uns aber auch ĂŒber Voranmeldungen per Whatsapp oder Telegram an 0151.40341416 oder per Mail an buero@klimaaktionsbuendnis.de. (Wegen Corona ist die Teilnahme auf maximal 12 Menschen begrenzt.)

Ein Angebot von Psychologists for Future Freiburg und dem KlimaaktionsbĂŒndnis Freiburg.
 
 

Verschiedenes 
 
Weiterbildung
Ökostation Freiburg (c) Ökostation
 
Weiterbildung "Einsteinhochzwei Qualifizierung 2020/21"
am 09.11.2020 von 14:30 bis 17:30
in der Ökostation Freiburg

Start der 4-teilige Qualifizierungsreihe Freiburger ForschungsrÀume.
Das zentrale Anliegen der Freiburger ForschungsrĂ€ume ist es das Lernen und Lehren im Bereich der MINT-FĂ€cher in KITAs, Schulen und außerschulischen Lernorten in Freiburg zu verbessern. Dabei steht eine dialogische und forschende Grundhaltung aller Beteiligten Akteure im Vordergrund („Auf die Haltung kommt es an!“). Die Erforschung der eigenen Praxis durch die Teilnehmenden steht im Zentrum.
Die Qualifizierung richtet sich an PĂ€dagog*innen aus Kitas, öffentlichen Schulen, aus der Schulkindbetreuung und aus außerschulischen Bildungseinrichtungen.

Leitung: Svenja Fugmann und Team der Freiburger ForschungsrÀume
Die Ausschreibung mit allen Terminen steht in der Anmeldung unter https://www.oekostation.de/docs/2020.11.09_Einladung_Tel_Einstein_hoch_zwei.pdf
In Kooperation mit der Stadt Freiburg, Amt fĂŒr Schule und Bildung (ASB), Amt fĂŒr Kinder, Jugend und Familie (AKI), Amt fĂŒr stĂ€dtische Kindertageseinrichtungen (ASK).
Veranstaltungsort: vorraussichtlich BĂŒrgerhaus Seepark
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Veranstaltungen 
 
 
Gartentreff im Herbst mit Garten- und Kompostberatung
am 18.10.2020 von 14:00 bis 17:00
in der Ökostation Freiburg

Die Ökostation lĂ€dt zu einem Gartensonntag in den Biogarten ein. Die Besucher*innen erhalten Tipps und Anregungen fĂŒr das GĂ€rtnern im Herbst, so zum Beispiel wie man Laub und GartenabfĂ€lle kompostiert, wie man den Garten fĂŒr den Winter vorbereitet, Stauden und Gehölze pflanzt oder mit der richtigen Bodenpflege bereits jetzt die Grundlage fĂŒr das nĂ€chste Jahr schafft. An diesem Nachmittag ist der Biogarten geöffnet und Natur- GĂ€rtnermeister Robert Schönfeld steht fĂŒr Fragen des naturnahen GĂ€rtnerns und Kompostierens zur VerfĂŒgung.

Robert Schönfeld und das Team der Ökostation
Das "CafĂ© Ökostation" hat geöffnet.
In Kooperation mit der Abfallwirtschaft Freiburg
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Verschiedenes 
 
50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald – LBV und NABU gratulieren
Bayerischer Wald: Lusen (c) Dr.Eberhard Pfeuffer
 
50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald – LBV und NABU gratulieren
Eine Erfolgsgeschichte Dank des Mutes der damaligen EntscheidungstrÀger

Hilpoltstein/Berlin, 06.10.2020 – Der LBV und sein bundesweiter Partner NABU gratulieren zum 50-jĂ€hrigen JubilĂ€um des Nationalparks Bayerischer Wald. „Der Nationalpark Bayerischer Wald ist eine Erfolgsgeschichte – fĂŒr die Region und fĂŒr die Natur“, betont Dr. Norbert SchĂ€ffer, Vorsitzender des LBV und lobt die damaligen EntscheidungstrĂ€ger fĂŒr ihren Mut und ihre Weitsicht. „Waldnationalparke haben eine herausragende Funktion fĂŒr den Artenschutz. Gleichzeitig wird der AtmosphĂ€re durch das Wachstum der BĂ€ume Kohlenstoff entzogen und in lebenden und toten BĂ€umen, aber auch im Waldboden, lange gebunden. Nationalparke sind daher eine echte Kohlenstoffsenke und tragen zum Klimaschutz bei“, erklĂ€rt Jörg Andreas KrĂŒger, PrĂ€sident des Naturschutzbunds Deutschland.

