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Sonntag, 31. Mai 2020
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Slow Food initiiert Online-Einkaufskarte zur Sicherung von Existenzen
Einkaufskarte (c) Sharon Sheets
 
Slow Food initiiert Online-Einkaufskarte zur Sicherung von Existenzen
Aufgrund der Corona-Pandemie bangen Menschen bundesweit um ihre Existenz. Darunter zahlreiche K√∂ch*innen und all diejenigen, die im Bereich der Gastronomie t√§tig sind sowie klein- und mittelst√§ndische Unternehmen f√ľr Erzeugung, Weiterverarbeitung und Vertrieb von Lebensmitteln. Slow Food appelliert an Verbraucher*innen bundesweit, die existenziell wichtigen regionalen Versorgungsnetzwerke lebendig zu halten. Daf√ľr hat der Verein eine Karte ver√∂ffentlicht, die vom Slow-Food-Netzwerk mit Einkaufstipps bef√ľllt wird und die kleine Betriebe und Unternehmen mit ihren Kund*innen vernetzt.

Die Corona-Pandemie r√ľckt Ern√§hrung und die t√§gliche Versorgung mit Lebensmitteln f√ľr die meisten Verbraucher*innen in den Mittelpunkt ihrer Tagesl√§ufe. Essen ist wieder sp√ľrbarer existenziell geworden. Viele Menschen sind dankbar f√ľr lokale Versorgungsstrukturen wie die Gemeinschaften um Biol√§den und ihre Erzeuger*innen sowie die solidarische Landwirtschaft; alles, was sie vor Ort verl√§sslich versorgt. Zugleich sind zahlreiche Existenzen entlang der Erzeugung, der Weiterverarbeitung und des Handels von Lebensmitteln sowie die Gastronomie aufgrund der Schlie√üung des √∂ffentlichen Lebens bedroht.

Slow Food Deutschland appelliert an Verbraucher*innen, gerade jetzt soweit wie m√∂glich die kleinen Betriebe, L√§den und Gastronom*innen ihrer Region zu unterst√ľtzen. Viele setzen kreative Notl√∂sungen um. Diese Angebote wahrzunehmen wird bei vielen dar√ľber mitentscheiden, ob sie nach Lockerung der Sicherheitsma√ünahmen ihre T√ľren wieder √∂ffnen k√∂nnen. Die >> Slow-Food-Karte listet bundesweit Hofl√§den, Online-Shops, Stra√üenverk√§ufe und Lieferservice. Bef√ľllt wird die Karte stetig durch das Slow-Food-Netzwerk in Deutschland. Anfang April z√§hlt sie bereits √ľber 350 Adressen. Hinzu kommen in den n√§chsten Tagen die Unterst√ľtzer*innen, also Unternehmen, die sich in ihrem Tun der Slow-Food-Philosophie verbunden f√ľhlen sowie Aussteller*innen der ‚ÄėMesse des guten Geschmacks ‚Äď die Slow-Food-Messe‚Äô, die aufgrund der Pandemie auf den April 2021 verschoben werden musste.

Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.: ‚ÄěSeit Ausbruch der Corona-Krise ist unser Slow-Food-Netzwerk einmal mehr darum bem√ľht, das solidarische Miteinander in unserer Gesellschaft zu st√§rken. Aus diesem Engagement heraus ist diese ‚ÄöVersorgungskarte‚Äė entstanden. Denn uns ist klar, dass wir die drastischen Einschnitte, denen wir ausgesetzt sind, nur gemeinsam bewerkstelligen k√∂nnen. Eine Krisenzeit wie diese macht klar, was unsere Ern√§hrung und damit auch unser Miteinander sichert. Es ist eine verl√§ssliche kleingliedrige Versorgung der Bev√∂lkerung. Ihren Fortbestand m√ľssen wir jetzt sichern‚Äú.

Essen stellt f√ľr viele Menschen bundesweit gerade eine Herausforderung dar. Mitunter wirft das Zubereiten von Speisen in den eigenen vier W√§nden bei vielen Fragen und Unsicherheiten auf. Um daf√ľr Abhilfe zu schaffen, stellt Slow Food gemeinsam mit den K√∂ch*innen der Chef-Alliance regelm√§√üig wechselnde Rezept-Tipps Online. Sie sollen Menschen Inspiration und Mut zum Kochen geben und dazu motivieren, das zu genie√üen, was in der eigenen Region erreichbar ist.

Die Slow-Food-Einkaufskarte finden Sie online ...
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Eintrag vom: 04.04.2020  




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