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Dienstag, 16. Juli 2024
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Neuer Biotopverbundplan Tuniberg
Gr√ľne Infrastruktur zur F√∂rderung der biologischen Vielfalt

Das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg hat einen neue Biotopverbundplanung f√ľr den Tuniberg und die angrenzende Mooswaldniederung erstellt und damit die alte Planung aus den 1990er Jahren aktualisiert. Ziel ist es, √∂kologisch hochwertige Lebensr√§ume zu erhalten, neu zu entwickeln und miteinander zu verkn√ľpfen, um damit langfristig die Biodiversit√§t zu sichern und zu f√∂rdern. Die Stadt erh√§lt hierf√ľr F√∂rdermittel des Landes.

Stra√üen, Siedlungen und Agrarfl√§chen trennen oft die Lebensr√§ume von Tieren und Pflanzen. Deshalb ist es wichtig solche Wanderhindernisse zu √ľberwinden und zusammenh√§ngende Biotopverb√ľnde zu schaffen. Im Naturschutzgesetz Baden-W√ľrttemberg ist ein landesweiter Zielwert von 15 Prozent der Offenlandfl√§che bis 2030 vorgeben. Nur so kann die Wanderung von Tier- und Pflanzenwelt sichergestellt und der Austausch gef√§hrdete Populationen auch in Zukunft gew√§hrleistet werden.

Es hat zwei Jahre gedauert die aktuelle Biotopverbundplanung zu erstellen. W√§hrenddessen hat das Umweltschutzamt schon begonnen, Ma√ünahmen auf st√§dtischen Fl√§chen umzusetzen. Die Pl√§ne gehen aber dar√ľber hinaus: Die Verwaltung unterst√ľtzt die freiwillige Umsetzung von Ma√ünahmen, beispielsweise die Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung oder die Umsetzung von naturnahen Pflegema√ünahmen auf Sukzessionsfl√§chen sowie Brachen, mit F√∂rdermitteln des Landes und steht mit Fachberatungen zur Verf√ľgung.

F√ľr die neuen Pl√§ne √ľberpr√ľfte das beauftragte Landschaftsplanungsb√ľro faktorgruen zun√§chst die aktuelle Bestandssituation wertgebender Lebensr√§ume und Artvorkommen im Gel√§nde. Aufbauend hierauf hat die Stadt konkrete Empfehlungen f√ľr Ma√ünahmen zur St√§rkung des Biotopverbunds entwickelt. Daneben steht die intensive Fachberatung von Landnutzerinnen und Landnutzern, die Information zu F√∂rdermitteln und die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure vor Ort im Fokus ‚Äď dabei wird auf Dialog, Freiwilligkeit und attraktive F√∂rderm√∂glichkeiten gesetzt. Das Umweltschutzamt hat zus√§tzlich zwei Veranstaltungen durchgef√ľhrt, um die √Ėffentlichkeit in Tiengen und Opfingen zu informieren und zu beteiligen.

Am Tuniberg sind aktuell vor allem die B√∂schungen der Rebberge zentral f√ľr den Biotopverbund trocken-warmer Standorte. In der Mooswaldniederung bildet das vorhandene Netz aus kleineren Flie√ügew√§ssern und Gr√§ben sowie wechselfeuchtes Gr√ľnland das R√ľckgrat des Biotopverbunds feuchter Standorte. Landwirtschaftliche Fl√§chen wie Wiesen und √Ącker, die von den Landnutzerinnen m√∂glichst naturnah bewirtschaftet werden, sind ebenfalls wertvolle Bestandteile.

F√ľr Fachberatungen zur Umsetzung und F√∂rderung von Ma√ünahmen des Biotopverbunds k√∂nnen Sie sich gerne an das Umweltschutzamt wenden: umweltschutzamt@stadt.freiburg.de, Telefon: 0761-201-6102 (Sekretariat)
 
Eintrag vom: 07.07.2024  




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