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Freitag, 14. Dezember 2018
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Verschiedenes 
 
Freiburg: Energieeffizienz an der Stadtbahn ZĂ€hringen
(c) VAG
 
Freiburg: Energieeffizienz an der Stadtbahn ZĂ€hringen
Ihren zweiten Schwungradspeicher hat die Freiburger Verkehrs AG (VAG) am 10. Dezember in Betrieb genommen. Die rund 420.000 Euro teure Anlage wird mit 380.000 € durch das Klimaschutzprogramm der Stadt Freiburg gefördert und wird eine jĂ€hrliche Energieeinsparung von rund 250.000 kWh bringen.

Der neue Energiespeicher steht an der Stadtbahn ZĂ€hringen, rund einen Kilometer von der Wendeschleife „Gundelfinger Straße“ entfernt. Er kann auf der Strecke zwischen Komturplatz und Gundelfinger Straße anfallende Bremsenergie von Stadtbahnfahrzeugen aufnehmen und an dort anfahrende Fahrzeuge wieder abgeben.

Bei der presseöffentlichen Vorstellung der neuen Anlage gratulierte UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik der VAG zur Realisierung des zweiten Schwungradspeichers in Freiburg: „Mit der Anlage können rund 250.000 kWh/Jahr Strom eingespart werden, das entspricht dem jĂ€hrlichen Strombedarf von gut 70 Haushalten und einer COÂČ-Einsparung von 1.500 Tonnen.“ Der neue Schwungradspeicher leiste auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz in Freiburg. „Die Stadt hat daher dieses Projekt auch gerne mit einem relevanten 6-stelligen Betrag aus den Mitteln aus der Konzessionsabgabe fĂŒr zusĂ€tzliche Klimaschutzmaßnahmen unterstĂŒtzt. Ich freue mich, dass die VAG in Freiburg beim Klimaschutz mit innovativen Ideen voran geht“ begrĂŒndete die BĂŒrgermeisterin das finanzielle Engagement der Stadt Freiburg.

Die Freiburger Stadtbahnfahrzeuge verfĂŒgen seit langem ĂŒber die Technologie, dass beim Bremsen gewonnene elektrische Energie wieder zurĂŒck in das Stromnetz gespeist wird. FĂ€hrt eine andere Bahn in der NĂ€he vorbei, kann diese den Strom aufnehmen. Die rĂŒckgespeiste Bremsenergie geht jedoch verloren, wenn keine andere Bahn in der Umgebung ist. Dies ist besonders hĂ€ufig in der NĂ€he von Endhaltestellen oder auf weniger befahrenen Strecken der Fall. Entsprechend dieser Vorgaben „war dies das Hauptkriterium fĂŒr die Standortwahl fĂŒr den neuen Energiespeicher“, erlĂ€uterte VAG Vorstand Stephan Bartosch. „Daneben spielten aber auch noch Fragen wie GrundstĂŒcksverhĂ€ltnisse, die NĂ€he zur Wohnbebauung oder die Zuwegung eine Rolle.“

Bartoschs Vorstandskollege Oliver Benz dankte der Stadt Freiburg fĂŒr die finanzielle UnterstĂŒtzung: „Ohne die Mittel aus dem Klimaschutzprogramm der Stadt Freiburg wĂ€re diese Anlage – wie auch viele andere im Sinne des nachhaltigen Wirtschaftens sinnvolle Produkte – nicht darstellbar. Hier wird das alte Motto ‚Global denken – lokal handeln‘ aufs Beste mit Leben gefĂŒllt.“

Die Anlage ist nahezu baugleich mit der bereits seit MÀrz 2013 an der Wendeschleife Landwasser befindlichen Einrichtung. Beim Speicher in Landwasser liegen wir bei einer jÀhrlichen Einsparung von 230.000 kWh.

