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Radschnellweg RS 6 in Gundelfingen & Freiburg-Zähringen
Ja zur Westtrasse an der B 3 - Behinderungen im Osten verhindern

Gundelfingen und Freiburg i.Br., 25.11.2021. Bei den Planungen f√ľr den Radschnellweg RS 6 durch Gundelfingen und Freiburg-Z√§hringen muss die Westtrasse an der B 3 Vorrang genie√üen. Daf√ľr setzen sich im Sinne einer nachhaltigen Verkehrswende Verb√§nde des BUND, BLHV und ECOtrinova ein. Es muss darum gehen, bereits bestehende Infrastrukturen zu nutzen und zu ert√ľchtigen, Verkehrssicherheit zu gew√§hrleisten und im Sinne des Natur- und Artenschutzes sowie der Landwirtschaft Ressourcen zu schonen und den Fl√§chenverbrauch so gering wie m√∂glich zu halten.

Gundelfingen wird schon durch die Rheintalbahn sehr stark durchschnitten. Jetzt k√∂nnte die Radschnellstra√üe RS 6 f√ľr gesch√§tzt bis zu 12.000 Radler t√§glich die Lage noch versch√§rfen. Das planende Regierungspr√§sidium bevorzugt derzeit f√ľr die Verbindung von Waldkirch und Emmendingen √ľber Gundelfingen nach Freiburg leider einseitig eine Trasse auf der Ostseite der Hauptbahnlinie, die den Ort weiter zerteilen w√ľrde und auch nicht im Sinne der Verkehrssicherheit ist. Dabei gibt es insbesondere in Gundelfingen westlich der B 3 auf drei bis vier Kilometern L√§nge bereits asphaltierte Fahrwege, die fast √ľberall mindestens vier Meter breit sind und von Radfahrenden schon h√§ufig genutzt werden.

Den Fahrradverkehr attraktiver zu machen und f√ľr eine entsprechende Infrastruktur zu sorgen, ist f√ľr die Verkehrswende ein erstrebenswertes Ziel, das dem Klimaschutz dient. Bei der F√ľhrung des Radschnellweges durch Gundelfingen gilt es aber unbedingt, folgende Aspekte zu beachten:

1. Die Ostvariante w√ľrde in Gundelfingen den Personen-, Pkw- und Lieferverkehr zum Obermatten-bad, am Bahnhof, im Glotterpfadgebiet, zum Waldstadion, an der Waldstra√üe und nach Heuweiler schwer behindern, genauso wie die Buslinien durch Wildtal und zum Bahnhof. Beeintr√§chtigt w√§ren neben den Anwohnern auch der Waldkindergarten-, Sch√ľler-, Fu√üg√§nger- sowie der √ľbrige Radverkehr.

2. Die Ostvariante wird in Z√§hringen von etlichen Akteuren abgelehnt, weil sie unvertr√§glich ist mit dem Bus- und Anliegerverkehr in der Wildtalstra√üe; √§u√üerst problematisch sind die Stra√üeneinm√ľndungen bei den Bahnunterf√ľhrungen Pochgasse und Reutebachgasse sowie ebenfalls in Z√§hringen der nicht behebbare steile Engpass am Burgdorfer Weg mit Kindergarten und Spazierg√§ngern.

3. Die Ostvariante weist starke Steigungen auf und ist an mehreren Stellen bei der Verkehrssicherheit gerade auch f√ľr die Fahrradfahrer problematisch.

4. Wo bereits - wie mit der Westvariante der Fall - eine Infrastruktur besteht, sollte diese genutzt werden, um Ressourcen zu schonen und Fl√§chen zu sparen. Es muss aus Gr√ľnden des Klima-, Boden- und Artenschutzes, wo immer es geht, vermieden werden, Wiesen und √Ącker kilometerweit zu asphaltieren, die zudem unserer Versorgung mit regionalen Lebensmitteln dienen. Gerade auch deshalb ‚ÄěNein‚Äú zur Ostvariante in Gundelfingen.

5. Das Regierungspr√§sidium hat bisher v√∂llig verkannt, dass die Westvariante √ľber die Zinkmattenstra√üe nat√ľrlicherweise auf den Freiburger Radschnellweg FR2 an der G√ľterbahnlinie zusteuert, die Ostvariante dazu aber in Z√§hringen in sehr gro√üe Probleme ger√§t.

Schon ab Beginn der Mooswaldallee und ab Zinkmattenstra√üe beispielsweise k√∂nnen bei der Westvariante alle Ziele in Freiburg wie die Industriegebiete Nord und Freiburg-Hochdorf, die Uniklinik als gr√∂√üter Arbeitgeber, die Stadtmitte, alte und neue Universit√§tsviertel, der Freiburger Westen und S√ľden gut angefahren werden. Wer nach Gundelfingen will, kann von der Westvariante von verschiedenen Stellen aus die z.B. Ortsmitte und das Gewerbegebiet bestens erreichen.

6. Aufgabenstellungen zur Optimierung der Westvariante sind:
- ein einfacher Durchstich bei der Br√ľcke nach V√∂rstetten, was den Weg um 400 bis 500 Meter verk√ľrzt, viel sicherer und attraktiver macht,
- als Option ein eventueller neuer um 300 bis 400 Meter verk√ľrzender Durchstich unter der B 294 (Autobahnzubringer Nord),
- eine Verbesserung bei der Gundelfinger Gr√ľnschnittstelle und bei der dortigen Bachbr√ľcke,
- Blendschutz auf gut zwei Kilometern Länge, wobei eine geringe Höhe reicht,
- Der Anschluss an die Zinkmattenstraße Richtung FR 2 wäre durch einen Tunnel oder eine Ampelregelung zu lösen.

7. Das Gebiet Litzf√ľrst auf der Ostseite der Bahn in Gundelfingen wurde durch einen B√ľrgerentscheid von Bebauung freigehalten und zum Landschaftsschutzgebiet erkl√§rt. Es sollte auf keinen Fall mit einem breiten Asphaltstreifen durch die Radschnelltrasse RS 6 zerschnitten und in seiner Funktion entwertet werden.

BUND: Ortsgruppe Gundelfingen, Ortsverband Freiburg, Kreisverband Emmendingen
Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband Ortsgruppe Gundelfingen-Wildtal
ECOtrinova e.V.
 
Eintrag vom: 01.12.2021  




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