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Dienstag, 15. Oktober 2019
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Zukunft f√ľr den Mundenhof
Stadt will Erweiterungsfl√§chen f√ľr das Tiergehege erschlie√üen

Besucherzahl zwischen 2013 und 2018 um 34 Prozent gestiegen. Weiterer Anstieg durch Stadtteil Dietenbach zu erwarten

Der Mundenhof platzt an manchen Tagen aus allen N√§hten ‚Äď und wenn in einigen Jahren nebendran der neue Stadtteil Dietenbach bezogen ist, wird der Publikumsandrang im Freiburger Tiergehege wohl noch gr√∂√üer.

Mit seinem weitl√§ufigen Tiergehege hat der Mundenhof 2018 rund 400.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet. Seit Jahren steigt ihre Zahl stetig und steil an; 2013 waren es 297.000 gewesen. Heute kommt der Mundenhof an sonnigen Fr√ľhlingswochenenden an seine Kapazit√§tsgrenze. Die Infrastruktur und die Personalausstattung sind den Besucherstr√∂men an diesen Tagen kaum gewachsen, die Aufenthaltsqualit√§t ist eingeschr√§nkt.

Daher wird die Stadt nun Erweiterungsfl√§chen f√ľr das Tiergehege erschlie√üen. Auf einer Pressekonferenz betonte B√ľrgermeisterin Gerda Stuchlik heute, dass die Stadt die besondere Attraktivit√§t des Mundenhofs erhalten und seine Alleinstellung als Tiergehege mit umweltp√§dagogischem Anspruch st√§rken will.

Stuchlik erkl√§rte: ‚ÄěDie jetzt angesto√üenen Ma√ünahmen sind der n√§chste konsequente Schritt zur Weiterentwicklung des Tier-Natur- Erlebnisparks Mundenhof. In seinen Anf√§ngen war der Park als Naherholung f√ľr die Stadtbev√∂lkerung konzipiert. Heute √ľbernimmt er eine wichtige Aufgabe in der Umweltbildung. Wir schaffen mit den jetzigen Entscheidungen Rahmenbedingungen, damit er auch zuk√ľnftig f√ľr viele Generationen von Kindern ein Ort f√ľr besondere Naturerlebnisse bleibt.‚Äú Zus√§tzlich solle der Mundenhof k√ľnftig einen wesentlichen Beitrag zur Naherholung des Stadtteils Dietenbach und zur Entlastung des Naturschutzgebietes Rieselfeld (NSG) leisten.

Deshalb hat das f√ľr den Mundenhof zust√§ndige Forstamt gemeinsam mit den anliegenden Einrichtungen Ma√ünahmen erarbeitet, die den Mundenhof zukunftsf√§hig machen ‚Äď auch bei ver√§nderten Rahmenbedingungen. Dazu m√ľssen weitere Bereiche f√ľr das Tiergehege auf Fl√§chen zwischen Autobahn und Naturschutzgebiet entwickelt werden, die der Mundenhof jetzt landwirtschaftlich nutzt. Zus√§tzlich werden angrenzende Fl√§chen, die bisher die Stadtg√§rtnerei als Baumschule und der Reitclub 99 als Reitplatz nutzt, aufgewertet und durch eine gezielte Besucherlenkung f√ľr die √Ėffentlichkeit neu erschlossen.

Zwischen Parkplatzfl√§chen und Erweiterungsfl√§chen wird ein Br√ľckenschlag notwendig, der dem Publikum attraktive Einblicke in das Naturschutzgebiet und die dortigen Schutzg√ľter in Flora und Fauna erm√∂glicht. Das Ganze ist eingebettet in das √ľbergeordnete Erholungs- und Lenkungskonzept, das die Projektgruppe Dietenbach mit dem Garten- und Tiefbauamt (GuT) erarbeitet.

Gleichzeitig mit der Weiterentwicklung der Fl√§chen, die an das Tiergehege grenzen, wird der vorhandene Geb√§udebestand f√ľr die √Ėffentlichkeit ge√∂ffnet. In den 2013 statisch sanierten Alten Kuhstall soll deshalb weiter investiert werden. Bis 2025 soll dort ein Schlechtwetter-Angebot f√ľr Familien entstehen. Angedacht sind interaktive Stationen zu Themen des Mundenhofs (Landwirtschaft, Tierhaltung usw.), niedrigschwellige Spielstationen (Ins-HeuSpringen, Burgen aus Strohballen bauen) und wom√∂glich auch ein integriertes Caf√©. Die Fortf√ľhrung und der Abschluss dieser Bauma√ünahmen bis 2025 kosten rund 2 Millionen Euro.

Wo heute das Requisitenlager des Theaters steht, soll zudem perspektivisch (2026-29) ein kleiner Schaubauernhof entstehen.

Dem Mundenhof steht also seit der Gr√ľndung des Tiergeheges 1968 der dritte pr√§gende Umbruch bevor ‚Äď nach der Erweiterung Mitte der 80er Jahre und der Umgestaltung im Zusammenhang mit der Entwicklung des Stadtteils Rieselfeld Ende der 90er Jahre.

Parallel zu diesen Entwicklungen er√∂rtert das Umweltdezernat mit den Veranstaltern des Zeltmusikfestivals (ZMF) Entwicklungsoptionen f√ľr das Festival am bestehenden Standort. Eine ma√ügebliche Erweiterung des ZMF zu Lasten von MundenhofFl√§chen ist dabei f√ľr die Stadtverwaltung keine Option.
 
Eintrag vom: 03.10.2019  




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