Funktionsweise des Schwungradspeichers

In einem kleinen GebĂ€ude wird ein mĂŒhlsteinartiges Schwungrad, das einen Durchmesser von einem Meter aufweist und 1,9 Tonnen Gewicht auf die Waage bringt, installiert. Dieses Schwungrad wird durch ĂŒberschĂŒssigen Bremsstrom in eine Rotationsbewegung versetzt. Dabei kann eine Drehzahl von bis zu 3450 Umdrehungen je Minute erreicht werden. Auf diese Weise wird die elektrische Energie in Bewegungsenergie umgewandelt. Immer dann, wenn die Spannung in der Oberleitung aufgrund einer anfahrenden Stadtbahn sinkt, wird die im Schwungrad gespeicherte Energie als Fahrstrom zur VerfĂŒgung gestellt.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Bienenvolk verlÀsst das Museum Natur und Mensch
Freiburg, 11.12.18. Bislang haben ĂŒber 30.000 GĂ€ste die Familienausstellung „Mensch Biene!“ im Museum Natur und Mensch gesehen. Leider muss das Bienenvolk heute die Ausstellung verlassen und in die Freiburger Stadtimkerei Roland KĂ€lble zurĂŒckkehren. Wie viele Artgenossen wurden auch die „Museumsbienen“ durch die Varroa-Milbe geschwĂ€cht. Das Volk, dessen Wohlergehen tĂ€glich ĂŒberwacht wird, ist inzwischen zu klein, um den Winter eigenstĂ€ndig zu ĂŒberleben. Deshalb wird es nun noch einmal gegen die Varroa-Milbe behandelt und mit einem anderen, ebenfalls zu kleinem Volk, vereint. Gemeinsam können die Bienen dann dem Winter trotzen.

Mit vielen spannenden Exponaten, Geschichten und interaktiven Stationen ist die Mitmach-Ausstellung aber immer noch einen Besuch wert! Sie lĂ€uft bis Sonntag, 10. Februar, im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fĂŒr Erwachsene 5 Euro, ermĂ€ĂŸigt 3 Euro, unter 18 Jahren und mit Museums-PASS-MusĂ©es ist er frei.
 
 


Verschiedenes 
 
 
Neuer Ärger um HochwasserrĂŒckhaltebecken in Horben
Stadt und Gemeinderat mĂŒssen Fristen fĂŒr Naturschutz beachten.

BĂŒrgerentscheid zu Dietenbach wĂŒrde Gemeinderatsbeschluss pro HochwasserrĂŒckhaltebecken entgegenstehen.

Engpass-Maßnahmen in GĂŒnterstal vorziehen fĂŒr Schutz von GĂŒnterstal und Wiehre

Mit Schreiben an OberbĂŒrgermeister Martin Horn und den Gemeinderat wandte sich der in Freiburg i.Br. ansĂ€ssige Verein ECOtrinova e.V. kĂŒrzlich gegen die fĂŒr am 11.12. vorgesehenen BeschlĂŒsse des Freiburger Gemeinderats speziell zum HochwasserrĂŒckhaltebecken (HRB) in der Nachbargemeinde Horben mit einem als „Talsperre“ wirkenden Damm im schönen Bohrertal. Drei zusĂ€tzliche kleinere Hochwasserschutz-Maßnahmen an Engpassstellen in GĂŒnterstal sollten aber unverzĂŒglich vorangebracht werden als wichtige Schritte insbesondere fĂŒr GĂŒnterstal und die Wiehre.

ECOtrinova-Vorsitzender Dr. Georg Löser wies die Adressaten darauf hin, dass auf der Ebene des Landkreises Breisgau Hochschwarzwald die gesetzlich anerkannten NaturschutzverbĂ€nde bis einschließlich Dienstag 11.12., dem Tag der Freiburger Gemeinderatssitzung, das Recht haben, Stellung zu nehmen zur geplanten Befreiung des HRB Horben von der Landschaftsschutzgebietsverordnung "Horben" und vom gesetzlichen Biotopschutz, der ebenfalls beeintrĂ€chtigt wĂŒrde. Die Medienmitteilung der Stadt vom 4.12. und die Freiburger Ratsvorlage haben diesen Sachverhalt bestenfalls ĂŒbersehen, die Meldung einer Zeitung vom 6.12.2018 zur angeblichen Frist Montag 10.12. war irrtĂŒmlich. Daher ist klar, dass der Landkreis seine Entscheidung ĂŒber zu erwartende ablehnende Stellungnahmen zu Befreiungen nicht am 11.12. tĂ€tigen kann. Auch das RegierungsprĂ€sidium Freiburg darf bei der Genehmigung der Planfeststellung zum HRB Horben die Beteiligung der VerbĂ€nde nicht verkĂŒrzen.

