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Sonntag, 2. Oktober 2022
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Freiburg ist Pilot-Kommune: 225.000 Euro Förderung vom Land
Neuer Klimamobilit√§tsplan soll Grundlagen f√ľr mehr Klimaschutz im Verkehr liefern

Ausbau von Radwegen und Stadtbahnen, Auto-freie Zonen, City-Maut oder mehr Sharing Angebote: Was bringt‚Äės? Um herauszufinden, welche Ma√ünahmen wieviel CO2 einsparen, erh√§lt Freiburg eine finanzielle F√∂rderung √ľber 225.000 Euro vom Land. Die Stadt ist eine von f√ľnf Pilot-Kommunen und hat damit die Aufgabe einen Klimamobilit√§tsplan zu erarbeiten. Solche Pl√§ne sind ein neues Instrument im Klimaschutzgesetz des Landes Baden-W√ľrttemberg, das der Landtag im Oktober 2020 eschlossen hat.

Mit dem Plan soll klar werden, wie man die CO2-Emissionen möglichst schnell reduzieren kann. Zunächst geht es um die Zeit bis 2030. Die Planer und Planerinnen berechnen dabei verschiedene Verkehrsmodelle.

Sie gehen der Frage nach, was in Zukunft m√∂glich sein kann und berechnen dann, welche Verkehrsmodelle den gr√∂√üten Nutzen bringen. Ma√ünahmen, die besonders wirksam sind, bekommen anschlie√üend h√∂here F√∂rders√§tze vom Land - den sogenannten ‚ÄěKlimabonus‚Äú. Am Schluss steht in dem Plan, welche Schritte die Stadt bis 2030 umsetzten will.

M√∂glich sind dabei Ma√ünahmen zur F√∂rderung des Umweltverbunds. Neben dem Ausbau von Stadtbahn, E-Ladeinfrastruktur und dem Bau von Rad-Vorrang-Routen und Radschnellwegen sind beispielsweise auch verbesserte Sharing-Angebote denkbar. Es gibt jedoch auch restriktive Ma√ünahmen, um den Auto-Verkehr zu reduzieren. Beispiele hier sind stadtweites Tempo 30, die verst√§rkte Parkraumbewirtschaftung und umweltfreundliche Mobilit√§tskonzepte bei neuen Wohnbauprojekten. Die Planer und Planerinnen untersuchen auch vision√§re Vorschl√§ge wie City Maut oder ‚ÄěZero-Emission-Zones‚Äú. Das sind Bereiche in der Stadt, in die nur Fahrzeuge fahren d√ľrfen, die keine Emissionen aussto√üen.

Die ersten Schritte werden nach der Sommerpause starten. Begleitend wird es eine √Ėffentlichkeitsbeteiligung geben. Ende 2022 soll der Gemeinderat dann √ľber den Plan entscheiden.

Bis 2050 will Freiburg klimaneutral sein. Insgesamt lagen die Freiburger CO2-Emissionen pro Kopf im Jahr 2018 37 Prozent niedriger als 1992. Beim Verkehr haben sich die CO2-Emissionen aber noch nicht so stark reduziert wie in anderen Bereichen. Das hat zur Folge, dass der Anteil des Verkehrs an den Emissionen in Freiburg in den letzten Jahren von rund 20 Prozent im Jahr 2000 auf 28 Prozent im Jahr 2018 gestiegen ist. Deshalb r√ľckt die Stadt den Verkehr nun deutlich mehr in den Fokus.

B√ľrgermeister Martin Haag betont, dass die Stadt mit dem Klimamobilit√§tsplan in der Lage ist, innovative Konzepte zu erarbeiten und danach von hohen F√∂rdermitteln zu profitieren. ‚ÄěDamit werden viele klimafreundliche Infrastruktur-Ma√ünahmen erst m√∂glich. Das passt gut zum Ausbau der Stadtbahn und auch zu dem aktuell laufenden Investitionsprogramm beim Fu√ü- und Radverkehr, das bundesweit seines Gleichen sucht‚Äú.

Insgesamt kostet das Projekt 280.000 Euro. 20 Prozent der Kosten trägt die Stadtverwaltung selbst.
 
Eintrag vom: 08.07.2021  




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