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Freitag, 25. Juni 2021
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Filmtipp: Butenland
Deutschland 2019, 86 Minuten
Dokumentation
Regie: Marc Pierschel

Als Milchbauer in dritter Generation versorgt Jan Gerdes auf seinem Hof im Norden Deutschlands drei√üig K√ľhe und verkauft erfolgreich Biomilch und K√§se. Doch er hadert mit seinem Gewissen, als er seine K√ľhe bei sinkender Milchleistung an den Schlachthof verkaufen muss. Nach Burnout und Scheidung trifft er den Entschluss, seinen Hof aufzugeben. An dem Tag als alle K√ľhe zum Schlachthof gebracht werden sollen, fehlt der Platz f√ľr die letzten zw√∂lf. Anstatt einen neuen Transport zu bestellen, fassen er und seine Partnerin Karin M√ľck den Entschluss, die K√ľhe auf dem Hof zu behalten. Es ist die Geburtsstunde von Hof Butenland. Anfang der 80er Jahre z√§hlt Karin zu den ersten TierbefreierInnen, die Hunde, Katzen, Affen und andere Tiere aus Versuchslaboren retten und die Zust√§nde dort √∂ffentlich machen. Bis sie bei einer Aktion von einem Sondereinsatzkommando verhaftet und als Mitglied einer terroristischen Vereinigung angeklagt wird. Nach 5-w√∂chiger Isolationshaft wird Karin zu einer einj√§hrigen Freiheitsstrafe verurteilt. Paul sollte im Alter von zwei Monaten wegen einer K√§lbergrippe geschlachtet werden, Uschi weil sie sich weigerte, gemolken zu werden und Lillja √ľberlebte die Geburt ihres ersten Kalbes fast nicht. Auf Butenland leben sie heute zusammen mit vielen anderen ehemaligen Nutztieren auf Augenh√∂he mit den Menschen - ohne einen Nutzen erf√ľllen zu m√ľssen. Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint. Jan Gerdes und Karin M√ľck entwerfen mit ihrem Projekt ein Gegenmodell zur Nutztierhaltung, bei dem die Bed√ľrfnisse der Tiere im Mittelpunkt stehen, fernab jeglicher wirtschaftlicher Interessen. Filmemacher Marc Pierschel hat die beiden auf Hof Butenland √ľber einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mit der Kamera begleitet. Das intime Portr√§t zeigt zwei Menschen, die sich f√ľr Tiere einsetzen, h√§lt Momente des Gl√ľcks und der Trauer fest, und hinterfragt den gegenw√§rtigen Status von Nutztieren in unserer Gesellschaft.

Läuft in der Harmonie Freiburg
am Mittwoch, 19. Februar, 19 Uhr
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Eintrag vom: 13.02.2020  




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