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Ortsteich in Günterstal wird naturnäher
Mehr Lebensraum und Nahrung für Amphibien

Mehr Quaken, Summen, Zwitschern: Der Ortsteich in Günterstal soll naturnäher werden. Deshalb pflanzt das Umweltschutzamt in Kooperation mit dem Garten- und Tiefbauamt und dem Arbeitskreis Umwelt & Natur des Ortsvereins Günterstal in den nächsten zwei Wochen Schilf und andere heimische Pflanzen in und um das Gewässer herum. Zuvor standen dort nicht-heimische Rhododendrenbüsche, die den Teich und die darin lebenden Tiere schädigten. Die Neubepflanzung ist Teil des Projekts „220 Amphibiengewässer – ein Feuerwehrprogramm für Amphibien in Baden-Württemberg“. Die Maßnahme kostet rund 11.000 Euro.

Bisher gab es keine Wasserpflanzen im Teich, sodass Amphibien und Insekten nur wenig Schutz und Nahrung fanden. Die neuen heimischen Pflanzen bieten ökologisch wertvolle Lebensräume für Amphibien und andere Artengruppen wie Libellen, Vögel und Frösche. Möglich wird das durch eine neu angelegte Schicht aus Lehm, Wurzelstöcken und Steinen auf dem Betongrund. Auf dieser Grundlage wachsen dann die jungen Schilfpflanzen. Diese ziehen vor allem Insekten an, von denen sich wiederum Amphibien und andere Tiere ernähren. Dadurch soll der Ortsteich artenreicher werden. Ab Sommer zieht außerdem eine Gruppe Teichmolche ein. Sie werden aus einem anderen Gewässer im Stadtgebiet umgesiedelt.

Eine Belastung für das Ökosystem am Ortsteich waren bisher die vielen nicht-heimischen Zierpflanzen am nördlichen Hang. Deshalb tauschen die Projektpartner in den nächsten Wochen die dort wachsenden Rhododendren durch einheimische Sträucher aus. Denn die nicht-heimischen Rhododendren sind giftig und belasteten durch ihr herabfallendes Laub das Teichwasser. Zudem haben sie keine bedeutende Funktion für das Ökosystem: Sie bieten weder Bienen noch anderen Insekten eine Nahrungsgrundlage und ihre Giftstoffe verhindern sogar, dass sich naturnahe Vegetation entwickeln kann.
 
Eintrag vom: 02.03.2025  




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