oekoplus - Freiburg
Sonntag, 25. Juli 2021
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr


 
WWF zu den Ergebnissen von CancĂșn: "Es geht also doch"
CancĂșn/ Berlin - Die Klimaverhandlungen in CancĂșn sind soeben zu Ende gegangen. Die Regierungen haben sich im Vorlauf zur entscheidenden Klimakonferenz in Durban (SĂŒdafrika) im kommenden Jahr zu einer Reihe von BeschlĂŒssen verpflichtet.

Die Ergebnisse von CancĂșn kommentiert Regine GĂŒnther, Leiterin Klima- und Energiepolitik der Umweltstiftung WWF:

"Heute hat die internationale Gemeinschaft bewiesen, dass sie doch in der Lage ist, gemeinsam wichtige Schritte gegen den Klimawandel einzuleiten. Mit der Übereinkunft von CancĂșn wurde eine gute Grundlage fĂŒr die kommenden Klimaverhandlungen in SĂŒdafrika gelegt. Jetzt liegt der Ball wieder im Feld der einzelnen Staaten, die BeschlĂŒsse durch entschiedenes Handeln mit Leben zu fĂŒllen. Dies bedeutet fĂŒr die EU, schnellstmöglich die CO2-Reduktionsziele bis 2020 von 20 auf 30 Prozent zu erhöhen."

Der WWF begrĂŒĂŸt besonders, dass die IndustrielĂ€nder verpflichtet wurden, PlĂ€ne zu entwickeln, ihre Volkswirtschaften fast CO2-frei umzubauen ("Dekarbonisierung").

Gleichwohl ist die Übereinkunft von CancĂșn aus Sicht des WWF nicht perfekt. FĂŒr einen umfassenden rechtlich verbindlichen Vertrag mit den notwendigen Maßnahmen, um die globale ErwĂ€rmung deutlich unter zwei Grad zu halten, muss auf dem Weg zur nĂ€chsten Klimakonferenz noch sehr viel Arbeit geleistet werden.

"CancĂșn ist ein wichtiger Schritt nach vorn. Möglich war dieser Erfolg dank der hervorragenden VerhandlungsfĂŒhrung der mexikanischen KonferenzprĂ€sidentin und durch den Einigungswillen der meisten Staaten. Der Multilateralismus wurde durch die CancĂșn-Kompromisse gestĂ€rkt. Es geht also doch", so WWF-Klimachefin Regine GĂŒnther.
 
Eintrag vom: 11.12.2010  




zurück
Oekostation_Haus_3026_2a.JPG

Copyright 2010 - 2021 Benjamin Jäger