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Montag, 23. Mai 2022
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Klimawandel – Wie gehen wir mit geschädigten Wäldern um?
Waldhaus Freiburg (c) Foto: Daniel Jäger
 
Klimawandel – Wie gehen wir mit geschädigten Wäldern um?
Vorträge am Donnerstag, 5. Mai, im Waldhaus. Eintritt frei

Zu einer besonderen Veranstaltung lädt das Waldhaus Freiburg (Wonnhaldestr. 6) am Donnerstag, 5. Mai, von 18 bis 20.30 Uhr ein. Unter dem Motto „Klimawandel – Strategien der Forstwirtschaft zum Umgang mit geschädigten Wäldern“ gibt es drei hochkarätige Vorträge samt anschließendem Austausch. Der Eintritt ist frei.

Die Begrüßung (18 Uhr) übernimmt Anja Peck, Abteilungspräsidentin am Regierungspräsidium und Vorstandsmitglied bei der Stiftung Waldhaus. Im ersten Vortrag (18.15 Uhr) stellt Jürgen Bauhus von der Uni Freiburg, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik, der die Bundesregierung unterstützt, Auszüge aus einem Gutachten vor, dass die Anpassung der Wälder an den Klimawandel als derzeit wichtigste Aufgabe der Waldpolitik formuliert. Darin empfiehlt die Wissenschaft eine aktive Bewirtschaftung der Wälder, um resiliente, anpassungsfähige Wälder zu schaffen, die auch die Vielfalt der Ökosystemleistungen langfristig sicherstellen. In diesem Vortrag geht Bauhus insbesondere auf den Umgang mit Wäldern nach intensiven Störungen und die Bedeutung der für den Wald zuständigen Betriebe und Institutionen ein.

Im zweiten Vortrag (18.45 Uhr) legt Gabriele Wicht-Lückge vom Regierungspräsidium Freiburg dar, wie auf der Basis einer nachhaltigen, naturnahen Waldwirtschaft in Baden-Württemberg die Stabilität und Widerstandskraft der Wälder gestärkt und ihre Biodiversität erhalten werden kann. Skizziert werden aktuelle Überlegungen und Strategien einer zukunftsgerichteten Waldbewirtschaftung. Zudem stellt Wicht-Lückge das Projekt „Modellgebiet Südschwarzwald“ vor, in dem Methoden zur Bewältigung der Klimafolgeschäden im Wald entwickelt werden.

Im dritten Vortrag (19.15 Uhr) stellt Antje Bischoff von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg das Projekt „Pyrophob“ vor und geht der Frage nach, wie ein Wald aussehen kann, dem Hitze, Trockenheit und Brände wenig anhaben. Und wie Waldökosysteme entstehen, die unter den Bedingungen des Klimawandels widerstandsfähig bleiben. Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf extrem trockene Standorte in Brandenburg, auf denen es in den letzten Jahren gebrannt hat und die in der Folge waldbaulich sehr unterschiedlich behandelt wurden.

Ab 20 Uhr folgen Fragen an die Referierenden und eine allgemeine Diskussion. Den Abend moderiert Markus Müller, Geschäftsführer der Stiftung Waldhaus Freiburg.
 
Eintrag vom: 04.05.2022  




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