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Mittwoch, 18. September 2019
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Essen ist politisch! - Slow Food Youth Akademie zu Besuch bei der EU
F√ľr Slow Food ist Essen nicht nur Genuss und Verantwortung, sondern auch Politik. Deswegen setzen sich die 28 Teilnehmenden der Slow Food Youth Akademie ab dem 12. September f√ľr drei Tage intensiv mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auseinander. Sie besuchen das Europ√§ische Parlament, befragen Abgeordnete verschiedener Parteien, f√ľr welche Zukunft unserer Ern√§hrung sie sich einsetzen und eruieren, welche M√∂glichkeiten es gibt, als B√ľrgerin und B√ľrger die Politprozesse zu begreifen und darin zu partizipieren.

Nicht nur auf Bundes- sondern auch auf der EU-Ebene muss Agrarpolitik neu gedacht werden. Das f√ľhren uns die Schlagzeilen t√§glich vor Augen. Die Anl√§sse werden buchst√§blich immer brennender. Deshalb f√ľhrt das siebte Wochenende die Akademieteilnehmenden nach Br√ľssel, ins Schaltzentrum der Macht. Die k√ľnftigen ‚ÄěChangemaker‚Äú haben hier die M√∂glichkeit, Abgeordnete verschiedener Europa-Parteien zu befragen. Politexpertinnen und -experten sch√§rfen ihren Blick auf die Einflussnahme von Lobbyistinnen und Lobbyisten auf die Landwirtschafts- und Ern√§hrungspolitik.

‚ÄěEin so weiter wie bisher ist nicht mehr m√∂glich. Und die Basis f√ľr eine Agrarpolitik, die nicht nur besser, sondern √ľberhaupt zukunftsf√§hig ist, muss vor allem in Br√ľssel geschaffen und von uns Europ√§erinnen und Europ√§ern mitgetragen werden. Deswegen sind unsere Changemaker hier genau richtig‚Äú, erkl√§rt Elia Carceller, Koordinatorin der Slow Food Youth Akademie. Slow Food m√∂chte, dass sich die Akademie-Teilnehmenden im Alter zwischen 18 und 35 mit allen Dimensionen unseres Essens auseinandersetzen. Und dazu geh√∂rt auch die Politik. Da sich die Agrarpolitik auf Ern√§hrung, Gesundheit und Umwelt gleicherma√üen auswirkt, fordert Slow Food eine ganzheitliche und ressort√ľbergreifende Ern√§hrungspolitik. Diese muss durch m√ľndige B√ľrgerinnen und B√ľrger unterst√ľtzt werden, damit von Br√ľssel bis zur lokalen Ebene neue Netzwerke lokaler Versorgungswirtschaften aufgebaut werden. Erfolgreiche Ans√§tze wie Marktschw√§rmer, Solawi oder das Terra Madre Netzwerk von Slow Food zeigen, dass es m√∂glich ist. Die jungen Erwachsenen in den Slow-Food-Netzwerken tragen ma√ügeblich dazu bei.
 
Eintrag vom: 12.09.2019  




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