Auch der anstehende BĂŒrgerentscheid zu Dietenbach steht den geplanten BeschlĂŒssen zum HRB Horben entgegen. Denn nach Gemeindeordnung Baden-WĂŒrttemberg dĂŒrfen Gemeindeorgane nach Feststellung der ZulĂ€ssigkeit des BĂŒrgerbegehrens bis zur DurchfĂŒhrung des BĂŒrgerentscheids (24.2.2019) keine dem BĂŒrgerbegehren entgegenstehende Entscheidung treffen oder vollziehen. Der geplante Neubaustadtteil Dietenbach hĂ€ngt aber mit den Projekten HRB Horben und Breitmatte klar zusammen, wie aus Gemeinderatsunterlagen von 2013 und jĂŒngst hervorgeht, anders als es die Stadtverwaltung seit einiger Zeit heruntergespielt. Denn ohne speziell das Becken in Horben entfiele dann in Dietenbach ein erheblicher Teil an wohnbebaubarem GelĂ€nde. Der Neubaustadtteil hĂ€tte dann weniger Wohnungen und wĂ€re unwirtschaftlicher und könnte auch dadurch scheitern.
 
 

Veranstaltungen 
 
NABU ruft zur WintervogelzÀhlung auf
Weidenmeise (c) AdobeStock/Alexander Erdbeer
 
NABU ruft zur WintervogelzÀhlung auf
Die Stunde der Wintervögel könnte zeigen, wie sich DĂŒrresommer auf Vogelzahlen auswirkt/Online-Vogeltrainer startet

Berlin – Wer flattert denn da ans Futterhaus? Der NABU ruft zusammen mit seinem bayerischen Partner Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) vom 4. bis zum 6. Januar 2019 zur neunten „Stunde der Wintervögel“ auf. „Nach dem Jahrhundertsommer 2018 dĂŒrfte die ZĂ€hlung besonders spannend werden“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller, „bisher können wir mangels Daten nur spekulieren, wie sich die DĂŒrre auf die Vogelwelt ausgewirkt hat. Je mehr Meldungen wir bekommen, um so genauer können wir uns ein Bild von der Lage machen.“

Durch den warmen Sommer tragen wilde BĂ€ume und StrĂ€ucher in diesem Jahr besonders viele FrĂŒchte. „Die Wintervögel finden also einen reich gedeckten Tisch vor. Wenn es, wie schon in den vergangenen Jahren, ein milder Winter wird, ist das eine gute Voraussetzung, dass Kurzstreckenzieher wie Rotkehlchen und Star bei uns hĂ€ufig im heimischen Garten zu beobachten sind“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Marius Adrion, „Sollte es jedoch einen frĂŒhen Wintereinbruch mit viel Schnee in Skandinavien geben, können wir mit vielen Erlenzeisigen und Birkenzeisigen rechnen, die von dort zu uns kommen.“

Damit Vogelfreunde sich optimal auf die ZĂ€hlung vorbereiten können, bietet der NABU erstmals ein eigenes Lernprogramm fĂŒr die Stunde der Wintervögel an. Welcher Vogel ist in Deutschland am hĂ€ufigsten zu finden? Bekommen Vögel im Winter kalte FĂŒĂŸe? Mit dem neuen kostenlosen E-Learning-Tool „NABU Vogeltrainer“ erfĂ€hrt man spielerisch alles ĂŒber 15 hĂ€ufige Vögel, die im Winter in unseren GĂ€rten zu finden sind. Unter www.vogeltrainer.de kann sich ab sofort jeder fit machen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands grĂ¶ĂŸte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum neunten Mal statt. Jeder, der Lust hat mitzumachen, kann eine Stunde lang die Vögel am FutterhĂ€uschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park Vögel zĂ€hlen und dem NABU zu melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 15. Januar gemeldet werden. Zudem ist fĂŒr telefonische Meldungen am 5. und 6. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist fĂŒr die WintervogelzĂ€hlung nicht nötig. Bei der letzten großen VogelzĂ€hlung im Januar 2018 beteiligten sich ĂŒber 136.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 92.000 GĂ€rten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als hĂ€ufigster Wintervogel in Deutschlands GĂ€rten, Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei.

