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Freiburg: Spatenstich fĂŒr den Neubau des Forstamtes
Spatenstich Forstamt / Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
Freiburg: Spatenstich fĂŒr den Neubau des Forstamtes
- wegen Corona nur in kleinem Rahmen -

OB Martin Horn: „Dieser schöne Ort am Waldrand wird zur kompetenten Anlaufstelle fĂŒr fast alle Fragen zum Wald“

Bau des Viergeschossers aus Holz wird rund 2,1 Millionen Euro kosten. Einweihung fĂŒr Ende 2021 geplant

Freiburg, 10.12.2020. Umfassend waren die Planungen, grĂŒndlich die Vorbereitungen – nun haben OberbĂŒrgermeister Martin Horn und UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute mit dem Spatenstich die Bauarbeiten fĂŒr den Neubau des Forstamtes begonnen.

Eigentlich hĂ€tte dieser Meilenstein mit einem kleinen Fest gefeiert werden sollen, zusammen mit vielen Akteurinnen und Akteuren aus dem Forstamt und der Stiftung Waldhaus, aber auch aus anderen Institutionen, und mit vielen UnterstĂŒtzerinnen und Sympathisanten. Wegen der Pandemie wurde der Baubeginn an der Wonnhalde nun im kleinen Rahmen, aber nicht weniger freudig gewĂŒrdigt.

OB Horn, der dem Stiftungsrat des Waldhauses vorsitzt, hob dabei die Synergien durch den Umzug des Forstamtes hervor: „Dieser schöne Ort am Waldrand wird fĂŒr die Freiburgerinnen und Freiburger zur kompetenten Anlaufstelle fĂŒr fast alle Fragen zum Wald. Ich bin sicher, dass sich auch die NĂ€he zur Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt nicht als Nachteil erweisen wird.“

Neben dem bestehenden Waldhaus an der Wonnhalde baut die Stiftung Waldhaus ein viergeschossiges Holzhaus, in das Ende 2021 das stĂ€dtische Forstamt aus der GĂŒnterstalstraße 71 umziehen wird. Der Neubau dient dann auch der Erweiterung des Waldhauses, das in den zwölf Jahren seines Bestehens die Vielfalt und Zahl seiner wald- und umweltpĂ€dagogischen Angebote stetig vergrĂ¶ĂŸert hat.

Auch der Publikums-Andrang im Waldhaus stieg immer weiter. Daraus erwuchs ein Erweiterungsbedarf, der nun mit dem Neubau gedeckt werden kann. Die BĂŒroflĂ€chen des Waldhauses werden im ersten Obergeschoss untergebracht, gleich ĂŒber dem neuen Wald- und Klimaschutzlabor, das fĂŒr die UmweltpĂ€dagogik zum Thema Wald und Klima zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten und Konzepte bietet.

BĂŒrgermeisterin Stuchlik freut sich besonders ĂŒber diesen Beitrag zum Klimaschutz: „Klima, Wald und unser Einsatz von Ressourcen bedingen sich gegenseitig. Ein grundlegendes VerstĂ€ndnis zum Beispiel des Kohlenstoffkreislaufes ist eine wichtige Grundlage der Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung. Dieses VerstĂ€ndnis wirkt sich dann unmittelbar auf die Bewirtschaftung unserer WĂ€lder, den Materialeinsatz im Baubereich und unseren persönlichen Lebensstil aus.“

Nach den ersten Planungen hĂ€tte der Neubau schon Ende dieses Jahres erfolgen sollen. Die Verzögerung hat verschiedene Ursachen: Zum einen hat der Gestaltungsbeirat der Stadt nach der ersten Vorstellung des Projektes im zweiten Halbjahr 2018 wesentliche Verbesserungen angeregt und abschließend den Bau eines mindestens viergeschossigen SolitĂ€rs empfohlen statt des ursprĂŒnglich vorgesehenen Zwei- bzw. Dreigeschossers. Die VerĂ€nderungen erforderten eine erneute Offenlage des Bebauungsplans, vor allem aber eine ganz neue Planung der Architekten Stocker-Dewes. FĂŒr die favorisierte viergeschossige Variante in Holzbauweise mit einer BruttogeschossflĂ€che von rund 740 Quadratmetern musste die Planung statisch, funktional und unter Kostenaspekten mehrfach optimiert werden.

Die Baukosten fĂŒr den Viergeschosser sind mit rund 2,1 Millionen Euro kalkuliert, die aus drei verschiedenen Töpfen kommen. FĂŒr das Projekt stehen 1,6 Millionen Euro Eigenmittel der Stiftung Waldhaus zur VerfĂŒgung, von denen die Stadt 600.000 Euro beisteuert. 125.000 Euro stammen aus einer privaten Spende fĂŒr die WaldhausflĂ€chen. FĂŒr die innovative Tragwerksplanung des BĂŒros Wirth Haker und die ressourcensparende Verwendung von Buchenschichtholz konnte eine Förderung aus dem Holzinnovativprogramm des Landes Baden-WĂŒrttemberg in Höhe von 200.000 Euro gewonnen werden. FĂŒr das Wald- und Klimaschutzlabor kommen 300.000 Euro aus Klimaschutzmitteln der Konzessionsabgabe.

Zum Bild oben: von links Nicole Schmalfuß, Leiterin des Forstamtes, OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Waldhaus-Leiter Markus MĂŒller, BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, Peter Bank, Mitarbeiter des Forstamts, und Andreas Hoffmann, Mitarbeiter des Waldhauses/ Foto: Stadt Freiburg/Patrick Seeger
 
Eintrag vom: 11.12.2020  




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