Vor 50 Jahren, am 7. Oktober 1970, wurde der erste deutsche Nationalpark gegen den heftigen Widerstand von Teilen der Bevölkerung gegrĂŒndet. Damals wurden EinschrĂ€nkungen und Bevormundung befĂŒrchtet. Auch die Erweiterung 1997 fĂŒhrte zu hitzigen Debatten. Aber der Mut der EntscheidungstrĂ€ger einen Nationalpark gegen den Willen eines Teils der örtlichen Bevölkerung zu grĂŒnden, zahlte sich auch wirtschaftlich aus. Heute steht das ehemalige Armenhaus in Bayern finanziell besser da denn je: Touristenmagnet und attraktives Reiseziel, das die lokale Wirtschaft ankurbelt und nachhaltig stĂŒtzt. „Gerade in Zeiten wie diesen, wenn bedingt durch die Corona-Pandemie der Urlaub dahoam angesagter ist denn je, ist der Bayerische Wald ein attraktives Urlaubsziel fĂŒr viele“, erlĂ€utert der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert SchĂ€ffer. Untersuchungen zeigen, dass fast 60 Prozent der GĂ€ste gerade wegen des Nationalparks in die Region kommen. In einer reprĂ€sentativen Umfrage der Uni WĂŒrzburg sprachen sich sogar 97 Prozent der Befragten fĂŒr ein Weiterbestehen des Nationalparks aus.

„Durch die natĂŒrliche Entwicklung in einem Nationalpark können LebensrĂ€ume fĂŒr Insekten, Vögel und Pilze entstehen, die es in dieser QuantitĂ€t und QualitĂ€t so in WirtschaftswĂ€ldern nicht gibt“, erklĂ€rt NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger. „Auf den FlĂ€chen des Nationalparks Bayerischer Wald haben wir bereits in den 1980er Jahren erlebt, wie die Natur regiert, wenn Wald großflĂ€chig abstirbt. Bereits nach wenigen Jahren sind flĂ€chig wieder junge BĂ€ume nachgewachsen und die Baumartenvielfalt ist heute grĂ¶ĂŸer als zuvor“, so KrĂŒger. „Ein Nationalpark kann somit als ReferenzflĂ€che dienen, um zu zeigen, wie ein natĂŒrlicher Wald auf den Klimawandel reagiert. Er zeigt uns, welche Baumarten mit den Herausforderungen Hitze und Trockenheit am besten zurechtkommen“, ergĂ€nzt der LBV-Vorsitzende SchĂ€ffer.

Vor diesem Hintergrund begrĂŒĂŸen LBV und NABU die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, als ersten Schritt weitere WaldflĂ€chen dauerhaft aus der Nutzung zunehmen. „Dies kann aber nur ein Zwischenschritt fĂŒr die Ausweisung eines 3. Nationalparks in Bayern sein“, sind sich die beiden Vorsitzenden SchĂ€ffer und KrĂŒger einig.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Freiburg i.Br. und Region: Mehr Wohnungen mit ökosozialem Umbau
Am Freitag, 16. Oktober 2020 ab 14.15 - 18.45 Uhr mit Einlass ab 13.50 Uhr gibt es in Freiburg i.Br. im BĂŒrgerhaus ZĂ€hringen, Lameystr., eine öffentliche Konferenz "Mehr Wohnungen - effiziente Wohnraumnutzung & Umbau ohne FlĂ€chenverbrauch in Freiburg und Region" zu den Themen *ökologisch-soziale Wege fĂŒr bezahlbares Wohnen – Vorbilder und Instrumente, *besser Nutzen, Teilen, Aufstocken, Ausbauen, Anbauen, Umbauen, HinterhĂ€user, Scheunen, *Klimaschutz mit Dach-Mehrfachnutzung, Solarenergie, Sanierung. Vortragende des Öko-Instituts e.V., der Stadt Freiburg und Freiburger Stadtbau, des Bauvereins Breisgau eG, Architekten, Planer, EigentĂŒmer und Weitere erlĂ€utern mit KurzvortrĂ€gen vorbildliche Maßnahmen und stehen fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung. Die Konferenz richtet sich an kommunal Interessierte, planende Berufe, Wohnungswirtschaft, Vereinigungen, EigentĂŒmer, Mieter und an Klima- und Umweltschutz sowie Wohnen Interessierte. Veranstalter im Rahmen des Samstags-Forum Regio Freiburg sind ECOtrinova e.V., BUND RV und OV Freiburg mit ideellen MittrĂ€gern Landesnaturschutzverband LNV e.V., NABU-Freiburg e.V., AGUS MarkgrĂ€flerland e.V., KlimabĂŒndnis Freiburg, Zentrum fĂŒr Erneuerbare Energien an der UniversitĂ€t und Weiteren.

