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EU stimmt fĂŒr Verringerung des Fleischkonsums
EuropĂ€isches Parlament unterstreicht die Wichtigkeit, den Konsum von tierischen Produkten einzuschrĂ€nken. Vegetarierbund befĂŒrwortet diesen Schritt aus BrĂŒssel und macht sich fĂŒr die Kampagne „Donnerstag ist Veggietag“ stark.

Berlin/BrĂŒssel. 27.04.2012. Sir Paul McCartney und der Vorsitzende des Weltklimarates Dr. Pachauri haben im Dezember 2009 im Rahmen der Veranstaltung „Less meat, less heat“ im Europaparlament auf die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums hingewiesen. Nun hat der Umweltausschuss des EuropĂ€ischen Parlaments den Bericht „Ressourcenschonendes Europa“ angenommen und darin die Bedeutung der „Änderungen der ErnĂ€hrungsgewohnheiten mit dem Ziel der verringerten Aufnahme tierischer Eiweiße“ hervorgehoben. Der Ausschuss trĂ€gt damit der Tatsache Rechnung, dass pflanzlich-basiertes Eiweiß erheblich ressourcenschonender als tierisch-basiertes Eiweiß ist und dass Nachhaltigkeit beim Lebensmittelverbrauch in Europa bedeutet, dass wir weniger tierisches Eiweiß konsumieren. Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) befĂŒrwortet dieses deutliche Signal der Mitglieder des EuropĂ€ischen Parlaments.

„Wir sind jedoch der Meinung, dass der Bericht noch spezifischer auf das Thema Fleisch- und Milchkonsum hĂ€tte eingehen können. Auch vermissen wir konkrete Empfehlungen, in welcher Weise Verbraucher informiert werden können, um ihre ErnĂ€hrungsgewohnheiten nachhaltig zu verĂ€ndern“, so Sebastian Zösch, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des VEBU. Studien zeigen, dass Nahrungsmittel tierischen Ursprungs erheblich belastender fĂŒr die Umwelt sindh bezĂŒglich CO2 Emissionen, Energie, Wasser und Landnutzung. Dr. Harry Aiking des Institute for Environmental Studies (VU University, Amsterdam) betont die Notwendigkeit, diesen Aspekt entschieden anzugehen: „Die Dringlichkeit, unsere ErnĂ€hrung zu Ă€ndern und unseren Fleisch- und Milchkonsum zu verringern, wird stark unterschĂ€tzt“.

Eine schrittweise Reduktion des Konsums von tierischen Eiweißen kombiniert mit einem höheren Konsum von pflanzlich-basierten Nahrungsmittel ist der wahrscheinlich wichtigste Schritt fĂŒr europĂ€ische Verbraucher, um die Umweltauswirkungen bei Herstellung und Verbrauch von Nahrungsmitteln in Europa zu verringern. Im Vergleich zur Produktion eines Rindfleisch-Burgers, beansprucht die Herstellung eines Soja-Burgers 45-mal weniger Land, 20-mal weniger Wasser und stĂ¶ĂŸt 10-mal weniger CO2 aus. Wenn Halbfettmilch mit Sojamilch verglichen wird, so ist das VerhĂ€ltnis dreimal weniger Land, 2,5-mal weniger Wasser und 5-mal mal weniger CO2 Ausstoß zugunsten von Sojamilch.

EuropĂ€ische Verbraucher wissen oft nicht, welche Umweltauswirkungen ihre ErnĂ€hrungsweise hat und woher sie Informationen fĂŒr eine ressourceneffizientere und nachhaltigere ErnĂ€hrung erhalten. EuropĂ€ische EntscheidungstrĂ€ger sind deshalb mehr denn je gefragt, Verbraucher verstĂ€rkt ĂŒber die Auswirkungen ihrer ErnĂ€hrungsgewohnheiten aufzuklĂ€ren und Alternativen aufzuzeigen, wie tierisch-basierte Lebensmittel mit pflanzlich-basierten Lebensmitteln ausgetauscht werden können. Ein gutes Beispiel ist der vegetarische Donnerstag, den bereits 17 deutsche StĂ€dte mit Erfolg eingefĂŒhrt haben und der in Rheinland-Pfalz sogar Teil des Koalitionsvertrages ist. Mehr Informationen dazu unter: www.donnerstag-veggietag.de

Der VEBU ist die bundesweit einzige Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit seiner GrĂŒndung 1892 wirkt die Organisation mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit darauf hin, den Fleischkonsum in der Gesellschaft deutlich zu senken sowie die vegetarische Lebensweise als attraktive Alternative möglichst vielen Menschen zugĂ€nglich zu machen.
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Eintrag vom: 27.04.2012  




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