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Sonntag, 31. Mai 2020
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Waldbrandgefahr steigt weiter an
Forst: Brandstelle im Wald / Foto: Stadt Freiburg
 
Waldbrandgefahr steigt weiter an
Rauchen und offenes Feuer im Wald verboten

So fr√ľh im Jahr wie noch nie: Heute gab es den ersten Feuerwehreinsatz wegen Waldbrand oberhalb vom Sohlacker

Das Forstamt Freiburg bittet aufgrund der aktuell stetig steigenden Waldbrandgefahr alle Waldbesucherinnen und ‚Äďbesucher um besonders erh√∂hte Vorsicht und Aufmerksamkeit.

Im Wald ist offenes Feuer au√üerhalb offizieller Feuerstellen und das Rauchen von M√§rz bis Oktober grunds√§tzlich nicht gestattet. Waldbrandgefahr geht auch von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben, aber auch entlang von Stra√üen durch achtlos aus dem Fenster geworfene Zigarettenkippen aus. Wer den Wald besucht, wird zudem gebeten, die Zufahrtswege nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkw d√ľrfen nur auf den ausgewiesenen Parkpl√§tzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge sollten nicht √ľber trockenem Bodenbewuchs, vor allem trockenem Gras, stehen, da hei√üe Katalysatoren oder Auspuffteile die trockene Vegetation leicht entz√ľnden k√∂nnen.

Wer Reste eines glimmenden Feuers oder einen beginnenden Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverz√ľglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) zu informieren.

Insbesondere die schnelle Information √ľber einen Brandherd und die schnell eingeleitete Bek√§mpfung konnten bisher regelm√§√üig den Schaden begrenzen und Gefahren von Natur und Mensch fernhalten. Dabei kommt es auf eine pr√§zise Ortsbeschreibung an, um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu f√ľhren. Zur Beschreibung bieten sich die Rettungspunkte des Forstamtes an, allgemein bekannte Parkpl√§tze, Namen von Waldwegen, Beschilderungen von Wanderwegen und Mountainbikestrecken oder √§hnliches.

Das Forstamt Freiburg appelliert an Alle: Helfen Sie mit, den Stadtwald zu sch√ľtzen und vermeiden Sie offenes Feuer!

Wie dringlich dieser Appell des Forstamtes jetzt schon ist, wurde heute Vormittag deutlich. Da brach im Forstrevier G√ľnterstal oberhalb vom Sohlacker ein Waldbrand aus, der bis zu 200 Quadratmeter erfasste.

Nur dem Zusammenspiel mehrerer g√ľnstiger Faktoren war zu verdanken, dass die Feuerwehr ihn nach mehrst√ľndigem Einsatz unter Kontrolle bekam. Der wichtigste Faktor: Sehr fr√ľh gab es Hinweise aus der Bev√∂lkerung auf Rauchentwicklung im betreffenden Waldst√ľck. Die mobile Einsatztruppe des Forstamtes, die aktuell aus vier Waldarbeitern besteht, fand bei ihrem Eintreffen einen Schwelbrand mit offenen Flammen vor, der erkennbar auf zwei illegale Feuerstellen beim Horber Felsen, in etwa 800 Metern, zur√ľckzuf√ľhren war. Mit ihren Feuerpatschen (das sind quasi Laub-Rechen mit Gummilappen) konnten die Waldarbeiter den Brand eind√§mmen. Die umgehend mit drei Fahrzeugen und zehn Einsatzkr√§ften anger√ľckte Berufsfeuerwehr meisterte die Aufgabe, in unwegsamem, steilem Gel√§nde √ľber 150 Meter Wasserschl√§uche durch den Wald zu verlegen. Mithilfe von 7000 Litern Wasser wurde der Brand dann bald gel√∂scht. Zwei Stunden nach ihrem Eintreffen konnte die Feuerwehr ihren Einsatz im Bergwald beenden.

Laut Forstamt gab es noch nie so fr√ľh im Jahr einen Waldbrand wie an diesem 22. April. Zudem sind Br√§nde dieser Gr√∂√üe eine absolute Seltenheit im Freiburger Stadtwald. Umso mehr ist der heutige Brand ein Anlass, den Appell des Forstamtes ernst zu nehmen.
 
Eintrag vom: 23.04.2020  




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