Der Eintritt ist frei. Verbindliche namentliche Anmeldung ist erbeten bis 14. Okt. 2020 an ecotrinova@web.de oder Tel. 0761-216 8730. Anmeldungen werden bestĂ€tigt. Die Platzzahl ist auf 100 begrenzt. Es gelten die Covid-19-Hygienebestimmungen des Landes, u.a. Abstand 1,5 m, Maskenpflicht im Eingangsbereich - nicht beim Sitzen – Handreinigung, Teilnah­meliste. Programmdetails sind online bei ecotrinova.de unter Samstags-Forum 2020. Schirmherrin ist UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, Freiburg Br..
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Verschiedenes 
 
 
NABU: ResĂŒmee der Verhandlung zur Fehmarnbeltquerung am Bundesverwaltungsgericht
Intensive Verhandlungstage / KrĂŒger: Massive Fehler bei der Planfeststellung

Berlin, 05.10.2020 – Nach fĂŒnf intensiven Verhandlungstagen am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zieht der NABU eine erste Bilanz der Verhandlung zur geplanten Fehmarnbeltquerung. Neben den gerĂŒgten Planungsfehlern und dem drohenden Umweltschaden standen auch die unĂŒbersichtlichen Verfahrensunterlagen im Mittelpunkt der Diskussion. Diese erschwerten immer wieder die fachliche und rechtliche Auseinandersetzung. Am 3. November soll das Urteil verkĂŒndet werden. Der NABU hofft auf eine Entscheidung des Senats fĂŒr die Ostsee.

Verkehrsprognosen, Tunnelsicherheit, AlternativenprĂŒfungen, Existenz- und Umweltfragen – das Programm am Bundesverwaltungsgericht war vielfĂ€ltig und komplex, die Verhandlungstage waren lang. „Der 9. Senat hat an vielen Stellen die richtigen Fragen gestellt, und wir haben deutlich gemacht, wo die VersĂ€umnisse des Planfeststellungsbeschlusses liegen“, so NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger. „Die Biotopkartierungen entlang der geplanten Trasse sind falsch, die Auswirkungsprognose auf den Schweinswal fehlerhaft und das Projekt nicht mit den Zielen des Meeresschutzgebiets ‚Fehmarnbelt‘ vereinbar. Die niedrigen und zudem fragwĂŒrdigen Verkehrserwartungen von 5.000 bis 8.000 Fahrzeugen pro Tag können den massiven Umweltschaden nicht rechtfertigen.“

Der Artikel 22 des Staatsvertrages wĂŒrde eine Neubewertung des Projektes ermöglichen. Doch die zustĂ€ndige Planfeststellungsbehörde und die beigeladene Femern AS klammerten sich immer wieder an die Logik des Staatsvertrags, ohne BerĂŒcksichtigung von verkehrspolitischen und gesellschaftspolitischen VerĂ€nderungen in Zeiten von Klimakrise und Artensterben. Besonders intensiv wurde wie erwartet um die Riffe im Fehmarnbelt gestritten, einen streng geschĂŒtzten Lebensraumtyp der Ostsee. Der NABU kritisierte dabei scharf die Versuche der Bagatellisierung durch Femern AS. „Es wurden gleich vier Riffe auf und nahe der geplanten Trasse ĂŒbersehen“, sagt Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz. „Im unmittelbar durch die Sedimentation stark beeintrĂ€chtigen Bereich von drei Kilometern zum Tunnelgraben haben wir heute mindestens 25 Prozent mehr Riffe als angenommen. Die methodischen Fehler der Biotopkartierung sind ebenso wenig erklĂ€r- wie heilbar.“