Im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 7. bis 11. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW ZĂ€hlkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz fĂŒr Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fĂŒnf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die ZĂ€hlergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.
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Veranstaltungen 
 
 
FrÀulein Brehms Tierleben im Waldhaus
Sonntag, 9. Dezember, 14 und 16 Uhr // Ohne Anmeldung

Das Waldhaus (Wonnhaldestraße 4) prĂ€sentiert das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten. Um 14 Uhr geht es um Canis lupus, den Wolf und um 16 Uhr um Felis silvestris, die Wildkatze. Infotelefon: 0761/8964 7710. Es gelten relative Eintrittspreise nach SelbsteinschĂ€tzung. FĂŒr Besitzer der Familiencard ist der Eintritt gratis

Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 16.30 Uhr, sonn- und feiertags von 12 bis 17 Uhr. Angebote fĂŒr Schulklassen gibt es nach Absprache auch ĂŒber die regulĂ€ren Öffnungszeiten hinaus.
Info: Tel. 0761/89647710, www.waldhaus-freiburg.de.
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Verschiedenes 
 
 
NABU-Kommentar zur Roten Liste heimischer Wildpflanzen
Miller: Dramatisches Artensterben in Agrarlandschaften und GewÀssern

Berlin – In Deutschland sind fast ein Drittel der heimischen Wildpflanzen gefĂ€hrdet. Das geht aus der Roten Liste der Farn- und BlĂŒtenpflanzen, Moose und Algen hervor, die das Bundesamt fĂŒr Naturschutz am heutigen Mittwoch in Berlin vorgestellt hat.

Dazu NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die heutige Liste zeigt einmal mehr, wie dramatisch das Artensterben in unserer Agrarlandschaft und GewĂ€ssern ist. Die Liste ist ein erneuter Weckruf, dass wir endlich Möglichkeiten nutzen und Maßnahmen ergreifen, um diesen alarmierenden Verlust fĂŒr ein intaktes Ökoystem zu stoppen. Wir wissen, dass Ackerrandstreifen, SchutzĂ€cker und weitere Agrarumweltmaßnahmen wie Brachen eine positive Wirkung fĂŒr die Tiere und Pflanzen in der Agrarlandschaft haben – sie werden jedoch viel zu selten umgesetzt. Aus diesem Grund muss die Agrarförderung endlich naturvertrĂ€glicher werden und Landwirte fĂŒr Naturschutzmaßnahmen besser entlohnt werden. Die Verhandlungen ĂŒber die Zukunft der EU-Agrarpolitik laufen derzeit in BrĂŒssel und sie sind der SchlĂŒssel zum Stopp des Artensterbens in der Agrarlandschaft. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner muss hier endlich Farbe bekennen. Neben dem Verlust der Wildpflanzen auf dem Acker sind durch die Eutrophierung der GewĂ€sser auch viele Wasserpflanzen gefĂ€hrdet. Deshalb ist es so wichtig, dafĂŒr zu sorgen, dass die Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt wird und alle GewĂ€sser in einen guten ökologischen Zustand versetzt werden. Durch den Verlust von Pflanzen sind auch viele damit verbundene Insektenarten gefĂ€hrdet und von diesen hĂ€ngen wiederum Vögel, Amphibien, Reptilien und SĂ€ugetiere ab.“
 
 

