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Atomkraftwerk Fessenheim geht alle B├╝rger im Oberrheingebiet viel an.
CRS-Einsatzwagen / Foto: Dr. Georg L├Âser
 
Atomkraftwerk Fessenheim geht alle B├╝rger im Oberrheingebiet viel an.
Ein gro├čer Unfall kann jederzeit beginnen. Dann w├╝rde am Oberrhein Alles Nichts

Badisch-Els├Ąssischen B├╝rgerinitiativen emp├Âren sich ├╝ber Behandlung
durch Pr├Ąfekten und Polizei anl├Ąsslich Gro├čkundgebung in Colmar/Elsa├č

Teilnehmer diffamiert, gest├Ârt von Polizei und massiv an R├╝ckkehr gehindert.

Etwa 1000 S├╝dbadener haben an der Kundgebung gegen
den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Fessenheim am 3. Oktober
in Colmar mit weit ├╝ber 5000 franz├Âsischen Atomkraftgegnern
und zahlreichen Teilnehmern aus anderen L├Ąndern gemeinsam und
friedlich teilgenommen, darunter viele Aktive der Badisch-Els├Ąssischen
B├╝rgerinitiativen.

Die Sprecher der Badisch-Els├Ąssischen B├╝rgerinitiativen emp├Âren sich
dar├╝ber, dass der Pr├Ąfekt des Oberelsa├č die deutschen Teilnehmer
vorab als Randalierer und im Nachhinein als Invasion bezeichnete.
Viele friedliebende B├╝rgerinnen und B├╝rger wurden durch solche uns├Ągliche
Wortwahl und die angek├╝ndigte Totalsperrung der Innenstadt Colmars
sowie Presseberichte ├╝ber martialische Vorbereitungen der Spezialpolizei vorab
abgeschreckt, teilzunehmen.

Die Badisch-Els├Ąssischen B├╝rgerinitiativen sind ├╝berdies auch emp├Ârt
├╝ber die massiven weiteren Behinderungen des Demonstrationsrechts
und der Reisefreiheit am Oberrhein:

So st├Ârte ein Hubschrauber ├╝ber der Kundgebung eine Stunde lang
durch starken L├Ąrm sehr das Verstehen der Reden der Kundgebung.

Ein weiteres schweres Fehlverhalten von Seiten
der Nationalpolizei und Polizei war u.a., dass etwa ab 17 Uhr
bis etwa 17:45 Uhr deutsche Teilnehmer durch die Polizeiblockade
in der Avenue Fribourg und in den Seitenstra├čen der Avenue Poincar├ę
zwischen Avenue d'Alsace und dem Bahnhof an der R├╝ckkehr zu Ihren
Autos bzw. am Durchkommen als Radfahrer voll gehindert wurden.
Es gab auf Fragen an die Polizei keinen Hinweis,
wo der Ausgang aus dieser Einkesselung w├Ąre. Der Einsatz der Nationalpolizei
war l├Ącherlich, es bestand nicht die geringste Gefahr durch die Teilnehmer.

Die Badisch-Els├Ąssischen B├╝rgerinitiativen erkl├Ąren hierzu:
Die deutschen Teilnehmer haben ein gleiches Recht auf Teilnahme
an solchen friedlichen Kundgebungen. Au├čerdem ist klar,
dass das Risiko von Unf├Ąllen des Atomkraftwerks
sich auf beide Rheinseiten verteilt. Ein gro├čer Unfall w├Ąre das
Ende f├╝r die Region am s├╝dlichen Oberrhein, gesundheitlich und wirtschaftlich
und als Heimat. Dann w├Ąre Alles Nichts. Solche Unf├Ąlle k├Ânnen, wie das
├ľko-Institut (Freiburg) es j├╝ngst im September 2009 in seiner neuen Information
zur Atomkraft best├Ątigte, jederzeit beginnen.

Au├čerdem ist die deutsche Seite ├╝ber den 15%-tigen Baukostenzuschuss vom damaligen
Badenwerk entsprechend mit Strombezugsrechten aus Fessenheim ausgestattet, analog die Schweiz.
Fessenheim ist sozusagen ein trinationales Kraftwerk, aber viel zu gef├Ąhrlich.

Neuesten Informationen zufolge will der E.on-Konzern mit der EDF Kraftwerkseigentum
tauschen: 800 MW Atomkraft in Fessenheim und Cattenom gegen 800 MW Kohlekraftwerke
in Deutschland. Die EDF importiert bereits mehr als doppelt soviel (Kohle-)Strom aus Deutschland
f├╝r die vielen Elektroheizungen in Frankreich als sie Atomstrom nach Deutschland exportiert, wie
auf der Fachtagung von Energies3Fronti├Ęres am 25. September in Colmar berichtet wurde.



Erhard Schulz

Mitglied im Sprecherkreis der Badisch-Els├Ąssischen B├╝rgerinitiativen, Emmendingen
 
Eintrag vom: 08.10.2009  




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