In der kontroversen naturschutzfachlichen und -rechtlichen Diskussion zeigte sich in Leipzig nach EinschĂ€tzung des NABU einerseits, dass das Gericht tief in die Thematik eingestiegen ist, andererseits aber auch die Tendenz, eine Heilung gerĂŒgter Fehler noch vor dem Urteil mit zu fördern. „Nach unserer Wahrnehmung mĂŒssen Argumente von KlĂ€gern außergewöhnlich stark sein, um einer Klage in Großprojekten wie diesem zum Erfolg zu verhelfen. Doch insbesondere im Fall der ĂŒbersehenen Riffe, der Vertreibung streng geschĂŒtzter Schweinswale und des fehlenden Bedarfs glauben wir, genau das erreicht zu haben“, so Malte Siegert, NABU-Verkehrsexperte und Vorsitzender des NABU Hamburg.

Hintergrund und Chronik:

Vor 25 Jahren beginnt die Planung des Ostseetunnels mit ersten Machbarkeitsstudien. 2008 wird zwischen DĂ€nemark und Deutschland ein Staatsvertrag zum Bau der Fehmarnbeltquerung geschlossen. Damals noch als SchrĂ€gkabelbrĂŒcke geplant, kommt 2011 die Tunnel-Entscheidung. Das Amt fĂŒr Planfeststellung des Landes Schleswig-Holstein gibt im Januar 2019 VorhabentrĂ€ger Femern AS grĂŒnes Licht fĂŒr den Bau Europas grĂ¶ĂŸten Infrastrukturprojekts. Der NABU klagt im April 2019 gegen den Planfeststellungsbeschluss, schĂ€tzt den ökologischen Schaden durch den Tunnelbau im Meeresschutzgebiet als verheerend und unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig ein. Im September 2019 nach Taucharbeiten die BestĂ€tigung: Sie weisen mehrere Quadratkilometer große Riffstrukturen nach – genau dort, wo der Fehmarnbelt-Tunnel gebaut werden soll. In den Gutachten von Femern AS fanden sich 2013 noch Hinweise auf solche Riffe, in der eigentlichen UmweltvertrĂ€glichkeitsstudie wurde daraus Feinsubstrat – also Sand oder Schlick. Die Zerstörung kostbarer artenreicher Riffe wurde also nie geprĂŒft.
Die unwiederbringliche Vernichtung des einmaligen Ökosystems durch den Bau des Absenktunnels wiegt umso schwerer, als dass der Bedarf dafĂŒr gering ist. Der Verkehr kann mĂŒhelos ĂŒber die bestehenden Straßen- und Schienenverbindungen ĂŒber Land, BrĂŒcken und FĂ€hre abgewickelt werden. Der NABU fordert daher einen Ausstieg aus dem Projekt.
Sollte dies politisch mit unseren dÀnischen Nachbarn nicht durchsetzbar sein, muss nach EinschÀtzung des NABU zwingend die ökologisch vertrÀglichste Tunnelvariante gebaut werden: Ein bergmÀnnisch gebohrter Eisenbahntunnel.
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Nach Corona-Pause: Gebrauchtwarenbörse der ASF öffnet wieder
Um ein Infektionsrisiko zu verringern, war die Gebrauchtwarenbörse auf dem Recyclinghof St. Gabriel (Liebigstraße) von April bis Anfang Oktober geschlossen. Ab Montag, 12. Oktober, ist die Halle wieder zum Verkauf von Second-Hand-Artikeln geöffnet.

Die Warenbörse findet nun wieder jeden Montag von 14 bis 16 Uhr im Recyclinghof St. Gabriel statt. In der Warenbörse gelten fĂŒr alle SchnĂ€ppchenjĂ€ger ein Sicherheitsabstand von 1,50 Meter und die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Weitere Infos online ...
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