Verschiedenes 
 
 
Zahl des Monats: 7.700 Quadratkilometer fĂŒr den Traum vom Haus im GrĂŒnen
Forsa-Umfrage macht deutlich: Eine nachhaltige Siedlungsentwicklung darf nicht alle WohnungswĂŒnsche erfĂŒllen

Berlin – Zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands wĂŒrden gern in einem Einfamilienhaus wohnen. Das ergab eine vom NABU in Auftrag gegebene reprĂ€sentative forsa-Umfrage zum WohnflĂ€chenbedarf. Um diese WohnwĂŒnsche zu erfĂŒllen, mĂŒssten ĂŒber 15 Millionen zusĂ€tzliche GebĂ€ude gebaut werden. Derzeit leben in Deutschland etwa 30 Prozent der Bevölkerung in insgesamt 12 Millionen EinfamilienhĂ€usern. Bei einer durchschnittlichen GrundstĂŒcksgrĂ¶ĂŸe von 500 Quadratmetern wĂŒrden 7.700 Quadratkilometer, also eine FlĂ€che halb so groß wie Schleswig-Holstein, benötigt, um ausreichend EinfamilienhĂ€user zu bauen. Der Bau von Straßen, Kitas, Schulen und Einrichtungen der Nahversorgung wĂ€re dabei noch gar nicht berĂŒcksichtigt.

Neue Baugebiete am Stadtrand gehen jedoch zu Lasten der Natur. Der NABU fordert, dass nicht weiter ungebremst neue Baugebiete am Stadtrand ausgewiesen werden dĂŒrften, wenn die Ziele der Bundesregierung zum sparsameren Umgang mit Boden und FlĂ€che erfĂŒllt werden sollen. Bis 2050 ist eine FlĂ€chenkreislaufwirtschaft angestrebt, dann – so die Idee – dĂŒrften auf der grĂŒnen Wiese nur noch neue Baugebiete entstehen, wenn im Gegenzug entsprechend viel bebaute FlĂ€che wieder einer natĂŒrlichen oder landwirtschaftlichen Nutzung zurĂŒckgefĂŒhrt wird. Doch das 2017 geĂ€nderte Baurecht gefĂ€hrdet dieses Ziel enorm: durch die schnelle Umwandlung von landwirtschaftlicher FlĂ€che zu Baugebieten – ohne UmweltprĂŒfung und mit nur eingeschrĂ€nkter BĂŒrgerbeteiligung. Der NABU fordert, dass der fragwĂŒrdige und auch in der Stadtplanung Ă€ußerst umstrittene Paragraph §13b Baugesetzbuch nach seiner Frist bis Ende 2019 nicht verlĂ€ngert werden darf.
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Verschiedenes 
 
 
Kehrtwende oder taktische Verschiebung in Sachen Europapark Seilbahn?
Wie wir hören, hat Michael Mack, einer der Inhaber des Parks, ĂŒber Twitter mitgeteilt, dass die „Seilbahn ĂŒber das Naturschutzgebiet Taubergießen", jetzt sprachlich gut verpackt "Seilbahn der Freundschaft" genannt, in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren nicht weiterverfolgt werden soll.

Der BUND Regionalverband begrĂŒĂŸt den jetzigen Schritt des Europaparks, der erst einmal Druck aus dem Kessel nimmt. Wir hoffen, dass es jetzt nicht darum geht, das naturgefĂ€hrdende Projekt "netter" als bisher durchzusetzen und einfach nur geschickter und besser zu kommunizieren. Neue Begrifflichkeiten wie "Seilbahn der Freundschaft" klingen eher nach nach neuen Durchsetzungskonzepten.

Die massiven Parkplatzprobleme des expandierenden Parks dĂŒrfen auch in fĂŒnf Jahren nicht auf Kosten der Natur gelöst werden.

Wenn Herr Mack den Park endlich besser an den ÖPNV anzuschließen will, wenn ein ICE Halt gefordert wird und dieser umweltfreundlich angeschlossen werden soll, dann ist der BUND gerne bereit, solche Konzepte zu unterstĂŒtzen.

Axel Mayer, BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer
 
 




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