oekoplus - Freiburg
Mittwoch, 22. März 2023
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr


 
NABU warnt vor Abw√ľrgen der Photovoltaik und Blockade der Energiewende
Tschimpke: Solar-Ausbau stabilisieren und Ausnahmen f√ľr Wirtschaft pr√ľfen

Berlin ‚Äď Der NABU kritisiert den Streit der schwarz-gelben Koalition √ľber einen Systemwechsel bei der F√∂rderung der erneuerbaren Energien und eine drastische Drosselung des Ausbaus von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland. ‚ÄěWer ein halbes Jahr nach den Beschl√ľssen zum Atomausstieg das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen will, blockiert die Umsetzung der Energiewende‚Äú, warnt NABU-Pr√§sident Olaf Tschimpke. Der Umbau der Stromversorgung brauche verl√§ssliche Rahmenbedingungen und eine gro√üe Vielfalt an Investoren ‚Äď einschlie√ülich der Kommunen, Energiegenossenschaften sowie der B√ľrgerinnen und B√ľrger selbst. Das EEG biete nach wie vor die einzige Garantie, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland tats√§chlich erfolgt und schrittweise die klimasch√§dlichen Kohlekraftwerke verdr√§ngt.

Neben der Windenergie an Land werde die Photovoltaik der wesentliche Tr√§ger der Energiewende im Stromsektor sein, betont der NABU. ‚ÄěMit drastischen K√ľrzungen der Solarf√∂rderung w√ľrgen wir den weiteren Ausbau ab, erreichen aber sicher keine wesentliche Entlastung f√ľr die Verbraucher bei der EEG-Umlage‚Äú, kritisiert Tschimpke. ‚ÄěWenn wir dagegen den Ausbau der Photovoltaik verstetigen, wird dies deutlich g√ľnstiger sein als die Fortsetzung des umweltsch√§dlichen Biogasbooms der letzten Jahre oder die riesigen Investitionen in die Offshore-Windenergie‚Äú. Die Zeiten des teuren Solarstroms sind mittlerweile vorbei, weil sich die EEG-Verg√ľtungen seit 2009 halbiert haben. K√ľnftig sollten aus Sicht des NABU die K√ľrzungen kontinuierlich erfolgen, die Ausw√ľchse bei Freifl√§chenanlagen und m√∂gliche Mitnahmeeffekte beim Eigenverbrauch begrenzt werden. ‚ÄěAuch im Biomassebereich k√∂nnen weitere Einsparungen erzielt werden, wenn Maisanbau und Holzverbrennung keine zus√§tzliche F√∂rderung mehr √ľber das EEG erhalten‚Äú, so Tschimpke.

Zudem m√ľsse die Bundesregierung daf√ľr sorgen, dass Kosten und Nutzen des Ausbaus der erneuerbaren Energien gerechter verteilt werden. Obwohl vor allem die Gro√üverbraucher in der Industrie von der preissenkenden Wirkung von Wind- und Solarenergie an der Stromb√∂rse profitieren, hat die schwarz-gelbe Koalition in der Vergangenheit immer mehr Unternehmen von der EEG-Umlage befreit. F√ľr die privaten Haushalte, die den Ausbau der erneuerbaren Energien nun fast vollst√§ndig alleine tragen m√ľssen, ist die EEG-Umlage dadurch unn√∂tig gestiegen, kritisiert der NABU. ‚ÄěOhne die Ausnahmeregelungen f√ľr die stromintensive Wirtschaft k√∂nnte die EEG-Umlage etwa einen Cent niedriger liegen. Zusammen mit der Befreiung von den Netzentgelten f√ľr bestimmte Unternehmen ergibt das einseitige Kostenvorteile zu Lasten der privaten Verbraucher‚Äú, erkl√§rt NABU-Energieexperte Carsten Wachholz.
 
Eintrag vom: 25.01.2012  




zurück
Oekostation_Haus_3026_2a.JPG

Copyright 2010 - 2023 Benjamin Jäger