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Montag, 14. Juni 2021
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Freiburg erstellt einen Klimamobilitätsplan
Instrument untersucht, wie mehr Klimaschutz im Bereich Verkehr möglich ist

Stadt wird eine von vier Pilotkommunen in Baden-W√ľrttemberg und erh√§lt hohe F√∂rderung vom Land

Die Stadt Freiburg wird einen Klimamobilit√§tsplan erstellen. Der Plan ermittelt und bewertet, welche Ma√ünahmen helfen, den CO2-Aussto√ü im Verkehr zu senken. Freiburg hat sich beim Verkehrsministerium f√ľr dieses Projekt beworben und wurde als eine von vier Pilotkommunen ausgew√§hlt.

Klimamobilit√§tspl√§ne sind ein Instrument im neuen Klimaschutzgesetz des Landes Baden-W√ľrttemberg, das im Oktober 2020 vom Landtag beschlossen wurde. Mit diesen Pl√§nen sollen Gemeinden konkrete Ma√ünahmen erarbeiten, um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen. Ein Klimamobilit√§tsplan ermittelt und bewertet systematisch, welche Ma√ünahmen im Verkehr welchen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Betrachtet werden alle Verkehrsarten, und sowohl lokale als auch regionale Verkehre. Der Klimamobilit√§tsplan dient auch dazu herauszufinden, welche Ma√ünahmen besonders wirksam sind. Werden diese sp√§ter umgesetzt, kann mit hohen F√∂rders√§tzen des Landes gerechnet werden. Klimamobilit√§tspl√§ne sind ein neues Instrument, das das Land in einer Pilotphase mit vier Kommunen erproben wird.

Freiburg besitzt viel Vorerfahrung und bew√§hrte Strukturen f√ľr Klimaschutzprojekte. Jahr f√ľr Jahr werden die Anstrengungen beim Klimaschutz verst√§rkt, Finanzmittel und Aktivit√§ten erh√∂ht. Das Thema ‚Äěumweltfreundlicher Verkehr‚Äú wird seit Jahren intensiv bearbeitet und hat zu bemerkenswerten Erfolgen gef√ľhrt. So werden 79 Prozent der Wege im innerst√§dtischen Verkehr zu Fu√ü, mit dem Rad oder dem √ĖPNV zur√ľckgelegt. Freiburg gilt damit bezogen auf den Verkehrsbereich als eine der umweltfreundlichsten St√§dte Deutschlands. Die Bedingungen im Fu√ü- und Radverkehr sowie im √ĖPNV erhalten regelm√§√üig Bestnoten bei B√ľrgerumfragen oder Mobilit√§tsuntersuchungen.

Allerdings ist es trotz dieser Aktivit√§ten bislang nicht gelungen, eine grundlegende Trendwende bei den CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu erzielen. W√§hrend etwa im Energiesektor seit Jahren deutliche Erfolge bei der CO2-Reduktion erreicht wurden, stagnieren die CO2-Emissionen im Verkehr. ‚ÄěEs wird deutlich, dass wir auch neue Wege einschlagen m√ľssen, um die Verkehrswende voranzubringen und den CO2-Aussto√ü zu senken. Der Klimamobilit√§tsplan kann dabei ein starkes Werkzeug sein. Hier k√∂nnen wir genau untersuchen, wo Einsparungspotenzial liegt und wo genau wir auf unserem Weg zur Klimaneutralit√§t im Verkehr noch ansetzen k√∂nnen‚Äú, sagt B√ľrgermeister Martin Haag.

Es wird etwa zwei Jahre dauern, den Klimamobilit√§tsplan aufzustellen. Die Kosten daf√ľr liegen bei rund 280.000 Euro. Davon √ľbernimmt das Verkehrsministerium rund 80 Prozent. Derzeit wird daran gearbeitet, wie der Plan in der Stadtverwaltung bearbeitet werden soll und wie die Abstimmung mit verschiedenen Akteuren ablaufen soll. Eine umfangreiche Beteiligung von B√ľrgerinnen und B√ľrgern, Fachstellen und Verb√§nden ist geplant. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll der Gemeinderat beschlie√üen, welche Konsequenzen aus dem Klimamobilit√§tsplan gezogen werden sollen.
 
Eintrag vom: 12.03.2021  




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