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Donnerstag, 2. Dezember 2021
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Mehr Stadtgr├╝n in Freiburg
Das Garten- und Tiefbauamt pflanzt mehr als 700 B├Ąume im gesamten Stadtgebiet
Investition von mehr als einer Million Euro

Kranke B├Ąume m├╝ssen aus Sicherheitsgr├╝nden entfernt werden ÔÇô fast jeder Baum wird ersetzt

Der Herbst ist der Auftakt f├╝r eine gro├če Baumpflanzaktion der Stadtverwaltung. Das Garten- und Tiefbauamt wird in dieser Saison mehr als 700 B├Ąume pflanzen, ├╝ber eine Million Euro werden daf├╝r investiert. Die Eichen, Linden und Amberb├Ąume werden als Ersatz f├╝r die B├Ąume gepflanzt, die gef├Ąllt werden m├╝ssen, da sie krank sind. So kann Freiburg die gr├╝ne Stadt bleiben, die sie ist.

Dass im k├╝hlen Herbst mit der Pflanzung begonnen wird, mag auf den ersten Blick ├╝berraschen. Doch f├╝r die Geh├Âlze ist nicht der Winter, sondern der Sommer die stressigste Zeit. Wenn die Pflanzen zwischen Oktober und M├Ąrz in die Erde kommen, haben sie ausreichend Zeit, um sich an den neuen Standort zu gew├Âhnen, einzuwurzeln und die Niederschl├Ąge des Winters zu nutzen, bevor der hei├če und trockene Sommer kommt. Zudem fallen so Wurzelbildung und Blatt-Neuaustrieb ÔÇô beides kraftraubend ÔÇô in unterschiedliche Zeitr├Ąume und werden besser vertragen.

Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) k├╝mmert sich um rund 24.000 Stra├čenb├Ąume und ebenso viele B├Ąume in Gr├╝n- und Parkanlagen. W├Ąhrend Parkb├Ąume mehrere hundert Jahre alt werden k├Ânnen, liegt die Lebenserwartung von Stra├čenb├Ąumen nur bei etwa 50 Jahren. Das liegt an den schwierigen Wuchsbedingungen: Im Stra├čenraum sind Luft- und Wurzelraum begrenzt, die Pflanzen m├╝ssen sich den Platz mit Leitungen im Boden und Verkehrsfl├Ąchen f├╝r Fu├čg├Ąnger, Radfahrer sowie Fahrzeuge teilen. Hinzu kommen Streusalzbelastung, Verunreinigungen durch Hunde und klimatische Stressfaktoren wie Hitze und Trockenheit, die durch den Klimawandel immer relevanter werden. Auch mit neuen Sch├Ądlingen und Pilzen haben die Pflanzen zu k├Ąmpfen.

So ist es nicht verwunderlich, dass auch B├Ąume gef├Ąllt werden m├╝ssen. Im Jahr 2021 waren das jedoch weniger als ein Prozent der st├Ądtischen B├Ąume. Bei Kontrollen wurde in den vergangenen Monaten festgestellt, welche B├Ąume aus Sicherheitsgr├╝nden nicht mehr stehenbleiben k├Ânnen. Unter anderem m├╝ssen in der Edith-Stein-Stra├če neun Blutpflaumen und in der ersten Gr├╝nspange im Vauban eine Linde wegen Pilzbefall entfernt werden. Abgestorbene oder wipfeld├╝rre B├Ąume befinden sich etwa in der Eisenbahnstra├če, auf dem Alten Friedhof, beim Spielplatz in der Urachstra├če und in der Staufener Stra├če. Bei den B├Ąumen, die in Parkanlagen entfernt werden, handelt es sich meist um Pflegema├čnahmen, um zu dicht wachsende Best├Ąnde auszulichten und so das Wachstum zu verbessern. Betroffenen Einrichtungen sowie B├╝rger- und Lokalvereine werden detailliert dar├╝ber informiert. Und weiter gilt: F├╝r fast jeden gef├Ąllten Baum wird ein neuer gepflanzt.

Durch die ver├Ąnderten Bedingungen hat sich gewandelt, welche Baumarten heute neu im Stra├čenraum gepflanzt werden. Auch die Insektenfreundlichkeit spielt dabei eine gro├če Rolle. So haben zum Beispiel Spitz-Ahorn oder fr├╝her h├Ąufige Stra├čenb├Ąume wie Berg-Ahorn oder Birke abgel├Âst. Doch auch Klassiker wie Linde oder Eiche werden weiterhin gepflanzt.

Insgesamt werden in dieser Pflanzsaison 705 B├Ąume vom GuT gesetzt, etwa 420 durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GuT selbst, die ├╝brigen durch Fremdfirmen. Daf├╝r investiert die Stadt rund 1,1 Millionen Euro.
 
Eintrag vom: 15.11.2021  




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