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Die Energie-Zukunft ist erneuerbar
WWF: Potenzial erneuerbarer Energien wird weltweit noch unterschätzt

Berlin, Abu Dhabi - Heute hat das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) in den Vereinigten Arabischen Emiraten seinen Bericht zu den Potenzialen der Erneuerbaren Energien ver√∂ffentlicht. Das von den Vereinten Nationen eingesetzte Wissenschaftlergremium macht klar, dass die erneuerbaren Energien auch zuk√ľnftig die am schnellsten wachsenden Quellen der Energieversorgung bleiben. Der WWF teilt diese Einsch√§tzung und ist zugleich √ľberzeugt, dass das weltweite Potenzial von Wind, Wasser und Sonnenenergie in Kombination mit einer gesteigerten Energieeffizienz noch immer untersch√§tzt werde.

Der Weltklimarat (IPCC) habe in seinem 900Seiten starken Bericht solide Arbeit geleistet, sei aber bei den Ausbauprognosen noch zu bescheiden, so der WWF. Der IPCC-Bericht mache deutlich, dass erneuerbare Energien fossilen Energietr√§ger √ľberlegen sind, weil sie quasi √ľberall verf√ľgbar seien. Zudem seien substantielle Kostenminderungen insbesondere bei Solar- und Windenergie zu erwarten. Damit steige ihre Wettbewerbsf√§higkeit gegen√ľber Kohle, √Ėl und Uran. Der WWF betont, dass Deutschland eine wichtige Rolle beim Umbau der Energiesysteme spielen k√∂nne. Wichtig sei neben der zielorientierten F√∂rderung der Erneuerbare Energien, der angemessene und rechtzeitige Ausbau von Speicherkapazit√§ten und die Schaffung neuer Netzkapazit√§ten f√ľr den Transport von Offshore Windenergie.

Der WWF hat in einem Anfang des Jahres vorgelegten Szenario gezeigt, dass die Energieversorgung der Weltbev√∂lkerung bis 2050 nahezu ausschlie√ülich √ľber erneuerbare Energien sichergestellt werden kann. ‚ÄěDie weltweite Energiewende ist machbar, wenn jetzt die notwendigen Rahmenbedingungen auf internationaler und nationaler Ebene gesetzt werden‚Äú, betont Regine G√ľnther, Leiterin des Klimabereichs beim WWF Deutschland. Hierzu geh√∂re ein internationales Klimaschutzabkommen mit anspruchsvollen Minderungsverpflichtungen sowie ein Minderungsziel der Europ√§ischen Union von 30 Prozent bis 2020. Auf diese Weise werden Anreize f√ľr mehr Investitionen, mehr Wettbewerb und einer schnelleren Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz gesetzt.
 
Eintrag vom: 13.05.2011  




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